Tagesdosis 13.4.2019 – Dienen und gehorchen für Maximalprofit

Ein Kommentar von Susan Bonath

Der Energiekonzern RWE will an die Kohle. Mit diesem Brennstoff macht er seit Jahrzehnten Profit. Auf Kohle ist er spezialisiert. Doch Kohlestrom ist umwelt- und klimaschädlich. Darf RWE trotzdem weiter machen oder nicht? Eins der wichtigsten Argumente der Befürworter sind Arbeitsplätze. Der Konzern droht mit einem massiven Stellenabbau, so er nicht weiter machen dürfe wie bisher. Kann das einer wollen? Um die Frage zu beantworten, müssen wir zwischen Arbeit und Lohnarbeit unterscheiden. Darauf machte ich schon öfter aufmerksam. Und Leser fragten nach: Wo ist da nun genau der Unterschied?

„Arbeit ist eine zielgerichtete, soziale, planmäßige und bewusste körperliche und geistige Tätigkeit. Ursprünglich war Arbeit der Prozess der Auseinandersetzung des Menschen mit der Natur zur unmittelbaren Existenzsicherung. Mit zunehmender sozialer Differenzierung, Arbeitsteilung und der Herausbildung von Tausch- und Geldwirtschaft wurde Arbeit mittelbar“, heißt es im Gabler Wirtschaftslexikon.

Soweit zum Grundbegriff der Arbeit. In der kapitalistischen Realität müssen wir aber über Lohnarbeit reden. Etwa 40 Millionen Menschen sind in Deutschland abhängig beschäftigt. Sie haben einen Arbeitsvertrag mit einem Unternehmen besiegelt. Damit verpflichten sie sich, diesem eine bestimmte Arbeitsleistung zu erbringen. Die Firma sagt im Gegenzug zu, sie dafür zu entlohnen. Anders ausgedrückt: Wer kein profitables Kapital besitzt, dem bleibt nur übrig, seine Arbeitskraft am Arbeitsmarkt als Ware gegen Entgelt anzubieten. Unternehmer kaufen diese Ware, um damit Profite zu erzielen.

Hier tut sich bereits der Hauptwiderspruch des gegenwärtigen Systems auf: Der Beschäftigte will einen möglichst hohen Preis für seine Ware, die Arbeitskraft, erzielen, um gut leben zu können. Der Unternehmer aber strebt nach maximalem Profit. Das muss er, um auf dem Markt konkurrenzfähig zu bleiben. Hohe Löhne mindern seinen Gewinn. Er ist daher bestrebt, sie so niedrig wie möglich zu halten. Sein ökonomisches Interesse an seinen Beschäftigten besteht einzig darin, ihre Arbeitskraft zu erhalten.

Die Interessen der Lohnabhängigen stehen denen der Kapitaleigentümer also grundlegend entgegen. Die Geschichte zeigt: Alle demokratischen Rechte mussten sich erstere hart, teils blutig erkämpfen. Heute erleben wir viele Rückschritte. Rund neun Millionen Menschen arbeiten für weniger als zehn Euro pro Stunde. Rund zwei Millionen Soloselbständige manövrieren am Existenzminimum herum, viele zu Honoraren unter dem Mindestlohn. Von 7,5 Millionen Minijobbern leben zwei Drittel allein von diesem Einkommen.

Entscheidende Gegenwehr gibt es zumindest in Deutschland nicht. Die Gewerkschaften sind schwach. Sie klüngeln mit den Wirtschaftsverbänden und der Politik. Tarifstreits dienen vor allem privilegierten, zunehmend schrumpfenden Stammbelegschaften. Beschäftigte sind immer weniger organisiert.

Die Hartz-Gesetze haben diesen Trend beschleunigt. Damit führte die Politik Anfang dieses Jahrtausends unter SPD-Kanzler Gerhard Schröder und dem Jubel aller anderen Parteien außer der damaligen PDS ein brutales Sanktionsregime gegen Erwerbslose ein. Wir reden hier von einem staatlichen Regime, das arm gemachten Menschen die allernötigsten Existenzmittel für Nahrung, Obdach und Medikamente entzieht, wenn sie nicht parieren und jeden miesen Job annehmen. Um dies nachhaltig zu vollziehen, gab die Politik zusätzlich Leiharbeit und Minijobs frei, privatisierte Teile der Altersvorsorge, kürzte die staatliche Rente.

Das Ziel hatte Schröder klar definiert: Der Profit sollte wieder sprudeln. Mittels billigster Arbeitskräfte sollten deutsche Unternehmen die Wirtschaftskrise um die Jahrtausendwende besiegen und „wettbewerbsfähig“ werden. Der Export sollte florieren. Es ging darum, imperialistische Macht durchzusetzen. Man wollte die Märkte anderer Länder niederkonkurrieren. Nebeneffekt: Anderswo verlieren viele Millionen Menschen den Job. Arbeitsmigration ins imperialistische Zentrum der EU namens Deutschland ist eine Folge davon.

Diesen klassischen Klassenkampf von oben will das Parteienkartell aus CDU, CSU, SPD, FDP und AfD auch nicht aufgeben. Alle der genannten Parteien plädieren zum Beispiel vehement für das Sanktionsregime, auch wenn die SPD sich aktuell die Wählerschaft mit Plädoyers zur Abmilderung zurückerobern will.

Das größte Problem ist aber nicht die neoliberal-konservative Einheitsfront. Es ist das Kleinbürgertum und ein Großteil der abhängig Beschäftigten, die der repressiven Politik auch noch zujubeln. Man müsse die Faulpelze doch ordentlich bestrafen, rufen sie unisono mit der Politik in der Hoffnung auf einen besseren Platz am Futtertrog. Klar, wer am kräftigsten nach unten tritt und am unterwürfigsten nach oben buckelt, hat bessere Aufstiegschancen im Kapitalismus. Ist doch schon lange bekannt.

230 Jahre Industriekapitalismus plus die mildere Knute der bürgerlichen Demokratie hat die Masse die Peitschen und Gewehrläufe der Obrigkeit vergessen lassen. Hinter jedem Werkstor, jeder Bürotür bleibt von Demokratie zwar nicht viel übrig. Doch täglich aufs Neue dort hinzugehen, gleicht fast schon einem kollektiven Fetisch, der so irre Namen trägt, wie „Selbstverwirklichung“.

Die Lohnabhängigen von heute haben gelernt, erfolgreich auszublenden, dass sie in diesem System nur Humankapital sind. Nur manchmal schimmert die rohe Brutalität durch. Wenn das Jobcenter den 18jährigen vollsanktioniert, wenn Macrons Knüppelgarde den Demonstranten die Augen raus- und die Hände abschießt, wenn eine Mutter und ihre Kinder zwangsgeräumt werden, wenn die EU Tausende Menschen im Meer ersaufen lässt und die Retter anklagt. Fast jeder könnte der Nächste sein. Alle wissen und verdrängen es.

Die Lohnabhängigen haben ihren Herren Maximalprofit zu bescheren. Nicht mehr, nicht weniger. Profit bringt alles, was sich verkaufen lässt, ob Nahrung, Häuser oder Waffen. Es geht nicht darum, sinnvolle Dinge herzustellen, um Existenz und Reproduktion der Gesellschaft zu sichern, um das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Sehr viel Lohnarbeit erfüllt diesen Zweck gar nicht. Denken wir an die ausufernde Finanzbranche, an das zum Morden befohlene Militär, an die Rüstungsproduktion und vieles mehr.

Wie jeder Unterdrückte ist ein Lohnabhängiger aber abhängig von einem Besitzenden. Er hat nicht zu fragen, sondern zu gehorchen. Er hat zu arbeiten, wie ihm befohlen. Sonst verliert er mit dem Job den Lebensunterhalt. Die Arbeit hat sich für ihn auf einen einzigen Zweck reduziert: Lohnerwerb. Seine Wünsche, Fähigkeiten, Talente und Ideen zählen wenig, wenn sie nicht herrschaftskonform profitabel sind.

Es interessiert den Kapitalisten nicht, ob sein Beschäftigter Familie hat, sich um ein krankes Kind kümmern, den Garten bestellen, die neue Wohnung renovieren oder die Oma pflegen muss. Es gibt viel Arbeit im Kapitalismus, die unentgeltlich getan wird, weil sie getan werden muss. In den Augen der Herrschenden ist das aber keine Arbeit, weil es keine Lohnarbeit ist, die für sie kurzfristigen Profit abwirft.

Kurzum: Wer kein verwertbares Kapital besitzt, muss seine Arbeitskraft verkaufen. Was er produziert, hat nicht er zu entscheiden. Es gehört ihm so wenig, wie die Mittel, mit denen er arbeitet. Er ist von seiner Arbeit so entfremdet, wie die Arbeit selbst von ihrem eigentlichen Zweck: dem Erhalt von Leben, Reproduktion und gesellschaftlichem Wohlstand.

Das wird an einem aktuellen Beispiel gut deutlich. Durch die regionale Presse lief Mitte der Woche die Meldung: 70 Prozent der Windräder in Sachsen stünden vor dem Aus. Sie sollen entsorgt werden, nach 20 Jahren Betriebsdauer auf dem Müll landen. Der Grund: Die Förderung für Erneuerbare Energien läuft 2020 aus. Wartung und Arbeitskräfte kosten mehr, als daran zu verdienen wäre, begründete dies ein Betreiber.

Der Profitzwang verhindert also sinnvolle Neuerungen und ihre Weiterentwicklung zugunsten von Mensch und Natur. Die Mittel und Technologien sind da. Doch Kohle, Gas und Öl bringen schneller Cash. Kapital muss rentabel sein; nicht für die, die arbeiten, sondern für die, denen es gehört. Unrentables Kapital wird entsorgt. Auch immer mehr Menschen, also Humankapital, werden dank technologischer Entwicklung für die Profitmaschine überflüssig. Ich wiederhole: Unrentables Kapital gehört nach geltender Logik vernichtet.

Rentabilität in der kapitalistischen Realität beziffert also keineswegs den Nutzen einer Arbeit für die Gesellschaft. Sie beziffert viel mehr den Profit, den sie für die Eigentümer der Produktionsmittel und Käufer der Arbeitskraft abwirft – auf welche hinterhältige, menschenverachtende, verbrecherische, zerstörerische und kriegerische Weise auch immer. Rentabilität ist die Summe der Zeit, die der Beschäftigte unentgeltlich für den Profit seines Herren (mehr)arbeitet. Sie bemisst in Wahrheit den Grad der Ausbeutung.

Zweckentfremdete, sinnentleerte und zu wachsendem Anteil – unbemerkt – unentgeltliche Arbeit abzuleisten: Das ist der Tribut, den die Ausgebeuteten in der heutigen Klassengesellschaft an die herrschenden Privatiers und den Gesamtkapitalisten, den Staat, abdrücken müssen, um überleben zu können. Wer das nicht will, wird am Ende vom Jobcenter zu dieser Lohnarbeit mit einer faktischen Todesdrohung gezwungen. Die Scharen von Obdachlosen in deutschen Großstädten vor den mit Waren vollgepackten Schaufenstern sind die Warnung der Herrschenden an die unterdrückte Klasse.

Wer also das Argument „Arbeitsplätze“ anbringt, um Schädliches fortzuführen, hat sich entweder mit seiner Knechtschaft abgefunden. Oder er sitzt auf der Seite der Profiteure. RWE gewinnt in jedem Fall. Konzernchef Rolf Martin Schmitz machte der Politik kürzlich klar, dass sie ihn weiter zu pampern habe. 1,5 Milliarden verlangt er vom Steuerzahler für die Stilllegung seiner Kohlekraftwerke. Nein, nicht pro Kraftwerk – pro Gigawatt, das vom Netz geht. Und wir ahnen schon, wie die Geschichte ausgeht.

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Danke an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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13 Kommentare zu: “Tagesdosis 13.4.2019 – Dienen und gehorchen für Maximalprofit

  1. „Wenn man einmal einsehen wird, wie stark (…) in den Instinkten, in den unterbewußten Empfindungen des modernen Proletariers ein Abscheu davon lebt, dass er seine Arbeitskraft dem Arbeitgeber ebenso verkaufen muß, wie man auf dem Markte Waren verkauft, …“

    Rudolf Steiner, Kernpunkte der Sozialen Frage, 1. Auflage 1919

  2. Wenn Frau Bonath was schreibt, dann, so geht es zumindest mir, weiss ich von vornherein was kommt:
    Eine ganz gut durchformulierte Kritik am Bestehenden und am Unrechtsystem.
    Ja. Sie hat da jedesmal recht.
    Aber das hatte ich von ihr auch schon frueher mal gelesen. Da hatte sie auch recht.
    Ich kuerze das Lesen heute schon immer mal ab, schaue diagonal darueber, ob mal ein neuer Gedanke dabei ist.
    Oder gar eine praktikable Idee, die Sache das mal anders oder besser zu machen.
    Bisher war die Suche ergebnislos.
    Nun kann es ja auch sein, dass nicht jedem Menschen neue Ideen zum Bessermachen einfallen. Aber dann koennte man ja mal rumsuchen in dem Genre, welches einem umtreibt, ob es bei anderen Ideen gibt. Corbyn vielleicht oder Sanders oder mal in der Historie rumkramen.
    Ich finde, es reicht nicht hin, immer nur zu kritikastern. Die Suche nach besseren Loesungen und mal dazu was schreiben, wenigstens zur Suche, das waere doch mal was, um Leser naeher in Absaetzen rumsuchen zu lassen, ob es da auch inhaltliche Kleinode gibt.

  3. Und wer steckt hinter den Kohleinvestitutionen? Na? Zum Beispiel die Deutsche Bank. Und andere »Institute«.
    Wenn ein genauer Blick auf die Subventionen geworfen würde, könnte man glatt zu der Meinung gelangen, dass Die Gewinne gar nicht wären, falls es keine Subventionen geben würde.
    Bei der Automobilindustrie ist das nicht ganz unähnlich. Atom? Logo. Ich spreche von den direkten & indirekten Subventionen.
    Billig & am »Markt« überlebensfähig und gewinnträchtig, WEIL sie Subventionen erhalten. Ohne Subventionen? Tja, 35 Milliarden laut UBA in umweltzerstörende Technik.
    Tja, alles hübsch marktkonform.


  4. Hier tut sich bereits der Hauptwiderspruch des gegenwärtigen Systems auf: Der Beschäftigte will einen möglichst hohen Preis für seine Ware, die Arbeitskraft, erzielen, um gut leben zu können. Der Unternehmer aber strebt nach maximalem Profit. Das muss er, um auf dem Markt konkurrenzfähig zu bleiben. Hohe Löhne mindern seinen Gewinn. Er ist daher bestrebt, sie so niedrig wie möglich zu halten. Sein ökonomisches Interesse an seinen Beschäftigten besteht einzig darin, ihre Arbeitskraft zu erhalten.

    Also es gibt den Arbeiter und den Unternehmer. Der Arbeiter muss für den Unternehmer arbeiten.
    Hmm, ca 50 % des Einkommen muss der Arbeiter an den Staat und somit an die Politiker , die Beamten, Lehrer, Verwalter usw abgeben. Das wird ihm weggenommen.
    Es wird damit aber nicht nur der ganze Unterdrückerapparat finanziert sondern auch noch Infrastruktur, Straßen und es werden die Menschen versorgt die kein Einkommen haben.
    Das Frau Bonath haben Sie hier verschwiegen.

    Es ist nicht so das kein Arbeiter sich mit seiner Arbeit identifiziert. Ein Programmierer macht es Spaß die Software zu entwickeln, einen Tischler macht es möglicherweise Spaß die Möbel zu machen.
    Es stimmt schon was sie sagen, nur dieser kleine Anteil von Arbeitern muss alles finanzieren. Der Unternehmer ist da nur zum Teil sein Feind und Ausnutzer. Es gibt viele Betriebe die da anders denken.
    Hinzu kommt das der Arbeiter dann nochmals Steuern zahlen darf auf alles was er kauft, Lebensmittel usw.
    Und dann noch Miete für die Wohnung.
    Ca 40 % von seiner Arbeit muss der Arbeiter über den Mechanismus des Geldsystems an Reiche abgeben. Das überschneidet sich jetzt auch mit den 50 % Steuern da die ja auch für Zinnszahlungen verwendet werden. aber so schaut es aus.
    Netto bleiben den Arbeiter nicht mehr als 30-40 %.
    Nur den Unternehmern die Schuld zu geben ist wohl fehl am Platz und komischerweise fordern auch die reichen Unternehmer das bedingungslose Grundeinkommen. Diese Forderung ist durch und durch neoliberal solange nicht ebenso an die Substanz und vor allem an die Substanz der Reichen gegangen wird. Es ist klar das durch die Automatisierung die Arbeitsplätze weg fallen. Aber damit nur die Reichen vom Fortschritt profitieren können sollen die Arbeitslosen mit einem BGE abgespeist werden das ihnen nicht zum Überleben reichen wird. Der Staat hat natürlich ein Interesse das so viele Menschen arbeiten wie möglich, dadurch wird er ja finanziert, jeder Beamte mit doppelt so hohem Gehalt und noch viel höherer Pension usw. die für völlig sinnlose und andere Menschen schickanierende Tätigkeiten bezahlt werden lebt ja von den Arbeitern.

    Also im BGE alleine liegt nicht die Lösung, der Beamten und Politiker Staat muss aufgelöst werden, nicht notwendig und vor allem die Reichen und Grundbesitzer müssen daran gehindert werden alles aufzukaufen. Vielmehr müsste jeder Arbeiter Teilhaber des Unternehmens sein. Und die die viel zu viel einstreichen müssen dann so hoch besteuert werden dass ihnen davon nichts bleibt.

    Und das Windkraft bis lang vom Steuerzahler finanziert wurde ist eine Frechheit. Entweder bringt die Technologie einen Nutzen oder sie ist nicht brauchbar. Der Arbeiter finanzierte den deutschen Bauern ihre Solaranlagen auf ihren Dächern mit denen die deutschen Bauern durch Subventionen sehr viel Geld dem Arbeiter weggenommen haben weil nicht nur der Strom teurer wurde sondern das auch mit Steuern finanziert wurde. Und so ist es auch mit Windkraft und Atomenergie. Diese Unternehmen werden mit Steuern finanziert und müssten deswegen geschlossen werden. Weil alle anderen Unternehmen beklommen auch keine Steuerlichen Zuschüsse oder die Gewinne der Unternehmen müssen den Steuerzahlern gehören. Die Atomkraftbetreiber müssten zusätzlich Unmengen an Geld für eine Katastrophe hinterlegen und für die Entsorgungskosten für die nächsten 100 000 Jahre aufkommen. Dann würde sofort jedem klar das ein Atomkraftwerk mit 50 Jahren Laufzeit nie rentabel sein kann. Möglicherweise würde sich dann aber die Windkraft rentieren weil die Strompreise steigen. Aber Sie sehen so einfach ist das Thema nicht. Die Braunkohle dürfte dabei das geringste Problem sein. Aber um die Zerstörung von Wald und Natur zu verhindern sollte darauf verzichtet werden.
    Hinzu kommt das man auch festhalten sollte warum ein Gruppe die Windkraft verkaufen darf, gehört die nicht allen. Warum dürfen nur die Menschen die viel Geld haben und in die Windkraft investiert haben damit wieder Geld verdienen und wenn die Steuerzuschüsse dann wegfallen und der Gewinn nicht mehr stimmt dann hören die auf.
    Wem gehört der Wind, die Erde, das Wasser? Da fängt das Grundproblem schon an aber den Arbeitern wurde in den letzten Generationen immer mehr weggenommen das sie nicht mehr investieren können.
    Es ist Zeit für ein Demokratisches Geldsystem, einer Enteignung der Reichen die ihren Reichtum durch Enteignung gewonnen haben und eine Abschaffung des Beamtenstaates, die Unterteilung in Arbeiter, Angestellte, Beamte, Unternehmer usw dürfte es gar nicht geben, da fängt der Rassismus schon an.

    • Ich wuerde lieber formulieren, statt „Arbeiter und Unternehmer“: „Sklave und „Sklavenhalter“.
      Dann mutieren die, die das System im bezahlten Auftrag ihrer Herren installierten und weiter ausbauen werden, jene Subalternenschar aus den Demokratieverhindertunglegionen Politparteien, naemlich zu den Einpeitschern der Sklaven.
      Die Peitschen sind Willfaehrigkeitsgesetze, Journaille-Strukturen, parteihoerige Juristen.
      Die fabrizieren dann Hartz IV-Gesetze wie das Kriegsverbrecherduo Schroeder/Fischer oder Krankkassenkartendatenkraken, um die Daten aller Buerger zwecks Ueberwachung dem groessten Datenhaendler Deutschlands , also dem Bertelsmannverlag zwangsweise zuzufuehren.

      Nicht ausreichend ueberwachte Sklavenscharen gelten ja als Sicherheitsrisiko.
      Wir leben mittlerweile schon lange nicht mehr in den neustalgisch verklaerten Zeiten des Tauziehens zwischen „Unternehmern“ und „Arbeitern“.
      Sondern schon laengst in voll digital ueberwachtem Totalitaersystem mit immer weiter voranschreitender, nein, nicht nur Buergueberwachung, sondern wir steuern voll auf hirngewaschene Sklavenkreaturen zu, siehe die von den Parteienfuzzies vorgesehene Volldigitalisierung der Schulen.
      Es soll nicht mehr Einer entkommen koennen.

    • Für mich sind Unternehmer bei weitem nicht die Spitze des Übels, denn der Unternehmer liefert doch an den Staat/Banken massiv Abgaben und Steuern ab.
      Sie sind nur die beauftragten Aufseher über die Masse.

      Und hier bei der Kritik der Kommunisten sehe ich nicht, wie das besser werden soll? Wir tauschen doch am Ende nur die Sklavenaufseher aus, aus dem koporatistischen Monopol wird er staatliches.

      Hier wir da wird wie heute über dem industriellen dann künftig über dem staatlichen Monopol weiterhin eine für viele unsichtbare Macht darüber stehen und sich die Hände reiben: Die Herren und vielleicht auch Damen des großen, alten Geldes.

      Bisher erkenne ich keine Befreiung im Sozialismus/Kommunismus. Was soll denn kommen, dass es nicht endet wie schon einmal? Nämlich mit einer Verschuldung beim kapitalistischen Ausland?

    • An D1:
      Wenn die Unternehmer Genossenschaften sind derart, dass alle Genossenschaftler nach vorher gemeinschaftlich vereinbarten Strukturen Teilhaber und Mitbestimmer des Unternehmens sind, ist gegen Unternehmer nichts einzuwenden.
      An Banken sind keine massivev Abgaben abzuliefern, allenfalls Zinsen, sofern Unternehmen dort Kredite laufen haben.
      Auch an den Staat sind keine „massiven“ Abgaben zu leisten, sondern allenfalls angemessene Steuern fuer die Bereitstellung von Infrastruktur (fuer Buerger und deren Unternehmen). Wieviel, ist demokratisch zu bestimmen.
      Alles anderer waere Oligarchie oder Diktatur, also ein illegitimer Staat.
      Wenn Sie mit Ihrem Beitrag meinen, der Staat, in dem wir derzeit leben, waere ein illegitimer, so stimmte ich Ihnen zu.
      Was Sie mit „Kommunismus/Sozialismus“ und „Monopol“ oder „geheime Macht“ genau sagen wollen, habe ich nicht verstanden. Ein legitimer Staat kann weder „kommunistisch“, noch „sozialistisch“ im hergebrachten Politsprech sein, noch unter einer geheimen Macht stehen, auch nicht unter einer Fuchtel von Geldleuten. Als Monopol kann er aber das Gewaltmonopol haben, falls ihm der Souveraen das verliehen hat.
      Sorgen wie einfach dafuer, dass wir in einem legitimen Staat leben. Und/oder, dass der Anteil genossenschaftlicher Unternehmen wie oben beschrieben die Mehrzahl wird, dann reformieren dessen Buerger den Staat halt von unten her zu einem legitimen.
      Alles ziemlich stringent und ohne Revolution einrichtbar. Ist uebrigens so auch Kants Empfehlung gewesen.
      Bisher habens aber Verbrecher immer erfolgreich verhindert.
      Was zur 2. Aufgabe eines Buergers fuehrt: Verbrecherkreise verhindern! Egal, ob die als Banker, Industriemanager, hirngewaschene Richter oder korrupte Parteikomiker auftreten.

    • Wenn ein Staat wie dieser hier bis zum Kragen verschuldet ist, dann werden auch die Steuern der Unternehmer zum Zunsdienst verwendet, was am Ende die Produkte teurer macht und weniger Spielraum für Investition, Forschung und/oder Löhen und Gehälter bietet.

      Wenn auf jeden ausgegebenen Euro schin irgedwas um die Hälfte Zinsen sind, dann sind wir alle Opfer des Systems, da macht es für mich keine Sinn zwischen Unternehmer und Arbeiter zu unterscheiden.

      Außerdem ist es so, dass alle in diesem Land 70% von ihrem Brutto als Steuer und Abgaben abliefern. Da sitzen wir doch im gleichen Boot.

    • Sklavenhalter und Sklavenhändler ist vor allem der Staat mit seinen Beamten. Und dann dürfen Sie über die Worte von einer Frau Wagenknecht nachdenken die über ihr Nettogehalt von 8000€ monatlich auch sagt: Irgend einen Unterschied muss es ja geben!
      Und das ist tatsächlich noch die sympathischste Politikerin.
      Aber so verdorben ist deren Weltbild.

  5. Frau Bonath, sie bleiben eine Perle. Ich finde ihre Beschreibung der Realität zeugt von hoher Kunst und Regsamkeit. Wenn’s gestattet ist, wie hier:

    „Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, daß das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes.“
    (Salvador Dali)

    Vielleicht wird das durch’s Zitat gegebene Versprechen nie erfüllt werden und dennoch hat’s sich gelohnt, denn die Erkenntnis bleibt zutreffend.

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