Tagesdosis 15.05.2018 – Der Kampf um die „Weltinsel“

Ein Kommentar von Mathias Bröckers.

„Der geographische Drehpunkt der Geschichte“ lautete der Titel eines Vortrags, den der Politikberater und Direktor der “London School of Economics”, Halford Mackinder, im Jahr 1904 veröffentlichte. In der aktuellen Ausgabe der Kulturzeitschrift  “Lettre International”   ist dieser Vortrag jetzt zum ersten Mal auf Deutsch erschienen, wofür man sehr dankbar sein muss. Denn es handelt sich zum einen um einen klassischen Schlüsseltext der Geopolitik und zum anderen ist Mackinders „Heartland“-Theorie nach wie vor von erstaunlicher aktueller Bedeutung. Wer das „Herzland“, die Mitte zwischen Europa und Asien und somit das Zentrum des eurasischen Kontinents beherrscht, beherrscht die Welt,  lautete Mackinders These. Da durch die kommenden Technologien der Eisenbahnen und des Automobils der Handel und Wandel zwischen Europa und Asien unausweichlich sei, wäre die auf der Seeherrschaft beruhende britische Weltmacht chancenlos. Vor allem wenn das rohstoffreiche Russland mit dem industriestarken Deutschland zusammenwachse. »Wer Osteuropa regiert, beherrscht das Heartland; wer das Heartland regiert, beherrscht die Weltinsel; wer die Weltinsel regiert, beherrscht die Welt«, brachte Mackinder seine Geostrategie später auf den Punkt.

Wer die Geschichte des 20. Jahrhunderts auf diesem Hintergrund liest, kann  erstaunliche Einsichten über die Kontinuität gewinnen, mit der Briten und Amerikaner ihre globale Machtpolitik betreiben. Etwa über die Frage, warum Hitler und die Wehrmacht massiv von der Wall Street finanziert wurden, oder warum die Nato nach 1991 mit ihren Raketen unbedingt bis an die russische Grenze vorrücken musste oder warum 2014 mit einem Putsch in der Ukraine ein russlandfreundlicher Präsident durch einen russlandfeindlichen ausgetauscht werden musste oder warum eine zweite „North-Stream“-Pipeline durch die Ostsee den Amerikanern ein Dorn im Auge ist. Immer geht es um Mackinders „Herzland“ in dem auf keinen Fall Handel, Wandel und Frieden herrschen darf, weil dies die transatlantische Dominanz bedrohen würde.

Es zieht sich von dieser Theorie aus dem Jahr 1904  eine Linie über Hitlers Geostrategen Karl Haushofer zum geopolitischen Berater von fünf US-Präsidenten, Zbiginew Brzezinski  bis in die aktuelle Politik des US-Imperiums. Über die Aktualität Mackinders schreibt in “Lettre International” auch der Historiker Alfred McCoy,  dessen eminentes Grundlagenwerk “Die CIA und das Heroin -Weltpolitik durch Drogenhandel” für ein Verständnis der aktuellen internationalen Konflikte und Kriege unverzichtbar ist. Ebenso wie eine Kenntnis der Generalstrategie im “Great Game”, die auf Mackinder zurückgeht und im geopolitischen Match auf dem “eurasischen Schachbrett”, wie  Brzezinski es nannte, nach wie vor auf der Agenda steht.

Vor diesem Hintergrund kann man dann auch den scheinbaren Irrsinn der Tagesnachrichten ein wenig begreifen, etwa warum aus Afghanistan immer neue Produktionsrekorde für Opium und Heroin gemeldet werden, während in USA Tausende an dieser Überproduktion krepieren; oder warum eine Gas-Pipeline zwischen Russland und Deutschland ein “Problem” darstellen soll, während der ökonomische und ökologische Hochgrad-Schwachsinn, Fracking-Gas mit Riesentankern von Amerika nach Europa zu schippern, von der EU gefördert wird. Oder warum Polen sich gerade von den USA für irrsinnige Milliarden “Patriot”-Luftabwehr andrehen lässt –  “gegen die Russen”, gegen deren neue  Hyperschall-Raketen  die veralteten Patriots aber keinerlei Chance haben.

Nadelstiche ins „Herzland“ zu setzen, Konflikte zu schüren, Waffen zu liefern und  Kriege anzuzetteln um ein Zusammenwachsen des Ostens Europas mit dem Westen Asiens zu verhindern ist nach wie vor die grundlegende außenpolitische Agenda des US-Imperiums. Dazu gehört auch, die strategischen Angelpunkte an den Rändern des eurasischen Doppelkontinents zu kontrollieren – vor allem die rohstoffreichen Regionen des Persischen Golfs. Wobei die desaströsen Kriege in Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien mittlerweile, so Alfred McCoy, weniger an ein kühnes geopolitisches Gambit erinnern als „an Deutschlands katastrophale Entscheidung, das russische Kernland anzugreifen.“

Er sieht darin den „sicherlich letzten imperialen Versuch, sich eine Angelpunktposition am Rand des eurasischen Kernlands zu sichern, vergleichbar mit den Forts des britischen Kolonialismus entlang der Nordwestgrenze.“

Darum geht  es auch bei den jüngsten Kriegsdrohungen gegen den Iran, der ja gar keine Atomwaffen besitzt und sich regelmäßig von den internationalen Behörden kontrollieren lässt – anders als Israel, das illegal welche hat und jegliche Kontrollen verweigert. Dass es sich bei den jüngsten US-Kriegen, wie Alfred McCoy meint, um den „letzten imperialen Versuch“  des überdehnten amerikanischen Imperiums handelt, könnte sein, denn Russland und im Hintergrund auch China haben spätestens im Syrienkrieg klar gemacht, dass sie weitere Expansionen des US-Imperiums nicht dulden werden, auch keinen „Regimechange“ im Iran.

Dass Teheran im April den Ausstieg aus dem US-Dollar angekündigt hat und sein Öl künftig in Euro abrechnet, ist eine Provokation erster Klasse. Saddam Hussein und Gaddafi hat es das Leben gekostet, als sie aus dem Petro-Dollar aussteigen wollten – ihre nahezu wehrlosen Länder wurden umgehend überfallen und verwüstet. Doch anders als Libyen oder Irak hat der Iran zwei mächtige eurasische Atommächte als Verbündete im Hintergrund. Und auch die EU scheint nicht bereit, aus den Atomverträgen mit Iran auszusteigen und mit den  USA, Israel und Saudi- Arabien weiter an der Eskalationsschraube zu drehen. Die Leichenberge und das Chaos, das dieses infernale Trio im Irak und in Syrien produziert hat, würden bei einem Angriff auf Teheran in neue Dimensionen wachsen – bis hin zum Schrecken eines nuklearen Kriegs. Dass ein solcher Großkonflikt der Blöcke weniger auf amerikanischem oder russischem oder chinesischem Boden, sondern im kontinentalen mittleren Europa zu Katastrophen führen würde, hat man in Brüssel, Berlin und Paris offenbar verstanden. Es geht noch immer um Mackinders „Weltinsel“, die nicht zusammenwachsen darf.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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11 Kommentare zu: “Tagesdosis 15.05.2018 – Der Kampf um die „Weltinsel“

  1. Es war mir schon immer relativ bewusst, dass es dem Westen mit seinen gerade einmal 12% der Weltbevölkerung nie um „Rechtsstaatlichkeit, Freiheit, oder Demokratie“ ging und geht. Sondern einzig und alleine um Interessen um Geo Politische Interessen. Das bis heute in den westlichen Nato freundlichen McMedien fast im Minutentakt wiederholt wird, „wir im Westen seien die Guten“ zeigt was für Auswirkungen solche geballte Medienmacht hat.

    Wie schrieb Jean Ziegler sehr treffend in seinem Buch: „DER WESTEN EIN IMPERIUM DER SCHANDE“ und das mit Verlaub ist noch nett umschrieben.

  2. Das Hitler und die Wehrmacht durch Wall Street finanziert wurden, ich kenne dafür keine Beweise.
    Geographische Drehpunkt, ja, Suez Kanal und Öl.
    Sehe
    Lawrence R. Pratt, ‚East of Malta, West of Suez‘, London, 1975
    Leider, die Briten beherrschen nicht mehr die halbe Welt, und so brauchten sie dafür nicht mehr das Kanal.
    Und wenn Nasser das Kanal schloss kamen die grösse Tanker die ohne Mühe um Afrika gehen.
    Öl, es wird behauptet das die grosse Sorge der Öl Länder ist ihr Öl los zu werden bevor es keinen Wert mehr hat.
    Wenn es gelingt unsere Welt ohne Öl drehen zu lassen ist auch das Öl Drehpunkt nicht mehr.
    Ich bezweifle ob wir das mit Wind und Sonne erreichen, aber E=MC² ist noch immer gültig, wir wissen nur nicht wie das technisch zu tun.

    • Hier, extra noch einmal für sie. Nein, eigentlich nicht. Ist nur wie stets eine gute Gelegenheit zur Wiederholung:

      Wer finanzierte Hitler und die NSDAP?

      zdralOhne Geld keine Revolution, ohne Geld kein Hitler. Wer gab der NSDAP soviel Geld, daß sie innerhalb von zehn Jahren aus dem Nichts an die Macht kommen konnte? Unsere Spurensuche zeigt: Niemand spendete Hitler aus Idealismus Geld. Jeder sah in ihm einfach ein Mittel zum eigenen Zweck. Eine Rezension über das Buch „Der finanzierte Aufstieg des Adolf H.“ von Wolfgang Zdral.

      Geld ist das Brecheisen der Macht. Friedrich Nietzsche

      Bevor wir Hitlers weiteren Aufstieg zur Macht weiterverfolgen, gehen wir hier der Frage nach, wer seine Geldgeber waren. Denn Geld ist das Benzin, nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Weltpolitik. Zu Recht kommentiert das Ministerium des Äußeren im Jahre 1923 über die Nazis: „Wie zum Krieg, so gehört zur Revolution erstens Geld, zweitens Geld, drittens Geld. Ohne Geld keine Revolution.“ :

      Als Adolf Hitler im Herbst 1919 erstmals zur NSDAP stößt, befinden sich in der Parteikasse gerade mal 7 Mark und 50 Pfennig. „Das war ja eine Vereinsmeierei allerärgster Art“, erinnert sich Hitler. „Außer einigen Leitsätzen war nichts vorhanden, kein Programm, kein Flugblatt, überhaupt nichts Gedrucktes, keine Mitgliedskarten, ja nicht einmal ein armseliger Stempel.“1 Hitler bemüht sich um zusätzliches Geld, doch das ist eine frustrierende Arbeit, welche die Parteikasse nach großen Anstrengungen auch nur mit lächerlich geringen 700 Reichsmark füllt.
      (…)
      Auch das Votum der deutschen Wähler am 20. Mai 1928 fällt für die Nationalsozialisten enttäuschend aus: Nur zwölf Abgeordnete dürfen in den Reichstag einziehen – von Erfolg kann da noch keine Rede sein. Dies ändert sich erst mit der Wahl vom 14. September 1930, bei der die NSDAP 107 Mandate erzielt. Zdral: „Eine absolute Mehrheit schafft Hitler bis zu seiner Machtübernahme nie; 37 Prozent der Stimmen bleiben sein bestes Ergebnis.“

      Es war also keineswegs ein unaufhaltbarer Aufstieg, durch den Hitler an die Macht kam. Um das Jahr 1928 hätte die NSDAP genau so gut wieder untergehen können – wenn da nicht auf einmal beträchtliche Parteispenden gewesen wären, die Hitler die Mittel für gewaltige Propagandaschlachten lieferten.

      Dieser Artikel soll der Frage nachgehen, wer Hitler und der NSDAP wann wieviel Geld aus welchen Gründen gegeben hat – wenn auch diese Frage nicht endgültig zu beantworten ist, da viele Dokumente „verschollen“ und manche Quellen nicht über alle Zweifel erhaben sind.

      Die ersten Geldgeber Hitlers

      Wenn ein kleiner österreichischer Gefreiter innerhalb von vierzehn Jahren aus dem Nichts eine Massenbewegung aufbaut, wenn er eine Hunderttausende zählende Privatarmee wie die SA auszurüsten (die SA hatte 1924 30.000, 1930 80.000, 1932 220.000, 1933 400.000 und 1934 etwa 4 Millionen Mitglieder), auszubilden und zu ernähren vermag und eine gewaltige Propagandamaschinerie inklusive Großveranstaltungen mit hunderttausend Teilnehmern finanziert, wenn er zweimal die Woche und später täglich den Völkischen Beobachter herausgeben kann, wenn er überall klotzt und nicht kleckert – feudale Parteizentralen kauft, Tausende von Flaggen und gleich zwei Flugzeuge aufs Mal – dann muß das Geld in Strömen fließen oder gigantische Schuldenberge müssen in die Höhe wachsen.

      Bei Hitler ist beides der Fall. Das Geld fließt überreichlich und reicht doch oft nicht aus. „Selbst die engsten Getreuen Hitlers leiden unter den maßlosen Ansprüchen des Chefs“, schreibt Wolfgang Zdral in „Der finanzierte Aufstieg des Adolf H.“
      (…)
      Bild links: Sie alle ermöglichten Hitlers Aufstieg zur Macht mit der Leistung oder Vermittlung teils erheblichen Geldspenden. Gegen den Uhrzeigersinn von links oben: John Pierpont Morgan, amerikanischer Bankier; adlige Exil-Russen, welche das Zarenreich (Flagge) wiederherstellen wollten; Dr. Max Erwin von Scheubner-Richter; Kurt Lüdecke; Benito Mussolini; Emil Kirdorf; John D. Rockefeller; Frankreich; Stahlbaron Fritz Thyssen; Henry Ford, US-Autokönig; Dietrich Eckart
      (…)
      Der bekennende Antisemit Henry Ford unterstützt Hitler – 1920

      Henry FordHenry war das älteste von insgesamt sechs Kindern. Er konnte nur Dorfschulen besuchen, so erhielt Ford nur eine geringe Bildung. Als Kind war er sehr interessiert an mechanischen Einzelheiten und verbrachte im Alter von zwölf Jahren viel Zeit in seinem Werkraum, den er selbst eingerichtet hatte. Mit fünfzehn Jahren hatte er bereits seinen ersten Verbrennungsmotor gebaut.

      Henry Ford war auch der Herausgeber antisemitischer Schriften wie das Buch „Der internationale Jude – Ein Weltproblem“, eine Zusammenfassung von Artikeln, die 1920 bis 1922 in seiner Haus-Postille, dem „Dearborn Independent“, veröffentlicht wurden. Auch wurde mit seiner finanziellen Unterstützung das Pamphlet, „Die Protokolle der Weisen von Zion“ in viele Sprachen übersetzt und weltweit verbreitet. Diese Schrift wurden bisher von nahezu allen Geschichtsforschern als Fälschung bezeichnet.

      Ein Bild von Henry Ford hing im Münchner Hauptquartier der NSDAP. Weiterhin überwies die Ford-Werke AG jährlich 50.000 RM als Geburtstagsgeschenk auf Hitlers Privatkonto beim Kölner Bankhaus J. H. Stein. Inhaber der Stein Bank war der anglophile (dem englischsprachigen zugeneigt) Kurt Freiherr von Schröder, der auch dem „Freundeskreis des Reichsführers SS“ ein Konto einrichtete. Nicht umsonst wurde Henry Ford von Hitler mit dem Großkreuz des Deutschen Adlerordens ausgezeichnet, die höchste Auszeichnung, die Nazi-Deutschland an Ausländer zu vergeben hatte.

      Die Ford Motor Company war beteiligt am Aufbau der deutschen Streitkräfte vor dem Zweiten Weltkrieg. 1938 wurde beispielsweise ein Fertigungswerk in Berlin in Betrieb genommen, dessen einzige Aufgabe es war, LKWs für die deutsche Wehrmacht herzustellen. Ford produzierte insgesamt 78.000 LKW und 14.000 Kettenfahrzeuge für die Wehrmacht. Die Ford-Werke wurden bis Ende 1944 von der alliierten Bombardierung verschont und dann auch nur wenig beschädigt. In den Ford-Werken wurden auch Zwangsarbeiter eingesetzt, die man für vier Reichsmark pro Tag von der SS auslieh. 32
      (…)
      Der Playboy Kurt Lüdecke betritt die Bühne – 1922

      Hitler und Kurt Lüdecke Zu den frühesten Finanziers Hitlers gehört auch ein dubioser Playboy und Abenteurer namens Kurt Lüdecke (Bild links mit Hitler). Der gewissen- und orientierungslose Lüdecke erlebt Hitler zum ersten Mal im August 1922, da dieser vom Rednerpult aus über den „jüdischen Bolschewismus“ herzieht. Lüdecke erinnert sich schwärmerisch an den nur ein Jahr älteren Hitler: „Ich vergaß alles um mich herum, außer diesen Mann. Er schien ein anderer Luther zu sein. Ich wußte, meine Suche hatte ein Ende. Ich hatte mich selbst gefunden, meinen Führer und mein Ziel.“5 In den kommenden Jahren wird Lüdecke für Hitler Kontakte zu einflußreichen Persönlichkeiten vermitteln und pflegen und – vor allem – Geld herbeischaffen.
      (…)
      Auch André-François Poncet, in den dreißiger Jahren Botschafter Frankreichs in Deutschland und Kenner der internationalen Diplomatie, schreibt in seinen Memoiren, daß die Nazis Geld von den italienischen Schwarzhemden einstrichen. Und SS-General Wolff, Chef des persönlichen Stabs von Heinrich Himmler und höchster Polizeiführer in Italien, bestätigt ebenfalls, daß die Nationalsozialisten vor ihrer Machtübernahme Finanzmittel von Mussolini kassierten.9

      Der preußische Ministerpräsident Otto Braun erklärt im Rückblick über die italienische finanzielle Wahlhilfe für die Nazis, die er auf 18 Millionen Mark beziffert: „Hitler erhält enorme Beträge aus Italien. Sie gelangen über eine Schweizer Bank nach München.“10
      (…)
      Die „Geldmacht“ USA trifft Kriegsvorbereitungen – seit 1918

      „Als die Nazis 1933 an die Macht kamen, fanden sie heraus, dass schon seit 1918 Schritte unternommen worden waren, um Deutschland in ökonomischer und industrieller Hinsicht auf einen Krieg vorzubereiten.“ Zu diesem eindeutigen Fazit kamen die Aussagen verschiedener Regierungsbeamter vor dem amerikanischen Kilgore Committee nach dem Zweiten Weltkrieg.

      Diese Kriegsvorbereitungen vor und nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahre 1933 gingen zum großen Teil auf die finanzielle Unterstützung der Wall Street zurück, welche in den Zwanziger Jahren mithalf, das deutsche Kartellsystem zu formieren. Zudem stellten bekannte amerikanische Firmen später technisches Know-How zur Verfügung, um die Deutsche Wehrmacht aufzubauen.

      Der dies behauptet, ist kein dubioser Verschwörungshysteriker, sondern ein amerikanischer Professor, Geschichtsforscher und Autor zahlreicher Bücher, der sich auf erstklassiges Primärquellenmaterial stützt: „Wall Street and the Rise of Hitler“ ist eines der vielbeachtetsten Bücher des gebürtigen Engländers Antony C. Sutton (1925-2002). Die finanzielle und technische Unterstützung Deutschlands durch die Wall Street sei weder zufällig noch kurzsichtig geschehen, hebt Sutton hervor.

      Es beginnt mit dem Dawes-Plan – 1924

      „Was jetzt inszeniert wurde, war auch ein Krieg, ein unblutiger, leiser, der die Nationen finanziell ausbluten sollte, um sie auf den rechten Weg einer Welt-Wirtschaft und einer Welt-Finanz unter dem richtigen Dach zu bringen“, kommentiert E. R. Carmin* in seinem Buch „Das schwarze Reich“. Der Anfang allen Übels war der vermaledeite Versailler Vertrag. Seine Verfasser wußten, daß es Deutschland niemals möglich sein würde, die ihm aufgebürdeten, immensen Schulden abzutragen. Vielmehr sollte es nur gerade in der Lage sein, die Zinsen jener gigantischen Summe zu begleichen, auf daß die Schuld selbst niemals kleiner würde, sondern in alle Ewigkeit nur anwachsen und drückender werden könne.

      *Rezensionen über das Buch „Das schwarze Reich“ von E. R. Carmin findet ihr im Friedensforum Essen 38
      (…)
      Carroll Quigley, ein Georgetown Professor, für internationale Angelegenheiten, der auch Lehrer des ehemaligen amerikanischen Präsidenten Bill Clinton war, nennt die Dinge beim Namen: „Es ist zu beachten, daß dieses System von den internationalen Bankiers eingeführt wurde und daß das Ausleihen des Geldes anderer (nämlich amerikanischer Investoren) an Deutschland für diese Bankers höchst gewinnbringend war. Mit Hilfe dieser Kredite konnten die deutschen Schuldner ihre Kriegsschuld an England und die USA zurückzahlen, ohne Waren und Dienstleistungen zu exportieren. Die Devisen, die in Form von Krediten an Deutschland gingen, flossen an Italien, Belgien, Frankreich und England in Form von Reparationen zurück und schließlich an die Vereinigten Staaten in Form von Rückzahlung der Kriegsschulden.
      (…)
      Antony C. Sutton listet in seinem Buch die Experten des Dawes-Plans akribisch auf: Da war natürlich der Bankier Charles G. Dawes, welcher das Alliierten-Komitee 1924 präsidierte. Ferner Owen D. Young (Bild links) von der Morgan Bank, der gemeinsam mit Charles Dawes ein Konzept entwickeln sollte, der auch noch Präsident des Stromgiganten General Electric Company war. Ab 1929 wurde Young, der Direktor der New Yorker Federal Reserve Bank, Präsident des Dawes-Komitees, unterstützt von J. P. Morgan selbst, der sich abwechselte mit T. W. Lamont, einem Partner von Morgan und T. N. Perkins, einem Bankier mit Morgan-Verbindungen. „Mit anderen Worten, die US-Delegationen waren einzig und allein – wie es Quigley nannte – J. P. Morgan-Delegationen, welche die Autorität und das Siegel der Vereinigten Staaten benutzten, um finanzielle Pläne umzusetzen, welche allein ihren eigenen pekuniären (finanziellen) Interessen dienten.“

      Zu den deutschen Mitgliedern des Expertenkomitees gehörten Hjalmar Schacht, Präsident der Deutschen Reichsbank und Carl Voegler von den Vereinigten Stahlwerken, welche dann später die Aufrüstung betreiben sollten.
      (…)
      Rockefeller und die Standard Oil Company

      John D. RockefellerEin weiterer großer Bezin-Lieferant für die Nationalsozialisten war natürlich die Standard Oil Company des Amerikaners John D. Rockefeller. Er galt durch seine Unternehmungen als der reichste Mann seiner Zeit und erreichte monopolartige Machtstellungen. Sein damaliges Vermögen betrug rund 900 Millionen Dollar (1913), was 2001 etwa einem Wert von 200 Milliarden Dollar entsprach. Damit war John D. Rockefeller der reichste Mann, der jemals gelebt hat.

      Rockefeller und das Ludlow-Massaker von 1914

      John D. Rockefeller baute in der Kleinstadt Ludlow eine Siedlung, konzerneigene Wohnhäuser, die den Arbeitern gegen Lohnabzug zur Verfügung gestellt wurden. Im Jahr 1914 kam es, wie an anderen Orten, unter den Arbeitern von Ludlow zum Wunsch einer Gewerkschaftsbildung. Nach der Ablehnung Rockefellers riefen sie einen kontrollierten Streik aus, bei dem rund 70% die Arbeit niederlegten.

      Daraufhin entzog Rockefeller mitten im Winter seinen Arbeitern das Wohnrecht, indem er sie mit sofortiger Wirkung entließ. Die Häuser der Familien, die sich weigerten die Wohnung zu verlassen, wurden in Brand gesteckt. Zahlreiche Kinder und Frauen verbrannten. Als der Rest der Arbeiter vertrieben werden sollte, kam es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen zwischen den Arbeitern und der von Rockefeller bezahlten Miliz. Diese verübten kurzerhand Selbstjustiz, bei der über 45 Arbeiter ihr Leben verloren. Das grausame Treiben wurde erst beendet, als US-Präsident Woodrow T. Wilson nach 10 Tagen durch die Entsendung der Armee dem Massaker ein Ende setzte.

      Die Rockefeller Foundation

      Um sein Ansehen in der Öffentlichkeit wiederherzustellen, verteilte Rockefeller großzügige Spenden in unterschiedlichen Bereichen. Rockefeller gründete Stiftungen, soziale Einrichtungen und begründete die „Rockefeller-Foundation“ die noch bis heute Bestand hat. 44 45

      Die amerikanische Hilfe für die deutsche Aufrüstung erstreckt sich noch auf weitere Gebiete. In Hitlerdeutschland sind die zwei größten Hersteller von Panzern Opel, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der amerikanischen General Motors, die wiederum von J. P. Morgan kontrolliert wird; sowie die Ford AG, eine Tochtergesellschaft von Henry Fords Ford Motor Company in Detroit.
      (…)
      Auch ein weiterer Großkapitalist wurde zur Rettung Deutschlands aktiv. 1929 appellierte Alfred Hugenberg, eine Art Axel Springer der Weimarer Republik, dessen Medienkonzern, etwa 40 deutsche Zeitungen, darunter der „Völkische Beobachter“, das tägliche Parteiblatt der NSDAP, einige Verlage und die größte deutsche Filmgesellschaft „Ufa“ angehörten, in einem Rundschreiben an 3.000 US-Millionäre, das drohende Chaos in Deutschland abzuwenden.

      Hugenbergs Aufruf verhallte jenseits des Atlantik nicht ungehört. Es war das Jahr der heraufziehenden großen Wirtschaftspanik, die US-Stahlkonzerne lagen darnieder. Wie hätte da nicht das mit einer deutschen Aufrüstung verbundene Geschäft verlocken sollen! Zwar hatte die Weimarer Republik die Remilitarisierung bereits eingeleitet, doch im großen Stil konnte man dies wohl erst von dem Heil- und Siegbringer aus Braunau (Hitler) erhoffen.

      Daß der deutsche »Führer« käuflich war, ist früh bekannt gewesen. Schon ein Prozeß im Sommer 1923 wegen der NSDAP-Finanzierung hatte ergeben, daß der Partei dreimal große Geldbeträge aus dem Saargebiet über die Deutsche Bank zugegangen waren. Nach Überzeugung des Gerichts stammten sie von amerikanischer Seite, dem Großindustriellen Henry Ford, der lebhaft eine deutsche Aufrüstung wünschte.
      (…)
      etc.
      http://sauber.50webs.com/kapital/

      Und da sie Bücher so mögen:

      Hitlers amerikanische Lehrer: Die Eliten der USA als Geburtshelfer der Nazi-Bewegung
      Hermann Ploppa / ISBN-10: 3981270339

      Wall Street und der Aufstieg Hitlers
      Antony C. Sutton / ISBN-10: 3907564693

      Gibt noch mehr Bücher, die auch im verlinkten Artikel Erwähnung finden, aber am Ende kommen sie wegen all dem Lesen nicht mehr zum Handeln.

      P.S.: Korruption, nützliche Krisen, Parteien aus dem Nichts, Oligarchen die die Fäden ziehen, nicht anders wie heute auch.

    • Ihnen ist schon bekannt, dass NS Größen wie Werner von Braun, und viele andere ohne Probleme in die USA immigrieren konnten? Auch das es den USA nicht um die Befreiung von „Faschismus“ ging und geht, der ist in den USA in Teilen noch größer isst, sondern um sich in Europa eine weitere Militärische Basis zu schaffen. Mittlerweile weltweit fast über 900 Militärbasen.

      Und der sog. „Marshallplan“ seitens der USA, war nun wirklich eine PR, denn es ist nie ein Dollar nach Europa transferierte worden, sondern es wurde damals nur die eigene Wirtschaft in den USA unterstützt, welche dann Baumwolle und Tabak nach Europa lieferte.

  3. Ich habe noch etwas sehr Informatives zum Thema – vielleicht interessiert es Herrn Bröckers und die Leser: Zum Thema Mackinder: Terry Boardman: Jun’16 – The Shadow of 1916 on Britain’s Momentous EU Decision: In, Out, or Something Else?
    https://www.youtube.com/watch?v=1yqD3CmiU9c

    bei Min: 38:17 geht es um einen der ersten „Thinktanks“ – einem Dinging Club, genannt „The Coefficients, der von 1902-1909 in feiner, britischer Elite-Gesellschaft stattfand – und da, da wurde das Schicksal des 20. Jahrhunderts… „besprochen“ – vielleicht sogar, besser gesagt „vorausgeplant“ (?!) in lockerer Dining-Runde. … .. Die Namen der mächtigen und einflussreichen Briten auf der Abbildung von links oben:

    Reihe 1. Sidney Webb, Beatrice Webb (Fabianer!), Richard Haldane, Sir Edward Grey, Arthur Balfour
    Reihe 2. Bertrand Russel, H. G. Wells, Sir Robert Cecil, Alfred Milner,
    Reihe 3. Charles Repington, Vertreter der G. P. Morgan Bank, Halford Mackinder (unten Mitte!), Leopold Maxse, Leo Amery

    Boardman (übersetzt), ab Min. 38:17: „…aber Sie sehen diese Leute wieder in diesem Thinktank, der 1902 begann, dem Jahr, in dem Cecil Rhodes starb, hier ist Milner, Cecil, Balfour, Sir Edward Grey, Haldane, Kriegsminister, Bertrand Russell, H.G. Wells, Sidney und Beatrice Webb, die Sozialisten, der Militär-Korrespondent der Times, der Vertreter der GP Morgan Bank, ein rechter Ultra-Tory und Ultra-Nationalist ein anderer Milner-Mann, Leo Amery und dann dieser Mann hier, bitte beachten Sie ihn, das ist Halford Mackinder. Ich möchte über ihn etwas in einer Minute sagen. Er war ein führender Geopolitiker. Und seine Ideen bildeten die Grundlage für die geopolitische Lage in der wir uns heute noch befinden. Denn die Amerikaner folgen immer noch seinem Spielplan. Zbigniew Brzezinski, der das Buch „The Grand Chessboard“, z. dt.: „Die einzige Weltmacht“ 1997 schrieb und der immer noch eine sehr einflussreiche Gestalt in der amerikanischen Außenpolitik und in der Geopolitik ist, wie Kissinger, aber Brzezinski ist offensichtlich enger verbunden mit den höchsten Ebenen der amerikanischen Eliten. Die Ideen in diesem Buch „The Grand Chessboard“ sind zu einem sehr hohen Anteil diejenigen von Halford Mackinder geschuldet, dessen Karriere von Lord Milner finanziert wurde.

    Und im selben Jahr, 1902, Cecil Rhodes starb, kam diese Gruppe – manche von Ihnen haben vielleicht von ihr gehört – wenn nicht, empfehle ich Ihnen sie zu recherchieren, The Pilgrims of Great Britain. Das ist eine dieser wirklich ganz hohen, sehr hohen Elitegruppen, die zweimal im Jahr in Großbritannien und in Amerika zusammenkommen – die britischen und amerikanischen Eliten. Die englische Königin ist die Schirmherrin heute. Sie machen das immer noch. Und ihr Symbol ist damals… der Pilger auf dem Pferd, der Seeadler auf dem Hinterteil des Pferdes, Amerika war damals noch der Juniorpartner, der britische Löwe geht vorneweg. Hier und überall – steht da in Latein. The Pilgrims. Aber die „Pilgrims“ waren nicht religiös motiviert, ihre Motivation war chauvinistische Eitelkeit. Sie waren Pilger für das Heiligtum des Angloamerikanismus, des Anglo-Sachsentums, wie man damals sagte. „Pilger“ für die Ideale, die von Milner und Rhodes geteilt wurden: Dass Großbritannien und Amerika, die Englisch-Sprachigen, die Welt dominieren sollten durch das ganze 20. Jahrhundert hindurch und alle Herausforderungen zurückstoßen sollten. Nun die Frage ist – warum ich darüber spreche, ist das Folgende: Diejenigen, die uns in der Europäischen Union halten wollen, wie ich in einer Minute zeigen werde, die wollen die Europäische Union benutzen, um dieses Projekt fortzusetzen. Und die Europäische Union, die Vereinigten Staaten von Europa werden die kleine Schwester des großen Bruders sein – oder von Onkel Sam, wenn Sie so wollen. Unter dem Flügel der anglo-amerikanischen Menschen….“ Ende Übersetzung.

    Es lohnt sich sehr, das ganze, lange Video anzuhören!

  4. Danke Herr Bröckers für Ihren Artikel!

    Solche Zoomperspektiven auf die transnationalen geopolitischen Architekturkonzepte, die da Jahrzehnte auf uns einwirken und das Hier und Jetzt (miss-)gestalten, sind selten (bei MC-Media schon gar nicht!) und sollte es zum Verständnis und auch für das (Er-)finden von Lösungen oder kreative Umgehen damit, viel viel öfter geben!

    An Gehirnmasse mangelt es ja bei den meißten eigentlich nicht, die Zusammenhänge sehen zu können (wenn man/frau sie denn auch gezeigt bekommt) und so die vielen unverständlichen schrecklichen Dinge dann auch einordnen und vielleicht besser verstehen zu können.

    Ich freue mich deshalb immer sehr über solche Artikel, einschließlich ihrer Buchempfehlungen!

    Ich finde, dass es an der Zeit ist, dass wir uns mehr Gedanken machen sollten in Europa, ob dieser willfährige Vasallenstatus gegenüber den imperiealen Großmächten (USA u. GB) noch gut für uns ist und nicht letztendlich drauf und drann ist, auch hier die Gesellschaft zu spalten. In die, die uns -auf immer dümmerer Weise- diesen Imperialismus als notwendige Friedens- und Selbsterhaltungmissionen verkaufen wollen und die, die auf diesen ganzen „Mist“ nicht mehr hereinfallen und sich evtl. alternativ informieren, aber auf jeden Fall zuviel Gehirn und Herz haben, um sicher zu sein, dass da was Grundsätzliches nicht mehr stimmen kann.

    Denke, es wäre ein richtiger Schritt, so wie Sie, Herr Bröckers mit Sven Böttcher, es in ihrem Buch: „Die ganze Wahrheit über Alles“ ja auch vorschlagen, sich mal diesen „Großmächten“ gegenüber „souverän“ zu machen, einen wirklichen souveränen Friedensstatus für die BRD zu manifestieren, der uns dann auch mal wieder eine eigenständige Position erlaubt, so dass die Menschen sich in diesem Lande nicht mehr gegenseitig für dümmer erklären müssen, als sie eigentlich sind.

    Dann bräuchten wir uns hier nicht Lager spalten und darüber streiten „wer Recht hat“, weils einfach nur destruktiv ist. Sondern könnten dann eine eigene gemeinsame Position diskutieren, die dann auch Lösungsmöglichkeiten mit sich bringt, an denen wir Europäer dann auch mitwirken können.
    Dann dürfen wir vielleicht auch wieder die brutale Arpartheitspolitik Israels gegenüber den Palästinesern anklagen, ohne gleich anitsemitisch zu sein, einfach nur weil wir aus der Perspektive der Menschen- und Völkerrechte urteilen und schließlich aus „eigener“ Vergangenheit wissen, wie falsch so ein Handeln ist.
    Dann dürfen wir vielleicht auch gemeinsam lauter darüber nachdenken, diese überholten imperialen Konzepte zu kritisieren und entsprechend zu korriegieren.
    Dann dürfen auch wir Europäer vielliecht wieder -auch langfristige- Visionen und Zukunftsperspektiven) entwickeln und eigene und friedlichere Konzepte entwickeln.

    • . . .und entsprechend zu korrigieren.
      Dann dürfen wir Europäer vielleicht auch wieder -auch langfristige- Visionen und Zukunftsperspektiven entwickeln und uns eigene und friedlichere Konzepte ausdenken, wo wir unser Herzblut und Hirnschmalz hineingeben.

      Auf jeden Fall, finde ich es gut, da ab und zu die Vogelperspektive einzunehmen und das „Große Ganze“ zu betrachten, deshalb nochmal vielen Dank dafür!

  5. brilliant und richtig! Danke Herr Bröckers!
    Alle friedliebenden Menschen sollten nun offen ihre Symphatie für den Iran bekunden.
    Dessen Bewohner haben Frieden verdient, genauso wie wir und alle anderen.

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