Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.
+++
Bildhinweis: wikicommens: Fotothek_df_ps_0000010_Blick_vom_Rathausturm
+++
Alle weiteren Beiträge aus der Rubrik „Tagesdosis“ findest Du auf unserer Homepage: hier und auf unserer KenFM App.
+++
KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.
+++
Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/
+++
Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK



22 Kommentare zu: “Tagesdosis 15.2.2020 – Bombardierung Dresdens im Februar 1945: Eindeutig ein Kriegsverbrechen”
Danke, Herr Ploppa, dass Sie sich dieses Thema angenommen haben!
Es ist dies ein wirklich schauriges Thema…
Die Vernichtung der Stadt Dresden und die Ermordung der einheimischen Bevölkerung und von zumindest 1Mio Flüchtlingen stellt ein Menschheitsverbrechen und ein Kriegsverbrechen von welthistorischem Ausmaß dar.
Das Außenministerium der USA stellte fest: es sind in diesen 2 Tagen mindestens 250.000 Menschen ums Leben gekommen (zitiert nach Heinz Huber, Artur Müller, Waldemar Besson (1969) , das 3. Reich in Bildern und Dokumenten Band 6, Verlag Kurt Desch München Basel, S.85-88).
Im Buch von David Irving, Der Untergang Dresdens, Feuersturm 1945, Verlag Arndt 2006, Kiel, liest man auf Seite 1 von Gerhard Hauptmann: "Wer das Weinen verlernt hat, lernt es wieder beim Untergang Dresdens."
Herr Irving gilt nach meiner Kenntnis als "umstitten". Er arbeitet allerdings nach einer nachvollziehbaren Methode, heranziehen aller verfügbaren Originaldokumente – keine Bewertung von Fakten, Tatsachenwahrheiten (um dieses philosophische Wort zu bernutzen, das Frau Ahrend häufiger benutze), sondern – wie gesagt – umfängliche Recherche und Analyse der Tatsachen.
Der "Bericht" von Müller, Zitat 11, des Beitrags von Herrn Ploppa stellt eine politische, also willkürliche, Zusammenstellung und Bewertung dar.
Ich komme zu dem Schluß, dass mindestens 500.00 Menschen ermordet wurden. Die "offizielle" Zahl von 20.000 bezieht sich vielleicht auf identifizierbare Opfer mit Pass, Ausweis, oder die Opfer in einer Stunde der Angriffe. Die Leichen konnten zumeist gar nicht identifiziert werden, weil sie derart verstümmelt und verkohlt waren, dass ein Mensch als solcher gar nicht mehr zu erkennen war.
Dresden war keinerlei militärisches Ziel. Die Planung und Durchführung dieses Angriffs war und ist noch heute ein Verbrechen, das aktuell weitgehend mit Schweigen und Lügen übergangen wird. Hierzu hat
A. Eberl sagt: 16. Februar 2020 at 22:19
aktuelle Eindrücke berichtet.
In diesen Zeiten leben wir…
Geschichte wird von den Siegern geschrieben!
„Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft: wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.“
George Orwell
Ich war gestern auf der Demonstration gegen die Münchner (Un-)Sicherheitskonferenz in München. Diese "Sicherheitskonferenz" dauerte vom 14.-16. Februar 2020 – also bis auf einen Tag exakt 75 Jahre nach der Bombardierung auf Dresden! Es waren zwar Demonstranten da, um gegen diese Veranstaltung eines ungewählten Mannes (Ischinger) zu protestieren, aber mir schienen es nicht besonders viele zu sein.
Es waren vor einigen Jahren schon mal viel mehr.
Zum Artikel: Gerade die Erinnerung an den erschütternden Bombenterror auf Dresden vom Februar 1945 sollte daran erinnern, was Krieg an Leid mit sich bringt. Aber Ischinger, Kramp-Karrenbauer, Merz, Pompeo, von der Leyen, Steinmeier und einige andere bauen wieder eifrig Feindbilder auf: Russland, China, Iran. Aber die Iraner, die Russen, die Chinesen, die Libyer und alle anderen Menschen gehören alle zur Menschheitsfamilie. Ich will nicht, dass ihnen etwas geschieht. Um wirksam zu verhindern, dass es zu einer katastrophalen, kriegerischen Konfrontation gegen diese Menschen kommt, müsste ein viel größerer Ruck durch das Bewusstsein der Menschen in Europa gehen – und auch durch die Köpfe der Presse der ÖR:
Ein Beispiel: Heute-Sendung, 19:00 Uhr von heute, 16.2.2020: Auf der Münchner "Sicherheitskonferenz" hätten sich die Teilnehmer heute mit Libyen beschäftigt. Besonders das Waffenembargo sei ein großes Thema gewesen. Schon morgen wollen sich die europäischen Außenminister beraten, wie das Waffenembargo besser durchgesetzt werden könne – eine Überwachung aus der Luft sei wahrscheinlich. Danach wird Wolfgang Ischinger eingeblendet. Er sagt, er sei nun zuversichtlicher als noch vor drei Tagen. Oje – wenn er zuversichtlich ist, ist das für mich ein Alarmzeichen!!! Ischinger: „Ich habe den Eindruck, die Europäische Union beginnt, sich mit der Frage zu befassen: Müssten wir vielleicht in der Tat die Sprache der Macht lernen.“ (Ende Zitat Ischinger). Soll also jetzt ein Libyen-Einsatz das Einfallstor für einen Krieg werden?
Mit dem Satz, Europa müsse auch die Sprache der Macht lernen, widerholt er das, was am 8. November 2019 die künftige EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vor der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin gesagt hatte: «Europa muss auch die Sprache der Macht lernen.» […] Das heißt zum einen, eigene Muskeln aufbauen, wo wir uns lange auf andere stützen konnten – zum Beispiel in der Sicherheitspolitik.»
https://www.tagesschau.de/ausland/von-der-leyen-rede-101.html
Beide sagen also, sozusagen, als imperativen Gedanken: "Europa müsse die Sprache der Macht lernen."
Dies scheint also die neueste Sprachregelung zu sein, die Ischinger und von der Leyen von irgend jemandem vorgegeben worden ist – denn dass sie selbst zufällig beide auf diese gleichen Worte gekommen sind, bezweifle ich. Irgendwo, in irgendeinem Thinktank wurde das von – uns unsichtbaren – Akteuren ausgedacht – und diese beiden, von den Bevölkerungen Europas nicht gewählten Personen, Ischinger und von der Leyen, beten dies nach und wollen es – in verantwortungsloser Weise in die Köpfe der Europäer hämmern. Es scheint die Steigerung des anderen, Orwellschen Slogans zu sein: "Mehr Verantwortung in der Welt zu übernehmen", was nichts anderes bedeutete, als Angriffskriege führen, damit die US-Oligarchen und die internationalen Rohstoff-Konzerne noch billiger an die Rohstoffe dieser Welt kommen und konkurrierende Länder ins Chaos stürzen können. Und die Landstreitkräfte für diese verbrecherischen Rohstoffkriege sollen aus Europa kommen – nichts anderes bedeutet diese Sprachregelung. Die Europäer sollen wohl als Söldner und Vasallen missbraucht werden, so wie das alte Rom die Germanen als Krieger gegen andere Germanen missbraucht hat. Und Ischinger und Co. – liefern sie uns bereitwillig ans Messer? Ich empfinde das, was sie tun, als Verrat an uns und an den wahren europäischen Interessen, denn Europa hat das höchste Interesse, dass es harmonisch und friedlich mit seinen eurasischen Partnern lebt und fairen Handel treibt und mit Verständnis auf Russland, China und den Iran eingeht – und nicht, dass es sich auf Konfrontationskurs treiben lässt.
In diesem Text zeige ich auf, welche Personen solche Sprüche und Feindbilder seit Jahren in die Köpfe der Deutschen hämmern – es sind eigentlich immer wieder dieselben Personen:
https://www.rubikon.news/artikel/die-selbstzerstorung-deutschlands
Mein Vater hat als Siebenjähriger die Bombardierung Dresdens nur durch einen glücklichen Zufall überlebt. Mein ganz subjektiver Eindruck ist, dass der Film "Werk ohne Autor" von Henkel von Donnersmark deshalb wider alle Erwartung keine internationalen Preise geholt hat und von der deutschen Kritik ungerechtfertigt negativ aufgenommen wurde, weil er u.a. die Vernichtung Dresdens ungeschminkt als das zeigt, was sie war: ein Verbrechen. Tausend Dank an Herrmann Ploppa und die Ken-FM-Redaktion für das Verfassen und Publizieren dieses großartigen, mutigen Artikels!
Toll, dass Du den Film "Werk ohne Autor" erwähnt hast, für mich einer der Besten des vergangenen Jahres.
Churchill sagte doch sinngemäß: Wir führen nicht Krieg gegen Hitler, sondern Krieg gegen das deutsch Volk.
Es hat ihm nur keiner zugehört. The great Nation USA mit ihren englischen Gehilfen sucht den Auftakt für Teil 3 auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Bei all diesen Kriegen ist die Vertreibung und Ausrottung bestimmter Völker Teil des Plans.
Und Stalin sagte, die Hitler kommen und gehen, aber das deutsche Volk bleibt! %
Da kann man nur sagen, der dickleibige Churchill war das verkommenste Subjekt des 20. Jahrhunderts nach seiner Fulton-Rede von 1946 (Marschieren mit der Waffen-SS gegen die Sowjetunion) nach dem II. Weltkrieg. Abgesehen davon hat dieser Kolonialist schon 1922 Sulaimaniyya und die dortigen Kurden mit Giftgas bombardieren lassen und 1940 – 44 mehr als 10 Millionen Bengalen dem Hungertod preisgegeben, nur um die Japaner besser bekämpfen zu können! Frage – wer ist hier der größere Blutsäufer, wenn man all die krypto-faschistischen Lügen über Stalin mal richtig stellt!
Auch heute noch: Nürnberg für alle, gleich welcher Couleur!
Besser Den Haag für alle NATO-Staaten wegen: Irak, Jemen, Sudan, Mali, Jugoslawien, Libyen, Syrien, Palästina etc….!
Das Ende eines Krieges, weist immer auf den Anfang eines Krieges. Das heißt, wie geht die Siegermacht mit dem Kriegsverlierer um. Das Schwarzweißbild, also die klare Trennung von Gut und Böse ist ausgesprochen dumm, da dadurch ein ewiger Konflikt schwillt und schnell zum Zünden gebracht werden kann.
Jede Statistik, jede Zahl ist nur Ausdruck einer bestimmten (meist gewollten) Sichtweise. Wenn heute das "Gutachten und Ergebnisse der Dresdner Historikerkommission" von 25 000 Opfern ausgeht, dann kann man nur von einer klinisch bereinigten Zahl sprechen und nicht von einem wissenschaftlichen Ergebnis. Jede saubere Wissenschaft muss ihre "Laboreingrenzung" und "unberücksichtigte Parametern" öffentlich benennen. Wer diese Dinge verschweigt, betreibt bewusst manipolierte Ideologie und verfolgt eine Geschichtsumdeutung. Damit wird der Konflikt nicht geheilt.
Im Umgang 75 Jahre nach der Bombadierung von Dresden (Symbolstadt eines grausamen Endes) zeigt, dass eine Versöhnung zwischen öffenlicher Meinung und gesellschaftlicher Betroffenheit nicht gewollt wird. Daraus ergibt sich die Frage nach dem Warum? Der Kampf um die Deutungshoheit impliziert, dass die wahrhaften "Gedankentäter" weiterhin unerkannt bleiben wollen. Es ist die Aufrechterhaltung eines gesellschaftlichen Modells und gleichzeitig die Unfähigkeit gesellschaftliches Zusammenleben in neuer Weise zu denken.
Ein Lösungsansatz bietet die soziale Dreigliederung nach Rudolf Steiner. Der neue Ansatz beruht auf einer organischen Trennung von Wirtschaft, Recht und Kultur. Alle drei Bereiche folgen unterschiedlichen Gesetzmäßigkeiten und sind durch eine bewusste eingeführte Wandlungsfähigkeit des Geldes (als lebenserhaltendes Element) miteinander Verbunden.
Drei Kurztexte anlässlich US-Manöver "Defender Europe 2020", Corona-Virus und "Sicherheitskonferenz"
Gegen Faschismus, Kapitalismus und Krieg
Von Elisabeth Monsig
Das große Manöver ist die Vorbereitung für den nächsten Krieg. Ich bin 96 Jahre alt und habe die sechs Jahre Weltkrieg überlebt. Und mit dieser Erfahrung möchte ich das Manöver zumindest in geäußerten Gedanken vorbereiten. Also in einem großen Haus (Irrenhaus) müsste man einen Luftschutzkeller einrichten: viele Sitzgelegenheiten und Matratzen für die Nächte – fürchterlich große Kriegsfilme laufen lassen – alle 30 Minuten eine Fliegeralarm – eine Sirene, die aus dem Schlaf reißt. Dort sollten alle, die sich für das Morden begeistern, drei Wochen eingesperrt werden, in der Woche dreimal etwas zu Essen bekommen – keine gebratenen Hähnchen, stattdessen gekochte Kartoffeln oder trockenes Brot (Ein Brot auf dem Schwarzmarkt in Köln kostete 40 Reichsmark), Thermoflasche mit Kaffeeersatz. Am Kellerfenster könnte man Schutt hineinkippen, so wie wenn draußen eine Bombe gefallen wäre (meine Tante wurde mit Baby in ihrem sicheren Luftschutzkeller 1943 durch eine 10-Zentnerbombe verschüttet). Ich würde wetten, dass eine Therapie für alle Kriegstreiber wirksam wäre. Bitte nehmt es mir nicht übel: Kapitalismus, Faschismus und Krieg stehen unserem Weltfrieden entgegen. Und nur gemeinsam können wir den Frieden erringen.
*
Täglich die grausamen Nachrichten über die ansteckende Epidemie und die vielen Toten. Ja, es ist schon schlimm, und viele Menschen machen sich Sorgen, ob für genügend Abwehr vorgesorgt wurde. Ja, die Menschen werden über die Medien täglich informiert, wie viele an dieser Krankheit täglich sterben. Kann sich jemand vorstellen, dass wir über unsere Medien täglich informiert werden, wie viele Millionen Menschen in den Kriegseinsätzen zur Flucht getrieben oder ermordet werden. Die Kriegstreiber haben die Sicherheit, dass ihre Verbrechen dem "dummen Volk" vorenthalten werden.
*
Der Blitz schlägt ein, und der Regen fällt, und der Wind hat die Wolken gebracht, doch der Krieg ist kein GESETZ DER NATUR. Den Krieg haben Menschen gemacht. Die rote Oma, 96 Jahre, ruft allen friedliebenden Menschen zu: Spuckt den Kriegstreibern in die Suppe, seid bereit für die Völkerfreundschaft. Ich mache mir wirklich große Sorgen, da in Kürze die "Sicherheitskonferenz" tagen wird. Da hätte ich gerne gewusst, um welche Sicherheit es dort geht! Im Wörterbuch ist die Sicherheit in allen Varianten: Schlösser, Schlüssel, Sicherheitsgurt oder -gürtel, Treppen, usw. Ich habe an die Teilnehmer der Sicherheitskonferenz nur eine einzige Empfehlung: Erzwingung des Weltfriedens, 100 Jahre ohne kriegerische Vorhaben. Die Weltbevölkerung unter dem Gedanken der Völkerfreundschaft von den großen Völkern bis zu den kleinsten Stämmen. Für die Menschheit und die Natur ein Aufleben: Freundschaft, Solidarität, Anerkennung. So meine Gedanken. Wir brauchen keine Aufrüstung und schon gar kein drohendes Manöver gegen Russland. Wir brauchen Frieden für die Menschheit – ohne Faschismus, Kapitalismus und Krieg.
Elisabeth Monsig (96) ist bis heute für den Frieden aktiv.
(NRhZ)
Wir kennen heute nicht den großen Plan der Verbrecher unseres Landes, geschweige denn der Nato. Säbelrasseln ist immer der Anfang von Gewalt , gegen wen auch immer. Die Deutung darüber können wir Dank dieser unabhängigen Medien uns alle erarbeiten. Widerstand, wie z.B. die Geschwister Scholl nebst ihren Freunden ihn leisteten, bedeutet aber vorallem Mut im täglichen Leben. Die Friedensbewegung wird immer wieder durch Spaltpilze geschwächt. Derweil wird überall auf der Welt gemordet und Infrastruktur vernichtet.
Das ist der satten Deutschen Bevölkerung (es geht uns heute so gut wie noch nie….) sehr schwer nahe zu bringen.
Doch sind wir nicht allein.
Solidarität, Völkerfreundschaft, Weltfrieden und Bescheidenheit – danach sehnen sich viele Menschen.
Sie wollen aus der Konsumfalle aussteigen. Es gibt schon die ersten Genossenschaften auf unterschiedliche Art und Weise.
Fangen wir einfach an.
Aus passivem Widerstand wird irgendwann aktiver.
Bleibt alle behütet und wachsam!
Vielleicht sollten die Ostermärsche dieses Jahr keine unterschiedlichen Routen haben sondern durch Berlin führen?
Buddha weiss: Wenn ein weiser Mensch leidet, so fragt er sich «Was habe ich bisher getan, um mich von meinem Leiden zu befreien? Was kann ich noch tun, um es zu überwinden?» Wenn aber ein törichter Mensch leidet, so fragt er: «Wer hat mir das angetan?»
Glück hängt nicht davon ab, wer du bist oder was du hast; es hängt nur davon ab, was du denkst.
Das goettliche beginnt dort ,wo aller Schmerz endet.
Während der Neoliberalismus die Opfer seiner Transformationsprozesse als für ihre Situation selbstverantwortlich erklärt, hat er es zugleich geschafft, für die politischen und ökonomischen Entscheidungsträger eine »Kultur der Verantwortungslosigkeit« (C. Wright Mills) zu etablieren. Durch die ideologische Behauptung, dass diese Entscheidungsträger nur Sachzwängen und Naturgesetzlichkeiten des globalisierten freien Marktes Rechnung tragen würden, werden die Folgen dieser bewußten Entscheidungen – die Agenda 2010 ist ein prominentes Beispiel – dem menschlichen Verantwortungsbereich entzogen. Der Neoliberalismus hat eine neue Kategorie menschlichen Tuns hervorgebracht, nämlich Taten ohne Täter. Damit hat er den Opfern dieser Taten die Möglichkeit genommen, diese Taten als menschliche Taten zu verstehen, sie Tätern zuzuweisen und aus diesen Taten angemessene Konsequenzen für ein gesellschaftliches Handeln zu ziehen.
Die systematische Erzeugung von sozial-ökonomischer Unsicherheit lässt in der Gesellschaft zwangsläufig große Empörungs- und Protestpotentiale entstehen und damit politische Veränderungsbedürfnisse. Der Neoliberalismus benötigt daher besonders wirkungsmächtige Methoden, diese Veränderungsbedürfnisse zu neutralisieren und auf Ablenkziele umzuleiten.
(…)
Der Neoliberalismus hat zu einem zivilisatorischen Regress einer Entzivilisierung von Macht geführt, als dessen Folge unsere Gesellschaft und unsere Lebensgrundlagen zerstört werden. Ein wirksames zivilisatorisches Gegenmittel kann nur von unten kommen und muss von unserer Entschlossenheit und unserer unbeirrbaren Überzeugung geleitet sein, dass es keine Form gesellschaftlicher Macht geben darf, die nicht demokratisch legitimiert ist. Ein solches Projekt hat zu seiner notwendigen Voraussetzung, zunächst die mit dem Neoliberalismus zum Extrem getriebene soziale Fragmentierung und Atomisierung zu überwinden und auf der Grundlage eines egalitären Humanismus – also einer Anerkennung aller Menschen als Freie und Gleiche ungeachtet ihrer faktischen Differenzen – Solidarität und Gemeinschaftssinn als Fundamente gesellschaftlichen Handelns zurückzugewinnen.
(Rainer Mausfeld, Angst und Macht – Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien)
Und, zudem … hat Herr Ganser im kürzlich veröffentlichten Vortrag, nicht darauf hingewiesen (dort auch nicht zum ersten Mal), "glauben sie nicht alles, was sie denken."
Zum Schluß, vielleicht zum ausführlichen selberlesen:
Glück boomt. Seit den neunziger Jahren explodiert die Zahl der Glücksseminare und Glücksratgeber. In den Medien werden immer wieder gerne Experten zu Fragen von Gesundheit, Sinnfindung, Selbstverwirklichung usw. interviewt. Der Grundtenor: Es liegt in der Verantwortung des einzelnen Menschen, ob er glücklich wird oder nicht. Die international renommierte Soziologin Eva Illouz hat jetzt zusammen mit dem Psychologen Edgar Cabanas ein interessantes Buch über die Glücksindustrie vorgelegt. Unser Autor Udo Brandes hat es für die NachDenkSeiten gelesen.
(…)
Statt Gehorsam Arbeit am Selbst
Das Buch ist eine Abrechnung mit der Glücksindustrie. Die Autoren belegen ihre Kritik an der von dem amerikanischen Psychologen Martin Seligman begründeten Positiven Psychologie und der darauf fußenden „Glücksforschung“ vielfältig und mit sehr guten Argumenten. Ihr vernichtendes Urteil:
„Um es freiheraus zu sagen: Die Glücksforschung ist eine Pseudowissenschaft, deren Postulate und Logik sich durchweg als fehlerhaft erweisen. Der pragmatische Philosoph Charles Peirce hat einmal gesagt, eine Argumentationskette sei nur so stark, wie ihr schwächstes Glied; die Glückswissenschaft jedoch stützt sich auf zahllose Annahmen, die jeder Grundlage entbehren“ (S. 17).
Weiter kritisieren sie, was „Glücksforscher“ predigen, sei ein mächtiges Instrument für Organisationen und Institutionen, um sich „gehorsame Arbeitnehmer, Soldaten und Bürger schmieden zu können“. Während im 18. und 19. Jahrhundert der Anspruch auf individuelles Glück noch auf eine Überwindung der bestehenden Verhältnisse abzielte, sei es heute genau umgekehrt: Heute sei das Streben nach Glück „ein Werkzeug im Dienst der zeitgenössischen Macht“. Was früher der Gehorsam gewesen sei, sei heute die „Arbeit am Selbst“ (alle Zitate S. 203).
Aus:
„Dieses Buch ist eine Abrechnung mit der Glücksindustrie“
Udo Brandes
07. Februar 2020 um 9:48 Ein Artikel von Udo Brandes | Verantwortlicher: Redaktion
(NachDenkSeiten)
Ahoi Martin Bauer,
verdammt zur Untätigkeit. Auch Epikur sah das als Weg („… die schönste Frucht der Selbstgenügsamkeit ist die Freiheit.“), jedoch dürfte es nicht im menschlichen Interesse liegen.
Zu Fühlen ist essentieller Bestandteil des Lebens, jede Kränkung und Ungerechtigkeit gleichmütig hinzunehmen heißt bereits tot zu sein.
Hey,hey hey…
Macht euch mal keine Sorgen.
Mein "You Tube" wird seit Wochen sabotiert und damit indirekt zensiert.
Mein Internet war 2016 ueber Wochen lahm gelegt bis wir mit "trace route"
die Knotenpunkte der Verstopfung ausfgedeckt hatten.
Nur weil ich meine 98,6 Prozent "inneren Affen" nicht fuettere und fuettern lasse,
heisst das noch lange nicht ,dass ich tot bin.
John Lennon wusste:
"Wenn es darum geht Gewalt zu benutzen, spielst du das Spiel des Systems. Das Establishment wird dich irritieren, um dich zum kämpfen zu bringen. Denn sobald die dich gewalttätig gemacht haben, wissen sie mit dir umzugehen. Die einzigen Dinge mit denen sie nicht umzugehen wissen, sind Gewaltlosigkeit und Humor.
Buddha wusste:
"Es gibt Menschen, die überall etwas suchen, das sie aufregt.
Und dann gibt es Menschen, die etwas suchen, das sie inspiriert."
Love it,do it!
Die harmonische L(i)ebensenergie transformiert sich aus unser 1,4 %, ich sage mal
"goettlichem Bewusstseingenetik".
Sie ist ausgesprochen sanft und machtvoll zu gleich.
(Weiches Wasser schleift den Stein)
“Everything will be okay in the end. If it's not okay, it's not the end.”
― John Lennon
ok, da bin ich auch froh )
sollte kein hype zum Überdrehen sein. habe mich selbst lange in der Technik des "Zurücktretens" geübt, hatte es diesbezüglich leicht, da ich zu Anfang nicht selbst betroffen war sondern mich der Umgang mit anderen gestört hat.
Verabscheue es nach wie vor, macht zwar handlungsfähiger doch ein anderer Umgang miteinander würde solch kontrolliertes Leben weitgehend erübrigen.
Auch die gesellschaftlichen Umstände gehören dazu und müssen verändert werden… das blendet der Buddhismus aus (, oder weiß ich zu wenig darüber?) Das war jedenfalls der Trigger zur Antwort.
Starikov stellt die Frage, "wer Hitler gezwungen hat die UdSSR zu überfallen?"
Waren es womöglich die gleichen Täter, die nicht nur den 1.WK, sondern auch den 2.WK eingetütet haben? Es gibt ja Stimmen, die sagen, dass " Der Krieg wurde in London vorbereitet und dann von Berlin mit dem Ziel unseres Untergangs (UdSSR) geführt. Wir (UdSSR) sollten das kollektive Opfer werden." (S. 280)
Angenommen, Dresden hätte im Westen gelegen z.B. wie Trier, gäbe es dann ein solches Massaker?
Und sind die Verrückten heute immer noch am Werk?
https://www.fit4russland.com/images/Wer_hat_Hitler_gezwungen_Stalin_zu_ueberfallen.pdf
Willy Brandt warnte in seinem Vortrag anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo am 11.12.1971 vor den „vielen Verirrungen unter dem Feldzeichen des bellum justum, des "gerechten Krieges" und setzte dagegen eine neue Definition der Realpolitik:
"Krieg ist nicht mehr die ultima ratio, sondern die ultima irratio. Auch wenn das noch nicht allgemeine Einsicht ist: Ich begreife eine Politik für den Frieden als wahre Realpolitik dieser Epoche."
Die Frage ob immer noch die gleichen Verrückten am Werk sind kann ich nur mit ja beantworten.
Erlauben Sie mir noch einen Hinweis:
Wenn man die Bombardierung der Zivilbevölkerung. extrem im Falle Dresdens, letztlich als "Bestrafung" der Deutschen interpretiert, ihre Diktatur nicht abgeschüttelt zu haben, und sie im Ergebnis so rechtfertigt, dann sind auch die aktuellen Verbrechen in Libyen, Syrien, Jemen usw. gerechtfertigt, um nicht auch noch auf die Fälle der Vergangenheit wie den Korea- oder den Vietnamkrieg zu verweisen zu müssen.
Man sollte diese Propagandawirkung nicht unterschätzen. Mir jedenfalls begegnet sie immer wieder in Foren, wo bspw. die Bombardierung und Zerstörung Syriens mit der Notwendigkeit, die Assad-Diktatur im Interesse der Menschen beseitigen zu müssen, gerechtfertigt wird. So macht man die imperialen Kriege mit der Vorstellung, "wir" seien die "Guten" kompatibel.