Tagesdosis 11.1.2019 – Massenmigration – Fatale Folgen für Osteuropa

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Es [ist] sicherlich keine Neuigkeit, wenn hier behauptet wird, dass im Vertragswerk der Europäischen Union vor allem anderen die Kapitalinteressen auf Kosten der Arbeitnehmer und zum Nachteil sozial orientierter Gesellschaftsmodelle durchgesetzt wurden. Zwei Kernelemente des neoliberal gestrickten Lissabonner Vertrages haben denn auch einen alten, langehegten Traum der Geldhäuser und Konzernbosse erfüllt: nämlich den grenzenlosen, weder durch Zoll noch durch sonstige nationale Vorschriften behinderten Verkehr von Kapital und Arbeitskräften innerhalb der EU.

Vor allem vor dem Hintergrund der dramatischen und in der Regel katastrophalen Umstellung – quasi über Nacht – der osteuropäischen Planwirtschaften in neo-liberal operierende Marktwirtschaften seit Anfang der 1990er Jahre wurde eine riesige Lawine von Arbeitsmigranten von Ost nach West ausgelöst. Nachdem die westlichen Konzerne wie Heuschrecken über die Länder hergefallen waren und alles kahl gefressen hatten, was nicht niet- und nagelfest war, waren die Wirtschaftsleistungen in diesen Ländern ebenso dramatisch eingebrochen wie andererseits die Arbeitslosenzahlen in ungeahnte Höhen gestiegen waren, während zugleich das aus dem real-existierenden Sozialismus als Selbstverständlichkeit gewohnte soziale Netz kurzerhand abgewickelt worden war.

Ähnlich wie in Afrika hat auch in Osteuropa angesichts der nur sich selbst bereichernden politischen „Eliten“ die Hoffnungslosigkeit – verbunden mit der seit Anfang der 1990er Jahre extrem gewordenen sozialen Ungleichheit zwischen Ost und West – vor allem gut ausgebildete Fachkräfte in den angeblich „goldenen“ Westen getrieben. Aufgrund des Lissabonner EU-Vertrags war der Weg zur totalen Freizügigkeit der Produktivkraft „Mensch“ innerhalb der EU bereits – zur Freude der Arbeitgeberverbände – längst geebnet.

Diese Massenzuwanderung aus den osteuropäischen Ländern, wo der real-existierende Sozialismus noch für ein hohes Ausbildungsniveau der Beschäftigten gesorgt hatte, hat dann in den Zielländern im Westen, vor allem in Großbritannien, den Beneluxstaaten und auch in Deutschland einen starken Druck auf das allgemeine Lohnniveau ausgeübt. Zugleich hatte der Verlust an teils hoch qualifizierten Menschen für die Volkswirtschaften in Osteuropa und die dort zurückgebliebenen Menschen besonders fatale Folgen, wie nachfolgende Beispiele zeigen.

Dadurch, dass es gerade die jungen und potenziell produktivsten Menschen waren, die in die hochindustrialisierten Ländern abgewandert waren – anstatt mitzuhelfen, ihre von der Krisen gebeutelten Länder wieder aufzubauen – wurde und wird mit jeder neuen Migrationswelle die Ungleichheit zwischen den EU-Zentren und den Ländern der europäischen Peripherie ebenso wie zwischen Europa und dem „globalen Süden“ verstärkt.

In der Peripherie sind es oft gut ausgebildeten Fachkräfte, Ingenieure, Ärzte oder Krankenschwestern, die es in die Zentralräume treibt oder die gezielt von dort aus angeworben werden. Dazu hat der österreichische Historiker Hannes Hofbauer jüngst in einem Interview (1) aufschreckende Zahlen genannt:

Bei herrschenden Lohndifferenzen von 8:1 zwischen Deutschland und beispielsweise Bulgarien ist das auch kein Wunder. Zehn Prozent aller Ärzte in Deutschland sind nicht hier ausgebildet, sondern sie kommen aus Rumänien, Serbien oder Bulgarien. Wenn man sich vor Augen hält, dass die Ausbildung eines Arztes in Deutschland circa 200.000 bis 300.000 Euro kostet, kann man erahnen, welchen Preis die ärmeren Volkswirtschaften bezahlen und was sich der reiche Norden erspart. Das Gesundheitswesen im europäischen Südosten liegt derweil im Argen.

Die menschlichen Kosten dieser Entwicklung für die Länder der Peripherie … sind enorm“, so Hofbauer, der das dann am Beispiel Bulgariens vorgeführt. Demnach hat das Land „in den vergangenen 25 Jahren 20 Prozent seiner Bevölkerung verloren. Wenn man die aktivsten Teile der Bevölkerung nimmt, also jene, die zwischen 20 und 45 Jahre alt sind, beträgt der Verlust sogar 41 Prozent. Eine kürzlich erschienene Studie des IWF hat errechnet, dass zwischen 1990 und 2012 20 Millionen Osteuropäer nach Westen emigriert sind“.

Laut Internationalem Währungsfonds (IWF) hätte das Wirtschaftswachstum in Osteuropa sieben Prozent mehr betragen. Daher empfiehlt der Fonds den Ländern Osteuropas, die bereits unter großem Facharbeitermangel leiden, ihrerseits den Import billiger Arbeitskräfte aus der Ukraine, Albanien oder Weißrussland. Laut dem österreichischen Historiker haben Polen und die Slowakei bereits darauf reagiert und ihre Einwanderungsgesetze angepasst und liberalisiert: „In der Slowakei werken bereits Ukrainer bei Volkswagen, KIA und Renault-Peugeot, und in Polen halten über eine Million Ukrainer ganze Branchen am Leben.“

Aber auch die aus dem Osten der EU kommenden Migranten selbst hatten sich das Leben im „goldenen Westen“ – z.B. in Deutschland oder England – anders vorgestellt. Zwar war ihre Entlohnung höher als zu Hause, aber dennoch lag sie bei oft gleicher Arbeit weit unter dem, was z.B. ihre deutschen Kollegen bekamen. Meist waren sie pro-forma bei modernen Sklavenverleihunternehmen angestellt, die einen Teil ihres kärglichen Arbeitslohns abkassierten. In der Regel mussten sie ohne gewerkschaftlichen Schutz, oft sogar in Schwarzarbeit und ohne Versicherung, die Drecksarbeit machen und ihre Freizeit in erbärmlichen Wohnverhältnissen verbringen.

Nach der großen Migrationswelle aus Osteuropa nach dem Sturz des real-existierenden Sozialismus kam dann eine zweite, allerdings weniger starke Migrationswelle aus den südlichen EU-Ländern als Folge der großen Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008. Aufgrund der unglaublichen Zerstörungen, welche durch die fehlgeleitete, so genannte „Sparpolitik“ der EU-Troika auf Druck Deutschlands den Volkswirtschaften der so genannten PIIGS-Staaten (Portugal, Italien, Irland Griechenland, Spanien) aufgezwungen worden war, sind Millionen junger Leute aus diesen Staaten auf der Suche nach Arbeit bis nach Australien und Südamerika emigriert. Zigtausende gut ausgebildeter Arbeitskräfte aus der südeuropäischen Peripherie kamen auch trotz der Sprachprobleme nach Deutschland, nur um zu Hause der Massenarbeitslosigkeit zu entgehen.

Weitere Migranten aus den PIIGS-Ländern wurden durch staatlich geförderte Programme der Bundesregierung „im Auftrag“ der Arbeitsgeberverbände angeworben. Allerdings war das kein durchschlagender Erfolg, denn viele dieser Zugewanderten sind inzwischen wieder nach Hause zurückgekehrt, weil sie die Arbeits- und Lebensbedingungen hierzulande zu erdrückend fanden und sich zudem die Situation in ihren Ländern etwas gebessert hat.

Da inzwischen der Import billiger Arbeitskräfte aus Osteuropa stagnierte und der erhoffte Zustrom aus Südeuropa stark zurückgegangen war, sahen sich die Unternehmen in den letzten zwei Jahren gezwungen, endlich wieder etwas höhere Löhne zu zahlen. Denn die Massenzuwanderung aus Nord- und Zentralafrika und aus den von westlichen Kriegshandlungen zerstörten und destabilisierten Ländern des Mittleren Ostens brachte nicht das von den Unternehmen erhoffte Ergebnis. Denn unter der Million von „Merkel-Flüchtlingen“, die allein 2015 unkontrolliert über die Grenzen nach Deutschland kamen, war nur eine sehr begrenzte Anzahl von echten Fachkräften, wobei Ärzte aus Syrien besonders begehrt waren.

Vor diesem Hintergrund war es nur folgerichtig, dass die Arbeitgeberverbände bei ihrer Merkel-Regierung erneut vorstellig wurden, um endlich das schon lange geplante Migrationsgesetz zu verabschieden. Dadurch wird jetzt die verstärkte und gezielte Zuwanderung von Fachkräften aus Staaten von außerhalb der EU ermöglicht, um das etwas gestiegene Lohnniveau wieder zu deckeln. Zur Erinnerung: laut der Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung sind die Löhne und Gehälter in Deutschland zwischen 1995 und 2004 inflationsbereinigt gesunken: um minus 0,9 Prozent. Seit 1992 gab es (bis 2016) keine Reallohnerhöhung, was wiederum zur Auswanderung vieler deutscher Fachkräfte ins Ausland (u.a. in die Schweiz und nach Norwegen) geführt hatte.

Der UN- Migrationspakt von Marrakesch und das deutsche Migrationsgesetz sind nichts anderes als ein weiterer, hinterhältiger Anschlag auf die heimische Arbeiterklasse, der von unseren Politikern und Medien als humanitärer Akt moralisch überhöht und verbrämt wird. Dass dies ausgerechnet vom Großteil der deutschen Linken begrüßt wird, könne man sich nur „mit der geistigen Verwirrung vieler Linken erklären“, so der bereits erwähnte Historiker Hofbauer, der davon ausgeht, dass diese Linken das „einzelne migrantische Schicksal, das in aller Regel ein schweres ist und dem man zugeneigt ist zu helfen, mit der Funktion der Migration verwechseln“.

Denn die Migration passe „haarscharf in die Anforderungen des Neoliberalismus“. Der ständige Import billiger und williger Arbeitskräfte in die Zentrumsländer Europas beweise dies deutlich. „Seit dem ersten Anwerbeabkommen im Jahr 1955 (zwischen Deutschland und Italien) waren es die Unternehmerverbände, die mehr Migration forderten, um damit Arbeitsmärkte sowie Arbeits- und Sozialgesetze deregulieren zu können“, so Hofbauer. Diese Funktion der Migration wird z.B. durch die Forderung deutscher Arbeitgeberverbände bestätigt, die auf dem Höhepunkt der großen Wanderung der Muslime nach Europa verlangten, den eben erst eingeführten Mindestlohn in Deutschland für die Beschäftigung von Flüchtlingen auszusetzen.

Tatsache ist, dass sich mit der Massenmigration aus der Peripherie inzwischen die Folgen der weltweiten Ungleichheit auch in den europäischen Zentralräumen negativ bemerkbar gemacht haben. Der Deregulierungswahn am Arbeits- und Wohnungsmarkt hat neue Dimensionen erreicht. Parteipolitische Proteste dagegen scheinen nur von der AfD zu kommen. Aber anstelle einer dringend notwendigen Kritik der Funktion der Migration im globalen, neo-liberalen Kapitalismus, macht diese Partei die Migranten zu den Sündenböcken für die zerstörerischen Entwicklungen. Die Linke hingegen sträubt sich, den strukturell zerstörerischen Charakter von Massenmigration zu erkennen. Selbst marxistische Kritik am Wesen der Migration und ihren Triebkräften sowie eine klare Benennung ihrer Opfer und Profiteure wird von manchen dieser Linken sofort als rechtsradikal diffamiert.

Die Tatsache, dass sich ausgerechnet aus den USA eine Stimme meldet, die glasklare Kritik an diesem weltweiten Orientierungsverlust und der Konfusion linker Moralapostel übt, ist höchst erfrischend. Der Kommentar eines Lesers meines letzten Artikels zu diesem Thema hat mich auf den Beitrag von Dr. Angela Nagel auf der marxistischen Webseite „American Affairs“ verwiesen. Dort geht es um den guten altbewährten, aber längst als unmodern erklärten Klassenkampf, statt um den von modernen Linken geführten Diskurs um einen Mutter-Theresa-Wohlfühl-Sozialismus. Nachfolgend zwei Auszüge aus dem Beitrag von Dr. Nagel mit dem Titel: „Eine linke Position gegen offene Grenzen“ (The Left Case Against Open Borders) (2):

Mit der Zerstörung und Aufgabe jeglicher Arbeitsmarktpolitik können sich die mit der Migration entstandenen Fragen derzeit nur noch im Rahmen eines Kulturkampfes abspielen, in dem ausschließlich moralische Positionen vorgebracht werden. In der erhitzten öffentlichen Debatte in den USA über Zuwanderung herrscht eine einfache moralische und politische Dichotomie. ‚Rechts‘ ist, wer ‚gegen die Einwanderung‘ ist und ‚links‘, wer ‚für die Einwanderung‘ ist. Aber die Ökonomie der Migration erzählt eine andere Geschichte“. (…)

Die gutmeinenden (linken) Aktivisten von heute sind zu nützlichen Idioten der großen Konzerne geworden. Indem sie ‚offene Grenzen‘ befürworten und mit einem heftigen moralischen Absolutismus auftreten, der jede Einschränkung der Migration als unbeschreibliches Übel ansieht, tun sie jede Kritik am ausbeuterischen System der Massenmigration als Blasphemie ab. Sogar linke Politiker wie Bernie Sanders in den USA und Jeremy Corbyn in Großbritannien werden von Kritikern des ‚Nativismus‘ (der Besinnung auf nationale Werte) beschuldigt, wenn sie die Legitimität von Grenzen oder Migrationseinschränkungen zu irgendeinem Zeitpunkt anerkennen. Dieser Radikalismus für offene Grenzen kommt letztlich den Eliten in den mächtigsten Ländern der Welt zugute, entmachtet die organisierte Arbeiterschaft weiter, beraubt die Entwicklungsländer ihrer dringend benötigten Fachkräfte und wendet sich gegen die Interessen der Arbeiter.

Dieser Artikel erschien zuerst am 06.01.2019 bei RT-Deutsch. Es ist der dritte Teil einer Textserie. Bei Interesse: Teil 1 und Teil 2

Quellen:

  1. https://www.heise.de/tp/features/Massenwanderungen-haben-sowohl-in-den-Herkunftslaendern-als-auch-den-Ziellaendern-der-Migranten-4205760.html?seite=all
  2. https://americanaffairsjournal.org/2018/11/the-left-case-against-open-borders/

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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16 Kommentare zu: “Tagesdosis 11.1.2019 – Massenmigration – Fatale Folgen für Osteuropa

  1. Tatsächliche Ereignisse bis heute:

    1.) Eine geheimdienstliche False flag – Operation (NSU; siehe wolfwetzel.de) erschafft das Trugbild rechtsextremen Terrors, welches mithilfe von Medienfakes am Leben erhalten werden wird (zuletzt Chemnitz). 2.) Deutlich von Kriminellen und Islamisten flankierte, überraschend plötzliche und starke Zuwanderung. 3.) Antifa-Aktivisten entdecken allüberall vermeintliche Rechtsextreme und deren Parteien und führen medienwirksame Aktionen durch (zuletzt Bremen). 4.) Die von Krieg, Terror, Vertreibung, Elend und Flucht traumatisierten Zuwanderer sehen sich nun von ganzen Heeren gewaltbereiter Haßfanatiker akut bedroht. Dies radikalisiert sie; viele schließen sich Gewaltbereiten in den eigenen Reihen an, und Übergriffe auf Einheimische mehren sich. 5.) Unter Einheimischen wachsen Existenz- und Zukunftsängste und aktivieren die schlummernden völkischen Herdengefühle. Einzelne Zuwanderungsgegner verlieren die Nerven und verüben medienwirksame Terrorakte (Bottrop).

    Mögliche Ereignisse von heute an:

    6.) Offene Feindseligkeiten zwischen Einheimischen und Geflüchteten mehren sich und gehen in einen Bürgerkrieg über. 7.) Notstand; Übergabe der Regierung an das Militär. 8.) Da Militärdiktaturen ineffizient und teuer sind und die Gewalt nicht wirklich beruhigen können, wird sich das Militär mit einer der beiden Bürgerkriegsparteien verbünden müssen. 9.) Das Kapital benötigt junge, körperlich belastbare Arbeitskräfte, die genötigt sind, sich dankbar und willig melken zu lassen. Die Geflüchteten bilden von Islamisten dominierte Räte, denen nun Polizeiaufgaben, Läger, Gefängnisse und einzelne zivile Verwaltungen übergeben werden. 10.) Unter stillschweigender Duldung des Militärs töten Islamisten die das krisengeschüttelte Kapital existentiell bedrohenden „Überflüssigen“: Alte, chronisch Kranke, Arme und sonstige Mißliebige. Kriminelle Geflüchtete bringen ihre nichtkriminellen Schicksalsgefährten unter Kontrolle und treiben sie in die Melkanlagen des Kapitals. 11.) Der Notstand wird als beendet erklärt. Unter Aufsicht des Militärs finden Wahlen statt. Die Parteienlandschaft „danach“ ist die selbe wie „davor“. AfD und SPD vereinigen sich und übernehmen zusammen mit den Grünen die Regierungsgeschäfte. 12.) Die „Geschehnisse“ werden polizeilich-juristisch aufgearbeitet und die Killer bestraft. Den meisten gelingt es, sich der Gerechtigkeit durch Flucht zu entziehen.

    • loup an routard:

      Insoweit der Wolf Jagdbeute des Menschen ist, übersetzt sich der lateinische Satz zu „Der Mensch ist dem Menschen Jagdbeute.“ Zutreffender wäre: Der Mensch ist dem Psychopathen Jagdbeute. Denk einfach an Agent Smith aus Matrix; ein Hund, so eiskalt logisch wie sein Herr, der Großrechner. Und was ist die Matrix anderes als das… ? T’as compris ?

  2. Die heutige Finanzwirtzschaft/ das Großkapital ist ein Rechtskonstrukt das in Freiheit ohne Begrenzung über alle Lebenswelten herrschen und bestimmen kann. Bis hin, dass der Mensch zum WERTPAPIER und ERSATZTEILLAGER, als Kostenfaktor und Energieverbraucher gesehen wird.

    DER MENSCH IN DER SCHULDENFALLE der sich in aller letzter Konsequenz nur noch, in den Bereichen Körper-Seele-Geist, das Opfer als Hingabeziel zum Wert machen kann. Es wäre die vollständige kapitulation der Menschen für sehr fragliche Ziele einer sehr geringen machtverwöhnten Minderheit.

    Diese Finanzwelt hat jedoch überhaupt keine Berechtigung zu existieren, bestenfalls als Kapitalsammelstelle für Großprojekte …. alle anderen Spekulationformen sind Taschenspieler-Tricks. Die Freiheit müsste in Fragen der Erziehung/Bildung/Wissenschaft dienen, aber genau hier geschieht das Gegenteil. Nützlichkeitsdenken/Vereinheitlichung wird als linke Ideologie verkauft und hat im Besonderen in Bildungs- und Wissenschaftsfragen starken Zulauf, da es staatlichen Interessen dient, die eine Nützlichkeit festsetzen, ohne Bezug zu wahren Lebensbedingungen.

    Staatlichkeit ist ein sehr sensibles Gebilde und braucht eine freie Gesellschaft ohne Erpressbarkeitsmerkmale. Die freien Medien würde in diesem Zusammenhang eine große Rolle spielen. Wichtig wäre auch in diesem Zusammenhang die sehr wichtige Frage nach Grund und Boden und dessen Verwertbarkeit nach Ressourcen (Wer entscheidet, was wo und wie gebaut/gebraucht wird? Wer und vieviel bekommen etwas vom Ertrag ab oder muss ggf. Kosten übernehmen –> regionale Interessensverhandlungen.) Das Recht müsste hier unter dem Prinzip der Gleichheit Ihre Gesetze ausüben.

    Ohne der Finanzwelt-Herrschaft hätte die Real-Wirtschaft eine Chance in ein geschwisterliches Verhältnis zum Menschen einzutreten, da es hier gegenseitige Bedürfnisse gibt. Die Globalisierung würde nur im geringem und notwendigen Maße stattfinden, da es den Ausbeutungs-Charakter nicht hat.

    Es mangelt an einer Wahrnehmung des Menschen, wie er sich im Verhältnis zur Erde sieht und als Bewustsein-begabtes wesen seine besondere Rolle liebevoll dem Gesamtgebilde hilft.

  3. Einerseits wird Arbeitskraft höher besteuert als Kapitalvermögen und andererseits erreichen Lohnerhöhungen nie die Wachstumsraten des Kapitals. Das ist möglich weil dafür gesorgt wurde und wird, dass Arbeitskraft inflationär vorhanden ist. Es geht aber nicht um Arbeit, auch Sklaven hatten Jobs, sondern es geht um Einkommen. Dies stellen nach fast 30 Jahren auch die meisten bedauernswerten Helden der Arbeit aus den osteuropäischen Ländern fest. Erschwerend kommt noch hinzu, dass in diesen Ländern die Sozialversicherung zum größten Teil darin besteht, dass die emigrierten Arbeitskräfte die in den Heimatländern verbliebenen Familienangehörigen mit versorgen. Diese Erfahrung steht noch den kommenden Migrantengenerationen bevor.
    Es wird fleißig daran „gearbeitet“ den versiegenden Nachschub an Arbeitskräften aus Osteuropa auszugleichen. Vorausschauend ist unter Ziel Nummer 20 des UN-Migrationspakts aufgeführt, dass Transferüberweisungen von Asylbewerbern in ihre Heimatländer künftig für diese noch günstiger werden. Die Transaktionenskosten sollen künftig auf unter drei Prozent gesenkt werden.
    Wie kann man diesen Mechanismus sabotieren?
    Um Arbeitskraft wertvoll zu machen, muß Arbeitskraft knapp werden. Dies kann gelingen wenn die Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich verkürzt wird und wenn es möglich wird Nein zu Jobs zu sagen, erst dann läuft das Kapital nicht mehr hinter der Arbeitskraft her wie der Teufel hinter der armen Seele.

  4. Woran man wieder exemplarisch sieht, dass die neoliberale subjektive Wertlehre etwas für die Tonne ist.

    Anstatt aber über die Unhaltbarkeit kapitalistischer gesellschaftlicher Verhältnisse zu sprechen, wird ausgerechnet der Bock zum Gärtner gemacht und die nationale Abteilung der Gewaltordnung beschworen, um andere, deren Leben ebenfalls durch den Flaschenhals der sogenannten Finanzierbarkeit nicht mehr hindurchpasst, auszuschließen, zu dem ausschließlichen Behufe, höchstselbst das aufschiebende Arbeitskraftverausgabungsreservoir für die Wertproduktion „der letzten Tage“ dieser Weltordnung sein zu dürfen. Die Sozialdemokratisierung der Linken scheint unaufhaltsam zu sein.

  5. was hat das „Pan-europäische Picknick“, das im Sommer 1989 – also 5 Monate vor dem offiziellen „Mauerfall“ am 09. Nov 1989 – das Startzeichen in der DDR-Bevölkerung gab, die Grenzen öffnen sich demnächst, und die Unterzeichnung des Unmigrationspaktes am 11.12.2018 gemeinsames?
    Beide Ereignisse sind die Signale auf Ansturm der deutschen / bzw. europäischen Grenzen.
    Und beide Ereignisse wurden durch eine kleine Elite im Geheimen geplant und umgesetzt.
    1989 – das „Pan-europäische Picknick“ – inszeniert durch die Milliardäre von Habsburg u. der Pan-Europäischen-Union
    2018 – der Unmigrationspakt durch UN und das Welt-Wirtschafts-Forum.

    Nun brauchts nur noch Inlands-Flughäfen, über die regelmäßige, geordnete Einwanderung stattfindet, ohne dass das jemand kurzfristig bemerken muss.
    Frank Stoner / Nuoviso-tv hat das prima erklärt
    https://www.youtube.com/watch?v=Ut-Yjn-PlZA

    Übrigens:
    der durch Zwangsabgaben sowie steuerfinanzierte WDR / WDRforyou macht schon ordentlich Werbung in Iran, Syrien, Marrokko für die Einwanderung.
    https://business.facebook.com/WDRforyou/
    Nur was ist, wenn jeder sein Geld bei Banken abhebt und nichts mehr konsumiert um dem System den Dünger zu entziehen ?
    Wird wohl ein Straftatbestand werden.

  6. Wie wahr, Rainer Rupp, und wie wohltuend auch diese Seite hier lesen zu können!

    „Selbst marxistische Kritik am Wesen der Migration und ihren Triebkräften sowie eine klare Benennung ihrer Opfer und Profiteure wird von manchen dieser Linken sofort als rechtsradikal diffamiert.“

    Anstatt sich dieser Tatsachen bewusst zu werden, und eine antiimperialistische Position dazu zu entwickeln, wird fuer die am Existenzminimum Herumkrebsenden eine Perspektive eröffnet, nach dem Motto: Ihr seid zwar arme Schlucker und habt nichts zu Beissen, aber dafuer seid ihr die besseren Menschen!

    Zitat aus der Tagesdosis v. 7.1. von S.Bonath):
    „Mal ehrlich: Richten jene, die am Existenzminimum herumkrebsen und laut gewisser Vorurteile alle bis mittags im Bett bleiben, nicht tatsächlich viel weniger Schaden an, als die so Fleißigen, die täglich brav zur Arbeit rennen, unbezahlte Überstunden schrubben und dafür sorgen, dass steinreiche Großaktionäre durch Nichtstun immer reicher werden? Wer hält die Tretmühle des globalen Arbeitshauses und Abzocker-Casinos inklusive Rohstoffkriege tatsächlich am Laufen? Nun, da kommt es wohl auf die Perspektive an.“ (aus der Tagesdosis v. 7.1. von S.Bonath)

    Wie kann es sein, dass sich Linke, bzw. sich fuer Linke haltende Kräfte fuer solch eine schwachsinnige Schlussfolgerung hergeben? Lenin hatte in solchen Fällen von „Kretins“ gesprochen.

    • Ja, es bedeutet nichts anderes, als dass die Leute, die hart arbeiten, um über die Runden zu kommen, am Kapitalismus schuld sind, denn sie halten die Tretmühle (die Maschinen) am Laufen. Muss ja nicht alles duften, was blüht, oder? Es gibt sogar ganz echt aussehende Plastikblumen, da staunt man nur.

  7. “ …wurde und wird mit jeder neuen Migrationswelle die Ungleichheit zwischen den EU-Zentren und den Ländern der europäischen Peripherie ebenso wie zwischen Europa und dem „globalen Süden“ verstärkt.“

    Zu Ende gedacht stehen Europa Verslummung und Dritte-Vierte-Welt-Zustände bevor, oder nicht?
    Bei gleichzeitiger Abschottung der Reichen in hochgesicherten Burgen mit Privatarmeen und unterirdischen Trakts zum „Überleben“.
    Die NWO wird die totale Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit für alle sein – nur nicht so, wie von den Gutmenschen phantasiert.

    ++++++++++++++++

    Mitgefühl mit Befürwortern der Massenimmigration

    „Wenn ein Mensch die Befürworter der muslimischen Massenimmigration in den Medien sieht, dann kommen vielen Leuten so Gedanken wie: (….)

    Unsere Gutmenschen sind in der überwiegenden Mehrheit tatsächlich gute Menschen, allerdings naive Menschen ohne Weitsicht. Sie erkennen die Gefahr nicht, die für Europa und die Religionsfreiheit besteht, angesichts einer riesigen, nicht versiegenden Menge an teilweise analphabetischen Muslimen, welche die finanziellen Kapazitäten der europäischen Staaten überlasten.

    Unser Brüder in den linken Parteien träumen von einer Welt ohne Grenzen. Sie halten uns ihre No-Borders-Plakate wie trotzige Kinder entgegen. Sie glauben, man könne doch gemeinsam mit den Flüchtlingen die Kapitalisten zum Teilen zwingen, oder, noch unrealistischer, sie würden eines Tages einsehen, dass man teilen muss. Ja, es wäre schön, wenn wir alle in einem Paradies leben würden; der Realist, aber auch, wer die vedischen Schriften und Puranas ernst nimmt, weiß jedoch, dass dies im degenerierten Kaliyuga, welches derzeit stattfindet, nicht geschehen wird. Es wird keine Einsicht kommen.

    Wenn die Sozialsysteme kollabieren, werden die Menschen auf der Straße schlafen. Die Kapitalisten und Dunkelwesen werden nicht teilen. SIE HABEN JA DIE KRISE ERST ERSCHAFFEN, UM GENAU DIES ZU ERREICHEN. Deswegen, Brüder und Schwestern, hasst eure naiven Mitmenschen nicht. Bedauert sie und versucht, sie mit Argumenten aufzuwecken. Habt Mitgefühl mit ihnen, denn ihr Erwachen wird grausam sein, wenn ihre Träume zerplatzen.“

    Worte von Sri Aghoreshwarananda Saraswati zur Flüchtlingskrise

    • Ergänzung aus derselben Quelle:

      „JEDER ERLEBT UND BEGREIFT DIE REALITÄT NUR IM RAHMEN SEINER PERSÖNLICHEN ERFAHRUNGEN.

      Ein Mensch, der in einer wohlhabenden Umgebung, nur mit gebildeten und modernen Flüchtlingen in Kontakt kommt, hat eine andere Erfahrung als jemand, dessen Kinder in einer No-Go Area zur Schule gehen. Wer in den Pariser Banlieues leben muss, wird andere Erfahrungen mit Islamismus und Migrantengewalt haben, als der VIP oder der grüne Wohlstandsmensch, dessen Kinder in die Privatschule gehen. Noch hinzu kommt, dass Menschen unterschiedlich weitsichtig sind. Viele Menschen fahren im wahrsten Sinn des Wortes auf Sicht. Andere können Jahrzehnte in die Zukunft schauen.“

      Rechtfreie Zonen in Paris, Synonym für gescheiterte Integration.
      Wie lange wird es dauern, bis es sie auch in Berlin gibt? (Oder gibt es sie bereits?)
      Segregation, das ist die Zukunft.

      http://www.bpb.de/internationales/europa/frankreich/152511/problemgebiet-banlieue

    • “ Unsere Gutmenschen sind in der überwiegenden Mehrheit tatsächlich gute Menschen, “

      Frau Bonath weigert Fragen zu beantworten, Fragen über wie sie die Zukunft der Europäischen Nationen sieht, Nationen die durch die Massenmigration im Zukunft vernichtet werden.
      Ein solcher Mensch Gutmensch zu nennen, lass ich es hier anständig schreiben, wer das tut ist für mich mitschuldig an Genozid.
      Genozid ist heute nicht nur Massenmord an eine Gruppe, Genozid ist auch kulturell eine Gruppe vernichten.
      Sarrazin warnte schon
      Thilo Sarrazin, ‚Deutschland schafft sich ab, Wie wir unser Land aufs Spiel setzen‘, München 2010

    • Bringen Sie da nicht zwei Kommentare durcheinander?
      Sie haben da einen Namen getippt, den ich niemals in den Mund nehmen oder in einem Kommentar ausschreiben würde.
      Oder gar als Gutmensch bezeichnen wollte.

      Der Rest ist von einem weisen Mann, Agoreshwarananda, nur zitiert.

      Also bitte immer mit der Ruhe beim Aufregen ….. 😉

  8. Ich habe diesen hervorragenden Beitrag von Rainer Rupp schon auf der RT-deutsch-Seite gelesen. Was nutzen uns in unseren Krankenhäusern bulgarische Ärzte, wenn wir sie nicht verstehen? Unsere Ärzte wandern aus, weil sie in anderen Ländern wesentlich besser bezahlt werden, aber auch dort müssen die Patienten in englisch kommunizieren, weil wohl die wenigsten Ärzte die dortige Landessprache beherrschen. Der Vorschlag des IWF ist, was soll man von diesem Verein aber auch anderes erwarten, eine Schande. Er schlägt vor, dass sich die Länder wie z.B. Bulgarien in weiter östlich befindlichen Gebieten nach Ersatz umsehen sollten. Nach dieser Logik hätten dann die bulgarischen Menschen das gleiche Problem wie wir derzeit mit den Bulgaren. Und weiterhin entzieht man den Ländern, bei welchen sich z.B. Bulgarien bedient ebenfalls die Fachkräfte. Das Ganze ist das Gegenteil von einer win-win-Situation. Hier gibt es auf der ganzen Linie nur Verlierer. Frau Dr. Nagel bringt es mit ihrem Beitrag, welcher von Rainer Rupp in Teilen aufgeführt ist, auf den Punkt.

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