KenFM im Gespräch mit: Sven Böttcher („Rette sich, wer kann!“)

Wir schreiben das Jahr 2005, als der Journalist Sven Böttcher seinen Hausarzt aufsucht, weil seine kalten Füße ihm Sorgen bereiten. Nach einer Reihe medizinischer Tests wird ihm eine Diagnose übermittelt, die fortan sein ganzes Leben auf den Kopf stellen würde: MS – multiple Sklerose oder auch „die Krankheit mit den tausend Gesichtern“. Eine Krankheit, die sich in unvorhersehbaren Schüben äußert und als chronisch sowie in der Schulmedizin als unheilbar gilt.

Böttcher verbrachte daraufhin einige Zeit im Krankenhaus. Dort wollte trotz „großzügiger“ Cortison-Verabreichung partout keine Besserung einsetzen. Im Gegenteil: In Böttcher wuchs das Gefühl heran, dass sich mit jedem Tag, den er länger in der Klinik bliebe, sein Gesundheitszustand nur weiter verschlechtern würde. Also wagte er etwas, wovon ihm seine behandelnden Ärzte strengstens abrieten: Er entließ sich selbst.

Derselbe Sven Böttcher gab nun kürzlich ein Interview bei KenFM. Die Symptome, mit denen Böttcher damals im Klinikum zu kämpfen hatte, sind heute weitestgehend abgeklungen. Inzwischen ist er zu einem Vorbild für die Tausenden von Menschen geworden, die hierzulande jährlich neu an MS erkranken. Durch seinen Umgang mit der Krankheit hat Böttcher vorgelebt, dass der Verlauf einer MS-Erkrankung nicht alleine durch die Verabreichung chemischer Präparate von der Pharmaindustrie zu steuern ist.

Infolge der Erkenntnis, dass er erst aus dem Gesundheitssystem ausbrechen musste, um die Erfahrung der Selbstheilung machen zu dürfen, stellte sich für Böttcher die logische Frage, ob das sogenannte Gesundheitssystem seinen Namen denn auch wirklich verdiene. Eine Frage, der er in seinem neuen Buch „Rette sich, wer kann! Das Krankheitssystem vermeiden und gesund bleiben“ auf den Grund gegangen ist.

Wer nun denkt, dieses Interview sei nur für jene Menschen von Interesse, die an MS erkrankt sind, der irrt gewaltig. Der sich gesund wähnende, kann vom Kranken mindestens genauso viel lernen wie andersrum. Und vom Geheilten nochmal mehr. Von daher hoffen wir, dass der Zuschauer, unabhängig vom aktuellen Wohlbefinden, einige ganz persönliche Lektionen aus diesem Gespräch für sich herausfiltern kann.

Inhaltsübersicht:

00:07:32 Gesamtsystem Körper – wenn das Fass überläuft

00:16:42 Die Erwartungshaltung an Ärzte

00:20:57 Warum Multiple Sklerose perfekt für die Pharmaindustrie ist

00:29:04 Erkenntnis Gesundheit

00:42:33 Das marktkonforme Krankensystem

00:58:29 Was müsste am Krankensystem geändert werden?

01:08:11 Das Leben ist endlich

01:24:41 Tipps zum Gesundbleiben

01:33:29 Den Sinn des Lebens kann sich jeder selbst aussuchen

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14 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Sven Böttcher („Rette sich, wer kann!“)

  1. Dafür liebe ich KenFM. Das hier nicht nur über Politik gesprochen wird, sondern der Mensch als Ganzes wahrgenommen wird. Ein sagenhaft tolles Interview. Auch wenn mich am Ende die Fragerei von Ken Jebsen über die eigene Schuld an der Erkrankung ziemlich genervt hat. Ich denke, dazu hat Wolf Büntig damals alles gesagt.
    Dennoch Danke für dieses Interview. Das Buch ist so gut wie bestellt.
    Und ganz nebenbei; Herr Böttcher sollte Hörbücher einlesen. Neben Christoph Maria Herbst würde ich von Sven Böttcher sicher auch jedes Hörbuch kaufen.
    Beste Grüße und weiter so.

  2. Jeder der das Buch noch nicht gelesen hat „Rette sich, wer kann!“ Sollte es noch nachholen !!!

    Es ist wirklich hervorragend und sehr Erkenntnisreich !

    Der Satz ist wirklich klasse und kommt zu meine Zitaten Sammlung
    „Las uns über etwas Positives reden = Das Leben endet !“

  3. Dieses Gespräch finde ich hochspannend, weil es die glatte Oberfläche vieler allgemeingültigen „Wahrheiten“ so wundervoll zerkratzt.

    Tapfer und mutig, Herr Böttcher !
    Das Buch bestelle ich morgen bei meinem kleinen Dealer.

    Alles Gute !

    ABER:

    Lieber Herr Jebsen !

    Sie haben schon manches Mal gesagt, Ihre Gespräche wären gedreht wie ein Krimi.
    Krimis und Thriller leben von der Dramaturgie, oder nicht ?

    Wenn einer Ihrer Gäste eine inhaltliche Bombe platzen lässt — was ja so manches Mal passiert — warum nutzen Sie dann nicht jene berühmte dramaturgische Pause, um das Gesagte in die Köpfe sacken zu lassen ?
    Wenigstens mal ne Sekunde ?

    Warum sprechen Sie — je verheerender die Sprengkraft der Bombe ist — umso schneller ein anderes Thema an ?
    Ich erhebe keinen Anspruch auf Richtigkeit, aber empfinde es als irritierend.

    Das Beste !
    S.

  4. Rette sich wer kann, ja. Nur, wohin soll man sich retten, wenn jeder einzelne Atemzug kontaminiert ist?

    https://www.geoengineeringwatch.org/world-renowned-doctor-addresses-climate-engineering/

    „How do we retain our health in an increasingly contaminated environment? Though there are countless forms of contamination from human activities, the climate engineering fallout is the most widespread and unavoidable of all. In the interview below world-renowned physician Dr. Dietrich Klinghardt discusses the extreme dangers posed to our health and the health of the planet from the ongoing climate engineering operations.
    Geoengineered skies are occurring all over the globe. More and more are complaining about the resulting health effects. We face a rapidly darkening horizon on countless fronts, but it is not yet too late to make a difference. Share credible data from a credible source, make your voice heard, make every day count.“ Dane Wigington

    https://www.youtube.com/watch?list=PLwfFtDFZDpwu9LYkcx4H1QuuLLu9SvcZm&v=LQ0hjejI420

  5. Vielen Dank für das großartige Gespräch! Sven Böttcher ist trotz seiner persönlichen Betroffenheit beeindruckend klar und fair. Man kann ihm gar nicht hoch genug anrechnen, dass er bei einem so heiklen Thema die Schulmedizin nicht in Bausch und Bogen verurteilt. Das ist eine Wohltat! Es zeigt umso mehr, wie dogmatisch Lothar Hirneise in einem der letzten Interviews mit Ken Jebsen argumentiert hat.

  6. Schon wieder ein sehr interessantes Interview, wenngleich diesmal aus anderem Grund. Ich habe den Eindruck, ab etwa der Mitte laufen die Sichten sehr weit auseinander.

    Einem sich lange hinziehenden qualvollen Tod beizuwohnen ist für einen selbst schmerzhaft, da es die eigene Ohnmacht in besonderem Maße deutlich werden lässt. Und viielleicht war der Herr Böttcher schon vor der Krankheit cool, denn Krankheit kann zwar ein Anstoß zum Nachdenken sein, sicher sind aber nicht alle Krankheiten durch Nachdenken und Selbstreflektion aufzuheben.

    Ich bin nun jedenfalls neugierig, was ich aus dem Buch herauslesen werde. (Obwohl es eigentlich nicht zu meinen bevorzugten Themen gehört, insofern war das Interview auf jeden Fall verkaufsfördernd 🙂

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