Tagesdosis 15.1.2018 – Die Krise des politischen Systems und die Gretchenfrage

Ein Kommentar von Susan Bonath.

Mehr Wachstum, mehr Konkurrenz, mehr Wahnsinn, mehr Verlierer – mehr Angst: Das politische System krankt an seinen eigenen Widersprüchen. Zu erkennen sind diese überall: Auf der Straße, in der Arbeitswelt, in der Politik. Vier Monate nach der Bundestagswahl zeigt sich überdeutlich auch die Spaltung in der SPD.

Soll es ein Weiter so im Interesse der Wirtschafts- und Finanzmächtigen geben, mit einem Neuaufguss der Großen Koalition? Hin zur weiteren Verarmung und Entrechtung von Millionen Rentnern und Erwerbslosen? Hin zu noch mehr Aufrüstung für sattere Profite, zu weiteren Markteroberungskriegen mit endloser Ausplünderung der Peripherie? Reichen die in den Verhandlungen der CDU und CSU mühsam abgerungenen, winzigen, dafür um so mehr aufgebauschten Zuckerstücke für die Masse noch aus, um ein Weiter so noch eine Legislaturperiode länger durchzusetzen? Oder sollte die SPD lieber in der Opposition wieder ein wenig mehr die Laute mimen?

Die verbliebene Basis plädiert mehrheitlich für Letzteres, die Jusos auch. Massiver Widerspruch gegen die GROKO 2.0 kommt aus Thüringen und Sachsen-Anhalt. Einzelne SPD-Funktionäre, wie Andrea Ypsilanti, fordern gar ein Zurück zum Ziel eines demokratischen Sozialismus. Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung brachte kürzlich ein Papier heraus, in dem sie das Ende der Hartz-IV-Repressionen fordert. Sie spricht darin von einer »institutionellen Angstmobilisierung«, die Menschen zum Treten nach unten animiere.

Auf Anfragen zum Stiftungspapier reagiert die SPD-Bundestagsfraktion nicht. Auf Ypsilantis Anliegen gibt es keine Antworten. Die SPD-geführte Bundesagentur für Arbeit betonte gegenüber der Autorin, man sei nur Exekutivbehörde und bewerte die Gesetze nicht moralisch. Kurz: Die SPD-Avantgarde an den Fleischtöpfen sitzt die Widersprüche aus. Hilflos bemüht sie sich, »Kühlschränke an Eskimos« zu verkaufen.

Denn in Wahrheit geht es um mehr: Es geht um die verdrängte Gretchenfrage in unserem System. Werden »die da unten« denen »da oben« jemals wieder etwas Wirksames entgegensetzen können? Oder sollen sie sich weiterhin »alternativlos« der Herrschaft unterwerfen? Es geht um den alten, bekannten Widerspruch zwischen oben und unten. Es geht um widerstreitende, unversöhnliche Klasseninteressen. Ein Blick auf die politische Weltlage zeigt: Die Gretchenfrage liegt nicht nur in Deutschland auf dem Tablett.

Selbstverständlich weiß die Führungsspitze, dass ihre SPD tot ist, wenn sie nicht mindestens größere Brocken für die Lohnabhängigen herausholt. Und dass sie mit dem Vermarkten kleiner Krümel als Wohltaten nicht mehr punkten kann. Kommt die Koalition, wird es keine solidarische Bürgerversicherung geben. Die Zweiklassenmedizin bleibt. Eine Reichensteuer bleibt obsolet wie die Umkehr von den Rentenkürzungen. Die Hartz-IV-Knute wird weiterhin alle Arbeitenden bis weit in die Mitte hinein bedrohen. Und so weiter.

Muss man nun vor einer möglichen Neuwahl zittern, wie es uns dieser Tage teils parteiübergreifend weisgemacht wird? Zittern muss man wohl eher angesichts der politischen Gesamtsituation. Denn das globale Kapital steckt in der Krise. Wachstum funktioniert mehr und mehr nur noch durch Krieg. Dummerweise sichert nur Wachstum den Profit und die Macht, oben weiter mitzuspielen.

Auf der anderen Seite sorgt das Spiel für Armut. Die Ausbeutung wird sichtbarer; sie nagt an unseren Perspektiven und am Netz, in das man vor 40 Jahren noch weich fallen konnte. Der Konkurrenzkampf droht, um es überspitzt zu formulieren, uns zu psychopathischen Individualisten zu manipulieren, die am Ende aus Angst und Panik selbst die Diktatur fordern, mit welcher viele Staaten zusehends gewillt sind, das zerbrechende System zu managen. Faschisten bezeichneten sich nicht immer selbst als Faschisten.

Was fehlt, ist eine Perspektive. Das liegt auch daran, dass Perspektiven innerhalb des Systems schwinden. Je mehr nach oben verteilt wird, desto weniger bleibt unten. Viele von uns sind mit einem gemaßregelten Kapitalismus aufgewachsen. Da fällt es schwer, sich vorzustellen, dass die ökonomischen Widersprüche zwischen den Klassen sich so zuspitzen können, wie zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Und dass die Politik eben keine andere Aufgabe hat, als diese nicht unseren Gunsten zu managen.

Selbst die Linke ist beherrscht vom Glauben an die bürgerliche Demokratie. Sie registriert in ihrer Gänze nicht, dass diese vom Faschismus nur einen sprichwörtlichen Katzensprung entfernt ist. Die Linke ist gespalten in unzählige Grüppchen, die sich höchstens um Belange winziger Minderheiten kümmern. Sie hat den Klassenkampf einer Identitätspolitik geopfert, bei der es sogar schwer fällt, noch sozialdemokratische Züge zu erkennen. Zynische Moral hat ökonomische Analysen ersetzt. Doch die alleinerziehende Mutter, die nicht weiß, wovon sie ihre nächste Miete zahlen soll, interessiert es nicht, ob irgendwer sich besser fühlt, wenn ein drittes Geschlecht in ein staatliches Register eintragen werden darf.

Kurzum: Das System wankt – weltweit. Es hat uns eine revolutionäre Situation eröffnet, ob wir das wollen oder nicht. Doch es existiert kein nennenswertes revolutionäres Subjekt. Es gibt keine Organisation, die die Gretchenfrage laut und hörbar zum Kern ihres Tuns bestimmt. Wohl nicht nur aus Opportunismus und Unwissen, sondern auch aus Angst. Denn dabei würde es ans Eingemachte gehen. An die Grundidee des Kapitalismus. An die etablierten Herrschaftsstrukturen. An die Besitz- und Machtverhältnisse.

Und hier taucht die Frage nach der Gewalt auf. Kann man ein gewalttätiges System friedlich überwinden?  Wurde bisher nicht jeder solcher Versuch alsbald gewaltsam niedergeschlagen? Kann man ökonomische Widersprüche, die ihrerseits fernab jeder Moral ungezählte Existenzen vernichten, durch Moral beseitigen?

Die Gefahr ist immanent, dass Menschen nach Lösungen mithilfe eines Staats suchen, der selbst das Produkt des wankenden Systems ist. Ein »starker Staat« wird jedoch nicht beseitigen, was ihn trägt, füttert und notwendig macht. Ökonomische Widersprüche lassen sich nicht auf Dauer durch mehr Polizei, mehr Militär, mehr Ausgrenzung bestimmter Gruppen und dichtere Grenzen überwinden. Allenfalls ließen sich ihre Auswirkungen auf ausgewählte Schichten auf Kosten vieler Unterprivilegierter etwas länger im Zaum halten. Nicht mehr, nicht weniger.

Das System hat uns vor die Gretchenfrage gestellt. Es liegt an uns, wie wir sie lösen. Entscheiden wir uns für ein Weiter so hinein in die Misere? Oder organisieren wir uns klassenbewusst und besprechen das Grundlegende, was uns alle betrifft. Wir kommen leider nicht darum herum.

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Danke an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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76 Kommentare zu: “Tagesdosis 15.1.2018 – Die Krise des politischen Systems und die Gretchenfrage

  1. Antwort auf „die Gretchenfrage“: Das System kann sich nur ändern, wenn die Grundstimmung sich ändert. Jetzt ist alles auf dieser Erde von oben auf Töten und Vernichten gebürstet. Mit noch so zielgerichteten Beschuldigungen wird niemand mehr etwas ausrichten können. Wie soll der Klassenkampf denn jetzt noch aussehen, wo alle Worte nichts mehr bringen? Es bleibt für jeden aber die Selbstreflexion und die Veränderung der Lebensweise. Mein Vorschlag ist natürlich, die Tierzucht komplett abzuschaffen, damit das massenhafte unaufhörliche Quälen und Töten aufhört, damit die Menschen wieder gesund abspecken und die Erde überall wieder aufatmen kann. Und das könnten die Verbraucher ohne Kampf und Risiko zuwege bringen, indem sie vegan werden. Aber daran glauben halt die meisten immer noch nicht. Ohne diese Veränderung in der Lebensführung wird sich aber die gewalt- und unterdrückerfreundliche Stimmung in der Welt nicht ändern und damit auch das selbige System nicht mehr.

    • Moin, Enttäuschung, ich verstehe schon die Angst vor der eigenen Courage, doch mit veganer Lebensweise oder wie andere sagen mit „Graswurzelrevolution“ kommen wir nicht einen Deut weiter, weil es nur das System mehr oder weniger unterstuetzt. Eine antikapitalistische Forderung wäre z.B. eine Geburtenkontrolle, die ja auch pazifistisch ist.
      Doch ein weiter so ohne die Veränderung der bestehenden Verhältnisse, fuehrt uns geradezu auf den Abgrund zu.
      Klassenkampf hat sicherlich auch den Aspekt des Kampf’s mit Worten (Artikel), aber noch mehr den militanten Kampf gegen die z.Z. Herrschenden. Ich glaube, dass es ein frommer Wunsch ist, zu meinen, nur sehr höflich bei den Kapitaleignern anklopfen zu muessen, und sie bitten, das von uns Gestohlene wieder herauszuruecken, und schon wuerde es uns wieder erstattet. Nein so einfach ist es nicht. Aber wir haben keine Alternative, wollen wir nicht mit denen gemeinsam in den Abgrund stuerzen.

    • Es funktioniert nur, wenn wir der Gewalttätigkeit den Boden entziehen. Und das können wir so lange nicht, wie wir selber uns jeden Tag den gewaltsamen Tod einverleiben. George Bernhard Shaw hat das mal so ausgedrückt:
      „Wie können wir eine friedliche Welt erwarten, wenn wir selbst die Gräber ermordeter Tiere sind? “
      Von höflichem Anklopfen bei den Großverbrechern bzw. Großprofiteuren habe ich nichts geschrieben und so bin ich auch gar nicht eingestellt. Nein, es muss eine mentale Revolution stattfinden dahingehend, dass am Ende Reichtum kollektiv geächtet wird, weil jeder weiß, was dahinter steckt. Das ist leider noch lange nicht der Fall. Es gibt immer noch viel zu viele, die dem kapitalistischen Denken verfallen sind und selber hinterm Geld her jagen und Reiche bewundern und beneiden. Das Ideal „Schön und reich“ oder „Adelig“, auf dem die bunten Blätter z.B. immer noch herumreiten, weil es immer noch so viele gibt, die in so etwas schwelgen mögen, muss abgebaut werden durch alternative Information. So weit die Linken das leisten, finde ich sie auch gut. Aber sie haben im Grunde auch keine konkreten Ideen, um das Gewaltsystem effektiv anzugreifen, ausser dem ewigen Ruf nach „Klassenkampf“ oder „Revolution“. Das kann man nicht mit dem Verstand oder angelesenen Theorien verordnen. Da muss etwas emotional aus dem Herzen kommen, das die Grundstimmung verändern kann. Und das sehe ich heute nur bei den Veganern. Woanders bleibt alles im Prinzip beim Alten. Ronald Berhards, der ehemalige Banker und jetzige Whistleblower sagt übrigens in einem seiner Videos etwas sehr Interessantes. Er sagt, dass er sogar von Seiten der Banker für seine Aufklärungsarbeit u. a. auch viel Zustimmung erfährt und dass es sogar dort schon nicht wenige gibt, die eigentlich darauf warten, dass sich in diesem ganzen ungerechten System etwas verändert und bereit sind auszusteigen. Es warten also nicht nur die Habenichts darauf und finden es unerträglich. Diese Schwarz-weiß- Malerei führt auch zu nichts Gutem. Das menschliche Bewusstsein muss sich kollektiv verändern. Von unten und von oben. Sonst wird das nichts. Und der erste Schritt dazu ist aus meiner Sicht die Abschaffung des Qual- Frasses. Aber das kann vielleicht nur der Teil der Menschheit verstehen, der diesen Schritt bei sich schon getan hat. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass er getan werden muss, damit sich die Welt grundlegend ändert. Und eine grundlegende Änderung ist notwendig, weil die Menschheit kollektiv hier auf dem Weg in die Hölle ist. In diese Hölle, in die die Nutztiere schon lange von uns ständig hinein gezwungen werden. Wer da keinen Zusammenhang sehen kann, dem kann ich auch nicht helfen.

    • Dass wir jetzt hier zu viele sind, finde ich auch schon lange und dass jetzt noch Menschen jenseits ihrer Wechseljahre mit alles (medizintechnischer) Gewalt Kinder kriegen dürfen, ist skandalös. Da geht es auch wieder mal nur ums Geld, denn das können sich nur Reiche leisten.
      Aber mit der Überpopulation wäre es ja auch längst nicht so schlimm, wenn die ganze Tierezüchterei erst einmal wegfallen würde. Es sammelt sich auf der Erde immer mehr Fleisch an und der Geist geht dabei zurück.

  2. Moin, Frau Bonath, n.m.M. sehr sauber analysiert. Insbesondere die „Gretchenfrage“ ist natuerlich fuer viele eine Herausforderung. Doch wie wir sehen ist das System weltweit am Ende und wir muessen die „Wende“ hinbekommen. Worum es geht ist m.M.n. ähnlich wie in „Was Tun?“ angefordert ein Diskussionsforum zu schaffen, auf dem wir uns artikulieren können und ueber die Taktiken und Strategien beraten können. Auch z.B. ueber die Fragen des Widerstands.

  3. Interessanter und engagierte Beitrag, der Most ist auf dem Weg ein guter Wein zu werden! Interessante Fragen, welche der Beantwortung harren und sicher interessenspezifisch zu beantworten sind.
    Allerdings die Gretchenfrage, oft verwendet, in ihrer Bedeutung erkannt, vom Inhalt her allerdings selten genannt, … „nun sag, wie hast du’s mit der Religion?“ Ist die Frage nach dem Glauben, allerdings wo Glaube durch Wissen ersetzt wird, ist es schlecht um Religion bestellt, ob alte oder neue! Und so ist z. B. heute der Glaube an die Demokratie, durch das Wissen über die Demokratie zu ersetzen. Dem Glauben an Politik, ist das Wissen von der Politik entgegenzustellen, alles Heilige ist in Frage zu stellen und durch Unheiliges zu ersetzen, so auch das Unmenschliche, durch das Menschliche! Im übertragenem Sinne ist die Gretchenfrage eine Grundsätzliche, welcher mit Ausflüchten schwer zu begegnen, den Verlockungen der Verführung allerdings oft nicht standhält, solange der Glaube besteht! Sein oder Nichtsein ist hier nicht die Frage, würde ein guter Bekannter von mir sagen, auch wenn offen und oft postuliert, sondern Sein oder Bewusstsein, die Grundfrage einer jeden Philosophie!
    Widersprüche spitzen sich zu, insbesondere der Grundwiederspruch des Kapitalismus, aber der scheint aus dem Bewusstsein der Menschen verschwunden, eher finden Metapher wie Gut und Schlecht, Arm und Reich, Rechts und Links Anwendung um die Welt zu erklären, letztlich allerdings über die Manifestation verklärter Verhältnisse nicht hinausreichen können.
    Danke für den Beitrag!

  4. Um ehrlich zu ein, muss ich vorausschicken, dass ich hier bei Susan Bonath eigentlich gar nicht mehr kommentieren wollte, weil uns in unserer Sichtweise auf die Welt und die Menschen zu viele Erlebniswelten trennen. Da hätte ich es mir aber vermutlich zu bequem gemacht. Wenn diese Weltsicht von Susan Bonath mir dann aber doch so relativ weit verbreitet erscheint, kann ich mir wohl die Kritik daran wohl nicht schenken. Denn es ist ja aus meiner Sicht genau dieses beschränkte, oberflächliche, weit verbreitete Weltbild, was die Welt nicht mehr weiter vorankommen lässt.
    Wenn wir z.B. heute zusammen über „Gewalt“ sprechen, so stellt sich schon erst einmal die Schwierigkeit in den Weg, dass es hier mindestens 2 verschiedene Auffassungen von Gewalt gibt, die sich nicht miteinander vereinbaren lassen.
    Wenn ich mich z.B. über die von Menschen ausgedachte und ausgeübte Gewalt beklage und sie als Ursache allen Übels auf der Welt begreife, so meine ich nicht damit die lebenserhaltenden natürlichen Triebe, wie sie hier weiter unten Frau Bonath mir auch als Gewalt erklären will, sondern genau das Gegenteil. Da beginnt schon die Schwierigkeit der Verständigung, allein bei der Interpretation des Wortes Gewalt.
    Nun kommt schon die 2. Begriffsschwierigkeit daher: Welches sind unsere natürlichen, lebenserhaltenden Triebe?
    Frau Bonath&Co meinen, das sei z.B. der Jagdtrieb im Menschen, der unauslöschbar in uns verankert sei und das Blutvergiessen anderer uns nahe verwandter Lebewesen unabwendbar zum Überleben bedinge. Sie vergleicht diesen Trieb zur „Gewalt“ mit dem Ernährungstrieb der sog. „Raubtiere“ und sogar indirekt mit dem von grasfressenden Weidetieren, indem sie auch den neu erfundenen Vergleich, die neue Ausrede der Fleisch-Ess. Apologeten, von „Pflanzen töten“ mit dem Blutvergiessen von hoch entwickelten, hoch empfindsamen, uns nah verwandten Lebewesen gleichsetzt. Es wäre z.B. viel naheliegender und logischer, wenn das Tiere-Töten, nämlich das Blutvergiessen mit dem Töten von Menschen gleichgesetzt würde, da wir ja beide hoch entwickelte Tiere(-die meisten Tieropfer wie Schweine und Rinder sogar Säugetiere wie wir) mit ganz ähnlich hoch entwickelten Nervensystemen, Schmerzempfinden, Glücksempfinden und Zusammengehörigkeits-Sehnsucht sind. Das jedenfalls wissen wir alle genau. Aber das tritt bei Euch, die ihr jetzt die Grausamkeit des Fleischverzehrs mit fragwürdigen „wissenschaftlichen Schmerzstudien“ an Pflanzen bewiesen haben wollt, einfach völlig in den Hintergrund. Was ist das nur für eine kaltherzige, gewissenlose Verlogenheit! Davor graust es mir noch einmal doppelt! Und von der reinen Logik her wird genauso verschwiegen, dass ja die Tiere, die Ihr esst, nochmal ein Vielfaches an Pflanzen zu sich nehmen müssen, als wir, damit sie am gewünschten Volumen zunehmen! Wenn Euer Mitgefühl für Pflanzen also genauso groß wäre, wie angeblich für Tiere, was ja auch schon gelogen ist, dann müssten Ihr erst recht Veganer sein, weil dann nur ein Bruchteil an Pflanzen „sterben“ müssten, als heute mit dem traditionellen Fleischverzehr. Das Schlimme ist, dass diese ganzen Lügen so völlig unbewusst und gewissenlos verbreitet werden mit der einzigen Legitimation, dass so ja die Mehrheit denke und dass es ja allgemein als „legal“ anerkannt ist, Tiere pausenlos in Masse zu ermorden. Nur ein bedauerlicher, aber nicht zu vermeidender Kollateralschaden für Euch! Ich muss jetzt erst mal Luft holen, weil mir sonst schlecht wird.

    • Und ich widerspreche hier Susan Bonath&Co ihrer Anname, Gewalt oder Aggression sei ein Lebenserhaltender Trieb. Joachim Bauer, Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut, schreibt in seinem Buch „Schmerzgrenze“ z.B. folgendes:
      DAS AGGRESSIONSVERSTÄNDNIS VON DARWIN: „SOZIALE INSTINKTE“ STATT „AGGRESSIONSTRIEB“.
      Für die Einschätzung von Aggression ist es besonders bedeutsam. was Charles Darwin, einer der Grundväter der modernen Biologie, zu dem Thema zu sagen hatte. Die mit dem Begriff „Darwinismus“ verbundenen Assoziazionen würden intuitiv vermuten lassen, dass der „Aggressionstrieb“ in seinem Denken verankert war. Diese Annahme ist jedoch falsch. Obwohl Freuds Erfindung(des Aggressionstriebs) unter den Biologen einige Jahre später mit Konrad Lorenz noch einen prominenten Ableger finden sollte, war Charles Darwin ein „Aggressionstrieb“ fremd. Zwar erkannte er, wie sollte es anders sein, die Aggression als ein in Säugetieren und Menschen verankertes, biologisch fundiertes Programm. Doch einen „Aggressionstrieb“ sucht man bei ihm vergebens. Darwin machte deutlich, dass es sich bei Aggression – wie bei der Angst- um ein REAKTIVES Verhaltensprogramm handelt(wer würde auf die Idee kommen, einen „Angsttrieb“ zu postulieren?).Darwin beschrieb, dass es zur Abrufung der Aggression spezifischer Situationen und geeigneter provozierender Reize bedarf. Die modernen Neurowissenschaften geben Darwin recht.
      Als zentralen menschlichen „Instinkt“ oder Trieb beschreibt Darwin nicht etwa die Aggression, sondern das Bedürfnis des Menschen nach Bindung und Zugehörigkeit. Nichts motiviere, so Darwin, den Menschen grundlegender als sein Bedürfnis zur Gemeinschaft. „Der Mensch findet, übereinstimmend mit dem Schiedsspruch aller Weisen, dass die höchste Befriedigung sich einstellt, wenn man ganz bestimmten Impulsen folgt, nämlich den sozialen Instinkten. Wenn er zum Besten anderer handelt, wird er die Anerkennung seiner Mitmenschen erfahren und die Liebe derer gewinnen, mit denen er zusammenlebt; und dieser Gewinn ist ohne Zweifel die höchste Freude auf dieser Erde. Da ohne Zweifel Zuneigung eine Vergnügen erregende Empfindung ist, so verursacht sie allgemein ein leichtes Lächeln und Erglänzen der Augen…Ganz allgemein wird eine starke Begierde empfunden, die geliebte Person zu berühren..Bei niederen Tieren sehen wir dasselbe Prinzip tätig, dass sich Vergnügen aus Berührung in Assoziation mit Liebe herleitet. (Darwin 1809-1882).

      Moderne neurowissenschaftliche Erkenntnisse vorwegnehmend, beschreibt Darwin auch Vitalitätseinbußen, die durch Bindungsverluste hervorgerufen werden können: „Sobald der Leidende (nach Verlust einer geliebten Person) sich vollständig bewusst wird, dass nichts mehr getan werden kann, nimmt Verzweiflung oder tiefer Kummer die Stelle des wahnsinnigen Schmerzes ein. Der Leidende sitzt bewegungslos da oder schwankt langsam hin und her…“

      Solche Reaktionen kennen wir auch von den anderen Tieren neben uns. Allerdings nicht von Gräsern, Apfelbäumen oder Kohlköpfen.

    • Ferner fehlt mir bei Susan Bonath&Co die einbeziehende Betrachtung von Gewalt seitens der Religionen. Hier vor allem der sog. „Abrahamitischen“. Habt Ihr Euch daraufhin nur einmal das Alte Testament genau angesehen?

      Wenn ich von Gewalt spreche, so meine ich bewusste Manipulation ohne jede Einschränkung durch sog. „ethische Bedenken“ zur Erlangung der Herrschaft über andere zu meinem eingebildeten Nutzen. Insofern kann ich nur die Gewalt meinen, die von Menschen ausgeht und die wir Menschen durch unseren Geist beeinflussen können.
      Darüber, dass ich eventuell einen kleinen Käfer im Gras aus Versehen zertrete zu diskutieren, ist nichts weiter als ein ausgeklügeltes Ablenken von der wissentlichen und immer noch von der Mehrheit so gewollten allgemeinen Gewalt, die nicht nur zum Leben gar nicht notwendig ist, sondern im Gegenteil unser Leben, unsere ganze (Erlebnis-)Welt zerstört.
      Das Eure Erlebniswelt, die Ihr immer diese ganzen hirnverbrandten Ausreden zwanghaft erfindet und anwendet, um von eurer Akzeptanz der alltäglichen blutigen Gewalt abzulenken, erheblich gestört ist, ist für mich ganz offen sichtlich.
      Gewalt ist für mich auch die Zwangsvorstellung von Menschen, sie müssten heute noch so viel wie möglich Nachwuchs produzieren. „Ich werde ein großes Volk aus Euch machen“, sagt ein Moses im AT und befiehlt den Genozid des anderen Volkes.

    • Gut dargelegt, danke, liebe Enttäuschung. Seit wievielen Jahren setzen Sie sich nun für das unschuldige Leben und für Gewaltlosigkeit ein?
      Hat irgend jemand der Fleischesser auch nur ein bißchen was von dem, was Sie hier immer wieder unermüdlich veröffentlichen, wirklich aufgefaßt?
      Ich bewundere Sie, kann Ähnliches jedoch nicht leisten.
      Ich richte mich lieber auf das Licht aus, statt gegen die Dunkelheit anzukämpfen.
      Ich habe jahrelang mit zwei Mitbewohnern diskutiert, die versucht haben, mich als Spartakianer zu gewinnen. (Marxistischer Studentenbund Spartakus). Da kam alles vor. Auch „Die Ästhetik des Widerstands“ von Peter Weiss. Wer so etwas mal durchgemacht hat, der ist es irgendwann müde, immer und immer wieder denselben …….. zu hören.
      HJ: Geben Sie mir auch nur das winzigste Zeichen dafür, dass es Sinn macht, Ihnen noch irgend etwas zu erklären. Da ich lesen kann, habe ich mitgekommen, was Ihnen bereits alles gesagt wurde.
      Nichts davon, behaupte ich, ist bei Ihnen angekommen. Also: Nein danke.

      Thema Gewalt, ganz rudimentä,r durch ein universelles Gesetz beschrieben: Du sollst nicht töten.
      (Es heißt nicht: Du sollst keine Menschen töten. Es heißt: Du sollst (überhaupt) nicht töten.)

      Der mentale Aufwand jener, die sich da herausreden wollen, füllt Bibliotheken.

    • Von den Fliegen und den Bienen lernen, von Kühen und Schweinen übernehmen und die Pflanzen ehren, bevor sie verspeist werden! Dabei ist der Mensch Allesfresser, gut übrigens an den Zähnen zu erkennen und hat die selben Grundbedürfnisse zu befriedigen wie andere Lebewesen auch. Allerdings hat Mensch, als er Mensch wurde, begonnen diese Grundbedürfnisse anders zu befriedigen als alle anderen Lebewesen, auch ihm nahe verwandte, ja er wurde so zum Menschen! Die Grundbedürfnisse sind geblieben, neue Bedürfnisse sind mit der immer besseren Befriedigung der alten Bedürfnisse entstanden, waren allerdings nicht für alle Menschen im gleichen Maße zu befriedigen und es entwickelten sich Interessen verschieden, so das es dazu kam, dass Interessen gegeneinander durchgesetzt wurden. Die Gewalt wurde geboren, allgemeinverständlich der Einsatz von Machtmitteln, um bestimmte Absichten den Absichten anderer Menschen gegenüber durchzusetzen. Somit ist Gewalt ein gesellschaftlichen Produkt, kein natürliches, kann auf Instinkte nicht zurückgeführt werden und wird mit ihren gesellschaftlichen Voraussetzungen auch wieder verschwinden, bis dahin wird sie allerdings des Menschen Sein begleiten.

    • Sorry, mir ist ein kleiner Fehler unterlaufen. „Ich mache ein großes Volk aus Dir“ sagte im AT der Gott Jahve zu Abraham. Und Moses hat dann dem „auserwählten Volk“ den Genozid befohlen(im Auftrag von Jahve)

      Fred: Versuch doch mal, mit Deinen Zähnen rohes Fleisch am Stück zu zerkauen und zu verdauen!

      Was Du hier schreibst, kann verkehrter nicht mehr sein. Am Gebiss des Menschen ist es zuerst zu erkennen, dass wir keine „Omnivoren“ sind, geschweige denn Fleischfresser. Menschen haben das Gebiss von Frucht -und Blatt-essenden Säugetieren, von Primaten.
      Das Fleischesser-Gebiss ist völlig anders konstruiert. Die Vorderzähne sind eher klein, während die Eckzähne sehr lang, kräftig und spitz sind, die sog. Reißzähne. Die Backenzähne sind oben auch spitz zulaufend und beißen nicht direkt aufeinander, wie beim Menschen die Backenzähne, die im Gegensatz zu denen von Raubtieren mit breiten Kauflächen versehen sind, sondern etwas nebeneinander, um das Zertrennen von Fleischfasern zu erleichtern. Bei den Allesfressern, den „Omnivoren“, wie beim Bären z.B. ist das Gebiss eine Mischung von beidem. Er hat z.B. an den Backenzähnen Kauflächen sowie auch Spitzen. Unser Gebiss ist aber auch nicht identisch mit dem der Weidetiere, deren Vorderzähne am stärksten ausgebildet sind, um das Abreissen von Gras und anderen Pflanzen zu erleichtern.

      Es erschreckt mich immer wieder, dass so viele Menschen ihre eigenen Sinne gar nicht mehr benutzen. Sie lesen irgendwo etwas, was ihnen gerade zupasse kommt und plappern es nach! Und das bei KenFM. Reichlich hoffnungslos!

      Fred: Schau doch einfach mal einer Katze ins Maul oder auch einem Hund! Und wenn Du so ein Gebiss hast wie die, dann nehme ich hier alles, was ich öffentlich geschrieben habe, zurück!

    • Hallo Enttäuschter, der Mensch hat das Gebiss eines Allesfresser, auch wenn die Reißzähne etwas zurückgebildet sind. Gerade an den Backenzähne, an deren Oberfläche ist sehr gut zu erkennen, dass diese zum zerreißen von tierischen Fasern geeignet sind. Gelingt übrigens auch heute noch rohes Fleisch aus dem Stück zu beißen und zu zerkauen, allerdings verlangt nicht nur die Verdauung etwas mehr Zeit. Mit dem Kochen erfand oder entdeckte der Mensch eine Methode sein Fleisch vorzuverdauen, was eine erhebliche Ersparnis an Zeit bei Nahrungsaufnahme und -verdauung bedeutete.
      Schauen Sie sich zum Beispiel das Gebiss einer Kuh an, die Backenzähne haben eine glatte Oberfläche, ideal geeignet um pflanzliche Nahrung zu zermahlen. Und erinnert sei auch daran, dass Pflanzenfresser fast den ganzen Tag damit zubringen Nahrung aufzunehmen und zu verdauen und nicht umsonst sind Pflanzenfresser größer als Fleisch- und Allesfresser.
      Die Aufnahme fleischlicher Nahrung ermöglichte dem Menschen vieles in seiner Entwicklung, auch das es heute möglich ist, dass Menschen auf fleischliche Nahrung verzichten und sich sogar rein pflanzlich ernähren können, es ist eine gesellschaftliche Errungenschaft. Wenn Sie allerdings behaupten, dass die Menschen in den Industrienationen zu viel Fleisch konsumieren, geben ich Ihnen sogar recht, daraus allerdings zu schließen, dass die Umstellung auf rein pflanzliche Kost die Menschheit retten könnte, ist hingegen töricht.
      Alles was der Kapitalismus in die Hand nimmt, dem Verwertungsprozess des Kapitals zuführt, wirkt sich letztlich negativ auf Natur und Gesellschaft aus. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an die Sojaplantagen, welche dazu führen das die einheimische Bevölkerung in betroffen Ländern nicht genügend zu Essen hat. Oder die Gewinnung von Palmöl, der ganze Urwälder geopfert werden, wodurch die Orang-Utans in ihrer Art bedroht. Übrigens einer unserer nächsten Verwandten, schauen Sie sich mal dessen Gebiss an! Nicht das eines Pflanzenfressers, sondern eines Allesfressers.
      Der Kapitalismus macht es möglich, das jede Entwicklung sich letztendlich gegen den Menschen selbst richtet, ihn dafür nicht in Frage zu stellen, wie oben im Beitrag, verbietet sich eigentlich von selbst. Da hilft es auch wenig davon abzulenken, in dem der Mensch zum Pflanzenfresser erklärt und allgemeiner Pazifismus propagiert wird.

    • @Rayo
      Zitat: „Thema Gewalt, ganz rudimentär durch ein universelles Gesetz beschrieben: Du sollst nicht töten. (Es heißt nicht: Du sollst keine Menschen töten. Es heißt: Du sollst (überhaupt) nicht töten.)“

      Echt? Wollen sie das etwa mit dem Alten Testament begründen? Rein naturalistisch betrachtet ist „fressen und gefressen“ werden eine natürliche Konstante, die sich durch die ganze bekannte Geschichte der Evolution durchzieht. Und wenn Hobbes aufgrund der damaligen beobachteten Zustände einen starken Staat forderte, der genau diesen Naturzustand überwinden sollte (im Leviathan), dann beschreibt das seine Empfindung über den Zustand des Menschen.

      Und Kants Schriften vom ewigen Frieden zielten mit einer Weltregierung auf demokratischere Weise auf die Einhegung menschlicher, zerstörerischer Kräfte.
      Wenn sich nun die kulturelle Evolution im Bezug auf friedliche Lösungen untereinander von den natürlichen Gewaltprozessen entfernt und auch (zumindest zu den höheren Tierarten) eine andere Sicht einnimmt, dann ist das zuerst einmal ein Vertragszustand, der vielleicht einmal in eine tiefere ethische Grundkonstante eingehen mag. Davon sind wir noch ein gutes Stück entfernt.

      Überdies stelle ich bei Ihnen die häufig bei Linken (falls Sie sich nicht links verorten, können Sie mich gerne korrigieren) anzutreffende Eigenschaft der intellektuellen Überheblichkeit fest, die sich vor allem in den eigenen Reihen auslässt und nicht den gemeinsamen Gegner (Strukturen) ins Auge fasst. Kann man so machen, verhindert aber genau das, was Susan Bonath (und ich) als notwendige Größe sehen.

    • Fred, Sie spinnen doch hier komplett und wieder können Sie nicht differenzieren. Der Mensch hat definitiv kein Allesesser-Gebiss (er hat Backenzähne zum zermahlen von Körnern, Nüssen u.anderen Früchten, deren Kauflächen mit hartem Schmelz überzogen sind und keinesfalls Reißzähne als Eckzähne – hat er nie gehabt. Vielleicht haben sie irgendwelche Kitschfilme gesehen, keine Ahnung.
      Auch mit dem Gebiss von Weidetieren(also auch Kühen) hat unser Gebiss keine Ähnlichkeit, schrieb ich ja schon.
      Anscheinend lesen Sie meine Texte gar nicht richtig. Ich könnte Ihnen ja empfehlen, wo sie diese 4 Grundtypen an Säugetier- Ess-Werkzeugen einschl. Magenform und Darmlänge genau nachlesen können, aber ich bin mir sicher, dass Sie lieber ert mal in ihrem Rechthaber-Wahn verbleiben wollen. Vielleicht merken Sie es ja irgendwann einmal, was Sie hier für Blödsinn erzählt haben. Ich wünsche es Ihnen.

    • Hier noch einmal Nachhilfeunterricht in Ernährungsfragen, Biologie und Anatomie: Es gibt unter den Säugetieren 4 Grundtypen: Fleischfresser(die sog. Raubtiere), Allesfresser bzw. Mischfresser(z. B. Bären, Schweine), Weidetiere wie Rinder, Antilopen etc, und Frucht- und Blattesser wie Menschen und Menschenaffen. Sie haben alle ihre spezifische natürliche Organausbildung, die ganz genau darauf hinweist, welches ihre von der Natur vorgesehene Ernährung ist. Von den Zähnen her und vom gesamten Magen-Darm-Trakt und übrigens auch von ihren Enzymen her und ihren Säure-Basen -Verhältnis.
      Wer behauptet, wir wären von Natur aus zum Allesesser ausgestattet, lügt bewusst, oder ist den Lügen der entspr. Taktiker aufgesessen. Leider ist die Fehlinformation derart verbreitet, dass kaum noch jemand wahrnimmt, was in Wirklichkeit ist. Es ist genauso, wie in der übrigen, gesamten Weltpolitik.

    • @Enttäuschung
      Sie beschweren sich häufiger, man lese Ihre Texte nicht genau oder verstehe Sie nicht.

      Seien Sie sicher, ich lese Ihre Texte genau! Was fällt mir da zum wiederholten Male auf? Sie zitieren ungenau oder stellen falsche Behauptungen auf, die Sie dann kräftig widerlegen. Hier kritisieren Sie Fau Bonath mit den Worten: „Und ich widerspreche hier Susan Bonath&Co ihrer Anname, Gewalt oder Aggression sei ein Lebenserhaltender Trieb“. Ich habe verzweifelt gesucht, wo Frau Bonath das geschrieben haben soll. Nicht gefunden. Sie aber widerlegen dann kräftig diese These, die wohl nur von Ihnen selbst kommt.

      Ein Gutes hat Ihr Beitrag jedoch, ich werde mich demnächst mal etwas mehr mit Aggression und Trieb beschäftigen. Ist ja wohl ein interessantes Thema.

      Im übrigen fühle ich mich zu Recht von Isidor ermahnt, der häufig bei Linken feststellt. daß sie“…sich vor allem in den eigenen Reihen auslässt und nicht den gemeinsamen Gegner (Strukturen) ins Auge fasst.“ Sie auch?

    • ich lese das aber aus Susan Bonath’s Text über Gewalt, ihrem Kommentar zu meinem, ganz klar heraus, dass sie lebenserhaltende Triebe – sogar die bei Pflanzen- schon als Gewalt bezeichnet. Ich schrieb ja schon am Anfang, dass wir völlig verschiedene Auffassungen von Gewalt haben. Was ich unter Gewalt verstehe, habe ich auch ganz klar gekennzeichnet in meinem Text. Wenn man das gesamte Naturgefüge als ein Ganzes, sich ergänzendes und unterstützendes System ansieht, so wie ich es tue, so gibt es darin keine niederträchtige Gewalt, so, wie sie von unserer Spezies ausgeht und nur allein von dieser. Und warum das so ist, das ist für mich die Kernfrage aller Diskussionen, die sich darum bemühen, einen Weg der Heilung und der Wiederbelebung dieser Welt zu finden.
      Das einzige, wovon das gesamte Leben auf diesem Planeten bedroht ist, ist doch die Menschheit. Oder möchten Sie mir darin widersprechen? Albert Einstein sagte einmal, keine Maus sei so dumm, eine Mausefalle zu erfinden.

    • Enttäuschung, Enttäuschung, ja die Spinner, spinnen den Faden und aus dem Faden wird ein Netz und mit dem Netz werden Fliegen und andere Insekten gefangen und gelegentlich verfängt sich auch ein Dummkopf oder ein Lügner darin. Wie dem auch ist, der Mensch ist Allesfresser und da er sowohl pflanzliche, wie auch fleischliche Nahrung zu sich nimmt, ist sein Gebiss umständehalber ein Kompromiss, es ist nicht das Gebiss eines Pflanzenfressers, aber auch nicht das eines Fleischfressers, sondern eines Allesfressers. Und wenn Sie meine Aussage gelesen hätten, wäre ihnen aufgefallen, dass ich das Gebiss eines Rindviehs zur Veranschaulichung meiner Aussage genutzt habe und nicht weil sie es erwähnt, oder nicht erwähnt haben. Sie werden Opfer ihrer eigenen Argumentation, in dem sie mich zum Beispiel als Spinner bezeichnen, ihre Unwahrheiten wiederholen, ohne jedoch einen Beweis zu erbringen. Das ist wahrscheinlich auch nicht Ihre Aufgabe, die besteht eher darin, vom eigentlichen Thema abzulenken, die Probleme der Gegenwart sind so nicht durch die kapitalistischen Verhältnisse zu begründen, sondern weil der Mensch eigentlich ein Pflanzenfresser ist, welcher sich auf dem Abweg des Fleischkonsums befindet und somit nur zu seinen Wurzel als Pflanzenfresser zurückkehren müsste und die Welt wäre in Ordnung!
      Übrigens gibt es für alles eine Theorie, allerdings eine jede Theorie verdient den Beweis und im gesellschaftlichen Leben findet dieser sich in der gesellschaftlichen Praxis, die Praxis als Prüfstein für eine jede Theorie!
      Auf meine dem kapitalistischen Sein betreffende Aussagen sind Sie nicht eingegangen, den aussterbenden Affen wollten Sie dann doch keinen Zucker geben und sein Gebiss betrachten. Aber gut, Sie Weisester aller Weisen, der Sie die Weisheit mit Löffeln gefressen haben, diese mit ihren Weisheitszähnen gut durchkauen konnten und nun geneigt sind diesen Brei jeden entgegenzuspucken, in der Annahme das ein jeder aus dieser Pampe ihre Weisheit herauslesen muss! Ja der Geist ist mächtig, nur das Fleisch ist schwach und aus diesem Grund neigen wahrscheinlich soviel Menschen dazu, wieder ihrer eigentlichen Natur, fleischliche Kost zu sich zu nehmen!?
      Und egal wie dem auch immer sei, ihrer Argumentation entsprechend ist Ihr Auftrag hier vom eigentlichen Thema abzulenken, dementsprechend sind ihre Aussagen verfasst und ist Ihre Argumentation aufgebaut!
      Oder lesen sie nicht soviel im Kaffeegrund, lesen Sie eher die Texte genauer, dann bekommen Sie vielleicht mit um was es eigentlich geht.

    • Liebe Enttäuschung,
      ich fürchte, Sie haben sich da leider vergeblich verausgabt. Ich hatte jemanden hier schon nach diesem einen Satz von meiner Liste gestrichen: „alles Heilige ist in Frage zu stellen und durch Unheiliges zu ersetzen.“
      Weg mit allem, was heil, gesund und ganz ist. Alles Ganze und Gesunde soll durch Unheil und das Zerbrochene ersetzt werden.
      Man muß ihnen ja nur zuhören.

      Das menschliche Gebiß deutet auf vegetarische Anlagen, eindeutig. Ich kenne das auch so.

    • Wieso ich Opfer meiner eigenen Argumentation sein soll, müssen Sie mir noch einmal näher erklären. Sie drehen, wie alle gewalttätigen Rechthaber das tun, einfach den Spiess um. Wenn einer hier Opfer seiner eigenen Argumentation sein sollte, dann können es nur Sie sein. Ich schrieb am 16.01. um 17:24 u.a. :
      „Unser Gebiss ist aber auch nicht identisch mit dem von Weidetieren, deren Vorderzähne am stärksten ausgebildet sind, um das Abreissen von Gras und anderen Pflanzen zu erleichtern.“
      Danach führen Sie die Kuh als Beispel an, also haben Sie das einfach überlesen.
      Was Sie, wie viele andere, lernen müssen, ist das genaue Lesen und das Differenzieren. Es besteht ein deutlicher Unterschied zwischen Weidetieren und Fruchtessern und zwar nicht nur an den Zähnen, sondern auch am Magen-Darm-Trakt, der noch viel länger und komplizierter ist, als unserer. Jedenfalls ganz anders. Vielleicht wissen Sie ja zufällig, dass Pferde sich z.B. nicht übergeben können, wir aber schon. Pferde sind auch Weidetiere. Naja, hat ja bei Ihnen sowieso keinen Sinn. Aber Ihre plumpen Lügen lasse ich mir hier nicht anhängen!

    • Sind wir Menschen anatomisch betrachtet eher einem natürlichen Fleischfresser oder einem natürlichen Pflanzenfresser ähnlich? Finden wir es heraus …

      Länge des Darms
      Fleischfressende Tiere haben eine Darmlänge, die ungefähr dem 3-6fachen ihrer Körpergröße entspricht, während Pflanzenfresser einen Darm mit einer Länge des ungefähr 10-12fachen ihrer Körpergröße haben. Beim Menschen entspricht das Verhältnis der Darmlänge zur Körpergröße dem der Pflanzenfresser.
      Säuregehalt im Magen
      Die Mägen von Fleischfressern im Vergleich zu denen von Pflanzenfressern 20-mal saurer. Der Säuregehalt im Magen eines Menschen entspricht dem eines Pflanzenfressers.
      Speichel
      Der Speichel von Fleischfressern ist sauer. Der Speichel von Pflanzenfressern hingegen ist alkalisch, was bei der (Vor-)Verdauung von pflanzlicher Nahrung hilft. Der menschliche Speichel ist alkalisch.
      Form des Darms
      Die Eingeweide von Fleischfressern sind glatt und wie ein Rohr geformt, damit Fleisch schnell durchgeschoben werden kann – es gibt keine Unebenheiten oder Taschen. Hingegen sind die Eingeweide von Pflanzenfressern ziemlich uneben und ähnlich einem Beutel mit vielen kleinen Falten und Taschen, wie eine windige Bergstraße, damit pflanzliche Nahrung nur langsam vorwärts kommt, was für eine optimale Aufnahme aller Nährstoffe hilfreich ist. Die menschlichen Eingeweise weisen die gleichen Charakteristika wie die der Pflanzenfresser auf.
      Fasern
      Fleischfresser benötigen keine Fasern, die ihnen dabei helfen, die Nahrung durch ihre Eingeweide zu bewegen, da diese kurz und glatt sind. Pflanzenfresser hingegen benötigen faserige Nahrung für ihre langen und unebenen Eingeweide – so wird verhindert, dass diese von verdauter bzw. nun vergammelnder Nahrung verstopft werden. Auch der Mensch benötigt aus dem selben Grund Fasern in seiner täglichen Ernährung.
      Cholesterin
      Cholesterin ist für das Verdauungssystem eines Fleischfressers kein Problem. Ein Fleischfresser, wie z.B. eine Katze, kommt mit einer cholesterinreichen Ernährung klar ohne negative Auswirkungen auf die Gesundheit befürchten zu müssen. Ein Mensch nicht. Menschen haben benötigen überhaupt kein Cholesterin durch ihre Nahrung, da wir alles, was wir davon benötigen, selber produzieren können. Cholesterin findet man nur in tierischen Produkten, niemals in pflanzlicher Nahrung. Eine pflanzenbasierte Ernährung ist per Definition cholesterinfrei.
      Klauen und Zähne
      Fleischfresser haben Klauen, scharfe Frontzähne, mit denen sie ihre Beute unterwerfen können und keine flachen Backenzähne zum Mahlen und Kauen. Pflanzenfresser haben weder Klauen noch scharfe Frontzähne um eine Beute bändigen zu können, aber sie haben flache Backenzähne – eben zum Mahlen und Kauen. Beim Menschen finden wir wieder die gleichen Charakteristika wie beim Pflanzenfresser.

    • Rayo: genauer gesagt besteht auch noch ein Unterschied zwischen Darmlänge und Aufbau der Weidetiere und dem der Frucht-und Blatt-Esser, also der Menschen. Das Raubtier hat logischerweise den kürzesten Darm und als einziges einen kugelförmigen Magen, um einen zu langen Verbleib des Fleisches im Körper zu vermeiden, damit es nicht zu Fäulnisprozessen kommen kann. Außerdem hat das Raubtier das sauerste Milieu, um das Fleisch so schnell wie möglich zu zersetzen. Die Natur hat sich das über Jahrmillionen alles sehr klug und differenziert „ausgedacht“. Aber die Mehrzahl der Menschen scheint das leider gar nicht mehr wahrzunehmen, obwohl es doch so offen sichtlich ist. Deshalb befürchte ich schon lange, dass das nicht artgerechte von Tieren essen zu immer schwereren Degenerationserscheinungen und Vergröberung der Sinne führt. Am Äusseren kann man ja heute bei den meisten selbst ernannten „Omnivoren“ schon die ganzen Deformationen am Gesicht deutlich ablesen. Sogar bei manchen Kindern schon. Sie bekommen meistens eine Speckmaske und spätestens im Alter sieht man bei erschreckend vielen gar keinen Hals mehr. Zu solchen Deformationen kann es nur durch tierisches Protein kommen.

    • Nun Enttäuschung, wie dem auch immer sei, Sie lesen Texte nicht richtig, oder sind nicht in der Lage den Sinn zu erfassen, vielleicht wollen Sie das auch nicht, um, wie schon geschrieben, vom eigentlichen Problem abzulenken. Zum Teil verfahre ich so, wie sie verfahren, allerdings wie war das mit dem Stachel im Auge des anderen und mit dem …, aber das wissen Sie ja, Sie scheinen Bibelfest!
      Allerdings kann das Bild im Spiegel auch erschrecken, … Sie scheues Reh!
      Fleisch-, Alles- und Pflanzenfresser, erklären Sie doch einfach, warum der Mensch wieder seiner eigentlichen Natur fleischliche Nahrung zu sich nimmt und das ihm nicht einmal schadet, wenn es in Maßen erfolgt?

    • Danke für das Kompliment Rayo!
      „Heilig bezeichnet etwas Besonderes, Verehrungswürdiges und stammt wortgeschichtlich von Heil ab, was sich abgeschwächt noch in heil („ganz“) wiederfindet (vgl. englisch: holy, „heilig“, von whole). Im allgemeinen Sprachgebrauch ist heilig ein im Zusammenhang mit Religion gebrauchter Begriff mit der zugedachten Bedeutung „einer Sphäre des Göttlichen, Vollkommenen oder Absoluten angehörig“, so etwa bei dem Heiligen Geist, heiligen Schriften, den Heiligen, heiligen Orten oder heiligen Gegenständen. Teilweise gleichbedeutend wird das Fremdwort sakral gebraucht, auch als Gegensatz zu profan(weltlich).“ wikipedia
      Nur glauben Sie was sie wollen, Glauben ist allerdings nicht Wissen und hat mit der Fähigkeit eine Aussage ihres Inhaltes nach zu erfassen, nichts zu tun! Frönen sie dem religiösen Element, aber versuchen Sie nicht andere Menschen zu ihren Glauben zu bekehren! Frohlocken Sie ruhig, wenn Sie Aussagen aus ihren Sinnzusammenhang reißen und zu ihren Zwecke gebrauchen, huldigen sie ihrem Heiligen, in der Hoffnung seinen Segen zu empfangen!

    • Fred: Schön, dass Sie jetzt hier selber die Kernfrage stellen, die ich mir auch schon seit Jahrzehnten stelle, warum der Mensch eigentlich Fleisch ist und artfremde Muttermilch trinkt, obwohl es ihm, der Tierwelt, der Pflanzenwelt und den übrigen Welten erwiesenermaßen nur Schaden zufügt.
      Sie sind ja reichlich naiv, wenn Sie tatsächlich meinen, hiermit sei bewiesen, dass der Mensch von Natur aus ein Omnivore sei. Ich kann Ihnen tausenderlei solcher Fragen stellen über all die lebenszerstörerischen Dinge, die Mensch tut wider allen besseren Wissens. Warum hat der Mensch Atombomben erfunden? Warum bringen Menschen Menschen um? Warum vermehren sie sich immer noch wie verrückt und warum wollen Opas und Omas noch mit aller Gewalt Kinder kriegen? Das sind alles widernatürliche, gewalttätige Handlungen, aber gelten als normal menschlich.
      Für die Entstehung des Fleischessens gibt es sogar eine Theorie, muss aber nicht die alleinige Auflösung des Rätsels sein.
      Dr. Ralph Bircher schreibt in seinem Buch: „Geheimarchiv der Ernährungslehre“ folgendes:
      Dass der Mensch eine karnivore Anlage habe, wird von niemandem im Ernst vertreten. Manche halten die menschliche Anlage für omnivor, wofür mir jedoch trotz jahrzehntelangen Suchens noch keine stichhaltige Begründung vorgekommen ist. Die Indizien scheinen vielmehr für eine frugivore Anlage zu sprechen. Das stimmt auch gut mit der Urgeschichte überein, nach welcher der Mensch durch Vorstöße der Eiszeit in Landfallen zum Eisrand-Jägermensch unter Selektion der Überlebensfähigen wurde. Nicht eine hypothtisch omnivore Anlage, sondern eine außerordentliche Anpassungsfähigkeit ermöglichte diese Spezialisierung….“

      Die Umstellung des Menschen auf die Ernährung mit Milchprodukten erfolgte erst viel später, logischerweise mit Beginn der Nutztierhaltung. Dabei sagt sogar die orthodoxe Ernährungslehre, die viele äusserst abenteuerliche Theorien verbreitet hat, vermutlich auch im Sinne der Fleisch-und Milchindustrie, dass diese Umstellung eine „Mutation“ des Menschen erfordert habe. Aber ich glaube nicht an diese gelungene Mutation, da es bekanntlich immer schon viele Menschen mit angeblicher „Milchallergie“ gab, in Japan und China bis vor relativ kurzer Zeit Milch gar kein Lebensmittel war, weshalb dort z.B. Osteoporose und Brustkrebs unbekannt waren. Und wer ein bisschen eigenständig logisch denken kann, kann auch selber zu dem Schluss kommen, dass die Muttermilch von Kühen, die genau auf Kälber abgestimmt ist, für Menschenkinder nicht zuträglich sein kann, geschweige denn für ein ganzes Leben. Die wenigsten wissen, dass auch die Menschenbabys ein spezielles Enzym entwickeln, genau wie die Kälber das Lab, um die Muttermilch zu vedauen. Diese Enzymproduktion stellt sich nach der Zahnung von selbst wieder ein und der Organismus benötigt von da ab keine Muttermilch mehr und schon gar keine artfremde. Genauso wenig wie die Kuh oder der Stier.
      Ich schreib das alles nur mal so als Angebot zum Nachdenken und weil es evtl. noch andere lesen.

    • Und hier nochmal Sri Yukteswar Giri, ein Indischer Heiliger und Gelehrter, der auch ein Arztstudium absolviert hatte und über Anatomie genauestens Bescheid wusste aus seinem einzigen Schriftwerk „Die Heilige Wissenschaft“, das sich mit der Befriedung des westlichen religiösen Denkens mit dem östlichen befasst, indem es die Psalmen des NT mit den Sutras der alten indischen Schriften vergleicht und die Gemeinsamkeiten aufzeigt.

      WORIN BESTEHT DIE NATÜRLICHE NAHRUNG DES MENSCHEN?
      Um zunächst unsere natürliche Nahrung zu wählen, müssen wir unsere Aufmerksamkeit auf die Bildung jener Werkzeuge, d.h. Organe unseres Körpers richten, die der Nahrungsaufnahme und Verdauung dienen, d.h. auf die Zähne und den Magen Darm-Kanal, ferner auf die natürliche Neigung der Sinnesorgane, welche die Tiere zu ihrer Nahrung hin lenkt, und schließlich auf die Ernährung der Kinder.

      BETRACHTUNG DER ZÄHNE
      Beim Betrachten der Zähne finden wir, dass die Schneidezähne der fleischfressenden Tiere nur wenig entwickelt sind, dass ihre Eckzähne jedoch von außergewöhnlicher Länge sowie glatt und spitz sind, um die Beute packen zu können, und dass die Backenzähne ebenfalls spitz sind. Diese Spitzen treffen jedoch nicht aufeinander, sondern stehen dicht nebeneinander, um das Zertrennen von Muskelfasern zu erleichtern.
      Bei den pflanzenfressenden Tieren sind die Schneidezähne auffallend stark entwickelt, die Eckzähne aber verkümmert, obgleich sie sich gelegentlich – wie beim Elefanten – zu Waffen entwickelt haben. Die Backenzähne haben eine breite Kaufläche und sind nur an den Seiten mit Schmelz überzogen.
      Bei den fruchtfressenden Tieren sind alle Zähne von ziemlich gleicher Höhe, die Eckzähne ein wenig vorstehend, kegelförmig und stumpf(offensichtlich nicht für das Ergreifen von Beute, sondern für kraftvolles Kauen gedacht). Die Backenzähne haben eine breite Kaufläche, die mit Schmelzfalten versehen ist, um Nahrungsverlust, der durch die seitliche Kaubewegung entsteht, zu vermeiden; sie sind jedoch nicht zugespitzt, um das Kauen von Fleisch zu erleichtern.
      Bei allesfressenden Tieren andererseits, wie z.B. beim Bären, gleichen die Schneidezähne denen der pflanzenfressenden und die Eckzähne denen der fleischfressenden Tiere, während die Backenzähne sowohl spitz als auch mit einer breiten Kaufläche versehen sind und einen doppelten Zweck erfüllen.
      Wenn wir jetzt die Zahnbildung beim Menschen betrachten, so finden wir, dass sie weder derjenigen der fleischfressenden noch der pflanzenfressenden noch der allesfressenden Tiere gleicht. Sie gleicht hingegen genau derjenigen der fruchtfressenden Tiere. Daraus ziehen wir die logische Schlussfolgerung, dass der Mensch ein fruchtfresendes(oder fruchtessendes) Tier ist.

      BETRACHTUNG DES VERDAUUNGSKANALS
      Beim Betrachten des Verdauungskanals finden wir, dass die Eingeweide der fleischfressenden Tiere, vom Maul bis zum After gemessen, 3-5 mal so lang wie ihr Körper sind und dass ihr Magen nahezu kugelförmig ist. Die Eingeweide der pflanzenfressenden Tiere sind 20-28 mal so lang wie ihr Körper, und ihr Magen ist länger und komplizierter gebaut. Die Eingeweide der fruchtfressenden Tiere sind 10-12 mal so lang wie ihr Körper, ihr Magen ist etwas breiter als derjenige der fleischfressenden Tiere und hat eine Verlängerung am Zwölffingerdarm, welche die Aufgabe eines zweiten Magens erfüllt.
      Genau dieselbe Bildung finden wir beim Menschen, wenn auch die Anatomie lehrt, die Eingeweide des Menschen seien 3-5 mal so lang wie sein Körper; sie begeht nämlich den Irrtum, den Körper vom Scheitel bis zur Sohle, anstatt vom Mund bis zum After zu messen. So können wir also wieder die Schlussfolgerung ziehen, dass der Mensch aller Wahrscheinlichkeit nach ein fruchtessendes Tier ist.

      BETRACHTUNG DER SINNESORGANE
      Wenn wir die natürliche Neigung der Sinnesorgane, jene Wegweiser, die alle Tiere zu ihrer Nahrung hinlenken, betrachten, so finden wir, dass die fleischfressenden Tiere beim Anblick ihrer Beute wie verzückt sind; ihre Augen beginnen zu funkeln, sie packen ihre Beute im Sprung und lecken begierig das herausspritzende Blut auf. Das pflanzenfressende Tier hingegen lässt selbst seine natürliche Nahrung unberührt stehen, wenn diese nur mit ein wenig Blut besprenkelt ist. Sein Geruchs- und Gesichtssinn leiten es zu Gras und Kräutern hin, die es mit Genuss verzehrt. Und ebenso finden wir, dass die fruchtfressenden Tiere durch ihre Sinne stets zu den Früchten der Bäume und Felder hingezogen werden
      Auch bei allen Menschenrassen können wir beobachten, dass ihre Sinne(Geruch, Gehör usw.) sie niemals veranlassen, ein Tier zu schlachten; sie können nicht einmal den Anblick des Tötens ertragen. Aus diesem Grund werden Schlachthäuser möglichst weit draußen vor der Stadt angelegt; oft bestehen sogar strenge Vorschriften, die ein unbedecktes Transportieren von Fleisch verbieten. Kann Fleisch daher als natürliche Nahrung des Menschen angesehen werden, wenn sich sowohl seine Augen als auch seine Nase heftig dagegen sträuben- es sei denn, dass man sie durch Zutaten wie Gewürze, Salz, Zucker usw. täuscht? Wie sehr entzückt uns dagegen der Duft von Früchten, bei deren bloßem Anblick uns schon das Wasser im Munde zusammen läuft! Auch haben gewisse Körner und Wurzeln, selbst wenn sie nicht zubereitet sind, einen angenehmen, wenngleich schwächeren Duft und Geschmack. Diese Untersuchungen führen uns wieder zu dem Schluss, dass der Mensch als ein fruchtessendes Tier angesehen werden muss.

      BETRACHTUNG DER KINDERERNÄHRUNG
      Wenn wir die Ernährung der Kinder betrachten, stellen wir fest, dass die Nahrung für den neugeborenen Säugling zweifellos aus Milch besteht. Wenn die Mutter nicht genügend natürliche Nahrung in Form von Früchten, Getreide und Gemüse zu sich nimmt, gibt ihre Brust nicht genug Milch her.
      Aus diesen Betrachtungen müssen wir daher die logische Schlussfolgerung ziehen, dass die verschiedenen Getreide, Früchte und Wurzeln und -als Getränk – Milch sowie reines Wasser, das der Luft und der Sonne ausgesetzt ist, entschieden die beste und natürlichste Nahrung für den Menschen bilden. Wenn sie, der Kraft der Verdauungsorgane entsprechend, zu sich genommen, gut gekaut und mit Speichel vermischt werden, sagen sie dem Körper zu und sind immer leicht verdaulich.

      URSACHE VON KRANKHEITEN
      Andere Nahrungsmittel sind unnatürlich für den Menschen, und da sie dem Körper nicht zusagen, sind sie notwendigerweise Fremdstoffe für ihn. Diese Fremdstoffe werden vom Magen nicht richtig assimiliert, und wenn sie ins Blut gelangen, sammeln sie sich in den Ausscheidungs-und anderen Organen an, die nicht darauf eingestellt sind. Wenn sie keinen Weg nach außen finden, senken sie sich, dem Gesetz der Schwerkraft zufolge, in die feinen Spalten des Gewebes, wo sie in Gärung geraten, geistige und körperliche Krankheiten hervorrufen und letzten Endes zu einem frühzeitigen Tod führen.

    • Liebe Enttäuschung,
      es geht auf dieser Seite um „Die Krise des politischen Systems“!
      Ihre Ansichten sind dem aufmerksamen Leser wirklich zur Genüge bekannt.
      Danke dafür – aber das Thema ist HIER ein Anderes!
      Sie haben zu diesem Thema 17 Beiträge geschrieben und das Thema nur peripher berührt.
      Gesellschaftliche Probleme ernährungstechnisch lösen zu wollen, hallte ich nicht für zielführend.
      Glauben Sie wirklich, das, wenn sich die Menschheit vegan ernährt, alle Wiedersprüche sich in Wohlgefallen auflösen?
      Der Kapitalismus funktioniert auch mit alleiniger tierloser Ernährung.
      Die Gewinnmaximierung (der Profit) sowie die Unterdrückung der Besitzlosen wird daran nichts ändern!

    • Das ist mal wieder typisch schwarz-ist weiß: Allwissend, polemisch und ohne einen eigenen kreativen Beitrag zur Sache. Ja, ich glaube tatsächlich, ich bin sogar tief und fest davon überzeugt, dass sich auf der Erde maßgeblich etwas ändern würde, wenn genauso viele Menschen vegan würden, die jetzt noch von der Tierqual leben. Töten ist jetzt das allumfassende System in allen Bereichen und die Verweigerung am Töten und die Zuwendung zur Achtsamkeit und zum Mitgefühl von der Mehrheit der Menschen durch qualfreie Ernährung würde eine ganz andere mentale Stimmung auf der ganzen Erde schaffen. Sie haben sich, wie mir scheint, noch nie ernsthaft mit diesen Dingen auseinander gesetzt. Einfach nur immer vorurteilshaft von vorn herein abgewehrt wie so viele. Das ist der wahre Grund, warum sich nichts ändern will in dieser Welt. Die vorurteilshafte, oberflächliche Besserwisserei. Sie wissen doch auch alle gar nicht, wie es sich anfühlt, wenn man über längere Zeit vegan lebt.
      Vegan ist die Systemveränderung von Grund auf. Wäre sie. Aber ich fürchte, die Menschen sind schon zu „klug“ dafür. Sie lügen sich lieber spießig und traditionell weiter aus der Welt hinaus.

    • Nun, liebe „Enttäuschung“, Ihr Name ist ja offenbar Programm. Sie müssen gar nichts kommentieren, es zwingt Sie niemand. Und es scheint, als redeten wir aneinander vorbei.

      Liebe „Enttäuschung“, ich muss Sie und den Mitforisten „Rayo“ leider wieder enttäuschen: Sie töten jeden Tag. Ja, auch Sie beide. Oder sind etwa die Pflanzen, die Sie täglich verzehren, keine Lebewesen? Nun, wie viele ungezählte dieser Lebewesen haben Sie schon auf dem Gewissen? Und da waren sicher auch Miliarden tierischer Kleinstlebewesen dabei, die Sie ohne Mikroskop gar nicht erkennen konnten.

      Es ist wirklich abstrus irrational, was viele so glauben. Da vegetieren Millionen Verlierer auf Europas Straßen dahin. Da versuchen sämtliche Regime, ihren geliebten Kapitalismus mit immer autoritäeren und rücksichtsloseren Mitteln durchzusetzen. Da wartet auf uns in D. die wohl letzte „Groko“ vor einem immer dringender drohenden neuen Faschismus. Selbst Tsipras, der angebliche Sozialist, ist längst zu den Rechten übergelaufen und schert sich einen Scheißdreck um die Verelendeten in Griechenland. Krieg und Elend, wo man hinsieht – pure Gewalt, verursacht durch die Herrschenden. Denn diesen Bonzen geht es merkwürdiger Weise immer besser. Das hat einen Grund. Um diesen zu verstehen, müsste man sich tatsächlich mit Ökonomie auseinandersetzen und schlicht erst einmal den Fakt anerkennen, dass Menschen erst mal essen und sich wärmen müssen, um überhaupt existieren zu können.

      Also wir können die Gewalt des globalen Systems jeden Tag live mitverfolgen und erleben. Und wenn ich dann mal bloß das Wort „Gewalt“ in den Mund nehme, attert mancher wie ein traumatisiertes Kind. Man sei doch Pazifist, ja wie könne die böse Bonath das Wort „Gewalt“ nur ansprechen? Es ist wirklich unglaublich: Da stellen sich also allen Ernstes Menschen vor, mit Lichtkreisen in einer Waldhütte, (unter)ernährt durch Baumrinde und Blätter, könne man Großkapitalbesitzer, Finanzmogule und ihre dummerweise bewaffneteen Apparate besiegen. Das ist, Verzeihung, weltfremd. Und zwar schon alleine deshalb, weil erstens 7,6 Mrd. Menschen gar nicht in vorhandene Wälder passen, zweitens die Knüppel- und Schießeisengarden der Bonzen nicht einmal eine Mio Menschen im Wald dulden würden, und drittens ich mal die Pazifisten erleben wollte, wenn sie nur zwei Wochen mit nur 100 Mitstreitern in einem Wald hocken und sich von Blättern und Moos ernähren müssten.

      Ich beharre nun nicht auf meiner Meinung und darum würde ich ein Experiment von den Großklappen hier mal zu gerne miterleben. Aber was solls, auch 100 Menschen im Wald würden die Verhältnisse kein Stück verbessern. Es ist den Bonzen nämlich herzlich egal, ob 100 oder 1000 Menschen mehr oder weniger existieren. Ich halte diese Art von Pazifismus für bürgerliche Idiotie, sorry.

      Warum gibt es denn Massentierhaltung? Weil es im Kapitalismus mehr Profit bringt, 10.000 Schweine auf engstem Raum in Miniboxen zu malträtieren, als 20 auf einer großen Freifläche artgerecht herumwühlen zu lassen. Das wäre ja viel teurer und würde den Profit schmälern. Nein, müsste man nicht so machen. Bloß blöderweise haben wir Kapitalismus und da geht jeder pleite, der sich nicht dem Wachstumszwang unterwirft.

      Und btw., es ist zynisch, einem mittellosen Menschen vorzuwerfen, wenn er eine spendierte Wurst verzehrt oder ein Huhn schlachtet oder seinem Kind Milch zu trinken gibt, anstatt zu verhungern. Und ihr könnt zetern, hüpfen und vor Wut an die Decke gehen: Der Kapitalismus produziert Verelendung solange er existiert. Er steht und fällt mit dem Privateigentum an Produktionsmitteln und der repressiven, gewalttätigen Durchsetzung desselben. Zu glauben, dass die Profitierenden auch nur ein Stück ihres Eigentums abgeben werden, ist nicht besser, als eine fast schon religiöse Ignoranz gegenüber den tatsächlichen Bedingungen und den Lehren der Geschichte.

      Und ich sprach von positiver und negativer Aggression. Der Mensch kann nicht als Schlaftablette überleben. Er musste die längste Zeit seiner Existenz jagen und sammeln, und dazu braucht es eine Antriebskraft. Er pflanzte sich über Jahrtausende fort; auch der Sexualtrieb ist eine Art der positiven Aggression (solange das nicht in negative umschlägt). Negative Aggressionen führen allerdings zu unnötiger Gewalt, also Gewalt um der Gewalt willen. Auf heute bezogen, würde ich dem obdach- und mittellosen Ladendieb keine negative Aggression vorwerfen, da es ums Überleben geht. Dem Sexualmörder hingegen selbstverständlich. Aber was ist, wenn mich oder mein Kind einer brutal angreifen würde und ich zöge ihm eins mit der nächststehenden Eisenstange über den Kopf aus Notwehr, damit er mich oder mein Kind nicht tötet? Soll ich dasitzen und zugucken, wie er meinen Sohn erschlägt?

      Man muss mal festhalten: Die Gewalt geht von der herrschenden Klasse aus, und zwar weltweit. Das heißt nicht, dass man mit sinn- weil wirkungsloser Gewalt darauf reagieren sollte. Also wild um sich schlagen hilft wohl nicht weiter. Aber diese Aufforderungen, dass man alle Gewalt des Staats pazifistisch über sich und seine Klassenschwestern und -brüder brav pazifistisch hinzunehmen habe, sind bürgerliches Gejammere, das die Verhältnisse nur festigt, die täglich tausende Opfer produzieren.

    • Alles, was da draußen an Üblem passiert, wird im Denken, in der Ernährung, in der Energiewirtschaft vorbereitet.
      An dieser Stelle leider von Schwarz und Weiß: Denkverbot und Ghettoisierung; No-go-Areas mentaler Art.
      Armes Deutschland. Fragmentierung, wo Du hinschaust. Vor allem bei den sogenannten Intellektuellen.

    • Ha, diese B.-Antwort schlägt dem Faß wieder mal den Boden aus. Warum noch argumentieren, liebe Enttäuschung. Das tausendmal wiederholte dümmliche Argument, auch Veganer würden töten, wird einfach wiederholt, Nicht gehört die vielen Ausführungen. Vielleicht gelesen, aber nicht gehört. Und schon gar nicht angenommen oder verinnerlicht. Muss wirklich noch einmal gesagt werden, daß es darum geht, sich von Mitwesen zu ernähren, die zu diesem Zweck erschaffen wurden? (Wie sich physiologisch nachweisen läßt.) Daß es darum geht, Nahrung aufzunehmen, die, erstens, für den Organismus gesund ist und zweitens, die geringstmögliche Zahl an Elementen enthält, also so niedrig wie möglich im Bewußtsein ist? Je höher das Bewußtsein, das ich vernichte, desto größer die Schuld, desto unauflöslicher die Verwicklung in Mord und Totschlag.
      Es gibt eine Sekte, die Mundschutz trägt und beim Gehen mit Fächern den Weg vor sich freiwedelt, um so wenig wie möglich Kleinstlebewesen zu vernichten. Und Buddhisten graben, bevor sie Häuser errichten, nach Regenwürmern im Boden, um sie zu retten. Das ist das andere Extrem.
      Aber weil ein großer Organismus von kleineren leben muß, bedeutet das noch lange nicht, daß ich daher fühlende Mitwesen töten darf, die ebenfalls über alle fünf Elemente verfügen (nicht jedoch Pflanzen und Früchte.)

      Die denkende Ignoranz wird sich hier nicht wandeln. Sie weiß, was Sache ist. Sie weiß, worum es im Leben geht. Hat sie nicht Tausende von Büchern gelesen? Hat sie nicht 40 Jahre lang ihren Intellekt ausgebildet und sich in der Analyse und im Formulieren geübt?
      Und sie hält sich für die höchste Position, die es gibt. Ja, das ist das Allerschlimmste daran. Hier ist mit Gewißheit 100%ig jemand davon überzeugt, daß die Denkmaschine das Beste ist, was uns zur Verfügung steht. Das ist der intellektuelle Faschismus, dem man überall begegnet. Aber oh weh. Das Leben ist nicht wie Du denkst, Susanna, why don’t you cry for wisdom?
      Logik und Analyse (Analyse per se schon destruktiv; der analytische Geist ohne den Hauch von Einsicht in das, worum es wirklich geht) mögen vielleicht die Basis von materialistischer Wissenschaft sein. Aber nicht die Basis des Lebens und der wahren Zusammenhänge darin; also von Weisheit und Güte.

    • Enttäuschung, der Name ist gut gewählt, denn mit ihren irrationalen Ansichten können sie eigentlich nur enttäuscht werden. Weltanschaulich sind Sie sicher idealistisch einzuordnen, allein aus der Verwendung von Dogmen kann allerdings die erkenntnistheoretische Einstellung nicht abgeleitet werden. Sie ziehen die eine und andere Theorie heran, allerdings bleiben Sie die Beweise schuldig. Und egal welche Vermutungen sie weiter anstellen, welche Theorien ihnen als Autoritätsbeweis dienen sollen, Tatsache ist, das die überwiegende Mehrheit der Menschen Fleisch konsumieren, wenn sie die Möglichkeit dazu haben. Der Vegetarier, auch als Veganer, ist in der Minderheit, eine gesellschaftliche Randerscheinung, welche auf Grund gesellschaftlicher Entwicklungen unter bestimmten Bedingungen existieren kann! Die meisten Vegetarier und Veganer, welche ich kenne, sind dieses nicht weil sie den Fleischverzehr an sich ablehnen, sondern weil sie damit z. B. ihren Protest gegen Massentierhaltung ausdrücken wollen. Aber selbst aus diesen Erwägungen wird heute Profit geschlagen. Ihre Ansichten sind die Ansichten eines spießigen Wohlstandbürgers, welcher meint moralisierend seine Ansichten unter das Volk bringen zu müssen, ohne die konkret historischen Bedingungen zu beachten. Sie protestieren gegen den Wohlstandmüll, in dem sie geistigen Müll produzieren und ignorieren, dass eine nicht unerhebliche Zahl von Menschen auf dieser Welt Hunger leiden und sogar verhungern. Sie meinen dieses Problem mittels vegetarischer Ernährung lösen zu können, aber vergessen dabei, dass der Kapitalismus es möglich macht, das z. B. in Afrika viele Menschen nicht einmal das grüne Gras vom Feld abkauen können, weil dort große Konzerne für unsere Wohlstandsgesellschaft Obst und Gemüse anbauen.
      Am Anfang der Diskussion sprachen Sie dem Menschen die Fähigkeit rohes Fleisch zu beißen, kauen und verdauen zu können ab. Gehen sie in ein Steakhaus, bestellen sich ein Steak, blutig am besten und sie werden sehen, wie gut Mensch damit fertig wird. (vorausgesetzt die Zähne sind nicht die dritten.) Und noch eins, sie großer Biologe, was unterscheidet eigentlich den Menschen vom Tier? An einer Stelle erwähnten sie Darwin und seine Evolutionstheorie, verstanden haben Sie diese anscheint nicht, da ihre Aussagen eine Entwicklung der menschlichen Spezies negieren, es kann nicht sein, was nicht sein darf, der Mensch hat ihrer Vorstellung nach Pflanzenfresser zu sein, auch wenn er durchaus gut mit fleischlicher Nahrung zurecht kommt!
      Sie scheinen wirklich zu glauben, dass die Welt besser würde, wenn die Menschen alle Gras kauen, kein Fleisch mehr essen, keine anderen tierischen Produkte mehr zu sich nehmen würden. Dann viel Erfolg auf ihrer Scholle kleinbürgerlicher Ideologie und Einfalt, lassen sie sich ruhig treiben, wohin sie die Strömung auch bringen wird, aber verlassen Sie den Norden nicht, sonnst müssten Sie sehr schnell erkennen, wie schnell Ihre Scholle an Größe verliert! Letztendlich argumentieren sie auch nicht, sondern wiederholen ihre Weisheiten nur gebetsmühlenartig!
      Einen schönen Tag!

    • Ja, Enttäuschung ist auch für mich hier immer in doppelten Sinne Programm. Frau Bonath, Sie haben wirklich überhaupt nichts von dem, was ich schrieb, verstanden. Mehr noch, Sie können von ihrem Denken her nur alles fehlinterpretieren, so wie alle, die hier mit Ihnen sind. Dass spontane Selbstverteidigung oder Verteidigung Schutzbedürftiger bei plötzlicher tödlicher Bedrohung ohne Rücksicht auf Folgen akzeptiert werden muss, hat doch überhaupt nichts mit dieser Tier-Hölle zu tun, die von allen unterstützt wird, die Tiere und von Tieren essen.
      Einen konkreten Vorschlag, wie wir die Gesellschaft im Sinne von Gerechtigkeit und Frieden verändern können, haben Sie jedenfalls nicht. Sie reiten immer nur hohl auf Ihrem Klassenkampf herum, ohne irgendeine persönliche selbst empfundene und selbst erdachte Idee, wie der konkret und wirksam geführt werden könnte. Dabei verstärken Sie glaub ich tatsächlich nur Hass und Zwietracht.
      Sie benutzten übrigens dieses selbe Selbstverteigigungsargument, das auch immer die Bundeswehr an Pazifisten stellte, die nicht Soldat werden wollten.

  5. (Korrektur, ich bitte um Verzeihung)

    Doch, die Perspektive existiert, und zwar in Frankreich.

    Mélenchon ist es geglückt, eine Bewegung auf breiter Basis aufzubauen, eine Arbeit von vielen Jahren, und jetzt erfolgreich. Ihr gehören viele Mitwirkende aus wirklich allen Bereichen der Bevölkerung an, und viele kompetente Mitwirkende, die sich ihre Offenheit bewahren können, und die vor allem Eines schaffen: Mélénchon zu vertreten und ggf. zu ersetzen. Und mit eigenen Mitteln und Ideen weiterzuarbeiten.

    Das alles ist einzigartig in der momentanen Politik, und seine Arbeit und die seiner Mitwirkenden kann so dauerhafte Wirkung haben.

    Mélenchon ist es möglich, anderen Platz zu schaffen. Er ist wohl das, was man landläufig ein „Genie“ nennt und meint es Ernst mit der Mitwirkung aller.

    Seine politische Kompetenz kommt der der grossen Politiker der Vergangenheit gleich, die man in D rausgedrängt hat: Brandt, Bahr, Lafontaine in Frankreich De Gaulle und der frühe Mitterand.
    Man sollte ihn anhören, es lohnt sich! Z.B. seine übersetzte Rede bei der Versammlund der Linken Europas zum neuen Jahr

    Letztens hat Mélenchon sogar die intelligente und gebildete Jugend einbinden können: Die Rechner der Bewegung sind ausschliesslich freie Rechner, unter UNIX auch viel leistungsfähiger, und persönliche Daten bleiben im Land! Sicher eine Provokation für die US-amerikanischen Besatzer des Landes.

    Und er hat gute Laune und viel Humor und freut sich am Leben des Landes. Man kann sehen, dass er sich an der Arbeit freut.
    Er liefert durch seine bedeutende Kompetenz Analysen und Lösungen, verständlich für alle, und das sollten viele der hier Schreibenden auch tun: Die Freude an dem, was sie tun und an dem, worum es geht, in den Vordergrund stellen.

    Auch Ihre Vorträge hier sind meistens einfach verbissen. Der heutige weicht davon schon ein gutes Stück ab: Sie analysieren, und das sollte sogar mit Herz sein. Das sollte aber eben kein vergiftetes Herz sein, sondern ein frohes. Damit kann man Kraft gewinnen, denn Ihre Analyse von heute habe ich gerne gelesen, sie war interessant und hat mir neue Aspekte gegeben.

    Man muss sich natürlich fragen, ob es selbst bei der Linken in Deutschland schon bezahlte Leute in der Führung gibt, die sabotieren und die Führung übernehmen sollen. Bei Lederer in Berlin habe ich mich das gleich gefragt.

    Aber damit müssen wir leben, und mit einem souveränen Lächeln überzeugen Sie viel leichter. Und die Kraft kommt immer wieder auch aus einer guten Analyse.

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gutes neues Jahr!

  6. Doch, die Perspektive existiert, und zwar in Frankreich.

    Mélenchon ist es geglückt, eine Bewegung auf breiter Basis aufzubauen, eine Arbeit von vielen Jahren, und jetzt erfolgreich. Ihr gehören viele Mitwirkende aus wirklich allen Bereichen der Bevölkerung an, und viele kompetente Mitwirkende, die sich ihre Offenheit bewahren können, und die vor allem Eines schaffen: Mélénchon zu vertreten und ggf. zu ersetzen. Und mit eigenen Mitteln und Ideen weiterzuarbeiten.

    Das alles ist einzigartig in der momentanen Politik, und seine Arbeit und die seiner Mitwirkenden kann so dauerhafte Wirkung haben.

    Mélenchon ist es möglich, anderen Platz zu schaffen. Er ist wohl das, was man landläufig ein „Genie“ nennt und meint es Ernst mit der Mitwirkung aller.

    Seine politische Kompetenz kommt der der grossen Politiker der Vergangenheit gleich, die man in D rausgedrängt hat: Brandt, Bahr, Lafontaine in Frankreich De Gaulle und der frühe Mitterand.
    Man sollte ihn anhören, es lohnt sich! Z.B. seien übersetzte REde

    Letztens hat Mélenchon sogar die intelligente und gebildete Jugend einbinden können: Die Rechner der Bewegung sind ausschliesslich freie Rechner, unter UNIX auch viel leistungsfähiger, und persönliche Daten bleiben im Land! Sicher eine Provolation für die US-amerikanischen Besatzer des Landes.

    Und er hat gute Laune und viel Humor und freut sich am Leben des Landes. Man kann sehen, dass er sich an der Arbeit freut.
    Er liefert durch seine bedeutende Kompetenz Analysen und Lösungen, verständlich für alle, und das sollten viele der hier Schreibenden auch tun: Die Freude an dem, was sie tun und an dem, worum es geht, in den Vordergrund stellen.

    Auch Ihre Vorträge hier sind meistens einfach verbissen. Der heutige weicht davon schon ein gutes Stück ab: Sie analysieren, und das sollte sogar mit Herz sein. Das sollte aber eben kein vergiftetes Herz sein, sondern ein frohes. Damit kann man Kraft gewinnen, denn Ihre Analyse von heute habe ich gerne gelesen, sie war interessant und hat mir neue Aspekte gegeben.

    Man muss sich natürlich fragen, ob es selbst bei der Linken in Deutschland schon bezahlte Leute in der Führung gibt, die sabotieren und die Führung übernehmen sollen. Bei Lederer in Berlin habe ich mich das gleich gefragt.

    Aber damit müssen wir leben, und mit einem souveränen Lächeln überzeugen Sie viel leichter. Und die Kraft kommt immer wieder auch aus einer guten Analyse.

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein geutes neues Jahr!

  7. Liebe Frau Bonath,

    so voller Sehnsucht und so verbittert

    so viel Sinn und so viel Unsinn

    schreiben Sie nicht weiter

    bitte

    sehe Gefahr

    sehe Gefahr in

    Worten, Sätzen

    schlecht gefügt, schlecht sortiert, schlecht formuliert.

    bitte

    hören Sie auf zu schreiben

    Sie wollen den Kampf?
    Nicht so

    Falsche Richtung

    Hören Sie auf zu schreiben.

    Claudia Volke aus Dresden

    • Sagen wir es doch mal direkt, wo hier schon vom Himmel gesprochen wird:

      Und dem Teufel sei Dank, sind Sie, unsägliche, mentalen Giftmüll verbreitende Autorin, nicht in der Lage, aus ihrer inneren Knastschaft zu entrinnen und irgend jemand anderen zu hören, als Ihre eigene Denkblase und jene Menschen, die den Inhalt dieser Blase ins Unendliche fortsetzen.
      Wer dem Tierschutz dient, wer sich für das Ende der Gewalt gegen Tiere einsetzt, wer den Menschen hilft, zu einer Ernährung zu finden, die sie nicht permanent in die Dunkelheit und in die Gewaltspähren der Materialisten hineinzieht, der tut mit das Beste, was er überhaupt für Menschen tun kann.
      Aber das wird in Ihren mentalen Knast nicht eindringen.
      Sie halten eine Umstellung des Innenmobiliars Ihrer Zelle für Gerechtigkeit. Sie halten einen Austausch des Mobiliars Ihrer engen Zelle, für Freiheit.

      Das ist nicht die Freiheit, die ich meine. Nicht die Freiheit, die gut ist für die Menschen.

      Ihr Wirken wird auf Sie zurückfallen. Und nicht zum Guten.

    • Liebe Claudia Volke! Ich schicke voraus, dass mein Welt-und Menschenbild mir als ein fast diametral anderes erscheint, als das von Susan Bonath: Aber so kann man mit Andersdenkenden nicht umgehen. Mit dem, was Frau Bonath schreibt, kann man wenigstens noch etwas anfangen, indem man es aus eigener Sicht kritisieren und gegebenenfalls widerlegen kann. Aber mit Ihrem Kommentar hier kann ich gar nichts anfangen, außer, dass es mir Unbehagen bereitet. Ich glaube, dass nicht wenige andere hier und woanders so denken wie Frau Bonath und sie würden auch so denken, wenn Frau Bonath hier nicht schreiben würde. Insofern repräsentiert sie eine gewisse Denke, die sich selbst irgendwo links einordnet und mit der man sich auseinander setzen muss, wenn man sein eigenes Weltbild hier präsentieren will und glaubt, dass das einen Sinn hat. Dies ist ein freies Meinungsforum und ich bin dafür, dass es auch so frei bleibt und dass hier jeder und jede sein/ihr Weltbild offenbaren darf.

    • Lieber Rayo! Deine Kritik hingegen kann ich mir gut erklären und sie kommt aus dem Herzen, wenn auch ich diese von Dir empfundene „Giftigkeit“ eher als indoktrinierte auf „links“ gebürstete Denk-und Empfindungsbeschränkung wahrnehme. Aber wir nehmen ja immer alle nur einen Teil der Wirklichkeit wahr. Die aufrichtigen Herzensäußerungen, die wir Menschen denkend und fühlend zusammen erschaffen, ergeben zusammen die Wirklichkeit, in der wir leben(müssen). Und da muss jede Stimme gehört werden dürfen. Frei nach Rosa Luxemburg, einer Heiligen, die jetzt von gewissen Linken ähnlich missbraucht wird, wie Jesus von Nazareth von den Kirchenfürsten.

    • Korrektur: Ich habe mich verschrieben im Feuereifer, den die sich zu Tode differenzierende intellektuelle Ignorantin (man müsse differenzieren zwischen Gewalt und Gewalt, huahuahuahua), in mir ausgelöst hat. Muss ja auch mal erlaubt sein, wenn die Materialisten sich jetzt schon auf den Himmel berufen.
      Ich wollte schreiben: Und dem Teufel haben wir es zu verdanken, dass…
      Der Hölle haben wir es zu verdanken, dass….
      (Statt „dem Teufel sein Dank“)

      Und ein Licht leuchtete in der Dunkelheit (Claudia, Vegan4Life, Karl Ess, Enttäsuchung, Gloucester und andere u.a.) aber die Dunkelheit hats nicht begriffen.

    • @Rayo
      Dann klären Sie mich doch mal auf, warum die Differenzierung der Gewalt im Beitrag von SB falsch ist. huahua begreife ich in meiner tiefen Dunkelheit nicht.

    • Liebe Claudia Volke! Ich muss mich doch ein bisschen revidieren in Bezug auf das, was ich am 16.01. um 10:49 hier kommentiert habe. Seien Sie mir bitte nicht böse. Sie waren ja nur ehrlich. Es liegt wohl daran, dass ich mich mit den Texten von Susan Bonath nie gründlich genug auseinander gesetzt hatte. Ich sehe nun in dem geistigen Stillstand, den die Texte von ihr verraten, auch keinen Sinn und Nutzen mehr für unsere gesellschaftliche Lage. Man muss nur halt gegeneinander abwägen, was wichtiger ist: Die Toleranz für jede Art von Stimme in der Öffentlichkeit, auch wenn sie einem noch so sinnlos oder gar unsinnig erscheint, oder nicht. Ich bin da trotzdem eher für die Toleranz, obwohl ich selbst hier nun nicht mehr reinschauen möchte.

    • @Claudia Volke: Ich wünsche mir noch sehr viele von Susan Bonaths Kommentaren und ich wünsche mir, dass man sie liest und zumindest ansatzweise versteht. Ehe ich mich mit dem Marxismus beschäftigte, hätte ich vielleicht wie Sie reagiert. Mittlerweile sehe ich, dass der Kapitalismus genau das anrichtet, was Marx schon vor so langer Zeit einzigartig beschrieb.

      @Enttäuschung: Wäre es möglich, nicht bei jedem Thema, dass Ihnen kommentierungswürdig ist, die vegane Lebensweise anzupreisen? Darauf hinweisen ist ja okay, aber das Thema jedesmal mit Hilfe dieser Moralkeule zu fleddern ist auf eine Art auch ziemlich aggressiv, oder?

    • Liebe GreenTara,

      ist das Ihr Name?

      Ja, bitte lesen Sie

      Lesen Sie Karl Marx!

      Ja, Herr E. (Enttäuschung) brennt für sein Thema

      Mein Thema sind die Worte

      Tagesdosis vom 17.01.18

      Hören Sie

      Genau

      Auf die Worte

      Machen Sie mal die Augen zu

      Und fühlen

      …mehr will ich gar nicht

      Claudia Volke aus Dresden

  8. Man sollte die Menschen mal fragen, was sie eigentlich wollen.

    Diese Frage sollten sich die Menschen vor allem selbst stellen: Was will ich?

    Und dann sollten die Menschen darüber nachdenken, welche Konsequenzen sich daraus ergeben und zwar vor allem dann, wenn man das Ergebnis dieses Wollens auf alle Menschen hochrechnet.

    Den was ich als Einzelperson will, muss ich auch jedem anderen zugestehen.

    • Was Du nicht willst, was man Dir tu, das füg auch keinem andern zu. Ja, das nehmen sich wahrscheinlich immer noch viel zu wenig Geknechtete zu Herzen.

  9. „Selbst die Linke ist beherrscht vom Glauben an die bürgerliche Demokratie. Sie registriert in ihrer Gänze nicht, dass diese vom Faschismus nur einen sprichwörtlichen Katzensprung entfernt ist.“
    Wer hat die vergangenen Jahrzehnte Politik gemacht und welche Interessen wurden durchgesetzt ?
    Es waren mit Bildungsreformen und Gender und humanitären Einsätzen und Massenzuwanderung
    doch wesentlich auch „Linke“ Ideen und „Linke“ Politik .
    Für eine positive Verändeung sind kaum noch Grundlagen da . Wenn die „Linke“ nun auf Neu macht ist dies unglaubwürdig und gibt es gute Ansätze wie bei Wagenknecht wird die im Linken Lager getortet .
    Die Gesellschaft ist bis in die Wurzeln gespalten und der Wurzeln beraubt, die von den Neoliberalen organisierte Massenzuwanderung, die von der „Linken“ auch noch befürwortet wird , gibt den veränderungswilligen Teilen der Gesellschaft den Todesstoss .

    • Sehr geehrte(r) Wasserader,

      vielleicht beschäftigen Sie sich noch mal mit Fluchtgründen und der Mitschuld des Westens, darunter auch Deutschland, an diesen. Gerade reden Sie hier bedauerlicherweise entmenschlichende Parolen nach. Es liest sich, als sei es ihnen völlig egal, was mit den vor (auch deutschen) Bomben, Hunger und Elend geflohenen Menschen, also den Opfern global agierender (auch deutscher) Großkapitalisten) passiert.

      Und die Frage ist: Wer ist unsere Gesellschaft, wodurch zeichnet sie sich Ihrer Meinung nach aus? Durch hier geboren sein und helle Haut haben? Gehört dazu, wer Weihnachten einen Weihnachtsbaum aufstellt, Schiller gelesen hat und Schweinefleisch ist? Was verbindet den hier geborenen kranken Obdachlosen mit der hier geborenen Familie Quandt oder mit Ursula von der Leyen? Was verbindet den ostdeutschen Niedriglöhner und die alleinerziehende Mutter auf Hartz IV mit Angela Merkel, Thomas de Maizière oder mit Multimilliardär Michael Otto?

      Genau das Problem habe ich oben in Kürze auch dargestellt. Es herrscht totale politische Unbildung. Die „Nach unten treten“-Mentalität als Markenzeichen des kapitalistischen Konkurrenzkampfprinzips hat sich in die Hirne der Untertanen gefressen. Und letztere merken nicht mal, dass sie damit das System stützen. Wer heute noch denkt, dass durch weniger Flüchtlinge mehr für Einheimische abfiele, hat den Kapitalismus schlicht nicht verstanden.

      Da setze ich doch lieber auf die Kampferfahrungen vieler Geflüchteter als potentielle Verbündete, bevor ich mich bei der Propaganda-Abteilung des Kapitals einschleime.

      Beste Grüße

    • „Die Kampferfahrungen vieler Geflüchteter“, das hört sich in der Tat interessant an.
      Aber worin bestehen denn diese nochmal konkret und wie kann man das für die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft einfließen lassen?

      In meiner ehrenamtlichen Arbeit in einem Flüchtlingsheim von 2013-16 habe ich in der Tat einige Kämpfer getroffen. Vermutlich richtig gute Kämpfer!

      Nur kann ich mir bis heute noch nicht so ganz konkret ausmalen, wie was ich (oder Sie) alles anstellen müsste(n), um diese für einen emanzipatorischen Kampf zu gewinnen, also inkl. Rechte für Frauen, Schwule und alle, die sonst in kein gängiges Raster passen wollen.
      Opponieren gegen Obrigkeit und bestehende Verhältnisse mit Leuten aus stammesgesellschaftlichen Strukturen? Durchaus bemerkenswert ambitioniert!

      Wenn sie denen mit materialistischen Ansätzen kommen und rein weltlich, also ohne religiösen Klimmbimm, die Welt erklären, dann kommt Freude auf.

      Sie denken an Ihresgleichen, Akademikier aus einem linksliberalen Milieu, aber diese habe ich nur in homöopathischen Dosen getroffen. Quasi flüchtige Elemente.

      Verstehen Sie mich da bitte nicht falsch, da finden sich sicher Intellektuelle drunter, aber einen neuen Bassam Tibi sehe ich noch nicht am Horizont.
      Und wenn doch ein Einzelner drunter wäre, die Menge macht das Gift.

    • @ Fr. Bonath

      Wer meinen sie, Fr. Bonath, dass ich sei ?
      Die Tiefe Staat , der militärisch industrielle Komplex oder die Internationale Finanzindustrie , die NATO oder der Vatikan …. ?
      Es ist die niedrigste Art der Verwendung von „Demokratie“ , Menschen für Vorgänge , auf die sie real keinen Einfluss haben damit in Verantwortung zu nehmen , sie könnten ja eine Stimme abgeben .
      Selbstverständlich bin ich für den westlichen Imperialismus nicht verantwortlich .
      Die Schuldvereinnahmung ist zu tiefst mittelalterlich und es ist für die Gegenwart bezeichnend, wenn die, die mittelalterliche Schuldzuweisung betreiben sich gleichzeitig als Vertreter der Aufklärung behaupten .

    • Wenn wir als normales Volk mit „unseren“ Bomben an allem Schuld hätten (Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Volkermord etc.), warum fordert dann die Autorin nicht gleich konsequenterweise, uns alle in den Bau zu stecken?
      Erst jubelt sie uns die Beteiligung an den Verbrechen des deep state unter, dann will sie aber mit uns kriminellen Subjekten eine Befreiung starten…naja, naja, naja.
      Wenn ich jemanden derart verachten würde, käme das für mich nicht in Frage.
      Da sollte sie sich vielleicht doch andere Verbündete aussuchen. Macht sie ja auch, sie setzt auf die „Kampferfahrungen“ der Migranten. Viel Glück, das wird sie aber dann auch drinegnd brauchen.

    • „Wenn wir als normales Volk mit „unseren“ Bomben an allem Schuld hätten (Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Volkermord etc.),“ –> „Schuldvereinnahmung“?
      Woran machen Ihr das fest? Hat das Frau Bonath geschrieben?

      Auf die Kampferfahrungen vieler Geflüchteter als potentielle Verbündete zu setzen, würde voraussetzen, das die Leute wissen, was gespielt wird. Da sind doch große Zweifel angebracht.
      Warum sollten die Flüchtlinge zum Klassenkämpfer werden.
      Nach meiner Einschätzung kommen keine Linken sondern vorwiegend Menschen moslemischen Glaubens.
      Erschwerend kommt dazu, das sowohl Einheimische so wie auch Flüchtlinge (nach ihrer Herkunft – Kultur) größtenteils unter sich bleiben.
      Die Bindung an Familie und Glaube ist tief verankert, die man nicht so einfach dem Klassenkampf opfert.
      Erschwerend kommt hinzu, das Flüchtlinge von den Einheimischen als Konkurrenz wahrgenommen werden.
      Das betrifft die Arbeitswelt so wie auch den „Kampf“ um bezahlbaren Wohnraum.
      Die Elite wäre dumm, das nicht auszunutzen.

      Meine Prognose ist, das der eine Teil der Flüchtlinge sich anpasst und genau wie die große Masse sich im Hamsterrad bewegt.
      Die, die nicht die Möglichkeit haben oder das nicht wollen, werden sich in ihrer Tradition (Glaube und Familie) noch fester zusammen schließen. Es kommt zu Parallelgesellschaften.
      Wieder andere werden das Land in Richtung Heimat verlassen. Voraussetzung ist, das ihr Land befriedet ist und sie die Hoffnung haben, ein Leben zu führen welches ihren Vorstellungen entspricht.

  10. Ich wünsche mir ja schon lange, dass über das Phänomen Gewalt an sich diskutiert wird, denn letztendlich dreht sich doch das ganze verbliebene vermüllte Herrschaftssystem um Gewalt. Diese Krankheit am Menschen, die jetzt immer rasanter dabei ist, die ganze Welt zu zerstören. Dabei ist sollte es zunächst einmal völlig irrelevant sein, ob diese Gewalt nun „rechts“, „links“ oder „religiös“ oder „kapitalistisch“ oder wie auch immer daher kommt. Aber das scheint den Schreibern und den usern bei KenFM zu tiefsinnig zu sein.
    Eine Diskussion über Gewalt ist auch zu schmalbrüstig, wenn es dabei nur um die Gewalt geht, die Menschen anderen Menschen antun und nicht auch um die Gewalt, die Menschen anderen Lebewesen und der gesamten Welt antun.
    Diese umfassende Dimension fehlt mir bei den Linken genauso, wie bei allen anderen politischen Gruppierungen.
    Zu Petra Kellys Zeiten waren da ja die Grünen noch ganz gut auf dem Weg. Aber die hat man ja zum Schweigen gebracht und Joschka Fischer hat sich als karrieregeiles U-Boot entpuppt.
    Nicht nur, dass man hier über die zerstörerische Gewalt, die allein von dieser unserer Spezies ausgeht, erst gar nicht von Grund auf diskutieren will, nein, jetzt hat man lieber neben den jeweiligen politischen Gegnern und „denen da oben“ noch einen neuen Übeltäter ausgemacht: den Tierschützer.Leute, merkt ihr eigentlich gar nicht, wie elitär und faschistisch Eure Denke ist?

    • Liebe(r) „Enttäuschung“,

      über die Gewaltfrage habe ich, wenn ich mich nicht irre, auch schon mal was geschrieben. Was ist eigentlich Gewalt? Wodurch entsteht sie? Wir müssen hier unterschieden zwischen systemischer und individueller Gewalt.

      Systemische Gewalt:

      Immer, wenn einige mehr besitzen als viele andere, und auf Kosten fremder Arbeitskraft leben, müssen sie dieses Privileg mit Gewalt erhalten. Herrschaft von Menschen über Menschen wurde bislang immer mit Gewalt durchgesetzt. Auch wenn heute die bürgerliche Demokratie es geschafft hat, mehr mit psychologischen Mitteln Gewalt auszuüben, so stehen am Ende doch immer die Waffen. Wer sie besitzt und in letzter Konsequenz anzuwenden bereit ist, übt die Gewalt aus. Herrschaft von Menschen über Menschen ist nicht natürlich, darum ist sie nur mit Gewalt zu erhalten. Im Kapitalismus ist sie angelegt alleine in den Ausbeutungsmechanismen und den Staaten, die keine andere Aufgabe haben, als den Akkumulationsprozess des Kapitals von unten nach oben zu gewährleisten, und zwar durch Unterdrückung der Masse. Profit- und damit Wachstumszwang führt zwangsläufig zum Zwang, neue Märkte zu erobern, also zu Krieg. Zu Gewalt. Und mehr Gewalt. Wenn auf der einen Seite mit den Weizenpreisen spekuliert und richtig Kasse gemacht wird, und am anderen Ende Zehntausende Menschen verhungern, weil sie sich keinen Weizen mehr leisten können, ist das Gewalt. Wenn Nestlé Wasser privatisiert und Zehntausende Menschen ihre Lebensgrundlage dadurch verlieren, ist das Gewalt. usw…

      Individuelle Gewalt:

      Der Mensch ist ein Lebewesen, das sich von anderen Lebewesen (Pflanzen, Tiere) ernähren muss, um zu überleben. Alleine ob dieser Notwendigkeit ist die Ausübung bestimmter Gewalt gegenüber der Natur existenziell. In diesem Sinne üben alle Menschen und Tiere existenziell notwendige Gewalt aus, ja, sogar Pflanzen, wenn sie z.B. andere Pflanzen verdrängen durch ihr Wachsen.

      Der Mensch hat aber, im Gegensatz zu allen uns bekannten anderen Lebewesen, die Fähigkeit, in großem Umfang abstrahiert zu denken und somit auch zu planen. Also wenn ein Tier sich Wintervorräte anlegt, tut es das aus Instinkt. Der Mensch hat aber eine konkrete Vorstellung von der Zukunft wie auch von der Vergangenheit. Wenn er plant, plant er eben für die Zukunft. Er hat irgendwann angefangen, für die Zukunft vorzusorgen, weit über den Winter hinaus. Also er baut Häuser, um lange drin zu wohnen, baut Maschinen, um sie lange zu nutzen, erfindet neue Technik, um sich die überlebensnotwendige Arbeit künftig einfacher zu gestalten oder Medizin, um gesund zu bleiben, usw…. Damit definiert der Mensch als einziges Lebewesen auch Besitz. Das vorab.

      Um also überleben zu können, brauchen Lebewesen ein gewisses Potential an Aggression – also zur Abwehr von Gefahren, zur Fortplanzung, usw. Nun ist aber die von Menschen geschaffene Umgebung einer Großstadt nicht mehr von wilden Tieren als Gefahrenquelle bevölkert. Es ist nicht mehr nötig, Tiere zur Ernährung zu jagen und selbst zu töten (ja, die Massentierhaltung ist eine weitaus schlimmere Form von Gewalt). Die dafür nötigen Aggressionen sind im Menschen aber tatsächlich weiter vorhanden. Mensch kann sie positiv anderweitig umsetzen, indem er erfindet, arbeitet, baut, sich um Kinder oder Ältere sorgt, die Welt erkundet. Oder aber sie können umschlagen in negative Aggressionen.

      Für dieses Umschlagen in negative Aggressionen gibt es im Kapitalismus viele Auslöser. Zuerst einmal ist da die soziale Ungleichheit. Wird eine Gruppe Menschen stets unterdrückt und vom gesellschaftlichen Reichtum ferngehalten, den sie nur sehen, aber niemals nutzen darf, wachsen natürlich die negativen Aggressionen. Durch den Zwang, sich stets selbst vermarkten zu müssen, entsteht zudem großer emotionaler Druck. Schnell stellt sich ein Gefühl der Minderwertigkeit ein, wenn mensch sich nicht imstande fühlt, den (steigenden) Erwartungen der Gesellschaft zu entsprechen. Schnell fühlt sich das soziale, über sehr verschiedene Fähigkeiten verfügende Wesen Mensch ausgegrenzt. Einige Psychologen sprechen von einer Art gesellschaftlichem Narzissmus, die der Selbstvermarktungszwang im Kapitalismus produziert. Sprich: Im Überlebenskampf in einer Erfolgsgesellschaft jagen wir dem Geld und der Anerkennung hinterher. Ständige Gefühle der Entrechtung, des Abgehängtseins, des dem Druck nicht gewachsen Seins, der Perspektivlosigkeit schüren Angst, Neid oder Hilflosigkeit. Das sind Hauptauslöser für negative Aggressionen und Gewalt, würde ich sagen.

      Auch in anderer Art und Weise lebt der Mensch Aggressionen auf negative Weise in seiner selbst geschaffenen, relativ gefahrenlosen Umwelt aus. Während er früher alle paar Tage auf Jagd oder zum Wurzeln sammeln in den Wald ziehen musste, knechtet und massakriert er heute Tiere in Massenhaltungsanlagen auf brutalste Weise. Manche verprügeln ihre Frauen und Kinder, andere fahren im Straßenverkehr wie die Rowdys, oder, oder, oder…

      Ein Problem ist auch die erlernte Gewalt im Kapitalismus. Uns wird von frühester Kindheit beigebracht, uns gegen andere durchzusetzen, um „was zu werden“. In einer individualierten, in Großstädten zusammengepferchten Gesellschaft kämpft so jeder gegen jeden, oben genauso wie unten. Um alles wird konkurriert: Oben geht es um Märkte, Profite, Aufträge; unten geht es um Jobs, Wohnungen oder Winterplätze im Obdachlosenheim.

      Was kann man dagegen tun?

      Die naturgegebenen Aggressionen kann man nicht abstellen. Das wäre auch nicht sinnvoll. Das diese vom Positiven ins Negative und schließlich in Gewalt gegen die eigene Spezies umschlagen, wird man wohl nie ganz verhindern können. Gleichwohl könnte der Mensch eine Menge dafür tun, die negativen Aggressionen so weit wie möglich einzudämmen. Nach meiner Meinung wäre da folgendes nötig:

      – Überführung der Produktionsmittel in gesellschaftliches Eigentum, Koordinierung der Wirtschaft, z.B. durch gewählte und abwählbare Gremien auf Basis ihrer eigentlichen Notwendigkeit, die Menschen zu versorgen.

      – Verbot der Herrschaft von Menschen über Menschen und damit Verbot der Unterdrückung in jeglicher Hinsicht

      – soziale Ungleichheit komplett beenden. Heißt: Unabhängig von seinen Fähigkeiten und allen physischen und psychischen Umständen muss jeder gleichermaßen vom gesellschaftlichen Reichtum profitieren. Es muss also produziert werden für alle, ohne Unterschied. So etwas muss koordiniert werden. Notwendig ist das, um den Menschen von Existenzangst als größter Quelle für Gewalt zu befreien. Das Problem ist: So etwas braucht Bewusstsein fernab heutigen kapitalistischen Bewusstseins, und es wird lange dauern, bis mensch das als Selbstverständlichkeit betrachten könnte. Da der Mensch durch seine Umwelt formbar ist, dürfte es aber auf lange Sicht möglich sein.

      – Abschaffung der Staatsapparate als Unterdrückungsinstrumente (nützen auch nur, solange es eine herrschende Klasse gibt). Stattdessen kleinere Gemeinschaften, die bestimmte (am besten planetenweite) Regeln einhalten müssen, aber weitere eigene Regeln selbst bestimmen. Sie bilden jeweils die Verwaltungsgremien für ihre eigene Wirtschaft, die wiederum mit anderen Kommunen kooperiert.

      – gewählte Räte im kleinen und großen Rahmen bis hin zu einem Weltrat. Das macht schon der technische Fortschritt nötig (und möglich). Es muss keiner wieder zurück in die Höhle. So kann auch gesichert werden, dass sofort Lebensmittel in Dürregebiete transportiert und Menschen dort versorgt werden können. Und dass Maßnahmen ergriffen werden, um Umweltschäden zu beseitigen. Wüstenbildung kann man z.B. durch Baumpflanzungen eindämmen und so auf lange Sicht Dürrekatastrophen eindämmen. Man kann (und muss) weltweite Umweltstandards festlegen.

      Allgemein:

      Solange das globale Wirtschaftssystem derart gewalttätig ist, werden weiterhin massenhaft Menschen traumatisiert werden und ebenfalls – mehr oder minder – irgendwann selbst Gewalt anwenden. Und sie geben es weiter an ihre Kinder, und diese wiederum an ihre Kinder. Gewalt ist immerhin auch eins: Eine erlernte Konfliktlösungsstrategie. Wer sein Leben lang nichts anderes gelernt hat, als dass er nach unten treten muss, um selbst besser dazustehen, wird dieses Mittel fast zwangsläufig anwenden. Im Rahmen eines solchen gewalttätigen Systems wird es also nicht gelingen, individuelle Gewalt zu bändigen. Mehr Polizei, mehr Militär – all das befeuert die Gewaltspirale nur immer mehr.

      Und hier sind wir wieder bei der Frage angelangt: Wie ist der brutale globale Kapitalismus mit all seinen Auswirkungen zu stoppen? Erstens ist es unwahrscheinlich, dass genügend Menschen innerhalb desselben umdenken, zumindest nicht in einem Tempo, das die totale Katastrophe abwenden kann. Die Herrschenden, also sozusagen die obersten Gewalt Ausübenden, werden ihre Herrschaft über die Massen und damit ihre Privilegien nicht aufgeben, wenn einige von uns sie nur genügend bitten und Friedensfähnchen schwenken. Wenn es aber so kommt, wie es aller Voraussicht nach kommen wird, wenn wir dem System nicht einhalt gebieten, verhungern auch bald auf unseren Straßen Tausende trotz prall gefüllter Warenregale. Und weil Menschen einen Überlebensdrang haben und sich – außer wenn sie ganz schwach sind – nicht einfach freiwillig zum Sterben hinlegen, wird es so oder so Aufstände geben. Ob die sich dann wirklich gegen die Verursacher richten? Ich denke nicht. Heißt: Die Gewalt wird immer weiter eskalieren. Es wird zu blutigen Bürgerkriegen kommen, wie anderswo jetzt schon. Und das liegt nicht an irgendwelchen Flüchtlingen, sondern an den Folgen des globalen Kapitalismus.

      Und diese ganzen Fantasien vom Ausklinken halte ich für ebenso wenig wirksam, wie Lichtkreise. Die Wälder bieten dummerweise keinen Platz für sieben Mrd. Menschen, und die über sie herrschenden 600 Mio haben ihre privilegierten Söldner, um diese Leute herauszutreiben, zu töten und nicht an das Kapital heranzulassen, dass sie sich angeeignet haben.

      Es kann also meiner Meinung nach nur einen Weg geben: Es müssen sich genügend Menschen organisieren und mit zielgerichteter Gewalt die Herrschenden entwaffnen, enteignen und am weiteren Herrschen und Gewalt Ausüben hindern. Das mag Ihnen jetzt nicht gefallen, aber ich kann nur sagen, was ich für die einzige Lösung halte. Mir passen die Umstände auch nicht.

      Ich hoffe, das war jetzt ausführlich genug. Von wegen: Keiner beschäftigt sich mit der Gewaltfrage.

      Beste Grüße!

    • @ Suan Bonath,

      ich denke den Ausführungen in ihrem Artikel und ihren Kommentaren, ist nichts weiter hinzuzufügen, außer evtl. eine weitere kurze Bestätigung – „Die Furcht schützt die Tempel besser als die Mauern.“

      Wobei Furcht die Furcht einschließt, bei Jenen die zu dieser Art Furcht fähig sind, sich am Ende selbst zu verlieren, da man dort angelangt ist, wo man sich selbst nie gesehen hat.

    • Ich stimme Frau Bonath in allem zu, mit einer Ausnahme: „Da setze ich doch lieber auf die Kampferfahrungen vieler Geflüchteter als potentielle Verbündete,…“ Das ist wieder der Vorschlag: Der Feind meines Feindes. Und mit den von Religion oder Führerkult (Erdogan) Verblendeten habe ich nur schlechte Erfahrung gemacht.

    • Liebe Frau Bonath! Ihre Ausführungen über Gewalt waren aus meiner Sicht leider wieder genauso schmalbrüstig und oberflächlich und darum auch verkehrt, wie ich es hier von Ihnen gewöhnt bin. Ich werde später noch genauer darauf eingehen, auch wenn ich vermute, dass dies auch nur wieder an Ihnen abperlen wird, weil Sie glauben, den Stein der Weisen schon längst gefunden zu haben.

  11. Danke Susan, Satz und Spiel 6:0 für Dich 😉 in der Theorie.
    Du weisst auch, wie die anderen Forenschreiber ja auch angeben, Klassenbewusstsein hatte noch nie ‚die Arbeiterklasse‘.
    Das Klassenbewusstsein hatte immer nur die Avantgarde, die hat sich organisiert.
    Sich im Fall der Fälle an die Spitze zu setzen, die Massen dann zu leiten und die Rahmenbedingungen für ‚das Neue‘ zu etwerfen und zu bewachen wird dann auch wieder nötig sein.
    Bis dahin, wie schon eher an anderer Stelle gesagt, aufklären, den Zweifel am System ermutigen und so gut es geht, Vorbild sein.
    Leider sehe ich im täglichen Gespräch Deinen revolutionären Moment noch nicht.
    Den Kapitalismus in seiner Kraft zur „Selbstheilung“ und Menschenverachtung zu unterschätzen bleibt gefährlich. Null-zinspolitik, die Atomisierung der Individuen, Me too und andere Nebengeplänkel sind ungekannt und zeigen dennoch ihre Wirkung auf die breite Masse.
    Inzwischen haben reaktionäre, serbische ( CIA finanzierte) Umsturzaktivisten sogar das Symbol der geballten Faust gestohlen.
    Da gibt es für echte Befürworter der Gretchenfrage noch viel Arbeit, packen WIR es an.
    Ihnen alles Gute

    • Was heißt „richtig wehtun“?

      Es würde jetzt schon richtig weh tun, wenn der Frosch (die Mehrheit) im Wasserbad nicht vorsichtig und langsam auf die momentane „Temperatur“ erhitzt worden wäre.

      Vorsichtig und langsam erhitzt bedeutet:
      Politische und mediale Dauerschleife vom Gerede der ökonomische Zwänge, Globalisierungswettbewerbsdruck und diverses weiteres Gelaber in diese Richtung.
      Und der Frosch hockt da und schluckt eine Kröte nach der anderen (steigende Mehrwertsteuer, steigende Krankenkassenbeiträge, steigende Mietausgaben, steigende Energiekosten, steigende Arbeitszeiten, sinkende Löhne, Zeitarbeit, u.s.w.) und die Temperatur steigt und steigt und steigt.

      Aber der Frosch hat ja zum Glück eine Unterhaltungsglotze und kann sich von der steigneden Temperatur durch WM, EM, Olympischen Spielen und Goldmedallien und diverse andere Sehenswürdigkeiten ablenken.
      Außerdem gibts ja imer noch Frösche die haben ne kleiner Glotze, da fühlt sich der Frosch auch gleich viel besser, wenn er sich mit dem Frosch mit der kleineren Glotze vergleicht.

    • @ichlebe: das mit dem Frosch führe ich auch gerne an😉 weil es passt. Die sind schon sauclever in ihrer Strategie die Menschen zu sedieren. Das Problem ist, das die Deutschen meist erst dann in Massen auf die Straße gehen, wenn sie nicht’s mehr zu verlieren haben, also wenn es zu spät ist. Vielleicht meinte Benjamin, wenn er die Situation heute sieht und mit der tatsächlichen materiellen Not nach dem Krieg vergleicht. Meine Oma war Baujahr 1912, Kommunistin und ist im Krieg von Berlin in die Provinz gezogen. Ich bin der Meinung, sie würde nur noch den Kopf schütteln, um welche Probleme sich bestimmte Aktivisten Gruppen erwidern und dabei das tatsächliche nicht sehen oder sehen wollen.

  12. Sie schrieben: „Man nehme nur als Beispiel die Vegetarier ([…], denen liegt das Tierwohl so sehr an Herzen, das sie sich nicht auch noch um das Elend der Menschen n Deutschland geschweige denn in der ganzen Welt kümmern können.“

    Ich weiß ja nicht, ob Sie die entsprechende Diskussion zu dem Thread um Herrn Ess verfolgt haben, aber dazu hatte u. a. ich Stellung bezogen. Es ist doch immer wieder erstaunlich, dass die ewig gleichen Vorwürfe immer wieder erneut auftauchen und offensichtlich jedwede vernünftige Argumentation einfach nicht zur Kenntnis genommen wird. Extra für Sie dann hier noch mal:

    „…und da kommt fast automatisch der als Vorwurf gemeinte Satz: „Denkt doch lieber an die Menschen – wahlweise Kinder!“
    Das ist, wie zu sagen „Ich interessiere mich nicht für Tiere, weil es wichtiger ist, dass man sich um die Probleme der Menschen kümmert“, so als ob Ersteres automatisch Letzteres ausschließen würde…!
    Allerdings sind diejenigen, die derartige Standpunkte vertreten, gerade die, die üblicherweise keinerlei Beitrag leisten, weder für Tiere, noch für Menschen! Als ob wir uns nicht auch für die Probleme unserer Spezies interessieren würden … Als ob wir unsere menschlichen Ressourcen nur zum Nutzen der Tiere einsetzen würden; als ob es nicht möglich (und wünschenswert) wäre, sich um die einen wie um die anderen zu kümmern!
    Haben etwa herausragende Persönlichkeiten der Geschichte, wie Franz von Assisi, Albert Schweitzer (sollte doch in erster Linie als Menschenfreund (Lambarene) bekannt sein ….!), Leonardo da Vinci, Pythagoras, Schopenhauer, Gandhi, Einstein, Edison, ecc., die Liebe und Respekt für Tiere gefordert hatten, etwa in irgendeiner Weise die Interessen der Menschen außer Acht gelassen? Was aber bringt uns dazu zu denken, dass die Probleme der Menschen wichtiger seien, als die Probleme der Tiere? Unser Ethikverständnis zwingt uns zu handeln, zu helfen und zwar nicht aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Spezies, sondern aufgrund des Ausmaßes an Ungerechtigkeit und Schmerz, das die Opfer erdulden müssen.
    Jeder findet einen Grund, der seiner Sichtweise und der Sensibilität seines Gewissens entspricht.
    Andernfalls gäbe es keinen Grund für das Bestehen all jener Organisationen von Freiwilligen, die nicht unmittelbar für die Verteidigung der Menschen arbeiten. Die Logik der Prioritäten würde die Lösung des Problems der Tiere der Lösung sämtlicher menschlicher Probleme unterordnen, was bedeuten würde, dass es niemals gelöst werden würde.
    Wir kümmern uns um Tiere, weil es nicht darum geht, einige wenige fühlende Wesen zu verteidigen, sondern Milliarden von Geschöpfen, die seit Jahrtausenden auf verschiedenste Weise von einem winzigen und gleichzeitig unvergleichlich grausamen Teil der Schöpfung misshandelt werden;
    Wir kümmern uns um Tiere, weil es bereits ein ganzes Heer von Menschen gibt, die sich umfassend um die Belange der Menschen kümmern;
    weil die Tiere keine Stimme haben, um der Welt ihren Schmerz und die Ungerechtigkeit ins Gesicht zu schreien, die sie ertragen müssen;
    weil, auch wenn Menschen manchmal unschuldig sind, Tiere sind es immer!“

    • Na wenigstens einer ist auf meinen provokanten Satz eingegangen. Sorry wenn ich das so verallgemeinert geschrieben habe aber sonst lockt man ja scheinbar keinen mehr hinter dem Ofen vor. Ich habe mich auch nicht auf die bezogen, die sich tatsächlich im Tierschutz engagieren, damit ist man, oder auch Frau, sehr ausgefüllt. Ich spreche von den Menschen, die z.B. in „Mitte“ wohnen, auf ihren Latte mit veganer Milch bestehen und sich vegetarisch / vegan ernähren und sich dabei auf die Schulter klopfen, was sie doch für Aktivisten im Tierschutz sind. Damit ist es dann aber schon genug.
      Mich würde interessieren wie du zum Rest meiner Aussagen stehst.

    • Mit den übrigen Aussagen bin ich weitgehend einverstanden 😉

      Prof. Mausfeld hatte es in diversen Vorträgen ja bereits mehrfach beschrieben, wie z. B. durch die Gründung von Unternehmens-Fußballvereinen (Bayer Leverkusen, u. a.) die Loyalität unter den Arbeitern/Angestellten insgesamt zerstört und auf das jeweilige Unternehmen konzentriert wurde. Das Schulsystem trägt das Seine u. a. durch Pisa und Bologna dazu bei, die frühere, eigentlich nicht sooo schlechte deutsche humanistische Bildung durch stereotypes Auswendiglernen (und anschließendes sofortiges Vergessen) von Prüfstoffen zu zerstören.

      Der Gender-Schwachsinn bedarf keines Kommentars, das ist dermaßen absurd, dass man sich nur an den Kopf fassen kann, dient aber offensichtlich ebenfalls dem Identitätsverlust des Einzelnen.

      Alle diese sogenannten „hippen“ Bewegungen sind m. E. nur Eintagsfliegen und deren Anhänger handeln meist nicht aus Überzeugung sondern sind bloße Mitläufer, die Angst haben, andernfalls ausgegrenzt zu werden, stets bereit, auf den nächsten vorbeifahrenden Zug noch schnell aufzuspringen.

      In diesem Sinne, schönen Abend 🙂
      Heike

    • Immer wieder erfrischend, die Diskussion zur Ablenkung von den Problemen.

      Wenn ich mir anschaue, das in München Obdachlose direkt neben einem Gnadenhof für Tiere
      ihre Deckenburg neben dem Zaun aufschlagen.
      Hinter dem Zaun ein paar greise Kühe und ein Reh friedlich grasen.
      An dem Zaun ein Schild, füttern unter Strafe verboten.
      Das ganze Areal wird von Spenden und Erbschaften finanziert.
      Die Welt ist doch etwas Surreal.
      Da neidet der abgehängte Obdachlose dem Rindvieh das Futter.
      Aber lieber einen Streichelzoo für das gute Gewissen.
      Das ganze nennt sich Gewerkschaft für Tiere.
      Der Vorsitzende kann nur ein Esel sein.

    • Sinnlos, da hat mal wieder jemand exakt NICHTS verstanden, und man fragt sich, ob man das alles noch singen oder in einer anderen Sprache vortragen soll …?

      Die eigentlich leicht verständlichen Argumente werden einfach nicht zur Kenntnis genommen, stattdessen wirft man hier zwischen den Zeilen den Veganern und Tierschützern Weltfremdheit und womöglich noch die Schuld an der Lage von Obdachlosen in Deutschland (in der ganzen Welt?) vor.

      Nein, ich wiederhole mich jetzt nicht nochmal, wer lesen und verstehen kann, ist im Vorteil, das bewahrheitet sich immer wieder.

    • Nachtrag:

      Haben Sie sich bei Ihrer eindimensionalen Vorstellung von Tierschützern eigentlich noch nie die Frage gestellt, warum die Veganer, die sich hier regelmäßig zu Wort melden und sich zu den unterschiedlichen politischen, wirtschaftlichen und menschlichen Problemen äußern, überhaupt hier auf dieser Plattform sind? Schließlich ist das hier erkennbar kein Tierrechts- sondern vielmehr ein Menschenrechtsforum.

      Bitte jetzt nicht antworten, dass wir dieses ja nur unterwandern und die Aufmerksamkeit immer NUR wieder auf die Tiere ziehen wollen…. Dass die Gewalt gegen die einen mit der Gewalt gegen die anderen zu tun hat, kann nur jemand leugnen, der sich ausschließlich um sich selbst dreht. Wird einem dabei eigentlich nicht irgendwann schwindelig?

  13. Ich habe schon des öfteren geschrieben, dass man der Bevölkerung und speziell der Jugend das Klassenbewusstsein abtrainiert hat. Das war total clever, jeder ist ein Individuum mit eigener Identität und kompletter Eigenverantwortung. Empathie ist da fehl am Platze. Man nehme nur als Beispiel die Vegetarier (Au weia dafür bekomme ich bestimmt einen Satz heisse Ohren), denen liegt das Tierwohl so sehr an Herzen, das sie sich nicht auch noch um das Elend der Menschen n Deutschland geschweige denn in der ganzen Welt kümmern können.
    Genauso wenig verstehe ich die ganze Gender Diskussion nicht, ist halt hipp und man hat das Gefühl politisch aktiv zu sein.
    Die Politik (also die Erfüllungsgehilfen der herrschenden Klasse) schaffen es mit Hilfe der MSM jegliche Kritik, welche ansatzweise die kritische Masse erreichen könnte zu diskreditieren. Das gelingt bisher, fragt sich nur wie lange noch…

    • Das mit dem Klassenbewusstsein und der Jugend muss aber schon ein paar Tage her sein, oder?
      Wann gab es denn da mal was abzutrainieren?

    • Ich habe die Zeit als die Arbeiterklasse noch voller Selbstbewusstsein war noch sehr genau in Erinnerung.

      Da ging es etwas authentischer ab, die Arbeiterklasse hätte sich damals heutige Verhältnisse nicht gefallen lassen.
      Damals wurde ganz klar gesagt das „die da oben“ gar nichts sind ohne „uns“. Und die da oben haben das begriffen.

    • Hallo Gloucester, das zu erläutern dauert etwas länger. Solch ein „Plan“ zur entsolidarisierung ist auf einen längeren Zeitraum angelegt. Ich bin Jahrgang 72 und im „Osten“ sozialisiert, habe den „Zusammenhalt“ innerhalb des familiären, nachbarschaftlichen und betrieblichen erlebt. Gleichzeitig die theoretischen Grundlagen der „Klassentheorie“ vermittelt bekommen. Natürlich habe ich die Widersprüche zwischen Theorie und Praxis Dank eines kritischen Umfeldes erkannt, aber zwangsläufig damit arrangiert. Als es zur „Wende“ kam stand ich voll im Saft, habe mitdemonstriert und auf den dritten Weg gehofft. Schließlich kam es ja dann anders und habe mich an das System zwecks Lebensunterhalt angepasst. Leider musste ich feststellen, das für mich seit den 2000er Jahren die Schulbildung bezüglich des Kapitalismus, hier „soziale Marktwirtschaft“ genannt, leider Recht hatte. Als Krönung wurde unter dem Deckmantel des Liberalismus (wiederum sehr clever, den der Begriff ist ja positiv besetzt: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, kann also nur gut sein) alles auf Individualismus und Selbstverantwortung „umgestellt“, es gibt keine Gemeinschaft und gemeinsame Ziele der Menschen mehr.
      In Westdeutschland war das ein wenig anders. Nach 45 wurden die Menschen am Gewinn der Unternehmen beteiligt, einmal auf Druck der damals stärken und unabhängigen Gewerkschaften, und weil sie die „Arbeiter“ in ihren Zielen vereinten. Zum Zweiten müsste man gegenüber dem Osten beweisen wie gut dieses Gesellschaftssystem ist. In der sogenannten 68er Bewegung wurde es endlich auch politisch. Was damals die Staatsgewalt nicht schaffte, erledigte die RAF. Eine Veränderung des Systems führt ins Chaos und der Deckel war wieder drauf. Die nächste Bewegung war die „Grüne“. Erst wurde sie in die Schmuddelecke durch die MSM und die etablierten Parteien gestellt. Den Todesstoss hat ihr Herr Fischer verpasst mit der unsäglichen Manipulation bezüglich der Zustimmung zum völkerrechtswidrigen Jugoslawienkrieg. Endgültig wurde die Entpolitisierung und Entsolidarisierung durch Hartz IV unter der SPD besiegelt.

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