Tagesdosis 11.10.2019 – Goldene Zeiten in der Ära des Wirtschaftskomas

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

In den letzten Jahren, vor allem in den letzten 12 Monaten, hat rund um die Welt das Interesse an Gold wieder enorm zugenommen. Im Unterschied zu Papiergeld hat das Edelmetall seit sechstausend Jahren Menschheitsgeschichte alle Krisen und Kriege überstanden und seinen Wert behalten. Angesichts der Tatsache, dass jüngst die Gelddruckmaschinen in den USA, in der EU und in Japan wieder angeworfen wurden, bzw. einen Gang schneller geschaltet worden sind, erinnert man sich wieder verstärkt des Goldes als der einzig sicheren Währungsreserve. Diese neue Wertschätzung des gelben Metalls hat sich dann auch in diesem Jahr bereits in einem beachtlich höheren Geldkurs aller Währungen der Welt ausgedrückt.

Aus geldpolitischer Sicht war die jetzt seit fast 10 Jahren dauernde Überflutung der Finanzmärkte mit Zig Billionen Dollar, Euro und Yen purer Wahnsinn. (Zur Erinnerung: eine Billion sind Tausend Milliarden.) Rund um die Welt (mit einigen Ausnahmen wie z.B. Russland) haben die Zentralbanken mit ihrer gigantischen Geldvermehrung und ihrer Null- oder Negativzinspolitik die Altersvorsorge von Hunderten von Millionen kleiner Sparer untergraben sowie die Geschäftsgrundlage von Lebensversicherungsgesellschaften zerstört.

Zugleich haben sie fast ein Jahrzehnt lang mit ihren Null- oder Negativzinsen Großinvestoren, Banken und anderen Geldhäusern kostenlos Billionen Euro, Dollar und Yen bereitgestellt, die dann die Preise für Immobilien und Mieten ebenso in die Höhe getrieben haben, wie sie zur Blasenbildung auf den Aktienmärkten geführt haben. Die versprochene real-wirtschaftliche Erholung, womit dieser Irrsinn gerechtfertigt wurde, ist ausgeblieben.

Im Gegenteil, die schon vor zehn Jahren erkennbaren, wirtschaftlichen und finanziellen Probleme haben sich nur noch weiter vertieft und zu einem Zustand geführt, der in kritischen Medien als eine Art „Wirtschaftskoma“ bezeichnet wird, in der alle Stimulanzen versagen. Dies hat inzwischen in so gut wie allen industriell fortgeschrittenen Ländern zu einer nachhaltigen politischen Destabilisierung und sogar zu gesellschaftlichen Unruhen geführt. Die gigantische Geldruck-Operation hat die sozialen Risse, die durch unsere Gesellschaft laufen, weiter vertieft und die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer gemacht. Zugleich hat diese Entwicklung große Teile der Mittelschicht – d.h. den traditionellen Pfeiler der bürgerlichen Demokratien – zunehmend in Richtung Armutsgrenze verschoben.

Mit ihrer total verfehlten Politik des letzten Jahrzehnts, mit der unsere marktkonformen Politiker die internationalen Geldhäuser gerettet und dafür ihre Wähler und Völker verkauft haben, haben sie die wirtschaftlichen Probleme ihrer Länder und die Verschuldungsprobleme der Staaten nur weiter zugespitzt. Der erneute Kurswechsel der US-Notenbank, die nach einem Jahr zaghafter geldpolitischer Korrekturen nun wieder mit voller Kraft voraus die Dollardruckmaschinen angeworfen hat, ist der beste Beweis dafür.

Gleiches gilt für die Europäische Zentralbank, deren scheidender Chef Mario Draghi in seiner Verzweiflung die Wirtschaften der EU wieder zum Brummen zu bringen und die Inflation wieder anzuheizen, jüngst sogar mit der sofort heftig kritisierten Überlegung gespielt hatte, statt dem Banken- und Finanzsystem weiterhin jeden Monat Zig-Milliarden Euro zinsfrei in den Rachen zu werfen, dieses Geld in Zukunft an die breite Masse der Bevölkerung zu verteilen. Denn damit könnten dann endlich der private Konsum und die breite Nachfrage nach Waren, die nicht zur kleinen Kategorie der Luxusklasse gehören, angestoßen werden. Zugleich würde eine solche Maßnahme die Inflation auf breiter Front in allen Warenkörben anheizen.

Vor diesem Hintergrund wird in letzter Zeit in Finanzkreisen wieder lebhaft über den weiteren Wertverfall des Dollars und des Euros gegenüber dem zeitlosen Wertmaßstab des Goldes diskutiert.

Ein oft angeführtes Beispiel ist, dass der US-Dollar im Zeitraum von hundert Jahren von 1900 bis zum Jahr 2000 in den USA über 95 Prozent seines Wertes, bzw. seiner Kaufkraft verloren hat. Für einen Golddollar im Gewicht von einer Unze konnte sich im Jahre 1900 ein Gentleman von Kopf bis Fuß neu einkleiden. Für einen Papierdollar bekommt er heute nicht einmal mehr einen Strumpf. Aber für eine Unze Gold, die aktuell 1500 Dollar kostet, kann sich auch heute noch eine Gentleman von Kopf bis Fuß neu einkleiden.

Im Vergleich zum Dollar war aber der Wertverfall der deutschen Mark in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts noch weitaus spektakulärer. Kriege, Überschuldung und rücksichtsloser Einsatz der Gelddruckmaschinen waren die Ursache, dass die deutschen Sparer in der Weimarer Republik vor dem Nichts standen und dann nach dem Zweiten Weltkrieg im Rahmen der so genannten „Währungsreform“ noch einmal den Großteil ihrer Papiergeld-Ersparnisse verloren hatten, egal ob sie ihr Geld unter dem Kopfkissen horteten oder auf einem Bankkonto hatten.

Das Papiergeld nennt man Fiat-Geld. Das lateinische Wort „fiat“ wird im Zusammenhang mit Geld am besten als „gemachtes Geld“ übersetzt. Es ist ein Geld, das entsteht, wenn man z.B. ein Stück Papier mit einer Zahl bedruckt oder – wie es heute die Zentralbanken und auch die Geschäftsbanken bei der so genannten Geldschöpfung tun – indem man einfach mit dem Klick einer Computermaus Millionen oder Milliarden Dollar oder Euro aus dem Nichts auf einem Konto erscheinen lässt, um dann das „Fiat-Geld“ weiter zu verleihen und mit weiteren Mausklicks auf Kundenkonten zu übertragen.

Fiat-Geld besitzt keinen inneren Wert wie z.B. Gold. Der innere Wert einer „Fiat-Banknote“ ist der Materialwert des Papiers der Note. Der Materialwert ist also praktisch null. Die Fiat-Banknote bekommt durch einen Kunstgriff ihren jeweils aufgedruckten Wert von z.B. 10 Euro. Der Kunstgriff besteht darin, dass der Gesetzgeber das Stück Papier zum „gesetzlichen Zahlungsmittel“ macht, mit dem jeder innerhalb des staatlichen Geltungsbereichs seine Schulden bezahlen und Käufe tätigen kann und der Verkäufer verpflichtet ist, Waren gegen ein Stück Papier auf dem eine entsprechende Zahl gedruckt ist, herauszugeben.

Fiat-Geld ist also genau das, was viele Menschen als Geld kennen. Also Geld, welches seinen Wert durch staatliche Macht erhalten hat. Das Gegenteil von Fiat-Geld ist Warengeld, zum Beispiel Gold, Silber oder Reis oder die Gefängniswährung Tabak.

Eine Einlöseverpflichtung der Zentralbanken, das Fiat-Geld in Gold, Silber oder Ähnliches einzutauschen, besteht seit einem halben Jahrhundert nicht mehr. Daher können jetzt praktisch unbegrenzt so viele Papiergeldnoten gedruckt oder per Mausklick Dollar- oder Eurokonten gefüllt werden, wie es die Zentralbanken für nötig erachten. Existierende gesetzliche Einschränkungen sind auf Grund der Krise der letzten 10 Jahre weitgehend aufgehoben. So ist es kein Wunder, dass auch Privatleute zunehmend wenigstens einen Teil ihrer Ersparnisse in Gold und anderem anlegen.

Die Fiat-Währungen haben eine lange Geschichte des Scheiterns, von den verschiedenen Beispielen des chinesischen Papiergeldes zu Zeiten von Marco Polo, über die galoppierende Inflation der Weimarer Republik bis hin zum US-Dollar. Früher oder später hat Fiat-Geld immer im wirtschaftlichen Zusammenbruch und gesellschaftlichen Chaos geendet. Das zeigt ein Blick in die Geschichte. Der nachfolgende Link (1) führt zu einer langen, aber dennoch unvollständigen Liste nationaler Staatsbankrotte und „Währungsreformen“ rund um die Welt, in der Fiat-Währungen massiv oder ganz an Wert verloren haben.

Die Alternative zu Fiat-Geld ist das Warengeld Gold. Aber Gold kann man nicht per Mausklick in andere Länder überweisen. Allein deshalb ist es kein Ersatz für Fiat-Geld. Gold kann man nicht als Investition in produktive Gütern sehen. Im Unterschied zu Vermögensanteilen in Form von Aktien einer Fabrik produziert Gold nichts. In Zeiten gesellschaftlicher Stabilität mit starkem Wirtschaftswachstum und positiven Zinsen von real 3 Prozent ist kein Kapitalist an Investitionen in Gold interessiert. Er hält lieber produktive Vermögenswerte als auf einem Haufen Metall zu sitzen.

Aber Zeiten ändern sich. Die Volkswirtschaften der westlichen Industriestaaten sind nur deshalb noch nicht kollabiert, weil sie wie Drogenjunkies am Tropf der Zentralbanken hängen, die mit ständig neuen Fiat-Geldschüben das Gerüst notdürftig zusammen halten. Erschwerend kommen die ökonomischen Verwerfungen und Unsicherheiten der Handelskriege Trumps hinzu, der als Speerspitze der weltweiten Gegenbewegung gegen die neoliberale Globalisierung gesehen werden muss, von der ausschließlich die globalisierten Eliten und ihre Wasserträger auf Kosten der breiten Massen ihrer Völker profitiert haben.

Drittens gibt es starke Bestrebungen rund um die Welt, sich vom Dollar zu lösen. Das ist einerseits das Resultat der Entwertung des Dollar durch exzessive Nutzung der Banknotenpresse zur Deckung der jährlichen Neuverschuldung der US-Regierung in Höhe von einer Billion Dollar, und andererseits die Folge von Washingtons Missbrauch der Rolle des Dollars als Weltreservewährung, die von den USA ausgenutzt wird, um mit wirtschaftlichen und finanziellen Sanktionen ihre politischen Ziele gegen andere souveräne Staaten wie z.B. Iran durchzusetzen.

Vor dem Hintergrund all dieser Unsicherheiten reduzieren immer mehr Länder jetzt ihre Dollarbestände und häufen stattdessen – wie in den Zeiten vor über 50 Jahren – wieder Gold als Währungsreserve an. Auch Großinvestoren wie Rentenfonds und Versicherungsgesellschaften, die bei negativ-Zinsen für Staatsanleihen Schwierigkeiten haben, ihre Einnahmen sinnvoll anzulegen, entschließen sich zunehmend für den Kauf von Gold, anstatt ihre nicht investierten Reserven auf Bankkonten als Bargeld zu parken. Zudem sehen die neuen Gesetze vor, dass auch Bankguthaben bei einem nächsten Bankencrash sich weitgehend in Luft auflösen können.

Aber auch große Institutionen wie Zentralbanken und ausländische Regierungen haben ähnliche Probleme. Vor allem die Zentralbanken Chinas, Russlands, der Türkei, von Katar und Kolumbien, usw. haben ihre Gold-Reserven massiv aufgestockt statt ihre Währungsreserven in Dollar- oder in Euro zu halten. Gold ist jedoch keine Investition in einen produktiven Vermögenswert. Es handelt sich vielmehr um eine Versicherung gegen Krisen und Wertverlust von Papiergeld. Daher ist Gold selbst bei geringer Inflation und Null- oder Negativzinsen eindeutig attraktiver als Bargeld auf einem Konto einer Bank zu haben.

All das hat die Nachfrage nach Gold befeuert. Und obwohl Gold keine Investition in einen produktiven Vermögenswert ist, hat der der Goldpreis in den letzten 20 Jahren die Kurssteigerungen an der Börse noch übertroffen, was andeutet, wie tief vor allem in den letzten Zehn Jahren die Angst vor neuen Krisen und der Wunsch nach einer Art goldenen Versicherungspolice in der globalen Gesellschaft verbreitet ist.

Von September 1999 bis September 2019 haben die 500 im US-S&P-Börsen Index gelisteten Aktien einschließlich der gezahlten Dividenden einen Gewinn von 229 Prozent gebracht. Der Börsenkurs des Unternehmens des Superspekulanten Warren Buffett, die Berkshire Hathaway Gruppe, ist im gleichen Zeitraum um erstaunliche 536% gestiegen. Die Steigerung des Preises für eine Unze Gold in US-Dollar ausgedrückt konnte allerdings mit Buffett Börsenkurs mithalten.

Quelle:

  1. https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_sovereign_debt_crises

Bildhinweis:  Bjoern Wylezich/ Shutterstock

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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19 Kommentare zu: “Tagesdosis 11.10.2019 – Goldene Zeiten in der Ära des Wirtschaftskomas

  1. Kritisch bleiben. Es gibt Kreise, die aus durchsichtigen Motiven den Crash foermlich herbeibeten und nebenbei mittels Panikmache ihr Goldgeschaeft ankurbeln.

    https://de.wikipedia.org/wiki/August_von_Finck_junior#Beteiligungen

  2. Gold dürfte zurzeit die beste Versicherung sein gegen die Auswirkungen einer Politik von Leuten, die von Makrowirtschaft keine Ahnung haben und deswegen ganze Volkswirtschaften gegen die Wand fahren. In dieser Podiumsdiskussion ( youtube.com+embed+t9hmsRo8M_s , „+“ durch „/“ ersetzen, dann wird ein Link daraus) mit Heiner Flassbeck, Moshe Zuckermann und Ulrike Herrmann wird diese Art von Politikern sehr treffend mit „Hornochsen“ tituliert. Erschwerend kommt hinzu, dass diese Hornochsen die Volkswirtschaft so führen wollen wie eine schwäbische Hausfrau ihren privaten Einkaufszettel und deswegen die Schwarze Null anbeten – dass diese Hornochsen auch noch korrupt sind und lieber die Interessen von Finanzverbrechern wahren als diejenigen der breiten Bevölkerung.
    Gold ist natürlich nicht als Geld für in eine moderne arbeitsteilige Gesellschaft geeignet. Was als demokratisches Geldsystem für so eine Gesellschaft bestens geeignet ist haben wir längst: Fiatmoney.
    Das Problem mit Fiatmoney ist nur, dass weder die Hornochsen noch ihre Wähler verstanden haben wie man es im Interesse des Gemeinwohls einsetzen muss. Da es sich um ein sehr flexibel einsetzbares Instrument handelt (auch ein so nützliches Instrument wie ein Küchenmesser kann zweckentfremdet und zur Beseitigung des Lebenspartners eingesetzt werden) ist es wichtig, die Leute im richtigen Umgang damit zu unterrichten und die Verwendung demokratisch transparent rigoros zu kontrollieren. Hornochsen damit herumspielen zu lassen führt in die Situation, in der wir uns jetzt befinden.
    Glück haben die Menschen jener Staaten, die nicht von Hornochsen regiert werden. Allen voran Russland. Was natürlich nicht bedeutet, dass deren Bürger sicher davor sind durch verantwortungslose Entscheidungen von mächtigen Hornochsen anderer Länder massenvernichtet zu werden.

  3. Gold ist auch nur eine Idee.
    Für Inkas, Mayas und Azteken hatte es nur symbolischen Wert – für die sie deswegen massakrierenden Spanier waren es 'reelle' Werte.

    Manhattan wurde angeblich für eine Art Eimer voll Glasperlen verscherbelt, weil die Indianer sich lustig gemacht hatten über die Weißen, die meinten, man könnte Land kaufen oder verkaufen, also besitzen wie ein Wigwam.

    Es wird natürlich Leute geben, die Gold nach einem Crash Bedeutung beimessen und solange sie dies mit anderen, die ebenso denken, verhandeln, könnte das funktionieren – allerdings nicht, wenn alle nur Gold haben und sonst nichts zu handeln oder jemand lebenswichtige Güter besitzt, die er aber nicht gegen unbrauchbares Gold eintauschen möchte 😉

    Wenn Russland oder China Gold hortet, dann ist das nur solange eine Form der Währungssicherung, wie es internationalen Handel zwischen verschiedenen Währungen gibt.
    Wenn z.B. der USA-Dollar kollabiert, dann mag es noch Rubel und Yuan geben.
    Handelsfähig wird dieses Geld aber eh nur zwischen den Partnern Russalnd und China sein bzw. man wird nur symbolisch umrechnen, aber in 'Naturalien' zahlen = Güteraustausch.

    Auch Euroländer werden dann international mit 'Massiva' blechen müssen.
    Und da sieht es dann plötzlich verflucht mau aus.
    Die Nibelungentreue der deutschen Regierungen resultiert zum einen sicher aus der 'Souveränität' der USA über D, aber zum anderen ganz sicher aus dem Bewusstsein heraus, dass wenn die USA wirtschaftlich über den Dollar abstürzen, die EU – und insbesondere Deutschland – dann ganz alt aussehen wird.

    Falls sich jemand fragen sollte, warum kaum noch längerfristige Verbindlichkeiten hier in D wirtschaftlich eingegangen werden – das könnte eine Antwort sein…

  4. Hallo, lieber Herr Rupp,
    vielen Dank für dieses interessante Tagesdosis und die darin enthaltenen Gedanken,
    auch für die Gedanken in der bisher geführten auch sehr intressanten Diskussion.
    Aus meiner Sicht einige Anmerkungen:
    – WER wurde gerettet?
    Die Regierung Islands hat die bankrotten Banken pleite gehen klassen, und die Sparer gerettet. Das nenne ich eine Regierung. In der Praxis der Finanzströme gingen die Gelder der EZB zu den Banken! Die wurden also tatsächlich gerettet, die BÜRGER der Länder EU haften dafür.
    – Profite im Kapitalismus.
    Eigentlich schaffen Unternehmer zuerst einmal WERTE. Jeder Handwerker, jeder Fabrikant – als Beispiel Krupp, der Schuster um die Ecke, den gibt es hier in Sendling (kleiner^^ Stadtteil v. Mchn) tatsächlich noch. Erst durch die Organisation in eine AG ohne die Eigner, die EIGENTÜMER IM Unternehmen kommt das Prinzip des Eigennutz eigentlich ohne gleichwertige Leistung zum Tragen. Die Vorstände und Aufsichtsräte kassieren tüchtig ab. Sie sind als super bezahlte Angestellte auf Zeit mit dem Unternehmen nicht wirklich identifiziert.
    Jeder Eigentümer würde in erster Linie nach meinem Verständnis auf Nachhaltigkeit und nicht auf Profil aus sein. Dafür gibt es viele Beispiele, die überweigend in der Mittelständischen Industrie zu finden sind.
    – Es werde Geld – Fiat money.
    Ich finde das schönst Beispiel zur Erklärung des Vorgangs ist: FIAT LUX – es werde Licht. In "fast gleicher" Weise wird Geld geschaffen – aus dem Nichts. Ein Knopfdruck…..
    – GOLD ist wie eine Versicherung.
    Spirituell betrachtet steht Gold für Bewußtsein.
    – ich bin mal gespannt wie das demokratische Geldsystem aussieht…..;))
    Schöne Grüße.

  5. …statt ihre Währungsreserven in Dollar- oder in Euro zu halten.

    Die Welt druckt Geld, Putin kauft Gold
    Russland steigt zum größten Goldkäufer der Welt auf. Daran ist Präsident Wladimir Putin nicht unschuldig. Er misstraut den USA – und will sein Land gegen den Verfall des Dollars absichern.
    https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/groesster-goldkaeufer-die-welt-druckt-geld-putin-kauft-gold/7771062.html?ticket=ST-30398583-JF3dM2QDGtq47ZcSHjCQ-ap6

    Mit dem Kauf von Gold wollen sich die Schwellenländer gegen den Verfall von Dollar, Yen oder Euro schützen, und dagegen, dass die Notenbanken in den USA, Japan oder Europa immer mehr Geld drucken.
    https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/aktuelle-statistik-zentralbanken-kaufen-massiv-gold/7785032-2.html

    Unter dem Strich fällt Bilanz des Goldjahres gemischt aus: Während die Privatinvestoren weniger zu Gold griffen, kauften die Staaten mehr ein.

    Das könnte auch erklären, warum der Goldpreis zuletzt keine klare Richtung fand. In den vergangenen Monaten pendelte der Preis zwischen 1600 und 1700 Dollar je Feinunze, nachdem er zuvor jahrelang gestiegen war.

    Zwei von drei deutschen Vermögensverwaltern glauben, dass Gold auch in diesem Jahr keine großen Sprünge machen wird.

    https://www.goldreporter.de/china-erhoeht-goldreserven-groesster-goldkauf-des-jahres/gold/85261/

    • Zitat: Zwei von drei deutschen Vermögensverwaltern glauben, dass Gold auch in diesem Jahr keine großen Sprünge machen wird.
      Erstens: Man kauft Gold nicht um reich zu werden sondern um nicht arm zu werden.
      Zweitens: Man kauft Gold mit einem Zeithorizont von Jahrzehnten. Die Jahrespreise sind völlig Banane. Wenn der Knall kommt – und er wird kommen – dann über Nacht.
      Drittens: Der Goldpreis dürfte stark manipuliert sein, weil ja meist nicht Gold verkauft wird, sondern nur ein Zettel, auf dem steht, man besitze Gold. Den kann man dem Kleinanleger beliebig oft verkaufen. Staaten wie Russland kaufen aber physisches Gold und verknappen damit den Markt.
      Viertens: Noch haben die meisten Menschen Vertrauen in das Fiat-Geld. Es wird alles dafür getan, dass es so bleibt. Bis zum großen Knall eben.
      h ttps://www.youtube.com/watch?v=MH6SnTiO_kQ

    • Sie haben schon bemerkt, daß nur zitiert wurde? Also, dass die Textpassagen aus den Links stammen; die Sie auch gelesen haben?
      Frage: Wer ist "MAN" kauft Gold nicht um reich zu werden….
      Und: Wer ist "MAN" kauft Gold mit einem Zeithorizont….
      Die "meisten Menschen" wissen nichts von Fiat-Geld.
      Das mit dem Vertrauen passt nicht zu den Ereignissen.
      Es wird alles dafür getan, dass es zum Knall kommt.
      Erstens, zweitens…. habe ich mir erspart.
      Ihren Link muss ich noch checken.

    • @ Nevyn

      Ok, Link gecheckt. Verstehe. Einverstanden. Mich störten dieses wiederholte "MAN"….
      De Gaulle hat es richtig gemacht. Allerdings glaube ich schon, daß die Chinesen und auch Russland aus der Geschichte gelernt haben. Schließlich wissen sie, wie De Gaulle das machte; wie die Deutschen gelinkt wurden; wie der Rest der Welt gelinkt wird und gelinkt werden soll – von der FED und den mit ihr verbundenen Notenbanken des Westens, weil die FED UND DIE MIT IHR VERBUNDENEN NOTENBANKEN DES WESTENS kaum mehr physische Goldbestände besitzen dürften. (Frankreich?). Die Chinesen bunkern physische Goldbestände in ihrem eigenen Banksystem. Die Russen auch. Chinesen und Russen sind am großen Knall nicht interessiert.

  6. Wie Einstein schon sagte:
    <blockquote>Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.</blockquote>

    Gold hat meines Erachtens nach auch keinen inneren Wert! Was wirklich von Wert ist, werden wir alle schmerzlich wieder lernen müssen, wenn wir nicht mehr so einfach an Nahrung, Wasser, saubere Luft, Kleidung und einen warmen Ort im Winter kommen.

    Es ist nicht Zeit für ein demokratisches Geld System oder die Rückkehr zum Gold oder sonst etwas was auf Tausch basiert. Es ist Zeit das jetzige Gegeneinander in ein Miteinander zu wandeln. Und das ist unser aller Aufgabe, für die jeder von uns etwas geben sollte, ohne etwas dafür zu erwarten. Der Lohn wird der Weg in eine Zukunft im Einklang mit unserer Natur und unserem Planeten sein. Wir haben jetzt die vielleicht einmalige Chance eine Gesellschaft zu erdenken und zu errichten, die auf Zusammenarbeit basiert.

    Und ein wesentliches Hindernis dabei ist meines Erachtens der Tausch.

    Über diesen werden alle Arten von Beeinflussung wie Zwang, Erpressung und Bestrafung, ausgeübt. Was wäre alles möglich, wenn wir in einer Gesellschaft leben würden, in der es nicht notwendig ist etwas Gescheites zu lernen, damit man einen gut bezahlten Job bekommt, sondern in der man lernt die Verantwortung für unser aller Existenz zu übernehmen und seine je nach Lebensphase passende Lebensaufgabe finden darf und der Gemeinschaft beisteuern kann. Eigenverantwortung aber auch Verantwortung der Gemeinschaft dem Einzelnen gegenüber sind meiner Ansicht nach die Schlüssel dazu.

    Klingt naiv. Ich halte es für naiver, den Quatsch weiter zu machen, den wir gerade alle mit am Leben halten.

    Ein neutrales Tauschmittel, mit dem wir Dinge und Leistung bepreisen, bei dem aber einige wirklich wichtige Dinge und Leistungen, wie bspw. das Betreuen und Großziehen von Kindern, nicht eingepreist sind, dafür aber Dinge bepreist sind, die uns der Planet kostenfrei zur Verfügung stellt, wie bspw. Grund und Boden, bringt uns, wie die aktuellen Verwerfungen zeigen, nicht wirklich weiter. Da ist es dann wichtiger den eigenen Profit zu maximieren und die eigene Unternehmung am Leben zu halten. Warum nochmal??? Ach ja, wegen der Arbeitsplätze. Und die brauchen wir ja , weil man darüber an dieses Tauschmittel kommt.

    Ich behaupte mal, bezugnehmend auf den Gedanken von Albert Einstein, dass wir mit Tauschen nicht weiterkommen werden.

    Überlegt zuerst mal was uns eigentlich hindert Dinge wie bspw. sog. Umweltverschmutzung zu reduzieren oder Plastik aus der Welt der Verpackungen zu verbannen? Sind es vielleicht die Kosten die durch den größeren Aufwand dabei entstehen? Jedes Unternehmen muss doch für sich entscheiden, ob es genügend finanzielle Mittel erwirtschaftet, um in etwas investieren zu können. Ziel einer Unternehmung ist nebenbei aber auch noch Profit zu machen. Da stehen sich einige Dinge diametral entgegen. Und das wird mit einer Veränderung des Tauschprinzips nicht wirklich besser.

    Besser wird es, wenn wir nicht mehr tauschen müssten. Wenn wir nicht mehr 30km fahren müssen, um den besser bezahlten Job zu bekommen, sondern uns möglichst lokal einbringen könnten. Geht zwar heute schon, ist ja auch nur ne Entscheidung. Aber da ja gegen Wohnen, Warmmachen und Energieverbrauchen Geld getauscht werden muss, sucht der ein oder andere eben den besser bezahlten Job in der Ferne, damit je nach lebenssituation etwas mehr für den Rest vom Leben bleibt. Besser würde es auch, wenn wir verstehen, dass jeder von Zeit zu Zeit auch mal auf dem Acker aushelfen muss, damit die Ernte stimmt. Besser würde es, wenn jeder dabei dennoch seine Lebensaufgabe finden und ausüben kann. Besser würde es, wenn wir Ressourcen fair verteilen würden. Besser würde es, wenn Saudi Arabien sich nicht davor fürchten muss, dass die Ölreserven mal ausgehen werden. Besser würde es, wenn Arbeit in Indien nicht "günstiger" wäre als in der Schweiz. Besser würde es, wenn wir den Umweltschutz nicht erst finanzieren müssten, sondern ihn einfach machen könnten. Besser wäre es, wenn wir nicht erst die Arbeitsplätze in der Automobile- und Ölindustrie retten müssten um auf sinnvollere Technik umsteigen zu können.

    Ich spinne hier mal so vor mich hin… Was wollt/könnt ihr noch dazuspinnen?

    Bin gerne für Anregungen und auch Kritik offen. Würde mich freuen, wenn eure Beiträge vor der Kritik beginnen mit: "Besser würde es…"

    Vielen Dank fürs Lesen und bleibt friedlich!

    Ich

    • <p>Danke an Rainer Rupp für den Text! und</p>
      <p> </p>
      <p>Hallo Hans Dampf</p>
      <p> </p>
      <p>Danke für deinen Beitrag!</p>
      <p>Bei <em>`Und ein wesentliches Hindernis dabei ist meines Erachtens der Tausch.`</em> dachte ich kurz, es wäre quatsch, aber ich glaube, ich verstand nach deinem Text, wie du es meintest:</p>
      <p> </p>
      <p>Tausch als etwas, was nur gibt, wenn man etwas `Gleichwertiges` erhält.</p>
      <p>(dh. wenn die eigene Erwartung erfüllt wird, ist man bereit, zu geben)</p>
      <p> </p>
      <p>Vielleicht macht es Sinn, dass eigentlich Harmonie ausdrückende `geben und nehmen` in ein `geben und empfangen` zu wandeln ?</p>
      <p>(dh. Vertrauen und damit Raum für Selbstverantwortung)</p>
      <p> </p>
      <p>… klingt gar nicht naiv  ; )</p>
      <p> </p>
      <p>Ich denke, es ist möglich die durchaus vorhandenen Vorteile der Nutzung von (Etwas wie) `Geld` im täglichen miteinander in `leichter` Änderung des aktuellen Geldschoepfungs-Privilegs tatsächlich gleichwertig zu gestalten.</p>
      <p> </p>
      <p>… durch den Fokus auf die Frage, was ist der grundlegende Wert für `Etwas wie Geld`und damit auf die Frage nach der(/n) <strong>Bilanzierung</strong>(sregeln).</p>
      <p> </p>
      <p>Ich glaube, folgenden Thesen zum aktuellen Zustand können die meißten zustimmen:</p>
      <p>– „Geld regiert die Welt“</p>
      <p>– „Zeit ist Geld“</p>
      <p>– Kreditvergabe erzeugt Buchgeld</p>
      <p>– Buchgeldübertragung durch Kreditvergabe erfolgt ohne dass der `Wert` zuvor dem `Geber` eigen war</p>
      <p> </p>
      <p>Weniger bekannt ist wahrscheinlich der rechtliche Status Quo der Buchgeld-Geldschöpfung.</p>
      <p>Dazu nochmal die Links zu den Ausarbeitungen von (RA) Hans Scharpf</p>
      <p><br /> – <a href="https://web.archive.org/web/20150626235202/http://geldhahn-zu.de/wissen-ist-macht/download-pdf/kein-recht-auf-geldschoepfung">Kein Recht zur Geldschöpfung</a><br /> Rechtliche Grundlagen der Geldschöpfung durch Geschäftsbanken</p>
      <p>(…Link: https://web.archive.org/web/20150626235202/http://geldhahn-zu.de/wissen-ist-macht/download-pdf/kein-recht-auf-geldschoepfung)</p>
      <p> </p>
      <p>– <a href="https://web.archive.org/web/20150626235121/http://geldhahn-zu.de/d/monetative/fiat-money4">Welche Rolle spielt die Justiz bei der Aufrechterhaltung der Geldschöpfung durch Geschäftsbanken?</a></p>
      <p>(…Link: https://web.archive.org/web/20150626235121/http://geldhahn-zu.de/d/monetative/fiat-money4)</p>
      <p> </p>
      <p>– zu den o.g. beiden Punkten ein <a href="https://www.youtube.com/watch?v=OWmqntvwNS8&t=8m03s">Vortrag bei der Monetative</a></p>
      <p>(…Link: https://www.youtube.com/watch?v=OWmqntvwNS8&t=8m03s)</p>
      <p> </p>
      <p>– die aktuelle Website <a href="https://geldhahn-zu.de/de/unglaublich-banken-verleihen-geld-was-sie-nicht-haben.html">geldhahn-zu.de</a></p>
      <p>(…Link: https://geldhahn-zu.de/de/unglaublich-banken-verleihen-geld-was-sie-nicht-haben.html)</p>
      <p> </p>
      <p>Auch die auf der Seite der Bundesbank ist dazu eine <a href="https://www.bundesbank.de/de/service/schule-und-bildung/schuelerbuch-geld-und-geldpolitik-digital/vertiefung-haeufig-gestellte-fragen-zum-thema-geldschoepfung">Frage/Antwort</a> zu finden:</p>
      <p>(…Link: https://www.bundesbank.de/de/service/schule-und-bildung/schuelerbuch-geld-und-geldpolitik-digital/vertiefung-haeufig-gestellte-fragen-zum-thema-geldschoepfung)</p>
      <p>Zitat:</p>
      <p>"Was ist die rechtliche Grundlage für die Buchgeldschöpfung?"</p>
      <p>"Es gibt keine direkte rechtliche Regelung. Die Möglichkeit zur Buchgeldschöpfung durch Banken wird vom deutschen Recht vorausgesetzt. …"</p>
      <p>; )</p>
      <p> </p>
      <p>Als <strong>Gedankenspiel</strong> versuche ich mal folgende „Übertragungen“</p>
      <p>von der</p>
      <p>a) Kreditvergabe (entsprechend dem aktuellen Status Quo)</p>
      <p>als These zur <strong>! Bilanzierung !</strong> eines</p>
      <p>b) Bedingungsloses Grundeinkommen</p>
      <p> </p>
      <p>von a) <strong>Kreditvergabe</strong>:</p>
      <p>– nach der Unterzeichnung eines Kreditvertrag wird Buchgeld erzeugt</p>
      <p>– diese Buchgeld war vorher nicht dem `Geber` eigen, es wird jedoch nicht! aus dem `Nichts` geschöpft</p>
      <p>- das Finanzinstitut hat ein gesetzlich UNgeregletes Privileg, bzw erfüllt die vom Recht vorausgesetzte `Fähigkeit`, die im Kreditvertag durch den `Kreditnehmer` (mit dinglicher Sicherheitsgarantie) zugesicherten Zahlung in Höhe von … über eine Zeit von … als Wert zu bilanzieren und schreibt daraus einen Anteil dem `Nehmer`  ; )  auf einem Konto o.ä. gut</p>
      <p> </p>
      <p>Grundlage für diesen Geldschöpfungsprozess ist nur der Vertragsabschluss zwischen<br /> 2 `Parteien`.</p>
      <p>Im Kreditvertrag einigen sich die Vertragspartner auf eine Leistung und die entsprechende Gegenleistung.</p>
      <p> </p>
      <p>1) Leistung des `Kreditgebers`:</p>
      <p>– das Erzeugen bzw. zur Verfügungstellen des (Buch-)Geldbetrages auf dem Konto des Kreditnehmers<br /> kann also keine Leistung darstellen, denn diese (Buch-)Geldmenge hat es vorher nicht gegeben, sie wird erst durch den<br /> Kreditvertrag aus dem Nichts geschaffen</p>
      <p>– das `normativ faktische`, jedoch nicht auf einer gesetzlichen Grundlage stehende `Privileg`,<br /> die Rückzahlungsverpflichtung des Kreditnehmers in ein Wertpapier umzuwandeln</p>
      <p> </p>
      <p>2) Gegenleistung des `Kreditnehmers`:</p>
      <p>– Verpflichtung zu Rückzahlungsraten mit Zugriffsrecht auf dingliche Sicherheiten im Nichtrückzahlungsfalle</p>
      <p> </p>
      <p>zu b) <strong>Bedingungsloses Grundeinkommen</strong>:</p>
      <p>unter a) besteht die Leistung des `Kreditgebers` darin, die Rückzahlungsverpflichtung des Kreditnehmers in ein Wertpapier umzuwandeln, welches jedoch ohne gesetzliche Grundlage Anwendung findet</p>
      <p> </p>
      <p>These zu einer tatsächlich gleichwertigen <strong>! Bilanzierung !</strong>:</p>
      <p>Eine `Rückzahlungsverpflichtung` des Einzelnen kann in einer Art `Eigenvertrag`</p>
      <p>(nicht InSichGeschäft sondern FürAndereGeschäft  ; )  )</p>
      <p>auf Grundlage einer gesetzlichen Regelung als `Wertpapier` bilanziert werden und als BGE ausgezahlt werden.</p>
      <p>(… diese Konten zu führen wäre eine wirklich sinnvolle Tätigkeit für Banken/Finanzdienstleister  ; )  )</p>
      <p>Teil der gesetzlichen Grundlage ist eine `lebenslange` Laufzeit und die vollständige Nichtübertragbarkeit auf andere.</p>
      <p>Die Lebensleistung des Einzelnen wird als ausreichender Ausgleich für die erhaltene `bedingunslose Geldleistung` angenommen.</p>
      <p> </p>
      <p>Damit würde `Etwas wie Geld` nicht mehr durch Schuld (im Rahmen von Tausch) sondern durch Leben (im Rahmen von Kooperation)</p>
      <p> </p>
      <p>BGE … von Jedem für Alle …</p>
      <p> </p>
      <p>… als kleine Ergänzung, vielleich `würde es ja besser` …</p>
      <p> </p>
      <p>viele Grüße in die Runde</p>
      <p>.~*<br /> (ps: finde ein Interview mit Hans Scharpf auf KenFM als sehr passend!)</p>

    • <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/teamkenfm/' rel='nofollow'>@teamkenfm</a>

      könntet ihr den Beitrag oben von mir bitte löschen.
      Hatte es nochmal mit html-anteilen probiert … geht jedoch leider nicht mehr …

      Warum habt ihr diese Option eigentlich `abgeschaltet`?

      Viele Grüße in die Runde
      (stelle den Beitrag anschließend noch mal ein)

    • Danke an Rainer Rupp für den Text! und

      Hallo Hans Dampf

      Danke für deinen Beitrag!

      Bei `Und ein wesentliches Hindernis dabei ist meines Erachtens der Tausch.` dachte ich kurz, es wäre quatsch, aber ich glaube, ich verstand nach deinem Text, wie du es meintest:

      Tausch als etwas, was nur gibt, wenn man etwas `Gleichwertiges` erhält.
      (dh. wenn die eigene Erwartung erfüllt wird, ist man bereit, zu geben)

      Vielleicht macht es Sinn, dass eigentlich Harmonie ausdrückende `geben und nehmen` in ein `geben und empfangen` zu wandeln ?
      (dh. Vertrauen und damit Raum für Selbstverantwortung)

      … klingt gar nicht naiv ; )

      Ich denke, es ist möglich die durchaus vorhandenen Vorteile der Nutzung von (Etwas wie) `Geld` im täglichen miteinander in `leichter` Änderung des aktuellen Geldschoepfungs-Privilegs tatsächlich gleichwertig zu gestalten.

      … durch den Fokus auf die Frage, was ist der grundlegende Wert für `Etwas wie Geld`und damit auf die Frage nach der(/n) Bilanzierung(sregeln).

      Daher (m)ein Ansatz: ein tatsächlich gleichwertig bilanziertes Bedinungsloses Grundeinkommen hat das Potential den Fehler im System zu beheben und damit ein im Wesen neues, lebensfähiges System zu schaffen …

      Ich glaube, folgenden Thesen zum aktuellen Zustand können die meißten zustimmen:

      – „Geld regiert die Welt“
      – „Zeit ist Geld“
      – Kreditvergabe erzeugt Buchgeld
      – Buchgeldübertragung durch Kreditvergabe erfolgt ohne dass der `Wert` zuvor dem `Geber` eigen war

      Weniger bekannt ist wahrscheinlich der rechtliche Status Quo der Buchgeld-Geldschöpfung.

      Dazu nochmal die Links zu den Ausarbeitungen von (RA) Hans Scharpf

      – Kein Recht zur Geldschöpfung
      Rechtliche Grundlagen der Geldschöpfung durch Geschäftsbanken
      (…Link: https://web.archive.org/web/20150626235202/http://geldhahn-zu.de/wissen-ist-macht/download-pdf/kein-recht-auf-geldschoepfung)

      – Welche Rolle spielt die Justiz bei der Aufrechterhaltung der Geldschöpfung durch Geschäftsbanken?
      (…Link: https://web.archive.org/web/20150626235121/http://geldhahn-zu.de/d/monetative/fiat-money4)

      – zu den o.g. beiden Punkten ein Vortrag bei der Monetative
      (…Link: https://www.youtube.com/watch?v=OWmqntvwNS8&t=8m03s)

      – die aktuelle Website geldhahn-zu.de
      (…Link: https://geldhahn-zu.de/de/unglaublich-banken-verleihen-geld-was-sie-nicht-haben.html)

      Auch die auf der Seite der Bundesbank ist dazu eine Frage/Antwort zu finden:
      (…Link: https://www.bundesbank.de/de/service/schule-und-bildung/schuelerbuch-geld-und-geldpolitik-digital/vertiefung-haeufig-gestellte-fragen-zum-thema-geldschoepfung)
      Zitat:
      "Was ist die rechtliche Grundlage für die Buchgeldschöpfung?"
      "Es gibt keine direkte rechtliche Regelung. Die Möglichkeit zur Buchgeldschöpfung durch Banken wird vom deutschen Recht vorausgesetzt. …"

      ; )

      Als Gedankenspiel versuche ich mal folgende „Übertragungen“ von der

      a) Kreditvergabe (entsprechend dem aktuellen Status Quo)
      als These zur ! Bilanzierung ! eines
      b) Bedingungsloses Grundeinkommen

      von a) Kreditvergabe:

      – nach der Unterzeichnung eines Kreditvertrag wird Buchgeld erzeugt
      – diese Buchgeld war vorher nicht dem `Geber` eigen, es wird jedoch nicht! aus dem `Nichts` geschöpft
      – das Finanzinstitut hat ein gesetzlich UNgeregeltes Privileg, bzw erfüllt die vom Recht vorausgesetzte `Fähigkeit`, die im Kreditvertag durch den `Kreditnehmer` (mit dinglicher Sicherheitsgarantie) zugesicherten Zahlung in Höhe von … über eine Zeit von … als Wert zu bilanzieren und schreibt daraus einen Anteil dem `Nehmer` ; ) auf einem Konto o.ä. gut

      Grundlage für diesen Geldschöpfungsprozess ist nur der Vertragsabschluss zwischen
      2 `Parteien`.

      Im Kreditvertrag einigen sich die Vertragspartner auf eine Leistung und die entsprechende Gegenleistung.

      1) Leistung des `Kreditgebers`:

      – das Erzeugen bzw. zur Verfügungstellen des (Buch-)Geldbetrages auf dem Konto des Kreditnehmers
      kann also keine Leistung darstellen, denn diese (Buch-)Geldmenge hat es vorher nicht gegeben

      – das `normativ faktische`, jedoch nicht auf einer gesetzlichen Grundlage stehende `Privileg`,
      die Rückzahlungsverpflichtung des Kreditnehmers in ein Wertpapier umzuwandeln

      2) Gegenleistung des `Kreditnehmers`:

      – Verpflichtung zu Rückzahlungsraten mit Zugriffsrecht auf dingliche Sicherheiten im Nichtrückzahlungsfalle

      zu b) Bedingungsloses Grundeinkommen:

      unter a) besteht die Leistung des `Kreditgebers` darin, die Rückzahlungsverpflichtung des Kreditnehmers in ein Wertpapier umzuwandeln, welches jedoch ohne gesetzliche Grundlage Anwendung findet

      These zu einer tatsächlich gleichwertigen ! Bilanzierung ! eines BGE:

      Eine `Leistungsverpflichtung` des Einzelnen kann in einer Art `Eigenvertrag`

      (nicht InSichGeschäft sondern FürAndereGeschäft ; ) )

      auf Grundlage einer gesetzlichen Regelung als `Wertpapier` für Alle bilanziert werden und als BGE den Einzelnen ausgezahlt werden.

      (… diese Konten zu führen wäre eine wirklich sinnvolle Tätigkeit für Banken/Finanzdienstleister ; ) )

      Teil der gesetzlichen Grundlage ist eine `lebenslange` Laufzeit und die vollständige Nichtübertragbarkeit auf andere.

      Die Lebensleistung des Einzelnen wird als ausreichender Ausgleich für die erhaltene `bedingunslose Geldleistung` angenommen.

      Damit würde `Etwas wie Geld` nicht mehr durch Schuld (im Rahmen von `Tausch`) sondern durch Leben (im Rahmen von Kooperation) dem Wesen des menschlichen Zusammenlebens tatsächlich `gerecht` werden ; ) …

      BGE … von Jedem für Alle …

      … als kleine Ergänzung, vielleich `würde es ja besser` …

      viele Grüße in die Runde

      .~*
      (ps: finde ein Interview mit Hans Scharpf auf KenFM als sehr passend!)

    • eine Präzisierung zu meinem Kommentar oben

      nicht "(nicht InSichGeschäft sondern FürAndereGeschäft ; ) )"
      sondern "(nicht InSichGeschäft sondern FürAlleGeschäft ; ) )"

      ; )

      Viele Grüße in die Runde

    • noch eine Ergänzung zu meinem Kommentar oben, weil es mir gerade auffiel:

      der link zur Bundesbank
      (…Link: https://www.bundesbank.de/de/service/schule-und-bildung/schuelerbuch-geld-und-geldpolitik-digital/vertiefung-haeufig-gestellte-fragen-zum-thema-geldschoepfung)
      mit den Aussagen Zitat:
      "Was ist die rechtliche Grundlage für die Buchgeldschöpfung?"
      "Es gibt keine direkte rechtliche Regelung. Die Möglichkeit zur Buchgeldschöpfung durch Banken wird vom deutschen Recht vorausgesetzt. …"
      ist aktuell nicht mehr aufrufbar ("Seite nicht gefunden Fehler 404")

      … noch ist sie im WebCache zu betrachten
      …LINK… https://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:https://www.bundesbank.de/de/service/schule-und-bildung/schuelerbuch-geld-und-geldpolitik-digital/vertiefung-haeufig-gestellte-fragen-zum-thema-geldschoepfung+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de

      … und hier als Bildschirmkopie
      …LINK… https://twitter.com/rhabarbeer/status/1187335566783909888

    • <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/wolfcgn/' rel='nofollow'>@wolfcgn</a>

      Die vorgebliche Zustandsbeschreibung ist keineswegs zutreffend sondern fast absurd daneben. Haetten naemlich die Zentralbanken das Finanzwesen nicht gerettet so haetten auch Millionen von Sparern ihre Einlagen, Renten, Altersversorgung auf einen Schlag verloren, von den Arbeitsplaetzen ganz zu schweigen. Wahrscheinlich wuerden heute wieder braune Horden durchs Land marschieren. Aufgeschoben ist natuerlich nicht aufgehoben.

    • "….Sparern ihre Einlagen, Renten, Altersversorgung auf einen Schlag verloren, von den Arbeitsplaetzen ganz zu schweigen…."

      Wie in Griechenland, Spanien, Italien, Portugal…

    • Moin, fufu,
      " Haetten naemlich die Zentralbanken das Finanzwesen nicht gerettet (…)"
      Was ist denn gerettet worden? Draghi hatte als Plan mit dem Gelddrucken die Realwirtschaft wieder zu beleben. Mit einer leichten Inflation, sollte der Kaufanreiz gefördert werden. Nur ist dieses Geld nie in den Firmen angekommen, sondern wurde von der Finanzwirtschaft "missbraucht" um an den Börsen (quasi den grossen Kasinos) verspielt zu werden. Die Unternehmen gingen bei diesem Spiel leer aus.
      Und wenn wir darueber nachdenken, dass es heute Negativzinsen gibt, so frage ich wo bleibt meine Rente heute, was geschieht mit meinen Spareinlagen? Auf Zypern hatte man die Sparer ueber den Trick, dass deren Spareinlagen sozusagen Teilhabe an der Bank darstellen, versucht die Sparer zur Kasse zu bitten, als die Banken ins Straucheln kamen. Ähnliche Vorhaben gibt es auch fuer DE und SE.

      mfG

    • @Hog1951

      "Draghi hatte als Plan mit dem Gelddrucken die Realwirtschaft wieder zu beleben"

      Das ist die offizielle Version, ich glaube schon, dass Draghi klar war, dass sein Einfluss auf die Realwirtschaft begrenzt ist… ob und wo investiert wird, oder ob lieber Aktien zurueckgekauft werden weil es keine lukrativen Investitionsmoeglichkeiten gibt.

      Zum Glueck geht's jetzt wieder aufwaerts.. mit "green technology" :-), neues Spiel neues Glueck.

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