Tagesdosis 1.2.2018 – BRDDR: die Endsorgung des Sozialstaats

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Der Jahresbeginn 2018 präsentiert sich trist und grau. Symptomatisch für eine Stimmungslage in unserem Land, die immer öfters geprägt ist von mangelndem Sonnenschein in der Seele.

Die dunklen Schatten resultieren aus einer schwierigen Gegenwart und der großen Unsicherheit über die Zukunft. Ratlosigkeit wird zu einer festen Konstante. Viele Menschen können die Gründe klar benennen, aber finden schlicht keinerlei Lösungsansätze. Trister Alltag mit grauen Gedanken. Resignation. Zorn. Wut.

Die Sorgen und Nöte in diesem Land sind hausgemacht. Sie sind Ergebnis eines Prozesses von politischen Entscheidungen, die kontinuierlich seit der sog. Deutschen Wiedervereinigung im Jahre 1990 gnadenlos durchgezogen wurden. Die größte Hürde dieses menschenverachtenden Systems war die Existenz der DDR. Zünglein an der Waage zweier politischer Systemblöcke. Irgendwann überflüssig, dann vorsätzlich zerstört und ausgenommen. Das dabei auch Millionen Biografien pulverisiert wurden, war diesem System bewußt und egal. Das individuelle Schicksal hat im Kapitalismus keinerlei Wert, ausser als potentielle Kaufkraft. Ist der Mensch dazu nicht mehr in der Lage wird er bestraft, durch gesellschaftliche Missachtung und Ächtung.

Inzwischen gibt es genügend Literatur die belegt, die DDR war nicht pleite.[1] Sie störte. Sie war schlicht unmittelbarer Konkurrent, das Gegenmodell eines gierigen und gnadenlosen Nachbarn, der aber gar nicht zur Familie gehören wollte. Die Mär von den Brüdern und Schwestern wurde medial zelebriert. Die Mauer in den Köpfen, zumindest bei älteren Jahrgängen Ost, wie West ist immer noch existent und betoniert. Ein aktueller Zeit-Artikel wird überschrieben mit: Das macht Frust, die Politikerin Petra Köpping aus Sachsen reist jetzt in den Westen, um dort von den Seelennöten des Ostens zu erzählen. Ist das eine neue Form der Ost-Emanzipation – oder nur das alte Jammern?[2] Aufschlussreich.

Es war nicht alles aus Gold, was glänzte ab 1989. Lernprozesse. Woher und woraus resultieren so viel Wut und Resignation im Osten Deutschlands? Biografische Erfahrungswerte? Jahrgangsbedingte Vergleichsmöglichkeiten? Ist die aktuelle gesellschaftliche Wut ein rein ostdeutsches Phänomen, oder wird es medial so dargestellt?

Das Volk wählt seine Volksvertreter. Es ist die allbekannte Taktik der Kapitalinteressen, jede Organisation die politisch auf sich aufmerksam macht zu beobachten, zu unterwandern, umzudrehen, siehe SPD & Grüne und am Ende unglaubwürdig zu machen, siehe die Linke. Dann gibt es noch die fleißigen Helfershelfer, die Systemlinge , siehe CDU & FDP und schon sind wir in der Gegenwart. Ein aktuell sehr lesenswerter Beitrag von Volker Bräutigam auf Rubikon trägt die Überschrift: Die Farce-Demokratie. Zwei treffende Zitate, aus einer exquisiten Bestandsaufnahme:

Der Kapitalismus erlaubt keine Demokratie. Sie widerspricht seinem Wesen diametral und endet letztlich, wo Kapitalinteressen walten, also zum Beispiel vor jedem Fabriktor, vor jedem Bankeingang – und allemal vor dem Berliner Reichstag. Sowie, 70 Prozent der Bevölkerung sind gegen die Rente mit 67 und gegen die Hartz-Gesetze. Aber 80 Prozent unseres demokratisch gewählten Parlaments stimmten dafür. Drei Viertel der Deutschen sind gegen unsere Kriegsbeteiligung in Afghanistan und andernorts in der Welt. Aber unsere demokratisch gewählten Volksvertreter stimmten mit gleicher Mehrheit für den Krieg.[3]

Nun gibt es seit geraumer Zeit eine vermeintliche Alternative – die AFD. Die Stimme des enttäuschten Ostdeutschen? Das Sprachrohr des kleinen, abgewickelten frustrierten Bürgers? Warum gibt es die AFD? Wem dient sie? Woraus resultiert dieses Wutverständnis einer durch und durch westdeutsch besetzten Führungsriege?

Ist ihnen schon mal aufgefallen, dass annähernd alle aktuell kritischen Stimmen konservativer, bis nationalgetränkter Natur mit alt bundesrepublikanisch geprägter Biografie behaftet sind? Thilo Sarrazin, Bernd Höcke, Alice Weidel, Hendrik M. Broder, Michael Wolffsohn, Jürgen Elsässer, Götz Kubitschek nebst Gattin, Albrecht Glaser.

Am Montag hat Susan Bonath sehr ehrlich ihre persönliche Stimmungslage in der Tagesdosis dargelegt. Wenn man die Forenbeiträge, speziell auf Youtube, sich durchließt, erkennt man im kleinen Rahmen, wie zerissen dieses Land ist. Nach heutigen Parametern: 457 Likes und 480 Dislikes. Es stimmt einen sehr nachdenklich.

Welche Kräfte in diesem Land sind die wahren Stimmungsmacher? Momentan reicht es ja noch nicht mal zum Unterhaltungsorchester, inkl. Chefdirigentin. Der Tourneeplan für die kommenden vier Jahre hat noch keine endgültige Setliste, geschweige denn die notwendigen Erfüllungsgehilfen. Wir sollten gemeinsam aufpassen, dass wir nicht in seelendissonante Zeiten verfallen.

Der Mensch, der nicht Musik hat in ihm selbst,
Den nicht die Eintracht süßer Töne rührt,
Taugt zu Verrat, zu Räuberei und Tücken
Die Regung seines Sinns ist dumpf wie Nacht,
Sein Trachten düster wie der Erebus,
Trau‘ keinem solchen! – Horch auf die Musik!

– William Shakespeare –

Quellen

[1] – https://www.ebook.de/de/product/22648222/vladimiro_giacche_anschluss.html

[2] – http://www.zeit.de/2018/05/petra-koepping-ostdeutschland-tour-westdeutschland#comments

[3] – https://www.rubikon.news/artikel/die-farce-demokratie

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56 Kommentare zu: “Tagesdosis 1.2.2018 – BRDDR: die Endsorgung des Sozialstaats

  1. na super, noch einer der sich in selbstgeißelung befindet!
    komisch, diese urlaubserfahrung/auslandserfahrung kann ich nicht nachvollziehen, dass ich als deutscher ressentiments erlebe, ganz im Gegenteil! wenn man sich der geschichte bewusst ist, damit meine ich natürlich nicht die „guido knopp-selbst-geißelungs-klischee-geschichte“ kommt man mit den „sogenannten ressentiments “ schnell in argumentativen inhaltlichen übereinstimmungen und in der regel endet das im „bruderkuss“

  2. Liebe kritische Leser,

    seid wachsam – es mehren sich für mich die Zeichen, dass bald wieder ein fürchterlicher Anschlag stattfinden könnte – den man dann Rechtsextremen … zur Last legen wird ? – vielleicht findet man wieder Pässe – aber es besteht immer auch die Möglichkeit, dass so etwas auch von ganz anderen Kräften … inszeniert wird… Danach könnte es dann wieder eine neue Gesetzesvorlage zur Verschärfung der Überwachung, der Zensur und des „Kampfs gegen Rechts“ geben…
    Falls demnächst etwas schockierend Schlimmes passiert – was ich nicht hoffe – seid bitte wachsam und beobachtet ganz kritisch die Berichterstattung.

    Wie komme ich darauf?
    1. Wegen des „FISA-Memo-Skandals“– ein Anschlag würde davon ablenken.
    2. Weil es in letzter Zeit mehrere seltsame Artikel in Zeit online und Spiegel gab, NATO-affinen Zeitungen, die das N… – Wort enthielten, bei denen es aber inhaltlich nur am Rande um diese N…s ging – es ging vielmehr um Straßenbenennungen und Liederbücher. Sie prangern an, dass Straßennamen existieren, die mit dem N-Wort assoziiert werden können, tun aber selbst dasselbe, indem sie mit solchen Texten das N-Wort verbreiten. Daraus ergibt sich mir die Frage: Wird etwas vorbereitet? Soll das N-Wort einfach überall im deutsch-sprachigen Netz gesehen werden, sich ins Unterbewusstsein eingraben, damit die Internet-User meinen es gäbe heute immer noch sehr viele von diesen – schreibe ich es doch aus – Nazis?

    Hier einige Beispiele für solche Artikel im Netz – nur die Titel – denn ich tue ihnen nicht den Gefallen, diese Artikel zu lesen, aber die Titel sind schon bezeichnend:
    Spiegel: „Der Nazi-Buddha aus dem All
    Zeit online: „Nazi-Liederbuch kostet FPÖ-Politiker Amt“
    Zeit online: „Rechtsextreme verteilen Reizgasampullen in Cottbus“
    In der Zeit online (NATO-affin) gab es in letzter Zeit mehrmals Artikel, die das Thema hatten, dass es viele Straßennamen gäbe, die mit Kolonialismus, Rassismus und Nazis zu tun hätten – mein Internet bot mir einen dieser Artikel als Leseempfehlung an – da habe ich mal die Suchbefehle: „Zeit online und Straßennamen“ eingegeben, und fand noch mehr davon… seltsam, nicht?

    Und auch hier, bei KenFM gibt es in letzter Zeit mehrere Artikel und Kommentare, die polarisierend den „Rechtsextremismus“ anprangern… Das macht mich schon stutzig – ich glaube nicht, dass es in Deutschland viele gibt, die tatsächlich dieser Ideologie anhängen, die so viel Leid und Unheil über die Welt gebracht hat. Die Leute sind nicht so dumm, wie uns oft weisgemacht werden soll. Bitte schwenkt nicht in den allgemeinen Chor ein, bleibt kritisch
    Seid wachsam.

    • “ Das macht mich schon stutzig – ich glaube nicht, dass es in Deutschland viele gibt, die tatsächlich dieser Ideologie anhängen, die so viel Leid und Unheil über die Welt gebracht hat “

      Ich glaube nicht das sie dumm sind, aber lasen sie
      Kai S. Schreyber (Hrsg.), ´Warum wir ADOLF HITLER wählten, Jungwähler von 1933/38 berichten’, 2001 Kiel ?
      Deutsche die Anfang 80er Jahre noch lebten beschreiben 1938 als glücklichste Jahr ihres Lebens.
      Falls sie english lesen können:
      A J P Taylor, ‚The Origins of the Second World War‘, 1961, 1967, Londen
      Hitler wollte kein Krieg, er wurde provoziert Polen an zu greifen, seine grosse Fehler:
      Simon Newman, ´March 1939, The British guarantee to Poland, A study in the continuity of British Foreign Policy’, 1976, Oxford

    • Ich seh das völlig anders. Der Kampf gegen rechts ist nur vordergründig. Der wirkliche Feind des Imperiums ist nicht reaktionär.

      Aber ich bin schon wieder getriggert und deshalb halt ich mich ansonsten raus. 🙂

    • Sorry – ich meinte natürlich die nachgeborenen Generationen der Deutschen, also die Kinder, Enkel und Urenkel derjenigen, die Sie ansprachen. Bei den nach dem Nationalsozialismus geborenen Deutschen gibt es, meiner Ansicht nach, nicht viele echte Anhänger dieser furchtbaren Ideologie, nach allem, was man heute darüber weiß.

      Sehen Sie: Ich bin 1966 in Deutschland geboren. Ich habe längere Zeiten im Europäischen Ausland gelebt, liebe die Franzosen und Engländer, auch die Italiener, stehe anderen Menschen und Völkern freundlich gegenüber. Aber überall kam irgendwann mal dieses Abchecken, dieses Misstrauen, dieses seltsame Ressentiment, kamen Reaktionen, die maßlos überzogen waren … bloß, weil ich Deutsche bin – in Frankreich, in Belgien, in Holland… es gab auch unangenehme Erfahrungen, bloß weil ich Deutsche bin… ein falsche Verhalten, eine falsche Assoziation, einmal als Gruppe zu laut… ja, auch in Holland, da gibt es schon noch große Ressentiments.. meine ganze Klasse hat sie erlebt, damals, beim Klassenausflug nach Holland – wie wurden wir da beschimpft – es war ein Schock. Und viele andere, nach 19145 geborene Deutsche haben ähnliche Dinge auch erlebt – jedenfalls, wenn man sensibel ist, dann merkt man das schon, das man irgendwo … unbeliebt ist. Man kann es, als Deutsche, nur erdulden und Verständnis zeigen, dass dies wahrscheinlich noch lange so bleiben wird…

      Und da will man uns Deutschen heute in den Medien weismachen, dass es heute wieder viele Neonazis geben soll?

    • Na es könnte auch sein, dass man es den Linken oder den Flüchtlingen in die Schuhe schiebt.
      Hauptsache es ist eine Gruppe, die wenigstens einige nicht mögen oder mit Argwohn betrachten und man hat die Möglichkeit den Überwachungsstaat weiter auszubauen und das trifft uns alle und wird keinen vor was auch immer schützen

  3. Das hat zwar nichts mit dem Artikel zu tun, aber da ja Alles mit Allem irgendwie wechselseitig wirkend zusammenhängt und Themen behandelt werden die sich auch hier großer Resonanz und Beliebtheit erfreuen, hier ein sehr guter Grund warum ich noch ein TV besitze und benutze.

    Das sollte sich jeder anschauen, da hier auch grundlegendes zum zusammenleben der Menschheit diskutiert wird. Überhaupt ist scobel eine meist intellektuell anspruchsvolle Sendung, aber eben für jeden verständlich vorgetragen.

    Es wird immer um 20:15 Uhr eine Dokumentation gezeigt und danach von Scobel mit Menschen denen das Thema naheliegt, darüber diskutiert. Man sollte also beide Sendungen sehen.

    Heute ging es um Pflanzen, deren interaktion, zusammenleben usw. SEHR INTERESSANT. OBSOLUT SEHENSWERT.
    Die Sendungen liefen heute auf 3sat um 20:15 bis 21:00 Uhr (Vernetzte Pflanzenwelt) und von 21:00 bis 22:00 Uhr (scobel – Die Macht des Miteinander).

    3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=71441

  4. ich verstehe einfach nicht, warum hier immer wieder meine Kommentare verschwinden, welche auch niemanden beschimpfen oder gar Hassbotschaften beinhalten, ja sogar den Kolumnen meist eher zustimmend verfasst sind 🙁

  5. Moin, Susan Bonath, soweit es die kapitalistischen Zyklen betrifft, und den Akkumulationszwang, teile ich Ihre Ansicht. Jedoch bei der Frage, warum es quasi bis zur Uebernahme der DDR in der BRD fuer die Bevölkerung ganz gut lief, uebersehen Sie den einfachen Umstand: die Existenz der DDR!
    Ebenso wie man auf kulturellem Gebiet versucht hat nach dem Krieg nichtkommunistische Linke zu „ueberzeugen“ sich gegen die sog. Stalindiktatur zu wenden, so hat man auch auf wirtschaftlichem Terrain Zugeständnisse gemacht wie Vollbeschäftigung, hohe Lohnabschluesse u.a. Erst mit dem Verschwinden der DDR zeigt der Kapitalismus wieder seine normale Seite.

  6. Moin, Susan Bonath, soweit es die kapitalistischen Zyklen betrifft, und den Akkumulationszwang, teile ich Ihre Ansicht. Jedoch bei der Frage, warum es quasi bis zur Uebernahme der DDR in der BRD fuer die Bevölkerung ganz gut lief, uebersehen Sie den einfachen Umstand: die Existenz der DDR!
    Ebenso wie man auf kulturellem Gebiet versucht hat nach dem Krieg nichtkommunistische Linke zu „ueberzeugen“ sich gegen die sog. Stalindiktatur zu wenden, so hat man auch auf wirtschaftlichem Terrain Zugeständnisse gemacht wie Vollbeschäftigung, hohe Lohnabschluesse u.a. Erst mit dem Verschwinden der DDR zeigt der Kapitalismus wieder seine normale Seite.

  7. Die DDR war eine Diktatur, ein Unrechtsstaat, der seine Menschen unterdrückt und getötet hat. Wie viele Biografien wurden auch von der Stasi “ pulverisiert ? “ Wie gut , dass dieser Staat Vergangenheit ist . Und das bedeutet nicht, dass in der BRD alles gut ist.

    • Die DDR war wegen mir nicht Pleite, aber wo war dann der Milliardenkredit?
      Zumindest die SED war mal nicht Pleite, wenn man die verschwundenen Gelder betrachtet.

      DIE DDR gab es als ein rein gutes oder nur schlechtes Gebilde auch nicht. Die Partei hat sich genauso verselbständigt wie die Gewerkschaft und so maches Ministerium.

      Also zumindest was den Namen angeht war es ein Etikettenschwindel, denn Demokratie kann das ja kaum gewesen sein. Außer man definiert das alternativ-kreativ.

      Also wo ein state ist, da gibt es meines Erachtens immer früher oder später einen deep state, der hießt halt Partei oder sonstwie.

      Das Problem ist doch nicht ein System alleine. Die 10% Psychopathen, alpha-Tiere oder wie auch immer okkupieren doch eh den Staat und bauen ihn um. Egal, was vorne drauf steht.

      Ich glaube, mit einem Staat kommen wir nicht weiter.

      Im übrigen bin auch ich froh, dass dieser Staat in der Form verschwunden ist. In der Art und Weise eine an sich humane Idee zu missbrauchen ist eine Frechheit sondergleichen gewesen.

      Ob ich die Form des Wirtschaftens wieder haben möchte, da kann man drüber nachdenken, aber nicht im Kielwasser seines Staates, da kann ich doch drauf wetten, dass ich in Nullommanix wieder der Depp bin, der von wenigen herumgeschubst wird.

    • Ich habe nicht den Eindruck, das der Autor die DDR verklärt. Denke bitte auch an Berufsverbote in der BRD auf Grund der politischen Einstellung. Ich muss König Ordnung in dem Punkt Recht geben, das es persönlich Verantwortliche für den Ausverkauf des „Volkseigentum’s“ und dem Abbau der sozialen Sicherungssysteme gab und gibt. Es wurde und wird niemand dafür zur Rechenschaft gezogen, weil die Politikdarsteller und die angeschlossenen Medien das dem Volk als alternativlos, positiv, nicht finanzierbar und dem heiligen Markt (was soll das eigentlich sein, könnte man ja die „Liberalen“ Mal fragen) geschuldet sind. Die AfD ist doch nur eine rechts angehauchte Blendgranate um Druck vom Kessel zu nehmen. Die sind doch genauso marktradikal und für Krieg wie fast alle anderen Parteien (ich bin gespannt, wann es so weit ist, das „die Linke“ in diesem Fall umfällt, weil die U- Boote die Mehrheit auf Ihrer Seite haben bzw. sich aufspalten und dann erstmal bedeutungslos wird.

    • Diese neue rechte Partei ist doch im Leben nicht weiter rechts als CDU/CSU früher waren, da muss man sich doch nur mal die Reden der C-Politiker auf dem Heimattag der Vertriebenen nachhören.
      Oder wenn man an Alfred Dregger denkt…Da warden doch auch verbal-inhaltlich ganz andere Kaliber am Start.
      Das ist die Abspaltung rechts der CDU so wie die Linke ein SPD-Ableger ist. Mehr nicht. Keine andere mentalität, kein neues Volk, nur die „Volksparteien“ halten ihre Klientel nicht zusammen. Selber Schuld, wenn man so will.
      Im übrigen können die bisher herrschenden Partein sich doch 24/7 auf ihrem Staatsfunk ganz prominent mit dem Phänomen auseinander setzen. Alles gut, wenn Sie so wollen.
      Es gibt einen Dissens bei der Migration und die ganze große Koalition hat diese zur unhinterfragbaren Staatsräson gemacht, aber das Volk will dem nicht bedingungslos folgen. Also bildet sich ein Sptachrohr, fertig ist eine Partei.
      Auch nichts anderes als der Rest.

    • Die heutigen deutschen Sendungen über die DDR sind sehr negativ.
      Das viele alles taten um zu Flüchten, selbst mit gebastelde heisse Luft Ballon, ist wahr.
      Leider gibt es, oder gab, es ganz andere Meinungen.
      So sagte ein Geflüchteter ‚wenn ich gewusst hatte das ich hier (damals W Deutschland) so hart arbeiten musste, wäre ich geblieben‘.
      Das Mädchen, junge Frau, die sich während eine Messe in ein W Deutscher verliebte, und mit Selbstmord Pillen in die Tasche aus das Land geschmuggelt wurde, sagte ‚eigentlich war ich ganz zufrieden mit meinem Leben dort‘.
      Dann gibt es noch was auch gesagt wurde, oder noch wird ‚keiner war reich, aber auch keiner war arm‘.
      Das die DDR eine schreckliche dumme Diktatur war ist auch meine Meinung, leider, ich habe auch wenig gute Wörte für das Deutschland von Merkel und Schulz.
      Das reichste Land Europa’s, aber doch Altersarmut, und Krankenkassen die keine gute medizinische Behandlungen geben.
      Hat Merkel Jemand gefragt ob die Deutschen die Massen Immigration wollte ?
      Göbbels fragte ‚wollt ihr den totalen Krieg‘, sie konnten natürlich nicht nein sagen, aber es wurde gefragt.
      Die DDR hatte eine verhältnismäslich teure Armee, aber was tut Deutschland jetzt ?
      Und was tut BND und Verfassungsschutz ?
      Es gibt so viele V Männer das deutsche Richter Organisationen wo die infiltriert haben nicht verbieten wollen.

    • @ Brigitte
      ziemlich schwachsinniger Kommentar ihrerseits. zeigt wiedermal wie wenig Ahnung sie haben. vermutlich im „westen“ sozialisiert!

    • @Brigitte
      ..was die DDR alles war, wissen komischerweise immer die am Besten, die dort nie gelebt haben.
      Als dämliches Paradox empfinde ich allerdings bis heute, das ich schon 1990, bei meinem ersten Besuch an Spanien und Portugal feststellte; wenn das unsere Nachbarn gewesen wären, stünde die Mauer jetzt noch.
      Die BRD war Frontstaat in jeder Beziehung, die DDR und der ‚ostblock‘ (westblock hat komischerweise nie jemand gesagt-wording? 😉 ) war eine potentielle Gefahr, wie von Marx schon beschrieben, ein Gespenst geht um in Europa…
      Leider hatten wir einige Entwicklungen ‚verschlafen‘ und vor allem falsche Leute auf falschen Positionen. Dieser ‚göttergleiche‘ Status von Günter Mittag, Schalk-Golodkowski u.a. hätte nie geduldet werden dürfen.
      Ich glaube in der BRD wurden ebenfalls die eigenen Bürger ermordet, Ohnesorg z.B…plus die von denen bis heute die Akten unter Verschluss gehalten werden und die von denen wir nie was gehört haben da sie als Opfer von ‚gewöhnlichen‘ Delikten abgebucht wurden.

  8. Es wurden 14 Monatsgehälter im Jahr gezahlt. Von dem Gehalt des Alleinverdieners konnte die Familie drei bis vier Wochen im Jahr Urlaub machen. Und ein Auto war auch noch drin.

  9. Es gab tatsächliche Vollbeschäftigung, VIERZEHN Monatsgehälter im Jahr und für eine 5 köpfige Familie reichte ein „Ernährer“ und ein 3 bis 4 wöchiger Urlaub im Hahr war auch noch drin – nebst Auto.

    • ‚Vollbeschäftigung‘, Niederländer die die CZ, glaube ich Motoren Fabrik besuchten, waren erstaunt über die primitive ineffiziënte Methoden.
      Solche Vollbeschäftigung schafft wenig.

    • Schau Pieter, Vollbeschäftigung ist sicher nicht die seligmachende Allheiligkeit. Insbesondere dann nicht, wenn sie großteils durch einen Niedriglohnsektor zu Sklavenbedingungen geschaffen wird.

      Ich rede aber vom Westen in den 70er bis mitte 80er Jahren. Da gab es Vollbeschäftigung. Von Vollbeschaftigung spricht mal, wenn es weniger als 3% Arbeitslose gibt. Und es wurden Löhne gezahlt, von denen ein Alleinverdiener eine Familie ernähren konnte, ohne auf Luxus wie Urlaub und Auto verzichten zu müssen. Es gab 14 Monatsgehälter im Jahr und 6 Wochen Urlaub!

      FRÜHER WAR ALLES BESSER!!!

      Das ist einfach so, wenn man es rund betrachtet und berücksicht das alles nie alles, nie 100% ist wenn es um subjektive Eindrücke geht. Exakter müsste mal also sagen, früher war nahezu alles, oder vieles besser.

  10. Überall dasselbe.
    https://www.telegraaf.nl/nieuws/1613382/cbs-vooral-ouderen-dupe-aflosboete
    Es war bei uns so das wer keine Schuld mehr hatte auf das Haus in Eigentum dafür belohnt wurde mit weniger Steuern zahlen.
    Jetzt wird das geändert, wieder zahlen.
    Es trifft, wie die Graphik zeigt, natürlich überwiegend Ältere.
    Diese Ältere, ich gehöre dazu, sahen ihre Pensione in zehn Jahre nie korrigiert für Inflation.

    EU: wer Arbeitet kann ein gutes Leben haben, alle Andere, nur Ballast.
    Wer wundert es das ‚Sozialisten‘ überall Stimmen verlieren, oder das sogar ’sozialitische‘ Parteien verschwinden, wie in Frankreich ?
    Und wer wundert es das eine Partei für Deutschland, AfD, entsteht ?

  11. Warum müssen derlei Formulierungen – „war diesem System bewußt und egal“ – gebraucht werden? Was soll damit erreicht werden? Unkenntlichkeit? Verwässerung?

    Es war nicht irgendein ominöses System, welches millionen Biographien pulverisiert hat, das waren Menschen.
    Diese Menschen sind bekannt und sollten in einem journalistischen Artikel der auch nur ein wenig qualitätiven Anspruch erhebt, auch benannt und nicht verschleiert werden.

    • Es hat zwar 13 Jahre und mehr gedauert bis der neue Trabi abgeholt werden konnte.
      Gewartet wurde aber kaum.

      Bestellt wurde von fast jedem. Auch der, der kein Geld hatte bestellte.
      Bestellungen wurden gehandelt. Bankkredite für Autos gab es nicht.
      Schon für Kleinkinder hatten eine Bestellung am Laufen. Außerdem war ein gebrauchter Trabi (z.B. 10 Jahre alt) fast so teuer, wie ein Neuer.
      Bestimmte Ersatzteile waren Mangelware. Grunde dafür waren, das jedes Auto immer wieder repariert wurde.
      Es wurde auch alles gekauft um was zum tauschen zu haben.
      Manche hatten privat mehr zu Hause als Werkstätten.
      Mit Beziehung ging alles.
      Das war ne andere Welt. Mit Vorzügen u. auch Nachteilen.

    • Pieter, ich rede vom Westen. Hatte dir auf deinen – Pieter Kamp sagt: 1. Februar 2018 at 15:56 – Beitrag geantwortet. Der Beitrag erscheint aber nicht. Aber das Wort test geht durch…

    • Moin, Koenig Ordnung, ja, wenn man so will. Solange die DDR bestand, hatte man von Seiten des Westens das Bestreben, zu glänzen, zeigen wer der Bessere war, kurz Unruhe zu schaffen im Land, um die Unzufriedenheit in der DDR zu fördern: Kaufhaus des Westens, Vollbeschäftigung, Löhne, die ein Auskommen gearantierten und, und, und.
      Doch sobald die DDR geschliffen war, konnte in Westdeutschland die neoliberale Wirtschaftsweise inganggesetzt werden, die in anderen Ländern schon ausprobiert wurde. Seit der Zeit geht es nicht nur wirtschaftlich bergab, sondern es werden auch immer mehr Einschränkungen des Rechts vorgenommen und die „Terrorismusbekämpfung“ beschert uns dann auch noch den Ausnahmezustand (Frankreich).
      Der Kapitalismus hat nur funktioniert, weil es die DDR und dahinter die UDSSR gab.

    • Hog1951

      So hab ich das ja noch nie gesehen. Also Wirtschaftswunder als Teil des kalten Krieges, quasi zur Destabilisierung der DDR durch unzufriedene Bürger?! Interessanter Ansatz und absolut möglich. Nach allem was wir heute über Regime-Changes wissen…

      Hab grad kürzlich gesehen (wär cool wenn hier jemand mehr darüber wüsste), dass die Öffnung in Ungarn damals initiiert war von Otto von Habsburg mit dem Paneuropäischen Picknick am 19.08.89 in Sopron.

      Irgendwie erinnert mich das an den arabischen Frühling und die Ukraine. Unzufriedene Bürger erschaffen, Widerstand erschaffen und Land destabilisieren.

  12. In den 70ern bis mitte der 80er, hat dieser Kapitalismus in deutschland recht gut funktioniert. Es gab tatsächliche Vollbeschäftigung, 14 Gehälter im Jahr und für eine 5 köpfige Familie reichte ein „Ernährer“ und ein 3 bis 4 wöchiger Urlaub im Jahr war auch noch drin – nebst Auto.

    • Stimmt nicht ganz. Ab Mitte der 70er Jahre rollten die Krisen wieder schneller über die Menschen in der kapitalistischen BRD hinweg. Im Sommer 1975 stieg die Arbeitslosigkeit erstmals wieder über eine Million. Im TV wurden erste „Faulheitsdebatten“ ausgestrahlt nach dem Muster: Sind die Erwerbslosen erwerbslos, weil sie nur faul sind? Ergo wurde angefangen, die Sozialleistungen zu kürzen. Schmidt hat damit angefangen.

      NAHEZU Vollbeschäftigtung gab´s in den 50er und 60er Jahren. Warum? Weil die Wirtschaft nach Krieg und Zerstörung nur wachsen konnte. Und: Weil einige Staaten, z.B. Griechenland, auf Reputationen verzichtet haben. Man kann nun natürlich alle 30 Jahre einen Krieg haben wollen: Fünf oder zehn Jahre Totalzerstörung und Massenmord, anschließend 30 Jahre viel geliebtes kapitalistisches Wirtschaftswachstum mit nahezu Vollbeschäftigung und einem schicken Sozialstaat. Ich bezweifle aber, dass das die meisten wollen.

      Der Kapitalismus wird nun mal von zyklischen Krisen heimgesucht. Liegt daran, dass Kapitalgesellschaften immer schneller wachsen müssen. Tun sie das nicht, kommt ein fetterer Fisch und schluckt sie oder sorgt für ihre Pleite. Drei Monate die Preise gesenkt, schon steht der Gewinner fest. Wachsen können Untenrehmen nur, wenn sie auch ausreichend Märkte haben. Dummerweise hat jeder irgendwann ´ne Waschmaschine usw. Dann kurbelt man halt den Export an. Blöderweise gibt´s anderswo auch Industrie. Die muss man dann erst mal platt machen. Da boomt dann auch gleich das Rüstungsgeschäft.

      Kurz: Irgendwann lässt sich das Kapital halt nicht mehr so gut verwerten. Außerdem wachsen die Monopole durch die stete Kapitalakkumulation. Und die Monopole verschmelzen mit den Staaten zu Imperien, die sich dann auch wieder gegenseitig die Wirtschaftsmacht streitig machen. Es sei denn, einige von denen arbeiten zusammen, wie z.B. mit der NATO, und führen zusammen Kriege. Usw… usf…

    • Hallo Susan

      Von Vollbeschäftigung spricht man, wenn die Arbeitslosigkeit unter 3% ist. Eine gewisse Fluktuation die mit in die (kurzfristige) Arbeitslosigkeitstatistik einfließt, gibt es ja immer. Ich erinnere noch sehr gut, als alle Medien „besorgt“ berichteten, das die Arbeitslosenzahl 1 mio erreicht habe. Das waren aber keine 3%.

      Was Du beschreibst mag ja alles richtig oder stimmig sein, es ist aber keineswegs Systemimmanent. Es ist nicht zwanghaft. Es sind einige wenige Menschen die das steuern – aus vielerlei Gründen. Nicht zuletzt weil es geht, weil sie es können. Es ist halt leicht ein Arschloch zu sein…

  13. Mir war bislang nicht bekannt das ein System ein Bewusstsein hat und gar noch Gefühle, respektive werten kann.

    Im Kapitalismus hat nichts einen Wert, nicht mal der Kapitalismus selbst. Der Kapitalismus ist nur ein Steuerungselement.

    • Ein System hat kein Bewusstsein, es schafft das Bewusstsein, sogar das Massenbewusstsein. Schlichter Grund: Es managt die ökonomischen Bedingungen, von denen jeder Mensch abhängig ist.

      Preisfrage: Für wen genau ist der Kapitalismus ein Steuerungselement?

    • Hallo Frau Bonath, zum Glück ist die Deutsche Sprache oftmals sehr direkt wenn man das Hirn anschalten will: steckt ja wohl Kapital im Namen. Will bloss keiner so genau wissen, heißt ja auch „Marktwirtschaft“, soziale wird ja schon weggelassen. Ausserdem brauchen wir ja laut Originalaussage von Frau Merkel eine marktkonforme Demokratie. Mein Dank dazu an die MSM für den dazu nicht erfolgten Aufschrei.

  14. Mir war bislang nicht bekannt das ein System ein Bewusstsein hat und gar noch Gefühle, respektive werten kann.

    Im Kapitalismus hat nichts einen Wert, nicht mal der Kapitalismus selbst. Der Kapitalismus ist nur ein Steuerungselement.
    In den 70ern bis mitte der 80er, hat dieser Kapitalismus in deutschland recht gut funktioniert. Es gab tatsächliche Vollbeschäftigung, 14 Gehälter im Jahr und für eine 5 köpfige Familie reichte ein „Ernährer“ und ein 3 bis 4 wöchiger Urlaub im Jahr war auch noch drin – nebst Auto.

  15. **“Das dabei auch Millionen Biografien pulverisiert wurden, war diesem System bewußt und egal. Das individuelle Schicksal hat im Kapitalismus keinerlei Wert, ausser als potentielle Kaufkraft.“**

  16. **“Das dabei auch Millionen Biografien pulverisiert wurden, war diesem System bewußt und egal. Das individuelle Schicksal hat im Kapitalismus keinerlei Wert, ausser als potentielle Kaufkraft.“**

    Mir war bislang nicht bekannt das ein System ein Bewusstsein hat und gar noch Gefühle, respektive werten kann.

    Im Kapitalismus hat nichts einen Wert, nicht mal der Kapitalismus selbst. Der Kapitalismus ist nur ein Steuerungselement.
    In den 70ern bis mitte der 80er, hat dieser Kapitalismus in deutschland recht gut funktioniert. Es gab tatsächliche Vollbeschäftigung, 14 Gehälter im Jahr und für eine 5 köpfige Familie reichte ein „Ernährer“ und ein 3 bis 4 wöchiger Urlaub im Jahr war auch noch drin – nebst Auto.

    Warum müssen derlei Formulierungen – „war diesem System bewußt und egal“ – gebraucht werden? Was soll damit erreicht werden? Unkenntlichkeit? Verwässerung?

    Es war nicht irgendein ominöses System, welches millionen Biographien pulverisiert hat, das waren Menschen.
    Diese Menschen sind bekannt und sollten in einem journalistischen Artikel der auch nur ein wenig qualitätiven Anspruch erhebt, auch benannt und nicht verschleiert werden.

  17. Die aktuelle Gesellschafts- und Wirtschaftsform ist nicht nur die von Eliten, es ist auch die vom Volk als Ganzes akzeptierte.
    Es spiegelt die derzeitige Entwicklung des Homo sapiens wieder. Es ist die Form die sich derzeitig durchsetzt.

    Zukünftig wird es sich zeigen, wie der Mensch mit all seinen „positiven“ wie „negativen“ oder „weder noch“ (z.B.: Friedensbewegung, Pegida usw.) Strömungen sich weiterentwickelt.

    Keiner von uns kennt die perfekte Gesellschaftsform, da diese immer ein Produkt aller in der Gesellschaft lebenden Menschen ist. Man kann sie nur gemeinsam entwickeln und leben.

  18. „Der Kapitalismus erlaubt keine Demokratie.“-
    Gibt es DEN Kapitalismus und DIE Demokratie?
    Ich glaube weder noch.
    Und welche Form des Wirtschaftens wäre denn geeignet, welche Form der demokratischen Beteiligung zu erlauben?

    • Zuallererst wäre die Art des Wirtschaftens zu hinterfragen; es kann nicht sein dass Resourcenverschwendung in beinahe der gesamten, ob produzierenden und in weiterer Folge handelnden und auch im dienstleistenden Segment der Wirtschaft stattfindet. wer die von mir begesteuerten Posts etwas verfolgt, der sollte jetzt wissen, dass ich damit die Fertigung von Produkten im Rahmen der geplanten Obsoleszenz meine, aber auch: Dienstleistungen (die nötig sind um z.B. eine Organisationsform als „Demokratie“ zu verkaufen), Dienstleistungen (die nötig sind um die Menschen krank zu halten, damit sie „gesund“ gemacht werden müssen), Handel von Produklten, die obsolet gefertigt wurden, dass der Markt nicht „abreißt“. Solche Aktionen passieren auf dem Rücken der Natur und auf dem Rücken ALLER, ausschließlich ALLER Menschen.

    • In den guten alten Zeiten in den Niederländen hatten wir wirklich Demokratie UND Kapitalismus.
      Etwas 2000 begann das zu verschwinden.
      Freies Kapitalverkehr, Privatisation, EU und Euro machten der Nationalstaat immer machtloser.
      Jetzt können Anngestellte gezwungen werden ‚Unternehmer‘ zu werden, sie tun dan genau dasselbe, aber verlieren alle Schütz die Anngestellte noch haben, oder hatten.

    • **“In den guten alten Zeiten in den Niederländen hatten wir wirklich Demokratie UND Kapitalismus.“**

      Das hatten wir in deutschland auch, in den guten alten Zeiten, zu den Zeiten als noch ALLES BESSER WAR.

      Warum war alles besser? auch ohne Handy und PC…

      Weil die Menschen insgesamt noch nicht so abartig widerlich verkommen waren.

  19. Ja, aber was sollen wir denn machen ohne Geld????? vielleicht sogar ohne unter Bedingungen zu tauschen????? Es kann doch nicht anstehen, dass ICH mehr gebe, als ICH bekomme, da wäre ja das Leben hier so ungerecht, ICH armes Schaf, was kann ICH dagegen machen????

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