Tagesdosis 02.11.2019 – Raus aus der Krise, rein in eine Politik der Liebe

Liebe ist nicht nur Privatsache, sondern das Dach, unter dem alle Politik stattfinden sollte. Sind wir mutig genug für eine solche Revolution? 

Ein Kommentar von Christiane Borowy.

Es ist auf jeden Fall eine Nachricht wert, wenn zwei Autoren aus zwei verschiedenen Ländern unabhängig voneinander öffentlich darüber sprechen, dass Liebe der einzige Weg aus der Krise der Menschheit ist. Der eine ist der Journalist und Autor Dirk C. Fleck und die andere ist die amerikanische Autorin und Aktivistin Marianne Williamson. In den Medien findet es kaum Gehör, wenn Liebe und Politik zusammengedacht werden. Dabei könnte gerade das der Weg in eine politische Erneuerung, eine Rückkehr zu Demokratie und partnerschaftlicher Wirtschaft sein.

Am 27. Oktober 2019 fand im Schauspielhaus Bochum eine politische Podiumsdiskussion zum Thema „Aus Verantwortung für künftige Generationen – der „grüne“ Artikel 20a: Ressourcen und Artenschutz“ statt. Die bekannte Journalistin Sonia Seymour Mikich hat moderiert. Einer der Gäste war Dirk C. Fleck. Sein erster Redebeitrag trifft bereits den Kern: Es muss in der Politik und in jedem Einzelnen um Liebe gehen, sonst „verfault uns der Planet unter dem Arsch“ (1). 

Ähnlich sieht das auch die bekannte amerikanische Friedensaktivistin und Autorin Marianne Williamson in ihrem Buch „A politics of love“, das im April 2019 herauskam (2) und das in den deutschen Medien entweder verhöhnt wurde (3) oder einfach unbeachtet blieb. Doch beide Autoren sind unabhängig voneinander einig: Es braucht mehr als Systemkritik. Es braucht inneren Aktivismus genauso wie äußeren Aktivismus – und zwar nicht in diesem Jahr, oder im nächsten Jahr, oder übernächsten Jahr, sondern sofort!

Geht´s noch? 

Das politische Establishment, das bedeutet ungefähr 1 Prozent der Weltbevölkerung, hat in den letzten hundert Jahren dafür gesorgt, dass es den anderen 99 Prozent der Weltbevölkerung und sogar dem gesamten Planeten extrem schlecht geht. So schlecht wie noch nie zuvor in der Geschichte. Globale Armut, eine sich ständig reproduzierende Militärindustrie, die Zerstörung des Planeten Erde, die Erosion der Demokratie, sind Phänomene, die das Ergebnis einer hemmungslosen Gier darstellen. Profitmaximierung wird immer radikaler über die Bedürfnisse des einzelnen Menschen gestellt. Das Ergebnis ist ein rasanter Anstieg von Massenhoffnungslosigkeit, Depression, Krankheit und ein genereller Zusammenbruch der Gesellschaft und der Kultur (4). 

Diese politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse sind laut Williamson eine Frage der Moral. Das politische Establishment erlaubt diese Entwicklung genauso wie die 99 Prozent der Menschen, die wegsehen und zum Beispiel behaupten, Politik gehe sie nichts an oder behaupten sie können nichts tun. Es ist ein viel grundsätzlicheres Problem, als dass es mit oberflächlichen und rein äußeren Maßnahmen zu beheben wäre. In seinem Buch „Go! Die Ökodiktatur“, das bereits 1993 zum ersten Mal erschienen ist und das kürzlich neu aufgelegt wurde, schreibt Dirk C. Fleck: „Wir urinieren seit Jahren in unser Wohnzimmer. Anstatt unsere Lebensweise zu ändern, diskutieren wir lieber in aller Wissenschaftlichkeit über die Saugfähigkeit des Teppichs.“ (5)

Die Menschheit verliert den Verstand. Williamson weist ebenfalls darauf hin, es sei dringend notwendig, eine breitere und tiefere Perspektive einzunehmen als bloße Systemkritik zu üben, die nur an der Oberfläche bleibt. Fleck beschreibt das Phänomen in der genannten Podiumsdiskussion Ende Oktober anhand eines Beispiels, indem er sagt, dass es so sei als würde man kurz bevor der Tsunami kommt, noch schnell ein kleines Pflänzchen pflanzen, um  ihn aufzuhalten.

Hass ist laut, Liebe (zu) leise

Ach ja, die Liebe. Es wäre so nett, wenn die Menschen sich mehr lieben würden, nicht wahr? Wir wollen das alle, aber im Grunde ist es doch eine Illusion, oder? 

Williamsons Antwort darauf ist, dass die Forderung „Liebt einander“ eher ein dringend notwendiger Weckruf und ein Rezept für politische Erneuerung ist und nicht ein Rezept für persönliches Heil. Natürlich gibt es in der Geschichte unzählige Beispiele dafür, was Hass und Angst anrichten können, doch es gibt auch unzählige Beispiele dafür, dass Liebe eine Menge Gutes bewirken kann. Das bekommen wir jedoch nicht so mit. 

Das Problem ist nicht, so Williamson, dass nur eine Person hasserfüllt ist. Problematisch wird es vor allem, wenn Gruppen hasserfüllt sind und ihre Überzeugungen lautstark vertreten. Deshalb ist es wichtig, Liebe und Politik zusammenzudenken. Transformationsprozesse wurden oft von, meist spirituellen, Gruppen initiiert, die sich auf Liebe besonnen haben. Sie haben den Impuls des Wandels gesetzt. 

Es ist, so Williamson, an der Zeit, diesen Wandel nicht nur in kleinen persönlichen Liebesgesten oder in abgeschlossenen Gruppen anzustoßen. Grundsätzlich hat jeder einzelne Mensch die Aufgabe, sich auf diesen Wert zu besinnen. 

Wir sind an einem Punkt angekommen, den wir vorher noch nie in dieser Weise erlebt haben. Die Menschheit steht vor dem Abgrund. Nur noch ein paar Schritte weiter in alt hergebrachter Weise, dann fallen wir, und die Menschheit geht zugrunde. Deshalb reicht es in Sachen Liebe auch nicht aus zu kleckern, sondern es ist jetzt nötig zu klotzen. 

Es reicht auch nicht, ständig über die soziale, wirtschaftliche, religiöse und politische Krise zu klagen. Ganz im Sinne des buddhistischen Mönchs und Friedensaktivisten Thich Nhat Hanh „To suffer is not enough“ reicht es nicht, das Augenmerk nur auf das Leid zu richten und zu jammern. 

Hass ist laut und dominant und wird durch Medien verbreitet. Liebe dagegen vernimmt man kaum. Es ist eine Aufgabe, lauter für die Liebe einzutreten.

Eine Voraussetzung dafür ist, dass wir uns daran erinnern, dass Liebe etwas Natürliches ist, das erinnert und gepflegt werden kann, damit der Kultur der Zerstörung eine friedliche und liebevolle Kultur entgegengesetzt werden kann. 

Politik und Liebe zusammendenken

Die Trennung von Politik und Liebe ist für Williamson bereits Ausdruck einer kulturell verankerten „dissoziativen Störung“. Fast so, als würde man den Regen von den Wolken trennen wollen. Es ist deshalb wichtig sich die Frage zu stellen: Wer sind wir, dass wir solche Probleme um uns haben? Es ist leicht, dem anderen die Schuld zu geben. Wir sind Menschen, die allein durch ihr Menschsein in natürlicher Weise eine Einheit sind. Wenn man anderen Schaden zufügt, dann fügt man sich selbst Schaden zu. 

Warum sind wir auf der Erde – um zu zerstören oder um Freiheit, Liebe und Glück zu verbreiten, den Planeten zu erhalten und über uns hinauszuwachsen? Das ist die spirituelle Leitfrage von Williamson. Jeder hat ein Grundrecht auf diese zentralen -christlichen- Werte und der Staat sollte nach Ansicht von Williamson dazu da sein, sicherzustellen, dass die Erfüllung der Bedürfnisse nach Frieden, Freiheit und Glück für jeden möglich ist. 

Durch Anregung von Konsum und damit verbunden einem scheinbaren Gefühl von Freiheit wird momentan allerdings dafür gesorgt, dass es kein tiefes, sondern nur ein oberflächliches Glück gibt. Es fehlt dem Glücklichsein die Substanz. Fleck sagt es auf dem Podium: „Der Alltag zieht so viele Energien ab für Banalitäten. Wir sind überfordert und verlieren den Überbau aus dem Auge“. Doch der Preis ist hoch. 

Die Fragmentierung von Politik und Spiritualität beziehungsweise Liebe führt zu einer Fragmentierung der Gesellschaft, und zwar weltweit. 

Tiefere Fragen der Menschheit dürfen also nicht von der Politik getrennt werden, so wie es zur Zeit der Fall ist, denn schließlich ist politische und soziale Teilhabe ein Charakteristikum für Demokratie.

Revolution durch Liebe

„Wir müssen jetzt anfangen, unseren revolutionären Geist wiederzuerwecken, denn die Tyrannei im heutigen Amerika unterscheidet sich nicht wirklich von der Tyrannei anderer Zeiten oder anderer Orte. Sie hat nur ein besseres branding.“, schreibt Williamson.

Sie sieht drei Aufgaben als notwendig an, damit es zu einer tiefen Veränderung und einer politischen Erneuerung kommen kann: Als erstes müssen wir die gesellschaftliche und politische Krise analysieren und die volle Verantwortung dafür übernehmen, wie wir an diesen Punkt gekommen sind. Zweitens müssen wir die Fehler wiedergutmachen und zu demokratischen Prinzipien und universellen Werten zurückkehren. Drittens muss die Politik nach den Imperativen der Liebe und humanitären Belangen neu ausgerichtet werden, und die bisherige Macht von kurzzeitigem Profit eines amoralischen Wirtschaftssystems unterbunden werden.

Williamson geht analytisch vor und ist keineswegs spirituell abgehoben. Sie beschreibt die politischen Verhältnisse und nennt die Dinge beim Namen, zum Beispiel, wenn sie die Politik in Amerika als Tyrannei bezeichnet, oder auf den militärisch-industriellen Komplex hinweist. Kein Wunder also, dass sie -auch in den deutschen Medien- nicht ernst genommen und abgewertet wird. 

Dabei weist sie darauf hin, dass jede wahre Spiritualität dazu führt, Zeitgeschehen und Politik aktiv mitzugestalten und Verantwortung zu übernehmen. Damit ist nicht gemeint, was „im Namen der Liebe“ alles Schlimmes geschieht, sondern vielmehr ein tiefer innerer Wandel, der einen äußeren Wandel initiieren kann. Das erfordert natürlich sehr viel Mut, dies in einer Gesellschaft zu tun, in der eine Politik der Liebe als Schwäche angesehen wird. Es erfordert auch, Liebe in seinem Umfeld zu suchen. Es gibt Gier, doch es gibt auch liebevolle Staatsmänner und liebevolle Unternehmer. Das gilt es zu sehen und zu hören.

Abschließend lässt sich sagen, dass es bereichernd sein könnte, das Buch von Williamson ins Deutsche zu übersetzen, denn es ist von zentraler Bedeutung, die Möglichkeit der Revolution durch Liebe in den Blick zu nehmen. Es ist auch nötig, auf Bühnen und im Fernsehen -also laut- darüber zu sprechen, dass Liebe der einzige Ausweg aus der Krise sein könnte.

Dazu ist es allerdings notwendig, der geschilderten Spaltung nicht noch medial Vorschub zu leisten, indem man Hohn und Spott über diejenigen ausgießt, die Liebe als einen hohen Wert ansehen. Dirk C. Fleck beispielsweise konnte seine Themen, unter anderem „das drohende ökologische Desaster, das die Menschheit in Gang gesetzt hat“, in den Medien nicht transportieren und bearbeitete sie in Romanform.

Dirk C. Fleck bringt die Notwendigkeit der politischen Erneuerung durch Liebe so auf den Punkt:

„Etwas geben, ohne etwas zu erwarten. Den anderen im Miteinander fair, freundlich und mit Sympathie zu behandeln, ihm zuzuhören, auf ihn einzugehen, ist ja wohl nicht so schwer, wir tun es nur nicht in der Regel. Und wenn wir dies hinbekämen, würde eine andere Gesellschaft entstehen, die durch keine Staatsmacht mehr zu kontrollieren ist. Das ist meine einzige Hoffnung. Das wäre ein denkbarer Ausweg. Alles andere können wir vergessen. Der Drops ist gelutscht.“

Zum Weiterlesen: 

  1. https://www.schauspielhausbochum.de/de/stuecke/183/ausreden-zuhoren
  2. https://www.harpercollins.com/9780062873934/a-politics-of-love/
  3. https://www.fr.de/politik/donald-trump-marianne-williamson-setzt-voll-liebe-12898052.html
  4. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/gesundheitsgefahren/depression.html
  5. https://www.dirk-c-fleck.de/de/go-die-oekodiktatur

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Danke an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung.

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Bildhinweis: Brian A Jackson / Shutterstock

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49 Kommentare zu: “Tagesdosis 02.11.2019 – Raus aus der Krise, rein in eine Politik der Liebe

  1. Schon wieder so ein wichtiger, wegweisender Artikel von Christiane Borowy.
    Herzlichen Dank ihr dafür !
    Und noch ein paar Gedanken dazu.

    Die beiden folgenden Sätze, die kurz hinter einander im Anfang des Artikels kommen, widersprechen einander sehr deutlich.
    "Das politische Establishment, das bedeutet ungefähr 1 Prozent der Weltbevölkerung, hat in den letzten hundert Jahren dafür gesorgt, dass es den anderen 99 Prozent der Weltbevölkerung und sogar dem gesamten Planeten extrem schlecht geht."
    "Das politische Establishment erlaubt diese Entwicklung genauso wie die 99 Prozent der Menschen, die wegsehen und zum Beispiel behaupten, Politik gehe sie nichts an oder behaupten sie können nichts tun."
    Während der erste Satz die Verantwortung für den extrem schlechten Zustand auf der Erde einem Prozent der Menschen zuschreibt, macht der zweite Satz die übrigen 99 % genauso mitverantwortlich.

    Das ist für mich auch in der letzten Zeit ganz klar geworden: Wir alle sind genauso mitverantwortlich, wie das eine Prozent. Daraus folgt glasklar, dass mit dem "Sturz der Mächtigen", den Chris Hedges und Dirk Pohlmann z. B. letztens mit Nachdruck in die Diskussion einbrachten, in absehbarer Zeit nicht zu rechnen ist, weil das massenhaft umstürzlerische Volk überhaupt nicht da ist. Die Ausbildung solch einer neuen wertebasierten Gesinnung in der Bevölkerung braucht Zeit. Momentan passiert bereits viel Umbruch in unseren Herzen und in unserem Denken. Wir sind aber noch viel zu sehr Bestandteile des zerstörerischen Systems, des bequemen, verschwenderischen, materiellen Konsums, als dass wir es in absehbarer Zeit gegen den unbarmherzigen Willen des 1% zum Positiven umwandeln könnten. Die Fähigkeiten, als Bevölkerung zugleich selbständig und solidarisch auf nationaler Ebene Entscheidungen zu treffen, muss noch stark entwickelt werden. Auf internationaler Ebene dauert es noch viel länger. Wir müssen also lernen, in uns selber und unseren Mitmenschen neben Klarheit, Mut und Tatkraft auch Geduld und Liebe zu entwickeln.

    Ob uns allerdings die Zeit bleibt, ist völlig offen. Weil wir uns und das System haben so verkommen lassen, können täglich Ereignisse eintreten , die schlagartig große Veränderungen lostreten. Ich sehe – viel eher als das CO2 und die Klimaerwärmung – Kriegsgefahr und einen Crash der Weltfinanzen als mögliche Auslöser für plötzliche riesige Veränderungen. Aber auch in solchen Veränderungen helfen Klarheit, Mut Tatkraft, Geduld und Liebe.

    Jetzt noch ein Gedanke zu den folgenden Sätzen aus Frau Borowys Artikel "Ach ja, die Liebe. Es wäre so nett, wenn die Menschen sich mehr lieben würden, nicht wahr? Wir wollen das alle, aber im Grunde ist es doch eine Illusion, oder? Williamsons Antwort darauf ist, dass die Forderung „Liebt einander“ eher ein dringend notwendiger Weckruf und ein Rezept für politische Erneuerung ist und nicht ein Rezept für persönliches Heil."
    Jesus hat uns und unsere Nächsten als Einheit betrachtet "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst". In dieser Liebe lebte er. Verantwortung und Liebe für die eigenen, persönlichen Belange waren ihm genauso selbstverständlich wie Verantwortung und Liebe für die gesellschaftlichen, die politischen Belange. Er ging allein in die Wüste, wenn das anlag und wusch seinen Jüngern die Füße, heilte Mitmenschen und griff selbstbewusst in öffentliche Debatten ein. Für ihn gab es keine Trennung zwischen persönlich und politisch. Ich halte diese Trennung ebenfalls für grundfalsch und für einen der gedanklichen Abwege, mit dem viele von uns ihren Rückzug aus der Gesellschaftspolitik ins Private gerechtfertigt haben. Der Abweg dabei ist, dass wohl viele sich daran gewöhnt haben, die gesamtgesellschaftliche Auswirkung (wenn das jeder täte) ihrer "privaten" Handlung einfach auszublenden, wenn es für sie als vorteilhaft erscheint – sei es ein Steuertrick oder das Wegwerfen eines Bonbonpapiers.
    JedeR wirkt an seinem Platz unweigerlich durch alles, was er tut und lässt, sowohl privat als auch politisch.

    • „Daraus folgt glasklar, dass mit dem ‚Sturz der Mächtigen‘, den Chris Hedges und Dirk Pohlmann z. B. letztens mit Nachdruck in die Diskussion einbrachten, in absehbarer Zeit nicht zu rechnen ist, weil das massenhaft umstürzlerische Volk überhaupt nicht da ist.“

      Und wenn der Umsturz dann erfolgt ist, setzen Sie sich dann an die Spitze? Oder Herrn Hedges? Oder Herrn Pohlmann? Und denken Sie, dass es dann besser würde, weil wir ja zu den Guten gehören?

      Nach welcher Revolution in der Geschichte wurde es besser? Welches System ist besser? Sozialismus? Kommunismus? Bolschewismus? Faschismus? Demokratie? Welche Regierungskonstellation ist besser? CDU/CSU FDP? CDU/CSU SPD? SPD Grüne? CDU/CSU Grüne? SPD Linke Grüne? AFD?

      War es nicht eher so, dass die Revolutionäre, nachdem sie das vorherige System stürzten und sich selbst an die Spitze, eines wie auch immer benannten Systems setzten, dieses System dann, über kurz oder lang, zur gleichen Tyrannei geworden ist?

      Ist es nicht eher so, dass die Oppositionsparteien, nachdem sie zu Regierungsparteien wurden, die gleichen Schweinereien machten und machen, die sie ihren jeweiligen Vorgängerregierungen vorwarfen?

      Dazu kann ich nur sagen:

      „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert.“
      Albert Einstein

    • Hallo Josef,

      ich nehme das Du an.

      Oder ich habe etwas falsch verstanden bei meiner zitierten Passage aus deinem Kommentar. Deshalb frage ich nochmal nach. Deiner Reaktion nach zu urteilen, liegt der Fehler dann wohl bei mir.

    • Kurz gesagt schrieb ich: wir, die 99% sind nicht besser als die 1%. Deswegen gibt es kurzfristig überhaupt keinen Anlass, zu glauben, dass wir die Kraft und die Moral aufbrächten, das 1% zu stürzen.
      Revolution ist eh nicht der Weg – wie Du ja schriebst.
      Wir alle, die 100%, müssen dazulernen, den Karren aus dem Dreck zu ziehen: "Wir müssen also lernen, in uns selber und unseren Mitmenschen neben Klarheit, Mut und Tatkraft auch Geduld und Liebe zu entwickeln."

  2. "Liebe ist der am schwersten zu erreichende Bewusstseinszustand."
    Raik Dalgas

    "Diejenigen, die nicht mit Aufmerksamkeit den Bewegungen ihrer eigenen Seele folgen, geraten notwendig ins Unglück."
    Mark Aurel

    "Welche Regierung die beste sei? Diejenige, die uns lehrt, uns selbst zu regieren."
    Johann Wolfgang von Goethe

    "Wenn du dich selbst liebst, liebst du deine Mitmenschen. Wenn du dich selbst hasst, hasst du deine Mitmenschen. Deine Beziehung zu den anderen ist nur ein Spiegelbild von dir selbst."
    Osho

    "Wer liebt, vollbringt selbst Unmögliches."
    Buddha

    "Wo die Liebe herrscht, da gibt es keinen Machtwillen."
    Carl Gustav Jung

    Ich könnte ewig weiter schreiben, über das was der Artikel uns sagen will. Der Mensch sieht eben nur was er sehen will. Mir tut es für jeden Leid und habe genügend Liebe für alle, die Liebe nicht sehen wollen. Auch im Beruf, der Politik, oder im Finanzkapitalismus kann man mit Liebe handeln und seinen Mitmenschen mit Liebe begegnen.

  3. Zu dem Thema will ich mal den Psychologen Franz Ruppert mit ins Spiel bringen.
    Denn das mit der fehlenden LIEBE ist tatsächlich die Konsequenz aus existenziellen frühkindlichen Traumatisierungen für fast alle – ab ihrer Geburt – also ab Stunde Null.
    Der Psychologe und Trauma-Therapeut Prof. Franz Ruppert schreibt u.a. zu diesem ersten "Trauma der IDENTITÄT" in vielen seiner Bücher und hält eifrig Vorträge darüber.
    Wird man in diese Welt geboren und wird 1.) nicht gewollt 2.) nicht geliebt 3.) nicht geschützt – kann sich ab Stunde Null niemals ein gesundes ICH mit einer eigenen (nicht fremdbestimmten) IDENTITÄT entwickeln. (ICH=ICH).
    Und stören nicht Babys, um die notwendige Kohle verdienen zu müssen? Oder hindern gar am Weiterkommen im Beruf und die Jahrzehnte der Ausbildung war für die Katz?
    Oder sind gemäß Sure 2 Vers 233 Frauen nur der "Acker für muslimische Männer", um ungeliebte – aber funktionierende Kinder in die Welt zu setzen?

    Aus diesem Schlamassel der fehlenden IDENTITÄT folgt für das Kleinkind das "Trauma der LIEBE", so beschreibt es Franz Ruppert. Denn es tut alles um LIEBE zu bekommen und wünscht sich nichts sehnlicher als angenommen zu werden. Liebe, knuddeln, Kommunikation. ICH will mich identifizieren mit Dir. ICH=DU.
    Das gibts aber nicht – weil fast immer die Eltern selbst das gleiche Schicksal des Ungeliebtsseins erlebt haben und auch traumatisiert sind. Und Nähe wird vermieden.
    Um diesen Liebes-Schmerz nicht mehr erleben zu müssen, braucht es Ersatz.
    IDENTIFIZIERUNG mit Gruppen hilft später u.a. als Überlebensstrategie. Zu dieser Gruppe dazuzugehören – um eine falsche LIEBE zu bekommen. Ganze Gesellschaften sind traumatisiert und kaufen, arbeiten, saufen, prostituieren, hassen, mißgönnen …. – um nicht die fehlende Liebe zu spüren.

    • Für uns können wir mit Logik die Welt nicht mehr retten. Aber unsere Kinder lieben ab Stunde Null. Das verändert alles.
      https://www.youtube.com/watch?v=BRtc-k6dhgs

    • liebe Fantastin

      danke für deinen Kommentar, dem ich mich sehr gerne anschließe!

      Hier gibt es ein Interview mit Franz Ruppert und Daniele Ganser
      …LINK… https://www.youtube.com/watch?v=0L1YvxI6q2g&t=29m42s
      wo er unteranderem deinen Punkt beschreibt.
      `#Ich` + `#will` sind Grundpfeiler von #Identität …und können beide gestört sein:
      Wer ist in `unserer` `Westl.-Werte-Welt` NICHT durch #StatusQuo traumatisiert?

      Und selbst das Wort Identität wird durch die öffentliche Meinungsbildung vom Kern den Franz Ruppert beschreibt (Ich=Ich) in einer subtilen Art und Weise entfernt, die den meißten Mitmenschen nicht mal bewusst ist bzw. sie es als unwichtig bewerten würden: der Unterschied zwischen Mensch (an sich) und einer/der (zugeschriebenen) Person im Rahmen von Identifikationsmechanismen bis in den kleinsten Bereich unseres menschlichen Zusammenlebens.

      Das Prinzip `Recht und Ordnung` bedarf der Identifikation mit diesen `Rechtskonstruktionen` und dies macht auch Sinn, solange dieses `Spiel` wahrnehmbar zum mehrheitlichen, gleichwertigen Vorteil der Beteiligten in der Klärung von Verantwortung im Streit- bzw. Schadenfalln ist.

      Nur … kann eine Mehrheit der sich ´Rechtsunterwerfenden` dieses aktuell für ihr eigenes Lebensumfeld bzw. für das `in Ihrem Namen (der Person)` #onEarth durch `unsere` Art & Weise der Legitimation von `Vertretern` und damit den durch sie in die Welt getragenen Veränderungen der Lebensumfelder des größten Teils der Menschheitsfamilie noch wahrnehmen?

      Ich glaube nicht … dh. auch (va?) in diesem Bereich ist die eigene Rückkehr zu Liebe, Ausrichtung am Guten und am Gewissen LEBENsnotwendig!

      Eine Testfrage fürs eigene Brainstorming:

      GILT eine (zugeschriebene) Pflicht wider dem EIGENEN Gewissen?

      … nein Danke!

      In Liebe und mit vielen Grüßen in die Runde

    • Ein Mann, der in die richtige Richtung geht und weist, der Charles Eisenstein ! Das hat Hand und Herz und macht froh ! Vielen Dank für das Video, Fantastin !

      ich beschließe gerade, hier zu duzen, es sei denn, dass jemand rückmeldet, dass das nicht gewollt wird.

      Zu Deinem Satz:
      "Wird man in diese Welt geboren und wird 1.) nicht gewollt 2.) nicht geliebt 3.) nicht geschützt – kann sich ab Stunde Null niemals ein gesundes ICH mit einer eigenen (nicht fremdbestimmten) IDENTITÄT entwickeln." – hab ich gestern auch ein Video gesehen, ein Interview mit der erstaunlichen Satya Marchand, die von Anfang an nicht nur Deine Punkte 1.) bis 3.) voll erlebt hat, sondern darüber hinaus körperliche Gewalt, Missbrauch, Gleichgültigkeit und Verängstigung durch beide Eltern erlebt hat, sich aber Schritt für Schritt allein und mit Hilfe von Büchern ins Leben gearbeitet hat und ganz offenbar jetzt als 57 jährige ein gesundes Ich mit klarer Identität hat.
      Das Video heißt "Satya Marchand – Heilung durch Selbsterkenntnis" https://www.youtube.com/watch?v=wOAjk82CFXE .
      Also : auch ein sehr traumatisierender Lebensbeginn muss keine Einbahnstraße sein. Jedes Kind bringt ja seinen individuellen Reichtum und große Liebesfähigkeit mit. Es wird nicht nur in seiner und durch seine momentane Inkarnation geprägt. Zu diesen Qualitäten muss ja JEDEr wieder Zugang finden, weg von der uns mehr oder weniger ansozialisierten "falschen Liebe", wie Du es nennst.

    • Der Mann starb mit knapp 28 Jahren an einer Überdosis Schlaftabletten.
      Es gibt keine Macht der Liebe. Liebe ist die Abwesenheit von Macht und daher auch von allem, was wir Politik nennen. Hingabe ist keine Hernahme, auch kein Tauschhandel.

    • Na, Nevyn, ich bin überzeugt davon, dass die Liebe die größte Macht ist die es gibt. Sie ist doch das, was Alles im Innersten zusammenhält, verbindet, belebt. Von den Planeten bis hin ins immaterielle Feinstoffliche.

      Allerdings ist "Liebe zur Macht" ein Widerspruch in sich, weil da die Macht im Sinn von politischer Machtausübung zu verstehen ist. Damit hat Liebe nichts zu tun. Sie ist untrennbar mit Freiheit verbunden. Freiheit für jedes Wesen.

  4. Im Artikel heißt es: "…Diese politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse sind laut Williamson eine Frage der Moral. Das politische Establishment erlaubt diese Entwicklung genauso wie die 99 Prozent der Menschen, die wegsehen und zum Beispiel behaupten, Politik gehe sie nichts an oder behaupten sie können nichts tun…"

    Es ist gut, von Liebe zu schreiben – aber genauso wichtig ist es, zu registrieren und zu protestieren und zu informieren, dass
    erst vor drei Tagen sich wieder ein mächtiger Deutscher vom politischen Establishment in gegenteiliger Richtung geäußert hat: Wolfgang Schäuble: Deutschland müsse mehr Verantwortung in der Welt übernehmen und dazu gehöre seiner Meinung nach, auch die "Bereitschaft, militärische Gewalt anzuwenden.“ Jetzt fordert also auch noch Schäuble ein stärkeres militärisches Engagement Deutschlands, siehe Tagesspiegel v. 29.10.2019, Link hier:
    https://www.tagesspiegel.de/politik/heraushalten-ist-keine-option-schaeuble-fordert-staerkeres-militaerisches-engagement-deutschlands/25166690.html?fbclid=IwAR2WiFREU9ITSqueXrIAfD24rDQV5Hr7njsqvWPNeHfOAxTJbZXZgW58ZTo

    Wolfgang Schäuble rückt vom Parlamentsvorbehalt ab und plädiert für eine Syrien-Schutzzone. Er behauptet:
    „Eine Mehrheit will, dass Deutschland sich nicht nur für die eigene Sicherheit, sondern auch die seiner Verbündeten und bei der Terrorismusbekämpfung engagiert.“
    Er behauptet, eine Mehrheit der Deutschen wolle das. Doch: Laut eine Umfrage vom September 2018 :
    https://www.welt.de/politik/ausland/article181491964/WELT-Trend-Fast-drei-Viertel-der-Deutschen-gegen-Bundeswehr-Einsatz-in-Syrien.html
    (11.9.2018) :
    „Fast drei Viertel der Deutschen gegen Bundeswehr-Einsatz in Syrien
    Stand: 11.09.2018
    Zitat daraus: „Mehr als 73 Prozent der Deutschen sind gegen einen Militäreinsatz der Bundeswehr in Syrien“
    Das klingt ganz anders als das, was Schäuble behauptet!
    Und schon 2015 gab es eine Umfrage, aus der herauskam, dass Deutsche keinesfalls gegen Russen kämpfen wollen:
    http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-06/nato-ukraine-russland-umfrage-pew-stimmung-deutschland Titel: „Deutsche würden NATO-Partner nicht verteidigen.“

    Also woher nimmt Schäuble die Umfragewerte für seine BEhauptung her? Etwa von dem, was Kenfm hier in einer Tagesdosis ( https://kenfm.de/tagesdosis-8-3-2018-groko-dialektik-krieg-ist-frieden/ ) gebracht mit einem Umfrageergebnis von Februar 2018, nach dem angeblich 66 Prozent der Befragten einen Pflichtdienst wollten – doch die oben verlinkte Umfrage aus der welt.de widerspricht dem und ist vom September 2018, also später.

    Wir sollten uns merken: Kramp-Karrenbauer, Ischinger, Merz, Rühe, Norbert Röttgen, Gauck und jetzt auch noch Wolfgang Schäuble sind alle für "Mehr Verantwortung in der Welt" – Ihr wisst, was das bedeutet: Sie würden Deutschland evtl. in den Krieg schicken – auch, um die Interessen von "Verbündeten" zu verteidigen. Das ist keine Liebe, sondern todbringend. Die Gedanken dieser Leute sind eine Gefahr für die Welt.

    • Sie wirken so überrascht, dass Sie von den vermeintlich Mächtigen angelogen werden.

      „Kramp-Karrenbauer, Ischinger, Merz, Rühe, Norbert Röttgen, Gauck und jetzt auch noch Wolfgang Schäuble“, nehmen Sie Uschi von der Leichen noch dazu, dann haben Sie acht Leute die Krieg spielen wollen. Na das wird ein Krieg geben, wenn sonst keiner mitmacht, und so unbefriedigend es für Sie klingen mag, mehr als sich selbst nicht an den Kriegsspielen geisteskranker Psychopathen zu beteiligen, können Sie nicht tun.

      Zur Not halten wir uns an Rainer Kürten…

      „Schon wieder Krieg? OK, dann erschießen wir zuerst alle Politiker und dann schauen wir mal was von den Kriegsgelüsten übrig bleibt.“
      Rainer Kürten

      … Nein, natürlich nicht. Sich den Kriegsspielen zu verweigern wird unserer einzige Option sein.

    • Umfragen zu beantworten, ist noch lange keine politische Willensäußerung.

      Ein bloßes demo-unterfüttertes oder per Unterschrift zum Ausdruck gebrachtes Nein zu Rüstung und Krieg zettelt ebenfalls keine breite Diskussion darüber an, wie wir uns eine friedenstaugliche Weltpolitik seitens deutscher und europäischer Politiker/innen im Besonderen wünschen !

      Das verlangt schon noch andere Selbstauseinandersetzungen und immer wieder insistierende öffentliche Debatten zugunsten grundlegender Umorienterung – einschließlich entsprechender Einflussnahmen auf die Medien !!

      vgl. zur Anregung: https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2019/10/14/zur-friedensfeindlichen-wirkung-von-militaerbuendnissen/

  5. „Wenn du dich selbst liebst, liebst du deine Mitmenschen. Wenn du dich selbst hasst, hasst du deine Mitmenschen. Deine Beziehung zu den anderen ist nur ein Spiegelbild von dir selbst.“
    Osho

    „Freundschaft ist die reinste und höchste Form der Liebe. Es ist eine Form der Liebe ohne Bedingungen und Erwartungen, bei der man das Geben an sich genießt.“
    Osho

    „Du siehst die Welt nicht so wie sie ist, du siehst die Welt so wie du bist.“
    Mooji

    „Wir sind was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.“
    Buddha

    „Auf seine eigene Art zu denken ist nicht selbstsüchtig. Wer nicht auf seine eigene Art denkt, denkt überhaupt nicht.“
    Oscar Wilde

    „Es ist kein Zeichen von seelischer Gesundheit sich an eine zu tiefst gestörte Gesellschaft anpassen zu können.“
    Jiddu Krishnamurti

    „Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.“
    Mahatma Gandhi

    „Bei dieser körperlichen Untätigkeit ist indes meine Seele noch tätig, noch erzeugt sie Gefühle und Gedanken, und ihr inneres, moralisches Leben scheint durch das Absterben alles irdischen und zeitlichen Interesses noch zugenommen zu haben.“
    Jean-Jacques Rousseau

    „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, mit der sie entstanden sind.“
    Albert Einstein

    „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert.“
    Albert Einstein

    „Alles ist Energie! Gleiche dich der Frequenz der Realität an die du möchtest und du kreierst diese Realität. Das ist keine Philosophie. Das ist Physik!“
    Albert Einstein

    „Macht brauchst du nur wenn du etwas Böses vorhast. Für alles andere reicht Liebe, um es zu erledigen.“
    Charlie Chaplin

    „Jeder möchte die Welt verbessern und jeder könnte es auch, wenn er nur bei sich selber anfangen wollte.“
    Karl Heinrich Waggerl

    „Alle denken nur darüber nach, wie man die Menschheit ändern könnte, doch niemand denkt daran, sich selbst zu ändern.“
    Leo Tolstoi

    Hat der ein oder andere Kommentator sich schon einmal Gedanken über obige Aussagen gemacht? Waren das alles Spinner? Oder könnte es sein, dass man selbst entlang des Weges einmal zuviel falsch abgebogen ist?

    Ich frage nur, ich habe die Fragen für mich bereits beantwortet.

  6. Danke!!! Der Artikel ist toll und absolut lesenswert. Die Liebe sollte in keiner politischen Entscheidung fehlen. Daniele Ganser sagte sowas in die Richtung mal in einem seiner Vorträge. Bei jeder Entscheidung sollten wir die Liebe, Mut und Wahrheit fragen. Wenn wir diese drei Protagonisten in unsere Entscheidung einbeziehen würden, gäbe es keinen Krieg. Ich würde die Liebe gerne in die Verfassung mitaufnehmen, genauso wie Natur und Umwelt, mit der die Liebe ganz eng verknüpft ist, ich würde sogar sagen eins. Ob die Politik dann sich gegegnseitig noch in die Augen schauen können?

  7. WIR müssen endlich lieben müssen!
    Jetzt und sofort!
    Liebe oder Untergang!
    Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein!
    Paradoxe Intervention.
    Ich fordere etwas von dem Anderen, das dieser grundsätzlich nur freiwillig geben kann und mache es ihm damit unmöglich.

    Ohne Licht und ohne Leben keine Liebe. Lasst uns also mit dem Licht anfangen, schon damit sind die meisten seit 2000 Jahren überfordert.

    • In unserer Welt der permanenten Information
      wurden wir in einem in der Geschichte vielleicht beispiellosem Ausmaß von der Realität getrennt .
      Und verbunden damit bringt der spirituelle Mangel des Materialismus die seltsamsten Blüten in Zusammenhang mit Politik zum Blühen .

  8. Liebe st die zweifellos heilsamste, aber nur eine von einigen Antwortweisen alles Existenten auf alles Existente. Sie vollzieht sich nie ohne intensiven Dialog mit den übrigen Antwortweisen, mit denen wir ausgestattet sind. Mal harmonisiert sie die übrigen, mal gerät sie uns in Engen …

    Sie ist frohe und angeregte Resonanz, sie erspürt das je Besondere, einmalig und immens Begabte in uns selbst wie im Anderen, und präsentiere es sich noch so verschrägt aus den diversesten Verschüttungen heraus…

    Wo sie sich auf lebendige Begegnung richtet, wird sie erspüren, wo eigene und begegnende Schwingungen in hren Berühungsmöglichkeiten belebt werden können.
    .
    .
    Sie als Mittel zu denken, gar in so etwas wie "Imperativen der Liebe" zu denken, verfehlt das Stück Seinsform, als das unser liebendes Antworten in Teilen immer unsere Existenz ausmacht.

    Vergessen wir nicht: einander zu beschimpfen, Fehlverhalten und Irrwege anzuprangern, uns über Dummheiten zu erheben, wissend, dass niemand alles wissen kann, zutreffend und unbeeinflusst – –
    – – das überspült uns dort, wo wir nicht akzeptieren, dass Existenz n u r Begrenztheit bedeuten k a n n , die kein Wesen einem anderen vorhalten sollte: sie macht uns alle aus.

    Sie ist eine der Bedingungen der wunderbaren Liebeskraft, die wir an unsere Tage zu legen imstande sein können, wenn wir sie bewussst ins uns erspüren – w e i l wir blühen sehen wollen und uns ausdifferenziert beschenken lassen von allem, was in uns um uns zu zeitweiliger Reife, zu Wachtum und Neues belebendem Schwund drängt …

    Die Art, wie wir unsere Gemeinwesen strukturieren, hat sebstredend grundlegenden Einfluss darauf, welche Spielräume dabei für die Palette unserer Antwortweisen auf uns selbst und die Welt zustandekommen.

    Diesbezüglich sollten wir mit wachen Blicken um wie in uns bzw. einander schauen. Erst, wenn uns mit einem Stück unmittelbar auf ihn bezogener Trauer erfüllt, in welchen ggf. hochlieblosen Gefangenheiten bzw. Irrtümern sich Gegenüber X bewegt, sind wir selbst in unserer Liebeskraft wie -Bedürftigkeit berührt und finden vielleicht Wege zu allseits befreiender Verständigung . . .

    Macht einfach vorstellbar, welche konkreten Strukturen Euch vorschweben, um den alten in Lieblosigkeit steckbleibenden Irwegen zu entkommen!
    Wie müssten wir wirtschaften, Politik, betreiben, uns verständigen über das, was sein soll und was besser nicht und über welche Mechanismen ?
    Meine Ideen dazu gibt´s unter: https://diskursblickwechsel.wordpress.com

  9. Da waren wir doch schon vor 50 Jahren. Hat derzeit auch durchaus etwas gebracht. Dann ist es in Banalität vierkommerzialisiert und verkommen.
    Heutzutage geht's anders zur Sache. Wir werden regelrecht mundtot gemacht.
    Gerade wurde sogar Max Blumenthal wie soll man sagen ´verwarnt.´
    In Deutschland wären es nur einige Tausend gegen die die 999 pro Mille gezielt im Rahmen der Rechtsmittel mal vorgehen müssten, sonst läuft bald nur noch Propaganda, und jeder der Geld und Macht hat spielt das aus.

    https://www.youtube.com/watch?v=OgSrITHdUek&feature=youtu.be&fbclid=IwAR2xWPT03EgcJY_INEjgSTRnxix0PurznKH4Z_ToFNw1zjjYzR-btcIVgDI

  10. Die Menschheit ist schon zu lange mit diesem Mist zugedröhnt worden: "Liebe deinen Nächsten!"
    und wer es noch christlicher haben will: "Liebe deinen Feind!"
    ich hasse die Anglizismen , aber hier gehört einer hin: "BULLSHIT"
    Wenn ich die Situation in den USA als Tyrannei empfinde, dann muss die Tyrannenherrschaft beendet werden, und das geht nicht mit Liebe! Sondern nur anders.
    "Williamson weist ebenfalls darauf hin, es sei dringend notwendig, eine breitere und tiefere Perspektive einzunehmen als bloße Systemkritik zu üben, die nur an der Oberfläche bleibt."
    Genau so ist es, lieber Lenins "Was Tun?" lesen, als sich mit Liebe mit seinem Ausbeuter zu versöhnen!

    • Moin, Wissenschaft, was soll ich nicht verstanden haben? Dass man seinen Unterdruecker lieben soll? Du hast wohl zu viel in der Bibel gelesen und zwar im NT? Nein, es gibt kein Beispiel, das uns zeigt, dass der Mensch sich durch Liebe vom Joch der Unterdrueckung befreit hätte.

      mfG

    • @Hog1951

      Ich setze gar nichts gleich. Es gibt aber Ideologen die auf das eine oder das andere schwoeren, die Konsequenzen sollten bekannt sein. Davon abgesehen uebersehen Sie wie fast alle die Benutzung gewisser agents provocateurs Teilwahrheiten zu verkuenden und diese fuer andere Zwecke zu missbrauchen. Beispiele aus heutiger Zeit koennte ich Ihnen zu Dutzenden nennen Trump, Putin, Greta, Farage …….

    • Und Sie, Hog1951, haben Sie die Bibel schon einmal durchgelesen, so von vorne bis hinten, Altes und Neues Testament?

      Und falls Sie es getan haben, haben Sie sich danach einmal die Frage gestellt, ob im Alten Testament und im Neuen Testament vom selben Herrn die Rede ist?

      „Die Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene.“
      Carl Hilty

      Jesus sagt: „Nicht, dass jemand den Vater gesehen hätte;“, und Jesus kam nach Moses. Aber Moses sagte, er habe den Herrn auf dem Berg Sinai gesehen. Wie passt dies zusammen?

      Ich bin mir sicher, dass Moses auf dem Berg Sinai jemanden/etwas gesehen hat, aber war es der Selbe, von dem Jesus spricht?

      Welche beiden Religionen lassen nur das Alte Testament gelten? Haben Sie irgendwo lesen können, dass Jesus durch die Gegend lief und Köpfe abschnitt?

      Könnte es nicht sein, dass Moses auf dem Berg Sinai den Luzifer getroffen hat? Schauen Sie in die Welt, wie sie sich heute darstellt, und beantworten sich die Frage selbst.

      „Eine Wahrheit kann erst wirken, wenn der Empfänger für sie reif ist.“
      Christian Morgenstern

    • Gandhi Hog, Gandhi.
      Gewalt erzeugt IMMER Gegengewalt.
      Übrigens: Wer Kommunismus nicht als eine Form des Faschismus erkennt, hat absolut Nichts verstanden.
      Die sozialistische DDR hat aus der HJ die FDJ gemacht. Aus der Gestapo die Stasi.
      Aus Hitlerkult den Honnecker Kult. Das Ergebnis: zentralisierte Macht und Wegsperren/töten Andersdenkender.
      Zwei Seiten der gleichen Münze.
      Beides sind Ideologien. Ideologie ist das Gefängnis des Denkens und führt immer zu Unrecht.

    • Oliver, zu 99% mal wieder richtig. Bis auf die Kleinigkeit, daß der Koran nicht nur von Jesus spricht, sondern ihn auch als Messias erwähnt. Die genaue Sure kann ich jetzt auf die Schnelle nicht sagen.

    • Sure 45:
      Wie die Engel sprachen: «O Maria, Allah gibt dir frohe Kunde durch ein Wort von Ihm: sein Name soll sein der Messias, Jesus, Sohn Marias, geehrt in dieser und in jener Welt, einer der Gottnahen.

    • Guten Morgen Wissenschaft,

      (witzige Anrede), so weit ich informiert bin, wartet man im Islam auf den Mahdi (https://de.wikipedia.org/wiki/Mahdi) als Messias und im Judentum auf den Messias. Deshalb schrieb ich in meinem Kommentar von zwei Religionen.

      Das Zitat „O Maria, Allah gibt dir frohe Kunde durch ein Wort von Ihm: sein Name soll sein der Messias, Jesus, Sohn Marias, geehrt in dieser und in jener Welt, einer der Gottnahen.“ konnte ich in Sure 45: al-Gatiya (Die Kniende) (http://islam.de/13827.php?sura=45) nicht finden.

      Sollte ich hier falsch informiert sein, entschuldige ich mich selbstverständlich in aller Form und lasse mich gerne korrigieren.

      Aber darum geht es mir auch nicht, ich möchte niemanden herabsetzen, um mich vermeintlich zu erhöhen. Augenhöhe, da fühle ich mich wohl. Auch möchte ich nicht mit Wissen prahlen, und es geht mir auch nicht um Selbstbeweihräucherung. Sollte es beim Lesenden so ankommen, seien Sie versichert, dass dies nicht mein Bestreben war.

      Denn wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, und das empfinde ich als Voraussetzung, um ehrlich mit seinem Gegenüber umgehen zu können, dann wissen wir viel weniger, als wir wissen. Da bin ich keine Ausnahme.

      Ich möchte lediglich meine Sichtweise darlegen, wie an anderer Stelle bereits erwähnt, um den ein oder anderen vielleicht zum Nachdenken anzuregen. Im Sinne von Voltaire:

      „Man kann die Menschen zur Vernunft bringen, indem man sie dazu verleitet, dass sie selbst denken.“
      Voltaire

      Denn:

      „Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen.“
      Galileo Galilei

    • Oops. Oliver, es ist Sure 46. Sorry.
      Wollte Dir damit nix unterstellen, nur auf einen, oft nicht beachteten Teil des Korans hinweisen.
      Ich bin völlig bei Dir, daß das AT von einem völlig anderen „Gott“ spricht als das NT. Der im AT ruft zu Völkermord auf, ist eifersüchtig, rachsüchtig usw. Das widerspricht jeglichem Konzept von Liebe und Freiheit und damit kann ich mich auch nicht identifizieren. Da bin ich voll bei Dir und Galileo. Castaneda hat Ähnliches geschrieben und viele Andere ebenfalls. Ich lehne auch die Organisationen, die um Religiösität herum entstanden ab, da diese nur Herrschaftsinstrumente sind. Was war die Beichte anderes als die NSA heute. Die Kirche wußte Alles von den Menschen und hat das entsprechend ausgenutzt.
      Wenn ich Deine Kommentare hier so lese, merke ich, daß Du viel weiter bist als die meisten Anderen hier, die Informationen mit Feindbildaufbau verwechseln. Fast Alle hier, lassen sich immer noch mit Angst lenken (s. Klima) und sich so mißbrauchen. Sie denken immer noch in ideologischen Mustern und halten sich so selbst gefangen. Sie verhalten sich nicht anders als die Mainstreamjünger und attackieren jeden, der ihnen widerspricht. Die haben ihre Blase gefunden und haben sich fest eingenistet, unfähig neue, ihrem Weltbild widersprechenden Informationen auch nur zu lesen- geschweige denn sich damit auseinander zu setzen.
      Gruß.

    • Moin, Oliver, vielen Dank fuer die Belehrung!
      In der Tat kann man schon 2 versch. Gottheiten, zumindest aber 2 versch. Charaktere erkennen. Und ja, ich habe in der Tat darueber nachgedacht was ich gelesen habe, und komme daher zu der Erkenntnis, dass vieles aus dem NT zusammengeschustert ist und von dem eigentlichen Begruender des sog. Christentums, Paulus, auf unerträgliche Weise verfälscht wurde. Alleine diese lächerliche Nummer, vom Pferd/Esel gefallen zu sein um nun mit denen von ihm vormals verfolgten Juden zusammenleben zu können und ihr ideologischer Fuehrer zu werden in Abgrenzung zu dem Bruder (gemeint ist die Blutverwandschaft) Jakobus, der die geistige Fuehrerschaft der Nazaräer innehatte, die sich im Kampf gegen die Besetzung der Römer befanden.
      Ich will nicht so weit gehen, den Paulus einen römischen Agenten zu nennen, aber zumindest hat sein Wirken in den Paulusbriefen zu heftigen Zersetzungserscheinungen in den Teilen der sich im Kampf gegen die Römer befindenden Judenschaft gefuehrt.
      Was ich allerdings ueberhaupt nicht sehe, ist, dass es irgendein knorpelloses Wesen gibt, das ueber uns schwebt, und das Moses die 10 Gebote auf die Tafeln diktiert hat. Wenn ich mir allerdings im AT durchlese, wie dieses Wesen sich auffuehrt und den Juden befiehlt die Feinde derselben zu töten und selbst die Kinder der Feinde nicht zu verschonen, dann kann ich nur glauben, dass es sich um einen Irrtum der Geschichte handeln kann.
      Der gläubige Mensch hatte seinerzeit keine anderen Möglichkeiten, sich die Welt zu erklären. Doch heute sollten wir schon einen Schritt weiter sein.

      mfG

    • Moin Hog, nein ein Wesen, welches über uns schwebt gibt es so nicht.
      Die Quantenphysik allerdings erklärt sehr gut was/wer Gott ist.
      Nur mal so als Tip: Geist erschafft Materie!

    • Hallo Wissenschaft,

      das will irgendwie nicht, in Sure 46: al-Ahqaf (http://islam.de/13827.php?sura=46) kann ich das Zitat auch nicht finden. Will aber auch nichts unterstellen.

      Ist aber auch nicht tragisch, wie gesagt, darum geht es mir im Wesentlichen auch nicht, ich überprüfe nur gerne Aussagen. Wie könnte ich sonst wissen, ob jemand die Wahrheit zu mir spricht?

      „Prüfet alles, das Gute behaltet.“ hat mal jemand gesagt.

      Zur römisch-katholischen Kirche bzw. dem Papst ist auch interessant zu wissen, dass ANTI nicht nur „gegen“, sondern auch „an Stelle von“ bedeutet. Der Papst bezeichnet sich ja selbst als VICARIVS FILII DEI, also Stellvertreter Gottes auf Erden. Und Stellvertreter = „an Stelle von“ = ANTI. Bei den Zahlenwerten für die Buchstaben V=5, I=1, C=100, A=0, R=0, S=0, F=0, L=50, D=500, E=0 (römische Zahlen halt) kann sich jeder selbst ausrechnen, was bei VICARIVS FILII DEI herauskommt. Falls es jemand noch nicht wusste.

      Das ANTI eben nicht nur „gegen“, sondern auch „an Stelle von“ bedeutet, ist im Zusammenhang mit der Antifa auch interessant. Es könnte zum einen „Gegen Faschismus“ bedeuten, aber auch „an Stelle von Faschismus“. Wer es wie interpretieren möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Ich halte mich da immer an „An ihren Taten werdet ihr sie erkennen“.

    • Hallo Hog1951,

      wie erwähnt möchte ich niemanden überzeugen, geschweige denn missionieren. Wenn du das für dich so interpretierst, dann ist das so für dich.

    • Moin, Wissenschaft ( 4.11. at 12.27)
      "Nur mal so als Tip: Geist erschafft Materie!"
      Das hab ich als Kind auch schon mal gelesen: "Käpten Gordons Fahrt in den Weltenraum"

      mfG

    • Hallo Oliver. Das ist komisch. Ich habe den Koran hier neben mir liegen.
      Moin Hog: Dein Versuch die Quantenphysik lächerlich zu machen zeugt nicht gerade von Weitblick und Seriösität, meinst Du nicht?
      Bitte lies Dich mal ein. Hier ein paar Tips zu Nobelpreisträgern und anderen weltberühmten Physikern:
      Nils Bohr
      Burkhard Heim
      Max Planck
      Albert Einstein
      Nikola Tesla
      T Townsend Brown
      Wie gesagt: Die Augen sind nutzlos wenn der Geist schläft.
      Ansonsten: Schönen Tag noch.

    • "Was ich allerdings ueberhaupt nicht sehe, ist, dass es irgendein knorpelloses Wesen gibt, das ueber uns schwebt…"

      „Gott und die Gemeinschaft mit ihm dürfen wir nicht suchen über den Sternen, sondern im Menschen selbst, in dem Herzen, im Inneren, d.h. im Geiste. Der Christ hat Gott in sich selbst und sucht ihn sonst nirgends.“
      Johann Gottlob Leidenfrost (1715-1794, Mediziner, Theologe)

      Nur falls jemand nicht weiß, wo er mit der Suche anfangen soll 😉

  11. Liebe dagegen vernimmt man kaum…
    Ach echt jetzt? Könnte daran liegen, dass es hier keine gibt!
    NIE waren wir Menschen weiter von der Liebe entfernt, als momentan.

    Das Wort Liebe so inflationär für profanen Mist wie Politik zu gebrauchen, ist ja schon fast unanständig!

    Bevor die Menschheit Liebe leben kann, muss sie erstmal lernen, was Liebe bedeutet. Die Liebe, die man zu Recht Liebe nennen könnte, ist absolut B E D I N G U N G S L O S.

    Bedingungslosigkeit! Mit dieser gehirngewaschenen Menschheit? Das nenn ich ambitioniert!

    • Danke Hera, +1!

      Das Wort "bedingungslos" ist tatsächlich der Schlüssel, wie ich glaube.

      Jetzt leben wir allerdings in einer Gesellschaft, einem System und (fast) einer gesamten Welt, in der jeder nicht nur nach seinem eigenen Vorteil und Gewinn strebt, sondern von seinem Gegenüber erwartet das Gleiche zu tun.

      Ein bedingungsloses Miteinander, final dann in Liebe, ist mit dieser Form der Auswucherung des Kapitalismus schwer möglich und es wird noch Generationen dauern, bis genug Vertrauen(!) in unser jeweiliges Gegenüber wachsen kann, dass wir ihm oder ihr eine selbstlose Tat auch nur glauben.

      Das haben wir 70 Jahren Indoktrination durch die Marktradikalen zu verdanken und, ja Hera, aus diesem Gedankengefängnis sehe ich auch in naher Zukunft kein entrinnen.

      P.s. Vertrauen wäre übrigens ein Schlüssel zum gesellschaftlichen Wandel, gepart mit aufrichtigem Altruismus auf breiter Basis, als einer Art Bewegung. Aber was weiss ich schon…

      Gerade mit solchen Aposteln wie Herrn Fleck und der Dame aus Amerika nicht – entschuldigen Sie bitte Frau Borowy, dass ich mir nicht einmal die Mühe mache diese zu googeln. Ich höre was die Zwei sagen, habe aber schon durch das spirituelle Paradoxon der Darbietung kein Vertrauen, dass sie selbst verstanden haben, was sie wollen. Geschweige denn, dass sie einen Plan hätten, wie wir eine Gesellschaft schaffen, die bedingungslos gibt, denkt und in Liebe lebt. Die Zwei können aber sicher als eine Art Roh-Übersetzer dienen, für diejenigen, die da kommen werden und sich gedanklich soweit vom System lösen können, dass sie diesen Plan zu schaffen in der Lage sind. Nur Apostelmaterial sind sie halt noch nicht. Deswegen vielleicht auch die mediale Ruhe um die Idee?!

      Veranstaltungshinweis:
      "Politik in Liebe?" Der nachträgliche Vortrag. Gestern-morgen: im eckigen Kreis bei der Wasserwüste. Bitte nur hinterher anmelden!

    • Dankeschön! Hatte ein wenig Bedenken, dass die Keule zu groß war, die ich da ausgepackt hab. Den Menschen die Liebe quasi abzusprechen ist eigtl schon en starkes Stück.

      Altruismus macht ja sehr glücklich (hab ich festgestellt). Jetzt stellt sich die Frage: ist der Altruismus auch noch wertvoll, wenn er mit dieser "Berechnung" gelebt wird? Wenns mich selbst glücklich macht, ist es dann überhaupt noch Altruismus? Über diese Frage denke ich seit Monaten nach…

    • Hallo Hera,
      die Keule fand ich nicht zu groß. Den Zustand Liebe ständig umdeklinieren zu wollen, in etwas, dass man schmecken, hören, fühlen und das man als Beilage zum Latte-Macchiato auf dem Feldenkrais-Yogagedeck servieren kann, ist ja Volkssport, seit die Psychoanalytiker ihren Job zu langweilig finden, wie es scheint… liebevoll gemeint.

      Hera, deine Zweifel zum Thema Geben sind unbegründet. Vertrauen ist der Schlüssel. Hier mal in dich selbst und deine Entscheidungen und Wahrnehmungen. Bedingungsloses Geben ist doch auch nur völliges Vertrauen in deine Umwelt und in die Entscheidungsfähigkeit deiner Mitmenschen.

      Die Freiheit, die du damit gewinnst ist der nächste Pflasterstein auf dem Weg zum Glück und evtl., wenn du ganz viel Glück hast, auch zum Zustand Liebe. Aber diesen Zug hören wir zum ersten mal tuten wenn wir schon drin sitzen und nicht wenn uns irgendwelche Schaffner den Fahrplan vorlesen 😉

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