Tabus versus Tabula rasa

Von Dirk C. Fleck.

Ich glaube es war der unverwüstliche, schätzenswerte Erhard Eppler (SPD), der einmal gesagt hat, dass die Naturvölker vermutlich keinen wesentlich ersprießlicheren Umgang mit der Natur gepflegt haben als wir, sie hatten nur keine Motorsägen. Als Lacher kommt das gut, das Zitat vermittelt sogar einen kurzen Moment das Gefühl, als sei vielleicht mehr als ein Körnchen Wahrheit daran.

Müßig darüber nachzudenken. Ob die Motorsäge auch unter Völkern eingeschlagen hätte, die als Gemeinwesen funktioniert haben, in denen die Frauen geachtet und die Kinder in jedem Fall geliebt wurden, wage ich zu bezweifeln. Das Körnchen Wahrheit aber will ich gar nicht infrage stellen. Als die Maori Neuseeland besiedelten, haben sie die tierischen und pflanzlichen Ressourcen derart unachtsam geplündert, dass ihr Lebensraum kaum noch etwas hergab. An dem Punkt sind wir auch bald. Aber während unser Giersystem immer noch einen draufsetzt, die Katastrophe also bewusst in Kauf nimmt und die Menschen darüber belügt und betrügt, kamen die Maori zur Besinnung. Notgedrungen, denn ihr Land gab so wenig her, dass es bereits Fälle von Kannibalismus gab. Also erklärten sie die am stärksten geschädigten Gebiete zu Tabuzonen, in denen nicht gejagt, gefischt oder Holz geschlagen werden durfte. Manche Zonen waren für Menschen ganz gesperrt. Erst wenn die Natur in ihnen wieder auferstanden war, wurde das Tabu gelöst. Jetzt galt es für jene Regionen, die das Volk bisher ernährt hatten und die auch ihre Atempausen brauchten. Auf diese Weise entstand ein gesunder Kreislauf – Mensch nimmt und Mensch lässt in Ruhe. Die Natur weiß zu schätzen, wenn das Scheinwerferlicht unserer Aufmerksamkeit gelegentlich über sie hinweg streicht. Dann produziert sie dauerhaft genug für alle.

Die Maori haben das gut gelöst, finde ich. Mit einem Gefühl der Ehrfurcht der Natur gegenüber, mit einem religiösen Gefühl, mit Spiritualität hatte das womöglich gar nichts zu tun, wie die Träumer unter den Zivilisierten ja gerne vermuten, wenn von den Naturvölkern die Rede ist. Und trotzdem verbindet ein der Logik folgendes nachhaltiges Wirtschaftssystem die Menschen unbewusst mit einer anderen Realität. Der Zustand unserer Umwelt hat Einfluss auf unser Denken  und auf unsere körperliche  Verfassung, wer wollte das leugnen. Das nennt  man Bioresonanz. Für einige Naturvölker ist die Bioresonanz der Indikator ihres Bewusstseins. Die Bioresonanz erkennt das aufeinander Eingehen und die gegenseitige Verantwortung von Individuum und Umwelt. Die Tsalagi sagen, dass jeder Mensch eine Gabe hat, und die besteht in der Beziehung zur Umwelt. Diese Beziehung dreht sich nicht um Landschafts- oder Wasserschutz, sie wirkt in deiner unmittelbaren Nachbarschaft, sie wirkt auf deine Familie und Freunde und die wiederum haben ebenfalls Familien und Freunde – wenn unsere Eliten könnten, würden sie der Bioresonanz das Handwerk legen. Die Tsalagi sagen also, dass die Resonanz ihrer geistigen Stabilität einen wesentlichen Einfluss auf ihre Mitmenschen und die Natur ausübt. Deshalb betrachten sie sich als spirituell verpflichtet, sie betrachten es als ihre Pflicht, ihre Herzen und ihren Geist zum Wohle aller Wesen klar zu halten.

Gegenseitigkeit ist eine jener wichtigen Prinzipien, die wir erst wieder lernen müssen zu verstehen. Wenn wir geben, empfangen wir, so einfach ist das. Die Cherokee-Schamamin Dhyani Ywahoo sagt: „Wenn wir den Zyklus der Gegenseitigkeit begreifen, werden wir fähig, uns von der Anbindung an die bestehenden Verhältnisse zu lösen. Wenn wir zurückfinden zu gemeinsamen Ritualen ist schon viel gewonnen. Rituale bauen stärker auf als Worte. Sie sind das Geflecht, das die Seile der Brücke bildet, die dich ans Ufer der Weisheit bringt, jenseits des Meeres deiner Ignoranz.“

Hunderttausende, ja Millionen und Abermillionen Menschen wissen inzwischen und sagen es auch, dass wir keine Verantwortung mehr für die Erde übernehmen, dass sie leidet. Aber wir meinen damit die da oben, die anderen, es sind immer die anderen, die Schuld haben. So geht das nicht. Schuldzuweisungen gehen nicht, auch wenn die Verbrechen deutlich zugeordnet werden können. Das Problem entsteht im Geist von uns allen und dort wird es gelöst. Im Geist nämlich sind wir mit allem verwandt. Ist das wirklich so schwer zu verstehen? Offensichtlich schon. Denn wir alle sind es, die Kritiker eingeschlossen, die täglich am Rad der Vernichtung drehen. Ohne unsere Unterstützung (wieviele Menschen ändern schon ihr Konsumverhalten?) könnten derart katastrophale Verhältnisse, wie wir sie in aller Kürze zu konfrontieren haben, nicht entstehen.

So werden die Dinge aller Voraussicht nach ihren schrecklichen Lauf nehmen. Denn Weisheit entsteht unter Verschluss. In der Auster unseres Bewusstseins. Als Irritation. Das kann einen ganz schön nervös machen. In  diesem nervösen Zustand befinden wir uns gerade. Wann endlich begreifen wir, dass diese Irritation sehr bald von faszinierenden Schichten kristalliner Strukturen umhüllt wird? Dass wir dieses Kleinod in die Hand nehmen, uns damit schmücken können. Das eine andere Welt, eine andere Gesellschaft möglich ist, wenn wir es nur wirklich wollen. Das der Drops gelutscht ist, habe ich an anderer Stelle mehrfach deutlich betont, das muss in diesem doch sehr positiv ausgerichtetem Artikel ja nicht auch noch gesagt werden …

„Wenn ihr nicht ein bisschen von der alten Wärme ins Leben zurückholt, erwartet euch ein schreckliches Verderben“.

D. H. LAWRENCE (1885 – 1930), britischer Schriftsteller

„Es gehört zum Schwierigsten, was einem denkenden Menschen auferlegt werden kann, wissend unter Unwissenden den Ablauf eines historischen Prozesses miterleben zu müssen, dessen unausweichlichen Ausgang er längst mit Deutlichkeit kennt. Die Zeit des Irrtums der anderen, der falschen Hoffnungen, der blind begangenen Fehler wird dann sehr lang“.

CARL J. BURCKHARDT (1891 – 1974), Schweizer Diplomat, Essayist und Historiker

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Artikels.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

45 Kommentare zu: “Tabus versus Tabula rasa

  1. „Tabus versus Tabula Rasa“ ist ein guter Titel, unter dem gerade heute die gravierendsten Problematiken beschrieben werden können….und natürlich de facto auch kontrovers diskutiert werden, wie man hier sieht. Gerade haben wir unterdessen das Problem, ob man auf jedem Niveau miteinander kommunizieren kann, bzw. ob man auf abwegige Unterstellungen oder beleidegnde, unsachliche Kommentare(Stichwort: ad hominem) überhaupt noch reagieren sollte.
    Ich finde, das kann nur jeder selbst von Fall zu Fall entscheiden. In der Regel antworte ich nur, wenn ich mich irgendwo
    auch noch angesprochen fühle. Zeugt das Kommentar von null Fachwissen und ist noch zusätzlich willentlich beleidigend, ist eine persönliche Antwort ja eigentlich sowieso sinnlos. Aber ich habe mit der Zeit gelernt, gerade solche Kommentare dafür zu nutzten, um umso mehr von der Materie, um die es da gerade geht, zu vermitteln, wenn es mir wichtig genug ist. Und wichtigst ist mir immer alles, was mit Gewalt zu tun hat, denn darunter leidet ja das ganze Leben auf diesem Planeten immer schon am meisten: An psychischer und physischer Gewalt, ausgeübt von unserer Spezies!
    Es sind bisher immer genau an falscher Stelle richtige Tabus gebrochen worden(bspw. mutwillioges, rituelles Blutvergiessen, Das Brechen von Menschenrechtsverträgen) und an richtiger Stelle werden immer noch die falschen Tabus aufrecht erhalten(Festhalten an überlebten Systemen mit ihren Ikonen und deren Kritikverbot)! Was wir jetzt brauchen nach Jahrtausende währendem Anwachsen und Raffinieren von Lüge und Gewalt ist tatsächlich TABULA RASA in allen Bereichen.

  2. Wenn jeder seine an andere gerichteten Ratschläge verinnerlichen würde, dann wäre die halbe Welt schon gerettet und wenn jeder sein Ausreden, Schuldzuweisungen unterlassen würde, die er aus persönlicher Schwäche nur nutzt, dann ist 3/4 der Menschheit gerettet.Gut ,will ja nicht übertreiben, aber Deutschland wäre viel erträglicher!
    Ein neuer Weg fängt immer bei einem selbst an.
    Wie heißt es doch so schön?:Willst du etwas erreichen was du noch nicht erreicht hast hast, dann musst du etwas tun, was du noch nie getan hast!
    Nicht reden, handeln ist angesagt, beginnend bei sich zu Hause..Vor allem denen gegenüber, die man absolut nicht leiden kann.Schwere Kost!

    • „Willst Du etwas erreichen, was Du noch nicht erreicht hast, dann musst du tun, was Du noch nicht getan hast!“
      Ja, das ist so einfach gesagt wie auch tief weise! Wenn der Mensch nur noch als Gewohnheitstier dahinvegetiert, missbraucht er nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch alles andere. Kein Mensch ist unschuldig an diesem Desaster und wir haben alle genug zu tun, uns zu entschuldigen! Das ist der gravierende Unterschied zwischen uns und anderen Arten: Wir sind die Schuldigen unter den Unschuldigen!

    • Bitte kommen Sie mir nicht mit dem! Der hat je nach Wetterlage sein Maul aufgerissen und seine angebliche Tierliebe habe ich ihm aus guten Gründen auch nie abgenommen. Dieter Hildebrandt hat einmal den Nagel auf den Kopf getroffen, als er ihn spöttisch den „Graugans- Galilei“ nannte. Lorenz hat völlig hirnverbrannte angeblich „wissenschaftliche“ Verhaltensforschung mit Tieren beschrieben, z.B. wie er zwei Fischmännchen „feine Schnitte“ beigebracht und sie dann zusammen in ein enges Becken gesetzt hat Als sie dann sofort agressiv aufeinander losgingen, sollte das als Beweis für seine „AgressionsTriebtheorie“ herhalten. Ich habe diesen Mist selber gelesen.Dabei hatte vorher schon Sigmund Freud diese verkehrte These aufgestellt. Es gibt genauso wenig einen „Agressionstrieb“, wie es einen „Heul“-oder „Flucht-Trieb“ gibt. Das sind Reaktionen. Es ist vermutlich kein Zufall, dass diese Agressionstriebthese (von Freud) im Europa des Dritten Reiches aufgekommen ist und viel Auftrieb bekommen hat.

    • Verkehrt und These in einem Zusammenhang genannt – köstlicher Widersinn – gewürzt mit Freud-Bashing… ja, wie im ersten Semester. Bitte mehr davon.

    • Diese These ist übrigens schon von viele Psychologen falsifiziert worden, u.a. von Prof.med. joachim Bauer, Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut, lehrt an der Universität Freiburg. Für seine Forschungsarbeiten erhielt er 1996 den Organon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Biologische Psychiatrie.
      Er schreibt in seinem Buch „Schmerzgrenze“ u.a. folgendes:
      „Richtig bekannt wurde der „Agressionstrieb“ durch den Biologen Konrad Lorenz(1903-1989). Dieser hatte aufgrund seiner Linientreue in den Jahren des Naziregimes seine akademischen Weihen erlangt, 1940 war er zum Hochschullehrer in Königsberg berufen worden. Im Deutschland der 30-er Jahre waren die aggressive Attitüde und das „Recht des Stärkeren“ inzwischen zur Staatsräson erhoben worden. In seinem 1963 erschienen Buch „Das sog. Böse“(wo ich auch den Blödsinn über die fischlichen Aggressionstrieb gelesen hab, gez. Veganislove) führte Konrad Lorenz den „Aggressionstrieb“ als „primären Instinkt“ in die Biologie des Menschen ein, wobei er sich ausdrücklich auf Sigmund Freud berief. Unter Bezugnahme auf Charles Darwin(den er insoweit komplett missverstand)und auf spezifische Beispiele bei verschiedenen kleinen Fischspezies(die sofort in agressives Verhalten verfallen, wenn ein anderes Individuum sich ihrem Revier nähert) formulierte Konrad Lorenz seine Theorie vom primären Aggressionstrieb des Menschen. Obwohl die von ihm angeführten Tierbeispiele allesamt reaktive, im Dienste der Verteidigung von Revier oder Bindung stehende Aggressionsmodi illustrierten, definierte Lorenz sie in seinem Buch als Nachweise für primäre „Angriffslust“. Den Steinzeitmenschen sah Lorenz, ohne dies empirisch zu belegen, im permanenten Kriegszustand.(…..) Bindungsbedürfnisse tauchen bei Lorenz, anders als bei Darwin, als primäres Motiv nicht auf, sondern sind das sekundäre Produkt von gegen einen gemeinsamen Feind gerichteter Aggression. Wo es keine gegen Dritte gerichtete Aggression gebe, so Lorenz explizit, könne es auch keine zwischenmenschlichen Bindungen geben. Dem komplett widersprechende Befunde der experimentellen Bindungsforschung, insbesondere die seit den 50-er Jahren durchgeführten Untersuchungen des britischen Verhaltensforschers John Bolwby(1907-1990), bleiben bei Konrad Lorenz unerwähnt. Die Tatsache, dass die „instinkttheorie“ von Lorenz von Fachkollegen grundlegend infrage gestellt wurde, konnte jedoch der bis heute fortdauernden Popularität des „Aggressionstriebes“ nichts anhaben“.

      Leider setzten sich solche verkehrt zusammenkonstruierten Thesen meistens im Großteil der Bevölkerung in jeder Beziehung viel schneller und hartnäckiger fest, als die Wahrheit. Das hat schon Goethe seinerzeit beklagt.
      Dass dieser Aggressionstrieb perverser weise so beliebt ist, hat wahrscheinlich damit zu tun, dass viele unter uns sich gern die Eigenschaften von Raubtieren andichten. Dies ist ein markantes und ernst zu nehmendes Krankheitssymptom der gesamten patriarchal beherrschten Zivilisation, und Ellenbogengesellschaften in denen
      wir immer noch leben(müssen). Ich befürchte, einer der Gründe dafür ist auch die ständig immer mehr von den degenerierten herrschenden Geld-Eliten mit Gewalt ausgeführten Unterdrückung geistiger Vielfalt und Flexibilität der Weltbevölkerung, anstatt diese zu fördern. Wir sind heute Zeuge eines Prozesses, in dem sich entscheiden muss, ob in der Menschheit das geistige Potenzial, der freie Geist, zum Überleben dieser vielleicht schwersten aller Menschheitskrisen noch aufgebracht werden kann, oder nicht.
      Hoffen tu ich deshalb immer unermüdlich nur noch auf Wunder(im Sinne von: was wir noch nicht wissen).
      Hoffen und beten.

    • Aha, soviel zum Erstsemester: Erstmal Freud-Bashing und dann mit Sekundärliteratur daherkommen.

      Das Grundübel ist, dass viele wenn es hoch kommt eine oder gar zwei, manchmal sogar eine Handvoll Bücher (meist aus demselben selbst-refferenziellen Dunstkreis) Sekundärliteratur lesen, weil ein Ringen mit der Primärliteratur, oder noch besser, mit einer eigene Realitätsschau (die beileibe nicht aus klar und deutlich und immer gültigen abgrenzbaren Falsifizierungs und Verifizierbarkeiten besteht – diese Vereinfachung wird für Lernende gemacht, die eines eigenen Blickes nicht fähig sind.) nicht zum (Auswendig) Zitier-Lern-Talent gehört.

      Dann wird Zitierfähigkeit (also Nachblabbern) brav von „verkehrt zusammenkonstruierten Thesen“ unterschieden – obwohl beides das gleiche ist – und man denkt, es gäbe da soetwas binäres, wie absolut richtig oder falsch. Weil aber 98 Prozent keine eigenes Talent zur Wissenschöpfung besitzen, fühlt man sich erlaucht in seinen Kreisen, und dann wird eine Lebens-Leistung der Wissenschöpfung mit einem unliebsamen Begriff oder Konzept, gleichgestellt, abgewatscht, weil man nicht erkennt, dass diese ‚These‘ nicht verkehrt oder richtig ist, sondern eine These, ein Werkzeug, wie ein Weg auf den Mount Everest, der funktioniert, oder nicht – und jeder Idiot, der keine Talent für Wissenschaft hat, fängt an klug zu scheißen, ohne den Mut zu haben den eigenen Weg zum Gipfel zu starten.

      Was ist denn nun Ihre Ansicht zu dem, worüber sich andere Menschen abgemüht haben? Mal sehen, ob sie etwas zu Tage fördern, das so eng und eindimensional nichtig ist, dass es falsifizierbar oder verifizierbar ist.

      Kurzum: Hier versteht jemand nicht den Unterschied zwischen geisteswissenschatlichem Denken und naturwissenschftlichem Denken, und was Thesen ans sich überhaupt liefern können.

      Übrigens Netwons Thesen, sind auch ‚widerlegt‘, von vornherein gültig nur unter Idealbedingungen (die es nicht gibt – au weia), und dummerweise wird auch ein Nazi Netwton gelehrt haben – au weia.

    • Mir war Sigmund Freud als Psychotherapeut immer schon suspekt. Ich kritisierte nicht nur seine Idee vom Aggressionstrieb, sondern seine gesamte Methodik, seelisch erkrankte Menschen durchschauen und heilen zu wollen.
      Ein wirklich großer Psychologe dieses 20. Jahrhunderts, wahrscheinlich der größte der bekannten, war aus meiner Sicht Erich Fromm.

      Der „Aggressionstrieb“ hat ein gefährliches und niederträchtiges Potenzial einer sich selbst erfüllenden Prophezeihung. Er verdankt seine Entstehung wohl den wenig erfreulichen Zeitumständen des vergangenen Jahrhunderts. Die Söhne Sigmund Freuds, Begründer der Psychoanalyse, hatten im ersten Weltkrieg gekämpft. Dieser Krieg, der in einigen Teilnehmerländern bei Ausbruch noch begrüßt worden war wie eine Olympiade, bei der sich die „Tüchtigsten“ im Sinne der natürlichen Auslese bewähren sollten, hinterließ Europa schließlich im Schock. Erstmals war aus der Luft und mit Giftgas angegriffen worden. Die Menschen waren traumatisiert. Diese Situation bildete 1920 den Hintergrund für die Postulierung eines „Aggressionstriebs“. Freud war sich seines „Aggressionstriebes“ zunächst gar nicht so sicher. Aber das Wiedererstarken des Nationalsozialismus in Europa schien dieser seiner These Recht zu geben. „Leben heißt kämpfen“ wurde eine der Leitparolen des Nationalsozialismus, der sich selbst als ein modernes, weil scheinbar biologisch fundiertes Projekt verstand. Der „Aggressionstrieb“ passte den Nazis durchaus ins Konzept. Freud allerdings, der sich selbst sogar einmal als Pazifisten bezeichnete, musste 1938 emigrieren. Dennoch verteidigte er den Krieg erstaunlicherweise in einem Antwortbrief auf Alberts Einsteins besorgte Anfrage, 1932, was man gegen das Heraufziehen eines erneuten Krieges tun könne, u.a. mit folgenden Worten: „Warum empören wir uns gegen den Krieg, warum nehmen wir ihn nicht hin wie eine andere der vielen peinlichen Notlagen des Lebens? Er scheint doch naturgemäß, biologisch wohl begründet, praktisch kaum vermeidbar.“
      Aus meiner Sicht war Freud kein großer Denker, sondern nur ein in seinem Beruf sehr ehrgeiziger, aber viel zu wenig selbstkritischer und zusätzlich noch traumatisierter Mensch. Keine seiner Thesen zur menschlichen Psyche war zukunftsfähig.

    • @ BertTom,

      oh, wir haben es hier mit einem selbstständigen Primärdenker zu tun, der die Welt aus seiner eigenen Erkenntnisfähigkeit erklärt wobei Literatur nur hinderlich wäre.

      Da kann ich natürlich nicht mitreden. Viel Spaß auf Ihrem beschwerlichen Weg zum Gipfel des Mount Everest. Mir persönlich würde es vollkommen ausreichen, wenn Sie sich mit einem Reisebericht erst wieder nach Ankunft am Gipfel melden würden.

    • BertTom: Ich empfehle Ihnen auch dringend mehr „Primär- Lektüre“ und Ausübung von Selbstreflexion, um tiefer in die Problematik ganz offensichtlich schwer erkrankten menschlichen Psyche einzudringen!

    • @ W. Schürer

      Literatur mag für Ihresgleichen hinderlich sein. Ich finde darin eigenständige Denker auf Augenhöhe.
      Dass Sie nicht mitreden können, zeigen Sie offenkundig ohne es zu wollen, dass Sie den Wiederankömmling nicht erkennen. Man bringt nichts mit, sondern lässt etwas auf der Reise zurück.

      @ Veganislove

      Köstlich weibisches Verhalten sich so _schlau-eigenständig_ an einen Kommentar ranzuhängen – für dieses Weibchengehabe gibts einen Bonuspunkt! *Drollig*

      Zu Freud gibt es für Sie zunächst eine simple Differenzierung zu lernen: Psychotherapie und Psychoanalyse.

      ‚Suspektsein‘ bringt das Erstsemesterniveau an Bewertungsmaßstab dann auch sehr deutlich auf den Punkt. Erich Fromm – wer hat den nicht gelesen – wenn Sie mit dem glücklich werden, mein Gott warum nicht, aber „ein großer Psychologe dieses 20. Jahrhunderts, wahrscheinlich der größte der bekannten“… jaja…, eher plausibel müsste ergänzt werden, der Ihnen bekannten ‚Psychologen‘.

      Zu ihrem kleinen Freud Zitat möchte ich noch anmerken: Verstehen Sie auch nur annähernd die Intention des gesagten?

      Nun kann Ich Ihnen auch sagen, wieso Sie so leicht falsch denken:

      Sie lullen sich und den Leser mit einem in sich unauffällig-unstimmigen Narrativ ein, bei dem zunächst nur die aufeinanderfolgenden Aussagen sinn ergeben müssen – und bereits genannte Ungenauigkeiten sind in diesem Narrativ wenig relevant.
      Dann tun Sie so, als hätten Sie mit dieser Aneinanderreihung irgendetwas sachdienliches gesagt, und bauen auf die vorher im Narrativmodus unwichtigen unauffäligen Verdrehungen – aber immer schön brav unklar, andeutungsvoll: Es soll schließlich nur ein ‚Gschmäckle‘ angereichert und assoziiert werden.

      Und am Ende, obwohl Sie selbst ausgiebig den Hintergrund und die Situation zu beleuchten versuchten, wird völlig Verdrehtes zum lapidaren ‚Vorwurf‘, was in Realität höchst erstaunlich ist, und zum zumindest respektvollen Innehalten anregt.

      Narrativ:
      „Er verdankt seine Entstehung wohl den wenig erfreulichen Zeitumständen des vergangenen Jahrhunderts. Die Söhne Sigmund Freuds, Begründer der Psychoanalyse, hatten im ersten Weltkrieg gekämpft. Dieser Krieg, der in einigen Teilnehmerländern bei Ausbruch noch begrüßt worden war wie eine Olympiade, bei der sich die „Tüchtigsten“ im Sinne der natürlichen Auslese bewähren sollten, hinterließ Europa schließlich im Schock.“

      „Er verdankt“ ?

      „Erstmals war aus der Luft und mit Giftgas angegriffen worden. Die Menschen waren traumatisiert. Diese Situation bildete 1920 den Hintergrund für die Postulierung eines „Aggressionstriebs“. Freud war sich seines „Aggressionstriebes“ zunächst gar nicht so sicher. Aber das Wiedererstarken des Nationalsozialismus in Europa schien dieser seiner These Recht zu geben. „Leben heißt kämpfen“ wurde eine der Leitparolen des Nationalsozialismus, der sich selbst als ein modernes, weil scheinbar biologisch fundiertes Projekt verstand. Der „Aggressionstrieb“ passte den Nazis durchaus ins Konzept. Freud allerdings, der sich selbst sogar einmal als Pazifisten bezeichnete, musste 1938 emigrieren. Dennoch verteidigte er den Krieg erstaunlicherweise in einem Antwortbrief auf Alberts Einsteins besorgte Anfrage, 1932, was man gegen das Heraufziehen eines erneuten Krieges tun könne, u.a. mit folgenden Worten: „Warum empören wir uns gegen den Krieg, warum nehmen wir ihn nicht hin wie eine andere der vielen peinlichen Notlagen des Lebens? Er scheint doch naturgemäß, biologisch wohl begründet, praktisch kaum vermeidbar.“

      Wow – nach solch einem Narrativ, mit dem üblichen Brimborium an Nazis, Gas, Bösem, bei dem Freud etwas ‚verdankt‘ und ‚verteidigt‘ könnte man – ihn nun fast in die Nähe zum Täter assoziiert – fast vergessen, dass er auf die Menschen und ihr mörderisch-aggressives Handeln nicht als Politiker, Kriegstreiber, ideologie-vereinnahmter Bürger, sondern als Psychologe äußert.

      Und zwar gerade genau diametral anders, wie Ihr Narrativ es in der Narrativ-Logik-Aneinanderreihung verdreht:

      Gerade als ein tendenzieller Pazifist, gerade als Emigrant, gerade als Nichttäter, sondern emigriertes ‚Opfer‘, als entkommener Jude, von dort heraus findet er den Mut, rein ‚wissenschaftlich-psychologisch-gesellschaftlich‘ eine Frage aufzuwerfen, ein Frage, deren Unerhörtheit und Zuspitzung ihm wohl als bewusst zugeschrieben werden dürfen – seinesgleichen wurden vergast – ein Frage, deren Antwort eben gerade nicht in dumpfbackiger Ideologiebefangenheit in Kriegstreiberei mündet, sondern sich in ganz nackter-nüchterner Ehrlichkeit vor sich hinstellt, und nach dem Menschen und seinem Sein frägt.

      Dieses Maß an entblößender Zurschaustellung des ‚Bösen‘ – als ob er nicht auch so leicht wie Sie in moralisch-emotionalisierte Pseudoehrlichkeiten und Rollen schauspielern könnte – allein dies, als verfolgter und emigrierter Jude solch eine Frage zu stellen, in erschütternder Selbstehrlichkeit…

      Was rotzen Sie da rum, und unterjubeln da eine Antwort, eine Verteidigung, assoziieren eine Mittäterschaft, Kriegstreiberei?
      Als wäre nicht alles wissenschaftliche Bestreben und Fragen letzten Endes auf Verstehen und _Beherrschung_ angelegt gewesen. Ach dumm, Zitat einfach aus dem Sinnzusammenhang gerissen.
      Pech für Freud, der die Psyche studiert, um per Analyse auf Heilung zu hoffen – mal eben seine Gesamtausrichtung pervertiert.

      Haben Sie eine Ahnung, was das auch familiär bedeuten kann, solch eine rhetorische und zugespitzte Frage zu stellen?

      „Aus meiner Sicht war Freud kein großer Denker, sondern nur ein in seinem Beruf sehr ehrgeiziger, aber viel zu wenig selbstkritischer und zusätzlich noch traumatisierter Mensch. Keine seiner Thesen zur menschlichen Psyche war zukunftsfähig.“

      Nun ja. Ich denke, Ihre Einschätzung wird niemanden jucken.

    • @ Veganislove,

      ich hatte gestern hier einen an Sie gerichteten Kommentar eingestellt.

      Der ist offenbar der Zensur zum Opfer gefallen. Ich frage mich warum. Der einzige Grund, den ich mir vorstellen könnte ist die Verwendung eines Substantivs, von dem ich allerdings nur die beiden Anfangs- und die beiden Endbuchstaben ausschrieb, verbunden mit … dazwischen. Diesem Substantiv waren die Adjektive „dumm“, „großmaulig“ und „arrogant“ vorangestellt. Und meine rhetorische Frage an Sie war, ob Sie „im richtigen Leben“ Ihre Zeit mit dem Umgang mit Menschen vergeuden würden, für deren Beschreibung dieses Subjektiv verziert mit diesen Adjektiven geeignet wäre.

      Der Zensor dieser Seiten muß offenbar das verstümmelte Substantiv derartig interpretiert haben, daß daraus ein Wort wurde, das er in dieser Diskussion nicht haben möchte oder das einen anderen Diskussionsteilnehmer beleidigen könnte. Wie er darauf kommt ist sein Geheimnis. Denn ich nahm mit meiner allgemein gehaltenen Bemerkung keinerlei Bezug zu irgend einer/m DiskussionsteilnehmerIn.

      Zur Sicherheit warf ich noch mal einen Blick in die KenFM-Nettikette. Und siehe da, ich fand folgendes:

      „Seid freundlich zueinander!
      Habt Respekt und haltet eure Bemerkungen stets in einem wertschätzendem Umgangston- auch, und besonders (!), wenn ihr auf Meinungen und Kommentare stoßt, die ihr nicht unterstützt.“
      Vielleicht sollte der Zensor sich die KenFM-Nettikette zur Auffrischung mal wieder zu Gemüte führen. Dann müßten eigentlich Einlassungen mit eindeutigem Bezug auf andere Diskussionsteilnehmer wie folgende, die ich in dieser Diskussion fand unweigerlich der Zensur zum Opfer fallen:

      „und jeder Idiot, der keine Talent für Wissenschaft hat, fängt an klug zu scheißen“

      „Köstlich weibisches Verhalten sich so _schlau-eigenständig_ an einen Kommentar ranzuhängen – für dieses Weibchengehabe gibts einen Bonuspunkt! *Drollig*“

      „Erstsemesterniveau“

      „Was rotzen Sie da rum, und unterjubeln da eine Antwort …“

    • Lieber W. Schürer! Ja, man muss sich halt mit der Sichtweise des jeweiligen Zensors abfinden. Ich musste mich hier z.B. auch lange vor einem verbalen Wadenbeisser verfolgen lassen, ehe der endgültig gesperrt werden konnte.
      Aber ich habe da in anderen Foren unvergleichlich viel Schlimmeres noch erlebt. Dagegen ist dies hier von der Redefreiheit her Gold!

      Was mich nur immer wieder viel mehr schockiert, ist die konservative, ja direkt spiessige Haltung von KenFM -Usern gegenüber unseren eingefahrenen kranken Denksystemen, wenn es nicht direkt um aktuelle Tagespolitik geht. Die kritiklose Wissenschaftsgläubigkeit ist immer noch beängstigend hoch und das Vertrauen zur eigenen Wahrnehmung und logischen Denkfähigkeit erschreckend niedrig!
      Das sehe ich hier wieder an dem Glorienschein, der um solche fragwürdigen „Forscher“ und Thesenaufsteller wie Freud und Lorenz anscheinend hartnäckige Strahlkraft besitzt.

      Aus meiner Sicht waren Sigmund Freud und Lorenz eher Psychopathen im Sinne der Thesen von Arno Grün, als das, wofür sie von vielen heute noch gehalten werden. Eines eint die beiden jedenfalls zutiefst: Ihr übermäßiger Ehrgeiz und ihre grenzenlose Selbstbeweihräucherung. Wenn wir diese alten, verrotteten Fehlthesen in unserem gesamten Denken nicht endlich loswerden, wird alles immer nur noch schlimmer!

    • Ich habe mir diese Beleidigungen, die Sie beispielhaft hier angeführt haben und die nicht zensiert wurden, noch einmal zu Gemüte geführt und auch meinem Liebsten gezeigt. Und wir verstehen tatsächlich auch nicht, das so etwas durch geht.
      Aber bitte lassen Sie sich hier nicht rausekeln. Ich bin froh, dass es Sie hier gibt und die Redaktion sollte genauso froh darüber sein!

    • Ein erschreckendes Beispiel für Freuds kranke Denke wird tatsächlich mit seinem Brief an Einstein gegeben:

      Ich möchte hier noch einmal Joachim Bauer zitieren, weil er sich als erfahrener Psychologe und Psychotherapeut intensiv damit auseinander gesetzt hat und weil ich selbst es alarmierend wichtig finde, den fatalen Irrtum der „Agressionstriebthese“ zu erkennen:

      „Wie der „Aggressionstrieb“ das Denken einengte, zeigte sich bereits wenige Jahre nach seiner Erfindung: In einem bewegenden, am 30. Juli 1932 verfassten Brief wandte sich Albert Einstein im Auftrag des Völkerbundes an den damals bereits weltberühmten Arzt und Psychologen Sigmund Freud. Einsteins Frage war, was man gegen die heraufziehende Gefahr eines erneuten Krieges tun könne. Ist es Anmaßung, wenn wir uns heute erlauben, die Frage zu stellen, ob es nicht schon damals erkennbare Einflussfaktoren für die Entstehung von Gewalt gab, über die Freud hätte sprechen können – auch ohne die uns heute vorliegenden Erkenntnisse? War es dem Seelenforscher wirklich verborgen geblieben, welchen immensen Einfluss Demütigungen und Ausgrenzung auf die Entstehung von Gewalt haben(man denke an Deutschlands demütigende Situation nach dem ersten Weltkrieg)? Hatte er nicht erkannt, wie sehr soziales Elend und Ungleichverteilung von Ressourcen(verschärft durch die damalige Wirtschaftskrise) Gewalt begünstigen können? War dem Gründer der Psychoanalyse verborgen geblieben, welche gefährlichen, die Aggression enthemmende Effekte sich aus Dehumanisierungstrategien ergeben, insbesondere daraus, dass renommierte Wissenschaftler bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts begonnen hatten, einen Unterschied zwischen rassisch bzw. biologisch „höherwertigem“ und „minderwerigem“ Menschen zu machen? Leider findet sich nichts von alledem in Freuds Antwort auf Einstein vom Herbst 1932. Sein Brief ist ein deprimierendes Dokument: Die Tötung des Feindes (befriedige) eine triebhafte Neigung. Der Mensch unterliege einem „Trieb zum Hassen und Vernichten“, es gebe eine „Lust an der Aggression und Destruktion“, Krieg sei ein Ausfluss des Destruktionstriebes.

      Freuds „guter Rat“ an Einstein summa summarum(habe ich weiter oben schon zitiert):

      „Warum empören wir uns so gegen den Krieg, (…)warum nehmen wir ihn nicht hin wie eine andere der vielen peinlichen Notlagen des Lebens? Er scheint doch naturgemäß, biologisch wohl begründet, praktisch kaum vermeidbar.“

      Einsteins begrenzte Begeisterung über diese Empfehlungen wohl vorausahnend, bemerkte Freud: „Vielleicht haben Sue den Eindruck, unsere Theorien seien eine Art Mythologie(…). Aber läuft nicht jede Wissenschaft auf eine Art Mythologie hinaus?“

      J. Bauer:
      Darin, dass seine Theorie eine „mythologische Trieblehre“ sei(Freud äußerte den Gedanken in seinem Brief gleich zwei Mal), kann aus heutiger Sicht kein Zweifel mehr bestehen. Der „Aggressionstrieb“ sollte sich als großer Flop der Psychoanalyse erweisen.

      ich selber finde es sehr bedenklich, dass ein Mensch mit so einem Menschenbild wie Freud es sich herangezüchtet hatte, nicht nur damals Weltruhm erlangte, sondern sogar heute noch von vielen akzeptiert und bewundert wird! Und dies sogar hier bei KenFM!

      Ich halte nicht nur den Freudschen „Aggessionstrieb“ für eine niederträchtige Wahnvorstellung, sondern die gesamte Idee seines Psychoanalytischen Systems, das grundsätzlich davon ausging, dass der Mensch von Natur aus zur Gewalttätigkeit veranlagt sei(ausschließlich triebgelenkt) und dass ihm dies im Verlauf dieser Behandlung durch Freud bewusst gemacht werden müsse.

      Ich habe übrigens 2 Schwestern, die einmal lange Zeit nach dieser „klassischen Methode“ behandelt wurden. Die sind nun nach letzten Meldungen bis an den Tod verfeindet. Ich will nicht behaupten, dass dies durch die Behandlung entstanden sei, denn die Verfeindung bestand auch schon vorher. Aber geholfen haben kann sie jedenfalls nicht.

    • @ Veganislove,

      „Was mich nur immer wieder viel mehr schockiert, ist die konservative, ja direkt spiessige Haltung von KenFM -Usern gegenüber unseren eingefahrenen kranken Denksystemen, wenn es nicht direkt um aktuelle Tagespolitik geht.“

      Ich denke, den Flegel, der sich in dieser Diskussion mit dieser spießigen Haltung brüstet sollten Sie nicht für einen KenFM-User halten. Das ist einer der hier nur auftritt um zu stören. Diese Vermutung legt auch seine Bemerkung weiter oben nahe:

      „Dass Sie nicht mitreden können, zeigen Sie offenkundig ohne es zu wollen, dass Sie den Wiederankömmling nicht erkennen.“

      Es handelt sich also offenbar um jemand, der sich hier eine neue Identität zulegen mußte, da die alte gesperrt wurde.

      „Aber bitte lassen Sie sich hier nicht rausekeln. Ich bin froh, dass es Sie hier gibt und die Redaktion sollte genauso froh darüber sein!“

      Keine Angst, solche Rüpel nehme ich nicht ernst. So einer ekelt mich hier mit Sicherheit nicht raus. Höchstens unverständliche Zensurpolitik könnte mich dazu bringen mich vom Diskutieren bei KenFM zu verabschieden und meine finanzielle Unterstützung anderen zukommen zu lassen. Ich könnte ja dann – genau so wie derartige Rüpel – gratis weiter hier mitlesen.

      „weil ich selbst es alarmierend wichtig finde, den fatalen Irrtum der „Agressionstriebthese“ zu erkennen:“

      Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich mich als Halbwüchsiger für Konrad Lorenz begeistern konnte. Weniger für seine Thesen, mehr für seinen Beruf als Verhaltensforscher. Das war mein zweiter Berufswunsch nachdem ich das mit dem Bauern ad acta gelegt hatte. Unvergessen natürlich die Lorenz´schen Versuche mit den Stichlings-Männchen. Die Idee, von diesem aggressiven Revierverteidigungsverhalten auf ein ebensolches beim Menschen zu schließen hielt ich allerdings schon damals für absurd. Andernfalls hätte ich wohl kaum den Wehrdienst verweigert.

    • Lorenz hat sich in einer Zeitung auch öffentlich für die „Notwendigkeit“ von Tierversuchen ausgesprochen. Wer lebenden Fischen „kleine Schnitte“ beibringt, wie er selbst in seinem Buch beschreibt, kann auch die Mutter von Graugänsen töten, damit die Jungen bei ihm schlüpfen und so „rührend“ nur immer hinter ihm herlaufen.

    • ah – da ist es wieder. Arroganz im Schafspelz klagt offene Arroganz an. Wie niedlich.

      Möchte Ihre selbst-referentielle Selbstbestätigung nicht stören, weil offenkundig wird, was wirklich gesucht wird: kuschelige Vermassung, u.a. Mangel an Eigenständigkeit.

      Interessant ist doch euer beider Verhalten, die gegenseitige Schützenhilfe über dritte hinweg: Ich finde solche Selbstentlarvungen immer wieder interessant. Selbst das Thema Nazi, Aggressionstrieb wird wüst irgendwelchen Leuten zugeordnet und im selben Moment wird genau selbst in diese Falle getappt.
      Das vollzieht sich ja unbewusst über das vorgeblich ’sachliche‘ Thema über eure Köpfe hinweg:

      Und da bin ich bei weitem lieber dem Flegel zugeordnet als dem Gruppenschläger.

      Ist euer Verhalten nicht mindestens interessant?
      Mir wäre es peinlich.

      Das _plumpe_ Freudbashing, (Freud wird normalerweise auf ganz anderem Niveau kritisiert, was meint, dass man aufblättert und nicht Etiketten zum plumpen Niedermachen verhängt – soviel zur Frage, was ihr beide mit eurem Mainstream-Gruppenvermassen hier bei Ken zu suchen hat – jeder Psychologe hat sich mit Freud auseinanderzusetzen, kritisiert, erweitert, verneint, etc. = Wissenschaft), das _plumpe_ Freudbashing, bei dem man eigene eingeengt-verdreht Betrachtungsweise (teils auch anderer Volksgenossen) den Aussagen und dem Forscher Freud zuordnet, zeigt nun mal offenkundig das dilettantische Diskriminieren, was mit Denken und Abwägen oder Abschmecken verwechselt wird.
      Mit wissenschaftlichem Verordnen hat etikettierendes Ausgrenzen nichts zu tun.

      Für Sie beide, die was zum Lernen und Nachlaufen brauchen, hier mal ein weit gefasster Begriff: Konstruktivismus. Ich empfehle nach Primärlektüre Arbeit am eigenen Charakter und mehr aufrechte Eigenständigkeit.

      Zum Schluß: Gruppenschläger oder Weibchen wollte ich nie sein. Da bin ich lieber Flegel.

    • BertTom: Wie wäre es, wenn Sie sich zur Abwechslung mit Ihren Kommentaren auch einmal an verifizierte Fakten hielten?
      So kann ich Sie doch gar nicht ernst nehmen. Noch nicht einmal als bezahlten Troll, den wer würde denn für so einen Blödsinn noch etwas bezahlen? Wie alt sind Sie eigentlich?

    • @ Weibchen

      Ich denke, Sie sind an der Reihen, den Ehrgeiz aufzubringen,etwas stichhaltigeres vorzubringen.

      Denn gemessen an dem, wie Sie hier über jemanden anhand einer Arbeitshypothese (ver)urteilen, steht es Ihnen überhaupt nicht zu, sich über das von Ihnen gebrachte Zitat zu entrüsten. Da haben Sie sich schon längst moralisch selbst als drittklassig platziert. Denn diese Diffamierung, die Sie hier sich zugestehen, werden Sie bei Freud kaum finden. Sie und Ihre Amoral sind erklärungspflichtig geworden.

      Ernst genommen zu werden, das ist schon Ihr Problem.

      Alles was Sie hier zu und um Freud posten, ist so dermaßen verdreht, dass man an Ihnen erkennen kann, wie Ideologien wirken.
      Natürlich kennen wir ideologievereinnahmte Geschichtsumdeutungen bis in die entlegensten Winkel der Kultur, Kunst und Wissenschaft, samt Umwertungsversuche, und tölpelhafte Gruppen- Angriffe auf Etabliertes.

      Ja natürlich, jede Epoche hat das Recht seinen eigenen Narrativ zu bilden. Aber dieser Narrativ hat nur mit dem Erzähler, der Epoche zu tun, und nicht mit den plötzlich entarteten Künstlern, Wissenschaftlern oder Ärzten.

      Tölpelhaft, weil die plumpesten Diffamierungen den Ideologen und Ihnen ausreichen: Also etwa Ehrgeiz bei einem Wissenschaftler. Das ist ja wirklich ganz skandalös. Ein Arzt, der nich nach 0815 seinen Dienst macht, sondern auch noch Ehrgeiz hat – nicht hinzunehmen! Wo kämen wir da hin?
      Ein Arzt, der seine Diagnosen nicht dem hysterischen Weibchen-Emotionshandbuch unterordent, und stattdessen klar und nüchtern eine Diagnose feststellt. Ein Arzt, der ganz unvernünftig – wie kommt ein Kulturmensch nur auf soetwas barbarisches – Sublimierung anstatt auf Verdrängung setzt, und von dort Heilungsmöglichkeiten oder Triebumlenkungen andenkt.

      Nein wirklich, was denkt sich der Arzt und Wissenschaftler dabei, seine Karriere bei Verrückten und hysterischen Frauen zu planen, so ganz im sicheren Hafen, und was denkt sich der Kerl, nicht einfach auf Hypnose und Einreden zu begnügen, sondern nach Kausalitäten zu fragen, und den ganzen privaten verrückten Mist von Personen als Ausdruck eines Seelenleidens und Anlass für Heilung ernst zu nehmen?
      Das muss ja nun wirklich von Scheitel bis zur Sohle ein ganz widerlich egozentrisch-widerlich-unethischer Taugenichts gewesen sein. Wahrscheinlich hat der sich auch noch ganz widerlich gekämmt, und dass er seine Patienten liegen lies kann nur als Größenwahn gedeutet werden.

      Alleine der Versuch hinter den kranken Auswüchsen der verrückten und gesellschaftlich ausgegrenzten Menschen eine Kausalität zu suchen, Theorien und Denkansätze aufzustellen, zu hadern, abzuwägen, unsicher zu sein, spekulieren – das ist wirklich unerhörte Arroganz.

      Zynismus Ende: Ihre Vorwürfe in dieser allumfassenden Absolutheit sind dermaßen blödsinnig von diesem Zitat hergeleitet, dass ich Ernstgenommen-werden, nicht als mein Problem erachte, sondern frage, ob Sie schon mal etwas von Emanzipation gehört haben, Ideologie-abgenabelde Emanzipation, nicht Ideologie-Nachlauf-Emanzipation nach Parteibuch-Art?

      Haben Sie einmal – nur einmal – reingelesen, wie _gerade_ Freud mit einem allumfassenden kulturellen und philosophischen Bildungshintergr seine Materie wissenschaftlich durchdring, wie er Überlegungen anstellt?

      Das ist an sich schon so faszinierend – unabhängig davon, ob seine Versuche irrig, hilfreich oder falsch sind – dass Ihre Aussagen zeigen, dass Sie einfach nichts von Freud selbst gelesen (sondern nur über Ihn gelesen) haben, oder – sorry- einfach nur dumm oder untalentiert sind. Ich vermute aber böswillig.

      Und nun verraten Sie uns, was Sie gerade in die Position versetzt, dermaßen abwegig über eine Person zu urteilen.

      Dass Sie ihr hier eingefügtes Zitat nicht richtig verstehen wollen, ist nun hinlänglich bekannt. Sie wollen einfach nicht verstehen, was Sublimierung bedeutet. Und das ist dermaßen verblödet, dass man Ihnen gar nicht genug klar machen kann, wie verblödet Ihre Einordnung/Schlussfolgerung des gebrachten Zitats ist.

  3. „Diese Beziehung dreht sich nicht um Landschafts- oder Wasserschutz, sie wirkt in deiner unmittelbaren Nachbarschaft, sie wirkt auf deine Familie und Freunde und die wiederum haben ebenfalls Familien und Freunde – wenn unsere Eliten könnten, würden sie der Bioresonanz das Handwerk legen.“

    Das können sie nicht nur, das tun sie auch – mit stetig wachsendem Erfolg.

    Stichwort Spaltung – gegeneinander aufbringen – gegeneinander ausspielen usw.

  4. In der Tat gibt es auch zu einigen bedeutenden Ereignissen eine Art Tabu. Und in der Tat ist hier – so klischeehaft es inzwischen klingen mag – der 11. September 2001 zu nennen. Es kommt bisweilen vor, dass Leute sogar andeuten, dass sie verstanden haben, was von dem Wahrheitsgehalt sowohl der ‚offiziellen Version‘ als auch von manchen ‚Verschwörungstheorien‘ zu halten ist, aber dennoch nicht über das Thema reden wollen – die Leute merken, dass die wahren Hintergründe dieses Verbrechens ihre ‚heiles‘ Bild vom modernen Staat an sich gefährden.
    Daher ist meine Theorie, dass Tabus oft dazu dienen, ‚heile Welt‘-Bilder zu erhalten.

    • Wenn man das Wort Tabu in seiner eigentlichen Tragweite benutzt, dann ist 9/11 weit entfernt ein Tabu zu sein. Es ist lediglich eine Lüge. Eine Verschwörungslüge, welche Banalität, Alltagsplausibilität und wenn Sie so wollen ‚Heilewelt‘ ausnutzt, um Aufdecker als Verschwörungstheoretiker darzustellen. Das ist aber strukturell ein anderes Kalieber als ein Tabu.

      Jeder kann jederzeit 9/11 in Frage stellen oder als Verschwörung benennen.

    • @Bert Tom
      Interessanter Einwand – natürlich gibt es in modernen westlichen Gesellschaften dank der Meinungsfreiheit keine Tabus im wörtlichen Sinn mehr, also keine wirklich offiziellen oder semioffiziellen expliziten Verbote, über etwas zu sprechen.
      Was es aber durchaus gibt, sind zum Einen emotional geprägte und oft erstaunlich ‚allgemeine‘ Selbstblockierungen der aller meisten Leute, die sie daran hindern, gewisse Themen anzusprechen.
      Und was es leider auch gibt, sind offen oder implizit ausgegeben administrative Vorgaben der Führungen einzelner Medienorgane, gewisse Themen gar nicht erst zu besprechen oder nur in verfälschter Form zu bringen.
      9/11 fällt – für mich überraschenderweise – nicht nur in die zweite Kategorie.
      Das Internet hilft ganz entscheidend dabei, gegen willkürliche Tabuisierungen vorzugehen.

    • @ Bert Tom
      Interessanter Einwand – natürlich gibt es in modernen westlichen Gesellschaften dank der Meinungsfreiheit keine Tabus im wörtlichen Sinn mehr, also keine wirklich offiziellen oder semioffiziellen expliziten Verbote, über etwas zu sprechen.
      Was es aber durchaus gibt, sind zum Einen emotional geprägte und oft erstaunlich ‚allgemeine‘ Selbstblockierungen der aller meisten Leute, die sie daran hindern, gewisse Themen anzusprechen.
      Und was es leider auch gibt, sind offen oder implizit ausgegeben administrative Vorgaben der Führungen einzelner Medienorgane, gewisse Themen gar nicht erst zu besprechen oder nur in verfälschter Form zu bringen.
      9/11 fällt – für mich überraschenderweise – nicht nur in die zweite Kategorie.
      Das Internet hilft ganz entscheidend dabei, gegen willkürliche Tabuisierungen vorzugehen.

    • Einige Kommentatoren hier deuten den Begriff Tabu nach heutiger Lesart, also als etwas, dass aus der gesellschaftlichen Debatte ausgeklammert werden soll. Die Maori von Neuseeland hingegen benutzten das Tabu als eine Art Heilpflaster für kranke Landschaften, als Schutzschild gegen den menschlichen Raubbau. Ich denke, das geht aus dem Artikel klar genug vor.

    • @ Informator2

      Als Gradbemessung von Tabus – Sagen Sie in der Öffentlichkeit :

      – 9/11 war ein Inside-Job
      – Holocaust hat es nicht gegeben
      – Juden sind am Hollocaust selbst schuld bzw. Gottes Strafe
      – Abtreibung ist Massenmord
      – Frauen sollten z.B. in Köln für sich selbst einstehen
      – Väter sollten das Müttergeld bekommen, von faulen Mütter bezahlt, und anschließend sollten Frauen die nächsten tausend Jahren Kriegsdienst leisten
      -Väter sind die Stützen der Gesellschaft, die neben Bodybuilding alle sensiblen Kultur- und Bildungswerte erschaffen haben – und Frauen …. tja nichts.

      Je nach Arbeitsumfeld kann man sehr schnell einschätzen, welch geringes Tabu 9/11 darstellt.

      Hier sind diese Thesen explizit als Tabubrecher dargestellt. Aber vertreten sie solch eine Meinung z.B bei Facebook … … …

      Ich denke, die größten Tabus werden auf biologistischer Ebene, danach auf religiöser, danach auf korrekt-historischer Bewertungsebene stattfinden, und zuletzt kommt 9/11.

      Das wäre so meine Rangfolge. Sicherlich kann das im Einzelnen, wenn man etwa beim BND arbeitet, singulär anders gelistet sein.

    • @ Dirk C. Fleck

      Das geht zwar aus dem Artikel klar hervor – dennoch ist ihrer impliziten Aussage, es handelte sich dort um einen aktiven (mit bewusster Ratio das Irrationale nutzenden) Akt, und wäre mit Tabu richtig umschrieben, zu widersprechen.

      Tabu heute lediglich als ein aus der gesellschaftlichen Debatte ausgeklammertes Thema zu verstehen, trifft ebensowenig die Tragweite des Begriffs.

    • Ihre Beispiele sind aus verschiedenen Arten des Tabus zusammengestellt. Zu 9/11 eine Anmerkung: Ich meine nicht die vage Behauptung ‚9/11 war ein Inside Job‘ und schon gar nicht die damit oft verbundene ziemlich absurde Verschwörungstheorie, die besagt, dass die US-Regierung das geplant haben soll, sondern das, was da wirklich passiert ist.

      PS: Die Behauptung, dass die US-Regierung 9/11 geplant haben soll, ist deshalb absurd, weil a) keine US-amerikanische Waffe den Pentagon-Einschlag verursachen konnte (ein Flugzeug natürlich erst recht nicht) b) die US-Regierung es viel einfacher hätte haben können, wenn sie ein ‚kriegsauslösendes Ereignis‘ gebraucht hätte.

      PPS: Es ist aber andererseits sicher, dass es Kollaborateure in der US-Administration gab. Das ist aber nicht zu verwechseln mit der US-Regierung als Gremium. Diesen Kollaborateuren ist es ganz recht, wenn behauptet wird, dass die US-Regierung in ihrer Gänze daran schuld sei. Denn auf diese Weise wird nicht gegen die wahren Täter ermittelt.

  5. „die als Gemeinwesen funktioniert haben, in denen die Frauen geachtet und die Kinder in jedem Fall geliebt wurden,“

    Da setze ich einmal das Tabu dagegen, dass die Missachtung des Männlichen und Missachtung von Kindern durch Frauen Ur-Sache für unsere kranke Gesellschaft ist.

    • So weit würde ich nicht gehen, und ich denke auch nicht, dass es eine generelle Mißachtung des Männlichen in westlichen Gesellschaften gibt. Aber ich wolle in der Tat auch erwähnen, dass es eines der bedeutendsten Tabus des 20. Jahrhunderts war, die offensichtliche Benachteiligung der Männer auf rechtlicher Ebene, die teils krasse Züge annahm (Wehrpflicht für sinnlose Kriege zum Beispiel), zu erwähnen. *) Eine frühe Tabubrecherin, die es noch dazu schaffte, das enorm unterhaltsam darzustellen und zu vermarkten, war (bzw. ist) die argentnische Schriftstellerin Esther Vilar. Aber wie es so ist, die Politik neigt dazu, alles, was Unterhaltungswert hat, weniger ernst zu nehmen, und so blieb ihre politische Wirkung aus.
      Die weitgehend von echter freimaurerischer Politik (nicht von dem Schwachsinn, den geheimbündlerische Sektierer bisweilen unter dem Titel ‚Freimaurerei‘ abziehen) getragene Abschaffung der Wehrpflicht wurde aus solchen Gründen auch oft kryptisch begründet, kaum jemand nannte die krasse Versklavung und Benachteiligung der Männer als Grund.

      *) Ich übersehe keineswegs die Probleme, die Frauen hatten. Üblerweise wurde dies durch teilweise Benachteiligung von verheirateten Frauen (die bis in die 70er-Jahre z.B. die Unterschrift des Ehemanns unter einem Arbeitsvertrag brauchten) ‚ausgeglichen‘. Aber das macht natürlich keinen Sinn. Wenn Männer auf dem einen Gebiet und Frauen auf dem anderen gebiet benachteiligt werden, sind ALLE benachteiligt – Diktatur-Teile-und-Herrsche in Reinform war das!

    • Missachtung des Männlichen? Das der Kapitalismus auf der Ausbeutung der Frauen und Ihre Reduzierung auf Kinder Gebären bei nicht bezahlter Hausarbeit fusst will man hier sicher auch abstreiten. Das Frauen Ihre Spiritualität genommen, sie zur Prostitution gezwungen, diffamiert durch Kirche und Staat, erniedrigt und vergewaltig wurden und werden. Das Heute Frauen auf Aussehen reduziert um die Gunst der letzten Arbeitsplätze gegen Macho Faschisten Arschlöcher Männer Wetteifern müssen dabei noch Kinder erziehen und gut aussehen sollen…. Aber es gibt eine Missachtung von Männlichen. Ginge es nach mir, würden ab morgen Männer keine einzige Führungsrolle mehr einnehmen dürfen. Für die nächsten 1000 Jahre. Dann meine Affenfreunde könnt ihr euch aufregen. Das ein Mann sich benehmen kann wie ein nicht liebenswertes Wesen aus einem Haufen Scheisse, und man damit durch kommen kann ist die grösste Frechheit meiner Generation. Ihr könnt tolle Thesen diskutieren und noch so schlaues Zeug von euch absondern, alte Männer werden mich auch morgen wieder ficken. Weil es schon immer so war. Und weil wir Männer ja auch nicht aus einer Rippe gemacht wurden. Alte Männer und Machgeile Arschlöcher versauen diese Erde, und es stört ja nicht. Macht ist Geil. Nur mehr Schein als Sein. Von Spiritualität keine Ahnung. Viel gelesen. Nichts verstanden. Weiter so Pennis Genossen. Die Frauen haben wir geschafft, die Tiere auch, nur ich denke die Natur wird uns am Ende hart fic….Schade das wir uns für dermassen speziell gehalten haben, das wir nicht gesehen haben das alles eins ist. Schade. Das weibliche im Männlichen. Ich habe es gefunden. Und Du?? Sicher nicht

    • @ Beeskow Andreas,

      „Ginge es nach mir, würden ab morgen Männer keine einzige Führungsrolle mehr einnehmen dürfen. Für die nächsten 1000 Jahre.“

      Nur dieses eine Mal bitte noch eine Ausnahme bitte: lieber Trump als DIESE Hoffnung des Feminismus, die ihre eigene Männlichkeit vermutlich in dem Moment entdeckt hat als bekannt wurde, daß eine Praktikantin diejenige ihres Gatten in einer primär-naturwissenschaftlichen Studie untersucht hatte.

      Ich würde ungern Opfer von Kompensationshandlungen werden, die zur Aufarbeitung dieses Traumas bisher noch unerledigt geblieben sind.

    • Als würde das etwas ändern das der Präsident der USA eine Frau wird. Man sieht ja was Obama für die Afroamerikanischen Menschen geleistet hat. Der Friedensnobelpreis Träger. Wenn es zu Kompensationshandlungen kommen sollte dann wären ganz sicher auf einmal Frauen von anderem Format auf der Bühne . Frauen die sich heute nicht Trauen ihre Stimme zu erheben. Warum auch. Sie werden lächerlich gemacht. Es gibt sie aber Trotzdem. Und was die Frauen wohl Denken wenn sie anschauen was diese Männlichen Super Egos auf der Welt veranstalten. ES ist sicher kein sehr freundliches Urteil. Politik und Frauen. Sicher keine Liebesbeziehung. Auf Politik kann ich verzichten. Auf meine Frau sicher nicht. Es ist ja nicht das Männliche an sich, es ist dieses Helden Denken. Der starke Held der die Schwache Frau beschützen muss. Was für ein Unsinn. Wer sagt das Männer nicht schwach sein sollen, das ein Mann nicht weint. Ach ja. Was ich als Mann sein sollte habe ich wirklich verstanden. Was ich als Deutscher bin hab ich auch verstanden. WAS Europäisch ist auch. Was ein Schweizer ist sehe ich auch. Bin lieber Mensch. SCHÖNEN Sonntag noch .

    • Sehr arg pauschal. Du ahnst vielleicht nicht welch grauenvolle weibliche Wesen es gibt. Sie stehen den Männern in nichts nach. Lass sie 1.000 Jahre ans Ruder und den Männern geht es nicht besser als den Frauen in den letzten 1.000 Jahren – vielleicht sogar noch wesentlich schlechter…

      Das Geschlecht spielt keine spezifische Charakterrolle. Letztendlich alles – nicht unwesentlich – eine Frage der Erziehung. Wer hats erzogen?…

    • Grauenvolle Weibliche Wesen? Hopla, haben wir vieleicht doch nicht alle verbrannt? Ich denke der Wandel zu einer Gesellschaft die überleben kann und sich nicht kollektiv auslöschen wird, liegt im Spirituellen Erwachen. Und da sehe ich nunmal das Weibliche als besser geeignet. Weil sie Einfühlsamer und Emphatischer und mehr Gruppenorientiert sind als Männer. VIELEICHT irre ich mich. Es ist mein persönliches Empfinden. Aber so weiter machen mit diesen Denkmustern und Ritualen, Traditionen und Werten. Da sehe ich eher dunkel bis schwarz

    • „Grauenvolle Weibliche Wesen? Hopla, haben wir vieleicht doch nicht alle verbrannt?“

      Du vergißt das nicht wenige Hexen verbrannt wurden, weil sie von ihren „Schwestern“ angeschwärzt/verpetzt wurden. Nicht selten um eine Konkurrentin bei/für was auch immer auszuschalten.

      Es geht ja um die Ladys, deshalb erwähnte ich nicht das Männer natürlich ebenso grauenvolle Wesen sein können. Das ging aus aus meinem geschriebenen hervor: Das Geschlecht spielt keine spezifische Charakterrolle.

      „Aber so weiter machen mit diesen Denkmustern und Ritualen, Traditionen und Werten. Da sehe ich eher dunkel bis schwarz“

      Selbst als logischer Optimist sehe ich das auch so – eher noch dunkelschwarz. Ich glaube aber, das wir nicht so weitermachen werden. Nicht nur eigentlich ist klar, das wir – jedenfalls nicht mehr sehr lange – nicht so weitermachen können.

      Das bedeutet aber auch, das noch Potential nach unten vorhanden ist – Richtung Tiefdunkelschwarz…

    • P.S.

      Nehmen wir mal an, das weibliche Geschlecht ist das Stärkere – wofür es ja durchaus Hinweise gibt.

      Könnte es dann nicht sein, das die Natur oder Gott vorgesehen hat, das schwächere Geschlecht über das Stärkere herrschen zu lassen, um es „im Zaum zu halten“?

      Davon ausgehend das keine einseitige, richtungsgebundene – positiv ODER negativ – Stärke vorhanden ist, könnte ein stärkeres Geschlecht noch viel mehr Verwüstung anrichten als es die schwachen Männer bislang geschafft haben.

  6. „..Das Problem entsteht im Geist von uns allen und dort wird es gelöst. Im Geist nämlich sind wir mit allem verwandt..“
    Diese Worte und der ganze Abschnitt, in dem sie vorkommen, drückt genau das aus, was ich auch schon lange denke und am liebsten auch überall dazu sagen würde, weil es mir immer und immer wieder so vorkommt, als ob kaum jemand das wirklich kapiert. Und auch das mit den Schuldzuweisungen: Vielleicht ist das sogar das Kontraproduktivste von allem, wenn Problemlösung mit Schuldzuweisung verwechselt wird. Damit wird zuweilen die ganze Energie verpulfert, nur um sich selbst von Schuldgefühlen reinzuwaschen und die Welt verändert sich damit kein bisschen. Im Gegenteil sogar wird die Verwirrung und der Selbstbetrug damit nur noch größer.

    Da frage ich mich auch immer wieder: Ist das denn alles so schwer zu verstehen?
    Mir kommt es so vor, als wenn heute in der Welt die einfachsten Wahrheiten nicht verstanden werden und die grellsten Warnsignale übersehen werden! Stattdessen wird immer nur weiter in Problematiken herumgestochert, die vergleichsweise viel zu klein oder zu oberflächlich sind oder schon längst überholt, um jetzt noch wirklich Relevanz zu haben, ein echtes Potenzial, um zu einer grundlegenden Veränderung, einer grundlegend gereinigten Sichtweise zu führen. Die „Rechts-und Linksproblematik“ zum Beispiel ist auch so ein Anachronismus heute. Mehr am Kern wäre heute eine Diskussion über die Lehre jesu versus Satanismus und über Gewalt versus Gewaltfreiheit. Und über Hierarchie versus Gleichheitlichkeit. Ganz direkt und ohne Umschweife. Und dazu gibt es ja reiche Bebilderung als Beispiele in dieser Welt. Aber das Diskutieren allein reicht eben nicht: Man muss es auch tuen! Man muss mit sich selbst ins Gericht gehen mit dem Resultat einer Selbst-Transformation. Ich muss mir das auch selber immer wieder sagen. Es gibt nun einmal keine Lorbeeren, auf denen sich irgendjemand für immer niederlassen kann. Dagegen gibt es immer das Licht als Wegweiser.

    • @ VeganIsLove

      Ich denke, die wahren Ausmaße der Fleischindustrie und Massentierhaltung sind – gemessen an der zentralen Bedeutung des Themas – ebenfalls fast schon als tabuisiert zu betrachten.

Hinterlasse eine Antwort