Tagesdosis 12.4.2019 – Sahra-Bashing oder: Journaille der Verhetzung

Die Schmiererei des Auftragschreibers Knut Mellenthin im Demagogiecheck.

Ein Kommentar von Klaus Hartmann

Ausgerechnet in der „jungen Welt“, nach Selbsteinschätzung eine „marxistische Tageszeitung“, erhält einer Gelegenheit, auf vollen zwei Seiten (Rubrik: „Thema“) über Sahra Wagenknecht abzulästern. Das findet unter der Überschrift „Politik der Vereinfachung – Die Rhetorik der noch amtierenden Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei im Bundestag, Sahra Wagenknecht, im Faktencheck“ (1) statt. Insofern ist die Überschrift dieses Kommentars nahezu ein Plagiat.

Verhandelt wird ein Themenspektrum von Flüchtlingen und Sicherheit über Merkel, Trump und den Brexit bis hin zur AfD, zu Populismus und Rechtsextremismus. Das zeigt bereits die Absicht an, in welcher Schublade Sahra Wagenknecht landen und entsorgt werden soll.

Und was checken unser Schreiber Mellenthin? Er wirft Wagenknecht einen „propagandistischen Schnellschuss“ vor, aus dem Anlass, den er selbst so beschreibt: „Am 24. Juli 2016 zündete ein syrischer Migrant vor einem Weinlokal im fränkischen Ansbach eine in einem Rucksack transportierte Bombe. 15 Menschen wurden verletzt, der Attentäter selbst starb.“

„Schnellschuss“? „Einen Tag später veröffentlichte Sahra Wagenknecht eine Presseerklärung“. Beruhigend: Geschossen hat sie schon mal nicht, das war der Andere, nee, der hat ja gebombt. Aber dank Wagenknechts Halbsatz „auch wenn die konkrete Aufklärung der Hintergründe des Anschlags noch abgewartet werden muss“, hat er sie erwischt, beim schnell schießen: „ohne jedes Hintergrundwissen“ habe sie geschossen, folglich also (zu) schnell.

„Menschen müssen sich wieder sicher fühlen können“ war der Titel der Presserklärung, woran Mellenthin bereits Anstoß nimmt, denn für ihn erschien sie „unter der vielsagenden Überschrift“…. Was ist daran so „vielsagend“? Der durchschnittlich verständige Leser denkt doch, die Überschrift sei hinlänglich klar, nicht unverständlich kurz, aber auch nicht überfrachtet – also eher in der Norm. Warum hingegen sagt sie Mellenthin (zu) viel und insbesondere was? Wahrscheinlich tut sie das gar nicht, die Überschrift, sondern es ist Mellenthin, der uns etwas mehr sagen will. Eigentlich sagt er es uns nicht, er suggeriert bloß, wir sollen seine Gedanken erraten: „wer so spricht“, ein „sich sicher fühlen“ verlangt, ist „ein Nazi“, mindestens ein „ganz Rechter“. Schreibt er nicht hin, der Checker, kann er nicht dafür verantwortlich gemacht werden, wenn wir das herauslesen, ist es unser Problem. An der Sahra soll‘s zwar hängen bleiben, aber ihn trifft gar keine Schuld.

Was ist das Skandalöse an ihrem Text zur Bombe von Ansbach? „Die Ereignisse der letzten Tage zeigen, dass die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Flüchtlingen und Zuwanderern mit erheblichen Problemen verbunden und schwieriger ist, als Merkels leichtfertiges ‚Wir schaffen das‘ uns im letzten Herbst einreden wollte. Der Staat muss jetzt alles dafür tun, dass sich die Menschen in unserem Land wieder sicher fühlen können. Das setzt voraus, dass wir wissen, wer sich im Land befindet, und nach Möglichkeit auch, wo es Gefahrenpotentiale gibt.“

Darauf setzt Mellenthin seinen vermeintlichen, (Sahra) entwaffnenden „Faktencheck“. „Tatsächlich hatte der 27jährige Attentäter Mohammed Daleel mit den Massenbewegungen syrischer Flüchtlinge im Herbst 2015, auf die sich der Spruch von Bundeskanzlerin Angela Merkel ausschließlich bezogen hatte, nichts zu tun.“ – Ach sooo! Der Merkel-Spruch bezog sich „ausschließlich“ auf Flüchtlinge ab Herbst 2015! Das ist dann ja was ganz Anderes! Dann ist die Aufgabe ja gleich überschaubar.

Die Flüchtlinge von vorher müssen, brauchen, wollen wir ja auch gar nicht „schaffen“. Gibt es dafür keine Veranlassung oder etwa objektive Hinderungsgründe? Bei aller Dankbarkeit und auch Freude ob der, ohne Mellenthins Check nie ans Licht der Sonne gekommenen „Fakten“ – auf diese Frage hätte man doch gerne eine Antwort.

Was bei Mellenthins Attentäter „geschafft“ wurde, kann man den Stichwörtern „Asylantrag“, „abgelehnt“, „angeordnete Abschiebung“, „psychische Labilität“, „Aussetzung der Abschiebeanordnung“, „psychiatrische Abteilung“ und „erneute Aufforderung, Deutschland zu verlassen“ entnehmen. Darüber regt sich Mellenthin nicht auf, auch nicht darüber, dass das Attentat nicht verhindert wurde. Sondern dass, obwohl „wir“ sehr wohl wussten, „wo“ er „sich befand“, Sahra gefordert hatte, dass „wir wissen … wo es Gefahrenpotentiale gibt.“ Daran kritisiert er das „wir“, weil „allein dieses Wort in diesem Kontext ist verräterisch“.

Ja, was verrät es denn? Mellenthin verrät es uns nicht. Ein Blick auf den Textzusammenhang „Der Staat muss ….“ verrät jedenfalls, wen die Kritisierte mit „wir“ meinte, den Staat eben. Obwohl dies offenbar ist, soll etwas „Verräterisches“ hineingeheimnisst werden. Das verrät kein gesteigertes Interesse an den Fakten, aber ein umso größeres Interesse an der Manipulation des Publikums mit Hilfe demagogischer Wortverdrehung.

Warum überhaupt „Fakten checken“, wenn man mit der Spekulation weiter kommt: Die „erneute Aufforderung, Deutschland innerhalb eines Monats zu verlassen … war … vielleicht der unmittelbare Auslöser für seine Tat“. Da hier nicht nach der „Methode Mellenthin“ gekontert werden soll, wollen wir nicht unterstellen, dass er mit diesem Hinweis das Attentat entschuldigen will. Auf seinem Weg zurück in die „widersprüchliche Wirklichkeit“ folgen dann abstrakte Überlegungen über den „verantwortungsvollen staatlichen Umgang mit psychisch Kranken“: „Die Forderung nach geschlossener Unterbringung aller Personen, die ein ‚Gefahrenpotential‘ darstellen könnten, gehört nicht dazu.“ Zwar gibt er zu, „das hatte Wagenknecht ja auch gar nicht explizit verlangt“, aber nur um uns einzureden, warum nicht: „weil sie die ‚konkrete Aufklärung der Hintergründe‘ ganz bewusst nicht abgewartet hatte“. Nach Kenntnis der Hintergründe wäre also „die Forderung nach geschlossener Unterbringung“ zwangsläufig bzw. unvermeidlich gewesen?

Halten wir fest: Mit dem Satz, Wagenknecht habe „die gute Gelegenheit“ mit einem „propagandistischen Schnellschuss“ absichtlich „ausnutzen wollen“, wird das Bombenattentat zu einer „guten Gelegenheit“ erklärt, es sei wie gerufen gekommen, damit Wagenknecht Propaganda treiben kann. Ein Attentat von einem syrischen (abgelehnten) Asylsuchenden darf, zu Ende gedacht, folglich überhaupt nicht angesprochen und kommentiert werden, weil das gegen „die guten (linken) Sitten“ verstößt? Also für Linke ein Tabuthema? Sollen sich die Interessierten doch besser an die AfD oder die CSU wenden? Ob die sich bei Mellenthin angemessen bedanken?

Mellenthin suggeriert, es sei „Wagenknechts Suggestion“ und „ein zentraler Bestandteil ihrer Agitation“, „Sicherheit“ sei „ein Zustand der Vergangenheit, der uns hauptsächlich durch die ‚unkontrollierte Zuwanderung‘ verlorengegangen sei“. Daher diagnostiziert er „den Wunsch nach Rückkehr in ein vergleichsweise goldenes Zeitalter, das sie besonders gern mit der Regierungszeit des Bundeskanzlers Willy Brandt zwischen Oktober 1969 und Mai 1974 identifiziert“. Auch hier hat er entweder die Fakten nicht gecheckt oder er verdreht sie absichtlich: Wenn Wagenknecht Willy Brandts Politik als positiv darstellte, meinte sie niemals die Berufsverbotepolitik und auch nicht die „innere Sicherheit“. Sie tat dies immer bei ihrer Kritik an der Außenpolitik der Bundesregierung, der Beteiligung an völkerrechtswidrigen Kriegen und der Konfrontation mit Russland.

Deshalb fordert sie „eine neue Entspannungspolitik“, deshalb erinnert sie die SPD an die „neue Ostpolitik“ des Namensgebers der SPD-Parteizentrale. Wenn man Frieden und Abrüstung gering schätzt, kann man das schon mal übersehen.
Mellenthins selbst geschaffenen Popanz eines „goldenen Zeitalters“ erledigt er dann spielend: „Die Politikerin selbst war damals ein Kleinkind und lebte in der DDR. Wer diese wenigen Jahre vermeintlicher (und durchaus zweifelhafter) Glückseligkeit bewusst erlebt hat, ist heute mindestens 60 Jahre alt. Das passt zu den Fotos von Ansammlungen der ‚Aufstehen‘-Aktivisten.“ Gekonnt – „Aufstehen“ wird gleich mit abgewatscht, da kann sich auch Katja Kipping erkenntlich zeigen. Allerdings wirft der Satz von den Fotos der mindestens 60jährigen Fragen auf: Liegt hier ein spezieller Fall von Altersrassismus vor? Oder läuft Mellenthin dem Greta-Thunberg-Jugend-Wahn hinterher? Oder will er uns nur über sein eigenes Alter täuschen? In seinem zarten Alter von fast 73, zur Regierungszeit Willy Brandts war er Funktionär des KB (Kommunistischer Bund), hätte er sich auch ein weniger geschmackloses Argument einfallen lassen können.

Anlass für seinen nächsten „Faktencheck“ ist ein Ereignis am 19. Dezember 2016, damals „steuerte ein Attentäter einen gestohlenen Lkw in den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz und tötete elf Menschen; 55 weitere wurden verletzt“. Unter der Überschrift „Merkels Schuld“ wird Wagenknecht „Räsonieren“ vorgeworfen: „In einem Interview mit der Illustrierten Stern räsonierte sie im Januar 2017 (Ausgabe 2/2017) über die ‚Mitverantwortung‘ der Bundeskanzlerin an dem Massaker. ‚Neben der unkontrollierten Grenzöffnung ist da die kaputtgesparte Polizei, die weder personell noch technisch so ausgestattet ist, wie es der Gefahrenlage angemessen ist‘.“

Für Mellenthin ist „‚unkontrolliert‘ ein emotionalisierendes Lieblingswort, das Wagenknecht mit der AfD teilt“. Und: „Der Spruch von der ‚kaputtgesparten‘ Polizei wurde übrigens, noch bevor sich manche Linke seiner annahmen, von der AfD in den propagandistischen Wettbewerb eingeführt.“ Doch hauptsächlich sind wieder „Wagenknechts zentrale Behauptungen falsch“, die Begründung hatten wir schon: Der Tunesier Amri „gehörte nicht zur großen ‚Flüchtlingswelle‘ aus Syrien vom Herbst 2015“, sondern „war schon im Juli 2015 über mehrere Stationen in anderen europäischen Ländern nach Deutschland eingereist“. Wagenknechts Kritik an Merkel: „Ihre Politik hat viel Unsicherheit und Ängste erzeugt und die AfD groß gemacht“, kann Mellenthin natürlich nicht stehen lassen: „Das ist ein ständiges Thema in Wagenknechts Äußerungen: Für das Erstarken der Rechtsextremen in Europa seien weder diese selbst und schon gar nicht ihre Wähler verantwortlich, sondern die regierenden Politiker.“ Freispruch für Merkel! Ob sie sich auch bedankt?

Für den Autor ist das Erstarken einer Partei oder eines politischen Lagers also ausschließlich von diesen selbst verursacht, aus eigener Kraft, äußere Faktoren scheiden aus. Und natürlich sind die Wähler schuld, die offenbar ihre Wahlentscheidung treffen ohne gebrochene Wahlversprechen zu registrieren, die Regierungshandeln nicht bewerten, Worte und Taten politischer Konkurrenten nicht in Rechnung stellen. Mutwillig und ohne das politische Umfeld wahrzunehmen machen sie ihr Kreuz bei den Falschen. Da wird die Zunft der Wahlforscher wohl nochmal zu Mellenthin in die Lehre gehen müssen, um von seinen bahnbrechenden Erkenntnissen zu lernen.

Nächster Punkt in Sahras Sündenregister: Sie habe „auf den Wahlsieg Donald Trumps am 8. November 2016 für eine Linke äußerst untypisch reagiert“, nämlich so: „Unter Hinweis auf die negative Entwicklung der sozialen Verhältnisse in den USA und angesichts von Hillary Clinton, der ‚Kandidatin des Establishments‘, hieß es dort: ‚Dass die Menschen sich in dieser Situation nach Veränderung sehnen, ist mehr als nur verständlich.‘“ Erwartet Mellenthin als „typisch linke Reaktion“, dass man wegen der Wahlniederlage der Kriegsverbrecherin Clinton Trauer trägt?

Er kritisiert auch Wagenknechts Aussage „Die Menschen in den USA haben ja nicht in erster Linie Donald Trump gewählt, sie haben Veränderung gewählt“, sein Einwand: „‚Die Menschen‘ sind eine wiederkehrende Floskel in Wagenknechts Rhetorik und vielleicht sogar in ihrem tatsächlichen Weltbild, obschon das alles andere als sicher ist. Mit dieser Formel wird ein Kollektiv konstruiert, das in der Wirklichkeit nicht existiert und das von Populisten jeglicher Couleur als Projektionsfläche ihrer eigenen Vorstellungen benutzt wird.“ Mit den „Menschen“ hat es Wagenknecht ihrem Kritiker gar nicht leicht gemacht, deshalb kommt seine Kritik so holprig. Gewohnt, bei der Erwähnung von „Volk“ aufzuheulen, weil damit „ein völkisches Kollektiv konstruiert“ werde, wird das nun umstandslos auf „die Menschen“ übertragen. Dass „der Mensch im Mittelpunkt stehen“ soll, „Menschen wichtiger als Profite“ sein sollen, sind eigentlich linke Standards. Menschen müssen von Objekten zu Subjekten ihrer Geschichte werden, fordert der Freidenkerverband. Aber Mellenthin verbiegt „die Menschen“ zur „Projektionsfläche von Populisten jeglicher Couleur“ – das zeugt von hoher demagogischer Energie.

Auch sei Trump „durchaus nicht von ‚den Menschen‘ zum Präsidenten gewählt, sondern von einer Minderheit“. Mehrheiten hätte er nur bei den Weißen, den Älteren, der Landbevölkerung gehabt. Also bei jenen, auf die die sogenannte Kulturlinke ohnehin verächtlich herabblickt. Und was im Grunde die parteienübergreifende Verächtlichmachung von Populismus „jeglicher Couleur“ schon nahelegt.

Nächste Station Brexit: Wagenknechts Feststellung, „die Briten“ hätten für den EU-Austritt gestimmt, reicht Mellenthin zum Urteil: „Abstimmungsergebnisse zu analysieren und korrekt darzustellen ist nicht Wagenknechts Sache“. Seine Begründung: das Ergebnis war „extrem knapp – 51,89 gegen 48,11 Prozent“. Lag Sahra also falsch? Natürlich nicht. Dann wieder ein Paradebeispiel für Mellenthins Umgang mit „Fakten“: „Heute … bedauert vermutlich eine Mehrheit der Briten den Ausgang des damaligen Referendums und würde ihn gern korrigieren“. Vermutlich – Kaffeesatz oder Kristallkugel. Exakt so liest man das auch in den Mainstream-Medien.

Zum krönenden Abschluss: AfD. Wagenknechts „Formulierung, viele Menschen hätten ‚so viel Wut im Bauch‘, dass sie die AfD nur wählen würden, ‚um die da oben zu ärgern‘“, gilt Mellenthin als Verharmlosung des Rechtsextremismus. Es sei eine vereinfachende Darstellung, wenn sie behaupte „‚Unzufriedene‘ würden ‚in die Arme der AfD getrieben, weil sie sich bei allen anderen nicht mehr verstanden fühlen. Viele wählen die AfD aus Protest, das sind keine Rassisten, sondern Menschen, die sich von der Politik im Stich gelassen fühlen‘.“ Sein Verdikt: Für eine Marxistin „pflegt sie allerdings ein erstaunlich schlechtes Verhältnis zur Dialektik. Sie scheint ihr sogar mittlerweile völlig unbekannt zu sein. Im vorliegenden Fall: Dass jemand sich ‚von der Politik im Stich gelassen‘ fühlt, schließt selbstverständlich nicht aus, dass sie oder er mehr oder weniger rassistisch ist.“ Wieder wird etwas dementiert, was die Kritisierte nicht behauptet hat, ein Dementi, das ins Leere geht, wieder eine demagogische Suggestion.

Voll im Mainstream, jetzt auch in der „jungen Welt“: die Behauptung, Wagenknecht hätte diesem Klientel „ein paar populistische und anbiedernde Brocken zum Anlocken hingeworfen“, bloß nicht konsequent genug, weshalb sie „die Konsequenz aus ihrem ausbleibenden Erfolg gezogen“ habe. Doch Wagenknechts Rückzug aus der Führung von „Aufstehen“ sowie vom Fraktionsvorsitz der Linkspartei ist für Mellenthin nur ein schwacher Trost, er muss nachtreten: „In den Talkshows wird sie dem Publikum aber, das lässt sich erahnen, erhalten bleiben. Die Positionen, mit denen sie dort in Zukunft in punkto Sicherheit und Migration auftreten wird, leider auch.“ Die Aussage passt bestens zur hier präsentierten Merkel- und Clinton-Verteidigung durch heute „typische Linkies“.

Das große Bild von Sahra ist in der Zeitung mit der Unterschrift versehen „Suggestive Schnellschüsse und systematische Komplexitätsreduktion sind in der Politik beliebte Mittel“. Keineswegs nur in der Politik möchte man ergänzen, die Journaille will dabei nicht zurückstehen. Während Mellenthin mit dem Finger auf Wagenknecht zeigt, zeigen drei auf ihn zurück. Früher und grundsätzlich-konzeptionell waren die „Themen“-Seiten der „jungen Welt“ intellektuell und theoretisch anspruchsvollen Beiträgen vorbehalten. Wie es der vorliegende, geistig notleidende Artikel in die Zeitung gebracht hat, ist ein Rätsel, das der zuständige Redakteur alsbald aufklären sollte.

Quelle:

  1. https://www.jungewelt.de/artikel/352571.die-linke-politik-der-vereinfachung.html

Fotohinweis: wikimedia.commons.org, Ferran Cornellà [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]

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25 Kommentare zu: “Tagesdosis 12.4.2019 – Sahra-Bashing oder: Journaille der Verhetzung

  1. wenn sich „linke“ nicht gegenseitig anfeinden können, dann sind sie nicht glücklich. das trifft, meiner meinung nach , auf beide zu -mellenthin +hartmann . ich denke mal, dieser streit , um des kaisers bart ist so sinnlos und lenkt von den wichtigen fragen nur ab !

  2. Wenn ein/e Kamerad/in aus einer Gemeinschaft, der ich angehöre,
    so angegangen/abgerechnet wird, ist es für mich eine Selbstverständlichkeit,
    dass ich – ganz egal welcher Meinung ich selbst bin – mich mit ihr/m solidarisiere
    und schützend vor sie stelle.
    Tue ich das nicht, bin ich eine Flasche.
    So wie die Grünen einst mit Josef Beuys umgegangen sind, das war schon schlimm.
    Wie die LINKE mit Sahra Wagenknecht umgeht, ist um einiges schlimmer.
    Und wer Solidarität nicht (vor)-lebt, dem nehme ich auch Solidaritätsprogramme
    nicht ab.

  3. Bei so viel scharfsinnigem Kontra kann ich nur sagen: Hut ab, danke Herr Hartmann.
    Bei Kommentaren wie den von Stephan Steins habe ich den Eindruck, er schreibt etwas, von dem er nichts weiß oder er will verwirren. Das passt dann zu einigen spalterischen politischen Aktivitäten seinerseits.

  4. Einen Artikel, mit dem man inhaltlich nicht übereinstimmt, als „Schmiererei“ zu bezeichnen, zeugt von wenig Souveränität. Trotz aller inhaltlichen Differenzen werde ich auch den Text von Herrn Hartmann nicht so nennen. Den Autor des geschmähten Artikels nennt er einen „Auftrgsschreiber“. Ja, es soll Menschen geben, die nicht den Luxus genießen, von ihrem Schreiben nicht leben zu müssen. „Auftragsschreiber“ waren auch ein Egon Erwin Kisch. Er schrieb im Auftrag des „Prager Tageblatts und der „Bohemia“. Damit ist er als Autor nicht diskreditiert.

    Sehr merkwürdig finde ich den Ansatz von Herrn Hartmann, bestimmte Themen gleich von vornherein „verbieten“ zu wollen. Wenn man ein Thema anspricht, dann ist seine Heldin rechts. Also nicht das Thema ansprechen, denn das brächte ein unerwünschtes Ergebnis. Herr Hartmann hätte ja Herrn Mellenthin nachweisen können, wo er zu jedem Thema die Unwahrheit sagt. Aber das kann er ganz offensichtlich nicht.

    Ich bin sehr betrübt darüber, dass Herr Hartmann stattdessen seine Leser und Zuhörer viel lieber verhöhnen möchte. In einer Situation, in der Übergriffe auf Menschen ausländischer Herkunft an der Tagesordnung sind, ist es reiner Zufall, dass eine Straftat, über die noch gar nichts weiter bekannt war, genutzt wird, um mehr „Sicherheit“ durch den bürgerlich-kapitralistischen Repressionsapparat einzufordern. Der Staat als Dein Freund und Helfer gegen den bösen Moslem. Natürlich hätte Frau Wagenknecht auch in einer Pressemitteilung zur Geburt von Elefantenbullen Bruno im Hamburger Zoo „mehr Sicherheit“ gefordert. Wäre ja eine böse Unterstellung, etwas anderes anzunehmen. Nur was Herr Mellenthin meint aber nicht schreibt, dass weiß wieder Herr Hartmann sehr genau. Verarschen Sie uns doch nicht, Herr Hartmann!

  5. Habe soeben den Artikel in der J.W. gelesen und bin positiv ueberrascht von dem pol. Sachverstand der Kommentatoren zu diesem unsäglichen Artikel von Mellenthin.
    Nach m.M.n. geht Klaus Hartmann noch sehr freundlich und zurueckhaltent mit dem Artikel von Mellenthin um. Im Grunde genommen ist bei diesem Artikel in der J.W. jedes Wort zuviel und „Perlen vor die Säue geworfen“.

  6. Ja die Linken fordern ja, meistens jedenfalls, wenigstens etwas bessere Verteilung der von uns erzeugten Werte und Reichtümer und wollen nebenbei noch dort absazpfen, bei den Reichen, wo eben das liebe Geld hinwandert und der Besitz sich mehrt.
    Daher wurden die Linken ja durch die Geschichte gesehen, stetig stark attackiert und meistens auch klein gehalten.

    Aktuell scheint man auch seine Lakaien intern platziert zu haben und diese Partei als eigentlich fundamentlos darzustellen. Weder an der Spitze noch im Inneren scheint diese Partei geeint und somit nicht wählbar.

    Frau Wagenknecht sticht eigentlich als Einzelperson deutlich hervor und zeigt doch mit dem Finger ziemlich oft auf die Probleme, auch wenn sie sich eine verschleiernden und undeutlichen Sprache bedient, eben weil die direkte Wahrheit einfach nur ins Reich der Verschwörungstheorien wandern würde und man drüber spöttisch lächeln würde seitens des Mainstreams. Diese offene Flanke will sie sich nicht antun.

    Tja aber es funktioniert eeben seitens der Machthaber.
    DIe Linke ist so beschädigt das sie keine echte Gefahr ist, auch wenn sie für 80% der Menschen im Lande Politik machen würde u nd nicht für das eine Prozent.
    Aber Theorie und dann Praxis wären auch zwei paar Schuhe.
    Wie oft sind solche Leute dann doch umgefallen, durch Druck oder gekauft oder durch Erpressung und Angst.
    Man muss das dahinterliegende große Gefüge sehen, das sich selbst ja auch schützt, ganz unabhängig von den eigentlichen Köpfen.
    Solange diese Bande die Medien beherrscht und keine echte Aufklärung erfolgt, sondern weiter das Gift der Lüge verabreicht wird, solange haben es alle Politiker egal wie ehrlich und gut sie zu sein scheinen, extrem schwer.

    Und aktuell arbeitet der Mainstream ja wieder an der Meinungshoheit, den sie durch das Internet verloren haben durch Umverteilung der Rechte hin zu sich, weg von uns. Diese ganzen Regelungen das Netz zu zensieren, selbst aber stetig Lügen verbreiten zu können, setzt uns schneller Schachmatt als vielen klar zu sein scheint.
    Und da erkennt man auch wie es so einem Politiker ergehen mag, der vom System im Hintergrund stetig daran gehindert wird das System zu ändern, nein sogar bekämpft wird oder ganz einfach der viel leichteren Verlockung nachgibt sich kaufen zu lassen.

    Wenn man auf der Welt schaut wie überall das korrupte System spielend die Vorherrschaft erreicht…erschreckend mit welcher Geschwindigkeit sich Länder einfach verkaufen, für den Augenblick der Rettung.
    Argentinien ist wieder vor der Pleite und verkauft sich z.B. grad an die Schattenbanken, also an die Systembetreiber dahinter durch Schulden und dann den Zugriff auf die Ressourcen und somit Abgabe der Kontrolle.
    Das mag 10 Jahre gut gehen, dann kommt der Hammer und der Zugriff der uns feindlich gesonnenen Mächte.
    So wird jedes Land über die Schuldenfalle eingesackt..furchtbar..
    Deutschland geht ja auch diesen Weg durch diese EU Eingriffe.. dauert nur etwas länger, aber die Weichen sind gestellt..

  7. „Die Linke“ durch „Chienlit“ im eigenen Bett zu ersticken ist seit“Wikipedia-Felix“(Jörg Egerer alias Jörg Matthias Claudius Grünewald) vielleicht auch PR-Auftragsarbeit .
    27000 PR-Berater der CIA koennen eben nicht nur das Image der USA aufpolieren.

    Auch Knut Mellenthin sein Eintrag bei Wikipedia ist auffallend geruch- und makellos.

    Da das gross wird was wir anschauen und was uns da so anglotzt, bin ich versucht mal schnell auf „flush-it“ zu tippen.
    Ich weiss jeder ernsthafte Medienwissenschaftler wuerde jetzt sage:“Nee, wenn wir wirklich Knut gerecht
    werden wollen ,muessen wir ein „Griff ins Klo“ riskieren.
    Besten Danke an Klaus Hartmann fuer die erste und mutigen Analyse.

  8. Bei allem Respekt, ich habe Sarah Wagenknecht immer für durchschnittlich intelligent gehalten und damit weit über dem Durchschnitt bundesdeutscher Politiker … an der Stelle aber bitte Moment mal!
    Sicherlich mögen unter den Einwanderern Kleinkriminelle sein und das ist unschön.
    Aber ernsthaft?!
    Es mag einige wenige Einzeltäter geben, die meisten Terroranschläge sind hausgemacht von staatlich betriebenen bundesdeutschen Geheimdiensten.
    Das wäre ein Thema glaubwürdiger Politik.

  9. Seit der Torte wundert mich da gar nichts mehr.
    Intelligenz und Gewandtheit verursacht bei einigen halt Neid und Minderwertigkeitskomplexe.
    Solch ekelhaftes Geschmiere ohne sich dafür zu schämen ist ja leider Gang und Gäbe.

  10. Wichtig wäre es das die Menschen in der LINKE die sich tatsächlich für die Menschen einsetzen von den Transatlantikern distanzieren. Aber auch eine Wagenknecht glaubt ja das sie noch mit den Grünen und der SPD ein Bündnis eingehen kann. Nur müssten sich halt die Grünen und die SPD etwas ändern. Da liegt ja schon das Problem. Die Vernünftigen in der Linken müssen eine neue Partei gründen. Bei einer Kipping an der Spitze der LINKE ist die LINKE nicht mehr zu retten und es zeigt sich ja auch wie intern selbst gegen Wagenknecht gearbeitet wird. Ich bin ja davon überzeugt das die Torte gegen Sahra auch intern getriggert wurde.
    Also nur wenn die sich distanzieren würden, dann könnten sich Grün und SPD Wähler auch dort finden weil es haben eh viele die Schnautze voll, nur eben keine Wahl. Nur leider haben das Wagenknecht und die guten bei der LINKE nicht verstanden oder die Partei ist ihnen auch wichtiger als die Menschen, den Eindruck habe ich zumindest. Und damit hat sich das Thema auch schon erledigt. Bei Politik muss es immer um die Belange der Menschen gehen und nur darum.

  11. at „Box“ und „Stephan Stein“

    Hat das, was Sie hier kommentieren, sachlich irgendetwas mit obigem Artikel zu tun?
    Falls ja, wäre ich für entsprechende Hinweise dankbar.

    Ansonsten müsste ich nämlich annehmen, dass Ihre beiden Reaktionen ein weiteres Beispiel rür die inzwischen schon legendäre Selbstzerfleischung in der linken Szene sind, bei der es mehr um personen- denn um sachbezogene Argumente geht.

    • Ganz im Gegensatz zu Ihrem Kommentar hat mein Beitrag sehr wohl mit dem Thema zu tun, wie Sie bereits leicht an Hartmanns Überschrift erkennen Können: Sahra-Bashing oder: Journaille der Verhetzung

      Es geht also um Bashing bzw. Diffamierung und Hetze in Kreisen des politischen Widerstandes und der Friedensbewegung. Und im Gegensatz zur FbK hatte sich Klaus Hartmann selbst daran beteiligt, ebenso wie übrigens auch das antideutsche Schmierblatt junge Welt.

  12. Ach ja der Kollege Hartman. Mit obigem Artikel liegt er zwar richtig, erinnert sei allerdings daran, dass er im August 2017 zusammen mit Reiner Braun, Pascal Luig und Karl-Heinz Peil eine Erklärung an und gegen die FbK (Friedensbewegung bundesweite Koordination) mit unterschrieben hat, die folgende Aussage enthält, Zitat:
    „Wir stellen fest: Mit Rassistinnen und Rassisten arbeitet die Kampagne „Stopp Air Base Ramstein“ nicht zusammen, und sie sind auch bei ihren Aktionen nicht willkommen.” – Zitat Ende

    Haltet den Dieb …

    • Tatsächlich? Naja, Diebe gibt’s scheinbar in gewünschter Zahl. Warum sollte man jemanden einschließen, der von vorneherein Andere, aufgrund absurder Kriterien, ausschließt.
      Geht zwar nur um’s Symptom, aber anbei hier:

      2. Aktionskonferenz „abrüsten statt aufrüsten“, Frankfurt/Main, 10.2.2019
      Kündigung des Truppenstationierungsvertrags und NATO-Austritt gegen erbitterten Widerstand in die Diskussion gebracht
      Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

      Obwohl es nicht darum ging, den bestehenden Aufruf der Kampagne „abrüsten statt aufrüsten“ zu verändern, sondern in die begleitende Öffentlichkeitsarbeit zwei wesentliche Punkte zur Untermauerung und Konkretisierung der bestehenden Forderung nach Zurückdrängen des Militärischen („Militär löst keine Probleme. Schluss damit“) einzubringen, gab es von Seiten der Konferenzleitung erbitterten Widerstand.
      Es war fast wie eine Konfrontation mit dem Imperium, das sich wehrt, wenn es feststellt, dass ihm Schaden zugefügt werden soll. Obwohl es zu Beginn explizit hieß, dass für Beschlussfassungen der Nachmittag vorgesehen sei, intervenierte die Konferenzleitung nach Vortragen des Vorschlags, die Kündigung des Truppenstationierungsvertrags und den NATO-Austritt als Forderungen aufzugreifen und darüber im Plenum zu befinden, mit dem abwiegelnden, der eigenen Ankündigung widersprechenden Satz: „Ich will nochmal sagen: wir sind kein Beschlussgremium…“. Trotzdem war es nicht zu verhindern, dass das Anliegen der mehr als 150 Unterzeichner – darunter die Erstunterzeichner von „abrüsten statt aufrüsten“ Prof. Maria Mies, Prof. Mohssen Massarrat und Prof. Norman Paech – im Rahmen der Arbeitsgruppen und des Plenums immer wieder zum Thema gemacht und in die Diskussion gebracht wurde.
      (…)
      Klaus Hartmann, Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbands und ebenfalls einer der 150, hingegen wies darauf hin, dass es wichtig sei, innerhalb des Bündnisses einen Weg zu finden, „wie man das, was uns eint und die gemeinsame Grundlage des Bündnisses ist, damit verbindet, wie man auf neue Ereignisse reagiert. Es ist ja völlig klar, dass die Kündigung des INF-Vertrags die Gefahr zusätzlicher Atomwaffenstationierungen in Europa, in Deutschland bedeutet. Wer betreibt die? Es ist völlig klar: es ist die NATO.“ Es gebe derartige neue Zusammenhänge, die sich in der Öffentlichkeitsarbeit der Kampagne wieder finden müssten. Dafür müssten entsprechende Formen gefunden werden.
      http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=25620

      Offen gestanden, es erschließt sich einem immer weniger. Oder vielleicht doch nicht? Nun, wie formulierte es Herr Schramm bei einem seiner Auftritte? „Vielleicht ist das ja alles Absicht … sie brauchen Idioten, sonst frisst keiner Gammelfleisch.“

    • at „Box“ und „Stephan Stein“

      Hat das, was Sie hier kommentieren, sachlich irgendetwas mit obigem Artikel zu tun?
      Falls ja, wäre ich für entsprechende Hinweise dankbar.

      Ansonsten müsste ich nämlich annehmen, dass Ihre beiden Reaktionen ein weiteres Beispiel rür die inzwischen schon legendäre Selbstzerfleischung in der linken Szene sind, bei der es mehr um personen- denn um sachbezogene Argumente geht.

    • Ganz im Gegensatz zu Ihrem Kommentar hat mein Beitrag sehr wohl mit dem Thema zu tun, wie Sie bereits leicht an Hartmanns Überschrift erkennen Können: Sahra-Bashing oder: Journaille der Verhetzung

      Es geht also um Bashing bzw. Diffamierung und Hetze in Kreisen des politischen Widerstandes und der Friedensbewegung. Und im Gegensatz zur FbK hatte sich Klaus Hartmann selbst daran beteiligt, ebenso wie übrigens auch das antideutsche Schmierblatt junge Welt.

    • @ Stephan Steins
      “ … die folgende Aussage enthält, Zitat:
      „Wir stellen fest: Mit Rassistinnen und Rassisten arbeitet die Kampagne „Stopp Air Base Ramstein“ nicht zusammen, und sie sind auch bei ihren Aktionen nicht willkommen.” – Zitat Ende“

      Preisfrage:
      Wer könnte sich davon angepisst fühlen?
      Exakt niemand außer eben Rassistinnen und Rassisten.

      Sie thematisieren das auf bestimmte Weise.
      Haben SIE damit ein Problem?
      Fühlen SIE sich ausgeschlossen als armer Opfer- Rassist?

    • Ernsthaft jetzt? Wir haben mit dieser Aussage kein Problem und bekämpfen selbst Rassismus, sondern wie ich bereits schrieb, wurde dies direkt „an und gegen die FbK“ in einer Korrespondenz adressiert, also die FbK des Rassismus bezichtigt, um Spaltung in die Friedensbewegung zu tragen.
      Die selbe Nummer, die auch Antideutsche und Transatlantiker in der sog. Linkspartei gegen Sahra Wagenknecht fahren.

    • @ Stephan Steins
      Verstehe ich bis jetzt so: Ihnen / Ihrer Initiative wurde dieser Vorwurf gemacht und Sie sagen, der ist falsch.
      Sie deuten hier an, der Vorwurf wäre kein übers-Ziel-hinaus gewesen, sondern taktisches Mittel.
      Wenn es übers-Ziel-hinaus ist, bestehen Chancen den Irrtum aufzuklären.
      Wenn es taktisches Mittel ist, zeigt sich das im weiteren Verlauf (so wie sich bei Wikipedias Copiloten und Feliksen anhand eines einizgen Vorfalls nichts sagen ließe, wohl aber wenn eine Regelmäßigkeit usw. erkennbar wird).
      Also wäre dazu interessant, wie es weiter ging.

    • Selbstverständlich kann Klaus Hartmann seine Unterschrift unter diese Desinformation jederzeit zurückziehen. Von den drei anderen Unterzeichnern ist das grundsätzlich nicht zu erwarten, denn deren Auftrag ist es, die klassische Forderung Raus aus der NATO! aus der Friedensbewegung zu tilgen. Das ist der Punkt, um den es geht und weswegen gezielt mit Desinformation gearbeitet wird.

  13. Schön zu sehen, daß das Narrenschiff auf Kurs bleibt. Viele Worte um einen Sturm im Wasserglas, oder anders, nichts über nichts Wesentliches.
    Eine weitere Ablenkung während über die zugrunde liegenden systemischen Probleme wenig bis nicht konferiert wird.

    Nun, Ablenkungen und/oder Versuche Protestpotential in sichere Kanäle umzuleiten gibt es viele.
    Das ist kein Versehen sondern Methode.

    Nehmen sie zum Beispiel „Freier Wohnungsmarkt führt zu Wohnungsnot“: Berliner Mieter-Aktivist im Gespräch. Da steht dann z.B. „Nein, die Selbstheilungskräfte des Marktes versagen bei der Wohnungsversorgung vollständig.“

    Etwas wahrhaftiger wäre:

    Die sog. „Selbstheilungskräfte des Marktes“ versagen nicht, da die Propaganda und die dahinter stehenden Mechanismen exakt ihren Zweck erfüllen, nämlich eine kleine Oberschicht immer reicher und darüber immer mächtiger zu machen.
    Und wenn man über Vergesellschaftung spricht, warum dann nur über Wohnen und nur über Berlin?

    Herr Mausfeld lag schon richtig, als er über die Methode der Kleinteiligkeit sprach. Sie sehen, man will sie ablenken, bestenfalls beruhigen, damit alles weiter seinen gewohnten Gang gehen kann.

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