Tagesdosis 10.8.2017 – Säbelrasseln im USA-Nordkorea-Konflikt

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Der Volksmund nennt es Säbelrasseln. Eine sehr harmlose Umschreibung eines sich anbahnenden Waffenkonflikts, der heute Morgen die erste Tagesdosis Kaffee nicht wirklich schmecken ließ.

Spiegel Online fasst zusammen: Trotz Warnungen vor einer militärischen Eskalation des Konflikts setzen die USA und Nordkorea ihre Kriegsrhetorik fort. US-Verteidigungsminister James Mattis warnte Pjöngjang, vor allen „Aktivitäten, die zum Ende des Regimes und zur Vernichtung seines Volkes führen würden“. Nordkorea erklärte, US-Präsident Donald Trump verstehe nur „absolute Stärke“ und präzisierte die Pläne für einen Raketenangriff nahe dem US-Außenposten Guam im Pazifik[1].

Laut CNN von diesem Morgen, gäbe es trotz beidseitiger Kriegsrhetorik, keinerlei Anzeichen eines Erstschlags von Seiten der USA[2]. Die New York Times beschwichtigt Trumps Satz: Wenn Nordkorea seine Drohungen fortsetze, werde diesen mit Feuer, Wut und Macht begegnet, wie die Welt es so noch nicht gesehen habe, – dieser Satz wäre schlicht improvisiert gewesen[3]. Das beruhigt nicht wirklich.

Erste Anzeichen für einen sich anbahnenden Konflikt in dieser Region gibt es seit April diesen Jahres[4]. Nordkorea droht nun mit einem Angriff auf die Pazifikinsel Guam. Warum?

Es gibt dort einen US-Stützpunkt. Die Pazifikinsel ist also von großer militärischer Bedeutung. Guam ist eine Art Drehkreuz für die US-amerikanische Luftwaffe. Von dort brachen die Verbände bereits in seiner Vergangenheit in verschiedene Konflikte auf: nach Korea und Vietnam. Die Luftwaffenbasis Andersen ist eine der größten Basen, die Washington außerhalb des amerikanischen Festlandes unterhält – und die gleichwohl – auf US-Territorium liegt[5]. Die Bewohner der Insel sind seit 1898 amerikanische Staatsbürger, haben bei Präsidentschaftswahlen aber kein Stimmrecht.

Man fühlt sich wiedermals hilflos. Mein erster Gedanke nach Betrachten der Meldungen war: Wo ist die US Friedensbewegung bzw. wann wird sie aktiv? Die Bürgerbewegung, die besorgten Künstler und  Intellektuellen nach Trumps Wahlerfolg? Die tausende Demonstranten mit rosa Mützen?

Geschichte kann sich wiederholen. Ich habe folgenden Text aus dem Jahre 2010 gefunden: „Die Anti-Vietnam Bewegung in den USA“[6]. Nachfolgend Auszüge aus dem Text:

„Der Vietnamkrieg begann 1946 mit dem Widerstand gegen die französische Kolonialherrschaft. 1954 wurde das Land in einen kommunistischen, von der Sowjetunion unterstützten Norden und den dem westlichen Block sich zurechnenden Süden geteilt. In der Folge kam es zu einem Bürgerkrieg im Süden.

Die USA griffen 1965 offiziell in den Krieg ein, nachdem sie im August 1964 einen Angriff nordvietnamesischer Schiffe auf eines ihrer Kriegsschiffe im Golf von Tonkin vortäuschten, um eine innenpolitische Legitimation für den Kriegseintritt zu haben. (Dies wurde dann durch die von Daniel Ellsberg veröffentlichten Pentagon-Papiere 1971 bekannt.) Der Krieg weitete sich auch auf die Nachbarstaaten Laos und Kambodscha aus. 1973 zogen die USA ihre Truppen ab, und der Krieg, der etwa drei Millionen Menschen das Leben kostete, endete 1975 mit der Einnahme der südvietnamesischen Hauptstadt Saigons; Nordvietnam übernahm die Kontrolle über das gesamte Land.

Die Anti-Vietnambewegung in den Vereinigten Staaten behinderte die militärischen Anstrengungen der USA auf verschiedene Weise: Erstens kritisierten Intellektuelle in der Bewegung ständig die Begründung der Regierung für den Krieg. Diese Kritik nahm zwei Hauptformen an: Die eine war die Infragestellung der politischen Rechtfertigung. Die Regierung behauptete, dass der Krieg für die Sicherheit der USA notwendig sei, die SprecherInnen der Antikriegsbewegung bestritten dies. Die zweite war, dass die Intellektuellen falsche Darstellungen und Lügen der Regierung aufdeckten. Das wichtigste hier waren wahrscheinlich Daniel Ellsbergs Pentagon-Papiere. Diese intellektuellen Angriffe führten zu einer stetigen Erosion des Willens der USA, den Krieg zu führen, und der Bereitschaft von Soldaten, ihr Leben zu riskieren. Soldaten, die die Notwendigkeit und die moralische Rechtfertigung des Krieges bezweifelten, kämpften ohne Begeisterung, weigerten sich, ihre Waffen überhaupt abzufeuern, zogen sich in einen Drogenrausch zurück, und in manchen Fällen töteten sie gar ihre Offiziere. Viele junge Männer verweigerten sich der Einberufung und flohen nach Kanada und in andere Länder.

Darüber hinaus wusste die Regierung, dass der Einsatz von Atomwaffen in Vietnam die Möglichkeit eines direkten sowjetischen Eingreifens in den Krieg erhöhen würde, und dass dies zur Eskalation bis zu einem Atomkrieg führen könnte. Die Regierung war nicht der Meinung, dass ein Sieg in Vietnam dieses Risiko Wert war.“

Wollen wir alle hoffen, dass dieser Vietnamkrieg Geschichte bleibt und es vielleicht doch noch ein Geschichtsbuch im US- Verteidigungsministerium zu finden gibt. Möge es ggf. einen neuen Daniel Ellsberg geben und der aktuelle Konflikt mit allen Möglichkeiten, durch Vernunft und mit den Lehren vergangener Kriege gestoppt werden, damit ein weiterer Krieg im 21. Jahrhundert verhindert werden kann.

Quellen

[1] – http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-vs-kim-jong-un-nordkorea-praesentiert-plan-fuer-angriff-auf-guam-a-1162150.html

[2]http://edition.cnn.com/2017/08/09/politics/us-north-korea-war-signals/index.html?iid=ob_lockedrail_topeditorial

[3] – https://www.nytimes.com/2017/08/09/us/politics/trump-north-korea.html?hp&action=click&pgtype=Homepage&clickSource=story-heading&module=a-lede-package-region&region=top-news&WT.nav=top-news

[4] – http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-04/nordkorea-atomwaffen-usa-china-krieg-gefahr

[5] – http://www.spiegel.de/politik/ausland/guam-und-nordkorea-militaerisches-drehkreuz-im-pazifik-die-fakten-a-1162010.html

[6] – http://archiv.friedenskooperative.de/ff/ff10/3-68.htm

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37 Kommentare zu: “Tagesdosis 10.8.2017 – Säbelrasseln im USA-Nordkorea-Konflikt

  1. Wenn die Nordkoreaner ein Problem mit der Regierung Kim haben, liegt es an den Nordkoreanern . dieses Problem zu lösen.
    Die USA haben Machtpolitische Interessen , aber keine Humanitären.

    Die militärische Drohung geht von den USA aus . Nordkorea reagiert , wenn auch martialisch . Es liegt an den USA ihre weltweite militärische Drohung zurückzufahren. Dies wäre ein Wahlversprechen Trumps gewesen.

    • Etwas arg naiv diese Tagesdosis…

      Die USA, inkl Trump, sehen den Verlust ihrer Welt-Vormachtstellung auf sich zu kommen. Als Haupt“schuldige“ sehen sie dabei Russland und China. Da amerikanische Aussenpolitik seit 1945 ausschliesslich aus verbrecherischen (und ausnahmslos verlorenen!) Kriegen besteht, ist ihre Zukunft als #1 daran gebunden sowohl China als auch Russland in Kriege zu verwickeln, die die beiden auf jeden Fall schwächen werden, egal wie sie letztlich ausgehen.

      Man müsste die USA isolieren, denn lernfähig ist die machthabende Clique grössenwahnsinniger Verbrecher die das Land beherrschen nun mal nicht.
      Leider ist es aber selbst in einem gebildeten reichen Land wie Deutschland nicht so, dass die Bürger politische Parteien wählen würdem, die die Interssen der Bürger vertreten und einen Austritt aus der NATO wahrscheinlich machen könnten. Die Amerikaner rechnen also völlig berechtigterweise mit der üblichen, dümmlichen Arschkriecherei jeder deutschen Regierung.
      Nicht vergessen! Das lächerliche Merkel findet ihre damalige Entscheidung die USA im Iraq Krieg militärisch zu unterstützen, immer noch richtig! Das macht die Einsicht in Deutschlands Zulkunft dann doch recht einfach, oder?

      Was die Tagesdosis angeht so liegt sie sogar in mehreren Punkten falsch.
      Denn, in USA und in DE gab es damals die grosse Mehrheit einer friedensbewegten 68er Generation, während es heute eine übergrosse Mehrheit von manipulierten und verblödeten Facebook Likern und Dislikern gibt, die damit einen wichtigeren Lebensinhalt als Krieg oder Frieden gefunden haben.
      Eine Friedensbewegung die den Namen verdient, wird es nicht mal nach der ersten Übergriffen der NATO an der balitisch-russischen Grenze geben, sondern erst dann wenn es viel zu spät ist.

      Das zweite für das Sheitern der USA Wesentliche in VIetnam war, und so weit stimmt es, dass es in Vietnam 50.000 tote US Soldaten gegeben hat. (Die 3 Millionen toten Eingebornen gehen den Herren in USA ja am Arsche vorbei!)
      In einem Drohnen- und Raketen-, möglicherweise sogar nuklearen Krieg, gibt es keine im Bdenkampf gefallenen Soldaten…. Und sollte auf Amerika eine russische oder chinesische Atombombe landen, so wird auch dies, wie 9/11, garantiert für die Amis kein Anlass zum Lernen sein!

      Es gibt nur einen Krieg den die Amerikaner nicht mögen: Einen der in ihrem Land stattfindet.
      Die Vorstellung, dass ein Putin oder ein Xi das nicht wissen ist lächerlich.
      Aber eben auch gerade deswegen typisch amerikanisch.

    • „Wenn die Nordkoreaner ein Problem mit der Regierung Kim haben, liegt es an den Nordkoreanern . dieses Problem zu lösen.“

      Diese Einstellung halte ich für nationalistisch, anti-freiheitlich und für völlig inadäquat.
      Wir leben auf einer Welt, nicht nur in einer Nation.
      Wahnsinnige Diktature gehen uns sehr wohl etwas an. Und besonders deutsche Staatsbürger sollten berücksichtigen, was irre Diktatur bedeutet.
      ‚Die Nordkoreaner‘ können ggf. ihr Diktaturproblem genausowenig lösen wie 1945 die Deutschen ihr Naziproblem.

      „Die USA haben Machtpolitische Interessen , aber keine Humanitären.“

      Deutschland und Europa haben den USA sehr viel zu verdanken. Die USA als Staat sind sehr wohl schon humanitär engagiert gewesen. Und zwar zugunsten von UNS. Ja, zugunsten von den Leuten, die hier schreiben!
      Auch Korea sollte mal etwas davon haben bzw. die Koreaner.

      „Die militärische Drohung geht von den USA aus .“

      Die militärische Drohung geht von Nordkorea aus.
      Nordkorea droht Guam, das zu den USA gehört, mit atomarer Vernichtung.
      Die Regierung Nordkoreas bedroht damit völlig unschuldige Leute aufs Schärfste.

      Die USA haben die Pflicht, massiv dagegen vorzugehen. So einfach ist das.
      Dem kann Trump sich – solange er Präsident der USA ist – nicht entziehen.
      Wenn er das nicht adäquat behandelt, und das bedeutet in diesem Fall die Bereitstellung der militärisch angemessenen Optionen, muss er des Amtes enthoben werden.

    • “ Deutschland und Europa haben den USA sehr viel zu verdanken.“
      Stimmt, zwei Weltkriege, die Vernichtung Deutschland’s im zweiten.
      Oder drei, wenn mann der Kalte Krieg mitrechnet.
      Jetzt droht der vierte und letzte.
      Charles Callan Tansill, ‚Amerika geht in den Krieg‘, Stuttgart 1939 (America goes to War, 1938)

    • Thatsit
      “ Dass die nordkoreanische Regierung eine wahnsinnige und bis zum Anschlag militaristische Diktatur betreibt, die ihr Volk einsperrt und unterdrückt, das Land völlig abschottet und völlig unschuldige Länder und deren Einwohner mit Atomkrieg bedroht, reicht locker für noch schlimmere Bezeichnungen als ‚Psychopath‘. “

      Ich frage mich ob man nicht anstatt ’nordkoreanische‘ auch ‚USA‘ schreiben kann, bis Trump gewahlt wurde.

    • Die beiden Weltkriege hat Deutschland angefangen.
      Die Nazidiktatur war die schlimmste und menschenverachtendste Diktatur aller Zeiten, noch WEIT SCHLIMMER ALS NORDKOREA, und das will etwas heißen (es ist eigentlich kaum möglich, aber die Nazis haben es ‚geschafft‘).
      Der Zweite Weltkrieg war de facto das ‚Fundament‘ der nazis.

      Nordokoreas Regierung halte ich für so etwas wie Mafiosi (asiatische Variante) auf Voll-Speed, die Diktatur ’spielen‘ (für die Bürger ist es bitterer Ernst), mit der Macht über einen ganzen Staat statt nur über ein Stadtviertel.
      Die Nazis waren mörderische Rassisten und Antisemiten, die auf widerwärtigste Weise alles vernichten wollten, was anders ist als sie.

    • “ Dass die nordkoreanische Regierung eine wahnsinnige und bis zum Anschlag militaristische Diktatur betreibt, die ihr Volk einsperrt und unterdrückt, das Land völlig abschottet und völlig unschuldige Länder und deren Einwohner mit Atomkrieg bedroht, reicht locker für noch schlimmere Bezeichnungen als ‚Psychopath‘. “

      „Ich frage mich ob man nicht anstatt ’nordkoreanische‘ auch ‚USA‘ schreiben kann, bis Trump gewahlt wurde.“

      Natürlich nicht. Muss ich solche simplen Tatsachen erklären?

      Die USA sperren nicht ihre Bürger ein wie Nordkorea es tut, die USA haben im Gegensatz zu Nordkorea Meinungsfreiheit und Marktfreiheit.
      Die USA sind eine stark präsidial orientierte repräsentative Demokratie mit vielen Korrektiven. Die Justiz in den USA und die Legislative sind recht unabhängig, ebenso die einzelnen Bundesstaaten. Nordkorea ist hingegen ein Führerstaat. Die USA sind zudem als Staat nicht militaristisch, sondern haben eine reine Berufsarmee. Nordkorea hingegen hat eine Militärideologie, sogar in der Verfassung.
      Das sind elementare Basics.

    • @Michel Eyquem

      Wenn man vom Verlieren eines Krieges schreibt , muss vorher das Kriegsziel bekannt sein .
      Nach dem verlorenen Vietnamkrieg haben die USA vermutlich erkannt , dass man einen Krieg nicht im klassischen Sinn gewinnen muss, um Sieger zu sein . Das florieren der Kriegsindustrie , die Ausweitung der Militärstützpunkte und die substanzielle Schwächung eines potentiellen Gegners kann auch unter Sieg verbucht werden .
      Die 68er mit ihrer Friedensbewegung und den Linken wurden mit Haut und Haar von der NATO und dem Internationalen Kapital geschluckt . Dabei ist keine Änderung in Aussicht .

      Die deutsche Regierung ist klar unter Transatlantikereinfluß . Merkel will eine Ausweitung der Kriege (offiziell natürlich Friedenseinsätze) , es scheint ein offenes Geheimnis zu sein , dass die dt. Politik auch an einem Krieg mit aktiver Beteiligung in Korea Interesse hat .

    • Ich frage nur, wie viele Kriege hat die „demokratische“ USA in den letzten Jahren geführt und wie viele das Regime in Nordkorea?

      „Die USA sind zudem als Staat nicht militaristisch, …“ Das ist doch wohl ein Witz?
      Wer ist denn das in den USA, der da so viel Waffen hortet und den Militärhaushalt in astronomische Höhen treibt?
      Fehlt nur noch dass Sie behaupten, die USA tritt für Entspannung, Frieden, Völkerverständigung und die Menschenrechte ein.

      Es ist doch der Imperialismus, der erst solche Regime, wie das in Pjöngjang möglich gemacht hat.
      Ich will das nicht im Geringsten rechtfertigen.
      Der Konflikt wird von Irren befeuert unter dem die Menschen leiden.

  2. Zwar weiß ich natürlich auch nicht wie die Zukunft aussieht, aber das Nord Korea der Agressor sein soll, kann ich in keiner weise erkennen.
    Auch wenn hier von dem Regime geschrieben wird, welches Menschenverachtend die kleine Insel
    Guam im Pazifik angreifen will, möchte ich doch erstens mal anmerken, das Kim Jong-Un nicht so ein Blutrünstling ist, wie immer berichtet.
    Er ging immerhin auf ein Schweizer Internat, und wird von seinen Mitschülern als höflich und umgänglich beschrieben.
    Ob es tatsächlich so war, ist zwar nicht gesicherte Erkenntnis, zeigt aber doch, das auch in Nord Korea zivilisierte Verhältnisse bestehen.
    Das Nord Korea sich dem Diktat des Westens entzieht, macht sie ja nicht automatisch zu unberechenbaren Psychopathen.
    Ich empfinde dieses aufgeblasene Säbelrasseln der Amerikaner wesentlich bedrohlicher.
    Und ich fürchte, sobald sich eine Möglichkeit ergibt, Nord Korea politisch zu unterminieren steht der CIA in den Startlöchern. Für die Freie Welt. Und Amerika -first.

    • „Zwar weiß ich natürlich auch nicht wie die Zukunft aussieht, aber das Nord Korea der Agressor sein soll, kann ich in keiner weise erkennen.“

      Offenbar können Sie gar nichts erkennen:
      „http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-08/korea-konflikt-nordkorea-angriff-drohung-guam“

      Die Regierung Nordkoreas gehört entmachtet, und zwar so schnell wie möglich.
      Diese Diktatur ist gefährlich, da sind Vergleiche mit den Nazis angemessen, auch wenn die Ideologien unterschidlich sind.

      „Das Nord Korea sich dem Diktat des Westens entzieht, macht sie ja nicht automatisch zu unberechenbaren Psychopathen.“

      Dass die nordkoreanische Regierung eine wahnsinnige und bis zum Anschlag militaristische Diktatur betreibt, die ihr Volk einsperrt und unterdrückt, das Land völlig abschottet und völlig unschuldige Länder und deren Einwohner mit Atomkrieg bedroht, reicht locker für noch schlimmere Bezeichnungen als ‚Psychopath‘.

      Die Leute hier, die im Forum diese Diktatur hofieren, dürften, wenn sie in Nordkorea wären, wohl nicht mal ins Internet gehen.

    • Hallo Thatsit,
      Was soll man da machen, irgend jemand muß ja der Böse sein, und da sie ihn genau kennen, will ich mich ihren Argumenten nicht verschließen. Ich nehme an, sie kennen die Verhältnisse in Nord Korea ganz genau, sonst würden sie nicht mit dieser Vehemenz auf den Tisch hauen.
      Nach ihrer Auffassung kann Kim Jong-Un nur ein Wahnsinniger sein, der mit einer wahnsinnigen Klicke die Welt vernichten will.
      Ja was machen wir denn jetzt? Es werden ja immer mehr, die uns ständig bedrohen.
      Nun auch noch der böse Kim.

    • Nordkorea ist
      – eine Diktatur, deren Ideologe kommunistisch ist, aber de facto als wesentlichen formalen Inhalt hat, dass „alle Menschen die Führung der nordkoreanischen Regierung brauchen“
      – völlig militaristisch, auch offiziell, die Regierung dort lässt lieber Kinder verhungern als beim Militär zu kürzen (das ist NICHT polemisch gemeint)
      – ein völliger Knaststaat, der seine ‚Bürger‘ einsperrt, allerdings seit einiger Zeit als Billigarbeiter in manche Länder – nur zum Arbeiten – schickt und sogar dabei abkassiert
      – feindlich gegen Einwanderung, implizit rassistisch
      – ohne jede Meinungsfreiheit
      – sogar INNERHALB des Landes ohne echte Reisefreiheit
      – ohne jede Marktwirtschaft

      Zudem läuft die Regierung dieses Staates momentan außenpolitisch Amok und bedroht unschuldige Leute mit Atombomben.

      Reicht das als Fakten über die Regierung Nordkoreas?
      Wahnsinnige militaristische Diktaturen wie die nordkoreanische SIND wirklich gefährlich.
      Als Deutscher sollte man das wahrlich wissen. Die Nazis haben zwar eine andere Ideologie gehabt, waren aber bezüglich des Kriegswahns vergleichbar.

    • Nun, zunächst mal, bin ich nicht so naiv, um nicht die Gefahr der Nord Koreanischen Politik zu sehen. Aber wodurch entsteht dieser Gefahr.
      Doch wohl in erster Linie, dadurch, dass man einem Land seine Autonomie abspricht.
      Nun haben sich die Nordkoreaner erdreistet, dem Führungsanspruch der Amerikaner zu widersprechen.
      Das ist in jedem billigen B Picture eine Heldentat.
      Hollywood liefert viele Beweise.
      Nur in der Realität kuschen wir lieber.
      Es ist halt oft der Blickwinkel, aus dem man eine Position betrachtet.

  3. @Box

    Unsere Erfahrung geht doch dahin, dass Gesetze nicht mehr zählen.
    Wenn es dann noch um einen Verteidigungfall geht, dann fragt man sich automatisch, wer hat Deutschland angegriffen, so das es in den Kriegen involviert war…?Mali(für Frankreich), Afghanistan(USA), Syrien(USA) Ukraine(USA)etc etc ???
    Auf Einhaltung von Gesetzen zu hoffen, ist mehr als leichtsinnig!

    • Ist schon ein Kreuz mit den Gesetzen, Verträgen, usw.. Am Bsp. des Grundgesetzes der BRD, dieses könnte ebenso gut bereits im Reißwolf gelandet sein.
      Und darüber hinaus ist es so, daß die meisten aller Gesetze, Verträge, im Sinne von irgendwelchen Eliten, durch deren Kanzleien, für die Eliten, formuliert werden, d.h. in einem Machtkontext entstehen.

      „Die Melier sagten es muß doch Recht und moralische Kriterien geben. Da sagten die Athener, Recht gibt es nur zwischen gleich Starken. Recht kann immer nur zwischen gleich Starken gelten. Wenn jemand schwächer ist, dann tue der Starke was er könne und erleide der Schwache was er müsse. Das nennt man heute Realpolitik. (…) Imperien kennen keine moralischen Kategorien.“
      (Prof. Rainer Mausfeld: Die Angst der Machteliten vor dem Volk, KenFM (min. 17:00))

      Allerdings weist Herr Ganser in seinem aktuellen Buch „Illegale Kriege: Wie die NATO-Länder die UNO sabotieren. Eine Chronik von Kuba bis Syrien,“ darauf hin, daß es durchaus positive Ausblicke beim Internationalen Strafgerichtshof gibt und daß wir derzeit nichts Besseres als die UNO haben, so sehr diese auch den Interessen der Mächtigsten unterworfen ist.

    • In dem Text stehen blanke Fehlinformationen. Nordkorea hat 2009 die ‚Songun‘-Ideologie eingeführt, die die Armee über alles stellt. Unglaublich, was da für eine Beschönigung einer 120%igen Militärdiktatur betrieben wird.

    • Dem widerspricht der Artikel in Free21 in keiner Form.

      Ich zitiere (sogar) aus Wikipedia:

      „Die Sŏn’gun-Politik (sŏn = zuerst; gun = Militär; „Militär zuerst!“) ist seit einer Verfassungsänderung 2009 zusätzlich zur Juche-Ideologie Leitlinie der Politik Nordkoreas.[1] Sie räumt der Verteidigungsbereitschaft angesichts einer angenommenen militärischen Bedrohung des Staates durch die „imperialistischen Mächte“ USA und Japan sowie durch deren „Marionettenstaat“ Südkorea höchste Priorität ein.“

      Nichts anderes beschreibt der Artikel in Free21.

  4. 1953 meinte die USA eingreifen zu müssen in die Koreanische Bürgerkrieg, Briten wollten das nicht.
    Das Land wurde gespaltet.
    Das nordliche Teil kam unter Chinesischen Einfluss.
    Die USA will Weltherrschaft, die USA bedroht Länder wie China, Russland, Iran und Syriën.
    Die angeblich durch Deutschland gewollte Weltherrschaft war das Motiv, in westlichen Propaganda, zwei Weltkriege zu führen.

    Für China ist Nordkorea ein Stück auf den Schachbrett.
    Es ist für China sehr leicht das schreckliche Nordkorea Regime fallen zu lassen, nur mit China hat Nordkorea wirtschaftliche Beziehungen vonn Bedeutung.
    Aber im internationalen Politik gibt es keine Geschenke, was bietet die USA China ?
    Bis jetzt nichts, so viel ich weiss.
    Und so droht Kim mit seinen Atombomben und Raketen, die er nur benutzen kann wenn er Selbstmord begehen will.
    Realpolitik, von Geisteskranken, aber es war nie anders.

  5. Die offenbar endgültig wahnsinnig gewordene nordkoreanische Diktatur-Kamarilla bedroht derzeit die völlig unschuldigen Bewohner der zu den USA gehörenden Insel Guam mit einem Atomraketenangriff. Die USA und die NATO haben nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, diesen unglaublichen Affront Nordkoreas passend massiv zu beantworten. Die Regierung Nordkoreas gehört entmachtet. Auch wenn man – wie ich z.B. – Präsident Trump nicht gut findet – in dieser Frage gibt es nicht den geringsten Grund, Uneinigkeit zu zeigen. Sollte Guam angegriffen werden, ist das ein Bündnisfall.

    • Ganz ruhig, nicht aufregen, ist nicht gut fürs Herz. Wenn irgendjemand Guam angreift, dann die Amis oder deren Vasallen. Mal nach „False Flag“ googlen.

    • Apropos Bündnisfall, wenn einer oder mehrere Bündnispartner Waffengewalt für nicht erforderlich erachten, bleiben sie eben zuhause:

      Artikel 5 des Nato-Vertrages
      Die Parteien vereinbaren, dass ein bewaffneter Angriff gegen eine oder mehrere von ihnen in Europa oder Nordamerika als ein Angriff gegen sie alle angesehen werden wird; sie vereinbaren daher, dass im Falle eines solchen Angriffs jede von ihnen in Ausübung des in Artikel 51 der Satzung der Vereinten Nationen anerkannten Rechts der individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung der Partei oder den Parteien, die angegriffen werden, Beistand leistet, indem jede von ihnen unverzüglich für sich und im Zusammenwirken mit den anderen Parteien die Maßnahmen, einschließlich der Anwendung von Waffengewalt, trifft, die sie für erforderlich erachtet, um die Sicherheit des nordatlantischen Gebiets wiederherzustellen und zu erhalten.
      Von jedem bewaffneten Angriff und allen daraufhin getroffenen Gegenmaßnahmen ist unverzüglich em Sicherheitsrat Mitteilung zu machen. Die Maßnahmen sind einzustellen, sobald der Sicherheitsrat diejenigen Schritte unternommen hat, die notwendig sind, um den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit wiederherzustellen und zu erhalten.

      Komplett unter:

      Was sagt der NATO-Vertrag über den „Bündnisfall“?
      Argumentationshilfe – Völkerrechtler Rotter: US-Gegenschlag wäre völkerrechtswidrig
      http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Voelkerrecht/buendnisfall.html

    • In keinem Buch etwas gefunden was ausländische financiëlle Unterstützung Hitler’s war.
      Wer detaillierte Beschreibungen von Hitler’s Feldzüge gelesen hat weiss das Hitler nie Krieg vorbereitet hat.
      Beispiele:
      Heinz Guderian, ‘Panzer Leader’, London 2000, 1952
      A. Goutard, ‘1940 La Guerre des Occasions Perdues’, Paris 1956

      Lawrence R. Pratt, ‚East of Malta, West of Suez‘, London, 1975
      macht deutlich das was Briten sehr bedrohend empfanden waren Deutschland’s wirtschaftliche Beziehungen richtung süd ost Europa.
      Die Briten fürchteten das sie das Mittelmeer nicht mehr beherrschen konnten, den Weg nach Indien und süd ost Asien, Quellen ihrer Reichtum.

    • „Ganz ruhig, nicht aufregen, ist nicht gut fürs Herz. Wenn irgendjemand Guam angreift, dann die Amis oder deren Vasallen. Mal nach „False Flag“ googlen.“

      Natürlich könnten die USA eine False Flag dort starten. Darum geht es hier und derzeit aber nicht. Hier geht es um eine Diktatur Nordkorea, deren Regierung Amok läuft.

    • „Wer detaillierte Beschreibungen von Hitler’s Feldzüge gelesen hat weiss das Hitler nie Krieg vorbereitet hat.“

      Seit wann folgt aus den Beschreibungen der „Feldzüge“ deren Vorbereitung?

      Sie können ganz sicher sein, dass Hitler
      – bereits seit etwa 1923 die Juden vernichten wollte
      – ab 1941 Krieg gegen Russland wollte, und zwar VERNICHTUNGSKRIEG
      – die Weltherrschaft, also die Herrschaft der geisteskranken Nazidiktatur, wollte.

      In ‚Mein Kampf‘ hat er seitenlange Hasstiraden gegen Juden veröffentlicht.
      Es war schon immer völlig klar, dass Hitler Krieg wollte.

    • „Da sie vom großen Diktator reden, meinen sie mit geschichtlichen Defiziten sicherlich, was sie stets leugnen, den Aufbau der NSDAP und die Aufrüstung der Wehrmacht, zwischen den Weltkriegen, unter freundlicher Mitwirkung des angelsächsischen Großkapitals.“

      Immer wieder die gleiche Leier, die massive Unterstützung für die Nazis aus der deutschen Bevölkerung mit den – natürlich existenten – finanziellen Machenschaften zu relativieren, mit den verbrecherischen Loibbyisten aus anderen Ländern, denen die Nazis ganz recht kamen (wohl wegen des Antisemitismus).

      Wissen Sie was? Ich würde nicht mal ausschließen, dass DIE REGIERUNG NORDKOREAS auch schon Zuwendungen aus dem Westen oder mindestens von chinesischen ‚Kapitalisten‘ (ggf. als Mittelsmänner für US-Amerikaner oder andere westliche ‚Investoren‘) bekommen hat.

      Dennoch muss man im Fall Deutschlands klar die Schuld zahlreicher Deutscher sehen, einfacher Bürger und Politiker (Ermächtigungsgesetz).
      Ohne Faschisten und Unterstützer gibt es keine GEWÄHLTE faschistische Regierung, da können Lobbyisten und Finanziers noch so viel ausgeben.

      Und im Fall Nordkoreas muss man sehen, dass die Regierung dieses Landes offenbar nicht mehr normalen Verhandlungen zugänglich ist und völlig verantwortungslos, aggressiv und menschenverachtend agiert. Das Maß ist voll und ggf. kann man das Ganze noch rechtzeitig beenden. Wollen Sie warten, bis die nordkoreanische Militär-Kamarilla wirklich mit Atomraketen ganze Städte pulverisiert?!

    • Meiner Meinung nach wäre eine Attacke Nordkoreas auf US-amerikanische Gebiete ein klarer Bündnisfall. Es sei denn, die USA verzichten ausdrücklich darauf.

    • Ich lese gerade, dass es offenbar formal kein Bündnisfall ist. Es sollte aber einer sein, meine ich. Die NATO sollte solche Dinge in ihre Vereinbarungen einbeziehen.
      Ich wiederhole mich gerne: Die Regierung Nordkoreas gehört wirklich entmachtet. Sollten nordkoreanische Atomraketen in Guam (und Umgebung) einschlagen, müsste das meines Erachtens militärisch beantwortet werden. Es reicht jetzt schon, und wenn Unschuldige mit Atombomben beschossen und ermordet werden, ist das Fass mehr als übergelaufen.

  6. Dazu die Informationsstelle Militarisierung:

    USA-Nordkorea: Theaterdonner?
    von: 9. August 2017

    So beunruhigend dies ist, dem Korrespondenten des Deutschlandfunks ist wohl zuzustimmen, dass zum Glück auch einiges gegen eine Totaleskalation spricht: „Der Asien-Korrespondent des Deutschlandfunks, Hanefeld, spricht dennoch von ‚Theaterdonner‘. Er sagte im Deutschlandfunk, wenn Trump tatsächlich Nordkorea überfallen wolle, müsse er sich in der Sache zuvor mit China und Russland einigen. Aber: Beide Länder wollten ‚um Gottes Willen keinen Krieg in Ostasien – und das weiß auch Kim.‘ Analog sei die Drohung Pjöngjangs mit einem Überfall auf Guam zu verstehen: ‚Eine einzige Bombe auf Guam – und Nordkorea ist weg.‘“ (jw)
    http://www.imi-online.de/2017/08/09/usa-nordkorea-theaterdonner/

    Hier Senator McCain:

    McCain über Trumps Drohung gegen Nordkorea: „Er übertreibt“

    Der einflussreiche US-Senator John McCain hat Präsident Donald Trump wegen dessen Drohung kritisiert, eventuelle Provokationen vonseiten Nordkoreas mit “Feuer und Wut“ zu beantworten.
    (…)
    Als Vorsitzender des Streitkräfteausschusses im US-Senat besitzt McCain einen großen Einfluss auf die Außen- und Verteidigungspolitik der USA. Er gilt als „Falke“ wegen seiner Haltung gegenüber der Außenpolitik.
    https://de.sputniknews.com/politik/20170809316949208-maccain-trump-drohung-nordkorea/

    Und noch eine McCain-Trump Mitteilung von Ende April:

    Eine Einigung zwischen Trump und dem tiefen US-Staat in Sicht
    Voltaire Netzwerk | 28. April 2017

    Senator John McCain, seine Frau Cindy und sein Kollege Lindsey Graham haben mit Präsident Donald Trump am 24. April 2017 abendgegessen.

    Es scheint, als wäre es zu einer Einigung zwischen ihnen gekommen: die Vereinigten Staaten würden ihre Vorherrschaft über Europa beibehalten und würden sich daher enthalten, ein Bündnis mit Russland einzugehen, während sie sich aus dem „Erweiterten Nahen Osten“ zurückziehen würden.
    http://www.voltairenet.org/article196141.html

    Die aktuelle Mitteilung, über alle Kanäle, weit hinausposaunt in die Welt, soll wohl einerseits, publikumswirksam, zum hyperventilieren anregen und andererseits, eine andere Zielgruppe, beruhigen.

    • Als Deutscher mit einem Mindestmaß an Geschichtswissen und kritischem Denken sollte man wissen, zu was irre Diktaturen fähig sind. Trump übertreibt hier kein bißchen – ausnahmsweise. Die Appeasement-Floskeln deutscher Politiker halte ich hingegen für reichlich hohl. Klar ist, dass eine Militäraktion gegen die nordkoreanische Regierung ein klarer Bündnisfall wäre. Ich spreche bewusst nicht vom nordkoreanischen Volk, natürlich will niemand außer offenbar der nordkoreanischen Diktaturregierung unschuldige Opfer.

    • Da sie vom großen Diktator reden, meinen sie mit geschichtlichen Defiziten sicherlich, was sie stets leugnen, den Aufbau der NSDAP und die Aufrüstung der Wehrmacht, zwischen den Weltkriegen, unter freundlicher Mitwirkung des angelsächsischen Großkapitals.

      Und natürlich ist es klar, daß es ihnen wie stets ein Fest ist, wenn der amerikanische Präsident z.B. Marschflugkörper auf Syrien abfeuert oder wie jetzt, etwas Kriegsrhetorik abläßt.

      Hier noch ein kleines Präsent für sie, Neoliberalismus, Faschismus, annähernd eine Soße, hängt am gleichen Tropf:

      Wer finanzierte Hitler und die NSDAP?

      Bei Beratungen der Präsidenten der »Federal Reserve«-Banken, des eigentlichen Finanzzentrums der Wallstreet, der fünf unabhängigen Banken, Vertreter der Royal Dutch (Shell), der Standard Oil Rockefeller jun. u.a. im Sommer 1929 wurde Warburg schließlich gebeten zu prüfen, ob Hitler für amerikanisches Geld zugänglich sei. Als Gegenleistung hätte dieser gegenüber Frankreich eine aggressive Außenpolitik einzuleiten, sollte aber »in die wirklichen Motive der amerikanischen Unterstützung nicht eingeweiht werden«.

      Hitler seinerseits habe bei den Verhandlungen in Berlin betont, »daß er mit den Arbeitslosen alles machen könne, wenn er ihnen nur Uniformen und Verpflegung gebe… Auf diese Weise werde er Frankreich schon klein bekommen… Alles hinge vom Geld ab… Die USA-Hochfinanz habe doch sicher ein Interesse daran, daß er, Hitler, an die Macht komme, denn sonst hätte sie ihm nicht bereits 10 Millionen Dollar übergeben… Wenn er von der USA-Hochfinanz 500 Millionen Mark erhalte, sei er in „sechs Monaten fertig“.« Hitler habe auch die Kommunisten als erledigt bezeichnet und erklärt, er werde nun die Sozialdemokraten ausschalten, durch Wahlen oder mit Gewalt. Eventuell komme noch eine Verhaftung von Hindenburg, Schleicher, Papen, Brüning in Betracht, aber alles koste Geld, und das bisher aus den USA erhaltene sei verbraucht.

      Selbstverständlich standen die Hitler so verhängnisvoll fördernden ausländischen Geldgeber nicht vor dem Nürnberger Tribunal. Selbstverständlich wurden die Dokumente des Abegg-Archives beim Nürnberger Kriegsverbrecherprozess nicht zugelassen.
      http://sauber.50webs.com/kapital/

    • „Kritisch denkende Deutsche haben schon lange die allierte zweite Weltkrieg Propaganda durchschaut.“

      Ich bin kritisch denkender Deutscher, und daher den USA, speziell den USA, dankbar, dass ich nicht unter einer Nazidiktatur leben muss. Die USA haben den Krieg für den Westen entschieden. Die Nazis hätten Großbritannien ggf. militärisch besiegt – das wäre ein Desaster geworden für die ganze Welt.

      Die alliierte Propaganda teile ich voll und ganz.

    • „Da sie vom großen Diktator reden, meinen sie mit geschichtlichen Defiziten sicherlich, was sie stets leugnen, den Aufbau der NSDAP und die Aufrüstung der Wehrmacht, zwischen den Weltkriegen, unter freundlicher Mitwirkung des angelsächsischen Großkapitals.“

      Immer wieder die gleiche Leier, die massive Unterstützung für die Nazis aus der deutschen Bevölkerung mit den – natürlich existenten – finanziellen Machenschaften und mit den verbrecherischen Lobbyisten aus anderen Ländern, denen die Nazis ganz recht kamen (wohl wegen des Antisemitismus), zu relativieren.

      Wissen Sie was? Ich würde nicht mal ausschließen, dass DIE REGIERUNG NORDKOREAS auch schon Zuwendungen aus dem Westen oder mindestens von chinesischen ‚Kapitalisten‘ (ggf. als Mittelsmänner für US-Amerikaner oder andere westliche ‚Investoren‘) bekommen hat.

      Dennoch muss man im Fall Deutschlands klar die Schuld zahlreicher Deutscher sehen, einfacher Bürger und Politiker (Ermächtigungsgesetz).
      Ohne Faschisten und Unterstützer gibt es keine GEWÄHLTE faschistische Regierung, da können Lobbyisten und Finanziers noch so viel ausgeben.

      Und im Fall Nordkoreas muss man sehen, dass die Regierung dieses Landes offenbar nicht mehr normalen Verhandlungen zugänglich ist und völlig verantwortungslos, aggressiv und menschenverachtend agiert. Das Maß ist voll und ggf. kann man das Ganze noch rechtzeitig beenden. Wollen Sie warten, bis die nordkoreanische Militär-Kamarilla wirklich mit Atomraketen ganze Städte pulverisiert?!

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