Tagesdosis 11.7.2018 – Masterplan Menschheitsfamilie

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Der Innenminister Horst Seehofer macht seinen Namen alle Ehre. Er stellte gestern seinen Masterplan Migration vor und der sieht nicht etwa das Menschliche im Vordergrund der Flüchtlinge, sondern wie zu erwarten, das Organisatorische im Umgang mit diesen Menschen. Ab in den Hinterhof der See. Seehofers Logik eben.

Der ökologische Kollaps

Blicken wir einmal weiter, viel weiter nach vorne. Menschlichkeit. Für viele ist das gar kein Wert an sich. Eher ein Blabla. Menschlichkeit ist Geschwurbel, da Menschlichkeit der Plan der NWO (Neue Weltordnung) ist, basta! Das lese ich in letzter Zeit immer häufiger und deutlicher. Menschlichkeit sei ein links-grün versifftes Wort. Wichtiger sei, die Schotten dicht zu machen und keinen einzigen Flüchtling mehr ins Land zu lassen. Wer etwas anders betreibt sei ein Systemfreund, ein Widerling und völlig blind für die eigentlichen Probleme. Eben linker als die Linken und grüner als die Grünen. Man, so der Rat einiger seltsamer Geister, müsse weiter sehen. Weiter denken und dazu seien die von solchen dann ausgemachten Linken und Grünen Schreiberlinge nicht fähig. Hauptsache ist, dass man ein Feindbild erschaffen hat. Ob die Person, die man als links oder grün ausgemacht hat, selbst solches ist, ist vollkommen unerheblich.

Die größte Gefahr der heutigen Zeit ist solchen Denkern der Flüchtling und damit fast auf gleicher Höhe, der Terrorist. Und ganz wichtig für solche Geister ist, dass Merkel weg muss. Ja, alle müssen weg. Das linke und grüne Gesockse sowieso. Schreiberlinge die mit Menschlichkeit punkten wollen müssen auch weg, gehören entlassen. Denn nur eines ist solchen Geistern wirklich wichtig. Sie selbst und ihr Weltbild.

Gibt es denn überhaupt Probleme der Menschen, die wichtiger sind als Terroristen und Flüchtlinge? Mir erscheint die Antwort sonnenklar, aber sie ist zutiefst menschlich. Es gibt nichts Wichtigeres als unseren Nachkommen ein gutes Leben hier zu ermöglichen. Und für diese Nachkommen zerstören wir schon seit Generationen diesen Planeten. Wir zerstören die Natur, das Leben und das Lebendige an sich. Natürlich wird jetzt sofort eingewandt, dass das Wir nicht stimme und jeder sich einzeln für dieses Wir nicht zuständig erklärt. Denkt man aber ausserhalb der Box, in der wir fast ausschließlich denken und Antworten suchen, so stehen wir alle im Westen und in diesem Land als Verursacher und auch als Mitverantwortliche vor dieser ökologischen Katastrophe, an der jeder einen individuellen Anteil hat. Der ökologische Kollaps ist die größte Gefahr für die gesamte Menschheit. Und wenn wir dem nicht ins Auge sehen, ihn zum Hauptthema unserer Probleme machen, dann werden in naher Zukunft Flüchtlingswellen auf Mitteleuropa zukommen, die im Vergleich zu den derzeitigen Flüchtlingswellen wie Wellen im Nanobereich anmuten.

Die ökologische Katastrophe ist verursacht durch die maßlose Gier, von der wir alle auch ein Teil sind. Schon die Geburt in eben diese reiche Zone birgt eine Teilhabe an den Pfründen des Kapitals, die, und das sei ausdrücklich gesagt, die allermeisten Menschen in dieser Zone, nicht zu Urhebern, also Schuldigen macht. Urheber sind die am Kapital und der Ausbeutung willentlich partizipierenden Oligarchen. Wir aber gehören zum Wirkmechanismus dieser Katastrophe und werden per Geburt dazu gezwungen, an all dem hier teilzuhaben. Von Schuld zu sprechen wäre also zu einfach und es träfe die Falschen. Wenn man überhaupt von Schuld reden kann, dann sind es diejenigen, die das Rad anhalten könnten, es aber nicht tun.

Was wäre denn die Lösung?

Ausserhalb der Box denken zu können schließt auch ein, dass man ausserhalb des Systems denken kann. Geht das überhaupt? Wenn wir Lösungen innerhalb der Box denken, dann helfen wir dem System. Das schließt dann alle politischen Bestrebungen ein, die vom Kapital profitieren. Die Frage ist also: Was ist der Wert den wir Menschen haben und welcher Wert eint alle Menschen? Die zweite Frage wäre: Wie kommen wir dahin, geschlossen und vereint als Spezies zu denken, zu handeln und zu fühlen? Hier hat fast jeder selbst seine Antworten und alle sind unterschiedlich. Die einen glauben an Revolution, die anderen an Grenzen und Zäune. Wieder andere an die Freiheit oder an die Gleichheit. Wenn wir Lösungen innerhalb des Systems favorisieren, dann verlängern wir das Elend. Das dürfte klar sein. Ausserhalb der Box Lösungen zu finden bedeutet nicht, ich habe recht oder nach mir die Sintflut. Denn das hieße, sich von der Angst, von der Existenzangst leiten zu lassen.

Ausserhalb der Box zu denken (das teilt und herrscht) wäre, als Teil der Spezies Mensch zu denken. Wir sind eine Menschheitsfamilie, sagt der Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser und wird prompt deswegen schon im Netz lächerlich gemacht. Teilen, das tun nicht nur die Herrschenden. Das tun auch die Unterdrückten. Viele können nicht weiter denken, als bis dahin, wo die eigenen Füße stehen. Das ist das Problem von uns Menschen. Ausserhalb der Box zu denken bedeutet auch, dass kein Einzelner die Wahrheit kennt, den Weg aufzeichnen kann. Wir müssen aufhören damit uns gegenseitig an die Gurgel zu gehen, nur weil viele ganz anders denken und andere Pläne haben als man selbst. Wir sollten aufhören damit Zuflucht in einer politischen Richtung zu suchen und diese dann gegen alle Widerstände zu verteidigen. Wir müssen aufhören damit den anderen anzugreifen, nur weil er eine eigene Meinung hat. Fast alle Newsgroups verkommen zu einem Schlachtfeld der Meinungen. Und das wirklich Tragische dabei ist, dass niemand den anderen wirklich kennt. Man glaubt, durch ein paar Worte den anderen ganz genau zu kennen. Was nicht stimmen kann.

Und genau das ist das Teilen der Menschen in zahlreiche Gruppen, die sich niemals auf der menschlichen Ebene begegnen, sondern sich gegenseitig ihre Unmenschlichkeit um die Ohren knallen. Das hilft der Herrschaft ungemein, um uns gegeneinander aufzuhetzen. Es gibt nur eine Ebene, in der sich Menschen näher kommen können. Es ist die menschliche Ebene. Alle Menschen auf diesem Planeten und alle die schon vor uns hier lebten, sprechen ab Geburt ein und dieselbe Sprache. Es ist die Empathie. Die Kulturen der unterschiedlichen Zivilisationen fangen hier das Trennen an. Vor allem die Religionen und die unterschiedlichen Ismen der Politik. Beide dienen nicht den Menschen, sie versklaven ihn. Weil es Menschen gibt, die nur durch die Arbeit anderer riesenhaft verdienen, gibt es überhaupt die Religionen und die politischen Systeme.

Die Mehrheit der Menschen werden nicht bloß versklavt. Sie werden in so gut wie allen Bereichen betrogen, missbraucht und ausgenommen. In der Wissenschaft, der Bildung, der Arbeitswelt, der Mitmenschlichkeit, der Fürsorge, den Medien. Die Liste ist endlos. Es gilt ganz grundsätzlich, wer etwas in politischer Doktrin erklärt ist ein Rattenfänger. Innerhalb des Systems ist das natürlich eine Wahrheit für die Verirrten, die nicht weiter denken können, als innerhalb des Systems. Wie würden wir innerhalb und ausserhalb der Box darüber Antworten, wenn wir einmal die Frage zulassen: Wie gehen wir damit weiterhin um, dass vier Fünftel der gesamten Menschheit gerne hier leben würden? Machen wir die Grenzen dicht, sperren wir uns also komplett selbst ein, oder fangen wir endlich damit an zu verstehen, dass auch andere Menschen so leben wollen wie wir selbst? Sperren wir sie aus, leben wir weiterhin die große Lüge von den Vereinten Nationen, der Menschenrechte und der Menschlichkeit. Amerika zuerst, sagt der Präsident Donald Trump. Darüber regen sich viele auf. Doch ich wette, dass die allermeisten dieser Aufgeregten zu sich sagen – Ich zuerst! Ich meckere zwar über das System und über die Regierung. Doch das ich davon auch profitiere, weil die anderen hungern, darüber rege ich mich lieber nicht auf, will es gar nicht wissen. Und wehe dem, der mich darüber aufklärt, dass kann nur ein links-grün-Versiffter sein. Ja, alles ist so unglaublich einfach.

Die Triebfeder ist Sicherheit

Das Migrationsproblem zeigt uns einen Spiegel auf. Und um in selbigen nicht zu schauen, konstruieren viele Leute die abstrusesten Theorien vom Dieb, der mir was wegnimmt. Nur das wirklich Enthüllende daran ist, dass vor diesem Migrationsproblem niemand mehr von allem hatte. Die Agenda 2010 gibt es schon länger. Und auch zuvor gab es viele Arbeitssuchende in diesem Land. Schon als Helmut Schmidt 1974 Bundeskanzler wurde, wuchs unaufhaltsam die Arbeitslosigkeit. Ich glaube, dass der eigene Systemboykott zu sehr vielen individuellen Fehlentscheidungen geführt hat. Und diese Fehlentscheidungen werden dem System zugeschoben. Das führt aber nicht dazu, dass man sich selbst gründlicher hinterfragt. Feindbilder werden aufgebaut, befeuert und bestärkt. Dann werden Zielscheiben, also Projektionsflächen, gesucht und gefunden. Und dann wird abgefeuert. Verbal und das pausenlos. Und da es so viele sind und sie sich unter Gleichen wähnen, schaukeln sie sich gegenseitig hoch, klopfen sich gegenseitig auf die Schultern und merken nicht im Geringsten, dass sie dabei hypnotisch ihr Problem in sich selbst verfestigen. Natürlich wird darüber dann ein Ismus gelegt und fertig ist die virtuelle Peergroup.

Masterplan Mensch. Nicht das ich die Antwort auf das alles hier hätte. Und ich will auch keine Antwort geben. Ich brauche keine Antworten von der Kanzlerin oder ihrem Innenminister. Die tun auch nur das, was ihre Pensionen sichert. Und dafür haben sie ihre Wähler und die, die zwar über alles meckern, aber nicht weiter als das, was das System von ihnen erwartet denken können. Doch vor allem sind sie Systemwähler. Sie wählen nicht die Regierung, aber das System, das solche Regierungen produziert. Man besiegt kein politisches System mit einem anderen politischen System, wenn beide oder alle politischen Systeme das ganze System bilden. Man denkt auch nicht anders, nur weil man politisch die Richtung wechselt. Weil nämlich die Menschen die selben sind, die das System bilden. Es ist egal ob du Cola oder Fanta trinkst. Du kaufst vom selben Verkäufer. Dies zu erkennen kommt für diejenigen einem Sakrileg gleich, die nur im System denken können. Für sie ist die Lösung der Kolonialismus. Das Flüchtlingsproblem drückt nämlich auch in diese Wirklichkeit des Westens hinein. Es zeigt den Kolonialismus ganz offen. Doch auch hier gilt, dass man viel lieber den Überbringer der Botschaft für das Letzte hält und den Verursacher lieber stärkt.

Ausserhalb der Box beginnt die Kooperation. Nicht die Revolution, nicht der Kampf gegen alle Klassen oder der Kampf gegen andere Menschen. Innerhalb der Box existieren Rechtfertigungen für die Revolution, den Kampf der Klassen gegen alle anderen Klassen und der Kampf gegen andere Menschen. Das Credo ist Survival of the Fittest. Ausserhalb der Box existieren keine Migranten, keine Flüchtlinge. Dort existiert eine Menschheitsfamilie, eine Spezies. Ausserhalb der Box existiert bloß der Mensch. Und das macht vielen Angst. Die Box selbst verspricht Sicherheit. Und diese Sicherheit, so glaubte Jiddu Krishnamurti, sei der Grund für alles Leiden, für die ganze menschengemachte Destruktivität. Denn diese Sicherheit konstruierte das System, die Zivilisation, die Nation und die ganzen vielen Bündnisse. Mit allem Drum und Dran.

Die größten Versicherungen dieser Box sind nicht die Versicherungen selbst. Es sind die Religionen, die Pläne, nach denen sich der Mensch zu richten hat und nach denen er richtet. Horst Seehofers Masterplan vernachlässigt den Menschen und damit das Menschliche. Er organisiert, funktionalisiert und mechanisiert den Menschen durch und durch. Hannah Arendt nannte genau diese politische Doktrin die Banalität des Bösen. Denn sie verantwortet nichts, sie überantwortet die Dinge an die Menschen, die man zum Problem erklärt hat. Sie sind selbst schuld daran, dass sie überhaupt zum Problem geworden sind.

Ausserhalb der Box, und jetzt kommt das Unverdauliche, sind wir alle Migranten dieses Planeten. Nicht Deutsche oder Briten, Russen, Amerikaner oder Chinesen. Bestenfalls Menschen, die versuchen das Beste aus ihrer Geburt zu machen. Der Masterplan der Menschen ist Kooperativität, Zusammenschluss und ein Handeln als Spezies in der Menschheitsfamilie.

Quellen:

1:http://www.spiegel.de/politik/deutschland/masterplan-fluechtlingshilfswerk-der-uno-kritisiert-plaene-von-horst-seehofer-a-1217655.html

2:http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/videos/richard-david-precht-zuwanderung-100.html

 

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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52 Kommentare zu: “Tagesdosis 11.7.2018 – Masterplan Menschheitsfamilie

  1. Hallo Rüdiger , erstmal vielen Dank für deine Zeit und Arbeit die du hier investierst .
    Mit den Schachteln des Beitrags bin ich absolut nicht einverstanden .
    Weil unser Planet DIE BOX ist und wir alle nur dort leben und handeln können .
    Man kann nichts außerhalb dieser Box tun , außer unserer Gedanken , welche sich dagegen auflehnen , protestieren ,oder Modelle ersinnen etwas zu ändern .
    Aber wie kann man die Menschen dazu motivieren in der Box gemeinsam an einem Strang zu ziehen ?
    Wieviele Menschen informieren sich bei KenFM ,Nachdenkseiten , Rt Deutsch , Rubikon usw .
    Wieviele Sprachen gibt es ? …… Man muss alle Menschen motivieren an einem Strang zu ziehen.
    Wieviel Zeit haben wir noch ? Was lernen wir aus der Geschichte der Menschheit ?
    Auch wenn hier viele Menschen ein gutes „Gefühl“ von diesem Beitrag haben ( was ich absolut nachvollziehen kann ) ist doch die Umsetzung der notwendigen Schritte unmöglich wenn man realistisch bleibt .
    Ich muß auch noch einmal nachfragen wie das mit dem Survival of the Fittest gemeint war ,weil ich das nicht einordnen kann . Weil ich nicht genau weiß wie du das einordnest .
    Entweder akzeptiert man Survival of the Fittest ( dann ist alles OK wie es laüft und man muß das akzeptieren oder sich damit abfinden )oder es gibt noch eine andere Möglichkeit um aus dieser Zwangsjacke herauszukommen .

  2. Wird hier der Anarchie das Wort geredet?
    Massenhaftes Auftreten fördert nachweislich Aggressionen bei Mensch und Tier.
    Eine Ausnahme ist das Leben in einem Ameisen- oder Bienenstaat mit seiner
    strengen Ordnung.

    Es ist grundsätzlich sinnvoll vorausschauend zu planen.
    Pläne müssen aber auch von den Betroffenen akzeptiert und
    angenommen werden.

    Zur Menschheitsfamilie: Wenn ich mich erinnere, in welchem
    Zusammenhang Daniele Ganser den Begriff eingeführt hat,
    dann doch nicht, weil es keine souveränen Staaten und Gemeinschaften
    mehr geben soll, sondern dass ‚fair play‘ gelten soll.
    Die Regeln sind die des Völkerrechts.
    Den 5 Veto-Mächten soll die Löschkarte genommen werden,
    so dass Mehrheitsbeschlüsse anerkannt werden; denn wir sind
    doch eine Menschheitsfamilie.
    Box spricht den öffentlichen Debattenraum in Prof. Mausfelds Vortrag vom
    04.07.18 an. Diesen gilt es wieder auszudehnen über den derzeit zulässigen
    hinaus, um zu wirklichen Problemlösungen zu kommen.
    Dies betrifft den Vermittlungsraum durch die Medien ebenso wie den
    Diskussionsraum auf den Straßen/Plätzen, Institutionen (UNIs, Schulen z.B.)
    und im Rahmen von politischen Initiativen, in denen Ideen geäußert und
    Meinungen gebildet werden.

  3. danke! Rüdiger Lenz
    wiedermal auch für diese sehr präzise Beschreibung der Realität
    (deren Verzerrung durch unser #wahr-nehmen
    wollen/sollen/müssen/können (?)
    von Abbildern als das eigentliche Bild
    auch Platon in seinem Höhlengleichnis beschrieb)

    Masterplan für die Menschheitsfamilie!

    `auf deutsch`
    … Sittlichkeit, Empathie, Verstand, Sprache
    … Master=Meister
    … dh. raus aus der #Gesell_schaft, rein in die (eigene!) #Meister_schaft

    sehr gerne ergänze ich meine Kommentare zur letzten Tagesdosis von Susan Bonath, die auch hier aus meiner Sicht sehr gut passen:

    https://kenfm.de/tagesdosis-9-7-2018-vernichtungsmaschine-stoppen/#comment-145289
    `Das genau in/aus dieser Richtung eine `Lösung` liegt/kommt,
    wird deutlich, wenn man die große Mehrzahl der Kommentare hier und auch bei yt liesst:
    „Dusch mich, aber mach mich nicht nass!“
    Die #Wahr-nehmung, das JEDER Einzelne (mehr oder weniger) TEIL und vor allem Grundlage für die Legitimation dieses,
    `unseres Westliche Werte- Spiels` ist, führt bei (noch zu) vielen zur `Vogel Strauss`-Reaktion:
    „Nein, ich doch nicht!“
    Doch … leider … wir spielen mit, eine (scheinbare?) #Pflicht vor uns selbst zu rechtfertigen, obwohl der Inhalt/die Wirkung dieser `Pflicht` GEGEN das eigene Gewissen steht (Milgram).
    Angst spielt hierbei eine sehr große Rolle … und natürlich die Frage: wer ist eigentlich nicht traumatisiert?
    Dazu auch das wunderbare Gespräch von Daniele Ganser und Franz Ruppert mit Florian Ernst Kirner und Jens Lehrich:
    https://www.youtube.com/watch?v=0L1YvxI6q2g&t=29m42s
    Die Zeit ist reif, die Verantwortung zu erkennen, anzunehmen und die nächsten Schritte SELBST zu gehen.
    Es GILT keine Pflicht wider das EIGENE Gewissen!
    #HumanConnection

    https://kenfm.de/tagesdosis-9-7-2018-vernichtungsmaschine-stoppen/#comment-145340
    `Im #Kern liegt das Problem bei jedem EINZELNEN, der eine (scheinbare, veröffentlichte) Gedankenmehrheit wider sein EIGENES Wesen/Gewissen akzeptiert und so dieses `Spiel` am laufen hält. Der daraus hervorkommende Vorwand, es sind `die anderen` erscheint den meißten (noch!) als Weg des geringeren Widerstandes (gegen seine EIGENEN gewohnten `Bilder`)
    Irgendwo beschrieb es TeamKenFM mal so: „Die `Welt` soll sich ändern, aber ich kann bleiben wie ich bin.“
    Erst wenn der Einzelne diese beiden (künstlich, selbst) erschaffenen/erhaltenen `Pole` in seiner Beschreibung dessen, was ihn `umgibt`, für sich wieder verbindet (#All_ein`s), wird sich wieder eine (über)LEBENsfähige `Welt` entwickeln … ganz natur-lich 😉
    Es gibt ein schönes Experiment, was diese Muster sehr schön veranschaulicht: die 5 Affen
    zb https://www.youtube.com/watch?v=D0UHGrentU&t=4s
    Wir sind jedoch, anders als Affen(?), zusätzlich noch mit Verstand und Sprache ausgestattet, dh. können (wer WILL) das `Experiment` SELBST erkennen … wahnnehmen, aussprechen und ändern 😉
    oder? … ich glaube schon
    #GutenMorgen`

    https://kenfm.de/tagesdosis-9-7-2018-vernichtungsmaschine-stoppen/#comment-145413
    (zur Beschreibung von @mamomi `…weil wir brav dem „Herrsche und Spalte Prinzip“ folgen…sauber!
    Da haben unsere „Erzieher“ ganze Arbeit geleistet!`)
    `#dito, wenn nicht …

    … ich `zieh lieber aus` und die #Selbstverantwortung (a) vor 😉
    … und die Frage, wo GENAU diese (a) eigentlich in/für `unsere` repräsentative Demokratie `anfängt`

    eine `Gedankenspiel`-Frage:
    Ist eine Aussage für sich selbst: `Es GILT keine Pflicht wider das EIGENE Gewissen.`
    a) Recht
    b) Unrecht
    ?

    #Spieltheorie`

    Mybritt Illner hatte mal eines sehr schönen Schlußsatz zum Ende ihrer Talkshow:
    `Viel Spass beim Vermehren der gewonnenen Einsichten.`
    sehr schön … warum sie ihn `abgelegt` hat, hatte sie auf Nachfrage damals (mir) leider nicht beantwortet …

  4. Warum ist es für viele so schwer zu begreifen, dass blutige Gewalt immer nur wieder mehr blutige Gewalt erzeugt?
    Wie können Menschen, die sich tagtäglich von Blut, Leid und Qual ernähren, diese ständig in ihren Organismus mit aufnehmen, eine harmonische Welt erhoffen? Das ist eine wahnsinnige Verrantheit in der Menschheit.

  5. Mein lieber Schwan, Herr Lenz, da sind Sie aber schwer angestoßen, an die Kaimauer, dass Schiff wackelt noch. Habe mir die Kommentare mal durchgelesen, zu Ihrer NWO. Machen Sie sich keinen Kopp deswegen, ich jedenfalls, bin bereit, meine 887 Euro Rente mit allen Menschen, einschließlich der Kommentierenden hier, zu teilen. Wir schmeißen unsere Einkommen alle zusammen in einen großen Pool, wie damals Dagobert, und teilen das dann gerecht auf die 7,3 Milliarden Weltbürger auf.
    Bin mir sicher, dass nicht nur der Slumbewohner aus Mumbai dabei gewinnt, sondern auch ich.
    Was solls, wenn schon die Kommentatoren hier, die Bildungsbürgerschicht, nicht mitspielen, um bis zu tausend Ausreden nicht verlegen sind, wird das wohl nix. Schad‘ drum.

    • Neulich im Zugabteil

      In einer Toilettentür im Kurswagen von Berlin über München und Stuttgart nach Dresden steht geschieben: „Fünf Minuten wird geschissen; wer länger scheißt, wird rausgeschmissen!“ Darunter steht: „Der, der das geschrieben hat, der war wohl ein Preuße; denn wer nichts zu essen hat, hat auch nichts zu scheiße!“ Darunter steht: „Der, der das geschrieben hat, der war wohl ein Bayer; wer den ganzen Tag nur frisst, kann scheißen wie ein Reiher!“ Darunter steht: „Die innerdeutsche Einigkeit, die tut sich hier beweisen. Dem einen gönn‘ se’s Fressen nicht, dem andern nicht das Scheißen!“

  6. @ r.lenz

    Genau dieses Schein-intellektuelle gebrabbel nervt mich an Ihnen, Fr. Bohnat, den gesamten MS und viele mehr. Sie sind nicht mal in der Lage einfachste Zusammenhänge dem Leser/Zuhörer näherzubringen. Stattdessen moralisierte Stimmungsmache mit entsprechendes wording. Sie sind sogar unfähig „solidarität“ gesellschaftlich zu definieren. Von kultureller Inklusion/Exklusion brauch ich gar nicht erst anfangen!

    Solidarität heißt nicht den Nachbar, den ich nicht leiden kann, dessen Tasche in die 1. Etage zu tragen, sondern zu wissen, dass dieser eine vernünftige Rente bekommt, ohne zusätzlich Flaschen zu sammeln. Dafür bin ich auch gern bereit Steuern und andere Abgaben zu leisten.

    Was bedeutet denn das wording „Solidarität mit den Flüchtlingen“ unter den Vorzeichen westlicher Politik und den derzeitigen vorherrschenden Unternehmerkapitalismus? Natürlich, dass ist das Ende der letzten Reste der Solidargemeinschaft! Wenn sie mir nicht glauben, dann schauen sie mal über den Teich. Weit und breit nichts zu entdecken von einem solidarischen System. Keine Rente, keine Gesundheitsfürsorge und die Infrastruktur erinnert an die 3. Welt!

    Nun zu einer einfachen Logik, wenn „ein“ Staat in einer höchst arbeitsteiligen Gesellschaft sich auf die Fahne geschrieben hat Solidarsysteme zu entwickeln, geht das nur über die gesamtwirtschaftliche Produktivität. Kann daher auch nur für die sich in diesem arbeitsteiligen Prozess beteiligte/durchlaufende Gesellschaft (kind, erwachsener, rentner) gelten und nicht für die gesamte „Menschheitsfamilie“. Eine einfache Frage, werden die neuen Dauergäste jemals eine realistische Chance bekommen sich in den arbeitsteiligen Prozess einzugliedern? Ja, nein, vielleicht

    Ich glaube nicht.

    • “ werden die neuen Dauergäste jemals eine realistische Chance bekommen sich in den arbeitsteiligen Prozess einzugliedern? Ja, nein, vielleicht“
      Je nach dem, wie man Arbeit organisiert.
      Ist denn dieser arbeitsteilige Prozess, die ja oft für eine Entfremdung sorgt, erstrebenswert?
      Warum arbeiten viele Menschen nur für Kohle?
      Weil sie meinen, es zu müssen – nicht weil sie es wollen!
      Beruf hat etwas mit Berufung zu tun. Aber egal – die meisten haben nur Jobs!
      Völlig austauschbar – mit fast jedem.
      Wen man weis, das man „Dauergäste“ bekommt, sollte man auch Vorkehrungen treffen.
      Und das hat keiner getan.

    • keeneahnung : „…werden die neuen Dauergäste jemals eine realistische Chance bekommen…“,
      da ahne ich, bei ihnen nicht.
      Aber da gibt es diese Mutta aus Kalkutta, welche die Hälfte ihres Brotes auf die Nachbarskinder verteilt, ohne zu fragen, was sie übermorgen isst. Denn sie mag keine Buchhalter, wie auch keine Korinthenkacker. Wir sollten die Migranten bei den Ärmsten in den Slums abladen, da gibts noch Solidarität und wir sind den Ärger los. Prost!

    • @ horst
      war das ein Argument? wenn man natürlich das System in dem man lebt nicht kennt, wie sie, dann fängt man an zu moralisieren! oder woher kommt der wohlstandsgewinn in China? weil die Chinesen kurzzeitig alle geflüchtet sind?

    • keeneahnung:..auch in China bekommt der Arbeiter nicht mehr Lohn, als zur Wiederherstellung seiner Arbeitskraft nötig ist. Das ist Systembedingt…
      und bringt es außerdem mit sich, dass Herzensbildung, als unbezahlbare, weil nicht bewertbare Größe, leider draußen bleiben muss.

    • @keeneahnung, mein Bericht war „ausserhalb der Box“ zu denken. Ca. 200 Kommentare auf YouTube beweisen, dass keeneahnung eine Sekte ist. Da wird behauptet, aus dem Hut gezaubert und herumgetrampelt an Worten, Sätzen und Meinungen, die nichts, aber auch gar nichts davon in meine Bericht stand. Aber eines habe ich dabei wirklich gelernt: Die Angst lenkt hier die meisten Menschen. Und aus dieser Angst heraus kommen zahlreiche Behauptungen, ich hätte diese oder jenes geschrieben. Nachweislich habe ich das gar nicht. Was wiederum beweist, dass die Angst eine Zielscheibe braucht. Auch das beschrieb ich im Artikel. Wissen Sie worum es wirklich und ganz ausschließlich geht? Nur um Sie. Nur Sie können etwas tun. Sie können niemals das tun, was ich tun möchte. Und darum herum erfinden Leute wie Sie den ganzen selbst ausgedachten Rattenschwanz an Dingen, die Leute wie Sie dann wiederum anderen vorwerfen. Es kommt aber einzig aus Ihrem Hirn. Bestenfalls ist das eine Wechselwirkung, erzeugt durch meinen Text. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag 🙂

    • @ r. lemz
      Guten tach
      Ihr Bericht hieß nicht „ausserhalb der box denken“, sondern „Masterplan Menschheitsfamilie“. Wenn sie „ausserhalb der box“ denken möchten impliziert das, sie die box in der sie momentan leben auch verstehen sollten und das scheint mir, unter anderen auch bei ihnen, nicht gegeben zu sein. Was sie mir und anderen vorwerfen, kann ich natürlich gern zurückgeben. Schon dadurch begründet, dass sie in einem Diskurs am Donnerstag treten wollen und genauso wie Fr. Bohnat (am Montag) nie auf den Punkt kommen bzw. Zusammenhänge zeichnen die keine sind.
      Grüsse aus Berlin

      @ horst
      Darauf antworte ich nicht, ist mir zu blöd.
      gruß

  7. Der Text enthält etliche interessante Gedanken, aber der Anthropozentrismus darin nervt mich gewaltig. Mir ist dabei mehrmals der Satz des Pythagoras eingefallen: Was die Menschen den Tieren antun, kommt auf die Menschen zurück.
    Solange sich die Unter- und Mittelschicht an der Ausbeutung der Tiere beteiligt, signalisiert man doch klar, daß man das Sklavenhaltersystem nicht abschaffen, sondern zum Sklaven-Aufseher aufsteigen will. Deshalb wird sich auch nichts bessern, vergeßt es.

    • Genau, lieber Torsten, Du hast mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen. Leider sind das hier die wenigsten, die diese grundsätzliche Wahrheit einsehen wollen. Auf dem Gebiet der Mathematik und der Geometrie, der Architektur, des Bauwesens, der Kathographie, der Navigation, der Astronomie und der mathematischen Gesetze der Harmonik, in der Musik, auf der unsere abendländische Kultur gründet, hat man sich die Erfindungen und Erkenntnisse dieses genialen hellsichtigen Menschen zunutze zu machen gesucht. Aber das Fundament all seiner Lehren, das von ihm gelehrte und gelebte Mitgefühl für alles Lebendige, hat man dabei einfach stillschweigend übergangen. Nur ganz wenige sind dieser einzig richtigen Weisung gefolgt, bis heute. Und deshalb wird das auch so nichts mehr mit einer friedlichen Welt. Das könnt Ihr wirklich vergessen.

    • Also nichts tun, Herr Torsten? Viele Tiere fressen unschuldige Pflanzen und wissen nicht mal, was sie da tun. Die sollten wir aufklären, bevor wir Schiffsbrüchige aus dem Meer rausfischen!
      So richtig? Oder noch nen Ei draufschlagen?

    • Genau lieber Voice, dass wird nichts mehr, mit der friedlichen Welt. Dafür sollten wir sorgen.
      Z.B. in dem wir unseren Kriegshaushalt auf die von Trump gewünschten 4% rauf fahren.
      Bald ist ja wieder Weihnachten. Dann haben wir wieder 3 friedliche Tage am Streifen. (Wenn die Mutter nicht wieder was anbrennen lässt). Das reicht!

    • Herr Kiezmann, Sie kommentieren hier etwas, worüber Sie offensichtlich keine fundierten Kenntnisse besitzen und Sie sich gemäß Ihrer Kommentare auch nie ernsthafte Gedanken gemacht haben. Die meisten unschuldigen Tiere auf diesem Planeten heute, die den Menschen in den armen Ländern die Pflanzennahrung weg fressen sind die unzähligen Nutztiere, die anhand von Dauergewaltigung ständig in die Welt gezwungen werden, um für kurze Zeit qualvoll zu existieren, bevor sie grausam abgeschlachtet werden zur Ernährung von Menschen, die sich über diese Hölle, die sie selber ständig am produzieren und sich einzuverleiben sind, bisher niemals bemüßigt fühlten, nachzudenken. Wahnsinniger geht es nicht mehr. Ein kollektiver Wahnsinn, mit bisher nur einigen wenigen Einsprengseln von Erkenntnis.

    • Horst Kietzmann:
      Völlig falsch verstanden! Was ich damit sagen will ist, daß es keinen Sinn macht, über Frieden und Gerechtigkeit zu diskutieren, wenn man die extreme Gewalt auf dem eigenen Teller zelebriert. Damit signalisiert man, daß man nicht gegen Gewalt gegen Schwächere ist, sondern nur – wie die Reichen – auf den eigenen Vorteil aus ist. Damit ist alles, was man tut, unglaubwürdig.
      Ist die Grundlage der Gewaltfreiheit im eigenen Bereich geschaffen, kann man alles Mögliche tun, was man für friedensfördernd hält.
      Zynische Sprüche ins Netz stellen gehört meiner Ansicht nach nicht dazu.

    • Torsten und voice
      Die Frage, die sie nicht stellen, aber implizieren heißt:
      Kann es Frieden in der Welt geben, solange wir Tiere töten und essen?
      Es wird nie einen absoluten Frieden geben, wie es auch keine absolute wahrheit gibt.
      Der absolute Frieden ist der Tod. Die absolute Wahrheit ist: Das es sie nicht gibt.
      Tiere fressen sich gegenseitig auf, genau so, wie sich die Menschen gegenseitig töten.
      Nochmal alles durchdenken, ich mach mit.

    • Horst Kietzmann,
      es gibt auf der Welt viel öfterals das Prinzip „Alles oder Nichts“ das Prinzip des „Mehr oder Weniger“. So verhält es sich auch mit den Idealen Gerechtigkeit und Frieden, die vom überwiegenden Teil der Menschheit als erstrebenswert angesehen werden. Jeder einzelne Mensch trägt durch sein Handeln einen kleinen Teil dazu bei, wohin wir uns auf dem Kontinuum bewegen.
      Was die amerikanische oder die deutsche Regierung in Syrien oder der Ukraine macht, kann ich kaum beeinflussen. Was ich hier tun kann, ist lediglich, mit Leuten darüber zu reden, was tatsächlich geschieht, abseits der täglichen Lügen in Tagesschau und heute-Journal.
      Unmittelbaren Einfluß jedoch hat jeder Einzelne dabei, wieviel Gewalt man mit seinem eigenen Konsumverhalten fördert oder nicht fördert. Wofür wir Geld ausgeben, das halten wir am Laufen. Darum sollte man, bevor man über den Weltfrieden diskutiert, erst mal schauen, daß das eigene Verhalten gewaltfrei ist. Und die größte Gewalt wird gegenüber Tieren praktiziert: weltweit 200 Milliarden Opfer jährlich.
      Dieser Massenmord wirkt auch auf die Menschen zurück, über Verrohung, über multiresistente Keime, über Zivilisationskrankheiten (z.B. Arthritis) und über Hunger (Fluchtursache !) in armen Ländern.
      Keine einzelne Tat hat soviel positive Auswirkungen auf den Frieden, auf die Natur und auf die eigene Gesundheit wie eine Umstellung auf eine vegane Ernährung.

  8. Sehr geehrter Herr Lenz,
    Sie schreiben: „Wie kommen wir dahin, geschlossen und vereint als Spezies zu denken, zu handeln und zu fühlen?“
    Dieser Satz ist ein Alptraum – erkennen Sie denn nicht den Totalitarismus darinnen? Alle sollen das Gleiche denken, handeln und fühlen – und natürlich so, wie Sie es für richtig halten? Also Schluss mit Individualität, mit Selbstbehauptung, mit Verteidigung, mit „Nein“-Sagen? Wollen Sie das wirklich? Willfährige Ja-Sager?
    Ich lasse mir keine Schuldgefühle einflößen, für etwas, was ich nicht getan habe und für etwas, wofür ich nichts kann. Wir, als deutsche Bürger – oder sollte ich eher sagen, „Vasallen“ – oder noch besser: „Repräsentativ Vertretene“, haben überhaupt kaum Mitspracherecht über die ausbeuterische, kapitalistische Wirtschaftsordnung, über die illegalen NATO-Kriege, über die irrsinnigen Militärausgaben, über die Russland-Hetze der Medien, über die vor langer Zeit eingeführte Atomkraft, über unsere Steuerbelastung, über die Umweltverschmutzung, über Gen-Food, über die Ungerechtigkeiten in anderen Ländern – all das wurde und wird durchgesetzt gegen meinen Willen. Alle wichtigsten Entscheidungen der letzten Jahrzehnte wurden ohne die Bevölkerung getroffen. Trotzdem versuchen manche „Linke“, „Grüne“ und „Rote“, uns ständig Schuldgefühle einzuflößen, wie früher die Pfarrer. Ich weise das von mir, denn dieses Einflößen von Schuldgefühlen ist ein Herrschaftsmittel. Glauben sie nur ja nicht, dass Sie, Herr Lenz, nicht auch herrschsüchtig sind. Auch Sie wollen Macht ausüben, wollen Ihrs durchsetzen, wollen Meinungsmacht ausüben, Schuldgefühle einflößen, beeinflussen. Mit welchem Recht wollen Sie Erwachsene erziehen? Die Politiker (links, grün, rot , usw und die meisten Intellektuellen in diesem Land sind so unvernünftig. Helmut Schmidt und Helmut Kohl waren vernünftig. Sie sagten, man müsse die Zuwanderung ab einer gewissen Höhe begrenzen. Wollen Sie diese beiden bedeutenden Politiker posthum verdammen? Die beiden hatten noch Fachkompetenz und gesunden Menschenverstand. Aber diejenigen, die heute im Bundestag sind? Die in der EU sitzen? Die in der NATO sitzen. Die Milliardäre oder „Thinker“ mit abstrusen Ideen von einer „Einheitsmenschheit“? Sind sie vernünftig? Sollte man ihnen die Verantwortung über wichtige Entscheidungen anvertrauen, die Millionen Menschen betreffen?

    • Erster Klima-Leugner im Umerziehungslager

      Nach den ersten drei Monaten Internierung besucht der KZ*-Aufseher den Neuankömmling.

      KZ-Aufseher : „Na? Leugnen Sie immer noch?“

      Klima-Leugner : „Nein, Sie haben Recht, es gibt eine Erderwärmung.“

      KZ-Aufseher : „Na also!“

      Klima-Leugner : „Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.“

      KZ-Aufseher : „Grrrrr. Klima-Leugner, Sie erhalten drei Monate Verlängerung!“

      Die Monate vergingen und der KZ-Aufseher besucht den Klima-Leugner erneut

      KZ-Aufseher : „Na? Leugnen Sie immer noch?“

      Klima-Leugner : „Nein, Sie haben Recht, es gibt eine Erderwärmung.“

      KZ-Aufseher : „Ich hab´s doch gleich gewußt, daß wir Sie klein kriegen!“

      Klima-Leugner : „Von Frühlingsanfang bis Herbstanfang.“

      KZ-Aufseher : „Grrrrr. Klima-Leugner, Sie erhalten drei Monate Verlängerung!“

      Die ersten Schneeflocken fielen und der KZ-Aufseher besucht wieder den Klima-Leugner.

      KZ-Aufseher : „Na? Leugnen Sie immer noch?“

      Klima-Leugner : „Nein, Sie haben Recht, es gibt eine Erderwärmung.“

      KZ-Aufseher : „Sehen Sie – bei uns wird jeder vernünftig.“

      Klima-Leugner : „Die Erderwärmung findet gerade statt.“

      KZ-Aufseher : „Wollte doch schon sagen“, und rieb sich vor Kälte die Finger.

      Klima-Leugner : „Aber auf der Südhalbkugel.“

      KZ-Aufseher : „Grrrrr. Klima-Leugner, Sie erhalten drei Monate Verlängerung!“

      Die Monate vergingen und der KZ-Aufseher besucht wieder den Klima-Leugner

      KZ-Aufseher : „Na? Leugnen Sie immer noch?“

      Klima-Leugner : „Aber nein.“

      KZ-Aufseher : „Wieso?“

      Klima-Leugner : „Hören und schauen Sie, wie die Vögel zwitschern, die Blumen blühen, die Bienen summen, die warmen Sonnenstrahlen auf der Wange kitzeln und die weissen Wolken am blauen Himmel entlang ziehen, die Bäume duften und der Frühlingswind in den Blättern raschelt?“

      KZ-Aufseher : „Sie gehören nicht hier her. Machen Sie, daß Sie hier ´rauskommen, Sie sind doch ein anständiger Kerl.“

      Klima-Leugner : „Danke, daß ich bei Ihnen überwintern durfte.“

      KZ-Aufseher : „Haben Sie denn bei uns etwas gelernt?“

      Klima-Leugner : „Jahhaaa.“

      Der KZ-Aufseher blickt ihn neugierig an und fragt frohlockend

      KZ-Aufseher : „Was denn?“

      Klima-Leugner : „Ich kann nicht, wie die Zugvögel wegen der Erderwärmung in den Süden fliegen.“

      KZ-Aufseher : „Nun aber ´raus, Sie komischer Vogel.“

      *KZ ist die Abkürzung für Klima-Zentrum

    • A.Eberl : Sie schreiben:
      Lenz sagt, „Wie kommen wir dahin, geschlossen und vereint als Spezies zu denken, zu handeln und zu fühlen?“
      Es geht in diesem Satz um Solidarität und nicht um Totalitarismus
      Alle sollen NICHT das Gleiche denken, handeln und fühlen, sondern alle können, integriert in der Menschheitsfamilie, den Menschheitstraum vom ewigen Frieden diskutieren und üben.
      Es geht nicht darum „willfährige Ja- Sager“ zu erziehen, sondern in dem Rahmen „Menschheitsfamilie“, der ein friedliches Miteinander als Fundament oder Basis bereit stellt, selbstbewusst um die beste Lösung zu streiten. Ein Hilfsmittel ist da das systhemische Konsensieren.
      Sie schreiben: „Ich lasse mir keine Schuldgefühle einflößen, für etwas, was ich nicht getan habe…“ Es gibt Situationen, in denen der „Nichtstuer“, der Zuschauer durch unterlassene Hilfeleistung zum Täter wird. Also bitte nicht den Kopf in den Sand stecken. Wie Kohl und Schmidt in Merkels Situation gehandelt hätten, wissen wir nicht.
      So sehe ich das. Lenz kann das ganz anders sehen…

    • Antwort an Horst Kietzmann: Sehr geehrter Herr Kietzmann, wer sagt Ihnen denn, dass ich nichts tue? Ich bin ziemlich aktiv – geistig und mit den Beinen. Und ich versuche, über die bloßen Parolen hinweg auch Hintergründe zu durchschauen- und da ist dieses „Gut-Böse“-Schema eben doch nicht so einfach. Aber der Tag hat nun mal nur 24 Stunden, von denen ich fünf Stunden schlafen muss, etliche weitere Stunden Pflicht erfüllen muss… etc… Und ich habe den Mut, mich meines Verstandes zu bedienen und darf Unvernunft anprangern. Auch Sie versuchen, Schuldgefühle einzuflößen. Natürlich haben Sie Recht, dass der Nichtstuer IN BESTIMMTEN SITUATIONEN zum Dulder wird – aber das ist hier nicht der Fall. Sie wollen, dass man IHNEN zustimmt, ansonsten kommt die Moralkeule, obwohl Sie mich gar nicht kennen und nicht wissen, wo ich mich engagiere. Und noch etwas: Diese Mutter in Kalkutta, die auch noch ihr allerletztes Brot mit den Nachbarskindern teilt, die gibt es sicherlich dort, wo Not ist und sie ist zu bewundern. Aber was es in solchen Slums halt noch mehr gibt, das sind Zuhälter und Drogendealer mit ihre gewalttätigen Schlägertypen und maffiöse, hierarchische Strukturen, deren Bosse selbst noch vom einbeinigen Bettler die Miete für seinen Schlafplatz auf der ihm zugewiesenen Straßenecke abverlangen lassen. Das ist doch die Wahrheit.

  9. Menschlichkeit ,
    wie auch Demokratie oder Toleranz,
    wird von der Politik verwendet wie von den Nazis die Kombination von Arbeit und frei .
    Es ist purer Zynismus
    wie es purer Zynismus ist, von Flüchtlingen zu sprechen wenn das epochal brutale Programm der
    Replacement Migration für die gesamte Menschheit durchgesetzt werden sollte .

    • Das Sie das Wort Toleranz begriffen haben, kann ich nicht feststellen.

      „Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: Sie muß zu Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen“.

      (Johann Wolfgang Goethe)

    • wasserader: BESTANDSERHALTUNGSMIGRATION kann prima durch Nichtstun bekämpft werden.
      Lassen die Boote ganz einfach nicht anlanden und spielen gleich nach dem Essen „Schiffe versenken“. Ist gut für die Verdauung.
      Freiwillige Arbeit macht frei, Zwangsarbeit macht unfrei, so einfach ist das.
      Bin aber auch bereit ihre Meinung zu ertragen,erleiden und zu erdulden.

    • @Horst Kietzmann
      „Bin aber auch bereit ihre Meinung zu ertragen,erleiden und zu erdulden.“
      ……Die ewig schuldbesessenen deutschen Flagellanten – dämliche Heuchelei .

  10. Es ist schon mal ein Fortschritt, wenn ein Politiker überhaupt einen Plan hat. Deswegen finde ich diesen Masterplan von Seehofer erstmal gut. Schließlich haben wir 4 Millionen Muslime, die in Deutschland bereits wohnen und leben und rund 1,7 Millionen Asylbewerber. Dazu kommen jetzt dann noch rund 1,2 Mio. Asyl-Familiennachzügler, das macht dann zusammen rund 6,9 Millionen ohne andere ausländische Mitbürger.

    Das entspricht in etwa einer Gesamtbevölkerung von Österreich oder Irak oder Tschechien oder anderen Ländern, die jetzt bei uns in Deutschland wohnen.

    Also kann man den Deutschen doch keine Unmenschlichkeit vorwerfen. Wieviele arme Schlucker oder bedrohte Arten, die 5.000 Euro für eine Reise nach Deutschland zahlen, wollen wir noch aufnehmen ? Es gibt keinen Masterplan für die Menschheitsfamilie. Außer sie arbeiten für die Scientology Church, die haben einen Masterplan für die Menschheit, aber nur diese Spezies.

    Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass ein durchschnittlich intelligenter Erwachsener daran glauben kann, dass ein deutscher Politiker einen Masterplan für die Menschheitsfamilie entwickelt oder entwickeln soll. Bei so viel Naivität muss man aus den untiefen des Bayerischen Waldes oder aus einem stromfreien Kuhdorf meiner Ansicht nach kommen.

    Ihr Beitrag erinnert mich nur an politische Träume, wie sie die Welt gern hätten, ein Idealbild von einem korrekten Deutschen. Richtig ist, dass die Merkel nur wegen Seehofer wieder Kanzlerin geworden ist, weil die CDU und die CSU bis heute versäumt hat, Nachfolger zu finden oder aufzubauen. Beide Parteien haben ja das C vorne stehe, also „christlich“ nennen sie sich, das waren sie aber nie. Alle Altparteien und dessen Mitglieder denken nur an ihren Geldbeutel und Vorteil, das ist auch menschlich.

    • An Herrn Karl Bernd Esser: Ich stimme Ihrem vernünftigen Post zu.
      Vor kurzem schrieb Herr Trautvetter in einem seiner Texte, dass Europa der am dichtesten besiedelte Kontinent ist. Da hat er Recht. Gleichzeitig ist Europa der kleinste Kontinent, hat aber sehr viele Atomkraftwerke, die, auch außer Betrieb, wie in Deutschland, noch Jahrtausende lang strahlendes Material bringen. Afrika dagegen ist riesengroß, der Nahe Osten ist auch riesengroß – beide Gebiete sind viel größer als Europa – dort leben wahnsinnig viele Menschen. Sie können nicht alle herkommen, ohne dass es künftig Chaos, Destabilisierung, Vorstadt-Bandenkriege und Bürgerkriege gibt, das sagt der gesunde Menschenverstand. Wer halb Kalkutta einläd, rettet nicht Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta – sagte das nicht Peter Scholl-Latour – der große Journalist? Und Helmut Schmidt und Helmut Kohl hatten auch berechtigte Bedenken über allzu große Zuwanderungszahlen. Will man sie posthum dafür verdammen – diese bedeutenden Politiker, die noch Sachverstand hatten? Früher fragte Ken Jebsen auch mal nach der „Migrationswaffe“ – hat man das schon vergessen? Ich nicht. Ich denke, dass so etwas eine Rolle spielt.

    • „Wer halb Kalkutta einläd, rettet nicht Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta.“

      Für den einen ist der Satz ein bedrohliches Szenario , deren Vorstellung Angst macht.

      Für mich ist es ein Versuch zu beschreiben, wie groß die Ungerechtigkeit ist.
      Kalkutta ist da nur ein Beispiel.
      Wer Indien nicht kennt, kann sich die sozialen Unterschiede nicht vorstellen.
      Ich hatte dort oft die Vorstellung, das Mittelalter und Moderne nebeneinander in einer Welt existieren.
      Es gibt unwahrscheinlichen Reichtum in direkter Nachtbarschaft existenzbedrohlicher Armut.
      Ich hatte den Eindruck, auf einem anderen Planeten zu sein.
      Im Grunde genommen, war es ein Bild unserer Erde auf konzentriertem Raum.
      Das war Mitte der 90 ziger Jahre – also schon ein Weilchen her.
      Seid dem ist die Bevölkerungszahl auch dort gewachsen.
      Ob es spürbar besser geworden ist, bezweifle ich.

  11. Wenn alle 7,3 Mrd. Menschen in Deutschland leben würden hätten wir eine
    Bevölkerungsdichte wie in der Stadt Paris. Der Rest der Erde wäre menschenleer!
    Es gibt keine Knappheit, es ist keiner reich weil ein anderer arm ist.
    Es isr keiner arm, weil ein anderer reich ist.
    Das muss durchschaut werden!
    Trotzdem bin ich gegen Verschwendung und Gier.

    • Knappheit gibt’s schon, künstliche Knappheit, damit sind sie alltäglich konfrontiert. Ob das materielle oder immaterielle Güter sind, einerlei. Ohne Moos nix los, unabhängig davon daß die Güter ohnedies vorhanden sind.

      Sie sehen, reguliert wird das über die ihnen zur Verfügung stehende Geldmenge. Daher kommen überhaupt die (Existenz)ängste, nicht mehr das Notwendige kaufen zu können, den gewohnten Standard nicht halten zu können.

      „Die Weltlandwirtschaft könnte problemlos 12 Milliarden Menschen ernähren. Das heißt, ein Kind, dass heute an Hunger stirbt, wird ermordet.“
      (Jean Ziegler)

    • Da, wo die meisten Kinder verhungern, wird der fruchtbare Boden mit Mega- Anbaufächen für Genpflanzenfutter zur Massentierhaltung besetzt und verseucht, damit sich die Industriestaatenbürger an diesem kombinierten Boden-Pflanzen – Tier-Missbrauch fett und krank essen können.

    • Künstliche Knappheit durch das Geldsystem, genau.

      Wir fressen den Afrikanern nicht das Essen weg, im Gegenteil, wir zerstören mit
      subventionirten Lebensmitteln aus dem Westen deren Landwirtschaft und machen die
      von uns abhängig. Das ist ein Mittel der Kriegsführung.

    • Sie sind nicht informiert. Es ist so, wie ich schrieb und wir schicken dann das, was wir aus der Massentierhaltung selber nicht mögen oder brauchen giftig verarbeitet in diese Länder zurück und verdienen damit auch noch zusätzlich Geld.
      Teile aus der Fleisch-und Milchtierwirtschaft. Zum Beispiel Milchpulver, wozu den Frauen erklärt wurde, dass dies viel besser für ihre Babys sei als ihre eigene Muttermilch.

    • Die Menschen schlagen sich doch jetzt schon gegenseitig überall die Köpfe ein. Wie soll das dann erst werden, wenn niemand mehr in lauschiger Natur sich von seinen Mit- Menschen erholen kann, weil auch diese dann nicht mehr lauschig sondern laut und stinkig sein wird, angefüllt mit Menschen. Das kann und wird alles nicht mehr funktionieren. Sie rechnen sich etwas vor, was mit der Lebenswirklichkeit nichts mehr zu tun hat. Das natürliche Vorstellungsvermögen scheint bei vielen schon total gestört zu sein.

  12. Merkwürdige Leute, die Deutschen, sie erfanden der Verbrennungsmotor, bauten das erste PKW, erfanden Kunstdünge, Anilyn, synthetisches Gummi, Rubber, was es die USA ermöglichte den zweiten Weltkrieg zu führen, spalteten das Atom, erfanden Raketen, bauen die besten PKW’s der Welt, usw., aber zugleich noch immer ein Volk von Träumer, wie beschrieben in
    Hans Grimm, ‘Volk ohne Raum’, München, 1926, 1932
    Heute, so sagen Kommentatore, versuchte Merkel Trump zu überzeugen das er die Regeln folgen muss.
    Merkel versteht noch immer nicht dat Trump nur eine Regel hat: America first.
    Spinoza wusste es schon, ohne Macht kein Recht.
    Ob Hitler jemals Spinoza las, ich weiss es nicht, aber auch er verstand das Verträge nicht mehr sind als Stückchen Papier.
    Merkel hat jetzt dasselbe Problem was Deutschland immer hatte, es muss viel exportieren um viel importieren zu können.
    Unter Hitler wusste Schacht was zu tun.
    Er benutzte wirtschaftliche Macht, wovon Buchbinder Schulz nichts versteht.
    Merkel auch nicht, ihre Traum ist zu Ende.

    • Sie beschreiben real gewordene Alpträume.

      O Gott, ich könnte in eine Nußschale eingesperrt sein und mich für einen König von unermeßlichem Gebiete halten, wenn nur meine bösen Träume nicht wären.
      (Hamlet, 2. Akt, 2. Szene / Hamlet, William Shakespeare)

      Dabei ist die Zeit doch mehr als reif, ein paar der zivilisatorischen Träume real werden zu lassen.

    • „Dabei ist die Zeit doch mehr als reif, ein paar zivilisatorische Träume wahr werden zu lassen“. Was ist denn damit gemeint? Die neuen Schweinehochhauspläne Chinas?

    • Es kann nur noch zivilisatorische Alpträume geben, weil diese Zivilisation eine einzige, durchgehende Entwicklung von Gewalt war und so lange noch ist, wie das nicht kollektiv erkannt wird.

    • Was man ließt, das glaubt man dann wohl auch.
      Ein Buch, das wirklich keiner braucht.

      „Zu den Bibeln des Deutschtums, wo es am knastrigsten ist, gehört auch ein dicker Wälzer, ›Volk ohne Raum‹ von Hans Grimm. Der Mann hat in Deutsch-Südwest gelebt und hat vor dem Kriege einige beachtliche Novellen veröffentlicht. (›Der Gang durch den Sand‹; alle seine Arbeiten sind bei Albert Langen in München erschienen.) Nach dem Kriege aber fuhr es in ihn; wie alle Deutschen ein schlechter Verlierer, kochte er die erlittene Niederlage metaphysisch auf und tat an der vorhandenen Überbevölkerung des deutschen Landes und vermittels eines mäßigen Romans dar, dass Deutschland wiederum Kolonien brauche. Stil und Poesie erinnern etwa an den Pastor Frenssen – die gleiche dilettantische Innigkeit, die da glaubt, wenn der Schreiber ergriffen sei, müsse es auch der Leser sein, die gleiche protestantische Provinziallyrik mit Hummelgesumm und Waldesrauschen, die zwar Naturverbundenheit aufweist, von der Seele der Natur aber nur so viel weiß, wie aus dem bäurischen Grundbuch hervorgeht.“

      ( Die Weltbühne, 4. September 1928 – Kurt Tucholsky)

  13. Das von Herrn Lenz beschriebene Dilemma, nimmt auch einen großen Teil in Herrn Mausfelds aktuellem Vortrag ein.

    Samstag, 07. Juli 2018, 15:58 Uhr
    ~2 Minuten Lesezeit
    Demokratie als Fassade
    Prof. Rainer Mausfeld blickt hinter die Kulissen der „Demokratie“.
    von Florian Ernst Kirner, Rainer Mausfeld

    Rainer Mausfelds neuer Vortrag „Wie werden politische Debatten gesteuert?“ ist ein bestens bestückter Werkzeugkoffer für alle, die sich aus dem Würgegriff der Herrschaftstechniken befreien wollen.

    Es ist Ihnen sicherlich schon aufgefallen:
    Im Rubikon werden therapeutische Ansätze und psychologische Themen in einem für ein politisches Magazin doch ungewöhnlichen Maße bearbeitet.
    Der gesammelte Aberwitz der Tagespolitik und die Verrücktheiten, die sich darin auch individuell offenbaren, dürften unser spezielles Interesse an Fragen nach Erkrankung und Heilung der menschlichen Psyche verständlich machen.
    (…)
    Wir erlauben uns deshalb, Sie mit freundlichem Nachdruck auf diesen brandneuen Vortrag Rainer Mausfelds vom 4. Juni in München hinzuweisen.
    Unter dem Titel „Wie werden politische Debatten gesteuert?“ entwickelt Mausfeld auf Einladung der ÖDP seine Analyse beträchtlich weiter.
    https://www.rubikon.news/artikel/1189-demokratie-als-fassade

    Herr Mausfeld gebraucht für seinen Vortrag den Begriff vom „öffentlichen Diskussionsraum“ und bezeichnet damit, was Herr Lenz in seiner Tagesdosis als „Box“ benennt.

    Gemeint ist damit bei beiden, was der Öffentlichkeit, von den Etablierten in Politik und Medien, als Lösungsansätze für die Probleme der Menschheitsfamilie dargestellt wird.

    Das dargebotene Spektrum an Lösungen, durch die Etablierten, verhöhnt bereits den Wortsinn an sich.

    Im von Herrn Mausfeld dargestellten Schaubild sieht das so aus. Das Erlaubte verringert sich im Laufe der Zeit immer mehr und ist nicht ansatzweise dazu geeignet die großen Probleme zu lösen.

    Um den hauptverantwortlichen Ismus nicht unerwähnt zu lassen, gerne auch bei seinem aktuellen Kosenamen, Neoliberalismus.

    P.S.: Wie Herr Lenz, geht auch Herr Maufeld auf die Feindbildgenese, also auf Spaltung, ein und bezeichnet ketzerisch das omnipräsente Thema der Migration, als Ablenkungsmanöver und somit als hochwirksames Mittel zur Herrschaftsausübung.

  14. Schwacher Kommentar, widerspricht sich mehrmals selbst, braucht nicht die Antworten der anderen.., die Antworten sind ihm sonnenklar? lenkt dann vom Thema ab, predigt eine Weile.. übrig bleibt für mich Geschwurbel. Was wollte er eigentlich sagen? Dass die Menschen die eine NWO vermuten unmenschlich sind, weil sie diesen Einwand nur benutzen um die Aufnahme der Flüchtlinge zu begrenzen? Oder dass die Flüchtlingswelle Teil der NWO ist aber egal? Oder dass es die NWO nicht gibt? Teile und herrsche will er nicht aber mit Rechten reden auch nicht oder weil er braucht deren Antworten nicht?

    • Ich gebe Ihnen recht. Dieser Beitrag ist wie eine aus verschiedenen öffentlich geäußerten Gedanken zusammengerührte Soße plus einem Schuss Eigenwürze, die das Ganze aber auch nicht schmackhaft macht und der Autor äussert damit auch keinen klaren Standpunkt.

    • Ich werde den Lenz nicht mehr lesen; auch hier, wie fast immer, ein distanziertes, langatmiges Gespräch mit sich selbst, das wenig Wert auf Verständlichkeit für andere legt. Ich kann mir nicht helfen, Herr Lenz schwurbelt gern um sich herum.

  15. Ja…die Menschheitsfamilie.
    Erst mal sorge ich in meiner Familie für Frieden, notfalls mit Gewalt, und dann…aber dann..
    Wir werden täglich von den Medien mit Lügen zu geschmissen, – heute das Urteil im NSU- Prozess -, morgen die nächste Lüge, ganz im Sinne des Kapitals, der Medienbesitzer.
    Sollen aber, den Slumbewohner, der mit einem Dollar am Tag auskommen muss, in Mumbai, durch die Box durch, nicht nur als Freund, sondern zur Familie gehörig erkennen? Mit dem wir unseren Wohlstand teilen??? Dann doch lieber ran ans Öl in Syrien, Libyen,Irak, ran ans Gold und Diamanten in Mali, seltene Erden in Nigeria etc. notfalls mit Gewalt…
    So sieht es aus Herr Lenz! ….(Aber der Lenz ist ja eh vorbei)
    Ich hoffe, Sie teilen meinen Humor. Sehr guter Kommentar!

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