Tagesdosis 11.04.2018 – Solidarität mit Daniele Ganser

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Erst küssen sie dir die Füße, dann werden sie skeptisch und dann wollen sie dich zum Mond schießen. Der Satz klingt zwar irgendwie wie der, den ein gewisser Mahatma Gandhi wohl gesagt haben soll, ist aber nicht von ihm, sondern von mir. Er beschreibt, was wohl sehr viele Friedensaktivisten gerade von selbigen, also von anderen Friedensaktivisten so um die Ohren gehauen bekommen.

Gerade schlagen viel auf den renommierten Historiker Daniele Ganser ein. Die wissenschaftliche Szene um Daniele Ganser herum, sowie einige Friedensaktivisten. Grotesk, nicht wahr. Die einen sagen, er habe den Doktortitel nicht verdient, einer ist erleichtert und sagt, hätte ich seine Dissertation unterschrieben, so wäre er wohl heute Professor – Gott sei dank, dass ich dieses Eigentor verhindert habe. Die anderen rümpfen die Nase und sagen, er nähme ja sogar Geld für seine Auftritte und sei deswegen unhaltbar. Ob diese Leute wohl auch ohne Geld arbeiten?

Tja, Neid, das ist das einzig zutreffende Wort, das auf diese Heuler in beiden Lagern zutrifft. Denken wir einmal nach. Was ist Wissenschaft? Ist es eine Wahrheitsschaft? Nein, es heißt ja Wissenschaft. Was verlangt sie einem ab, egal ob induktiv oder deduktiv? Sie schafft Wissen. Sie schafft keine Wahrheit. Aber genau das wirft man Ganser von einigen Fakultäten und durch einige Wissenschaftler vor.

Wahrheit? Machen wir dazu einen Minikurs. Gibt es Teilchen, gibt es Masse, gibt es einen Ort, einen Impuls oder Energie oder oder oder? Nichts von dem gibt es objektiv. Gar nichts. Es ist Aufgabe des Beobachters, sich zu entscheiden, was er messen will und das wird er dann auch messen. Gibt es Leben? Was ist Leben. Und was ist der Tod? Leben ist eine Definition auf einen Zustand, mit dem man sich und alle weiteren Lebewesen definiert. Wie aber diese Definition zustande kommt, ist nicht wirklich geklärt. Immer wieder findet man Leben dort, wo man es zuvor als unmöglich definiert hat. Was das Leben ist, darauf weiß bis heute niemand aus der Wissenschaft des Lebens, der Biologie, eine exakte Antwort. Und das mit dem Tod, das lassen wir hier lieber gleich ganz bleiben, sonst erregt sich der YouTube-Mainstream auf ungewisses explosives Niveau hoch. Bitte letzten Satz nicht allzu ernst nehmen und einmal den mir vom renommierten Journalisten und Dokufilmemacher Dirk Pohlmann anempfohlenen Herrn Pim van Lommel lesen. Er gilt als Mastermind von Nahtoderfahrungen und schreibt über medizinische Fakten dazu.

Daniele Ganser stellt Fragen und gibt, aufgepasst, Anhaltspunkte, die den Zuhörer selbst entscheiden lassen, wie er die darauf zu entschlüsselnde Antwort finden will. Und das geschieht stets unabhängig von Gansers eigenen Vermutungen, sondern ausschließlich durch das, was der Zuschauer zuvor selbst darüber weiß. Wissen wird stets angedockt an zuvoriges Wissen, sagt die Hirnforschung. Also passiert auch bei Gansers Vorträgen nichts anderes als genau dies. Und wer wirklich umfassender informiert werden will, der sollte selbst nachforschen. Auch das sagt Ganser ständig immer und immer wieder. Ganser lässt dem Zuschauer oder Leser die Wahl. Das meine lieben User, ist ein Kunststück und keine Verschwörungstheorie. Das muss man rhetorisch erst einmal so hinbekommen. Und genau damit hat Daniele Ganser sehr großen Erfolg.

Und jetzt aufgemerkt: Diesen Erfolg hatte er auch vor seiner Karriere in der Friedensbewegung, zu der er erst wirklich gekommen ist, als man ihm seinen Vertrag nicht mehr verlängern wollte. Vorausgegangen ist dem ein Anruf des US-amerikanischen Botschafters mit seinem Chef. Und dieser machte Ganser dann klar: „So geht es aber nun nicht hier, in meiner Universität, mit uns beiden weiter! Ihr erinnert euch selbst an die Dinge, denn auch ihr hier habt seine Vorträge mit großem Genuss zugehört.“

Heute hat Daniele Ganser mit seiner Methode von Vorträgen sehr großen Erfolg und ein angemessen gutes Auskommen damit. Was ich ihm von ganzem Herzen gönne. Denn seine Tätigkeit birgt Risiken. Die muss ich hier nicht wirklich erklären. Das erinnert alles auch an einen anderen Aktivisten. Nämlich den Verleger dieser Tagesdosis und dieses Internet- und YouTube-Kanals. Auch er hat sich bestens in seine neue Arbeitsstätte eingelebt und es läuft – besser als noch als zu Radiozeiten.

Daniele Ganser wird jetzt aber auch zur Zielscheibe von Leuten, die ihn früher gerne zitierten und weiterreichten und anderen anempfahlen. Wie das? Wie können Menschen jemanden erst hofieren und dann abwatschen? Er würde so und so viele Euros pro Auftritt nehmen, ist einer der Vorwürfe. Und überhaupt, er wäre zu pessimistische und heuchlerisch und dergleichen. Neid, es ist der Neid, den viele Aktivisten jetzt auf ihn projizieren, weil er mit seiner Methode sehr erfolgreich geworden ist. Er fährt einen Tesla, sieht gut aus, ist immer locker und für eine Spaß zu haben, ist eloquent, sehr gebildet, Everybody’s Darling, jeden Vaters und jeder Mutter liebster Schwiegersohn. Eben komplett erfolgreich, rundherum. Tja, da kann man schon neidisch werden, muss man aber nicht. Man kann nämlich auch selbst erfolgreich werden, aber das ist anstrengend. Bashen ist bequemer.

Die Kritiksucht in diesem Land, bei den Deutschen, ist enorm hoch. Das Schlechtmachen hat immer einen zweiten Gang. Und es ist nicht bloß seltsam und komisch, dass das, was Daniele Ganser in der Bewegung und auch ausserhalb der Bewegung erlebt. Das erleben fast alle erfolgreichen Aktivisten, hier in diesem Land. Sie bewundern dich erst, dann fangen sie an, alles zu hinterfragen und zu kritisieren, obwohl die, die das tun, wenig Ahnung von dem jeweiligen Fachgebiet haben. Dann schubsen sie dich ins Abseits, springen auf dich drauf, zermürben dich durch Massenbeleidigungen und Massenanschuldigungen blödsinnigster Art und dann freuen sie sich, wenn du von bestimmten Kreisen geächtet und gedemütigt wirst.

Als ich damit anfing, diese Tagesdosen im letzten Sommer zu schreiben, war ich ziemlich überrascht und erstaunt darüber, was ich im Netz alles für, ja ich muss es wirklich so sagen, kranke Leute vorfand, die ihren YouTube-Kanal nur mit einer einzigen Botschaft volljauchten und damit unzählige Videos vollstopften. Die Botschaft ist: Ken Jebsen ein Reptiloid, Ken Jebsen ein NWO-Freund, Ken Jebsen – einer von denen, usw. Die Krankheit besteht darin, dass diese Leute etwas in Ken Jebsen hineinprojizieren, was in ihnen selbst steckt. Nämlich der Zweifel an sich selbst, das Nicht-bestehen-können in dieser Welt mit eigenen Inhalten, Ideen und Fortschritten. Das ist der Grund für diese Leute. Sie schaffen es selbst nicht, was sie aber bei Ken Jebsen sehen. Er ist erfolgreich, hat Unmengen an Inhalten, die er abhandelt, sieht gut aus, ist eloquent, sehr gebildet und kann sich vor eigenen Ideen gar nicht retten. Das macht neidisch bei denen, die im Club der erfolgreich Erfolglosen sich die Klinge in die Hände reichen. Diese Phänomen ist derart grotesk und ohne Beispiel, dass, wenn ich es hier ausführlich beschreiben würde, ich dazu ein kleines Büchlein schreiben könnte. Der Wahnsinn, also die Wahnvorstellung, der Wahn und die wahnhafte Idee von etwas, ist derart umfangreich und häufig anzutreffen, dass es mir Fassungslosigkeit ins Gesicht geschrieben hat, ob der Fülle an Leuten, die damit behaftet sind.

Das, was auf Ken Jebsen zutrifft, das trifft auch auf Daniele Ganser zu. Und das können die Wissenschaftler jetzt sehen und erkennen, die ihn bashen. Die ihm am Liebsten den Doktortitel wieder aberkennen lassen wollen. Aber das Problem ist nicht der so genannte Verschwörungs-Star Daniele Ganser. Das Problem ist in diesen Personen selbst enthalten. Sie sehen nämlich an dem, was Daniele Ganser gerade sehr erfolgreich macht etwas sehr kränkendes. Und das wollen sie nicht in ihr Gefühl einfließen lassen: Daniele Ganser braucht uns nicht – wir aber wären auch gerne so! So ist. Und das ist hier der Grund für den Neid, den Daniele Ganser gerade aus zwei Lagern bekommt. Von Friedensaktivisten (die nach meinem Dafürhalten jetzt keine mehr sein können) und von den Akademikern, die früher enger mit ihm zusammen gearbeitet haben.

Wissenschaft schafft Wissen – nicht Wahrheit. Das wird oft verwechselt. Auch die Physik, die Höchste aller Wissenschaften, schafft Wissen und keinerlei Wahrheiten. Wahrheiten erschaffen wir, mittels unserer Sinnesorgane, die alle zum Zentralnervensystem gebündelt werden. Und daraus entsteht dann der Wunsch der Interpretation. Diese Wahrheit zu nennen, ist absurd. Es gibt keine Wahrheit, die nicht menschengedachter (anthropozentrischer) Natur ist. Denn ausserhalb unserer Hirne können wir gar nichts, nothing, wahrnehmen. Wir deuten die Welt – das ist die Natur von Sinnesorganen. Mehr ist nicht ab Werk in unserer Ausstattung. Das, und nicht die Arbeit mit den Graugänsen, war der Erfolg von Konrad Lorenz. Die Kant’sche Formel des „Dinges an sich“, zu dessen Wahrnehmen Kant unser Hirn verdonnerte, löste und widerlegte Lorenz auf und begründete die Evolutionäre Erkenntnistheorie, dessen ratiomorphe Deutung Rupert Riedl’s Meisterwerk wurde. Die philosophische Deutung dazu vollzog kein geringerer als Sir Karl R. Popper mit seiner objektiven Erkenntnis dazu. Drei Mal darfst du, lieber User, jetzt einmal raten, wieso du davon noch nie etwas gehört hast. Auch alle Heuristik, bis heute, muss sich dem, bei einer Theoriebildung, beugen können. was oft nicht geschieht. Aber das ist eine andere Geschichte oder Dosis.

Und das gilt für uns alle und auch für die Wissenschaften. Beweisen kann sie nur Vorgänge, die wir anhand unserer Messinstrumente so deuten, also eine Vordeutung inszenieren, auf die dann das Ergebnis passt. An der Heuristik werdet ihr sie erkennen.

Das Schwert unserer eigenen Wahrheitsdefinition ist unser scharfer Verstand, unser gesunder Menschenverstand. Und dieser speist sich aus Erfahrungswissen, aus Erkenntniswissen, aus Analogien und oft auch aus der Induktion heraus. Die nicht immer fehlerfrei funktioniert. Sie ist vorurteilsgebunden. Daraus erst erschafft der Einzelnen eine These, aus der er eine Theorie schustert. Diesen Prozess nennt man Heuristik. Und die jeweils heuristische Methode des einzelnen Wissenschaftlers zu erkennen, sie aus seines Theorie herauszulesen, ist der eigentliche Punkt der Erkenntnis, über das, was der jeweilige Wissenschaftler aussagen möchte. Es ist nicht die Theorie allein. Und genau das ist bei der Theorie des freien Willens bei denen völlig unfrei, die den freien Willen durch das Libet-Experiment als Illusion abtun. Libet selbst tat das nie, weil er seine Heuristik kannte.

So, und jetzt habe ich mal wieder genug gefachsimpelt und höre lieber damit auf. Man sagt ja, pro Fachwort in einem Buch gehen dir eintausend Leser abhanden. Daniel Ganser hat für sich erfahren, dass es einen Unterschied macht, vor Fachpublikum zu referieren oder vor Nichtfachpublikum. Das war übrigens auch ein Grund für einen noch viel bekannteren Wissenschaftler, nämlich Dr. Gerald Hüther. Er bemerkte nämlich, dass seine Theorie sehr wichtig für alle Menschen ist und so fand er für sich heraus, dass Schriften über „Die Biologie der Angst“ selbst in der Fachwelt nur spärliches Interesse fand. Um genau zu sein, nur ein einziger Wissenschaftler interessierte sich für seine wichtige Arbeit. Also entschloss er sich, ab heute schreibst du nur noch für den ganz normalen Menschen, der keine Fachbildung hat. Und das war der auslösenden Moment dafür, dass wir Gerald Hüther heute alle kennen. Er traf damit die goldrichtigste Entscheidung seines Lebens vor fast genau achtzehn Jahren.

Das Gleiche macht Daniele Ganser. Er schreibt und referiert für ein junges, nicht unbedingt akademisch vorgebildetes Publikum. Denn er will einen Erfolg verbuchen. Nämlich den, dass sich die Menschen ändern und sich seinen Themen hinwenden, von denen er ganz genau weiß, dass sie, bei Nichtbeachten, zum Elend aller führen wird, wenn wir die Kriegstreiberei nicht bald in eine Friedenstreiberei umändern. Daniele Ganser hat sich zu einem wichtigen Friedensaktivisten im gemausert. Und das zu Recht. Denn er hat ein umfangreiches und brillantes Wissen, die Massen aufzuklären. Davor haben sehr viele Angst. Denn der Frieden hat die Kraft, den Kapitalismus in seine Schranken zu weisen, Gerechtigkeit für alle zu erwirken, mit Feindbildern aufzuhören und die Schwächeren unter die Arme zu greifen. Das alles sind edle Motive. Und wenn Daniele Ganser damit Millionär werden würde, so schrieb ein Mann auf Facebook, dann hat er es sich auch redlich verdient.

Millionen von Euros machen niemanden zum Oligarchen, zum Imperator oder zum Machtmissbraucher. Es liegt an unseren Werten, wie wir sie definieren. Und wenn ein Mensch nicht käuflich ist, dann kann er haben, was immer er will. Er wird nicht umhinkommen, es zu verteilen. Denn ein solcher ist von der Liebe geleitet. Und das trifft auf Daniele Ganser zu. Er ist von der Liebe geleitet. Seine Hater allerdings sind vom Neid geblendet. Und da liegt das Problem. Es liegt nicht bei Daniele Ganser. Es liegt bei denen, die zwar mit ihrem eigenen Finger auf ihn zeigen, aber mit den anderen Dreien auf sich selbst, als Ursprung von Missgunst, zeigen. Mein letzter Satz ist ein Aufruf. Ich rufe alle wirklichen Friedensaktivisten dazu auf, in diesen Tagen sich solidarisch mit unserem Friedens- und Menschenfreund Daniele Ganser zu zeigen. Neid zerfrisst, die Liebe aber leitet uns.

Quelle:

https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/verschwoerungsstar-verliert-lehrauftrag-auch-uni-st-gallen-laesst-daniele-ganser-fallen-132406642

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58 Kommentare zu: “Tagesdosis 11.04.2018 – Solidarität mit Daniele Ganser

  1. Über dieses eigenartige Buch von Michael Butter habe ich just heute eine kleine Rezension auf Amazon eingestellt, die aber leider noch nicht sichtbar ist. Das wird sich aber wohl im Laufe des Tages ändern. Ich hoffe, dass es manche Menschen lesen und verstehen werden, warum ich diesem Buch nur einen Stern geben konnte.

    Für alle die es interessiert:

    Rezension zu: »Nichts ist, wie es scheint«: Über Verschwörungstheorien; Michael Butter

    Das vorliegende Buch behandelt, wie es der Titel schon sagt, das Thema Verschwörungstheorien. Der Autor Michael Butter legt hier ein populärwissenschaftliches Werk vor, welches für den Laien geschrieben ist und demnach mit einem einfachen Sprachstil aufwartet.

    Im ersten Kapitel behandelt der Autor die verschiedenen Definitionsversuche und Typologien von Verschwörungstheorien, im zweiten Kapitel will er die übliche Beweisführung einer Verschwörungstheorie aufzeigen, anschließend widmet er sich den verschiedenen Funktionen derselben. Das interessante vierte Kapitel handelt von der historischen Entwicklung der heute als Verschwörungstheorien bezeichneten Sachverhalte seit der Antike, in Kapitel fünf wird der Einfluss des Internets auf die Verbreitung derselben betont und im Kapitel sechs untersucht Butter, wie gefährlich solche Theorien sind und was gegen solche Theorien unternommen werden könnte.

    Leider konnte dieses Buch jedoch meinen Erwartungen an einen wissenschaftlichen Standard kaum gerecht werden. Es mangelt der Schrift leider zu oft am Zauberwort des Differenzierens, des unbedingt notwendigen Abgrenzens von wichtigen Begrifflichkeiten und an Vollständigkeit der Hintergründe zu diesem Begriff. Das ist in einer Zeit der Oberflächlichkeit und der Verweichlichung von Begriffen zwar mittlerweile üblich, aber leider eben falsch sowie unwissenschaftlich und sicherlich nicht allgemein üblicher Konsens, wie es der Autor behauptet.

    Behandle ich eine Thematik mit wissenschaftlichem Anspruch, bin ich angehalten zuallererst einmal eine Abgrenzung des/der von mir behandelten Hauptbegriffe(s) zu unternehmen. Dies unternimmt Butter zu beginn. Allerdings hält es Butter scheinbar nicht für nötig, den Begriff „Verschwörungstheorie“ ganzheitlich zu beleuchten und diesen in seinen Abgrenzungen ordentlich zu charakterisieren. Zwar heißt der Absatz, in welchem ich eine solche Abgrenzung erwartet hätte „Alles ist geplant – oder Was ist eine Verschwörungstheorie“, aber statt zu einer eigenständigen, greifbaren und sachlich haltbaren Definition zu gelangen, übernimmt der Autor einfach die Definitionstheorie zweier amerikanischer Kollegen. Was genau meine ich damit? Der Autor versucht den Begriff anfangs so zu charakterisieren, wie er etymologisch sich darstellt und leitet ihn ganz richtig vom lateinischen ‚conspirare‘ ab, dem er die Bedeutung „übereinstimmen“ und „zusammenwirken“ gibt. Allerdings unterlässt er es dort, den Begriff in seinem faktischen Gebrauch und seiner heutigen Bedeutungsunterlegung zu behandeln, obschon er einleitend erwähnt, dass der Begriff Verschwörungstheorie heute meist automatisch wertend genutzt wird. Allerdings erwähnt Butter nicht, dass der Begriff „Conspiracy Theory“, der im Deutschen dann als „Verschwörungstheorie“ namhaft wurde, im Jahre 1967 von der CIA eingeführt worden ist, um die immer lauter werdenden Proteste von beinahe 48% der amerikanischen Bevölkerung zu unterbinden. Viele investigative Journalisten begannen damals sehr kritisch die offizielle Version des Kennedy-Attentates zu hinterfragen. Das Dokument (siehe beigefügte Bilder) setzt klugerweise dort an, wo die Schwachstellen einiger der damals postulierten Theorien lagen. Denn tatsächlich waren einige Theorien damals – und sind es heute – von einer unwissenschaftlichen Art und Weise getragen, indem sie die Theorie VOR die Fakten setzten und Befunde, die dem vorgefassten Meinungsbild widersprachen, außen vor zu lassen. Dies ist übrigens der Grund, weshalb Daniele Ganser gerade nicht als Verschwörungstheoretiker bezeichnet werden darf, da Ganser, im Gegensatz zu echten Verschwörungstheoretikern gar keine Theorien aufstellt, sondern wichtige Fragen formuliert. Hier muss also ganz klar differenziert werden, was Butter aber ungenügend tut. Würde man mit Respekt und sachlicher Einstellung an eine solche Thematik herantreten, könnte man die ernsthaften Wissenschaftler, wozu ich Ganser unumwunden zähle, durchaus als Verschwörungsforscher bezeichnen, aber nicht als Verschwörungstheoretiker.

    Arbeitet man also mit wissenschaftlichem Anspruch – oder auch rein privat – an einem Thema, sollte man versuchen, es so zu handhaben, dass man mit gutem Gewissen seine Ergebnisse und damit seine Theorien und Überzeugungen zum behandelten Thema sagen und veröffentlichen kann. Das bedeutet, dass man einzelne Sachverhalte vorher nach bestem Wissen und Gewissen prüfen muss, soweit es einem zeitlich, intellektuell, quellentechnisch etc. möglich ist. Hat man einige Indizien, Beobachtungen usw. angestellt, die es mir mit Hilfe eines Durchdenkens derselben erlauben eine mehr oder weniger fundierte Theorie zu erstellen, die man mit dem eigenen Gewissen und Wahrheitsgefühl wirklich vertreten kann, dann hat man das Recht, diese Theorie der prüfenden Gesellschaft zu offenbaren. Kann jemand eine bessere Theorie vorweisen, welche schlüssiger ist und welche die eigenen Beobachtungen anders erklären kann, oder die aufzeigen kann, dass die eigenen Beobachtungen mangelhaft und unvollständig sind, oder dass man sie ganz anders deuten kann, dann muss man sich damit auseinandersetzen. Butter stimmt dem im Grunde zu, denn er sagt, dass Verschwörungstheorien die zentrale Aufgabe von Theorien ja erfüllen würden, die ja aufgestellt werden, um die Welt um uns herum besser verstehen zu lernen und um Dinge einzuordnen sowie Aussagen über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft treffen zu können.

    Was aber gar nicht geht, ist, dass jemand eine Theorie einfach mit einem Schlagbegriff versucht zu „verschmutzen“, sie also als lächerlich hinzustellen, ohne selbst sachliche Argumente oder Einwände zu bringen und so die Theorie schon von vorherein als Verschwörungstheorie zu brandmarken. Denn genau so ein Schlagbegriff ist das heutige Wort „Verschwörungstheorie“. Von einem Professor erwarte ich, auch in einem populärwissenschaftlichen Buch, daher ein viel genauere Vorgehensweise. Herr Butter sieht das scheinbar nicht so, da er eigentlich alles, was er unter dem Begriff „Verschwörungstheorie“ einordnet sogleich als grundlegend falsch bewertet. Theorien sind aber nur Theorien und müssen im Einzelfall überprüft werden. Butter hingegen übernimmt einfach die mangelnde „Definition“ seines amerikanischen Kollegen Barkun.

    Nun arbeite ich im sprachwissenschaftlichen Sektor. Andere aber arbeiten beispielsweise im neurologischen, literaturwissenschaftlichen, biologischen oder im geschichtswissenschaftlichen Bereich. Wenn also dort jemand eine Theorie aufstellt, die er durch eine gewisse Anzahl an Quellen, Verweisen und seinen eigenen Gedankengängen dazu versucht zu bekräftigen, dann ist es ein völlig unwissenschaftliches und unfaires Gebaren, dass irgendwer daher kommt und beispielsweise schreit: Verschwörungstheoretiker.
    Hier sind wir auch beim Kern meiner Kritik angelangt: Denn, warum darf man das nicht einfach tun? In gewisser Hinsicht kann man ja sogar sagen, dass man dies dürfte, aber nur unter der Prämisse, dass der Begriff Verschwörungstheoretiker nicht begrifflich so gefärbt wäre, wie er es heute nun einmal de facto ist, sondern, dass der Begriff wirklich in seiner etymologischen Bedeutung verwendet werden würde. Denn würde man diesen Begriff einmal völlig – und damit meine ich völlig – wertfrei betrachten, würde der Begriff nur aussagen: Jemand hat eine Theorie aufgestellt, welche besagt, dass es sich bei dieser Theorie, diesem Themenkomplex darum handelt, dass die darin enthaltenen Protagonisten, die bekannt oder zum Teil auch unbekannt sein können, sich zu einem Ziel, welches sie erreichen zu gedenken, zusammenraffen, sich also verschwören, um das Ziel zu erreichen. Das tun Bankräuber, Geldwäscher usf. auch, womit sie per Definition als Verschwörer einzustufen sind! Da hilft es nichts, wenn man sagt, dass dies aber nicht üblich sei. Denn man müsste es nun einmal strenggenommen tun. Daran führt kein Weg vorbei, will man sauber begrifflich arbeiten. Demnach handelt es sich also, sobald über solche Banden ermittelt wird, im Grunde um eine Theorie zu einer vermeintlichen Verschwörung, also um eine Verschwörungstheorie. Ob es sich letztlich bestätigt, dass sich eine Anzahl von Menschen zu einer Verschwörung zusammengerafft hat oder nicht, ist ein anderer Aspekt. Und ob das Ziel einer Verschwörung ein moralisch einwandfreies ist oder nicht, sei hier des Weitern einmal ganz als nebensächlich zu betrachten. Wenn nun jemand eine Theorie zu wirtschaftlichen Fragen aufstellt, ist er eben ein Wirtschaftstheoretiker. Wenn jemand eine Theorie zu einem Sachverhalt veröffentlicht, von dem er meint, es sei darin eine „Verschwörung“ zu erkennen, dann ist er eben – ganz wertfrei – ein Verschwörungstheoretiker, auch wenn der Begriff an sich in meinen Augen dann immer noch sehr unglücklich gewählt wäre. Leider aber ist der Begriff Verschwörungstheoretiker nun einmal faktisch von Beginn an negativ ausgelegt worden und zwar mit einem unausgesprochenen, aber inhärenten Verweis auf: Lügner, Schwachsinniger, Pseudowissenschaftler etc. Das heißt, der Begriff enthält eine gewisse Spanne an ganz anderen wertenden Begrifflichkeiten, die dem eigentlichen Wortbild des ursprünglichen Begriffes überhaupt nicht mehr entsprechen.

    Heute muss daher zwingend erst einmal differenziert werden, was man unter Verschwörung zu verstehen hat. Das versucht Butter zwar, aber leider unzureichend. Er nennt die Begriffe „Systemverschwörungstheorien“ (CIA etc.) und „Ereignisverschwörungstheorien“ (damit meint er Staatsstreiche, den Kennedy-Mord oder die Mondlandung etc.). Das hilft jedoch nicht, seine Arbeit nicht als lückenhaft zu bewerten, da er auch hier keine annährend präzisen Abgrenzungen vornimmt. Er übernimmt von Barkun die Annahme, dass über das Vorhandensein einer Gruppe hinaus drei Grundannahmen konstitutiv für Verschwörungstheorien seien: 1. Nichts geschieht durch Zufall. 2. Nichts ist so, wie es scheint. 3. Alles ist miteinander verbunden.

    In meinen Augen ist dies eine unzureichende Charakterisierung. Denn bei den uns allen bekannten Themen, die heute unter dem Begriff Verschwörungstheorie herumgeistern, finden sich m e h r e r e gänzlich voneinander zu unterscheidende Ebenen, die regelmäßig vermischt werden. Einerseits finden wir da völlig abstruse Theorien, die durchaus einen psychotischen oder größenwahnsinnigen Hintergrund haben könnten, wie beispielsweise, dass Reptiloiden die Erde beherrschen, dass die Erde hohl oder flach sei usw. Dass die Reptiloiden die Erde beherrschen ist sicherlich als schwachsinnig einzustufen, a b e r: Wie will man das widerlegen? Es müssen also die Hintergründe, wie so eine Idee in die Köpfe gelangen kann, untersucht werden. Hier den Begriff Verschwörungstheorie anzusetzen, ist daher eigentlich erst einmal grundverkehrt, a u ß e r man bezieht sich auf die Tatsache, dass eine Gruppe versucht, diese „Fakten“ (die ja nun keine sind) geheimzuhalten. Dann erst wäre es eine Verschwörungstheorie. Ansonsten aber wäre es angebracht, „Flache-Erde-Theorie“ oder „Reptilientheorie“ usf. zu sagen, denn es kann ja durchaus rein theoretisch der Fall sein, dass jemand ganz neuartige, bislang unbeachtete Beweise oder Hinweise dazu vorbringen könnte. Kann er das nicht, ist seine Theorie entweder durch eine vernünftigere, naheliegendere zu ersetzen, ganz nach Ockham, oder sie kann widerlegt und damit getrost als irrelevant betrachtet werden.

    Das zweite sind andere offensichtliche Lügen, die ersonnen werden, beispielsweise das Leugnen des Holocaust. Auch hier ist es aber sachlich erst einmal falsch, von Verschwörungstheorie zu sprechen, a u ß e r eben, man bezieht sich wieder darauf, dass eine Gruppe von Menschen (oder Reptiloiden^^) dies geheimhalten möchte. Auch hier sind vernünftigere Theorien zu bevorzugen.

    Das dritte aber sind wissenschaftliche Theorien, zu gewissen politisch-wirtschaftlichen Themenkomplexen wie Kriegen, Regime-Changes etc. Darunter zählen für mich beispielsweise die Arbeiten Daniele Gansers und anderer Forscher. Diese werden aber gegenwärtig kaum einmal sachlich beleuchtet oder durch „bessere“ Theorien ersetzt, sondern diesen Menschen wird einerseits einfach der Begriff „Verschwörungstheoretiker“ aufgesetzt, andererseits werden ihre Fragestellungen oft gar nicht richtiggehend untersucht oder widerlegt. Da sie nun aber berechtigte Theorien darstellen, die bislang meiner Kenntnis nach sachlich noch nicht sauber widerlegt worden sind, sollte von einer Verwendung eines Begriffes wie „Verschwörungstheorie“ in solchen Fällen unbedingt abgesehen werden, allein aus Achtung vor dem Kollegen.

    Wissenschaftlich betrachtet ist es also aber absolut unhaltbar, diese Ebenen undifferenziert in einen Topf zu werfen, den man mit dem Etikett „Verschwörungstheorie“ beschriftet, denn man vermischt völlig verschiedene Gebiete miteinander und man diskreditiert so die Arbeit von ernsthaften Wissenschaftlern. Eine wissenschaftliche Theorie muss, will man sie widerlegen, vielleicht weil sie einem nicht gefällt oder weil sie dem eigenen Weltbild nicht entspricht oder aber weil man Beobachtungen und Ergebnisse durch eigene Bemühungen erzielt hat, welche andere Schlüsse zulassen, s a c h l i c h untersucht werden. Das sollte jeder Forscher wissen und auch so umsetzen und das wird üblicherweise auch getan. Allerdings wird dies heute in vielen Bereichen der sich Wissenschaftler nennenden Gemeinde nicht mehr ausreichend praktiziert, und das ist mehr als nur tragisch und schade.

    Ich wollte damit einmal kurz aufzeigen, dass wir heute eben in einer Zeit leben, in der viel zu viele Menschen mit Begriffen um sich schmeißen, von deren eigentlicher Bedeutung sie de facto keinerlei – oder aber kaum – Kenntnis besitzen. Ein Beispiel ist auch der dem Begriff „Verschwörungstheoretiker“ ebenbürtige Schlagbegriff „Antisemit“. Dieser Begriff wird heute – und das ist als grob fahrlässig zu werten! – von beinahe allen Leitmedien, von Politikern (siehe Kramp-Karrenbauer) und anderen Menschen, völlig falsch angewendet und damit – bewusst oder unbewusst – vollkommen verwischt! Denn der Begriff wird heute von solchen Leuten nur auf unsere jüdischen Mitbürger bezogen. Wird heute Antisemit gesagt, meint man eigentlich etwas ganz anderes, nämlich Antijüdisch. Die Semiten sind eine Sprachgemeinschaft und zu dieser gehören auch unsere arabischen Freunde. Wenn nun also beispielsweise irgendwelche radikal-konservativen arabischen Islamisten gegen irgendwelche jüdischen Menschen ihre – freilich absolut zu verurteilenden! – Taten begehen, kann/darf also niemals von Antisemitismus gesprochen werden, was aber alle Welt tut! Dies ist verantwortungslos und zeugt von der vorherrschenden Oberflächlichkeit im Lande, auch unter einigen Wissenschaftlern. Es werden hier regelmäßig Äpfel mit Birnen vertauscht. Und wer nun ankäme und mir vorwerfen wollte, dass ich hier auf Begriffen herumreite, der sollte sich einmal überlegen, was mit falsch angewandten Begriffen – wie eben auch „Verschwörungstheoretiker“ einer ist – so angerichtet wird. Orwell nannte solcherlei Dinge Neusprech; und genau das ist es im Grunde auch. Die Sprache wird verwischt, wird unscharf gemacht, Bedeutungen werden verfälscht, sodass eine sachliche Diskussion zu einem Themenkomplex oftmals gar nicht mehr stattfinden kann, weil man eigentlich vorher immer erst einmal eine saubere Begriffsabgrenzung vornehmen müsste, die man aber getrost unterlässt. Es ist also kein Wunder, dass in unserer Gesellschaft oftmals nur noch Schlagbegriffe verwendet werden, und das selbst von sich Wissenschaftler nennenden Menschen. Diese Begriffe sind kurz, schmerzhaft und sie sitzen. Sie haben aber meist mit der „Wahrheit“, oder sagen wir besser, sie haben mit einem wissenschaftlichen Fundament, einer Arbeitsgrundlage zu einem komplexen Themengebiet nichts gemein!

    Herr Butter schließt sich dieser Gemeinde, welche Begriffe verschwommen nutzt, in meinen Augen leider an. Denn auf eine wirklich saubere Abgrenzung der Themenkomplexe verzichtet er. Er beantwortet nicht die Frage, was in seinen Augen eine Meinung, welche einer anderen konträr gegenübersteht, sogleich zu einer Verschwörungstheorie macht. Er geht nicht darauf ein, mit welchem Recht eine Meinung, die öfter publiziert wird, die richtige und einzig wahre sei, im Gegensatz zu der Meinung anderer Forscher, die mit anderen Fragestellungen eben zu anderen Ergebnissen gelangen. Ohne eine detaillierte Auseinandersetzung mit allen verfügbaren Fakten, kann niemand wissen, welche Theorie wahr oder falsch ist. Nur weil eine Theorie öfter rezensiert oder postuliert wird als eine andere, ist noch lange nicht entschieden, dass diese Theorie richtig ist. Butter übernimmt stattdessen lieber die unzureichenden Postulate von Forschern wie Michael Barkun und Geoffrey Cubitt, ganz ohne deren Aussagen kritisch zu hinterfragen. Er geht ganz unkritisch mit den Aussagen dieser Menschen konform und übernimmt deren Definitionsversuche, um diese schnellstmöglich anhand seiner Zielgruppe, den „Verschwörungstheoretikern“, zu bekräftigen.

    Zudem nimmt Butter sich die – man muss es leider so benennen – Dreistigkeit heraus, zu meinen, dass er für die große Mehrheit von Wissenschaftlern spricht, die sagt, dass Verschwörungstheorien immer falsch seien. Auf welche Theorien aber bezieht er sich da konkret? Mit welcher Begründung wird welche Theorie als Verschwörungstheorie bezeichnet? Hat sich diese „Mehrheit der Wissenschaftler“ denn vorher darüber öffentlich verständigt, welche Theorien hier konkret gemeint sind? Gibt es dazu Studien oder öffentliche Protokolle? Und welche konkreten Punkte in den jeweiligen Theorien sind falsch? Wo wurden sie widerlegt oder durch bessere Theorien ersetzt, wo sind die Veröffentlichungen dazu? Kann es sein, dass Butters Aussage einfach zu plump ist? Ich denke viele Forscher, mich eingenommen, möchten eine solch undifferenzierte Sichtweise keineswegs teilen! Butter verbreitet hier tatsächlich eine Verschwörungstheorie im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Mehrheit der Wissenschaftler scheint sich seiner Aussage nach gegen jene Menschen, denen man den immer noch nicht zureichend abgegrenzten Begriff „Verschwörungstheorie“ aufprägt, ja förmlich verschworen zu haben. Das ist leider unwissenschaftlich und nicht tragbar. Ich möchte den Lesern aufzeigen, dass solch ein Vorgehen von ernsthaft arbeitenden Forschern in der Regel sicherlich nicht für richtig gehalten wird, wobei ich freilich nicht für „alle“ sprechen kann. Denn die Ausgangsbasis, das zeigte ich eben auf, ist eine völlig unzureichende, da der Begriff „Verschwörung“ nicht differenziert genug bearbeitet wurde.

    Das Buch von Herrn Butter ist vom Stil her grundsätzlich ganz gut geschrieben und damit auch gut lesbar. Es ist übersichtlich gegliedert und enthält sowohl ein ordentliches Sach- als auch ein Personenregister. Auch ist es sicherlich in gewisser Hinsicht wertvoll, zumindest bezogen auf die historische Entwicklung dieses Begriffs, aber auch bezogen auf die vorherrschende Oberflächlichkeit in Teilen der wissenschaftlichen Gemeinde. Alles in allem ist es das vorliegende Buch in meinen Augen eine unzureichende Arbeit, in der viele grundlegende Punkte nicht oder nur unzureichend beleuchtet worden sind. Daher vergebe ich nur einen Stern.

  2. Wanneer een klant is dankbaar. Lees haar getuigenis…..
    Am Shole Kakhaz, ik wil mijn prachtige getuigenis over hoe ik terug mijn man van mijn leven terug te delen, wil ik de mensen in de wereld te vertellen is er een echte spreuk Caster online en is krachtig en echt, zijn naam is Dr Akobe Okakagbe spell Caster , Hielp hij me onlangs om mijn relatie met mijn man die me gedumpt herenigen, toen ik contact opgenomen met Dr Akobe Okakagbe hij wierp een liefde spreuk voor mij en mijn man die zei dat hij niet iets te maken met mij weer belde me en begon me te bedelen. Voor iedereen die het lezen van dit artikel en heeft hulp nodig Dr Akobe Okakagbe kan bieden ook alle vormen van hulp, zoals hereniging van het huwelijk en de relatie, het genezen van alle soorten ziekten, rechtszaken, zwangerschap spreuk, we zijn nu heel erg blij met ons zelf. Akobe Okakagbe maken hem om te beseffen hoe veel we liefhebben en hebben elkaar nodig. Deze man is voor echt en voor goed. Hij kan u ook helpen om uw verbroken relatie vast te stellen. Ik had mijn man terug! Het was als een wonder! H huwelijk counseling, en we doen heel, heel goed, in ons liefdesleven. contact: (akobemagicspell@gmail.com) of whatsAPP +14196898577

  3. Jetzt wird mir so einiges klar!
    Immer wenn ich Service Leiste, bei einer Fernwartung helfe oder nach einer Beratung eine Rechnung schreibe, werden die Menschen komisch.
    O-Ton: wie können Sie nur Geld verlangen? Sie haben doch nur gearbeitet, beraten oder Ähnliches.

    Klar, jetzt weiß ich was zu tun ist. Und darüber sollte Herr Dr. Ganser auch mal nachdenken.

    Für seine Arbeit verlangt man kein Geld!
    Für Geld verlangt man Geld!

    Sollte ich mal die Gelegenheit haben, einen Vortrag von Herrn Dr. Ganser zu besuchen erwarte ich freien Eintritt. Herr Dr. Ganser ist Friedensaktivist und somit in der Verpflichtung zu verhungern.
    Er hätte ja „Bänkster oder Politiker“ werden können.
    Übrigens: Als Politiker hätte er einen „ehrlicheren und besseren Doktor-Titel“ erhalten.
    Karl-Theodor zu Guttenberg und Annette Schavan haben es vorgemacht.

    Ich bin aber auch naiv.

  4. Leiber Herr Lenz, Sie schreiben mir aus der Seele… Ich hatte kürzlich das Vergnügen mit Daniele Ganser persönlich zu korrespondieren. Ein wunderbarer, authentischer Mensch von denen wir noch mehr bräuchten. Aber ich denke, da draussen sind auch noch viel mehr davon und das stimmt mich positiv. Danke Ihnen für diesen wunderbaren Beitrag! Übrigens auch Dank an Ken und das ganze Team von KenFM für die vielen tollen Beiträge!

  5. Eigentlich ist es erstaunlich, dass ein Mensch nach Absolvierung unserer Kaderschmieden und Mitarbeit bei „Avenir Suisse“ (schweiz. Arbeitgeber Think Tank) zum Schluss kommt, dass da etwas faul ist im Staate Dänemark (und anderswo). Damit macht man sich natürlich nicht überall beliebt.

    Vor 2000 Jahren gab es auch einen Menschen, der den Tempel aufräumen wollte. Die Tempelhüter zeigten damals ebenso wenig Verständnis wie heute. Immerhin hat sich jener in den topten der Weltliteratur verewigt und wird auch bei uns immer noch verehrt und als Vorbild empfohlen.

    Bewusstseinserweiterung tut weh, aber wie können wir vom Himmel wissen, ohne die Hölle zu kennen?

    Seien wir also dankbar, dass etwas faul ist im Staate, wie sonst könnten wir aus unserem Traum im Schlaraffenland erwachen? Und seien wir auch all den Menschen dankbar, die sich trotz Schmerzen entscheiden, ihr Bewusstsein zu erweitern.

  6. Daniele Ganser hätte ein äußerst bequemes Leben führen können. Sein Weg ist der Weg der Aufklärung, nicht als Ideologie-Spiel (im Sinne: Ich kenne die Wahrheit), sondern fordert die Menschen zum eigenen Nachdenken und Mitfühlen auf.

    Beispiel: Was wäre, wenn Russland sich ähnlich wie die sogenannte westliche Allianz verhalten würde? Hätten wir dann eine bessere Welt?

    Wenn wir allein dieser Frage nachgdehen würden, kämen wir zur Einsicht bzw. zur Erkenntnis, dass es keine geschlossene Systeme gibt, sondern in geheimnisvoller Weise gegenseitig beeinflussen. Das geschieht im guten wie auch im schlechten Sinne. Gut ist, dass wir unsere individuelle Verantwortung erleben im Gesamtzusammenhang, wie wir uns positionieren. Schlecht ist, wenn die eigene Selbstreflexion nicht statt findet. Dieser Prozess ist ein schmerzlicher Weg und verlangt nicht nach der schnellen Lösung … sondern fordert zum Zuhören Verstehen auf.

    An dieser Stelle ist Rüdiger Lenz tätig, mit klaren Worten werden komplexe Zusammenhänge zwischen ICH und WELT geschildert. Kein einfaches Unterfangen.

    Neue Wege zu gehen, d.h. Wege gemeinsam mit der Öffenlichkeit, sind voller Abenteuer und Ungewissheiten. Wir brauchen Wortführer ohne sie gleich heilig zu sprechen oder sie zu dämonisieren. Sie sind Kristallisationspunkte des eigenen persönlichen Aufwachprozesses.

    9/11 ist nicht der Anfang der Menscheitsgeschichte, aber das Tor einer größeren Dimension. Es verlangt nach Aufklärung von aufeinander wirkenden Kräften, die dieses Drama möglich gemacht haben. Wie sieht es mit unserem Rechtssystem aus? Wirtschafts- und Finanzfragen, die allmacht Phantasien haben und in fremden Gewässern fischen. Die Wissenschaft als gekaperte Beute? Die Medien als Erfüllungsgehilfen einer Macht? Wie sieht es mit unserem Mitgefühl aus? Welche politischen Verwerfungen führen zu Sprachverboten? Brauchen wir eine starke unabhängige Zivilgesellschaft? Wie kann diese aussehen? 1000 Fragen, die einen schnell überfordern können. Durch 9/11 ist die bisherige „Kinderwelt“ zerstört … „Papa und Mama“ werden es nicht mehr richten können.

    • “ 9/11 ist nicht der Anfang der Menscheitsgeschichte, aber das Tor einer größeren Dimension. “

      Solche Tore gab es immer,
      Philip M. Taylor, ‚Munitions of the Mind, A History of Propaganda from the Ancient World to the Present Day‘, 1995, Manchester
      Die ‚Spiele‘ im alten Rom gehörten dazu, um die Römer zu zeigen wie gefährlich die Barbaren waren.

  7. Danke Rüdiger Lenz,
    Fragen wie: „Was können wir wissen?“ oder „Wie kommen wir zu sicherem Wissen?“ sind so universell wie die Mathematik. Ohne die Klärung solcher Fragen kann man eigentlich keine Wissenschaft betreiben; aber wie uns derzeit vor Augen geführt wird, setzen sich Politiker und die Medien völlig ignorant darüber hinweg. Etwas Gutes kann dabei gar nicht herauskommen.
    Und Poppers Erkenntnistheorie wegen seiner politischen Haltung zu verunglimpfen? müssen wir jetzt etwa auch der Frage nachgehen, zu welcher Glaubensgemeinschaft Adam Riese gehörte?
    Daniele Ganser ist ganz Wissenschaftler, aber auch ein engagierter Friedensfreund. Mit seinem Namen verbinde ich den Satz: „Das Leben ist heilig!“ Was er mit heilig meint? Ich denke, er will sagen, dass dieser Satz auf dem Boden eines universellen Humanismus gar nicht hinterfragbar ist

    • Poppers Denken ist eine entscheidende Grundlage bei der Durchsetzung des Neoliberalismus .
      Der Relativismus, bei dem das Volk zurückbleibt, weil es seiner Wurzeln beraubt ist und die Konstrukteure des Neuen Menschen, der „Weltgesellschaft“, profitieren, weil sie tabula rasa haben, auf der sie ihre Ideologie durchsetzen können .

    • wasserader, auf so einen kruden Krempel, wie Du ihn von Dir gibst, muss man erst einmal kommen. Poppers Denken sei Neoliberalismus. Poppers Relativismus ist ein kritischer Realismus. Du hast ja keine Ahnung von Popper.

  8. Überall „Verschwörungstheoretiker“….daher möglichst kurz und logisch gefragt:
    Der „Verschwörungstheoretiker“ setzt sich zusammen aus der Begriffs-Paarung von „Verschwörung“ und „Theoretiker“. Richtig? Ist der „Theoretiker“ ein per se ein auf Wahrheitsgehalt anzweifelbarer Begriff? Wohl kaum. Sonst müsste auch z.B. jeder andere ‚Theoretiker‘, z.B. der ‚theoretische Physiker‘, sofort in die diskriminierende Anzweiflung verbracht werden.
    Die „Verschwörung“ als solche dürfte wohl ebenso nicht als jenseits des Diskussionsfähigen angesiedelt werden können. Jedenfalls dann nicht, wenn man Verschwörungen…und das sind letztlich alle im geheimen getroffen Abreden und Vereinbarungen, die in ein öffentliches (und somit ‚politisches‘) Wirkungsfeld eingebracht werden… als Realität anerkennt.
    Somit gibt es, nur aus dem Faktischen abgeleitet, die ‚politische Verschwörung‘.
    Und in welcher Beziehung zu diesem F a k t i s c h e n ist dann der „Verschwörungstheoretiker“ gemeint….??
    Unterstellt man ihm, dass er seine „Theorien“ einem ‚Nichtexistenten‘ angedeihen lässt (wobei man selbst voraussetzend die Verschwörung als solche als absolute Unmöglichkeit definiert) …und er und seine Zuhörer somit nur ‚Spinner“ sein können,…oder kann der „Verschwörungstheoretiker“ so verstanden werden, dass dieser den real stattfindenden Verschwörungen seine theoretische Aufmerksamkeit widmet? …??

    Eine solche Begriffsklärung erscheint mir dringend ‚angesagt’….und ich persönlich fühle mich der letzteren Variante verpflichtet….und empfinde daher den „Verschwörungstheoretiker“ weder als beleidigend noch als diskriminierend. (Aber das muss jeder für sich entscheiden)

  9. «Er [Der vorhergehende Satz] beschreibt, was wohl sehr viele Friedensaktivisten gerade von selbigen, also von anderen Friedensaktivisten so um die Ohren gehauen bekommen. Gerade schlagen viel auf den renommierten Historiker Daniele Ganser ein. Die wissenschaftliche Szene um Daniele Ganser herum, sowie einige Friedensaktivisten»

    Wer sind die genannten Friedensaktivisten?
    Sie sollten schon genannt werden Herr Lenz!

    • Ich, zum Beispiel.
      Ich will eine Welt des Friedens, der Menschheitsfamilie. Und für meine Kinder.
      Danke Herr Lenz.
      Daniele mach weiter!!! Wir wollen keine Propaganda und Chaos in der Welt.
      Danke Putin, appelliere auch an den gesunden Menschenverstand.
      Wir sollten uns mal alle wieder entspannen und aufeinander zugehen, als übereinander zu hetzen und herzufallen!!!!

    • Ja genau. Zurücklehnen und entspannt darüber selbst nachdenken. Über alles, über sich und warum man selbst eine Meinung für andere vertreten muß, statt einfach man selbst zu sein. Und das ist so manchen sogenannten (oder besser meist „als diese öffentlich ernannten“) Friedensaktivisten ein Angriff auf die Persönlichkeit, die sich doch leider in der heutigen Welt einer Meinung, einem Weltbild, einer Deutung, einer Wissenschaft unterordnet, statt seines selbst Erkenntnis und Wissen mit einzubringen und – Das Bring den Frieden – es auch zu praktizieren, statt nach untergeordneter Allgemeinparadigma mitzumachen. So würde auch niemand mehr in den Krieg ziehen, weil niemand (ausser die paar die uns dazu hetzen) sich angesprochen fühlen würde, jemanden Fremden umzubringen…
      Von daher, die Krieg geschieht in den Medien. Oder wird genau von denen – leider auch mit erheblichen „Kollateralschaden“ verursachenden realen Konflikten geschürt. Und die beste Waffe, die der Mensch gegen den Krieg hat, ist sie nicht zu benutzen. Das Wissen darüber bringt den Frieden. Und glücklicherweise sehe ich den allgemeinen Trend, dass es viele Menschen ähnlich sehen. Vielleicht wird ja in den Medien/Politik deshalb noch schärfer mit den Säbeln gewetzt, in der Hoffnung, um uns dann doch irgendwann aus Angst die Waffe ergreifen zu lassen – und sei es aus „Selbstverteidigung“. Weil klar ist. Gesellschaftliches Hauptparadigma ist Geld (besser: Besitz). Geld steht zZ vor einer unlösbaren Krise, was per Gesetzmässigkeit eskalieren muss. Damit sich aber die Positionen der Einzelpersonen nicht verändern, werden Vorkehrungen getroffen. Das ist schon seit Jahrhunderten so. Nur Köpfe lenken Handlungen.

  10. Ich denke die Anfeindungen die Herr Ganser, Herr Jebsen und andere erfahren, haben einfach mit dem Standardprozedere zu tun, wenn man mit den Herrschaftsstrukturen im Widerspruch steht. Dazu ein aktueller Artikel der NachDenkSeiten:

    11. April 2018 um 8:46 Uhr | Verantwortlich: Redaktion
    Was Sie schon immer mal über VerXXXXXungen wissen wollten

    Verschwörungspraxen, Verschwörungstheorien und Verschwörungsideologien – Wolf Wetzel wirft für die NachDenkSeiten einen spannenden zweitteiligen Blick auf „Verschwörungen“ und verbindet dies mit dem „NSU-VS-Komplex“, dem skandalösen Dickicht aus Verfassungsschutz, Ermittlungsbehörden und Politik im Umfeld der rechtsextremen NSU-Morde.
    (…)
    Verschwörungstheorien

    Verschwörungen sind zuallererst keine Phantasien, sondern die notwendige Organisationsform für Handlungen, deren Ankündigung und offene Durchführung ein solches Vorhaben verhindern könnte und/oder strafrechtliche Verfolgung nach sich ziehen würde. Sie werden also notwendigerweise konspirativ geplant und gegenüber Außenstehenden abgeschottet. Der Kreis der Eingeweihten ist nicht beliebig, sondern auf das Notwendigste eingegrenzt. Zum Schutz des Vorhabens vermeidet man Spuren und belastende Indizien. Da die Eingeweihten in aller Regel die Existenz dieser Organisation/Operation und ihre Teilnahme daran leugnen werden, ist ihre Aufdeckung alles andere als leicht. Wenn wir hier über Verschwörungen reden, dann nicht über Kinderbanden, sondern über Verschwörungen, die auf die herrschenden Machtverhältnisse Einfluss nehmen beziehungsweise diese absichern wollen und können.

    Dass diejenigen, die Verschwörungen organisieren, auf eine jahrezehntelang Praxis zurückgreifen können und – wenn nötig – einen schwindlig reden können, hat der US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld vorgemacht:

    „Es gibt bekanntes Bekanntes; es gibt Dinge, von denen wir wissen, dass wir sie wissen. Wir wissen auch, dass es bekannte Unbekannte gibt: Das heißt, wir wissen, es gibt Dinge, die wir nicht wissen. Aber es gibt auch unbekannte Unbekannte – Dinge also, von denen wir nicht wissen, dass wir sie nicht wissen.“ (zeit.de vom 17. Juni 2013)

    Eine Theorie über Verschwörungen zu entwickeln, bedeutet also, als sich Begriffe und Merkmale zu erarbeiten, die eine Verschwörung definieren helfen. Dazu braucht man keine Phantasie, sondern Akribie, die noch vorhandenen „Beweismittel“ zusammenzutragen, um sie wie ein Puzzle aneinanderzulegen. Zwischen einer Verschwörung und ihrer (offiziellen) Aufdeckung liegt demzufolge kein Niemandsland, sondern die Theorie.
    (…)
    In der Organisationssoziologie spricht man in diesem Zusammenhang von „brauchbarer Illegalität“.
    Wenn man von diesen Realitäten ausgeht, sind Verschwörungen – ohne jede Blutdruckerhöhung – durch eine spezifische Form der (konspirativen, nach außen hin abgeschotteten) Organisationsstruktur gekennzeichnet.
    (…)
    Dass bei diesen Vertuschungen nicht alles „Zufall“ war, belegt unter anderem ein CIA-Dokument aus dem Jahr 1967, das zehn Jahre später freigegeben wurde. Es hat den Betreff: Countering criticism of Warren report. Es führt aus, dass die Zweifel an der juristischen und politischen Aufklärung massiv seien, die Öffentlichkeit aufbringen, die Glaubwürdigkeit der Regierung und des Justizsystems erschüttern, bis hin zu den Geheimdiensten, die darin involviert sind. Um dem zu begegnen, schlägt der CIA folgendes vor: „The aim of this dispatch is to provide material for countering and discrediting the claims of the conspiracy theorists.“ (Das Ziel dieser Depesche ist es, Material zur Entgegnung und zur Diskreditierung der Ziele von Verschwörungstheorien zur Verfügung zu stellen.

    Zweierlei ist an diesem Dokument wichtig: Zum einen werden Zweifel, substantielle Widersprüche zu „Verschwörungstheorien“ zusammengestaucht. Zum anderen belegt dieses Dokument, dass man zur Bekämpfung der Kritiker gezielte Diskreditierungen eingesetzt hat, indem man die Personen unglaubwürdig zu machen versucht, um damit den Inhalt zu treffen.

    Man kann auch ein gutes Stück weitergehen: Wer vor „Verschwörungstheorien“ wie vor einer Geisteskrankheit warnt, tarnt vor allem seine eigenen kriminellen Handlungen und Ziele, indem die Aufdeckung genau solcher Praktiken auf jede nur erdenkliche Weise diskreditiert werden soll.
    (…)
    Verschwörungsideologien

    Bevor ich auf die Wirklichkeit von Verschwörungen und dem Versuch, sie in einer Theorie abzubilden, zurückkomme, möchte ich das Paket „Verschwörungstheorien“ aufschnüren. Unbestreitbar gibt es schlechte Verschwörungstheorien, denen die Aufdeckung von verdeckten Strukturen nicht gelingt.

    Etwas ganz anderes sind Verschwörungsideologien. Ideologien, verstanden als „notwendig falsches Bewusstsein“. In diesen geht es nicht darum, die Wirklichkeit abzubilden, sondern diese zu verschleiern, indem Projektionen und Verblendungen für Wesens- beziehungsweise Strukturmerkmale ausgegeben werden.

    Die sicherlich bekannteste Verschwörungsideologie mit der historisch wohl längsten Tradition ist die über eine antisemitische Verschwörung. Da sie Wirklichkeitspartikel und vor allem aktuelle Herrschaftsinteressen aufnehmen muss, gibt es diese in den verschiedensten historischen Ausformungen: Sei es der religiöse/christliche Antijudaismus, der den „Judas“ als Verräter und den „Geldjuden“ für alles Übel verantwortlich macht. Bis hin zu der im deutschen Faschismus entwickelten Ideologie von der „jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung“, die die Neurechten des Jetztzeitalters an die „Wall Street“ transzendieren.
    (…)
    Es handelt sich um eine erfundene soziale Realität, um einen imaginierten Feind, der die wahren Herrschaftsverhältnisse auf den Kopf stellt und zugleich verteidigt – indem man in „die Juden“ all das hineinprojiziert, was der Kapitalismus an Elend und Ausbeutung produziert.
    (…)
    Semantische Umpolung

    Das Wort „Verschwörungstheorie“ ist in seinem Gebrauch die Vernichtung seines eigentlichen Wortsinnes: Es transferiert etwas ins Reich weitschweifiger Phantasien und haltloser Spinnereien, was nichts weiter ist als eine notwendige Annäherung an Formen der Konspiration. Faktisch kontaminiert dieser umgedrehte Begriff den Aufdecker, den Untersuchenden und schützt das verdeckt Vorhandene durch ihre offizielle Leugnung.

    Der Wortgebrauch frisst den Wortsinn auf. Mit weniger Sprachphilosophie kann man das so erklären: In dieser Logik wäre auch die Wirtschaftstheorie eine Verschwörungstheorie, vor allem dann, wenn sie feststellt, dass das Wirtschaftsleben nicht von Gleichen, sondern von Klassen- und Interessengegensätzen geprägt ist. Das Kapital von Karl Marx, eine der berühmtesten Verschwörungstheorien … Man sollte nicht zu früh über diesen Vergleich lachen. Die Nutznießer und Anteilseigner von Verschwörungen sind die lautesten Mahner vor Verschwörungstheorien.
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=43400

  11. Lieber Rüdiger Lenz,
    ich danke Ihnen für diesen aufschlussreichen Artikel – und ja, ich muss sagen, dass ich den Ausdruck „Verschwörungstheoretiker“ in Bezug auf Daniele Ganser insofern abwegig finde, als er ja gerade KEINE wie auch immer geartete Theorie anbietet, sondern uns zum SELBER-DENKEN herausfordert.
    Ein überaus beängstigendes Ansinnen für Leute, die um keinen Preis vom allein selig machenden Glauben abzuweichen wagen, dass Osama bin Laden aus seiner Höhle in Afghanistan per Handy (oder Telepathie?) 19 selbstmörderische Studenten in riesigen Boeings nahezu simultan in die Twin Towers und ins Pentagon dirigiert hat… woraufhin dann auch WTC 7 ein paar Stunden später (aus Solidarität?) in sich zusammensackte.
    Ich muss allerdings beschämt zugeben, dass ich selbst an diesem einfältigen Märchen zunächst gar keine Zweifel hatte: Den verblüffenden Zusammenbruch der Zwillingstürme erklärte ich mir plausibel mit explodierenden Gasleitungen. Bis ich erfuhr, dass keines der WTC-Gebäude überhaupt Gasleitungen hatte… Da führte dann eine Frage zur nächsten, denn wie heißt es doch im Lied der Sesamstraße: „Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm“…
    Andererseits verläuft eine Uni-Karriere erfreulich geradlinig, wenn man sich allzu intelligente Fragen (und jegliches kritische Nachdenken) rigoros verkneift und stattdessen lieber, wie beispielsweise Prof. Dr. Michael Butter, ein opus magnum mit dem ironisch gemeinten Titel „Nichts ist, wie es scheint: Über Verschwörungstheorien“ vorlegt.
    „Michael Butter, geboren 1977, lehrt Amerikanische Literatur- und Kulturgeschichte an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Er leitet ein europäisches Forschungsprojekt zu Verschwörungstheorien und ist in den Medien regelmäßig als Experte zum Thema präsent“, schreibt die Suhrkamp-Werbeabteilung stolz auf der Verlags-Website. Ach so. Na, dann ist ja alles in… nee, sorry. Albernes Wortspiel!

    • Dieser Prof. Dr. Butter sollte sich schämen. Wenn dem Experten für „Verschwörungstheorien“ die grundlegenden Details entgehen wie z.B.:
      -„Verschwörungstheorie ist ein Kampfbegriff des CIA, seit 1967 systematisch aufgebaut.
      -Es werden damit Tabuzonen abgesteckt, zu denen keine Diskussion, auch und erst recht nicht, mit wissenschaftlichen Mitteln erlaubt sind. Das ist das Problem von Dr. Ganser.
      -Würde der Begriff nur auf echte Verschwörungen angewendet, würde er leicht zum Markenzeichen. Damit dies nicht passiert, wird von denen, die diesen Begriff pflegen, ständig offensichtlicher Unsinn (z.B. flache Erde) dazu gemischt. Damit ist es ein besonders scharfes Schwert. Wer macht sich gerne lächerlich?

      Tja, soviel zu Prof. Butter und da bezweifeln einige die wissenschaftliche Qualifikation von Dr. Ganser!

    • Dr. Butter hat sich bei einem Interview zur Wirkung von Verschwörungstheorien (SZ von 5.12.17) ausführlich zur Persönlichkeit des Verschwörungstheoretikers geäußert ohne den Begriff „Verschwörungstheorie“ zu definieren. Wissenschaft geht anders.

  12. Ich hab mir von meinem Mann Karten für den Vortrag von Daniele Ganser im Mai in Hamburg schenken lassen. Ich freu mich schon auf den Tag. Meinen Mann konnte ich auch für Dr. Ganser begeistern.
    Ich persönlich würde auch noch größere Beträge für den Eintritt bezahlen, denn die Vorträge von Dr. Ganser sind es allemal wert. Seine Bücher habe ich natürlich gelesen.
    Es erstaunt mich nicht, dass so ein hervorragender und unabhängiger Wissenschaftler auf Probleme trifft, schließlich vermittelt er das, was die öffentlichen Medien und viele (wenn nicht die meisten) Universitäten nicht berichten/lehren wollen oder können.
    Während meines eigenen Politikstudiums bin ich schon bei kleinen „abweichenden“ Äußerungen oder kritischen Fragen in den meisten Seminaren mit arroganten Belehrungen abgestraft worden. Und das, obwohl ich gar keine Aussicht auf eine erfolgreiche akademische Karriere hatte – als alleinerziehende Studierende mit Job und Kind war die Zeit für unbezahlte Volontariate (ich wollte Journalistin werden) nicht da.
    Hätte ich einen Professor wie Dr. Ganser gehabt, wären bei mir aber trotz aller widrigen Umstände mit Sicherheit ganz andere Kräfte freigesetzt worden.
    Ich glaube nicht, dass Dr. Daniele Ganser zu bremsen ist. Sein Erfolg ist gerechtfertigt. Zumal es seinen Kritikern offensichtlich an dem mangelt, worüber er verfügt: Hohe Intelligenz, die er für echte Wissenschaft einsetzt, Geist, Herz, Humor und die Fähigkeit zur Vermittlung von Inhalten. Zudem ist er meiner Meinung nach nicht zu kaufen. Wer das behauptet, nur weil Dr. Ganser freiberuflich auf Eintrittsgelder und Erlöse aus seinem Buchverkauf angewiesen ist, übersieht, dass wir alle mehr denn je für unsere Bildung zahlen müssen, obwohl sie schlecht und ungenau und zudem tendenziös ist. Egal, ob man zur Uni geht (wo es heute wie in der Schule zugeht) oder sich die Tagesschau ansieht oder nur eine Zeitung kauft – nie erfährt man Informationen. Immer öfter ist es Propaganda. Wer sich da nicht auskennt, glaubt sich informiert, ist aber geschmiert.

    Deshalb sind Menschen wie Daniele Ganser, Ernst Wolf, Michael Lüders, Willy Wimmer und so viele andere der (noch) freien Informationskanäle so wichtig.
    Ich habe das Glück gehabt, einst per Zufall auf Ken Jebsens KenFM zu treffen. Dieser Mann ist eine fachlich hochqualifizierte Naturgewalt, die die öffentlich rechtlichen beschämt. Und das mit steigendem Erfolg. Er ist ein wunderbar streitbares Geschenk, dass wir Informationslosen bitter nötig haben. Ich bin jederzeit bereit, dafür Geld auszugeben. Zu den GEZ-Gebühren werde ich gezwungen. Für KenFM, Daniele Ganser und all die anderen mir lieb gewordenen Informationsbeschaffer gebe ich das Geld gerne freiwillig und hoffe und wünsche mir, dass sie sich alle mindestens einen regelmäßigen wunderbaren Urlaub leisten können. Gerne auch mehr. Das haben diese „Köpfe des freien Denkens und Publizierens“ sich verdient. Für mich sind KenFM, Rubikon und Co. eine große Bereicherung. Die Zeiten erfordern solche Wissensvermittler. Sie informieren nicht nur, sondern animieren auch zu schauen – und zwar nicht nur in eine Richtung, sondern aufmerksam in jede Richtung. Und sie motivieren dazu aufzustehen, den Hintern vom Sofa zu erheben und mal in die nächste Bibliothek zu gehen, um sich Informationen selbst zu beschaffen oder auch an einer Demo in Ramstein teilzunehmen.

    Wir alle müssen heutzutage viel hinnehmen, um beruflich und privat so leben zu können, dass wir das Privileg haben, uns um Politik zu kümmern. Uns Durchblick zu verschaffen. Es wird immer schwerer. Vor allem für junge Leute. Sie kämpfen um ihren Bachelor und Master in einem schulischen Universitäts-System. Und dann um ihr „Fortkommen“ im Leben. Doch das „Fortkommen“ ist ein Wegkommen vom wirklichen Leben. Universelles Lernen ist kaum noch möglich. Die Anpassung hat die Spitze erreicht. Universität müsste heute Monoversität heißen.
    So gesehen bin ich froh darüber, dass ich trotz meiner verhältnismäßig harten Studienjahre nicht heute studiere. Und ich bin froh, dass es trotz aller Konformität immer noch so viele (äußerst erfolgreiche) „Aussteiger“ gibt, die finanziert werden von denen, die diese geistigen Arbeiter zu schätzen wissen.
    Eigentlich ist es eine Auszeichnung, wenn man derart bekämpft wird wie z.B. Daniele Ganser und gleichzeitig so viel ausrichtet und so sehr geschätzt wird von einem intelligenten, selbstdenkendem Publikum. Das lässt die Widersacher, die, die den Mut nicht haben, authentisch zu sein und auch so zu arbeiten, ganz schön schlapp dastehen.
    Kein Wunder also, wenn es hin und wieder mal einen gehässigen Artikel gibt. Sei’s drum!

  13. Nabend. Mich wundert, dass hier alle auf Linie eingeschworen sind und anscheinend keiner kritische Worte findet. Ganser publiziert in keinerlei wissenschaftlichen Zeitschriften, er kann oder möchte nicht wissenschaftlich arbeiten, er spielt in der seriösen Wissenschaft praktisch keine Rolle. Trotzdem kokettiert er mit dem akademischen Titel und auch in der Szene wird das immer betont. Am Anfang war ich auch geblendet. Wer aber 10 Jahre lang die gleichen Vorträge z.b. über 9/11 hält und immer nur über Fragen Behauptungen aufstellt, als angeblicher Forscher sagt, dass müsste man aber alles noch genauer untersuchen…warum macht er es nicht. Unser Dr. Historiker. Er schöpft auf leichteste weise ab. M.e. glaubt er das alles nicht mal, aber das ist meine persönliche Verschwörungstheorie… 🙂

    • Lieber Atreju,

      die unendliche Geschichte?

      Genau das habe ich befürchtet

      Kennen Sie seine Vorträge?

      Alle Vorträge?

      Hören und Lesen Sie

      Dann könnte man diskutieren und kritisieren

      Claudia Volke aus Dresden

    • Was haben sie befürchtet? Andere Meinungen? Nein, ich kenne nicht alle Vorträge. Wäre auch langweilig, weil sich alles wiederholt. Wie gesagt, schauen sie sich die wtc7 Vorträge seit 10 Jahren an…sehr interessant und geschickt, wie die aufgebaut sind. Er behauptet ja selbst nichts, macht sich unangreifbar. Ach ja: und arbeitet mit Framing. Einfach mal mit offenen Augen anschauen. Oder aufgewacht…

    • Was sind das denn für Argumente? Fast alle Doktoren tragen nicht wirklich etwas zur Wissenschaft bei, ihre Promotion verstaubt in der UB, weitere Bücher Fehlanzeige, Lehraufträge an verschiedenen Unis sowieso nicht. Bei Dr. Ganser ist dies aber eindeutig alles nicht der Fall. Mag sein, dass dies nach ihren Maßstäben nicht gut genug ist. Es ist jedenfalls besser als 99% der restlichen Doktortitel.
      Übrigens bezüglich 9/11 spielt die ganze Wissenschaft keine Rolle. Nicht nur mit der historischen Aufarbeitung erinnert 9/11 an den Reichstagsbrand. Es wird wohl eine Jahrhundert-Hängepartie.

    • Werter Atrju,
      als Historiker stellt Dr. Ganser Fragen zu geschichtlichen Ereignissen und leitet daraus Thesen ab. Meines Wissens sind weder seine Thesen widerlegt, noch seine Fragen unwissenschaftlich. Dass Ihnen sein Stil nicht zusagt, ist lediglich eine Meinung.

  14. Solidarität mit Daniele Ganser, gern jederzeit! Trotzdem ist dieser Artikel nicht so ganz gelungen und etwas umständlich. Wer mobbt denn? Da wären doch Ross und Reiter hilfreich. Mir fällt da nur dieser unsägliche Klaus Lederer ein, der gerade versucht die Linken auf NATO-Kurs zu bringen. Der hat etwas gesagt wie: Es wäre kein Wunder, dass so wenig Leute zu den Ostermärschen gehen, weil die Friedensbewegung in die Hände von Verschwörungstheoretikern gefallen wäre. Das war sicherlich auch gegen Ganser gerichtet, ist aber natürlich völliger Blödsinn. Außerdem ist es wohl kein Mobben aus der Friedensbewegung, sondern eher aus der NATO heraus. Insgesamt muss man natürlich mit zunehmendem Beschuss aus NATO-gesteuerten Kreisen rechnen, wenn mit dem Erfolg auch die Wirkung größer wird. Angst vor der medialen Wirkung ist hier wohl eher der Antrieb als Neid. Unis sind von staatlichen Fördergeldern abhängig. Bevor die versiegen, kommt man, wie z.B. NIST, lieber zu dem Schluss, dass die Physik am 11.9. frei hatte oder man entlässt eben einen Dozenten. Auch das ist nur Angst und kein Neid.

  15. “ Die Kritiksucht in diesem Land, bei den Deutschen, ist enorm hoch. “

    Leider, ich sehe nichts davon.
    Und ich kann es verstehen, wenn, um zu verstehen welche Spielchen gespielt werden, mann sich los machen müss van etwa alles was man Jahrzehnten zu hören bekam, wie ist denn die Suche nach Wahrheit möglich ?

    Ich las gerade
    F.W. Deakin and G.R. Storry, ‚The case of Richard Sorge‘, New York, 1966
    Der Deutsche Sorge war Moskau’s Meister Spion in Tokyo, von etwa 1933 bis 1942.
    Eine Monat bevor Hitler die USSR angriff informierte es Moskau über die genaue Datum, 22 Juni.
    Moskau reagierte nicht.
    Am Tag der Angriff war Sorge wütend, und verstand es nicht, warum Stalin nichts tat.
    Sorge war internationaler kommunistischer Idealist, das Elend des ersten Weltkriegs, er war darin, war die Schuld des Kapitalismus.

    Die Gedanke das Stalin schon 1933 ein Bündnis mit Roosevelt eingegange haben konnte, und das Stalin, wie Roosevelt Pearl Harbour, einen Angriffe wollte, die Gedanke war ihn unmöglich.

    Hätte Stalin Deutschland angegriffen, ob es dann für Churchill und Roosevelt politisch möglich gewesen wäre Stalin hilfe zu leisten, fragwürdich.

    Das genannte Buch ist sehr detailliert, auch die Gedanke das Moskau die Ergebnisse der Spionage nach Washington weiter leitete, die Gedanke sah ich nicht.

    • Danke Herr Lenz für diese aufrüttelnde Tagesdosis. Daniele Ganser hat mein Vertrauen.
      Ist es Zufall? Gerade heute erschien von Roger Schawinski sein Buch “Verschwörung“ im Verlag der Neuen Zürcher Zeitung. Schawinski ist der aus der berüchtigten Arena Sendung mit Daniele Ganser. Ihr kennt das…
      Das gerade dieses Buch so gewaltig eingeführt wird, ist das Zufall oder eine Verschwörung der Verschwörungstehoretiker-Titel-Austeiler? Auf mehr als 30 Seiten macht Roger Schawinski Daniele Ganser zu einem akademischen Idioten. Natürlich schreibt er das nicht so, doch es läuft darauf hinaus. Ich wünsche Daniele Ganser viel Mut und Kraft. “Häb dir Sorg, liebe Daniele“

  16. Lieber Herr Lenz,

    ganz herzlichen Dank Ihren für Ihren Artikel und KenFM für die Veröffentlichung.

    Ich verstehe gut, was Sie aus dem zitierten Beitrag der Aargauer Zeitung über Dr. Daniele Ganser herauslesen. Ich pflichte Ihnen im allgemeinen bei. Der Zeitungsartikel ist nur so gespickt von vorbelasteten Ausdrücken, Anfeindungen gegenüber der Arbeit von Herrn Ganser.

    Ich kenne dieses Regionalblatt ein wenig. Ich komme aus der Ecke. Es dürfte, wie andere Zeitungen auch, gegen den Verlust von Abonnenten ankämpfen. Meiner Meinung nach lebt diese Zeitung davon, dass ihre treuesten Leser den Lokalteil schätzen und die Todesanzeigen lesen wollen. Insofern werden die Leser bezüglich wahrheitsgetreuer Information auch kaum je enttäuscht. Die Fakten lassen sich in dem betrachteten Umkreis einwandfrei nachprüfen, oder sie prüfen sich von selbst nach.

    Was nun den Autor der AZ dazu bewogen hat, in dieser Art und Weise über Dr. Gansers nicht erneuerten Vertrag an der Uni St. Gallen zu berichten, das kann ich nur erahnen, und mir graut es dabei. Dass er ein anders gelagerter Friedensbewegter oder ein Neider aus dem akademischen Umfeld Herrn Gansers sein könnte, das hingegen will sich mir nicht recht erschliessen. Ich kenne ihn nicht persönlich und möchte ihm nichts unterstellen, aber sehr nachdenklich macht mich sein tendenziöser Artikel halt schon.

    Mit meinem Kommentar möchte ich folgendes zum Thema beitragen. Über den nicht erneuerten Lehrauftrag Dr. Gansers hatten meines Wissens nach wenigstens zwei viel gelesene Schweizer Online-Plattformen berichtet. Der Blick, ein ähnliches Format wie die Bildzeitung, und 20-Minuten, eine Gratis-Zeitung. Die Artikel ähneln dem aus der Aargauer Zeitung, auch wenn sie sogar vielleicht einen Hauch sachlicher daherkommen.

    Erwähnenswert finde ich, dass diese beiden Formate im Gegensatz zur Aargauer Zeitung beide über einen gewissen Zeitraum eine Kommentarfunktion geöffnet hatten. Es gab da auch die Möglichkeit den veröffentlichten Meinungen zuzustimmen, oder dem Gegenteil Ausdruck zu geben. Das ist doch schon mal ein löblicher Ansatz.

    Mein Kommentar wurde im 20-Minuten nicht veröffentlicht. Das ist konform mit deren Nutzungsbestimmungen, und ich kann damit gut leben. Der hatte wohl nicht direkt genug zum Thema Bezug genommen. Ich hatte in etwa geschrieben, dass mir zu 9/11/2001 nur eine Verschwörungstheorie bekannt sei : Die offizielle Version !

    Aber es sind doch einige bemerkenswerte Kommentare nicht zurückgewiesen worden. So wenig repräsentativ das auch sein mag, mir gibt ein Überblick über diese Kommentare, vor allem aber was deren Bewertung seitens der Leser angeht, doch eine gewisse Hoffnung, fast mehr noch, etwas Zuversicht, dass je länger je mehr Menschen offen und bereit sind, sich ein paar Gedanken zu machen.

    http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Uni-St–Gallen-laesst-Daniele-Ganser-fallen-31988166
    https://www.blick.ch/news/schweiz/lehrauftrag-entzogen-uni-st-gallen-wirft-daniele-ganser-raus-id8219975.html

    • Möchte Beat Rudolf verstärken:

      Beim 1. Link ist ziemlich oben, gleich nach den ersten Zeilen des Artikels, eine „Abstimmung“ möglich; habe gleich mitgemacht. Die Clicks der Leser zeigen den dicksten Balken (ca. 90 %) bei folgender Aussage: „Endlich einmal einer, der die Wahrheit sagt“.
      Macht doch mit, vielleicht geht noch mehr. Immerhin bildet sich dadurch auch eine Gegenmeinung ab .

  17. Werter Herr Lenz,

    ich finde den Artikel nicht sehr hilfreich.

    die Aargauer Zeitung – relevant in der Schweiz?

    Weshalb machen Sie das zum Thema?

    Hilfe für Daniele Ganser?

    Braucht er nicht

    Er hat unsere Aufmerksamkeit!

    Wenn er Hilfe benötigt, kann und wird er es sagen!

    Claudia Volke aus Dresden

    • Es geht ja nicht nur um die Artikel, es geht auch darum, dass Herr Ganser nun keine Lehraufträge mehr hat (soll nicht heißen, dass er keine mehr bekommt, aber wer einmal draußen ist (!). . .) und sich die eigenen Kollegen- bis hin zum Doktorvater – von ihm und seiner Arbeit distanzieren, Auf Grundlage von was??

      Und das finde ich schon erschreckend und auch einen Artikel (auch von Herrn Lentz) wert, oder . . .?

    • Das ist nicht erschreckend.

      Das hat er gewusst, mit seiner Frau besprochen und der Weg ging weiter

      Er ist ein starker, kluger, wortgewandter Mensch

      Er benötigt keine solchen Aufrufe zur Solidarität

      Nichts gegen Herrn Lenz, aber gut gemeint ist nicht immer hilfreich

      Claudia Volke aus Dresden

    • Liebe Claudia Volke,

      Natürlich braucht Daniele Ganser keine Nothilfe von irgendwem. Trotzdem finde ich Herr Lenz hat schon recht mit dem was er sagt. Und ich halte es für sehr gut, dass auch mal so ein Käseblatt wie die Aargauer Zeitung es ist, als Referenz verlinkt wird.

      Es geht nicht darum, ob dieses Blättchen in der Schweiz oder sonst wo relevant ist. Das ist es wohl nicht ! Der Punkt ist aber, dass es hunderte solcher Lokalgazetten überall gibt. Und die sind meinungsmachender als man es vielleicht meinen könnte.

      Die „kleinen Leute vom Land“, die sowas halt nun mal lesen, sind nicht dümmer als andere. Und die Autoren, die solche Artikel im Käseblatt von Milchkannen-City veröffentlichen, sind anscheinend auch nicht reifer als jene die für den Spiegel schreiben.

      Diese Erkenntnis behalte ich aus dem Beitrag von Herrn Lenz und seinem Link zu dieser kleinen, unbedeutenden Zeitung zurück. Sie ist mir sehr wertvoll.

    • Lieber Herr Beat Rudolf,

      vielleicht haben Sie recht

      finde es nur nicht in der Relation.

      Es ist nicht nötig.

      Daniela Ganser hat sicher noch viel vor.

      Behalten wir uns doch diese Kraft

      Claudia Volke aus Dresden

  18. Ich bin Architektin.
    NATÜRLICH würde ich umgehend meine Zulassung als freischaffende Architektin zurückgeben, sollte sich herausstellen, dass das New Yorker Stahl-Skelett-Hochhaus WTC 7 tätsächlich nur durch einen einfachen Bürobrand im freien Fall in seinem Grundriss zusammen stürzte.
    Das entbehrte jeder Vernunft.
    Aber Daniele Ganser hat das ja nie behauptet. Er wies nur darauf hin, dass der WTC7 Kollaps entweder Sprengung oder Feuer war. Der Zuhörer mag das selbst entscheiden.

    Warum Daniele Ganser nun weiter Gegenwind bekommt, mag daran liegen, was der Chef-Volkswirt der Degussa AG Herr Thorsten Polleit – ein Anhänger der „Freigeld-Theorie“ erstmals 2012 mit KOLLEKTIVER KORRUPTION umschrieb.
    Herrn Gansers Kritiker sind vermutlich ebenso Abhängige von Staatsknete und müssen sich noch PROSTITUIEREN.

    Leute, dann macht doch ein EIN-MANN-ABRISS-UNTERNEHMEN auf. Ein Kanister Benzin reicht doch, um massive Stahl-Skelett-Hochhäuser zu Fall zu bringen.

    Dann wäre bewiesen

    • Liebe Fantastin.
      Ich bin kein Architekt. Aber ein Mensch mit technischem Verständnis. Mir ist ziemlich klar geworden das der Bericht der US Regierung nicht stimmen kann. Wenn man mit Leuten darüber diskutiert kommt immer zuerst folgender Kommentar: Glaubst du ernsthaft eine Regierung würde das wissentlich zulassen und so viele Menschen in den Tod zu schicken.
      Herr Ganser erklärt ja auch er wisse die Wahrheit über 9/11 nicht. Und das macht ihn ja für die Herrschenden ja so gefährlich.

  19. Vielen Dank für den Artikel Herr Lenz und dem Hinweis auf die Artikel in der Aargauer Zeitung.

    Ja da bleibt einem schon echt die Spucke weg und es macht mich ebenso fassungslos mit welcher Selbstverständlichkeit über die „Friedensaktivisten“ hergezogen wird!

    Was die Wissenschaftler betrifft (habe selbst 8 Jahre an der Uni gearbeitet), so ist es – aus meiner Sicht – nicht nur Neid, sondern es sind schlicht und ergreifend auch feige Vollpfosten, die tatsächlich existentielle Angst um Ihre Reputation haben.
    Das betrifft aber in erster Linie ihre Förderungswürdigkeit gegenüber den Drittmittel- und Forschungsgeldgebern und potentiellen Projekt- und Kooperationspartnern.

    Hier reichen die Arme der Politik und Wirtschaft weit in die Wissenschaft hinein. Das sind Netzwerkstrukturen, wenn Du da als roter Punkt auftauchst, bist Du draußen. Auf die Inhalte kommt es da nicht mehr an (abgesehen davon kommt es auf diese heute ohnehin immer weniger an). Sich da nicht rechtzeitig zu distanzieren, kann in der Tat sehr gefährlich werden, wenn man nicht frühzeitig vom Platz und aus den Fördertöpfen geholt werden möchte und selber nicht genug „Arsch“ und Herz in der Hose hat, auch als Nicht-Clubmitglied weiter zu existieren.

    Von daher können wir Menschen wie Ken Jebsen und Daniele Ganser nur den allergrößten Respekt zollen, dass sie ihrem gesunden Menschenverstand nutzen und sich in ihrer Arbeit hindern lassen.

    • Letzter Satz sollte heißen: Von daher können wir Menschen wie Ken Jebsen und Daniele Ganser nur den allergrößten Respekt zollen, dass sie ihren gesunden Menschenverstand weiterhin nutzen und sich nicht in ihrer Arbeit behindern lassen.

    • Leider werden sie aber behindert, sonst hätten wir KenFM mit Resourcen wie CNN, mit Auslandskorrespondenten und einem TV Kanal, z.B.
      Sonst hätte Herr Ganser einen Lehrstuhl für Friendensforschung an einer Top-Universität und müsste ein Herr Ploppa seine Bücher nicht im Selbstverlag herausgeben.
      Rubikon läge neben dem ‚Spiegel‘ im Regal usw.
      Das ist Behinderung, Unterdrückung und machen wir uns nix, vor;
      Wenn ein Vorwand nötig ist, wird man ihn finden/konstruieren um alles aber auch alles zu unternehmen, um der heutigen Diffamierung noch andere Massregeln folgen zu lassen.
      Hoffentlich ist bis dahin die Gemeinschaft der Gebraucher von KenFM und den anderen so zahlreich, dass dies nicht ohne weiteres möglich ist.

    • Ja lieber „fpdcb“,
      sie haben natürlich recht und ich stimme Ihren Ausführungen voll und ganz zu.

      Es war so gemeint, dass sie sich grundsätzlich nicht daran hindern lassen weiterhin ihre Arbeit zu tun.
      dass es ihnen immer schwerer gemacht wird, Steine in den Weg gelegt werden und ihre Arbeit verissen und dikreditiert wird, keine Frage und eben ziemlich traurig!

    • Er baut auf Bashing auf. Ganser wird nun aus den extremen Kreisen linker Linken der Querfront zugerechnet. Ich übrigens auch, weil ich ihn verteidige. Man kann nicht alles wissen und nicht alles steht bei Google. 🙂

  20. Wie? Was? Daniele Ganser wird gemobbt? Aus der Friedensbewegung heraus?!
    Habe ich gar nicht mitbekommen…
    Kann mal jemand ein Beispiel bringen wie Herr Ganser, den ich sehr schätze, gemobbt wird?
    Ich meine, wer 100te Stunden recherchiert hat, sich wirklich tief mit der Thematik auseinandergesetzt hat und das schon seit Jahren, wird bei Daniele Ganser nicht mehr viel neues hören, kann aber trotzdem immer von jedem seiner Vorträgen profitieren.
    Aber er spricht ja auch nicht die an, die ohnehin schon „aufgewacht“ sind, sondern die, oft jungen Menschen die sich loebenswerter Weise so einen Vortrag von Ganser anschauen und dann sehr wahrscheinlich sich selbst auf den Weg machen um der Wahrheit näher zu kommen.
    Allein deswegen schon! Ich weiß nicht wie viele Menschen Daniele Ganser mit seinen brillianten, sehenswerten, nie langweiligen Vorträgen dazu inspirierte diesen für uns alle, für die ganze Menschheit so wichtigen Weg einzuschlagen.
    Allein deswegen schon gebührt ihm höchster Respekt!
    Sollte ich auf einen Diskreditierungsbeitrag stossen werde ich definitiv nicht stillhalten.
    Ich halte ja auch nicht still bei meinem Umfeld, der Tagesschau, beim DLF, bei Politik und Medien. Auch dort stelle ich Kontakte her und konfrontiere die Menschen.

    • Genau, und ich würde auch gern wissen, wer da wie mobbt. Seine Arbeit ist gut – deswegen muß er doch nicht auf Hartz-IV-Niveau leben. Sollte übrigens keiner.

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