Tagesdosis 12.10.2019 – Das innere Ökosystem

Die Sorge um „die Welt da draußen“ offenbart einen schweren Denkfehler, da das „Außen“ bei uns Menschen regelhaft ein Spiegelbild des „Inneren“ ist.

Ein Kommentar von Franz Ruppert.

Ob eine Diskussion in die richtige Richtung geht, zur Klärung von Sachverhalten und Interessen beiträgt oder von vornherein in die Irre läuft und von Ideologien beherrscht wird, hängt meines Erachtens von den verwendeten Grundbegriffen ab.

„Um-Welt“ — bereits dieser Begriff enthält meiner Ansicht nach eine Anmaßung, weil ich mich als Mensch in den Mittelpunkt der „Welt“ setze. Um mich soll diese sich dann drehen. Wobei auch der Begriff „Welt“ schon so umfassend ist, dass er alles und nichts bedeuten kann. Er ist viel zu unkonkret und auch hier täte Bescheidenheit not.

Als Mensch kann ich vielleicht noch über die Erde und die Erdkugel sprechen, aber auch das hat schon eine Dimension, welche für die meisten von uns jenseits aller Vorstellungskraft liegt und von der wir nur Millionstel Bruchteile an gesichertem Wissen zur Verfügung haben.

Wenn ich hingegen von mir und meiner Mit-Welt spreche, wechsle ich immerhin die Perspektive und sehe mich als Teil einer „Welt“, die mir das Leben ermöglicht und in der ich umgeben bin von Lebendigem, mit dem ich im Zusammenhang lebe.

Mein Leben ist dann gleichwertig zu anderem Leben, das ebenso die zur Verfügung stehenden Elemente dieser Erde verwendet, um zu entstehen, zu wachsen, sich zu vermehren und wieder zu vergehen. Mein Leben steht dann nicht grundsätzlich über diesem anderen Leben, auch nicht darunter. Das Wort Symbiose setzt sich zusammen aus „sym“ (zusammen) und „biose“ (leben).

Symbiose ist das Urprinzip des Lebendigen. Leben bringt Leben hervor. Mir ist dann als einzelner Mensch auch bewusst, dass ich wie jedes andere Lebewesen nur dieses eine Leben habe.

Wenn ich für mein eigenes Leben anderes Leben zerstören muss, mache ich das mit Respekt vor diesem. Ich bin mir bewusst, dass auch anderes Leben mich zerstören kann und wird, um selbst zu leben.

Um-Welt ist auch der nach außen gerichtete Blick, entweder indem ich voller Angst auf die Natur und die Mitlebewesen blicke, oder voller Begehrlichkeit abscanne, was ich davon brauchen könnte an Nahrungsmitteln, Bodenschätzen und Lebensräumen.

Wie ein Mensch allerdings nach außen blickt, ob gestresst, mit Angst und Wut, oder gelassen, voller Liebe und Mitgefühl, ist nur zu verstehen, wenn wir seine Innen-Welt mit in Betracht ziehen.

Und nach meinen Erfahrungen behandeln Menschen ihre Mit-Welt gut und mit Achtung, wenn auch ihre Innen-Welt, ihre „Psyche“ in Ordnung ist.

Das ist in der Regel dann der Fall, wenn sie als Kinder von ihren Eltern gut behandelt wurden. Werden Menschen jedoch von früh an schlecht behandelt, sind sie nicht gewollt, werden abgelehnt, vernachlässigt, nicht geliebt, alleine gelassen, geschlagen oder gedemütigt, dann wird ihre Innen-Welt in Chaos versetzt, werden ihre Wahrnehmungen, Gefühle, Gedanken, Erinnerungen fragmentiert, und sie sind nicht mehr in der Lage, sich ein stimmiges Bild von ihrer Mit-Welt zu machen.

Sie konstruieren sich dann Schein-Welten in ihrem Kopf und verwenden Begriffe, die mit der Realität nur noch wenig zu tun haben und die sie der Realität mit Gewalt überstülpen. Ihre eigene Psyche befindet sich außerhalb ihrer bewussten Kontrolle. Statt ihr eigenes Leben zu leben, überleben sie nur. Sie zerstören dabei anderes Leben und die eigenen Lebensgrundlagen in einem Ausmaß, das jenseits des für ein gutes Leben Notwendigen ist.

Daher traumatisieren vorwiegend solche Menschen ihre Mit-Welt, deren Innen-Welt traumatisiert ist.

Sie stellen wie taub und blind das Chaos in ihrem Inneren in ihrer Außenwelt her. Sie haben den gefühlten Bezug zu ihrem Körper und seinen Lebensbedürfnissen, vor allem zu ihrem Ich verloren. Sie leben in einem grundsätzlichen emotionalen Kontakt- und Liebesmangel.

Sie versuchen, mit ihren Trauma-Überlebensstrategien ihren emotionalen Mangel, ihre emotionalen Blockaden und Sackgassen mit materiellen Dingen und abstrakten Vorstellungen wie Geld, Gewinn, Profit und Erfolg zu kompensieren.

Und auch die Schäden, die sie damit in ihrer Mit-Welt anrichten, versuchen sie mit den gleichen untauglichen Mitteln — Geld, Steuern, rein technische Lösungen — abzuwenden.

Das eine Symptom zieht das andere nach sich und alle sind dann in der Symptombekämpfung gefangen und unendlich beschäftigt. Auch wieder eine gute Ablenkung vom Chaos der eigenen Innen-Welt.

Weil sich traumatisierte Menschen ihrer Innen-Welt gegenüber machtlos fühlen, versuchen sie, über ihre Außen-Welt mit viel Gewalt Macht und Kontrolle zu bekommen.

Weil sie sich selbst innerlich wie tot fühlen und oft Anteile in sich haben, die gar nicht wirklich leben wollen, die das Leben ohnehin nur als Last und Zumutung erleben, haben sie auch wenig bis kein Mitgefühl für die Zerstörung, die sie ihrer Mit-Welt antun.

„Umweltzerstörung“ ist daher Ausdruck ihrer Destruktivität auch sich selbst gegenüber infolge der Täter-Opfer-Dynamiken, die in ihrem eigenen Innern toben.

Die Sorge um „die Um-Welt“ hat ihre Wurzeln oft auch in kindlichen Erfahrungen, sich um seine traumatisierten Eltern kümmern zu müssen. Ich muss etwas für die Um-Welt, also meine Eltern tun, damit ich ihr Leiden lindere und sie mir nicht böse sind und mir nichts antun. Ich muss um der Um-Welt, also meiner Eltern willen auf meine Bedürfnisse und mein eigenes Leben verzichten. Die Denk- und Sprachlogik ist identisch.

Der Ausstieg aus der Mit-Welt-Zerstörung kann meines Erachtens daher nur durch den Einstieg in die Innen-Welt-Heilung geschehen.

Wir müssen als Menschen damit aufhören, uns selbst gegenseitig zu traumatisieren, auf allen Ebenen:

  • in der Politik (Nationenkonkurrenz, Natur- und Menschenzerstörung durch Krieg),
  • in der Ökonomie (Konkurrenzwirtschaft, Ausbeutung, Naturzerstörung wegen des Profits),
  • in der Mann-Frau-Beziehung (Gewalt in nahen Beziehungen, Ideologie der Überlegenheit eines Geschlechts) und
  • in den Eltern-Kind-Beziehungen (systematische Traumatisierung der heranwachsenden Generation durch traumatisierte Eltern, Gewalt bei Geburtsprozessen, Kinderkrippen, konkurrenzfixierte Schulen und Bildungssysteme).

Jeder Mensch, der sich jedoch selbst findet und inneren Frieden schließt, ist ein Segen für seine Mit-Welt. Er muss sie nicht mehr zerstören oder sich übermäßig Sorgen um sie machen.

Zu seinen inneren Kraftquellen findet, wem es gelingt, seinen kindlichen Ur-Schmerz in Mitgefühl für sich selbst und andere zu verwandeln.

Dann leben wir nicht mehr im Mangel, das Dasein ist kein täglicher Überlebenskampf mehr. Wir werden zu Überfluss-Wesen, die sich gegenseitig in ihrem Wachstum fördern. Wir zerstören Leben nicht mehr, sondern bringen es zum Blühen.

Hinweis zum Rubikon-Beitrag: Der nachfolgende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

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Dieser Beitrag erschien am 10.10.2019 bei Rubikon – Magazin für die kritische Masse.

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22 Kommentare zu: “Tagesdosis 12.10.2019 – Das innere Ökosystem

  1. Zitat: Die Sorge um „die Welt da draußen“ offenbart einen schweren Denkfehler, da das „Außen“ bei uns Menschen regelhaft ein Spiegelbild des „Inneren“ ist.

    Na, wenn das mal kein Denkfehler ist 🙂 Wenn ich in einem brennenden Haus sitze, soll ich mir also eher Gedanken um das Innenleben des Brandverursachers machen, als für mein Überleben und das der anderen Hausbewohner zu sorgen? Weil diese Rettung ja das "innere" Problem der Menschheit nicht löst und in Zukunft wieder ein Haus brennen wird?

    Also, ich bezweifle, dass du im Ernstfall so handeln wirst. Was ist dann aber von so einer These zu halten? Und warum äußerst du sie?

    Eigentlich ist es doch sonnenklar, dass sowohl das Innen wie das Außen eine Betrachtung verdienen. Sie spiegeln sich auch gegenseitig. Und Innenschau hat an den äußeren Verhältnissen nur im persönlichen Umfeld eine Wirkung, nicht aber auf gesellschaftlicher Ebene, es sei denn über viele, viele Generationen.

    Und wo es unerfreulich wird: Wenn du denen das Wort redest, die aus egoistischen Gründen, oder aus Angst, der Wahrheit ins Gesicht zu schauen, lieber nicht im Außen auf dies oder das schauen. Also eigentlich lieferst du Argumente dafür, zu leugnen und zu verdrängen, dass das Haus brennt.

    Da erhebt sich unwillkürlich die Frage, welche persönlichen Themen dich in diese Position bringen. Das ist deine Sache. Aber einen Artikel zu veröffentlichen, ist eben nicht *nur* deine Sache.

    P.S. Ich finde Traumaforschung und Psychologie insgesamt sehr relevant, und bin durchaus für den Blick nach *innen*. Ich bin aber auch dafür, nicht in einseitige Betrachtungsweisen zu verfallen. Das Thema innen-außen ist ja geradezu ein Paradebeispiel für eine dialektische Betrachtungsweise.

  2. Wir kennen die Fragen um den Menschen in der westlichen Zivilisation
    seit gut 2000 Jahren .
    Der Mensch wird sich kaum ändern . Traumatisierungen hin und her .
    Es ist die entscheidende Frage, welche Menschen, Charaktere mit welchen Zielen die Verantwortung für die gesellschaftliche Entwicklung haben .
    Es ist die Aufgabe, die Erzählungen der Machthaber zu hinterfragen, die um ihre Erzählungen durchzusetzen, die Hinterfrager z.B. als Verschwörungstheoretiker denunzieren und direkt anschließend die Frage stellen, wie es möglich ist, dass die MSM geschlossen die Erzählungen der Machthaber wiedergeben .
    Und hätten wir nur ein wenig aus der Geschichte gelernt,
    würden die Menschen gegen die Spaltung der Gesellschaft und das immer gleiche – nur gegen andere Gruppen – aufbauen von Feindbildern heftig protestieren .

    Natürlich ist der Mensch Teil der Natur und vermutlich ist es der Natur völlig egal, wie der Mensch handelt.
    Der Umgang mit der Natur kulturell sehr unterschiedlich und es sind von außen gesehen Luxusprobleme der konsumsatten westlichen (Städtischen) Bevölkerung die die CO2 Frage zur Existenzfrage der Menschheit machen .

  3. Lieber Herr Ruppert,

    Sie pschoanalisieren hier Menschen, die traumatisiert und manipuliert sind, so dass sie mit Schein-Begriffen artikulieren und in Schein-Welten bewegen, so wie sich nur mit Symptomen beschäftigen, aber die Ursachen völlig außer Acht lassen.

    Ich will Ihre Analyse auf die durch die NLP-Begriffe der Geoengineering-Lobby gehirngewaschenen, missbrauchten, verängstigten und somit traumatisierten Menschen anwenden.

    Sie schreiben: "Sie konstruieren sich dann Schein-Welten in ihrem Kopf und verwenden Begriffe, die mit der Realität nur noch wenig zu tun haben und die sie der Realität mit Gewalt überstülpen."

    Diese Menschen hantieren häufig mit Begriffen wie Klimaschutz, Nachhaltigkeit etc. rum. Wie wäre es allerdings, wenn wir diese gegen den Begriff Klimakontrolle austauschen würden. Schließlich wird dieser Begriff, zusammen mit den Begriffen Klimawandel und Geophysische Kriegsführung im Memorandum zur Klimakontrolle 1960 in die Welt gesetzt.

    Deswegen können wir gleich den Begriff Klimakatastrophe mit Geophysischer Kriegsführung ersetzen.
    Wie wäre die Deutung des Klimawandels unter der Wahrnehmung der Klimakontrolle und der Geophysischen Kriegsführung?

    Damit wäre doch klar, warum wir seit der politischen Wende im Jahre 1990 eine massive und andauernde Veränderung des Sonnlicht- und Wasserhaushalts unseres Wetter-Systems haben.

    —————————————-
    Sie sagen: "Das eine Symptom zieht das andere nach sich und alle sind dann in der Symptombekämpfung gefangen und unendlich beschäftigt. Auch wieder eine gute Ablenkung vom Chaos der eigenen Innen-Welt."

    Wenn uns klar wird, dass kommerzielle und militärische Klimakontrolle betrieben werden, weswegen das Wetter immer extremer wird, z.B. massive Tornados regelmäßig mitten in Europa auftauchen, was in der Geschichte bisher in dieser Form niemals beobachtet werden konnte, wäre dann die Beschäftigung mit der CO2-Menge nicht eine mikrige Symptombetrachtung?

    Wenn wir wissen, dass die Ozonlöcher technisch erzeugt werden, um die Energie für die Klimakontrolle zu gewinnen, wäre dann das Jammern über die Hitzewellen, Trockenheit, Niedrigwasser nicht absurd?

    —————————————-
    Sie sagen: "Weil sich traumatisierte Menschen ihrer Innen-Welt gegenüber machtlos fühlen, versuchen sie, über ihre Außen-Welt mit viel Gewalt Macht und Kontrolle zu bekommen."

    Ist die stufenweise Radikalisierung (Plant-for-the-Planet -> FridaysForFuture -> Extinction Rebellion -> demnächst Terror for Climate) der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen nicht ein Symptom des Missbrauchs durch die Geoengineering-Lobby?

    Sie sagen: "Der nachfolgende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. "

    Darauf habe ich zwei Antworten, die Dritte über Herrn Mausfeld habe ich noch in der Pipeline:

    Rubikon, die programmierte Todgeburt des "alternativen" Journalismus als Propaganda-Organ der Klimakontrolle!
    https://geoarchitektur.blogspot.com/p/rubikon-die-todgeburt-des-alternativen.html

    Daniele Ganser und KenFM, falsche Autorität und falsche Alternative |
    Lügen durch Lücken | Klimakontrolle
    https://geoarchitektur.blogspot.com/p/daniele-ganser-und-kenfm-falsche.html

    • Organisch betrachtet unterscheidet sich der Mikroorganismus, der einen Lebensprozess unterstütz von dem Virus, der den eigenen Wirt und damit sich selbst vernichtet, vor allen durch sein Stoffwechselprodukt.
      Die Planetenbakterie Homo Sapiens mutiert zunehmend in Richtung eines den Lebensraum vergiftenden Organismus, obwohl von Natur aus nicht so vorgesehen. Wir befinden uns schlicht in einer durch gesamtheitliche Dummheit dominierte EVOLUTIONÄREN ERRROR-PHASE.

    • U.West,
      wenn Sie sich als ein Parasit wahrnehmen und Ihrem "Wirt" helfen wollen, dann steht Ihnen der Weg der Selbstvernichtung frei. Ihre Wahrnehmung gilt also nicht für alle Homo Sapiens, sondern nur für die Unterart, zu der Sie sich zugehörig empfinden.
      Ich empfinde mich und andere Menschen nicht als Parasit und bleibe. 🙂

      Die Dummheit ihrer Unterart liegt vor allem der Unfähigkeit, Naturwissenschaftliche Kenntnisse zu erlangen und Erkenntnisse zu bilden. Aufgrund dieser Unfähigkeit, lässt sich Ihre Unterart leicht durch die Ideologie der Eugeniker manipulieren.

      Lassen Sie mich klar stellen, alle Eugeniker, Technokraten und ihre Opfer mögen in dem Geoengineering-Gulli verschwinden, woran Sie bewusst oder unbewusst mitarbeiten, aber wir, die nicht dazugehören, werden Eurem Abgang keine Träne nachweinen.

    • Wie schon mal gesagt:
      Enkidu ist schon ewig tot und Gilgamesh ist immer noch auf der Suche nach Unsterblichkeit. Ist das Intelligenz oder Dummheit?

    • Enkidu Gilgamesh,

      was sind denn Ihrer Meinung nach die aktuellen Lösungen für den großen Energiebedarf?
      Auf Ihrer Seite lese ich über sehr viele Probleme der "erneuerbaren" Technologien, Rohstoffkriege, Klimakontrolle etc.

      Aber was sind denn die wirklichen Verbesserungen oder aktuellen Möglichkeiten ?

      Was spricht z.b. gegen Solar/Wind und Wasserstoffspeicher ?

    • Lieber Woga,

      Sie fragen: "Was sind denn Ihrer Meinung nach die aktuellen Lösungen für den großen Energiebedarf?
      Was spricht z.b. gegen Solar/Wind und Wasserstoffspeicher ?
      Aber was sind denn die wirklichen Verbesserungen oder aktuellen Möglichkeiten ?"

      Sie haben richtig erkannt, ich beschreibe unter anderem, dass Strom aus Windrädern und Solarpanels und Elektro- oder Wasserstoffmobilität nur ablenkende Scheinlösungen sind. Scheinlösungen sind keine Lösungen, sondern nur Vergeudung von Energie.

      Scheinlösungen können auch Mittel des Wirschaftskrieges sein, um die Ressourcen des Feindes in die falschen Kanäle zu lenken und ihn damit zu schwächen. So etwas wirkt besser als z.B. Handelszölle, da der Feind sich selbst zerstört.

      Um es an den Autos konkret zu machen, jedes Gramm, dass nicht zur Kraftbildung und Kraftnutzung eines Verbrennungsmotors dient, ja sogar die Kraft drosselt ist Ballast, dass zum höheren Energieverbrauch führt. Katalysatoren, Elektrobatterien, Elektromotoren in Hybridfahrzeugen, Partikelfilter vergeuden mehr Energie, führen zu mehr Emissionen, als dass sie zum Umweltschutz beitragen. Ein Partikelfilter reduziert die Kraft eines Dieselmotors um mindestens 5%. Das sind 5% Mehrverbrauch!

      Im Wesentlichen hat die Verbesserung der Effizienz der Kraftstoffe und Motoren die Abgase gereinigt, nicht der ganze unnütze Ballast.

      Bevor wir über Lösungsmöglichkeiten reden, müssen wir doch erkennen, auf welchem Irrweg wir uns gerade befinden.
      Wir müssen auch erkennen, von welchen Verbrechen wir mit den Scheinlösungen abgelenkt werden.
      Und wir müssen erkennen, womit heutzutage wirklich Kraftstoff herstellt werden.
      Wir müssen die Wahrheit von der Lüge trennen lernen.

      Ich kläre über all diese Zusammenhänge auf, damit überhaupt ein Bewusstsein für die Realität entsteht und von dort aus sachliche, sinnvolle und intelligente Lösungen erdacht und erbaut werden können.

      Eine wichtige Erkenntnis ist z.B. dass die CO2-Steuer etwa 150 bis 180 Dollar pro Tonne sein muss, damit sich das Sammeln von CO2 und die synthetische Herstellung Methan durch Pyrolyse von CO2 und H2O rentiert. Es geht also bei der CO2-Steuer überhaupt nicht um Umweltschutz, sondern die Finanzierung eines neuen Kraftstoffkreislaufs.

      Eine weitere Erkenntnis ist, dass die Kohle, der Ölsand, die Ölschiefer etc. nicht unten bleiben und nicht abgebaut werden sollen, sondern, dass die neuen Abbaumethoden mit Nuklearem Fracking, Untergrund-Vergasung viel effizienter den gesamten Kohlenstoff aus dem Boden holen helfen und sogar direkt in Grundkraftstoffe, nämlich Methan und Wasserstoff, umwandeln.

      Noch wichtiger ist zu erkennen, dass diese Methoden schon seit den 1950ern, noch systematischer ab dem Jahre 1967 und in globalisierter Form seit der Wende in 1990 angewandt werden. Die Ignoranz dieser Realität muss aufgebrochen werden, damit wir überhaupt über das Für und Wider dieser Anwendungen aufgeklärt diskutieren können.

      Schließlich müssen wir uns der bereits wirkenden Gefahren all dieser Methoden bewusst sein. Wir müssen wissen, dass

      – Nukleares Fracking zur radiaktiven Verseuchung führt,
      – durch Nukleares Fracking schwere Erdbeben und Tsunamis ausgelöst wurden und werden,
      – die Wasserschieberei durch Klimakontrolle zu tödlichen Extremwetterereignissen führt,
      – die militärische Anwendung der Klimakontrolle bereits seit Jahrzehnten läuft,
      – "Energiesicherheit" gleichbedeutend ist mit Kriegen um troposphärische Wind-Wasser-Routen,
      – der Pinatubo-Effekt zu Gesundheitschäden durch Feinstaub und Vitamin-D-Mangel führt
      etc. etc.

      Wenn wir all das begriffen haben, können wir über Lösungen sprechen, worin diese Methoden, die ich anprangere in einer gezähmten, zivilisierten Form enthalten sein können, ebenso eine rein zivile Nukleartechnik, dessen Infrastruktur nicht dem Bombenbau dient und dessen Anwendung die Abreicherung des radiaktiven Mülls einkalkuliert, so dass dieser Müll erst gar nicht entsteht und unverantwortlich eingelagert werden muss.

    • Vielen Dank.

      Wäre es solange diese nukleare Technik noch nicht vorhanden ist, nicht sinnvoller Rohstoffe für Solarmodule zu importieren als Krieg und Fracking Öl ?
      Und ist nicht selbst nukleare Technik ohne Restmüll sehr gefährlich, da ein Unfall eben Katastrophen mit sich bringt ?

    • Woga,
      ich wiederhole, Solarmodule und Windräder sind nur eine Schein-Lösung.

      Insgesamt vergeuden die Solarmodule und Windräder mehr Energie, als dass sie liefern.
      Bei den Solarmodulen und Windrädern müssen die zu den Produktions und Installationskosten, die Kosten des Rückbaus, der Grundlastkraftwerke, der Umweltschäden durch Tötung von Vögeln, Fledermäusen und Insekten, die Abholzung der Wälder und der Entzug des Sonnenlichts von Pflanzen, sowie die Kontamination des Bodens durch Schwermetalle hinzugerechnet werden.

      Schon energetisch lohnt sich das ganze nicht. Es lohnt nur für diejenigen, die damit vom eigentlichen Geschehen ablenken können.

      Die schnelle Abreicherung radioaktiven Stoffen ist keine Kunst. Sie muss nur angewendet werden, anstatt die Nukleartechnik insgesamt zu dämonisieren.

    • Das ist schon verständlich, aber es ist eben schwer aktuell eine gute Entscheidung zu treffen. Weil es eben nicht die saubere Energieerzeugung gibt.
      Mein aktuelles Verständnis sagt mir allerdings, dass Solarenergie besser ist als Kohlekraftwerk oder Öl, wenn man die Nebeneffekte von Krieg und langfristigen Schäden mit einbezieht.

      Wie erzeugen Sie Ihre Energie zum Heizen/ Internet etc. ?

      Bringt z.B. ein Holzvergaser mehr Energie pro qm als ein Solarmodul ?
      Also die Frage lautet eher, ist ein Baum ein besserer Sonnenenergieverwerter/Speicher als Photovoltaik?
      Haben Sie dazu vergleiche ?

  4. nüchtern, rational betrachtet könnten wir (und ich glaube das gilt für jede Zeit) heute gemäß dem Stand der zivilisatorischen Entwicklungen, Erfahrungen, des Wissens und auch der Technik eigentlich alle friedlich miteinander im Einklang mit der Natur und Umwelt leben, koexistieren und für die jeweiligen Probleme Lösungen finden. . .

    Nur Warum tun/können wir es nicht??
    (habe mich das schon oft gefragt)

    weiß noch wie fassungslos ich war, als ich 1995 im Rahmen eines Wiederaufbauprogramms in Bosnien Herzogowina all diese Kriegszerstörungen gesehen und diese unendlichen kriegsbedingten Leidens und Verlustgeschichten der Bewohner dort vor Ort erfahren habe. Wie kann es sein, dass wir Menschen trotz aller zivilisatorischer Errungenschaften noch zu sowas fähig sind?? Ich konnte es damals nicht fassen und es hatte mich aus meiner heile Weltvorstellung herausgeholt.

    Die heutigen geopolitischen, sozialen und ökologischen Dramen geben ebenfalls ständig Anlass zu dieser Frage

    Die Tagesdosis von Herrn Ruppert gibt mir eine Antwort darauf

    und zeigt aus meiner Sicht, dass es dringend geboten ist Traumatisierung nicht mehr zu tabuisieren, bzw. die "Enttraumatisierung" zum Entwicklungs- und Reiferepertoire eines jeden einzelnen Menschen werden zu lassen/ zu entwickeln.
    So in die Richtung Aufklärung 2.0 . . .

  5. Hört sich höchst traumatisierte an.
    Wenn es um Symbiose mit dem irdisch-planetaren Lebensraum geht, so muß man anerkennen, dass wir alle ein gemeinsames zivilisatorisches Problem haben. Diese Attitude ´HEY Du bist ja vielleicht traumatisiert ´ hilft nicht weiter.
    Nicht nur die Sprache trifft es nicht. Die von Menschen geschaffenen Bezugssysteme sind noch gänzlich primitiv, und entsprechen nicht, dem von der Natur geforderten organisatorischen Funktionsstandard.
    Psychologie gehört auch dazu.

  6. Ja, wenn die Begriffe nicht richtig sind, dann stimmen die Worte nicht….

    Mit dem Begriff "Symbiose" verhält es sich ähnlich wie mit dem Wort "billion" (Brit: Billion; US: Milliarde). Hat bei falschen Übersetzungen in Verträgen schon zu enormen Verlusten geführt.
    Symbiose im amerikanischen Gebrauch schließt parasitäre Symbiose mit ein! Ein Schelm, wer sich etwas dabei denkt.

    Begriffe sollten in jedem einzelnen Fall abgestimmt werden, i.e. durch Frage: Was meinen Sie damit genau? Wie meinen Sie das?

  7. STRG-F und "trauma" ergibt 11 Treffer.
    Nun muss man sich nicht wundern, dass einem Traumapsychologen die ganze Welt als traumatisiert erscheint. Die Ursache ist damit auch gleich klar: Die bei allen Gerichten so gern beklagte schwierige Kindheit. Man kann die Welt durchaus so sehen. Ich möchte dieses Projektionsfenster gern schließen und vom politischen Ballast befreien.

    Hier hilft eine Anleihe bei Meister Eckhart, der einmal formulierte: "Wenn die Seele etwas erfahren will, entwirft sie ein Bild davon und schlüpft hinein." Das nennen wir dann Außenwelt und richtig – es ist ein Spiegel der Innenwelt. Alles im außen dient dazu, dem Menschen zu zeigen, wer er ist. Das "Trauma", also die Spaltung beginnt schon mit der Reinkarnation, denn hier entstehen Innen und Außen, Raum und Zeit. Daher gibt es keinen lebenden Menschen, der nicht traumatisiert wäre, nur sind sich manche dessen eben bewusst und die meisten nicht.
    Alles im Leben ist Erfahrung, die Kindheit macht da keine Ausnahme. Sie stellt den Menschen in den Kontext des von ihm gewählten Reifezieles. Damit erlebt jeder die Kindheit, die ihm entspricht. Mir ist klar, dass hier heftiger Widerspruch aufkommen wird, denn diese Aussage schließt in gewisser Weise einen Notausgang, den viele gern nehmen, um nicht die volle Verantwortung für ihr Leben übernehmen zu müssen.
    Doch führt diese volle Verantwortung geradewegs in die Selbstermächtigung, denn was ich selbst herbei geführt habe, kann ich auch selbst ändern. Auch, indem ich mich der Hilfe eines (Trauma-)Psychologen bediene, aber dann mit anderem Kontext und anderem Ziel. Vielleicht versteht man dabei auch gleich, dass diese ganze Weltretterei letztlich auch Projektion ist, die einen davon abhält, den Menschen zu retten, dessen Rettung allein einem möglich ist.

    • Berechtigte und notwendige Differenzierung, aber Fenster müssen nicht geschlossen werden, und von politischem Ballast muss nicht befreit werden.

      Befreiung von verwirrender sophistischer Argumentation und Banalität in drei Sätzen ist jedoch erforderlich, da einiges auf den Kopf gestellt ist:

      "Alles im Leben ist Erfahrung (banal), die Kindheit macht da keine Ausnahme (banal). Sie stellt den Menschen in den Kontext des von ihm gewählten Reifezieles (Sophisterei). Damit erlebt jeder die Kindheit, die ihm entspricht (Sophisterei)."

      So macht es eher Sinn:
      Sie – die ERFAHRUNG ALS KIND – stellt den ERWACHSENEN Menschen in den KONTEXT EINER NICHT GEWÄHLTEN KINDHEITSERFAHRUNG – und konfrontiert ihn mit der Aufgabe aus dieser NICHT GEWÄHLTEN KINDHEITSERFAHRUNG ein SELBST ZU WÄHLENDES REIFEziel ALS ERWACHSENER zu entwerfen und zu leben.

      Frage:
      WOMIT? Und WANN? erlebt jeder die Kindheit, die ihm entspricht? Als Erwachsener oder als Kind?

      Wo haben Sie diese Sätze her? Ihre eigene Konstruktion? Der dritte Satz bringt die fiese Umkehrung der Logik zum Höhepunkt.

  8. Ich mache mir keine Sorgen mehr um das Ökosystem – hier ein doch sehr überzeugendes Beispiel, wie doch wieder 'Leben' in die tote Bude kommt:

    h ttps://www.n-tv.de/mediathek/magazine/auslandsreport/Sterbender-Aralsee-lockt-immer-mehr-Touristen-article21266931.html

    In Zukunft leben wir eben alle vom Tourismus…. (/ironie)

  9. Die massiven Probleme an deren Anfang die Gesellschaft gerade erst steht sind nicht vom der Masse der Individuen gemacht oder gestaltet sonder von wenigen 1%.

    Die Haitianer z.B. haben das erkannt.
    Zitat:
    "Zwei Sogebank-Filialen in Haiti wurden ebenfalls am Freitag angegriffen. Sie verlangen jetzt nicht mehr einfach nur den Rücktritt der betrügerisch etablierten Marionetten-Regierung, sondern das Ende der Plünderei durch die Oligarchen-Familien wie die Besitzer dieser Bank, die 90% des Reichtums stehlen.

    Während Haiti am Rande einer Revolution steht zum Sturz der Regierung Moise steht, greifen die Aufständischen auch die Systeme des Kapitalismus und Imperialismus an, die dem Volk von Haiti die Armut und Verzweiflung aufgezungen haben."

    linkezeitung.de/2019/10/12/haiti-am-rande-der-revolution-zum-sturz-des-us-gestuetzten-regimes/

  10. * * * * Danke Herr Ruppert, vielen tausend Dank für diesen tollen Beitrag ! * * *

    Um es ganz salopp zu formulieren: kann/sollte sich -aus meiner Sicht – jeder ausdrucken und an die Wand hängen und jeden Tag immer wieder drauf schauen . . .

    tausend Dank!

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