Tagesdosis 17.3.2018 – Das Personalkarussell im Weißen Haus: die Zeichen deuten auf Krieg

Ein Kommentar von Ernst Wolff.

US-Präsident Trump hat Anfang der Woche seinen Außenminister Tillerson gefeuert und durch den bisherigen CIA-Chef Pompeo ersetzt. Die Mainstream-Medien präsentieren den überraschenden Rausschmiss als einen Racheakt Trumps für Tillersons öffentliche Äußerung, sein Chef sei ein Trottel, und werten das Geschehen als weiteren Beweis für das Chaos im Weißen Haus und den despotischen Führungsstil des US-Präsidenten.

Doch hinter der Entlassung steht vermutlich viel mehr. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Nachricht betonte Trump, er und Tillerson hätten vor allem in Bezug auf das Atomabkommen mit Iran unterschiedliche Positionen vertreten. (Im November 2013 war beschlossen worden, die damals gegen Iran bestehenden Sanktionen auszusetzen, sobald die Führung des Landes nicht länger an ihrem Atomprogramm festhält. Anfang 2016 waren die Sanktionen aus diesem Grund aufgehoben worden.)

Bereits im Wahlkampf hatte Trump gegen das Abkommen gewettert, im ersten Jahr seiner Präsidentschaft hatte er es mehrmals als gravierenden Fehler bezeichnet. Trotzdem hielt sein Außenminister Tillerson daran fest. Nun wird er auf Trumps Wunsch mit Mike Pompeo durch einen Mann ersetzt, der das Abkommen nach eigener Aussage lieber heute als morgen aufkündigen würde. Was steckt dahinter?

Eines der wichtigsten Nahziele der USA: Die Erhöhung des Ölpreises

Die USA haben Iran seit langem aus mehreren Gründen im Visier. Neben seiner geostrategisch bedeutenden Lage gilt das Land als der Erzfeind der wichtigsten US-Verbündeten im Nahen Osten, Saudi-Arabien und Israel. Zum anderen verfügt es über riesige Ölvorräte, die früher einmal unter der US-gestützten Regierung des Schahs von amerikanischen Konzernen ausgebeutet werden konnten, zu denen ihnen aber unter dem gegenwärtigen Regime der Zugang verwehrt ist. Drittens unterhält das herrschende Mullah-Regime gute wirtschaftliche und politische Beziehungen zu Russland und China.

Noch wichtiger aber könnte folgende Tatsache sein: Nach Angaben der International Energy Agency sind die Investitionen in die US-Fracking-Industrie, die 2015 und 2016 zurückgegangen waren, im vergangenen Jahr um 50 % angestiegen, und das, obwohl das so gewonnene Öl selbst beim gegenwärtigen Preis von 60 $ pro Barrel noch immer keinen Gewinn abwirft.

D.h.: Die Investoren der Wall Street rechnen fest damit, dass der Ölpreis in naher Zukunft kräftig ansteigen wird. Da aber weder mit einer sprunghaften Zunahme der Nachfrage, noch mit einem Ausfall größerer Produzenten zu rechnen ist, bleibt im Grunde nur eine Möglichkeit: Der Ausfall bedeutender Ölfelder.

Da Iran zu den größten Erdölförderländern der Erde zählt, würde ein Krieg gegen das Land, der mit der Zerstörung seiner Ölfelder oder zumindest einem Teil davon einherginge, den Ölpreis mit absoluter Sicherheit in die Höhe schnellen lassen. Außerdem würde er das Fracking wieder konkurrenzfähig machen, den USA als in dieser Technik weltweit führender Nation hohe Gewinne bescheren und zudem gewaltige Summen in die Kassen der  US-Rüstungsindustrie spülen.

Sollte es den Amerikanern darüber hinaus gelingen, in Teheran ein ihnen ergebenes Marionettenregime zu installieren, könnten sie sich nach dem Krieg auch am Wiederaufbau des Landes beteiligen. Zusammen mit der Eroberung der Weltmärkte durch das mittels Fracking gewonnene Öl würden Investitionen in die Wiederherstellung eines zerstörten Iran der Wirtschaft der USA noch einmal Auftrieb und dem Präsidenten Luft und vor allem Zeit verschaffen, die ihm auch aus einem anderen Grunde davonläuft.

Trumps Wähler wenden sich ab

Trumps Hardcore-Wählerschaft ist nämlich alles andere als von ihm begeistert. Das zeigten bereits die von den Republikanern verlorenen Gouverneurswahlen im November in Virginia und im Dezember in Alabama. In dieser Woche verstärkte sich der Trend bei der Kongress-Nachwahl im 18. Distrikt in Pennsylvania dramatisch: Hatte Trump die Präsidentschaftswahl in dieser Region noch mit einem Vorsprung von fast 20 Prozent gewonnen, fiel der Kongresssitz jetzt an einen Demokraten.

Der Wahlausgang zeigt: Die Stahl- und Kohlearbeiter in Pennsylvania, die riesige Hoffnungen in Trump gesetzt hatten, sind mittlerweile zu einem beträchtlichen Teil bitter enttäuscht und wenden sich von ihm ab. Der Grund: Trump hat sein Versprechen, gut bezahlte Jobs aus dem Ausland zurückzuholen, bis heute nicht eingelöst, und es wird immer deutlicher, dass eine solche Rückführung von Arbeitsplätzen im Rahmen der globalisierten Weltwirtschaft entweder gar nicht oder nur zu Hungerlöhnen möglich ist.

Will Trump an der Macht bleiben, muss er also zwei drängende Probleme lösen: Zum einen die eigene Anhängerschaft von seinen Misserfolgen ablenken und zum anderen die Fracking-Industrie wieder konkurrenzfähig machen. Ein Krieg gegen Iran wäre da ein höchst geeignetes Mittel, zumal nach der künstlich angetriebenen Rallye an den Aktien- und Anleihemärkten mit erheblichen finanziellen und wirtschaftlichen Einbrüchen zu rechnen ist und sich die US-Regierung dann händeringend nach einem Sündenbock zur Ablenkung von den eigenen Versäumnissen umsehen muss.  

Man kann nur hoffen, dass sich Trump angesichts der möglichen Konsequenzen – einem Hineinziehen Russlands und Chinas in einen globalen Atomkrieg – zurückhalten wird. Bei jemandem, der seine Entscheidungen generell ohne Rücksicht auf humanitäre Belange, sondern vor allem auf Grund wirtschaftlicher Kosten-Nutzen-Rechnung fällt, erscheint das allerdings eher als frommer Wunsch denn als realistische Perspektive.

+++

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

Alle weiteren Beiträge aus der Rubrik „Tagesdosis“ findest Du auf unserer Homepage: hier und auf unserer KenFM App.

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

37 Kommentare zu: “Tagesdosis 17.3.2018 – Das Personalkarussell im Weißen Haus: die Zeichen deuten auf Krieg

  1. Ich hörte Trump sagen das ‚most probably‘ die Russen sind verantwortlich für das benutzen von Giftgas in England.
    Leider, er sagte es ohne Begeisterung, so wie ‚ich muss das sagen, aber ich glaube es selber nicht‘.
    Dann gibt es

    https://www.bing.com/videos/search?q=russian+submarine+USA+east+coast&view=detail&mid=31452F63FFB86A08BFBC31452F63FFB86A08BFBC&FORM=VIRE

    https://www.rt.com/news/421471-russian-nuclear-subs-us-drills/

    Der erste Link lässt uns ein Mann sehen, ist meine Idee, die das Gegenubergstellte denkt von was er sagt.

    Was hier nicht steht ist das Russische U Boote die Untersee Kabel anhörchen konnen, und die durchscheiden.
    Natürlich geht auch Information viel über Satelliten, aber ob die sicher sind gegen jamming, oder Vernichtung, ich bezweifle das.
    Produktion von Güter im Westen ist verstreut über die Welt.
    Auch finanziêlle Transaktionen sind international.
    Das Westen kann gelahmt werde, ohne einen Schuss.

    • Dieses sinnlose Säbel Gerasselt ist doch nur für die Medien.
      Glaubt denn wirklich jemand, der ein wenig nachdenkt das Heut zu Tage noch ein Krieg zwischen den Großmächten möglich wäre. Was natürlich nicht ausschließt, dass ein unüberlegter Moment eintreten kann, der das Ende der Welt besiegelt.
      Über die diversen Möglichkeiten wie cyber attacke und Sabotagen von Datenkabeln, die Zerstörung von Öl und Gaspipelines, die Zerstörung von Stromtrasse und so weiter, werden sicher in jedem Land Pläne in den Schubladen liegen. Was soll das alles, wenn man das ganze fragile Geflecht sabotiert, hat keiner was davon. Ich nehme an, das Google und Microsoft auch weiter hin ihre Computer verkaufen wollen. Also auf der einen Seite Zerstörung und auf der anderen Seite Geschäfte machen, ist schwierig. Nach dem Motto , wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.

    • Leider, ich sehe NATO, EU, jetzt England, auch USA, eine Kriegsstimmung schöpfen.
      Vielleicht wollen sie nur Russland einschüchteren, aber das gelingt nicht.
      Russland unterstützt Assad, hat militärische Stutzpunkte in Syriën, Luftwaffe, Armee und Kriegsmarine.
      Es arbeitet zusammen mit Iran, und immer mehr mit die Türkei.
      China fängt an mit Petroyuang am 26ten dieser Monat, das bedroht der Dollar.
      Es wird behauptet das Saddam 2000 sein Todesurteil unterzeichnete wenn er Öl aus Iraq in Euro’s bezahlt haben wollte.
      Ghadaffi wollte eine Afrikanische Währung.
      Leute in Panik tun verrückte Dinge.

    • s sehe ich genau so, und was daran so übel ist, dass die EU sich so vor den Karren spannen lässt.
      Dass man Russland durch Sanktionen schwächen will, hat ja Letzt endlich nur den einen Grund, man will Instabilität und Unzufriedenheit in dem Land anheizen. Dazu ist jede Blödheit und Plattheit erlaubt. Vorne weg unsere seriöse Presse.
      Ehrlich gesagt, bin ich froh, das Putin dieses ganze Gemähre und Gesabber unserer Politiker und Nachrichtensprecher, so gelassen hin nimmt.
      Eigentlich habe ich den Eindruck, dass momentan der Westen nur noch von Vollidioten regiert wird.
      Wird ja auch so sein, wenn ich mir unsere Regierungsbank anschaue.

  2. Dass der Ölpreis in absehbarer Zeit wieder die Marke von $ 100 überschreiten könnte, halte ich auch für sehr gut möglich.

    Der Ölpreis (sowie auch der Goldpreis) ist eh manipuliert. Warum stürzte damals nach der Sezession der Krim der Ölpreis ziemlich rasant von $ 120 bis gegen $ 20 ab und hielt sich lange bei $ 25? Weil die USA Russland wirtschaftlich schädigen wollten. Dieses Unternehmen ist aber nicht gelungen, ganz im Gegenteil, der Haushalt Saudi Arabiens kam arg ins Schleudern und in den USA mussten viele Fracking-Betriebe mangels Rentabilität schliessen.

    Saudi Arabien wird Förderquote weiter drosseln und das Säbelrasseln seitens der USA gegenüber dem Iran wird weitergehen. Die „Märkte“ oder besser gesagt die Manipiulatoren werden darauf reagieren.

  3. Fracking scheint doch billiger zu sein. Focus from 10.11.17
    https://www.focus.de/finanzen/boerse/rohoel-die-usa-fluten-den-oelmarkt_id_7826253.html

    Kosten für Fracking deutlich gesunken
    Die US-Ölbranche profitiert von einem zweiten Trend: Ihre Produktionskosten sind massiv gefallen. Sie „haben sich in den vergangenen zwei bis drei Jahren um etwa 30 Prozent verringert“, ……Konkrete Zahlen ließen sich nicht nennen, da die Kosten von Produzent zu Produzent unterschiedlich sind. …… Für sie lohnt sich die Ölproduktion inzwischen schon bei einem Barrel-Preis von weniger als 40 Euro

    • Der springende Punkt ist: Wenn fracking sich doch lohnt für die US-Amerikaer, dann stimmt die Argumentation von dem Author dieses Artikels nicht. Die USA werden keine Krieg mit dem Iran anzetteln um die Ölpreise steigen zu lassen. Das haben sie gar nicht nötig wenn sie mit Fracking kostendeckend arbeiten oder wenn es gar gewinnbringend ist.

  4. es scheint noch niemanden aufgefallen zu sein, dass der ölpreis ein finanzialisierter Titel ist!
    oder anders gesagt: Angebot und nachfrage bestimmt schon seid jahren nicht den Ölpreis!
    daher ist die iran-ölpreis-Theorie nicht ganz nachvollziehbar.

    • Langfristig gesehen ist der Ölpreis noch immer ziemlich hoch. Übrigens auch deutlich höher als 2001 – vor den jüngsten Nahost-Kriegen.

      tecson.de/historische-oelpreise.html

      Es ist natürlich ein psychopathischer Plan der US-Industriellen, aber ich halte ihn für realistisch. Wenn es gelingt, die Öl- und Gasversorgung der Europäer auch großteils von Russland abzugreifen.

    • @ Benjamin
      was du nicht weißt, dass der öl-preis INFLATIONSBEREINIGT!!!!!!!!! bei 8-10$ pro fass liegt. d.h. heute kostet das fass nicht mehr als zum Zeitpunkt 1970!
      wenn du preise vergleichen willst, ist deine Tabelle nicht hilfreich/Unsinn.

      gern geschehen

    • keeneahnung:

      Warum so aggressiv?

      Es ist ja was Wahres dran, dass der Ölpreis (wie alles andere auch) stark manipuliert wird an den Finanzmärkten.

      Aber der Ölpreis hat sich seit 1970 etwa verzwanzigfacht. Nur Inflation kann das ja wohl kaum erklären… Dann bräuchten Sie nämlich in 48 Jahren durchschnittlich 6,5% jährliche Inflation. Die hatten wir bei Weitem nicht.

    • @ Benjamin
      bitte nochmal nachrechnen!
      Ölpreis dekade 1970 ca. 8-10$— heute 65$
      d.h. der selbe preis INFLATIONSBEREINIGT!!!!!!!!! heute wird genau der selbe teil des einkommens für öl-Produkte verwendet wie in Dekade 1970.
      im übrigen ist das der Hauptgrund, wieso eure gesamte „klimawandel“-verhinderungs-diskussion ab absurdum ist!
      gibt ja gar kein grund in „klimawandel“-verhinderungs-Technik zu investieren, wenn der preis für fossile Energie nicht verteuert wird.

      keine ursache

    • Da stimme ich zu, dass der Preis für fossile Energien – so oder so – viel zu niedrig ist. Wird ja auch subventioniert ohne Ende und die Kosten für die Umwelt fehlen einfach in der „Rechnung“.

      Vielleicht ist es auch gar nicht in erster Linie eine Preisfrage. Aber wenn es gelingt, dass Iran und Russland nicht mehr den europäischen Markt beliefern, dann wäre das natürlich ein Riesengeschäft für die US-Kapitalisten und die Saudis!

  5. Das liest sich alles, als ob es um irgend ein Geschäft geht, bei dem ein paar Leute gewinnen könnten.
    Alle anderen sind Schachfiguren und Marionetten.
    Ob es alles so einfach ist.
    Der Präsident feuert den Außenminister und setzt einen willfährigen CIA Fuzzy ein.
    Die Frackingbays wollen endlich gewinne machen und schon wird der Präsident vor den Karren gespannt.
    Na klar wollen die alle, aber die Realitäten sehen doch anders aus.
    Ich nehme mal an, dass ein paar andere Interessenten auch noch befragt werden müssen.
    Das werden zum einen die Iraner sein und zum anderen die Russen so wie die Islamische Allianz.
    Auch Europa wird nicht still zusehen, wenn vor der Haustür die Welt angezündet wird.
    Zumindest gehe ich davon aus, dass unsere europäischen Regierungen noch ihre Länder anschließend regieren wollen.
    Aber vielleicht sitzen die ja auch alle in einem festen Bunker in den USA und schauen mit Begeisterung der Apokalypse zu, die da entfacht wird.
    Ich halte die Amis zwar für skrupellos, wie übrigens alle Regierungen, aber für so blöde nun wieder auch nicht, dass sie sich einen Konkurrenten vom Hals schaffen, um anschließen in ihrem Feckingöl zu baden, da sie alle Abnehmer dieses Wunderstoffes leider umgebracht haben.
    Aber wer weiß, Amerika first.

    • Wird das lustig sein, Jahre in ein Bunker zu sein ?
      Wie lange es dauert das die Radioaktivität so gesunken ist das man daraus kann, ich weiss es nicht.
      Wie dann die Erde aussieht, weiss ich auch nicht, vielleicht nur eine Wüste.

  6. Wie schnell der ganze Zivilisatorische Deckmantel doch weg ist, wenn es um Interessen geht u. man grade die Technologie-Führerschaft hat!? Schockierend! Ich hoffe auf große Ostermärsche in ein paar Wochen! Zeigen wir den ganzen Bankangestellten, Kriegtreibern u. Politikdarstellern, dass wir ihre daher gelogenen Geschichten, nicht glauben! 😉

    • Gegen Kriegstreiber auf jeden Fall
      aber Bankangestellte und Politikdarsteller ,das ist wieder jeder gegen jeden.Der Bankangestellte und auch der Politiker
      muss auch seine Familie versorgen .Diese Personen werden auch nur benutzt.Gehe jetzt einen Schritt höher in der Pyramide ,dort treffen wir die Medienetage auch diese wird benutzt. Ab der nächsten Stufe „DAS KAPITAL“ ,dort wird es interessant,ja dafür lohnt es sich Ostern auf die Strasse zu gehen.

  7. Der Atomdeal muss weg! Man muss den Iran vor dem verhängnisvollen Fehler bewahren, sich weiter in die technologische Sackgasse Atomkraft zu manövrieren.
    Außerdem würde ich an Irans Stelle bis auf eine Aufwandsentschädigung für die Arbeiter das Erdöl einfach verschenken. Denn streng genommen gehört es jedem Erdenbürger. Mal sehen, was den NWO-Aposteln dazu propagandistisch einfallen würde?

  8. Ich hatte das hier schon einmal geschrieben.

    Uns wird das Märchen erzahlt es gäbe zu viele Menschen und zu wenig Öl.
    Das ist beides vollkommener Unsinn. Und hier kann man das sehr schön sehen,
    bei Kriegen geht es nicht um den Kampf um knappe Rohstoffe, es geht darum
    den Überfluss (auch an Boden) zu kontrollieren und alles künstlich zu verknappen.

    Angebot und Nachfrage regulieren den Preis, unser Wirtschaftssystem funktioniert
    ohne Knappheit nicht.

    • Moin, Thomas Erler, jedes Gut hier auf dem Globus ist knapp, weil endlich. Sogar Wasser und Luft sind endlich, und damit knapp. Der Ölpreis ist (auch wenn vage) ein Indiz fuer die Knappheit der Resource. Oder wie nähern wir uns dem Problem des knappen Öls sonst?
      Dass der US-Imperialismus im Irak, Lybien oder in Syrien nur die Menschenrechte exportieren will ist doch eine Mär, die doch wohl keiner glauben kann. Also der Export von Gas oder Öl ist schon wichtig fuer den US-Imperialismus, dass er dabei versucht die Konkurrenz (hier Russland) auszuschalten liegt am System des Kapitalismus/Imperialismus.
      Wo sehen Sie den Ueberfluss an Boden? Fuer den Kapitalismus gilt der Boden als etwas, was er ueber die Bodenschätze ausbeuten kann. Das sieht man an Afghanistan, dass sehr viele Rohstoffe unter sich birgt, die z.B. fuer die Chip-Industrie wichtig ist.
      Und was die Frage angeht, ob es zu viele Menschen gibt? Ja, allerdings. Viele Menschen sind gut fuer das System, wenn sie sich aktiv am Kauf der vielen mehr oder weniger sinnvollen Produkte beteiligen. Aber sie sind zu viel, wenn wir ueber vernuenftige Lebensbedingungen diskutieren, und darueber, dass auch alle satt werden wollen.

    • Lieber Hog1951, nichts ist knapp, weder Luft noch Wasser noch Öl oder Boden oder
      sonst irgendwas. Eine Beispielrechnung zum Boden, hatte ich hier auch schon mal
      geschrieben. Wenn alle 7,3 Mrd. Menschen in Deutschland leben würden, ständen
      jedem Menschen 50 qm zur Verfügung. Das entspricht der Bevölkerungsdichte wie
      in der Stadt Paris.
      Es gibt keine Knappheit und das ist auch der Grund warum das System fallen wird.
      Der (technische) Fortschritt ist über des System hinweg gegangen.
      Nach Jahrtausenden, endlich!

    • Das sehe ich auch so,es gibt keine Knappheit diese wird nur künstlich hochgehalten.
      Als Energiequelle brauchen wir kein ÖL,Kohle,Windgeneratoren,Solar.
      Nikola Tesla hatte schon um 1900 mit Skalarwellen experimentiert und auch schon Erfolge damit verzeichnet.
      Das ist meiner Meinung nach die Energie der Zukunft.Diese „FREIE“ Energiequelle hat nur ein Nachteil ,wie soll man diese Abrechnen wenn sie jedem zur Verfügung steht.Diese Energiequelle wird wohl erst nach dem Niedergang
      des Kapitalismus uns zur Verfügung stehen.Kluge Menschen wie der Österreicher Wolfgang Wiedergut beschäftigte sich
      sich auch sehr intensiv mit diesem Thema (zu intensiv,er starb auf mysteriöser Weise)
      Ich will damit nur sagen ,es gibt keine Energie- und auch keine Versorgungsknappheit,
      nur eine UNGERECHTE Verteilung.

    • Siehe ich genau so. die ganzen momentanen scheinheiligen wir müssen die erde schützen argumente, weil zuwenig platz zuwenig luft zu wenig wasser, natürlich alles für den menschen überlebenswichtige grundlebensmittel(das wirkt besser in der masse), sind alle nur da um uns alle immer mehr einzuschränken und nebenbei noch ne stange geld zu verdienen. ich warte schon darauf wann wir dann für co2 austoss pro mensch bezahlen müssen. dieser wahnsinn muss endlich enden. es kann doch nicht sein das, wie herr ehrler sagt, eine wirtschaft nach dem prinzip angebot und nachfrage, sinkt das angebot steigt der preis, die menschen die im besitz dieser Ressourcen sind, noch belohnt werden für das künstliche verknappen der Ressourcen, die wir alle brauchen. oder dann wird das wissen, eine knappe Ressource durch eine Ressource mit ähnlichen eigenschaften, die nicht knapp ist zu ersetzen, verhindert. was soll das? wo sind alle die gut gebildeten menschen und wehren sich gegen solche idiotischen Verhältnisse hier auf diesem planeten? ich glaube das system und seine macher haben gute arbeit in ihrem sinne geleistet, hier gehts nicht nur um nichtwissen in der bevölkerung hier gehts um sozialpsychologisch gut durchdachte massen gehirnwäsche die sich über jahrhunderte wenn nicht jahrtausende so eingeprägt hat, das man den wald vor lauter bäume nicht mehr sieht.

    • @Thomas Erler
      @Rene‚ Schirmer
      Um das Beispiel noch einmal zu strapazieren: Sollte die Erdbevölkerung sich verdoppeln, und trotzdem auf deutschem Boden siedeln wollen, so stuende jedem nur noch 25 qm zur Verfuegung. Es kann sich der Boden nicht vermehren, wenn wir mal von den Landgewinnungsversuchen der Friesen einmal absehen.
      Die Endlichkeit von Kohle und Öl kann man doch nicht in Abrede stellen?
      Wir befinden uns in einer Situation, in der die Landwirtschaft von 2 verschiedenen Anbausystemen belagert wird: Landwirtschaft fuer Nahrungsmittel oder fuer Energiegewinnung. Hier wird immer mehr auf Energiegewinnung gesetzt, sodass die Nahrungsmittel tendenziell immer teurer werden, weil knapper.
      Auch gut ablesbar das Problem beim Fisch: war noch in meiner Kindheit und Jugend Fisch ein sog. „Armeleuteessen“ kann sich heute nur noch der Besserverdiener Fisch leisten. Eine Folge der Ueberfischung des knappen Guts Fisch.

    • @….
      man seid ihr naiv!
      weil Angebot und nachfrage den markt regeln, ist der Ölpreis im „kampf gegen den Terror“ von spitze 150$ auf min 35$ gefallen? und man kann öl auch nicht an der Börse handeln!

  9. habe gerade mal geschaut, wie die DERIVATE-Wetten auf KRIEG mit dem IRAN stehen.

    Zum Beispiel konnte man bisher als Psychopath – z.B. im Jahre 2003 – noch ordentlich absahnen. Voraussetzung: man hat auf Krieg mit dem IRAK gewettet.
    Die Gewinnchancen, dass Saddam im Amt bleiben würde anstatt umgebracht zu werden, taxierten die Psychopathen der Wallstreet etwa auf 1:7. Klar, der erfolgte Tod des Diktators war also klarer Auftragsmord der Geldelite. Quasi ein Termingeschäft, zzgl. langfristiger Renditen aus sprudelnden Oelquellen und Waffengeschäften.
    Denn Bushs Sieg brachte immerhin 100 Dollar.

    Klar, die Gaudi funktioniert über Wett-Papiere mit einem bestimmten Termin – etwa dem 30. April. Ist der Diktator an diesem Tag nicht mehr im Amt, erhält der Besitzer pro Papier 100 Dollar vom Wettbüro. Ansonsten bekommt er nichts.

    Was sollte man auch sonst machen mit Buchgeld (Falschgeld ohne Mindestreserve) in rauhen Mengen ?
    Etwa Steurn zahlen ? Gibts doch keine in Delaware, einem der Lieblingssitze der Konzerne, Medien und ihren Sprachrohren.

    http://www.dw.com/de/wetten-auf-den-krieg/a-820401

    • Kann man eigentlich auf den Untergang aller Börsen wetten? Außerdem wette ich darauf, dass sich die Familien Rothschild, Rockefeller in Ziegenherden verwandeln! Das müsste für’s erste reichen. Und das beste ist, für solche Ideen brauche ich nur ein wenig Tabak und Espresso.

  10. Soweit so schluessig? Ich habe so meine Bedenken, ob Trump tatsächlich frei entscheiden kann, wen er denn entlässt und wen er einstellt. Ich bin davon ueberzeugt, dass Trump auch nur an den Marionettenfäden hängt, die der „tiefe Staat“ in Gestalt der Fraktion der Öl- und Gasunternehmen in der Hand hält.
    Die Möglichkeit des Fracking böte unter gewissen Umständen nocheinmal die Möglichkeit der Akkumulierung von Kapital; allerdings muessten dafuer Voraussetzungen geschaffen werden.
    Eine Voraussetzung ist im Artikel beschrieben. Eine andere ist die Verhinderung von der Nordstream 2 Pipeline. Das wird m.M.n. durch den Skripal-Anschlag gerade mit vorbereitet.

    • “ Ich bin davon ueberzeugt, dass Trump auch nur an den Marionettenfäden hängt, die der „tiefe Staat“ in Gestalt “

      Ich sehe eine Streit zwischen Trump und Deep State.
      Der Niederländische Amsterdam Uni prof Laslo Maracs vergleicht Deep State mit ein Schmarotzer die durch die ganze USA Gesellschaft wachst.
      Ein solcher Schmarotzer rottet mann nicht einfach aus.
      Schon Eisenhower warnte gegen ‚military industrial complex‘, eine andere Name für dasselbe.

      Die Chaos im Weissen Haus muss man sehen als ein kleiner Krieg, die noch keine Seite gewonnen hat, und dann die eine Seite, dann die Andere, Erfolg hat.
      Ich fürchte das jetzt Deep State May eingeschaltet hat.
      Ob das ein Erfolg ist, ich weiss es nicht.
      Überall grosse Zweifel an russische Schuld.
      Die Lügen Tony Blair’s haben grosse Schäden verursacht, für die ‚Eliten‘.

    • Das einzige was Trump frei entscheiden kann wird wohl die Wahl des Mittagessens sein und dann hört es auch schon auf.Wer denkt Trump würde etwas verändern der irrt gewaltig.Der Kuddel Muddel ,der im weißen Haus herrscht ,ist bestimmt den Umstand zuzurechnen das Trump seine Eliten (die Ihn halfen President zu werden -Industriellen,Gönnern) nach und nach mit Posten und Einfluss auszustatten.Aber das Militär drückt schon gewaltig und wird Ihre Position nicht kampflos aufgeben.Und wenn es Donald Trump überbertreibt dann wird er wohl wie
      John F. Kennedy enden.

Hinterlasse eine Antwort