Tagesdosis 16.2.2019 – IWF-Vorschlag: Zwangsenteignung per Bargeldabwertung

Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Vor zehn Jahren durchlebte das globale Finanzsystem die größte Krise seiner Geschichte. Obwohl es eigentlich am Ende war, wurde es von Regierungen in aller Welt mit Hilfe von Steuergeldern wiederbelebt und anschließend von den Zentralbanken durch Geldinjektionen und Zinssenkungen künstlich am Leben erhalten.

Diese zuvor undenkbaren Maßnahmen haben dazu geführt, dass das Gefälle zwischen Arm und Reich in den vergangenen zehn Jahren immer weiter zugenommen hat und die soziale Ungleichheit heute größer ist als je zuvor.

Die Rettung des Systems hat also nur einer winzigen Minderheit genutzt, die heute auf Grund ihrer Vermögenskonzentration mehr Macht denn je in Händen hält und die das globale Finanzgeschehen fast nach Belieben beeinflussen kann.

Einer der wichtigsten Verbündeten dieser ultrareichen Elite ist die mächtigste und einflussreichste Finanzorganisation der Welt, der Internationale Währungsfonds. Der IWF  hat in den vergangenen Jahren unter anderem dazu beigetragen, Staaten, die eigentlich bankrott waren, künstlich am Leben zu erhalten – nicht etwa, um der Bevölkerung zu helfen, sondern um ihre Regierungen in die Lage zu versetzen, ihre Schulden bei internationalen Großbanken, die sich im Besitz der ultrareichen Elite befinden, zu begleichen.

Der IWF hat auch dafür gesorgt, dass die Folgen der Krise mit Hilfe der „Austeritätspolitik“ auf die arbeitende Bevölkerung abgewälzt wurden, dass Renten gekürzt, Sozialausgaben zusammengestrichen und die Gesundheitssysteme ganzer Länder zerstört wurden. Er hat die Verelendung von Millionen von Menschen in Kauf gekommen und für die Verbreitung von Armut, Hunger und Obdachlosigkeit gesorgt.

Das Führungspersonal des IWF besteht aus hochbezahlten und steuerbefreiten Bürokraten, die das Schicksal derer, die von ihren Maßnahmen betroffen sind, ganz offensichtlich nicht berührt. Sie sehen ihr Ziel in erster Linie darin, das bestehende Finanzsystem um jeden Preis am Leben zu erhalten – und zwar im Interesse derer, die davon profitieren.

Zu diesem Zweck hat der IWF bereits 2013 ein Papier unter dem Titel „Taxing Times“ veröffentlicht, in dem er vorschlägt, die öffentlichen Finanzen im Fall einer neuen Krise durch eine einmalige 25prozentige Steuer auf alle Bankguthaben zu sanieren.

Zwar ist es bisher noch nicht dazu gekommen, aber ganz offensichtlich ist der Gedanke nicht aus der Welt, sondern wird innerhalb des IWF weiter verfolgt und der Entwicklung der Verhältnisse angepasst. Während eine solche einmalige Steuer nämlich von den Ultrareichen ohne Probleme durch die Auslagerung ihres Vermögens in Steueroasen umgangen werden könnte, bliebe der arbeitenden Bevölkerung nur noch die Flucht in das Bargeld.

Um ihr diesen Ausweg jetzt auch noch abzuschneiden, hat der IWF, seit Jahren ein Befürworter der Bargeldabschaffung, im Oktober 2018 einen Vorschlag auf den Tisch gelegt, der nun im IWF-Blog vom 05. Februar 2019 erneut veröffentlicht wurde – unter dem Titel „How to make negative interest rates work“ – zu deutsch:Wie man  Negativzinsen durchsetzen kann“.

Hierin stellen eine Volkswirtin des IWF sowie eine IWF-Beraterin und ehemalige Mitarbeiterin der Schweizerischen Nationalbank ganz offen folgende Forderung: Die Zentralbanken sollten die vorhandene Geldmenge in zwei Parallel-Währungen – Bargeld einerseits und elektronisches Geld andererseits – unterteilen und einen Wechselkurs zwischen beiden festlegen, der das Bargeld gegenüber dem elektronischen Geld abwertet.

In der Wirklichkeit würde das folgendermaßen funktionieren: Eine Ware für 100 Euro würde bei einer dreiprozentigen Abwertung des Bargeldes bei elektronischer Bezahlung weiterhin 100 Euro, bei Bargeldbezahlung allerdings 103 Euro kosten.

Dass dieser Vorschlag gerade in unserer Zeit gemacht wird, ist kein Zufall: Wir stehen nach Jahren künstlich erzeugten Wachstums vor einer Rezession, gegen die die Zentralbanken nur zwei Mittel haben: Gelddrucken und Zinssenkungen. Da die Zinsen bereits bei Null und in einigen Ländern wie zum Beispiel der Schweiz schon im Minusbereich angekommen sind, würde eine weitere Zinssenkung zu einer Massenflucht in das Bargeld führen.

Interesse des IWF ist es also, das System angesichts der aktuellen Bedrohungen auf kommende Entwicklungen einzustellen und ihre Folgen einmal mehr auf die mittleren und unteren Einkommensschichten abzuwälzen. Dass er sich dabei nicht scheut, die staatlich erzwungene Abwertung des Bargeldes – und damit eine Teilenteignung seiner Bürger – in die öffentliche Diskussion einzubringen, macht deutlich, welches Stadium der Fäulnis das globale Finanzsystem inzwischen erreicht hat.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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19 Kommentare zu: “Tagesdosis 16.2.2019 – IWF-Vorschlag: Zwangsenteignung per Bargeldabwertung

  1. Bescheid über den Abgeltungsbetrag für die Aufwertungssteuer vom 16. November 1942

    Der Bescheid über 200 Reichsmark stammt vom Finanzamt Marienberg an einen Grundstücks-eigentümer bezüglich seines Grundstückes. Es gab während der Kriegszeit eine Verordnung über die Aufhebung einer einmaligen Gebäudeentschuldungssteuer, welche danach in eine neue „steuerliche Erfindung“ der NS-Regierung umbenannt wurde. Als Ersatz gab es für die deutschen Immobilien- und Grundstücksbesitzer wieder eine versteckte einmalige „Kriegssteuer“ für 1942. Einen für jeden Grundbesitzer zu leistenden „Abgeltungsbetrag für die Aufwertungssteuer“.

    Die später zerbombten Immobilien wurden vom Finanzamt sozusagen 1942 auch noch aufgewertet, daher der Name „Aufwertungssteuer“.

    Auf dem Bescheid steht unter § 2 Abgeltungsbetrag:
    (1) Es ist ein einmaliger Abgeltungsbetrag zu leisten. Dieser beträgt das Zehnfache des Jahresbetrags der Gebäudeentschuldungssteuer, der sich nach den Verhältnissen am 1.12.1942 ergibt. Der Abgeltungsbetrag wird auf volle 100 Reichsmark nach unten abgerundet.
    (2) Der Abgeltungsbetrag nebst Zinsen ruht auf dem Grundstück als öffentliche Last (Abgeltungslast).
    Er fließt dem Reich zu.

    Diese alte NS-Abgeltungs- oder Kriegssteuer für Grundstücksbesitzer ist als finanzielle „Notfallplanung“ nicht nur im Berliner Finanzministerium vorhanden. Der IWF oder die EU sieht sie als neue steuerliche Verordnung in Notfällen sofort umsetzbar.

  2. Ja, Gysi und die Linken… schimpfen über den Kapitalismus, die Reichen, die Umverteilung…
    Über die Vorschlag des IWF schimpfen wieder die Linken, vereint mit der Finanzwelt. Das war nicht anders zu erwarten.

    Hier zur Erinnerung: KenFM im Gespräch mit Peter Haisenko und Hubert von Brunn über die Brakteatenzeit und den Beginn des Kapitalismus mit Einführung der Goldwährung
    https://www.youtube.com/watch?v=XD_ndoPvQcc

  3. Also erstens ist der IWF eine nicht demokratisch legitimierte Organisation. Aussage von Gregor Gysi. Nachzuhören auf einer Bundestagsrede auf Phönix. Auf YouTube verbreitet😳. Dafür schon mal danke! Zweitens höre mal den Herrn Müller Beitrag auf youtube, Titel „darum manipulieren uns die Machteliten“/Mission Money. Erklärt er sehr schön auf Basis eines Buches wie man sehr schön weltweit ein totalitäres Regime errichten kann. Und per Knopfdruck der kritischen Masse die Überlebengrundlage raubt. Da wir bereits George Orwells Vorstellung umgesetzt haben ist doch die zweite Umsetzung ein Katztensprung. Ich gebe zu alleine die Vorstellung macht krank. Dank IWF bald möglich. Vielleicht habe ich aber auch eine viel zu lebhafte Phantasie.

  4. Ralf Becker schrieb: „Dass die dafür erforderliche Parallelwährung überhaupt realisierbar ist, halte ich jedoch für fraglich, weil Geld kein Tauschmittel ist.“

    Das ist leider nicht korrekt: Geld ist
    – Tausch- bzw. Zahlungmittel
    – Wertmaßstab
    – Wertaufbewahrungsmittel

    Hat jemand von den Kommentatoren, die hier so tiefsinnig schreiben und vergriffene Bücher empfehlen, das Arbeitspapier gelesen, auf welches sich Ernst Wolff bezieht?
    https://www.imf.org/~/media/Files/Publications/WP/2018/wp18191.ashx

    Sind wir uns einig darin, dass die Umverteilung von Arm nach Reich durch leistungslose Einkommen (Kapitalrendite, Zins) erfolgt? Sind wir uns einig, dass in unserem Geldsystem Vermögen und Schulden exponentiell wachsen, nahezu ungebremst.

    In unserem Geldsystem dient der Zins der Umlaufsicherung. Das Renditeversprechen hält das Kapital im Fluss – inkl. der fortschreitenden Umverteilung. Wir sind dabei sind, gegen die Wand zu fahren. Das hat uns die „größte Finanzkrise der Geschichte“ uns gezeigt. Und der nächste Crash nur eine Frage der Zeit.

    Anscheinend haben einige Leute im IWF das erkannt. Was der IWF vorschlägt, ist der Negativzins, eine Gebühr auf die Geldhortung. Das würde die quasi selbständige Geldvermehrung unterbinden und einen Ausstieg aus der Zinsspirale bedeuten. Leider scheint Ernst Wolff davon noch nicht gehört zu haben. Deswegen wird erstmal gewettert.

    Als Buchtipp empfehle ich: von Helmut Creutz

    https://www.youtube.com/watch?v=kIhBef6bC1E

    https://www.youtube.com/watch?v=UbD52mlVvN4

  5. Die Bargeldabwertung soll es irgendwo erreichen, dass weniger Bargeld gehalten wird, weil das Bargeld letztlich einer Durchsetzung von Negativzinsen im Wege steht.

    Die Negativzinsen sind im jetzigen Stadium der Rettung des Finanzsystems Voraussetzung dafür, dass die Politik der EZB auch künftig für eine Geldexpansion sorgen kann.

    Dass die dafür erforderliche Parallelwährung überhaupt realisierbar ist, halte ich jedoch für fraglich, weil Geld kein Tauschmittel ist.

    Der IWF hatte in einigen Zeitungen vom 06.08.2018 bereits den etwas abwegigen Vorschlag gemacht, dass Deutschland wegen seiner Handelsüberschüsse noch mehr Staatsausgaben machen müsse.

    Es fällt auf, dass der IWF ständig sinnvolle Vorschläge macht, die zwar den Fortbestand des Finanzsystems hinauszögern, die aber nur mit einer sich rasant öffnenden Schere zwischen Arm und Reich und irgendwann auch mit einer sowohl ökonomischen als auch ökologischen Katastrophe enden müssen.

    Mit den Vorschlägen des IWF wird zwar wieder Zeit gewonnen, aber es ist offensichtlich, dass unsere Politik diese Zeit nicht nutzt um ein besseres System einzurichten. Die ständigen Äußerungen unserer Politiker lassen daran zweifeln, dass sie bereits an einem besseren Wirtschaftssystem arbeiten. Olaf Scholz hatte doch noch vor wenigen Monaten für Großbanken in Europa geworben, weil ihm der Herr Kukies wohl diesen guten Ratschlag gegeben hatte.

    Bei KenFM wurde im November folgender konstruktiver Beitrag gebracht:
    KenFM im Gespräch mit: Stefan Mekiffer („Warum eigentlich genug Geld für alle da ist“)

    Allerdings gibt es hierfür die Voraussetzung, dass alle Staaten mitmachen.
    Man müsste sich zudem auch noch etwas mehr Gedanken machen, ob sich eine Tauschwirtschaft überhaupt für ein funktionierendes Wirtschaftssystem eignet.

    Jedenfalls wird es nicht wie jetzt sinnvoll sein, dass sich das Kapital im Besitz weniger Personen befindet, weil man dann doch schließlich beim internationalen Handel besser abschneiden kann. Die Politik verspricht es ständig Arbeit schaffen zu wollen, aber das Kapital müsste doch dazu dienen, dass Arbeit abgeschafft wird.

    Die derzeitige „Tauschwirtschaft“ ist inzwischen sehr extrem entgleist, weil die Geld- und Schuldenlogik ganz einfach falsch ist. Die Politik scheint es nicht zu verstehen, dass Geld nicht so sehr ein Tauschmittel, sondern einfach nur ein Machtmittel ist.

    Teilweise wurde hier schon über die Marktwirtschaft diskutiert, aber vielleicht noch nicht genug.

    Ggf. könnte hier auch noch mal über Informationsgeld /Osbeee von Prof. Franz Hörmann oder etwa über das Gradido-Geld diskutiert werden.

  6. Kommentar zu was
    loup sagt:
    18. Februar 2019 at 00:14

    Ja, Krysmanski ist aufschlussreich. Der Zufall brachte mich mit einigen der von ihm Genannten so in persoenlichen Kontakt, dass ich sie in unverstelltem Kontext „studieren“ konnte, zwar nur rund bis 5 aus dem Kernbereich der mittlerweile weltweit rund 80 und mit vielleicht hundert aus der ersten trickle down-Ebene, von denen es Zehntausende weltweit gibt (und zu denen ich zeitweise selbst zu zaehlen gewesen war). Sind zwar nur kleine Fallzahlen, kann aber ein bisschen was verstaendlicher machen, was jetzt so alles ablaeuft.
    Vielleicht fass` ich das eines Tages auch mal zusammen, wenn das bis dahin kein anderer besser tut als ich es koennte: den Blick von unten in die Kuppel.
    Ken Jebsen ist wie ein Scheinwerfer. Sehr wichtig. Aber auch noch Arbeitsgruppen organisieren mit seinem Laden? Wer macht dann noch den Scheinwerfer, ist Job ist zeitfuellend genug, denke ich.
    Das mit dem Aufarbeiten des im Scheinwerferlicht Gesehenen sollten besser wir machen. Wir koennen auf den Scheinwerfer und weiter Neues zu sehen, keinesfalls verzichten.

    • D’accord, Ken Jebsens Job ist das Ausleuchten. Aber ob er will oder nicht, trifft auf ihn das Wort von dem Licht, das auf dem Berge leuchtet, zu. Nicht, daß er sich selbst an der Expertengruppe beteiligen müßte, sondern sie auf den Berg einlädt. Und machen läßt. Und dem Gruppensprecher das kenfm-Portal zur Präsentation von Vorschlägen zur Verfügung stellt, um diese öffentlich diskutieren zu können.

      Ohne Input von ökonomischem Fachwissen würde die Diskussion früher oder später auf der Stelle treten.

      Nicht ein einmaliges Tun, sondern ein kreativer und konzentrierter dialogischer Prozeß zwischen der Gruppe und der kenfm-Öffentlichkeit. Die Zeit und die Verhältnisse sind reif für ein solches Experiment. Und WIR sind es auch.

  7. An „Birgit“.
    Was „Thorsten“ sagt, ist zutreffend. Der Maro-Verlag scheints auch zu haben. Link unten. Mein Kommentar ist eigentlich nur mit meinem Worten, was Rainer Mausfeld in den Frageminuten nach seinen Vortraegen auch immer sagt: alle in unserer Population vorkommenden Denk- und Kontextmechanismen sind menschengemacht und nicht etwa unabaenderliches naturgesetzliches.
    Also auch jederzeit ganz anders fuer uns loesbar. Und Chomsky sagt, wie gruenden mit allem schon Erreichtem auf den Schultern unserer Vorfahren, die oft genau dafuer ihr Leben gaben.
    So ist auch das Weltbild der Aborigins und indigener Naturvoelker mit ihrem Ahnenkult und war vermutlich auch der Denkframe dreihunderttausendjahre lang in der Altsteinzeit vor dem land grabbing der Landwirtschaftserfinder (Landwirtschaft war ja richtig, ohne die koennten wir 12 Milliarden nicht satt machen demnaechst. Aber das landgrabbing war der falsche Unter-Weg).
    Wir sind die Ahnen spaeterer Generationen. Wir sollten es uns zur Aufgabe machen, nicht nur die Erkenntnis und Entwicklungsfruechte unserer Vorfahren zu konsumieren, sondern auch diese Staffel weitertragen fuer unsere Nachkommen.
    Also die Demokratie, Solidarwirtschaft, Kooperationen mit allen Lebewesen weiterentwickeln. Und nicht die Flinte ins verdorbene Korn traumatologisch verbogener Irrlaeufer unter uns werfen. Notfalls auch Mistgabeln raus, wann immer es unumgaenglich ist.
    Sonst enden wir Menschen an unseren erkrankten Artgenossen. Was nicht gerade intelligent daherkommt.
    Diesel hat offenbar ein paar praktikable Gedanken gehabt. Sein Motor hat ja auch geholfen.
    Bis der auch in die Haende kranker Hirne geriet, die bei VW plus Konsorten den Laden vergiftet hatten.
    Diesels Motor sollte, von ihm gewollt, nur den kleinen Handwerkern helfen, die durch die zu teuren Dampfmaschinen der Tycoons die Handwerker alle plattmachten damals. Ist doch beispielhaft.
    Also: wir koennen! Aber sollten unser Koennen auch praktisch anwenden. Solange ich lebe und das kann, werd´s ich auch tun.
    Bringt sogar richtig Spass, echt! Als ob unsere Hirne genau dafuer entstanden sind…..

    https://www.maroverlag.de/15_diesel

  8. Nicht so einfach, an das Buch zu kommen. Angeblich vergriffen, sagt der analoge Buchhaendler.
    Nachtigalle, ick hoere Dir trapsen….
    Also notfalls doch ueber diesen bloeden Tycoon Jeff Bezos, der zu den ersten 8 gehoert?
    Der Verlag soll in Augsburg sein und Maro heissen. Werd`s mal da versuchen. War zu hoeren bei Ken Jebsen in diesem sonst etwas merkwuerdigen „Baumhaus“, welches gar keines ist. Aber die Interviews dort sind schon o.k.

  9. Danke für den Beitrag. Es ist Faschismus! Es gibt eine In-und eine Auslandswährung wie bereits mehrmals in der Geschichte praktiziert. Was muss denn noch passieren, eh wir begreifen, dass deren Gesetze nicht unsere sind und somit ungültig? Ein Gesetz ist die plakative Darstellung eines zutiefst verankerten Misstrauens gegenüber dem Adressaten. Ein Art Verleumdung und Generalverdacht uns Bürgern gegenüber! Wir sind über die Grenze der Kommunikation schon lange hinaus. Diese Verbrecher sind nicht per Protest oder Reden zu überwinden. Es ist Zeit, etwas zu tun! Es ist unser Leben, unsere Kinder, unser Land und unsere Luft! Das kann man nicht mit Geld oder Gold und Silber oder Reichtümern aufwiegen. Das letzte Hemd hat keine Taschen, liebe Gierschlunde!

  10. Das Durchschnittsvermögen eines Erwachsenen liegt bei ca. 60000 Dollar weltweit.
    Sagt die Statistik. Wir müssen also diejenigen, die mehr haben überreden, (quatsch, überzeugen, denn wir haben die besseren Argumente), dass was sie mehr haben an die abzugeben, die weniger haben.
    Dann floriert die Wirtschaft auch wieder. Dürfte ja kein Problem sein.
    Denn: Geben ist seliger als Nehmen!

    • @blauersalamander

      Im Gespräch mit Hans-Jürgen Krysmanski spricht Ken Jebsen einmal das Profitmachen von Superreichen als eine Art Sucht an. Superreiche haben das Vielfache dessen, was ein Mensch überhaupt ausgeben könnte. Und dennoch streben viele von ihnen nach unbegrenzter weiterer Vermögensvermehrung. Aber es gibt Ausnahmen, wenn auch nur wenige.

      Da es viel mehr Geld als Investitionsmöglichkeiten gibt (weil die Warenproduktionen infolge von technischen Effizienzsteigerungen die Tendenz zeigen, mit immer weniger Einsatz von konstantem Kapital betrieben werden zu können), erzwingt Vermögensvermehrung die Schaffung zusätzlicher Investitionsmöglichkeiten durch Privatisierung öffentlicher Unternehmen, sowie Kriege zur Erlangung des Zugriffs auf bedeutende Rohstoffvorkommen, wie auch verschärfte Ausbeutung der Arbeitskraft usw. (Letzteres wird als Neoliberalismus bezeichnet.)

      Es wäre demnach vorteilhaft, weltweit weniger Geld zu haben. Grob gesagt, am besten nur gerade so viel, wie es zum Betrieb von Warenproduktionen braucht. Aber dies läßt sich politisch nicht weltweit durchsetzen, vor allem nicht in einer unipolaren Welt (z.B. US-Hegemonie).

      Der Brexit könnte als eine Lösungsvorlage dienen. GB und „sein“ Gesamtwirtschaftsraum Commonwealth haben eventuell genug Rohstoffe, um sich nach außen abzuschotten im Sinne eines Großstaates mit Kapitalverkehrskontrollen, Binnenzollraum, eigener Währung usw. Dasselbe könnten Rußland und Kontinentaleuropa tun, China und Südostasien, Indien und Arabien/Afrika, Nord- und Südamerika.

      Auf fiskalischen Wegen könnte in solchen Großwirtschaftsräumen das Geldvolumen an den Kapitalbedarf der Warenproduktionen angepaßt und Reichtumskonzentration begrenzt werden. Das allein wäre bereits eine Revolution und würde die Lebensverhältnisse stabilisieren.

      Wo ist die ökonomische Expertengruppe, die entsprechende Umsetzungsmaßnahmen formuliert und diese in die öffentliche Debatte einstellt?

      Vielleicht könnte kenfm eine solche Expertengruppe zusammenbringen.

  11. Danke Ernst Wolff für diesen tollen Kommentar. In Ihrem Buch „Weltmacht IWF – Chronik eines Raubzuges“ haben sie den IWF entlarvt, insofern wundert mich bei dieser Mafia-Organisation nichts mehr. Ich mache das, was ich schon fast 20 Jahre mache, ich investiere in physisches Gold und Betongold, wohl wissend, dass auch hier Gefahren lauern.

  12. Und die Goldverwendung als Zahlungsmittel untersagt.
    Doch was soll das letztendlich? Es wird zu Behelfs–/Ortswaehrungen, Warentauschringen, Genusscheinen kommen und damit die Wirtschaft unkontrollierbar und an Steuern vorbei machen.
    Nicht unbedingt schlecht fuer uns.
    Die koennen das drehen und wenden wie sie wollen: die Tage des Bishersystems sind gezählt. Große Gelassenheit ist angesagt, Moegen die Systemidioten als Apathie werten. Wir sind am kommen. Wir sind die Macht. Mal sehen, was mir fuer Ideen kommen beim lesen von Diesels Buch.

    • Lieber Ursprung!
      DANKE für Deinen wenigstens etwas beruhigenden Kommentar!
      Was ist das für ein Buch von „Diesel“???
      Lieben Gruß
      Birgit

    • An Birgit: „Von Rudolph Diesel, dem Erfinder des Diesel-Motors, ist folgendes Zitat überliefert: „Dass ich den Diesel-Motor erfunden habe, ist schön und gut. Aber meine Hauptleistung ist, dass ich die soziale Frage gelöst habe.“ Was genau er damit meint, beschreibt Diesel in seinem weitgehend in Vergessenheit geratenen Werk „Solidarismus: Die natürliche wirtschaftliche Erlösung des Menschen“.
      Mehr als 100 Jahre später stößt der Hamburger Arzt Heiko Schöning durch einen Zufall auf Diesels Schriften. Er arbeitet sich in die Materie ein und versucht, das Buch aus der damaligen Perspektive zu verstehen. Es dauert nicht lange, bis er zu der Ansicht kommt: Der Mann hat Recht!“

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