Tagesdosis 16.3.2018 – Russlands Wahl

Ein Kommentar von Klaus Hartmann.

Dass Präsidentschaftswahlen in den USA dem deutschen Publikum über ein Jahr lang medial präsentiert werden, sind wir ja gewohnt. Die politische Botschaft ist auch nicht schwer zu entschlüsseln: Hier findet die wahre Demokratie statt, das ist auch für uns der „Leuchtturm der Freiheit“, um an das klassische Wort des früheren Schauspieler-Präsidenten Reagan zu erinnern. Und natürlich sollen uns solche Glanzlichter unseres „wichtigsten Verbündeten“ heimleuchten, damit wir nie vergessen, auf welcher Seite wir zu stehen haben.

Und auf welcher nicht: Auf der Seite des „Reichs des Bösen“! (Noch ein Klassiker, den man besagtem Reagan in eine Rede geschrieben hat, 1983 war das). Der Böse ist immer der Russ, war schon immer so, im ersten Weltkrieg, dann nach der Oktoberrevolution und bis heute: „jüdische Bolschewisten“, „slawische Untermenschen“, „gottlose Kommunisten“ – oder heute „der Staat Gasprom“ (Spiegel) des „Machtmenschen Putin“ (ZDF): irgendwie frappierend  – die Verpackung wechselt, das Feindbild bleibt gleich. Man erinnert sich an die Horror-Gemälde führender US-Militärs der letzten Jahre: „Russland sei für die USA eine „existenzielle Bedrohung“, der „Hauptfeind“, „schlimmer als der IS oder Ebola“.

Zum Stichwort Wahlen gehört für die antirussische Propaganda-Internationale inzwischen fast zwanghaft das weitere Stichwort Wahleinmischung, anknüpfend an die immer noch nicht verwundene Niederlage der Kriegsverbrecherin Hillary Clinton. Ihre Sponsoren, Militaristen, Regime-Change-Spezialisten haben es im Verbund mit sogenannten „liberalen“ Medien geschafft, dass schon der Gedanke an normale Beziehungen zu Russland den Verdacht des Hochverrats hervorruft.

Die ehemalige Russland-Korrespondentin der ARD, Gabriele Krone-Schmalz meinte kürzlich in einem Interview, mittlerweile seien geradezu hysterische Zustände zu erkennen, wenn es darum gehe, sich der Dämonisierung Russlands entgegenzustellen. In den USA sei es mittlerweile so schlimm, dass „jeder Kontakt“ zu Russland sofort unter einen „Generalverdacht“ gestellt werde. „Die McCarthy-Ära lässt grüßen“.

Dass die Präsidentschaftswahlen in Russland unter den entsprechenden Vorzeichen kommentiert werden, kann niemanden überraschen. Ihnen wird eine (im Vergleich zu US-Wahlen zwar geringe, aber) für hiesige Verhältnisse schon bemerkenswerte mediale Aufmerksamkeit zuteil. „Der Sieger wird Putin heißen“, da sind sich die Medien ziemlich einig. In der „Welt“ heißt es bloß „Putins Wahl-Show“, im „Spiegel“: „Russland sucht den Superzar“. Witzig!

Der „deutsch-französische Kulturkanal“ arte präsentiert abendfüllend die „Generation Putin“, „Propaganda 3.0“ (damit meinen sie nicht sich selbst, sondern:) „Putin und der Westen“, „Moskauer Medienkrieg“; und schließlich kann auch dieser vermeintliche Qualitätssender nicht umhin, die ZDF-Hetz-„Dokumentation“ namens „Machtmensch Putin“ nochmals zu recyceln.

Das Treffen Putins mit dem französischen Präsidenten Macron „wird von einem Verdacht überschattet“, weiß arte. Sogenannte Trolle im Internet oder Hacker gelten selbstredend als vom Kreml kontrolliert oder gesteuert. Mit etwas zeitlichem Abstand darf dann ein Experte äußern, es sei „kontraproduktiv“, im Westen Putin als allmächtig darzustellen, das spiele ihm nur in die Hände. Ja, was jetzt?

Die arte-Autoren lassen voll Genugtuung Macron mit seiner Unverschämtheit zu Wort kommen: „Mein Umgang mit ausländischen Journalisten ist vorbildlich. Aber sie müssen sich wie Journalisten verhalten. RT und Sputnik haben sich wie Propagandaorgane der Desinformation und der lügnerischen Propaganda verhalten“. Leider wurde er nicht befragt, ob er dabei Unterschiede zu seinem „Radio France Internationale“ erkennt. Oder zu „Voice of Amerika“, „Radio Free Europe/Radio Liberty“ oder auch zum deutschen Regierungssender „Deutsche Welle“.

In den hiesigen Medien sieht man unter den sieben Gegenkandidaten Putins übereinstimmend „keine ernstzunehmende Alternative zu Putin“. Von Sergej Baburin, Pawel Grudinin, Grigorij Jawlinskij, Wladimir Schirinowskij, Xenia Sobtschak, Maxim Surajkin und Boris Titow erfährt man sogar ihre Namen selten bis nie, von Inhalten ganz zu schweigen.

Deutlich lässt arte durchblicken, dass man alle nicht ernst nimmt, von denen kein „Regime Change“ zu erwarten ist. Unter dem Titel „Russland hat die Wahl – der Kampf der Opposition“ kommen die Gegenkandidaten Putins erst im Abspann, in Sekundenbruchteilen, mit Namen ins Bild. Als einzige Opposition wird ein Alexej Nawalny präsentiert, der als Vorbestrafter nicht kandidieren kann, aber der Liebling des „freien Westens“ ist. Doch auch hier: inhaltliche Leere, außer Floskeln wie „Das ist Euer Land!“ ist dem Mann nichts zu entlocken.

Dass Nawalny rechtsextremen Nationalisten mindestens nahe steht und xenophobe Positionen vertritt (über die Kaukasus-Bewohner sagte er: „Wir können nicht normal mit diesen Völkern koexistieren“) erfährt man freilich nicht, es würde das demokratische Operetten-Bühnenbild der „westlichen“ Qualitätsmedien auch arg demolieren.

„Es ist klar, dass Russland in vielerlei Hinsicht eine bösartige und störende Kraft ist“, sagte der britische Außenminister Boris Johnson. Wie die „West“-Medien ist der Mann überzeugt, dass Russlands Präsident Putin als Hintermann der Giftaktion zu betrachten ist. Ohne Beweise, oder wie heißt es? Faktenfrei, aber gesinnungsfest. Da will die deutsche Bundesregierung nicht zurückstehen.

Als einsame Stimme der Vernunft musste wieder einmal Gabriele Krone-Schmalz (bei Markus Lanz) die naheliegende Frage stellen: „Wer hat ein Interesse daran, dass das passiert ist? Wer profitiert davon? Wie muss jemand gestrickt sein, der eine Woche vor der russischen Präsidentschaftswahl sowas in Großbritannien anzettelt?“

Unter der Schlagzeile „Wie weit geht Putin noch?“ listet „Bild“ dessen jüngste Sünden auf:  „Syrien Massaker – Nervengift-Anschlag in Europa – Mays Ultimatum ignoriert“. Die Stichworte allein stellen schon übelste Kriegshetze dar. Und was tut man gegen einen „bösartigen Störer“? Das weiß „Bild“ auch, und präsentiert am Ende dieses Schmähartikels ein vielsagendes Foto: Einen Panzer! Bildunterschrift:

„Ein deutscher Schützenpanzer (Typ Marder) während einer Kriegsübung. Bis es so weit ist, dass sie eingesetzt werden, muss zum Glück noch sehr, sehr viel passieren.“

Was jetzt passieren muss, weiß dpa: Erstmal kräftig in Klamotten investieren! Das berichteten ab 18.02.2018 rund 100 deutsche Zeitungen unter dem Titel „Bundeswehr fehlt Winterkleidung für die Nato-Ostfront“. Man könnte kommentieren: Da sind sie nicht die ersten, denen das an der Ostfront zum Verhängnis wurde.

Aber es sind nicht nur die Träume kriegsgeiler sog. Journalisten, die beunruhigen, die regierungspolitischen Taten sind es nicht minder. Die Verdoppelung des Rüstungsetats ist beschlossene Sache, die Kriegsministerin bietet der NATO ein neues Hauptquartier im Rheinland an, der Hafen Rostock soll zum NATO-Marinehauptquartier für die Ostsee ausgebaut werden.

In „Bild“ darf schließlich der vormalige NATO-Generalsekretär Rasmussen warnend den Zeigefinger erheben: „Politiker – auch in Deutschland – müssen endlich zu der Einsicht gelangen, dass sich unser Verhältnis zu Russland nicht verbessern kann, bis sich das Verhalten von Putin drastisch verändert.“ Dass Rasmussen inzwischen Berater nicht nur für Goldman Sachs, sondern auch für den Kiewer Junta-Chef Poroschenko ist, damit beunruhigt das Blatt sein Publikum nicht.

Eine Frage sei noch gestattet: Die fortgesetzte Hetze und der militärische Aufmarsch gegen Russland – fällt das etwa nicht unter „Wahleinmischung“?

Nicht nur im Interesse einer guten Zukunft für die Menschen in der Russischen Föderation, auch in unserem eigenen Interesse an der Bewahrung des Friedens, einer guten Nachbarschaft und der Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen, wünsche ich den russischen Wählerinnen und Wählern eine weise Wahlentscheidung für eine besonnene und kluge Politik ihres Landes.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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14 Kommentare zu: “Tagesdosis 16.3.2018 – Russlands Wahl

  1. Der Artikel trifft die Sache genau.

    Da haben also die armen Russen mal wieder keine echte Wahl. Ganz anders also vor einem halben Jahr bei uns. Wo gar nicht klar war, wer Kanzlerin wird. Hatten ja die Wahl zwischen Merkel, Schulz, Özdemir, Lindner, Weidel etc. pp. Na, da hatten wir aber die Auswahl. Die Frage war nur, wie sortierte man sowas? Nach Geruch oder nach Farbe?
    Und dann vor wenigen Tagen die große Überraschung: Merkel wird’s! Ja wer hätte das denn gedacht? Und dass die SPD einknickt hat auch keiner erwartet. Hat die ja noch nie gemacht.

    Und dann wundern sich die Bataillone der Qualitätsmedien, dass Putin so weit vorn liegt. Erst schießt der Westen Dauerfeuer auf Russland und dann wunderen sie sich dass die sich die Russen nicht so sehr für ihre inneren Probleme interessieren. Die inneren Probleme, die es ja auch gibt, erscheinen ihnen nicht kleiner, sie sind bei solchem Beschuss die kleineren Probleme.

    Und es ist wahr: die Leutchen von den Propagandakompanien bedenken gar nicht, was passieren könnte, wenn nicht so ein kühler Kopf wie Putin Präsident wird.

    • … und noch ein Grund warum Putin so beliebt in Russland ist,
      Gehälter im öffentlichen Dienst und Renten werden pünktlich im gesamten Land bezahlt.
      Das war vor Putins Zeit eher nicht der Fall.

  2. Mir ha ein entfernter Bekannter, der jahrelang in der russischen Peripherie (Tomsk) lebte, klar erzählt, warum Putin trotz seiner mittelmäßigen und kriegstreibenden Politik derart in Russland gewählt wird: Es handelt sich im Grunde um eine Art Erpressung. Die Putin-Partei und ihre Unterstützer haben für Verhältnisse gesorgt, in denen entlegenere Teile Russlands (und eigentlich ist ganz Russland bis auf Moskau, St.Petersburg und ein paar schönen Städten ganz im Süden entlegen) fürchten müssten, dass ohne die aktuelle Zentralregierung WIRKLICH ihre Versorgung zusammenbricht, und wir reden hier von Wintern mit -40 Grad und Fahrten von mehreren Stunden in die nächste Siedlung.
    Und um es dazu zu sagen: Dieser Bekannte findet diese Politik, warum auch immer, in Ordnung, und zudem meint er, das passt zur russischen ‚Mentalität‘, ein richtiger Putinversteher, sowas gibt es auch außerhalb der Bloggerszene. Ich habe ihm entsetzt widersprochen, es blieb aber dennoch freundlich (ist halt anders als im Internet).

    Diese Machtpolitik der Putin-Regierung führt dazu, dass Russland künstlich unterbesiedelt und relativ arm bleibt. Und sowas verkaufen die Propagandisten der Putin-Partei als ‚Sieg über den Neoliberalismus‘. Dabei ist das einfach blanke Machtpolitik um ihrer selbst willen, mit ein paar wenigen echten Profiteuren.

    • Und das Ganze zeigt implizit wieder, dass Neoliberalismus eben ganz und gar nicht schlecht ist, sondern als Feindbild mißbraucht wird – von Politikern, die die Leute über den Tisch ziehen mittels purer Machtpolitik. Politiker a la Putin wollen keinen wirklich freien Markt.

    • Man sehe die Bilder aus der Tagesschau wie Macron, May und Merkel vom Volk „bejubelt“ werden (short cuts mit an DDR-Propaganda erinnernden Einstellungen von einer Handvoll mit Fähnchen bewaffneter Wink-Idioten).
      Dann gleichfalls tausende, aus allen Bevölkerungs- und Altersschichten stammende Menschen, die Putin ehrlich und vor allem freundlich zujubeln. Und dazu dann der läppische Kommentar der ARD/ZDF Qualitätsjournalisten: „Die haben ja gar keine Alternative, da jubeln die ihm eben ersatzweise zu“. Komisch, dass die der neoliberalpolischen „Ideologie“ anhängenden Medien, wie ARD und ZDF, das nicht besser darstellen können. So scheinen mir die Winkaffen für Macron, May und Merkel doch eher erpresst, doch zumindest bezahlt worden zu sein.

      Ist es nicht eher so, dass Putin nach der Machtübernahme von Jelzin, welcher nach der Wende den Rohstoffreichtum Russlands an eine westlich orientierte Oligarchenszene verschleuderte, sich diesem Trend widersetzte und Rußlands Wirtschaft auf die Füße einer sozialeren Marktwirtschaft gestellt hat? Vielleicht liebt ihn russische Volk deshalb und weil er wirklich den Reichtum des Landes nicht noch weiter an die internationale Bankenclique gegen ein paar westliche Bestechungsgelder verschleudert hat? Nur mal so in den Raum gefragt…

      Und der angehängte Kommentar, dass der Neoliberalismus einen „wirklich freien Markt“ darstelle, ist ja wohl nur ein schlechter Witz. Jeder einigermassen klar denkende VWLer raufft sich die Haare über die zur Zeit international stattfindenden Interventionen, die Politiker aller „freien“ Landesführungen zu korrumpieren, um mit ihrer Hochfinanzpolitik den Mittelstand zerstören – alles zum Wohle eines international harmonisierten globalen Handels, doch leider zu Gunsten von einer Handvoll übermächtiger Großkonzerne… …und der sich immer weiter ausbreitende Billiglohnlohnsektor erst! Das kann doch wohl nicht ernst gemeint sein, oder gehe ich hier nur einer bissig bösen Satire von Thatsit auf dem Leim?

    • Das kann nur Satire sein…
      Neoliberalismus und freier Markt (Handelsembargo,Subventionen,Zinspolitik,beeinflussen von Börsenkursen u.s.w.)
      das wird nie zusammenpassen.

  3. Danke, die rhetorische Frage am Ende verdeutlicht es nochmal.
    Wenn man sich Russlands Vorgänger anschaut, bin ich wirklich froh um Putins Diplomatie. Ich bin mir unsicher, ob ein anderer Präsident in seiner Position auch so überlegt und ruhig gegenüber den täglichen geopolitischen Provokationen reagieren würde.

    • Putin ist ein eiskalter Machtpolitiker, man kann ihm eines sicher nicht vorwerfen, nämlich dass er sich provozieren lässt. Die Putin-Regierung entscheidet selbst, welche Kriege sie führt und lässt sich nichts aufdrängen. Bei der Frage nach dem Sinn der Kriege hört es dann auf. Eben mittelmäßige Politik, sicher nicht total schlecht, aber eben nicht ausreichend, um wirklich etwas zu verbessern. In einem ist Putin und seine Kamarilla aber Weltklasse: Im Machterhalt. Da können sich auch Trump und Erdogan noch viel abschauen.

  4. Das nennt man dann wohl eine geschlossene Kausalkette:

    NATO-Rasmussen-Goldman Sachs- Poroschenko-Rothschild-Macron

    Poroschenko schließt seine einzige Schoko-Fabrik in Russland
    11:36 20.01.2017
    (…)
    Im Wahlkampf hatte Poroschenko – gegenwärtig einer der reichsten Ukrainer – versprochen, Roshen zu verkaufen, tat das aber bisher nicht. Stattdessen übergab er seine Süßwarenfirma, die mit 450.000 Tonnen Jahresproduktion einer der weltweit größten Schokoladen-Hersteller ist, dem Rothschild Trust in Treuhandverwaltung.
    https://de.sputniknews.com/wirtschaft/20170120314196013-poroschenko-fabrik-russland/

    Gashahn in fremder Hand: „Ukraine wird aufgeteilt und in Stücken verkauft“
    15:52 20.10.2017
    Über drei Millionen Euro erhält die Züricher Rothschild Bank, um die Dezentralisierung – sprich: die Zerschlagung – des ukrainischen Gasnetzes zu verwalten. Das Geldhaus hat den Auftrag, Privatfirmen für den Betrieb ukrainischer Gasleitungen zu finden. Dies bedeutet letztlich den Ausverkauf des Landes, wie das Portal „rueconomics“ schreibt.
    https://de.sputniknews.com/wirtschaft/20171020317956952-ukrainische-gaspipeline-verkauf/

    Oligarch Poroschenko räumt Konkurrenten aus dem Weg
    14:25 29.06.2015
    (…)
    Zu den Schlüsselfiguren im Regierungsapparat gehören Energieminister Wladimir Demtschichin, Nationalbank-Chefin Valeria Gontarewa, der Leiter der Regulierungsbehörde für Kohle- und Strompreise Dmitri Wowk. Alle diese Menschen seien ohnehin mit dem Unternehmen Capital Ukraine (ICU) verbunden, das neben Rothschild CIS die Aktiva von Poroschenko verkaufe.
    https://de.sputniknews.com/politik/20150629302992434/

    Finanzexperte Wolff: Der Opportunist Macron steht für das ganz große Geld
    18:55 24.04.2017
    Der ehemalige Wirtschaftsminister Emmanuel Macron ist nach Ansicht des Finanzexperten Ernst Wolff in erster Linie ein klassischer Vertreter der Banken und des Neoliberalismus. Ob aber mit seinem Programm die Euro-Krise zu bekämpfen wäre, ist zu bezweifeln.
    (…)
    Die Wähler scheinen ja so oder so frustriert zu sein mit der wirtschaftlichen Situation in Frankreich. Auch wenn sie sich mit Macron oder Le Pen für ganz gegensätzliche Modelle entscheiden.
    Interessant ist hierbei die Art und Weise, wie Macron in seine Position gehievt wurde. Er hat seine Bewegung „En Marche!“ ja erst vor einem Jahr gegründet. Das sagt einiges über Macrons Hintergrund aus. Er ist ein Investmentbanker, der für die Rothschild-Bank gearbeitet hat und dort sogar Teilhaber ist. Da steht sehr, sehr viel Geld hinter Macron. Nur so konnte er seine Bewegung innerhalb eines Jahres zum Sieg führen. Macron steht für das ganz große Geld.
    Marine Le Pen dagegen wettert ja eher gegen das Großkapital. Aber sollte sie an die Macht kommen, wird sie natürlich auch gemeinsame Sache mit dem großen Kapital machen.
    https://de.sputniknews.com/wirtschaft/20170424315493910-macron-opportunist-experte/

    Die Erfüllungsgehilfen des Großkapitals, am Bsp. von Herrn Macron und Herrn Poroschenko (der selbst Oligarch, aber von geringerem Gewicht, ist), inklusive Waffenarm NATO.
    Kennzeichnend ist das permanente Anheizen von inneren und äußeren Konflikten, mit den herkömmlichen Methoden; Sozialabbau, Privatisierung, Terror unter falscher Flagge, Ausnahmezustand, Bürgerkrieg, Einmarsch in fremde Länder und was sonst noch opportun erscheint.
    Ebenso wie Remoras die sich an Haie heften, um einen Teil der Beute einzuheimsen.

    Die Kette läßt sich beliebig verlängern.

    Was die Hauptverantwortlichen innerhalb unserer Qualitätsmedien betreiben, sind keine Kavaliersdelikte, es ist Beihilfe zu tausendfachem Mord, zu großem Leid und zu massivsten Zerstörungen.

  5. Tja, prima Tagesdosis, Kompliment, schliesse mich den Wünschen an.
    Nur was jetzt, der ‚Mob‘ ist indoktriniert wie lange nicht mehr, Politiker..naja die sich für solche halten.. gewähren der „BILD“ inzwischen Ihre ‚Gedanken‘, früher hätte man sich geschämt, ausser in CSU Kreisen.
    Ungeinteressierte lesen den Mist, liegt in jeder Toilette und Betriebskantine..abscheulich!
    Die NATO ist voll auf Rammkurs da die inneren Widersprüche des Systems zwingend einen Krieg brauchen oder es kollabiert in Kürze.
    Die SPD, nun in der Regierung, ist aufgefordert nun die Notbremse zu ziehen, aber dalli bitteschön, auch zusammen mit den Linken.
    War is coming..wer das nun noch nicht begriffen hat, kann sich einen Protest-Besuch im Herbst in Rammstein sparen, dann marschieren unsere Söldner schon, fürchte ich.
    Alles zusammen betrachtet ist es 60 sekunden vor 12:00..steht auf für unsere Kinder, keinen Krieg mehr mit uns Deutschen!!

    • Was ist das beste Mittel gegen Krieg? Einfach nicht hingehen! Füße hoch und ein gutes Buch lesen, Entspannungsbad nehmen, gutes Essen auf den Tisch und mit anderen Hungrigen teilen (dann schmeckt’s am besten), mit den Kindern spielen, den Nachbarn reden usw.
      Fernsehen und Radio würde ich lassen, weil das Programm dann ziemlich einseitig wäre (siehe 11.09.2001).

    • Lieber Frank Puder,

      wenn’s mal so einfach wäre: Beine hoch undt leckt’s mi. Es finden sich immer Menschen, die bereit sind in den schlimmsten Krieg zu ziehen. Die einen werden betrogen, die zweiten mit Versprechungen gelockt, die dritten gepresst.
      Ich kann Ihnen da Geschichten aus der eigenen Familienchronik (einer antifaschistischen) erzählen, … Die Dokumente und Bilder habe ich noch und habe sie auch des Öfteren meinen nun schon erwachsenen Kindern gezeigt, damit sie Kompliziertheit der Sache verstehen.

      Und wenn die, die den Krieg nicht wollen, nur ruhig auf dem Sofa bleiben, geht dieses Spiel noch viel einfacher und besser.

      Damit will ich Ihnen nichts schlechtes unterstellen. Ihre gute Absicht ist mir schon klar. Nur: Der Weg in die Hölle ist mit guten Absichten nur so gepflastert. Und gut gewollt ist noch längst nicht gut gemacht. Auch davon ist die Geschichte voll.

    • Hallo Rudi Ratlos,
      dann würde ich aber eine bessere Alternative als die der Entziehung kennen wollen. Demos werden ja heutzutage leider medial missbraucht; mit ein paar Prügelchaoten unterwandert wird noch weiter Hetze; ja auch für einen Bürgerkrieg geschürt. Aus meiner Sicht wäre der effektivste Weg die Ignoranz. Der Weg des Mahatma Ghandi zum Beispiel. Ich z.B. habe mich aus dem System weitestmöglich verabschiedet, zahle keine Steuern, keine GEZ, kleinstmöglicher Konsum und meine Arbeit wird verschenkt. Dafür werde auch ich geholfen und entziehe somit dem System meinen Anteil der Energie, die es von uns Arbeitssklaven benötigt. Oder am besten gleich krank melden, wegen psychischer Überlastung aus Kriegsangst.

    • Da kann ich mich ingsn komplett anschließen. Mangels besserer Ideen da draußen, kann ich persönlich dem System momentan nur die Energie entziehen durch Boykott. Meinem Umfeld beweisen, dass sowas gut gelaunt und zufrieden möglich ist und Infos verteilen. Immer wieder Infos verteilen. Immernoch besser, als gar nix unternehmen.

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