KenFM über: Super-Marionetten

Supermario-Netten!

Der Bundesregierung in Sachen Menschenrechte Doppelmoral vorzuwerfen wäre mehr als unrecht. Es wäre schlicht falsch. Falsch deshalb, weil der Vorwurf der Doppelmoral vorGAUCKelt, Person X oder Regierung Y hätte überhaupt eine Moral.

Moral und Macht passten vielleicht noch zusammen, als Macht mit einer gewissen Verbundenheit zu Heimat, Religion oder Ethnie zu tun hatte. Das ist lange vorbei.

Das Reagenzglas, in dem Macht seit Erfindung des Kapitalismus ähnlich gedeiht wie Krebs in einem Organismus, nennt sich im Neusprech „Markt“.
Die Gesetze des modernen Marktes berufen sich am liebsten auf die Gesetze der Natur. Fressen und gefressen werden. Survival of the fittest.

Dabei übersieht diese kapitalistische Interpretation der Schöpfung, dass die Natur neben allem „Kampf“ auch die Symbiose als Form der Gemeinschaft hervorgebracht hat und bis heute vorlebt. Oder die Co-Existenz.

Der moderne Mensch, so scheint es, kann mit Co-Existenz wenig anfangen. Die oder Wir, oder besser: Du oder ICH ist das Motto der Machtelite. Deren Zentrum findet der dem Westen angedockte Mensch in den USA.

Die USA sind im Moment der übrig gebliebene Titan des kalten Krieges. Das hat nicht nur Vorteile, denn dieser Titan bezog seine Stabilität auch aus der Tatsache, dass es Jahrzehnte lang einen Gegenspieler gab. Ein Gegengewicht.

Mit dem Zusammenbruch der UdSSR entstand dann ein Machtvakuum und damit ein politischer Sog, der zu Instabilität führte.

Dieser Sog ist jetzt der Motor der Entwicklung. Hier handelt es sich gewissermassen um eine Art Wettlauf. Ein Wettlauf um frei gewordenes Terrain. An diesem Wettlauf nehmen heute viele kleiner gewordene Player teil, aber vor allem einer, der wieder größer wird. Nach 150 Jahren Pause. Die Rede ist vom ehemaligen Weltreich China. Riesengroß, im Vergleich zur westlichen Kultur uralt, und von einer Dynamik angeschoben, von der man in unseren Breiten nur träumen kann.

China will einen immer größeren Teil des globalen Kuchens, den man Ressourcenpool nennt, und der die Grundlage für geopolitische Herrschaft darstellt.

Vor dem Zusammenbruch der UdSSR war ein Herankommen an das Zentrum der Ressourcen auf diesem Erdteil, Eurasien, nicht zu denken. Es gab auch nur zwei Zugänge zum Kaspischen Meer.
Wer hier ins Wasser gehen wollte, um zwischen unzähligen Erdöl- und Gasfeldern ein Bad zu nehmen, musste entweder über russisches oder iranisches Land wandeln.

Mit dem Ende der UdSSR existieren fünf Zugänge zu den Ölfeldern. Die neu hinzugekommenen Staaten haben alle eines gemeinsam. Sie werden autoritär regiert ,und dabei werden sie von den USA unterstützt. Massiv.

Natürlich geht es bei dieser Unterstützung nicht wirklich um das Schaffen demokratischer Strukturen. Es geht um Marktanteile auf dem Gebiet des schwarzen Saftes. Hier würde Demokratie nur den Preis pro Barrel erhöhen. Also die Gewinne schmälern. Das widerspricht dem kapitalistischen Credo.

Gier ist das Schmiermittel unseres Wirtschaftssystems. Öl ist der Motor. Nur dieses Öl ist ein endlicher Rohstoff und der geht seit den 1960ern langsam aber sicher zu Ende. Die maximale Fördermenge ist überschritten. Peak Oil.
http://tinyurl.com/lyccjf4

Es muss also ein immer höherer Aufwand betrieben werden, um die Nachfrage zu befriedigen. Würde man weiter so verbrauchen wie bisher, müsste die Menschheit auf die Schnelle vier neue Saudi-Arabien entdecken. Die gibt es leider nicht. Was es gibt sind nur 29 Länder von 194 Nationen, die Öl in relevanten Mengen aus dem Boden pumpen.
http://www.danieleganser.ch/assets/files/Inhalte/Publikationen/Buchkapitel/Kapitel_Energie_klein.pdf

Was es parallel gibt, ist eine weltweite Explosion von Armut, aber eben auch von der Mittelschicht.

Ökonomisch gesehen unterscheidet sich ein Mitglied der Mittelschicht von einem der Armutsschicht vor allem durch seinen massiv ansteigenden Energiebedarf.

Mittelschichtler leben komfortabler mit allerlei stromfressenden Sklaven wie Kühlschrank, Waschmaschine oder Computer. Aber vor allem nehmen sie für sich das Recht in Anspruch, den „American Way of Life“ eins zu eins umsetzen zu können.

Dieser Lifestyle ist vor allem durch uneingeschränkte Mobilität geprägt. Jeder kann jederzeit überall hin. Mit dem Privat-PKW, ab und an mit der Bahn, aber am liebsten mit dem Flieger.

Der Kurz-Trip zum Shoppen in die aktuell angesagte Party-Town ist für die MittelschichTEN – Plural – auf diesem Planeten zum eigentlichen Gradmesser für FREIHEIT geworden.

Diese Freiheit hat ihren Preis und lässt sich am effektivsten am Verbrauch von Erdöl weltweit ablesen. 1914 wurde täglich eine Million Fässer Öl benötigt. Heute sind es 88 Millionen dieser Fässer, Barrel genannt. Ein Barrel sind 159 Liter. Öl ist, wie schon erwähnt, der Motor, und unsere „Überlegenheit“ und dieser Anspruch auf Überlegenheit war der Grund für den ersten und zweiten Weltkrieg und die im Anschluss installierte künstliche Weltordnung. Es waren Öl-Kriege.

Diese Weltordnung verändert sich und macht große Kriege nicht nur wahrscheinlicher, sondern steckt als einziger Grund hinter dem „Krieg gegen den Terror“. Es geht aktuell nicht um Terroristen mit Koran im Gepäck. Es geht um die Verteidigung des westlichen Lebensstils, der ohne die tägliche Verschwendung von Öl gar nicht möglich wäre.
https://www.youtube.com/watch?v=N9paW5sDm74

Die Pippi-Langstrumpf-Idee: „wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt“, funktioniert aber dann nur, wenn sie von nur ganz wenigen umgesetzt wird, sprich, der immer größere Rest der Menschheit bereit ist, den eigenen Niedergang oder im Idealfall den modernen Sklavendienst anzutreten.

Schrauben für Foxconn zum Beispiel ( http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/apple-zulieferer-foxconn-gesteht-arbeitsrechtsverletzungen-in-china-a-927330.html ), damit in der Apple-Kathedrale zu Berlin, dem Apple-Store am Ku‘Damm, nicht überraschend Store-niert werden muss, da ausgerechnet zum Heiligen Fest des Handels die iPads rar werden.

Und jetzt kommt dieser Putin und schickt sich an, aus den Trümmern der UdSSR ein neues Russland zu basteln, das nach ähnlichen Regeln funktioniert wie im Westen. Oligarchen „stellen“ die Demokratie, wie bei uns Konzerne über ihre Lobbys längst die eigentlichen Machthaber sind. Schalten und walten, und die Massen werden dabei mittels Massenmedien auf Kollisionskurs gebracht.

Die Massenmedien muss man dabei als DAS wesentliche Tool des jeweiligen Systems begreifen. Massenmedien bestimmen nicht nur, WAS die Massen denken, sondern auch, WIE sie im Anschluss handeln.

Vor der Mobilmachung der Streitkräfte kommt immer die Mobilmachung der Massen durch die Massenmedien. Das alles ist kein neuer Trick oder eine frisch ausgeklügelte Neukonstruktionen auf dem Gebiet der Manipulation. Nein.

Es ist eher wie beim Fußball. Die offiziellen Regeln haben sich kaum verändert. Inoffiziell aber gilt, wer ganz vorne mitspielen will, benötigt vor allem viel Geld, um sich weltweit die besten Spieler leisten zu können. Der Transfer von Top-Sportlern ist nichts anderes als moderner Menschenhandel. Nur ein Verein, der auf diesem Weg permanent gewinnt, macht auch Gewinne. Etwa über Merchandising oder TV-Rechte. Ein knallhartes Geschäft.

Sport und Politik haben eine Menge gemeinsam und treten deshalb auch immer wieder gern zusammen auf. Brot & Spiele.

Es geht nie um Fakten. Es geht ausschließlich um Emotionen. Die gefühlte, oder besser im Gefühlsgedusel untergeschobene, manipulierte Wahrheit wird dann als eigentliche Wahrheit wahrgenommen und so zur Realität.

Wer in der Lage ist, diese Realität je nach Bedarf zu kreieren, kann mit Menschen machen, was er will, solange er sie in Massen anspricht.

„Der Verstand sinkt mit der Masse der Versammelten“.
Dieser Satz stammt aus „Psychologie der Massen“ von Gustave Le Bon.
http://tinyurl.com/lqyog7l

Ein Buch, das man an einem Nachmittag durchlesen könnte, wäre da nicht dieses zeitraubende Zalando.

Psychologie der Massen kostet keine fünf Euro und wurde 1895 geschrieben. Hier findet man den Bauplan der Manipulation, um generell Machtpyramiden aufzubauen. Diese Machtpyramiden haben sich von der Konstruktion nicht verändert. Wesentlich ist, dass sie ihre Stabilität vor allem aus der Flexibilität gegenüber der Wahrheit beziehen.

Ein aktuelles Beispiel:

Im Moment ist im Westen wieder Wladimir Putin auf die Top-Liste der latenten Diktatoren gerutscht. Nordkorea ist vergessen. Zwar ist Russland 2013 alles andere als eine waschechte Diktatur, wie z.B sämtliche Partner, die der Westen mit den Golfstaaten an seiner Seite weiß, aber das spielt eben keine Rolle, da es der gefühlten Wahrheit nicht entspricht.

Was hat sich dieser Putin denn eigentlich zu Schulden kommen lassen, dass man ihn in allen „embeddeten“ Westmedien so attackiert. Das er sogar mit Hitler verglichen wird.
http://img.welt.de/img/politik/crop101818480/3328721437-ci3x2l-w620/fsl-wladimir-putin-georgien-1-DW-Politik-Tbilisi.jpg

Alles, was wir derzeit über Putin zu wissen brauchen ist, dass er offiziell kein Mensch ist, der Homosexualität fördern möchte. Er akzeptiert sie. Aber das war es dann auch schon.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/olympia-in-sotschi-gesetz-gegen-homosexuelle-bleibt-gueltig-a-914311.html

Man darf und sollte das als Massenmedium ruhig verurteilen. Als Begründung könnte die eigene Moral angeführt werden. Also persönlicher Geschmack.

Nur müsste man sich dann die Frage stellen, wie man es mit dem Anpranger-Level bezüglich der Homosexualität hält, wenn es z.B. um Saudi-Arabien geht. Oder Bahrain. Und wie schwulenkompatibel ist das doch sonst recht warme Katar?

Was wir sagen wollen: Wie ist die Haltung zur Homosexualität, wenn es um die WM 2022 geht? Wird es Plakate mit knutschenden Männern an den Stadien geben? Oder Hand in Hand mit minderjährigen Sportlern?

Ja/ Nein/ Vielleicht?

Unser aktueller Bundespräsident Joachim Gauck ist, was seine Glaubwürdigkeit in Sachen Menschenrechte angeht, in etwa so couragiert wie Hitlers Sekretärin bis 1945.
http://www.youtube.com/watch?v=rvYoFt1-_k0

Mann muss diesen Mann, diesen Gauckler, als totalen Kriecher bezeichnen. Er mag Pfarrer sein, aber das, was einen Pfarrer vor allem auszeichnet, MUT, hat er nicht für fünf Cent.

Gauck boykottiert die Olympischen Spiele in Sotschi.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundespraesident-gauck-boykottiert-olympia-in-sotschi-a-937791.html

Sehr gut. Aber wo ist das Statement von Gauck, wenn es um die Fussball-WM in Katar geht?
Fehlanzeige. Der Mann kennt seine Grenzen, bzw. er weiß als „Überlebenskünstler“ aus der DDR, wie man sich verhalten muss, um zumindest vor sich selber als „Teil des Widerstandes“ bestehen zu können, sich dann aber nie soweit aus der Deckung wagt, dass man Besuch bekommt. Gauck hat die DDR überlebt und bestreitet heute nicht nur das höchste Amt der BRD, sondern auch, dass er in der DDR in irgendeiner Form mit der Stasi zusammengearbeitet hätte.

Über Gauck, nach dem die Gauck-Behörde benannt wurde, gibt es auch Akten. Nur sind die wirklich komplett? Also komplett bekannt? Und wenn ja, wem? Der Bevölkerung? Oder eher den Kollegen der NSA?

Was weiß die NSA über IM Erika?
http://www.youtube.com/watch?v=neDArYQ-rpM
Die jetzt zum dritten Mal den wichtigsten Industriestandort der USA verwalten darf. Die BRD.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/kanzlerin-und-kabinett-vereidigt-so-wahr-mir-gott-helfe-jetzt-regiert-schwarz-rot-12714854.html

Was würde passieren, wenn Erika das tun würde, was jeder normalerweise tut, wenn er erfährt, dass Washington seit über 10 Jahren das persönliche Diensthandy abhört?!

Auch Gauck ist eine Supermarionette der USA und schafft einerseits, das Signal des diktierten Protestes gegenüber Putin und den Winterspielen in Sotschi medienwirksam in Szene zu setzen, während er bei seinem Besuch in Israel kein einziges Wort über die zuhauf gegen Menschenrechte verstoßende Regierung Bibis über die Lippen brachte. Stattdessen besuchte Gauck Rest-Palästina, um, umgeben von bis an die Zähne bewaffneten Besatzern, der seit über 40 Jahren besetzten Zivilbevölkerung schlaue Tipps zu geben.
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=17872

Dieser Mann hat für die Unterdrückten dieser Welt in etwa den Wert wie ein Militärseelsorger, der als Festangestellter in Abu Ghraib vor, während und nach der Folter dem Opfer sein Mitgefühl ausspricht, bevor er rechtzeitig zu Tisch muss oder sich bezüglich einer Menschenrechtskonferenz verabschiedet, auf der er eine Auszeichnung erhält.

Dass die Story von DDR-Widerstandskämpfer Gauck bis heute so verbreitet werden kann, könnte damit zu tun haben, dass Gauck persönlich in der Gauck-Behörde über mehrere Stunden unkontrolliert seine eigene Akte einsehen konnte.

Als das ZDF Gauck 1991 mit Fragen u.a. zu diesem Umstand „behelligte“, rastete dieser aus und sagte gegenüber dem ZDF-Reporter „Für Ihre Fragestellungen möchte ich Ihnen am liebsten eine knallen“.

https://www.youtube.com/watch?v=IYV4UVPJnlI#t=35

Der am 17. April 1991 gesendete Beitrag über Gauck war dann auch Version ZWEI. Die erste Fassung war nicht sendefähig.

Gauck hat später seine Memoiren veröffentlicht und sich darin ausgiebig verteidigt. „Erinnerungen eines friedlichen Revolutionärs“
http://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Angebote/titel=winter+im+sommer+fr%FChling+im+herbst+erinnerungen?lid=1

Das aktuelle Buch über Gauck stammt weniger aus seiner Feder, sondern von dem Autorenduo Blessing und Manteuffel. Sein Titel ist eine Frage: „Joachim Gauck – Der Richtige Mann?“
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=19148

Wir denken JA, wenn es darum geht, als Moral-Apostel unter Kontrolle der US-Dienste Propaganda zu betreiben. Für Gauck, das wissen wir spätestens seit seiner Rede vor der Bundeswehrakademie, geht „sterben für Deutschland“ schon okay. Krepieren für eine höhere Sache. Warum nicht auch im Ausland? Wie früher. Amen.
http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Bundeswehr/gauck.html

Wenn man sich das Finale der Rede Gaucks, mit kölschem Singsang vorstellt, kommt man der Wirkung von Propaganda verabreicht durch einen Minister unangenehm nahe.

„Freiheit ist ohne Verantwortung nicht zu haben. Für Sie, liebe Soldatinnen und Soldaten, ist diese Haltung selbstverständlich. Ist sie es auch in unserer Gesellschaft? Freiheit und Wohlergehen sehen viele als Bringschuld von Staat und Demokratie. Manche verwechseln Freiheit mit Gedankenlosigkeit, Gleichgültigkeit und Hedonismus. Andere sind sehr gut darin, ihre Rechte wahrzunehmen oder gegebenenfalls auch vehement einzufordern. Und vergessen dabei allzu gern, dass eine funktionierende Demokratie auch Einsatz erfordert, Aufmerksamkeit, Mut, und manchmal auch das Äußerste, was ein Mensch geben kann: das Leben, das eigene Leben. „

Zurück zu Putin.

Putin ist alles – nur nicht dumm. Aber vor allem geht es ihm, vor dem Aktienkurs US-amerikanischer Konzerne, um das Wohl der russischen Nation. Dieses Verhalten könnte man konservativ nennen. Aber ist er deshalb auch bösartig?

Der SPIEGEL machte Putin mal wieder zum Coverboy.
Überschrift: „Der Halbstarke. Wie Putin die Demokratie und den Westen attackiert.“
https://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/image/title/SP/2013/51/160.html

Warum diese latente Hetzte?
Nun, das erste was Putin tat, nachdem er den ständig besoffenen Boris J. ablöste, war, die Ölförderung des Landes wieder in die eigenen Hände zu nehmen.

Unter Jelzin wurde die russische Öl- und Gas-Förderung via Oligarchen privatisiert und damit an die meistbietenden Firmen aus dem Westen verschachert.
Eine Schlüsselfigur bei diesem Megadeal spielte der ehemalige Mathematik-Lehrer Chodorkowski, der binnen weniger Jahre zum reichsten Mann Russlands aufstieg und kurz vor seiner Verhaftung in Russland eine Teilfusion in Washington angeschoben hatte, bei der ExxonMobil oder ChevronTexaco, beides Firmen aus dem Rockefeller Imperium, die russische Firma Jukos/Sibjet auf Erfolg „trimmen“ sollten.

Wenn aktiennotierte Öl-Giganten aus den USA in das russische Energiegeschäft einsteigen wollen, dann nur aus einem Grund. Gewinne machen. Diese Gewinne flossen seit der Privatisierung reichlich. Aber eben vor allem aus der GUS-Region heraus. Im Gegenzug wurde Boris Jelzin maximal „unterstützt“ – er „gewann“ die Wahlen.

Im Gegenzug kauften aus dem Ausland gepushte Oligarchen, ohne großes Aufsehen zu erregen, dann russisches Öl zum Schleuderpreis von 10 Dollar die Tonne, exportierten es an Strohfirmen außerhalb Russlands, um es hier dann für 120 Dollar pro Tonne zu vertreiben. Steuern wurden dann aber nur für die 10 Dollar bezahlt. Globalisierung 2.0, bei der Korruption den Schlüssel zum Erfolg darstellt. Dem am Boden liegenden Staat Russland entgingen so Milliarden.

Wladimir Putin setzte diesem Spuk ein Ende und ging dabei ähnlich rigoros vor wie sein Vorgänger. Er machte aus Internationalen Energieriesen mit russischer Beteiligung wieder russische Energieriesen mit internationaler Beteiligung, und ging dabei oft vor wie Charles Bronson in einer seiner Rollen.

Seither bleibt der Großteil der Öl- und Gas-Gewinne im Land, während das Image von Putin im Westen ins Bodenlose fiel, wie zuvor nur die Aktien von Enron.
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/a-178836.html

Wir korrigieren, die Westmedien, deren Hauptkunden vor allem Energieriesen aus dem Westen sind, fingen an, Putin ins Bodenlose zu schreiben.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-29054247.html
http://www.welt.de/print-welt/article343524/Mehr-als-100-Politiker-werfen-Putin-diktatorischen-Kurs-vor.html

Propaganda. Edward Bernays lässt grüßen.
http://www.whale.to/b/bernays.pdf

Es ging und geht also ums große Geld, das man machen kann, wenn man einer gefallenen Weltmacht via Öl-/Gas-Kontrolle den Supermachtstatus vorenthält.

So simpel ist das. Putin, um das klar zu sagen, ist kein Heiliger, aber wer ist das schon, wenn er ein solches Amt bekleidet. Drohnenkönig Barack Obama vielleicht, der es schafft, binnen einer Woche an der Beerdigung des Menschenrechtsaktivisten Nelson Mandela teilzunehmen und sich hier ganz ausgesprochen gut amüsierte ( http://tinyurl.com/pskqkaj ), während er als Drohnenkönig wenig später eine Hochzeitsgesellschaft in Jemen aus der Luft, aber irgendwie auch aus Versehen, ermorden ließ?
http://www.jungewelt.de/2013/12-14/033.php

Fakt ist: Das System USA verliert weltweit an Ansehen und Einfluss, denn der „Amerikanische Traum“ wird für immer mehr Menschen zum Alptraum.

Ein Land wie Russland z.B. hat gar kein Interesse, Teil eines Europas zu werden, bei dem offensichtlich ist, dass es noch nicht einmal auf dem eigenen Grund und Boden Herr im Haus ist.

Russland kann jederzeit auch mit Staaten aus dem Mittleren Osten zusammenarbeiten. Z.B dem Iran. Einem Land, mit dem Russland sich u.a das Kaspische Meer teilt. Und das über Spitzenpolitiker verfügt, die im Westen völlig unterschätz werden. Z.B Mohammad Javad Zarif. Der aktuelle Aussenminister.
http://de.wikipedia.org/wiki/Mohammad_Javad_Zarif

Er studierte in den USA. Internationales Recht und kommuniziert mit dem Wähler gern auch über Facebook.
https://www.facebook.com/jzarif

Zarif schrieb, in einer der grössten arabischen Tageszeitungen, kurz nach dem Wahlsieg Hassan Rohanis, über die Zukunft der gemeinsamen Region, zu der neben den klassischen arabischen Nachbarn, eben auch Russland gehört.

„Nur wenige Dinge sind konstant in der internationalen Politik, und Geographie gehört dazu. Ein Land kann nicht seine Nachbarn auswechseln. In unserer vernetzten Welt ist das Schicksal einer Nation mit den Schicksalen seiner Nachbarn verbunden. Das Wasser, das uns von unseren südlichen Nachbarn trennt, ist nicht nur eine Wasserstraße – es ist unsere gemeinsame Lebensader.
Alle von uns sind von ihm abhängig, nicht nur um zu überleben, sondern um zu gedeihen. Bei unserem Schicksal, das so eng miteinander verbunden ist, ist der Glaube, dass man die eigenen Interessen ohne Rücksicht auf die Interessen der anderen anstrebt, wahnsinnig.

Wie die Unruhen in unserer Region beweisen, ist kein Land eine Insel. Wohlstand kann nicht auf Kosten der Armut anderer verfolgt und die Sicherheit nicht auf Kosten der Sicherheit anderer erreicht werden.
Wir werden entweder zusammen gewinnen oder verlieren. Wir sind in der Lage, zusammenzuarbeiten, einander zu vertrauen, unser Potenzial zu kombinieren und eine sicherere und wohlhabendere Region aufzubauen.

Leider ist das Modell für Sicherheit und Stabilität, das bisher unserer Region aufgezwungen wurde, ein Modell, das auf Wettbewerb, Rivalität und der Bildung von konkurrierenden Blöcken basiert.
Das einzige Ergebnis war, dass die neu entstandenen Ungleichgewichte manifestiert wurden und es entstanden nicht realisierte oder unausgesprochene Ambitionen, die die Region in den letzten drei Jahrzehnten immer wieder bedroht haben. 

Also wie können wir uns vorwärts bewegen?

Wir müssen Bereiche gemeinsamer Interessen und gemeinsamer Ziele genau lokalisieren. Dann müssen wir kooperative Methoden finden, um diese Ziele zu erreichen und zu schützen.

Es ist weit mehr, das uns verbindet, als uns trennt. Wir müssen eine nüchterne Einschätzung über die Tatsache haben, dass wir gemeinsame Interessen haben, mit gemeinsamen Bedrohungen konfrontiert sind, dass wir gemeinsame Herausforderungen bewältigen müssen und gemeinsame Möglichkeiten nutzen können. Kurz gesagt: Wir haben ein gemeinsames Schicksal.

Wir alle haben ein Interesse daran, Spannungen in unserer Region zu verhindern, Extremismus und Terrorismus einzudämmen, Harmonie zwischen den verschiedenen islamischen Konfessionen zu fördern, unsere territoriale Integrität und unsere politische Unabhängigkeit zu bewahren, den freien Fluss von Öl und unsere gemeinsame Umwelt zu sichern. Das sind absolute Notwendigkeiten für unsere gemeinsame Sicherheit und Entwicklung.“
http://irananders.de/nachricht/detail/680.html

Klingt so der Vertreter eines Mullah-Staates?

Wir können auch an den Worten von Aussenminister Zarif erkennen, nicht nur Russland, auch der Iran lebt ein neues Selbstbewusstsein.

Kann sich der Westen, speziell Deutschland, es sich eigentlich wirtschaftlich erlauben diese beiden gigantischen Märkte nicht zu erschließen?

Nur weil es dritten so passt? Dritte, die parallel dazu, gerade in DEN Staaten Bombengeschäfte machen, die sie öffentlich als totales Tabu verstanden wissen wollen.

Den USA geht es vor allem um den Ausbau wirtschaftlicher Macht unter dem Deckmantel Embargo oder Boykott. Während deutsche Firmen z.B im Iran nicht investieren dürfen, es sei denn sie wollen unbedingt ins Fadenkreuz der US-Behörden geraten, scheren sich immer mehr US-Firmen selber, einen Dreck um die Ansagen der eigenen Regierung an die Rest-Welt.

http://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/iransanktionj100.html

Hier geht es schlicht um das herausschinden von Wettbewerbsvorteilen, getarnt als „Krieg gegen den Terror“.

Damit dieses unfaire Spiel auch Morgen möglichst ungestört verläuft, spioniert man vor allem den Hauptkonkurrenten, den Wirtschaftsmotor in Europa, Deutschland, maximal aus. Auch das steckt hinter der sogenannten NSA-Affäre. Es geht immer auch um plumpe Industriespionage.

Wie sogar die New York Times berichtete, flossen trotz Embargos gegen den Iran, eingefordert, verhängt und durchgesetzt von den USA, in den letzen Jahren rund 107 Milliarden Dollar vor allem in den iranischen Energiesektor! Also exakt den Bereich, der laut Sanktionskatalog, die Achillesferse des Iran ist.107 Milliarden Dollar. Direktinvestition. USA-Iran.
http://www.nytimes.com/2010/03/07/world/middleeast/07sanctions.html?pagewanted=all&_r=0

Wie nennt man so etwas? Zum Narren halten? Übervorteilen? Verrat? Korruption!

http://www.youtube.com/watch?v=bTa2PTcycyI
Europa, ganz vorne die BRD, wird seit Jahrzehnten von den US-Diensten auch im Auftrag der US-Wirtschaft ausspioniert und schlägt nicht mit der Faust auf den Tisch. Deutschland kann man in dieser Beziehung nur noch als treudoof bezeichnen.

Es verweist die US-Diplomaten nicht des Landes, sondern kuscht wie ein begossener Pudel mit eingezogenem Schwanz. Protestnoten? Ja, aber bitte so sachte auf die Partitur der Diplomatie gekritzelt, dass man aus Übersee keine Misstöne als Echo provoziert.

Das alles ist ein Rohstoffkrieg. Und Deutschland, als Exportnation ohne Bodenschätze, mischt mit. Solo oder als NATO-Mittäter. China ist der neue Feind.
https://www.youtube.com/watch?v=yX84UQTPw-k

Wladimir Putin ist vielleicht ein waschechter Macho, aber als Ex-KGB-Mann, der lange auch in der damaligen DDR weilte ( http://tinyurl.com/n9hcl2w ), kennt er die deutsche Mentalität und wird sich über dieses Schein-Duckmäusertum totlachen.

Er verkauft uns via Gazprom die Energie, die wir benötigen ( http://de.ria.ru/business/20130628/266394629.html ), um weitere Exporte auf Pump in die verschuldete EU-Zone zu liefern, aber Respekt hat er vor Mutti Merkel bestimmt nicht. Warum auch.

So weit so gut, wäre da nicht die Ukraine. Auch sie ist auf russisches Gas angewiesen. 80 % des russischen Gases wird über ukrainisches Land geleitet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Russisch-ukrainischer_Gasstreit

Die Ukraine war ganz früher als die Kornkammer Europas bekannt.
http://www.agrarheute.com/kornkammer-osteuropa-potentiale-landwirtschaft

Dann wurden dort in den Jahren 1933 und 34 sechs Millionen Menschen vorsätzlich ermordet, als die russische Regierung das Getreide des Landes komplett ins Ausland verkaufen ließ, um an Devisen zu kommen.

http://www.youtube.com/watch?v=w5qQsXUZh0I

Sechs Millionen Tote in nur einem Jahr. Das bleibt trauriger Weltrekord auf der Liste der Massenmorde in der Geschichte der Menschheit.
http://de.wikipedia.org/wiki/Holodomor

Die Welt wusste von diesem Genozid durch Hunger, befohlen durch Stalin.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-als-stalin-die-menschen-zu-kannibalen-machte-a-458006.html

Sie schrieb schon damals darüber in der eigenen Presse, aber sie importierte parallel das Getreide der Ukraine und machte so diesen Hungerholocaust erst möglich.
http://www.deutschlandradiokultur.de/provokativer-vergleich.1270.de.html?dram:article_id=191559

Am 26. April 1986 geriet die Ukraine erneut in die internationalen Schlagzeilen. Tschernobyl.
http://www.youtube.com/watch?v=rkcba5Ug_BI

Jetzt ist die Ukraine in den Schlagzeilen, da der aktuelle Regierungschef Wiktor Janukowitsch nicht den demokratischen Standards des Westens entspricht. Das ist richtig. Nur ist das neu?

Auf gar keinen Fall. Janukowitsch hatte mit Demokratie noch nie etwas am Hut. Ihm geht es nur um Macht, Einfluss und den persönlichen Vorteil. Das eint ihn übrigens mit Oligarchin Julia Timoschenko, die Janukowitsch hinter Gitter bringen ließ. Machtspiele.

Während der Westen demonstrativ „trauert“, hält sich das Mitleid der ukrainischen Bevölkerung in Grenzen.
http://www.focus.de/politik/ausland/krank-im-ukrainischen-straflager-das-leid-der-gefallenen-revolutions-ikone_aid_744390.html

Um was geht es wirklich, wenn die Ukraine im Westen als ein Land dargestellt wird, das dringend durch den Westen reformiert werden muss?

Nun, es geht um das Land selber. Die Globalisten in Übersee und alle, die dieser Kapital-Allianz angehören, stoßen in ihrem System zunehmend an ihre Grenzen. Kapitalismus kann sich aber nur behaupten, wenn Dritte dabei über die Klinge springen. Verbraucht werden.

Die Ukraine soll als Markt für die EU und damit für die USA erschlossen werden. Auch in der Ukraine soll es schon übermorgen die Möglichkeit geben, alle schicken Produkte aus dem Westen zu erhalten, denn die Griechen, die Spanier oder die Portugiesen fallen ja als Käufer in naher Zukunft aus.

Die Ukraine soll Teil werden einer gigantischen Freihandelszone, die von den USA über die Hintertür Brüssel derzeit in Europa zwangseingeführt werden soll.
Wenn die EU diese Zusammenarbeit jetzt stoppt ( http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-stoppt-arbeit-an-abkommen-mit-ukraine-a-939168.html ), ist das nur Fake. Die EU braucht die Ukraine. Aber nicht umgekehrt. Die Ukraine kann auch mit China oder Südamerika kooperieren, um das Land zu modernisieren.

Derzeit tagen US-Konzernbosse mit „unseren“ Lobby-Politikern hinter verschlossen Türen in Brüssel, auf dass wir in der EU auch morgen Teil z.B. einer Monsanto-Welt werden. Demokratische Mitbestimmung? Vergiss es.

Täuschung, Aushebelung, Faschistoid, Totalitär, Assozial – kurz: TAFTA .

In der EU wird Industrie-Demokratie mit den Mitteln der Diktatur etabliert.
http://www.kritisches-netzwerk.de/forum/transatlantisches-freihandelsabkommen%20

Wir werden verraten und verkauft, und dieser Gemeinschaft möchte sich die Ukraine entziehen.
http://www.youtube.com/watch?v=GE4IEwJ2YfM

Und was tut man da? Als US-Außenposten der USA? Als Deutschland?

Man schickt seinen Außenminister in die Ukraine, auf dass er sich dort vor dem Präsidentenpalast mit Demonstranten trifft, es dann aber versäumt, den amtierenden Präsidenten Wiktor Janukowitsch zu treffen.

http://www.tagesschau.de/ausland/russland-deutschland100.html

Wie würde wohl das Kanzleramt reagieren, wenn z.B. der russische Außenminister nach Frankfurt gefahren wäre, um dort gegen die Räumung des Occupy-Camps mit zu demonstrieren ( http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/polizei-hat-occupy-camp-in-frankfurt-geraeumt-a-848580.html ), es im Anschluss aber nicht ins Kanzleramt geschafft hätte?

Wir sehen, das subtile Spiel auf der Klaviatur internationaler Politik mag noch so schlüssig klingen, was wir hören ist dennoch nur der Part der Partitur, der für unsere Ohren harmonisch klingt.

Wir erleben nie das vollständige Konzert, und von der Besetzung des Orchestergrabens wissen wir Null.
Das ist schlecht, denn hier sitzen die Scharfschützen des Events und spielen die Erste Geige.

Allen voran der IWF als der Teil der UNO, der seit Jahrzehnten mit seinen „Förderkrediten“ z.B. in Afrika dafür sorgt, dass ein ganzer Kontinent in Schulden versinkt.
http://konsumpf.de/?p=323

Gerade deshalb wird das „Angebot“ des IWF von N24 (einem Springer-Sender, an dem EX-Spiegel-Mann Stefan Aust 26 % hält: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/springer-uebernimmt-n24-doepfners-dreiklang-12702158.html ) frenetisch gefeiert.
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/3979412/viktor-janukowitsch-laesst-sich-europa-als-option-offen.html

Aber die Ukraine soll nicht nur Teil einer europäischen Freihandelszone auf Pump werden, sondern vor allem Teil der NATO.

In diesem Zusammenhang muss man die Empörung der NATO-Außenminister sehen. Nein, das ist kein Schreibfehler. Jedenfalls nicht unsererseits. NATO-Außenminister klingt besser als EU-Außenminister. Irgendwie mit mehr Power. Verständlich, dass das ZDF diese Wortschöpfung übernahm.

NATO-AUSSENMINISTER.
http://tinyurl.com/md8mrm2

Die NATO fordert über ihre NATO-Außenminister die Ukraine jetzt also öffentlich dazu auf, sich an die Menschenrechte zu halten, während die NATO parallel Guantanamo betreibt, Afghanistan besetzt hält, den Irak platt gemacht hat, in Syrien via „Freier Syrischer Armee“ – in Wahrheit radikale Sunniten – morden lässt, den Jemen bombardiert, Mali attackiert, etc pp…

Diese NATO, ein Angriffsbündnis ( http://www.youtube.com/watch?v=zygPxUFOjKs ), fordert also die Ukraine auf, sich an die Menschenrechte zu halten. Aha.

Und wer surft in diesem Wasser der Empathie ganz oben auf der Welle? Ein Boxer! Ein Boxer, den wir aus der Milchschnitte-Werbung kennen. Vitali Klitschko.
http://www.youtube.com/watch?v=yRW13eXw56k

Alles, was dieser Boxer mit deutschem und ukrainischem Pass politisch auf die Waagschale legen kann, ist Bekanntheitsgrad und ein positives Image, wie es jeder sehr erfolgreiche Sportler traditionell genießt. Vor allem bei den Massen. Und genau um die geht es. Erneut.

Klitschko wird benutzt und ist damit eine Art Clown wider Willen. Alles, was er tun muss, ist die „Kernwerte“ des Westens über seine Partei UDAR, was übersetzt „Schlag“ bedeutet, zu verkaufen.
http://tinyurl.com/maqycqj

UDAR bildet mit der Swoboda-Partei ( http://tinyurl.com/knep5ja ) ein Bündnis im rechtsextremen Umfeld. Aber das wird bei der Berichterstattung schlicht totgeschwiegen.

Sehen wir genau hin:

Vitali Klitschko verkauft vor allem via Westmedien an die West-Öffentlichkeit. Es geht bei den inszenierten Bildern, die ihn uns als Sympathieträger vor der ukrainischen Bevölkerung ans Herz legen, nicht um die Bürger vor Ort. Es geht um die Wirkung medialer Mechanik.

Eine Mechanik, die vor allem über die Westmedien den Druck auf die ukrainische Führung verstärken soll, während sie UNS zu einer Art moralischer Allianz verschweißt.

Diese Allianz, diese „Gemeinschaft der Empörten“, wird nötig sein, falls es zu einem EU-Boykott gegen die Ukraine kommen sollte. In etwa wenn die Ukraine sich weiter weigert, unsere Spielregeln zu akzeptieren, wenn es um die wirtschaftliche Öffnung des Landes geht.
An der Börse nennt man das feindliche Übernahme.

„Die Wirkung staatlicher Propaganda ist um so größer, je mehr sie von den gebildeten Schichten unterstützt und keine Kritik daran zugelassen wird. Diese Lektion haben Hitler und viele andere gelernt. Bis zum heutigen Tag.“

– Noam Chomsky

Die intelligenten Bürger der Ukraine haben diese Spiel über die Bande „Der Westen“ lange durchschaut und reagieren im Netz mit Spott auf einen Mann, der für sie vom Westen gecastet wurde. Klitsch-K.O.
https://www.youtube.com/watch?v=WSl97hybwc4

Aber auch wir sollten diese Mechanik der Zwangsumarmung kennen. Sie wurde ebenfalls zum Einsatz gebracht, als Barack Obama 2008 in Berlin zu den Massen sprach. „Deutschland trifft den Superstar“ schrieb damals der (Hohl-)Spiegel.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-58302556.html

KenFM war da ein paar Schritte weiter.
http://www.youtube.com/watch?v=XSfR0K3Vv1Y

Ähnlich wie jetzt die Klitschko-Bilder in Kiev wurden damals die mit dem Berlin-Bonus aufgeladenen Bilder Obamas nicht kreiert, um Deutsche zu erfreuen. Deutsche hört man ab. Sie wurden für den US-Markt produziert, um Obama für die Lobby, die ihn mit hunderten von Millionen ins Rennen geschickt hatte, zum Gewinner zu machen. Mit Erfolg. Ein Präsident wird gemacht.
http://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Angebote/infotext=ein+pr%E4sident+wird+gemacht?lid=1

Wenn wir uns aktuell die Bilder der protestierenden Massen aus der Ukraine ansehen, wird suggeriert, diese Massen würden gegen die aktuelle Regierung auf die Straße gehen. Aber ist das tatsächlich so? Wird tatsächlich in Massen protestiert, wenn Klitschko mit im Bild ist?

Und was ist dieses Bild überhaupt wert? Wenn es von BILD präsentiert wird?
http://www.bild.de/politik/ausland/vitali-klitschko/so-stolz-macht-mich-die-hilfe-der-usa-33863592.bild.html

Anbei Infos über das Startkapital der BILD.
http://www.youtube.com/watch?v=t0fCpXVWKRU

Wie lange konnten wir vor allem in der Spriger-Stiefel-Presse lesen, dass in Syrien das ganze Land gegen den syrischen Präsidenten auf die Straße geht? Das Der Präsident vor allem eine Bestie ist.

http://www.bild.de/politik/ausland/syrien-krise/baschar-al-assad-und-das-ultimatum-von-genf-die-tricks-des-diktators-32400838.bild.html

Dennoch ist diese „Bestie“, ein Augenarzt, weiter im Amt und scheint hier mehr als nur eine Handvoll Fans zu haben.

Dass es sich in der Ukraine um Massenprotest gegen die Regierung handelt, wissen wir lediglich aus beigefügten Bildunterschriften und den eingesprochenen Kommentaren. Aus unseren Medien.

Hier kann es sich ohne großes Zutun um eine Interpretation und damit Manipulation handeln. Wir wissen es nicht. Was wir wissen ist, dass es ein Leichtes ist, z.B. ein nahezu leeres Fußballstadion im Fernsehen so aussehen zu lassen, als wäre der Laden gerappelt voll. Das ist im täglichen Sportgeschäft üblich, um Erfolg zu suggerieren. Obwohl ein Flop vorliegt.

Man könnte auch jederzeit Sebastian Vettel vor den Grenzanlagen Nordkoreas inszenieren. Es würden sich in jedem Fall tausende Fans einfinden, wenn man hier eine Art Autogrammstunde ankündigen würde. Im Anschluss wäre es recht simpel, die Bilder mit den Massen vor den bewaffneten nordkoreanischen Grenzposten UND Vettel im Vordergrund mit folgenden Schlagzeilen zu verkaufen:

„Der mehrfache Formel-1-Weltmeister setzte sich aus freien Stücken für einen Öffnung Nordkoreas ein!“

„Tausende, vor allem junge Menschen, folgten seinem ,Marsch gegen Unterdrückung‘“

Wir alle sind extrem hohle Nüsse und lassen uns durch die Industriemedien wie Vollidioten vorführen. Jeden Tag. Das Perverse ist: Wir zahlen auch noch dafür! Wer heute ausspricht, dass z.B. ein Politiker, der nebenberuflich auch im Aufsichtsrat eines Konzerns sitzt, sich von dieser Konstellation gegen Geld beeinflussen lässt, ist ein Verschwörungstheoretiker. Das ist man heute schnell.

Wer regelmäßig im strömenden Regen nach Hause läuft, dabei permanent nass wird und das später offiziell in einen Zusammenhang bringt, eine Kausal-Kette formuliert, hat nicht alle Tassen im Schrank und wird medial zerpflückt. Ich bin doch nicht blöd?

Erinnert sich noch wer an das Bild des Widerstandes aus Ägypten? Als Aliaa Mahdi ein Nacktbild ins Internet stellte, um für mehr Freiheit in dem arabischen Staat zu protestieren?
http://hacksperger.wordpress.com/2013/01/12/egyptian-activist-alia-al-mahdi-get-naked-18/

Die Reaktion war entsprechend. Viele Moslems fühlten sich provoziert. Der Westen verkaufte diese Haltung subtil als Beweis für Rückständigkeit.

Hat schon mal jemand versucht, in den USA FFK zu betreiben – für mehr Freiheit? Das endet schnell im Knast. Da sittenwidrig. Klar.
http://www.focus.de/politik/ausland/usa/stadt-verbietet-urbane-nacktheit-san-franciscos-nudisten-protestieren-gegen-fkk-verbot_aid_911735.html

Und was ist aus dem iranischen Mädchen geworden, das bei Protesten unter Ahmadineschad vor den Augen der Welt erschossen wurde? „Her Name was Neda“, meldete damals das chronisch betroffene CNN.
http://www.youtube.com/watch?v=b5KBrsz1oxs

Die Erschossene lebt heute im Westen!

Neda Soltani wurde „verwechselt“, erhielt dann einen einjährigen „Forschungsauftrag“ an einer US-Uni, um hier für den Feminismus im Iran zu kämpfen. Heute lebt Soltani oft in der BRD. Warten auf das GO beim Asylantrag.

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/32571/3/1

Die Verwechslung wurde in den USA dann leider nicht mehr gemeldet. Sendeplätze sind hart umkämpft und werden für den „Kampf gegen den Terror“ benötigt. Peace!

Demokratie ist auch nur eine Herrschaftsform des Kapitals. Diese Message stammt vom „gefährlichsten Philosophen Mitteleuropas“, Alain Badou.

Auf die Ukraine angewandt, kann man sagen, hier kämpfen schlicht zwei Machtblöcke um die zukünftige aussenpolitische Orientierung. Soll sich das Land eher Deutschland und damit dem Westen anschließen? Oder soll es sich an Putins Russland orientieren?

http://www.freitag.de/autoren/peter-nowak/demokratie-als-herrschaftsform-des-kapitals

Beide Seiten wittern ein Geschäft. Nur der Westen ist in Sachen Propaganda einfach besser aufgestellt. Aggressiver.

Die nackten Provokateurinnen „Pussy Riot“ z.B. wurden mit US-Dollar gesponsert und im Westen zu Kämpferinnen für Demokratie verklärt. Ihr eigentliches Ziel war es, das Image Russlands weiter in Misskredit zu bringen. Das ist Propaganda in Reinkultur.

http://www.ceiberweiber.at/index.php?type=review&area=1&p=articles&id=2478

Staatliche Massenmedien manipulieren sehr simpel, indem sie permanent Ausschnitte hochvergrößern und diese dann als medialen Loop in die Hirne der Zeugen pressen, um hier ein Zerrbild zu implantieren.

Das Hirn nimmt diesen „ersten“ Eindruck später als DIE Wahrheit an, gegen die sich später alle anderen Versionen von Kritikern behaupten müssen. Nur dass diese Kritiker in den besagten Massenmedien nur in Ausnahmefällen zu Wort kommen. Das ist so wie wenn ein Beschuldigter vor Gericht einen Verteidiger gestellt bekommt, der Ankläger diesem aber den Zugang zum Saal verhindert. Dreist aber extrem effektiv.
http://www.youtube.com/watch?v=9MgRP2T6FJU

Für Medienprofis ist dieses Spiel dennoch sehr sehr leicht durchschaubar, denn es ist plump gemacht. Was wollen uns die Massenmedien mit den sorgsam ausgewählten Bildern des Kampfes „Klitschko für die Freiheit“ sagen?

Dass es eben um Freiheit geht. Unser aller Freiheit. Freiheit, auf die auch der ukrainische Ureinwohner ein Recht hat.

In Wirklichkeit geht es immer nur um die Freiheit der Industrie, neue Standorte zu erobern. Wirtschaft im Kapitalismus ist Krieg. Kampf um Marktanteile. Diesem Kampf geht in der Regel ein militärischer Kampf voraus.
Und der muss beworben werden. Wie ein klassisches Konsumprodukt. Erst das Image, dann das Produkt.

Im von der NATO vom Zaun gebrochenen Jugoslawienkrieg wurde die US-Werbeagentur Ruder Finn mit dieser Kriegs-Kampagne beauftragt. Ein Bombengeschäft.
http://www.ruderfinn.com/

James Haff, Boss bei Ruder Finn, kennt eben keine Hemmungen. M steht bei ihm für Money. Nicht für Moral. Über seine Arbeit sagte Haff selbst:

„Unser Job ist es nicht, Informationen (auf ihren Wahrheitsgehalt) zu überprüfen. (…) Unsere Aufgabe ist es, Informationen, die uns günstig erscheinen, schnell in Umlauf zu bringen und ein sorgsam ausgewähltes Ziel zu treffen“.
http://www.jungewelt.de/2013/12-18/048.php

Das mag sein, Herr Haff, nur könnte dieser Satz exakt so auch von J. Goebbels stammen. War dieser im Kern nicht auch nur ein Werbeprofi? Ein Mann, der mörderisch erfolgreiche Kampagnen für einen Großkunden erdachte und umsetzte? Der immer voll auf dem Gas stand?! Für den Erfolg!

Auch Goebbels hat nur Informationen, die ihm günstig erschienen, schnell in Umlauf gebracht. Man könnte auch sagen, er hat geschickter gelogen als die Konkurrenz. Z.B. indem er Teile der Wahrheit unterschlug.

Diese Art der Lüge ist weitaus effektiver, denn sie tarnt sich mit Restwahrheit. Dennoch bleibt sie eine Lüge.

Dr. Joseph Goebbels war ein Fan von Edward Bernays und hatte dessen Bücher über Propaganda im Schrank.
Bernays wusste das und sagte dazu kalt:

„… I knew that any human activity can be used for social purposes or misused for antisocial ones. Obviously the attack on the Jews of Germany was no emotional outburst of the Nazis, but a deliberate, planned campaign.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Bernays

Goebbels setzte die Propaganda-Techniken Bernays originalgetreu um, um Menschen für Ideen zu begeistern, die in den totalen Krieg führten. Über die Lüge sagte Goebbels: „Wenn du einmal angefangen hast zu lügen, dann bleibe auch dabei“.
http://www.quotez.net/german/joseph_goebbels.htm

Die Mitarbeiter seines Propaganda-Ministeriums gingen nach dem Krieg alle in die Werbewirtschaft. Hier verkauften sie dann Persil oder Ritter Sport, VW, Ernte 23, Siemens oder CDU.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-39367927.html

Die Technik blieb die selbe. Genau wie die Gewinner. Die Wirtschaft.

Der Masse verkaufte man das jetzt nicht mehr als letzte Kraftanstrengung gegen den übermächtigen Feind, sondern als Wunder. Wirtschaftswunder. Finanziert wurde dieses Wunder für die Industrie auf Pump. Der Marshall-Plan war vor allem ein Geschäft. Er wurde von exakt der Bank „betreut“, die während der gesamten Nazi-Herrschaft keine Probleme damit hatte, Nazi-Raubgold im Tausch gegen Devisen entgegen zu nehmen. Die BIZ in Basel.
http://tinyurl.com/m4bwf9n

Mit den Devisen der BIZ kauften Hitlers Schergen im Ausland dann kriegswichtige Materialen ein. Z.B. Bombersprit bei Standard Oil, der Firma von Rockefeller.
Ohne diesen Sprit hätte der Luftkrieg Hitlers schnell sein Ende gefunden.
http://www.youtube.com/watch?v=eJSe1ubjhNI

Ohne die Hollerith Lochkarten-Maschine von IBM ( http://de.wikipedia.org/wiki/Herman_Hollerith )  hätten die Nazis nie den „Volkskörper“ vollständig erfassen können um ihren Rassenwahn zur Anwendung zu bringen. J. Watson, Boss bei IBM, war ein glühender Verehrer Hitlers und umgekehrt. A danke es J mit dem höchsten Orden der einem Ausländer überreicht werden konnte.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/IBM-und-die-Nazis-Ich-Bin-Mitschuldig-36034.html

Man war ein Team. Trank Kaffe.
http://tinyurl.com/mtppnbd

Und machte Geschäfte.

Dank Hitlers amerikanischer Geschäftsfreunde in der Industrie konnte später ein gigantisches Aufbauprogramm angeschoben werden. Vor dem Aufbau musste natürlich im großen Stil abgebaut werden.

Die BIZ in Bern gibt es immer noch. Sie kümmert sich um den Euro. Die Euro-Industrie. Umgangssprachlich
Finanzdienstleister!

Wenn wir den Kampf von damals mit dem von heute vergleichen, fällt auf, die Industrie gewinnt irgendwie immer. Nur IHRE Wünsche enden mit Sieg. Oder werden neu justiert. In Hinterzimmern. Justieren und Justice sind in einer Industrie-Demokratie in etwa das genaue Gegenteil. Undemokratisch.

Noam Chomsky sagt über unser System, dass es eine Wirtschaftsdiktatur ist. Mit Demokratie als Anhängsel.

Verbraucherrechte werden, gerade wenn es um den Freihandel geht, extrem demontiert. In diesem Moment. „UNSERE“ Massenmedien müssten also, bevor sie sich für DIESE Freiheit auch in der Ukraine einsetzten, bei UNS Druck machen, aber das tun sie nur auf Sparflamme. Warum? Weil es ja gar nicht UNSERE Massenmedien sind.

Diese MASSENMEDIEN sind abhängig vom Geldbeutel der Industrie, über die sie dann kritisch berichten sollen. Das wäre existenzgefährdend. Aber auch in den GEZ-Medienhäusern sitzen durch die Bank Menschen, die eine Lobby vertreten.

Das alles ist Teil einer Gehirnwaschmaschine, die permanent im Schleudergang läuft. So muss man zu dem Schluss kommen, dass Vitali Klitschko mit oder ohne sein Wissen von Dritten benutzt wird, um private – also Industrie-Interessen – durchzusetzen. Das alles unter dem Deckmantel des Kampfes für die Freiheit.
Unlängst kämpfe Vitali noch für die VitaIi-sierende Wirkung einer Biermarke.
https://www.youtube.com/watch?v=yF_IzhXngwg

Der Kampf in der Ukraine ist so offen wie viele Kämpfe im Profiboxsport. Hier geht es nicht um DEN Kampf im Ring, oder um DIE „Börse“ des Champions. Hier geht es um die Millionen-Wetten, die im Hintergrund auf Sieg oder Niederlage platziert wurden.

Wenn der Westen gewinnen will, muss Vitali Klitschko Präsident der Ukraine werden. Der King von Kiew. Da trifft es sich gut, dass er genau das aus freien Stücken immer schon vorhatte. Jedenfalls gestand er das gegenüber dem Flaggschiff des investigativen Journalismus in der ARD.
http://www.faz.net/aktuell/ukraine-proeuropaeische-kraefte-bauen-protestlager-aus-12709151.html

Gerne auch Live.
http://www.youtube.com/watch?v=wHt1tuU56pY

Was wird erst passieren, wenn Klitschko dieses Ziel vielleicht mit der Unterstützung der „Außenminister der NATO“ erreicht hat? Nun, die Ukraine wird Teil der NATO. Wetten, dass..?

Als Gorbatschow seinerzeit der Wiedervereinigung der BRD zustimmte, machte er eine Auflage. Die NATO sollte sich nicht vergrößern. Auch nicht, wenn der Warschauer Pakt sich auflösen würde.
Der Warschauer Pakt ist Geschichte. Und Gorbatschow wurde betrogen.

http://www.uibk.ac.at/peacestudies/downloads/peacelibrary/nato.pdf

Die NATO wächst, denn wo NATO drauf steht, ist NAh-TOd-erfahrung drin. Die NATO verschiebt ihre Grenze zusehends an jene Orte, an denen neben Bodenschätzen vor allem Chinesen zu finden sind.

Warum? Weil die Macht über Bodenschätze auch deren Kontrolle bedeutet. Das Öl, das die NATO-Staaten nicht selber benötigen, kann auch dazu benutzt werden, um es Dritten vorzuenthalten. So hält man eine aufstrebende Wirtschaftsmacht wie China klein und Russland noch kleiner.

Die Russen haben dieses Spiel erkannt und machen sich die große Verunsicherung im gesamten Nahen Osten, die eintrat, als die USA den ägyptischen Diktator Mubarak über Nacht fallen ließen, zu Nutze.

http://www.bernerzeitung.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Warum-die-USA-den-einstigen-Verbuendeten-Mubarak-fallen-lassen/story/23779117

30 Jahre war Mubarak DER Mann im Nahen Osten. Er wurde hofiert, hochgerüstet und galt als Garant im Frieden mit Israel.

Barack Obama hielt seine „historische“ Rede nicht ohne Grund in Kairo. Bla bla, wie wir heute wissen.

http://www.youtube.com/watch?v=7uA_qljJcxE

Mubarak fiel mit dem Aufstieg der Muslim Brüder. Als diese dann ebenfalls weggeputscht wurden, erhielt die aktuelle Regierung unmittelbar den vollen Support von Saudi-Arabien.
http://www.taz.de/!119812/

Warum?

Nun, das Schlimmste, was den Saudis im wichtigsten, da bevölkerungsreichsten arabischen Staat Ägypten passieren kann, ist eine geglückte Kombination aus Demokratie und Koran. Es reicht ihnen, dass der Iran seit 1979 dieses Model versucht. Aber das sind Schiiten. Religiöse Klassenfeinde gewissermaßen.

Ein demokratisches, muslimisches Ägypten allerdings hätte eine völlig andere Abstrahlwirkung für die gesamte Region. Es würde Begehrlichkeiten in den Nachbarstaaten wecken und den solide erstickten arabischen Frühling erneut anfachen.
http://www.srf.ch/sendungen/srf-4-aktuell/algerien-der-arabische-fruehling-wurde-erstickt

Das wäre das Ende der Dynastien in der Golfregion. Das Ende des ölverschmierten Familienbetriebes Saudi-Arabien. Aber wäre es auch das Ende des Verrates durch die arabischen Herrscher an den Palästinensern ?
Spontan würde man antworten JA. Das aber stimmt, wenn es um Saudi-Arabien angeht, nur beding.

Nahezu unbekannt ist die Tatsache, das Saudi Arabien sich 2001 mit dem Gedanken trug, die eigene Aussenpolitik von der der USA abzukoppeln!
Saudi-Arabien forderte von den USA sich endlich für die Rechte der Palästinenser einzusetzen.

Paul Schreyer schreibt dazu in seinem aktuellen Buch „Faktenscheck 9/11“
http://www.kai-homilius-verlag.de/vp/12.30/index.php

„Bis heute weitgehend unbekannt ist zudem, dass in diesem Zusammenhang im Sommer 2001 hinter den Kulissen intensive diplomatische Anstrengungen unternommen wurden, um den Friedensprozess im Nahen Osten neu zu beleben. Die Bush-Regierung plante,- auf Druck Saudi-Arabiens-, in der Woche nach dem 10. September eine eigene politische Initiative vorzustellen und damit erstmals den Kurs öffentlich festzulegen, hin zu einem fairen Ausgleich zwischen Palästinensern und Israel- was ebenfalls durch 9/11 verhindert wurde.“

Die New York Times schrieb ebenfalls über diese neue Entwicklung in Middle East.
http://www.nytimes.com/2001/09/09/world/bush-might-meet-arafat-if-truce-talks-yield-results.html

Mit dem 11.9.2001 änderten die USA ihren aussenpolitischen Kurs dann massiv. Er wurde NOCH aggressiver und setzte auf NOCH mehr mobile Streitkräfte. Damit entsprach er exakt einem Strategiepapier das ein US-Think Tank, PNAC- Project for a New American Century, schon lange zuvor die zukünftige Strategie der USA formuliert hatte.

Diesem Think Tank gehörte u.a an.
Dick Cheney. Vizepräsident 2001-2009
Donald Rumsfeld. Verteidigungsminister 1975-77 sowie 2001-2006

Paul Wolfowitz. Stellvertretender Verteidigungsminister 2001-2005. Direktor der Weltbank 2005-2007
Richard Perle. Präsidentenberater 2001-2003
John. R. Bolton. Botschafter der Vereinten Nationen 2005-2006
Lewis Libby. Stabschef des Vizepräsidenten 2001-2005
William J. Bennett. Direktor der Drogenaufsichtsbehörde 1989-1991
Und Zalmay Kahlizad. Botschafter in Afghanistan 2003-2005. Irak 2005-2007. Bei den Vereinten Nationen 2007-2009
http://de.wikipedia.org/wiki/Project_for_the_New_American_Century

Der Bush-Satz „wer nicht für uns ist, ist gegen uns..“ wurde im Westen immer als Botschaft verstanden die sich vor allem an das Alte-Europa richtete. In Wahrheit galt er wohl vor allem Saudi-Arabien! Dem Land also aus dem die meisten der 19 Attentäter des 11.September kamen. Der 2001 geplante Saudische Sonderweg war mit 9/11 vom Tisch,

http://www.heise.de/tp/artikel/39/39753/1.html

und die Saudis, im Gegenteil, noch dichter an die Seite der USA gerückt.

Es gibt berechtigte Zweifel, dass die Scheichs dieser US-Umarmung weniger aus echter Überzeugung zustimmten. Viel wahrscheinlicher ist, dass sie die entsicherte Smith&Wesson an der Schläfe spürten.
http://tinyurl.com/396rgjk
Um dessen abdrücken zuvorzukommen, drückte man ihn lieber. „Die Hand die du dem Feind nicht abschlagen kannst, musst du zum Gruße ergreifen“. Altes iranisches Sprichwort.

Merke: Diktaturen sind stabiler als Demokratien. Aber darum geht es uns Deutschen nicht. Wichtiger ist, das diese Diktaturen bei UNS shoppen gehen. Die BRD hat in Saudi-Arabien einfach nur den wichtigsten Abnehmer für deutsche Panzer ausgemacht. Hegt und pflegt diese Connection. Kämpft für den Deal. Verteidigt den Export.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundesregierung-verteidigt-ruestungsexporte-nach-saudi-arabien-a-934734.html

Menschenrechte haben da keinen Platz. Im Gegenteil, sie lassen Geschäfte platzen. Bummmmm!

Was unterscheidet Geld von Blut, wenn man ein Waffengeschäft eintütet?

Blut fliest erst im Anschluss, wenn der Deal bereits gelaufen ist, die Waffen ihre „Friedensmission“ antreten können. Blut fliest nie freiwillig.
All das sind Nebenkriegsschauplätze, denn sie sind philosophischer Natur. Ein G36 Sturmgewehr Made in Germany dagegen, ist frei von Deutung. Es trifft immer ins Schwarze. Ausser die Aussentemperaturen in der Kampfzone erreichen Rommel-Niveau.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeswehr-gewehr-g36-waffe-zu-heiss-treffwahrscheinlichkeit-sinkt-a-825030.html

Man muss als saudischer Scheich schon Profi in Sachen Verdrängung sein, um nicht erkennen zu können, dass man von Heckler&Koch verascht wurde, als man sich breitschlagen ließ, gleich eine ganze zichmillionenteure Produktionsstätte für das G36 in den glühend heißen Sand der Heimat zu setzen.
http://www.wiwo.de/unternehmen/ruestung-heckler-und-koch-baut-waffenfabrik-in-saudi-arabien-/5672176.html

Aber Geld spielt in Riad wohl keine Rolle.

Jetzt hilft also Saudi-Arabien der Putsch-Regierung in Kairo aus. Und wie? Mit Cash. 12 Milliarden an Petro-Dollars wurden nach Ägypten transferiert. Damit Ägypten kaufen kann. Waffen. Waffen, die dann Russland liefern will.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1476409/Aegypten_Waffendeal-mit-Russland

Hier schließt sich der Kreis um Putin und die Ukraine und die deutsche Haltung zu was auch immer. Wenn die NATO am Tag X in Syrien einreitet und damit die Russen rausschmeißt, ihre Militärbasen schließt, vergrößert Putin seinen Einfluss eben im Nachbarstaat um ein Vielfaches. Hinfällig ist bei den russisch-ägyptischen Waffengeschäften auch, was immer Standard war, als die USA noch Hauptexporteur waren. US-Waffen waren gut, aber immer schlechter als die, die man parallel an den Nachbarn Israel lieferte.

Jetzt kommen also die Russen und feiern ein Comeback unter Putin. Der einzige, der das im Westen offen schreibt, da er den Überblick hat und die Freiheit besitzt, mit 86 Jahren nur noch im Netz und unentgeltlich zu veröffentlichen, ist der Schweizer Auslandskorrespondent Arnold Hottinger, der neben Arabisch,Türkisch und Farsi noch 3 weitere Sprachen spricht. Das unterscheidet ihn, am Rande bemerkt, von „unserem“ Experten Scholl-Latour. Hottinger schreibt:

„Russland ist im Begriff, in den Nahen Osten zurückzukehren. Die Zeit der amerikanischen Hegemonie ist zu Ende.“
http://www.journal21.ch/die-russen-kommen

Auch die Russen unter Putin halten nichts von Demokratie nach westlichem Standard. Vielleicht, weil ihnen spätestens mit der NSA-Affäre klar geworden ist, dass sie mit unserem Demokratie-Modell etwas importieren würden, was sie einst den Ruf einer Weltmacht gekostet hat. Vetternwirtschaft.

Bei uns ist diese Vetternwirtschaft nur aufwendiger verpackt. Wir haben eine via Lobbyismus kontrollierte Industrie-Diktatur, die den Massen als Demokratie verkauft wird. In Wahrheit aber entscheiden im glorreichen Westen über alle wichtigen und elementaren Themen und Entwicklungen auch nur einen Hand voll Superreiche und ihre Stellvertreter. Konzernbosse in sündhaft teuren Hotelsuiten.

Wer dieses Spiel dann aufdeckt, wer die Methoden der Vorteilsnahme benennt, tut gut daran, schleunigst seine Koffer zu packen, den ach so freien Westen zu verlassen, um in Gotham-City, Rufnahme Moskau, ein wieder freies Leben zu beginnen.

Irgendetwas stimmt mit unserem Weltbild nicht.

Vielleicht ist es so, wie Daniel Ellsberg einst erkannte. „Wir stehen nicht auf der falschen Seite. Wir sind die falsche Seite.“
http://www.youtube.com/watch?v=STySb33rkUo

„Leute, die über Macht verfügen, geben diese nicht auf, wenn man sie nicht dazu zwingt.“
-Noam Chomsky

Auf was warten wir eigentlich? Change ist möglich. Er kommt niemals von Außen, sondern beginnt im Inneren eines jeden Menschen. Was Dich hindert, kollektiv zu handeln, friedlich Widerstand zu leisten, zivilen Ungehorsam zu leben, ist deine Angst. Angst vor Konsequenzen. Nur – auch NICHT-Handeln hat Konsequenzen.

Es ist sinnlos, von einem Menschen zu fordern, er sollte seine Angst unterdrücken. Im Gegenteil. Angst ist etwas Natürliches. Ein Schutzmechanismus. Angst hilft dir, am Leben zu bleiben.

Du sollst deine Angst nicht loswerden. Du sollst sie überwinden. DAS ist möglich. Aber nur, wenn du die Angst als einen Teil von dir akzeptierst. Dann kannst du deine Angst ÜBERWINDEN. Nur wer es schafft, seine Angst zu überwinden, ist wirklich frei und kann tun, was zu tun nötig ist.

Wo Angst verschwindet, wächst Mut.

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