„System-Neige“ im Westen

Immer mehr Menschen, Wähler, Bürger, ja Völker setzen Zeichen gegen Souveränitätsverlust.

Von Willy Wimmer.

Für den informierten Beobachter ist es unübersehbar: Das über Jahrzehnte stabile westliche Werte- und Bündnisgefüge hat nicht erst seit der Flüchtlingskrise Risse bekommen, die Wähler haben genug vom Polit-Establishment und strafen ab, mehr und mehr Bürger sehen ihre Belange von den Volksvertretern nicht mehr hinreichend berücksichtigt. Der Bogen ist überspannt. Ungeachtet dessen wird von den meisten Regierungen eisern am zu beschreitenden Weg festgehalten, koste es was es wolle. Dem nicht genug: Die Forderungen werden immer weltfremder. So etwa ließ der erste Vizepräsident der EU-Kommission und EU-Kommissar für „Bessere Rechtssetzung, interinstitutionelle Beziehungen, Rechtsstaatlichkeit und Grundrechtecharta“, Frans Timmermans, jüngst verlauten, dass die Zukunft der Menschheit nicht länger auf einzelnen Nationen und Kulturen, sondern auf einer vermischten Superkultur beruhe. Das toppt er sogar noch das ohnehin krude „Replacement Migration“-Manifest der Vereinten Nationen. Der zurückgelassene Ureinwohner dieser Breiten, der zu keiner Zeit gefragt wurde, ob ihm das beliebt, bleibt ratlos, wenn nicht wütend zurück. Nicht wenige fragen sich: Wo ist die „feste Burg“?

Wohin das politische Auge in dieser Zeit auch blickt: zwischen San Francisco über Wien bis zum Van-See sind Veränderungen und möglicherweise Umstürze angesagt: in dem Gebiet also, das gemeinhin als „der Westen“ bezeichnet oder dazu gezählt wird. Es gibt untrügliche Zeichen dafür, dass die Dinge „kippen“. Fangen wir doch bei uns an: Über Jahrzehnte haben deutsche Bundeskanzler auf unserem Kontinent eine Politik betrieben, die uns zunächst mit unseren Nachbarn versöhnte und partnerschaftlich zusammenbrachte. Helmut Kohl wurde so zum „Ehrenbürger Europas“ und das aus gutem Grund. Wenn man sich heute die deutsche Politik ansieht, so wütet in Berlin derzeit gleichsam die „europäische Abrissbirne“, die – ohne das deutsche Volk zu fragen –, die Grundlagen unserer staatlichen und europäischen Existenz beseitigt. Notfalls mit Gewalt. Das soll keine Folgen haben? Sie sind doch schon in Warschau und an anderer Stelle zu „bewundern“, auch wenn es für polnische Irridenta gewiss auch andere Gründe und Triebfedern gibt.

Derzeit ringt man in Großbritannien um Identität. Die bevorstehende Volksabstimmung über den Verbleib des Inselstaats in der EU macht das ebenso deutlich wie die innere Lage in Schottland. Vorgeblich geht es in London und Glasgow darum, Herr im eigenen Haus sein zu wollen. Alleine dieser Wunsch macht deutlich, dass es entweder in London oder Brüssel nicht stimmt und die jeweiligen Verantwortlichen weite Teile ihrer Wähler und Mitbürger nicht davon überzeugen können, dass der eingeschlagene Weg zu ihrem Besten sein könnte. Statt die nicht nur Großbritannien erfassende Unruhe zum Anlass zu nehmen, die europäische Entwicklung, die auf die Auflösung der nationalen Identität gerichtet ist, zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren, wird in Brüssel auf „Borniertheit à la carte“ geschaltet. Alles soll auf die Spitze getrieben werden und jetzt ist sogar das geliebte Bargeld dran, über das sich die Menschen noch frei bewegen können. Aus historischen Gründen und unbeschadet der Schalmaien-Töne aus Washington sollten wir eines nicht verkennen: Wenn Großbritannien sich separiert, ist ein Rückfall in eine traditionelle Rolle, wie sie England seit hunderten von Jahren dem Kontinent gegenüber eingeschlagen hatte, fast unausweichlich. Ob das Großbritannien letztlich dient, wenn es auf dem Festland wieder einen gegen den anderen ausspielt, mag dahingestellt bleiben. Nicht auszuschließen ist, dass aber eine solche Haltung in den Kram des einen oder anderen in Washington gerade deshalb passt, weil die USA nichts anderes in Europa seit Anfang der Neunziger-Jahre zur Durchsetzung ihrer Interessen betreiben.

Statt die nicht nur Großbritannien erfassende Unruhe zum Anlass zu nehmen, die europäische Entwicklung zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren, wird in Brüssel auf „Borniertheit à la carte“ geschaltet

Auch Moskau macht deutlich, dass es Herr im eigenen Hause sein will, seine nationalen Belange selbst definiert und an eigenen Interessen ausrichtet. Eine legitime Forderung, wenn man sieht, wie auch unsere europäischen Bündnispartner um ihre Identität ringen. Das bedeutet für Russland keinesfalls, sich in ein selbstgewähltes Schneckenhaus der Selbstisolation zurückzuziehen. Moskau ist ein aktiver Partner in den Vereinten Nationen, obwohl diese über zwei Jahrzehnte mehr und mehr auf NATO-Kurs gebracht worden sind. Nicht nur das Engagement in Syrien zeigt, dass in aktuellen Krisen und Kriegen auf der Grundlage des Völkerrechtes mit Russland in jeder Hinsicht zu rechnen ist.

Russland hat seit der „Charta von Paris“ mit ansehen müssen, was alles unternommen worden ist, dieses stolze Land auf die Knie zu zwingen. Selbst wirtschafts- und gesellschaftspolitisch hat man es versucht, von der Unterstützung spalterischer Terrororganisationen in der Kaukasus-Region ganz zu schweigen. Die Zahl der nachweislichen Versuche, das Land aufs Kreuz zu legen, ist so umfangreich, dass man von einem systemischen Vorgehen des Westens gegenüber Russland sprechen kann und muss. Moskau soll unter allen Umständen die Fähigkeit genommen werden, seine Belange in die eigene Hand zu nehmen. Dazu trägt äußerer Druck und ein eiserner militärischer Ring um Russland ebenso bei wie innenpolitische Angriffsformationen unter dem Deckmantel der von Washington aus gesteuerten sogenannten „Nichtregierungsorganisationen“. Diese dienen schon qua Definition nicht dem eigenen Land. Besonders perfide: Nicht selten spannt man dabei guten Glaubens Engagierte vor den eigenen Karren, so dass die „fünfte Kolonne“ nicht so leicht als solche erkannt werden soll. Belege dafür gibt es viele.

In Russland indes ist augenfällig, in welchem Umfang aus der Opposition auf eine Unterstützung durch den „den Westen“ gesetzt wird, um innenpolitisch die Oberhand gewinnen und den russischen Präsidenten austauschen zu können. Das ist „erfahrungsignorant“, weil die ausländischen Unterstützer in der Regel ureigene Interessen verfolgen und sich nicht um die Belange und Bedürfnisse der heimischen Bevölkerung scheren. Die fremdländischen Kräfte werden alles daran setzen, ihnen getreue Vasallen auf die Sessel der Macht zu hieven.

Auch Moskau macht deutlich, dass es Herr im eigenen Hause sein will

Die Indikationen stehen seit Kiew auf Krieg, das lässt sich an vielen Entwicklungen festmachen. Aber es ist fast nicht nötig, sich in zwanzig Jahren Erfahrung verlieren zu müssen. Vor allem darf nicht außer Betracht gelassen werden, in welchem Maße sich der Westen von den Grundlagen seiner Existenz als „Wertegemeinschaft“, und zwar dem Völkerrecht und seinen Regeln, entfernt hat, gerade auch in der Beziehung zu Russland.

Als nach dem Maidan-Staatsstreich das ukrainische Militär mit klaren Bezügen zur nationalsozialistischen Vergangenheit in Richtung russische Grenze in Marsch gesetzt wurde, die große jüdische Gemeinschaft in Kiew bis heute anhaltend dazu schwieg und nicht alle Menschen und vor allem Regierungen Europas zum Kampf gegen diese Kräfte aufrief, konnte jeder wissen, was die Glocken geschlagen hatten. Es kann nicht sein, dass die Auseinandersetzung mit diesen west-ukrainischen „Kommandos“ und dem, was sie repräsentieren, nur eine Angelegenheit für Gedenkfeiern ist, die sich mit der Vergangenheit beschäftigen. Oder wird derzeit in Europa kollektiv an einer gefährlichen Front gebastelt, die sogenannte „rechts-populistische Kräfte“ aus vielen Staaten in engsten Verbindungen zur jüdischen Welt oder Teilen davon zeigt? Man hat es ja fast vergessen, dass sich das kaiserliche Deutschland vor und beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges durchaus des Wohlwollens der internationalen jüdischen Gemeinschaft, vor allem in den USA erfreuen konnte. Sollen wieder Speerspitzen hergestellt werden, diesmal mit dem Ziel Russland?

Am deutlichsten zeigen sich die Zeichen des Umbruchs in den Vereinigten Staaten selbst, von Frankreich einmal abgesehen. Dabei ist für uns Europäer eigentlich Frankreich „oh là, là“, wenn es darum geht, einen Flächenbrand zu entfachen.

Man kann sich lange und auch breit über Frau Clinton oder Herrn Trump auslassen. Wie es in Europa Sympathien für Frau Clinton geben kann – gerade auch vor dem Hintergrund des jüngeren Skandals um ihre privaten E-Mails, aufgrund dessen sie nach geltendem Recht im Grunde gar kein Präsidialamt bekleiden dürfte – kann man nur mit den Durchdringungsfähigkeiten „transatlantischer Netzwerke“ in den westlichen Medien erklären. Die amerikanischen Demokraten lassen nichts anbrennen, wenn es weltweit um Kriege geht. Sie, das heißt die von den Demokraten gestellte Regierung, hat den Krieg wieder nach Europa zurückgebracht. Wenn man sich die entsetzlichen Äußerungen der damaligen amerikanischen Außenministerin, Frau Clinton, beim Hinmetzeln des ehemaligen libyschen Staatschefs noch einmal ansieht, bleibt nur das Entsetzen darüber, wie so eine Präsidentschaftskandidatin die einstige „westliche Wertegemeinschaft“ anführen sollte.

Am deutlichsten zeigen sich die Zeichen des Umbruchs in den Vereinigten Staaten selbst, von Frankreich einmal abgesehen

Bei Herrn Trump sieht das nur bedingt anders aus, weil das einzige, das man von ihm kennt, mit seinen Fernsehauftritten in Verbindung gebracht werden muss. Beide Kandidaten sprechen eigentlich für den fast revolutionären Unwillen der amerikanischen Bevölkerung im Hinblick auf die tatsächliche politische Lage. Es ist die Erkenntnis, dass „Washington“ heute nichts mehr mit den Werten der Gründerväter und den Postulaten der amerikanischen Verfassung zu tun hat. Unbeschadet des kommenden Wahlergebnisses muss man fast sicher davon ausgehen, dass diese revolutionäre Haltung zwischen West- und Ostküste erhalten bleibt und höchst unliebsame Konsequenzen aufzeigen könnte, bis hin zu einer Militärdiktatur (Anteil der Militärausgaben am Staatsbudget schon heute 53 %!). Vor allem dann, wenn man den demokratischen Kandidaten Bernie Sanders hinzu nimmt, der nicht nur den Widerwillen gegen das politische Establishment wie eine Monstranz vor sich her trägt, sondern den Finger tief in die sozial- und wirtschaftspolitischen Wunden der Vereinigten Staaten gelegt hat. Genau das macht Herrn Sanders für viele Europäer so attraktiv, weil sie auch hier die vergangenen besseren Tage des sozialen Ausgleichs in Erinnerung behalten haben.

Fast hat man den Eindruck, dass diese revolutionäre Stafette von Washington an Paris weitergegeben werden könnte. Dramatische Dinge spielen sich in unserem Nachbarland ab und alles spricht dafür, dass die kommende „Bastille“ diesmal die „Place de la Republique“ sein dürfte. Was heute noch folkloristisch mit „Nuit Debout“ umschrieben wird und über höchst aufschlussreiche Debattenzirkel die junge Generation in Paris umtreibt, könnte sich im Vorfeld der französischen Wahlen 2017 zu einem Orkan entfalten, denn dann werden Lager aufeinanderprallen. Goethe hat es schon einmal in Valmy umschrieben. In einer solchen Lage schwächt das politische Berlin die Grundlagen Deutschlands und Europas. Für wen eigentlich? Mit welchem Ziel?

LITERATUR

  • Willy Wimmer: Die Akte Moskau. zeitgeist Print & Online, Höhr-Grenzhausen, erscheint im Juni 2016
  • Wolfgang Effenberger/Willy Wimmer: Wiederkehr der Hasardeure. Schattenstrategen, Kriegstreiber, stille Profiteure 1914 und heute. zeitgeist Print & Online, Höhr-Grenzhausen 2014
    http://vg03.met.vgwort.de/na/6e3e0e411a4f44c89c4e1a3e6fcc372d

 

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27 Kommentare zu: “„System-Neige“ im Westen

  1. PPS: Ich betone nochmals, dass ich ohne die Massenmedien wirklich praktisch nichts von den Flüchtlingen gemerkt hätte – trotz der Tatsache, dass Deutschland sich praktisch allein (als Staat) um das Thema gekümmert hat. DAher auch meine vielleicht etwas radikalen Aussagen zu diesem Thema. Was ich selbst merke und mitbekomme, ist für mich bei solchen innenpolitischen Themen inzwischen auch ausschlaggebend – ich habe den Eindruck, dass die Propaganda der Massenmedien inzwischen nicht nur physikalische Gegebenheiten ignoriert (wie bei 9/11), sondern auch das, was man täglich WIRKLICH bemerkt.
    Und ich finde es ein wenig schockierend, wie frappierend das funktioniert.

  2. @ Michaela
    Ich fände/finde es schon erschreckend, wenn europäische Justizpolitiker diese nicht existente (bzw. nur als Propagandabegriff existente) ‚Migrationswaffe‘ aufgreifen (würden). Wenn die ‚F’PÖ oder die ‚AfD‘ regieren würden, würde das sicher drohen. Allerdings sehe ich in diesem Video keine Juristin des Verteidigungsministerium – oder habe ich da etwas übersehen?

    Real passiert nachweislich das genaue Gegenteil einer sogenannten ‚Migrationswaffe‘:
    – Seit Jahren führen WIR (also die NATO) Kriege, gewinnen diese sogar, und als Resultat entstehen nicht etwa westliche Demokratien, sondern Territorien, in die westliche Bürger nicht einmal offiziell als Touristen einreisen dürfen.
    – Deutsche (und österreichische) Bürger sind wie alle EU-Bürger weltweit bezüglich Reisefreiheit massiv privilegiert. Die Bürger vieler afrikanischer und asiatischer Staaten (Territorien mit pseudosouveränen Marionettenregierungen) können de facto kaum nach Europa oder in andere Industriestaaten reisen.
    – Es ist offensichtlich, dass das im Interesse der aggressiven Reichen- und Arbeitgeberlobby liegt (der allerdings nicht alle Reichen angehören, viele Reiche legen Wert auf Selbständigkeit und haben nichts mit solchen Bünden am Hut). Wie schon von mir hier oft erklärt: Deren praktisch einziges Ziel ist, dass ihre KInder und Enkelkinder ohne Arbeit und ohne Risiko auch reich sind. Wenn es viel Migration gibt, hat die Weltwirtschaft alleine dadurch große Veränderungen, Konkurrenz und dynamische Märkte. Das würde für die jetzt Reichen das Risiko massiv erhöhen, Reichtum zu verlieren. Daher wollen die Reichenlobbyisten einfach ausgedrückt, dass die Leute ‚da bleiben, wo sie sind, arbeiten, und irrationale Ängste haben, aber keine Ängste vor realer Entrechtung‘.
    – Bezüglich der irrationalen Ängste kommt sowas wie diese ‚Migrationswaffe‘ ins Spiel, Schreiber wie dieser Kalergi erreichen damit zwei Dinge: Es werden irrationale Ängste geschürt und Migration wird schlechtgemacht – wie von den Lobbyisten gewüscht.
    – Und es gibt noch einen dritten Effekt, der gerade aktuell sogar ‚eingesetzt‘ wird: Wenn die Strategien der Lobbyisten schiefgehen wie z.B. in Syrien, brauchen sie eine Ablenkungskampagne und sie wollen auf jeden Fall verhindern, dass linksalternative oder radikalliberale Kräfte den Protest auffangen. Für sowas dienen dann Rechtspopulisten, die sowas wie die ‚Migrationswaffe‘ aufnehmen, Wohlgemerkt, die mögen Rechtspopulisten eigentlich nicht, aber die sind denen lieber als echte Alternativkräfte.
    – Und last, but not least: Migranten sind keine Maschinen und keine Waffenmunition. Also kann man sie auch gar nicht so ‚einsetzen‘. Migranten haben alle ihre eigenen Gründe und ihre eigene Geschichte.

    Fazit: Die ‚Migrationswaffe‘ existiert nicht außer als mehrfach verwendeter Propagandabegriff der aggressiven Reichen- und Kriegslobby.

  3. Wenn — den Medienberichten zufolge — Bernie Sanders das Lebensalter, den Verstand und „das Zeug“ dazu hat, Präsidentschaftskandidat in den USA zu werden, dann kann Herr Wimmer schon lange Bundeskanzler.

    Und zwar locker.

    Fast egal was man von ihm in den Medien erfährt — es ist immer eine besonders wertvolle Bereicherung in puncto Bundes- und Geopolitik.

    Warum ist dieser hellwache, aufrechte Mann nicht wöchentlich im Plenum des Bundestages zu hören, um die Wähler zu überzeugen, dass diese halbkriminelle Dreckskoalition nur noch zum Teufel gejagt gehört?

  4. @ Willy Wimmer
    Als ich erfuhr, daß Merkel eine Kalergi-Ehrung zuteil wurde, fiel mir ein, daß ich mal einen gewissen Cuodenhove-Kalergi, bzw. einen nach ihm benannten Kalergi-Plan und seinen „Praktischen Idealismus“, als nicht wirklich ernst zu nehmend abtat.
    Wohl ein Irrtum!

  5. @ Major Barf: “ Daher scheint mir die Machtlosigkeit der einzig funktionierende Selbstschutz zu sein. Erkenne dich selbst, oh Mensch.“

    Merkwürdig, ausgerechnet von jemandem, der sich den militärischen Namen „Major“ gibt, zu lesen, es gehe um Machtlosigkeit als Grundlage für Selbstschutz. Denn Militär ist ja eine Macht, und Soldaten gehen mit Opfermut in den Kampf. Eben ohne primär an ihren Selbstschutz zu denken. Sie wollen bestenfalls die Freiheit ihrer Leute schützen und opfern dafür sogar ihr eigenes Leben.
    Das : “ Erkenne dich selbst, oh Mensch“ stand am Eingang der griechischen Mysterienhochschulen der damaligen Machthaber.

    Kann es denn moralisch sein, nach Machtlosigkeit zu streben ? Werden nicht gerade die Machtlosen zum Spielball der Mächtigen und lassen sich in deren Sinne instrumentalisieren ?
    Was wäre aus dem jüdischen Volk geworden, wenn David gegenüber Goliath kapituliert hätte und die Steinschleuder weggeworfen hätte ?
    Wenn in einem Rechtsstaat alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht, wie kann das sein, wenn das Volk um seine eigene Macht betrogen wurde ? Gewalt könnte nicht von Machtlosigkeit ausgehen.

    Kann denn wirtschaftliche Selbstentmündigung – das ist eine Form von Machtlosigkeit – zu etwas Gutem führen ?

    • Da können Sie mal sehen dass die Redensart „Nomen est omen“ nicht immer zutreffend ist.
      Jedenfalls habe ich keine Neigung zum Militarismus. Der Name funktioniert nur gut, rein Account technisch betrachtet.

      Vielleicht wird klarer was ich meine wenn ich „Machtlosigkeit“ ersetze durch „gleichmäßige Machtverteilung“. Mir ist bewusst dass dies utopisch erscheint. Darum möge der Mensch ja auch seine Natur erkennen und diese bei zukünftigen Gesellschaftsentwürfen berücksichtigen. Hierzu wird es wohl noch einige Generation Entwicklung brauchen. Unter der Voraussetzung natürlich dass wir uns nicht selbst aus dem Ökosystem kicken. Voran wir ja fleißig basteln.

    • „…möge der Mensch ja auch seine Natur erkennen…“

      Sie haben ja in folgendem Sinne ganz Recht damit, die Machtlosigkeit mit Selbsterkenntnis zu verbinden: Wenn das eigene Selbst zum Objekt der Erkenntnis werden soll, dann gilt ja folgendes: Solange ich im Objekt drin gefangen wäre, könnte ich es nicht erkennen. Erst wenn ich rauskomme aus dem Objekt, kann ich es auch von aussen erkennen.
      So betrachtet kann nur dasjenige Ich das eigene Selbst erkennen, das aus ihm rauskommt.
      Selbstlosigkeit im Sinne von Loskommen des Ich vom Selbst ist Voraussetzung der Selbsterkenntnis.

      Und in den alten Mysterien wusste man um diese Voraussetzung. Normalerweise kommt das menschliche Ich erst beim realen Tode aus dem Selbst heraus. In den Mysterien wurde eine Nahtoderfahrung ermöglicht. Die Kandidaten erhielten eine Droge, wodurch das Ich etwas rauskam aus dem Leibe. Heute nennt man das Out of body experience,
      Die das durchgemacht hatten, sprachen über den „Schrecken“ der Mysterien. Ansonsten Schweigen im Walde.

      Aber NACH diesem Durchmachen eines mystischen (vermeintlich realen)Todes wurde das Ich wieder in den Leib zurückgeführt. Es war eine Weile selbstlos und dadurch machtlos betreffs des eigenen Körpers, spiegelte sich von aussem daran und erlangte so eine Geist-Erkenntnis= Initiation.
      Doch diese Erkenntnis stellten sie in den Dienst ihres Volkes oder ihrer Gemeinschaft. Und manche missbrauchten das auch, um die höheren Erkenntnisse wiederum nur in den Dienst ihres eigenen Selbst zu stellen.
      Caligula war ein Initiat der antiken Mysterien. Und er demütigte die Senatoren, indem er ein Pferd zum Senator ernannte. Die römischen Cäsaren waren von Augustus an Initiaten der Mysterien.
      Als man Nero von einem Richter erzählte, der habe einen Verbrecher zum Tode verurteilt, sagte Nero dazu, man hätte genausogut auch den Richter zum Tode verurteilen können.
      Nero trat als Gottheit auf. Er konnte jeden Richter zum Tode verurteilen.
      Diese Initiaten der Mysterien wurden durch die Initiation zu einer Art von Superpsychologen, die jederzeit anderen ihre Macht nahebrachten. Und das hing auch damit zusammen, dass sie bei der Initiation durch einen Zustand völliger Machtlosigkeit hindurchgeführt worden waren.

      Paulus war – als er noch Saulus hiess – ein Initiat der griechischen Mysterien gewesen.
      Und dann wurde er vor Damaskus zum Initiaten des viel grösseren Mysteriums von Golgatha.

    • Ich verbinde die Selbsterkenntnis nicht mit der außerkörperlichen Erfahrung, sondern mit der Befähigung zur Selbstreflektion. Es stimmt, die Nahtoderfahrung ist ein mächtiges Erlebnis. Sie als Beweis für das Zutreffen für Legenden und Mythen über das Leben nach dem Tode heranzuziehen, halt ich schlicht für falsch. Die sind was sie sind… Geschichten. Was Sie beschrieben ist wohl eher das Resultat einer fehlerhaften oder beeinflussten Selbstwahrnehmung des Gehirns, die u.a. durch den Strebeprozess ausgelöst werden kann und sich inzwischen in einer entsprechenden Versuchsanordnung beliebig reproduzieren lässt:

      http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-18217-2014-11-07.html

    • @ Major Barf: “ Selbsterkenntnis“

      Wenn Sie so denken, wie Sie es tun, dürften Sie eigentlich gar nicht sagen: “ Ich denke.“ Sondern eigentlich müssten Sie sagen: “ Mein Gehirn denkt.“

    • Das ist ein Frage der Perspektive. Ich bin ja mein Gehirn und mein Gehirn bin ich. Also kann ich, ohne mir Gedanken über mein bewusstes Selbst machen und wie dies zustande kommt, einfach so meinem Alltag nachgehen. Oder ich nehme die Perspektive der Forschers an und mach mich selbst zum eigenen Studienobjekt. Je nach Gusto.

    • @ Major Barf: “ Ich bin ja mein Gehirn…“

      Sie identifizieren sich mit etwas, das zu Staub zerfallen wird. Wer sich an ein voriges Erdenleben erinnert oder sich an vorige Inkarnationen erinnert, der denkt ganz anders. Seit mir eine konkrete Erinnerung an ein voriges Leben aufblitzte, denke ich da ganz anders. Und ich bin ja nicht die einzige Person, die soetwas erlebt.
      Im Blog „Fassadenkratzer“ ist ein Fall dokumentiert, der keine Zweifel mehr offenlässt.
      Und auch ich muss da gar nicht zweifeln.

  6. Willy Wimmer ist kein Hoax was manch einer innerhalb der Trutherszene gerne behauptet, vielmehr ist er ein staatstragender Deuscher, welchen wir so dringend wie selten zuvor in Berlin bräuchten. Zurecht wünschte sich ein Zuhörer beim Bautzner Podium einen 30 Jahrr jüngeren Wimmer, was ihn sichtlich schmeichelte.

    Er weiß auch serwohl über die fehlende Souveränität innerhalb der BRiD bescheid und sieht sie aus unausweichlich. Ich kann denjenigen Schreiber- und Leserlingen hierzuforum sein Buch: Die Wiederkehr der Hasadeure, welches er zusammen mit dem ebenso staatstragenden und historisch weitblickenden Wolfgang Effenberger sehr empfehlen, ebenso das Video welches Willy Wimmers nationale Haltung gegenüber dem wunderschönen Deutschland entspricht. Wimmer ist eine wichtige Quelle für jeden Geschichtsinteressierten, seine Zusammenarbeit mit KenFM sowie weiteren außerparlamentarischen Gruppen und Medien sind ein Meilenstein. Besonders schätze ich,dass er sich an keinen Links,Rechts Grabenkämpfe innerhalb der Alternativen Medien, welche ich gerne als APO bezeichne, beteiligt.

    Chapeu Rheinländer Willy.

    https://www.youtube.com/watch?v=zDypctliM4w

    • Von mir auch ein „Chapeau“ an Herrn Wimmer. Und einen großen Dank für seine unermüdliche, aufklärende und so wichtige Arbeit! Wir brauchen Sie ganz ganz dringend – in Deutschland und in Europa.
      Sie sprechen mir immer wieder aus dem Herzen und machen mir Mut trotz der Machenschaften, die m.M. nach jeglichen Sinn und Verstand verloren haben.
      Mich beunruhigt das Treiben der politischen und wirtschaftlichen „Eliten“ sehr, darum bin ich um so dankbarer für die Arbeit all derer, die sich für uns alle einsetzen!

  7. @ Willy Wimmer: “ In einer solchen Lage schwächt das politische Berlin die Grundlagen Deutschlands und Europas. Für wen eigentlich ? Mit welchem Ziel ?“

    Diejenigen Kreise, die hinter der FED stehen, die die Wirtschaft als eine Waffe betrachten, werden wahrscheinlich das Licht der Oeffentlichkeit scheuen. Warum sonst gründen sie Geheimgesellschaften ? Gewiss nicht, um Transparenz zu realisieren, eher das Gegenteil: Undurchschaubarkeit. Die Frage, für wen persönlich die Grundlagen Deutschlands und Europas destabilisiert werden, wird wohl zunächst offen bleiben.

    Die Frage, mit welchem Ziel das geschieht, kann man etwa daran erkennen, welche Strategie angewandt wird.
    Europas geographische Lage ist ja geradezu ideal dafür, es einzukesseln. Derzeit ist es wie in einem Schraubstock eingespannt, an dem die Bankenkartelle sitzen, welche die Flügelschraube immer fester zudrehen. Und das politische Berlin ist deren Helfershelfer. Es ist dazu da, die staatliche „eigene“ Souveränität ad absurdum zu führen.
    Das politische Berlin repräsentiert die Souveränität der Grossbanken, die to big to fail sind.
    Wenn Personen irgendwie unselbständig sind und ihre eigenen Belange unfähig sind, selber zu regeln, setzt man denen einen Betreuer vor die Nase. Und der bekommt dann Kotovollmacht und so weiter und bestimmt weitestgehend über den Betreuten. Nun ist Deutschland keine Person. Doch es wird wie eine geistesschwache Person behandelt.

    Alles Deutsche wird in den Dreck gezogen. Die heute lebenden deutschen Generationen werden zum Empfinden einer Kollektivschuld angeleitet, die es jedoch gar nicht gibt. Merkel hat de facto das GG ausser Kraft gesetzt oder ignoriert, was drinsteht. Di Fabio hat dazu ja ein Gutachten geliefert. Nationales Verfassungsrecht ist nichts mehr wert. Auf der anderen Seite tut dieser „deutsche Staat“ alles dafür, die Staatsgrenzen aufzulösen.
    Ein Staat ohne Staatsgrenzen ist wie ein Haus ohne Mauern und Dach. Die sogenannte „Deutsche Bank“ ist längst in den Händen der Engländer. All das ist nur noch Maskerade.
    Und die Wirtschaftssanktionen gegen Russland schwächen die deutsche Wirtschaft im Ergebnis.
    Die Tatsache, dass Merkel ausgerechnet von der Kalergi – Stiftung einen Preis erhielt, lässt zumindest ahnen, mit welchem Ziel das alles geschieht. Ich empfehle, einmal über Graf Coudenhove-Kalergi im Internet zu recherchieren.
    In dem Zusammenhang empfehle ich auch, über Thomas Barnett zu recherchieren, der auf Kalergis psychopathologischem Irrsinn eine antieuropäische militärische Strategie entwickelt.

    Das Ziel ist ein europäischer, von Brüssel aus zentralistisch regierter „Bundesstaat Eurozone“ nach Vorbild der früheren „DDR“. Um den realisieren zu können, muss Brüssel alles Unterschiedliche der europäischen Nationen glattbügeln.
    Also man muss die deutschen Gestze durch TTIP de facto abschaffen. Und man muss dafür sorgen, dass innereuropäische Zollgrenzen fallen, damit die Globalisieren den neuen Staatskapitalismus für ihre eigenen Interessen ausnützen können.
    Da steht dann Verbraucherschutz und Naturschutz an allerletzter Stelle, und an die Stelle von Meinungsfreiheit treten dann Antidiskriminierungsgesetze. Also purer Geistdespotismus.
    Und um Europa auch noch die allerletzte Chance auf wirtschaftliche Mündigkeit und Selbständigkeit rauben zu können, kesselt man Russland ein, um es von dieser „Eurozone“ zu trennen. Wirtschaftliche Souveränität Europas wäre nur durch eine Verbindung zum riesigen russischen Markt zu ermöglichen. Das wissen die Feinde des unabhängigen Mitteleuropas sehr genau. Deren Wirtschaft ist deren Waffe, mit der sie zuerst die deutsche Wirtschaft in den Ruin treiben wollen.
    Die „Ware“, die sie der „Eurozone“ abkaufen wollen, sind die arbeitenden Europäer, die sie bei solcher Politik dann zum Sonderpreis bekommen wollen. Europäer sollen die neue „Leichtlohngruppe“ werden.

    • Hallo,
      Frage zu:
      „Das Ziel ist ein europäischer, von Brüssel aus zentralistisch regierter „Bundesstaat Eurozone“ nach Vorbild der früheren „DDR“. Um den realisieren zu können, muss Brüssel alles Unterschiedliche der europäischen Nationen glattbügeln.“
      Was hat das mit der „DDR“ zu tun?
      Das Brüssel und die EU sich zu einer Diktatur mausert. Da stimme ich zu.
      Das „die DDR“ da Vorbild sein soll, erschließt sich mir nicht.
      Ich hab „die DDR“ in vielen Fassetten erlebt.

    • “ Was hat das mit der „DDR“ zu tun ?“

      Es ist ein Vergleich, der etwas hinkt. In der „DDR“ liess ja auch der kapitalistische Westen billig produzieren.
      Und wenn nun die Amis hier die „Eurozone“ aufbauen, dann haben sie wieder solche ähnlichen Verhältnisse.
      Da schlagen sie zwei Fliegen mit einer Klappe. Erstens wäre eine zentralistisch regierte „Eurozone“ ohne den russischen Absatzmarkt komplett von Amerika abhängig. Zweitens wäre eine solche „Zone“ keine Konkurrenz für die Angloamerikaner.
      Und wer treibt diese wirtschaftliche Selbstentmündigung Mitteleuropas auf die Spitze ? Eine Frau, die in der ehemaligen „DDR“ geschult wurde, sozialisiert worden ist. Dieser Raubtierkapitalismus, der nach der Weltherrschaft greift, der ist ja ein kommerzielles Ding, ein Kommerzium. Und der braucht ja, um Staatskapitalismus neu realisieren zu können, eine neue Art von „Sozialismus“ irgendwo in der Welt. Dafür soll nun die „Eurozone“ herhalten.

      Wenn da zwei Läden irgendwo sind, die sich gegenseitig Konkurrenz machen, dann ist es die grösste Befriedigung für einen der Geschäftsinhaber, wenn er den Konkurrenten zuerst in den Ruin treibt und nachher zu dem Ruinierten sagt: “ Bei mir ist noch eine Stelle am Fliessband frei. Da kannst du billig arbeiten und musst nicht verhungern. “
      Da kommt der sich noch wie ein Wohltäter vor.
      Das „Geschäftsmodell“ ist Staatskapitalismus. Die „Betreuer“ der wirtschaftlichen Selbstentmündigung sind die Politiker, und die Geschäfte sollen nur noch über diese Beamtenklasse laufen. Deswegen befürwortet Politik diese TTIP Geheimverhandlungen mit dem Ami. Da entscheiden dann in Amerika die Rechtsverdreher der privaten Banken über die europäische Wirtschaft. Und die hiesige Politik geniesst dadurch Immunstatus, dass sie dem ESM zugehört. Schäuble z.B. gehört zum ESM. Das ist genau betrachtet eine Bank !

  8. „dass die Zukunft der Menschheit nicht länger auf einzelnen Nationen und Kulturen, sondern auf einer vermischten Superkultur beruhe“

    Würde dies bedeuten dass, entlang nationaler und kultureller Unterschiede, nicht mehr gespalten und aufgehetzt werden kann, hielte ich dies für eine Friedensstiftende Maßnahme. Ein interkulturelle Identität als Spezies würde uns alle erhellen. Denn ungeachtet unterschiedlicher lokaler Bedürfnisse gibt es doch ein übergreifendes Interesse. In Frieden leben! Lieder ist wohl genau dieses hier nicht gemeint. Vielmehr wohl der Wunsch nach noch mehr Macht, in noch weniger Händen.

    Aus meiner Sicht dürfte es keine, den Globus umspannende, Regelungsstruktur geben. Leider ist die Akkumulation von Macht und Einfluss ein dem Menschen zu Grunde liegender Trieb. Oder anders gewendet: Der Intelligenz des Menschen dient ihm scheinbar nur dazu seine niederen Instinkte zu befriedigen. Daher scheint mir die Machtlosigkeit der einzig funktionierende Selbstschutz zu sein. Erkenne dich selbst, oh Mensch.


    • Würde dies bedeuten dass, entlang nationaler und kultureller Unterschiede, nicht mehr gespalten und aufgehetzt werden kann, hielte ich dies für eine Friedensstiftende Maßnahme. Ein interkulturelle Identität als Spezies würde uns alle erhellen. Denn ungeachtet unterschiedlicher lokaler Bedürfnisse gibt es doch ein übergreifendes Interesse. In Frieden leben!

      Das sich abseits nationaler und kultureller Unterschiede immer andere Gründe finden lassen um Menschen zu spalten und gegeneinander aufhetzten zu können zeigt schon der Fußball, oder die Parteien der Politik.
      In diesem Sinne also kann die Abschaffung der Nationen nicht eine Friedensstiftende Maßnahme sein.
      Sie ist vielmehr eine Maßnahme zur Abschaffung der Selbstbestimmtheit und Selbstorganisation der Menschen, denn nichts anderes als Selbstbestimmung sind Nationen und Kulturen. Was abgeschafft gehört sind die Parteien und nicht die Nationen. Wenn es irgendwo Unstimmigkeiten gibt wie zwischen GB und Schottland, Spanien und Katalonien oder in der Ukraine so kann Frieden nur durch Abspaltung und Erzeugung neuer Nationen hergestellt werden.
      Wenn sie die Versklavung und Beherrschung der Menschen als Friedensstiftende Maßnahme sehen, so irren Sie sich. Es ist dann nur noch ein ewiger Krieg den die versklavten Menschen nicht mehr gewinnen können. Die Herrscher haben dann ganz sicher nicht das Glück der Menschen als Ziel.

    • @ Eiszeit
      Ich dachte mir die Kulturen übergreifende Identität als Spezies nicht als „entweder oder“ Betrachtung, sondern als ergänzendes Wissen, welches man bei seinen Entscheidungen berücksichtigt. Das muss nicht bedeuten die Nationalstaaten aufzugeben. Im Übrigen finde ich finde ich sollte man unterscheiden, was Herr Wimmer hier nicht tat, zwischen einer Nation als technokratisches Konstrukt und einer Nation/Kultur als Identität stiftendes Konglomerat. Solche Gesinnungszusammenkünfte sind auch immer der kleine Bruder des Rassismus. Aus dieser Zugehörigkeit heraus lässt es sich leicht auf andere Ziegen, die natürlich die Bösen sind, während man selbst zu den Guten zählt. Die Geschichte zeigt ja wohl eindeutig was geschieht wenn man Identität überhöht oder es zulässt dass sie missbraucht werden. Natürlich habe Sie Recht, dass spaltet wer spalten will. Aber der Frieden liegt in der Gerechtigkeit und dann mag es unerheblich sein wie Grenzen verlaufen.

    • @ „Friedesstiftende Massnahme“ und „interkulturelle Identität als Spezies“

      Was eine interkulturelle Identität stiften kann, ist das Christentum: Galater 3:28

      „Hier ist kein Jude noch Grieche, hier ist kein Knecht noch Freier, hier ist kein Mann noch Weib, denn ihr seid allzumal einer in Christo Jesu.“

      Was in Zukunft kommen wird, sind Kriege zwischen den sog.“Rassen“. Wenn man meint, man müsse nur die sog.“Rassen“ bzw. Kulturstufen kräftig durchmischen, dann müsse Frieden im Ergebnis dabei herauskommen, wäre das ein fataler Irrtum. Bestimmte materielle Stoffe sind für sich genommen ganz harmlos. Doch wenn man sie miteinander vermengt, entsteht Sprengstoff.

    • @ Michaela
      ES steht den Staaten schlicht nicht an, in irgendeiner Form bezüglich Rassen oder dem, was irgendwelche Politpropagandaisten als ‚Rasse‘ definieren, zu diskriminieren oder zu trennen.
      Ganz im Gegenteil.
      Im Übrigen glaube ich in keinster Weise an einen ‚Rassenkrieg‘. Die aktuellen Kriegstreiber wollen genau das nicht – was ich sogar eindeutig positiv finde. Wenn man den Lobbyisten der aktuellen westlichen Politik eines NICHT unterstellen kann, dann ist das Rassismus. Die ziehen zwar derzeit ein plattes und auch gegen westliche Bürger gerichtetes ‚Teile und Herrsche‘ ab, das in der Tat sinnlose Kriege befördert und westliche und christliche Werte gefähdet. Aber da beziehen die sich auf Nationen und Territorien, die sie für ihre Wirttschaftsinteressen einnehmen wollen – vergleichbar mit den ‚Distrikten‘ bei den ‚Tributen von Panem‘, die Trilogie kann als eine Art Warnung dienen wohin das führen kann. Der Rassenbegriff interessiert die nicht – und entgegen der Grüchte (die meist kaum stimmen) denke ich, dass führende Geheimpolitik-Bünde wie die Freimaurer in der Tat nicht rassistisch sind, Islamisten sind das übrigens auch nicht.
      Rassisten schaffen es wie militante Kommunisten vielömehr, dass die Politik der Spalter und Geheimbünde im Extremfall WIRKLICH sogar das eindeutig kleinere Übel ist. Ich z.B. sehe die aktuelle ‚Falkenpolitik‘ (z.B. in Libyen) wirklich kritisch, aberim Vergldich zu einer kommunistischen oder gar rassistischen Regierung würde ich diese westliche Lobbypolitik aber sogar eindeutig bevorzugen – als eindeutig kleineres Übel.

    • @ Michael Kanellos: „Kriegstreiber“

      Ich hoffe, es klappt mit dem folgenden Link zur Juristin im österreichischen Verteidigungsministerium, Mag.a jur. Monika Donner, im Gespräch mit Prof.Michael Vogt.
      Gegenstand des Gespräches über Massenmigration als Waffe ist der US Militärstratege Thomas Barnett, ein gelehriger Schüler des Psychopathen und Rassisten Kalergi. Merkel erhielt einen Preis der Kalergi Stiftung.

      https://www.youtube.com/watch?v=r_OlsMEpo

    • @ Michaela
      Ich fände/finde es schon erschreckend, wenn europäische Justizpolitiker diese nicht existente (bzw. nur als Propagandabegriff existente) ‚Migrationswaffe‘ aufgreifen (würden). Wenn die ‚F’PÖ oder die ‚AfD‘ regieren würden, würde das sicher drohen. Allerdings sehe ich in diesem Video keine Juristin des Verteidigungsministerium – oder habe ich da etwas übersehen?

      Real passiert nachweislich das genaue Gegenteil einer sogenannten ‚Migrationswaffe‘:
      – Seit Jahren führen WIR (also die NATO) Kriege, gewinnen diese sogar, und als Resultat entstehen nicht etwa westliche Demokratien, sondern Territorien, in die westliche Bürger nicht einmal offiziell als Touristen einreisen dürfen.
      – Deutsche (und österreichische) Bürger sind wie alle EU-Bürger weltweit bezüglich Reisefreiheit massiv privilegiert. Die Bürger vieler afrikanischer und asiatischer Staaten (Territorien mit pseudosouveränen Marionettenregierungen) können de facto kaum nach Europa oder in andere Industriestaaten reisen.
      – Es ist offensichtlich, dass das im Interesse der aggressiven Reichen- und Arbeitgeberlobby liegt (der allerdings nicht alle Reichen angehören, viele Reiche legen Wert auf Selbständigkeit und haben nichts mit solchen Bünden am Hut). Wie schon von mir hier oft erklärt: Deren praktisch einziges Ziel ist, dass ihre KInder und Enkelkinder ohne Arbeit und ohne Risiko auch reich sind. Wenn es viel Migration gibt, hat die Weltwirtschaft alleine dadurch große Veränderungen, Konkurrenz und dynamische Märkte. Das würde für die jetzt Reichen das Risiko massiv erhöhen, Reichtum zu verlieren. Daher wollen die Reichenlobbyisten einfach ausgedrückt, dass die Leute ‚da bleiben, wo sie sind, arbeiten, und irrationale Ängste haben, aber keine Ängste vor realer Entrechtung‘.
      – Bezüglich der irrationalen Ängste kommt sowas wie diese ‚Migrationswaffe‘ ins Spiel, Schreiber wie dieser Kalergi erreichen damit zwei Dinge: Es werden irrationale Ängste geschürt und Migration wird schlechtgemacht – wie von den Lobbyisten gewüscht.
      – Und es gibt noch einen dritten Effekt, der gerade aktuell sogar ‚eingesetzt‘ wird: Wenn die Strategien der Lobbyisten schiefgehen wie z.B. in Syrien, brauchen sie eine Ablenkungskampagne und sie wollen auf jeden Fall verhindern, dass linksalternative oder radikalliberale Kräfte den Protest auffangen. Für sowas dienen dann Rechtspopulisten, die sowas wie die ‚Migrationswaffe‘ aufnehmen, Wohlgemerkt, die mögen Rechtspopulisten eigentlich nicht, aber die sind denen lieber als echte Alternativkräfte.
      – Und last, but not least: Migranten sind keine Maschinen und keine Waffenmunition. Also kann man sie auch gar nicht so ‚einsetzen‘. Migranten haben alle ihre eigenen Gründe und ihre eigene Geschichte.

      Fazit: Die ‚Migrationswaffe‘ existiert nicht außer als mehrfach verwendeter Propagandabegriff der aggressiven Reichen- und Kriegslobby.

    • PS: Ich leugne nicht, dass es derzeit innerhalb Europas (und da zähle ich die Türkei dazu) bekanntlich diese unterirdische Verweigerungshaltung bis hin zum Geschacher bezüglich der Flüchtlinge gibt. Das ist aber nach meinem Eindruck keine geopolitische Strategie, sondern
      – im Fall des Verhaltens der Regierungen Ungarns, Österreichs und Griechenlands während der sogenannten ‚Flüchtlingskrise‘ ein blanker und kurzsichtiger Affront gegen die Bundesregierung
      – im Fall der Türkei ein weiterer Tiefpunkt im öffentlichen Auftreten der türkischen Regierung (die sich das aber genau wegen der Unfähigkeit einiger EU-Regierungen so erlauben kann).

      Wenn man sich das mal selbst anschaut, und zwar bezüglich der Fakten, sieht man, dass die, die daraus am lautesten per Propaganda ein Problem machen wollen (und das auch zum Teil schaffen, da die EU wirklich offene Grenzen innerhalb ihres Gebietes behalten muss), die sind, die sich völlig unkonstruktiv verhalten.

    • PPS: Ich betone nochmals, dass ich ohne die Massenmedien wirklich praktisch nichts von den Flüchtlingen gemerkt hätte – trotz der Tatsache, dass Deutschland sich praktisch allein (als Staat) um das Thema gekümmert hat. DAher auch meine vielleicht etwas radikalen Aussagen zu diesem Thema. Was ich selbst merke und mitbekomme, ist für mich bei solchen innenpolitischen Themen inzwischen auch ausschlaggebend – ich habe den Eindruck, dass die Propaganda der Massenmedien inzwischen nicht nur physikalische Gegebenheiten ignoriert (wie bei 9/11), sondern auch das, was man täglich WIRKLICH bemerkt.
      Und ich finde es ein wenig schockierend, wie frappierend das funktioniert.

    • @ Michael Kanellos: “ Allerdings sehe ich in dem Video keine Juristin des Verteidigungsministerium- oder habe ich da etwas übersehen ?“

      Es sind ja nur zwei Leute in dem Video zu sehen. Prof.Michael Vogt und Mag. a jur. Monika Donner. Das ist die grosse, breitschulterige Person mit den langen Haaren und den lackierten Fingernägeln, die früher mal offiziell als Mann galt, die heute offiziell als weiblich gilt, was sich vielleicht nicht jedem auf den ersten Blick erschliesst.
      Mir scheint, sie ist eine österreichische Geheimwaffe mit 1 Meter 90 cm oder so Körpergrösse.
      Angeblich die erste Transsexuelle in Oesterreich, die sich nicht hat um-operieren lassen müssen, um weibliche Papiere zu bekommen. Früher als Mann beim Bundesheer tätig. Heute Juristin beim Verteidigungsministerium.

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