Tagesdosis 11.12.2018 – Bahnsteigkarten statt Gelbwesten?

Ein Kommentar von Mathias Bröckers.

Mein Fiat “Punto” kam unlängst ohne Beanstandungen durch den TÜV, nur eine fehlende Gelbweste wurde angemahnt. Die muss ich dringend besorgen – für das Auto, aber auch weil ich das Manifest der Gelbwesten gelesen habe. Anders als in den Medien oft kolportiert gehen die Forderungen der Bewegung weit über einen Stopp der Benzinpreiserhöhungen hinaus – der sechsmonatige Aufschub, den die Regierung dann schnell verkündet hat, wird die Proteste deshalb auch nicht stoppen.

“Abgeordnete Frankreichs, wir übermitteln Ihnen die Direktiven des Volkes, damit Sie diese in Gesetze umsetzen. Abgeordnete, verschaffen Sie unserer Stimme Gehör in der Nationalvaersammlung!” heißt es in dem von den Protestierenden an Parlament und Presse übermittelten Kommuniqué – und wie die Bewegung selbst sind auch ihre Forderungen nicht von Parteien oder NGOs gesteuert, sie kommen nicht von “links” oder “rechts”, sie kommen von unten. Und sind gerichtet gegen eine Regierung und ein Wirtschaftssystem, in dem 20% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze leben und sich nicht einmal mehr ihre Lebensmittel leisten können.

Der als strahlender Hoffnungsträger gehypte Emmanuel Macron steht nach 18 Monaten Amtszeit so schlecht da wie kein französischer Präsident vor ihm und sein desolater Umgang mit den Protesten wird die Zustimmung weiter sinken lassen. Dass er sich hinsetzt und beginnt, die Direktiven der “Gelbwesten” abzuarbeiten ist bei einem Muster-Zögling der Finanzelite und des Rothschild-Konzerns schwer vorstellbar, denn es widerspricht den Direktiven derer, die ihn als Präsident aufgebaut haben. Weiter Aussitzen und Ignorieren kann Macron die Proteste aber auch nicht – mit der Ankündigung die von ihm abgeschaffte Vermögenssteuer  möglicherweise wieder einzuführen, deuteten sich nun schon weitere Zugeständnisse an. Die “Gelbwesten” zeigen also Wirkung, auch wenn sie in den Medien hierzulande meist nur als randalierende Gewalttäter gezeigt werden. Ihre Forderungen sind in weiten Teilen 1:1 übertragbar und würden auch in Deutschland eine Mehrheit finden – da aber die Deutschen bevor sie revolutionäre Forderungen stellen bekanntlich immer eine Bahnsteigkarte lösen, ist damit nicht zu rechnen.

Schon warnen Linke und Transatl-Antifa vor brauner Unterwanderung der gelben Westen und dass man sich nicht mit ihnen soldiarisieren sollte – wär ja auch noch schöner, Demonstrieren ohne Bahnsteigkarte und Segen aus Brainwashington. Und die Kostüme für die Farbenrevolution werden nicht von irgendwelchen NGOs verteilt, sondern kommen einfach aus dem Kofferraum – das geht ja gar nicht!

Tja, da war der Franzmann dem Teutonen  halt schon immer voraus: wenn er die Faxen dicke hat,  haut er auf den Putz und geht auf die Barrikaden – und überwindet, wie man an den Forderungen des Kommuniqués sehen kann, die Gegensätze zwischen Parteien, Ideologien und Lagern. Wohin der Aufstand führt, ist noch nicht abzusehen; dass er von oben kleingemacht, diffamiert, gespalten werden soll,  ist erwartbar; dass er dennoch weiter geht, bis seine Forderungen abgearbeitet und auf den Weg gebracht sind, kann man nur wünschen. Denn bei den Protestierenden handelt es sich nicht um „Ultralinke“ oder „Ultrarechte“, sondern – wie es der Sicherheitsberater des ehemaligen Präsidenten Sarkozy, Alain Bauer, ausgedrückt hat –  um das „Ultravolk“. Und das unterscheidet sich von den Hiesigen, die völkische Parolen grölen und sich „Volk“ nennen, in einem ganz zentralen Punkt: das „Ultravolk“ in Frankreich macht für die Missstände im Land nicht die Minderheit von Flüchtlingen verantwortlich, sondern die Regierung und den Staat. Es sucht sich keinen wohlfeilen Sündenbock, der noch ärmer und abgehängter ist als sie, sondern richtet sich gegen die Verantwortlichen.  Das „Ultravolk“ tritt nicht nach unten, sondern kämpft gegen oben. Nicht nur die offiziellen deutschen Volksvertreter, sondern alle, die in Deutschland gerne „Wir sind das Volk!“ rufen, sollten dringend davon lernen….

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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49 Kommentare zu: “Tagesdosis 11.12.2018 – Bahnsteigkarten statt Gelbwesten?

  1. Für mich ist es zu einfach, dass die Gelbwesten für das „Gute“ kämpfen, ich befürchte, dass diese Bewegung benutzt wird um andere Interessen durchzusetzen, die wir nicht kennen.

    1.In den ersten Videos empfand ich die Haltung der Polizei sehr zurückhaltend, d.h. keine entfesselte Aggressivität, während jetzt immer mehr Videos auftauchen, an denen die sogenannten Rotbinden sehr brutal im Umgang mit den Demonstranten vorgehen. Meine Frage lautet: Ist Micron der „Finanzwelt“ zu zahm und muss beseitigt, also vom Trohn gestoßen werden? Das klingt gewagt, aber auch „Täter“ können zum „Opfer“ werden.
    2. Viele Italiener haben den Eindruck im besetzten Land zu leben, denn an wichtigen Punkten (u.a. Sizilien) zeigt sich stetig zunehmend US-Militär. Sizilien als Drohnen-Drehkreuz für (gegen?) Europa. Italien befürchtet einen Finanz-Crash und Italien hat NEIN gesagt zum Migrantenpakt. Welche Zusammenhänge gibt es hier zwischen US-Militär-Migrantenpakt-Finanzkrise? In welcher Art und Weise wird dieses Dreiergemisch benutzt?
    3. Merkels ominöser Flug nach Argentinien zum G20-Treffen muss mit diesen Zusammenhängen auch untersucht werden.
    4. Der U-Boot-Zwischenfall mit Russland und der Ukraine hat große Bedeutung für Europa in Bezug von Militärpräsents und Militärausgaben.
    5. Nicht zuletzt wird der aktuelle Weihnachtsmarkt-Anschlag in Strassburg noch viele Spuren nach sich ziehen und die Politik mehr und mehr in die Zange nehmen.

    Berücksichtigen wir all die angeführten Punkte und stellen uns die Frage: Wem nützt was? Findet in Europa eine neue Art der Mobilmachung der verdeckten Finanzmafia statt?

    • Eine Frage sollte sein, ob der gesamte militärisch-geheimdienstliche Komplex sich immer noch vollumfänglich vor den Karren des big moneys spannen lässt?
      Trump hin, Q Anon her, aber wenn der deep state so agil wäre wie oft behauptet, wieso will es ihm dann ums Verrecken nicht gelingen, einen Krieg in der/um die Ukraine zu entfesseln?
      Oder Syrien? Warum ist Assad noch an der Macht? Eher nicht, weil der deep state alles hinbekommt…

    • Ja – es gibt viele offene Fragen.
      Die Finaz-Mafia hat viele Köpfe und spricht sicherlich nicht nur aus einen Mund. Aber eins ist mir Gewiss, dass die energetische Zustimmung der Menschen für spätere Schuldfragen gebraucht wird.

    • Der militärische Komplex und die Geldschöpfer-Finanzelite ist ein und dasselbe.
      Die Federal Reserve druckt das Geld,welches der Militärkomplex benötigt,und der Bürger bürgt dafür .
      Die Geldschöpfer kontrollieren das Öl-Rüstungs-Pharmageschäft-einfach alle multinationalen Sachen und den Deep State.

      Trump steht gegen diese Multinationalen Konzerne,die Globalisierung und Deep State.
      Nun wird der Militärische Komplex Trump gegenüber Druck machen,dass er sein Verhalten gegenüber Russland ändert und auf Konfrontation setzt.

    • Moin, Freischwimmer, diavolinetto, und andere, ist das wirklich alles?
      Eine Kleinkrämerseele, die ueberall erstmal das „Böse“ sucht, das nicht Erklärbare, die Weltverschwörung? Spendet es keine Freude zu sehen, dass es Menschen in unserem Nachbarland gibt, die sich wehren, die aufstehen gegen die Bedingungen, die sie drangsalieren?
      Einfach mal im Sessel zuruecklehnen und die Ereignisse auf Einen wirken lassen, und sich freuen, dass es z.Z. gelingt den neoliberalen Macron ein wenig in die Schranken zu weisen!

    • @Hog51
      Naja, die Dinge können von vielen Seiten gesehen werden. Für mich gilt es, den Raum der sich (scheinbar?) öffnet erstmal abzuschreiten, genauer hinzuschauen und eigene Fragen wahrzunehmen, wenn das als Kleinkrämerseele gilt, dann bin ich es gerne.

      In letzter Konsequenz bin ich mir selber verpflichtet (auch in der Verantwortung!) und muss nicht die Vorstellungen anderer leben worüber ich mich freuen soll. Abgesehen davon, find ich ja die Gelbwesten-Bewegung gut ;-), aber!!!!!!! die Dinge sind meistens anders als sie erscheinen und das ist mir wichtig dies zu erkennen.

      … nun muss ich weiter schwimmen für meinen Freischwimmer 🙂

  2. Ganz so aussichtslos ist das nicht, dass sich auch in D-Land etwas tut. Ich erinnere an 1968. Das begann in Paris und nachher ging es in Hamburg, Frankfurt/Main, München, Berlin und sogar in Aachen zur Sache. Es ist vieles an den 68ern diffamiert worden, doch am Ende kam in Bonn erstmals eine andere Partei an die Macht. Ich wage gar nicht deren Namen zu nennen; denn SPD ist jetzt ein Bah-Wort geworden. Diesmal wird es anders kommen, aber es kommt. (Inzwischen ist die Parlamentarische Demokratie am Ende!)

    Es besteht Hoffnung.

    Rob Kenius, kritlit.de

    • Ich hoffe, es kommt nicht wie 68ff., sonst haben wir in kurzer Zeit Komittes/Fraktionen, die vorab besprechen wollen, wofür oder wogegen die Masse zu sein hat.
      Mich interessiert nur eine Volksbewegung, bei der nicht gleich die Abgrenzeritis ausbricht, wo Funktionäre alles einsteuern und am Ende vielleicht ein Wechsel an der politischen Oberfläche geschieht, sonst fast nix, denn immerhin war es dann die SPD unter Schmidt, die mit Giscard d’Estaing in Rambouillet uns diese Spielart der Globalisierung mit untergejubelt hat.
      Alleine dafür hätte man sich 68 kneifen sollen.

  3. Wenn es nicht VT wäre: Der jüngste Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt in Strasbourg könnte direkt von Macron bestellt worden sein, als Gelegenheit um sein katastrophales Image durch forsche Maßnahmen und Aufruf zu „Solidarité“ aufzupolieren. Wetten, dass der Attentäter nicht lebend gefasst wird? Warten wir‘s ab!

    • Bald wird sich herausstellen, dass der Täter eine gelbe Weste trug. Oder zumindest mal irgendwann eines besessen hat. Oder zumindest mal im Internet nach einer gelbe Weste gesucht hat.
      Zumindest wird er einen kennen, der höchstwahrscheinlich schon mal über einer gelbe Weste nachgedacht hat. Damit wäre die Indizienkette lückenlos.

    • Es ist mittlerweile dermaßen offensichtlich,dass es lächerlich wirkt.Ist es grenzenlose Dummheit oder die totale Verwahrlosung der Gesinnung dieser Strippenzieher.
      Gab es eigentlich schon eine Meldung zum Ausweis?

    • Man muss mal abwarten, ob es Macron wirklich hilft, denn u.U. handelt es sich hier nicht um eine Inszenierung, es könnte auch „echter“ Terror sein, der dann wir ein Beschleuniger für die Proteste wirken kann.
      Aber man ist nach all den offenkundigen Fälschungen doch hellhörig.
      Wenn die Rotschild-Marionette Marcon in den kommenden Tagen Oberwasser bekommt und die Entwicklung wie von selbst für ihn positiv flutscht, dann muss der Verdacht einfach naheliegen.
      Da der depp state aber seit ewiger Zeit fast nur noch Ausschuss produziert, würde ihnen hier über sehr kurz auch alles um die Ohren fliegen.

    • Womöglich ging es nur darum ,eine größere Sache zu haben,über die man berichten kann ,um so abzulenken und Angst zu produzieren.

      Aber das wird nicht funktionieren bei den Gelbwesten.

    • Na also! Immerhin ist der Straßburger Allah-Rufer nach bewährtem Muster erschossen worden. Passt! Wieder mal waren die tollen Greifer nicht in der Lage, einen Verdächtigen lebend vor Gericht zu stellen. Lassen wir doch Vincenzo Vinciguerrra zu Wort kommen und erinnern wir uns an die vielen aufgeflogenen false flag Operationen von Organisationen des tiefen Staates:

      “Wir müssen von Zeit zu Zeit Terroranschläge verüben, bei denen unbeteiligte Menschen sterben. Dadurch lässt sich der gesamte Staat und die gesamte Bevölkerung lenken. Das Primäre Ziel eines solchen Anschlages sind nicht die Toten, sondern die Überlebenden, denn die gilt es zu lenken und zu beeinflussen.”

      (Vincenzo Vinciguerrra, Mitglied der NATO-Geheimarmee “GLADIO” und Drahtzieher des Bombenattentats von Peteano im Jahre 1972, bei dem 5 Carabinieri starben.)

    • Hambacher Fest
      Mit einer Fahne ,die bezüglich der Farben andersrum ist.
      Gold steht oben-in eine goldene Zukunft.

      Heute heißt es symbolisch,in eine dunkle Zukunft.

    • http://www.gemeinde-neuhaus.de/index_htm_files/Souveraener_Staat_durch_Friedensvertrag_zu_WK1_3.Aufl.pdf

      Seite 87

  4. Erst einmal, finde ich, sollten wir uns über den Erfolg der gilets jaunes freuen! Wann gab es das zuletzt in Deutschland: daß die Regierung ihre gegen das Volk gerichtete Gesetze zurücknimmt, weiß das jemand? Immerhin beobachten das hierzulande Viele und wenn unsere Regierung die PKW-Maut einführt, könnte das ja der Tropfen sein, der die deutsche Suppentasse zum Überlaufen bringt. Dannn treffen wir uns dort, an der Zahlstelle. Übrigens haben viele Radarmessgeräte in Frankreich ihr Leben ausgehaucht, auch nicht schlecht. Und wenn jetzt wieder jemand kommt und fragt, was das mit Revolution zu tun hat, sei er schon jetzt mit einem Stirnrunzeln in die Schranken gewiesen: erst mal nachdenken, mon ami. Vive la France!

    • „Lager- und Schubladendenken obsiegen
      und damit (wird) Spaltung zementiert“

      Leider leider leider sehr oft und immer wieder hier auf KenFM.
      Obwohl allen schon längst klar sein dürfte, daß die Spaltung von oben angestrebt wird.
      Mainstream-bröcki bei der arbeit.
      Bei diesen Betonköpfen wird sich aber nichts mehr ändern, Wasserader. Ihr Einsatz hier ist bewunderswert zäh, aber hört ihn irgend jemand wirklich?

    • Wir sehen hier ein Maulheldentum am Werk, das sich zielgruppenoptimiert am Bezahlpublikum, also Neusprech: crowd, orientiert, dieser in Erwartung weiterer Daueraufträge nach dem Mund redet, d.h. verbal Honig ums Maul schmiert, allerdings inhaltlich eher Sand in die Augen streut. (In Puncto wahnsinnig teurer Holzhäuser mutet das für mich zur Zeit wie eine Dauerwerbesendung an. Kassiert Jebsen eigentlich Provision aus Österreich?)

      Im Bezug auf die Mainstream-Vergangenheit könnte man unken: Gelernt ist halt gelernt.

      Vielleicht muss man auch einsehen, dass die Macher hier nicht so sehr (vielleicht gekaufte) Desinfo verbreiten, sondern man eher zu dem Schluss gelangen muss, dass sie in Bezug auf manche Themen entweder grundfeige oder aber eben doch nicht gerade die hellsten Leuchten im Lampenladen sind.

  5. Man sollte auch noch erwähnen, das unsere Nachbarn wissen, wie man friedlich und überzeugend demonstriert..Man sollte vielleicht mal versuchen zur endlosen Reformationsfete gegen radikalen Kaka-Pipi-talismus zu motivieren..Schaut euch das an. Die Behörde steht dann nachgeraumer Zeit nur so lande daneben bis sie zum Tanz aufgefordert wird.
    https://www.youtube.com/watch?v=0EMovg0JPt8

  6. Dann sch**ss auf die Propagandisten und Hetzer. Was die französischen Brüdern und Schwestern in den jetzigen Stunden brauchen, ist unsere absolute Solidarität. Unternimmt KenFM eine Inititative in der Art wie die Griechenlandhilfe plus Russlandfahrt nach Frankreich, oder hat KenFM Kontakte zu Gruppen die das initiieren. Ich werden solches Unterfangen absolut unterstützen.
    Wenn die Flamme des Umbruchs in Deutschland noch nicht möglich ist, dann helfen wir den Brüdern und Schwestern in Frankreich, dass diese umso heller in Frankreich brennt, damit auch der Rest Europas erstrahlt wird.

    • Wir wissen nicht (zumindest weiß ich es nicht) welche Kräfte und Machtspiele hinter all den Ereignissen verborgen sind, wer wen benutzt und zu welchen Zwecken. Wir haben es ja nicht nur mit Regierungen zu tun, sondern mit versteckt aggierenden Finanzmafia-Systemen, die ihre eigenen Interessen verfolgen und sich tief in die Politik eingegraben haben.

      Was heißt absolute Solidarität?, das sind für mich absurde Vorstellungen von Stärke, die in der Realität keinen Bestand haben. Es sind Wünsche und Hoffnungen auf Veränderung, die einem kindlichen Bewusstsein entsprechen. Als Kind glaubte ich auch mit einem Stein fest in meiner Faust jeden Angreifer in die Flucht schlagen zu können.

    • Nun weisst du mehr: https://deutsch.rt.com/europa/80976-erste-soziologische-studie-uber-gelbwesten/
      Also vielleicht die Bahnsteigkarte gegen eine Gelbweste tauschen und nicht noch länger auf den nächsten Umbruchszug warten, der von irgendeine „linke“ Organisation oder Gewerkschaft betrieben wird. Außerdem ist bekanntlich dass diese Züge immer misserablen Service und sehr viel Verspätungen haben.

  7. Ja, Frankreich kann anders im Protest auftreten als wir hier im deutschsprachigen Raum. Egal wie wir uns in unserem Land verhalten, schweigend, tolerierend, protestierend oder aufsässig, so wird die Deutschland-Keule heraus geholt und uns in unterschiedlicher Weise der schlafmütziger Michel oder die Nazikeule vor unseren Augen gehalten. Die Art und Weise wie Widerstand funktionieren kann ist ein innerer Prozess und ist nicht ein Wunschkonzert wie es sich einzelne Gruppen wünschen. Die Janusköpfigkeit ist ein Phänomen, dass seine Ursache und seine Gründe hat und uns ermöglicht den inneren Raum frei zu machen, anstatt in Aktionismus Geister zu wecken, die wir nicht mehr los werden können oder die uns böswillig angehaftet werden. Die innere Zerissenheit ist eine Chance etwas neues in der Welt zu finden.

  8. @Tony: ja es ist schwer, nicht nur Verachtung für den Großteil der Deutschen zu empfinden! Als sich die Gelbwesten formierten und ich nach gründlicher Recherche und Beobachtung zu dem Schluss kam, dass diese Bewegung sehr wohl teilweise von Trittbrettfahrern und Staatspersonal unterwandert ist, sie im Großen und Ganzen aber authentisch ist schloss ich mich hier in D einer Gelbwestengruppe an (große Stadt). Wir waren dann 74 Teilnehmer (nur noch traurig) und solidarisierten uns an der Grenze zu F mit den Gelbwesten.

    • War das Solidarität, oder hattet ihr auch so was wie ein Programm?
      Und wenn ja, was waren Ihre Forderungen?

  9. Die Uniformierung der „Chienlit“ finde ich verdächtig professional PR wirksam organisiert.
    (gelb die Farbe der Energie)

    Vielleicht ist die „Chienlit“nur der Auftakt zur ganz grosse Krise wie sie schon David Rockefeller 1994 vor dem Wirtschafts-Ausschuss der Vereinten Nationen (UN Business Council) ansprach:

    Wir stehen am Beginn eines weltweiten Umbruchs. Alles, was wir brauchen, ist die eine richtig große Krise und die Nationen werden die Neue Weltordnung akzeptieren.

  10. Damit die „Forderungen von UNTEN kommen“ sollten die Untertanen sich auch diesen Sprachgebrauch LINKS / RECHTS nicht aufzwingen lassen, unbeschadet der Tatsache, dass Parteien sich diese Labels geben.
    Bernt Engelmann: Wir Untertanen, Deutsches Anti-Geschichtsbuch Bd 1. Fischer TB; Ihr da oben – wir da unten, Kiepenheuer & Witsch.

    • PS:

      „Das „Ultravolk“ tritt nicht nach unten, sondern kämpft gegen oben.“

      Traurig, aber leider wahr. Ich habe ungefähr die Hälfte meines Lebens in mehreren Ländern außerhalb Deutschlands verbracht. Im Ausland, wenn ich mich – z.B. bei einem Beamten in einer Behörde oder auch an der Supermarkt-Kasse – beschwere, dann erfahre ich in anderen Ländern regelmäßig Unterstützung von demjenigen, der hinter mir in der Schlange steht bzw. in irgendeiner Weise Zeuge der Situation ist. Jedes mal, wenn ich wieder In Deutschland bin, zucke ich anfangs erschreckt zusammen, wenn der hinter mir Stehende/Wartende mir brachial in den Rücken fällt, um dann nach einer Eingewöhnungszeit einigermaßen gewappnet zu sein. Der Deutsche hat ein verkümmertes Solidaritätsgefühl, wenn er einen Vorteil für sich sieht (an der Kasse schneller abgefertigt oder beim Beamten besser angesehen zu sein); und die Obrigkeit / Macht hat ihm das Rückgrat gebrochen. Man buckelt nach OBEN und tritt nach UNTEN. Natürlich gibt es das auch im Ausland – und Ausnahmen davon in D.

    • Womöglich eine Folge der „Umerziehung“ ,nachdem den Deutschen allein die Schuld für 2 Weltkriege zugeschoben wurde.
      100 Jahre indoktrinierter Schuldzuweisung.

      Man kann spontan den Fernseher anmachen und wird zu jeder Tageszeit eine Reportage über Hitler und die Schuld finden.

    • @ Davin

      Die Wurzeln dafür liegen tiefer (Bismarcksche Revolution von oben) und noch viel tiefer…

      Wenn dem nicht so wäre, dann wäre man auch gegen „Umerziehung“ gefeit.

    • !00 Jahre Geschichtsfälschung und die Brandstifter selbst schreiben die Geschichtsbücher.

      Ich weiß nicht,der Deutsche selbst weiß nichts über seine eigene Geschichte,weil sie ihm abspenstig gemacht wird.
      Wir wissen nicht mal -dank der Konzernmedien-dass wir keinen Friedensvertrag haben.

      Besetztes Land bis 2099.

    • @ Davin

      PS:
      Was Sie als „Umerziehung“ bezeichnen, das ist ganz normale Geschichtsschreibung der Sieger seit Beginn der Geschichtsschreibung.

    • Ist schon klar,aber deswegen muß es nicht richtig sein.
      Und im Falle der Weltkriege ist es ganz und gar nicht richtig,weil es keine Sieger gibt-der Verlierer ist immer das Volk.Und Kriege werden von Bankern und Industriellen geführt-und das sollte die ganze Menschheit wissen!!!

      Die Völker haben keinen Feind-außer einer verkommenden Elite.

    • „Du hast sie entweder an der Kehle oder sie lecken dir die Stiefel.“

      So wurde es vor kurzem im Internet kolportiert.

      Das Originalzitat von Churchill lautet:

      „Man hat die Deutschen entweder an der Gurgel oder zu Füßen.“

    • @ Davin

      Ja, und weil er die Deutschen so gut kannte, war er so gut darin, ihr Verhalten einzuschätzen und in seine Pläne einzubeziehen.

    • Nach dem Zweiten Weltkrieg begannen die Westalliierten eine in der Weltgeschichte beispiellose Umerziehung des deutschen Volkes. Mit einem Zulassungssystem hatten sie ein wirksames Mittel in der Hand, eine gigantische Gehirnwäsche zu steuern:

      “Wir bekämpfen den Charakter der Deutschen. Im angeborenen Bösen der deutschen Denkungsart – der Art des gesamten deutschen Volkstums – ist das Problem der Welt zu finden.”

      Buch: Charakterwäsche – Die Re-Education der Deutschen und ihre bleibenden Auswirkungen
      von Caspar von Schrenck-Notzing

      „Die angesehene FAZ-Journalistin Margret Boveri verriet, ihr sei dringend geraten worden, »die Charakterwäsche dürfe nicht einmal verrissen, sie müsse totgeschwiegen werden.« Dieser Rat empörte Margret Boveri so sehr, dass sie schrieb: »Das wäre dieselbe totalitäre Methode, mit der im Dritten Reich eine Figur wie Thomas Mann aus dem Bewusstsein der Deutschen gelöscht werden sollte. Solche Methoden rächen sich früher oder später an denen, die sie anwandten.«

      Darauf warten wir noch. Holger Strohm und viele andere erfahren das Totschweigen am eigenen Leibe als zeitgenössische deutsche Normalität.

    • @ Alias

      „Im Krieg ist die Wahrheit so kostbar, dass sie immer von einer Leibwache von Lügen umstellt sein sollte“, sagte der alte Zyniker Winston Churchill.

      Das galt natürlich zu jeder Zeit, denn Krieg war für ihn immer.

    • Moin, Toni, was spricht dagegen Forderungen (wie sie zur Zeit in Frankreich erhoben werden) als links zu verorten?
      Der Unterschied zwischen links und rechts ist doch der, das linke Forderungen emanzipatorisch daherkommen. Im Grunde genommen freiheitlich, bruederlich, gleich(heitlich).
      Rechte Forderungen sehen diametral entgegengesetzt aus. Ueberheblichkeit (der Rasse), Ungleichheit vor dem Gesetz, Unfreiheit (in den Gedanken und im Tun).
      Das sind doch Kriterien, die wichtig sind, um eine Forderung oder sogar eine ganze Bewegung einordnen zu können.
      Ich möchte schon gerne wissen hinter welcher Fahne ich herlaufe.

    • @ Hog 1951

      Na ja, Sie schauen doch auf die Kriterien, was eher die Ausnahme ist, also laufen Sie den Kriterien und Inhalten hinterher und nicht den Fahnen (false flag!?), wie wohl die Mehrheit. Smiley

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