Tagesdosis 10.11.2018 – Die Meta-Zensur. Werden europäische YouTube-Kanäle bald Geschichte sein?

Ein Kommentar von Nicolas Riedl.

„Oh nein! Ich hab‘ das Internet kaputt gemacht!“ Konnten wir früher noch über die schockierten Ausrufe unserer Großeltern lachen, als sie sich beim „Laufenlernen“ im Internet etwas schusselig anstellten, droht der Wortlaut nun Realität zu werden. Hier soll jetzt keine Altersfront zwischen Jung und Alt aufgebaut werden – ganz und gar nicht –, nur muss eben nüchtern festgestellt werden, dass alte Menschen gerade dabei sind, das Internet kaputt zu machen! Gemeint sind jene EU-Abgeordneten, die vergangenen September für die Reform des EU-Urheberrechts stimmten, welche eine weitläufige Zensur des Internets vorsieht. Die Hintergründe dazu können Sie hier (1) nachlesen. Übrigens ist das Abstimmungsverhalten öffentlich. Sie können also genau sehen (2), wer in Brüssel gegen die freie Meinungsäußerung stimmt.

Noch ist das Kind nicht in den Brunnen gefallen, aber es klammert sich mit den obersten Fingerkuppen am steinernen Rand fest. Diese Reform muss Anfang 2019 noch das Gesetzgebungsverfahren in Brüssel durchlaufen. Einen Vorgeschmack, wie ein solches unfreies Internet aussehen würde, lieferte die YouTube-Chefin Susan Wojcicki in einem Brief an alle YouTuber mit Partnerstatus. Sollte dieses neue Urheberrecht tatsächlich das Licht der Welt erblicken, würden europäische YouTuber – Produzenten wie Nutzer gleichermaßen – in die Röhre gucken. Die wäre zwar nicht schwarz, würde aber nur noch aus Inhalten verifizierter Unternehmen bestehen. Das Grundkonzept des „Broadcast yourself“ wäre damit hinfällig! Genauer beschrieben wird das in einem Video von „Wissenswert“ (3), welches sich zum Zeitpunkt dieser Niederschrift auf Platz 1 der YouTube-Trends in Deutschland befand.

YouTube wird NoTube!

Seit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz von Heiko Maas(los) und der Kampfansage an vermeintliche Fake-News wird im Internet des Westens munter zensiert. So wurden die Internetauftritte des Journalisten Alexander Jones mal eben synchron von allen großen Plattformen wie YouTube, Twitter und Facebook gelöscht. Letzteres löschte darüber hinaus auf einen Schlag 559 Auftritte und 251 Privatkonten kritischer und vor allem pazifistischer Journalisten und arbeitet seit kurzem ganz eng mit dem Think Tank „Atlantic Council“ zusammen. Dieser wiederum unternahm in der Vergangenheit einige Anstrengungen, um der Bevölkerung Eroberungskriege schmackhaft zu machen.

Und dennoch erdreisten wir uns, auf China zu zeigen! Die bösen Chinesen zensieren das Internet. Ja, das tun sie! Tun wir in unserem christlichen Abendland dasselbe, dürfen wir dies anderen nicht vorhalten, oder wie es in der Bibel geschrieben steht:

„Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?“
– Matthaeus 7:3

Und wir haben bald einen gewaltigen Balken vor Augen! Einen Zensurbalken! Unsere Gesichter der freien Meinung verschwinden aus dem Netz. Zumindest dort, wo wir sie haben wollen. In den Datenbanken von Big-Data bleiben sie natürlich erhalten. Warum reden wir also über den Kaiser von China, wenn der Kaiser in Europa nackt ist?

Die EU offenbart nun ihre scheußliche, antidemokratische Fratze. Wie stehen jetzt, angesichts solcher Gesetzesreformen, die „Pulse of Europe“-Teilnehmer zu Europa? Finden sie die Politik dieses Staatenverbundes immer noch so geil? Offen kritisiert wurde nach dem BREXIT-Votum, dass die Alten des Landes den jungen Engländern – die teilweise gar nicht berechtigt waren, mitzuentscheiden – durch ihre Pro-BREXIT-Stimme die Zukunft verbauen würden. Jetzt verbieten jedoch die Alten der EU den Jungen – aber auch den Menschen über 30 – die Freiheit im wichtigsten Medium ihrer Zeit. Der Unterschied ist die Institutionalisierung des Unbeliebten: Was in England eine Entscheidung der älteren Bevölkerung war, ist in der EU eine Entscheidung der älteren Abgeordneten.

Digital-Genozid

Nach dieser Nachricht ging eine Schockwelle durch die YouTube-Community. Wäre das Ganze nicht so ernst, hätte man beinahe lachen können. „Arbeitsplätze gehen verloren!“, klagen die einen. „Was denn nur los sei, dass man sich nun auf einmal mit Politik auseinandersetzen muss“, jammern die anderen. Die Nadel der grausamen politischen Realität nähert sich scheinbar unaufhaltsam der unpolitischen Filterblase der YouTuber. Ich finde, es wäre ein guter Nebeneffekt, wenn ein gewisser Teil der YouTuber nun auf einmal gezwungen wäre, einem vernünftigen Beruf nachzugehen, der am Ende vielleicht sogar der Gesellschaft zugutekommt. In den letzten Jahren hat sich nämlich ein Sumpf aus jungen Menschen gebildet, die schlicht aufgrund des Ablieferns einer mit Product-Placement bestückten Dokumentation ihres belang- und geistlosen Lebensstils wie die Made im Speck leben. Natürlich trifft das nicht auf das gesamte YouTube-Unterhaltungs- und Wissensangebot zu.

Aber hier geht es um weit mehr als um eine verschwenderische und im Vergleich zu essenziellen Branchen unfair bezahlten „Berufssparte“, die wegbrechen könnte. Pro Minute werden 400 Stunden (!) Videomaterial – Stand 2015 – auf YouTube hochgeladen. Darunter findet sich sehr viel Redundantes, aber auch eine unglaubliche Fülle an Wissen und Daten. YouTube ist eine der letzten Bastionen der freien, alternativen Medien. Wenn YouTube in Europa nur noch Content von ausgewählten Unternehmen liefert, ja was erwartet uns dann? Prank-Videos auf dem Traumschiff? Schminktipps von Rosamunde Pilcher? Ein interaktives „Wetten, dass?“? Ach, nee! Geht ja gar nicht! Man bräuchte ja einen YouTube-Kanal, um mitzumachen.

Wir hätten schlicht wieder das, was wir beim Fernsehen erleben. Content, den wir nicht selbst produzieren könnten, der von anderen gemacht wird, der uns schlicht auf die Funktion des Konsumenten reduziert. Portale wie KenFM können dann ihre Pforten schließen oder müssten sich wieder darauf besinnen, lediglich Audio-Podcasts mit ihren Gästen zu produzieren und diese dann auf dem Internetauftritt oder auf der App hochzuladen.

Aber auch zahlreiche Tutorials, Live-Radios und POV-Eisenbahnvideos zum Meditieren würden damit das digitale Zeitliche segnen. Ja, eine ganze Kultur würde mit einem Male sterben. Der Tod von Millionen Avataren darf getrost als Digital-Genozid bezeichnet werden!

YouTuber nach Brüssel!

YouTube hat den Ernst der Lage erkannt, aber verlässt sich auf die Wirkkraft zu kleiner Kaliber, um diesen Kampf zu bestreiten. Es erschienen nun etliche Videos unter dem Hashtag #saveyourinternet. Die Aufforderungen lauten dabei meist gleich. Man solle eine – alte – Petition unterschreiben (4) und eigene (Video-)Beiträge auf YouTube, Twitter und Instagram erstellen.

Und das soll helfen?

Nein, meine lieben YouTuber! Davon lässt sich die EU nun wirklich nicht beeindrucken. Ihr könnt so viele Beiträge à la #saveyourinternet erstellen, wie ihr wollt. Am Ein/Aus-Schalter, der uns allen den Saft abdrehen könnte, sitzen Leute wie Jean-Claude Juncker. Und ist dieser Schalter einmal betätigt, gibt es eigentlich kein Zurück mehr. Wir erinnern uns an seine Worte 1999:

„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“ (5)

Jetzt muss es aber einen Aufschrei geben! Also einen Richtigen! Keinen Hashtag! Ich erwähnte vorhin die unfassbare Zahl von 400 Stunden Videomaterial, die pro Minute auf YouTube landen. Diese Inhalte werden ja nicht maschinell hochgeladen, sondern von echten Menschen aus Fleisch und Blut. Und auf die kommt es nun an! Auf die physische Präsenz in Brüssel, wenn dort am Jahresanfang über diese Gesetzesreform abgestimmt wird.

Wenn es also möglich ist, dass tausende Menschen wegen dem YouTuber Drachenlord (6) eine kleine mittelfränkische Gemeinde mit ihrer Anwesenheit terrorisieren (7), um diesen zu demütigen, dann sollte es doch möglich sein, das Hundertfache dieser Energie in etwas Positives umzuwandeln.

Napoleon hat seine Schlachten nicht mit einem Selfie-Stick bestritten und die Länder nicht dadurch erobert, dass er Brieftauben mit Hashtag-Zetteln in die Lande geschickt hat!

Wenn wir unser YouTube, um nicht zu sagen, das gesamte Internet retten wollen, dann müssen wir das auf der Straße ausdrücken! Und zwar zentral!

Diesmal würde es auch stimmen, wenn wir sagen: #wirsindmehr. Weil wir alle YouTube und das Internet nutzen. Sobald wir wissen, wann die EU-Organe über das neue Urheberrechtgesetz entscheiden, müssen wir uns aus allen Ländern der EU gen Brüssel bewegen und unseren Protest lautstark kundtun, friedlich, aber bestimmt für den Erhalt des wichtigsten Mediums der Menschheit. Es ist an unseren Freunden in Belgien, rechtzeitig eine solche Demonstration im Regierungsviertel Brüssels anzumelden, zu der wir dann alle zu erscheinen haben und wo es dann heißt: „Hoch die digitale Solidarität!“

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Dieser Beitrag erschien am 07.11.2018 bei Rubikon – Magazin für die kritische Masse

Hinweis zum Rubikon-Beitrag: Der Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

Quellen:

  1. https://www.rubikon.news/artikel/zensiert
  2. https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10217316922745515&set=pb.1546310408.-2207520000.1541356117.&type=3&theater
  3. https://www.youtube.com/watch?v=3XsBRIxxwCY&feature=youtu.be
  4. https://www.change.org/p/stoppt-die-zensurmaschine-rettet-das-internet-uploadfilter
  5. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-15317086.html
  6. https://www.freitag.de/autoren/mvolkers/drachenlord-revisited
  7. https://www.br.de/nachrichten/bayern/demo-gegen-drachenlord-cyberexperte-fordert-strafen-fuer-hater,R1RgtBM

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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17 Kommentare zu: “Tagesdosis 10.11.2018 – Die Meta-Zensur. Werden europäische YouTube-Kanäle bald Geschichte sein?

  1. “ „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“ (5) “

    Kein Zurück mehr, warum denn jetzt diese EU Zenzur Panik, in den Niederländen motiviert mit ‚das bei die EU Wahlen kein Fakenews erlaubt werden kann‘.
    Wenn es kein Zurück gibt, warum nicht einfach alle Fakenews zulassen, und nicht,wie jetzt, den Eindruck entstehen lassen das mann in Brussel Furcht bekommen hat ?
    Die Idee das es kein Zurück gibt, das Habsburgse Reich wurde 1919 aufgeteilt, innerhalb von zehn Jahre hatte jede neue künstliche Staat seine eigene Wahrung eingeführt.
    Zurück nach den EEG, sehr einfach, ist meine Meinung, jedes Euro Land hat noch seine Zentralbank.
    Beënden freies Verkehr von Personen, kann jeden Tag eingeführt werden.
    1999 hatte Juncker noch keine blasse Ahnung das die Briten die EU verlassen konnten.
    Jetzt, gegen welches Mitglied führt Brussel keine Prozesse ?
    Eine Regierung die durch Prozesse seine Beschlüsse durchsetzen muss, das ist schon keine Regierung mehr.

  2. „Content, den wir nicht selbst produzieren könnten, .. . Portale wie KenFM können dann ihre Pforten schließen …“
    Was bitte, kann KenFM bei z.B. „KenFM im Gespräch“ nicht selbst produzieren ??
    Bevor ich mich vor den Karren von Google spannen lasse, will ich mit etwas mehr Logik und Gründlichkeit informiert werden.
    Die einzige Info für mich ist, dass Google durch Erpressung „dann schließe ich YouTube für Europa“ die Massen gegen ein geplantes Gesetz mobil machen will. Wie genau das jetzt wirklich zum Wohl des freien Journalismus dient, erschließt sich mir leider nicht.

  3. Zu dem Thema gibt es auch noch einen interessanten Beitrag von MrWissen2go: „Warum Youtube 2019 NICHT tot ist | Faktencheck.“ Dort wird noch ein anderer Aspeckt beleuchtet, nämlich wie youtube die Drohung mit der Abschaltung zu seinem eigenen Vorteil nutzt.

    Hat irgend jemand eine Idee, wie wir von dem US-Konzern unabhängig werden und unsere eigenen Server betreiben können?

    • Die EU kann übrigens nur deshalb Gesetze erlassen, weil die Bevölkerungen GLAUBEN, dass die EU Gesetze erlassen darf. Natürlich ist die EU NICHT legitimiert, Gesetze zu erlassen.

  4. In 2013 war im Spiegel folgendes zu lesen:
    Die US-Armee verhindert in ihrem Netzwerk den Zugriff auf „Guardian“-Artikel: Die Enthüllungen über geheime Internetüberwachung sind für die Soldaten gesperrt. Es ist nicht das erste Mal, dass die Armee den Zugang zu Medienseiten kappt.

    Wer jetzt beispielsweise beim Geheimdienst, etwa beim BND, arbeiten möchte, der muss sich zur Verschwiegenheit bereiterklären.

    Und in wessen Dienst stehen die Geheimdienste eigentlich? Im Dienste einer funktionierenden Demokratie?
    Vor allem bei den USA hat man nicht so richtig den Eindruck, dass die dortige Demokratie funktioniert.
    Ohne die entsprechende finanzielle Unterstützung, die aber meistens nur Banken leisten können, kann man dort nicht Präsident werden.

    Wenn aber das, was doch geheim sein sollte, doch überall bei youTube verbreitet wird?

    Gleichzeitig sammeln die Geheimdienste wie der die NSA mit Spähprogrammen wie PRISM massenweise Daten.

    Ein besonders offensichtlicher Fall einer Meinungsbehinderung ist auch die Türkei, weil es dort ein besonders seltenes Ausmaß an Internetzensur gibt.

    Außerdem gibt es weltweit wie etwa auch in Russland sehr viele Journalistenmorde, was darauf hindeutet, dass wir nicht zu viel wissen sollen. Die Weltbevölkerung wird für dumm verkauft. Aber wer sollte daran eigentlich ein Interesse haben?

    Der im obigen Artikel gebrachte Einwand mit dem Balken im Auge des Bruders ist durchaus richtig.
    Schließlich finden es unsere Regierungen ohnehin nicht verkehrt, dass in den Parlamenten unzählige Lobbyisten sitzen.
    Falls sie es doch tun, dann lassen sie sich trotzdem weiterhin gerne mit freundlicher Unterstützung von Spenden aus dem Finanzsektor in ihr politisches Amt befördern.

    Wenn aber diese vielen Vertreter fremder Interessen in unseren Parlamenten regelmäßig zwar nahezu gar nicht sonderlich viel gegen Armut und Ähnliches unternehmen, sich ständig die eigenen Diäten erhöhen, aber doch jetzt ganz plötzlich bei der Meinungsfreiheit sehr viel für unser aller Wohlbefinden tun wollen, dann ist das nicht sehr glaubhaft.

    Außerdem ist es doch komisch, dass sich die Fürsorgepflicht unserer Marionetten-Politiker im Dienste der Elite wieder mal zu einem Zeitpunkt ausweitet, wo die Wahlergebnisse regelrecht wegbrechen.

    Wir sehen es jedenfalls, dass es bei der vermeintlichen Fürsorge im Internet in Wirklichkeit um Interessen geht.
    Interessen werden durchgesetzt, indem man sich beispielsweise ganze Regierungen kauft.
    Damit dies besonders gut funktioniert, hält man die Opposition an der kurzen Leine.

    Beispielsweise kämpft die Piratenpartei ums finanzielle Überleben.
    Gleichzeitig wird bei uns die Parteienfinanzierung aus öffentlichen Mitteln ausgeweitet.

    Aber was sind diese öffentlichen Mittel? In Wirklichkeit sind dies doch Schulden, die kein Mensch jemals zurückzahlen kann.

    Dann lese ich es, dass Google und Facebook alternative Medien unterdrücken wollen. Hier wollen also ausgerechnet wenige „marktbeherrschende“ Akteure der Wirtschaft ihrer besonderen Fürsorgepflicht gerecht werden. Schließlich will man auch dort regierungstreu sein.

    Dann ist in diesen Tagen der 90. Geburtstag der Holocaust-Leugnerin Frau Haverbeck aus Vlotho ein Thema. Gestern hat in Bielefeld bei einer „rechten Demo“ mit sehr hoher Polizeipräsenz beispielsweise die politische Partei „Die Partei“ auf ihre Inhaftierung aufmerksam gemacht.

    Während also unsere Politik mit der Rettung der Banken und etwa auch mit der expansiven Geldpolitik wirklich alles dafür tut, damit es möglichst bald wieder Krieg gibt, ist doch gleichzeitig wirklich alles, was das Eingestehen der Schuld der Deutschen am Zweiten Weltkrieg infrage stellen könnte, mit Gefängnis zu belegen. Der Irrsinn lässt grüßen.

    Jedenfalls gab es vor dem Zweiten Weltkrieg eine ähnliche wirtschaftliche Situation, wie wir sie zurzeit auch wieder haben.
    Die Welt versank immer mehr in Schulden.

    Jedenfalls scheinen es unsere Politiker auch gar nicht zu wissen, dass mehr Sicherheit im Internet weniger Freiheit bedeutet.
    Sie sollten es vielmehr hinterfragen, ob sie wirklich durch eine funktionierende Demokratie legitimiert werden.

    Es könnte zudem sein, dass die Weltbevölkerung fremdversklavt wird.
    Hier gibt es Indizien, die darauf hindeuten.

    Dass wir im Weltall beispielsweise nicht alleine sind, belegen sehr viele Ufo-Sichtungen.
    Jedenfalls werden diese von den Regierungen verschwiegen. Entsprechende Untersuchungen werden sehr oft nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

    Beispielsweise gab es auch den Vorfall in Roswell, wo zunächst über einen Ufo-Absturz berichtet wurde und dann war es ganz plötzlich nur ein Wetterballon.

    Obwohl es gar keine Ufos geben kann, wird doch ein unglaublicher Aufwand betrieben, um Ufo-Sichtungen nachzugehen. Beispielsweise gibt es diesbezüglich die Institution MUFON.

    Zudem bin ich vor wenigen Tagen auf ein Erlebnis eines Herrn Wiesengrün von der Insel Rügen aufmerksam geworden, der es behauptet, dass er im Jahr 1957 für 72 Stunden mit einem Ufo mitgeflogen sei.

    Ebenso gibt es eine Frau Jasinski, die darüber berichtet, dass ihr verstorbener Mann Kontakte zu einer Zivilisation im Inneren der Erde gehabt hatte.

    Die Vermutung, dass es eine Innere Erde geben könnte, wird mitunter als „hohl“ empfunden. Wir wissen es zwar nicht, ob die Erde wirklich hohl ist, aber es ist offensichtlich, dass in diesem Bereich sehr viel verheimlicht wird.

  5. Hallo! Wie wäre es, wenn niemand diesen Zirkus Brüssel achten würde? Es gibt Alternativen! Es muss nicht You tube sein und es muss nicht Brüssel oder Berlin sein. Liebe Landsleute: Klingt euch endlich aus aus diesem Misthaufen verlogener alter Weiber und Kerle! Niermand schert sich um deren Regeln und alle sind zufrieden! Ignoranz und Verweigerung total, wäre ein Anfang für ein Leben, das uns gehört, nicht dem Geld und dem Wahn der Kontrolljunkies!
    Völker hört die Signale…ohne Links-und Rechts-Dogma!!!!!!

    • „Niemand schert sich um deren Regeln“ .. Schon mal daran gedacht, dass unsere Polizei Dich scheert, wenn Du deren Regeln nicht beachtest?

  6. Es ist schon erbärmlich, wie die westliche Welt mit ihren Neoliberalisten mit ihren Bürgern und dem
    Rest der Welt umgeht.

    Doch solange USA, Nato, UNO , EU, aber auch Deutschland, zusammen mit ihrem „System“ gegen
    Bürger und dem Rest der Welt agieren, wird sich das nicht ändern.

    Dieses System muß weg und jeder hat dafür eine Verantwortung.

  7. Wer die Anfänge des Internets mitgemacht hat, erinnert sich daran, das der Kommerz immer mehr die Oberhand gewonnen hat.

    Durch Verbote aus kommerzieller Sicht, ich denke da an MP3-Musik und die Tauschbörsen, wurden damals bereits erhebliche Zensurmaßnahmen umgesetzt.

    Nun möchte die Politik und die ihr hörigen Medien die Deutungshoheit über Ereignisse/Bewertungen zurückerlangen. Das diesbezüglich freie Internet ist mit solchen Plattformen wie kenfm ein Störenfried. Das muss bekämpft werden. Es geht hier also nicht um etwas mehr oder weniger Spass oder nur um youtube, hier geht es tatsächlich um eine drastische Beschneidung der Demokratie. Das sollte sehr ernst genommen werden. Dagegen sollten wir alle opponieren.

  8. Dieses heronische Gehabe eines Multimilliardenkonzerns sich für die Freiheit des Internets zu engagieren, ist über dem Maße hinaus heuchlerisch, da Youtube nachweislich Zensur betreibt, wenn die Summe stimmt.
    Youtube steckt wie Facebook mit ihren Geschäftsmodell in der Zwickmühle, einer Falle des geistigen Inzuchtsprogrammes.
    Wie will man Fiatmoney generieren, wenn die Basis (die Benutzer, sowohl als Konsumenten als auch als Datenquelle für die Krake) wegfallen? Lohnt es sich viel Fiatmoney für Werbung auf einer Videoplattform auszugeben, wenn nur Wenige die diese besuchen?
    Was macht in dem Fall, der sog. Shareholder? Zufrieden sein Fiatmoney bei so einem Konzern parken?
    Absurd bzw. wie offentsichtlich verquert dieses Denken des geistigen Inzuchts ist, wenn diese EU-Abtrünnigen diese Gesetzesvorlage der Zensur nur von den „Beraterfirmen“ ala McKinsey umgesetzt haben.
    Auch wenn die Geheimdienste da mitgewirkt haben, ist da ein Logikfehler vorhanden: Wie bzw. wo kann man so leicht an Informationen des Bürgers herankommen, wenn diese blockiert werden? Achja, es gibt ja noch Alexa und „Ok-Google“, wobei diese Marge ziemlich dürftig ist.

    Nun aber zum altbwerten, feudalistischen sowie absolutistischen Herrschaftsdenken:
    Es war nie die Frage des Obs, sondern immer die Frage des Wanns sich der Unmut auf die Straßen verlagert.
    Eigentlich bietet dieses Vorhaben der verquerten „Denker“ eine lang vergessene Erfahrung für beide Seiten.
    Die Seite der Jungen, dazu könnte ich mich zählen, die wie die Marde im Speck sich noch von den mit Blut bezahlten Errungenschaften der Aufklärung zerren, aber die Zeit sich mit Belanglosigkeiten verschwenden.
    Die andere Seite, die abgekoppelt von der Realität in deren inzeströsen Denkblasen wieder die alten Strukturen der Diktatur schaffen wollen, sollen wieder die Erfahrung machen wie es sich anfühlt, „eins aufs Maul zu bekommen“.
    Und für die Jungen ist die Erfahrung gar nicht verkehrt, warum man in der Vergangenheit dafür kämpfen musste, damit diese Strukturen gebrochen werden mussten.
    Ich wünsche mir auch, dass man rational, nachhaltig und vorbeugend denken soll, aber es scheint wie ein Naturgesetz zu sein, dass der Mensch erst in Handlungen kommt, wenn es immer zu spät ist.

    • Jo, es gab auch ein Leben vor dem Buchdruck. 😉

      Es geht auch um die Reichweite. Die Tagesdosis hier hat viel weniger Leser, als Zuschauer bei YT. Vieles lässt sich auch mit Bildern/Videos besser erfassen – und wenns nur en dämlicher Häkelkurs ist.
      Nein ernsthaft – die Vorträge von Prof Mausfeld oder Daniele Ganser… Da mag ich nicht drauf verzichten. Vorlesungen aus den div Uni’s, die mich interessieren – wie soll ich da rankommen in Zukunft?

      Es geht um die Deutungshoheit der „Wahrheit“. ZDF/ARD/Spiegel/Welt/BILD werden ihre Kanäle behalten. Dann ist die Schafherde ganz leicht wieder auf Kurs zu bringen.

      Vor YT hätten wir vielleicht die Verschwörungstheorie um Nine-Eleven geglaubt. Ganz sicher sogar!

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