Tagesdosis 14.4.2020 – Desinfektion statt Kirschwasser: Bericht aus dem Schweizer Corona-Exil

Ein Kommentar von Mathias Bröckers.

Ich bin ja seit einigen Wochen im freiwilligen Corona-Exil in der Schweiz, wo der „Shutdown“ noch ein wenig strenger gehandhabt wird als in Deutschland – auch die Baumärkte und Gartencenter sind zum Beispiel geschlossen. Am Gotthardtunnel, dem Tor in das Tessin und den Süden, gab es zum ersten Mal seit 40 Jahren an Ostern keine Staus – nur 10 % des üblichen Fahrzeugaufkommens wurde registriert. Auch in vielen Krankenhäusern des Landes herrscht Leere, weil die für Anfang April erwartete „Welle“ von Covid-19-Erkrankten ausgeblieben ist, obwohl es in der Schweiz deutlich mehr Infizierte pro 100.000 Einwohner gibt als in Deutschland. Wegen der Leere in den Schweizer Spitälern hat vor ein paar Tagen der Kanton Zürich dazu aufgerufen, bei schweren Krankheiten und Notfällen keineswegs darauf zu verzichten ins Krankenhaus zu gehen. Offenbar ist es vorgekommen, dass potentielle Herzinfarkt-Patienten aus Corona-Angst lieber zu Hause geblieben sind, anstatt sich im Krankenhaus behandeln zu lassen. Auch Hausärzte beklagen sich in einem offenen Brief an die Regierung über die einseitige Berichterstattung

Die „Neue Zürcher Zeitung“ hat dann termingerecht vor Ostern mit dem großen Ansturm auf die Intensivbetten für Mitte Mai gewarnt  – um wie auch die Regierung und die anderen Großmedien zum allgemeinen zu Hause bleiben aufzurufen, weil die Sache noch nicht überstanden sei. Diese ernsten Warnungen beruhen freilich auch in der Schweiz – so wie in Deutschland und wie an dieser Stelle vor zwei Wochen angemerkt  – auf kaum repräsentativem Zahlenkonfetti. Die täglichen Zahlen von Neuinfizierten und Verstorbenen allein – so stellt es jetzt auch ein Thesenpapier namhafter Gesundheitsexperten fest – sagen nämlich über die allgemeine Verbreitung und tatsächliche Gefährlichkeit des Virus wenig aus. Da seit Anfang März laufend mehr Tests durchgeführt werden, fallen logischerweise auch laufend mehr Tests positiv aus. Nur in Relation zu den durchgeführten Tests lassen sich über Verbreitung des Virus und die Geschwindigkeit seiner Ausbreitung gültige Aussagen treffen. Statt die Bürger über die Unsicherheit der Datenlage sachlich zu informieren und so die Vorsichtsmaßnahmen des Ausnahmezustands zu begründen, wird aber auch in der Schweiz mit dramatisch ansteigenden Kurven weiter Angst-PR gemacht.

Auf die fragwürdige Datenbasis, auf denen die einschneidenden Rechtseinschränkungen des „Lockdowns“ beruhen, wird von alternativen Schweizer Medien und Webseiten wie „Zeitpunkt“, „Infosperber oder „Swiss Propaganda Research“ zwar deutlich hingewiesen, anders als von einigen Kritikern in Deutschland  werden die Corona-Maßnahmen aber nicht als drohende Vorstufe zu Diktatur und Polizeistaat gesehen. Die in direkter Demokratie gewieften Eidgenossen halten hier den Ball flach – wie im übrigen ja auch die Nachbarn in Frankreich und Italien oder in Spanien, die anders als die Schweizer und die Deutschen von rigiden Ausgangssperren betroffen sind.

Unterdessen wird in Bern ebenso wie in Berlin über Ostern intensiv beraten, wie der Exit aus dem Lockdown bewerkstelligt werden soll, was den „Röstigraben“ – die traditionellen Differenzen zwischen den französich,-und italienisch-sprachigen Kantonen und der Deutschschweiz – möglicherweise noch vertiefen könnte. Die südwestlichen Kantone sind am stärksten von Corona betroffen und fordern statt Lockerungen eher striktere Maßnahmen so wie in Frankreich oder Italien, im Osten und Norden des Landes hingegen werden angesichts leerer Spitäler und Artztpraxen die Stimmen lauter, die Schulen und Geschäfte wieder zu öffnen und die Wirtschaft wieder hochzufahren. Wie überall bewegt sich die Politik dabei weiter auf dünnem Eis. Auch nach vier Monaten ist das „SarCov2“-Virus noch ein ziemlicher Unbekannter – und dass es eher Alte und Vorerkrankte dahinrafft als junge und gesunde Menschen ist nur für Hardcore-Utilitaristen ein Grund, sämtliche Einschränkungen umgehend wieder aufzuheben. Dass freilich die Therapie nicht schädlicher als die Krankheit sein sollte, leuchtet auch Humanisten ein – viele Junge und Gesunde über Monate einzusperren um wenige Altersschwache zu retten ist deshalb keine Lösung. Das sieht wohl auch der Schweizer Bundesrat so weshalb zu erwarten ist, dass die Lockdown-Maßnahmen Ende April schrittweise gelockert werden. 

Insgesamt tragen die Eidgenossinen und Eidgenossen die Einschränkungen bis dato recht gelassen, dem Appell der Regierung, der auf Infotafeln überall im Land seit Tagen plakatiert ist – „Bleiben Sie zu Hause. Bitte. Alle.“ – wurde weitgehend gefolgt. Aber – so meldeten die Sonntagszeitungen – langsam steigt auch die Aggression. Ähnlich wie Berliner Ausflügler in Brandenburg oder Meck-Pomm müssen sich Züricher beim Landausflug schon mal ein unfreundliches „Haut ab!“ anhören – insgesamt aber wurden laut Polizeibericht an Ostern im gesamten Kanton nur drei Geldbußen wegen Verstoß gegen die Abstandsregeln verhängt. 

Knapp geworden ist in der Schweiz unterdessen der Alkohol – nicht in den Gaststätten, die alle geschlossen haben, sondern für die Herstellung von Desinfektionsmitteln. Nach der Teil-Privatisierung des öffentlichen Versorgungsamts hatte es sich für den  neuen Trägeroffenbar nicht gerechnet, die vorgeschriebene Not-Reserve von 50 Tonnen Alkohol beizubehalten. Deshalb wurden jetzt Schnapsbrennereien und Spirituosenhersteller aufgerufen, ihre „Sprit“-Reserven zur Verfügung zu stellen. Ein Desinfektionsmittel, das nach Kirsch oder Williams-Christ riecht, ist mir allerdings noch nicht unter gekommen….

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Mathias Bröckers veröffentlichte zuletzt „Don’t Kill The Messenger – Freiheit für Julian Assange“ im Westendverlag. Er bloggt auf broeckers.com

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Danke an den Autor für die Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle:  Cineberg/ shutterstock

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25 Kommentare zu: “Tagesdosis 14.4.2020 – Desinfektion statt Kirschwasser: Bericht aus dem Schweizer Corona-Exil

  1. Die Lockdown-Entscheidungen werden wahrscheinlich mal als die größten Fehlentscheidungen von Regierungen in Friedenszeiten in die Geschichte eingehen.
    Sehenswert bei YouTube:
    Corona-Lockdown wirkungslos? – Punkt.PRERADOVIC mit Prof. Dr. Knut Wittkowski
    Die Virologen waren die falschen Berater – die Epidemiologen wären die richtigen gewesen!
    Erkannt hat das auch Prof. Homburg, zu lesen heute in der WELT.
    Ein Blick nach Schweden erleichtert die Entscheidungsfindung!

    • Die Springer-Presse schwenkt auch um… (!!??)
      Heute im Hamburger Abendblatt online ein großer Artikel:

      "Michael Schulte-Markwort und Klaus Püschel, beide Professoren am Universitätsklinikum Eppendorf, haben sich jetzt zusammengetan, weil sie den politischen und gesellschaftlichen Umgang mit der Coronakrise gefährlich finden."

  2. Passend zu Thema.

    Hier ein informatives Interview (wenn man die etwas irritierenden Fragesstellungen überliest). Mit einem Pallativmediziner.

    Die Gesetzeslage zur Sterbehilfe kriminalisiere die ganz normale ärztliche Tätigkeit, sagte der Palliativmediziner Matthias Thöns im Dlf. Er riskiere schon mit der Verabreichung stark wirksamer Schmerzmittel eine Strafverfolgung. Derzeit würden Schwerkranke geradezu „zum Leben genötigt“.

    https://www.deutschlandfunk.de/palliativmediziner-zu-sterbehilfe-der-wille-steht-ueber-der.694.de.html?dram:article_id=471043

  3. Spannend. Wieder einmal denke ich mir, dass es in Deutschland vielleicht doch mehr kritisch denkende Menschen gibt als es das allgemeine Vorurteil so will – wer das aktuelle Geschehen immer noch für den vielleicht ungeschickten, aber gut gemeinten Versuch "unserer" Regierungen hält, eine schlimme schlimme Epidemie zu bremsen, dem ist … na gut, der will es eben so sehen.
    Klar, die Schweizer haben eben tatsächlich ein paar Möglichkeiten mehr, sich gegen die drohende Diktatur zu wehren, aber Italien? Frankreich? Spanien? Wissen die es wirklich nicht besser oder haben sie einfach überzeugendere Politikdarsteller als Jens Spahn, der keine Gelegenheit auslässt, zu zeigen, dass er wirklich überhaupt keine Angst vor diesem Virus hat?
    https://www.hessenschau.de/politik/fahrstuhlgate-im-klinikum-was-machen-all-diese-politiker-in-einem-aufzug,foto-aufzug-uniklinik-100.html

  4. Wie gehe ich selber mit der Situation um, wenn es dann passieren sollte.
    Ich möchte eigentlich nicht ausgemustert und sofort auf die Palliativstation gelegt werden.
    Zunächst gehe ich mal davon aus, das ich auch mit Vorerkrankung nicht unbedingt sterben will.
    Eigentlich ist die Palliativ Medizin ja eher als eine Art Sterbeerleichterung gedacht, und zwar nur, wenn eine weiter Behandlung keine Aussichten zeigt.
    Leider verstärkt sich der Eindruck, Krankenhaus ist das neue Synonym Birkenau.
    Seit drei Wochen wird ein Szenarium gezeichnet, als wären wir in einer Endzeitsituation.
    Die Alten werden zu einem Problem, wo sie doch selber entscheiden können, wie mit ihnen umgegangen wird.
    Solange die Kapazitäten nicht verfügbar waren, habe ich ja noch Verständnis, aber jetzt wird über Aufhebung gesprochen.
    Vor kurzem wurde noch vom Massengräbern und gestapelten Leichen in Lagerhallen fantasiert.
    Doch jetzt wird von Selektion der Alten gefaselt.
    Ganz ehrlich, ich brauch keinen, der mir das Leben Vorschreibt, ich werde so leben wie es mir passt und nicht wie es irgend welchen Menschen vorschwebt, die keine Ahnung von meinem Leben haben.
    Aber da wird sicher einer da sein der mich verpfeift.
    Natürlich wird es jetzt etwas schwieriger, aber das liegt ja in erster Linie daran, dass Vorsorgemaßnahmen getroffen werden. Z.B Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln.
    Das verstärkt doch nur den Eindruck von Gefahr.

    Wie soll ich den angebissenen Burger aus dem Papierkorb verzehren, oder die halbleere Pfandflasche austrinken, die ich finde? Hat sich da mal jemand Gedanken gemacht.
    Mit Mundschutz wird alles nur noch schwieriger.:)

    Wollen wir jetzt in einem Dauerduckmäusertum verharren, immer auf der Hut, immer misstrauisch.
    Wer sich das so wünscht, soll zu Hause bleiben, da ist er eventuell geschützt.
    Aber nicht Vergessen, Überwachungskammer einschalten und dicke Kette vor die Tür.

    • @ Schlafschaf
      Zitat: "Wie gehe ich selber mit der Situation um, wenn es dann passieren sollte.
      Ich möchte eigentlich nicht ausgemustert und sofort auf die Palliativstation gelegt werden."
      – WAS genau ist bei ihnen angekommen von diesem "Virus"? Dass es sich um eine unweigerlich todbringende Erkrankung handelt? Könnte ihnen das mit einem Grippe-Virus ( der sich auch jährlich verändert) genau so passieren?
      Keine Sorge – Palliativstationen haben noch weniger Betten als Intensivstationen! Auch Hospize haben Wartezeiten von ca. 4 Wochen.

      Zitat: "Zunächst gehe ich mal davon aus, das ich auch mit Vorerkrankung nicht unbedingt sterben will.
      Eigentlich ist die Palliativ Medizin ja eher als eine Art Sterbeerleichterung gedacht, und zwar nur, wenn eine weiter Behandlung keine Aussichten zeigt."
      Es kommt auf die Vorerkrankungen ( und deren Therapie & Medikation) an!
      Wenn Sie z.B. Krebs haben und durch die Therapie , die meist eine SYSTEMISCHE Vergiftung des Körpers ist, noch weitere Schädigungen ihrer Organe haben und dadurch schon keine Lebensqualität mehr besitzen, werden Sie ihre Meinung eventuell ändern?!
      Und "JEIN" – Palliativmedizin steht JEDEM Patienten zu, der eine Erkrankung diagnostiziert bekam, die als NICHT HEILBAR gilt! Das heißt aber NICHT, dass der Mensch nun zeitnah versterben muss – er schützt sich durch die Palliativmedizin eher vor Nötigungen durch die Mediziner, die auch noch Therapien erzwingen wollen und dem Patienten bei Unwillen mit "gar keiner medizinischen Behandlung drohen"!
      Wer sich für die Palliativmedizin entscheidet, bestimmt lediglich für sich selbst ganz bewusst, NICHT gewaltsam zu Tode gebracht zu werden und sein 'Ende' sanft und im Kreis seiner Liebsten – wenn gewünscht – abzuwarten.

  5. Gerichtsmediziner haben doch sicherlich schon Untersuchungen an den Verstorbenen selbst durchgeführt. Bei Unfällen beweist man doch die Todesursache üblicherweise durch eine Obduktion. Ich glaub, die tun das doch sonst 0815, egal wie ansteckend ein Körper ist. Der ganz normale Weg halt. Was habe ich verpasst? Abwarten. Die Antwort folgt bestimmt.

    • Obduktionen bei angeblich durch das SARS-CoV2 Virus verstorbenen Personen sind schon seit beginn jener Corona-Hysterie verboten worden,…kein Witz…., dass ist wirklich so
      Somit ist also nicht klar wer und ob denn bislang überhaupt irgendwer alleinig an jenem Virus verstorben ist, oder aber ob nicht sogar alle bislang zu jenen Corona-Toten gezählten Personen entweder an ihren zum Teil sehr schweren Vorerkrankungen bzw. an einer sich auf die virale Infektion oben drauf gesetzte bakterielle Infektion verstorben sind, oder ob nicht gar die absolut überwiegende Mehrheit, nämlich knapp 98% der Verstorbenen, einfach nur an Altersschwäche verstorben sind.

  6. Auch in Österreich gibt es nicht diese Angst und Panik dass die Corona Pandemie nur ein Vorwand ist. Gefordert muss allerdings eine Feststellung der tatsächlichen Verbreitung sein. Die Infos darüber sind mir noch zu wenig. 1000 Menschen zu testen ist noch zu wenig und es gibt noch keine Tests auf Antikörper der Bevölkerung. Es muss so schnell wie möglich festgestellt werden ob die Maßnahmen gerechtfertigt sind, aber auf echten Zahlen und nicht Vermutungen.
    Angekündigt wurde dies aber es gibt noch nichts Handfestes. In Österreich haben ab heute kleinere Geschäfte wieder offen, und auch Baumärkte usw. Die Maßnahmen haben die Corona zahlen sehr stark begrenzt. Es wird sich natürlich zeigen wie sich die Lockerungen auswirken.

    • Sie sind Österreicher und Sie sagen, es gebe keine Angst und Panik in Österreich, dass die CP nur ein Vorwand ist. Interessant. Aber ob Ihre Aussage repräsentativ ist, wage ich zu bezweifeln.

      Angst und Panik habe ich auch nicht. Jedoch unfassbare Wut. Mit welchem Recht werden mir meine Bürgerrechte entzogen?. Wegen eines Virus, der ganz offensichtlich nicht tödlicher ist als bspw. die Influenza?

      Sie geben zu bedenken, dass 1000 getestete Menschen sind zu wenig, um ausreichend Informationen zu erhalten, wie sich die Infektion verbreitet. Jedoch, sofern diese sorgfältig ausgewählt wurden – die WHO selbst errechnet Vorgaben nur aus 250 Stichproben – ist die Heinsbergstudie sehr wohl als repäsentativ anzusehen.

      Sofern Ihnen dieses Beispiel nicht genügt, empfehle ich die Studie über die "Diamond Princess" mit 3700 Personen und die (m. M. n. wichtigste, weil sehr erhellend) von Beginn an und immer noch Bevölkerungsrepräsentative Testung der Isländer! (36 339 Teste – 8 Tote – 1720 Fälle).

      Eine gute Zeit und herzliche Grüße.

  7. Hardcore Utilitaristen ?
    Sind wir Hardcore Utilitaristen, wenn wir den Tod akzeptieren ?
    Einen Tod, der praktisch immer Folge des Lebenswandels und der Lebensbedingungen ist,
    der früh durch Sport oder Fensterputzen oder Autofahren oder umstürzende Bäume eintreten kann ?
    Ein Tod der durch eine Mücke kommt oder einen tollwütigen Hund oder eben durch Viren, die Teil des Menschen sind
    und wir heute keinen gesicherten Nachweis haben, dass Covid-19 gefährlicher ist als Grippewellen, die jährlich
    wiederkehren und wir bisher in sehr verantwortungsvoller Weise nicht Grundrechte annullierten obwohl jährlich viele Tote zu beklagen sind .

  8. Zum Artikel von Mathias Bröckers will ich mich nicht äussern. Ich empfehle jedoch dieses Gespräch mit dem «Schweizer Polizeichef».

    Stefan Blättler: Polizeiarbeit während der Corona-Pandemie
    https://www.srf.ch/sendungen/tagesgespraech/stefan-blaettler-polizeiarbeit-waehrend-der-corona-pandemie

    • Hallo TheBluePeaFowl

      Weil es einen kleinen Einblick in die Mentalität und Gepflogenheiten der Schweiz und deren aktuelle Situation bietet. Ohne Klischees und Vorurteile. Eines Landes das ebenso vom Corona-Virus betroffen ist wie Italien und Spanien. Dies insbesondere deren südlicheren Regionen.
      Dieser Polizeichef ist sachlich und glaubwürdig. Er lässt sich auch nicht von der Interviewerin beeindrucken.

      Gruss eines Schweizers aus der Schweiz

  9. Für diejenigen die noch nicht verstanden haben um was es hier geht sei der folgende Link ans Herz gelegt:

    "Seht mal, wer da zu unserer Rettung kommt!" Nein, es ist nicht Gott – es ist nur Bill Gates.

    Falls Sie es noch nicht bemerkt haben, der Microsoft-Gründer und Milliardärs-Oligarch Bill Gates ist im Moment überall, selbst bei ARD, in der Hoffnung, das gegenwärtige Chaos zu nutzen, um sein Lebenswerk voranzutreiben und jeden Mann, jede Frau und jedes Kind auf dem Planeten Erde zu impfen. Je genauer man sich dieses globalistische Milliardärs- und transnationale Unternehmensnetzwerk ansieht, desto bizarrer und beängstigender wird es.

    Hier das youtube Video (leider nur auf englisch, vielleicht findet sich jemand zur Übersetzung) dazu:
    https://youtu.be/H6rMKAIj9f8

  10. Ich hab den starken Eindruck inzwischen, dass Mathias es diesmal erst spät checken wird, was die Stunde geschlagen hat.

    Spahn blickt da schon besser durch "Spahn sprach von einer „neuen Normalität“ – "Es geht darum, mit dem Virus zu leben"."
    https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_87665772/corona-news-spahn-und-bouffier-aeussern-sich-nach-klinik-besuch.html

  11. Zitat aus dem Artikel:
    "…dass es eher Alte und Vorerkrankte dahinrafft als junge und gesunde Menschen ist nur für Hardcore-Utilitaristen ein Grund, sämtliche Einschränkungen umgehend wieder aufzuheben."

    Aus meiner Sicht irrt hier der Autor gewaltig. Es ist auch einerseits sehr kurzsichtig und auf wenig Kenntnis von älteren und/oder ERHEBLICH vorerkrankten Menschen im realen Leben seitens des Herrn Bröcker.
    Es ist völlig egal welchen Virus diese Menschen in ihrer Situation ereilt, nur mit viel (zweifelhaften?) Glück würden sie noch ein tolles Lebens führen können.
    Hier kommen diese Menschen in Krankenhäuser, in denen sie sich auch noch andere Keime, Bakterien und sonstiges holen, was ihrer Lebensqualität definitiv Abbruch tut. Auch eine Beatmung – und damit ist nicht die Sauerstoffzufuhr gemeint – ist eine enorme Belastung für den geschwächten Körper.
    Einen Mensch, der dem Tod näher als dem Leben ist, sollte man fragen ob er das alles überhaupt noch möchte.
    Schon VOR diesem Virus hat man auf die Wünsche dieser Menschen keine Rücksicht genommen – das Buch von Matthias Thöns – Palliativarzt – " Patient ohne Verfügung", beschreibt es ausgezeichnet ( darin kann man auch lesen, dass selbst Patienten mit Verfügung hauptsächlich aus Geldgier eher gequält werden!).

    Irgendwie erscheint es doch leicht heuchlerisch wenn Leute nun plötzlich ihre "Liebe" für schwerkranke und/oder alte Menschen entdecken – die meistens ziemlich einsam und mit wenig Besuch in den eigenen vier Wänden und/oder Heimen sonst ihr Dasein bestreiten müssen….. wo sind/waren da die vielen, die jetzt Empathie predigen wollen?

    • ganz wichtiger Punkt, danke für den Beitrag! Diese Maßnahmen entmündigen einmal mehr lebenserfahrene Menschen, deren eigene Entscheidungen respektiert werden sollten!

    • "Also es ist eine Gruppe, die üblicherweise und bislang immer mehr Palliativmedizin bekommen hat als Intensivmedizin, und jetzt wird so eine neue Erkrankung diagnostiziert und da macht man aus diesen ganzen Patienten Intensivpatienten."
      https://www.deutschlandfunk.de/palliativmediziner-zu-covid-19-behandlungen-sehr-falsche.694.de.html?dram:article_id=474488

      Nicht ganz richtig ist auch Bröckers Auffassung mit der ausbleibenden Befürchtung eines kommenden Polizeistaates in den südlicheren Ländern. Gerade in Spanien, ganz besonders Catalunya, hat man (aus schlechter Erfahrung…) ein feines Näschen für derartige Schwingungen und man kann so einige entsprechende Artikel finden. In Frankreich sorgen sich viele Gelbwesten um derartige Umtriebe und Italien wird mit seiner Faschismus-Erfahrung vermutlich in einigen Kreisen auch sehr sensibel reagieren. Sogar aus England vernimmt man viele kritische Stimmen, die weit über medizinische Kritik hinweg gehen und sich wirklich Sorgen machen.

      In DE gibt es wohl – einzig in der EU – eben recht viele kritische Mediziner, die – wenn auch von Regierungsseite nicht gehört – sich doch in den anderen Medien äußern und Verständnis und Anklang unter vielen Menschen finden. Mir scheint, das bewirkt, dass auch durch schlechte Erfahrung mit Diktaturen in diesem Land dadurch die Meinungsbildung und Zukunftssorge hier in DE noch ausgeprägter ist.

  12. früher wurde Matthias Bröckers häufig als Hanf-Journalist geschmäht. Das zieht offenbar nicht mehr so gut, das hat sich nicht wirklich bewährt. Ausweislich der Auflage der von ihm publizierten Bücher zu Lückenthemen im Mainstream fallen auf solche Diffamierung längst nicht alle Zeitgenossen herein. Die Argumente der Befürworter von Shut-Down und Hausarrest für Land argumentieren in der Sache ähnlich wie in den Kontroversen früher, wie bei 9/11 etwa die erweislichen Fakten vernebelt werden sollen. In der Sache hat man an der Offenlegung fachlich gesehen plump manipulierter Statistiken, mit denen der Grippevirus zum Killervirus auf geblasen wird, in der Sache hat man im Detail kaum etwas entgegenzusetzen. Das klingt dürftig und es gibt wohl wenig festen Boden unter der Linie unserer Bundesregierung zur Begründung der beispiellosen Eingriffe in unsere Grundrechte.

  13. Wobei die gewiefte Schweiz in diesen Tagen ja wie die BRD unliebsame Widersprecher gern mal nach PsychKG oder wie das Äquivalent bei den Eidgenossen heißen mag, in die Psychiatrie einsperrt. Als Juristin möchte ich anmerken, dass dies ein ziemlich rechtsfreier Raum ist. Hier haben der fürsorgliche Staat und die philantropischen Ärzte schon immer gern mal weit über die Stränge geschlagen. Sind Sie wirklich so naiv, Herr Bröckers, oder ist da der Wunsch der Vater des Gedankens.

  14. "China: Dieses Schlachtfeld hat keine Grenzen
    Franka Lu
    ZEIT ONLINE

    China ist Ursprung der Corona-Pandemie. Nun inszeniert sich die Regierung als Helfer anderer Staaten in Not. Sie folgt dabei der Strategie des uneingeschränkten Krieges."

    Anm:
    …dann kann es mit dem imperialistischen Krieg gegen China ja nicht mehr lange dauern…..

  15. "…dass es eher Alte und Vorerkrankte dahinrafft als junge und gesunde Menschen ist nur für Hardcore-Utilitaristen ein Grund, sämtliche Einschränkungen umgehend wieder aufzuheben."

    Deshalb setzt sich Herr Bröckers auch seit 30 Jahren jeden Winter wieder – wenn die Grippewelle kommt – für einen Shutdown ein.

    Facepalm*

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