Tagesdosis 16.11.2017 – Digitale Beiss- und Schluckreflexe

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Es hat inzwischen schon teilweise skurrile bis amüsante Züge, die Kommentare der jeweiligen Foren zu studieren, sollte es sich bei dem behandelnden Thema um die kritische Betrachtung und Hinterfragung digitaler Zukunftsmodelle handeln.

Mein Favorit lautet: Super KenFM, habe ich gerade auf dem Smarthphone gelesen und jetzt? varaibel: sehr schlau KenFM, aber schön für die eigene App Reklame machen.

Nochmal, die entsprechenden Texte propagieren keine Verbote, sie möchten dezent, manchmal sicherlich auch mit Nachdruck, auf Gefahren der Digitalisierung unserer Gesellschaft hinweisen.

Damit wären wir beim heutigen Thema: „Smartphone am Steuer: Die unterschätzte Gefahr“. So lautet die Überschrift der Prüfgesellschaft Dekra. Der Leser erfährt: Mehr als die Hälfte aller Autofahrer mit Smartphone hantiert damit regelmäßig auch während der Fahrt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der Sachverständigenorganisation DEKRA. 55 Prozent aller Befragten nutzt demnach ihr Smartphone zumindest hin und wieder am Steuer.

Die Hauptgefahr bei der Nutzung des Smarthphones während der Autofahrt ist und bleibt die schlichte Ablenkung vom Straßenverkehr. Der Leser erfährt: „Man muss die Frage stellen: Wer von uns würde als Autofahrer freiwillig während der Fahrt auch nur für fünf Sekunden die Augen schließen? Während der Fahrt auf das Smartphone zu schauen, ist dagegen für viele ganz normal. Dabei ist der Effekt im Grund derselbe.“ Wer bei 50 km/h drei Sekunden auf das Handy statt auf die Straße schaut, ist in dieser Zeit fast 42 Meter im Blindflug unterwegs. Bei fünf Sekunden sind es fast 70 Meter[1].

Der häufigste Grund, das Smartphone zur Hand zu nehmen, sind eingehende SMS oder WhatsApp-Nachrichten. Gut ein Drittel aller Autofahrer (34 Prozent) liest sie zumindest hin und wieder während der Fahrt. Ein Viertel (25 Prozent) nimmt eingehende Anrufe ohne Freisprecheinrichtung an. Jeder Fünfte (20 Prozent) tippt selbst Nachrichten, und rund jeder Sechste (16 Prozent) ruft ohne Freisprecheinrichtung jemanden an. Seltener sind am Steuer die Nutzung sozialer Netzwerke (6 Prozent) und Spielen am Handy (3 Prozent).

Ein sehr bedenkliches neues Phänomen, ist ein weiteres Beispiel für eine grundlegende Verrohung unserer Gesellschaft. Ja, Mensch möchte teilen, aber nicht im ursprünglichen Sinne. Man möchte eher mitteilen, in Form von Fotos und Filmchen. Da kommt natürlich ein schöner Unfall sehr gelegen. Spektakuläre Bilder, schneller Fame und Likes durch blutige Action. Da nerven natürlich die Rettungskräfte, die im Bild stören.

Übertreibung? Geben sie mal bei Google ein: „Gaffer behindern Rettungskräfte“. Sie werden etwaig staunen. Kein seltenes Ereignis. Jüngst die Tage auf einer Autobahn in Deutschland: Um Gaffer nach dem tödlichen Unfall auf der Autobahn 3 im Spessart vom Filmen und Fotografieren abzuhalten, hat die Feuerwehr zu einem ungewöhnlichen Mittel gegriffen. Mit einem Schlauch spritzte sie Wasser auf Lastwagen, die sehr langsam an der Unfallstelle vorbeifuhren oder gar stehenblieben. In einem Fall habe ein Lkw-Fahrer sogar quer im Führerhaus gelegen, um bessere Aufnahmen machen zu können. Von mehr als zehn Lastwagenfahrern seien die Personalien aufgenommen worden. Sie sollten ein Bußgeld zahlen[2].

Ja, liebe kommentierende autofahrende Leser. Natürlich schaut es auf der anderen Seite nicht besser aus. Auch hier informiert die Dekra: Doch nicht nur bei Autofahrern ist Ablenkung durch Smartphones ein Problem. Auch andere Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Fußgänger sind häufig abgelenkt und sorgen so für kritische Verkehrssituationen. Eine Erhebung der DEKRA Unfallforschung im Jahr 2016 in sechs europäischen Hauptstädten ergab, dass 17 Prozent aller Fußgänger, die die Straße überquerten, dabei durch die Nutzung ihres Smartphones abgelenkt waren. Alleine 2015 wurden fast zehn Prozent mehr Bußgelder verhängt, weil Auto- oder Radfahrer ihr Smartphone im Straßenverkehr nutzten.

Ja, bei diesen Informationen muss man erstmal schlucken, aufgrund der unreflektierten Leichtsinnigkeit vieler Bürger. Apropos Schlucken. Stellen Sie sich vor, Ihr Arzt wüsste immer, ob Sie alle Medikamente genommen haben. Eine in den USA zugelassene Tablette ist ein erster Ansatz in diese Richtung: Sie meldet, wenn sie im Magen verdaut wird – und schickt die Daten in die Cloud[3].

Richtig, der digitale Wahnsinn geht weiter. Der heutige Spiegel informiert: Die Tablette enthält einen winzigen Sensor. Kommt dieser in Kontakt mit Magensäure, sendet er einen elektrischen Impuls aus. Ein spezielles Pflaster, das der Patient trägt, registriert das Signal, leitet die Information an eine App weiter und von dort wandert sie in eine Cloud. So kann der Betroffene dokumentieren und verfolgen, wann er seine Tabletten genommen hat. Und mit seiner Zustimmung können auch Ärzte oder Pflegekräfte auf diese Daten zugreifen[4].

Dann wird es lustig: Bisher ist aber nicht belegt, ob die Technik dazu beiträgt, dass Patienten ihre Medikamente regelmäßiger einnehmen, darauf weisen der Hersteller und die US-Arzneimittelbehörde FDA hin. Silicon Valley wird mit Sicherheit zeitnah auch für diese Problematik das richtige Zäpfchen, bzw. den notwendigen Chip herstellen.

Surreal? Skurril? Gaga? Gegenwart. Es ist die Realität des Jahres 2017. Man, also Mensch muss nicht mitmachen. Dies ist der Ansatz solcher Beiträge und Texte. Innehalten und sich fragen: warum, wohin und vor allem wozu all dieser Irrsinn? Hieß es nicht früher schon – erst denken, dann lenken?

Quellen

[1] – http://dekra-solutions.com/2017/09/smartphone-am-steuer-die-unterschaetze-gefahr/

[2] – http://www.bz-berlin.de/deutschland/unfall-mit-3-toten-auf-a3-feuerwehr-bespritzt-gaffer-mit-wasser

[3] – http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/abilify-mycite-tablette-meldet-wenn-sie-eingenommen-wurde-a-1178049.html

[4] – http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/abilify-mycite-tablette-meldet-wenn-sie-eingenommen-wurde-a-1178049.html

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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18 Kommentare zu: “Tagesdosis 16.11.2017 – Digitale Beiss- und Schluckreflexe

  1. Mir fällt immer nur wieder ein: Man muss nicht alles machen, nur weils geht.

    Solange allerdings der Profitgedanke weiter vorherrschen wird, werden auch immer wieder Dinge eingeführt werden, die man sich vorher vielleicht doch nochmal genauer ansehen sollte. Solange wird eben doch vieles gemacht werden, einfach weils geht und man damit Geld machen kann, obwohl es eigentlich nicht wirklich sinnvoll ist.

    Und das Thema Reflexion des eigenen Verhaltens bleibt eben jedem selbst überlassen.

    Meine Frage an alle Smombies ist: Wer bestimmt euer Verhalten, Ihr oder Euer Telefon?

    Übrigens, man selbst wird nicht smarter, nur weil man ein Gerät dabei hat, das Smartphone genannt wird.

    Bleibt friedlich…

    Ich

    • Regeln, Vorschriften, Gesetze, Richtlinien, kurz alles, das ein Spiel im Dramadreieck ermöglicht. Erst hiermit entsteht die Spielsucht im Spiel des Lebens.

  2. Unbedingt informieren, ist generell eine sehr gute Seite mit einer Vielzahl an Informationen:
    https://www.diagnose-funk.org/publikationen/dokumente-downloads

    Ein Film-Trailer zum aktuellen Wahnsinn:
    https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1226

    Übrigens: ich habe ursprünglich selbst einmal Nachrichtentechnik studiert und warne schon seit Jahren meine Mitmenschen. Leider oftmals ohne großen Erfolg. Wenn der kommende Nachfolge-Mobilfunkstandard „5G“ in 2-3 Jahren flächendeckend eingeführt wird, wird dies Folgen haben, die wir uns gar nicht ausmalen können.

    Hier nochmals ein aktueller Aufruf zum Weiterleiten und Teilen. Vielleicht kann KenFM ja einmal den ein oder anderen Professor zum Gespräch einladen (?) – wäre in jedem Fall zu dieser Thematik weiter aufschlußreich:
    http://kompetenzinitiative.net/KIT/KIT/internationale-wissenschaftler-zu-5g-potentiell-ernste-gesundheitliche-auswirkungen/

    An das Team von KenFM:
    nutzt möglichst kein WLAN mehr – auch wenn es vielleicht viel verlangt ist. Aber versucht, wenigstens im engsten (Arbeits- und Freundes-)Kreis ohne jegliche Funktechnologie (bluetooth, DECT) zu arbeiten/leben.
    Zurück zum Kabel – ist die einzige Lösung. Wenn Ihr dann noch euren Nachbarn über, neben und unter Euch aufrütteln könnt, nimmt das Expositionsrisiko zumindestens schonmal für Euch und ihn auf ein erträgliches Maß ab.

    Tipp:
    Ein recht gutes (wenn auch einfaches Gerät) für Laien, um einen Eindruck von der aktuellen Intensität zu bekommen, die uns täglich alle umgibt. Hier hört man auch mal, wie einzelne Signale (wie z.B. „harte“ WLAN-Impulse oder DECT-Signale) klingen: https://www.ebay.de/itm/Acousticom2-HF-Elektrosmog-Messgerat-200-bis-8-000-Mhz-Hochfrequenz-Detektor/262885822998?hash=item3d35375216:g:GqwAAOSw4A5Yv6wX

    Leihe ich mittlerweile schon Arbeitskollegen, die es nicht glauben wollen. Ein gewisses Nachdenken setzt so langsam ein…

    Wäre das Funkrauschen sichtbar, das uns permanent umgibt, so würden wir erkennen, dass wir täglich im Nebel wandern… viele würden dann erst so langsam mal aufwachen! In Innenstädten zeigt das o.g. Gerät 2 rote Lämpchen an, was biologisch bereits die Schmerzgrenze darstellt.

    Und vielleicht noch ein Tipp:
    es wäre toll, wenn Ihr diesen Mann einmal interviewen könntet: er kennt sich auch mit weiteren Themen (BOS-Funk etc.) aus und kann aufgrund seiner eigenen Lebensgeschichte viel Aufschlußreiches erzählen:
    http://ul-we.de/

    DANKE an das KenFM-Team und Herrn Jebsen für die Aufklärungsarbeit zum Thema Mobilfunk…

  3. Wenn man die rasant ansteigende Statistik der durch das Smartphone abgelenkten Autofahrer, Fussgänger, etc. in der Tendenz weiter hochrechnet, dann stellt man doch fest, dass sich bereits in naher Zukunft die Deppen gegenseitig töten oder zumindest gefährden. Ich für mich stelle dann fest, dass aus meiner anfangs klaren Haltung eine eher neutrale Haltung erwächst.

    • Wie ist das bei Investmentbankern?
      Wie ist das bei Militärs?
      Wie ist das bei Regierungen?
      usw. usw. usw. usw. …

  4. Auch wenn es weiterhin kaum einer rafft:

    Die sehr schnelle digitale Informationsvermittlung macht das _soziale_ Verhalten lediglich sichtbarer, sie ist weder der Grund, noch Begründung.
    Sowenig wie Bücher der Grund oder die Begründung der Reformation bzw Revolution sind, auch nicht wie Schrift die Fähigkeit des Gedächtnisses einschränkt.

    Auch wenn es euch überfordert:
    Aus einer Tatsache ergibt sich _keine_ Norm. Dem Sein-Sollen-Fehlschluß unterliegt auch der gute Manfred Spitzer und sehr viele Autoren hier.

    • Auch wenn dein Kommentar nicht wirklich zur Tagesdosis sondern eher zum letzten KenFM im Gespräch passt.

      Wirklich interessanter Gedanke. Dass das soziale/asoziale Verhalten in der digitalen Informationsvermittlung sichtbarer wird, klingt plausibel. Schließt allerdings nicht aus, dass die ständige Suchtbefriedigung dank Smartphones und Tablets in Sozialen Netzwerken wie Facebook etc. das soziale Verhalten verschlechtern, vorallem bei jungen Kindern zu beobachten. Oder sollen die vielen Studien darüber nichts wert sein?

    • Auch wenn es weiterhin kaum einer rafft:

      Die sehr schnelle digitale Informationsvermittlung macht das _soziale_ Verhalten lediglich sichtbarer, sie ist weder der Grund, noch Begründung.

      Es gibt die Sichtweise, dass jeder Charakter, jedes Verhalten eines Menschen völlig kohärent ist.
      Es also – anders formuliert – garkeine echten Verhaltensänderungen gibt.

      Es gibt die Sichtweise, dass die Lebenserfahrungen eines Menschen schon vorherbestimmt sind. Der Mensch einfach so handelt wie er handelt.

      Nehmen wir an, diese Sichtweise ( wie sie z.T. bei Menschen gesehen wird, die Remote Viewing mit Berufserfahrung betreiben) ist die einzig gültige Realität; nur kaum ein Mensch versteht diese Realität, Franz Maria Arwee.

      Dann stelle ich die interessante Zwischenfrage:

      Was wollen Ihre vielleicht gutgemeinten Sätze dann sagen?

      Auch wenn es weiterhin kaum einer rafft:

      Die sehr schnelle digitale Informationsvermittlung macht das _soziale_ Verhalten lediglich sichtbarer, sie ist weder der Grund, noch Begründung.

      Anders formuliert:

      Sie ( so verstehe ich das) betonen, dass menschliche Grundwerte und Verhaltensweisen nur sichtbar werden würden. Also keine Veränderungen dadurch möglich wären – weder durch das Internet, noch durch Bücher – sondern lediglich das repräsentieren und zum Vorschein bringen würden, was eh schon da oder eben nicht da ist.

      Wie ist dann Ihre tiefersinnige Gedankenwelt organisiert, dass Sie einen Anspruch oder eine Notwendigkeit daraus abzuleiten gedenken, zu betonen, dass die Menschen eh so sind, wie sie sind – da ändern kein Internet oder Bücher etwas daran ( aus ihrer Sicht).

      Was ich damit sagen will: Sie schreiben in netteren Worten ( aus meiner Sicht) : „Der Mensch ist so wie er ist.“

      Was hilft uns diese Aussage, wenn deren Wahrheitsgehalt vorhanden wäre?

      Damit würden Sie im Umkehrschluß Ihre eigenen Zeilen:

      Die sehr schnelle digitale Informationsvermittlung macht das _soziale_ Verhalten lediglich sichtbarer, sie ist weder der Grund, noch Begründung

      Weil: warum schreiben Sie etwas, wenn Ihre Grundansicht ist: der Mensch ist wie er ist?

      Wenn Sie konsequent an die Unveränderlichkeit von menschlichem Verhalten Glauben würden, leben Sie vielleicht ihr EGO der Präsentation voll aus, aber an Veränderungspotenzial glauben Sie ja wohl nicht, sonst würden Sie ja in dieser Hinsicht einiges formulieren.

      Was Sie tun ist, Sie betonen die Unveränderlichkeit.

      Für mich ist das, abgekürzt, dann überflüssig.

      Weil: wenn ich über einen Zustand oder einen Menschen schreibe, wo ich Nullveränderungspotenzial sehen würde – wozu darüber schreiben?

      Die Macher der RemoteViewing-Grafik ( bei Positionen 12 postete ich deren Link) haben in einem Interview gesagt, dass Sie festgestellt haben, dass bei häufigem Viewen die Zeiträume der Veränderung näher rücken würden.

      Also selbst innerhalb des Remote Viewing hat Ihre These der Unveränderlichkeit von Menschen keine Relevanz… denn Remote Viewing als Technik ist weder Internet noch Bücher lesen, spiegelt aber wider, dass menschlicher Einfluss sehr wohl formgebend sein kann.

      Und insoweit werde ich dazu keine weiteren Worte mehr verlieren.

      Aber es hatte mich gereizt, diese Antwort dazu zu verfassen.

    • @ Alex
      Sucht ist eine Tatsache, daraus eine Verhaltensnorm abzuleiten ist reine Idiotie.

      Smartphones bzw. digitale Techniken werden von den üblichen Verdächtigen als Strohmänner aufgebaut.

      In der Logik gibt es eine sehr einfache Betrachtung:
      Wenn auch nur ein einziger Fall einer These widerspricht, gilt diese als widerlegt.

      Eine Norm ist keine Tatsache. Deshalb ist Statistik ein richtig übles Instrument, denn die meisten hinterfragen gar nicht erst die Voraussetzungen, die Prämissen.

      Auch wenn etwas 80 von 100 mal auftritt, bedeutet dies nicht, daß es bei einem anderen jemals überhaupt auftritt.
      Die Wahrscheinlichkeitsrechnung ist für die Untersuchung, also die mathematisch-naturwissenschaftlicher Methodik, zwischenmenschlicher Beziehungen überhaupt _nicht_ geeignet. Das gleiche gilt für die Ökonomik.

      Und ja, sehr viele Studien sind tatsächlich _nicht_ reproduzierbar.

      Natürlich nimmt die Sucht in der gesellschaft zu, aber der Grund ist ein anderer:

      Moral frißt den Verstand.

    • @ Ein-bewusster-Gegenentwurf
      Es gibt keinen _unveränderlichen_ Charakter. Ein Lebewesen wäre ohne Anpassung gar nicht lebensfähig.
      Mir Deinem Einwurf gäbe es _keine_ Evolution. Es gäbe nicht einmal Existenz, es ist schlicht kein Dasein möglich.

      Grundwerte bedeutet immer Moral. Eine Diskussion über Moral ist völlig sinnfrei.

      Nein, ich schreibe nicht, der Mensch sei wie er ist. Wo genau ist dies herauszulesen?

      Ansonsten entnehme ich Deinem Kommentar nur sehr viel Gerede, das zeigt, daß Du den Text nicht ansatzweise nachvollziehen kannst.

    • @ Ein-bewusster-Gegenentwurf
      Es gibt keinen _unveränderlichen_ Charakter. Ein Lebewesen wäre ohne Anpassung gar nicht lebensfähig.
      Mir Deinem Einwurf gäbe es _keine_ Evolution. Es gäbe nicht einmal Existenz, es ist schlicht kein Dasein möglich.

      Grundwerte bedeutet immer Moral. Eine Diskussion über Moral ist völlig sinnfrei.

      Nein, ich schreibe nicht, der Mensch sei wie er ist. Wo genau ist dies herauszulesen?

      Das wurde genau hier geschrieben:

      Die sehr schnelle digitale Informationsvermittlung macht das _soziale_ Verhalten lediglich sichtbarer, sie ist weder der Grund, noch Begründung.

      Die Begründung dazu auch noch mal:

      Wenn soziales Verhalten lediglich sichtbar gemacht wird und Informationsvermittlung kein Grund ist, was ist dann daraus ableitbar?

      Richtig: es ist ableitbar, dass soziales Verhalten nicht aus Informationsvermittlung entstehen könnte.

      Wieso ist es ableitbar? Weil der voranstehende Hauptsatz in Bezug zu dem nachfolgenden Nebensatz steht.

      Muss man es weiter erklären?

      Wenn Jemand Peter Pan, Wolfgang Waldner, Ein-unbewusster-Gegenwurf, Frank Rothweiler oder Geysine – oder Franz Maria Arwee heisst?… schon möglich…aber wenig sinnvoll.

      Denn Franz Maria Arwee beweisst: das Internet zeigt sein Verhaltensmuster, aber die logischen Denkprozesse verändern sich nicht.

      Warum ist das so?
      Weil Franz Maria Arwee von der Richtigkeit seiner Sichtweise überzeugt ist und seinen Standpunkt immer weiter repräsentiert.

      Warum lese ich keinen Vorschlag von den Bücherlinks, des Herrn Peter Pan, Franz Maria Arwee und zukünftige Folgelinks von ein-und-derselben Person?

      Weil der Ton die Musik macht. Und die Art wie etwas geschrieben wird, ist immer dieselbe.

      Es braucht vielleicht etwas Zeit, um das Muster zu erkennen; aber diese Zeit ist da.

      Ansonsten entnehme ich Deinem Kommentar nur sehr viel Gerede, das zeigt, daß Du den Text nicht ansatzweise nachvollziehen kannst.

      Nennen wir das Gerede einfach „Geschwafel“ und nennen wir Franz Maria Arwee = Peter Pan 😉
      Einverstanden?

      Hat sich die Diskussion damit erübrigt?

      Für mich?: Ja.

      Denn sämtliche Franz-Maria-Arwee-Peter-Pan-Wolfgang-Waldner -Energie des Negativen habe ich jetzt absorbiert.

      Sie diskutieren unglaublich gerne, Herr Waldner.

      Nur leider kommen Sie nicht zu dem Gedanken des überindividuellen Systems und der Gemeinschaft.

      Insoweit sind Ihre Kommentare für mich überlesbar.

      Es wiederholt sich immer wieder dieselbe Position. Mit dem Unterschied, dass ich häufiger unter demselben Nicknamen geschrieben habe. Sie hingegen verstecken sich unter vielen verschiedenen Namen, die ich dann wieder finden darf und wieder zur Ursprungsdiskussion gelangen darf…

      und alles wiederholt sich immer und immer wieder.

      Und Sie sind immer noch so unbelehrbar wie vor drei Monaten. ( Siehe meinen Kommentar bei Tagesdosis 18.11. mit Link zum Beitrag vom 18.08 von Bernhard Trautvetter)

      Sie posten lieber Bücherhinweise oder Links, anstelle selber mit eigenen Worten zu erklären, was Sie meinen.

      Sie lassen lieber die Leser ihres Geschreibsels die Stellen ihrer eigenen Unklarheit zitieren. Sie glauben sich erhaben zu fühlen, indem Sie dies tun.

      Ich werde keines ihrer Bücher kaufen, Herr Waldner.

    • Der Gedanke ist m.E. nur zum Teil wahr.

      Denn wenn etwas sichtbar wird, wirkt es auch wieder auf die Menschen ein.
      Die Möglichkeiten sind durchaus in der Lage, ein Problem nicht nur sichtbar zu machen, sondern auch es zu verschärfen, insbesondere auch wenn die Verwendung von „gesellschaftlicher“ Seite durchgedrückt wird.

      Und wer behauptet Bücher wären der Grund für Revolution oder Reformation?
      Sie tun ja grad so, als wäre das allgemeiner Konsens.
      Ich höre gerade zum ersten mal, dass angeblich jemand so etwas behauptet, weshalb sich mir der Gedanke aufdrängt, ob es das wirklich gibt oder ob Sie Gespenster sehen.

      Ich sehe da übrigens auch keinen diesbezüglichen Fehlschluss von Herrn Spitzer.

    • @ E-b-G
      Was willst denn beweisen?
      ich habe hier keine Sockenpuppen, noch nicht einmal den Namen geändert.

      Mit Logik hast Du es nicht so, aber das ignorierst Du ständig:

      „Die sehr schnelle digitale Informationsvermittlung macht das _soziale_ Verhalten lediglich sichtbarer, sie ist weder der Grund, noch Begründung“

      Was genau ist hier nicht zu verstehen?
      Was überfordert Dich an dieser Aussage?

      Dein Text, Deine Einwürfe ergeben für mich einfach keinen Sinn.

    • @ Frowe Hulda
      Auch für Dich ein Beispiel
      http://www.vordenker.de/blog/?p=1878

      Wie ein Smartphone von Menschen verwendet wird, ist nicht vom Smartphone und er Technik abhängig.

      Du siehst keine Fehlschluß, weil Du das Pferd von hinten aufzäumst.

      Formal ein Kategorienfehler, wie auch bei Manfred Spitzer.

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