Stopp-Ramstein-Rede von Oskar Lafontaine in Kaiserslautern

Oskar Lafontaine gehört zu den letzen echten Linken im diesem Land. Der Mann ist nicht parteiisch, er hat Prinzipien. Eines dieser Prinzipien ist der Grundsatz “Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen”. Spätestens seit dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien ist Deutschland wieder aktiver Kriegsteilnehmer. Eingebunden in die NATO, ist das wiedervereinigte Deutschland zum drittgrößten Waffenexporteur aufgestiegen. Aber auch wenn deutsche Waffen oder deutsche Soldaten nicht im Einsatz sind, wird mit deutscher Hilfe weltweit gemordet. Deutschland lässt es zu, dass die vereinigten Staaten von Amerika über die Airbase Ramstein ihren schmutzigen Drohnenkrieg gegen jeden Menschen führen, von dem sie behaupten, er würde amerikanischen Interessen im Wege stehen.

Willy Wimmer bezeichnete unlängst die Drohnen als fliegende Version der SS-Standgerichte. Oskar Lafontaine geht noch einen Schritt weiter. Nach der deutschen Definition von Terrorismus sind für ihn alle US-Präsidenten seit 1945 Terroristen, denn sie töten ohne rechtliche Grundlage weltweit Menschen. Die USA brechen das Völkerrecht auch über den Hebel Ramstein, während die Bundesregierung dem tatenlos zusieht. Unser Land lässt sich zum Mittäter machen, und wird bei der aktuellen Einkreisung Russlands zum Ziel eines Gegenschlages, wenn die bewusste Aggressionspolitik der NATO nicht endlich beendet wird.

Die von Ramstein aus betriebene Drohnenpolitik ist brandgefährlich für Europa, und richtet sich massiv gegen deutsche Interessen.

KenFM-Reporter zeigt seine Rede auf der Stopp-Ramstein-Kundgebung in Kaiserslautern.

58 Kommentare zu: “Stopp-Ramstein-Rede von Oskar Lafontaine in Kaiserslautern

  1. Eine ganze Reihe guter Leute war bei den Kundgebungen.

    Und die Demo-Teilnehmer waren einfach fantastisch.
    Es war wieder ein Fest für den Frieden.

    Nicht nur der immer wieder mitreißende Oskar Lafontaine, auch Willy Wimmer, Albrecht Müller, Dave Webb, Alain Rouy, Pfarrerin Kettering, und — mein persönlicher, absoluter „Mr. Braveheart“ — der unendlich positive Ray McGovern, müssen hier genannt werden.

    Danke, Danke, Danke. Es ist so gut dass es euch gibt.

    • Nachtrag:

      Während ich dann in der Küche steh‘,
      und so meiner Gedanken geh‘, …

      … fällt mir ein, dass ich vorhin vergessen habe, die Organisatoren der Kampagne, Reiner Braun und seine Leute, zu erwähnen. Reiner, auch Euch gebührt der aufrichtigste Dank!

  2. ….und falls eine ganze Region fragt, was sie denn machen soll, wenn die Amis mit ihren Drohnen-Morden aufhören müssen?…??….hier die ‚Konversions‘-Idee für Ramstein: ‚Mega-Factories‘ zur Fertigung von Wohnbauten! …mit solarintegrativen EnergieErnte-Anlagen… !! (denn unsere Kriege im Verbund mit der viel genannten ‚Wertegemeinschaft‘ sind letztendlich nix anderes als Energie-Kriege)
    http://denkgarten.blogspot.de/2016/06/die-einzige-rustung-die-deutschland.html

    • Hallo Wilfried Michalski,
      Top-Idee und mit den Flüchtlingsdörfern in Wüstennähe angefangen.
      „… Fertigung von Wohnbauten! …mit solarintegrativen EnergieErnte-Anlagen… !!…“

    • … und noch eine ‚Konversions‘-Idee für Ramstein:
      Der Stützpunkt und die Drohnen dürfen bleiben, müssen aber statt Bomben Lebensmittel und Medikamente in die bekriegten Länder fliegen. Kontrolliert ! Militär läßt sich ja auch konstruktiv nutzen.

    • @bluproject

      ja irgendwie hängen wir auch am etablierten Geldsystem oder? den Eindruck Gewinne ich langsam…..

      wer nicht versteht, dass der Verzicht auf persönliche Vorteile in einer Gemeinschaft ein vorrangiges Ziel darstellt, bzw. und dieser punkt ist wichtig – ein persönlicher vorteil nur durch die Stärkung der Gemeinschaft erworben werden kann, der sollte sich mit Geld Systemen lieber nicht beschäftigen, denn er wird zu keiner Lösung beitragen 😉

      es ist mir durchaus bewusst , dass Geld aus dem nichts entsteht , wenn wir zur Bank gehen…man muß dabei aber folgendes Bedenken, privatkredite spielen fast gar keine Rolle im kredit Wesen. die wirklichen Verbrecher sind “ staatlich“ organisiert und erschaffen Gelder für Bereiche die der gemeinheit nicht dienen, von ihr aber letztlich bezahlt werden.

      insofern ist dein Ansatz richtig, Steuern , abgaben mithilfe eines gutscheinssystemes senken zu wollen, umso die Selbstbestimmung zu fördern.

      ein Doppel Währungssystem wird dennoch nicht funktionieren,
      weil
      1. eine Abgrenzung Währung Gutschein nicht möglich ist, es besteht sogar die Gefahr eines wechselkurssystems….was ist ein Gutschein monetär wert? das ist dann wertpapierhandel….Manipulation vorprogrammiert.

      2. gutschein systeme erfordern unbedingtes planvolles handeln- da steckt planwirtschaft drin…

      3. Dienstleistungen von privat zu privat könnte ich mit Gutscheinen regeln…klassisch unentgeldliche schwarzarbeit heute ..das ist das einzige was reel funktionieren könnte, sobald Unternehmen beschnitten werden funktioniert es nicht, es sei denn , Unternehmen agieren in einem sehr kleinen Wirtschaftsraum und sind extrem gut miteinander vernetzt….und das wichtigste….sie sind Teil eines bedarfssystemes einer Gemeinschaft.- planwirtschaftliches handeln…. das halte ich für unmöglich umsetzbar. so ein hohes Maß an geistiger Flexibilität trau ich uns Menschen nicht zu, es setzt nämlich die Bereitschaft voraus ,sich sehr schnell anzupassen. daran scheitern wir heute schon.
      und es beschneidet Individualität- auch das muß man wollen….

      4. ein duales System ( gutschein, geld) hat zudem den Drang sich ins Geldsystem zu verschieben, weil wir die Freiheit ,erwerben zu können, was wir situativ für richtig halten (mit Geld) höher bewerten. diese Option des handelns werden wir meiner meinung nach bevorzugen….(auch unter geldverlust) – das ist halt der Mensch;-). hat aber auch was mit sicherheitsempfinden zu tun…

      5. die Bewertung Privatperson und Unternehmen wird generell zum Problem…man müsste annehmen , dass sich wirtschaftsstrukturen verkleinern müssen.

      7. innovatives handeln wird gebremst- Verzicht auf fortschritt- auch das muß man wollen

      6. ………..da gibts noch sehr viele weitere Punkte

      also man sieht so einfach ist es dann doch nicht mit Währung und Gutscheinen…es wird nicht funktionieren… ich halte so ein Doppel System sogar fùr gesellschaftlich gefährlich, weil es ein kastensystem fördert.

  3. @ susanna @everton
    ich höre euren jammer „keiner hört mich wenn ich rufe “ , den jammer über „die feiglinge in berlin „, den jammer… leute >>> jammern bringt nichts – IHR müsst was tun ! IHR müsst euren hintern nach berlin bewegen und dort die verräter hin-weg-fegen ! ! !

  4. Die Nato ist das Staatenbündnis, von dessen Mitgliedern die häufigsten und massivsten Völkerrechtsbrüche seit dem Ende des Kalten KKrieges ausgegangen sind und ausgehen. AlAlleine ihre offiziell 1000 Mrd.(!) $ Atombomben-WeiterEntwicklung zeigt,dass ihre Politik mit der Zukunft der Menschheit unvereinbar ist. Danke Oskar, Willy, Ramstein-Kampagne und Aktivisten, wir sehen uns am 3.10. in Kalkar/Essen (Anlass: JAPCC.org – Konferenz? und dann 5 Tage danach in Berlin.

    • Ich sehe die aktuelle NATO-Politik ebenfalls kritisch.
      Ich würde aber auch soweit gehen, sogar die aktuelle Auslegung des Völkerrechts in Teilen als zweifelhaft zu bezeichnen. DAs Problem entsteht dann, wenn das Völkerrecht Diktaturen oder anderweitig für die allermeisten Betroffenen miserable Regierungen (etwa korrupte Marionettenregierungen, deren einzige Tätigkeit in der Bereicherung ihrer Clique und dem Durchwinken/Schützen ‚verbündeter‘ Monopolfirmen besteht) legitimiert mit dem Verweis auf ’nationale Souveränität. Das ist meines Erachtens ein hochkompliziertes und aktuelles Thema.
      Derzeit zeigt sich ja gerade, dass GERADE die Territorien, in denen der Westen entweder KONSEQUENT interveniert hat (d.h. sich auch darum gekümmert, dass die Länder danach ein einem akzeptablen Zustand sind, Beispiel früheres Jugoslawien) oder die sogar zu den westlichen Nationen gehören (wie z.B. Reunion) in der Regel besser dastehen als formal ‚unabhängige‘ Staaten. ‚Nationale Unabhängigkeit‘, die von der aktuellen Auslegung des Völkerrechts so betont wird, bedeutet keineswegs automatisch eine gute persönliche Unabhängigkeit der Bürger oder materiellen Wohlstand und erst recht nicht automatisch Frieden im betreffenden Land. Dieser Schiefstand ist wesentllich auch auf die Lobbys, die die aktuelle NATO-POlitik wollen, zurückzuführen, die es genau nicht wollen, dass in den von ihnen anvisierten Territorien Demokratie und Marktwirtschaft herrschen. Dazu habe ich hier ja schon so einiges geschrieben.

    • Ein Amerikaner äußert sich ähnlich wie Lafontaine:
      „If Nuremberg were applied, then every post-war American president would have been hanged.“
      Noam Chomsky

      „People, governments and economies of all nations must serve the needs of multinational banks and corporations.“
      Zbigniew Brzezinski

      Die Macht der 1000Mrd. spricht nicht durch Chomsky.

      Sie muß unter unter Kontrolle kommen; das steckt hinter der Mahnung Einsteins:

      “I know not with what weapons World War III will be fought, but World War IV will be fought with sticks and stones.” — Albert Einstein

    • @Tony

      „People, governments and economies of all nations must serve the needs of multinational banks and corporations.“

      Wieder sehr gut!
      Wie geht es jetzt weiter?

  5. Mutige und richtige Rede, herzlichen Dank, Oscar! Besonders wichtig fand ich das Ansprechen dieser beiden Punkte:
    1. Dass die letzten Präsidenten der USA Terroristen waren mit ihren völkerrechtswidrigen Angriffskriegen,bzw. sind und dass es feige von unserer Kanzlerin ist, diese wahre Ursache der großen Flüchtlingsströme nie zu nennen, sondern lieber „uns“ dafür verbal verantwortlich machen will, was immer sie unter „uns“ verstehen mag. Ich gehöre jedenfalls nicht dazu, Frau Merkel, ich bin nicht schuld an diesen Flüchtlingsströmen und meine Lieben auch nicht! Wir wollen ihre verlogene Flüchtlings- und unsoziale „Sozial“- Politik nicht und auch nicht ihre inkonsequente Wirtschaftspolitik mit den Waffenlieferungen und den Subventionen für die Massentierhaltung und den Sanktionen gegen Russland! Das alles ist das Gegenteil von dem, was wir wollen und woran wir glauben!

    • @ VeganIsLove
      In der Tat finde ich auch einiges feige von Seiten der aktuellen Politik.
      Aber – und das ist mein Punkt – die Geschichte hat gezeigt – und nicht nur bei den Nazis, da aber besonders eklatant – dass mutige Politik, die kompromisslos vorgeht, oft für die Bürger wirklich schwere Konsequenzen hat.
      Wenn Deutschland zum Beispiel ‚koste es, was es wolle‘ aus der NATO austritt, wie hier im Forum geschrieben wurde, dann tragen die Kosten (z.B. die fehlende Pflicht der USA, Deutschland aus Kriegen herauszuhalten) keineswegs die Politiker, die das beschlossen haben, sondern einige oder auch sehr viele deutsche Bürger!

      Allerdings ist momentan sowohl durch Ramstein als Drohnenzentrale als auch durch den Beschluss, wieder zusätzliche Atomwaffen in Deutschland zu ‚verwalten‘, wirklich das Limit erreicht oder schon überschritten. Entscheidungen wie diese tragen nämlich nicht direkt zur Sicherheit Deutschlands bei – im Gegenteil.
      Ein NATO-Austritt Deutschlands würde meines Erachtens aber auch nicht zur Sicherheit Deutschlands beitragen.

      Übrigens hat Kanzlerin Merkel sicher nicht die deutschen Bürger für die Flüchtlingskrise verantwortlich gemacht.
      Wer sich bei der Flüchtlingsfrage am eklatantesten abschottet, ist meines Erachtens Russland.

    • PS:
      Ich möchte zur Sicherheit anmerken, damit es keine Mißverständnisse gibt:
      Ich halte die Nazipolitik 1933-45 für mörderisch, wahnsinnig und verachtenswert.
      Ich bin generell gegen jede Form von Rassismus und bin auch gar kein Nationalist.

      Aber wenn man ehrlich ist, muss man den Nazis leider einen gewissen Mut zugestehen – den Mut von durchgeknallten Verbrechern.
      Die Nazis zeigen, dass Mut in der Politik ein sehr fragwürdiges Gut ist, wenn man damit Andere hineinreißt oder zu Opfern macht (wie die ermordeten Juden).
      Man sollte nicht den Fehler machen, wie es z.B. allen Ernstes viele SPD-Politiker tun, alle, die man nicht leiden kann, als ‚feige‘ zu bezeichnen.
      Damit erreicht man nichts, außer dass der Begriff ‚feige‘ ausgehöhlt wird und wirkliche Feigheit nicht mehr effizient benannt werden kann.

    • @michaelkanellos: Ich muss Ihnen in diesem Punkt recht geben: „…hat Kanzlerin Merkel sicher nicht die deutschen Bürger für die Flüchtlingskrise verantwortlich gemacht…“
      Die Behauptung von veganislove ist nachprüfbar unzutreffend. Soweit so gut.

      Was aber vorher zu lesen ist, hat schon strafrechtliche Relevanz: Sie bescheinigen den Nazis „mutige Politik, die kompromisslos vorgeht“. Haben Sie den Verstand verloren? Oder jemals einen solchen besessen?
      Seit wann ist das seinerzeitige Vorgehen der Nazis in irgendeiner Weise „mutig“ ?? Ich helfe Ihnen auf die Sprünge:
      1.) Graff von Stauffenberg. D E R war mutig!
      2.) Galileo Galilei: D E R war mutig!

      Wenn Sie meine Nachhilfe ablehnen, helfe ich Ihnen erneut zur Erkenntnis: Richard von Weizsäcker, Bundespräsident, einer der großen Persönlichkeiten unseres Landes hat in seiner weltweit beachteten Rede 1985 im Bundestag viele Dinge ausgesprochen, die in Bezug auf unsere (Nazi-)Vergangenheit wahr und richtig sind. Wo findet sich da irgendwo ein Bezug auf „Mut“ seitens dieser Verbrecher? Wollen Sie sich über dieses Staatsoberhaupt stellen, dem kaum ein Intelektueller jemals das Wasser reichen konnte?

      Was einen NATO Austritt betrifft: Seien Sie unbesorgt. Unsere Mitmenschen und deren niedrig gehaltene Bildungsniveau werden dafür sorgen, dass kein Mensch sich ernsthaft dafür interessiert. Sollte sich das aber ändern, die Menschen auf die Straße gehen und das fordern, können Sie sich Ihre finanziellen und vertraglichen Bedenken getrost in die Haare schmieren. Dann wird das so gemacht!

    • Warum hört uns niemand? Oder wollen „Die“ uns nicht hören! Wir müssen unsere Stimme erheben, immer wieder bis sie uns hören! Gut geschrieben, in allen Punkten gehe ich mit Ihnen. Einen schönen Sonntag.

    • @ Susanna Schmidlin

      Natürlich ist es typischer Politikerjargon, Dinge, über die man nicht sprechen will, ’nicht zu kennen‘.
      Genau deshalb hilft Gegenöffentlichkeit sehr wohl. Denn dann können Politiker sich nicht mehr auf diese Ausrede zurückziehen, ohne dass man an ihrer Kompetenz zweifelt.

    • ‚Was aber vorher zu lesen ist, hat schon strafrechtliche Relevanz: Sie bescheinigen den Nazis „mutige Politik, die kompromisslos vorgeht“. Haben Sie den Verstand verloren? Oder jemals einen solchen besessen?
      Seit wann ist das seinerzeitige Vorgehen der Nazis in irgendeiner Weise „mutig“ ?? Ich helfe Ihnen auf die Sprünge:
      1.) Graff von Stauffenberg. D E R war mutig!
      2.) Galileo Galilei: D E R war mutig!‘

      Genau wegen solcher unverschämten Anwürfe habe ich das nochmals relativiert.
      Ich lehne die Nazi-Politik eindeutigst ab. Die Nazis wahren Wahsinnige, die massenhaft Leute umgebracht haben und mit besipeilloser Arroganz einen Krieg angezettelt haben, dem Millionen zum Opfer fielen.

      Ich schrieb es bereits: Man kann den Nazis – inhaltlich korrekt – Rassismus, Mord, Diktatur vorwerfen, aber gerade eines kann man ihnen rein inhaltlich nicht vorwerfen. Mangelnden ‚Mut‘. Natürlich hatten viele Nazi-Mitläufer keinerlei persönlichen Mut, aber die Haupttäter der Nazis hatten teilweise den Mut des wahnsinnigen Straftäters.

      Es ist, wie ich es schrieb: Die verbrecherische und katatstrophale Nazidiktatur zeigt, dass man sehr vorsichtig mit emotionalen Begriffen in der Politik sein muss.

      Sie und Ihre Spammergruppe haben hier meiner Meinung nach nazihafte Reden wie die von diesem Freeddman verharmlost. Und gleichzeitig spammen Sie hier herum, indem Sie mich irgendwie mit NAzitum in Verbindung bringen wollen? Was Sie hier machen, ist schon üble Nachrede.

      Es ist genau umgekehrt, wie Sie es mir hier unterstellen wollen:

    • ‚Wenn Sie meine Nachhilfe ablehnen, helfe ich Ihnen erneut zur Erkenntnis: Richard von Weizsäcker, Bundespräsident, einer der großen Persönlichkeiten unseres Landes hat in seiner weltweit beachteten Rede 1985 im Bundestag viele Dinge ausgesprochen, die in Bezug auf unsere (Nazi-)Vergangenheit wahr und richtig sind. Wo findet sich da irgendwo ein Bezug auf „Mut“ seitens dieser Verbrecher? Wollen Sie sich über dieses Staatsoberhaupt stellen, dem kaum ein Intelektueller jemals das Wasser reichen konnte?‘

      Es geht darum, dass Nazipolitik NIE MEHR stattfindet.
      Und dazu ist es am besten, wenn man sie richtig einschätzt.

      Ich schrieb es bereits: Einige Haupttäter der Nazis hatten den ‚Mut‘ des wahnsinnigen, ideologisch verblendeten Verbrechers. Das ist natürlich keine moralisch hochstehende Form des Mutes, aber wie soll man es sonst bezeichnen?
      Ich halte mich nicht für dümmer als Richard von Weizsäcker, aber auch nicht für intelligenter. Das ist kein Widerspruch, sondern ich maße mir nicht an, über Leute, die ich kaum kenne, zu urteilen.

      Sie hingegen zeigen die geballte Verlogenheit der Rechtspopulisten: Sie unterstützen es, wenn rassistische Propaganda gepostet wird, aber machen einen auf ‚political correctness‘ und werden aggressiv gegen andere, wenn man das korrekt mit den Nazis vergleicht.

      Die Nazipropaganda hat genau wie Sie und ‚Michaela‘ mit Appellen an den ‚Mut‘ der Bürger gearbeitet. Dies ist nicht zu leugnen, nicht einmal, dass dieser Begriff ‚Mut‘ von den Nazis besetzt wurde.

    • Mutige Leute in der Nazizeit:

      – Oskar Schindler, der einigen Juden das Leben gerettet hat
      – Dietrich Bonhoeffer, der insbesondere der üblen Anbiederung der evangelischen Kirche an die Nazis etwas entgegensetzte
      – die Geschwister Scholl mit ihrem Mut, dennoch normale Politik zu betreiben, wie sie heute selbstverständlich ist – sie bezahlten das mit ihrem Leben, weil sie von dem widerwärtigen ‚Richter‘ Freisler per ‚Justiz‘ ermordet wurden (Freisler ist einer der wenigen Fälle, gegen den ich eine Todesstrafe befürwortet hätte).

      Allerdings zeigen solche Fälle auch, dass bei der Nazipolitik viel Feigheit im Spiel war – bei den Mitläufern. Bürgerlicher Mut wurde zur Nazizeit ganz klein geschrieben.
      So wie es Rechtspopulisten auch heute wollen.

    • Noch eine weitere Klarstellung, das Thema ist zu wichtig, als dass man da etwas offenlässt:

      ‚ie bescheinigen den Nazis „mutige Politik, die kompromisslos vorgeht“. Haben Sie den Verstand verloren? Oder jemals einen solchen besessen?‘

      Ich bescheinige den Nazis natürlich keine mutige Politik im positiven Sinn, wie Sie das hier boshaft und gehässig und völlg unzutreffend unterstellen wollen.
      Die Nazis zeigten vielmehr, dass es völlig falsch ist, auf diese Weise mit dem Begriff ‚Mut‘ zu spielen, wie es heute schon wieder oft gemacht wird, auch von Leuten wie Ihnen.
      Ich kritisiere die Instrumentalisierung des Wortes ‚Mut‘ in der Politik durch Rechte und Rechtspopulisten – und Sie wollen mir unterstellen, dass ich etwas Anderes meine? Offenbar haben Sie den Verstand verloren.

      Was ich konstatiere, ist dass die Nazis einerseits eine gewissen Art von Instrumentalisierung des Begriffens ‚Mut‘ vornahmen, um Propaganda zu betreiben – auf erschreckend ähnliche Weise gehen viele Rechtspopulisten heute wieder vor. Es wird auf die ‚Volksgemeinschaft‘ abgezielt, die sich ‚endlich wieder‘ ‚mutig‘ gegen ihre ‚Feinde‘ stellen soll. So haben die Nazis an den ‚Mut‘ appelliert. Und so machen es die Rechtspopulisten heute auch.
      Und andererseits hat gerade die Nazizeit auf schlimmste Weise gezeigt, wie falsch diese Politik sein kann, wenn sie kompromisslos durchgesetzt wird.
      Und wie so oft, passierte das Gegenteil: Die Nazis erzeugten massenhaft Feigheit statt Mut. Die Nazis erzeugten Duckmäuser- und Mitläufertum.

    • @ Ron B.

      Ich nehme Ihnen nicht ab, dass Sie aus Friedensgründen für einen NATO-Austritt sind.
      Ihr verzerrtes Bild von ‚Massen auf der Traße‘ ist populistisch und Ihre aggressives Gerede von ‚Bedenken, die dann weggewischt werden‘, ist exakt die Demagogie, die auch Diktaturen benutzen. Auch die Nazis haben genau auf diese Weise ‚mutige Politik‘ propagiert wie Sie es hier tun. Und haben die Bürger in eine Katastrophe gerissen.

    • @ Ron B.

      Ich nehme Ihnen nicht ab, dass Sie aus Friedensgründen für einen NATO-Austritt sind.
      Ihr verzerrtes Bild von ‚Massen auf der Straße‘ ist populistisch und Ihre aggressives Gerede von ‚Bedenken, die dann weggewischt werden‘, ist exakt die Demagogie, die auch Diktaturen benutzen. Auch die Nazis haben genau auf diese Weise ‚mutige Politik‘ propagiert wie Sie es hier tun. Und haben die Bürger in eine Katastrophe gerissen.

    • Dadurch, dass Merkel sich -aus welchen Gründen auch immer- zwingt, den Urgrund der großen Flüchtlingsströme konsequent zu verschweigen, muss sie zwangsläufig in Verzerrung der Realität hie und da anderes dafür primär verantwortlich machen und uns auch immer mal wieder an das bitte sehr doch zu pflegende und ewig zu behaltende schlechte Gewissen als Deutsche erinnern, wie in dieser Situation hier. Interessant auch, wie ein kanadischer Jude das sieht:
      https://www.youtube.com/watch?v=SCWIv2z4HKw

    • Es ist das Video über die Sendung aus dem öffentlichen kanadischen Fernsehen über einen Auftritt Merkels während der Flüchtlingskrise. Wen es interessiert, der findet es. Ich weiß nicht, warum der link jetzt nicht funktioniert.

    • @ VeganIsLove

      Ich sehe auch eine spezielle deutsche *) Verantwortung darin, innerhalb der NATO zu betonen, dass es auch darum gehen muss, in Gebieten, in denen ‚eingegriffen‘ wird, Verantwortung für westliche Werte und die Interessen der Bevölkerung zu übernehmen. Da gibt es in der Tat Defizite, aber nicht erst bei dieser Regierung.

      *) Denn Deutschland (insbesondere die BRD) kam ja sehr gut weg, als die Westmächte sich der BRD geradezu ‚annahmen‘ nach dem Zweiten Weltkrieg und der Nazidiktatur und die BRD de facto (also aus Sicht der Bürger) in eine marktwirtschaftliche Demokratie transformierten. Ein wesentlicher Bestandteil dessen war die völlige Entmachtung der Naziregierung. Kaum auszudenken, wenn die Westmächte damals z.B. die Nazis ander MAcht gelassen hätten (so wie Saddam Hussein nach dem ersten Irakkrieg) und immer mal Krieg in Deutschland geführt hätten. Gerade dieses gute ‚Wegkommen‘ Deutschlands sollte meines Erachtens dazu führen, dass gerade Deutsche betonen, dass auch andere (Iraker, Syrer etc.) besser von der westlichen globalen Politik profitieren als es derzeit der Fall ist.

    • @Michael Kanellos: Das Nazi-Regime ist nicht allein durch Hitler und die Deutsche Bevölkerung entstanden, es wurde auch maßgeblich von Übersee aus mit aufgebaut,z.B. schon der Wahlkampf der Nazis und später auch die Aufrüstung mit großen Geldern aus der US-Wirtschaft unterstützt, sogar die eugenische Forschung der Nazis wurde aus USA unterstützt und die eugenische Idee gab es dort schon in Tätigkeit schon vor Hitler, der sie begeistert aufgenommen hat. Ferner kann man noch weiter zurückgehen in der Geschichte etwa zum „Rapallo-Vertrag“, den Rathenau mit der Sowietunion beschlossen hatte und nach dem er kurz danach angeblich von Nazis ermordet wurde, was allein diesen „Dorn im Auge“ der Anglo-Amerikanischen Mächte, diesen Wirtschaftsvertrag mit Russland, wieder ungültig machen konnte. Du kannst das alles u.a. nachlesen in den Büchern von F. William Engdahl, beginnend mit „Saat der Zerstörung“. Versailler Vertrag, usw., der Deutschland drohte, in den Ruin zu treiben. Man kann auch zurückgehen zum Attentat von Sarajewo, das den 1. Weltkrieg auslöste. Man sollte oder muss das tun, um einen genügend tiefen Einblick in die Wirklichkeit zu haben.

  6. Wir, die wir dort waren, haben das Mögliche getan. Ich war auch extrem hellhöhrig, was die Berichterstattung in den M-Medien angeht (kein Wort).
    Bewundernswert ist die Kraft, mit der Willy Wimmer unermüdlich für eine Sache eintritt, die den „Rest“ der Bevölkerung eigentlich aufrütteln sollte. Ein Ende Ramstein’s ist da ja nur ein Teil des Puzzles.

    • @ Ronald B.
      „Ich war auch extrem hellhöhrig, was die Berichterstattung in den M-Medien angeht (kein Wort).“

      Das ist auch so ein Punkt der mich zur Weißglut bringt. Kein einziger Beitrag. Da sieht man wie gut das kranke System funktioniert. Über die EM in Frankreich zB wird jedes kleinste Detail ausgewertet. Bin selber Fusballbegeistert aber gemessen an der Wichtigkeit von Ramstein in keiner Relation zu bringen. Scheiß Mainstream und schämt euch ihr FEIGLINGE in Berlin!

    • @ FC Everton

      Außerden haben die Massenmedien von der diesjährigen Ramstein-Veranstaltung berichtet.
      Sie berichten aber sehr wenig über die eigentlichen Inhalte – die Nutzung von Ramstein als Drohnenbasis.

    • Michael Kanellos

      Welcher Sender? Welcher Tag? Zeigen Sie mir Berichte. Also auf geht’s Herr Kanellos.Tun Sie was für Ihr „Geld“!

    • Wie ich hier schon schrieb:
      Plattes Appellieren an ‚Mut‘ in der Politik halte ich für fragwürdig – insbesondere hat die Nazi-Regierung gezeigt, welche Probleme das erzeugen kann. Die haben nämlich (auch) an eine Art ‚völkischen Mut‘ appelliert und damit die Leute in ihre Katastrophe hineingezogen.

    • @ FC Everton

      Im Gegensatz zu manchen Anderen bin ich kein Auftragsschreiber.
      Googeln Sie doch selbst. Der SWR hat am 10.6. die Demo sogar angekündigt.

    • Michael Kanellos

      So weit war ich auch schon. Ja mal „angekündigt“.Ich meine eine umfangreiche Berichterstattung darüber. zB Tagesschau, Heute Journal, RTL aktuell etc. Da kein Ton! Dort müsste aber detailliert über so was berichtet werden. Jetzt verstanden?

  7. Ich war heute dort, habe den ‚Einkaufstrip‘ mit einem weiten Umweg nach Ramstein gemacht, habe dort allerdings auch noch einen kleinen Spaziergang im Pfälzerwald gemacht. Habe einige Beiträge dort angeschaut. Ganz nette Veranstaltung, fand ich, meine erste Demo überhaupt :-). Allerdings sehr alternatives Publikum nach wie vor, wenig Mainstream-Publikum – das Schweigen der Massenmedien über brisante Punkte, und dazu gehört natürlich die ‚Nutzung‘ von Ramstein. zeigt leider Wirkung.

  8. Die Rede von Oskar Lafontaine ist gut und spricht wichtige Punkte an.
    Wird sich dadurch die Bundesregierung, oder das Kontrollzentrum Ramstein abbauen lassen?

    Die Stationierung von Pershing 2 hat 100.000 Menschen auf die Strasse gebracht. Es ging „nur“ um die Stationierung. Nicht um eine Drohnen- und Flugzeugbasis, die schon ( lt. https://de.wikipedia.org/wiki/Ramstein_Air_Base) seit 1951 fest im Sattel sitzt.

    Das ist was ganz anderes. Eine andere Dimension. Es ist sicher richtig, dort zu demonstrieren.

    Aber: ich habe mal quer gelesen.

    Was zeigt z.B. die Tagesschau oder das ZDF heute?

    Die Tagesschau schafft es 3 Themen am 11.06.2016 in Kontext zu bringen:

    – Tag der Bundeswehr ( 11.06): ihr fehlt es aber noch an Material – daher rüstet Frau von der Leyen auf, wird dort kommuniziert.

    – Dann die Queen feiert ihren Geburtstag nach und lässt eine Militärparade marschieren ( = merke das Wort „Militärparade“ und das es um England geht)

    – Dann: Ausschreitungen zwischen russischen Hooligans und englischen Hooligans. Und der Kommentar, dass die Partie zwischen England und Russland von vornherein mit gewissen Risikopotenzial gesehen wurde.

    – kein Ton von der Ramstein-Kampagne.

    Fazit ( Zusammenfassung der Merksätze) aus einem Teil der 16 Min. langen Sendung:

    – Tag der Bundeswehr, Frau von der Leyen rüstet auf, weil der Bundeswehr Material ( angeblich) fehlt
    – In England gibt es eine Militärparade
    – Es kommt zu Ausschreitungen zwischen englischen und russischen Fans ( England und das „Feindbild“ Russland)

    Das ist der Eindruck, der zurückbleibt, wenn neben Wetter und anderen Themen der Fußball, Randale am Rand und die Bundeswehr in einer Berichterstattung verwurschtelt werden.

    Unterbewusst wird der gängige Tagesschaukonsument das ganze schon wieder vergessen haben.
    Aber es ist subtil gemacht. 16 Minuten könnten auch anders genutzt werden.

    –>

    Weitere Gedanken:

    Bei keiner einzigen Rede, die ich zu Friedensmahnwachen, Ramstein-/Nato-Austrittswünschen gehört habe, ist die Rede des konkreten Handelns genannt worden.

    Es gibt anscheinend keine Lösung, ausser der ständigen Redundanz inhaltlicher Mißstände.

    Dieser Eindruck könnte zumindest entstehen.

    Manche Kommentare im Netz meinen, alles oder förmlich jeder wäre ein „Systemling“, der zwar in Ramstein anwesend sei – aber letztlich doch keine wirklichen Lösungsansätze dort geäußert wurden.

    Lösungen, die ich so nirgendwo gelesen oder gehört habe, wären evtl.:

    – Petitionen zur Schließung der Natobasis
    – Petitionen zur Einführung eines Referendums zu Themen wie NATO-Einsätzen oder Waffenlieferungen

    Bei Ablehnung der Petitionen einen Zusammenschluß von mehreren Organisationen vor dem Berliner Reichstag zu Tausenden, um dem Missfallen der abgelehnten Petionen Ausdruck zu verleihen.

    Ich glaube nicht, dass §20 GG

    Art. 20

    (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

    (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

    (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

    (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

    Das Absatz (4) zum Einsatz kommt, schätze ich eher nicht.

    Denn wenn wirklich Petitionen gezielt zu diesem Thema vorbereitet werden, Menschen sich zu Organisationen zusammenschließen und dafür eintreteten, bei Ablehnung zu tausenden sich friedlich zu versammeln, dann sollte da eigentlich ein Einsehen erfolgen.

    Wenn natürlich Politiker wie z.B. Willy Wimmer oder Oskar Lafontaine noch entsprechende Kontakte zur Bundesregierung und dem Reichstag einflussreich geltend machen könnten , wollten und würden, denke ich wäre dies auch ein Bonus.

    Aber so: Ramstein wird berichtet. In den alternativen Medien, die nicht vom Steuerzahler bezahlt werden.

    Es wird inhaltlich ( und zu Recht) über Mißstände von Ramstein gesprochen und Kriegsgefahren.

    Den wirklichen Weg der Veränderung über Petitionen, Druck auf politischem Wege auszuüben, friedlich aber bestimmt.

    Das spricht keiner der Redner an. Obwohl diese doch über jahrzehntelange, politische Erfahrung verfügen und sich am besten auskennen sollten, wie Beschlüsse , Anträge etc. gestellt und politisch umgesetzt wie eingebracht werden.

    Da sehe ich das teils ähnlich wie diese kritischen Stimmen, die meinen viele Menschen wären dort „Systemlinge“.

    Weil ich mir keinen Reim darauf machen kann, wieso das Naheliegendste ( aus meiner Sicht) unerwähnt bleibt.

    Nämlich die Umsetzung politischer Willensbildungen im Rahmen von Petitionen und gleichzeitig die Bildung von vielen Organisationen, die z.B. für die Aktionen im Ramstein aktiv gewesen sind.

    Ist das menschliche Grundbedürfnis so viel stärker der Ausdruck von Unzufriedeneheit und Mißständen ( in solchen Reden und z.B. auch beim Friedenswinter etc.) anstelle die Masse der Menschen zu motivieren, mehrere Petitionen zu verfassen und bei möglicher Ablehnung zu geschlossener Versammlung vor dem Reichstag aufzurufen?

    Das wäre mein logischer Gedanke.

    Womöglich gibt es irgendwo im Netz wieder „Spinner“, die meinen Gedanken bestimmt als „Hetze“ oder irgendwas unüberlegtes abtun.

    Aber wo im Studium, in der Schule, der Ausbildung – oder auf Demos, wird ausgiebig geschult und erläutert zu welchen politischen Wegen der Einflussnahme das Volk aktuell ( noch?) im Stande wäre?

    Eine Demonstration als Zusammenkunft von Menschen mag gut sein. Eine Menschenkette mag gut sein.

    Wenn allerdings keine einzige Petition oder ähnliches auf den Weg gebracht wird, ausser der Versammlung zu einer Demonstration, so vertrauen alle Teilnehmer wie Veranstalter auf die Macht der Bilder. Das die Masse an Menschen etwas bewirkt hat – etwas ausgestrahlt hat.

    Wenn aber kaum Jemand öffentlich darüber berichtet?
    Die Tagesschau z.B. lieber den Tag der Bundeswehr und der Aufrüstung von Frau der Leyen verkündet, als nur ein Wort über Ramstein zu verlieren?

    Dann ist mir das alles zu wenig, wenn es nur die Veranstaltung ist.

    Ich wüsste gerne, warum selbst gestandene Politiker gerne diese Reden dort halten, aber den nächsten Schritt: Initiierung einer Petionen zur Schließung Ramstein z.B. garnicht erwähnen oder durchdenken?

    Sie müssten eigentlich gut darüber Bescheid wissen, wie eine Legislative funktioniert und wie dort etwas auf den Weg gebracht wird – auch z.B. wie die Sanktionen gegen Russland beendet werden könnten…

    Was z.B. Petitionen angeht:

    sollte dies z.B. geschehen in Ramstein und mir nur entgangen sein, so nehme ich meine Kritik daran zurück und behaupte das Gegenteil.

    • @INBETWEEN

      „Aber wo im Studium, in der Schule, der Ausbildung – oder auf Demos, wird ausgiebig geschult und erläutert zu welchen politischen Wegen der Einflussnahme das Volk aktuell ( noch?) im Stande wäre?“

      Geschieht nicht mehr. Das „freie“ Individuum darf sich auf dem „freien Markt“ selbst (des)informieren.

      Die grobe Idee…
      ist (war) ein Staatsmodell des demokratischen Pluralismus, in dessen Zentrum das freie Individuum steht.In der Idee kommt (kam) das Individuum(Individualismus)vor der Gesellschaft.

      Die feinen Details und Raum für INTERPRETATIONEN…
      …im Text des Art. 20. nicht enthalten (wie üblich bei Gesetzestexten, dazu gibt es Anwälte und Lobbyisten).
      20(2).“Die Staatsgewalt geht vom Volk aus…in Wahlen ausgeübt.“ Das freie Individuum der Idee ist nicht erwähnt, und das „Volk“ und die „Wahlen“ sind interpretierbar.

      In 20(3)…“(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.“…
      …Also ist die Gesetzgebung an die verfassungsmäßige Ordnung gebunden, aber nicht an Gesetz und Recht. Die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden, aber nicht an die verfassungsmäßige Ordnung. (Grammatik und Logik! Bei der Interpretation wird dann „außerdem“ eingefügt, um Logik und Grammatik zu befrieden.)
      „4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“

      „Diese „Ordnung“ bezieht sich auf die „verfassungsmäßige Ordnung“ oder auf 20 (3) insgesamt? „Jeden“ ist nicht definiert. Ebenso „andere Abhilfe“, oder „beseitigen“.

      Zum Raum für Interpretationen darf das „freie“ Individuum recherchieren, ebenso zu Petitionen und wie hoch die Anzahl der verworfenen Petitionen ist. Angeblich bis zu 99+%, je nach Quelle.

      Einflußnahme durch Demo, Rebellion, Revolution?
      Demo muß sein!
      Aber die Geschichte zeigt, daß langfristig nichts erreicht wird durch Bewegungen von unten. Selbst von oben (Bismarck) sind sie nur relativ langlebig, wie durch den Abbau des Sozialstaats jetzt demonstriert.

      Ich sehe die (westliche) Menschheit gegenwärtig zunehmend von den Überlebensmechanismen der ANTI-PRÄDATOR-Anpassung bestimmt, wobei Erfolg und Überleben beim Fressen oder Gefressenwerden davon abhängen, daß man diese ÜBERLEBENSMECHANISMEN (SURVIVAL MECHANISMS) beherrscht:
      1)Entdeckungsvermeidung:
      Camouflage und außer Sicht bleiben
      2) Angriffsabwehr:
      Überraschung des Prädators
      Signale der Verfolgungsabwehr
      Tot spielen
      Ablenkung
      Mimikry und Aposematismus
      Verteidigungsstrukturen
      3) Sicherheit der Zahl:
      Dilutionseffekt
      Schutz in der Mitte der Gruppe (selfish herd)
      Sättigung des Prädators
      Alarmrufe
      Vebesserte Wachsamkeit
      Verwirrung des Prädators
      4)Gegenangriff:
      Chemische Verteidigung
      Gemeinsame Verteidigung
      Erbrechen als Verteidigung
      Selbsmörderischer Altruismus
      5)Entkommen:
      Flucht
      Autonomie

      Der dritte Sklavenkrieg des Spartakus hat die Wandlung der Republik zum Römischen Imperium eher befördert.

      Demos wie in Rammstein müssen sein: Alarmrufe,
      Verbesserte Wachsamkeit, Signale der Abwehr etc.
      Am Ende bleibt vielleicht (kommunale) Autonomie statt erzwungene Austerität.
      Ohne verbesserte Wachsamkeit des „freien“ Individuums auf dem „freien“ Markt geht gar nichts!
      Das gilt auch und vor allem für das Thema Geld und Geldwirtschaft. Was ist Geld? Wie entsteht es? ….

      Schule, Ausbildung etc. machen das nicht mehr.

    • Nachtrag:
      Zur Erklärung, warum Geld und Geldwirtschaft.
      Ohne Geld keine Macht. No money, no honey. Ich denke, das ist die wichtigste Front. Es gibt viele Fronten, aber letzten Endes geht es immer ums Geld! Wo kommt es her, und wo geht es hin. Ohne diesen Geldfluß keine NATO.

    • @Tony
      Der reale Lobbyismus hinter der NATO bedient primär Machtinteressen, keine Geldinteressen. Auch die monopolsüchtigen Wirtschaftsmagnaten denken primär nicht an materiellen Gewinn (selbst sind sie ja bereits reich), sondern an die Ausschaltung Anderer. Das ist gesamtwirtschaftlich kontraproduktiv und auch gar nicht marktwirtschaftlich.
      In Deutschland wurde der Sozialstaat überdies nicht zerstört.

    • @bluP.ro…
      Und nun…
      …die Überlebensmechanismen beherrschen lernen und verbreiten (Demos etc.), das Prinzip des Teilens und Herrschens bekämpfen durch Bündelung der Kräfte (Sicherheit der Zahl), aller Überlebensmechanismen. Das System hat seine eigenen Überlebensmechanismen! Mit viel Glück wird es die Möglichkeit freier selbst versorgender kommunaler Autarkie geben, anstelle von erzwungener, unfreier Austerität oder eines erzwungenen gewaltsamen Resets des Systems. Das 1 % will in Afrika, China etc. keinen Mittelstand aufgebaut sehen, und wo er besteht, wurde/wird er abgebaut. Entweder das oder Reset mit a l l e n Konsequenzen.
      @Michael Kanellos
      Sorry: Am Anfang steht das Bedürfnis der Sicherheit (der gleiche Grund, weswegen gewisse sog. Elitekreise den Rest verachten und verstehen, dieses Bedürfnis zu instumentalisieren, in dem Sinne, daß wenn nur genug Unsicherheit herrscht, kann man mit dem Rest alles machen). Macht verschafft Sicherheit. Geld verschafft Macht. Zu Sicherheit kommt noch Gier (Sucht).
      Ausschaltung Anderer bedeutet Machtzuwachs und Geldzuwachs.
      Kontraproduktiv ist kein Kriterium im Stammhirn, wo langfristige Konzepte nicht stattfinden und die Gier neben Urängsten, Macht und Religion (Marktwirtschaft) ihren Sitz haben.
      Der Sozialstaat nicht zerstört? Können wir uns einigen auf: rigoros reduziert mit der (wenn nicht gewollt, dann in Kauf genommenen) Folge der Pauperisierung und Entwürdigung.
      Gesamtwirtshaft als holistische Wirtschaft existiert nicht. Ein Wort ohne Bedeutungsgewinn.

    • @Tony

      Klingt Alles sehr kompliziert. Oder?
      Einfacher und schneller, mit auch „ohne Glück“ und ohne „allen Konsequenzen“ wäre besser. Oder nicht?

      Sie schrieben an den KenFm-Volkserklärbär:
      „Geld verschafft Macht.“

      In einem der beiden Begriffe steckt die Formel für ALLES !

      Aber was sollten wir Ihrer, Meinung nach, als Nächstes tun?

      Gruss
      Andi

    • @ Tony
      Ich denke, gerade, weil das Thema dieses Kriegs-Lobbyismus so wichtig ist, ist es auch wichtig, es möglichst genau zu verstehen.
      Und da gibt es eben durchaus einen Aspekt, der leider noch relevanter ist als es eine reine finanzielle Vorteilsbeschaffung der Lobbyisten und Geheimbundmitglieder wäre. Das ist ein Machtaspekt, eine Monopolbildung um ihrer selbst willen.
      Als Beispiel nenne ich aktuell Libyen und Saudi-Arabien. Ich denke, in beiden dieser Länder kann man, soweit ich das beurteilen kann, keine Geschäft betreiben, wenn man ein Bürger Europas oder der USA ist und nicht zum Klüngel der aktuelle Lobbyisten hinter der NATO-Politik bezüglich dieser Länder gehört. Auch dann nicht, wenn man reich ist!
      Vielleicht schaffen es Reiche,irgendwie mit Investorenvisum legal in diese Länder, aber spätestens dann, wenn man den dortigen westlichen Monopolisten Konkurrenz machen will, gehe ich davon aus, dass man dann von den dortigen Machthabern ‚gestoppt‘ wird. Ich kann mich natürlich täuschen – vielleicht gibt es in diesen Staaten mehr Reste von echter Marktwirtschaft als ich annehme, und ich täusche mich da sogar gerne.#

      Aber ich denke in jedem Fall, dass diese politische Einflussnahme von den Lobbiysten so BEABSICHTIGT ist und dass die dortigen Regierungen bezüglich dessen eine Art ‚Anweisung‘ haben, ‚kooperativ‘ zu sein.
      Da geht es durchaus um die faktische Abriegelung und Abtrennung von Territorien und monopolistische ‚wirtschaftliche Rollenzuweisung‘ dort, so wie bei der Triloge ‚Tribute von Panem‘ die Distrikte abgetrennt sind.
      Und einige der Lobbyisten sehen sich dann wohl in der Rolle des ‚Capitols‘ aus ‚Tribute von Panem‘.

      Das hat noch eine andere Dimension als die rein finanzielle. Es geht um eine ‚World Order‘. Und es geht meiner Meinung nach darum, diese Leute nicht oder wenigstens nicht allein bestimmen zu lassen, wie die ‚New World Order‘ gestaltet wird, da meine Wunschvorstellung diesbezüglich anders aussieht als das ‚Teile und Herrsche‘, das die wollen.

      Natürlich ist ‚Geld Macht‘, aber Macht ist nicht immer nur finanzieller Art.

    • PS:
      Mit ‚Ich täusche mich da sogar gerne‘ meine ich, dass ich es gut fände, wenn man in Libyen oder Saudi-Arabien auch dann investieren und Geschäfte aufmachen könnte, wenn man nicht zum Klüngel der Kriegslobby gehören würde.
      Ich denke aber, dass das nicht der Fall ist. Natürlich werden an die Regierungen dieser Länder auch Bedingungen gestellt. Diese bestehen nicht etwa in Religionsfreiheit oder Grundrechten, wie man leider seit Jahrtehnten sieht – aber ich würde schon denken, dass die genannten wirtschaftspolitischen Aspekte eingefordert werden von der lobbyhörigen US-Politik (und anderen ebenso ‚orientierten‘ Westmächten).
      Generell würde ich mich freuen, wenn man in diese Länder leichter einreisen könnte.

    • @Michael Kanellos
      „Monopolbildung um ihrer selbst willen“ macht für mich nur Sinn im systemtheoretischen Kontext, etwa wenn ein Teilsystem (Krebszelle) das System (Organismus) metastasierend monopolisiert. Und dabei am Ende das System zerstört (tötet)!!!, die notwendige Folge von „…um ihrer selbst willen“. Wenn Wissenschaften von der Natur lernen, dann in der Regel aus ökonomischen Gründen. Die Ökonomie gibt sich als Wissenschaft. Tatsächlich ist sie zur fundamentalistischen Religion verkommen.
      Wirtschaft ist Konkurrenz, Krieg, Monopolbildung, ist Konzentration von Geld und Macht durch Zerstören von Geld und Macht. Natürlich kämpft auch Macht gegen Macht, Geld gegen Geld. Natürlich ist Macht nicht immer nur finanzieller Natur. Dennoch ist wenig Geld wenig Macht, zuviel Geld ist zuviel Macht.
      Wenn das Geld in privaten „Händen“ 1000fach mehr ist als das BSP aller Länder zusammen, dann ist das Krebs im Endstadium. Wer auch immer eine „neue Weltordnung“ plante, möglich, daß das denen gehörig außer Kontrolle geraten ist. Fürchten muß man jetzt diejenigen aus dieser Gruppe, die, den todkranken Krebspatienten im Blick, denken: Das Leben war gut, was gut war, muß nicht ewig dauern…
      Geld-Macht bestimmt über das „Reisen“ von Geld, Waren und Menschen, jeweils nach den Kriterien des Profits. Geld-, Waren- und Menschenströme. Nichts wirklich Neues in der Geschichte. Nur eben medial, digital, quantitativ heute potenziert.

      @BluPro
      „…tun?“
      Platte hängt. Schon beantwortet.
      Frage: „What is the sound of one hand clapping?“

    • @Tony

      Frage: „What is the sound of one hand clapping?“
      Antwort: „It´s an amazing silence because the art is not to add one note after one!“

      Sie stellen einige Dinge, so sehe ich das, hervorragend heraus. Die wahre Kunst derer, die das zigfache des BSP´s an Geld halten, besteht ja irgendwie darin, gerade den Menschen die eigentlich keines besitzen, zu suggerieren, dass Geld einen Wert hat. Fehlte die Gläubigkeit der Menschen daran, wäre es bereits das, was es eigentlich ist. Bedruckte Zettel mit Zahlen drauf. Wenn ich aber weiss, dass es unmöglich ist an deren Geld zu gelangen, weil sie durch dieses Geld die mediale Meinungsherrschaft und somit auch die Gesetzgebung in der Hand haben, welche für eine gerechtere Umstrukturierung der Besitzverhältnisse sorgen könnte, fällt diese Option zu einer gerechteren Welt für die Masse der Menschen aus.

      Ob den NWO-Planern wirklich etwas ausser Kontrolle geraten ist, weiss ich nicht wirklich. Meine Vermutung ist auch; Ja, aber…! Der Status Quo ist; Geld ist Macht, Macht ist die Beherrschung der veröffentlichten Meinung, veröffentlichte Meinung ist das Primärmittel zur Gesetzgebung und diese dient der Beherrschung der 99% !

      Die Menschheitsgeschichte wiederholt sich, heute medial massiv potenziert, tatsächlich. Der Unterschied besteht vielleicht darin, dass Wertaufbewahrungs, und Tauschmittel früherer Zeiten nicht unbegrenzt produzierbar waren, wodurch sie nicht derart inflationär an Wert verloren. Darin besteht, neben der Möglichkeit sie in aller Seelenruhe damit spielen zu lassen und jetzt schonmal was ganz Anderes zu machen, eine unserer Chancen, am Tag-X nicht mit bunten und weitgehend wertlosen Zetteln da zu stehen.

      Wenn wir deren Geld, bei jeder sich bietenden Gelegenheit, nicht mehr akzeptieren und verwenden, jeder für sich und immer mehr Menschen miteinander, dann „tun“ wir endlich mal etwas „für Uns“ !

      Gruss
      Andi

    • ich glaube nicht, dass die Verweigerung des Geldes als Zahlungsmittel einen wirklich positiven Einfluss hat, zumindest kurz und mittelfristig nicht, denn im Gegenzug wird es dazu kommen, dass der Druck , wie jetzt schon, beständig wächst , sich am System weiter beteiligen zu müssen. dem Druck werden die Bürger nicht standhalten können, weil sie das system nicht durchsteigen. der Tag x , an dem das System geld vielleicht kollabiert , sich wie ein krebsgeschwür verhält und zusammenbricht, der wird vielleicht kommen , bzw. fùr die meisten Menschen so erlebbar sein, für jene aber , die das alte System befeuert haben, wird es nur eine Fußnote und ein Übergang in ein anderes , genauso ungerechtes System sein, weil sie stets planungsvorsprung haben. auf so einen Tag x zu vertrauen ist naiv. das einzige , was im Ansatz Linderung versprechen könnte, wäre es private Gelder bzw. Leistung en in Bereiche zu transferieren, die Unterdrückung und Ausbeutung nicht anheizen. Beispiele sind dazu ; Investition in private kleinstrukturierte Bildung, Investitionen in die Versorgung von Menschen alten und kranken. Investition in Landwirtschaft und deren verarbeitung. Investition in Gesundheit und Wohlbefinden. wer sich zu Debatten bezüglich Eigentum und hohes Geldvermögen einzelner hinreißen lässt, zeigt nur , dass er auf dem selben Niveau spielt. die nwo hat doch längst begriffen, dass das System der Anhäufung von Eigentum nicht mehr funktioniert und muß deshalb kriege organisieren. das verwerfliche daran ist, dass genau die Menschen , denen Grundbedürfnisse wie Nahrung, Gesundheit , Wohnraum gewaltsam entzogen werden , zu Terroristen diffamiert werden. die Betroffenen Menschen sind dann de facto aus dem System eliminiert und nur noch Sklaven des Systems. in diesem Land gehören aggressiv geführte debatten und Kundgebungen rund um Gesundheit, Altersarmut, freiheitlicher Bildung geführt. wer diese Themen berührt , kann nur gewinnen . back to the rules…

    • wenn wir es als Gesellschaft schaffen, dass die erlangung von Eigentum nicht als das höchste zu erreichende Gut angesehen wird, dann hätten wir als Gemeinschaft
      die Chance fortzubestehen….ansonsten werden wir untergehen als freie Zivilisation. Ansehen und Bestätigung jedes einzelnen kann nur über gesellschaftliches Engagement kommen. ich kann keinem Menschen gleichen alters logisch erklären, warum er nicht so viel besitzen kann wie ich. in Zeiten einer steigenden Weltbevölkerung , wird dieses paradox immer deutlicher, weil das Niveau auf dem argumentiert wird, so niedrig ist, dass einigen Menschen inoffiziell das Recht auf ein menschenwürdiges leben von einer gruppe von personen ,nicht mehr eingeräumt wird. der Werteverfall wird in den nächsten Jahren galoppierend vorangetrieben. eine Lösung sehe ich momentan nicht.
      der Mensch als Individuum befindet sich in einer Sackgasse…..

    • @Sebastian Mühl
      Es geht nicht vordergründig um Eigentum und hohes Geldvermögen Einzelner.

      Sebastan geht auf die Bank und leiht sich 100.000€. Sebastian freut sich über das Geld auf seinem Konto. Was Sebastian nicht weiß, oder nicht wissen will, ist, daß das Geld, das auf seinem Konto erscheint, vorher nicht existierte, daß die Bank dieses Geld neu geschöpft hat, als Giralgeld. Sebastian ist jetzt Schuldner bei der Bank seines Vertrauens, die durch einen Buchungsvorgang Geld aus dem Nichts für Sebastian generiert hat. Dieses Geld, das vorher nicht existierte darf Sebastian mit Zinsen zurückzahlen. Über die Zinsen denkt er nicht nach. Daß das Geld vorher nicht existierte, das hat ihm keiner gesagt.

    • @Sebastian Mühl

      Es geht mir auch garnicht darum das Geld zu verweigern. Es geht in erster Linie darum, Geld nur dann zu nutzen wenn es garnicht anders geht. Z.B. Strom, Telefon, iNet, evtl. Miete, Tankstelle etc.. lassen sich z.Zt. nur mit Geld in seiner jetzigen Form bezahlen. Aber was ist mit Dienstleistungen, welche entweder als ebensolche oder in Warenwerten beglichen werden können?! Das spart Umsatz/Mehrwert/Gewerbe/Einkommenssteuer etc.. , bringen es so nicht mal auf 40% der sonst dafür üblichen Kosten und legal ist es auch noch. Das somit Ersparte investieren Sie in nach,- und werthaltige, vielleicht sogar wertvermehrende Dinge. Zusätzlich enstehen dadurch enorme Netzwerke, die, ganz gleich was kommt, nicht zusammenbrechen werden.

      Wenn Sie statt einem, aufgrund der jetzt hohen Kostenstruktur, elendigen Rest Geld auf ihrem Konto, erheblich höherwertigere Gutscheine für den Bauern, den Klempner oder die Friseurin zuhause horten, zzgl. der Dinge die Sie vom Eingesparten angeschafft haben, da wird ein Schuh draus. Ganz gleich was da draussen passiert.

    • @ bluproject
      ja irgendwie hängen wir auch am etablierten Geldsystem oder? den Eindruck Gewinne ich langsam…..

      wer nicht versteht, dass der Verzicht auf persönliche Vorteile in einer Gemeinschaft ein vorrangiges Ziel darstellt, bzw. und dieser punkt ist wichtig – ein persönlicher vorteil nur durch die Stärkung der Gemeinschaft erworben werden kann, der sollte sich mit Geld Systemen lieber nicht beschäftigen, denn er wird zu keiner Lösung beitragen ?

      es ist mir durchaus bewusst , dass Geld aus dem nichts entsteht , wenn wir zur Bank gehen…man muß dabei aber folgendes Bedenken, privatkredite spielen fast gar keine Rolle im kredit Wesen. die wirklichen Verbrecher sind “ staatlich“ organisiert und erschaffen Gelder für Bereiche die der gemeinheit nicht dienen, von ihr aber letztlich bezahlt werden.

      insofern ist dein Ansatz richtig, Steuern , abgaben mithilfe eines gutscheinssystemes senken zu wollen, umso die Selbstbestimmung zu fördern.

      ein Doppel Währungssystem wird dennoch nicht funktionieren,
      weil
      1. eine Abgrenzung Währung Gutschein nicht möglich ist, es besteht sogar die Gefahr eines wechselkurssystems….was ist ein Gutschein monetär wert? das ist dann wertpapierhandel….Manipulation vorprogrammiert.

      2. gutschein systeme erfordern unbedingtes planvolles handeln- da steckt planwirtschaft drin…

      3. Dienstleistungen von privat zu privat könnte ich mit Gutscheinen regeln…klassisch unentgeldliche schwarzarbeit heute ..das ist das einzige was reel funktionieren könnte, sobald Unternehmen beschnitten werden funktioniert es nicht, es sei denn , Unternehmen agieren in einem sehr kleinen Wirtschaftsraum und sind extrem gut miteinander vernetzt….und das wichtigste….sie sind Teil eines bedarfssystemes einer Gemeinschaft.- planwirtschaftliches handeln…. das halte ich für unmöglich umsetzbar. so ein hohes Maß an geistiger Flexibilität trau ich uns Menschen nicht zu, es setzt nämlich die Bereitschaft voraus ,sich sehr schnell anzupassen. daran scheitern wir heute schon.
      und es beschneidet Individualität- auch das muß man wollen….

      4. ein duales System ( gutschein, geld) hat zudem den Drang sich ins Geldsystem zu verschieben, weil wir die Freiheit ,erwerben zu können, was wir situativ für richtig halten (mit Geld) höher bewerten. diese Option des handelns werden wir meiner meinung nach bevorzugen….(auch unter geldverlust) – das ist halt der Mensch;-). hat aber auch was mit sicherheitsempfinden zu tun…

      5. die Bewertung Privatperson und Unternehmen wird generell zum Problem…man müsste annehmen , dass sich wirtschaftsstrukturen verkleinern müssen.

      7. innovatives handeln wird gebremst- Verzicht auf fortschritt- auch das muß man wollen

      6. ………..da gibts noch sehr viele weitere Punkte

      also man sieht so einfach ist es dann doch nicht mit Währung und Gutscheinen…es wird nicht funktionieren… ich halte so ein Doppel System sogar fùr gesellschaftlich gefährlich, weil es ein kastensystem fördert.

  9. @centurio

    Bei uns ist es schon lange Usus, dass man sich durch die Wiederwahl sein Meckern sichert, denn man hat es gern, die gemachten Fehler zu wiederholen…Diese Lernresistenz hat uns in die heutige Lage gebracht! Nun hoffen wir, sie wird zumindest geschwächt.
    Also kein „Auf“ Richtung Berlin!

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