STANDPUNKTE • Wider den Gehorsam!

„Es ist zur Frage des Überlebens geworden, dass wir uns emanzipieren und aus dem Gefängnis der Propaganda der Mächtigen befreien“

Ein Standpunkt von Jens Wernicke.

Karl Marx erfasste bereits vor über 100 Jahren punktgenau die gesellschaftlichen Verhältnisse, als er schrieb: „Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche die herrschenden Gedanken, das heißt, die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende geistige Macht.“ Aufgrund der sich zuspitzenden sozialen und ökologischen Lage ist es inzwischen notwendiger denn je, dieses anerzogene Gefängnis des kollektiven Stockholm-Syndroms (1) zu verlassen und sich von den gedanklichen Zwängen der herrschenden Ideologie zu befreien. Nur dann werden die gesellschaftliche Befreiung aus Unterdrückung, Ausbeutung, Armut und Angst zu meistern und die zum Überleben der Menschheit notwendige ökologische Kehrtwende überhaupt möglich sein.

Liebe LeserInnen und HörerInnen,
zunehmend habe ich das Gefühl, nicht nur in verrückten Zeiten, sondern auch unter Verrückten zu leben. In Zeiten, in denen Mut, Vernunft und Klarheit im Denken vom Aussterben bedroht sind.

Aktuell tobt zu einem für uns alle immens wichtigen Thema ein mächtiger Propagandakrieg im Land — wirkliche Auseinandersetzung mit diesem, seinen Folgen und Absichten findet aber gar nicht statt.
Die allermeisten haben sich ins Getümmel gestürzt, vor allem dasjenige ihrer Gefühle und Werturteile, und realisieren gar nicht, wie man sie auf beiden Seiten der künstlichen Front nur als Kanonenfutter missbraucht.

Notwendige Diskussionen über die Tatsache, dass unser Wirtschaftssystem dabei ist, unser Ökosystem final zu vernichten, wurden in eine Debatte darüber kanalisiert, ob man nun „für“ oder „gegen“ Greta Thunberg sein soll — und ob Umweltschutzmaßnahmen als „richtig“ oder „falsch“, notwendig oder überflüssig zu bewerten sind.

Wer sich auf diese Nebengleise hat führen lassen, ist bereits Opfer geworden. Opfer von Propaganda, Ablenkung, Ideologie. Denn die wirklichen, die wichtigen und auch zwingend zu beantwortenden Fragen sind ganz andere. Sie lauten:

Was muss hier und heute jeder Einzelne, was müssen wir alle gemeinsam, als Menschen und Gesellschaften, unternehmen, um die nahende Katastrophe noch abzuwenden? Was müssen wir statt der Politik, die nur noch den Interessen der Mächtigen dient, jetzt tun — zur Entmachtung eben dieser Politik sowie zur Befreiung aus eigener Unmündigkeit? Und: Was ist wirklicher Umweltschutz — jenseits der propagandistischen Bären wie beispielsweise „heilsamer Kohlendioxidsteuer“, „kohlendioxidfreier Atomkraft“, „unschädlichem Fracking“, „umweltschonenden Elektroautos“ und „Klimawandel stoppendem Geo-Engineering“, die man uns täglich aufbinden will?

Da von diesen und anderen Fragen mit aller Macht abgelenkt wird, stehen sich in der Debatte inzwischen zwei Pole als scheinbar unvereinbare Gegensätze gegenüber. Unvereinbar, weil es auf falsche Fragen nie richtige Antworten gibt. Weil es das Ziel von Propaganda ist, die Wahrheit zu verschleiern, um jedes Aufbegehren der 99 Prozent bereits im Keim zu ersticken. Die eine Fronstellung in diesem Propagandakrieg bilden dabei klatschende Politiker und jubelnde Leitmedien. Menschen und Institutionen also, die weder verstehen können noch wollen, was unter anderem Greta Thunberg in aller Klarheit und zu Recht proklamiert.

Stattdessen pervertieren sie deren Anliegen, ja wollen es sogar zur Modernisierung des Kapitalismus missbrauchen. Sie freuen sich auf und über jede Möglichkeit, mit einer „neuen, nur anderen Art von Wahnsinn“ neue und andere Arten von Profiten zu generieren.

Das versprochene Ziel, dass sich real etwas für den Planeten, für Natur und Ökosystem tut, wird sich, da nichts Substantielles sich ändern darf, als Nullnummer erweisen. Es fände nur ein Putsch innerhalb der Eliten statt, der die Kohle-, Erdöl- und Atomstromgiganten durch andere Zerstörer ersetzte und das nicht gelöste Problem als „Nun ist alles gut!“ grün fake-labelte.

Beate Wiemers hat das in Ihrem Artikel im Rubikon wunderbar auf den Punkt gebracht (2):

„Die gute Nachricht ist: Es gibt für viele gravierende Umweltprobleme bereits Lösungen. Die schlechte: Der politische Wille zu ihrer Umsetzung fehlt. Und die Bevölkerung — wie hypnotisiert durch eine einseitige Klimadebatte — kämpft nicht für diese Lösungen. Umweltschutz braucht engagierte Menschen, die sich regional vernetzen und konkret handeln. Eine Klimadebatte, die Themen wie Staudammbauten, ruinierte Böden oder den geplanten Verschleiß von Konsumgütern ausklammert, folgt nur einem blinden Alarmismus. Dieser dient im schlimmsten Fall dazu, den kapitalistischen Moloch durch pseudoökologische Investitionen, überzogene Honorare für Beraterfirmen und vermeintlich ‚grüne‘ Finanzprodukte noch weiter zu bedienen. Er macht sich zum Erfüllungsgehilfen einer zentralistischen Staatsgewalt, die das Thema Klimaschutz als Alibi benutzt, um die Steuerzahler noch mehr auszuplündern.“

Barbara Unmüßig, eine der letzten kritischen Grünen, hat diese Entwicklungen in ihrem Buch „Kritik der Grünen Ökonomie“ fulminant belegt (3): Was man uns hier als „öko“ oder „grün“ verkaufen will, ist das genaue Gegenteil von Umweltschutz!

In ihren Worten liest sich das so (4):

„Ein ganz handfestes Motiv für das Konzept der aktuellen Grünen Ökonomie war und ist: Globale Umweltpolitik soll fortan vor allem und ausschließlich mit ökonomischer Rationalität betrieben werden. Weniger Regulierung und weniger politische Gestaltung sollen her. Außerdem — so die Argumentation — sind die öffentlichen Kassen zur Finanzierung des Schutzes öffentlicher Güter leer. Also soll es mehr denn je der Markt mit neuen, marktbasierten Instrumenten richten. Diese sollen fortan die Klima- und Biodiversitätsschutzpolitik bestimmen. Die ökonomische Betrachtung des Klimawandels hat sich die UNO in den Klimaverhandlungen längst zu eigen gemacht. Und sie überträgt sie zunehmend auch auf andere Handlungs- und Politikfelder wie etwa den Schutz der Biodiversität.“

Dieser Pol der Debatte spiegelt schlicht und ergreifend die Interessenlagen derjenigen Eliten wider, die unter dem Label „Umweltschutz“ für eine Modernisierung des Systems streiten. Die uns gegenüber also etwa das Umweltverbrechen Elektroauto als „Verbesserung“ loben, de facto jedoch nur den anderen Eliten mit ähnlich zerstörerischem Wahnsinn die Profite streitig machen.

Sie rufen „Für die Umwelt!“, meinen jedoch „Nach mir die Sintflut — was einzig zählt, ist Profit!“ Was sie vorhaben, nennt sich Greenwashing: Nichts ändert sich, doch man verdient am nahenden Massensterben, auf das man selbst gut vorbereitet ist, noch Geld. Und auch der Pöbel fühlt sich wieder sicher und bleibt ruhig — bis es schließlich soweit ist.

Die diesem Wahnsinn entgegengesetzte Fronstellung spiegelt die Interessen derjenigen Eliten wider, die ihren Profit und ihre Privilegien aus der bisherigen Form von Umweltzerstörung gezogen haben. Flankiert und geschützt werden sie dabei von der AfD, dem Europäischen Institut für Klima & Energie und anderen mächtigen Think Tanks.

Um den Siegeszug ihrer Konkurrenten, der „Modernisierer“, zu verhindern, setzen sie auf einen mächtigen sowie perfiden Spin, der immer weitere Kreise zieht: „Die globale Erwärmung gibt es gar nicht — alles Lug und Betrug der Eliten wider die kleinen Leute! Gegen Dich, ja, Dich!“

Und da ein Teil des Argumentes — der, in dem es um Lug und Betrug „von oben“ geht — wahr ist, verfängt ihre Masche, verfängt immer mehr. Verfängt, weil der „kleine Mann“ sehr genau spürt, dass das, was ihm da als „Wir lieben Greta Thunberg und werden tun, was sie will!“ verkauft wird, am Ende mit Umweltschutz wenig zu tun hat, sondern nur weiter den Kampf Reich gegen Arm anheizen und seine soziale Lage weiter verschlechtern wird. Sei es durch eine Kohlendioxidsteuer, Fahrverbote eben für die Autos der Armen, steigende Lebenshaltungskosten „für die Umwelt“ oder anderes.

Den Tenor dieser ideologischen Frontstellung bringt beispielsweise der Alt-Linke Rainer Rupp auf den Punkt, wenn er Greta Thunberg, Umweltschutz und den „Staatsstreich innerhalb der Eliten“ als ein und dasselbe Problem skizziert, gegen das bedingungslos Widerstand zu leisten sei. Frei nach dem Motto: „Umweltschutz ist ein Elitenprojekt, lasst uns alle hassen, verachten, verleumden und bekämpfen, die nicht für Kohle, Erdöl und Planetenzerstörung sind!“

Bei ihm selbst liest sich das so (5):

„Wie im tiefsten Mittelalter, als griechische Lehrbücher über Mathematik und Physik unter dem Gejohle der Gläubigen als Hexenwerk verbrannt wurden, werden auch heute andere Meinungen über die möglichen Ursachen des Klimawandels nicht mehr toleriert. Damals wurden Gottesleugner von der kirchlichen Inquisition bei lebendigem Leib verbrannt, heute unternehmen die fanatisierten Anhänger der politisch zunehmend mächtigen Anti-CO2-Sekte mit Hilfe geneigter Medien, Politiker und wirtschaftlicher Profiteure alles, um Klimaleugner (…) beruflich und gesellschaftlich zu ächten. (…) Selbst höchste Würdenträger aus Politik und Gesellschaft, unser Bundespräsident mit eingeschlossen, sind schon zu Greta gepilgert für ein publikumswirksames, gemeinsames Foto und um sie natürlich um Rat beim CO2-Problem zur Rettung unseres Planeten zu bitten. Guten Rat gibt das gesalbte Kind denn auch gerne. (Etwa) (…) besticht die Kind-Göttin in ihrer unendlichen Weisheit mit tiefsinnigen Worten wie ‚Alles ist möglich‘. (…) Es geht nicht um Hunderte von Milliarden Euro, sondern um Billionen, die in den Industrieländern im Laufe des vergangenen Jahrzehnts über staatlich verordnete Umweltmaßnahmen von den Steuerzahlern in die Taschen der großen Konzerne und anderer Profiteure der Klima-Hysterie geflossen sind.“

„Um Gottes Willen“, will man da rufen. „Diese ‚Billionen‘, die ohnehin mehr als zweifelhaft sind, wurden doch niemals, ich wiederhole, niemals in Umweltschutz investiert. Umweltschutz, der diesen Namen verdient, ist im Rahmen einer ausschließlich profitgetriebenen Megamaschine auch gar nicht möglich, sondern muss stets von unten erkämpft und errungen werden.“ Und wieso eigentlich kein Wort zu den sehr realen und viel, viel größeren Profiten der Kohle-, Erdöl-, Atomstromgiganten? Und auch vom Niederknüppeln jedweder Proteste gegen deren profitgetriebene Umweltzerstörung…

Das durch die Aufspaltung in diese zwei Debatten-Pole entstandene Pulverfass ist explosiv und hochgefährlich. Denn indem wir über Greta anstatt die Planetenzerstörung diskutieren, verharren wir in jener Unterdrückungs-Matrix, die uns zu Spielbällen der Mächtigen verdammt.

Denn diejenigen von uns, die sich die Gedanken der Herrschenden zu eigen gemacht haben, kämpfen nicht mehr gegen ihre Unterdrückung, nicht mehr für wirkliche Veränderung, sondern bekämpfen stattdessen einander:

Jene, die im Interesse der althergebrachten Eliten die Ansicht vertreten „Es gibt gar keine Probleme, auf keinen Fall Umweltschutz!“, bekämpfen jene, die im Interesse neuer Eliten argumentieren „Hier und jetzt brauchen wir sofort Umweltschutzmaßnahmen wie die Kohlendioxidsteuer und das Elektroauto!“ — und umgekehrt.

Aus diesem Propagandakrieg kann daher nichts Sinnvolles entstehen. Ganz sicher entstehen aus ihm weder wirklicher Umweltschutz noch der Beginn unserer eigenen Emanzipation.

Da wir vom Rubikon uns mit dieser „Perspektive“ nicht abfinden können und wollen, erschien am 23. November 2019 mit „Die Öko-Katastrophe“ unser erstes Rubikon-Buch, dessen Autoren gegen die Propaganda beider Seiten aufbegehren. Für einen Umweltschutz, der diesen Namen verdient! Für ein anderes, menschliches Wirtschaftssystem!

Sowie vor allem:
Für ein Ende dieses Krieges!
Gegen Propaganda und Demagogie!

Seien auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, eingeladen, die errichteten Barrikaden wieder zu verlassen und den Kampf gegen- und untereinander einzustellen. Lassen Sie uns stattdessen zukünftig lieber gemeinsam für eine bessere, gerechtere Welt kämpfen. Wir alle und auch unser Planet haben diese „Kurskorrektur“ mehr als verdient.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Jens Wernicke

Quellen:

  1. https://www.rubikon.news/artikel/das-kollektive-stockholm-syndrom
  2. https://www.rubikon.news/artikel/die-scheuklappen-diskussion
  3. https://www.oekom.de/buch/kritik-der-gruenen-oekonomie-9783865817488?p=1
  4. https://www.nachdenkseiten.de/?p=33189
  5. https://kenfm.de/tagesdosis-26-7-2019-sommerhitze-kein-grund-zur-klima-panik/

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Dieser Beitrag erschien zuerst am 23. November 2019 bei RUBIKON

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Bildquelle:  Monster Ztudio/ Shutterstock

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8 Kommentare zu: “STANDPUNKTE • Wider den Gehorsam!

  1. Sehr geehrter Herr Wernicke,
    Sie beklagen das gegenseitige Bekriegen, allerdings machen Sie es ebenso und haben sich ideologisch bereits eingeschossen. Es fällt auch Ihnen schwer, anzuerkennen, dass andere Menschen mit anderen Meinungen dennoch Menschen sind, die man zunächst einmal respektieren sollte. Damit meine ich konkret das Institut EIKE.
    Auch die AfD ist eine ganz normale Partei. Leider muss ich nun hinzufügen, dass ich Nichtwähler bin, damit Sie evtl. an dieser Stelle nicht schon "dicht" machen. Ist doch Irre – wie Sie ja selbst finden – oder?

    Ich empfinde, das Wort Partei als Schimpfwort – ist doch eklig, dass man Partei ist. Kommt von Part (Teil) und meint mein Teil ist der bessere und meint auch Krieg den anderen Teilen. Und führt zu teile und herrsche – mal so platt dahergesagt.

    Nun ja. Ich finde beachtlich, dass Sie bereit sind, sich einerseits so zu äußern, dass das Klimathema ein Ablenkungsthema ist.
    Ich finde es sogar außerordentlich, dass Sie sich ein wenig trauen, den CO2-Hype zu hinterfragen z.B. bzgl. der Co2-Besteuerung. Elektroautokritik – ich staune! Ich füge mal die Windbremsschwachwerke anbei. Viel CO2-Zement und wenig Energiedichte, bei gleichzeitiger Beraubung der Menschen durch EEG und höchste Strompreis mit mehr als der Hälfte Beraubung (Steuer). Das ist doch schon mal ein Anfang. Mit einander reden, statt nur zu verdammen.

    Und trotzdem ergreifen Sie ebenso Partei. Erklären, dass sich da 2 böse Mächte streiten und "wir" – die "kleinen Leute" die dummen sind, die es ausbaden, wenn "wir" uns einer der beiden "bösen Mächte" anschließen.

    Ich behaupte, dass ich selber denken kann, sicher nicht fehlerfrei, aber lernbereit. Und ich behaupte, das können auch genügend andere. Ich brauche keine Mächte, um mich umzusehen, die Argumente zu sichten und dann anzufangen logisch zu denken. Ich finde Ihren Artikel leider trotz der guten Ansätze ebenso Verwirrung stiftend und nach dem Motto geschrieben, man solle doch vom Klimathema ablassen und sich um den Umweltschutz kümmern – und prompt kommt der Zusatz, aber Greta hat ja klar und deutlich Recht. Hä? Hatten Sie nicht gerade davor geschrieben, dass sich die Leute in die Haare kriegen um die Frage ob Greta Recht hat? Was soll also so ein Kram?

    Aber mal beim Umweltschutz bleibend: Ja bin ich bei Ihnen, Umweltschutz … aber STATT "Klimaschutz". Denn Klimaschutz ist nach meinem Kenntnisstand schlicht Unsinn. Kritiker hierzu … bitte gründlich mit der DEFINITION des Begriffes KLIMA beschäftigen.

    Und… Greta macht nicht in Umweltschutz. Greta ist an sich auch völlig unwichtig. Nebenher: Jemand, der dem Massenmörder Obama die Hand schüttelt ist bei mir komplett unten durch.

    Wissen Sie, warum viele Menschen die Nase voll haben von der CO2-Lüge? Weil es genau die Menschen sind, die den ganzen Kram erarbeiten müssen, den andere, die sich jetzt moralisch aufspielen, leistungslos für sich beanspruchen. Um dann noch genau dafür bestraft zu werden. Wie kommen diese Menschen denn zu genau der Arbeit, zu der sie nicht unbedingt freiwillig hin müssen, sondern gezwungener maßen? Für wenig Anerkennung (Entlohnung)?
    Während Sohn und Tochter von staatsideologisch handelnden Lehren indoktriniert werden und für mehr Beraubung Ihrer Eltern hopsen!
    Reiche Grüne "Beamten"-popos, Richter, Anwälte, Staatsfunker, und sonstige Obrigkeits-Minderleister auf Kosten der Steuerberaubten können sich es leisten. Da hat das Haus das Dach voll chinesischer Solarzellen, die Ihnen Ihre Putze mit Ihrer EEG-Umlage direkt mitfinanziert. Höre schon direkt das mimimi im Kommentarbereich wegen Neiddebatte – ach wie schön.
    Wobei ich vermute, dass Sie da sogar zustimmen könnten.

    Haben Sie sich denn schon mal mit den Warmzeiten befasst? Mit der Physik des CO2? Mit der derzeit nicht vorhandenen Sonnenaktivität, die uns in den nächsten Jahren eine Abkühlung verschaffen wird?

    Es mag ja Ablenkung sein – die Klimadebatte, aber das ist für sehr viele Menschen existentiell! Ein direkter Angriff auf das Einkommen, überhaupt auf die Erwerbsmöglichkeiten, den Wohlstand – auf das Leben schlechthin. Wundern Sie sich also bitte nicht, das da mittlerweile die Fetzen fliegen. Und warum? weil – aus meiner bescheidenen Sicht – der Klimaalarmismus mittelfristig lebensbedrohlich wird. Denn durch die Konsequenzen dieses Klimaalarmismus werden mittelfristig die Existenzgrundlagen vieler Menschen zum Wohle der Klimalügenprofiteure vernichtet.
    Und eben nicht der Klimawandel bedroht uns abwendbar. Der wandelt sich wie der will und wir müssen uns anpassen.

    Und ja, anderes viel wichtigeres Thema wäre der Umweltschutz. Aber solange alles Profit gesteuert ist solange wird auch der "Umweltschutz" nur Profitinteressen untergeordnet sein.

    mit besten Grüßen, Obst_in_AC

    • Liebes `Obst in AC` ; )

      danke für den Kommentar dem ich im Großen und Ganzen zustimmend ergänze:

      `Der Weg` zu *** Klimaschutz ***
      führt ZWINGEND über *** Erhaltung der Klimafähigkeit #onEarth ***
      führt ZWINGEND über *** Umweltschutz ***
      führt ZWINGEND über *** Systemfrage ***
      führt ZWINGEND über *** FOKUS auf GESETZlich UNgeregelte VORfinanzierung `unseres` UMVERTEILUNGsspiels ***
      oder?

      … denke schon ; )
      … um vielleicht die Ursache für `solange alles Profit gesteuert ist` wahrzunehmen, auszusprechen, zu ändern ; )

      etwas `Spurensuche` an `unserem` Tatort für die `Detektive` unter uns ; )
      … wegen `Recht und Ordnung` und so …

      1 Bundesbank
      Frage: Was ist die rechtliche Grundlage für die Buchgeldschöpfung?
      Antwort: Es gibt keine di­rek­te recht­li­che Re­ge­lung. Die Mög­lich­keit zur Buch­geld­schöp­fung durch Ban­ken wird vom deut­schen Recht vor­aus­ge­setzt.
      …LINK… zum WebCache https://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:dbqFRIPBgpoJ:https://www.bundesbank.de/de/service/schule-und-bildung/haeufig-gestellte-fragen-zum-thema-geldschoepfung+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de

      2 Rechtliche Grundlagen der Geldschöpfung durch Geschäftsbanken
      Hans Scharpf
      …LINK… https://web.archive.org/web/20150626235202/http://geldhahn-zu.de/wissen-ist-macht/download-pdf/kein-recht-auf-geldschoepfung

      3 Welche Rolle spielt die Justiz bei der Aufrechterhaltung der Geldschöpfung durch Geschäftsbanken?
      Hans Scharpf
      …LINK… https://web.archive.org/web/20150626235121/http://geldhahn-zu.de/d/monetative/fiat-money4

      4 Vortrag: Welche Rolle spielt die Justiz bei der Geldschöpfung der Geschäftsbanken
      Hans Scharpf
      …LINK… https://www.youtube.com/watch?v=OWmqntvwNS8&t=8m03s

      (5 website Hans Scharpf
      …LINK… https://geldhahn-zu.de/de/unglaublich-banken-verleihen-geld-was-sie-nicht-haben.html )

      Viele Grüße in die Runde

      und Guten Morgen

  2. Ich gelange immer deutlicher zu der Auffassung, dass es die die große Mehrzahl der Bevölkerung ist, die dafür verantwortlich ist, welche Regierung sie hat und auch welche Kreise die Regierung lenken. Die Unterscheidung in die "Eliten" und die "99%" erscheint mir inzwischen ganz irreführend.
    Die meisten leben ihrem eigenen Vorteil, ihrem Vergügen, ihrer Bequemlichkeit – in Konkurrenz zu jeweiligen Mitbewerbern. Angst, nicht genug Geld, Besitz, Anerkennung zu bekommen, dominiert. Das Leben wird als Kampf erlebt, in dem man nicht Opfer, Verlierer, sondern Sieger sein muss. Das Gefühl und die Erfahrung, geliebt zu sein, genug zu haben und genug zu sein, erleben wenige.
    Nach Jahrtausenden Krieg und nun zwei Weltkriegen sind wir Überlebende und Nachgeborene gezeichnet. Besonders gezeichnet sind unsere sogenannten Eliten.

    Und dennoch gibt es Hoffnung. Reale Hoffnung. Es gibt die, die Liebe erlebt haben und Liebe leben. Wir, die wir uns als Demokraten, Friedensfreunde, solidarisch miteinander und unserer Umwelt lebende Menschen verstehen, wir können wirken. Und wir wirken.

    Wir sind es – jeder, der sich angesprochen fühlt – die unsere Gesellschaft menschlicher, lebendiger, freier, friedlicher und gerechter gestalten. Dabei ist natürlich der Weg das Ziel. Jeder Schritt zählt und erfüllt. Es gibt keine fernen, hehren Ziele zu erreichen. Es gibt nur das Hier und Jetzt, mit dem wir im Einklang mit unserem Körper und unserem Herz und unserem Verstand umgehen. Schritt für Schritt. Jeder von uns weiß im Grund, was zu tun ist. Jeder von uns kennt Freunde, und Menschen, die unterstützen, begleiten, uns lehren können und wollen.

    Ist es schwer, zu gehen ?

    • Lieber Josef Gabriel Twickel

      danke für deinen sehr guten/schönen Kommentar!.

      `Ist es schwer, zu gehen.`

      … nein, denn die Sonne `kitzelt` uns schon eine Weile `aus dem Schlaf` ; )

      … dh., der Mensch (Eigene Nase) kommt wieder in sein Bewusstsein und damit ins `all_ein_s`

      und 2 Fragen für den #GutenMorgen:

      GILT eine (zugeschriebene) Pflicht wider dem EIGENEN Gewissen?

      Was wäre, würde Würde Sein sein?

      😉

      ein `Schritt` nach dem anderen

      und viele Grüße in die Runde

  3. Lieber Herr Wernicke,
    ich bin nicht ganz sicher was Sie mit diesem Artikel bezwecken wollen. Danke schonmal für die Mühe und das Offenlegen der Gedankengänge, aber es scheint mir ein etwas verkopfter und kurz geratener Ansatz ohne notwendige Lösung für den Einzelnen zu sein, wenn man mal von der Werbung für das Buch absieht, das dann wahrscheinlich "die Antworten" auf diese, eher massenpsychologische Misere bietet?

    Es ist sicher hilfreich, die Situation zu erklären und auf den Wahnsinn der Sinnlosigkeit des Kampfes der zwei Gauner-Lager hinzuweisen, dem wir uns, wenn ich Ihre Intension richtig deute, bitte nicht anschließen sollen. Gut: Mehrwert.

    Aber wo bleibt dieser für diejenigen, die sich diesem Kampf nicht angeschlossen haben und ihn selbst für eben so irre halten wie Sie es tun – vielleicht auch aus anderen Gründen, wie etwa Herr Storl sie hier in seinem Buchmesseninterview nennt. Für diese Menschen ist dieser Artikel allenfalls leichte Kost ohne Mehrwert, da er sich um eine Lösung drückt und frei nach dem psychoanalytischen Heilungsansatz vorgeht: Gefahr bekannt, Gefahr gebannt. Da ist lebensfremd und hilft keinem.

    Natürlich stirbt alles um uns herum und natürlich hat das zu tun mit unserem Wirtschaftssystem und natürlich ist die Abhilfe eine dezentrale, der Umwelt zugute kommende gesellschaftliche (hoffentlich auch irgendwann mal staatliche) Ordnung – danke für die Klarstellung. Aber wenn es ausreichen soll, dass wir uns "einfach nicht streiten", haben wir doch schon verloren, da wir noch jeweils weitere 10 Jahre zum "miteinander reden", "uns vertrauen" und " uns zusammentun" brauchen. Das ist doch keine lebensnahe Perspektive.

    Können wir nun wirklich nur das Buch kaufen, um eine Gebrauchsanweisung für die Heilung zu bekommen? Dafür haben Sie inhaltlich aber zu wenig Werbung gemacht. Zumal ich davon ausgehe, dass das Lesen des Buches einen praktischen Ausweg aus der Hirverseuchung Neoliberalismus – oder besser Profitgier – nicht aufzeigen wird, richtig? Wer diesen Ausweg fördern möchte, soll sich doch bitte ein Mittel erdenken Vertrauen und Altruismus auf eine breite Basis zu stellen, aber ich will nicht immer mit meinen alten Kamellen daherkommen…

    Meine etwas desillusionierte Vermutung aber: Es wird sich Pohlmannesque auf wissenschaftlichem Wege und, wie auch ihr Artikel, aus einem Geiste der Empirie dem Thema Umweltschutz widmen und mir persönlich keine Hilfe sein ein "Vertrauen ad hoc" zu meinen Mitmenschen aufzubauen, um über den gemeinschaftlichen Weg das Problem Umweltschutz in meiner Region angehen zu können, bzw. diese, auch von Ihnen beworbene Lösung, zu liefern.

    Bitte korrigieren Sie mich, wenn ich mit meinen Vermutungen über den Inhalt des Buches flasch liege. Ich wünsche es mir sehr!

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