Tagesdosis 13.6.2019 – SPD und Linke im Panikmodus. Bürger hört die Signale.

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Es ist schon erstaunlich, dass die etablierten Parteien dieses Landes tatsächlich anscheinend denken, irgendwie geht es immer weiter. Es muss ja weitergehen. Über Jahrzehnte marschierte das Wahlvolk brav zu den Urnen, in jüngster Zeit wurde eher getrottet.

Es ergab sich eine offensichtliche Entfremdung zwischen der Politik und den Menschen, aber es zeigte sich keinerlei Reaktion, kein Aufmucken bei denen, die sich dann doch für das demokratisch verbriefte Kreuzchen entschieden. Zumindest bis zum Jahr 2019.

Immer wieder. Was wäre alles möglich gewesen im Jahre 1990. Ein Neustart. Welche Wege ungeahnten Ausmaßes waren realisierbar, um ein gesellschaftliches Experiment zu wagen. Beide deutsche Staaten wirkten Ende der 1980er gelähmt in ihrer Existenz. Die DDR im Trott des Daseins, wirtschaftlich angeschlagen, jedoch nicht bankrott, wie heutige Erkenntnisse zeigen. Das andere, vermeintlich starke Deutschland auch nicht so goldglänzend, wie es leider auf die späteren Mitbürger sinnblockierend wirkte.

Zitat: Das politisch untätige „Warten auf den Markt“ hatte zur Folge, daß Millionen Menschen in der Bundesrepublik, einem der reichsten Staaten der Welt, in eine „neue Armut“ abgedrängt wurden. Ende Oktober 1987 erhielten die 751.700 Empfänger von Arbeitslosengeld durchschnittlich 984 DM im Monat, die 500.400 Bezieher von Arbeitslosenhilfe im Schnitt 806 DM. 37 Prozent der gemeldeten Arbeitslosen erhielten 1987 überhaupt keine Unterstützung. Man kann sicher sein, daß die Politiker der Bonner Regierungskoalition sich entschieden für eine rigorose Bekämpfung der Arbeitslosigkeit einsetzen würden, müßten sie auch nur ein halbes Jahr lang mit diesen Einkünften auskommen (1).

Sie sehen, gut 30 Jahre später annähernd alles beim Alten, nur noch schlimmer, erbärmlicher, härter, halt gnadenloser mit entsprechenden Varianten. Die Verzweiflung, Ideenlosigkeit bei der Politik hinsichtlich der finalen Abwendung durch die Restwähler schlägt aktuell skurrile Blüten.

Der Freitag titelte jüngst, Zitat: Sie werden zu Zwergen, CDU und SPD. Sind die beiden Volksparteien noch zu retten? Jede Strategie dazu hat einen Haken. Das ist nicht weiter schlimm (2).

Dem kann man nur zustimmen, weil wer würde sie, mal ganz ehrlich, vermissen? Desillusionierte Wähler und ungeliebte Politiker fragen daher ängstlich – aber wie soll es weitergehen?

Eine wahrlich angebrachte Frage. Wir irre unsere Zeiten sind, zeigen die letzten Tage. Samstag letzter Woche fabulierte ein satter und zufriedener Politrentner in der grünen Hauspostille Taz über folgende These, Zitat: Daniel Cohn-Bendit fordert eine Fusion von SPD und Linkspartei – und glaubt an einen grünen Kanzler (3). Zwei Szenarien, die vielen Menschen in diesen warmen Tagen noch mehr Schweiß auf die Stirn treibt.

Jetzt die Erläuterung, für sich auch symptomatisch, hinsichtlich eines Politikverständnisses weit am Bürger vorbei. Vielleicht war es auch Satire und nicht entsprechend gekennzeichnet, Zitat: Es geht um die Rettung der Sozialdemokratie, nicht der SPD. Die Linke ist sozialdemokratisch, die SPD soll wieder eine werden. Also rettest du die Sozialdemokratie, wenn die zersplitterten Linken zusammengehen. 13 und 7 bei der jüngsten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen sind zusammen 20 Prozent, damit ist man wieder ein Machtfaktor (3). Kein Kommentar.

Tags darauf wusste die FAZ, Zitat: Besorgte Genossen: Initiative „Die wahre SPD“ will Linksruck verhindern (4). Diese Besorgnis bezieht sich jedoch auf die strategischen Pläne des vermeintlichen SPD Jungstars Kevin Kühnert, da die Altherren-Riege der Initiative „Die wahre SPD“ weiß, Zitat: Nur wer regierungsfähig und regierungswillig sei, könne die Probleme der Menschen lösen und soziale Politik betreiben (4). Das nennt man Regierungs-Demenz, ein schlimmes Phänomen, speziell bei der SPD, tendenziell bei Grünen Politikern, nein eigentlich bei allen entsprechenden Parteien im Bundestag vorzufinden.

Am Montag forderte der Spiegel daraufhin, Zitat: SPD und Linke, Zusammenlegung jetzt! Die Zeit ist reif (5). Das Problem hierbei, das lehrt uns die Natur, wenn etwas überreif ist, wird es weich, fängt an zu riechen, gärt, oder schimmelt. Nicht wirklich eine schöne Vorstellung. Der Spiegel schätzt das anders ein, Zitat: Es klingt irre, zugegeben, aber so klingen ja viele gute Ideen zunächst (5). Tja, der Spiegel.

Kann man diesen Irrsinn noch steigern? Ja. Ein ehemaliger SPDler, jetzt bei der Linken, Zitat: träumt von der Fusion des linken Lagers (6). Die Frankfurter Rundschau erläuterte gestern, Zitat: Ex-Parteichef Oskar Lafontaine bedauert den Untergang der SPD an der Urne und hat eine Idee, wie der Abwärtstrend gestoppt werden kann. Lafontaine hält (…) eine Fusion beider Parteien für notwendig, um die Schwäche bei den Umfragen zu überwinden, die Linke und SPD zur Zeit ähnlich erleben (6).

Soll heißen, nachdem seine Lebensgefährtin Sahra Wagenknecht, die glaubwürdigste und fähigste Politikerin der Linken, von den eigenen Leuten geschasst wurde, soll der überflüssige Rest mit einer noch überflüssigeren Fallobsttruppe fusionieren? Was soll das ergeben, ausser einem absehbaren Wegwerfprodukt.

Um dieses Schmierentheater zu beenden, final die Überschrift eines Beitrags heute auf Spiegel-Online. Natürlich hinter der Bezahlschranke, besser ist das, Zitat: Von Christian Lindner lernen. Fünf Gründe für ein SPD-Comeback. Wie schon erwähnt, irre Zeiten.

Dieses Jahr stehen noch drei ostdeutsche Landtagswahlen an. In den westlichen Bundesländern diskutieren die Bürger bevorzugt über Kanzlerkandidaten in einer schwarz-grünen Regierungskonstellation. In den östlichen Bundesländern formiert sich bundesweit gefürchteter Wahl-Widerstand, anhand der AFD und ihrer Unterstützer. Der Wunsch nach Veränderungen ist mehr als nachvollziehbar. Bedeuten aber Veränderungen im ostdeutschen Verständnis, zurück zu Vertrautem? Also keine Veränderung im Sinne von neuen Ideen, neuen Wegen? Alternativen zu einer Politik, die eindeutig die letzten Jahre gegen die Bürger gearbeitet hat.

Der Wählerschaft wird Kommunitarismus unterstellt. Die Definition lautet: Nur ein in eine sprachlich, ethnisch, kulturell, religiös oder anders definierte Gemeinschaft eingebetteter Mensch ist in der Lage, über die Grundsätze der Gerechtigkeit zu befinden. Schlichter formuliert, Multikulti, nein Danke.

Die Frage die sich vielen Skeptikern stellt lautet, welche Wege und Möglichkeiten hat die AFD, um ihre dargebotenen Wahlversprechen auch einlösen zu können? Auch die AFD ist, bzw. wird gebunden sein an die bundesrepublikanische Verflechtung von Kapital und Politik.

Zudem ist die Partei mit ihrem Erfolg zusehends überfordert. Nach dem Erfolg im Mai in Sachsen, konnte die AFD knapp ein Fünftel, sprich 20 Prozent, der gewonnen Sitze in Kreistagen sowie Städte- und Gemeinderäten gar nicht besetzen. Es scheitert schlicht an geeignetem Personal (7).

Andererseits können AFD-Wähler anscheinend sehr wohl differenzieren. Laut Umfragen könnte die Partei im Herbst in Brandenburg stärkste Kraft werden, jedoch bei der Frage nach dem favorisierten Ministerpräsidenten liegt der AFD-Kandidat bei den Umfragen abgeschlagen an dritter Stelle (8).

Wir stehen im Vorjahr des 30. Jahrestages der Deutschen Wiedervereinigung. Ja, eine gewisse Normalität scheint gewachsen, trotzdem wirkt das Land in tieferer Betrachtung gespalten. Bei den Bundestagswahlen 2017 lag die Altersstruktur der AFD-Wähler in den neuen Bundesländern bei den den 25 – 60-jährigen am Höchsten (9). Dies bedeutet, ein unmittelbarer biografischer Bezug zur DDR, bzw. bei den jüngeren Menschen über das prägende Elternhaus und die Verwandtschaft.

Der Vergleich im Rückblick, das Resümee, wird anders ausfallen, wie das bei den Menschen in den Alt-Bundesländern. Der Ostdeutsche hat völlig differente biografische Vergleichsmomente, anhand zweier gelebter Gesellschaftsmodelle. Werden diese Faktoren, auch hinsichtlich politischer Entscheidungen der Gegenwart, in der gesellschaftlichen Betrachtung, bei aktuellen Ressentiments bedacht? Freundlich formuliert, bedingt.

Das die aktuell gehypten Grünen nachweislich immer noch über Leichen gehen, zeigt der gestrige Gastbeitrag von Cem Özdemir und Tobias Lindner in der FAZ. Der Artikel (hinter einer Bezahlschranke) trägt in der Überschrift den Satz, Zitat: Die Bundestagsabgeordneten der Grünen, Tobias Lindner und Cem Özdemir, fordern im F.A.Z.-Gastbeitrag Reformen für die Bundeswehr – und bekennen sich zur deutschen Parlamentsarmee.

Bezugnehmend der aktiven Unterstützung des Kosovo-Krieges 1998/99 durch die Grünen (Tobias Lindner trat 1999 17jährig in die Grüne Jugend ein), mit mehr als 10.000 Toten (10), finden sie folgende Worte, Zitat: Vor zwanzig Jahren ging der Kosovo-Krieg zu Ende. Die Entscheidung, diesen Nato-Einsatz als Teil der rot-grünen Bundesregierung mitzutragen, war eine der größten Zerreißproben für unsere Partei. Unter dem Strich hat sie uns als Friedenspartei jedoch gefestigt, denn heute sagen wir klar: Es braucht als äußerstes Mittel auch den Einsatz des Militärs, damit Deutschland und Europa ihrer humanitären Verantwortung gerecht werden können (11). Kein Kommentar. Doch: nie wieder die Grünen wählen.

Gesamtdeutsch lässt sich zurückblickend für die letzten 30 Jahre feststellen, dass keine einzige Partei in Verbindung einer Regierungskoalition, der Verantwortung, ob auf Länder- oder Bundesebene, dieses Land lebenswerter gemacht hat. Dieses Land wurde schlicht in Intervallen kaputt regiert. Es bröselt, es bricht.

Sich seitens der Politik nun über die AFD zu echauffieren, ist erbärmlich und heuchlerisch. Hätten verantwortliche Parteien eine Politik für und nicht gegen die Bürger gemacht, im Interesse der Grundbedürfnisse, gäbe es keinen Bedarf an der AFD. Gewählt wurden diese Politiker von Menschen, die sich nun den AFD-Wählern mit Fuck-AFD Rufen entgegenstellen. Hätten sie nicht mit ihrem Kreuz auf dem Wahlzettel, ihrer Wahl, benannte Politik über Jahre legitimiert, gäbe es kein Interesse, keine Notwendigkeit die AFD zu wählen. Alle aktuellen Stimmungen, Probleme der Gesellschaft, dieses Landes, der Menschen in Deutschland, entstanden aus einer Melange aus Bequemlichkeit und anscheinender Identifikation aktueller und zurückliegender Politik. Es geht aktuell schlicht um die berühmte Rechnung, die ohne den Wirt gemacht wurde.

Ob die AFD nun den Heilsbringer der Gegenwart darstellt, wird sich erst im Anschluss an ihre Regierungsjahre, also ihrer Verantwortung zeigen. Nur daran lässt sich ihre Existenzberechtigung messen. Diese Tatsache muss vor allem die Melange-Fraktion ertragen, da der kalte Kaffee der letzten dreißig Jahre für die meisten Menschen in diesem Land ungenießbar geworden ist.

Quellen:

  1. http://library.fes.de/gmh/main/pdf-files/gmh/1989/1989-02-a-065.pdf (Seite 3-4)
  2. https://www.freitag.de/autoren/wolfgang-michal/sie-werden-zu-zwergen
  3. http://www.taz.de/Cohn-Bendit-ueber-die-Sozialdemokratie/!5601231/
  4. https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/initiative-die-wahre-spd-will-linksruck-verhindern-16229066.html
  5. https://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-und-linke-zusammenlegung-jetzt-a-1271707.html
  6. https://www.fr.de/politik/spd-linke-lafontaine-traeumt-fusion-parteien-zr-12388465.html
  7. https://www.merkur.de/politik/sachsen-afd-hat-nicht-genug-kandidaten-um-plaetze-zu-besetzten-will-aber-regieren-zr-12259663.html
  8. https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-06/landtagswahl-afd-brandenburg-die-gruene
  9. https://wahl.tagesschau.de/wahlen/2017-09-24-BT-DE/umfrage-alter.shtml
  10. https://www.tagesspiegel.de/politik/vorlaeufige-bilanz-der-opfer-und-schaeden-im-kosovo-krieg-liegt-vor/79548.html
  11. https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/warum-gruene-aussenpolitik-die-bundeswehr-braucht-16233289.html

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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35 Kommentare zu: “Tagesdosis 13.6.2019 – SPD und Linke im Panikmodus. Bürger hört die Signale.

  1. „Ob die AFD nun den Heilsbringer der Gegenwart darstellt, wird sich erst im Anschluss an ihre Regierungsjahre, also ihrer Verantwortung zeigen. Nur daran lässt sich ihre Existenzberechtigung messen.“

    Auf diese Erfahrung möchte ich gerne verzichten.

    Herr Loyen, haben Sie überhaupt keine Präferenzen, was unser Gesellschaftseben betrifft,
    oder begnügen Sie sich mit der Person des Beobachters?

    • Wenn die AFD so ein spin off der CDU ist wie die Linken von der SPD, dann ist es gerade wieder so egal wie immer.

    • Hallo schwarz ist weiß,
      sie fragen nach Präferenzen, was unser Gesellschaftseben betrifft? Natürlich habe ich solche, vergleiche ich meine persönlichen Vorstellungen eines Mit-und Nebeneinanders von heute, mit denen aus den 80ern sehe ich keinerlei Unterschiede. Nun durfte ich aber am Beispiel Berlin in den letzten vierzig Jahren extreme gesellschaftliche Brüche, alle politischen Farbspiele und daraus resultierende Wirkungen erleben und ertragen – die fehlende Leichtigkeit hat Gründe, diese sind bedingt durch fahrlässige Poltik und entsprechende Absegnung, durch die Wähler. Ich bin Nichtwähler seit 1994. Darf ich mich beschweren, natürlich. Leiste ich was für die Gesellschaft, mehr als manch Wähler. Darf ich aufzeigen, selbstverständlich. Ändere ich was? Kann ich ihnen nicht sagen, aber ich versuche Zusammenhänge zu vermitteln. In meinem unmittelbaren Umfeld, versuche ich solidarisch zu handeln und zu wirken. Mehr ist als Individuum kaum möglich. Mehr als auf verfehlte Poltik und entsprechenden Auswirkungen, am Beispiel meiner Heimatstadt, durch CDU/SPD/FDP/Grüne/Linke sein Leben zu gestalten, anzupassen, wird sich daher auch durch eine AFD nicht wesentlich ändern. Warum? Erlebtes, darum.
      https://www.berlin-mauer.de/videos/klaus-juergen-rattay-stirbt-bei-demonstrationen-677/
      Gruss B.Loyen

    • Doch Herr Loyen, es ändert sich leider etwas Elementares, wenn Rechte regieren. 🙁

      workzeitung.ch/2019/05/nun-drohen-der-kapitaenin-20-jahre-gefaengnis/

    • PS: Eine Gesellschaft, die zuschaut wie man aus LEBENSRETTERN Kriminelle macht, ist so tief gesunken…. Barbaren!

    • Danke Herr Loyen,
      Vermitteln und Aufklären ist wichtig.
      Voraussetzung ist Offenheit des Gegenüber.
      Damit haben Menschen schlechte Erfahrungen gemacht, weil man dadurch angreifbar wird.

      Ich merk ja im eigenen Bekanntenkreis, das es schwer ist mit gesellschaftliche Themen durchzudringen.
      Wer will auch immer der sein, der Wiedersprüche und unangenehme Sachen anspricht.
      Dann wird’s einsam.

      Wenn man nicht anspricht, was den Gegenüber interessiert, merkt man schon am Blick oder der Körpersprache, was geht. Ein Halbsatz reicht.
      Menschen die man kennt, werden (unbewusst) Themen zugeordnet, von denen man glaubt, da ist ein Gespräch möglich. Urlaub, Krankheit, Fußball, Wetter, Auto, Einkauf, Garten … oder wem einem Bekannten irgend was zugestoßen ist, über was man sich dann aufregt oder amüsiert – das tägliche Allerlei eben.

      In einer entpolitisierten und endsolidarisierten Gesellschaft kann es gar nicht anders sein.
      Auch deswegen hat „fahrlässige Politik“ ein leichtes Spiel.

    • 🙂 ….und jetzt ist er wieder da – die wunderbare Welt des WWW – wie im richtigen Leben.

    • Am besten wäre es, man zwänge die Rechten und die Linken in eine Koalition, dann würden sich beide Extremisten als das zeigen, was sie tatsächlich sind.

  2. Für mich ist das wichtigste an dieser Tagesdosis der Satz über die verpassten Möglichkeiten von 1990. Die wurden nicht genutzt. Ja das stimmt! Die Weichen hatte doch der schlaue Kohl bereits Ende 1989 gelegt, wir haben das nur alle nicht begreifen wollen.
    Mir kommt das fast so vor, als wäre die Nation jetzt geteilter als zu Zeiten der Mauer.
    Der Aufstieg der AFD ging nur weil wir Linke total versagt haben. Wir waren Spitze darin den normalen Bürger zu verhöhnen, anstatt wie es unsre Pflicht gewesen wäre, ihm zuzuhören und dann seine Interessen zu verstehen, zu vertreten und durchzusetzen. Dafür werden wir jetzt wohl bestraft, und ich kann nicht mal sagen zu unrecht.

    • Moin, Peter Norlich, diese Sicht der Dinge impliziert eine Gleichberechtigung beider Staaten. Das war natuerlich nicht der Fall! Der westl. BRD-Imperialismus hatte die DDR ganz einfach annektiert. Die westl. „Werte“ wurden einfach uebergestuelpt. Das Gewachsene in der eh. DDR spielte keine Geige mehr. In dieser Situation musste Detlev Karsten Rohwedder als Leiter der Treuhand, der eine humane Abwicklung der DDR-Betriebe vorhatte, mit seinem Leben bezahlen. B. Breul hatte spitzere Ellenbogen!

      mfG

    • Die DDR aufzuwiegeln war ein klassischer RegimeChange. Nix hätte das Volk erreicht, wenn die Herrschenden nicht beschlossen hätten den Sozialismus scheitern zu lassen.

      Paneuropäisches Picknick, Ihr erinnert Euch. Otto von Habsburg und so…

      Ich hätte die Revolution aus dem Volk geglaubt, wenn da nicht dieses Datum wäre. Die Mauer öffnen, auf den Tag genau am Tag der Deutschen?! Unser ganz persönliches nine-eleven und dann nicht erwähnen? So gut wie nie erwähnen? Im Gegenteil – den Feiertag auch noch verschieben? Müssten wir nicht am 9. November feiern? Aber vielleicht würden dann noch mehr Menschen auf die Idee kommen, dass hier Plan und nicht Zufall am Werk war.

    • Meine Erfahrung mit einer allerdings überschaubaren Anzahl an Ossis die jene, dass es nicht den einen Ossi gab. Die Gesellschaft war zwar äußerlich sichtbar mental uniformiert, aber darunter waren es ganz normale Menschen mit sehr unterschiedlichen Wünschen und Bedürfnissen.
      Und genau das spielte dann der Inszenierung vom Untergang in die Hände.
      Insgesamt war die Indoktrinierung so mies, dass allzu viele wegen Begrüßungsgeld etc. der Westmafia in die Arme gelaufen sind.
      So viel Jahre staatsbürgerlicher Unterricht und am Ende das Resultat, dass kaum wirklich sattelfeste Apparatschiks rausgekommen sind.

      Meine Verwandtschaft nässt sich heute noch ein, wenn von diesen Betriebsveranstaltungen erzählt wird, wo wieder einer alles über den grünen Klee gelobt hat. Oder der erste Mai. Sind alle nur hin wegen dem Freibier hinterher. Oder vorher, weil nüchtern dieser Zirkus kaum auszuhalten war.

      Warum wohl war das Orwellbuch 1984 in der DDR verboten?
      Sehr viele Ossis haben diesen unbeholfenen Blödsinn gerade so ertragen. Innerlich hatten die schon lange gekündigt. War halt wegen Ausreise eher nicht so leicht. Sonst hätte dieses unwüdige Menschenexperiment auch nie so lange gahalten.

    • Nun hat die „Niederlage“ der eh. DDR natuerlich auch ein Vorspiel. Der westdeutsche Imperialismus im Verein mit seinen Mitstreitern aus den USA und anderen westl. „Wertegesellschaften“ hat ueber eine flexible Handhabung seiner Knute der Westdeutschen Bevölkerung gewisse Zugeständnisse gemacht, wie z.B. moderate Lohnzuwächse und Brandt durfte den Friedensengel spielen nach aussen (nach innen gab es die Berufsverbote) aber insgesamt sollte sich der Ostdeutsche doch sehr nach Wessiland sehnen mit seinen bunten Kaufhauskatalogen und dem Kaufhaus des Westens. Hier begann schon die ideologische Behämmerung der DDR-Bevölkerung.
      Ein gewisser Nachteil war sicherlich auch noch, dass die DDR nicht entstanden war durch eine soz./prol. Revolution, sondern als Folge des 2. Weltkriegs. Eine gemeinsame Kampferfahrung, die Menschen zusammen schmiedet gab es also nicht.
      Natuerlich ist es leicht, so wie D1 sich ueber die DDR lustig zu machen und die Bewohner zu bespotten. Mich widert solch ein Verhalten an!
      Anstatt sich darauf einzulassen, dass es z.B. in der eh. DDR keine Arbeitslosigkeit gab und auch keine Obdachlosen, wird mit zynischen Vergleichen (Meine Verwandtschaft nässt sich heute noch ein (…) auf die Lage der Bevölkerung eingedroschen!

    • Nun, ich möchte nur undezent darauf hinweisen, dass es eben gerade genug Bewohner gab, die den Kaffee überhatten, sonst hätte diese in der März Wahl 1990 (der ersten freien) nicht so gewählt, nämlich Hauptsache nicht mehr Osten, was sich persönlich damals als eine einzige Katastrophe und Schande empfand.
      Kein halbes Jahr nach einer „Revolution“, was es ja dann nicht gewesen sein kann, wirft man sich den Blockparteien der Gegenseite an den Hals. Wie peinlich ist das denn?
      Es zeigt aber, und dazu stehe ich, dass der Hass über 40 Jahre Zwangsbeglückung wirklich umwerfend gewesen sein muss.

      Und das reflektieren Sie und Ihre Fußtruppen nie, immerzu die gleich schale Leier vom fröhlichen Sozialismus, an dessen Ende immer die andere Schuld waren.
      So fröhlich kann der sozialistische Arsch irgendwie nicht gewesen sein, wenn rein wahltechnisch schon im März 90 ein dermaßen unfröhlicher…egal, Sie werden sich auf diese Sichtweise aus Ideologie er nicht einlassen können.

      Sie wollen einzig und allein sehen, dass früher alles besser war. Und ich widerspreche dem. Das ist eine Debatte. Sie liefern dagegen eine Weltanschauung.
      Wie ein Kind, das nicht einsehen kann, dass die Eltern auch schlechte Züge haben. Lesen Sie richtig? Auch schrieb ich.

    • Geht es auch etwas sachlicher?
      „Und das reflektieren Sie und Ihre Fußtruppen nie, immerzu die gleich schale Leier vom fröhlichen Sozialismus, an dessen Ende immer die andere Schuld waren.“
      Das kann man unmöglich aus meinem Post herauslesen! Ich habe ein sehr differenziertes Bild von der eh. DDR und sehe eben auch, dass neben den schon angefuehrten Vorzuegen es ein sehr gutes Bildungssystem gab. Die Gleichstellung der Frauen (gleicher Lohn fuer gleiche Arbeit) war auch weiter entwickelt als im Westen. Dass es nicht zum Sozialismus gereicht hat ist eine Sache, die andere ist die, dass man die DDR sehr willig zum Vorwand genutzt hat die Idee des Sozialismus zu diskreditieren. Und dabei spielen die Behämmerungsmedien eine herausragende Rolle, ebenfalls aber auch solche Figuren wie z.B. D1, die nichts anderes können als sich reinzuhängen in den Mainstream.

  3. Was die Linke betrifft, habe ich vor wenigen Monaten eine Veranstaltung der Linken in Bielefeld besucht, wo Bernd Riexinger gesprochen hatte.

    Er sieht es richtig, dass wir eine Politik für die vielen und nicht nur Profite für wenige benötigen.

    Wenn er aber wie etwa in neueren youTube-Videos die Wichtigkeit der EU-Wahl hervorgehoben hatte, dann könnte er einerseits einfach nur der Rolle in seiner Partei entsprochen haben und andererseits könnte dies auch ein Anzeichen dafür sein, dass er es tatsächlich nicht weiß, dass Wählen zum jetzigen Zeitpunkt fast schon in der Nähe von sinnlos ist.

    Die Linke hat regelmäßig Themen in ihrem Wahlprogramm, die so gar nicht nicht funktionieren wie etwa die Mindestsicherung in Höhe von 1050 EUR.

    Wenn sich etwa Gesine Lötzsch (Die Linke) vor wenigen Tagen im Bundestag gegen die Schuldenbremse ausgesprochen hatte, dann hat sie insofern recht, weil es ohne Schulden insofern auch kein Einkommen geben kann. Allerdings sind Staatsschulden auch kein geeigneter Konjunkturmotor, weil diese später nicht mehr abbaubar sind.

    Dann wirbt Fabio de Masi etwa für Konzerntransparenz gegen Steuerflucht.
    Das ist zwar nicht falsch, aber trotzdem kommt es mir so vor, als würde er viel schwerwiegendere Systemfehler letztlich nicht benennen.

    Positiv bewerte ich es bei der Linken, dass Axel Troost sich für eine Arbeitsgruppe „Alternative Wirtschaftspolitik“ engagiert. Allerdings tauchen auf seiner Webseite diesbezüglich wieder Begriffe wie „Arbeitsplätze“, „Sicherung von Arbeitsplätzen“ etc. auf, die wir zwar als normal empfinden, die es aber nicht sind.

    Dann sagt Sahra Wagenknecht in einem youTube-Video »Lasst uns gemeinsam die soziale und Antikriegskraft sein!«. Sie sagt es, dass man die Systemfrage stelle müsse. Das ist grundsätzlich auch in die richtige Richtung gedacht.

    Der Banken-Insider Markus Krall sieht jedenfalls den großen Crash für 2020 voraus. Falls er Unrecht haben sollte, dann würde er sich nur sehr geringfügig irren.

    In der Offenba(h)rung des Johannes 13 ist zudem von Lästerworten mit einer Dauer von 42 Monaten die Rede.
    Bei KenFM bin ich übrigens seit ca. 2 Jahren und 4 Monaten registriert.

    Bei mir gibt es eine geringfügige Übereinstimmung mit der Prophetie, weil ich in 2009 beinahe infolge von Dekubitus gestorben wäre. Mein Krankenhaustag kostete gemäß zufällig erteilter Auskunft meiner Stationsärztin 666 usw. Ich glaube mich als Nicht-Katholik trotz Wachkoma sehr blass an eine größere Visite, vermutlich in einer Kapelle, auch mit Papstkrone zu erinnern.

    Die Überschrift von Offenbarung 13 ist „Der Antichrist und sein Prophet“.
    Jedenfalls sollen die Papstweissagungen des Hl. Malachias gemäß eines Dokuments der Uni Passau zu dem Zeitpunkt enden, an dem der Antichrist in Erscheinung tritt und es zum jüngsten Gericht kommt.

    • Wer sagt denn, das Staatsschulden des Teufels sind.
      Ohne Schulden keine Guthaben.
      Schulden + Guthaben der Welt = 0.

  4. Sosehr ich die Tagesdosis von B. Loyen interessant finde, fällt doch der letzte Absatz hinter seine vorherigen Aussagen zurueck:
    „Ob die AFD nun den Heilsbringer der Gegenwart darstellt, wird sich erst im Anschluss an ihre Regierungsjahre, also ihrer Verantwortung zeigen.“
    Solange muessen wir nun wirklich nicht warten! Dass sich die AFD nicht vom Neoliberalismus distanziert lässt doch wirklich die allerschlimmsten Befuerchtungen gedeihen!
    Was sollen wir von einer Partei erwarten, die genauso weiter wirtschaften will wie bisherige Parteien (neoliberal)? Auf keinen Fall etwas Gutes!
    Aber dieses ganze Schielen auf Parteien, die uns ev. irgend einen Vorteil bringen könnten ist doch vergebens!
    Solange wir dieses System am Hals haben, wird sich nichts grundlegendes ändern fuer uns Nichtbesitzende (an Produktionsmitteln).
    Die SPD wird/wurde abgestraft genau deswegen, weil sie diesen „fantastischen“ Billiglohnsektor in Europa geschaffen hat.
    „(…) nachdem seine Lebensgefährtin Sahra Wagenknecht, die glaubwürdigste und fähigste Politikerin der Linken, von den eigenen Leuten geschasst wurde (…)“
    M.M.n. ist Frau Wagenknecht sogar die fähigste Politikerin im ganzen B.T.!
    Was fehlt ist das Bekenntnis zur kommunistischen Plattform, der sie ja seinerzeit angehörte. Daraus könnte dann vielleicht wieder eine Partei werden, die die Belange der arbeitenden Menschen wieder zum Gegenstand ihrer Politik macht.
    MIt der Aufsteh-Bewegung, die ich am Anfang auch unterstuetzt habe, wird es aber leider nichts werden; zuviel Altlasten ( z.B. L. Vollmer, Gruener Vorbereiter des Kosovokrieges) werden mitgeschleppt.

    • Mensch Hog 😉

      musst du mich sooooo quälen? Ich hatte diesen Satz „wird sich erst im Anschluss an ihre Regierungsjahre“ gelesen und sofort verdrängt. Jetzt wiederholst du’s auch auch noch. AfD und Regierungsjahre in einem Satz. Da schüttelts mich.

    • Moin, Kristana, tut mir echt Leid fuer die Pein, die ich Dir bereitet habe! Kommt nicht wieder vor!

      B.th.w. was macht „Der Mythenschmied“?

      Gruesse von Hog

    • Der Mythenschmied liegt hier brav in Wartestellung auf Position next. Aktuell ist Geopolitik/Politik einfach zu aufregend um mich entspannt mit nem Buch zurückziehen zu können. Ich müsste dringend digitalfasten, aber im Moment is mein Rechner wie’n Magnet.

      Viele Grüße zurück 🙂

  5. Womit hat sich die AfD bis jetzt qualifiziert? Wenn Aussagen der Politiker und das Wahlprogram neoliberal ist..
    Wenn die AfD quasi nur die populitische Haltung der CDU der 80er und 90er vertritt…
    Was soll jemanden dann hoffen lassen, das es die AfD besser macht…

    Und bezüglich den Bürgern aus dem Osten:
    Die SED hatte mit der AfD viel gemeinsam…
    -autoritär, nationenbezogen, ausgrenzend von allem was nicht >normal< war-
    genau das was die AfD predigt..

    Im gesamten Osten haben autoritare und rechte Haltungen mehr Zustimmung als im Westen. Eigentlich müsste es ja umgedreht sein, weil gerade der Osten weiß, wie es sich in politischer Unfreiheit lebt. Die Demokratie ist dort hart erkämpft.
    Wird aber so verstanden, dass nur die eigene Meinung, Kultur, Lebensweise und Erfahrung zählt, nicht aber die des/der Nachbar*in. Demokratie ist, wenn ich mich durchsetze. Es müssen sich alle demokratischen Kräfte fragen, warum es soweit gekommen ist und was dagegen helfen kann. Ich habe dafür leider kein Patentrezept.

    • Was gerne vergessen wird ist das der Osten keine Stimme hat bei den Wahlen. Es ist egal was ich als „Ossi“ will, der Sieger wird im Westen gekürt. Rassismus ist in beiden Teilen der Nation gleich stark vertreten. Der „Ossi“ lebt ihn halt nur offener aus. Das ist an sich schon widerlich. Doch der Westen enttäuschte maßlos nach seinen Versprechungen und nicht erst nach Jahrzehnten also heute oder vor 10 Jahren, nein er machte dies von Anfang an, nur war nicht eben der Neoliberalismus und Gier dran Schuld sondern der Ossi selbst.

      Die SED war nur sich selber Treu und jeder in der DDR wusste das, sah es und spürte es aber das Leben bzw Auskommen mit dem Einkommen machbar und somit wurde es so lange hingenommen und der „Ossi“ war genügsam. – Bis dann eben die Verlockungen zu groß waren, um widerstehen zu können und zu wollen.

      Die AFD hingegen ist und bleiben die rechten Rattenfänger der alten Parteien und Neos aus denen sie hervorgegangen ist. Lucke ging deswegen auch sehr schnell wieder. Petry versuchte es zu kitten und scheiterte und der widerlichste Rest blieb und verdient sich nun reich und reicher.

      Ein Patentrezept gibt es nicht, da stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Was aber helfen würde, m. M.n. wäre eine Vollbremsung und dann eine Aufnahme des IST-Zustandes zu erstellen. Gelder neu zu verteilen und Grundlegende Änderungen durchzuführen. Z.B. ein Wahlrecht für 16-Jährige. Eine EU-Weite Finanztransaktions-Steuer. Abschaffung der Bundeswehr, Einkommensober- und Untergrenze etablieren etc… Es gäbe viel zu tun. Altverbrecher wie Schröder, Fischer, von der Leyen, Merkel usw nach Deen Haag zitieren und natürlich die Räumung der amerikanischen Kasernen usw in Deutschland.

      Aber wie gesagt, was ich mir als „Ossi“ wünsche ist meine Sache. Das was ich bekomme bestimmt angesichts des Stimmverhältnisses der „Westen“.

    • Ergänzung zum 1. Absatz
      Dazu wollte er sich selber eine Identität aufbauen die Ihm quasi durch den „Flüchtling“ wieder „weggenommen“ wurde. Real betrachtet ist das zwar Schwachsinn aber die gefühlte Angst/Emotion eben nicht. Doch diese wurde kalt heruntergespielt und abgetan mit: „habt euch nicht so“. Die kulturelle Identität konnte über Jahrzehnte nach dem 2. WK im Westen wachsen, anders als im Osten und genau deswegen verhalten sich die ehemaligen Ostblockstaaten so, wie sie es heute tun. Aus purem Trotz und dem Wunsch sich selbst zu finden. Einem Wunsch der dem „Markt“ so überhaupt nicht in den Kram passt, weder auf Bundestags- noch auf EU-Ebene.. Denn in Brüssel hat in erster Linie nun mal die BRD das sagen. Nach 2008 wurde das deutlich und die Griechen beispielsweise leiden bis heute darunter aufbegehrt zu haben. Und so leidet der Osten von Anfang an als Beispiel was dem „Wessi“ droht, sollte er das Maul aufmachen.

    • „Gerade der Osten weiß, wie es sich in politischer Unfreiheit lebt“.

      Ja, immerhin haben die meisten das den Westmedien bedenkenlos geglaubt, und gerade deswegen haben die meisten längst begriffen, dass sie anno 89/90 nur vom Regen in die Traufe gekommen sind.

      Die engen Grenzen der Freiheit, auch der poltischen, sind längst erkannt, auch wenn im Westen viele diese noch erfolgreich leugnen oder ignorieren können. Die große Freiheitsshow ist eben nur Show und hat mit dem wirklichen Leben nichts zu tun.

    • @Forwe Hulda

      so eng sind die grenzen nun auch nicht.. Klar es gibt einiges was kapitlaistisch und neoliberal läuft… aber man kann fast alles sagen. Es wird im schlimmsten Fall ökonomisch versucht Sie zu zerstören. Aber wenn man dann eine solidarische Community hat, kann sie das zum Teil kompensieren…

      Falls sie sich fragen wie es anders geht, schauen sie nach China oder Saudi Arabien… da sind Meinungsfreheiten eingschränkt wie in Deutschland der 1930er Jahre 😉

    • Moin, Phil St,
      “ Klar es gibt einiges was kapitlaistisch und neoliberal läuft… aber man kann fast alles sagen. Es wird im schlimmsten Fall ökonomisch versucht Sie zu zerstören.“
      Also das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen:“ Es gibt einiges (…) aber man kann fast alles sagen (…)“
      Natuerlich kann man fast alles sagen! ist auch gut, wenn’s keiner hört! Aber im Ernst, ändert das etwas? Wenn ich die privatisierung der Autobahnen z.B. kritisiere, ändert das etwas? Nein! Die Mainstreammedien, ob Zeitung oder Glotze sind sich doch einig, was uns serviert werden soll. Wird in dem Verein ‚Atlantikbruecke‘ schon vorher bestimmt.

      Aber was danach folgt:
      im schlimmsten Fall wird man versuchen Sie ökonomisch zu zerstören.
      Was hier so leicht daher geschrieben wird ist doch wohl das Schlimmste, was einem geschehen kann. Ökonomische Zerstörung, d.h. keine Arbeit, kein Geld, kein Dach ueberm Kopf und so weiter und so fort. Das kann wirklich nur noch getoppt werden durch einen Gefängnisaufenthalt.
      Ja, aber seine Meinung sagen darf man trotzdem?!

      mfG

  6. What???? Die „wahre“ SPD will einen Linksruck verhindern?
    Das ist keine Regierungsdemenz – was ne Verharmlosung! Das ist böswillige Verarsche der Bevölkerung!

    Ja, Lafontaine war auch für diese Fusion. Sahra (Ehefrau, nicht Lebensgefährtin) hat ihm den Zahn aber doch sofort gezogen. Sie hat gesagt, solang die SPD nicht zu ihren Wurzeln findet und nach links rückt, ist eine Fusion nicht möglich. So in etwa jedenfalls.

    Die Grünen… Moment, erst der Aluhut…
    Was hat Annalena Baerbock mit Saif al-Islam al-Gaddafi und Panzeruschi gemeinsam? Die Elite-Uni! Hervorgegangen aus der Fabian Society (nicht grad ein Qualitätsmerkmal für Gerechtigkeit und Menschlichkeit). Aus der London School of Economics kam meines Wissens bisher nix Gutes. Ich hatte mich schon gewundert, dass Baerbock nicht bei den Bilderbergern eingeladen war. Immerhin hat sie die WELT schon als die nächste Kanzlerin angepriesen.
    Annalena stimmt auch immer ganz brav FÜR die Auslandseinsätze der Bundeswehr. Sowas wird dann von der WELT honoriert.

    Und die AfD…
    Wenn die Relotiusmedien und Politik wirklich etwas gegen die AfD hätten, würden sie ihr nicht nachlaufen und sie nicht so prominent jeden Tag anpreisen. So’n wirklichen Unterschied zwischen CDU und AfD kann ich gar nicht sehen.

    • Ach, die Annalena…
      Das wusste ich noch gar nicht.
      Wobei es mich aber auch nicht überrascht.
      Ich frage mich, ob der Frau klar ist, da sie Auslandseinsätzen der Bundeswehr zustimmt, dass 90 % aller Kriegsopfer Zivilisten sind!?

    • Hi Richard

      Ich weiß nicht, wieviel in sonem gewaschenen Gehirn noch möglich ist, an gesundem Menschenverstand. 🙁
      Baerbock war vor London auch noch in den USA zum Studieren. Die Schere in ihrem Kopf dürfte also dementsprechend sein.

      Hab sie eigtl nur recherchiert, weil sie einer Bekannten, die eine unfassbare Menschenkenntnis hat, „spooky“ und unehrlich erschien.

    • PS an Richard

      Ich kann updaten. 😉

      Annalena hat sich auf der Sicherheitskonferenz mit George Soros getroffen.
      deutsch.rt.com/programme/451-programme/89174-kommt-oko-weltverschworung-prugelknabe-kretschmer/

      Und ach neee… Soros war auch auf der London School of Economics. Zufälle gibts… 😉

  7. Cohn-Bendit, der alte Päderast, mischt also immer noch ganz oben mit bei den Grünen. Dann dürfen wir uns ja bald auf „Achtet die kleinasiatischen Traditionen der Kinderehen und legitimiert Sex mit Kindern – was die Afghanen dürfen, darf uns nicht mehr verboten sein“-Diskussionen freuen.“

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