Tagesdosis 13.9.2017 – Bundestagswahl 2017: Die heiße Phase beginnt.

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Die heiße Phase beginnt.

So titelt mein Mittwochsblatt, dass ich soeben in den Händen halte. Ja, die heiße Phase beginnt: Martin Schulz protzt damit, dass Kanzlerin Merkel ja unter ihm als Kanzler Vizekanzlerin werden kann, sagt aber kurz zuvor, dass man Merkel nur abwählen kann, wenn man die SPD wählt.

Als Nichtwähler, der ich bin, nehme ich den Widerspruch einfach hin, da ich in mühsamer langer Arbeit um das Weltgeschehen herum für mich herausgefunden habe, dass es bei den Menschen letztlich nur um eines gehen kann: um den individuellen Entwicklungsstand.

Und da unterscheiden sich die Kandidaten rundweg mit meinen Bedürfnissen, die ich an die Welt und Kommune stelle. Mir geht es nämlich nicht um Abhängigkeit, um Unmündigkeit und darum, etwas in der Gesellschaft zu werden, dass anhand meines Hauses oder Autos stets und überall Präsenz und Anerkennung findet.

Darum geht es jedoch hier. Die Banken dirigieren die Gesellschaftsziele, sie dirigieren die Kandidaten, den Krieg und die Armut. Das Leiden inklusive. Den Leuten wird eingeredet, dass man das Finanzwirtschaftssystem ändern müsse, dass der Krieg nur durch Verhandlungen beendet werden könne und dass die Kandidaten nur das Wohl der Gesellschaft im Blick haben. Die Bundestagswahlen seien DAS entscheidende Mittel, um.., ja um was denn eigentlich zu erreichen?

Achja. Es geht um das geringere Übel. Das soll gewählt werden. Ich glaube, niemand wählt in einem Markt das geringere Übel in Form von verfaulten Tomaten, gegenüber noch verfaulteren Mohrrüben.

Das würde niemand tun. Nun denn, was hat schon der Verstand an einem so hochkarätigen Tag wie dem der Bundestagswahl zu suchen.

Zur Person der Woche ist die Spitzenkandidaten der Grünen, Katrin Göring-Eckardt gekürt worden. Es bahne sich ein Debakel an. Die Grünen könnten den Einzug in den Bundestag 2017 verpassen. Merkels Politik sei zu grüngeneigt. Wo bleibe da noch Platz für grüne Werte? Zudem sei die Partei eine postideologische Wärmestube der 68er und die würden langsam alt und grau.

Dann der Pädophilen-Skandal, die Hamburger G20-Gewalt-Debatte und die sattsam bekannte Anbiederung mit der Obrigkeit. Aus Turnschuhen, Strickjacke und Ente fahren wurde sein genaues Gegenteil. Es ist die Partei der Porschefahrer mit Hybridmotor geworden, deren Fahrer zu Veggie stehen und den Klimawandel beklagen.

Da haben nicht nur bei Teilen der linken Bevölkerung die Neokonservativen in den Think Tanks der westlichen Wertegemeinschaft ganze Arbeit geleistet. Auch die Grünen haben ihre Farbe gewechselt zu Olivgrün.

Es ist die Unterwürfigkeit aller deutschen Parteien gegenüber ihrem Hegemon, der US-Elite, dem militärisch-industriellen-medialen Komplex. Zu nennen sind die in Deutschland stationierten Atombomben und die Air Base Ramstein, ohne die keine einziger Krieg der USA möglich wäre. Alle Parteien ziehen derzeit, um das Wahlvieh einzulullen, rote Linien, was heißen soll: Seht her, wir sind klar für jenes und klar gegen welches.

Ganz ehrlich? Drauf geschissen, liebe Parteifuzzies! Auch als Nichtwähler lobe ich hier die Linken. Denn sie sind die einzigen die offenbar verstanden haben, dass Frieden alles ist und ohne Frieden alles nicht fortbestehen kann – gar nichts.

Es gibt keine Werte ohne den Zustand des Friedens. Wer das nicht erkennt, ist eben noch nicht auf einem bestimmten, ganz persönlichen Entwicklungsstand angekommen.

Dazu möchte ich eine Geschichte erzählen. Es ist eine Geschichte, die mich zutiefst berührt hat und mir den Abgrund ganz klar vorgeführt hat, auf den wir hier zu rasen. Denn der Frieden ist nicht zu haben ohne seine Wurzel. Der Frieden ist ein Stamm, an dem Äste, Blattwerk und Blüten entstehen. Doch ohne Wurzel entstehen sie nicht. Wie aber entsteht diese Wurzel?

Ich lernte Myro am 6. August 2017 in Hiroshima kennen. Ich wurde eingeladen zur Andacht in die Weltfriedenskirche zu kommen. Ich flog hin. Myro ist ein Mann, der am 6. August 1945 geboren wurde. Er ist eine Legende, ein Heiliger, ein Gotteskind. Die Japaner verehren ihn.

In der Weltfriedenskirche angekommen wurde der Toten gedacht, Reden gehalten. Es wurden Zeremonien abgehalten, Zenmönche erschienen, der Abt zelebrierte einige Rituale und alle Anwesenden befolgten wie Ameisen dem Geschehen.

Dann stand Myro auf. Gemurmel und Gerde, ganz leise. Viele kicherten mit vorgehaltener Hand, freundlich und mit einer Würde, wie ich sie zuvor noch nie erlebt hatte. Myro lächelte und alle lächelten mit. Es war, als würde ganz plötzlich die gesamte Kirche zum Leben erweckt. Auch das Mauerwerk war voller Leben. Myro fing an zu reden. Er redete, als wären alle Anwesenden eine Familie. Immer wenn er mit einer kurzen Erklärung fertig war, verbeugte er sich und alle sagten:
Natsukashidesu. Ich verstand gar nichts, hatte aber einen Kopfhörer umgespannt und die deutsche Übersetzerin übersetzte das mit dem Wort Liebe.

Myro, der nun mit seiner kurzen Rede auch fertig war, setzte sich wieder auf seine Bank und ein lautes OHHHH erfüllte die Weltfriedenskirche. Ich bekam Gänsehaut und grübelte nach, wer Myro denn überhaupt sei.

Als die Trauerfeierlichkeiten zu Ende gingen, musste ich Myro aufsuchen. Ich spürte, dass das genau der Grund dafür war, warum ich bis hierher, nach Hiroshima in die Weltfriedenskirche kam. Er saß unter einem Baum und reparierte gerade ein Fahrrad, dass ihm ein kleines Mädchen gab, weil es kaputt war.

Viele Kinder tummelten sich um ihn herum, spielten und lachten. Einige rannten schnell zu ihm, berührten ihn leicht, kicherten und liefen schnell davon, zumeist zu ihren Müttern, die dann ihre Kinder hätschelten und anlachten. Es schien wie eine Zeremonie zu sein.

Meine Übersetzerin folgte mir und stellte sich mir ihm vor. Sofort lächelte er und fragte mich, woher ich komme und was ich mache. Ich sagte ihm, dass ich aus Deutschland komme und Psychologe sei, eine Praxis leite und Menschen helfe, gesund zu werden. „Gesund zu werden“, antworte er fragend und fing an zu erzählen.

„Ich wurde am Tag des großen Todes geboren. Am Tag als Feuer Wind und Druck meine ganze Stadt verbrannte. Am 7. August fand man mich und brachte mich zu meiner Tante. Sie überlebte als Einzige meiner ganzen Familie. Ich war gerade einen Tag alt. Man fand mich unter meiner Mutter. Sie hatte mich gerade draußen im Park, unter einem Strauch zur Welt gebracht. Haha, das heißt bei euch Mutter.

Meine Haha beugte sich mit aller Kraft so über mich, dass ihr Körper ein unzerbrechlicher Schutz für mich war.

Sie sah was geschah, dass Feuer, Sturm und Druck alles zerstörte, was einmal ihre Stand war. Sie handelte schnell, biss die Nabelschnur durch und beugte sich über mich. So überlebte ich. Ich hatte weder Brandstellen noch wurde ich radioaktiv verseucht. Mir fehlte nichts als sie mich fragten.

Meine Tante erzählte mir später, dass meine Mutter, als sie mit mir schwanger war, jeden Tag von mir erzählte. Sie lächelte unentwegt und konnte es nicht abwarten, mich zu bekommen. Sie sagte immer: Ich will meine Natusukashidesu im Arm halten und ihm das ganze Gesicht abküssen.

So ungeduldig bin, mein Kind endlich zu halten. Mio, so hieß meine Mutter, war das, was ihr in Europa überglücklich nennt. Ich nenne es Liebe, was bei uns in Japan Natusukashidesu heißt.

Meine Mutter, so sagte meine Tante oft zu mir, war voller Liebe zu mir. Es gab für sie nichts was sie glücklicher machte als mit mir schwanger zu sein.“ Jetzt klatschte er vor meinem Gesicht in beide Hände zusammen.

„Verstehst du das, Rüdiger? Verstehst du was passiert ist, am 6. August 1945? Nicht nur meine Mutter wurde an dem Tag getötet und ich geboren. Es wurde ihr ihre Liebe genommen die ich war. Es wurde die Energie der Liebe versucht zu zerstören. Das ist der wahre Grund des Krieges. Krieg ist die Krankheit der menschen, denen man die Liebe geraubt oder zertrümmert hat. Und weißt du was, Rüdiger? Ich bin der glücklichste Mensch der Welt, weil meine Mutter mir diese Liebe gab. Ich bin voll davon. Ihr würdet sagen übervoll davon. Ich bin nicht traurig.

Keinen Tag lang war ich je traurig, denn meine Mutter ist in mir. Die Liebe ist in mir. Das verstehst du doch, oder?

Das ist es was an dem Tag geschah. Die Liebe war todgeweht. Sie war nicht gestorben! Sie gab mir Kraft. Ich lernte nicht in der Schule, ging nie zu einer Arbeit und hörte den gesellschaftlichen Dingen, die den anderen wichtig erschien, nie zu. Ich wusste nie warum ich das sollte. So ging ich einfach durch Hiroshima und tat was ich sah. ich half einfach irgendwem wenn ich sah, das Hilfe nötig war. Und das tue ich bis heute. Ich gebe den Menschen das wieder, was mir meine Mutter schenkte: Liebe. Denn genau deswegen hat sie mich gewollt. Sie liebte mich.

Und das kann auch der 6. August nicht ändern. Die Liebe ist nicht tot zu kriegen,“ sagt er lächelnd und schlägt sich dabei leicht auf sein Oberschenkel. Er fährt fort, „ wie soll ich jemals etwas anderes tun als genau das. Die Liebe hat um mich herum einen Kreis gezogen, in dem die Atombombenexplosion nicht eindringen konnte.

Das war die Botschaft meiner Mutter an mich, ihre Lebensbotschaft. Und diese ehre ich jeden Tag. Ich bin stark wie eine japanische Eiche, weil meine Wurzel von der Liebe erfüllt ist. Sie erst bringt den Frieden. Das weiß hier jeder. Deshalb haben sie mich in der Kirche mit Natusukashidesu geehrt. Das macht hier jeder, wenn er mich sieht oder mit mir spricht. Sie wissen es alle: Der Frieden ist der Stamm der die Liebe als Wurzel braucht. Denn nur so ist die Liebe die stärkste Heilpflanze für alles.

Du bist Psychologe. Weißt du das? Solange die Menschen in ihrem Trott leben und das Drumherum für wichtiger halten als das, was in ihnen ist, solange bleiben sie Geister und sind zu allem bereit. Sie kennen nicht die Liebe, sie verachten ihre Kraft. Weißt du was der Luftwaffenpilot sagte, als man ihn fragte, wieso er die Bombe abwarf? Er sagte, weil es sein Befehl war und „Befehl ist Befehl!“. Das würde jeder Soldat so machen. Daran ist nicht Besonderes. So sagte er es. Er sagte, es sei nichts Besonderes. Das läßt schließen, dass er es als heldenhaft ansah, seinem Vaterland damit zu dienen. Das hat er aber nicht. Er hat der Welt gezeigt, wie weit es schon gekommen ist, wenn die Menschen die Liebe nicht mehr kennen, sie nicht mehr zulassen. Frieden ist ein leichtes Wort und ohne Liebe offenbart es seine trojanische Fratze und wird missbraucht. Wir hier in Hiroshima wissen das. Wir mussten es bitter lernen und erfahren.“

Wir redeten noch Stunden und lachten und weinten. Vor allem bei mir liefen die Tränen nur so herunter. Mal aus tiefster Freude, dann aus Scham und auch aus Trauer. Wie weit haben wir es doch gebracht. Jetzt stehen Wahlen an und die Kandidaten ziehen rote Linien. Würde Myro das mitbekommen, so würde er in Scham versinken, ob der Ignoranz der wichtigsten Aufgabe nach 1945.

Die Liebe in allem wieder zu finden, um den Frieden ins Zentrum des menschlichen Verhaltens zu rücken. Das ist die Fleisch gewordenen Antwort auf den größten Massenmord in der Geschichte der gesamten Menschheit: Die Bombe wurde nie in Hiroshima gezündet. Es wurden auch keine Japaner dabei getötet.

Die Wahrheit ist viel schlimmer, viel grausamer, viel unfassbarer, denn sie wird durch Rassismus getrennt, so dass wir sie nicht erkennen können. Die Menschen töteten Menschen, weil sie die Liebe zu sich als Mensch und zu den anderen als Menschen verloren haben. Deshalb können Menschen überhaupt tötet.

Ein Mensch, der Liebe fähig, ist nicht im Stande, einem Mensch Leid zuzufügen. Das haben wir verloren und wir tun nichts, rein gar nichts dafür, diese uns alle heilende Kraft wieder zu erlangen. In Deutschland erschlagen wir Solche, die das tun.

Nicht mit dem Knüppel, aber mit Worten, mit Karriereentzug, mit Neusprech und mit einer ungeheuren Energie von Ignoranz, ihrem Leid gegenüber, sich als ausgegrenzt zu fühlen; das ist Folter.

Die anstehende Bundestagswahl wird daran nichts ändern. Denn sie hat diese Ignoranz im Programm. Sie bemerkt sie nicht einmal. Sie verdienen das Mitgefühl der Liebe von uns, so wie es Myro jeden Tag in Hiroshima vollbringt. Wenn das alle täten, dann würde er als ganz normaler Mensch angesehen. Nicht als Heiliger und als ein japanischer Messias. Myro drückt in die Wunde der gesamten Menschheit und hat die Gabe, sie sofort und augenblicklich zu heilen. Mit der Kraft der Liebe, die ihm seine Mutter als Vermächtnis gab.

Wenn wir aufhören an solche Wunder zu glauben, an ihnen mitzuwirken, dann verlieren wir alles was wir haben. Vieles davon haben wir schon verloren.

Geht meinetwegen wählen, auch wenn ich das nicht tue, weil Wahlen einfach nichts mehr mit mir zu tun haben. Wählt aber auch euch, mit der Kraft der Liebe, die fähig ist, eine ganze Welt zu leiten.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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11 Kommentare zu: “Tagesdosis 13.9.2017 – Bundestagswahl 2017: Die heiße Phase beginnt.

  1. Die Wurzel der Liebe beginnt mit unserer Zeugung! Unsere Biografie fängt nicht erst mit der Geburt an, sondern sobald Eizelle und Samenzelle miteinander verschmelzen.
    Wenn wir in dem Bauch einer traumatisierten Mutter heranwachsen, sind wir in unserer Liebefähigkeit von Beginn an traumatisiert. Für mein Gefühl wollte genau das Rüdiger mit seinem Text zum Ausdruck bringen.
    Häufig verlieren wir uns dann in sogenannten „Liebesillusionen“ z.B. der bedingungslosen Liebe zu all und jedem. Liebe ist immer bezogen auf etwas, sie schwebt nicht frei im Raum!

    Wir sind dann ständig auf der Suche nach Ersatz, für das was uns von Anbeginn gefehlt hat: Die tatsächlich bedingungslose Liebe unserer Mutter, die sich auf uns, ihr Kind, bezogen hat…

    Vielleicht, doch wer weiß das schon, könnten wir wirklich frei und unbegrenzt lieben, wenn wir dieser Liebe unserer Mutter von Anfang an gewiss gewesen wären…Doch wer kann das schon von sich behaupten?
    Und nein, diese fehlende Liebe können wir nicht mehr nachholen, das ist eine Illusion.
    Was möglich ist, dass wir uns mit diesen Schmerz verbinden, den wir fühlen, wenn wir uns darüber bewusst werden. Und wir können lernen, mit diesem Schmerz zu leben! Wir können aufhören, ihn mit Ersatzbefriedigungen zu übertünchen, ihn weg zureden, ihn als nicht so schlimm zu bezeichnen…

    Wir Mütter und Väter sind in unserer Liebesfähigkeit eingeschränkt, weil wir als Kinder erzogen wurden. Wir wurden als Objekte behandelt, aus denen etwas werden soll. Das ist bis heute zum größten Teil so geblieben und ist teilweise sogar verschärft, weil Kinder oftmals ein erziehungsfreier Raum fehlt, sie nicht mehr einfach vor die Tür gehen können, so wie ich es noch konnte. Ich musste beim Fahrradfahren oder Rollschuhlaufen keinen Helm tragen, Autos kamen nur selten vorbei…Wenn wir als Kinder draußen spielten, gab es keine Erwachsenen, die ständig ins Spiel eingriffen, entweder aus erzieherischen Gründen oder aufgrund eigener Ängste.

    Myro bekam diese Liebe, die sich auf ihn bezog, von seiner Mutter während seiner Zeit in ihrem Bauch ständig zu spüren. Er konnte sich frei in ihr entfalten, in jeder seiner Zelle ist diese Liebe zu ihm gespeichert. Diese Liebe ist so stark in ihm, dass er den Verlust seiner Mutter überwinden konnte, ohne diese Liebe in sich zu verlieren…

    Myro ist kein besonderer Mensch, er ist wie du und ich! Mit einem Unterschied: Er wurde nicht in seiner Liebefähigkeit traumatisiert, sondern spürt sie immer in sich!
    Und wenn wir beim Lesen des Textes weinen müssen, dann sind wir mit unserem eigenen Schmerz verbunden!

  2. Ein toller Beitrag.

    Die wesentliche Leistung der meisten Medien besteht in dem Erschaffen von menschlicher Ignoranz anderen Menschen gegenüber.

    In der Abspaltung menschlicher Empathie.

    Die Liebe in sich selbst wiederentdecken zu können, heisst: eine Grundhaltung einnehmen.

    Die Liebe zeigt sich dann im Ausdruck der geschriebenen und gesprochenen Worte eines Menschen.
    Der Ansichten und des gemeinsamen Umgangs miteinander.

    Je mehr Menschen in der Liebe sind, desto schneller können sich alle anderen Menschen daran erinnern.

    Und je mehr Menschen sich gegenseitig erinnern helfen, umso leichter wird das Wiederentdecken der Liebe für den Einzelnen.

    Es ist möglich.

  3. Vielen Dank Herr Lenz für diesen Beitrag! Mein Mann und ich hörten ihn uns gerade mit Tränen in den Augen an. Sie haben Recht, so unsagbar viel Recht! Die Liebe ist die Wurzel für den Frieden. Und ohne Frieden ist alles nichts…

  4. Bezüglich der Überschrift „Bundestagswahl 2017: Die heiße Phase beginnt.“

    1. Wie leben in keiner Demokratie!!!
    In unserer repräsentativen Demokratie (Wahloligarchie) wählen wir nur wer uns beherrschen darf.

    Unsere Wahloligarchie (das System) legitmiert sich nicht durch Wahlen, sondern durch die Kontrolle über das Gewaltmonopol. Die Wahlen legitimieren lediglich wer herrscht.

    Dieser Punkt ist für Nichtwähler interresant, wer nicht wählt überlässt lediglich anderen (wenigen) die Entscheidung darüber, wer herrscht. Denn es gibt keine Mindestwahlbeteiligung !

    Auch die Theorie „Egal wen man wählt es ändert sich nichts!“ ist zu kurz gegriffen.
    Zwar will keine Partei das eigentliche übel das Geldsystem direkt angehen, aber es gibt in wichtigen Fragen gewaltige Unterschiede.

    Für Demokratieliebende sollten Bestrebungen in den Parteien für mehr Demokratie ein besondere Rolle spielen.

    Auch die Wahlentscheidung ist ziemlich einfach… hier bei KenFM wird viel von Frieden schwadroniert.
    Dabei gibt es auch den Frieden im unseren Land, neben den Frieden außerhalb / in der Welt.
    1. Interesse sollte dem Frieden im eigenen Lande gelten, sprich der eigenen Gesundheit.
    Dann kommt der Friede mit den direkten Nachbarn und dann erst der Rest der Welt.

    Die jetzige Politik von allen Parteien (SPD,CDU\CSU, Linke und Grüne) gefährdet den inneren Frieden.
    Die jetzige Politik von allen Parteien (SPD,CDU\CSU, Linke und Grüne) gefährdet den Frieden mit unseren Nachbarn (EU).
    Außnahme hier wäre die Linke in Bezug auf Russland.
    Über den Frieden in anderen Regionen braucht man sich da erst keine Gedanken zu machen bzw. nach internationalen Lösungsansätzen suchen, wenn es keinen friedlichen Zusammenhalt im eigenen Land, der EU und mit Russland gibt.

    Momentan ist die herrschende Ideologie im Bezug auf unser Land, man müsse ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit, die Vorraussetzung ist für eine effektive Hilfe, aufgrund einer moralischen Verpflichtung begründet auf einer historischen Schuld anderen bedingungslos helfen. (EU-Finanzpolitk, Mirgationspolitik)
    Eigene überlebensnotwendige Interessen werden den Interressen anderer untergeordnet.
    Man sollte Bezüglich des Staates bzw.des Landes immer seine Vorstellungen und Erwartungen auf sich selbst projizieren.

    Ich will keine Grenzen und unkontrollierte Migration in einen wohlhabenden Sozialstaat. Und ich will, dass jeder Mensch in der Welt das weis und kommen kann! Und ein Abschiebestopp damit keiner gehen muss!

    Häng die Haustür ab, poste bei Facebook deine Anschrift,dass in deinem Haus/Wohnung 365 Tage im Jahr Tag der offenen Tür praktiziert wird und jeder eingeladen ist und dass die Vollverpflegung von dir bezahlt wird. Egal was jemand macht er darf bleiben, es gilt das Toleranzgebot!

    Ich hoffe dieses plaktive Bespiel verdeutlicht, warum die Linke mit ihrer Ideologie eine Pseudofriendendpartei ist.

    Warum immer die Flüchtslings/Migrationskrise als wichtigstes Thema ?
    Weil sie alle unsere Probleme in ihrem Wachstum beschleunigt und damit den inneren Frieden nachhaltig gefährdet.

    Und welche Partei will daran etwas ändern ?
    Natürlich die FDP !!!! *lach* Scherz beiseite… die AfD .
    Auch im Bezug auf unsere direkten Nachbarn und Russland führt die politische Ausrichtung zur mehr „Frieden“.

    Für die anstehende Entscheidung bei der Wahl empfehle ich klugen Pragmatismus anstatt naiven Idealismus \ Ideologismus.

    Um das System von außen zu verändern, empfehle ich eine Mistgabel und einen festen Glauben an das Leben nach dem Tod.

    PS: Auch der 1. Oktober wird spannend, sofern Katalonien sich dann noch offiziell von Spanien abspalten will.

    Die Zeichen stehen auf Untergang, der Eisberg ist in Sicht. Es liegt an jedem selbst ob er dabei helfen will das Steuer noch rumzureißen, denn die Rettungsboote sind schon reserviert für die oberen Klassen.
    Die ersten die Absaufen werden, sind immer die in den unteren Etagen!

    • Echter Idealismus besteht nicht in der Jagd nach augenblicklicher Verwirklichung dessen, was vielleicht eine Chimäre oder Illusion sein könnte, sondern im täglichen, unermüdlichen, beständigen Kampf um die allmähliche Annäherung an das, was uns als Ideal vorschwebt.
      (Eduard Benesch (1884-1948), tschechoslowak. Politiker)

    • Naiver Idealismus besteht in der Jagd nach augenblicklicher Verwirklichung dessen, was vielleicht eine Chimäre oder Illusion sein könnte, und im täglichen, unermüdlichen, beständigen Verdrängen der Tatsache, dass nur eine allmähliche Annäherung an das, was uns als Ideal vorschwebt, zum Ziel führt.
      (Ich (1985-Ende offen)), Entschwörungspraktiker)

  5. Lieber Rüdiger Lenz, Du triffst den Nagel auf den Kopf. Für Deinen Artikel herzlichen Dank und Ken Jebsen herzlichen Dank, dass er ihn veröffentlicht und persönlich vorliest. Frieden ohne Liebe ist kein Frieden. Die meisten von uns haben Probleme mit der Liebe, können gar nicht mehr lieben und sind unempfindlich für das Leid der Anderen. In einer Zeit, wo Gewalt und Gegengewalt, die führenden Muster des Lebens und der veröffentlichten Berichterstattung sind, hat die Liebe schweren Stand. Manche halten Liebe für Schwäche. In Wirklichkeit ist die Liebe die stärkste Kraft im Universum. Destruktive Gewalt vergeht und sie vergeht nur durch Liebe, nicht durch Destruktion. Auch ich gebe unserer liebesunfähigen Regierung, die sich durch Verletzung von Gesetzen, durch Verletzung des Völkerrechts und durch vasallische Unterwerfung unter transatlantische Vorherrschaft hervortut, nicht die Legitimierung durch meine Stimme. Das ist ein kleiner erster Schritt. Der zweite Schritt, zur tätigen Liebe ist leider sehr sehr schwer, aber der einzige, der uns aus dem Dilemma befreien kann.

  6. Schöne Geschichte, die von Myro. Danke dafür! Aber wenn hier von der Wurzel des Übels die Rede ist, so muss auch von der lieblose Missachtung gegenüber den Tieren gesprochen werden, womit das ganze Desaster der Menschheit eng verknüpft ist. Hier wird die Hinwendung auch zu den Tieren ja eher noch verächtlich gemacht mit den jetzigen Grünen und ihrem Veggie -day, so bescheuert diese Idee auch war, denn mit Verordnungen kann man Menschen nicht zur Einsicht bringen. Wahrscheinlich sollte es auch nur ganz pragmatisch dem Stimmenfang dienen. Claudia Roth sieht jedenfalls nicht so aus, als ob sie nicht alles isst und Kathrin Göring Eckart auch nicht.

    • Was haben, gerade Sie, gegen einen Tag, an dem man kein Fleisch isst.
      eine Verordnung war das nicht:
      (aus dem Wahlprogramm)
      „Pro Kopf und Jahr essen wir Deutsche rund 60 Kilo Fleisch. Dieser hohe Fleischverbrauch birgt nicht nur gesundheitliche Risiken. Er erzwingt auch eine Massentierhaltung, die auf Mensch, Tiere und Umwelt keine Rücksicht nimmt. Deshalb fordern wir mehr Verbraucheraufklärung zu den gesundheitlichen, sozialen und ökologischen Folgen des Fleischkonsums. Öffentliche Kantinen sollen Vorreiterfunktionen übernehmen. Angebote von vegetarischen und veganen Gerichten und ein „Veggie Day“ sollen zum Standard werden. Wir wollen ein Label für vegetarische und vegane Produkte.“

    • So, wie sie den Text aus dem Wahlprogramm recherchiert haben, klingt er tatsächlich ganz vernünftig. Ich habe natürlich selber überhaupt nichts gegen einen Veggie-day. Lieber wäre mir noch ein Meat-day pro Woche. Aber eine Verordnung wäre es trotzdem gewesen und so ist es ja auch von der Bevölkerung verstanden worden, die dementsprechend verblendet auf ihren täglichen Fleischkonsum offensichtlich mehrheitlich besteht, dem Riesenaufschrei zufolge. Hier sieht man eben wieder, wie bescheuert auch die Bevölkerung in großen Teilen ist und wie es mit der Bildung und unserer orthodoxen Ernährungswissenschaft und der gesamten kapitalistischen Politik aussieht. Beide hätten schon längst über die Medien umsteuern müssen bezüglich der Ernährungsempfehlungen. Und mit Ethik haben sie schon gar nichts am Hut. Deshalb hatte ich ja auch an dieser Stelle den Text des Artikelschreibers kritisiert.

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