Tagesdosis 15.1.2019 – Der Mord an Dag Hammarskjöld ist aufgeklärt: und warum Sie nichts darüber erfahren

Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

Unbeachtet von den Relotius-Medien in Deutschland hat sich eine seit 58 Jahren diskreditierte, angebliche Verschwörungstheorie bewahrheitet. Dag Hammarskjöld, der wohl beste und integerste Generalsekretär, den die Vereinten Nationen jemals hatten, kam 1961 im Kongo nicht bei einem Flugunfall ums Leben, verursacht durch einen Pilotenfehler, sondern bei einem Mordanschlag auf ihn. Und, so muss man hinzufügen, nachdem Hammarskjöld die Notlandung seiner in Brand geschossenen schwedischen DC-6 wie durch ein Wunder überlebt hatte, wurde er von einer bisher unbekannten Person an der Unfallstelle erschossen. Hammarskjöld sollte sterben und die Lüge über die Ursachen seines Todes sollte in alle Zukunft leben.

So wie es geplant war, so hat es funktioniert. Bis heute. Und es wird noch ein bisschen länger funktionieren, weil die mediale Wagenburg, die sich selbst als deutscher Qualitätsjournalismus bezeichnet, wieder einmal etwas länger braucht, um sich einer Realität zu stellen, die nicht so gut in den NATO-Kram passt, wie Pflege und Aufzucht des neuen Feindbildes Russland.

Sowohl die Tat als auch das Schweigen in den Medien über die jetzt erfolgte Aufklärung sind kein Unfall, sondern Ausdruck einer Unfähigkeit des Problemkomplexes „Freier Westen“, sich seiner verlogenen Geschichte zu stellen.B

Nur ein Beispiel dafür, wie man in Sachen Hammarskjöld auf hohem Niveau an der Realität vorbeiberichten kann, ist der Artikel der FAZ anläßlich des Todes von Kofi Annan vom 1.8.2018 mit dem Titel „Ein Retter wie Dag Hammarskjöld wollte er werden“ der zutreffend beschreibt, dass Dag Hammarskjöld das große Vorbild Kofi Annans war. Hammarskjöld war und ist auch posthum die wohl wichtigste und einflussreichste Person der UN, gerade wegen seines schon immer dubiosen Todes. In dem FAZ Artikel ist kein Detail falsch, jede Meinungsäußerung vertretbar, sein fundamentaler Fehler ist, dass er angestrengt stets in die falsche Richtung schaut, dass er etwas ölig nach Komplimenten in den Think Tanks des Hegemons USA fischt, ohne jemals das große Ganze zu benennen, das diesen Fall umgibt. Und natürlich heißt es darin, Hammarskjöld „tragischer Tod“ sei „von Verschwörungstheorien umgeben“.

Was fehlt in dem Artikel? Nun, vor allem die Tatsachen und Motive, die zum Mord an Hammarskjöld führten, zu allererst, dass die Provinz Katanga im Kongo der wichtigste Uranlieferant der USA war. Das Uran und das daraus produzierte Plutonium der ersten gegen Zivilbevölkerung eingesetzten Atombomben der USA im 2. Weltkrieg stammt aus Katanga.Noch in den 90er Jahren bestanden mehr als die Hälfte der US Nuklearwaffen aus kongolesischem Uran. Als 1960 der Kongo – nach der wohl brutalsten Kolonialherrschaft überhaupt – von Belgien unabhängig wurde und der Anführer der Unabhängigkeitsbewegung Patrice Lumumba der erste Präsident des Kongo wurde, bestand aus Sicht der USA die Gefahr, dass die 1960 stillgelegten und mit Beton blockierten Uranminen von der Sowjetunion genutzt werden könnten.

Der junge, brillante Lumumba war überhaupt eine Gefahr, da waren sich das reaktionäre Belgien, das größte Bergwerksunternehmen in Katanga, die Eliten der Briten und die USA einig. „Negerunabhängigkeit“ war kein westlicher Wert, auch in den USA herrschte damals noch Apartheid und Schwarze durften z.B. nicht studieren. Das US Militär war voller rassistischer Reaktionäre, die den angeblich unausweichlichen 3. Weltkrieg sofort selbst anfangen wollten, solange die USA noch total überlegen waren und die UdSSR nur wenige Nuklearwaffen hatte. Kennedy, der 1961  mit den Stimmen vieler Schwarzer US-Präsident wurde, war ein weiteres Hassobjekt des Tiefen Staates der USA.

Deswegen begann die CIA unter Allen Dulles nach der Unabhängigkeit des Kongo sofort mit einem Regime Change im Kongo – was erst im Jahr 2000 bestätigt wurde, vorher war selbst das eine „Verschwörungstheorie“ im Sinne von Prof. Butter. Wobei Prof. Butter nie dafür gesorgt hat und nie dafür sorgen wird, eine Verschwörungstheorie durch Recherche in die Chronik einer Verschwörung zu überführen. Genau das macht ihn für die Transatlantifa und die angeschlossenen Funkhäuser so immens wertvoll und förderungswürdig, so unverzichtbar,  dass er jetzt sogar von der EU finanziert wird, um uns mit Aufsätzen über Verschwörungstheorien in den Relotius-Medien zu überfluten und konkrete Aufklärung durch Störfeuer zu verhindern. Kongo? Nie gehört. Moment, ist das nicht dieser Riesenaffe aus Hollywood? King Kongo?

Zurück zu Lumumba und Hammarskjöld. Die Provinz Katanga, die man wegen des Urans als Ausländer zeitweise nur mit einer Sondergenehmigung der US Botschaft betreten durfte, spaltete sich unter Moise Tschombe vom Kongo ab und wurde -ein geradezu jugoslawischer Vorgang- ein eigener Staat – mit dezenter Unterstützung durch die CIA. Präsident Lumumba wurde ebenfalls mit Unterstützung der CIA geheimdienstlich bearbeitet, gehetzt, verschleppt und 1961 in Katanga nach langer Folter ermordet.

Hammarskjöld hatte in den Konflikt im Kongo mit schwedischen Blauhelmen eingegriffen, die dort zum ersten mal zu Einsatz kamen, er wollte die Einheit des Kongo wiederherstellen. Er sah die UN in der Pflicht zu helfen, wie er überhaupt die Unabhängigkeit der jungen afrikanischen Staaten unterstützte. Hammarskjöld war nicht der Karrierebeamte, auf dessen professionelle Untätigkeit man gesetzt hatte, er verwandelte das Amt des Generalsekretärs in eine mächtige Position und seine Integrität und Brillianz erhöhte seine Bedeutung um ein vielfaches. Er wollte Wirkung erzeugen. Er störte einfach beim Imperialismus mit seinem Idealismus.

Wäre der Freie Westen in etwa gewesen, was er zu sein vorgab, hätte er Hammarskjöld als  Geschenk des Himmels betrachtet. Ein Intellektueller mit pragmatischen Fähigkeiten, ein fast hellsichtiger  Dichter,  ein Mensch des reinen, guten Willens, der sein Ende ahnte, wie sein spirituelles Tagebuch „Zeichen am Weg“ belegt.  Hammarskjöld war eine Art Markus Aurelius der modernen Welt. Man könnte sagen, dass der Geist Hammarskjölds die UN seit seinem Tod gleichzeitig beflügelt und heimsucht. 

Als Mahatma Gandhi auf die Frage eines Journalisten: „Was halten sie von der westlichen Zivilisation?“ antwortete: „Eine westliche Zivilsation wäre doch mal eine gute Idee!“ hatte er den Nagel auf den Kopf getroffen. Dag Hammarskjöld war der Repräsentant der westlichen Zivilisation.

Und genau deswegen musste er sterben.

Für die Operation wurde ein belgischer Söldner-Pilot ausgewählt, der von der Royal Air Force ausgebildet worden war. Jan van Risseghem war ein hochqualifizierter Profi, ein Experte.Er ließ einen Fouga Magister Jet mit einer 3 cm Kanone ausstatten und starte von einer unbefestigten, sehr kurzen Startbahn, von einem Flugplazt, der bei den folgenden halbherzigen Untersuchungen nie in Erwägung gezogen wurde. Er suchte und fand Hammarskjölds Maschine am Nachthimmel.  Er schoss die gecharterte, von einer schwedischen Besatzung geflogene viermotorige Propellermaschine vom Typ DC-6 wahrscheinlich von unten in Brand. Deren Besatzung, die im offiziellen Unfallberichten für den Tod Hammarskjölds verantwortlich gemacht wurde, hier ist eine posthume Entschuldigung fällig, reagierte richtig. Sie sank in Bodennähe, um einen weiteren unerkannten Angriff von unten unmöglich zu machen und brachte die DC mit 20 Grad Klappen und ausgefahrenen Fahrwerk in die Landekonfiguration mit dem höchsten Auftrieb und dem dabei geringstmöglichen Luftwiderstand, um so langsam wie möglich in der Tropennacht in unbekanntem Gelände notzulanden, mit der geringsten Aufschlagenergie, bevor die brennende Tragfläche abbrechen würde, was eine Angelegenheit von Minuten sein würde.

Bei der Landung zerbarst die DC-6 unglücklicherweise an einen Termitenhügel, sonst hätte es mehr Überlebende gegeben. Es gab nur einen Überlebenden, der gefunden wurde und aussagte, dass er vor dem Unfall Blitze um die Maschine gesehen habe, bevor er wenige Tage später starb.

Über einen Bekannten von mir habe ich von einem skandinavischen Soldaten in sehr hoher Position erfahren, der ungenannt bleiben will. Er gehörte damals, 1961, zur Bergungsmannschaft nach dem Unfall. Er sah die Leiche von Dag Hammarskjöld etwas abseits vom Rumpf der Maschine. Hammarskjöld war wohl beim Zerbrechen aus dem Flugzeug geschleudert worden. Der Skandinavier sah Gras und Erde zwischen den Fingern Hammarskjölds. Der UN Generalsekretär hatte offensichtlich überlebt und noch versucht, vom Wrack wegzukriechen. Der Skandinavier sah außerdem ein scharf konturiertes Einschussloch in der Mitte der Stirn von Hammarskjöld, Hammarskjöld war nach dem Absturz erschossen worden. Das wurde nach Angaben des skandinavischen Soldaten später auf einem Foto wegretuschiert.

Jan van Risseghem hatte sich bereits früher einem Kameraden anvertraut, der ihm zuerst nicht glaubte. Van Risseghem galt sogar als Verdächtiger. Aber da er ein wasserdichtes Alibi hatte, war er nie inhaftiert worden. Er ist als Rentner friedlich gestorben. Seine Stellungnahme war: „Ich habe die Mission ausgeführt, mehr gibt es nicht zu sagen, und dann muss ich mein Leben retten. Und: Manchmal muss man als Soldat eben Dinge tun, die man nicht mag.“ Man hatte mit großem Aufwand sein Flugbuch und die Flugbücher seiner Mitsöldner gefälscht, um den Eindruck zu erwecken, dass er im betreffenden Zeitraum gar nicht geflogen war und die in Frage kommenden Maschinen von anderen Piloten. Das war eine penible Geheimdienstoperation. Es ist mittlerweile auch bekannt, dass die NSA 1961 den gesamten Sprechfunk der Operation mitgeschnitten hatte, sehr wahrscheinlich über eine entsprechend ausgestatte DC-3, die die USAF am Unglücksor Ndola stationiert hatte.

Welche Hintermänner van Risseghem letztlich für den Mordauftrag verantwortlich waren und sind, ist noch unbewiesen. In NATO Kreisen, bei den US Untersuchtungskommissionen sowie bei der Integrity Initiative des britschen Militärgeheimdienstes ist man sicher, dass Wladimir Putin hinter dem Mord an Hammarskjöld steckt. Irgendwie. Was die CIA beweisen wird.

Aber ich will nicht zynischer werden, als unbedingt nötig.

Der Mord an Hammarskjöld wird mit Belegen und Zeugenaussagen in dem britischen Dokumentarfilm „Cold Case Hammarskjöld“ veröffentlicht, die in wenigen Tagen auf dem Sundance Filmfestival Premiere haben wird.

Hammarskjöld ist einer der Toten, die der westliche Tiefe Staat auf dem Gewissen hat. So wie später Olof Palme und Anna Lindh war er einer der Vertreter eines Schwedens, dass es nicht mehr gibt, des sozialdemokratischen Schwedens, das an der Auflösung der Militärblöcke arbeitete, an einer nuklearwaffenfreien Welt, an der Überwindung des Kolonialismus, an der teilweisen Übertragung von Schlüsselindustrien an die Arbeitnehmer, an einem von der Politk beherrschten Kapitalismus.

Hammarskjöld und der Mord an den Kennedy-Brüdern sind die Ursünde der westlichen Welt, ein Putsch des Tiefen Staates oder des militärisch-industriellen Komplexes gegen friedenswillige Politiker. Es sind unaufgeklärte Verbrechen.

Sie haben den Fluch der bösen Tat über uns gebracht. „Das ist der Fluch der bösen Tat, dass sie fortzeugend immer Böses muss gebären“, wie Schiller im „Wallenstein“ schrieb.

Die Minimumvoraussetzung für eine Umkehr wäre  die Anerkennung der Realität, die Aufklärung der Verbrechen über eine Wahrheitskommission wie in Südafrika. Verantwortung für die Verbrechen zu übernehmen, würde einen glaubwürdigen Neubeginn ermöglichen, um die Demokratie des Freien Westens vom Fäulnisgeruch zu befreien. Eine Art „Glasnost“ des Westens. Ein „Nürberger Prozess“ gegen die westlichen Kriegstreiber und -verbrecher.

Der niemals stattfinden wird, wenn man die Mächtigen nicht dazu zwingt. Die Relotius Medien werden dabei sicher keine Hilfe sein. Sie werden lieber das 378. Interview mit Prof. Butter veröffentlichen.

Man sollte sich aber vorbeugend schon mal die Namen der jeweils Beteiligten merken. Die sollten damit rechnen können, zur Verantwortung gezogen zu werden. Und das würde mindestens bedeuten, dass sie am Stiefellecken bei den Mächtigen in Zukunft gehindert werden.

Ich hoffe, dass ich das noch erleben werde. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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Fotohinweis: wikimedia.commons.org, Urheber: OTFW, Berlin, Lizenz CC BY-SA 3.0

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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31 Kommentare zu: “Tagesdosis 15.1.2019 – Der Mord an Dag Hammarskjöld ist aufgeklärt: und warum Sie nichts darüber erfahren

  1. Der Wahrheitsgehalt dieses Berichtes müsste doch durch eine Obduktion Dag Hammarskjölds untermauert werden können. Ein Stirndurchschuss kann wohl kaum verschleiert werden …. es sei denn durch einen Austausch des Schädels. Also werden wir es nicht erfahren, denn sie sind schlau und mächtig. Es ist wohl doch so, dass wir mit den Verbrechen der Machteliten leben müssen und uns mit „Verschwörungstheorien“ begnügen. Trotzdem Dirk Pohlmann meine Anerkennung für glaubwürdige spannende Recherche.

  2. Es ist für mich immer eine große Freude einen Bericht vn Dirk Pohlmann zu lesen, in diesem Fall zu hören.
    Brilliante Analysen und Recherchen zu Themen. Und es werden oft Aspekte beleuchtet und Sachverhalte ins Blickfeld gebracht, die mir zuvor entgangen sind oder die ich gar nicht wahrgenommen hatte.
    Wie Dag Hammarskjöld.
    Dirk Pohlmann – für mich einer der wirklich großen im Journalismus.

  3. Auch ich kann nur sagen: Dankeschön! Dieser Fall flog bei mir bislang ziemlich weit unter dem Radar. Ein weiterer Mosaikstein in einem inzwischen recht vollständigen Bild. Alles ergibt einen, wenn auch ekelhaften, Sinn. Um das nicht zu erkennen, muss man ein Hirn aus Butter haben – die Anspielung konnte ich mir nicht verkneifen. Wobei ich bei Butter eher annehme, dass er die Zusammenhänge durchaus erkennt, aber er wäre seine lukrativen Aufträge ja allesamt auf einen Schlag los, wenn er das auch nur durchsickern lassen würde. Mal abgesehen davon, dass es eine menschliche Schwäche ist, eigene Fehler nicht zugeben zu können, und zwar umso weniger, je öfter man sie gemacht hat. Butter wird also – als DER „Verschwörungstheorie-EXPERTE“ – auf blöd machen.

    Und mit ihm die Relotius-Medien mit ihrem Journalisten-Verband, der jetzt gerade in den Fokus rückt, weil sein Vorsitzender RT-Deutsch im TV verhindern will. Ich habe das zum Anlass genommen, mal die täglichen Tweets zu studieren, die dieser Verband so absondert – da wird einem vieles klar. Diese Sache wäre auch ein guter Stoff für eine Tagesdosis. Die „Nachdenkseiten“ legen schonmal vor:

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=48497

  4. @Dirk Pohlmann; ein brillianter Artikel aber bitte keinen Nürnberger Prozess!
    Denn der war mindestens so verlogen und doppelzüngig wie seine angeblich so reinwestigen Protagonisten auf der Klageseite. Im Grunde genommen wiederum eine Frucht des Bösen. Wie Schiller schon so treffend sagte; das ist der Fluch der bösen Tat, dass sie fortzeugend immer Böses muss gebären.
    Und auf der bösen Tat baut leidlich und zum Wehe aller, der ganze Westen samt seiner Werte und Demokratur seit nunmehr über 100 Jahren…
    Besserung?…nicht wirklich in Sicht.

  5. Der Mord an Dag Hammarskjöld…

    Ich muß zugeben, ich hatte bisher keine Kenntnis, weder zu Dag Hammarskjöld noch zu seiner Funktion bzw. den Umständen seines Todes. Wieder eine Wissenslücke geschlossen, Danke Dirk Pohlmann, und Dank auch an KenFM!
    Diese Dosis heute, ist wieder sehr heftig und eine weiteres Puzzle-Teil, welches das Bild über das bestehende System komplettiert.

  6. Chapeau! Herausragend guter Artikel. Sehr informativ und trotzdem unterhaltsam (regelrecht spannend) zu lesen. Danke erstmal dafür!

    Finde es extrem gut, dass die Lüge um Hammarskjoeld jetzt offensichtlich wird und sich wieder mal eine Verschwörungstheorie als Verschwörungstatsache herausstellt. Steter Tropfen höhlt den Stein. So traurig das Alles ist, wir haben ein Argument dazugewonnen.

  7. Ich muss leider gestehen, bei der Vielzahl der Verbrechen einfach den Überblick zu verlieren, was fatal ist, wenn ich mit anderen Menschen über so etwas diskutieren möchte.

    Gibt es vielleicht eine Art Zusammenfassung, eine Tabelle, eine Broschüre was auch immer, in der die Verbrechen, False Flag Aktionen, Morde und fingierten Kriegsgründe der letzten 150 Jahre mal aufgelistet sind?
    Und zwar nur Sachen, die zweifelsfrei erwiesen sind. Auf diese Art könnte man interessierten Menschen einen schnellen Überblick geben, wozu diese Leute imstande sind.
    09/11 und co sind sicher wichtig, die Diskussion jedoch schwierig, solange viele Menschen immer noch über ein nicht angebrachtes Grundvertrauen in diese Strukturen verfügen, und vieles automatisch in die verschwörungstheoretische Ecke gestellt wird.
    Ich meine einfach ein paar prägnante Sätze zum Ereignis selbst, den Hintergründen, den Verantwortlichen, den Beweisen, auf wenigen DinA4 Seiten, chronologisch. Vielleicht könnte man das als Flyer herausbringen, zum Ausdrucken für jeden.

    • „Das Lexikon der Verbrechen des US-Imperiums 1945-2018“ wäre doch ein passender Titel…

    • Moin, Timse, einen guten Ueberblick geben die zwei Buecher von
      Peter Priskil
      der kalte Krieg
      Wie der Mono-Imperialismus in die Welt kam
      mfG

    • Tolle Idee, Timse!
      Geht mir genauso. Eine halbe Stunde, nachdem ich so eine tolle Analyse gehört hab, bring ich dann schon die Jahreszahlen, Namen und alles mögliche andere durcheinander.
      Der Blick ist zwar klarer geworden, aber die Details verschwimmen.

      Man könnte so ein Ringbuch machen, wie früher die Kochrezept – Sammelbücher. Pro Seite eine in den Stand der Verschwörung „geadelte“ Verschwörungstheorie.
      Dann kann man die neuen, aufgeklärten Fälle dazuheften. Derer wird es sicher noch viele geben….

    • Danke Hog, vielleicht sind die was für mich, aber ich dachte eher an etwas noch Kleineres.

      Und ja, Wampir, das wäre sicher ein passender Titel, oder zumindest der Titel für das dickste Kapitel in diesem Buch, aber ein Buch muss man eben auch wieder lesen, und ich bekomme meine Diskussionspartner selten dazu, auch nur einen Internetlink zu öffnen.

      Tatsächlich dachte ich an Briefkastenformat. Damit könnte man noch weitere Menschen erreichen:)
      Sicherlich wäre das eher ein Scharfmacher, der kaum mehr als Neugier wecken könnte. Wenn da aber alle Infos wasserdicht sind könnte es was bewirken, der ein oder andere wird es prüfen wollen.

      Und das mit dem Ringordner ist auch gut! Eventuell als ein separates Projekt.
      Von jedem Vorfall ein zusammenfassendes PDF zum Downloaden und archivieren. Ist sicher auch gar nicht schlecht, sich nicht nur auf das Internet zu verlassen. Wenn Zigtausende wichtige Dokumente, wenn auch stark komprimiert, im Regal stehen haben, wird es mit der Geschichtsfälschung schwieriger.
      Nur wird das jemand anfertigen müssen, der wirklich Ahnung hat, Zeit rein steckt, und dem es nicht so geht wie Daliah und mir, weil er eben viel tiefer drin ist.
      Die eine Person gibt es da vermutlich gar nicht, müsste wohl ein Gemeinschaftsprojekt sein.

    • Die Idee gefällt mir richtig gut.

      Übersichtlich muss es sein, auf das Wesentliche reduziert und es muss klar sein, dass es sich um Fakten handelt. Aber das hast du ja alles schon umrissen, Timse.
      Wichtig ist, dass es den Relotiusmedienkonsumenten nicht verwirrt, sondern neugierig macht.

      Es könnte auch heißen: „Wenn aus Verschwörungstheorien Verschwörungen werden….“

      Ich frag mal meine Cousine. Sie ist gerade auf der Suche nach einem neuen Buchprojekt. Und seit zwei Wochen KenFM – Junkie.

      Vielleicht stolpert ja auch jemand anderes über unsere brainstorming- Spinnerei und fühlt sich befähigt und berufen?!

      Ich nehm auf jeden Fall schon mal 5 Hefte 🙂

    • Es ist zu bezweifeln, ob sich Bewußtsein durch kalte Information entwickeln oder gar bei anderen „herbeizwingen“ läßt. Bewußtsein ist das, von dem ich weiß, daß ich es weiß. Manchmal denke ich, daß eigentlich alle Menschen alles wissen, aber eben noch nicht wissen, daß sie es wissen. Mir fehlt allerdings eine Vorstellung, was zur Bewußtwerdung unbewußten Wissens führt. Vielleicht arbeitet irgendwo in uns eine Art geheimer Intelligenz, die auf unerfindlichen Wegen mit allen Menschen verbunden ist, eine kollektive Intelligenz, die manchmal kleine Vulkanausbrüche hat. Irgend so etwas muß es wohl sein.

      Eine gute Nacht allen hier bei kenfm

    • Hallo loup,

      das,was du sagst, hat schon eine spirituelle Dimension.
      Ich vermute, dass jeder Mensch die Fähigkeit hat zur Erkenntnis der Wahrheit. Ich halte das für ein ur- menschliches Prinzip.

      Alexander Wagant sagt das in etwa so: Wenn die Wahrheit im Raum ist, muss die Lüge gehen.
      Deshalb lässt man die Menschen in den entsprechenden Medien ja auch nicht aussprechen. Was die Wahrheit mit den Menschen macht, das kann man dann nicht mehr kontrollieren.

      Denn die Wahrheit nimmt man auf einer viel tieferen Ebene wahr, als die Lüge.
      Und ich glaube, jede Information, die wahr ist, hat das Potential, Menschen tief zu berühren; viel tiefer, als es die Lüge kann.

      Ich bin vor ca. 8 Jahren bei der Suche nach Unterhaltung auf youtube – hab mich bis dato nie für politische Inhalte interessiert, weder auf der Relotius- noch auf der alternativen Seite – auf einen 9/11 Bericht gestossen und er ist so tief in mich reingefallen, dass ich seitdem nicht aufgehört habe, nach der Wahrheit zu suchen.

      Es kann ein Text sein, ein Video, ein gesprochenes Wort, ein Bild……Hauptsache, es ist die Wahrheit!

      Nur manchmal vergißt man die Arbeit darüber…bin dann mal arbeiten 🙂

      Dir einen wahrhaftigen, frohen Tag heute!

    • Mein Dank an alle für die Resonanz.

      Paleene, das Buch habe ich schon, auf Empfehlung von Ken in einer Ausgabe von MMM, und es gefällt mir sehr gut, erfüllt aber leider den Zweck doch nicht ganz.

      Werden wir von „elitärer“ Seite mit einer Kampagne überzogen, wissen aufgeklärte Menschen, dass es höchste Zeit ist das Gegenteil des Geforderten zu tun, der Rest ist dem mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert.

      Unterstützt werden diese Kampagnen meistens mit allerlei Marketing, von sich dem Auge angenehm präsentierenden Aufklappbroschüren bis hin zu Flugblättern, oder wie im Falle der letzten Wahl, mit Lautsprecher bestückten Kleintransportern, die die CDU proklamierten.
      Kurzzeitig fuhr so ein Objekt durch unsere Straße, aber es war schneller weg als ich die Eier parat hatte.

      Genau sowas bräuchten wir auch, vom Prinzip her. Ein ins Auge springendes, durch Fakten überzeugendes Instrument, was auch Leute mitnimmt, die vorher gar nicht in diese Richtung gedacht haben, die verzweifeln, aber nicht wissen warum, und von alternativen Medien noch keine Ahnung haben.
      Es gilt Reichweite zu generieren. Und warum nicht per Flyer und Flugzeug, hier und da? Da wäre natürlich ehrenamtliche Mitarbeit gefragt. Piloten gibt es, Flugzeuge auch, so als Beispiel.

      Wenn es an reiner Arbeitskraft oder Ressourcen fehlen sollte, ich wäre auf jeden Fall auch dabei. Ich bin kein Insider, aber ich kann schreiben, gegenprüfen, ausdrucken…

      Müsste als Projekt hier bei KenFM und auch den Nachdenkseiten offiziell kommuniziert werden.

      Die Nachdenkseiten werden übrigens zur Zeit auch massiv attackiert. Zeigt euch solidarisch Leute!

      Nächtle:)

    • An Daliah8 (16.01., 10:22)

      Ja, verstehe, der Riß in der Matrix! Ein einziger solcher Riß genügt schon: Klick, und alles ist anders.

      Eine gute Nacht wünscht… loup

    • Ja, nur wer könnte es umsetzen?
      Kennt jemand einen Autor, Blogschreiber…der das machen könnte?
      Käufer für das Heft wären, denke ich, garantiert.

    • Nichts gegen den Kopp-Verlag, aber für den Anfang würde es sicher reichen, wenn es um möglicherweise politische Morde, Umstürze bzw. um tatkräftige Einmischung in die Politik anderer Länder, und Kriegsanlässe gehen würde und um die entsprechenden Beweise, wenn die Sache aufgeklärt wurde, z.B. nach Aktenfreigabe

  8. Tausendmal Danke lieber Dirk Pohlmann !!
    Wusste bisher noch nix davon.

    Ihre Artikel sind nicht nur informativ und gut geschrieben, sondern sie zeigen immer wieder auch auf (weil wohl frei von jeglichen Pestiziden und chemischen Zusätzen), mit welchem nährstoffarmen, dick und fettmachenden Fastfood wir von den MC Medien abgespeist werden.

    Danke!

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