Tagesdosis 1.2.2020 – Nationalismus oder Nazismus?

Unbequeme Gedanken über die feindliche Übernahme unserer Sprache. Steinmeier und das Holocaust-Gedenken.

Ein Kommentar von Hermann Ploppa.

Am 27. Januar 1945 wurden die Gefangenen des Konzentrationslagers Auschwitz von Soldaten der Roten Armee der Sowjetunion befreit. Dessen ungeachtet behauptete ein Hamburger Nachrichtenmagazin, Soldaten der US-Armee hätten die Insassen von Auschwitz-Birkenau befreit (1). Bösartige Geschichtsfälschung? Oder dürfen wir hier unsere Bildungskatastrophe bestaunen? Schließlich wird das Fach Geschichte in der gymnasialen Oberstufe schon seit vierzig Jahren nicht mehr angeboten, sondern nur noch ein interdisziplinärer Mix namens „Gemeinschaftskunde“.

Oder handelt es sich um einen transatlantischen Schwachsinn, der dennoch Methode hat? Man könnte so etwas durchaus vermuten, denn auch die diplomatische Vertretung der USA in Dänemark twitterte die Befreiung von Auschwitz durch US-Soldaten (2). Klar, gegen die Bildungsdefizite in der US-Bevölkerung können wir noch lange nicht anstinken. Absicht oder Dummheit? Tatsache ist allerdings, dass der Wallstreet-Anwalt John McCloy in seiner Eigenschaft als für die Bombardierungen zuständiger Staatssekretär in der US-Regierung die Bombardierung der Brennöfen von Auschwitz durch amerikanische Bomber mit aller intriganten Energie verhindert hat (a). Und nicht nur das: nach der Kapitulation der deutschen Wehrmacht befreite die US-Armee keineswegs die jüdischen KZ-Insassen in ihrer Besatzungszone. Vielmehr erneuerten GIs die teilweise verrosteten Stacheldrahtzäune und hinderten die Insassen gewaltsam am Verlassen der Lager. Die Belieferung der weiterhin festgesetzten jüdischen Insassen mit Lebensmitteln und Medikamenten wurde verhindert. Diese skandalösen Verhältnisse blieben bestehen bis zum Spätherbst 1945. Dann endlich hatten mutige GIs die US-Öffentlichkeit alarmieren können. US-Präsident Truman wies den widerstrebenden Oberkommandanten Eisenhower an, die jüdischen KZ-Insassen endlich freizulassen und ihnen angemessene ärztliche Hilfe zukommen zu lassen (3). Wir sehen: der Kampf um die richtige Geschichtsschreibung tobt permanent und wird mit harten Bandagen ausgetragen. Es geht darum, wer moralisch überlegen ist. Wer moralisch überlegen ist, darf auch ungestraft Kriege gegen andere Länder führen und „humanitäre Interventionen“ durchsetzen. Nur eine wachsame Öffentlichkeit kann solche tektonischen Verschiebungen in der Geschichtsdeutung aufhalten, wie wir sie jetzt gerade im Fall der Auschwitz-Befreiung beobachten.

Das gilt auch und umso mehr für Umdeutungen in unserer Sprache, ausgeführt von interessierten Kreisen. Thema ist auch hier der fünfundsiebzigste Jahrestag der Befreiung der Gefangenen im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Wir sehen unseren Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier als Redner in einer Feierstunde zu diesem denkwürdigen Ereignis im Plenarsaal des Deutschen Bundestages. Ehrengast ist sein Amtskollege aus Israel, Staatspräsident Reuven Rivlin (4). Unser Bundespräsident richtet seine Rede recht eigentlich die ganze Zeit an den israelischen Ehrengast, und wir hören Steinmeier sagen: 

„Ich wünschte, ich könnte, erst recht vor unserem Gast aus Israel, heute mit Überzeugung sagen: Wir Deutsche haben verstanden. Doch wie kann ich das sagen, wenn Hass und Hetze sich ausbreiten, wenn das Gift des Nationalismus wieder in Debatten einsickert.“

Achtung: wir werden Zeugen einer gigantischen Manipulation. Zunächst mal: keine Frage, es gibt wieder jede Menge gefährliche Quatschköpfe, die von einer jüdischen Weltverschwörung schwafeln, weil ihnen märchenhafte Muster einer Welt von Gut und Böse eher verdaulich erscheinen als sich der Mühe zu unterziehen, hochkomplexe, widersprüchliche und abstrakte Zusammenhänge in der Politik zu erarbeiten. Bundespräsident Steinmeier scheint allerdings in seiner Rede höchstselbst auf intellektuelle Defizite seiner Hörerschaft zu bauen. Hass und Hetze, lieber Herr Steinmeier, wollen wir selbstverständlich auch  nicht. Aber, was hat das mit dem Begriff Nationalismus zu tun? Noch vor wenigen Jahren wurde Nationalismus bei den Herrschenden durchaus gerne gesehen und im Munde geführt bei Festtagsreden.

In den linken 1970er Jahren gewann der damalige Kanzler Helmut Schmidt seine Bundestagswahlen, indem er sich bevorzugt vor Wäldern von Deutschlandfahnen ablichten ließ und das „Modell Deutschland“ pries und damit vor allem seine eigene Vortrefflichkeit meinte. Und Helmut Kohl war überzeugter Internationalist – was ja die positive Auffassung von Nation beinhaltet. Und jetzt spricht Steinmeier allerdings vom „Gift des Nationalismus“. Und Bundeskanzlerin Angela Merkel lässt wahrlich keinen Topf aus, um vor den Gefahren des Nationalismus zu warnen (5). Als Frau Merkel im Wahlkampf zum Europaparlament in Zagreb vor nationalistischen Kroaten spricht, warnt sie vor Nationalismus und bietet ihren Zuhörern als Ersatzpille einen positiv besetzten „Patriotismus“ an (6). Also, liebe Bundeskanzlerin Merkel, als Frau sollten Sie doch wohl eigentlich einen „Matriotismus“ fordern! Mal im Ernst: was sollen diese Verrenkungen? Wieder einmal gilt, frei nach Shakespeare: ist es auch Schwachsinn, so hat es doch Methode. Wir werden nämlich, wie bereits gesagt, Zeugen einer dreisten Umdeutung unserer Sprache, ohne dass darüber öffentlich diskutiert und abgestimmt worden ist. Nationalismus ist plötzlich in einem kalten linguistisch-semantischen Putsch zum pornographischen Unwort herabgestuft worden.

Versuchen wir mal, das Knäuel zu entwirren. Ein Nationalist ist zunächst nichts weiter als eine Person, die sich positiv auf ihre Nation bezieht. Was Steinmeier, Merkel und Mitstreiter meinen, ist ja aber ein Mensch, der als armer Wurm sich einbildet, mit seinem deutschen Pass etwas Besseres zu sein und der Individuen mit einem anderen Pass oder gar keinem Pass herabwürdigt oder ihnen sogar das Recht zu leben abspricht. Eine solche Person praktiziert eine Perversion des Nationalismus. Was Steinmeier und Co hier vorführen, ist selber eine Perversion der Logik. Das ist gerade so, als würde man „Automobilverkehr“ sagen, und meint damit nur Verkehrsunfälle. Es ist davon auszugehen, dass Steinmeier als promovierter Jurist über die nötige intellektuelle Trennschärfe verfügt, um einen Nationalisten von einem Nazi unterscheiden zu können.

Nationalismus und Nation sind wertfreie Begriffe. Dass sie gerade jetzt in die Schmuddelecke gedrückt werden, ist kein Zufall. Es hängt zusammen mit der Abwicklung von Nationalstaaten und ihrer Umwandlung in untergeordnete Glieder einer von den Globalkonzernen übergestülpten Supranationalen Weltordnung. Der Begriff Nation ist ein Produkt der bürgerlichen Revolution, die mit dem Sturm auf die Bastille im Jahre 1789 begann und in Deutschland im Jahre 1848 ihre Entsprechung fand. Bis dahin hatten nur Adel und Klerus alleine die Geschicke des Staates bestimmt. Das Volk hatte nichts zu melden. Nun jedoch waren die unteren Stände so weit erstarkt, dass sie auch mitreden wollten. Als Deutschland zersplittert war in lauter kleine Fürstentümer und eine leichte Beute von Napoleons Annexionsgelüsten, war der Adel schwach und korrupt. In dieser Situation begann die deutsche Bevölkerung sich in Milizen zu organisieren, um die Fremdherrschaft loszuwerden. Das war dem Adel gar nicht geheuer, aber in Preußen wurde die Landwehr zu einer festen Einrichtung und zu einem Machtfaktor. In der Heeresreform 1862 versuchte Bismarck die Landwehr zugunsten einer vergrößerten Berufsarmee zu schwächen, was ihm aber auch nicht so richtig gelang. Die Nation als Faktum einer bürgerlich-demokratischen Bewegung war nicht mehr wegzuwischen. Auch nicht von Bismarck. Noch in den späten 1920er Jahren bekämpften rechte Vordenker wie Möller van den Bruck oder Edgar Jung den Begriff Nation als eindeutig linkes Projekt. Hitler hat, das kann man in „Mein Kampf“ expressis verbis nachlesen, bewusst linke Inhalte benutzt, quasi als homöopathisches Gegengift gegen die Linken. Das Hakenkreuz ruht auf einer tiefroten Fahne. Nationalismus und Sozialismus sind im Namen drin. Lieder der Arbeiterbewegung wurden von den Nazis geklaut und mit Hasstexten belegt. Das war das erste Fundament einer gezielten Sprachverwirrung. Denn im Kalten Krieg der 1950er Jahre wurde aus Hitlers pseudolinkem Plagiat abgeleitet, Links und Rechts seien das selbe (7). Damals zielte die Gleichmacherei allerdings nur auf „Sozialismus“, noch nicht auf „Nationalismus“.

Und nun ist also der zweite linke Begriff, nämlich Nation, zum Abschuss freigegeben. Das hat damit zu tun, dass internationale Kartelle und Banken mittlerweile weit mächtiger geworden sind als Nationalstaaten. Dies ist das Ergebnis einer Entwicklung, die in den 1930er Jahren begann. In den USA gab es damals einen Kampf zweier Linien (b). Auf der einen Seite wollte der mit gewaltigem Rückhalt der Bevölkerung ins Amt gewählte Präsident Franklin Delano Roosevelt die Macht der Oligarchen in den USA zurückdrängen und sein Land ein bisschen demokratischer und sozialer machen. In seinem Sinne entwickelten Finanzminister Henry Morgenthau und sein Staatssekretär Harry Dexter White die Ordnung von Bretton Woods, ausdrücklich, um staatliche Instanzen gegen die Macht der Banken und Konzerne zu stärken (c). Nach dem Tod von Präsident Roosevelt übernahmen die Oligarchen in einem kalten Putsch wieder die Regie im Weißen Haus und benutzten Weltbank, Internationalen Währungsfond und Welthandelsorganisation gerade dazu, einem immer ungehemmteren Vormarsch multinationaler Konzerne unter US-amerikanischer Regie den Weg zu bereiten. Die amerikanischen Oligarchen hatten ihre eigenen Vordenker bestellt, die ein Loblied auf den entfesselten Markt zum Vortrag bringen, und für die der freie Nationalstaat das Übel schlechthin ist. Sir Karl Raimund Popper, Friedrich von Hayek oder Milton Friedman haben den ideologischen Boden bereitet, auf dem dann US-Präsident Ronald Reagan und viele andere marktradikale Regenten weltweit das Staatsvermögen zum Fenster hinausschleuderten mit dem einzigen Zweck, den Staat, die Nation, möglichst schnell in einen Schrotthaufen zu verwandeln. Das ist nun weitgehend vollendet. US-Präsident Donald Trump kann für sich reklamieren, als Insolvenzverwalter der Vereinigten Staaten von Amerika in die Geschichtsbücher einzugehen (8).

Unser Bundespräsident Steinmeier, unsere Bundeskanzlerin Merkel und ihre ganze transatlantisch und marktradikal geimpfte Seilschaft kennen den Unterschied zwischen Nationalismus und Nazismus ganz genau. Wenn sie jetzt diese beiden Begriffe mutwillig und bösartig miteinander verbacken, so handelt es sich hier um eine Art von Gehirnwäsche. Das betrifft nicht nur die Begriffe Nation und Nationalismus. Gerne wird aktuell auch die begriffliche Verbackung von legitimer Kritik an der israelischen Regierung mit dem üblen Antisemitismus genommen. Selbst protestierende Araber, die ja selber Semiten sind, werden von dieser ebenso schwachsinnigen wie perfiden Gleichsetzung nicht ausgespart. Auch dieser rhetorischen Keule befleißigt sich Steinmeier in seiner Auschwitz-Gedenkrede. Es ist in diesem Zusammenhang durchaus wohltuend, dass ausgerechnet der Ehrengast, der israelische Präsident Reuven Rivlin, die Dinge wieder zurechtrückt indem er sagt:

„…wir können den neuen, alten Antisemitismus nicht ignorieren, den Rassismus und den Hass auf Fremde, der sich besonders gegen Juden, Muslime und Ausländer richtet.„(9)

Wir könnten noch viele Fälle eines kalten Sprach-Putsches aufführen. Es braucht große Wachsamkeit und immer wieder logisches Denken, um die feindliche Übernahme unserer Gehirne durch die Sprach-Trickser im Establishment auf frischer Tat zu ertappen. 

Quellen:

  1. https://de.sputniknews.com/panorama/20200126326378671-spiegel-unterlaeuft-peinlicher-fehler-zu-befreiung-von-auschwitz/
  2. https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10222184518027168&set=a.2566917937499&type=3&theater
  3. https://www.rubikon.news/artikel/der-verrat-2
  4. https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_87239994/bundestag-im-livestream-steinmeier-das-gift-des-nationalismus-sickert-wieder-in-debatten-.html
  5. https://www.zdf.de/nachrichten/heute/aufkommender-nationalismus-merkel-mahnt-zu-wachsamkeit-100.html
  6. https://meta.tagesschau.de/id/142038/nationalismus-ist-der-feind-europas-merkel-vor-eu-wahl
  7. https://www.rubikon.news/artikel/totalitarismus-2-
  8. https://www.heise.de/tp/features/USA-Staatsverschuldung-mit-Trump-auf-Rekordhoehe-4649459.html?wt_mc=nl.tp-aktuell.taeglich
  9. https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_87239994/bundestag-im-livestream-steinmeier-das-gift-des-nationalismus-sickert-wieder-in-debatten-.html

Anmerkungen:

(a) Hermann Ploppa, Die Macher hinter den Kulissen – Wie transatlantische Netzwerke heimlich die Demokratie unterwandern. Frankfurt/Main 2014, S.63

(b) ausführlich dargestellt in Hermann Ploppa, Der Griff nach Eurasien – Die Hintergründe des ewigen Krieges gegen Russland. Marburg 2019. S.77ff.

(c) Bernd Greiner: Die Morgenthau-Legende. Zur Geschichte eines umstrittenen Plans. Hamburg 1995.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: ss-br01.02.20 / Shutterstock

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34 Kommentare zu: “Tagesdosis 1.2.2020 – Nationalismus oder Nazismus?

  1. Die Mehrzahl unserer Bürgerinnen und Bürger haben enorme Schwierigkeiten, mehrere Textseitenzu lesen, ganz zu schweigen von ganzen Büchern. Das an sich schon sehr niedrige Leseniveau sinkt – sogar an vielen Hochschulen und Universitäten – von Jahr zu Jahr immer weiter. Selbst Menschen mit einer gut entwickelten Fähigkeit und Gewohnheit zum Lesen, beklagen nach langer Tätigkeit am Computer und im Internet ein schwindendes Interesse an diesem kreativen Hobby. Der Drang, Texte auf der Suche nach bestimmten Schlüsselwörtern mit einem Blick zu scannen, überträgt sich automatisch auch auf gedruckte Seiten. Das Problem: Ganze Sätze und Abschnitte müssen mehrmals gelesen werden. Die Gewohnheit zu lesen wird zwangsläufig zu einer Qual.
    Im zunehmenden Maße verbreitet sich deshalb die Auffassung, dass die Fähigkeit, effektiv komplizierte Texte der Literatur zu lesen und geistig zu verarbeiten, im zunehmenden Maße ein elitäres Privileg von wenigen Spezialisten wird. Mit anderen Worten, die Degradierung unseres Gehirns ist nicht mehr aufzuhalten! Werden uns deshalb die Produkte mit einem ständigen Anschluss an das Internet (Smartphone, iPhone, Tablets, …) so aggressiv angeboten? Warum erhalten wir so viel geistigen Müll und miese Kultur über diese Instrumente der Medien? Schaffen sie damit nicht eine Armee von Idioten? Idioten, die weder fließend sprechen und lesen, noch gut schreiben und klar denken können! Jetzt verstehen wir viel besser, warum der ehemalige Präsident des amerikanischen Medien-Konzerns CBS News, Richard S. Salant sagte: „Unsere Arbeit besteht nicht darin, den Menschen das zu verkaufen, was sie gern haben wollen, sondern darin, was wir brauchen“.
    Auch deshalb hat sich die Effizienz der kapitalistischen Medien seit dem Beginn des neuen Jahrhunderts so stürmisch entwickelt. Natürlich dank der großzügigen finanziellen Unterstützung des Establishments! Sie zeigt völlig neue Fassetten und hat ohne Zweifel sehr viel von der beispiellosen Aggressivität der Werbebranche gelernt.
    Das Geschäft mit der Reklame „brummt“. Ihre Renditen steigen von Jahr zu Jahr. Dank moderner Soft- und Hardware haben wir nicht die geringste Chance, uns gegen ihre ständige Präsenz, ihre beispiellose Penetranz und gegen ihre niedrige und dreckige Kultur zu wehren. Die Werbung „konsumiert“ uns und wir „konsumieren“ sie. Egal wo wir sind, egal wo wir hingehen, egal wo wir hinsehen, egal wo wir hinhören – sie ist immer da. Mit ihrem feingesponnenen Netz aus bewusstem Betrug, hinterlistiger Täuschung, planmäßiger Irreführung und faustdicken Lügen, … verfolgt sie uns Tag für Tag. „Freiheit“, „Demokratie“, „Menschenrechte“, „Moral“ und „Ethik“
    kennt sie nicht. In ihrer Branche sind das nur Fremdwörter, die keiner braucht und niemand versteht. Der einzige Sinn und Inhalt ihres Daseins ist die Jagd nach einem ständig wachsenden Umsatz, d.h. nach einem maßloseKonsum und Profit. Um unserer totalen Verblödung zu entgehen, müssten wir alle Medien „abschalten“. Aber wer kann das? Und wie soll das im realen Arbeitsleben funktionieren? Es gibt keine Alternative! Die Eigentümer der medialen Instrumente des Kapitals müssen enteignet und entmachtet werden.
    Den vollständigen Text lesen Sie bitte hier:
    http://www.dr-schacht.com/Wie_die_Medien_unser_Gehirn_verbiegen.pdf

  2. Der Krieg um unsere Köpfe

    Die Eliten tun alles, um die Militarisierung unseres Denkens und Fühlens voranzutreiben, damit Krieg wieder
    als normales Mittel der Politik angesehen wird. Von Jens Wernicke:

    http://www.free21.org/der-krieg-um-unsere-koepfe/

    Autor: Jens Wernicke Gewerkschaftssekretär und freier Journalist,
    war Mitglied im SprecherInnenrat der StipendiatInnen der Rosa-Luxemburg-Stiftung sowie im Vorstand des freien Zusammenschlusses von StudentInnenschaften (fzs) e.V. Er arbeitete unter anderem als Referent für Bildungs- und
    Hochschulpolitik für die Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag und ist aktuell Mitarbeiter bei den NachDenkSeiten." Alea jacta est? Aleae jactae sunt?

    • https://www.anti-spiegel.ru/2020/das-klingt-seltsam-russland-ist-in-sachen-mitspracherecht-der-buerger-weiter-als-viele-westliche-laender/

    • #22 Freigeist: https://www.youtube.com/watch?v=M8pT9et8ZH8

      #23 offene Augen: https://www.youtube.com/watch?v=r8oWaFsHdao

      #24 Limitiert: https://www.youtube.com/watch?v=7X1wzbPC7hk

  3. Zuerst einmal "TOLLER BEITRAG – – – Danke

    ja wir alle wurden gewarnt, berechtigt oder unberechtigt,
    ist egal,
    denn vor der Tastatur ändern wir nichts.
    Julian Assange hat nichts davon ob ein OHHHHHHHHHHH tippe oder ein ÄHHHHHHHHHHHHHH
    so war es auch 193….
    "Hast du gehört die Gestapo hat ihn geholt."
    der anderer "Nein, nein ich habe es sogar gesehen, es war ein LKW mit 9 Mann"
    und der Dritte
    "Ach was, Sie haben vor meiner Tür gehalten und mich gefragt, wohnt da der Herr ANDERSDENKEDE? Nein nein der wohn da drüben" und zeigte auf seinen Eingang.
    Wir Deutschen sind echt die WEG-Gucker, bis da steht " Arbeit an der Tast-tatur macht Frei"

  4. Faschismus ist eine Krankheit.

    Eine Krankheit, die quasi ein Allesfresser ist.

    Sie kann sich nahezu überall einchleichen und in verschiedensten Gestalten und Facetten auswirken, quasi 50 shades of grey.

    Der Nationalsozialismus ist davon zum Beispiel befallen worden, quasi mit der Einführung des kapitalismus. Dazu kam die ganaze Eugenik-Scheissee und so.

    Der Vegan-Glutenfrei-Soyamilchfaschismus, ala oton: "alle Türkischen Menschen sind für Mörder, weil sie ihr Fleisch auf so grausame Weise herstellen." oder "wir setzen Dich jetzt auf die Strasse, weil Du Dir zum wiederholten Male Spiegeleier gebraten hast, Schleich Dich Du Massenmörder."

    Faschismus ist der Zustand, der Herzlosigkeit. "ich hab ja ein Herz für alle, aber für den oder die nicht."

    Dadurch wird ein Mitglied (oder mehrere) vom gesamten menschlichen Netzwerk ausgeschlossen, und erhält keine Unterstützungg mehr. Faschismus ist ein Embargo.

    … und dass die Nation Kuba ein Sozialistisches Land, also Nationalsozialistisch, wie auch der Nationals Sozialismus in Nordkorea. National bedeutet Gemeinde, Gemeinschaft, und Sozial kommt von socius, ger Gefährte, Genosse.

    …. genau so wie das Demos in Demokratie ja Dorf heisst, also die Macht geht vom Dorfe aus, von der Gemeinde, Gemeinschaft, Natio… und "den Bruder betreffend" bedeutet solidarisches Leben und wirtschaften.

    Also für mich hört sich das gut an, und hier im Tal der Ahnungslosen kann man schon sehr viel über solidarische Landwirschaft, alle möglichen Kollektive, wo sich zum Beispiel Musikliebhaber ganze Diskoteken einrichten, oder verfallene Gutshäuser restaurieren… da geht es um Freundschaft, um Brüderlichkeit, um den Ausbau gemeinsamer Interessen, und die sind immer auf dem neusten Stand der Technik mit ihren Anlagen. Denn wenn etwas aus Liebe heraus entsteht, dann wirkt sich das definitiv auf das allgemeine Qualitätslevel aus, bis hin zur Lebensqualität, und das ist doch immerhin etwas.

    Aber ein Hirngespinst namens Na Zi hält wohl viele davon ab, diesen lohnenswerten Blick zu wagen….. über den Tellerrand…. was bedeutet eigendlch das Zi, warum Zi und nicht So, also Naso… so wie Juso… aber Zi??? Vielleicht ist ja ein Ethühmolohge anwesend der dieses Räzel für mich aufklärt.

    Ausserdem ist Angst kein guter Meister, Angst kann lediglich ein guter Diener sein, zumindest wenn man seht gut reflektieren kann.

    Doch je übermächtiger die Angst, desto geringer die Selbstreflektiertheit. Der Dunning-Krüger-Effekt ist hierzu recht interessant: https://de.wikipedia.org/wiki/Dunning-Kruger-Effekt (achtung: Link geht zu Wikipedia)

    Funny van Dannen – Unruhe: https://www.youtube.com/watch?v=BQ1HXZRtun4

    Das ist mir halt mal so aufgefallen….: Marc-Uwe Kling – Zug der Opportunisten: https://www.youtube.com/watch?v=SRZ7C01mDRI

  5. Guter Beitrag von Herrmann Ploppa!
    Die Umdeutung von Worten und Begriffen stellt nur einen oberflächlichen Aspekt der „Sprachtrickserei“ dar – wenngleich schlimm genug! Wesentlich interessanter sind aber meiner Auffassung nach die Formulierungen von soft-laws internationaler Institutionen sowie allgemein von Gesetzen und Verordnungen:
    Der sog. „Normunterworfene“ versteht darunter immer etwas anderes, als deren tatsächliche Abzielung bewirkt, respektive bewirken kann. Nicht selten ist das das glatte Gegenteil von dem, was „Hans und Gretel“ darunter verstehen würden. Für ein Gesetz aus dem 19JH gilt das nicht, dort steht, was gemeint ist.
    Was mir persönlich bei den ganzen Gedenkreden sauer aufstößt, ist der Umstand, dass immer nur von den Juden die Rede ist: Keine Worten zu den politisch Verfolgten, zu den behinderten Menschen, zu den Roma und Sinti und zu den Zwangsarbeitern, die gleichermaßen massakriert und ermordet worden sind!

  6. Ein sehr sensibles Thema, bei dem man geradezu einen Eiertanz aufführen muss, möchte man eine sachliche Diskussion zu diesem Thema führen. Ich würde sogar fast behaupten, dies ist unmöglich. Und doch wäre sie aus meiner Sicht so dermaßen wichtig.

    Um mir zu ersparen, von einigen hier im Forum wieder das Menschsein abgesprochen zu bekommen, verweise ich zu diesem Thema auf David Sheen (http://www.davidsheen.com/).

    Würde ich hier im Forum ansprechen was Herr Sheen in seinen Vorträgen bespricht, würde man höchstwahrscheinlich dazu aufrufen mich ausfindig zu machen und zu lynchen.

    Interessierte mögen sich ihre eigene Meinung bilden.

  7. Wie kann er je sagen "…wir haben verstanden…, sind wir der Verantwortung vor der Geschichte … schuldig, …" solange diese Nation sich nicht einsetzt für friedliche Konfliktlösung und Abrüstung in der Welt.
    Immer wieder Büttenreden.

    • Er kann sich ja auch nicht hinstellen und sagen, dass es die Kanzlerakte oder etwas in der Art in der oder jener Form doch gibt und wir einfach ein verwaltetes Gebiet ohne Souveränität sind.

      Was kann die Verwaltungseinheit der Alliierten in Berlin schon eigentsändig tun?

      Bisher nichts. Wenig, ganz wenig.

      Und zur Zeit leiden alle unter Verwirrtheit und Haltlosigkeit, weil in Washington irgendwas vor sich geht, dass man immer noch nicht verstanden hat.

      Zudem sind Alleingänge extrem dumm in dieser komplexen Welt.

      Hat nicht Westerwelle mal in Sachem Libyen sich wenigstens der Stimme enthalten?

      Ging ja nicht gut aus für ihn.

      Ich nehme mich mit Vorwürfen sehr zurück, denn ich weiß ja nicht, wer hinter diesen Pappnasen mit gezückten Messer steht und wie mutig ich denn in dem Fall wäre.

    • Willy Wimmer hat seinerzeit seinen Angaben nach als Staatsekretär in der NATO Übung hibgeschmissen.

      Hut ab davor.

      Aber hat sich dadurch irgendwas geändert?

    • OK, ich wünsche mir auch, dass einer der Topnasen sich mal in einer Pressekonferenz live hinstellt, auspackt und alle vor der Kopf stößt.
      Ein Präsident, der in einer Live-Sendung auspackt. Vermutlich würde man ihn sofort abschalten? Ihn einweisen?

      Ich denke, viele Menschen sind noch gar nicht soweit, mit eine, solchen Szenario etwas anfangen zu können.
      Oder sie würden die falschen Schlüsse draus ziehen.

      Insofern sind für mich diese Politiker alles seltsame Typen. So wie ich sie nicht verstehe, sehe ich auch ihre begrenzten Wirkmöglichkeiten.
      Ich kann ihnen etwas vorwerfen.
      Aber wenn man in der Mühle drin ist und irgendwas ändern will, dann muss man verflucht vorsichtig sein.

      Politik ist einfach ein Drecksberuf. Wohin du auch strebst, du hast dir damit sicher eine Menge Todfeinde gemacht.

    • Die Haltung wurde bereits im ersten Post klar, wir müssen nicht noch eine Runde drehen.

      !
      Jeder ist verantwortlich für sein Handeln oder Nichtstun. Egal an welcher Stelle er steht.

      (Sonst müßte er ja unmündig genannt werden, wenn er keine Entscheidung treffen kann.)

  8. Komisch. Ich hab Steinmeier anders verstanden. Für mich klang es mal wieder wie der Aufruf zur Empörung. Links empört sich, weil es ja stimmt, dass wieder undenkbare Dinge in diesem Land gedacht und gesagt werden. Und Rechts empört sich, weil sie sich als Nazi's beschimpft sehen.

    Gustave le Bon sitzt gerade am Tisch mit Machiavelli und Paulus beim Doppelkorn und sie schütteln sich vor Lachen!

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