Tagesdosis 12.2.2018 – Krise der Machtausübung

Ein Kommentar von Susan Bonath.

Postengerangel im Streit um die GroKo: Sigmar Gabriel soll weg. In der Presse lässt er seinem gekränkten Ego freien Lauf: Die waren alle so fies zu ihm. Das Wehklagen ist noch nicht verhallt, da schmeißt Martin Schulz das Handtuch. Ausgerechnet Andrea Nahles soll sein Amt, den Parteivorsitz, kommissarisch übernehmen. Die hat sich in den letzten vier Jahren besonders verdient gemacht: Als knallharte Hartz-IV-Asozialministerin. Und nun kommt auch noch Bild um die Ecke: Angeblich wünschten sich 57 Prozent der Deutschen das Ja dieser SPD zur GroKo.

Welch eine Posse. Man reibt sich verwundert die Augen. Mit Dauerverrat an ihrer Zielgruppe halbierte diese einstige Arbeiterpartei zunächst seit 1990 ihre Mitgliederzahlen auf rund 460.000. Das sind übriges noch immer 40.000 mehr als bei der CDU. Das Wahlergebnis der SPD schrumpfte seit 1998 ebenfalls um die Hälfte auf gut 20 Prozent. Doch nun, als Krönung, bricht sie nicht nur ihr Versprechen, nie wieder eine arbeiterfeindliche Koalition mit der Union einzugehen. Nein, sie tut alles, wirklich alles, um sich selbst in aller Öffentlichkeit komplett zu demontieren. Es ist unvorstellbar, nicht erklärbar. Was hat irgendwer den SPD-Funktionären bloß dafür versprochen? Man könnte zum Verschwörungstheoretiker werden.

Man könnte meinen, es ginge in Wahrheit darum, die letzten Reststrukturen schlechter, dennoch bis heute hier und da vorhandener Arbeiterorganisation vollends zu zerstören. Man darf nicht vergessen: Noch immer hat die SPD fast achtmal so viele Mitglieder wie die Linkspartei. Ersetzen können wird letztere sie nicht. Die Linke war nie eine Arbeiterpartei. Im Gegensatz zur SPD: Aufmüpfige Ortsverbände im Ruhrpott oder in Schleswig-Holstein haben sich bis heute nicht in Luft aufgelöst.

Ja, will man frustrierte Ex-SPDler mit Gewalt in die Hände der AfD treiben, unter deren Knute sie vielleicht noch eines Tages ihre eigenen Lager errichten dürfen? Die »Pflicht zur Gegenleistung für Hartz-IV-Empfänger«, man nennt es auch Arbeitspflicht, ist für diese immerhin Programm. Lustig enden könnte das für viele nicht. Nicht ohne Grund prognostizieren immer mehr Wissenschaftler den Wegfall von Millionen Jobs im Profit erwirtschaftenden Gewerbe, der Produktion. Ein schlichtes Verlagern von Jobs, zum Beispiel in die Pflege, wäre in diesem System auch nicht so einfach. Denn Pflege ist nicht profitabel.

Nun, ein Run der Arbeiter in die AfD wäre nicht unpraktisch fürs Kapital. Man kann sie gegen Migranten, wahlweise Erwerbslose hetzen, und schon sind bessere Arbeitsbedingungen, höhere Löhne, Renten und Sozialleistungen kein Thema mehr. Klassenkampf adé. Schon jetzt zeigt die AfD ja im Bundestag, was sie gar nicht will: Millionäre besteuern und Hartz-IV-Sanktionen stoppen. Willkommen Shitstorm.

Zur Beruhigung: Reißen werden es die sogenannten Etablierten natürlich auch nicht. Von Kapitalismus abschaffen spricht da zumindest keiner. Dummerweise hat der ein Stadium erreicht, in dem der Reichtum großteils in den Händen weniger Privatiers angekommen ist. So läuft das immer, so ist es vorgesehen. Für unten ist somit zum Verteilen schlicht bald nichts mehr da. Und damit das Geschäft für die Reichen weiter profitabel bleibt, wird rabiater abgezockt – bei der Mittelschicht. Auch wenn die meisten sich mehr zu dieser zugehörig fühlen, als sie es tatsächlich sind. Daran würden auch dichte Grenzen auf Dauer nichts ändern.

Aber zurück zur Regierungskrise: Man fühlt sich – nicht zum ersten mal – wie in einer medialen Propagandawolke. Ohne GroKo sei der unangefochtene Exportweltmeister Deutschland aufgeschmissen, will man uns offensichtlich gewaltsam in die Köpfe hämmern. Und: Die SPD-Mitglieder hätten die verdammte Pflicht, dafür zu stimmen. Man meint, das Ergebnis schon jetzt zu wissen: Knapp, aber eindeutig. So wird es kommen. Die OSZE wird sich jedenfalls nicht in diesen Mitgliederentscheid einmischen. Und grinsend reibt sich jemand in Berlin, keine 500 Meter Luftlinie von Dutzenden unter Spreebrücken kampierenden Obdachlosen entfernt, die Hände: Die schwarze Null ist sicher.

Welch ein inszeniertes Drama. Spontan fällt mir dazu ein Buch von Bernhard Heinzlmayer, veröffentlicht 2013, ein: »Performer, Styler, Egoisten«. Knallhart heißt es darin: Kapitalismus funktioniert auch mit Blöden.

Nun – ob mit SPD oder ohne, ob mit Schwarz-Rot oder am Ende vielleicht sogar Schwarz-Blau-Gelb: Von einer Krise der Macht sind wir so weit entfernt, wie von einer Revolution, die nötig wäre, um eine solche auszulösen. Es ist nur eine Krise der Machtausübung. Es ist gerade etwas unklar, wie die Herrschenden ihre Herrschaft künftig organisieren. Wer braucht dafür in Zeiten des totalen radikalen Marktes noch die SPD?

Und sollte es wirklich mal nachhaltig scheppern in Deutschland, bleibt ihnen immer noch ein schon mal praktizierter Ausweg: Man löst die repräsentative Demokratie durch die autoritäre Knute ab. Wenn ich mich so umsehe und -höre, bin ich sicher: Für diesen Fall haben sie längst vorgesorgt.

+++

Danke an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

Alle weiteren Beiträge aus der Rubrik „Tagesdosis“ findest Du auf unserer Homepage: hier und auf unserer KenFM App.

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

30 Kommentare zu: “Tagesdosis 12.2.2018 – Krise der Machtausübung

  1. Es ist immer wieder dieselbe alte, falsche Leier. Der Kapitalismus ist an allem (Bösen) schuld.

    Das ist wie die Schuldzuweisung an den Hammer, weil er einen Menschen erschlagen hat. Wie die Schulzuweisung an das Brotmesser, weil es einen Menschen erstochen hat.

    DER KAPITALIS IST GUT, ER IST WUNDERVOLL !

    Er erleichtert das Leben der Menschen ungemein, er ist nützlich ohne Ende, ER IST WERTFREI !, er ist einfach genial und mit das Beste was wir haben !!!

    Wenn ihr das endlich mal einseht, besteht zumindest eine kleine Chance den Kapitalismus so zu gebrauchen/benutzen, DAS ER FÜR ALLE MENSCHEN EIN MAXIMALER SEGEN IST !

    Die Reichen Bösen Kapitalisten haben uns keineswegs den Weg versperrt, den Kapitalismus so einzusetzen, das er ALLEN MENSCHEN MAXIMAL POSITIV DIENLICH IST !

    Diesen Weg – ein sehr sehr einfacher Weg – müssen wir einfach nur gehen. Und kein Mensch hindert uns daran. Der Einzige der uns daran hindert, bist DU !

    • Ich hoffe mal schwer, dass das Satire ist 🙂

      http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/kapitalismus.html

      Der hier gravierendste Punkt, der in Übereinstimmung von allen Theoretikern zum Thema geteilt wird, ist:
      „Der Kapitalismus sei, so die prinzipiell übereinstimmende Auffassung in den einzelnen Theorien, eine Übergangserscheinung und zerstöre sich mit systemimmanenter Zwangsläufigkeit selbst.“

      Man mag zu den verschiedenen Auslegungen des Kapitalismus stehen wie man will – eines ist evident:
      Der Kapitalismus ist ein unersättlicher Moloch, der selbst seine Kinder frisst.
      Kaptalismus besteht niemals für etwas anderes als sich selbst – DAS unterscheidet den Kapitalismus von allen anderen wirtschaftlich-sozialen -Ismen!
      Daher ist, ganz logisch, der Kapitalismus von seinem Wesen her totalitär und asozial.
      Totalitarismus und Asozialität könne aber niemals, egal in welchem Gewande sie daher kommen, etwas insgesamt zum BESSEREN bewegen!

    • Dann lasse ich die Hoffnung mal wie eine Seifenblase zerplatzen.

      **„Der Kapitalismus sei, so die prinzipiell übereinstimmende Auffassung in den einzelnen Theorien, eine Übergangserscheinung und zerstöre sich mit systemimmanenter Zwangsläufigkeit selbst.“**

      Das ist nichts weiter als ein Meinung. Ein lebloses System kann sich niemals selbst zerstören. Es kann nur aktiv – leblos = unaktiv – zerstört WERDEN.

      Was also der Kapitalismus vermeintlich alles ist, nicht ist, kann, nicht kann – sowie jegliche Definition und Erklärung – obliegt AUSSCHLIEßLICH den aktiven (lebenden) Teilnehmern.

      Daher ist völlig unlogisch, wenn behauptet wird, der Kapitalismus sei oder habe ein Wesen das in irgend eine Richtung tendiert.

    • Es ist einem System völlig gleichgültig, ob ihm von einem Menschen eine Wirksamkeit attestiert wird oder nicht oder Sonstiges 😉
      Ein System funktioniert gemäß den es ausmachenden Algorithmen.
      Die räsonieren nicht, die wirken einfach, sonst wäre ja das System inexistent.
      Der Kapitalismus aber existiert zweifelsfrei.
      Also existieren die ihn ausmachenden, weil ihm Geltung, Wirkung verschaffenden Algorithmen.

      Das System Kaptalismus ist ja nicht leblos, weil es durch lebendige Menschen konstruiert, repräsentiert und am Leben gehalten wird!
      Deswegen ist es absurd von Unlogik der Selbetzerstörungsfähigkeit in dem Zusammenhang zu reden.
      Alle Menschen wollen leben.
      Und doch führt ihr Tun und Treiben in der Masse zu absolut selbstzerstörerischen Tendenzen.
      q.e.d.

    • Moin, Koenig, nachdem ich gelesen habe, dass Ihre Auslassungen ernst gemeint sind, möchte ich nur auf die Umstände aufmerksam machen, die zeigen, dass der Kapitalismus ständig dazu fuehrt, dass das Kapital akkumulieren muss, und dabei sowohl Konkurrenten vernichtet, als auch Menschen verarmen lässt, ueber die Konkurrenz der Arbeitskräfte untereinander.
      Bei der Endlichkeit der Ressourcen, ergibt sich doch zwangsläufig, dass ein „Gerangel“ entsteht um den Rest, wie gross der auch immer ausfällt. Bei Erdöl und Erdgas erleben wir das hautnah, ueber die Kämpfe um die Vorkommen. Im Verkaufswesen kann man gewisse Namen von Gross-Häusern wie Karstadt, Horten oder anderen vergeblich suchen, sie wurden „uebernommen“ von Konkurrenten. Genauso verhält es sich im Automobilbau und seiner Zulieferindustrie. Mit viel Musse liesse sich die Liste fortfuehren.
      Der Mensch (hier der Vorstand/Manager) kann nur so agieren, dass er „seinen“ Betrieb am Laufen hält und zwar, besser als den der Konkurrenz! Ansonsten ist er nicht mehr länger Vorsitzender/Manager. Auch diese Fälle sind bekannt. Von daher ist es nicht der Mensch, der den Kapitalismus in der Hand hat, sondern das Kapital gibt vor, wie der Mensch agieren muss! Ebenso verhält es sich mit der Zuspitzung der Akkumulationsrate. Mit dem Neoliberalismus ( der in der Tat aus menschlichem (Un)geist entstanden ist, hat das Kapital eine noch brutalere Entwicklungsmöglichkeit erlangt.

    • **“Das System Kaptalismus ist ja nicht leblos, weil es durch lebendige Menschen konstruiert, repräsentiert und am Leben gehalten wird!“**

      Es ist oftmals einfacher ein Kamel durch ein Nadelöhr zu reiten, als einem unlogisch denkenden Logik zu vermitteln.
      Von daher belasse ich es dabei…

    • @Koenig Ordnung

      Schön, dass Sie sich selbst korrekt reflektiert haben. 🙂
      Sie vermeiden so schicklicherweise auf profunde Ungereimtheiten Ihrer Thesen aufmerksam gemacht werden zu müssen.

    • Hallo Hog1951

      „Koenig Ordnung“ ist ein zusammenhängendes (bewusst gewähltes) Synonym und sollte nach Möglichkeit auch so in der persönlichen Anrede Verwendung finden. Auch fühle ich mich nicht wirklich wohl, mit dem Titel Koenig angesprochen zu werden.

      Was Du – und eigentlich Jeder – beschreibst sind die Aus-Wirkungen auf Menschen durch Handlungen von Menschen.

      Egal wie wer das findet und bewertet, der Kapitalismus als (wertfreies) Instrument, hat damit nichts zu tun.

      Das ebenso alte wie richtige Argument „Gewehre töten keine Menschen“, sei hier maßgeblich.

      Menschen haben durch den Kapitalismus durchaus auch viel gutes erreicht. Hier werden immer nur die negativen Seiten auf und angeführt. Auch Konkurrenz hat belebende, inspirierende Elemente. Auch wenn ich strikt gegen Konkurrenz bin, lassen sich die Fakten nicht wegdiskutieren.

      Im Zuge der Bewusstseinsentwicklung des Menschen, die es ihm ermöglicht Konkurrenz und Kapitalismus wie er heute angewendet wird, kontraproduktiv, schädlich und höchst zerstörerisch zu erkennen, müssen wir ob dieser Erkenntnis andere Wege beschreiten.

      Das bedeutet aber nicht Konkurrenz und Kapitalismus zwanghaft abzuschaffen – das wäre auch kaum möglich – sondern sie in Bahnen zu lenken, die das Bestmögliche für ALLE Menschen generiert. Das ist sehr sehr leicht zu bewerkstelligen. Ungleich viel leichter als die jetztigen Systeme in dieser zerstörerischen Weise weiter zu führen.

  2. „Noch immer hat die SPD fast achtmal so viele Mitglieder wie die Linkspartei. Ersetzen können wird letztere sie nicht. Die Linke war nie eine Arbeiterpartei. Im Gegensatz zur SPD“

    Na die Zeiten sind ja auch schon lange vorbei.

    Wenn man sich die soziale Zusammensetzung der Parteimitglieder der SPD anschaut, (Okt. 2017)
    sieht man, das Sie nur 7% Arbeiter hat.
    28% sind Angestellte,
    31 % Beamte/Angest. im öff. Dienst,
    34 % Selbstständige/Freiberufler.

    Über 50% der Mitglieder sind Alter von 60 bis 80+.
    Kann man da von einer Arbeiterpartei reden?

    Tilo Jung hat den Koalitionsvertrag als Fusionsvertrag bezeichnet – und liegt meiner Meinung damit richtig.

    • Nun ja, die Sache mit dem Begriff „Arbeiter“ ist ja so: Arbeiter ist, wer seine Arbeitskraft an einen Kapitalisten verkaufen muss, weil er kein Kapital besitzt, aus dem sich mit Hilfe fremder Lohnarbeit mehr Kapital schlagen lässt.

      Im Kapitalismus gab es immer schon unterschiedlich privilegierte Arbeiter. Auch der Kapitalist zu Marx´Zeiten musste z.B. Aufseher, Vorarbeiter oder Manager besser entlohnen. Sonst hätte er nämlich niemanden gefunden, der seine eigene Klasse drangsaliert. Unterschiedliche Privilegierung führt selbstverständlich zu Zwist innerhalb der Arbeiterklasse.

      Freilich haben wir heute eine andere Zeit. Der Großaktionär spaziert nicht mehr mit der Peitsche durch seine Fabrikhalle. Der kleine und mittlere Aktionär fühlt sich nicht mal mehr als Ausbeuter. Gleichwohl schöpft er von der Arbeitkraft Lohnabhängiger seinen Anteil des Mehrwerts (Gewinn) ab. Und dies tut er aufgrund seines Kapitalbesitzes.

      Der Arbeiter indes in einer privilegierten Stellung – sei es der Betriebsratschef mit Dienstwagen, der Personalmanager oder die Amtsleiterin – fühlt sich nicht mehr als Arbeiter. Er/sie bekommt ordentlichen Lohn und steht damit gefühlt über den anderen. Auch der festangestellte Arbeiter fühlt sich dem Leiharbeiter überlegen.

      Der technische Fortschritt und die auch daraus erwachsene Vereinzelung der Arbeiter tun ihr übriges. So sitzen heute nicht mehr 100 Näherinnen nebeneinander in der Fabrikhalle. Stattdessen bedient einer am einen Ende einen Computer, am anderen drückt jemand Knöpfe, wo früher 100 Arbeiter standen. Ihre Arbeit ist nicht mehr körperlich anstrengend, eben wie ein Bürojob. Sie definieren sich nicht mehr als „Schicksalsgemeinschaft“, gleichwohl sind sie alle davon abhängig, dass der (oft ebenfalls angestellte) Geschäftsführer der Aktiengesellschaft mit profiterenden Aktionären jeden Monat bezahlt.

      Beamte und Angestellte sind per Definition ebenfalls Arbeiter, fühlen sich aber selten so. Erstens fehlt auch hier die körperliche Arbeit, andererseits obliegt ihnen innerhalb eines abgesteckten Rahmens Entscheidungsbefugnis. Aufgrund des technologischen Fortschritts ist das für Kapitalbesitzer auch gar nicht anders zu managen. Dennoch arbeiten sie für Lohn. Nicht vergessen: auch der kapitalistische Staat ist ein Player im globalen Kapitalismus.

      Ebenso kann man heute die Millionen Soloselbständigen und Betreiber von Kleinstbetrieben zu Arbeitern zählen. Was tun sie denn? Sie arbeiten Aufträge ab und sind häufig abhängig von wenigen oder gar nur einem Auftraggeber, der für ihre Leistung Geld auszugeben bereit ist und welches hat. Das ist natürlich auch wie abhängige Lohnarbeit. Der Auftraggeber kann tschüss sagen, und schon ist man sein Einkommen los. Beschäftigt so ein kleiner Handwerker ein oder zwei Mitarbeiter, die er mit ach und Krach bezahlen kann, ist er natürlich beides: Kapitalist und Arbeiter. Das ist ja nichts Böses per sé, er ist halt gezwungen, seine Arbeiter auszubeuten. Denn auch der Kleinstkapitalist ist gezwungen, Gewinn abzuschöpfen. Natürlich geschieht das in viel kleineren Dimensionen als bei den Bonzen.

      Und nicht zu vergessen: Als kleiner Soloselbständiger ist es schwer, weit über H4 hinauszukommen. Man kann fast gar nicht die Gewinndimension erreichen, die dafür nötig wäre. Ab über einem JAHRESgewinn von 8.820 Euro (macht 735 Euro pro Monat!) musst du schon Steuern abdrücken und es geht recht schnell aufwärts. Von 1.000 Euro Monatgewinn (also Einnahmen minus Ausgaben) bezahlst du rund 50 Euro Einkommensteuer im Monat. Du hast aber noch keine Kranken/Pflegeversicherung bezahlt. Die kostet bei der GKV mindestens zusammen ca. 370 Euro. Für die Rente kannst du mit den verbleibenen 580 Euro nichts mehr zahlen, darfst dich also aufs Sozialamt freuen. Blöderweise hast du noch keine Miete bezahlt und noch nichts gegessen. Da ist, wenn du keinen Zweitverdiener hast, ohne H4-Amt nix zu machen. Aber trotzdem suggeriert man sich kraft seines Status „selbständig“ natürlich allzugern, nicht zu den Proleten zu gehören. 😉

      Viele erkennen ihren ökonomischen Stand in der kapitalistischen Gesellschaft schlicht nicht mehr. Der Mittel- und Gutverdiener neigt natürlich viel eher dazu, nach oben zu buckeln, um seinen privilegierten Status zu erhalten bzw. noch zu verbessern. Das reicht bis in die untere Mittelschicht, auch genannt: Kleinbürgertum.

      Auch hat der Begriff „Arbeiter“ für viele offensichtlich etwas anrüchiges. Man will halt lieber zu denen da oben gehören, zur besseren Gesellschaft, als zu den „Proleten“. Man sagt sich: Solange ich nur die gewünschte Leistung erbringe, füttert mich mein Herr gut. Alle anderen sind halt selbst schuld – zu faul, zu dumm, zu träge, etc… Man wirft sich in schicke Anzüge und das kleine Ego erfreut sich an dem winzigen Machtspektrum, das man ausüben kann. So kann der Personalchef darüber entscheiden, wer eingestellt wird, oder die Jobcenter-Mitarbeiterin, wer sanktioniert wird. Wer woanders wenig Macht hat, tendiert zu derlei Kompensationsmustern.

      Und nicht zuletzt sind auch die ganzen Erwerbslosen lohnabhängig, also Arbeiter im besten Sinne. (Ich meine nicht Arbeitslosen, die andere für sich arbeiten lassen, darum ERWERBSlos).

      Es gibt selbstverständlich noch die Arbeiterklasse, nur ist diese sich dessen erstens kaum bewusst. Sie ist außerdem vereinzelt und gespalten durch den technologischen Fortschritt und die unterschiedliche Privilegierung.

    • Alles was sie schreiben ist richtig Frau Bonath.
      Schauen sie sich doch mal eine Versammlung z.B. in einem Ortsverein der SPD an.
      Das sind keine Arbeiter, Angestellten und Erwerbslosen usw.
      (Das ist bei den Linken nicht anders!)
      Da tagen zu 90% die Rentner. Die haben Zeit. Mann trifft sich um Bekannte zu sehen und zu quatschen.
      Da ist dann noch ein Funktionär und 1, 2 junge Leute, die wie ein Fremdkörper wirken.
      Die Rentner haben da die Macht. Das scheinen die aber gar nicht zu wissen?!
      Also bei so einer schlagkräftigen Truppe kann ich keine Hoffnung haben.
      Die Kroko ist in trockenen Tüchern.
      Sollte mich sehr wundern, wenn es anders kommt.

    • @ Susan Bonath

      Sie schildern damit den EINEN Hauptgrund, warum die Misere bestehen bleibt:
      Das Hierarchiedenken bis auf die letzte Ebene hinunter.
      ‚Hierarchie‘ ist ‚heiliger Führungsanspruch‘. Man könnte es auch übersetzen als ‚Anspruch auf die Heiligkeit von Führung‘. Also sakrosankt, tabu und nicht in Frage zu stellen.

      Das kommt daher, dass seit Urzeiten der ‚Bessere‘ sich über einen ‚Schlechteren‘ definieren musste.
      Quasi: Entweder mache ich mich also zu einem Besseren oder einen anderen zum Schlechteren.

      Die meisten, die sich an die Karriereleiter klammern, verstehen nicht, dass auf des Schlosses Zinnen Herren sitzen, denen es frei steht jede an ihre Mauern angelegte Leiter jederzeit nach Belieben zu kippen oder die Sprossen zu kappen bzw. halt Höhe und Verweildauer der Leiterbesteiger zu bestimmen – keinem auf der Hierarchieleiter gehört die Leiter bzw. keiner hat die Macht darüber.

      Wenn die Leiter fällt, fallen ALLE darauf Befindlichen mit, egal auf welcher Sprosse.

      Nur ‚die Besten dürfen herrschen‘, also die ‚Aristo-Kraten‘. Heißt es zumindest.
      Nur dass die selbsternannten ‚Besten‘, die ‚Elite‘ eben gar nicht durch Leistung, wie von diesen gegenüber den die Karriereleiter hinan Kletternden ständig getönt wird, zählt, sondern nur das ‚richtige Blut‘ – also wahlweise Verwandtschaft, Vermögensverhältnisse oder Bünde ideologischer Art.

      Solange also die ‚unteren‘ Klassen sich überhaupt auf dieses Definitionsschema einlassen, solange hängen sie am Gängelband derer, die auf der oberen Schlossmauer munter die Beine baumeln lassen, den Prosecco zischen lassen und Wetten auf die Leiterstrampler abschließen.

      Erst wenn sie es wagen, gelernt haben, sich von diesem Schema abzuwenden, loszueisen, besteht die Möglichkeit einer Veränderung.
      Denn ohne Jäger, Köche, Mägde, Diener, Wachen, Schneider, Zimmermann, Pferdeknecht etc. verfällt das Schloss sehr schnell und der ‚Adel‘ wird heimatlos…

  3. Sehe ich leider genauso, kann dem Text von Frau Bonath nur zustimmen.

    Allerdings glaube ich noch daran, das jetzt die verbliebenen Sozialdemokraten an der Basis noch die Möglichkeit hätten, ihren Voständen und den Funktionären, den Wirtschaftslobbyisten im Seeheimer Kreis, die Grenzen aufzuzeigen.

    Ob eine solche Aktion, die gut geplant und organisiert werden muss, dann von der Basis getragen wird, wird weitere Aufschlüsse über den Gesamtzustand der spd bringen.

    Wenn Vorstand und Seeheimer tatsächlich am Ende mit der Installation von Nahles oder einer anderen marktradikalen Person, egal wie (ob im Einklang mit den Satzungen, oder wie jetzt geplant), letztendlich dann doch noch durchkommen, dann ist die spd definitiv am Ende.

    Vielleicht muss das auch passieren, damit die Idee einer neuen sozialen Volkspartei überhaupt als notwendig bei wirklichen Sozialdemokraten erkannt werden kann und auch bei den Wählern als Alternative zu marktradikal angenommen wird.

    Die Bezeichnung linke Volkspartei würde ich definitiv nicht nutzen. Links kommt bei den meisten Wählern nicht an.

  4. hmm, man wird ja wohl bemerkt haben, dass Wahlen in diesen verhärteten Strukturen keinerlei Änderungen bringen. In der DDR war es ähnlich, immer das selbe Ergebnis, trotz offensichtlicher Abkehr der „breiten“ Bevölkerung von „denen da oben“. Im hiesigem Grundgesetz gibt es z.B. eine Klausel, die dem Souverän, dem Volk, die Ermächtigung gibt, sich selbst geschlossen aufzustellen, um selbst endlich eine Verfassung in Kraft zu setzen. Man suche im Internet und finde z.B, die Verfassunggebende Versammlung. Denn wer heute wählt, hat seine Stimme in einer Urne vergraben. Man bedenke ja nur, dass jegliche Parteien (abgesehen vllt. von „Der Partei“) eine Pyramidenstruktur als Grundprinzip hat… Und von Pyramiden wissen wir ja was wir davon halten und welche „Götter“ sich dahinterimmer an der Spitze verbergen werden – die mit dem spitzesten Ellenbogen.
    Das wichtigste ist also, sich nicht auf andere zu verlassen und selbst aktiv zu weden. Das ginge los mit Verweigerung (Wahl, GEZ, Steuern, Banken, Geld und Umstieg auf neue soziale Strukturen derer es heute schon zur Genüge gibt,; auf Basis von gegenseitiger Mithilfe, ohne das Geld als Krücke für Bewertung fremder „Leistungen“ heranziehen zu müssen). Solange sich die Menschen den Bedingungen des Geldflusses unterordnen, werden sie der diesem innewohnenden Wachstumsdrang dienen müssen und daher jegliche individuelle „Schwächen“ oder „Stärken“ ausgeliefert sein. Das deutet auf eine zwangsläufige Entwicklung in bewertbares Richtung Leistungtier, besser -maschine hin. Wenn das nicht endlich begriffen wird, wird sich die Menschheit auf früher oder später vernichten, selbst wenn das Giralgeld gegen unverzinstes eingetauscht werden würde…

  5. @Franz Maria Arwee

    Ist nicht erst eine ideologische Verblödung in der Erziehung die Voraussetzung für Kapitalismus?

    Das ist der ‚Kapitalfehler‘, zu glauben, dass der Kapitalismus ebenfalls eine Ideologie sei, der mit einer anderen Ideologie beizukommen sei!?
    Der Papst wie der Imam, der Linke wie der Rechte, der Hartz IVler wie der Krösus, der eine -Ismus wie der andere -Ismus -sie ALLE benutzen ausnahmslos Geld!
    Es gibt absolut NULL UNterschiede zwischen den Ideologien was das die Nutznießung des Kapital betrifft.
    Ergo ist JEDE derzeit bekannte, aktive Ideologie dem Kapital(ismus) untergeordnet, von diesem direkt abhängig.

    I.d.R. werden Kinder ja nicht zum Kapitalisten ‚erzogen‘ – sie erfassen nur von klein auf die enorme gesellschaftliche Bedeutung von Geld und allem, was damit zusammenhängt durch tagtägliches Erleben.
    Das schlichte Vorhandensein von ‚Geld‘ konditioniert bereits die meisten und dies von der Wiege bis zur Bahre.
    Es ist also die ABHÄNGIGKEIT

    • ups…
      vom Geld, die keinerlei ideologischer Bedingung bedarf, um Kapitalismus quasi zu ‚zelebrieren‘.

      @ Susan Bonath

      Deswegen sind auch diese Pseudo-Machtspielchen der Parteien und irgendwelche Diskussionen dazu aktuell und sonst völlig obsolet, denn JEDE Partei MUSS dem Kapitalismus zuarbeiten, weil JEDE Partei von dessen Funktionen abhängig ist – egal ob Linke, Rechte oder irgendwelche Exoten.

      Solange also der Konsument sich ideologisch fixieren lässt, bleibt der Kapitalismus unangetastet und die wahre Macht – überall.

  6. Eigentlich ist die SPD für mich kein Thema mehr.

    Ein Thema ist aber der Sozialabbau, den ich ja nun unmittelbar erlebe.

    Das löst bei mir mittlerweile eine Gleichgültigkeit gegenüber dem täglichen politischen Geschehens aus.

    Sicher keine gute Entwicklung, wenn dieses im größeren Umfang passiert.

    Ein Staat, ohne Bürger, kann eigentlich nicht richtig funktionieren.

    Das Problem wird entstehen, wenn eine übergroße Anzahl von Menschen sich von diesem Staat im Stich gelassen fühlen.

    Ob dann noch die hilfsbereite Oma freiwillig den Schülerlotsendienst macht, oder ein freiwilliges Ramadama in München statt findet.

    Wir leben hier und werden verwaltet, aber das Engagement für die Gesellschaft geht den Bach runter.

    Wie will man den Flurschaden, der jetzt schon entstanden ist, noch bereinigen.

    Ob da ein Bürgerkriegsheer uns als Gesellschaft antreiben kann.

    Bei mir ist auf jeden Fall nur noch Dienst nach Vorschrift, angesagt.

    Wenn dieses Gefühl erst mal um sich greift, dann war es das mit Willkommenskultur.

    Es werden keine freiwilligen Hilfslieferungen möglich sein und auch die Spendenbereitschaft wird sinken.

    Statt dessen egoistisches weg boxen und Vorteilnahme wo es sich ergibt.

    Wie Kurzsichtig ist ein heutiger Politiker, dass er diese einfachen Erkenntnisse noch nicht einmal begreift.

  7. Dass sich die SPD ueber die o.a. Krise selbst zerlegt, ist nicht das Schlechteste. Viele bewundern immer noch Willy Brandt und seine Ostpolitik; doch auch die Berufsverbote und der Schlag gegen die portugisische Revolution sind mit seinem Namen verbunden. Von all den Schweinereien der Schmidt und Schröder Ära ganz zu schweigen. Das Kapital brauchte immer mal wieder die SPD, um seine Politik im Volk besser verkaufen zu können. Ich pers. fände ein Ergebnis zwischen 5% und 10% fuer die ehemalige Arbeiterpartei angemessen!
    Doch was ist die Alternative? Die neoliberale AFD? Da wählt man doch lieber FDP oder CDU.
    Nein, ich glaube, dass ein Experiment mit Wagenknechts Sammlungsbewegung versucht werden sollte. Auch, weil man mit den Menschen, die sich davon angesprochen fuehlen, ueber den Parlamentarismus hinausschauen könnte. Denn wirkliche Veränderungen werden nicht im Parlament gemacht, sondern aussenvor!

  8. Bitte etwas mehr Respekt, Frau Bonath : ]

    Das, was die drei Parteien und die Massenmedien da veranstalten, ist ein dreistufiges Gesamtkunstwerk, welches alle vier Jahre ausgestellt und zur Bewunderung freigegeben wird.

    Zuerst „Harakiri mit Löffel“
    Dann „Schlechte Luft als Duft“
    Finale: „Anale Grande landesweit“

    Alles, was wir jetzt noch tun müssen, ist die Erstaunlichkeit und Neuartigkeit des Werks anzupreisen, vorzugsweise mit vielen Oooohs und Aaaaahs…
    Aber nicht mal das kriegen wir hin, wir ollen Spaßbremsen.
    Na, vielleicht nächstes Mal : ]

    Wir sollten uns ein Beispiel an dieser heißen Tanzmaus nehmen:
    https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/videos/kommentar-zur-grossen-koalition-von-elmar-thevessen-100.html
    Der hat verstanden, wie cool die Party wirklich ist; der fühlt den Beat.

    So, und jetzt geh ich heulen.

    • Nicht nur die ideologische Verblödung, sondern auch die systematische Verdummung sind die Grundvorraussetzung für JEDES System mit ner Herrscherkaste.

      98% aller Kinder kommen hochbegabt zur Welt, nach dem Kindergarten sind es noch 50%, nach dem Abi noch 2%. (frei nach Gerald Hüther)

    • Nein, ist es nicht. Wie der Kapitalismus entstanden ist wird ganz gut beschrieben im 24. Kapitel von Marx‘ Kapital: „Die sogenannte ursprüngliche Akkumulation“
      Letzlich hatte der Kapitalismus gegenüber dem Faschismus sogar mal eine fortschrittliche Funktion, die sich vor allem im Anwachsen der Produktivkräfte (Entwicklung der Industrie) zeigte.

      Heute ist der Kapitalismus jedoch nur noch reaktionär und vernichtet unser aller Lebensgrundlagen. Die Profiteure des Kapitalismus wollen natürlich diese Gesellschaftsordnung aufrecht erhalten, da ist Ihnen die Verblödung der Volksmassen sehr nützlich. Dumm halten ist billiger als Polizei.

  9. „Ja, will man frustrierte Ex-SPDler mit Gewalt in die Hände der AfD treiben“

    Genau DAS will man. Ich hab kein Problem mit dem Spitznamen „Verschwörungstheoretiker“. Das ist heutzutage ja schon ne Art Auszeichnung, im Neusprech-Land, wo Gutmensch ein Schimpfwort ist…

    Ich gebe mir jeden morgen, leicht masochistisch, 1 Stunde Frühstücksfernsehen. Muss ja wissen, was der „Feind“ vor hat. Jeden verdammten morgen ein kleiner Nadelstich über die pöööösen, schmarotzenden Flüchtlinge und jeden morgen ein Beitrag, unterlegt mit tragischer Musik, über einen verarmten, oder vom Staat ungerecht behandelten Deutschen. Dazu ein paar Bürgerbefragungen mit der „richtigen“ Meinung und schon klappt det.
    So züchtet man ein Volk nach rechts.

    „unter deren Knute sie vielleicht noch eines Tages ihre eigenen Lager errichten dürfen?“
    Na das wäre ja dann wenigstens ausgleichende Gerechtigkeit. 😉

    • Ich denke, Sie liegen nicht so falsch… zuerst die Leute in das eine Extrem treiben – und jetzt versuchen sie, das Pendel in die andere Richtung schwingen zu lassen… „Hegelsche Dialektik“ – in pervertierter Art zur Bevölkerungsmanipulation und Bevölkerungskontrolle eingesetzt. – Hegel würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, wie seine Erkenntnisse über die Gesetze der Logik missbraucht werden.
      Ich will aber in der Mitte bleiben, um Gleichgewicht ringen.

    • Ja und man kann die Menschen damit so wunderbar in Gruppen, die sich alle gegenseitig bekämpfen, einteilen. Hier ist es ok, aber bei YT werd ich extrem unterirdisch als grün-links-versiffte-F…tze betitelt. Da steckt ein Hass drin, das ist der Wahnsinn. Und man kann zuschauen, wie es von Monat zu Monat schlimmer wird. 🙁

    • ist ja echt masochistisch 😉
      Leider sehen es die Beweihräucherten nicht so und sind auch noch stolz drauf.
      Und wie andere Dich betiteln, sagt doch mehr aus über sie als über Dich, darum,
      Kopf hoch -auch wenn der Hals schmutzig ist 😉
      Wir sprechen uns und Alles Gute

    • Moin fpdcb 🙂
      Ja ganz leichter Masochismus. Nein im Ernst. Ich könnte sonst nicht nachvollziehen, wie dieser Rechtsruck zustande gekommen ist. Aber ich sitze öfter mal wirklich baff und kann nicht glauben, welchen Mist die MSMedien teilweise unters Volk streuen. Wenn du diese Gehirnwäsche erstmal „sehen“ kannst, merkste sehr schnell wohin das Volk erzogen werden soll. In jeder Beziehung. Nicht nur politisch, auch sozial/gesellschaftlich. Da läuft Verarsche pur, teilweise ist es sogar richtig witzig.

      Alles gut mit dem „Verschwörungstheoretiker“. Ich empfinde das wirklich als Kompliment! Du weisst doch „es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein“. 😉

  10. Ja bitte schön, wen sollen denn die Arbeiter wählen? Spd? Hat hartz 4 eingeführt. Linke? Beschäftigt sich hauptsächlich mit flüchtlingen und genderkämpfe, das interessiert keinen Arbeiter, oder dann doch afd? Ist doch egal was die machen, Hauptsache Gegenwehr.
    Man muß es pragmatisch sehen, jedenfalls ist Häme hier nicht angebracht.

Hinterlasse eine Antwort