StillStand

Von Bernhard Trautvetter.

Die Nato plant unter dem verharmlosenden Begriff “Modernisierung“ die Weiterentwicklung der Atomtechnik, auch der in Büchel mit Bundeswehr-„Nuklearer Teilhabe“ bereitstehenden B-61-Bomben. Das Vorhaben wird weit über 1.000 (!) Mrd. $ kosten – Geld, das die Menschheit dringend für die Lösung der Zukunftsgefährdungen braucht, wird für die Steigerung der Bedrohung der menschlichen Existenz auf der Erde verbrannt.

Dagegen gibt es die Kampagne, in deren Rahmen Aktionen bis zu den Hiroshima-/Nagasaki-Gedenktagen – 6. und 9. August 2016 – mit Friedensaktiven aus allen Teilen der Republik stattfinden: http://www.atomwaffenfrei.de/aktiv-werden/buechel.html

Beispiel einer Beteiligung: http://blog.ippnw.de/?p=2035

Um diese Aktivitäten zu unterstützen, veröffentliche ich hier ein Gedicht, das bisher nur in Lesungen in die Öffentlichkeit kam:

 

StillStand

Ich erinnere mich noch genau
Damals, als wir gerade noch im letzten Moment
die Stadt hinter uns ließen,
ehe die Feuerwalze die Vororte verschluckte.

Es war wie damals,
als wir in der Wüste
zwischen den heiligen Strömen
den Wolkenpilz über Babylon vernahmen,
ehe er uns verschlang.

Du gabst mir noch einen letzten Kuss,
die Angst wandelte sich
in Hingabe, Tränen, ein Schrei,
ein Blitz
und dann das Ende der Welt.

So war es jetzt auch
die Krater rissen ein
die Kraftwerke und Endlager platzen auf,
die Friedhöfe zerschmolzen,
die Luft, die Hitze,
das Nichts.

Im Netzradio noch eine Rede
Des Zentralcomputers:
Meine Damen und Herren,
haben Sie keine Angst
wir haben alles
im Griff.

Und dann nichts mehr

Ich erinnere mich noch genau,
so als wäre es gestern gewesen.
Aber
das ist auch kein Wunder.
Denn damals blieb die Zeit stehen.

 

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Textes.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

70 Kommentare zu: “StillStand

  1. Thema Banken : Bei uns wird derzeit die Filiale einer Volksbank umgebaut, wo ich ein Konto habe. Wollte am Dienstag Abend da einen Ueberweisungsträger für KenFM einwerfen. Fand aber eine Baustelle vor. Aussen Briefkästen waren noch da.
    Auch ein Container draussen. Provisorium. Habe dann drei Kilometer weiter in einem Ort drei Ueberweisungsträger in deren Briefkasten eingeworfen. Bisher ist nichts akonto bei den Empfängern.
    Rief eben bei „meiner“ Volksbank an. Die erklärten mir, die andere Filiale habe keine direkte Verbindung zu denen. Es würde aber „wahrscheinlich“ das postalisch an die weitergeleitet werden. Am Mittwoch kommender Woche wisse man mehr…
    Langsam frage ich mich, ob das noch Sinn ergibt, Geld bei Banken zu horten, die derart unkooperativ sind und keine Zinsen zahlen. Peinlich für mich, dass das nun länger dauern wird. Hatte fest zugesagt, „diese Woche“ das zu überweisen.

  2. Lieber „Der Souverän“,
    hier schnell eine erste Antwort zu: „Die Waffenindustrie wird die Atomwaffen selbst abschaffen, ohne das Jahrzehntelange Demos auch nur ein Atömchen dazu beigtragen hätten. Irgendwann muß man doch mal darüber nachdenken, wie was besser zu machen ist.“
    Demonstrationen alleine sind es nicht. Parlamentarismus ohne unterstützende Aktionen außerhalb an der Basis auch nicht. Beides wird gebraucht. Die Bundeswehr hat nicht, wie CSU-„Verteidigungs“minister Strauß es wollte, die Atombombe, der Vietnamkrieg endete ohne US-Sieg, die Pershing II ist aus Europa verschwunden… Ganz ohne den Druck der Bewegung von unten, ganz ohne Gegenöfentlichkeit geht das nicht. Sonst machen sie was sie können, weil sie dann mehr können.
    In der Tat ist es höchste Zeit, mit dem System der Propaganda, die sie „Strategische Kommunikation“ nennen und des Spiels mit dem Feuer, das sie „Abschreckung“ nennen und mit einer Ökonomie, die die Welt aufbraucht und mit dem Inferno billigend für das Tagesgeschäft inkauf nehmend ’spielt‘, schrittweise Schluss zu machen, ehe es mit uns Schluss macht. Das kann alles sehr schnell gehen, wie Wolfgang Borchert in seinem Gedicht „Sagt Nein!“ darlegt. >>
    >> http://www.bo-alternativ.de/borchert.htm ALLES, was geschieht, geht uns an,
    Deshalb haben wir die Verantwortung, nicht und niemals aufzugeben, was nicht heißt, dass wir uns nicht ständig neu orientieren müssen. Das ist etwas anderes; da sind wir uns wohl einig.

    • Lieber Bernhard

      „Demonstrationen alleine sind es nicht. Parlamentarismus ohne unterstützende Aktionen außerhalb an der Basis auch nicht. Beides wird gebraucht.“

      Nicht das ich dazu nichts zu sagen hätte – ganz im Gegenteil. Aber… ich kann dazu nichts mehr sagen.

  3. Hier, lieber >Der Souverän>Wir in den Institutionen der Regierung müssen uns vor unbefugtem Einfluss — beabsichtigt oder unbeabsichtigt — durch den militärisch-industriellen Komplex schützen. Das Potenzial für die katastrophale Zunahme fehlgeleiteter Kräfte ist vorhanden und wird weiterhin bestehen. Wir dürfen es nie zulassen, dass die Macht dieser Kombination unsere Freiheiten oder unsere demokratischen Prozesse gefährdet. Wir sollten nichts als gegeben hinnehmen. Nur wachsame und informierte Bürger können das angemessene Vernetzen der gigantischen industriellen und militärischen Verteidigungsmaschinerie mit unseren friedlichen Methoden und Zielen erzwingen, so dass Sicherheit und Freiheit zusammen wachsen und gedeihen können.<< [http://www.wri-irg.org/nonviolence/br67berrigan-de.htm]
    Er hat Recht – "Wir dürfen es nie zulassen"… deshalb unsere Arbeit … kulturell, politisch, beherzt, friedlich und mit langem Atem. Wir geben nicht auf, solange wir atmen…

    • Lieber Bernhard

      „Wir geben nicht auf, solange wir atmen…“

      Das ist gut so, richtig und wichtig – ABER

      man sollte sein Tun und Handeln auch immer (mal wieder) hinterfragen und überprüfen.
      Wenn trotz – also nicht wegen – aller Aktionen und Aktivitäten nahezu immer das Gegenteil oder bestenfalls gar nichts dessen geschieht was man erreichen möchte, muß man sich doch irgendwann die Frage der SInnhaftigkeit der Unternehmungen stellen.

      Wenn ersichtlich ist das nichts erreicht wird, muß die Strategie, die Vorgehensweise geändert werden.

      Das z.B. Atomkraftwerke hierzulande abgeschaltet wurden und werden sollen, ist doch nicht das Ergebnis zusammengenommen abermillionen Demonstranten die seit Jahrzehnten dagegen auf die Straße gehen. Es ist nicht mal das Ergebnis der Fukushima-Katastrophe. Wer das glaubt, hat sich mit Merkels Wesen – „wie die Frau Tickt“ – analytisch nicht genug beschäftigt.

      Was ist dnn mit der Atomwaffenfreien Zone Deutschland? Was passiert denn tätsächlich? Nicht nur im Moment ist die Gefahr „abschaffen durch Einsatz“ größer als die Chance abschaffen durch Verschrottung.

      In naher Zukunft werden Atombomben eh durch „konventionelle“ ersetzt. Ich sagte es schon, Atomwaffen gibt es nicht wegen der atomaren Verseuchung, sondern wegen der Sprengkraft.
      Die Waffenindustrie entwickelt weiter und wird die momentan gegebenen „Nachteile“ herkömmlicher Bomben gegenüber Atombomben bald egalisiert haben. Zudem werden neue Waffen entwickelt, die weit verheerender wirken als Atomwaffen. Die Waffenindustrie wird die Atomwaffen selbst abschaffen, ohne das Jahrzehntelange Demos auch nur ein Atömchen dazu beigtragen hätten.

      Irgendwann muß man doch mal darüber nachdenken, wie was besser zu machen ist.

  4. Sorry, liebe Mitengagierte/MitleserInnen,
    hier kamen gerade in meinem „Kommentar“-Text Zeilen an Beginn nach der Anrede gerade wieder irgendwie nicht mit. Ich hatte da Votava gefragt, ob der DDR-Lyriker, den sie/er zitierte, Heinz Kahlau ist.
    Das Gedicht, mit dem mein am Anfang gekappter Text, nun beginnt ist mit Nazim Hikmet von einem türkischen Lyriker aus der Mitte des letzten Jahrhunderts, der wegen seiner sozialistischen Ansichten ins Moskauer Exil floh. Ich schrieb diese Zeilen, gerade als Antwort auf das traurig-schöne Gedicht aus der DDR. Visionen wie die Von Nazim Hikmet und Gandhis „Sei die Veränderung, die Du von der Welt erhoffst“, begleiten mich in meinem kulturellen und Friedensengagment. http://www.fotolyrikart.eu

    • Es war Reiner Kunze, der diese wenigen ergreifenden Zeilen geschrieben hat. Sorry, ich habe sogar mehrere Büchlein von ihm, aber mein Namensgedächtnis ist nicht mehr so gut. Ich lese gerade auf der Rückseite einer dieser Buchausgaben, die Gespräche und Interviews über 16 Jahre enthält, folgendes: “
      „Die Menschen in der DDR haben nicht wissen können, was das ist, die Freiheit zu wollen. Sie haben geglaubt- nicht alle, ich weiß-, Freiheit sei etwas, das man ohne Gegenleistung erhalten kann. Sie haben eine Freiheit ohne Risiko erwartet. Eine Freiheit, die man, wie soll ich sagen, abheben kann bei Bedarf. Da kann ich nur sagen: Nichts ist unbequemer als die Freiheit. Aber auch nichts ist begehrenswerter.“

      Dies gilt aber auch generell für all die Vielen auf der ganzen Welt, die immer noch weiter -wie in einer Viehherde dem Stärksten, dem Leittier – den vorantreibenden, Gewalt treibenden und Lügengespinste webenden unguten Mächten in der Welt folgen. Für die Spezies der Herdentiere ist dies so weit ein vernünftiges Verhalten, weil das Leittier nicht gegen sondern mit der Natur agiert. Aber für unsere Spezies ist das verhängnisvoll, wie wir sehen, weil die vorantreibenden(kriegstreiberischen) Mächte eben ganz und gar nicht mit der Natur agieren, sondern gegen sie und gegen das Leben als solches auf der Erde. An diesem Wendepunkt, an dem wir uns befinden, kann niemand voraussagen, was nach uns sein wird. Wir müssen jetzt blind und konsequent vertrauensvoll unserem eigenen Herzen folgen. Das ist der einzig richtige Weg.

  5. Liebe/r Votava,
    ist >>UNTER STERBENDEN BÄUMEN<Leben einzeln und frei wie ein Baum und brüderliche wie ein Wald<
    Wenn die Menschheit eine Zukunft hat, kann sie nur so aussehen.
    Ein Wirtschaftssystem, bei dem eine sog. unsichtbare Hand aus dem Egoismus des Einzelnen ein Wohlergehen für alle hervorzuaubern soll, hat 250 Jahre Zeit gehabt, das in die Tat umzusetzen. Wenn man sich die Erde ansieht, muss dieses double-bind-Experiment auf der Stelle beendet werden. Das aber werden nur Gegenkräfte bewerkstelligen können, die positiv für etwas, für eine Alternative sind – dagen sein reicht nicht. Wir haben nur eine gemeinsame Zukunft als Menschen unterschiedlichster Herkünfte, Weltanschauungen,.. oder wir haben keine Zukunft. Also bleibt: Imagine, nothing to kill or die for. You may say I'm a dreamer, aber wir haben nur die Alternative, diesen Traum zu leben. Unser Nein zum Militär ist gerade in dieser Zeit ein Ja zum Leben… Die Gesellschaft, in der die freie Entfaltung des Einzelnen die Bedingung für die freie Entfaltung aller ist hat vile vonNazim Hikmets Vision. Wir finden diese Idee bei Marx und Engels im kommunistischen Manifest, das immer noch darauf warten, dass wir es versuchen, so wie es mit der Bergpredigt Jesu ist, die genauso darauf wartet, und mit anderen Texten, die eine Rettung der Menschheit eröffnen könnten, wenn wir darin einwilligen, (über)leben zu wollen, wie es Bertrand Russel einst schrieb.

    • Gerade wenn man auf die natürlichen Gegebenheiten schaut (die eben auch keine Landesgrenzen, die alle von Menschen geschaffen sind, kennt), wird meines Erachtens völlig klar, dass freie Marktwirtschaft die einzige Wirtschaftsform ist, die sowohl Kooperation als auch individuelle Entscheidungen ermöglicht und im positiven Sinn international ist. Wichtig dabei ist auch, dass echter Markt diskriminierungsfrei ist, das alleine hat eine große gesellschaftspolitische Bedeutung.
      Kommunistische Gesellschaften und Staaten, auch und gerade die besonders genuin kommunistischen wie z.B. Stalins Diktatur oder Albanien in der Zeit der kommunistischen Diktatur, versprechen den Leuten in der Tat das, was Marktwirtschaft wirklich liefert, aber realisieren das genaue Gegenteil:
      – Nationalismus, in der Regel Einsperren der eigenen Bürger
      – Militarismus, besonders auch Wehrpflicht, gutes Beispiel: Nordkorea, aber eigentlich alle kommunistischen Länder
      – Zwangsdienste bis hin zu Grundrechtsverletzungen gegenüber speziellen Arbeitnehmern (Ausreiseverbot für medizinisches Personal in Kuba z.B. aktuell, einfach völlig daneben und ungerecht)
      – völliger Mangel an Internationalität
      – ideologische Gängelung, Ermorden von Andersdenkenden (auch z.B. der Politverbrecher Che Guevara ließ Oppositionelle ermorden)

      Das konnte und kann man seit Jahrzehnten als Regel beobachten. Kommunismus bedeutet militaristische, nationalistische, ungerechte Diktatur.
      Dass das eine logische Folge aus dem Fehlen der Marktwirtschaft ist, ist leicht zu sehen (dennoch wurde es mir auch erst klar, als ich Milton Friedmans Reden hörte – wohlgemerkt: ich finde nicht alles gut, was Friedman postuliert!).
      Wenn der Staat Geldwirtschaft, Konsumfreiheit oder das Recht, private Produktionsmittel zu haben, beschneidet, greift er automatisch in Grundrechte ein. Und zwar in einer Weise, die so eklatant ist, dass massive Konsequenzen automatisch folgen.
      Das ist der Grundfehler des Kommunismus, der systembedingt und irreparabel ist (die Reparatur ist die Abschaffung des Kommunismus und die Ermöglichung von Marktwirtschaft, die die genannten drei Aspekte verwirklicht und noch einiges mehr (Diskriminierungsfreiheit z.B. ist essentiell und gehört auch zu echter Marktwirtschaft).

    • Lieber Herr Trautvetter,

      da Sie John Lennon`s „Imagine“ erwähnten, ausserdem Marx und Engels, erlaube ich mir, zu sagen, dass beides perfekt miteinander zusammenpasst. Denn der Text von „Imagine“ ist eine Hommage an den Materialismus der Weltanschauung, der die Basis des Marxismus ist. “ Imagine there`s no heaven, above us only skie…“
      Die englische Sprache differenziert zwischen „heaven“ und „sky“. Letzteres meint den materiellen Himmel. „Heaven“ deutet hin auf den geistigen, spirituellen Himmel. „Heaven“ deutet hin auf den Geist, auf den ewigen Urgrund allen Seins. Das Johannes – Evangelium sagt uns: “ Im Anfang war das Wort.“ Das Wort ist ein Geistiges.

      Wenn wir nicht endlich aufwachen für das Geistige, wenn wir nicht diesen Materialismus überwinden, der uns in die Oede gebracht hat, in eine entgeistigte Welt der Maja, die die Materie ja ist, dann wird ein anderer Lehrmeister kommen, der uns aufweckt. Die Bergpredigt Jesu und das kommunistische Manifest sind einander ganz entgegengesetzte Dinge. Und es kommt weniger darauf an, was Jesus Christus lehrte, sondern worauf es ankommt, ist, was er getan hat. Er hat Erweckung öffentlich (!) praktiziert, hat die Mysterien veröffentlicht und gab sein Erdenleben dafür, dass diese geheimen Dinge ans Licht der Oeffentlichkeit kommen konnten.
      Wer nach Erweckung nichtmal sucht, ist ein Träumer, doch wir brauchen wachen Geist für Veränderungen.

      Gegen Militär zu sein reicht nicht aus. Marx war der Meinung, das materielle Gehirn produziere Gedanken, es würde Gedanken absondern, wie die Leber die Gallenflüssigkeit absondert. Rudolf Steiner hat dazu schon vor hundert Jahren vieles gesagt, aber es wird wohl ein anderer Lehrmeister kommen müssen , bevor Materialisten aus dem Traum ihres Materialismus erwachen. Vielleicht hat John Lennon diesen anderen Lehrmeister schon kennenlernen müssen.

    • @Bernhard Trautvetter: Ja, das ist es, was ich meinte: Wir haben nur diesen einen Traum zu leben, nämlich mutig und konsequent gewaltfrei und zuzusehen, was dabei herauskommt(Che Guevarra: „Lasst uns vernünftig sein und das unmögliche wagen“.) . Bei Marx und Engels muss ich mal passen, denn ich habe mich nie gründlich genug mit deren Philosophie befasst, aber ich glaube auch nicht, dass es für mich notwendig war. Jeder bahnt sich seinen eigenen Weg durch den Dschungel der ganzen Menschenverrücktheit. Ich sehe für mich immer diese Brücke: Buddha- Sokrates und Pythagoras- Jesus von Nazareth. Für mich bisher die maßgeblichsten. Ihnen sind alle anderen geistigen Größen verwandt. Gerade auch jene, wie John Lennon, die (immer von angeblich Verrückten) ermordet wurden.
      @Michaela: Du irrst total, wenn Du wirklich meinst, dass John Lennon materialistisch eingestellt war. Es gibt in einem anderen Lied von ihm eine tiefsinnige Definition für Gott, : „God is a concept by which we measure our pain“. John Lennon hat mit seiner tiefgreifenden Kunst markante revolutionäre Zeichen gesetzt, die auch Wirkung zeigten und deshalb musste er auch sterben, genauso wie Rudolf Steiner(der bei einem Treffen der Anthroposophen vergiftet wurde und kurz danach verstarb) und viele andere, die geistige Wege aufgezeigt haben. Dieser Dimension der Wirklichkeit müssen wir uns stellen. Patentlösungen gibt es nicht und selbst die größten Geister hatten keine parat. Sokrates: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“. Wir müssen es alle alles erst erleben mit Haut und Haar und mit Herz und Seele.

    • @ Votava: “ John Lennon“

      Nein, nein, Votava, der gesamte Text von „Imagine“ ist purer Materialismus, und das Gerede Lennons, sie seien populärer als „Jesus“ war die Arroganz eines nicht – Eingeweihten was das Mysterium von Golgatha betrifft.
      Diese bloss gehirngesteuerte intellektualistische „Definition“: “ God is a concept by which we measure our pain“ offenbart mir seine Unwissenheit.
      Die Biographie „LIFE“ des Keith Richards, Gitarrist der Rolling Stones, offenbar viel mehr Spiritualität und auch geistigen Instinkt, als ausgerechnet der bekennende „Agnostiker“ Lennon hatte.

    • @Michael Kanellos

      Ihre Kritikpunkte sind ja schön und gut, nur leider haben Sie keine Ahnung was Kapitalismus, der Freie Markt und Kommunismus überhaupt sind wie es den Anschein hat. Sie verwenden die propagierten Labels ohne Einschränkungen um dann das entsprechende System auf- oder abzuwerten.

    • @ hooma
      Offenbar haben Sie meine Postings nicht gelesen. Außerdem widersprechen Sie sich selbst.
      In der Tat benutze ich die Begriffe laut ihrer Definition.
      Ich weiß genau daher sehr wohl, was diese Begriffe bedeuten.

      Zusätzlich beschreibe ich aber auch die konkreten Folgen. Und die sind bei Kommunismus so, dass ausnahmslos Grundrechte eingeschränkt werden müssen. Der Kommunismus will explizit individuelle Grundrechte wie das auf Konsumfreiheit und das auf den Besitz an Produktionsmitteln verbieten. Daher kommt der Kommunismus, wenn er ernst gemeint ist, nicht ohne einen explizit diktatorischen Staatsapparat aus, der alle Bürger massiv kontrolliert. Daher sind alle kommunistischen Staaten Diktaturen.
      Das hat man ja nun seit einiger Zeit so beobachtet, aber dass das ausnahmslos so ist, ist auch mir erst vor einigen Jahren klargeworden.

      Kapitalismus hingegen verwirklicht Wohlstand auch für wenig Privilegierte, wenn ein Sozialsystem dabei ist.
      Freier Markt ist einfach eine diskriminierungsfreie Handelsplattform mit staatlich oder mindestens gesellschaftlich strikt definierten Regeln. Die Existenz von echter Marktwirtschaft verhindert ganz nebenbei Diskriminierung.

    • @ Votava
      Zitat:
      Che Guevarra: „Lasst uns vernünftig sein und das unmögliche wagen“.

      Che Guevara war ein politischer Mörder. Er hat Leute, die nicht seine Auffassung hatten, die darin bestand, Kuba in eine isolationistische kommunistische Diktatur zu verwandeln, schlicht ermorden lassen oder gar selbst erschossen.

      Hierzu den taz-Artikel:
      http://www.taz.de/!5193800/

      Daraus:
      In der Sierra Maestra hatte er sich vorgedrängt, als es darum ging, den ersten Verräter in den Reihen der Guerilla zu füsilieren. Eigentlich hatte Castro einem anderen den Schießbefehl gegeben. Dieser erzählte später: „Ich hatte mein Gewehr dabei. Aber dann zog plötzlich Che einen 22er Colt und jagte ihm – bumm – eine Kugel in den Kopf.“ Guevara hat den Vorfall in seinem Tagebuch nicht erwähnt, ganz stolz aber, dass er nach der Eroberung der Stadt Santa Clara als Erstes zwölf Polizisten an die Wand stellen ließ. Erschießungen, schrieb er, seien „eine Notwendigkeit für das kubanische Volk“. Später richtete er das erste Arbeitslager Kubas ein, für Menschen, „die kleinere oder größere Vergehen gegen die revolutionäre Moral begangen haben“. Seinen Untergebenen im Industrieministerium drohte er, sie könnten dort „Ferien verbringen“, wenn sie nicht spurten.

      Und aus der deutschen Wikipedia:
      ‚Während seiner Zeit als Ankläger wurden in der als Gefängnis genutzten Festung La Cabaña als ehemalige Anhänger des Batista-Regimes, Kollaborateure oder Vertreter des US-Geheimdienstes beschuldigte Kubaner in revolutionären Militärtribunalen verurteilt. Diese zu Zeiten des Ausnahmezustands in der ersten Jahreshälfte 1959 abgehaltenen Verfahren entsprachen keinerlei rechtsstaatlichen Mindeststandards und lösten internationale Empörung aus. Über die Zahl der von Guevara direkt befohlenen Erschießungen gibt es keine genauen Angaben – 216 Fälle sind namentlich belegt, ein ehemaliger Angehöriger des Tribunals in La Cabaña geht von rund 400 aus, kubanische Oppositionelle rechnen teilweise mit wesentlich höheren Zahlen.‘

      Ein Mörder und Nazi im wahrsten Sinne des Wortes – nationalistischer Sozialist – das war Che Guevara.
      Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie diese Figur in der alternativen Szene verherrlicht wird.

    • @ Bernhard Trautvetter
      Die ‚unsichtbare Hand des Marktes‘ ist unsinnige Propaganda von Pseudo-‚Marktwirtschaftlern‘, die in Wahrheit keine echte Marktwirtschaft wollen und zudem die Sozialsysteme zusammenstreichen wollen.

      Echte Marktwirtschaft und echter Kapitalismus haben die Menschheit in einer Weise vorangebracht, die völlig beispiellos ist. Fast alle Erfindungen der letzten Jahrhunderte wurden in kapitalistischen Industriestaaten gemacht.

      Kommunistische Staaten sind hingegen ausnahmslos – wirklich ausnahmslos – Diktaturen, denn der Kommunismus hat den Grundfehler, dass er grundlegende Rechte einschränken will.
      Der Kommunismus will das Recht auf freien Konsum und freien Markt einschränken und das Recht auf privaten Besitz von Produktionsmitteln sogar abschaffen. Wenn aber jemand eine Erfindung oder eine Idee realisieren will, muss er die Möglichkeit haben, diese selbst umzusetzen. Das ist im Kommunismus per definitionem ausgeschlossen. Und: Um diese Rechtseinschränkungen durchzusetzen, brauchen kommunistische Staaten eine wirklich orwell-artige kontrollierende Staatsmacht. Kommunistische Staaten müssen jeden einzelnen Bürger / jede einzelne Bürgerin kontroliieren, um zu verhindern, dass er/sie sich selbständig macht.

      Zum Thema Krieg: Ich kenne KEIN EINZIGES Beispiel für einen kommunistischen Staat, der nicht auch massiv miltaristisch war. Kommunistische Staaten müssen, wenn sie kommunistisch bleiben wollen, in aller Regel ihre Bürger einsperren und andere Staaten mit Krieg bedrohen für den Fall, dass diese die Politik der kommunistischen Staaten im Sinne friedlichen Handels ändern wollen. Daher sind kommunistische Staaten ausnahmslos Diktaturen und in aller Regel MILITÄRDIKTATUREN.

    • @ Bernhard Trautvetter
      Aktuelle kommunistische Staaten:
      Kuba: Diktatur mit militaristischem Zwangsdienst (Wehrpflicht) und Ausreiseverboten ausgerechnet für medizinisches Personal (ungerecht und leistungsfeindlich, wer qualifiziert ist, wird BESTRAFT)
      Nordkorea: Diktatur, die ihre Bürger einsperrt und unter das Kommando einer Militärregierung stellt, Paradebeispiel einer Militärdiktatur

      Den Kommunismus kann man vergessen, wenn man Frieden und Demokratie will. Schlicht und einfach.
      Aufgrund der einfachen Logik, die ich beschrieben habe, sind kommunistsiche Staaten ausnahmslos Diktaturen, ausnahmslos militärlastig und meistens sogar Militärdiktaturen.

    • @ Bernhard Trautvetter
      Ich finde es regelmäßig ein alarmierendes Zeichen, wenn Machthaber, Politiker oder auch Wirtschaftslobbyisten bei ANDEREN ‚Egoismus‘ oder ähnliches kritisieren oder gar abschaffen wollen. Das bedeutet in aller Regel nämlich, dass sie selbst ihre Macht auf unrechtmäßige Weise ausüben wollen.
      Wenn sie an der Macht sind und es ernst meinen, verletzen Kommunisten selbst aufs Gröbste die Maxime der selbsternannten Kommunistin Rosa Luxemburg ‚Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden‘ (meines Erachtens kann sie alleine aufgrund dieses Satzes gar keine Kommunistin gewesen sein!).
      Der hier auch genannte Che Guevara ließ z.B. Andersdenkende ermorden. Und Stalin war ebenfalls diese Art von Mörder.

  6. @Der Souverän
    Man sollte da nicht defätistisch sein. Erstens gibt es keine ‚Sklavenschicht‘, sondern nur vielleicht einzelne Lobbyisten, die gerne eine hätten. Die fehlgeleiteten Ausgaben sind leider aber real, dennoch fehlt das Geld sehr wohl an anderen Stellen – aus Sicht der Betroffenen.
    Insbesondere ist der Gegensatz zwischen
    – der kleinlichen Art, mit der Behörden und Staatsunternehmen wie die Bahn und gesetzliche Krankenkassen mit ihren ‚Kunden‘ umgehen, und
    – der Großzügigkeit, mit dem Steuergeld an Lobbygruppen wie die Waffenlobby ist, verschwendet wird,

    ziemlich auffällig. Ich wundere mich z.B. schon seit langem, warum in den Medien kaum jemand fragt, warum und mit welchem Recht die Bahn überhaupt Gewinne machen soll bzw. darf. Meines Erachtens hat die Bahn als Unternehmen im Staatsbesitz keinen Cent Gewinn zu machen, sondern alles auszuschütten, entweder an die Kunden oder an die Mitarbeiter, oder zu investieren.
    Erst recht gilt das für die gesetzliche Krankenversicherung. Dass die Überschüsse macht, ist ein Skandal – insbesondere da von der GKV teilweise nicht einmal Sehhilfen bezahlt werden.

    • Erstens gibt es keine ‚Sklavenschicht‘,

      Es gab und gibt sogenannte Illegale ohne Papiere, die jeden Scheißjob machen (putzen, Teller waschen, Industriefilter wechseln, Müll sortieren etc.).
      Dank der vielen Flüchtlinge ist der Nachschub für eine Weile gesichert.

    • @ Stephan Becker
      Dass Illegale ausgenutzt und quasi erpresst werden (und zahlreiche Reiche nicht wirklich etwas an diesem Zustand ändern wollen), hat allerdings nicht das Geringste mit echtem Markt zu tun. Ganz im Gegenteil: Es ist ein typisches Beispiel dafür, wie staatliches Versagen (auch absichtliches Versagen) Märkte zerstört und welche Folgen das Fehlen echter marktwitschaftlicher Regelung hat.
      Diese Art der Ausbeutung ist Sozialismus Reicher gegen nicht Vermögende und ‚Illegale‘.

    • @Michael Kanellos
      Es ging hier nicht um den Begriff Markt, sondern um den Begriff Sklavenschicht. Und die gibt es defintiv in Deutschland. Prostituierte gehören im Grunde auch dazu.

  7. Wie man auch nur entfernt auf die völlig wirklichkeitsferne Idee kommen kann, der größte und gefährlichste Terrorstaat dieser Welt – also die USS – könnte/würde/sollte sein Atomwaffen auf irgend eine Weise schmälern“, ist mir vollkommen schleierhaft.

    Bekannt ist der deutsche Durchschnittsdepp ja für seine absolute Faktenresistenz. Aber auch der wird irgendwann vergegenwärtigen müssen, aus welcher Richtung der Wind weht.

    Von daher sollte man FÜR Atomwaffen demonstrieren. Und zwar DAFÜR das deutschland die hier stationierten Atomwaffen dem amerikanischen Einfluß und Besitz entzieht.

    Wer von einer atomwaffenfreien Welt träumt, der muß ZUERST dafür sorgen, das der gefährlichste Atomwaffenbesitzer ausnahmslos alle seine Atomwaffen entsorgt. Erst DANACH werden alle anderen Atomstaaten überhaupt in die Lage vesetzt! ihrerseits Atomwaffen Geschichte werden zu lassen.

    • Die USA sind immerhin eine westliche Demokratie mit einer mustergültigen Verfassung (mit der sich die USA ja selbst oft ein wenig schwertun in der Realität).
      Wenn die USA nicht Deutschland (zunächst Westdeutschland) nach der Nazidiktatur de facto übernommen hätten oder – anders als heute – keine westlichen Werte vertreten hätten damals, sähe es in Deutschland ganz düster aus. Vor 1945 war Deutschland eine mörderische faschistische Diktatur. Die SS gab es Deutschland, niemals gab es sowas in den USA.

    • @ Michael Kanellos: “ Wenn die USA nicht Deutschland (zunächst Westdeutschland) nach der Nazidiktatur de facto übernommen hätten…“

      Ja, wir Deutschen haben Selbstkritik zu üben, weil wir diesen Verführern auf den Leim gingen: Hitler und Honnecker.
      Doch es war die Wall Street, die sowohl Hitler als auch Stalin finanzierten, um den Zweiten Weltkrieg herbei zu lotsen. Die spielen schon – so sagte Friedman – “ seit über hundert Jahren“ das Spiel: Wenn Zwei sich streiten freut sich der Dritte. Und dieser Dritte wollen sie immer wieder selber sein. Dasselbe alte Spiel spielten sie mit Iran und Irak.
      Und heutzutage hetzen sie wieder Deutschland gegen Russland auf.
      Und betreffs „Demokratie“ sagte George Friedman, es sei “ der Moment“ von deren „Geistesschwäche“ gewesen, in den okkupierten Ländern anschliessend „Demokratie“ aufzubauen.
      Die amerikanische „Demokratie“ ist doch ein Kasperltheater, hinter dessen Fassaden die Wall Street die Fäden zieht.
      Ist das ein Rechtsstaat, der Bürger ohne Gerichtsverhandlung in Guantanamo einsperrt, der Hochzeitsgesellschaften im Ausland ohne Gerichtsurteil durch Drohnen mordet ? Wenn das Demokratie sein soll, ist sie mir egal.
      Was ist eine Demokratie wert, wenn da lauter Desinformierte zur Wahl gehen und immer wieder Lügner wählen, die sie noch weiter durch Desinformation in die Irre führen ?

    • Michael Kanellos sagt: 6. Mai 2016 at 11:16

      Das sind drei Sätze. Wollte ich sie gehörig lommentieren, würde der Text auf Buchlänge anwachsen. Es gibt in dieser mustergültigen Verfassung meines Wissens nicht einen Artikel, der nicht gleich mehrfach durch dutzende Act’s of sowieso faktisch außer Kraft gesetzt ist.

      Die Rolle der USA im zweiten Weltkrieg und danach, wird völlig falsch dargestellt. So langsam findet vereinzelt Berichtigung statt.

      Was aus deutschland geworden wäre, hätte es sich frei entwickeln können, steht in den Sternen und obliegt nur der Phantasie des einzelnen Menschen. Die SS gab es in Amerika schon immer – sie hieß nur nicht SS. Sie heißt dann KKK oder wie immer die ganzen Faschistengruppen, Rassentrenner/hasser usw heißen.

      Letztlich kann das alles dahingestellt sein, weil nur das aktuelle Amerika der Gegenwart zählt und die Welt darauf reagieren muß.

    • @ Der Souverän: “ es sei denn jemand ZWINGT sie zur Vernunft…“

      Wenn dieser Kapitalismus nicht anders kann bzw. anders will, dann gehört der auf den Müllplatz der Geschichte.
      Das zu erkennen ist ein Ding. Ein anderes Ding ist die Frage, wie wir diesem Menschen fressenden Moloch die Energie entziehen können. Ob das noch machbar ist.
      Wenn man nun der Meinung wäre, der Sozialismus sei ein Gegenpol des Kapitalismus, wäre das ein Irrtum, weil der Sozialismus ein Symptom dieses Kapitalismus wäre, der dem Kapitalismus einen „Menschenmarkt“ eröffnet, auf dem der Kapitalismus die „Ware Mensch“ für billig kaufen kann.
      Da ist dann der Mensch ein „Produktionsmittel“, das in einem sozialistischen Staat unter der Fuchtel von Parteibonzen arbeitet. Und der Kapitalist, der bei sich zu Hause die Politik längst unter seiner eigenen Fuchtel hält, der freut sich dann, dass er bei den Sozialisten billig produzieren lassen kann. Nur gibt es dann keinen prosperierenden Binnenmarkt mehr intern Sozialismus. Da wartet man 20 Jahre auf das neue Auto und steht Schlange für Bananen und Ananas und so weiter. Und wenn keiner diesen „Bundesstaat Eurozone“ verhindert, singt Merkel bald in der „Eurozone“ das alte Lied: “ Die Partei, die Partei die hat immer Recht !“
      Wer ausser einem Staatenbund inklusive Russland könnte diese Psychopathen ZWINGEN ?

    • @Michael Kanellos
      Die USA sind immerhin eine westliche Demokratie mit einer mustergültigen Verfassung (mit der sich die USA ja selbst oft ein wenig schwertun in der Realität).

      Volle Zustimmung! Das Problem ist halt einfach, dass den US-Regierungen immer wieder so dumme Dinge wie etwa der USA Patriot Act von den Hausjuristen unverfrorenerweise untergeschoben werden:

      – Das Erfordernis, Richter bei Telefon- oder Internetüberwachung als Kontrollinstanz einzusetzen, wurde weitgehend aufgehoben.[Das kostet nur Zeit und Steuergeld]
      – Hausdurchsuchungen dürfen ohne Wissen der betreffenden Person durchgeführt werden. [Super geeignet um Beweise zu „finden“!]
      – Das FBI hat das Recht, Einsicht in die finanziellen Daten von Bankkunden zu nehmen, ohne dass Beweise für ein Verbrechen vorliegen[Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten! Das weiß man schon lange bei den TTIP-Verantwortlichen.]
      – Der Auslandsgeheimdienst (CIA), der im Gegensatz zum FBI keiner weitreichenden öffentlichen Kontrolle unterliegt, erhält das Recht, auch im Inland zu ermitteln (eine super Idee für den BND in Deutschland!).
      https://de.wikipedia.org/wiki/USA_PATRIOT_Act#Inhalte_des_USA_PATRIOT_Act

      Wenn die USA nicht Deutschland (zunächst Westdeutschland) nach der Nazidiktatur de facto übernommen hätten

      Ja und vor allem vor 1939 nicht so gefördert hätten (IBM (Hollerith), Royal Dutch(Shell), GM, Standard Oil, Ford, GM(Opel), Brown Brothers Harriman etc.) sähe Deutschland heute noch so schön aus wie Frankreich, die Schweiz, Österreich oder die Tschechei.

      Vor 1945 war Deutschland eine mörderische faschistische Diktatur.

      Also speziell die Zeit von 911 (http://www.stefanjacob.de/Geschichte/Unterseiten/Hauptseite.php?Seite=Herrscher.htm) bis 1870 war an Gnadenlosigkeit nicht zu überbieten!

    • @ Stephan Becker
      Natürlich bestreite ich nicht, dass es zahlreiche US-Amerikaner gab, die die Nazis belieferten und sogar unterstützten, aus welchen Erwägungen heraus auch immer das geschah. Das ist inzwischen (trotz der Bestrebungen, das zu vertuschen, die auch von Kollaborateuren in FBI und CIA unterstützt werden) ziemlich erwiesen. Siehe dazu ja gerade hier bei KenFM die Beiträge von Gaby Weber, der gerade kürzlich durch die Obama-Adminsitration ein de-facto-Einreiseverbot erteilt wurde, was zeigt, wie die Behörden der USA teilweise mit den Finanziers im Hintergrund rechtswidrig kollaborieren.
      Ich denke aber, dass man das strikt trennen muss von ‚den USA‘ als Staat (ganz besonders natürlich von den etwa 99% der US-Bürger die mit diesen Machenschaften weder zu tun haben noch überhaupt EInfluss darauf haben).
      Dass die USA sich mit ihrer eigenen Verfassung bisweilen schwertun, sah man ja auch z.B. an der Sklaverei.
      Aber das bedeutet ja gerade nicht, dass man ‚gegen die USA an sich‘ sein müsste oder sollte. Im Gegenteil – es bedeutet vielleicht, dass die USA in manchen positiven Punkten sogar mehr Unterstützung brauchen würden.

    • @ Michaela

      Der Mensch ist im Kapitalismus kein Produktionsmittel!
      Der Mensch besitzt im Kapitalismus Produktionsmittel.

      Das ist ein ganz wesentlicher Unterschied. Kapitalismus bedeutet, dass der Staat nicht diktatorisch den Besitz an Produktionsmitteln (die keine Menschen sind) verbietet wie im Kommunismus. Außerdem bedeutet Kapitalismus die Abwesenheit jeder Sklaverei (das Thema war vor 100 Jahren noch ganz aktuell).

      Aus diesen Gründen passen gute staatliche Sozialsysteme, die Bedürftigen Grundansprüche sichern, sehr gut zum Kapitalismus. Die Realität zeigt das, gerade auch aktuell (in der Finanzkrise 2009 waren es genu die ‚Wohlfahrtsstaaten‘, die wirtschaftlich gut durch die Krise kamen, was die Neocon-Propaganda auch am Beispiel explizit widerlegte).

    • @ Michael Kanellos : “ Der Mensch ist im Kapitalismus kein Produktionsmittel!“

      Ist mir schon klar, dass das die offizielle Lesart ist. Im Kommunismus bzw. Sozialismus war privater Besitz von Produktionsmitteln wie Fabriken usw. verboten. Da war das verstaatlicht.
      Doch de facto ist der Mensch sowohl im Sozialismus als auch im Kapitalismus ein Produktionsmittel, Z.B. ist der Mensch, der im Kapitalismus in der Warenproduktion arbeitet, ein Mittel zur Produktion, und durch das Fortschreiten der Automatisierung ersetzt die Maschine als Produktionsmittel den Menschen.
      Und auch in der früheren „DDR“ waren die Menschen, die in der Warenproduktion arbeiteten, Mittel zur Produktion dieser Waren. Nur wurden eben diese Waren von dem dortigen Regime an die private westliche Firma QUELLE -VERSAND verkauft, und was diese Geschäfte anging, hatten die Privaten in diesem „Sozialismus“ nichts zu melden.

      Ich meine, dass diese materialistische Weltanschauung, die sowohl im Kapitalismus als auch im Kommunismus den Menschen zum Produktionsmittel und zur Ware degradiert, überwunden gehört.
      Nur wer die Begriffe „Seele“ und „Geist“ abschafft, kann den Menschen rein materialistisch als „Maschine“ betrachten. Oder als „Kostenfaktor“ und letztlich als „Kanonenfutter“.

      Wenn wir die heutige Wissenschaft betrachten, so sieht sie den Menschen nicht mehr als Menschen sondern als ein höheres Säugetier. Sie weiss nichts über das Ich des Menschen mitzuteilen, sondern sie denkt über weiter nichts nach als über materielle Strukturen. Sie zergliedert die Dinge, sie „atomisiert“ alles , anstatt die Dinge miteinander zu verbinden. Z.B. das menschliche Auge. Die Wissenschaft sieht es als eine Art von Apparat, was das Auge ja u.a. auch ist, nur bringt sie nicht die Entstehung des Auges mit dem Kosmos in Verbindung, mit der Sonne in Zusammenhang.
      Es gibt Tiere, die zuerst im Sonnenlicht lebten, die dann in unterirdische Höhlensysteme gezwungen waren, einzuwandern. Die Augen dieser Tiere bildeten sich zurück und sind nur noch rudimentär vorhanden.
      Es ist die Sonne, die das Auge hervorbrachte.
      Ein Menschenbild, das den Menschen als „Apparat“ auffassen will, ist völlig einseitig. Der Mensch ist so, wie er ist, aus dem Kosmos heraus zu dem geworden, was er ist. Und wenn man eine Pflanze aus dem Erdreich rausreisst und ihre materiellen Bestandteile analysiert, als hätten diese weder mit den Lichtverhältnissen noch mit dem Standort zu tun, dann geht einem das Wesen der Pflanze gar nicht mehr auf.
      Es gibt eine Signaturenlehre der Flora. Man sieht z.B. dem Bambus schon an, worauf er medizinisch wirksam ist.
      Er ähnelt der Wirbelsäule des Menschen. Und es gibt in modernen Apotheken diverse Bambuspräparate zur Stärkung der Wirbelsäule. Oder nehmen wir Digitalis. Die Blüten ähneln dem menschlichen Herzen, und sie sind eben Grundlage für Medikamente, die gegen Herzkrankheiten wirksam sind.
      Die Pflanze ist wie ein umgedrehter Mensch. Sie streckt die Fortpflanzungsorgane nach oben und steckt mit dem „Kopf“ in der Erde, wo sie Nährstoffe einsaugt. Das Untere der Pflanze wirkt auf den Kopf beim Menschen, und das Obere der Pflanzen wirkt auf den Unterleib des Menschen. Beispiel Kürbiskerne und Blase des Menschen.
      Will sagen: Je mehr die Wissenschaft „atomisiert“ und zergliederndes Denken anwendet, desto plausibler erscheint der Mensch als biophysikalische „Maschine“ ohne Seele und Geist. Und solche entseelte und entgeistigte „Wissenschaft“ gibt Wasser auf die Mühlen derer, die den Menschen als „Ware“ sehen wollen.

    • @ Michaela
      Meine Aussage:
      Der Mensch ist im Kapitalismus kein Produktionsmittel!
      Der Mensch besitzt im Kapitalismus Produktionsmittel.

      ‚Ist mir schon klar, dass das die offizielle Lesart ist. Im Kommunismus bzw. Sozialismus war privater Besitz von Produktionsmitteln wie Fabriken usw. verboten. Da war das verstaatlicht.
      Doch de facto ist der Mensch sowohl im Sozialismus als auch im Kapitalismus ein Produktionsmittel, Z.B. ist der Mensch, der im Kapitalismus in der Warenproduktion arbeitet, ein Mittel zur Produktion, und durch das Fortschreiten der Automatisierung ersetzt die Maschine als Produktionsmittel den Menschen.‘

      Ich wiederhole mich, weil das jetzt wirklich ein wichtiger Punkt ist: Im Kapitalismus ist der Mensch selbst definitiv kein Produktionsmittel wie etwa in pseudochristlschen Skalvenhaltergesellschaften oder im alten Rom.
      Das ist nicht nur die ‚offizielle Lesart‘, sondern der wesentliche Kern des Kapitalismus und der Marktwirtschaft und der Grund, warum Kapitalismus nicht nur erfolgreich, sondern auch populär ist.

      Der Mensch, der im Kapitalismus in der Produktion arbeitet, bietet seine Arbeitsleistung ggf. in der Form an, dass sie das Produktionsmittel verbessert oder erweitert. Der/die Arbeiter/in ist im Kapitalismus niemals, in keinster Hinsicht, selbst im Besitz des Firmeninhabers oder des Auftraggebers. Das ist die Definition des Kapitalismus. Kapitalismus hat zum Ziel, die Sklaverei für immer abzuschaffen.
      Der Arbeiter / die Arbeiterin ist im Kapitalismus genauso Marktteilnehmer wie es die Besitzer von Produktonsmitteln oder die Investoren sind. Gerade z.B. die, die unangenehme oder gefähliche Tätigkeiten machen, erzielen bei echter Marktwirtschaft einen hohen Lohn, da sie etwas anbieten, was viele gar nicht anbieten wollen und daher über ein knappes Gut verfügen.

      Kapitalismus verträgt sich gut mit bedarfsorientierten Sozialsystemen, die Bedürftigen Grundanspüche individuell zusichern. Denn der Markt kann und darf nicht nach sozialen Aspekten ausgerichtet sein.

      Fairerweise möchte ich sagen, dass im Kommunismus der Mensch auch kein Produktionsmittel ist. Kommunismus bedeutet aber ausnahmslos Diktatur, Kapitlaismus kommt hingegen auch ohne Diktatur aus.

      PS: Kleiner Ausflug in die Philosophie / Religion:
      Zitat:
      ‚Ich meine, dass diese materialistische Weltanschauung, die sowohl im Kapitalismus als auch im Kommunismus den Menschen zum Produktionsmittel und zur Ware degradiert, überwunden gehört.
      Nur wer die Begriffe „Seele“ und „Geist“ abschafft, kann den Menschen rein materialistisch als „Maschine“ betrachten. Oder als „Kostenfaktor“ und letztlich als „Kanonenfutter“.‘

      Ich denke, es ist faktisch nicht möglich ‚Geist‘ und ‚Materie‘ strikt zu trennen. Geist kommt von Gedanken. Und Gedanken gibt es nur, weil wir Gehirne haben (wie Tiere übrigens auch). Und Gehirne sind materiell, nur halt etwas komplizierter. Ohne das materielle Gehirn gibt es weder Gedanken noch Gefühle.
      Die Seele ist sehr arm dran ohne den – materiellen – Körper, jedenfalls ist es Menschen meines Erachtens nicht möglich, das wirklich anders zu beschreiben.
      Hier kommt der Glauben ins Spiel. Das Christentum hat an dieser Stelle meines Erachtens eine ziemlich geniale Antwort (anders als z.B. der Buddhismus, dessen ‚Nirvana‘ ich für eine Horrorvorstellung halte (das große Nichts (also kejne Gedanken, keine Gefühle, kein Bewußtsein) halte ich für eine gruselige Vorstellung)):
      Es heißt einfach ‚ Glaube an das ewige Leben‘, im Klartext: Man darf und soll den Tod als solchen (also im Hiblick darauf, welche Katastrophe er für einen selbst iist) im Regelfall einfach vergessen. Nur im Extremfall (bei Bedrohung) muss man sich natürlich verteidigen.

    • @ Michael Kanellos: Zu Ihrem Kommentar von 13:20 Uhr etwas

      Im Altertum gab es direkte Sklaverei. Und noch später gab es die Leibeigenschaft. Und ich sehe den Kapitalismus als etwas an, das einem Rest des Menschenwesens den Charakter der Ware aufdrückt: Der Arbeitskraft.
      Nun müssen wohl Sie und ich nicht über „Kommunismus“ diskutieren, weil ich da Ihre Meinung teile und ihn als Diktatur betrachte und deswegen rundweg ablehne.
      Meiner Meinung nach muss ein Grundeinkommen her. Wenn wir uns mal in einen Fabrikanten hineindenken, so weit das möglich ist, dann sind doch Geld und Arbeit keine austauschbaren Werte, so verrückt, wie sich vielleicht zunächst anhört. Geld und Arbeitserzeugnis sind austauschbare Werte. Indem ich Geld für Arbeit gebe, erschaffe ich einen Scheinvorgang, denn in Wirklichkeit kann es nur Geld für Arbeitserzeugnisse geben, die ich oder Sie als Fabrikant per Entlohnung dem Arbeiter, der sie produziert, abkaufen, die wir wiederum am Markt verkaufen.

      Und wenn wir uns in einen Arbeiter reindenken, der eben Erzeugnisse produziert, dann ist dieser o.g.“Rest“ einfach in der Tatsache drinnen gegeben, dass Sie oder ich uns selber mitbringen müssen, wenn wir arbeiten gehen. Aber
      dieser „Rest“ – der Warencharakter unserer Arbeitskraft – ist meiner Meinung nach nicht durch noch so kluge Theorien oder Programme bzw. durch Kommunismus auflösbar, ist dadurch nicht aus der Welt zu schaffen. Das Leben wird das lösen. Denn Automatisierung schreitet voran und macht menschliche Arbeitskraft überflüssig, wodurch Arbeitslosigkeit ( „Freistellungen“) entsteht. Und es muss ja das Problem der durch Arbeitslosigkeit entstehenden Erwerbslosigkeit gelöst werden. Das kann nur auf friedlichem Wege durch ein Grundeinkommen geschehen. Und das bedeutet de facto schon eine Entkoppelung von Arbeitsleistung und Lohnzahlung.
      Das Leben fordert eigentlich ja heute schon, beides zu entkoppeln.
      Politik widerspricht dem und sagt: „Leistung muss sich wieder lohnen.“ Ja für wenn den bitteschön, wenn Maschinen diese Leistung erbringen ?

      Zum Thema: „Denken“ und „Gehirn“ usw. : Die antiken Aegypter betrachteten das Herz als das Denkorgan.
      Und selbst noch Aristoteles sah das Herz als Zentralorgan des Denkens, trotzdem der mit seiner Logik das im Kopf zentrierte Verstandesdenken begründete. Das Gehirn funktioniert ja nur per Durchblutung. Es wiegt etwa 1250 Gramm und schwimmt im Gehirnwasser, das etwa 1230 Gramm wiegt. Das Gehirn hat Auftrieb, weil es schwimmt.
      Es gibt Methoden der Meditation, wodurch wir das Denken aus dem materiellen Gehirn rausziehen können.
      „Out of body- experience“. Materie ist auch Geist, nur eben so, wie Eis auch Wasser ist. Würde jemand nur Eis wahrnehmen können, flüssiges Wasser nicht, würde er sagen: „Wasser gibt es gar nicht.“
      Was nun den Begriff der Ewigkeit betrifft, denke ich den nicht nur zusammen mit dem Nachtodlichen – sondern auch mit dem Vorgeburtlichen. Aber ich glaube, das ist hier nicht von allgemeinem Interesse.

    • @ Michaela
      Zum sogenannten Grundeinkommen, genauer: dem ‚bedingungslosen Grundeinkommen‘, hatte ich hier auch schon einiges geschrieben. Ich lehne das Grundeinkommen kategorisch ab und wähle keine Partei, bei der es auch nur drohen würde, das sowas eingeführt würde.
      Der Grund dafür ist, dass Sozialleistungen des Staates, die aus Steuern finanziert werden, die zwangsweise auch von Ärmeren eingetrieben werden, unter keinen Umständen an reiche Leute gehen dürfen. Aber genau das will das sogenannten ‚Grundeinkommen‘: Es will, dass nicht Vermögenden, die arbeiten, Steuern abgepresst werden, die dann Reichen, die nicht arbeiten, in Form eines ‚Grundeinkommens‘ hinterhergeworfen werden. Das ist ein absolutes No-Go.
      Was für ein Betrugskonstrukt das ‚BGE‘ ist, sieht man auch an einem anderen, ebenfalls wesentlichen, Punkt: Für die, die wirklich auf Sozialhilfe oder Hartz4 angewiesen sind, wäre ein ‚BGE‘ in der Regel eine deutliche Verschlechterung. Denn das ‚BGE‘ wäre eine Pauschale: jeder würde einen festen Betrag bekommen, egal z.B. wie hoch die Miete ist. Das würde denen nicht reichen, die eine hohe Miete zahlen müssen. ‚BGE‘ würde Millionären Sozialhilfe hinterherwerfen, die von den Steuern finanziert wäre, die Ärmeren abgepresst würde. Und für die wirklich Bedürftigen wäre es eine Verschlechterung gegenüber dem Jetztzustand.

      Das ‚BGE‘ wäre das Ende des Sozialstaats. Die einzige wirkliche Bedingung in einem SOZIALsystem ist nämlich exakt die, dass die Leistungen bekommen, die bedürftig sind und eben nicht alle.

      Man kann meines Erachtens durchaus über großzügigere Regeln bei Arbeitssuchenden reden, es macht ohnehin keinen Sinn, Leute in ungeeignete Jobs zu drängen, die sie dann nach kurzer Zeit wieder verlassen. Aber ‚BGE‘ geht schlicht und einfach gar nicht. Die ‚Piraten‘ z.B. wurden in diesem Moment für mich unwählbar, als sie das ‚BGE‘ beschlossen hatten.

      Zum Arbeiter im Kapitalismus: Im Grunde ist es ganz einfach: Der Arbeiter ist der Verkäufer einer Dienstleistung. In einem festen Angestelltenverhältnis wird darüber hinaus in beidseitigem Interesse (beidseitige Planungssicherheit) noch ein kündbarer Vertrag geschlossen (und in der Tat ist es für den Arbeiter völlig problemlos, zu kündigen, für den Arbeitgeber aber nicht, was aus liberaler Sicht auch in Ordnung so ist – Einzelpersonen sollten mehr geschützt werden als Organisationen). Es gibt kein Sklavenverhältnis. Das ‚Berufsbeamtentum‘ hat nichts mit Kapitalismus zu tun, es dient dem Staat dazu, Streiks zu verhindern (etwa von Lehrern). Und wer Staatsbeamter wird, ist wirklich selbst dafür verantwortlich.

      Zum Geist und dessen materiellen Charakter:
      Ich denke, ohne Gehirn kann man auch nicht denken. DAs halte ich schlicht für eine einfache Tatsache. Allerdings ist ja bereits die ganze Welt ein ziemliches Wunder – man muss ja gar keine zusätzlichen ‚übernatürlichen‘ Dinge postulieren, um über die Welt zu staunen.
      Die alten Ägypter wussten nicht unbedingt alles und hatten übrigens auch Sklaverei.

    • @ Michael Kanellos: „…Grundeinkommen“

      Da jedes Einkommen an irgendwelche Bedingungen gebunden ist, ist der Begriff: “ Bedingungsloses Grundeinkommen“ schon eine Illusion. Aber es muss doch auch für diejenigen ein Einkommen geben, die aufgrund der Rationalisierung und Automatisierung oder durch Krankheit arbeitslos und dadurch erwerbslos werden.
      Das war von mir gemeint, nicht die schräge Idee, den Reichen aus Steuern das zusätzlich zu geben.
      So eine Art von Existenzminimum, das weder durch Hartz 4 noch durch anders den Armen weggenommen werden kann. Nennen wir es Grundabsicherung. Auch wer nicht krankenversichert ist und sich ein Bein bricht, wird medizinisch versorgt. Ebenso – meine ich – wäre besser, Erwerbslosen soviel zu lassen, dass sie ein Dach über dem Kopf haben, zum Trinken und Essen und sich Bekleiden haben, was denen kein „Jobcenter“ mehr wegnehmen kann.
      Dann hätten wir auch weniger Kriminalität. Bessere, entspanntere Stimmung im Land.

      Warum Götz Werner für das „BGE“ eintritt, ist mir ziemlich klar. Er hat eine Drogeriemarktkette und will gerne haben, dass seine Kundschaft mehr Geld in der Tasche hat, um das bei ihm auszugeben.
      Dass das dann über Steuern finanziert werden müsste, scheint ihm egal zu sein, und er will ja sogar noch ausschliesslich Mehrwertsteuer, keine anderen Steuern, nur Mehrwertsteuern. Da würden die Preise aber explodieren ! Aber wie gesagt halte ich „BGE“ für eine Illusion, weil der Wert des Geldes an die Bedingung gebunden ist, dass dieser Wert erarbeitet wird.

      Thema „Denken“ und „Gehirn“ : Die Denkprozesse sind eigentlich zerstörerische Prozesse. Wenn man gezwungen ist, konzentriert sehr lange bewusst zu denken, wird man irgendwann müde und bekommt Kopfschmerzen.
      Bewusstsein beruht auf einem Zerstörungsprozess im Gehirn, im Körper. Und während des Schlafes regeneriert der Körper. Das sog. „vegetative“ System regeneriert sich. „Vegetation“ = Pflanzenwachstum. Im Schlaf “ wächst“ das vegatative System wieder neu nach. Wie im Sommer die Pflanzen neu nachwachsen.
      Und wenn wir drei Tage und Nächte durch wachen und denken, dann bauen wir dadurch das vegetative System wieder ab. Wie im Winter die Pflanzen ihr Laub abwerfen, so baut sich das vegetative System im Körper ab durch den Wachzustand. Wir beginnen dann irgendwann zu frösteln, werden müde und haben Kopfweh und sind etwas „neben der Kappe“. Bildlich gesagt ist es dann „Winter“ in uns. Während des Schlafes ist wiederum „Sommer“ in uns.
      Natürlich ist das bildhafte Veranschaulichung für Polaritäten von Wachbewusstsein und Schlafzustand.

    • Und da haben wir wieder die Neid Debatte. Nur diesmal anders herum. Da kommt doch tatsächlich jemand auf die Idee grundsätzlich erstmal jeden gleich zu behandeln bis zu einem gewissen Grad, springen schon die ersten Neider aus den Löchern, die in diesem Falle den Reichen Rechte absprechen mögen. Wäre ja nicht so, als würden diese wahrscheinlich mehr zahlen als Sie davon profitieren.. Aber egal, Hauptsache Gehirn ausschalten und Schwachsinn labern.

      Die Krönung ist vor allem zu argumentieren bestimmte Menschen würden unter Hartz4 besser da stehen. Wenn dem so wäre, warum führen die dann das nicht ein? Wie viel die an Sozialleistungen sparen würden.. gebt jedem 5EUR Grundeinkommen und basta, dann hat der Herr Michael Kanellos wenigstens einen Grund für seine schwachsinnige Argumentation.

    • Ich schlage vor Sie diskutieren beide weiter über Kommunismus und Kapitalismus.. Bessere Comedy hab ich schon lang nicht mehr gelesen.

      Alternativ könnten Sie sich ja auch in der Zwischenzeit mal in das Thema einlesen. Zum besseren Verständnis meiner Belustigung würde mich nur Interessieren meinen Sie mit Kommunismus den Staatskapitalismus in entsprechend als Kommunismus bezeichneten Ländern oder wirklich die ursprüngliche Idee?

    • „Das ‚BGE‘ wäre das Ende des Sozialstaats. Die einzige wirkliche Bedingung in einem SOZIALsystem ist nämlich exakt die, dass die Leistungen bekommen, die bedürftig sind und eben nicht alle.“

      Das belustigt mich immer noch. Ich versuche gar nicht erst den Gedankengang dahinter zu begreifen, warum eine Leistung, welche die Grundbedürfnisse sicher stellen soll, an Gesellschaftsteilnehmer aka Sozial das Ende des Sozialstaats sein soll. Ja ja, jeder ist gleich und manche gleicher, gelle Michael Kanellos?

    • @ hooma: “ …meinen Sie mit Kommunismus den Staatskapitalismus in entsprechend als Kommunismus bezeichneten Ländern oder wirklich die ursprüngliche Idee ?“

      Wenn Sie das doch belustigt hat, was ich schrieb, finde ich es besser, als wenn ich Sie zum Weinen gebracht hätte.
      Es ist doch das Leben der Prüfstein der Weisen. Im Leben hat sich diese „ursprüngliche Idee“, die auf der Weltanschauung des Materialismus gründet, als völlig untauglich erwiesen, die soziale Frage zu beantworten.
      Wissen Sie: 1989 etwa sah ich im TV eine Parade aus der „DDR“. Zuerst glaubte ich an Comedy, an Slapstick.
      Da liefen Leute umher, die sich „FDJ“ nannten. „Freie Deutsche Jugend“ eingesperrt hinter der Mauer. Und die sangen doch tatsächlich: “ Die Partei, die Partei, die hat immer Recht !“ Ein Idiotenzirkus ! Von FREIHEIT keinen Schimmer.
      Dazu diese Fistelstimme des Honnecker….War nicht so meine Musik. Bin dann später mal hingefahren.Nach Schwerin. Habe eine Bratwurst gekauft, und die schmeckte so widerlich, dass ich die wegwarf.
      Das Schloss in Schwerin war derart runtergewirtschaftet, dass es bei den WC s gestunken hatte wie Hölle.
      Keine Ahnung, wieso die das nicht saniert hatten. Was die saniert hatten, war ein Saal, bei dem sie Decken mit so Plastik – Sondermüll beklebt hatten in beige oder so. Das ruinierte all das Edle, was zuvor – bevor der Idiotenzirkus da rumkasperte – entstanden war.
      Eine gute Freundin von mir hatte in der „DDR“ gelebt und ist von da geflohen. Sie hielt das da nicht aus. Sie war mit dem Marxismus – Leninismus nicht einverstanden. Ihr leuchtete mehr dasjenige ein, was mit der Freiheitsphilosophie Rudolf Steiners zu schaffen hat. Sie erzählte mir, das sei den Parteibonzen auch bekannt gewesen, dass sie mit dem Marxismus nichts am Hut haben wollte. Doch die wollten sie dann dazu zwingen, als Lehrerin den Marxismus zu lehren. Es sei für sie „existentiell“ wichtig geworden, da wegzugehen, und sie schaffte das auch, nach Paris zu entkommen. Heute ist sie Autorin, die in Berlin lebt.
      Mir geht es darum, den Baum an seinen Früchten zu erkennen. Der Baum ist die ursprüngliche Idee. Die Früchte dieses Baumes sind Unfreiheit,also Diktatur, Massenmord und wirtschaftlicher Zusammenbruch.

    • @ hooma
      Ich finde es immer bemerkenswert, wenn völliges Nicht-Verstehen eines Themas mit ‚Belustigung‘ zusammenfällt.
      Aber da ich das Thema Grundsicherung für wichtig halte:
      1) Es ist das Gegenteil von Sozialstaat, wenn Ärmeren, die arbeiten, Zwangsabgaben abgenommen werden und diese dann an nicht-arbeitende Millionäre gehen. Genau das und nichts anderes propagiert aber das sogenannte ‚BGE‘.
      1a) Um diese zwangsweise Umverteilung von Ärmeren zu Reichen technisch will das ‚BGE‘ noch dazu die indviduelle Berechnung der Sozialleistungen kaputtmachen. Das würde bedeuten, dass es denen, die wirklich auf Sozialhilfe angewiesen sind, existentiell schlechter gehen würde als jetzt, da sie z.B. ggf. ihre Miete nicht mehr bezahlen können.
      2) Die einzige, aber essentielle Bedingung eines Sozialstaates ist genau die, dass die finanziellen Leistungen, die aus Steuermitteln kommen, nicht an Reiche gehen dürfen. In Härtefällen (etwa unverkäufliche Immobilien) werden Darlehen gewährt, aber kein Transfer von Steuergeldern an Reiche. Ansonsten hat man kein Sozialsystem, sondern sogar ein Umverteilungssystem zum Arm zu Reich. Und genau das wäre das ‚BGE‘. Und daher lehne ich es kategorisch ab.

    • Korrigierte Version:

      @ hooma
      Ich finde es immer bemerkenswert, wenn völliges Nicht-Verstehen eines Themas mit ‚Belustigung‘ zusammenfällt.
      Aber da ich das Thema Grundsicherung für wichtig halte:
      1) Es ist das Gegenteil von Sozialstaat, wenn Ärmeren, die arbeiten, Zwangsabgaben abgenommen werden und diese dann an nicht-arbeitende Millionäre gehen. Genau das und nichts anderes propagiert aber das sogenannte ‚BGE‘.
      1a) Um diese zwangsweise Umverteilung von Ärmeren zu Reichen technisch ‚möglich‘ zu machen, will das ‚BGE‘ noch dazu die individuelle Berechnung der Sozialleistungen kaputtmachen. Das würde bedeuten, dass es denen, die wirklich auf Sozialhilfe angewiesen sind, existentiell schlechter gehen würde als jetzt, da sie z.B. ggf. ihre Miete nicht mehr bezahlen können.
      2) Die einzige, aber essentielle Bedingung eines Sozialstaates ist genau die, dass die finanziellen Leistungen, die aus Steuermitteln kommen, nicht an Reiche gehen dürfen. In Härtefällen (etwa unverkäufliche Immobilien) werden Darlehen gewährt, aber kein Transfer von Steuergeldern an Reiche. Ansonsten hat man kein Sozialsystem, sondern sogar ein Umverteilungssystem zum Arm zu Reich. Und genau das wäre das ‚BGE‘. Und daher lehne ich es kategorisch ab.

    • @ hooma
      Wenn ich Kommunismus schreibe, meine ich Kommunismus.
      Dieser mündet ausnahmslos in Diktatur. Aus dieser Diktatur entsteht dann ggf. das, was gerne als ‚Staatskapitalismus‘ bezeichnet wird.
      Der Grund, warum Kommunismus in Diktatur mündet, ist, dass er Konsumfreiheit einschränken und den privaten Besitz an Produktionsmitteln verbieten will. Dies sind aber individuelle Grundrechte. Um diese zu brechen (wie es der Kommunismus will), ‚braucht‘ der Kommunismus einen Staatsapparat, der alle Bürger kontrolliert und diktatorisch unterdrückt.
      Das betrifft eben genau auch den ‚unverfälschten‘ Kommunismus.
      Der Staatskapitalismus ist das, was dann oft auch als Folge des übermächtigen Staatsapparats, der diktatorisch wirkt, installiert wird. Denn natürlich müssen Unternehmen auch gemanagt werden, und Privatleute werden ja im Kommunismus daran gehindert.

    • @ Michael Kanellos
      Wen juckt es, wenn die paar Millionäre Geld kriegen, das sie nicht brauchen?

      Denn das ‚BGE‘ wäre eine Pauschale: jeder würde einen festen Betrag bekommen, egal z.B. wie hoch die Miete ist. Das würde denen nicht reichen, die eine hohe Miete zahlen müssen.

      Dann sollen die wo anders wohnen.
      Mit welcher Begründung kriegt man jährlich ein paar tausend Euro mehr, wenn man in München wohnt aber 2000 Euro für eine 14-tägige Namibia-Reise (steht hier gerade im Aldi-Prospekt) kriegt man nicht?

      Der eine wohnt gerne alleine auf 50 Quadratmeter. Der andere fährt gerne BMW. Der nächste macht gerne Urlaub. Noch einer würde gerne jede Woche 100 Euro an KenFM spenden. Und einer will jede Woche ins Puff.
      Wenn jeder das Gleiche kriegt, kann er es sich aussuchen, was er damit veranstaltet.

    • @ Michael Kanellos

      Wen juckt es, wenn ein paar Millionäre Geld kriegen, das sie nicht brauchen? Es sind nur wenige, also ist das insgesamt nur wenig, was da überflüssigerweise ausgegeben wird.

      Denn das ‚BGE‘ wäre eine Pauschale: jeder würde einen festen Betrag bekommen, egal z.B. wie hoch die Miete ist. Das würde denen nicht reichen, die eine hohe Miete zahlen müssen.

      Dann sollen sie da nicht wohnen.
      Warum kriegt einer, der in München wohnt pro Jahr ein paar tausend Euro mehr als jemand, der in Halle wohnt, aber 2000 Euro für eine 14-tägige Namibia-Reise von Aldi kriegt der aus Halle nicht?
      Offenbar ist das Ganze eine Förderung von Vermietern.

    • @Michaella

      Mmh also in der DDR war alles schlecht und herunter gewirtschaftet? Lustig. Waren Sie in letzter Zeit mal in einer öffentlichen Schule?

      Haben Sie sich selbst mal mit diesen Weltanschauungen beschäftigt, die Sie so kritisieren? Selbst Adam Smith als Vater des Kapitalimus hat unter anderem folgendes gesagt:
      „Civil government, so far as it is instituted for the security of property, is in reality instituted for the defense of the rich against the poor, or of those who have some property against those who have none at all.“

      „No society can surely be flourishing and happy of which by far the greater part of the numbers are poor and miserable. “

      „It is not very unreasonable that the rich should contribute to the public expense, not only in proportion to their revenue, but something more than in that proportion.“

      Haben Sie sich mal mit Marx befaßt? Alles was dieser Mann getan hat war eine Kritik am Kapitalismus zu verfassen.

      Keine einzelne der von Ihnen bemängelten Weltanschauungen wurde auch nur Ansatzweise umgesetzt. Das einzige was bleibt sind gebeugte Kreationen Machthabender. Der einzige Unterschied der BRD zur DDR ist nur, dass die Mitglieder in mehrere Parteien gespalten wurden.

    • @Michael Kanellos

      Interessant, dass Sie anderen Nicht-Verstehen eines Themas vorwerfen. Dabei haben Sie nicht einmal verstanden was Sozialstaat überhaupt meint. Etwas sozial gerechteres
      als jedem einen Mindestbetrag zu geben gibt es garnicht. Dass Sie das nicht verstehen macht es um so lustiger. Ins groteske wandern Sie bereits ab wenn Sie meinen
      ein BGE würde die Menschen existentiell schlechter darstellen. Ich bin der Meinung jeder vernünftige Mensch würde erstmal über die tatsächliche Höhe für solch eine
      Aussage abwarten. Aber nicht Sie! Wo haben Sie denn die Glaskugel versteckt? Sie sollten sich mal mit der Definition Sozialstaat befassen. Darunter fallen Bedingungen wie
      soziale Sicherheit (BGE) und soziale Gerechtigkeit. Wenn Sie meinen das BGE ist ein Umverteilungsapparat, dann sollten Sie sich mal mit linearen und exponentiellem Wachstum
      beschäftigen. Aber ich glaube dazu sind Sie nicht in der Lage.

      Aha Sie meinen also Kommunismus. Komisch, dass es dafür mehrere Definitionen gibt. Bei Ihrem restlichen Geschwafel gehe ich mal davon aus, Sie meinen die
      daraus hergegangene Herrschaftssysteme. Wiederum zeigen Ihre Aussagen, die Begrenztheit in der Sie zu denken in der Lage sind. Sie sollten vielleicht mal aufhören
      politische System mit ökonomischen zu verwechseln, damit Ihr Gebrabbel überhaupt ansatzweise einen Sinn ergibt. Sie haben nicht mal Ansatzweise verstanden was
      der Kommunismus als ökonomisches System überhaupt bezwegt. Ich geben Ihnen mal einen Tipp, den Privatinvestor durch den Staat auszutauschen ist Staatskapitalismus und nicht
      Kommunismus. War es nie und wird es nie sein, egal wie oft Idioten wie Sie das als die Idee bezeichnen mögen. Staatskapitalismus setzt auch keinen übermächtigen Staatsapparat
      voraus. Stichwort öffentliches System. Sofern der Staatskapitalismus nicht nach Profit strebt sondern der Sicherstellung von demokratischen und sozialen Werten ist daran
      auch nichts verkehrt. Es gibt übrigens auch in unserer heutigen Gesellschaft Unternehmen die nach kommunistischem Prinzip wirtschaften. Das wären Genossenschaften und Joint
      Venture Unternehmen. So wenig wie Sie allerdings den unterschied von linearen zu exponentiellem Wachstum verstehen, glaub ich, verstehen Sie auch den Unterschied dieser Unternehmen
      zu kapitalistischen.

      Wo Sie doch so für Grundrechte sind, frag ich mich allerdings, warum Sie bestimmten Bevölkerungsgruppen Rechte absprechen möchten. In dem Fall den Reichen.

    • @ hooma: Thema „DDR“ und „BRD“

      Der Unterschied zwischen „BRD“ und „DDR“ war in der realen Freiheit gegeben. Wir, die wir im Westen aufwuchsen,
      konnten reisen, wohin wir wollten, konnten die Welt erfahren. Wir lasen die Bücher, die wir selber lesen wollten
      Und diese Freiheit betrachte ich als einen Wert, den es gilt, zu verteidigen und zu bewahren und zu vergrössern.
      Thema „öffentliche Schulen“: Im Westen gab es private Schulen und öffentliche. In der „DDR“ gab es keine Waldorfschulen. Da hatten exklusiv Beamte das Sagen am Sektor Bildung. Gute Erziehung und Bildung hat das Ziel, zur Freiheit und Selbständigkeit zu erziehen. Ziel der Beamten ist es, die Menschen zu Untertanen zu erziehen, die ihnen die Steuern zahlen. Deswegen halte ich für besser, Erziehung und Bildung primär freien Eltern und privaten Lehrern zu überlassen.

      Da Sie ja fragen, ob ich öffentliche Schulen besuchte: Ja, ich besuchte eine staatliche Grundschule und ging ab der fünften Klasse auf ein staatliches Gymnasium. Später begann ich ein Studium Sozialpädagogik und habe das hingeschmissen, um Geld zu verdienen. Ich halte nichts von öffentlichen Schulen, weil die uns in der elften Klasse begannen, am Sektor Drogen zu desinformieren, um das Thema Abtreibung salonfähig zu machen. Wir hier im Westen experimentierten damals mit Haschisch, das die türkischen sog.“Gastarbeiter“ mitbrachten und mit LSD25, das die Schweizer Firma Sandoz herstellte. Unsere Lehrer zeigten uns Filme mit missgebildeten Kindern und behaupteten, es seien die Kinder derer, die LSD 25 von Sandoz konsumiert hatten. Es gab kaum jemand, der das nicht mal konsumiert hatte. Und nun kam es zu heftigen Diskussionen intern privater Familien über Abtreibung.
      Sechs Monate lang konnte die öffentliche Schule diese Desinformation aufrechterhalten.
      Dann klagte die Firma Sandoz, gewann den Prozess, und die Lehrer waren dazu gezwungen, uns die Wahrheit zu sagen: “ LSD 25 von Sandoz macht KEINE Missbildungen bei den Nachkommen der User. Verzeihung ! Wir hatten die Filme vertauscht. Versehen der Schule.“
      Da waren schon wieviele Ungeborene getötet worden ?
      Wer uns deinformiert hatte, war die öffentliche Schule gewesen. Wer uns informierte, war die private Firma Sandoz gewesen.
      Was nun Arme und Reiche betrifft: Es wird immer Reiche und Arme geben. Wer dagegen ideologisch kämpft, der kämpft meiner Meinung nach gegen Windmühlenflügel. Für mich ist sozialistische Gleichmacherei eine Horrorvorstellung. Mich interessiert weder Marx noch Engels, weil ich die Basis all dessen, den Materialismus, für eine völlig untaugliche vom Leben abstrahierte Ideologie betrachte.

  8. Lieber Bernhard Trautvetter!
    Mich rührt jede ihrer aufrichtigen Stellungsnahmen zu den grausamen, von unseren eigenen Artgenossen immer wieder weiter neu befeuerten Lebenszerstörungsaktivitäten- ich höre die Seele schreien, ich kenne diesen Schmerz. Tatsächlich verschlägt es mir mehr und mehr die alltägliche, rationale Sprache, weil sie am Ende das alles gar nicht mehr umfassen kann. Der Poesie dagegen sind keine Grenzen gesetzt und sie bietet seelische Zuflucht. Meine Hoffnung auf Einsichtigkeit und Kursänderung und somit Erhalt dieser Schöpfung hat sich schon fast erschöpft, dennoch hoffe ich immer noch auf Wunder-vor allem für die anderen meiner und aller anderen Arten in der Welt, denn ich bin nicht mehr jung und freue mich schon immer öfter auf ein Jenseits dieses Meeres an Grausamkeit, wo schon seit tausenden Jahren die Menschlichkeit in real nur wie kleine, vereinzelte Inselchen tapfer herausragte, so wie auch heute. Wenn wir aber die Vergeistigung als unser Menschen- Schicksal annehmen, entkommen wir letztendlich der Verzweiflung.

    Dieser kleine Vers des ostdeutschen Lyrikers kommt mir immer wieder in den Sinn:

    UNTER STERBENDEN BÄUMEN:

    Wir haben die Erde gekränkt.
    Sie nimmt-
    Ihre Wunder zurück.
    Wir-
    Der Wunder eines.

  9. Liebe Michaela,
    ich teile Deine Darstellung der Verantwortung für die Gefahr. Die Nato verhältr sich nach dem Motto ‚Haltet den Dieb!‘ – sie verweist wie immer auf Russland und baut ihre Offensivkraft aus. Die Nato hält sich selbst die Option des pre-emtive strike offen, also der Eröffnung des Atomkriegs: http://www.heise.de/tp/artikel/27/27573/1.html + http://www.theguardian.com/world/2008/jan/22/nato.nuclear
    Diesem Bericht zufolge ist der nukleare Erstschlag im Köcher der Nato-Planer enthalten. Das Eröffnen des nuklearen Infernos führt zu unzählbaren Opfern und zu einer Eskalationsspirale, die mit dem Tempo eines Feuersturms die letzten Chancen der Menschheit auf ein Überleben hinwegzureichen droht.
    Das erinnert an den Text des britisch-US-amerikanischen Militärstrategen Colin S. Gray „Victory is possible“ aus den 1980er Jahren, demzufolge ein Atomkrieg kein in sich fatales Ereignis darstellt, wenn der US-Präsident die Erstschlagfähigkeit, Heimatschutz und einen Raketenabwehrschirm zu Verfügung hat. Daran arbeiten die Militärs nach wie vor.
    Das ist ein Umgang mit der Existenz der Menschheit auf dem Planeten Erde, der alleine schon die Verantwortungswidrigkeit der Nato offenbart. Die erste Hunderttausender-Friedensdemo am 10.10.1981 in Bonn wurde mit einem Aufruf be-worben, in dem die Friedensbewegung schrieb: Dies ist das gefährlichste Jahrzehnt der Menschheitsgeschichte. Wir sind jetzt ein paar Jahrzehnte weiter. Zum Glück gibt es Aktive wie in Büchel, Ramstein, Kalkar/Ruhrgebiet, Berlin, München + Stuttgart, Kassel, …., die gegen die atomare Bedrohung gemeinsam vorgehen.

    • Lieber Bernhard Trautvetter,

      es gibt Aktive, die gegen die atomare Bedrohung gemeinsam vorgehen, und das ist besser, als nichts zu tun und dazu sich nicht zu äussern. Ob allerdings es ausreicht, gegen etwas zu demonstrieren, ohne ein Konzept für etwas dem entgegenzuhalten, wage ich zu bezweifeln. Folgendes ist nur ein Bild, eine Metapher. Wir sind zwar keine Indianer, aber diese hatten ein Ritual für den Frieden. Sie rauchten gemeinsam die Friedenspfeife. Und mir kommen diese Demos gegen den Krieg ein bisschen so vor, als würden sich Leute vor einer Friedenspfeife versammeln und rufen:
      “ Friedenspfeife, wir sind gegen den Krieg , bitte entzünde Dich !“, anstatt ein Feuer zu entfachen und sie gemeinsam zu rauchen.

      Krieg ist auch ein Lehrmeister, der allerdings erst dann kommt, wenn wir Menschen auf andere Lehrmeister nicht hören wollten, die vorher Wege zum Frieden aufzeigten. Das ist vielleicht für viele eine ganz absurde Vorstellung, dass Krieg auch ein Lehrmeister ist. Für Materialisten eine Unvorstellbarkeit. Es kam vor dem Ersten Weltkrieg ein Lehrer, Rudolf Steiner, auf den in puncto Dreigliederung des sozialen Organismus nicht allgemein gehört wurde.
      Man schlug seitens Politik. Militär und so weiter alles in den Wind, was er vorbrachte.
      Und das ist heute nicht anders. Begabte Komiker stellen ihre Begabung in den Dienst derer, die gegen Waldorfschulen opponieren, und diese Komiker tun vieles dafür, um diese Schulen lächerlich zu machen.

      Wenn auf solche Lehrmeister nicht gehört wird, dann kommt ein anderer Lehrmeister, und das ist der Krieg.
      Da werden Menschen in den letzten Sekunden ihres Lebens dann durch Erschütterungen aufgeweckt für die Wirklichkeit der geistigen Welt. Leid macht wach. Leid erweitert das menschliche Bewusstsein. Besser ist es, wenn wir auf solche Lehrer schon in Friedenszeiten hören und unser Bewusstsein so erweitern, dass wir den Frieden lieben und Angst abbauen. Denn letztendlich sind solche Atomwaffen doch nur Ausdruck von Angst vor Feinden.

    • P.S. Hier noch ein Zusatz, lieber Herr Trautvetter. Wer keine Angst hat, bewaffnet sich ja nicht bis an die Zähne.
      Und wir haben einen Wirtschaftskrieg, in dem es Angst vor Konkurrenz gibt. George Friedman hat diese Angst am 4.2.2015 in Chicago erwähnt. Die Angst der Angloamerikaner ist doch die, dass ein europäischer Staatenbund eben Russland integrieren könnte, speziell laut Friedman eine deutschrussische Kooperation.
      Dem wollen sie zuvorkommen, indem sie einen mit Waffen vollgestopften „Cordon Sanitaire“ zwischen Deutschland und Russland aufbauen. Und nun ist doch bemerkenswert, finde ich zumindest wert, bemerkt zu werden, dass eben EINERSEITS da durch Brüssel darauf hin gearbeitet wird, diesen Staatenbund zu verhindern, indem man aus dem Europa ohne Russland einen zentralistisch regierten Bundesstaat machen will, dass ANDERERSEITS George Friedman von Amerika aus sagte: “ There is no Europe“. Es gibt kein Europa, mit dem sie verhandeln können. Sondern da erwähnt Friedman eben „Rumänien“ und so weiter, also lauter einzelne nationale Staaten, mit denen die verhandeln wollen.
      Und ich finde erbärmlich, dass die deutsche Frage nicht von Berlin aus gestellt wird sondern von Chicago aus gestellt wird. Friedman fragte: “ What will the Germans do ?“ Was werden die Deutschen tun ?“ Davon würde für die nächsten 20 Jahre alles abhängen.
      Die Angst der Russen wird doch vergrössert, indem man seitens Deutschland den Staatenbund torpediert, Russland ausgrenzt und dann mit den Amis zusammen Russland bedroht, indem man Sanktzionen macht und direkt vor der russischen Haustüre ein Bedrohungszenario aufstellt.
      Wenn man für den Frieden etwas tun wollte, müsste man den Staatenbund inklusive Russland WOLLEN.
      Und dieser WILLE ist für mich kaum irgendwo in Europa erkennbar lebendig. Ein solcher Staatenbund würde die Amis daran hindern, leichtfertig in Europa Chaos zu verursachen, weil Russland sehr mächtig ist !
      Und dieser Staatenbund müsste ja auch nicht die Amis wirtschaftlich ausgrenzen.
      Es müsste möglich werden, die Wirtschaft auf die Grundlage eines Miteinander statt eines Gegeneinander zu stellen.
      An die Stelle des Konkurrenzkampfes die Brüderlichkeit als Basis des Wirtschaftslebens.

    • Michaela
      „Es müsste möglich werden, die Wirtschaft auf die Grundlage eines Miteinander statt eines Gegeneinander zu stellen.
      An die Stelle des Konkurrenzkampfes die Brüderlichkeit als Basis des Wirtschaftslebens.“

      Das ist in einem kapitalistischen System völlig unmöglich. Ist es doch genau das was das System sehr erfolgreich verhindert und auch verhindern muß – andernfalls es kein kapitalistisches System wäre.

      „Und dieser Staatenbund müsste ja auch nicht die Amis wirtschaftlich ausgrenzen.“

      Oh doch, und ob er das müsste. Man kann das 1 zu 1 übertragen von kleinen Gruppen und umgekehrt. Wenn sich in (d)einem Freundeskreis nur einer befindet der ständig rumstänkert, Unfrieden stiftet, Intrigen spinnt usw usf, dann wird sich der Kreis unweigerlich spalten oder komplett auflösen.

      Will man den Freundeskreis erhalten, gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder dieser Eine kommt zur Vernunft und ändert sein Verhalten komplett, oder er wird komplett ausgeschlossen, verbannt.

      Amerika hat den Point of Return bereits weit hinter sich gelassen. Da wird die nächsten Generationen weder Vernunft einziehen, noch wird der Psychopath USA irgend einen Besserungs oder Genesungsansatz zeigen. Die U-SS sind dermaßen Pathologisch, das es viele Generationen dauern wird – falls überhaupt möglich – bis erkennbare Besserung eintreten könnte. Es sei denn, jemand ZWINGT sie zur Vernunft…

    • ** Zitat Anfang
      „Es müsste möglich werden, die Wirtschaft auf die Grundlage eines Miteinander statt eines Gegeneinander zu stellen.
      An die Stelle des Konkurrenzkampfes die Brüderlichkeit als Basis des Wirtschaftslebens.“

      Das ist in einem kapitalistischen System völlig unmöglich. Ist es doch genau das was das System sehr erfolgreich verhindert und auch verhindern muß – andernfalls es kein kapitalistisches System wäre.
      ** Zitat Ende

      Und das ist schon der erste völlige Trugschluss, millionefach allerdings offensichtlich widerlegt, durch das hohe Niveau an Dienstleistungen, das es in kapitalistischen Ländern gibt. In kommunistischen Ländern hingegen wird meistens offen diskriminiert, da die regelmäßig zu knappen Dienstelistungen und Güter ja ‚verteilt‘ werden müssen.

      Marktwirtschaft ist das einzige Wirtschaftssystem, das echte Kooperation auf fairer Basis überhaupt ermöglicht.
      Kommunismus hat den systembedingten grundlegenden Fehler, dass der Staat im Kommunismus etwas erzwingen soll (nämlich Kooperation), wozu er nicht in der Lage ist, und dass der Staat dabei auch noch massiv Grundrechte verletzt.

    • Zu „Marktwirtschaft“ : Der Markt ist um des Menschen Willen da und nicht der Mensch um des Marktes „Willen“.
      Menschen sind keine Ware, die man auf dem Markt wie ein Pfund Wurst verhökern darf.

    • @ Der Souverän

      Also Ihr Vergleich der USA mit einem ‚Stänkerer‘ hinkt doch ganz gewaltig.
      Fakt ist, dass die USA zum Beispiel in keinster Weise an der ‚Flüchtlingskrise‘ in Europa interessiert waren, denn sie wollten natürlich nicht, dass anhand einer solchen Krise allen offen klar wird, dass die NATO-Strategie seit Jahren nicht funktioniert. Wer in den letzten Monaten den Dialog zwischen den Nationen vergiftet hat, waren die Querschießer aus der EU, allen voran die ungarische Regierung (aber auch andere wie Griechenland, Österreisch, Frankreich, Italien), die jede Kooperation ablehnen und mit dem Finger lügenhaft auf die Kanzlerin zeigten. Ich bin wirklich kein Fan von Obama, aber der hat sich dafür eingesetzt, dass Europa NICHT auseinanderfällt deswegen, was durchaus drohte.
      Und ich sage es ganz deutlich: Wenn ich die Wahl hätte zwischen deutschen Nazis als Regierung oder Deutschland als US-Bundesstaat (vergleichbar mit Puerto Rico), würde ich nicht nur die USA wählen, sondern – wenn die einzlge Alternative eine NAziregierung wäre – würde ich mich sogar aktiv dafür einsetzen. So viel zum Thema des verdrehten Manipulationsbegriffs ’nationale Souveränität‘ im Gegensatz zu den wirklich wichtigen individuellen Rechten der Bürger.

    • @ Michaela
      Echter, richtiger Markt ist eine Plattform, die für alle da ist, das ist essentiell (insbesondere ist die Diskriminierungsfreiheit wichtig). Meiner Auffassung nach hat Markt mehr mit dem Wochenmarkt in einer Stadt zu tun als z.B. mit den Automatismen, die die Neoklassiker in der Wirtschaftswissenschaft postulieren. Das sehe ich deshalb so, weil das Essentielle am Markt darin besteht, dass autonome Teilnehmer freie Entscheidungen treffen. Diese freien Entscheidungen sind keine Automatismen.

    • PS: (damit keine Mißverständnisse entstehen)

      ‚Und ich sage es ganz deutlich: Wenn ich die Wahl hätte zwischen deutschen Nazis als Regierung oder Deutschland als US-Bundesstaat (vergleichbar mit Puerto Rico), würde ich nicht nur die USA wählen, sondern – wenn die einzlge Alternative eine NAziregierung wäre – würde ich mich sogar aktiv dafür einsetzen. ‚

      Ich würde mich natürlich dann (wenn die einzige Alternative eine Naziregierung wäre) dafür einsetzen, dass Deutschland den USA angeschlossen wird.

    • @ Michael Kanellos: “ individuellen Rechten der Bürger.“

      Wer die nationale Souveränität der Staaten abschafft, um einen zentralistisch regierten Bundesstaat Eurozone zu ermöglichen, in dem Brüssel entscheidet, wie krumm die Banane sein darf, der schafft das deutsche Grundgesetz ab und ermöglicht die neue Bananenrepublik.
      Dieses Gerede von „Recht auf Freiheit“ lenkt doch nur ab von der Freiheit selber. Was ist denn ein „Recht auf Freiheit“ wert ohne die Freiheit selber, dieses Recht auch durchsetzen zu können ?
      Das Leben fragt nicht zuerst nach einem Recht. Das „Recht auf Leben“ ist doch keinen Pfifferling mehr wert, nachdem jemand wegen Justizirrtumes hingerichtet wurde. Was ist das „Recht auf Leben“ wert ohne die Freiheit, es auch durchsetzen zu können ?
      Nichtmal das Papier, auf dem das gedruckt erscheint, ist es wert ohne die Freiheit Selbst.

    • @ Michaela
      Bezüglich nationaler Souveränität: Ich halte diesen Begriff in Wahrheit für einen der am meisten verfälschten Begriffe der letzten 100 Jahre. In der Tat ist es nämlich für die einzelnen Bürger wichtig, wie ihre persönliche Rechtslage ist – und die hängt in keinster Weise davon ab, ob und wie weit so etwas wie ‚völkische Souveränität‘ gilt oder nicht.
      In der Tat kann ein Staatenbund mit einer Art übergeordneter Zentralregierung sowohl diktatorisch als auch anti-diktatorisch wirken.
      Bei der EU denke ich, dass die Bilanz eindeutig positiv, also anti-diktatorisch ist (jedenfalls momentan). Auch Deutschland wurde schon vom EU-Gerichtshof in Richtung bessere Grundrechte gedrängt (z.B. bei der Gleichstellung unverheirateter Väter, soviel zum Thema Familienpolitik, die ich z.B. in den USA (abgesehen vom Sozialstaat) für um Klassen besser halte als in Deutschland).
      Es ist wirklich so, dass vor gar nicht langer Zeit verheerende Kriege zwischen den Nationen Europas die Regel waren. Die EU ist diesbezüglich ein wesentlicher Fortschritt. Die regeln vielleicht Glühbirnen und Bananen – aber die wirklich antiliberalen Gesetze kommen meist von den Nationalregierungen, auch heute noch. Und die Sozialstaatsregelungen sind völlig den einzelnen Staaten überlassen, es gibt nicht einmal EU-Mindeststandards dafür, was ich fragwürdig finde. Griechenland hat z.B. GAR KEINE staatliche Sozialhilfe. Ob man das in der ‚Bild‘ liest?

  10. Das Vorhaben wird weit über 1.000 (!) Mrd. $ kosten – Geld, das die Menschheit dringend für die Lösung der Zukunftsgefährdungen braucht, wird für die Steigerung der Bedrohung der menschlichen Existenz auf der Erde verbrannt.

    1000 Milliarden USD für utopisch bewertete Patente, die auf irgendwelchen Konten landen, sind etwas anderes als 1000 Milliarden USD, für die Weizen gekauft oder Häuser gebaut werden.
    Das Vorhaben kostet nicht die Weizenernte der nächsten neun Jahre.

    den Wolkenpilz über Babylon vernahmen,

    Oder war es Ninive, oder Sodom.

  11. Liebee Michaela,
    in der Tat hat Russland ähnlich viele Atom-Sprengköpfe, wie die Nato.
    Wir arbeiten im Westen und fordern von den Kräften, die bei Wahlen um unser Vertrauen werben, die Einahltung des Atomwaffensperrvertarages, A-Waffen einsetzen zu wollen riskiert das Ende der Menschheit. Ex-Präsident Heinemann nannte diese Sprengköpfe „sogenannte Waffen“, weil ihr Einsatz auch das Leben derer riskiert, die sie gegen feindliches Gebiet feuern. Krschtschow sagte: Nach dem nächsten Krieg werden die Überlebenden die Toten beneiden.

    • @ Bernhard Trautvetter: “ In der Tat hat Russland ähnlich viele Atom – Sprengköpfe wie die Nato.“

      Wenn man jemandem die Hand abhackt und derjenige sich zur Wehr setzen will, dem bereits die eine Hand abgeschlagen wurde, sollte man den nicht als „Terroristen“ beschimpfen. Gorbatschow hat abgerüstet und ist über den Tisch gezogen worden in puncto Nato – Ost Erweiterung. Man hat dann den Trunkenbold Jelzin dafür instrumentalisiert, den Angloamerikanern zu gestatten, Russland auszuplündern. Und das durch Kreise, die über Leichen gehen für das dubiose Ziel, den Nahen Osten durch Uranmunition zu verseuchen und zu destabilisieren.
      Was erwarten Sie denn von Russland ? Dass es diesen Verbrechern Tür und Tor öffnet ohne sich dagegen zu wappnen ?
      Das Nächste, was nun in den Staaten geschehen wird, die zwischen Deutschland und Russland liegen, ist Hochrüstung durch die Angloamerikaner, um den „Cordon Sanitaire“, den George Friedman erwähnte, als Bollwerk gegen die INTEGRATION Russland in den Europäischen Staatenbund aufzurüsten. Man will von Brüssel aus an die Stelle dieses STAATENBUNDES einen „Bundesstaat Eurozone“ hinstellen, in dem die „Ware Mensch“ keinen Pfifferling mehr wert wäre, so dass eine grössere „DDR“ Sklaverei dem Ausland ermöglichen soll, Staatskapitalismus zu betreiben. Was wäre ein Leben noch wert ohne die Freiheit ?

    • ich bin nicht erst seit vorgestern sowas von froh das Rußland vor allem auch über jede Menge atomwaffenfähige Interkontinentalraketen verfügt.

      Richtig leid tun mir all die Länder die nicht über derartiges Material verfügen. Bei ihnen ist es eigentlich nicht die Frage ob, sondern nur wann sie überfallen, abgeschlachtet und ausgeraubt werden. Jedenfalls leben sie in der ständigen Gefahr.

  12. PS: Allerdings muss in diese Kritik auch Russland ‚einbezogen‘ werden. Russland verfügt über ein mehr als massives Nuklearwaffenarsenal, und das verstößt meines Erachtens inhaltlich gegen die Absprachen zur Abrüstung.
    Wenn man kritisiert, dass die NATO sich nach Osten ausweitet, obwohl 1990 Anderes versprochen wurde, muss man auch die Aufrüstung bzw. fehlende Abrüstung der russischen Streitkräfte benennen.

  13. In diesem Punkt kann ich wirklich zustimmen. Alleine die Geldverschwendung für die Militärlobby ist eklatant, und seit Jahren liefert diese nicht einmal im Fall gewonnener Kriege irgendwelche erkennbaren Verbesserungen.
    Die Art, wie hier Unsummen verschleudert werden, steht in der Tat auch im Kontrast zur kleinlichen Art, die staatliche Stellen und Staatsunternehmen wie die Bahn z.B. bezüglich Kulanz oder gegenüber Arbeitssuchenden an den Tag legen.
    Und natürlich fehlt das Geld da, wo es weit sinnvoller angelegt wäre, beim geförderten Wohnungsbau zum Beispiel.

    • Militärisch industrieller Komplex – wieder so ein Modewort.

      Es handelt sich nicht um Geldverschwendung. Es handelt sich um Ausgaben, die weiten Teilen der arbeitenden Sklavenschicht zugute kommen. 🙂

      Es fehlt auch kein Geld – nirgendwo. Es ist schlicht nicht gewollt, „da wo es fehlt“ Geld einzusetzen.

    • @Der Souverän

      Zumal diese Forschung auch praktisch ist. Im Großeinsatz kann bezweifelt werden dass Erneuerbare Energien ausreichend den Energiehunger stillen können in absehbarer Zeit. Atomtechnik ist heute viel weiter fortgeschritten als manche es gerne zugeben würden. Das Problem was die meisten Menschen haben, ist es die bekannte Atombomben und Atommeiler als Stand der Technik zu definieren. Dabei entspricht dies eher dem Stand der 70er Jahre. Das einzige Problem von Atomtechnik ist nur die Halbwertszeit der verwendeten Materialien. Mit steigender Effizienz könnte man viel Flüchtigere Stoffe verwenden.

    • @ hooma

      Im Großeinsatz kann bezweifelt werden dass Erneuerbare Energien ausreichend den Energiehunger stillen können in absehbarer Zeit.

      Ich empfehle, selbst nachzurechnen.
      Zu dem Thema erzählen sehr viele Leute etwas, und unter den Spitzenpolitikern sind fast keine Handwerker, die so etwas hinkriegen würden. Özdemir sagt zwei mal hintereinander Gigabyte statt Gigawatt und Seehofer kann eine siebenstellige Zahl nicht vorlesen. Merkel sollte das hinkriegen, dafür weiß die nicht, wo Berlin auf der Landkarte ist.

      Nun zur Rechnung.
      Es geht nicht nur um Elektrizität, es geht auch um Heizen und Verkehr und, ganz wichtig, Dezentralität.
      Eine große Windkraftanlage mit 3 MW Nennleistung bring im Durchschnitt nur 400 kW. Beim Speichern von Energie geht viel verloren. Pumpspeicherkraftwerke sind ideal, aber aufwendig. Ringwallspeicher sind möglich, aber die sind nicht dezentral. Was billig zu haben ist, sind ein paar Kubikmeter Wasser im Keller, die man, wenn man zu viel elektrische Energie hat, aufheizt, und so nicht mehr mit Brennstoff heizen muss.
      Um ein Atomkraftwerk, das liefert etwa ein Gigawatt, durch Windkraftanlagen zu ersetzen, braucht man etwa 3000 von den großen mit 3 MW Nennleistung.
      Deutschland verbraucht zur Zeit pro Sekunde (gemittelt über ein ganzes Jahr) 14 Tonnen Steinkohleeinheit Primärenergie, also etwa 400 Gigawatt. Ein Drittel davon ist Mineralöl, ein Prozent davon ist Fotovoltaik.
      Wenn man mit Mineralöl im Auto verfeuert, kann man nur ein Viertel der Primärenergie nutzen. Lädt man mit einer Windkraftanlage einen Akku, kann man über drei Viertel der Primärenergie nutzen. Bei Gaskraftwerken wird weniger als die Hälfte der Primärenergie in elektrische Energie umgesetzt.
      Es geht also, wenn wir nicht weniger Energie verbrauchen wollen, um 200 GW.
      Mit großen Winkraftanlagen wären das 500000 Stück, also mehr als eine pro Quadratkilometer in Deutschland.
      Der Solarpark Neuhardenberg schafft auf 2,4 Quadratkilometer im Jahresdurchschnitt 16 MW. 30000 Quadratkilometer mit so etwas würden auch reichen. Das wäre 8,5% der Fläche von Deutschland. 13,5% von Deutschland sind zur Zeit Siedlungs und Verkehrsfläche.
      Biosprit taugt überhaupt nicht. Das ist gegenüber Fotovoltaik auf dem Acker Faktor 100 unterlegen und muss gedüngt werden.

      Atomtechnik ist heute viel weiter fortgeschritten als manche es gerne zugeben würden.

      Es gibt da einige verlockende Ideen. Kugelhaufenreaktor, in dem man aus Thorium-232 Uran-233 erbrütet. Das Problem bei dem Ding ist, dass, wenn der kaputt geht, zum Beispiel weil einer den absichtlich kaputt bombt, das Ding brennt, und dann sind als die fiesen Stoffe mit den kurzen Halbwertszeiten draußen.
      Abgelehnt! Das Ding ist zu gefährlich. So eine Höllenmaschine will ich nicht in der Nähe, also nicht im Umkreis von 1000 Kilometer haben.

      Das einzige Problem von Atomtechnik ist nur die Halbwertszeit der verwendeten Materialien. Mit steigender Effizienz könnte man viel Flüchtigere Stoffe verwenden.

      Die mit der kurzen Halbwertszeit strahlen besonders stark. Deswegen sind sie ja auch so schnell weg.
      Das große Problem mit Atomkraftwerken ist, dass darin Stoffe mit kurzen Halbwertszeiten entstehen, die in der Natur nicht vorkommen. Um sich mit in der Natur vorkommenden Stoffen stark zu verstrahlen, muss man schon die Zerfallsprodukte von Uran aus Pechblende herausfiltern. Radium mit 1600 Jahren Halbwertszeit ist so etwas. Das strahlt schon so stark, dass man es im Dunkeln leuchten sieht.
      Man kann im Winter mit einer vollen Glaskokille sein Wohnzimmer beheizen. Von den Dingern sind 20 in einem Castor. Man holt sich allerdings in einem Meter Abstand von der Kokille innerhalb von einer Minute schon ein paar Sievert ab. Das ist so wie bei den Liquidatoren mit Schüppe auf dem Dach von Tschernobyl. Schon nach 50 Jahren taugt die Kokille nicht mehr als Heizung und nach 150 Jahren ist es nur noch mittelradioaktiver Abfall.

    • Ich glaube Sie haben meinen Text nicht ganz verstanden.

      Ihre Rechnung ist ja schön und simpel. Bei all den alternativen vergessen Sie aber einen sehr wichtigen Punkt besonders. Die Zugriffszeit auf Energie unabhängig von naturellen Begebenheiten. Der Kugelhaufenreaktor ist nur eine andere Bauform des gewöhnlichen Hochtemperaturreaktor, die zwar bereits Jahrelang betrieben wurden aber mittlerweile wohl eher als ungeeignet bezeichnet werden können meiner Ansicht nach. Ich dachte da eher an Flüssigsalzreaktor.

      Was Sie mit meiner Aussage der Halbwertszeit nicht verstanden haben zu scheinen ist, dass die Gefahr oder Stärke der Strahlung irrelavant ist. Sobald der kritische Level überschritten wird sterben Sie eh. Ob das nun von einem Spaltprodukt mit Millionen Halbwertszeit geschieht oder etwas kürzer von eher flüchtigeren Stoffen, ist da relativ egal. Das Problem von Atombomben zu normalen Bomben ist doch das Problem, dass diese Fläche eben neben dem normalen Effekt gleichzeitig auch noch unnutzbar wird. Das gleiche mit Abfallmaterial. Sie haben einfach weniger Logistische Probleme.

    • Bei all den alternativen vergessen Sie aber einen sehr wichtigen Punkt besonders. Die Zugriffszeit auf Energie unabhängig von naturellen Begebenheiten.

      Wenn man bei Dunkelheit, Windstille und leeren Pumpspeichern elektrische Energie haben will, dann muss man bei Zeiten Wasserstoff herstellen, den in Hochdrucktanks speichern und mit dem Wasserstoff eine Gasturbine betreiben. Das ist teuer. Man braucht die Anlage und man verliert drei Viertel der Energie. Aber es ist möglich.
      Langfristig sollte man seinen Energieverbrauch an die Energieerzeugung anpassen. Genau das hat man vor 50 Jahren gemacht, als man Nachtspeicherheizungen installiert hat, weil die Kraftwerke auch nachts Energie geliefert haben. Und heute muss man es wieder machen. Ein paar Kubikmeter Wasser im Keller als Wärmespeicher ist so etwas. Grundlast ist kein Naturgesetz, sondern eine Anpassung an die Begebenheiten von vor 50 Jahren.

      Ich dachte da eher an Flüssigsalzreaktor.

      Ok. Der brennt nicht, wenn man ihn kaputt schießt. Aber dort werden ebenfalls diese fiesen Stoffe erzeugt, die man die nächsten Jahrhunderte sicher verwahren muss.

      Was Sie mit meiner Aussage der Halbwertszeit nicht verstanden haben zu scheinen ist, dass die Gefahr oder Stärke der Strahlung irrelavant ist. Sobald der kritische Level überschritten wird sterben Sie eh. Ob das nun von einem Spaltprodukt mit Millionen Halbwertszeit geschieht oder etwas kürzer von eher flüchtigeren Stoffen, ist da relativ egal.

      Das habe ich nicht verstanden. Und das werde ich wohl auch nicht verstehen. Ich bin einer von diesen hoffnungslosen Anhängern der Schulmedizin.

      Das Problem von Atombomben zu normalen Bomben ist doch das Problem, dass diese Fläche eben neben dem normalen Effekt gleichzeitig auch noch unnutzbar wird.

      Je nach Bombe.
      Um Gegenden für Jahrzehnte zu verseuchen, hat man spezielle Waffen entwickelt.
      Um Gegenden nach dem Einsatz von Atomwaffen nach kurzer Zeit wieder benutzen zu können, hat man ebenfalls spezielle Waffen entwickelt.

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