Tagesdosis 02.05.2018 – Lösungswege Teil 1

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

In meinem „Wiener Vortrag“ vor ein paar Jahren fragte mich jemand, wie ich denn sagen könne, dass niemand die Probleme aller Menschen lösen könne. „Das müsse man doch versuchen!“ Ich wandte ein, dass genau diese Vorstellung, dass man die Lösung für alle Menschen finden könne, ein Scheinargument sei, damit man sich selbst nicht auf seine eigenen Problemlösungen aufzumachen braucht. Ich denke, dass das genau der Kern von Erwartungshaltungen ist, die sehr viele Menschen haben und diese dann auf andere Menschen, meistens Menschen in höheren oder verantwortungsvolleren Positionen, stülpen. Es sind schlichtweg Projektionen der eigenen inneren Orientierungen, die wir ungefiltert auf andere Menschen stülpen. Experten und Politiker, so sind wir konditioniert, sollen die Probleme der Welt lösen. Doch ich glaube, dass diese Leute sie fast unisono produzieren, diese Weltprobleme.

Natürlich kann ein Arzt mein Problem lösen, indem er mich operiert, oder ein Fliesenleger kann mein Bad verschönern. Das alles können natürlich andere Menschen tun und mir helfen, mein Problem zu lösen. Doch ist es schier unmöglich, dass andere Menschen mein Leben so zu meinen Gunsten leben können, dass ich mich in meinem Leben wohl fühle. Allein die Vorstellung davon, ist schon ziemlich abgerockt, oder? Kann ich Dein Leben in eine solche Richtung bringen, wie Du es Dir wünschst? Kannst Du mein Leben in eine Richtung bringen, die ich mir vorstelle? Es ist unmöglich. Dein Leben ist Dein Leben. Deine Probleme sind Deine Probleme. Genau deswegen prägte der Philosoph Karl Popper den Satz: „Alles Leben ist Problemlösen“.

Wenn Du dazu stehst, dass nur Du allein es bist, der Dein Leben lebt, und zwar vollumfänglich, dann hast Du auch den Schlüssel gefunden, der Deine Probleme lösen wird. Der springende Punkt ist nur, wie? Wer glaubt, dass er selbst seine Probleme nicht lösen kann, der ist schon weit weg von diesem Gedanken und vielleicht lässt er diesen Gedanken schon gar nicht mehr zu. Und dieser Gedanke, selbst die Lösung aller eigenen direkten Probleme des Lebens zu sein, ist ein vollumfänglicher Gedanke, der Dir die Kraft geben kann, alle Probleme Deines Selbst wirklich zu lösen. Allererste Frage ist nun: Wann bin ich vor meinen Problemen weggelaufen? Wann habe ich gelernt, dass Verdrängung besser ist, als sich dem Problem so zu stellen, dass ich es auch lösen werde?

Oft ist es das Gefühl, nicht genug zu sein, nicht richtig oder stark zu sein. Man fühlt sich alleine mit den Problemen und dieses Alleinsein wird von Jahr zu Jahr stärker. Beziehungen brechen auseinander, die Arbeit wird verloren, Bemühungen werden nicht anerkannt, und immer häufiger werden eigene Gefühle unterbunden oder verdrängt. So geht es vielen Menschen in unserer Gesellschaft. Eigentlich ist genau dieser Vorgang die Abrichtung, die in unserer Gesellschaft mit allen Menschen probiert wird. Bei einigen klappt das dann auch vollumfänglich, bei anderen hingegen weniger. Und bei ganz wenigen klappt das ganz und gar nicht. Bei Letzteren klappt es deswegen nicht, weil sie sich ihrer Würde, ein Mensch zu sein, nicht berauben lassen.

Menschen, denen Lösungen zufallen, sind Menschen, die sich nach ihrer inneren Stärke sehnen und dieser immer mehr vertrauen. Sie tun alles dafür, dieser Stärke nicht beraubt zu werden. Was sie antreibt, das ist der innere Drang nach Wachstum, nach allumfassendem Wachstum. Umgangssprachlich sind sie die Macher. Und dies verleiht Ihnen eine ganz andere Sicht auf diese Welt und ihre Probleme, als sie den meisten Menschen je zu Teil wird. Sie erkennen mit den Jahrzehnten, dass fast alle große Menschen, so gut wie alle politisch denkenden und handelnden Menschen, alle Akademiker und Intellektuellen usw., sich fast ausnahmslos den Symptomen von Problemen widmen, sie selbst aber –  aus welchen Gründen auch immer – Probleme immer nach ihren Ursachen durchforsten. Diese Menschen leben, denken, handeln und fühlen mit der Zeit einfach anders, als die meisten Menschen, die in derselben Gesellschaft leben. Sie sind aber deswegen nicht etwa, wie oft behauptet wird, bessere oder klügere Menschen. Das anzunehmen käme einer Selbsttäuschung gleich. Sie befinden sich, folgt man den Bewusstseinszuständen eines Ken Wilber, auf einer integralen Ebene ihres Lebens. Bewusstsein ist keine Leiter. Alle Bewusstseinszustände befinden sich innerhalb eines Kontiuums. So zumindest sehe ich das.

Kommen wir zum ersten Lösungsansatz aller Probleme, die Du jemals haben wirst. Egal ob Psychopath, einfacher Angestellter, Parteifunktionär oder der Chef. Sie allesamt sind oder waren nie das Problem oder deren Lösung. Es ist die Art und Weise wie Du Dich entscheidest, für welche Maßnahmen, Ideen und Schlussfolgerungen Du Deine Energien opferst. Wenn Du glaubst, dass beispielsweise Angela Merkel weg muss, dann gibst Du, und nur Du ganz allein, dieser Idee Deine Energien. Gibst Du Deine Energien freiwillig an andere Dinge ab, dann bist nur Du allein auch dafür verantwortlich. Du kannst, und das ist der klitzekleine Unterschied mit einer enormen Wirkkraft, alle Deine Energien auch Deinen Lebenszielen zuführen, um Dein Leben wirklich selbst zu steuern. Fremdbestimmt oder selbstbestimmt leben, das bestimmst Du ganz allein genau darüber, wohin Du Deine Energien leitest.

Kommen wir zum zweiten Lösungsansatz aller Probleme, die Du jemals haben wirst. Es ist die Vorstellung von Dir selbst, wer Du bist, was Du bist, wozu Du bist, warum Du bist und wo die Reise Deines Lebens hinführen wird oder soll. Du denkst, darauf kann es keine Antwort geben, weil noch nie jemand sie beantworten konnte? Da irrst Du Dich. Denn die Antworten sind überall zu sehen. Aber am Deutlichsten liegen sie in Dir selbst! Jedem in der westlichen Welt, hat man beigebracht, dass der Mensch vor knapp 200.000 Jahren im Erdzeitalter des Holozäns, dem Nacheiszeitalter, zum ersten Mal in Erscheinung trat. Zuvor sind wir Menschen vor ungefähr 4,5 Millionen Jahren als Australopithecinen noch auf den Bäumen geklettert. Von ihm, dem Australopithecus afarensis, der vor rund 4 Millionen Jahren noch lebte, sollen wir abstammen. Das ist anthropologisches Wissen, das uns nichts darüber erzählt, wer wir wirklich sind und woher wir wirklich kommen. Wir stammen nämlich nicht von anderen Arten ab, auch andere Arten existieren nur, weil wir das irgendwann einmal so beschlossen haben und ein Siegel darauf gebrannt haben: „Die Entstehung der Arten“ steht darauf. Es sieht so für uns aus, als sei das hier alles ein Spiel der Arten. Doch in Wirklichkeit ist das bloß ein Blick auf die Oberfläche der Natur. Ein Schein, auf den Darwin und Wallace hereingefallen sind. Beide konnten ja noch nicht in die Zelle hineinschauen.

Die Erde ist knapp 4,5 Milliarden Jahre alt. Vor knapp drei Milliarden Jahren begann sich das Leben auf der Erde zu entwickeln. Dazu entwickelte wer oder was auch immer die Zelle. Sie veränderte sich nur noch ein klein wenig weiter, in dem sie Energiezentren, die Mitochondrien einfügte oder das Verschmelzen zweier Zellen, die Kooperation, einführte. Danach erst entwickelten sich Algen, Pflanzen, Fische, Landtiere und der uns heute bekannte Lebensraum. Ich vereinfache das alles an dieser Stelle sehr und bin mir der Lückenhaftigkeit dieses Textes bewusst. Aus einer einzigen Urzelle erwuchs alles Leben, bis heute. Einfach alles ist aus dieser einzigen Zelle entstanden: das ganze Leben ist allein das Werk ihrer Möglichkeiten. Und damit ist die Zelle und nicht der Australopithecus unsere Lebenslinie, aus der wir entstanden sind. Alles Leben ist dieser Urzelle zu verdanken. Sie ist der Dirigentenstab des Lebens und bestimmt auch über unsere Gene, wie man heute weiß.

Führen wir uns einmal vor Augen, dass diese Urzelle sich immer wieder duplizierte, kleine und große Lebewesen erschuf, komplexe und nicht so komplexe Lebewesen, fleischfressende und blattfressende, schwefelabsorbierende und wasserfilternde Lebewesen. Doch eines, und das ist das Wesentliche für unseren Artikel hier, hat nie geendet: die Übertragung der inneren Information der Zelle auf alle weiteren Zellen, die je auf diesem Planeten gelebt haben. Folglich gab es nie ein Artensterben aus dem heraus das Leben wieder von Anfang an alles hätte neu erfinden müssen. Das heißt im Umkehrschluss, dass die Informationen, die in jeder einzelnen Zelle Deines Körpers vorhanden sind – und Du hast ungefähr 50 bis 80 Billionen davon – die gesamten Lebensinformationen besitzen, die seit Anbeginn des Lebens auf diesem Planet jemals gelebt hat.

3 Milliarden Jahre gesammelte Information, zusammengepresst in jedem einzelnen homo sapiens. Dazu ein hochkomplex agieren könnendes Gehirn. Und Du glaubst ernsthaft daran, dass man Probleme nicht lösen kann? Bullshit, ganz großer Bullshit ist das! Deine in Dir existierende Natur hat bisher alle Probleme gelöst. Von diesem Problemlösen bist letztlich Du, Ich, ja wir alle hier eine Lösung in Gestalt eines Lebewesens. Alles Leben das es bis heute hierher geschafft hat, ist die beste Lösung aller Probleme, die je existiert haben. Wäre es nicht so, dann wären wir nicht hier.

Jetzt habe ich doch glatt noch etwas vergessen. Ich habe tiefgestapelt! Es wird noch besser. Vor der ganzen Lebensentstehung auf diesem Planeten haben sich vor gut 13 oder 14 Milliarden Jahren Materieteilchen zusammengefunden und Atome geformt. Aus Quantenplasma entstand alles. Auch unsere Zellen, alle Information. Du hast also ein Wissen in Dir, dass 13 Milliarden Jahre Erfahrung und Entstehen in sich birgt. Wir alle sind diese Information in Gestalt von Lebewesen. Und jetzt frage ich Dich vollen Ernstes: Warum gehen wir eigentlich in die Schule? Warum müssen wir eigentlich einen Beruf erlernen? Warum sagt Dir Deine Gesellschaft, was Du zu tun oder zu lassen hast? Warum lassen wir uns das alles gefallen? Denn rechneten wir das alles mal hoch, dann können wir WISSENSCHAFTLICH schon sagen, dass das Leben seit einer langen Zeit als Konserve in uns schlummert. Wir sind das gesamte Leben, die gesamte In-Formation des gesamten Universums. Das ist kein Geschwurbel, keine Esoterik. Das ist wissenschaftliche Erkenntnis und sie ist jedem zugänglich. Klar, das ist ein bisschen pathetisch geschrieben, aber so ungefähr trifft das doch zu. Und warum soll ich dann von mir denken, dass ich keine Probleme lösen kann?

Leben ist Problemlösen. Das ist sein Wesen! Doch wir werden dazu konditioniert, dass nur die Experten Probleme lösen können und wir uns deren Informationen, via Euros, bemächtigen können. Was für ein riesenhafter und allumspannender Betrug! Wir werden über unsere Bildungssysteme dazu konditioniert, in Schubläden zu denken, in der Artenvielfalt den Sinn des Lebens zu erblicken. Doch das ist ein völlig falscher Blick auf das alles hier. Es gibt weder eine Artenvielfalt, noch kämpfen die Arten untereinander um das alles hier. Es ist das Leben selbst, dass sich in allem zeigt und damit alles zusammen Eins ist. Das fällt uns schwer, überhaupt zu denken. Denn um das alles als Eines zu denken, zu begreifen, ist unser Gehirn ja nicht entstanden. Der chinesische Philosoph und Berater Lao Tse nannte das „das Dao“.

Das, was Du fütterst, das wird Dich lenken und leiten. Oft schrecken wir vor uns selbst zurück, vor unserem Tun, in neue Welten einzutauchen. Wir empfinden Unbehagen, weil das Altgewohnte schon so sicher schien. Sicherheit ist uns wichtig. Unsicherheit meiden wir. Daher ist Wandel, daher sind Lösungen oft so schwer, weil sie Neues und damit auch Unsicherheiten in uns hervorholen. Jeder Mensch lebt mit seinen eigenen Frames, spricht in seinen Metaphern und gibt Worten eine spezifische Bedeutung. Diese Konditionierung des eigenen individuellen Lebens ist der Ursprung von Streit und Zweikampf zwischen uns Menschen. Verschwende nicht weiter Deine Energien darauf. Lenke sie auf das, was sich wirklich lohnt. Auf Dein Weiterkommen. Weiterkommen bedeutet jedoch für uns alle, dass wir dorthin gelangen, wo es uns gut oder besser geht. Das aber bedeutet auch, dass ich alles lassen muss, was mich nicht weiterkommen lässt. Was Dir nicht gut tut, das tue niemals auf Dauer. Das scheint mir in dieser Bewegung der Aufklärung, der Demokratie und des Friedens  – die unbeachtetste Übung überhaupt zu sein. Loszulassen von allem, was mir nichts bringt ausser Nachteile.

Weiter geht es im zweiten Teil.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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46 Kommentare zu: “Tagesdosis 02.05.2018 – Lösungswege Teil 1

  1. „Kommen wir zum ersten Lösungsansatz aller Probleme, die Du jemals haben wirst. Egal ob Psychopath, einfacher Angestellter, Parteifunktionär oder der Chef. Sie allesamt sind oder waren nie das Problem oder deren Lösung. Es ist die Art und Weise wie Du Dich entscheidest, für welche Maßnahmen, Ideen und Schlussfolgerungen Du Deine Energien opferst. Wenn Du glaubst, dass beispielsweise Angela Merkel weg muss, dann gibst Du, und nur Du ganz allein, dieser Idee Deine Energien. Gibst Du Deine Energien freiwillig an andere Dinge ab, dann bist nur Du allein auch dafür verantwortlich. Du kannst, und das ist der klitzekleine Unterschied mit einer enormen Wirkkraft, alle Deine Energien auch Deinen Lebenszielen zuführen, um Dein Leben wirklich selbst zu steuern. Fremdbestimmt oder selbstbestimmt leben, das bestimmst Du ganz allein genau darüber, wohin Du Deine Energien leitest.“

    Das Problem ist,dass die meisten Menschen gezwungen sind 8 Stunden am Tag zu arbeiten oder mehr,und dass so eben keine Zeit übrig bleibt,um sich in besonderer Weise seinen eigenen Lebenszielen zu widmen.
    Das ist ja so gewollt,dass die Menschen keine Zeit haben zum Nachdenken,darum gibt es noch immer keine 25-Stunden-Woche,was ja bei dem heutigen technologischen Fortschritt lange möglich wär. Aber der Mensch soll permanent am Laufen gehalten werden,damit er nicht erkennt,welche Möglichkeiten in seinem Inneren wohnen.Welche Potentiale da in ihm sind.

    Darum sollte man vielmehr mal einen Artikel darüber schreiben,warum wir heute immer noch so lange arbeiten müssen,als hätte es seit 50 Jahren keinen Fortschritt gegeben!
    Das ist doch das Grundübel dieses Systems,das gegen den Menschen gerichtet ist.
    Das Problem dann auf die Menschen selbst zu schieben ,ist nichts anderes als Symptombetrachtung.

    • „Zu der Unfreiheit kommt die Überanstrengung.Seit zwei oder drei Generationen leben soundso viele Individuen nur noch als Arbeitende und nicht mehr als Menschen.
      Was im allgemeinen über die geistige und sittliche Bedeutung der Arbeit gesagt werden kann,trifft für sie nicht mehr zu.Die gewöhnliche Überbeschäftigung des modernen Menschen in allen Gesellschaftskreisen hat zur Folge,dass das Geistige in ihm verkümmert.Indirekt wird er schon in seiner Kindheit davon betroffen.Seine Eltern,in dem unerbittlichen Arbeitsdasein gefangen,können sich ihm nicht in normaler Weise widmen.Damit kommt etwas für seine Entwicklung Unersetzliches in Wegfall.Später,selber der Überbeschäftigung unterworfen,verfällt er mehr und mehr dem Bedürfnis nach äußerlicher Zerstreuung. Die ihm bleibende Mußein der Beschäftigung mit sich selbst oder in ernster Unterhaltung mit Menschen oder Büchern zu verbringen erfordert eine Sammlung,die ihm schwerfällt.Als ein Nichtdenkender will er sich verhalten.Nicht Bildung sucht er,sondern Unterhaltung…“

      Albert Schweitzer Verfall und Wiederaufbau der Kultur

      Wie aktuell das ist ,was Schweitzer da beschreibt,weiß jeder dem es bewußt ist,was heute noch zusätzlich durch die Digitalisierung auf den Menschen niederschmettert und ihn weiter wegbringt vom eigenen Denken und einer gewissen Muße.Hinsichtlich der Arbeit hat sich nicht viel geändert,seit Albert Schweitzer diesen Text vor rund 100 Jahren verfasst hat.

  2. Die Experten,von denen Sie sprechen,Rüdiger Lenz,das sind die bestellten und bezahlten Experten des Systems.
    Aber wer sich das selbstständige Denken nicht hat verlernen lassen durch Schule und Anpassung,der wird andere Experten finden,die eben dadurch Experten sind ,weil sie keine solchen sind. Eben Leute die suchen nach der Wahrheit und nicht ständig meinen,diese schon gefunden zu haben.
    Am Ende wird man wohl feststellen,dass der ganze Sinn im Suchen: besteht Und dass diese Suche einen Menschen doch recht demütig macht,wovon die Experten natürlich keine Ahnung haben,da sie ja nur für Lösungen bezahlt werden,die irgendwelchen Leuten dienen,die diese Lösungen dann in bare Münze verwandeln möchten.Aber diese bezahlten Experten sind eben darum keine Experten,weil sie einen Zweck verfolgen,der materieller Art ist .Aber das ist ein Widerspruch in sich .Denn alle Erkenntnis ist geistiger Art. und geschieht um der Sache selbst Willen.

    Aber da waren Dschuang Dsi oder Aristoteles schon weiter-vor ein paar tausend Jahren-denn heute zählt nur das Äussere.
    Aber das Ende dieses desaströsen Zeitalters-des Zeitalters der Geschäfte und der skrupellosen Geschäftemacher,neigt sich dem Ende.

    • Um an diese Erkenntnisse zu gelangen ,von denen Sie schreiben und die in uns schlummern im Unterbewusstsein-darum meditieren ja manche Menschen und andere geben sich der Kontemplation hin.
      Darum geht es ja den Zen-Buddhisten ,den wahren Christen oder all den anderen Wahrheitssuchern.

      Oder auch den wahren Psychoanalytikern wie Arno Gruen und Erich Fromm geht es darum.

  3. Einverstanden, Rüdiger Lenz,
    einverstanden mit dem Kontinuum von Bewusstseinszuständen,
    mit dem Leben als solchem, mit der in mir lebenden Natur.
    Leben ist Problemlösen? Das ist sein Wesen!
    Es ist das Leben selbst, das sich in allem zeigt und damit alles zusammen Eins ist.
    Lenke Deine Energie auf das, was sich wirklich lohnt und lass los, was Dich nicht
    weiterkommen lässt. Manchmal muss man eine Entscheidung aufschieben, aber:

    Was Dir nicht gut tut, das tue niemals auf Dauer!

    Spätestens wenn eine Erkrankung, uns signalisiert, wo wir uns zu weit von uns entfernt haben ist aber Umsteuern nicht mehr aufschiebbar. Wenn dies uns allen gut tut, ist es auch in der
    Bewegung der Aufklärung, der Demokratie und des Friedens.

    Los lassen von allem, was mir nichts bringt außer Nachteile.
    Also Steuern zahlen, mit denen Frau v.d.Leyen dann Kampfdrohnen und andere ‚Lebensfeinde‘ kauft, GEZ-Gebühren bezahlen, damit aus den TV-Geräten diese
    lebensfeindliche Kriegspropaganda auf uns niedergeht.

    Ich bin gespannt auf Ihren 2. Teil.
    Meine persönliche Wohlergehens-Nische habe ich so gefunden. Aber wie zum
    Politischen zum Gesellschaftsverändernden (unblutig, wie Popper meint) kommen?

    Sie zitieren Poppers „Alles Leben ist Problemlösen.“
    Leider musste ich die Erfahrung machen, dass bei Nennung seines Namens
    reflexartig alles weggewischt wird mit den ‚Kontaktschuldargumenten‘ Hayek
    und Soros.
    Deshalb und weil Soros sein ‚Open Society Foundation‘-Büro aus Ungarn nach Berlin hinverlegen will und einige Grüne eine große Nähe zu dieser NGO haben, setzte ich mich jetzt volle 3 Tage mit seinem Werk und seinen politischen Ansichten auseinander.

    Seine geniale Erkenntnistheorie ist das eine, hier ist er ganz Wissenschaftler.

    In seiner politischen Meinung stand er seinem Freund und Helfer Friedrich August von Hajek, nah (mit dessen Hilfe er ‚Die offene Gesellschaft und ihre Feinde‘ veröffentlichen konnte und der ihn dabei unterstützte, dass er die Anstellung an der London School of Economics and Political Science bekam. Für das Ehepaar Popper kam Österreich und Deutschland nach dem Exil in Neuseeland nicht in Frage, zumal 16 Familienangehörige des Philosophen im KZ bzw. durch Suizid umgekommen waren.

    Dass das Gründungsmitglied Popper eine differenzierte Einstellung zu Hajeks Mont Pèlerin Society hatte, erfährt man hier:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Mont_P%C3%A8lerin_Society
    „Popper unterschied sich insofern von den anderen, als er noch vor der Gründung (und auch bei den ersten Treffen der MPS) forderte, auch einige Sozialisten mit aufzunehmen, um einer Homogenität bei den Grundannahmen unter den Mitgliedern entgegenzuwirken (Homogenität betrachtete er in seiner Philosophie als grundlegend problematisch) und um auf eine Aussöhnung zwischen Sozialisten und Liberalen hinzuwirken.[5] Seine Forderung wurde aber nicht umgesetzt. Popper blieb bei seiner humanitär orientierten statt marktorientierten Einstellung und betonte noch kurz vor seinem Tod, er halte es für Nonsens, das Prinzip freier Märkte zum Götzen zu erheben.[6]“

    Hätte Popper in den 70er Jahren in Deutschland gelebt dürfte er wohl Helmut Kohls Partei nahegestanden haben, obwohl Helmut Schmidt Freund und Anhänger war, der auch das
    Vorwort zu dem 1975 erschienenen Sammelband ‚Kritischer Rationalismus und Sozialdemokratie‘ schrieb. Kohls „entscheidend ist was hinten herauskommt“ meint wohl diese Popper’sche Entscheidungstheorie in den Sozialwissenschaften.

    Wenn Popper das Gewissen als Prüfungsinstanz betrachtet (parallel zur experimentellen Überprüfung in der Naturwissenschaft) und sich dabei auf Kants Kategorischen Imperativ (Handle so, dass dein Beispiel allgemeines Gesetz …), indem das zu erwartende Ergebnis unseres Handelns, den Ausschlag dafür gibt, wofür wir uns entscheiden, dann kann er Soros‘ Treiben heute nicht gutheißen.
    (Popper wird ja wohl nicht Zerstören funktionierender Gemeinschaften, um Chaos anzurichten, gemeint haben, wenn er die ‚offene Gesellschaft‘ meint).
    Popper „Die Demokratie ist die einzige Staatsform, die wir kennen, in der wir unfähige Politiker unblutig loswerden können“. http://www.gavagai.de/zitat/HHC85.htm
    Problematisch ist natürlich auch eine Äußerung wie diese „Kriege führen für den Frieden“
    (Popper in einem SPIEGEL-Gespräch mit dem Redakteur Olaf Ihlau im SPIEGEL 13/1992.

    Aber wie auch immer: Die naturwissenschaftliche Erkenntnis, also sein Forschungsergebnis muss unabhängig von seiner politischen Meinung gewertet werden (sonst gäbe es ja eine
    linke oder rechte oder was nicht alles Naturwissenschaft. (Natürlich gibt es ein erkenntnisleitendes Interesse. Das bedeutet aber, dass man sich einem Forschungsgebiet zuwendet, weil man ein besonderes Interesse am Thema hat.

    • Popper hatte ja mit den Sozialisten, denen er als junger mann angehörte ein traumatisches Erlebnis, dass er zum Zentrum seiner open society machte. Seine Logik der Forschung, sein Humanismus und seine Erkenntnistheorie sind für mich wertvolle Weisheitssteine. Und natürlich ändert sich auch unsere Welt und damit unsere Anpassung an die alten Geister. Lücken entstehen neu und sollten gefüllt werden. So ist es ja immer. Und das ist auch gut so. Danke für Deinen Beitrag!

  4. Ich meine sobald man den Bogen zu weit spannt, lässt sich eben alles oder auch nichts daraus ableiten.

    Richtig ist; „Alles ist Natürlich!“…. es kann eigentlich nichts unnatürliches in einer natürlichen Welt geben da ja alles aus ihr hervorgeht. Somit sind “natürlich“ alle Probleme – natürliche Problem und von daher auch sinngemäß unabänderlich. Oder anders gesagt:
    Meine Problemlösungen sind des anderen Problem – mein Sicherheitsbedürfnis braucht eine Armee und so produziere ich damit die Unsicherheit des Anderen und er braucht eine Armee….usw.

    Daraus ableitend lässt sich nur sagen, dass alles – alle Probleme, Lösungen und alle Komplexität der Materie und Information ein Teil seiner Selbst und von daher unabänderlich ist………es sei denn, ICH entscheide mich dagegen!

  5. Na, Herr Lenz, da haben Sie sich aber was vorgenommen. Diese Projektionen in 2 Teilen zu erläutern …
    Respekt für solch ein weiter-bildenes Vorhaben !
    Darf ich meinen Teil dazu beitragen – obgleich ich kein Wissenschaftler bin:
    jedoch davon überzeugt, dass die Richtung des DenkWeges, den sie da ansprechen, in unser aller Interesse ist.
    Allerdings: erwarten Sie nicht, dass Sie von der Mehrheit verstanden werden (können).
    Wir alle haben uns an das kausale Denken (Ursache – Wirkung) gewöhnt – eben so, wie wir’s in der Schule einpauken mussten. z.b. der Ur-Knall: Irgendwann hat’s mal „BÄNG“ gemacht – und all diejenigen, die Wissen
    schaffen und gerade in Zeiten von kriegerischer Knallerei aufgewachsen sind, die suchen immer noch eifrig nach Beweisen und Ursachen von dem ganz ganz „großen Knall“.
    Die herrschenden Meinungsträger und -Macher sind halt eben aufgewachsen in einer, sagen wir mal, speziellen INFORMATIONSWELT. Und die, Herr Lenz, das wissen Sie, ist eben anders als die Ihrige und steht Ihren Thesen recht abwertend gegenüber.
    Entschuldigung, ich möchte nicht pauschalisieren und lasse lieber den (leider verstorbenen) Quantenphysiker, Träger des alternativen Nobelpreises und Friedenskämpfer HANS-PETER DÜRR sprechen (bevor ich mich hier dilettantisch verhasple) …
    https://www.youtube.com/watch?v=rT6ekqvt42k
    Dürr meint auch, dass wir heutzutage (noch) nicht die entsprechende Sprache gefunden haben, um all die Erkenntnisse verständlich formulieren zu können.
    Mit ihm bin ich der Überzeugung, dass es eine sehr wesentliche, wirksame „geistige Welt“, bestehend aus
    verschiedenen Informationswelten gibt – und dass Materie nicht die Ursache von … ist.
    (Ich persönlich habe u.a. durch die Einahme von homöopathischer Medizin, der so gut wie keine Materie innewohnt, er-lebt, wie wirksam ein Mittel sein kann, das in der Substanz aus „Information“ besteht )

    Sollen wir – wie es ein Leser hier ausdrückte – hauptsächlich an uns selbst „herumschrauben“, wo doch „die Anderen“ …
    Aber klar, sollten wir primär an uns selber „schrauben“ ! An wem den sonst ? An unseren Partnern ???
    Unseren Kindern ? An unseren „Gegnern“, die schon drauf warten, dass wir mit dem Schraubenschlüssel rumfuchteln – und dafür meistens nur ein Lächeln übrig haben (weil sie dann mit neuen Gesetzen re(a)giern ) ???
    Woran liegt es denn, dass wir anscheinend immer noch keine gemeinsame Haltung finden (können), um an der uns einengenden „Informationswelt“ der Herrschenden zu „schrauben“ – mit der wir im übrigen im Für und Wider zumeist eng
    verbunden sind.
    Meiner Meinung nach ist es für mich selbst lohnenswert mir ein neues, fundiertes „Rüstzeug“ anzulegen; besonders dann, wenn es für mich selbst mit neuen erhellenden, weiterbringenden Erfahrungen verbunden ist.
    Will ich etwas Sinnvolles erreichen, so muss ich mir (selbst) jene innere Stärke aneignen, die ein Fundament für eine überzeugende HALTUNG (und nicht nur Meinung) ist.
    Meine persönliche Wahrnehmung: um auf diesen Weg zu gelangen seinen Kopf frei zu bekommen vom Anerlernten/Anerzogenen, sich für diese Informationswelten zu öffnen, bedarf es mitunter einiger Krisen …
    Daher gebe ich zu: alles etwas mühsam – sagt müsam.

    Für Interessierte, hier ein nachdenklich stimmender Beitrag – besonders ab ca. Min. 35
    https://www.youtube.com/watch?v=WONvwCp-DKM

  6. Habe den Artikel nun das 2. Mal gelesen und so verstanden:

    Herr Lenz wagt den Ansatz,

    Mut zu machen

    Ich dachte kurz an eine Vogelmutter, die ihre Kinder aus dem Nest schubst

    „Du kannst fliegen!“

    Ich dachte aber auch

    Dass, die Menschen, welche schneller Lösungsansätze finden, und umsetzen können,

    Diejenigen mitnehmen müssen, denen es schwerer fällt

    Mitnehmen und stark machen – nicht ausnutzen

    Ich dachte aber auch

    Dass, die Menschen, die doch gern Andere für sich Lösungen finden lassen,

    die Anderen dann aber auch unterstützen sollten.

    In den Kommentaren lese ich ganz viel:

    Wo ist das Miteinander?

    Genau hier, in jedem selbst

    Lassen wir uns doch alle in Würde Menschen sein.

    Claudia Volke aus Dresden

  7. Ganz schwieriger Artikel, der auch nach dem 2en Lesen nicht ohne Widerspruch bleiben kann.
    Vielleicht bringt ja der 2e Teil etwas mehr Einsichten, bisher allerdings erscheint mir schon die Ausgangsthese beinahe ‚ unmenschlich ‚ , da bei einem hochkomplexen sozialen Lebewesen von Individualität ausgegangen wird, die es so nicht geben kann.
    Alle Problemlösungen die wir bis heute kennen, sind Resultat von Gruppenarbeit.
    Der Mensch ist Teil der Gesellschaft und kann nicht gleichzeitig los von ihr existieren ( vielleicht nochmal Robinson Crusoe lesen? 😉 )
    Auch die ‚Macher‘ nutzen Infrastrucktur die andere ihnen bereitstellen, haben ihr Wissen von denen die es ihnen vermittelt haben und haben die anderen nötig um ihre Resultate des ‚machens‘ zu gebrauchen, verbrauchen oder abzulehnen, womit sich der Macher in der Gesellschaft bewegen muss.
    Da wir Menschen keine „hard wired“ Lebewesen sind, die nach der Geburt über alles verfügen was wir zum Leben brauchen, MÜSSEN wir lernen. Das hat nix damit zu tun das unser Bildungsystem total falsch aufgestellt ist, da stimme ich Ihnen, Herr Lenz zu.
    Hier wird auch vergessen, der Mensch muss essen, schlafen, sich kleiden, lernen und wohnen, bevor er sich mit den intellektuellen Herausforderungen beschäfigen kann. Ohne diese Basis, die materiell bedingt ist und ohne andere Menschen, die uns dabei helfen (in weitesten Sinne von helfen) sind wir zum Untergang als Individuum verdammt.
    Was uns ausmacht ist nicht unser Hirn, unsere Fähigkeit zu Problemlösungen, sondern unsere Fähigkeit zur Kooperation mit anderen Lebewesen, der Natur und unseren Mitmenschen.
    Die von Ihnen genannten Wissenschaftler, Politiker, Macher usw. haben uns alle nötig, oder zumindest eine signifikante Menge von uns, die ihre Arbeit akzeptiert, bekämpft oder toleriert, sonst wären sie weisse Raben und würden jämmerlich eingehen.
    Ihnen alles Gute

    • Das sehe ich genauso.

      . .und an diesem Punkt macht es sich Herr Lenz in seinen Artikeln auch immer viel zu einfach, bzw. schweigt sich aus.

      Ist ja auch irgendwie ein „Henne-Ei-Problem“.

      Ich schätze Herr Lenz´ Ausführungen zu den individuellen Entwicklungspotentialen durchaus und bin ebenso der Meinung, dass da ein jeder bei sich selbst anfangen sollte.
      Aber ich glaube auch, dass wir als Individuen, heute, mit unseren Problemlösungspotentialen so schlecht gar nicht aufgestellt sind und viele Menschen gerne anders miteinander kooperieren würden, wenn man sie nur ließe oder sie die Möglichkeiten dazu hätten.
      Nur die bestehenden Systeme und Strukturen (nenne ich jetzt mal so abstrakt) lassen es eben nicht zu, engen uns ein, sind mächtig, undurchschaubar, etc. Und das glaube ich treibt Viele um und bereitet Sorgen, bzw. da stellen sich für Viele die Fragen, wie wir es anders machen können.

      Und da nützt es wenig „nur“ an sich selbst „herumzuschrauben“, wenn es darum geht, das lebensnotwenige MITEINANDER zu gestalten und hier mehr Freiräume, Gerechtigkeit, etc zu schaffen.

  8. Ich denke, also bin ich…von René Descartes
    Ich bin, also denke ich…
    Sein=Gedanke
    Gedanke=Sein
    Gedanke=Nichts
    Ich=Nichts

    „Von Nichts kommt nichts“ vom Philosophen Lukrez. Der Satz hat für mich jetzt eine andere Bedeutung. Also mit „schaffen gehen“ hat es gar nichts zu tun ;).

  9. Wenn also Jeder an sich selber denkt ist an jeden gedacht. Verstehe ich das richtig?
    Probleme löst jeder wie er denkt, auch auf Kosten Anderer?
    Der Beitrag erinnert mich ein wenig an Hape Kerkelings „Hurtz“. Tut mir leid.

  10. Schön, dass Herr Lenz uns mal wieder mal erzählt, was wir alles nicht sollen.

    Läuft er da nicht vor seinen eigenen Problemen davon, oder woher dieser Drang, uns immer wieder zu erklären, was nicht geht?

    Offensichtlich sollen wir eben auch keine Lösung von ihm erwarten.

    Mir sind Leute lieber, die helfen zu analysieren, um Ursachen zu erkennen, damit diese beseitigt werden können und vor allem, wie denn ein Danach aussehen könnte.
    Ursachen im Sinne von materiellen Zwängen und nicht im Sinne von Schuldzuweisungen..
    Dass Schuldsuche und -Zuweisung kein geeignetes Mittel ist, haben wir ja wohl schon bei den runden Tischen nach der Wende gelernt. Während noch nach Schuldigen gesucht wurde, haben andere längst Tatsachen geschaffen, die uns heutzutage richtig auf die Füße fallen.

  11. Also, wird es auch einen 2ten >Teil geben? Warum nicht als Überschrift “ erscheint ein Mann mit leicht verkniffenen Mund und auf der Suche nach Menschen mit Problemen. Gibt es denn >Menschen mit „Problemen“, wenn ja, wie sollen die sich denn vorgestellt werden?Problem vor? Wann darf ein Problem,als solches genannt werden?
    Gruß Unbekannt

  12. Meiner Ansicht nach, passt das Wort „Problem“ nicht. Problem ist für mich immer negativ konnotiert. Krankheit ist ein Problem, Unfall oder Todesfall ist ein Problem.
    Richtig passendes Wort ist Herausforderung, ergo „Alles Leben ist Herausforderungslösen“.
    Daraus ergibt sich die logischere Schlussfolgerung, dass das Leben immer bereit ist sich Herausforderungen zu stellen und daran zu wachsen. Probleme hingegen, gilt es immer a priori zu vermeiden, falls möglich.

    Beim „Problem“ müssen wir noch die Fokusierung der Systeme bzw. Teilsystem genauer unter die Lupe nehmen.
    Die entstehung von Problemen sind multicausal, also ist es absurd anzuhnemen, dass ich diese auch alleine bewältigen kann. Hinzufügend ist auch absurd zu glauben, dass „Mensch“ als Einzelsubjekt existiert. Diese beiden Fakten führen zu der Ansicht, dass Probleme nur gemeinsam gelöst werden können.

    Die „Herausforderung“ hingegen kann jeder individuell meistern; gemeinsam macht es mehr Spass und ist oft effezienter.

    Zum Schluss möchte ich anfügen: „Das Leben ist widerprüchlich, die Herausforderung ist, die Widersprüche zu lösen.“
    Wir wissen eh schon viel zu viel, aber handeln, spüren und fühlen zu wenig.

    • Als Beispiel für Problem vs Herausforderung zu verdeutlichen:
      Für den Frieden sein, bzw. diesen zu leben ist die Herausforderung.
      Krieg ist das Problem, welcher a priori zu vermeiden gilt.

  13. Na da bin ich gespannt auf den zweiten Teil!

    Ob da wohl irgendwo auch das „Du“, das Miteinander (in all seinen sozialen Organisationsformen und Einklang mit der Natur) , die „Liebe“, die „Empathie“, usw, vorkommt.

    Ganz zu schweigen von den zivilisatorischen Errungenschaften, in denen wir leben und deren Infrastruktur wir alle fleißig nutzen und ohne die es kein Internet und kein Kommentarblog geben würde, auf dem wir uns hier gerade verständigen, hier und jetzt 2018.

    • Keeneahnung ob das so gemeint ist vom Autor. Kommt mir alles sehr komisch und so antipluralistisch daher, dieses weltoffene Zeugs. Bin dagegen, weil ich lieber ultimativ andere machen lasse und dann die Hand aufmache 🙂 Klasse Kommentar, keeneahnung!

    • na wenn der Autor selber nicht weiß, was er damit sagen will, ist die Dosis +teil 2 wieder umsonst!

    • kam es ‚euch wenigstens an ‚irgendeiner stelle in den sinn, dass sich herr lenz schlicht auf die ‚beschreibung des groben ’selbstbestimmungs-spektrums bezieht?

  14. Lieber Rüdiger , vielen Dank für die vielen interessanten Beiträge .
    Diesmal bin ich garnicht mit diesen neodarwinistischen Behauptungen einverstanden .
    Da die Datierungsmethoden hauptsächlich auf der C14 Methode basieren , müsste für eine genaue Datierung eine konstante C14 Bildung in der Atmosphäre garantiert sein.
    Diese ist wiederum ( unter anderem ) von einem gleichbleibenden Erdmagnetfeld abhängig was nicht gegeben ist .
    Ca. 8000 v. Chr. 98 Gauss , 1970 0,62 Gauss ( D. Und Maureen Tarling : Continental Drift. Doubleday & Co. ) aktuellere Daten kann man vom PTB in Braunschweig bekommen .
    Was Urzellenbildung in Ursuppen betrifft entspricht nicht den Tatsachen .
    Auf der ISSOL-Tagung 1983 in Mainz wo Origin of Life Forscher aus aller Welt zusammen kamen wurde folgendes Resümee gezogen : Zitat vom Chairman Klaus Dose :
    Andererseits muss man jedoch festhalten , dass biologisch bedeutende Makromoleküle , wie Peptide , Eiweißkörper ,Nucleotide , Nucleinsäuren , Sacharide und ähnlich komplexe Verbindungen in keinem Fall im instellaren Raum , in Kometen , in Meteoriten auf anderen Planeten oder auch nur in älterem Sedimentgestein unserer Erde nachgewiesen werden Konnten …. Andererseits muss die spontane Bildung von einfachen Nucleotiden oder gar replikationsfähigen Polynucleotiden auf der präbiotischen Erde auf Grund zahlreicher , aber erfolgloser Experimente heute als unwahrscheinlich angesehen werden . Zitat Ende !
    Daran hat sich nichts geändert weil auch alle Ursuppenversuche vor Urey und Miller und danach bis heute immer die gleichen erfolglosen Ergebnisse liefern.
    Das heißt : Selbstorganisation des Lebens schon am primitivsten Anfang unmöglich .

    • Vielen Dank, dass Du mir soviel Expertise zutraust. Ich kann aber nur was zum Quartär sagen. Also die Radiokarbonmethode ermöglicht nur etwa bis 50000 Jahre vor heute halbwegs verlässliche Datierungen. Die Entwicklung des modernen Menschen liegt aber wesentlich länger zurück. Diverse Effekte auf den Gehalt an radioaktivem Kohlenstoff werden bei der Datierung berücksichtigt (Reservoir Effekt etc.)

  15. Ich weiss nicht fuer wen dieser Artikel/Kommentar geschrieben wurde? Vielleicht fuer die etwas Bessergestellten, die keine anderen Probleme haben, ausser: wie komme ich gut mit meiner Psychoe klar?
    Es ist schwierig fuer mich hier nicht ungerecht zu werden, doch fuer die Mehrheit der arbeitenden/nichtarbeitenden Bevölkerung geht es doch am Problem vorbei!
    Die neoliberale Wirtschaftsweise mit all ihren Fallstricken fuer uns schafft doch die Voraussetzungen, dass man sich noch nicht einmal mit seiner inneren Haltung bewusst auseinandersetzen kann, weil z.B. schon ins Lumpenproletariat abgerutscht, oder wegen Mehrfachjob einfache keine Zeit, oder, oder, oder.
    Als Lenin 1917 die Revolution gewonnen hatte, wurde fuer das Industrieproletariat sofort der 7std. Arbeitstag eingefuehrt; wegen der Chance sich zu bilden, Zeitungen und Buecher zu lesen. Dazu gehört sicher auch sich gem. obigem Artikel wohlzufuehlen.
    Eigentlich bin ich nicht dagegen sich mit seinen eigenen Problemen zu beschäftigen, doch in dieser Zeit, die von Waffengeklirre gezeichnet ist, in der Menschen einfach verschwinden (Skripal) oder in der der Hegemon einen weiteren Regimechange plant (Iran) ist das Problem im Artikel eher ein luxuriöses.

    • Das ist ja erst der erste Teil 🙂 Es beschreibt ein Grundphänomen, dass ich auch in Deiner Kritik lese. Waffengeklirre, Menschen verschwinden und Regimechanceambitionen des Westens gibt es schon wie lange? So lange ich lebe gibt es das schon und ich weiß nicht, wie lange schon zuvor. Es ist eben schwer, sich NICHT darum zu sorgen 🙂 Das ist der Punkt.

    • @Rüdiger Lenz Es beschreibt ein Grundphänomen? Just in diesem Augenblick ist >>Frieden>>! <Aber eben nicht Vorstellung>! Sorry >Tastatur ist kaputt. Sie, wer auch immer Sie sind. Sie sind schon da, Sie müssen nicht erst ankommen. Wer soll auch ankommen<?

  16. Autsch, da sind leider eine Menge Fehler, die ungesundes Halbwissen offenbaren.
    Das Holozän begann erst vor 11700 Jahren. Vor 200000 Jahren befanden wir uns im Mittelpleistozän, in einem Interstadial des Saale- eiszeitlichen Komplexes. Der Jetztmensch existierte aber bereits seit mindestens 300000 Jahren (Science 356, S. 993, 2017). Australopithecus ist Mitnichten noch ausschließlich auf Bäumen rumgeklettert sondern, wie wir aufrecht gegangen (Kozma et al., 2018, Proceedings of the National Academy of Sciences 115, 4134-4139). Die berühmte Australopithecus afarensis Frau Lucy ist bei einem Sturz aus einem hohen Baum um‘s Leben gekommen (Kappelmann er al., 2016, Nature 537, 503-507). Sie konnte also nicht besonders gut klettern.
    Also wenn man mit wissenschaftlichen Argumenten kommt, bitte vorher unbedingt recherchieren. 😉

    • Stimmt, das Holozän begann nicht vor 200.000 Jahren. Aber das Mittelpleistozän war es auch nicht 🙂 Eher das Endpleistozän. Der Jetztmensch ist nicht der homo sapiens, sondern der homo sapiens sapiens. Und der existiert seit dem Holozän. Australaopithecus war nicht ausschließlich ein Baumkletterer, stimmt. Aber das habe ich auch nicht geschrieben. er entwickelte die Bipedie, so nehmen wir an. Und das Lucy vom Baum fiel, ist nun wirklich kein Beweis dafür, dass sie schlecht klettern konnte. Es ist eine Annahme, die sich wohl nie in einen beweis wandeln wird. Zu wenig Funde. Ich habe hier ein Buch von Douglas Palmer vor mir, „Die Ursprünge des Menschen“ von 2007. Das kann sich natürlich viel getan haben. Das ist aber für das, was ich mit dem Artikel erläutern will, nicht wichtig.

    • Tut mir leid, das Mittelpleistozän dauerte bis zum Eem- Interglazial, das vor etwa 126000 Jahren begann. Es läutete das Spätpleistozän ein, das bis zum Holozän andauerte (bis etwa 11700 Jahren vor heute). Der Jetztmensch Homo sapiens sapiens ist in dem erwähnten Artikel auf 300000 Jahre datiert, also auf das Mittelpleistozän.

    • Bäume, Affen und Hominiden

      Die Skelette von Menschen und Affen unterscheiden sich gravierend voneinander. Affen leben überwiegend in Bäumen und sind deshalb vierbeinig. Der Mensch dagegen zeichnet sich durch einen aufrechten Gang aus. Evolutionsgläubige behaupten, dass diese Fortbewegungsart sich evolutiv aus der Bewegung auf vier Beinen entwickelt habe. Der Anatom Professor Crompton bewies 1996 mit einer dreidimensionalen Computersimulation, dass Zweibeinigkeit nicht evolutiv aus Vierbeinigkeit entstehen kann. Das Ergebnis wiederspricht der herkömmlichen Lehrmeinung. Das Gehvermögen von Lucy, einem (angeblich) affenähnlichen Urahn des Menschen mit aufrechten Gang, gekrümmtem Rücken und eingeknickten Knien erwies sich als nicht lebensfähig. Die Forscher sind daher überzeugt, dass unsere Vorfahren entweder immer schon aufrecht gingen (vgl. Sarre, 1994 und Deloison, 2004) oder ausstarben oder aber „innerhalb kürzester Zeit von vier auf zwei Beine gewechselt haben, noch bevor sie die Bäume verließen“ (Spears/Crompton in: Journal of Human Evolution, 1996, Bd. 31, S. 517-535; vgl. Henke, 1996).
      Fazit: Entweder geht ein Lebewesen aufrecht oder auf vier Beinen. Eine Bewegungsform, die dazwischen liegt (halb-bipedal), ist nach dieser Untersuchung nicht möglich und allein auch schon aus logischen Gründen unwahrscheinlich. Denn die erforderlichen Zwischenformen (Missing Links) können weder aktuell im Tierreich beobachtet noch in fossilen Urkunden als versteinerte Formen nachgewiesen werden.
      (Die Evolutions-Lüge, Hans-Joachim Zillmer, S. 69/70)

      Der Affe Lucy

      Wie verhält es sich denn jetzt mit unserer angeblichen Urahnin Lucy, die als Vertreterin der Affenspezies Australopithecus afarensis vor 3,6 Millionen Jahren gelebt haben soll? Die Behauptung, dass Lucy aufrecht ging, ist in der Tat eine Ansicht die von Paläo-Anthropologen wie Richard Leakey und Donald C. Johanson (Johanson/Edey, 1981) seit Jahrzehnten medienwirksam vertreten wurde.
      (…)
      Nach 15-jährigem Studium der Fossilknochen kamen Zuckerman und sein Team zu dem Schluss, dass Australopithecus eine Affenart war und definitv nicht als pipedal gelten konnte (Zuckerman, 1970, S. 75 ff.) In Übereinstimmung damit gliederte Charles E. Oxnard die Knochenstruktur von Australopithecus in die gleiche Kategorie wie die eines modernen Orang-Utans ein (Nature, Bd. 258, S. 389). Nach kinematischen Untersuchungen konnte Lucy nicht normal (statisch stabil) gehen (Crompton et al. In: Journal of Human Evolution, 1998, Bd. 35, S. 55-74).
      Fazit: Australopithecinen haben keine Verbindung mit dem Menschen. Sie sind lediglich eine ausgestorbene Affenspezies und stellen kein Glied in der Kette der Menschwerdung dar.
      (Die Evolutions-Lüge, Hans-Joachim Zillmer, S. 72)

      Herr Zillmer schreibt auch zur „C14-Methode“ und zieht hierzu die Erkenntnisse, die man aus dem Ausbruch des Mount St. Helens gewann, heran.
      Das Ereignis in 1980 ließ sich in Echtzeit beobachten, die C14-Methode versagte völlig, bei den Datierungen der neu entstandenen Formationen kamen Jahrhunderttausende heraus.

      Und wie sie sehen, sie sehen nichts. Eine von Interessen, Eitelkeiten und Begehrlichkeiten gesteuerte „Wissenschaft.“
      Ich möchte ihnen nichts wegnehmen, möchte aber nahelegen zu hinterfragen.

      In 2001 brachten zwei Flugzeuge, drei Hochhäuser, in Freifallgeschwindigkeit, zum Einsturz. Das ist offizielle Geschichtsschreibung.
      Wie wahrscheinlich ist es, daß die „Unschärfen“ bei länger zurückliegenden Ereignissen abnehmen?

  17. Wo ist denn auf KenFm der Artikel über die Vorkommnisse am Grenzzaun zum Zionisten- und Apartheidregime ISrael?!
    Hier wird wieder super hip von „Balkensepp“ oder „Problemlösungen“ geschwurbelt, man hirnt sich pseudointellektuell mit einem riesen Wasserkopf durch selbst kreirte Thesen und gefällt sich in seiner Argumentationslinie, wen kümmerts was an der Grenze zu ISrael, dem Zionistenstaat passiert?!
    Wem kümmerts, dass da fast jeden zweiten Tag Kinder gemordet werden, mit gezielten Kopfschüssen?!
    Seit am 30. März die Demonstrationen, bekannt als Rückkehrmarsch, begonnen haben, haben israelische Soldaten 37 Palästinenser getötet und etwa 5.000 verletzt, von denen 36% von scharfer Munition verletzt wurden. (bis 18.April!!)

    https://videos.files.wordpress.com/Ph4u3M4F/mohamed-ayoub-killing_dvd.mp4

    Die Wunden von scharfer Munition bei 1.700 Palästinensern im Gazastreifen im Lauf des letzten Monats waren ungewöhnlich schwer, sagen palästinensische und ausländische Ärzte.
    Es darf davon ausgegangen werden, dass Natanjahu „normale“ Scharfschützenmunition nicht genügt, er lässt spezielle Munition verwenden…
    „Die Hilfsorganisation Médecins sans Frontières sagte, ihre medizinischen Teams würden postoperativ Menschen “mit verheerenden Verletzungen von einem ungewöhnlichen Schweregrad (versorgen), die extrem komplex zu behandeln sind. Die von den Patienten erlittenen Verletzungen werden bei den meisten zu ernsten, langfristigen Körperbehinderungen führen.”
    48 medizinische Mitarbeiter seien von israelischen Kugeln verletzt worden, als sie versuchten Verwundete zu evakuieren.
    15 der ins Krankenhaus aufgenommenen Patienten waren, wie (das Ministerium) weiter sagt, Frauen und 45 Kinder. Insgesamt wurden seit dem 30. März 500 Minderjährige durch israelischen Beschuss verletzt.
    Die Zahlen beziehen sich auf einen Zeitraum von 30.März 2018 bis (Donnerstag) 18. April 2018
    Man sollte dabei nicht vergessen, dass die Palästinenser nicht über ausreichende medizinische Versorgung verfügen in ihrem „FreiluftKZ“. Es ist von Israel auch nicht beabsichtigt das zu ändern und so bleibt in vielen Fällen eifach keine andere Wahl als zu amputieren… die anderen Auswirkungen und Gefahren darzulegen erspare ich mir und ihnen…

    • Nichts zu lesen und zu finden auf KenFm zu solchen Themen…
      Auch zum Jemen…
      NICHTS… (oder habe ich was übersehen?)
      Unverständlich…
      Was ist los hier?!

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