Tagesdosis 12.4.2018 – Daten sind das neue Öl

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Moment einmal, mag sich manch Leser, bzw. Hörer denken. Das Thema kommt mir doch bekannt vor. Vollkommen richtig. Es war der Titel der Tagesdosis vom 04. Januar diesen Jahres.

Viele Bürger sind beunruhigt. Werden Trump, Macron und May die rote Linie der Vernunft, der Verantwortungslosigkeit, der Unbesonnenheit überschreiten und tatsächlich in Syrien den fatalen Weg des militärischen Wahnsinns wählen? Wie werden sich Herr Maas und Frau von der Leyen verhalten? Bündnistreue bis in den Tod? Viele Menschen in diesem Land können nur noch den Kopf schütteln über sinnlose Entscheidungen diverser Regierungshäuser, über die Ignoranz individueller Politclowns, die sehr wohl die Zahlen von Millionen überflüssiger Toter im arabisch sprachigem Raum seit 1990 vor Augen haben, müssen. Die dekadente Arroganz der Macht will Krieg. Die Vernunft des schlichten Menschenverstands, der Selbstlosigkeit will Frieden.

Sicherlich notwendig, aber auch beherrschend dominiert in den letzten Tagen und Wochen die große internationale Politik die bundesweiten Medien. Vieles forciert aufgebauscht und verunsichernd, rückt damit automatisch die kleine Alltagspolitik in diesem Lande auf die hinteren Seiten. Entscheidungen, oder auch theoretische Spielchen werden, wenn überhaupt nur kurz angesprochen und final dadurch bedingt wenig, oder gar nicht von der Bevölkerung wahrgenommen.

Auf Tagesschau.de konnte man am 09. April lesen: Kommunen sollen Daten zu Geld machen. Was Facebook und die Post können, sollten die deutschen Kommunen auch tun: Mit ihren unzähligen Datensätzen Geld verdienen. Das schlägt der Städte- und Gemeindebund vor. Dies sei auch zum Vorteil der Bürger.(1)

Diese doch mehr als fragwürdige Idee hatte tatsächlich der Hauptgeschäftsführer vom Städte- und Gemeindebund Gerd Landsberg. Seine zweifelhafte Vision von prall gefüllten Kassen und Konten lautet: „Auch die Städte und Gemeinden müssen sich noch mehr klar machen, dass Daten das Öl des 21. Jahrhunderts sind und sich damit wichtige Einnahmen erzielen lassen“. Ziel ist es demnach, die Lebenssituation in der Kommune zu verbessern. Er schlug ein „Konzessionsmodell“ vor, wonach private Unternehmen mit den nicht personenbezogenen Daten der Kommunen, zum Beispiel Mobilitätsdaten oder Luftbilder, arbeiten und dafür bezahlen könnten.(1)

So so. Mit Luftbildern ein paar Taler für die klamme Gemeinde einspielen. Wie verstehen sie denn den Begriff Mobilitätsdaten? Ist das mal wieder der schleichende und vor allem leise, also kaum wahrgenommene Versuch den sowieso schon gläsernen Bürger noch durchsichtiger zu machen?

Für die, die es verpasst haben sollten. Dieser natürlich nur wohlmeinende Vorschlag, wurde kaum eine Woche nach folgender Nachricht formuliert: Berlin. Angesichts des Facebook-Skandals um millionenfache unerlaubte Datennutzung ist die Deutsche Post wegen der Weitergabe von Kundendaten an Parteien im Wahlkampf in die Kritik geraten. Weiter heißt es: CDU und FDP hätten im Bundestagswahlkampf 2017 jeweils einen fünfstelligen Betrag für straßengenaue Analysen der Post-Tochterfirma „Deutsche Post Direkt GmbH“ gezahlt. Die CDU habe darauf ihren Haustürwahlkampf aufgebaut, die FDP habe auf dieser Basis Wahlwerbung an bestimmte Zielgruppen verschickt. SPD, Grüne, Linke und AfD hätten nach eigener Aussage nicht mit der Post zusammengearbeitet.(2)

Im Juni 2013 wusste unsere Kanzlerin noch sehr genau, welche Gefahren das Internet und Daten im Generellen für ihre Bürger bedeuten. Besorgt äußerte sie:“Das Internet ist für uns alle Neuland, und es ermöglicht auch Feinden und Gegnern unserer demokratischen Grundordnung natürlich, mit völlig neuen Möglichkeiten und völlig neuen Herangehensweisen unsere Art zu leben in Gefahr zu bringen.“(3)

Nicht mal zwei Jahre später klang das dann schon ganz anders. Externe Phrasenflüsterer, auch Lobbyisten genannt, schrieben ihr folgende neue Erkenntnisse aufs Papier: Von der Aufbereitung der Nutzerdaten versprechen sich Medienmacher ein zukunftsträchtiges Geschäftsmodell. Von der Kanzlerin gibt es dazu ermutigende Worte. Der Datenschutz dürfe „nicht die Oberhand“ gewinnen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Daten als „Rohstoffe des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet. „Hier müssen wir jetzt aufpassen, dass der Datenschutz nicht die Oberhand über die wirtschaftliche Verarbeitung gewinnt“, sagte die CDU-Politikerin beim Verlegerkongress Publishers‘ Summit.(4)

Nein, da werden keine individuellen Süppchen gekocht. Es geht um wesentlich größere Datenbuffets. Natürlich arbeiten sie alle Hand in Hand. Wer sind sie? Sie sind die Politik, die Erfüllungsgehilfen für notwendige und entsprechende Gesetze, als Helfershelfer der eigentlichen Strippenzieher. Die Macher sitzen in den großen Daten- und Wirtschaftsunternehmen, die wiederum von entsprechenden Medienhäusern unterstützt werden.

Darf Herr Landsberg solche Vorschläge machen? Natürlich. Darf die Post gewisse Daten veräußern? Darf sie. Spannender lautet jedoch die Frage, welche Ziele und Strategien liegen bei der vermeintlichen Attacke gegen Facebook vor? Ist es überhaupt eine Attacke, oder ähnlich dem Vorschlag von Herrn Landsberg Vorbote kommender neuer Gesetze? Wer tiefer in die Materie eintauchen möchte, möge sich eine aktuelle Einschätzung von dem Wirtschaftsjournalisten Dirk Müller anhören.(5) Der Link ist unten aufgeführt. Der Masterplan lautet Daten zu privatisieren, dem Bürger zurück zu geben, d.h. dem Bürger das Gefühl zu geben er sei für sich alleine voll verantwortlich. Und so soll es gehen. Wir befüllen selbst eine Datenbank mit Informationen über uns. Das soll unsere Reisehistorie sein, Bankdaten, Hotelübernachtungen, Mietwagenbuchungen, Dokumente von Universitäten, Ämtern etc. Wenn wir dann z.B. eine Grenze überschreiten wollen, geben wir den Behörden freiwillig einen Zugang zu diesen Daten, damit sie sich vorab überzeugen können, dass wir harmlos sind. Mittels Gesichtserkennung und unserem (idealerweise) biometrisch mit uns verknüpften Smartphone, können sie sich beim Grenzübergang davon überzeugen dass wir sind, wer wir behaupten zu sein. Wenn wir fleißig genug beim digitale Belege sammeln und freigiebig genug mit diesen Daten waren, dürfen wir zur Belohnung an den Schlangen der anderen Reisenden vorbeigehen, werden bevorzugt behandelt und minimal kontrolliert. Wörtlich heißt es: Die Reisenden müssen die Gelegenheit bekommen, die passive Rolle zu verlassen, um zu einer aktiven Partnerschaft im Sicherheitsprozess überzugehen. Wenn sie selbst entscheiden, ihre digitale Identität zu teilen, erfahren sie die Belohnung einer stärker personalisierten und reibungslosen Reise.(6)

Irritiert, oder nicht wirklich verwundert? Wem es jetzt immer noch nicht genug gruselt, möge schlicht den Begriff The Known Traveller ergoogeln.(7). Dieses Szenario ist schon zeitnah für Kanada und Holland geplant.(6)

Wir können nur wachsam bleiben und erkennen. Wer erkannt hat, möge seine Erkenntnisse teilen und helfen zu verstehen.  Sie, diese oben erwähnte Clique, hat klare Ziele und dies sind wahrlich nicht unsere Vorstellungen einer Gesellschaft, eines Lebens und Daseins.

„Erfahrung macht gescheit. Mißtrauen ist im Leben die Mutter der Sicherheit“ – Jean de La Fontaine.(8)

Quellen

(1) – https://www.tagesschau.de/inland/kommunen-datenverkauf-101.html

(2) –http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/daten-skandal-deutsche-post-weist-kritik-an-datenweitergabe-im-wahlkampf-zurueck/21132684.html

(3) –https://www.youtube.com/watch?v=DWqXsXR8h4E

(4) –https://www.heise.de/newsticker/meldung/Merkel-Daten-sind-Rohstoffe-des-21-Jahrhunderts-2867735.html

(5) –https://www.youtube.com/watch?v=6ADQfTAB604

(6) –http://norberthaering.de/de/27-german/news/951-weltwirtschaftsforum

(7) –http://www3.weforum.org/docs/WEF_The_Known_Traveller_Digital_Identity_Concept.pdf

(8) –https://gutezitate.com/zitat/192210

+++

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

Alle weiteren Beiträge aus der Rubrik „Tagesdosis“ findest Du auf unserer Homepage: hier und auf unserer KenFM App.

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

14 Kommentare zu: “Tagesdosis 12.4.2018 – Daten sind das neue Öl

  1. Mit Daten lässt sich also Geld machen. So so.

    Ein Kommentar von mir.

    Es fällt mir immer wieder auf, dass der Antrieb Geld zu verdienen meist zu den beschissensten Ideen und Strategien führt. Leider haben wir dieses behinderte Mittel so arg in unser Denken eindringen lassen und es zudem noch um die ganze Welt verteilt, dass wir aus diesen Fängen nicht mehr einfach herauszukommen scheinen.

    Und alle würden gerne zu diesen sog. Reichen gehören.

    Alles eine Frage des Standpunkts und des Anderen mit dem man sich vergleicht, ob man reich ist oder nicht.

    Wer sind denn die eigentlichen Machthaber??? Die, die uns den Lohn zahlen. Denn dieser ermöglicht uns die Teilnahme an der Gesellschaft und nimmt uns die Angst vor dem Scheitern.

    Was, wenn wir den Spieß mal umdrehen würden?
    Wer soll uns erpressen, wenn wir einfach unsere eigenen Regeln vom Miteinander aufstellen?
    Müssen wir denn tauschen oder gibt es einfach nur einige wichtige Dinge zu tun, und dazu zu regeln, wer wann was macht?

    Also warum müssen wir ein Tauschmittel verwenden?
    Auf eine schlüssige Erklärung warte ich schon lange…

    Mal ehrlich. Jeder ist doch froh, wenn man einfach so irgendwo mitmachen oder teilhaben darf. Deswegen geben wir doch alle freiwillig alle unsere Daten auf Facebook, Google, Whatsshit & Co her. Diese sensiblen Daten in anderen Händen machen uns weniger Angst, als bei einer Geldangelegenheit beschissen zu werden.

    Und warum soll uns ein Loskommen vom Bezahlen also vom direkten Tausch hindern dennoch Dinge zu erreichen, deren Möglichmachung wir heute nur unserer tollen Geldwirtschaft zuschreiben?

    Höher, schneller und weiter… Wozu das alles?

    Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem uns klar werden sollte, dass es nun nicht mehr schlimm ist, wenn mal etwas länger dauert und etwas wieder langsamer funktioniert.

    Böden würden nicht ausgelaugt, Grundwasserreserven nicht mehr und mehr verringert, Meere müssten nicht mehr verschmutzt werden, weil die Grenze des Ganzen nicht mehr die Finanzierung sondern nur unser Wille oder unsere Bereitschaft es tun wäre.

    Wenn das überwunden wäre, würde es keiner Kommune in den Sinn kommen, Daten zu verkaufen, damit der Haushalt stimmt. Ist dann nämlich garnicht mehr notwendig…

    Denkt mal drüber nach!

    Bleibt friedlich…

    Ich

  2. Kann denn jemand nicht mal eine App oder ein Programm erfinden, welches im Hintergrund ohne Ende „irgendwelche“ gefakte Daten von uns erzeugt,
    so dass die Unternehmen einfach nur so zugeschissen werden mit Daten, dass sich daraus einfach kein sinnvolles Profil mehr daraus erstellen lässt (Motto: Hau alle Farben auf einmal in einen Topf, setze überall einen Like, klicke jeden Scheiss an und heraus kommt eine graubraune Pampe).

    Also die Sache einfach mal umdrehen!

  3. Ergänzend zum neuen Öl:

    Totalitäre Horrorvision
    Der Milliardärs- und Großkonzerneclub Weltwirtschaftsforum hat sich mit staatlichem Segen für die Verbesserung der Kontrolle von Reisenden zuständig erklärt.
    02 Apr 2018
    von Norbert Häring

    Der Milliardärs- und Großkonzerneclub Weltwirtschaftsforum hat sich mit staatlichem Segen für die Verbesserung der Kontrolle von Reisenden zuständig erklärt.

    Dafür haben die Konzerne eine Serie von Workshops organisiert, an der die US-Homeland Security und andere staatliche Einrichtungen mitmachen durften, weil sie das Ergebnis ja später umsetzen sollen. Heraus kam eine Horrorvision erzwungen-freiwilliger Totalüberwachung durch uns selbst, die schon bald Wirklichkeit werden soll.

    Neuerdings nennt sich der Club der 1000 größten internationalen Konzerne „DIE internationale Organisation für öffentlich-private Kooperation“. So jedenfalls schreibt es Weltwirtschaftsforums-Vorständin Cheryl Martin im Vorwort des Berichts „Der bekannte Reisende: Wie man das Potential der digitalen Identität für sicheres und reibungsloses Reisen hebt“ [1]. Dieser Bericht, erstellt unter der Federführung von Accenture (einer der weltweit größten Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister. Anm. d. Red.) , wurde auf dem diesjährigen Milliardärstreffen in Davos verabschiedet, aber nicht an die große Glocke gehängt. Man vertraut wohl nicht darauf, dass die Öffentlichkeit sich von den schönen Worten und den Hochglanzfotos von fröhlichen Reisenden blenden lassen würde. Lesen sollen den Bericht vor allem die am Überwachungsgeschäft Beteiligten.

    Und so soll es gehen: Wir befüllen selbst eine Datenbank mit Informationen über uns. Das soll unsere Reisehistorie sein, Bankdaten, Hotelübernachtungen, Mietwagenbuchungen, Dokumente von Universitäten, Ämtern etc. Wenn wir eine Grenze überschreiten wollen, geben wir den Behörden freiwillig einen Zugang zu diesen Daten, damit sie sich vorab überzeugen können, dass wir harmlos sind. Mittels Gesichtserkennung und unserem (idealerweise) biometrisch mit uns verknüpften Smartphone, können sie sich beim Grenzübergang davon überzeugen dass wir sind, wer wir behaupten zu sein. Wenn wir fleißig genug beim Sammeln digitaler Belege und freigiebig genug mit diesen Daten waren, dürfen wir zur Belohnung an den Schlangen der anderen Reisenden vorbeigehen, werden bevorzugt behandelt und minimal kontrolliert.
    (…)
    Der Clou bei dem Konzept des Weltwirtschaftsforums: Es wird (angeblich) keine behördliche, zentrale Datenbank aufgebaut. Das macht nämlich aufgrund der unweigerlichen Hackerangriffe nur Ärger, wie in dem Bericht zu lesen ist. Man muss sich als verantwortliche Behörde für geleakte Daten rechtfertigen und entschuldigen und womöglich sogar noch entschädigen. Nein, die sich selbst überwachenden Menschen sind selbst für ihre Daten verantwortlich. Das nennt sich Dateneigentum. Natürlich gibt es in Wirklichkeit doch eine zentrale Datenbank, wo alles zusammenläuft, was im Lauf der Zeit an die Grenzer übermittelt wurde, eine Datenbank auf die die US-Heimatschutzbehörde und generell die Polizeibehörden und Geheimdienste im Bedarfsfall zugreifen können. Aber über ein Spiegelkabinett aus Blockchain-Terminologie wird dafür gesorgt, dass das nur sehr misstrauischen oder gewissenhaften Lesern auffällt. (Auf Seite 25 erfährt man verklausuliert und vage die Wahrheit.)
    Kanadier und Niederländer als Versuchskaninchen

    Zwar haben US-Unternehmen und Behörden die Arbeitsgruppen dominiert. Den Testlauf machen jedoch demnächst die Grenzbehörden von Kanada und den Niederlanden. Reisende zwischen diesen beiden Ländern dürfen bald schon mit dem Datensammeln beginnen, um schneller abgefertigt zu werden. Das Weltwirtschaftsforum hat den kanadischen Grenzern Unterstützung bei der Implementierung des Plans der Konzerne zugesagt. Das dürfte heißen, dass die teilnehmenden US-Konzerne Google, Visa und Co. dafür sorgen, dass technisch alles läuft. Selbst die (recht zurückhaltende) Verkündung des Pilotprojekts [2] übernahm das Weltwirtschaftsforum in Davos und nicht die beteiligten Regierungen. Es klänge ja auch nicht gut, wenn die niederländische Regierung verkünden würde: ‚Wir haben uns bereit erklärt, unsere Bürger, die nach Kanada reisen, als Versuchskaninchen für ein totalitäres Überwachungssystem anzubieten, das sich die amerikanischen Technologiekonzerne und Datenkraken zusammen mit der Homeland Security für uns ausgedacht haben.‘

    Ein im Bericht hervorgehobenes Zitat des Google-Managers Rob Torres erinnert stark an den Film Minority Report:

    „Technologieunternehmen haben große Fortschritte beim Data-Mining, Maschinenlernen und künstlicher Intelligenz gemacht, die fortgeschrittene prognostische Analysen ermöglichen. In Kombination mit den von den Passagieren gelieferten Informationen können diese Technologien von Regierungen genutzt werden, um (…) komplexe Muster in großen Datenbeständen mit dem Ziel zu analysieren, Sicherheitsrisiken an Grenzen vorherzusagen.

    Wenn das kanadisch-niederländische Pilotprogramm gut läuft, dürfte der nächste Schritt sein, dass auch die US-Grenzer die freiwillige Selbstüberwachung zunächst mit Privilegien prämieren und danach verlangen. Jedenfalls ist der Planung des Weltwirtschafsforums zufolge die großangelegte Nutzung ab 2019 geplant.

    Die Vorteile für die Konzerne

    Erkennbar haben sich die Konzerne wie Hilton, Visa und Google nicht aus reinem weltbürgerlichem Pflichtgefühl so engagiert, um für die Polizeibehörden auf eigene Kosten ein solches System auszuarbeiten. Vielmehr sind die Grenzbehörden erklärtermaßen der ideale Katalysator um die kritische Masse für ein solches freiwilliges System der freiwilligen Selbstüberwachung und Datenfreigabe zwangsweise zu schaffen. Wenn es einmal etabliert ist, erhalten die Datenkraken unaufhaltbar von lästigen Datenschutzverordnungen zuverlässig weiter alle unsere Daten.

    So heißt es im Implementierungsplan, dass das Konzept großes Potential über das Reisen hinaus habe. Wenn sich die Selbstüberwachung an der Grenze einmal durchgesetzt hat, sollen die Bürger ihre gesammelten Daten ebenso freiwillig auch „für alltägliche Anwendungen“ in Interaktion mit Unternehmen und Behörden hergeben.
    Genannt werden als Beispiele Gesundheit, Bildung und Erziehung, Bankwesen, humanitäre Hilfe und Wahlen. Wegen der Netzwerk-Effekte sei es kritisch für den Erfolg des Projekts, so der Bericht, dass es schnell zu einer möglichst breiten Anwendung kommt. Das soll schon ab 2020 geschehen.

    http://www.free21.org/totalitaere-horrorvision/

    Und zum Thema, noch Herr Müller:

    Dirk Müller – Facebook & der perfide Plan hinter der Empörung über Datenmissbrauch

    Am 28.03.2018 veröffentlicht

    Alle Welt empört sich aktuell darüber, was uns eigentlich schon lange klar sein sollte: Natürlich werden so viele Daten wie möglich abgegriffen, ausgewertet und verkauft – das ist ein riesiger Geschäftszweig. Im Rahmen der großen Aufruhr könnte es nun zu Gesetzen kommen, die Datenweitergabe grundsätzlich verbieten. Was im ersten Moment positiv klingt, könnte sich jedoch ganz schnell in einen Alptraum entwickeln, in dem wir selbst verantwortlich für unsere totale Überwachung sind…
    https://www.youtube.com/watch?v=CHXqiiCZSbM&feature=youtu.be

  4. Wenn man bedenkt, dass die ganzen Bedrohungen, vor denen uns die immer umfangreicheren Überwachungssysteme angeblich schützen sollen, von „Denen“ (Eliten, Kliquen, wie auch immer) selbst geschaffen wurden,

    kommen mir eigentlich die Mafiamethoden der Schutzgelderpressungen in den Sinn
    und es müsste eigentlich heißen:

    „Daten sind das neue Schutzgeld welches wir zu zahlen haben“

  5. Tja, da sollten wir uns vielleicht frühzeitig darum kümmern, dass es grundrechtlich verankert ist „analog“ existieren zu dürfen und nicht verpflichtet werden zu können in irgendeinerweise online verbunden sein zu müssen.

    Niemand sollte benachteiligt werden dürfen, nur weil er analog unterwegs ist. Niemand sollte unter Generalverdacht geraten, nur weil er analog ansprechbar/ bzw. erreichbar ist.

    Mit dem Netz verbunden zu sein, muss grundsätzlich Privatsache sein (bei allen Risiken die bestehen online zu gehen).

    Analog sein zu dürfen soll auch heißen, das Recht haben zu dürfen, selbst zu entscheiden vor was man Angst hat, wo und wann man mistrauisch ist.

    Jede Beziehung und soziale Gruppierung, egal in welchem Massstab, die im wesentlichen auf Misstrauen beruht und aus Kontrolle besteht, ist zum scheitern verurteilt.

    also Richtung umdrehen: aufhören Kriege zu führen, Respekt vor einander haben, kooperativ miteinander auskommen, wirtschaften und gestalten und Vertrauen wieder aufbauen.

    Diese Richtung scheint es irgendwie nicht mehr zu geben und völlig abhanden gekommen.

  6. Daten kann mann nicht essen, Daten können keine Machinen laufen lassen.
    Das mann mit Daten Menschen beëinnflüssen kann, wenn war es anders ?
    Schon Keynes wusste ‚Ideeën sind am mächtigsten in der Welt‘.
    Das mann mit Daten diese Ideeën besser beëinflüssen kann, steureren, ja, aber nur begrenzt.
    Sebst die deutsche Schüldgefühle, Merkel: ‚es war einmal anders‘, reichen nicht um die Wirklichkeit der Migration zu verhüllen.
    Ausser Politiker und Medien, wer glaubt noch die Russische und Assad Giftgas Märchen ?
    CO2 Klimawanderung, schrecklich, aber wenn wir, in den Niederländen, erfahren was uns das kostet, haben wir keine Lust mehr, € 6000 bis € 9000 pro Wohnung, Wärmepumpen, noch abgesehen von Isolation, € 40.000 pro Wohnung wird genannt.
    Niemand kann beweisen in wie fern die Daten die Facebook and Cambridge Analitica gab, Einfluss hatten.
    Nach meinem Ansicht hatten viele USA Bürger schon lange genug von fortdauerende teure Kriege, und Arbeitslosigkeit durch Herstellung in Landen wie China, auch die Immigration verdrängte natürlich USA Bürger aus ihre Jobs.
    Was Trump macht war früher Protektion, das Fundament des Britischen Weltreich, jetzt, wo endlich Globaliation erkannt wird für was es ist, Streit von Alle gegen Alle, Weltweit, ist es Handelskrieg.

    • Hallo Herr Kamp, die Aborigines in Australien haben vor 20000 Jahren Zeichnungen an
      Felswände gezeichnet, Hauptsächlich mit folgenden Informationen:

      1. Wo ist das nächste Wasserloch.
      2. Zu welcher Jahreszeit ist da Wasser.
      3. Für wie viele Menschen ist da Wasser.

      Mit diesen Daten war man Herr über Leben und Tot, man war ein Gott.

    • Wusste ich nicht, von den Aboriginals.
      Öl, Kraft, das Römische Reich verbrauchte, Schätzungen, zehn Millionen Sklaven pro Jahr.
      Geld, schmiert die Wirtschaft, es war überall und immer Geld.
      Das lustige von Geld, nicht wie bei Motoren, Geldwechsel.

Hinterlasse eine Antwort