Tagesdosis 13.6.2018 – Anpfiff! Es geht ums Ganze!

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Ach Leute, morgen beginnt die Fussball-WM. Ich muss gestehen, dass ich früher ein vernarrter Fussball Fan war. Nicht so wie ihr jetzt vielleicht denkt. Ich spielte von morgens bis abends lieber selbst. Am besten war ich im Tor. Bis ich mir bei einem gehaltenen Ball den Arm gebrochen hatte. König Fussball regiert die Welt! Ein toller Sport, sobald man ihn selbst spielt.

Lassen wir uns jetzt einmal auf eine andere Weltmeisterschaft ein.

Auf die der Politik. Derzeit ist da richtig was los. Sie ordnen gerade die Geschicke der Welt neu. So etwas dauert und ist von den Umständen abhängig, in der sich deren Gemengelage weltweit befindet. Hauptspieler sind derzeit Wladimir Putin, Donald Trump, Recep Tayyip Erdoğan und Xi Jinping. Europa ist nur ein untergeordneter Spieler, da die deutsche Kanzlerin Angela Merkel schon seit Jahren die Lecks in den unterschiedlichen Kabinenklassen nicht zu stopfen bereit war. Und so ließ sie das alte Schlachtschiff Europa im Schlepptau eines Georg W. Bush und eines Barack Obamas hinter sich herziehen. Nur so konnte Madame Angela Merkel verhindern, dass ihr planloses Navigieren nicht bemerkt würde.

Donald Trump wolle nicht mehr, dass das alte Schiff Europa weiterhin die finanziellen und militärischen Mittel wegfrisst, die er nun zwecks Rettung seines Luxusliners ganz alleine benötigt. Also schnitt er die Seile des Schlepptaus durch und seitdem ist die deutsche Kanzlerin ohne Führung der Stars-and-Stripes-Präsidenten. Ob die CDU das selbst alles mitbekommen hat, darf stark angezweifelt werden. Und so ist die Berichterstattung der landläufigen großen Medienanstalten zu einem Hort für zumeist kanzlernahe Ratschläge verkommen. Was sie will und denkt füllen die Medienhäuser mit ihren Lettern und merken nicht, dass sie damit die Lecks des europäischen Luxusliners nur zu vergrößern helfen. Absaufen bringt Kohle und verschlingt selbige.

Merkels Welt ist längst eine andere geworden und keine deutsche Politik kann mehr so tun, als sei sie weiterhin nach der deutschen Wiedervereinigung nur so zu gestalten: die NATO wird uns schon führen. Nach innen hin „stark“ und nach aussen hin „nach mir die Sintflut“. Deutschland sollte niemals wieder eine Führungsposition in Europa anstreben. Darin waren sich die beiden Helmut-Kanzler einig. Deutschland besitzt keinerlei Rohstoffe, mit der sich vortrefflicher Handel treiben ließe. Ausser die Gehirne der Deutschen. Das ist Deutschlands Rohstoff. Kanzler Schmidt schrieb sogar ein kleines Heftchen nach eben dieser Erkenntnis und nannte es Weltwirtschaft ist unser Schicksal. Viele wollen ihn, den deutschen Rohstoff. Kanzlerin Merkel aber kann mit ihm nichts anfangen. Siebzig Jahre US-Hegemon in der Bundesrepublik ist sogar dem Präsidenten Trump nun zu viel. Xi Jinping und Wladimir Putin werben um Deutschland. Auch Recep Tayyip Erdoğan warb lange um die Deutschen. Doch die Kanzlerin ruhte sich am Halsband gezogen, beim Hegemon aus. Die Zeit aber ist nun vorbei und Europa ist kaputt-ver“euro“t.

Merkel hat fertig. Merkel hat kaputt.

Die EU ist nicht auf die drei großen Spieler dieser Welt vorbereitet. Auf die Türkei, auf Russland und auf China. Merkel dachte, sie könne sich über Fahrwasser halten, so lange der Hegemon mit ihr diniert. Und ganz plötzlich stehen die Drei da: die Volksrepublik China, die russische Föderation und- für die meisten Deutschen so gut wie unbemerkt- die türkische Republik. Zu sehr fokussierten die deutschen Medien sich auf den bösen Erdoğan. Die Türkei ist unter Erdoğan wirtschaftlich zu einem der größeren Spieler geworden. Was aber eint diese drei großen Weltspieler mit Europa und mit Deutschland?

Nun, dazu folgende geographische Tatsachen, die von ungeheurem Belang sind. Zunächst einmal ist Russland ein Energieriese und wirtschaftlich der verlässlichste deutsche Partner überhaupt. Russland ist das Dach unserer Welt. Riesengroß. Nur hat das Framing um die Person Putin, das nicht darstellen wollen. China ist das Reich der Mitte Asiens. Und das ist kein Spruch, es ist wahr. Ohne China ist Asien bloß ein Kontinent mit zahlreichen, fast unbedeutenden Spielern. Japan hat zwar den Ruf wie die Ameisen zu handeln, doch ist deren Land ohne nennenswerte Rohstoffe. Die Türkei hingegen ist das Tor zum Orient. Und Deutschlands Tradition war im Orient stets beliebt. Darauf lässt sich aufbauen, für Europa. Allerdings nicht mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel. Denn die tut einfach so, als verstünde sie nichts von gerade eben dieser Welt. Merkel möchte der NATO auch weiterhin dienen.

Was daraus folgt ist klar zu erkennen. Für Deutschland und für Europa gilt es endlich zu erkennen, dass Deutschland und Europa nur überlebensfähig bleiben, wenn sie sich zu Eurasien verpflichtet fühlen. Der europäische Unions-Gedanke ist zu klein gedacht für eine Welt von morgen. Und morgen werden andere Spieler die Ordnung der Weltmeister benennen. Dazu werden die USA nicht mehr mit militärischer Präsenz alleine ihre Herrschaft besiegeln können. Die Vorherrschaft der USA ist schon vorbei. Was wir erleben ist ihr Rückzug hin in ihr Überleben nach ihrer militärischen Vorherrschaft, die sie sich nach 1945 erarbeitet haben. Die Staaten der EU werden nur auf dem Schachbrett der neuen Weltordnung bestehen, wenn sie sich zu Eurasien bekennen. Oder sie bestehen gar nicht.

Wie einst Helmut Kohl die so genannte Globalisierung verschlief, so verschläft sein Mädchen nun diese neue Weltordnung. Die Kanzlerin aber denkt noch immer in den Fantasien eines George Bush-Senior, an seine New World Order-Doktrin. Und die ist gescheitert. Gott sei dank!, möchte man sagen. Die Türkei, Russland und China warten auf eine andere Kanzlerschaft, die sich ihnen annähert. Derzeit werden Putin, Trump, Erdogan und Xi wie Autokraten behandelt, die durch unsere verquere Art der Nachkriegszeit zu denken, eher zu Dämonen denn als neue Chancen behandelt und diffamiert werden. Die Konditionierung der alten europäischen Schule politischer Öffentlichkeitsarbeit, nämlich die des Nachkriegs-Europas, muss dazu endlich und faktisch überwunden werden. Das ist das neue Denken, zu dem sich die gesamte Politik in Deutschland und Europa bekennen muss, will sie ernst genommen werden in dieser Welt. Und wenn sie überleben wollen.

Die Verschmelzung der alten europäischen Spieler, hin zu einer Weltverbesserung für alle ist kläglich gescheitert. Vermutlich waren Egomanie eher die Ziele, als Kooperation und Frieden. Denn zur Überwindung des Faschismus zum einen und zum Kriegführen der imperial-kolonialen europäischen Mächte zum anderen, hätte es gehört, die alte Finanzwirtschaft zu überwinden. Mit Bretton Woods, dem Leitwährungsplan und dem Neoliberalismus wurden der Faschismus und der Imperialismus nur in neue US-Schläuche geformt. Getreu dem Motto alter Wein in neue Schläuche. Und so sind die alten Probleme einfach ausgelagert worden und mit der NATO in Friedens- und Demokratiemissionen umgewandelt worden.

Sie sagen: Europa ist seit über siebzig Jahren ohne Kriege ausgekommen und vergessen dabei, dass sie ihre Kriege gegeneinander einfach auf andere Staaten ausgelagert haben. Sie vergessen zu erwähnen, dass das, was sie allesamt als das größte aller menschengeschichtlichen Errungenschaften hochjubeln, nämlich die Ökonomie des Kapitals, dass genau diese menschenfressende Maschine das Übel aller Übel darstellt. In einer Weltmeisterschaft wird nach Regeln gespielt. Alle Spieler befinden sich im selben Regelspiel. Das gefoult wird, ist schon mit berücksichtigt. Denn der Mensch will seinen Vorteil haben. Er handelt vorteilsgebunden, wenn seine Regeln nach der Ökonomie ausgerichtet werden.

Die Ökonomie hingegen ist die (Un)Wissenschaft vom Vorteilsverhalten des Menschen. Und wie wir heute wissen, führt sie unbeachtet auch zum Komplettschaden allen Lebens. Die Psychologie hingegen ist die Wissenschaft vom Verhalten des Menschen und spielt diesem Vorteilsverhalten (leider) zu. Unter der Prämisse der Ökonomie hat sie ihre Forschung vorangetrieben. Daher presst sie die Menschen in eben diese Kontrollmechanismen hinein. Alle großen Netzwerkanbieter folgen diesen Algorithmen. Ausnahmeregeln wie die, für die sich ein Dennis Hack mit seinem Human Connection sozial engagiert, sind Beispiele für eine sozialere Welt, die ohne diese Übervorteilung auskommen wollen. Sie ist quasi der UN-Gedanke im Gewand der sozialen Medien und könnte die Daumen hoch oder Daumen runter-Nero-Konditionierung vollständig verändern.

Unsere menschliche Verbundenheit ist nämlich schon da. Sie ist in uns. Das ist es, was die Welt braucht und zu was uns unser Verstand auch befähigt. Wir sind eine Menschheit und das gilt es endlich in die Welt zu tragen. Unser bisheriger Klebstoff ist das Kapital, die Produktionsgüter und die Energieversorgung. Es ist aber auch das uns voneinander Trennende. Und das ist es, was ich mit diesem Artikel anregen möchte: Wir brauchen nicht nur neue Verhandlungspartner, weltweit. Wir brauchen auch völlig neu zu denkende Regeln dazu.

Die Fußball-WM, die morgen beginnt, ist leider zu einem Politikum verkommen. Doch der Geist des Sportes ist Fairness: Du wächst an Deinen Aufgaben und bleibst Dir und den anderen gegenüber dabei fair. So zumindest habe ich den Sport verstanden und ihn auf Wettbewerben selbst immer und immer wieder kennen und schätzen gelernt. Meine zahlreichen subjektiven Erfahrungen sind die, dass sich Unfairness zwar kurzfristig auszahlt, aber langfristig nicht überlebensfähig ist. Ehrlichkeit ist ein Garant für Könnerschaft. Und Könnerschaft ist ein Rohstoff, eine Ressource der ganzen Menschheit, an der wir alle partizipieren können. Langfristig gesehen ist sie der Garant für all unsere weiteren Nachkommen. Und nur um sie geht es. Sie, die Nachkommen, das waren auch einmal wir.

Deutschland und die EU, besser gesagt ganz Europa, versteht sich aus seiner Geschichte heraus. Diese war bisher die Lokomotive der Neuen Zeit sowie die der Neuen Welt. Doch diese Zeit ist vorbei. Das ist nicht ihr Ende, sondern ein neuer Anfang. Die USA haben mit Ronald Reagan nicht die Zeichen der damals neuen Zeit mit Michail „Glasnost Perestroika“ Gorbatschow erkannt. Zu sehr haben sie noch in der alten Welt, der Nachkriegszeit gedacht. Doch nun ist auch die Methode Reagan vorbei. Die Zeit, alte Zöpfe abzuschneiden ist angebrochen. In Deutschlands Parlamenten schwirrt noch immer in den Köpfen die politische Doktrin vom alten Schlachtross Europa umher, das nur zusammen mit England und den USA eine glorreiche Zukunft haben kann.

Die Zeit der neuen Brückenbauer ist da.

Sie ist reif und darf nicht im Nichtstun und im Weiter So verfallen! Verfällt und vergeht sie, dann wird Europa sich weiterhin mit dem Euro selbst auffressen und seine Geschichte in die Zukunft als eine self fulfilling prophecy der vorherigen Jahrhunderte konservieren. Wir haben jetzt die Möglichkeiten, über alte Gewohnheiten hinwegzukommen. Wenn wir das nicht tun, dann werden riesenhafte seelische Dämonen unsere Zukunft verspielen und unsere Nachkommen müssen dann ausbaden, zu was wir uns nicht für zuständig erklären. Eine Human Connection können wir der derzeitigen eurasischen Connectionless Communication entgegenhalten. Wir alle stehen an einer Startrampe, die nicht mehr den ganzen Wahnsinn einer verfehlten egomanischen und faschistoiden Finanzwirtschaft mitnehmen muss.

Auch der Imperialismus ist wandelbar. Er kann in eine friedvolle menschliche Welt transformiert werden, wenn wir gescheit unsere menschlichen Energien nicht als meine und deine Energien begreifen, sondern als unsere gemeinsamen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Eine Welt des Füreinanders wird zunächst die alte Welt des Gegeneinanders in eine Welt des Miteinanders zu verwandeln helfen. Doch ohne Vorbilder wagt niemand den ersten Schritt. Zu groß ist die Angst der Länder untereinander, übervorteilt zu werden durch den Gott des alten großen Spiels, des Nullsummenspielers. Europa wird auch hier und diesmal den ersten Schritt wagen müssen. Dieser Spieler hat einen enormen Vorteil. Mit ihm will jeder spielen. Die Frage ist nur, ob das deutsche Parlament einen Joachim Löw hat, der die gesamte Vorbereitung für die neue WM-Qualifikation managt? Anpfiff ist jetzt! Weil es ums Ganze geht.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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22 Kommentare zu: “Tagesdosis 13.6.2018 – Anpfiff! Es geht ums Ganze!

  1. Aus meiner Sicht bräuchte es eine Neugründung/Revolution der EU – als „Koalition der Willigen“ um das Zentrum Frankreich und Deutschland. Natürlich auch incl. einer Währungsreform, einer neuen Verfassung und anderen grundlegendsten Veränderungen.

    Die Gründe dafür:

    – Für sich gesehen wäre jedes europäische Land nur ein unwichtiger Spieler in der neuen, multipolaren Welt.
    – Es ist unabdingbar, Atomwaffen als Lebensversicherung zu haben, wenn man aus dem US-Imperium aussteigen will.
    – Natürlich ist die EU der (noch) 28 nicht mehr reformierbar.

    • “ Für sich gesehen wäre jedes europäische Land nur ein unwichtiger Spieler in der neuen, multipolaren Welt. “
      Wieso Spieler ?
      Und müssen wir dafür unsere Länder vernichten lassen durch eine EU ?
      Was tut die EU besser als die EEG ?
      Was kann die EU besser als die EEG ?

    • Ich gebe dir recht in dem Punkt, dass wir die EU reformieren müssen, vor allem die Währung. Allerdings ist es falsch was du über Atomwaffen sagst. Es ist der größte Trugschluss der Menschheit als gesagt wurde: wer frieden will rüstet für den krieg. Man sieht wohin uns das geführt hat.
      Auch Chomsky sieht die atomare Bedrohung mit der Klimakatastrophe noch immer als die größten Bedrohungen für das organisierte Menschliche Leben. Abrüstung ist der einzige Weg, der die Menschheit retten kann. Aufrüstung führt nur wieder zu mehr Aufrüstung und das führt zu Kriegen die am Ende die Menschheit vernichten werden.
      Die USA werden keinen atomaren Angriff auf ein Land starten, nur weil sie deren Interessen nicht mitverfolgen. Denen reichen dazu konventionelle Mittel.
      Wir müssen einen anderen Weg finden unsere suveränität zu sichern. Waffen sind einfach keine Option mehr in einer Welt in der der Gedanke einer gemeinten Menschheit bestehen soll.

    • Pieter Kamp,

      Sie als Holländer müssten doch aktuell bei der WM spüren können, wie unwichtig man als einzelnes Land sein kann. 😉

      Aber im Ernst: Ich rede nicht von etwas, das mit der heutigen EU auch nur im Ansatz zu vergleichen ist. Sondern von einer Neugründung Europas nach – im Kern – sozialistischen und ökologischen Prinzipien, mit starken basisdemokratischen Elementen.

      OK, dass wir davon weit entfernt scheinen, weiß ich selbst. Ich sage nur, was trotzdem – mehr und dringender denn je! – notwendig wäre.

  2. Hallo!
    Perfekt Herr Lenz! Danke!
    Nur…halte ich es nicht für so wichtig, immer aktuell am Ball sein zu müssen, um humanistisch bestehen zu können.
    Gesünder wäre eine Politik und Wirtschaft, die sich nationaler- wie internationaler Interessen und vor allem Mutter Erde verpflichtet fühlen würde, auch wenn man dann als völlig überbewerteter Polithintern nicht in jedem überflüssigen Organisatiönchen herumdümpelt kann. Ebenso muss dieser geschichtliche Masochismus samt unserer hündischen Unterwürfigkeit beerdigt werden, der aus völlig verfälschten Geschichtssümpfen stammt, soll es gelingen. Was in Form von Klarstellungen auch von unseren Nachbarn einzufordern ist, damit endlich Menschen ohne fremdbestimmten Hass und Lügen aufeinander zugehen können und es wollen. Wer nicht will, soll bleiben, wo Israel gerade bombt! Stark, autark und nett zum Nachbarn! Das schafft ein gesundes Selbstbewußtsein, das keine Mitgliedschaften als Scheinmitsagerechte und Fremdmachtapparate wie die EU (nicht den Menschenverbund in Europa) braucht. Machen wir uns nichts vor, wie heute früh im D-Radio ein gescheiter und studierter Herr (also nicht immer ein Widerspruch in sich) dem gehirngebleichten Moderator erklärte, die EU (der Apparat) und die deutsche Regierung spielen keine ernstzunehmende Rolle auf den Brettern der Welt. Die Laiendarsteller unserer Berliner Puppenkiste sind den Dreck unter den Nägeln der wirklichen Macher! Gruß!

  3. “ Was daraus folgt ist klar zu erkennen. Für Deutschland und für Europa gilt es endlich zu erkennen, dass Deutschland und Europa nur überlebensfähig bleiben, wenn sie sich zu Eurasien verpflichtet fühlen. “

    Was ist hier nun wieder Europa ?
    Es wird doch jeden Tag deutlicher das es politisch kein Europa gibt ?
    Und was ist ‚verpflichtet fühlen zu Eurasiën‘ ?
    Hat Trump noch nicht deutlich gemacht das für ihn nur die USA wichtig ist ?
    Um das zu tun was ihm wichtig erscheint für sein Land fühlt er sich nicht verpflichtet zu nichts.
    Es wird Zeit das auch Merkel versteht das sie nur verpflichtet is gegenüber Deutschland und Deutsche.
    Die Zeit von Wunschträumen ist vorbei.

  4. „Auch der Imperialismus ist wandelbar. Er kann in eine friedvolle menschliche Welt transformiert werden, wenn wir gescheit unsere menschlichen Energien nicht als meine und deine Energien begreifen, sondern als unsere gemeinsamen Fähigkeiten und Möglichkeiten.“
    Der Imperialismus als der am weitesten entwickelte Kapitalismus ist wandelbar? Solch einen Nonsens habe ich selten gelesen!
    Oder gibt es vielleicht Beispiele dafuer, die mich ueberzeugen könnten?
    Solche Aussagen grenzen ja schon an Fahrlässigkeit.
    Der Imperialismus ist die Herrschaft des Kapitals auf höchster Ebene. Keiner dieser Herrscher wird freiwillig auf irgendetwas (Kapital, Einfluss, Macht) verzichten.
    In den USA sind ca. 400 Familien die Entscheider und damit die Profiteure des Systems. Dass in den USA mehrere mio. Essenmarken an die Ärmsten ausgegeben werden ist die andere Seite der Medaille des Imperialismus.
    Glauben Sie wirklich, dass dieses System Kraft der Gedanken, der in ihm lebenden ueberwunden werden kann?
    Träumen Sie weiter, Herr Lenz!

    • Okay, Herr Lenz, dann mal Butter bei die Fische!
      Wie soll das Ihrer Meinung nach von statten gehen?
      Wir leben in einem System, das danach lechzt immer mehr zu bekommen , immer mehr zu beherrschen.
      Wir erkennen z.Z. einen Wandel in der globalen Hierachie, o.k. aber das bedeutet doch noch lange nicht, dass hier irgend etwas aufgegeben wird.
      Wofuer „benötigen“ die USA und NATO 900 milliarden Euro fuer ihre Ruestung? Die wird dann im Ernstfall AUCH gegen den „Feind“ im inneren eingesetzt. Soweit sollte ein kluger Mensch die Wirklichkeit schon analysieren können!
      Ich gehe mal davon aus, dass die Essenmarkenempfänger in den USA oder die Hartz4 Empfänger in Deutschland nicht mit ihrem Schicksal zufrieden sind, doch welche Anweisungen/Ideen hätten Sie diesen Menschen zu bieten?
      Eine seriöse Antwort wäre: Es wird ein harter Waffengang, bei dem wir aber nur gewinnen können! Lasst uns die Illusion der friedlichen Uebernahme der Macht im Staate (siehe Chiles Allende!) begraben!

    • Hog1951,

      und wie sollte das („harter Waffengang“) von Erfolg gekrönt sein, rein theoretisch? Und wie sollen die HartzIV-Empfänger, u.a. dazu motiviert werden? Überzeugt mich jetzt auch nicht gerade, so gut ich Ihre Wut auch verstehen kann.

      Es kann doch – wenn überhaupt – nur durch einen umfassenden Bewusstseinswandel der Bevölkerungsmehrheit einen Erfolg geben. Wenn z.B. auch Soldaten und Polizeibeamte letztendlich die Befehle verweigern würden, die sich gegen ihre Mitbürger richten, weil sie auch im direkten persönlichen Umfeld (Familie, Freunde) die ungerechten Auswirkungen des Herrschaftssystems spüren.

    • Macht und damit die Eliten oder werauchimmer hat erfolgreich das Denken etabliert, dass der Mensch nur“Materie“ ist.
      Die lachen sich auf ihren Parties vermutlich halb tot, dass die meisten „Linken“ immer noch in diesen „mobbing“methoden („wir sind viele…wir haben recht!“) denken, weil das die „Macht“Denke ist…keine Kooperation… Uns wird immer erzählt, dass wir Individuen sind, und machen können, was wir möchten… Damit sind wir käuflich und gehen brav arbeiten etc., damit wir unseren sogenannten Individualismus(Alleinesein) aufrechterhalten können. Dabei wird das Ganze „egoistisch“ und destruktiv. Wir vergessen, dass wir, ob wir das sehen wollen, bzw. wandeln wollen, wir geistig miteinander verbunden sind. Dass ist die Chance. Die physische Macht ist immer stark aber sie ist alleine.
      Mit Gewaltmethoden, wie sie bislang angewandt wurden, sind wir doch hierhingekommen, oder? So könnte doch einfachmal eine andere Denke „probiert“ werden. Ich freue mich über Menschen wie Rüdiger Lenz.

    • Moin, Benjamin,
      wir erleben z.Z. den „Endkampf“ des US-Imperialismus. Die Karten sind soweit ausgereizt, dass nur ein weiterer Krieg, der Kapital vernichtet und Milliarden in die Ruestungsindustrie spuelen wuerde, als ultima Ratio begriffen wird. Um das zu verhindern muss in der Tat ein Bewusstseinsprozess stattfinden in dem Sinne, dass die Menschen ihre hoffnungslose Lage als solche erkennen und bereit sind sich gegen das System (Kapitalismus/Imperialismus) zu wehren und zwar physisch. Es wird meiner Meinung nach keine ‚Graswurzelrevolution‘ zu einer Änderung fuehren, sondern nur mit der Macht im Staate wird es Möglichkeiten geben diese Todesmelodie des Imperialismus zu beenden.
      In der Tat glaube ich auch, dass ein Bewusstseinswandel dazu fuehren muss, dass Polizisten und Soldaten sich auf die richtige Seite schlagen muessen, um einen Aufstand erfolgreich zu beenden. Wir sind heute erst am Anfang einer Epoche, die Veränderungen verlangt. Viel zu lange hat man uns im Mainstream mit Luegen beschallt. Doch der Niedergang der staatstragenden Medien und das Aufkommen sog. Alternativmedien auf dem wir ja auch hier kommunizieren können, zeigt in welche Richtung es gehen kann und muss!
      Leider kann ich nicht im einzelnen prognostizieren wie dieser Aufstand aussehen wird, aber ich weiss, dass das Beispiel Chile uns zeigt, dass der Imperialismus auf der Hut ist und jede Möglichkeit nutzen wird seine Interessen durchzusetzen. Die vielen Regierungswechsel (Regimechanges) sind ein weiterer Beleg fuer seine Skrupellosigkeit.
      Was die Hartz4 Empfänger anbelangt, so habe ich auch bedenken, ob man sie zum Kampf bewegen kann, aber m.M.n. gibt es keine Alternative, ausser es zu versuchen!

    • Moin, Jeck.
      „Die lachen sich auf ihren Parties vermutlich halb tot, dass die meisten „Linken“ immer noch in diesen „mobbing“methoden („wir sind viele…wir haben recht!“) denken“
      Es mag schon sein, dass „die“ sich halb tot lachen; doch es geht hier nicht um irgendwelche Mobbingmethoden (Mobbing gegen wen?) Es geht darum, dass uns dieses System in seinem Abwärtsstrudel mitreisst. Und dagegen sollten wir uns wehren. Und das hat wahrlich nichts mit Mobbing zu tun!
      Auch speist sich die linke Ueberzeugung nicht daraus, dass wir viele sind, sondern daraus, dass das System (Kapitalismus) uns viele nicht teilhaben lässt am erwirtschafteten, gesellschaftlichen Reichtum, sondern nur die Kapitaleigner bedient.
      Es wuerde mich schon interessieren an welche „Gewaltmethoden“ Sie denken, die uns hierher gebracht haben?
      Bislang wurde Gewalt immer von den Herrschenden angewendet, gegen die sich das Volk gewehrt hat oder zumindest wehren sollte. Die ideologische Kriegsfuehrung der Gegenseite schafft ja gerade solche Denkweisen, die die Veränderungen durch Geisteskraft (Esoterik) durchfuehren wollen. An dem Kommentar von R. Lenz und anderen (auch Ihrem) kann man dieses sehr gut ablesen!

    • @Hog, Du bist auf einem völlig anderen Dampfer unterwegs, als ich. Du willst Veränderungen anschieben IM System und das verstehst Du unter wandelbar. Ich verstehe darunter die Mechanismen zu wandeln, die ein Imperium schaffen. Und das sind in uns, dem menschen liegende Gründe. Viele die genau den Satz von mir in der selben Art wie Du kritisieren, sehen ihn aus der Veränderungsperspektive innerhalb des Systems der Politik. Das wird nicht gehen.

    • Moin, Ruediger Lenz, das mit dem Dapfer kann ich gut nachvollziehen! Doch wie unterscheiden wir uns in dem Gesagten: „Ich verstehe darunter die Mechanismen zu wandeln, die ein Imperium schaffen.“?
      Die Mechanismen, die ein Imperium oder den US, EU oder sonsteinen Imperialismus schaffen, sind in der Anlage selbst begruendet. Der Kapitalismus bringt doch gerade die Situation hervor, die nach Konzentration verlangt. Das können wir sehr gut nachvollziehen an Beispielen, die vor unserer Haustuer liegen. Ob es der Energiesektor ist, oder der Einzelhandel oder das Finanzwesen. Ueberall hat sich in den letzten Jahrzehnten eine Konzentration feststellen lassen. Das wohl letzte grosse Beispiel ist die Uebernahme von Monsanto durch Bayer; aber das ist sicherlich nichts Neues fuer Dich?
      Ich analysiere diese Entwicklung aus der simplen Tatsache: Friss oder stirb! Ist das Kapital nicht in der Lage zu neuer Wertschöpfung zu kommen, wird es von Konkurrenten erledigt. Auch dafuer gibt es Beispiele aus der Geschichte.
      Mitunter werden dann solche Zusammenschluesse/Uebernahmen von grossen Firmen beschlossen, um gemeinsam den anderen Konkurrenten paroli bieten zu können. Das fuehrt im Endeffekt dann zu einem „Monopolkapitalismus“ oder eben ein anderes Wort dafuer Imperialismus.
      Wo nun in aller Welt haben wir die Möglichkeit auf diese Mechanismen einzuwirken, die Imperien schaffen?
      In den auslaufenden 60/70ern gab es Menschen, die fuer sich entschieden haben ueber kleine Schritte im privaten Bereich wie Konsumverzicht, veganes Leben, autofreies Leben und mehr zu einem antikapitalistischen Dasein zu kommen. Ich nehme an, dass es sie heute immer noch gibt, doch kann ich nicht erkennen, dass es irgendwelche gesellschaftlichen Veränderungen gebracht hätte.
      Leider ist die Idee des Kommunismus bzw. Sozialismus derart diskreditiert, dass man sich heute schon dafuer rechtfertigen muss, wenn man diese Ideen vorbringt.

  5. Vielen Dank !!
    -für diesen gelungenen Rundumschlag und in meinen Augen sehr zutreffende Zustandsbeschreibung 🙂
    – und wunderbaren Ausblick:
    „…,er kann in eine friedvolle menschliche Welt transformiert werden, wenn wir gescheit unsere menschlichen Energien nicht als meine und deine Energien begreifen, sondern als unsere gemeinsamen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Eine Welt des Füreinanders wird zunächst die alte Welt des Gegeneinanders in eine Welt des Miteinanders zu verwandeln helfen.“

    Die Deutschen können es doch! Ein großer Teil dieses dt. „Rohstoffes“ sind die Planungs- und Konstruktionsmethoden im Maschinenbau und im Weiteren des Bauwesens.

    Planungsmethoden mit denen, sehr erfolgreich, Zielsetzungen erreicht werden können. Hier wurden Standardwerke von „Pahl/Beitz“ geschrieben, die mittlerweile in 9 Sprachen übersetzt wurden und getrost als der weltweit gültige internationale Standard, gleich einer Bibel, gesehen werden können.

    Innerhalb dieser hochentwickelten Planungsmethoden ist klar, dass zuerst vom Großen Ganzen ausgegangen werden muss und daraus zunächst Anforderungen, gemäß Zielsetzung des Auftraggebers, gemäß einzuhaltenden Regeln und Rechtsnormen, gemäß Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit auszuarbeiten sind.
    Darauf aufbauend werden Lasten- und Pflichtenhefte erstellt, welche für jede weitere Entwicklung quasi den Leitfaden darstellen.
    Es werden, in flachen Hirachien und „offenen“ Spielarten von gruppendynamischen Prozessen und kooperativem Miteinander, Lösungsarchitekturen entworfen und diese auf allen erforderlichen Masstabsebenen – lösungsorientiert – durchdekliniert.
    Für die kleinsten Prozesseinheiten werden dabei systematisch alle möglichen Varianten von Wirkprinzipien und Lösungsmöglichkeiten durchgespielt.

    Hierbei interessiert ein Aspekt ganz besonders: zum Finden von optimalen Lösungen wird -„ausdrücklich“ -bedingungslose Offenheit und Toleranz gegenüber allen möglichen Lösungsansätzen gefordert.

    Ein absolut freies Denken und lebendigste Fantasie, in der ausdrücklich ergebnisoffen erwünscht ist, die neuronalen Netzverbindungen unserer Gehirnbereiche in allen möglichen Varianten neu durchzuspielen. Neue Konzepte ausddrücklich erlaubt! Das ist doch fantastisch!! Oder . . . .?

    Ja so etwas wunderbares können wir Deutschen. Da haben wir es eigentlich echt drauf! Das ist ein Rohstoff, mit dem wir viel anfangen können. (Würde doch nur einmal ein Problem in der aktuellen Tagespolitik mit so einem befreitem Geist angegangen werden!)

    Ok, hier geht es nicht um Maschinenteile und Produktionsprozesse, sondern um Menschen und um (naturverträgliches) Miteinander derer kultureller Gesellschaften, ganz gleich auf welcher Maßstabsebene.

    Das ändert aber nichts an den sehr erfolgreichen, hochentwickelten und methodischen Planungsmethoden, die wir in Deutschland längst drauf haben, mit denen auch eine Menschheitsfamilie entwickelt werden kann. Mit denen auch neue Regeln im globalen Miteinander –auf allen Masstabsebenen- entwickelt werden können, welche wir heute dringender brauchen, als je zuvor, als Basis um unseren menschlichen (und nicht monetären) Wertschätzungen gemäß leben zu können.

    Gewinnmaximierung als alleinige Zielsetzung unseres Denkens und Handels, ist dumm, platt, überholt, von Vorvorgestern und Wissen- und Erkentnissignorierend und kann schlußendlich nur mit übelster Propaganda und Krieg und Unterdrückung aufrechterhalten werden.
    Freie Marktwirtschaft ohne Wettbewerbsregeln und ohne Beachtung von Anforderungen ist nicht in der Lage, eine Menschheitsfamilie, im naturverträglichen und kooperativem Miteinander zu organisieren.

    Wenn wir in Deutschland mal von diesen „kranken“ Zielsetzungen und seinen faschistoiden Vorgehensweisen mal ablassen könnten, das wäre schon toll. Wir haben den Hitlergruß bisher nur gegen die unsichtbare Hand von Adam Smith getauscht, die es schon richten wird. Sind aber genauso ängstlich, verkrampft, eingeschüchtert und autoritätsgläubig geblieben wie eh und je. Die Knute liegt nur heute im System und ist nicht mehr so sichtbar und die –ach so fortschrittliche – Tellerwäscherphilosophie: „Jeder kann es schaffen“, blendet aus, dass es nicht „Alle“ sein können! blendet aus wieviel Selbstverachtung, Selbstdisziplinierung erforderlich ist, um emotional Abwerten und monetär Aufwerten zu können, um ganz nach oben zu kommen.

    Es ist genau dieses „Alle“ was wir heute berücksichtigen müssen, um uns nicht selbst aller Lebensgrundlagen zu berauben.
    Wenn Deutschland, Europa, sonst wer hier den Mumm hätten die Zielsetzungen und Wertschätzungen zu ändern und die Natur und eine kooperatives Miteinander Aller in den Vordegrund zu stellen, dann könnten wir sagen, wir hätten aus der Geschichte gelernt.

    Aktuell würde ich jedoch sagen befinden sich große Teile immer noch auf Ersatzdroge „repräsentative Demokratie“ und der Tunnelblick auf klingende Kassen und pastellfarbende schöne heile Welten, mit schneeweißen Zähnen und Jogurettefahrad, verhindert, die eigene Birne einzuschalten, den gesunden Menschenverstand zu benutzen, Aufhören Wissen und Erkentnisse zu inorieren und sich daran zu erinnern, welch wunderbares freies Denken wir doch bereits in der Entwicklung von Produktionsprozesses praktizieren.

    Wir brauchen doch heute keine Existenzberechtigung Anderer mehr. Wir sind da, einfach weil wir da sind. Punkt! Das reicht. Seien wir heute doch unser eigener Auftraggeber und setzen die Zielsetzungen, nebst Anforderungen neu fest.

    Das Internet zeigt uns heute nicht nur die ganze Welt, sondern hat auch bereits darin überzeugt allerlei Arten von nie gekannten Netzstrukturen aufbauen zu können, nebst Informationen und Verständigung durch die alternativen Medien.
    „Das“ kann doch Vorbild und Motivation dafür sein, dass wir auch in unseren Gehirnen neue neuronale Verbindungen knüpfen können, um in anderen (nicht mehr regellosen Kampf- und Wettbewerbsorientierten) Architekturen und gesellschaftspolitischen Konzepten zu denken und zu handeln, mit denen wir dann auch andere Zielsetzungen verfolgen können.
    Da muss ein jeder aber auch erstmal an sich selber rann.

    Ein Jogi Löw wird uns da als Trainer wenig helfen. Wäre hier als Heilsbringer auch echt überfordert und zu kurz gegriffen. (ok, irgendwie musste der Ball ja wieder rund gemacht werden und auf den Fussball zurückgekommen werden 😉 )

    Versuche mir gerade auch vorzustellen, wie es wohl wäre, wenn Merkel mit ihrer Art, Bundestrainerin der dt. Natianalmanschaft wäre. 🙂
    Wie würde da wohl eine Taktik der dt. Fussballmanschaft aussehen?? Wie kann es gehen auf dem Spielfeld, es allen recht machen zu wollen, keine eigene Meinung zu haben, bzw. Position einnehmen zu wollen? Ewiger Ballbesitz ohne auch nur einmal den Versuch zu unternehmen ein Tor zu schießen?

  6. Was mir gerade dazu einfällt ist leider wenig beschaulich: Wir sind große Idealisten. — Unsere marktradikalen Gegner sind knallharte, rücksichtslose Strategen. Daher sollten wir genau im Auge behalten, was während der WM in den (europäischen) Legislativen ausbaldowert wird. Nur, damit kein Team Gesetzestext schaffender neoliberaler Zauberkünstler auf die Idee kommt, die Fußballablenkung zu nutzen, um schnell einen weiteren verdorbenen Hasen in den Hut der vollendeten Tatsachen zu zaubern. Das wäre für uns nicht das erste Eigentor dieser Art.

  7. Heutzutage wird man erstmal von 8 Apaches und 2 Chinook nach dem Aufstehen begrüßt. Kommt davon wenn man 16 Stunden schläft 😛

    Wenn die Spielerwertschaft mit den Rohstoffen und dem erwirtschafteten Geld zusammenhängt wird eine imperialistische Sichtweise installiert.
    Nein, es gibt eben keine wichtigeren Spieler und unwichtigeren Spieler, das hat ansonsten wieder nur herrschaftsimperiale Strukturen. Jeder Mensch ist gleichwertig mit allen anderen, egal ob auf seinem gesellschaftslichen Status Politiker oder Fußballspieler steht.
    Gewohnheiten wie die Welt in Nationen zu unterteilen, die einen wichtig weil sie mehr Menschen und mehr Geld produzieren, die anderen unwichtig weil die ja nicht einmal Öl im Besitz halten.

    • Um Richard Buckminster Fuller hochzuhalten: „Man schafft keine Veränderung, indem man das bestehende System kritisiert; um etwas zu verändern, schaffe ein neues Modell, welches das alte hinfällig macht.“
      Quelle: https://www.rubikon.news/artikel/wir-haben-nur-diesen-planeten

      Ebenso muss KenFM weg von Politik, Herrschaft und Imperiumsrhetorik, wenn die Dauerkomapause erreicht werden will. Das Menschen endlich ihr eigenes Handeln durchschauen und deren Pläne die das System ab laufen hält ablegen.

      Desweiteren wird mit politischer Aufklärung und der alten Schule wirtschaftlicher Analysen nur ein weiteres System in den Kopf der Menschen gekloppt.
      Sobald Geld bedient wird um anderen Menschen ein Leben zu ermöglichen wird leider nur der Bank gedient und das scheinen nur wenige verstanden/begriffen zu haben. Denn die Bank erzählt den Menschen das es notwendig ist für ihr Überleben mit derem Geld umzugehen.

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