Tagesdosis 18.1.2019 – Die Ausgegrenzten. Die Medien gehen allzu freigiebig mit dem Begriff „Nazi“ um.

Ein Kommentar von Roberto De Lapuente.

Gut, wer mag schon Nazis? Andererseits ist es aber so, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen Anstalten, dass eben auch die, die ihr mit dem Label „Nazis“ abtut, Rundfunkbeitrag bezahlen. Viele Leute ticken in Fragen wie Zuwanderung und nationale Grenzen eben etwas anders als der liberale Mainstream. Sie alle einfach als Hitler-Nachfolger zu beschimpfen und aus dem Blickfeld entfernen zu wollen, greift zu kurz.

Letzte Woche war sich die halbe Republik einig: Nazis will keiner haben — sie sollen raus. Aus Deutschland. Aus den Köpfen. Wo immer sie eben drin sind. Weg mit denen! Ungewollt angeleiert wurde die Diskussion von der ZDF-Reporterin Nicole Diekmann. Diese hatte am Jahresanfang genau jene Worte getwittert und wurde prompt mit einem Shitstorm ins neue Jahr begrüßt. Sie bekam es leider mit Beschimpfungen, Vergewaltigungs- und Todesdrohungen zu tun.

Vorab muss man wohl bei jeder kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema eine Selbstverständlichkeit voranstellen: Nein, nichts rechtfertigt solche Reaktionen. Und die folgende Kritik an Diekmann und Kollegen entschuldigt solche Handlungen mit keinem Stück.

Der Hashtag #nazisraus wurde in den folgenden Tagen zum Tweet der Anständigen, Zehntausende Follower wiederholten die zwei Worte in Tweets und Posts. Auch prominente Anständige waren mit von der Partie. Ralf Stegner und Heiko Maas zum Beispiel. Bodo Ramelow nutzte seine 280 Zeichen für eine Kurznachricht, um den Hashtag in Dauerschleife zu wiederholen. Die Tagesschau und das Deutschlandradio solidarisierten sich ebenso mit der Angestellten des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und stellten nochmal klar, auch sie wollen Nazis draußen haben.

Die Nazis: Auch Gebührenzahler!

Aber wer sind diese Nazis eigentlich? Im Grunde handelt es sich bei ihnen um eine historische Entität. Die dazugehörige Ideologie findet man heute so bestenfalls nur noch in Versatzstücken. Man benutzt den Begriff „Nazi“ aber weiterhin. Er steht für einen rückständigen Menschen, für Rassisten und Blockwarte, für Sexisten oder Leute, die gewisse liberale Vorstellungen nicht pflegen wollen. Gemeinhin benutzt man das Wort also für Personen, die eine andere (Lebens-)Einstellung haben als man selbst.

Übersetzt muss man Diekmanns kurzen Tweet demnach so lesen: AfD raus! Oder: Illiberale raus! Oder vielleicht auch: Wer nicht so tickt wie ich in gewissen Fragen des Lebens, Alltags, der Sexualität und Gesellschaft insgesamt, der soll bitte nicht wieder reinkommen und draußen bleiben.

Hier offenbart sich ein ziemlich großes Problem, das in der Debattenkultur der allgemeinen Solidaritätsstimmung gar nicht zur Sprache kam: Wenn es gar nicht um historische Nazis mit Runen an der Kappe oder um Neonazis mit Schweißperlen auf der Fleischkappe geht, sondern — zeitgenössisch naheliegender — um Leute, die aus verschiedenen Gründen AfD wählen oder sich einfach nicht in jeder Lebenslage antirassistisch oder antisexistisch korrekt artikulieren, dann sagt Frau Diekmann damit auch: Gebührenzahler raus! Sie möchte also ihre eigene Kundschaft vor die Türe setzen.

Die Leute im Land wissen wahrscheinlich schon ziemlich genau, wer gemeint sein könnte, wenn heute jemand Nazis zum Teufel jagt. Sicher nicht Himmler und Göring. Und auch nicht den verstorbenen SS-Opa. Es sind diejenigen, die man sich in der öffentlichen Wahrnehmung, eben ganz explizit auch bei ARD und ZDF, aber auch in öffentlichen-rechtlichen Radioanstalten, als deren Nachfolger ins rechte Licht gerückt hat. Und die man nicht mit journalistischem Abstand behandelt, sondern mit parteiischen Kampagnen beglückt.

Gebührenfinanziertes Gebührenzahler-Bashing

Der Märtyrerstatus der AfD ist nämlich maßgeblich einem öffentlich-rechtlichen Journalismus zu verdanken, der diese Partei ausgrenzt und ihr den Kampf angesagt hat. Für die Partei dürfte das ein Glücksfall sein, denn das bestätigt nur den etwas dumpfen Vorwurf, der aus dem Lager der AfD immer wieder zu vernehmen ist: Lügen- oder Systempresse. Diverse Journalisten haben sich darauf spezialisiert, jenen Teil ihres Publikums als ewiggestrig in Szene zu setzen, der mit der AfD liebäugelt. Sie führen diese Leute vor, belehren sie und halten ihnen dabei einen urbanen Lebensstil vor Augen, der nicht die Lebenswirklichkeit dieser Bürger widerspiegelt.

Wenn man aber alle „rausschicken“ will, die nicht den Kanon des liberalen Agendamenschen pflegen, die also für nationale Grenzen sind, für kontrollierte Einwanderung oder die Vorbehalte gegenüber gewissen Gendertendenzen hegen, die aus Protest, Überzeugung oder weil sie keine Ahnung haben AfD wählen, die manche multikulturelle Entwicklung in Brennpunkten beanstanden — wenn man also all diese Leute vor eine Tür setzen will, kommt am Ende die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Sektors zu kurz.

Dabei jammern die Intendanten doch seit geraumer Zeit darüber, dass ihnen das Geld knapp ist und sie nicht mehr wettbewerbsfähig produzieren könnten. Klar doch, aber 2021 wird die Bundesliga auch wieder kostenintensiver. Bis dahin haben die Bundesligavereine eine gut geheim gehaltene und daher nur spekulativ zu nennende Milliarde an Gebührengeldern überwiesen bekommen. Auch Werder Bremen kriegt was von diesen Geldern ab. Trotzdem wollte der Werder-Präsident unlängst AfD-Mitglieder aus dem Stadion raushaben. Obwohl die auch für seinen Verein blechen.

Ein bisschen wie den Klubs geht es auch Journalisten wie Nicole Diekmann: Auch sie sind ja letztlich gebührenfinanziert.

„… der Achtung und dem Vertrauen gerecht werden, die ihr Beruf erfordert …“

Diese Zwischenüberschrift stammt nicht etwa aus dem ungeschriebenen Ehrenkodex der Öffentlich-Rechtlichen, gilt also nicht für die dort eingestellten Mitarbeiter. Man findet den Passus im Bundesbeamtengesetz (BBG) — unter dem Abschnitt der rechtlichen Stellung, wo es heißt „Pflichten“. Eigentlich ist es ein bisschen schade, dass es nicht auch für Angestellte von ZDF und Co. gilt. Denn das zwischen Rechten und Pflichten der öffentlich-rechtlichen Anstalten etwas nicht mehr stimmig ist, haben viele im Lande mittlerweile begriffen.

Besonders bewusst wurde das vielen bei der Berichterstattung zur Ukraine-Krise. Insbesondere dem ZDF ging eine ergebnisoffene journalistische Analyse der Situation vor Ort ab. Man bezog strikt NATO-Positionen und rekrutierte das Feindbild des Kalten Krieges: den „verschlagenen Russen“. Dabei war schon vorher eine Schieflage entstanden. Schon bei den Berichten zur Agenda 2010 gab es öffentlich-rechtliche Einseitigkeiten, in Talkshows wurde die Wirklichkeit im Lande selektiert. Dort saßen Lobbyisten als Experten — Politiker der Linkspartei nur selten. There was no alternative.

Natürlich darf jemand, der im öffentlich-rechtlichen Fernsehen arbeitet, eine eigene Meinung haben. Die Frage ist nur, ob sie von Relevanz für die Öffentlichkeit ist, wenn er von eben dieser Öffentlichkeit — und zwar von der gesamten Öffentlichkeit — bezahlt wird. Wenn ein FAZ-Journalist etwas schreibt, das man für unhaltbar und unerträglich hält, kündigt man das Abo – das ZDF ist jedoch unkündbar.

Einen angemessenen Ton von Leuten, die sich öffentlich aushalten lassen: Das vermissen viele Menschen im Lande. Und zwar in allen politischen Lagern. Wenn sie schon die eigentlich gute Idee der Gebührenfinanzierung tragen sollen, dann möchten sie wenigstens das Gefühl haben, dass der dortige Journalismus keine Befindlichkeitsshow ist, in der Journalisten nicht mehr die Wirklichkeit abbilden, sondern Pädagogen mimen möchten. Daher ist es etwas anderes, ob eine ZDF-Angestellte „Nazis raus!“ ruft oder jemand, der sich am freien Markt verdingen muss.

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Dieser Beitrag erschien am 16.01.2019 bei Rubikon – Magazin für die kritische Masse

Hinweis zum Rubikon-Beitrag: Der Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

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16 Kommentare zu: “Tagesdosis 18.1.2019 – Die Ausgegrenzten. Die Medien gehen allzu freigiebig mit dem Begriff „Nazi“ um.

  1. Man könnte ganz leicht den Medien und allen anderen – den „Nazi“ Begriff nehmen,
    indem wir nur noch Demonstrationen mit „Flüchtlingen“, „Migranten“, „Asylsuchende“
    veranstalten. Sie also mit einbeziehen.
    Denn es geht doch um „Menschenrechte“ die wir auf Demonstrationen einfordern, es
    geht also uns alle an.

    Was glaubt ihr wieviel mehr wir auf der Straße wären.

    So einfach!

    Wie sagte mal unser Digitalminister Günther Oettinger: “ We all sitting in one boat“.

  2. NAZI: Nicht an Zuwanderung interessiert.
    Wenn es so viele Nazis gibt, warum liest man immer von den Gewalttaten der Antifa und den Zugereisten?
    Warum verherrlich der Bundespräsident Musikgruppen wie „Feine Sahne Fischfilet“ und K.I.Z. mit ihren Gewalt verherrlichenden Texten, die locker als Volksverhetzung eingestuft werden können, die von einer Brutalität gegen Menschen sprechen und die so Frauenverachtend sind, daß man sich wundern muß, wo hier die ganzen Feministinnen bleiben. Vermutlich stehen diese Damen aber auf hard core SM

  3. Dieser Gedanke greift zu kurz!

    „Letzte Woche war sich die halbe Republik einig: Nazis will keiner haben“ wer soll denn die halbe Republik sein?

    Fern ab der ideologischen Geschichtsaufbereitung aller Guido Knopp, wer waren den die ersten, die nach dem Pateibuch der NSDAP gegriffen haben? Ja richtig, die sogenannten Intellektuellen und Schmutzfinke (heute bekannt als MS) und wann wurde der Rest bekehrt (Arbeiter/Bauern), erst als von der NSDAP Objektive Fakten geschaffen wurde (1936-1938). Ein anderer Historischer Ausflug: wie war das noch gleich, als die DDR annektiert wurde? die herausragenden Journalisten und Meinungsführer, die vorher der Sozialismus gepredigt haben und in der BRD karriere machen wollten, hatte man dafür nicht einen Begriff? „Wendehals“
    Es gibt hunderte von Beispielen dieser Art, wieso soll man den MS heutzutage irgendeiner Bedeutung beimessen? Wäre Fr. Nicole Diekmann ca. 100 Jahre jünger, könnte ich mir vorstellen welches Parteibuch sie hätte!
    Leider ist ihr Artikel zu „wischi, waschi“ Wer ist denn Twitter oder Gesichtsbuch (Facebook)? Ist doch völlig irrelewand!

    Einzig und allein ideologiefreie faktenbasierte Aufklärung ist es, die den Ausweg zeigen kann. Mehr ist nicht zu tun!

  4. Nur mit Nazis gibt es keinen Weltkrieg.
    Letztlich waren die immer mehr ansteigenden Schulden irgendwo der Grund für den Zweiten Weltkrieg.

    Gottfried Feder hatte seinerzeit den Leitzins kritisiert, weil dieser eine teuflische Erfindung des Großkapitals sei.

    Für den Krieg gibt es beim derzeitigen (Schuld-) Geld vor allem folgender Grund:
    Der Staat muss sich für den Saldo der Geldsparpläne der Privaten verschulden.
    Die Bürger verstehen nicht, dass sie kein Geld sparen können, wenn sich nicht andere Haushalte dafür verschulden.

    Wenn man aber im Grunde genommen bereits alles weiß, dann nützt dies reichlich wenig, wenn die Medien im Besitz weniger reicher Personen weiterhin ihre Irrtümer verbreiten.

    Jedenfalls hatten seinerzeit die Nazis die Demokratie ausgehebelt, um dann einen Krieg anzuzetteln. Da ist es verständlich, dass man sich jetzt insofern wieder Sorgen macht.

    Die Nazis hatten aber ihre Absichten wohl auch gar nicht verschwiegen.
    Bei der AfD ist es nicht der Fall, dass sie offen für Krieg wirbt.
    Vielmehr zieht sie sogar eine Diskussion über das Geldsystem in Erwägung, so dass ich es nicht eindeutig wissen kann, ob die AfD mit dem jetzigen Wahlprogramm nicht wählbar ist.

    • Wo ist der Kausale Zusammenhang? Wieso soll ein Staat, der sich unendlich in seiner eigenen Währung verschulden kann, Krieg führen? Scheinbar wird hier das Geldsystem für schuldig erklärt, ohne (wie immer) dieses verstanden zu haben!!

      Tipp: weniger Guido Knopp, Hans Werner Sinn, Gottfried Feder, mehr Bildung!

    • Das ist einfach dummes Zeug. Hitler hat sich sogar als Friedenskämpfer ausgegeben, in Dutzenden Reden. Außerdem hat er sich und die NSDAP als antikapitaistisch verkauft und als Arbeiterpartei. Und kaum waren die an der Macht, haben die Gewerkschaften verboten, deren Häuser gestürmt, deren Mitglieder eingebuchtet. Und den Kapitalismus haben die Nazis ja nun wohl auch nicht abgeschafft. Im Gegenteil: Sie haben den reaktionären Elementen des Finanzkapitals dicke, fette Gewinne beschert. Nun ja, diese hatten sie ja zuvor auch finanziert. Ich schlage vor, sich hier mal nicht nur mit rechter Propaganda vollzustopfen.

      Gleiches gilt für den Quatsch vom „Schuldgeldsystem“, das an allem Schuld sei. Um zu wissen, was Kapitalismus ist, muss man erst mal fragen: Was ist Kapital? Viele glauben, Kapital seien Rohstoffe und Maschinen, also Produktionsmittel und Geld. Falsch: Zu Kapital werden Produktionsmittel und Geld nur dann, wenn sie in den Kapitalverwertungsprozess gesteckt werden mit dem Ziel, Profit zu bringen. Heißt: Der Kapitalist nimmt Geld, kauft Produktionsmittel (konstantes Kapital) und Arbeitskraft (variables Kapital), um durch das Abschöpfen von Mehrwert mehr Geld herauszubekommen, als er eingesetzt hat. Darum geht es. Darum heißt das Ding Kapitalismus.

      Zweitens muss man wissen, was ein Markt ist: nämlich der Tausch von Produkten. Durch den Tausch werden Produkte zu Waren. Tausch erfordert einen Gegenwert. Heißt: Alle Produkte müssen miteinander verglichen werden. Wie viele Äpfel sind 20 Eier wert? Wie viele Stoffballen müsste ich für einen Tisch geben? Etc… Da das sehr kompliziert ist, kam der Mensch auf die Idee, ein haltbares Produkt als Tauschäquivalent einzuführen: Gold und Silber in Münzform = Warengeld. Ab dem 11. Jh. entstand Papiergeld durch aufkommende erste Wechselgeschäfte als sog. Zwischentauschmittel. Geld wurde also immer mehr abgekoppelt vom Warengeld, dem Wertträger Gold und Silber. Heute findet ein Großteil des Geldverkehrs digital statt. Es wurde quasi entmaterialisiert, also vom Warengeld zum „ideellen“ Geld.

      Was ist nun der Zins?
      Kapitalisten müssen Maximalprofit abschöpfen und einen Teil desselben immer wieder kapitalisieren, um noch mehr Profit einzufahren. Die Konkurrenz zwingt sie dazu. Heißt: Geld nehmen, Produktionsmittel und Arbeitskraft kaufen, um daraus mehr Geld zu machen (Profit abschöpfen), usw… Um dies zu gewährleisten, brauchen sie Geld. So haben sich die Banken darauf spezialisiert, zu diesem Zweck Geld zu verleihen.

      Kurz erklärt: Der Kapitalist will eine neue Fabrik für vier Millionen Euro bauen. Eine Mio hat er selbst. Drei nimmt er als Kredit. Der Bank muss er dafür Sicherheiten vorweisen: Gut laufende Geschäfte, entsprechende Gewinne, keine Schufa-Einträge, usw. Er soll es ja zurückzahlen und auch noch den Zins aufbringen. Der Kapitalist nimmt das Geld, stellt sich davon eine Fabrik hin, kauft Maschinen und Lohnarbeit. Die Arbeiter produzieren, setzen für ihn die Produkte ab, der Kapitalist kassiert.

      Nun hat es Lohnarbeit an sich, dass sie dem Kapitalisten einzig dazu dient, von ihr Profit abzuschöpfen. Profit ist der einzige irrationale Selbstzweck einer jeden Produktion im Kapitalismus. Von dem Profit tilgt er den Kredit – die Maschinen sorgen ja bereits für Massenproduktion, geben ihren Kaufwert also bereits in die Produkte ab. Das sind einkalkulierte Kosten fürs konstante Kapital.

      Darüber hinaus muss der Kapitalist von seinem Profit den Zins an die Bank bezahlen, den sie für die Dienstleistung Geldverleih kassiert. Die Bank lässt sich also für die Dienstleistung Geldverleih am Profit des Kapitalisten beteiligen. Die Bank ist damit ein Dienstleister, die das nunmehr ideelle Geld zu einer Ware macht, denn sie verleiht es, um mehr zu bekommen. Dieses Mehr stammt unmittelbar oder mittelbar aus dem Profit eines Kapitalisten, den dieser aus Lohnarbeitskraft abschöpft. Oder aber es stammt direkt aus Arbeitskraft, wenn z.B. ein Lohnarbeiter einen Kredit nimmt. Der Zins ist der Profit der Bank.

      Dieser Zins nun ist von der realen Produktion nicht abzukoppeln. Und zwar niemals. Wäre das möglich, würden nicht immer wieder dicke fette Finanzblasen platzen. Sie platzen, weil der Mensch nicht von Geld, sondern materiellen Dingen lebt und das Geldsystem eben genau nicht von der realen Produktion abzukoppeln ist. Aus demselben Grund entsteht auch eine Inflation, wenn die Geldmenge auf dem realen produktiven Markt zunimmt. Die Spekulationsgeschäfte bleiben nur solange abgekoppelt, bis das Geld auf dem realen Kapitalmarkt bzw. im Wirtschaftskreislauf zum Einsatz kommt. Da die virtuell existierende Geldmenge aber weit größer ist, als weltweit Waren produziert werden, platzen eben immer wieder diese Finanzblasen.

      Die Bank ist also Dienstleister für die Realwirtschaft. Genauso wie die Werbeindustrie, das Transportwesen, der Handel etwa. Diese Branchen schaffen keinen neuen Mehrwert – der immer nur in der realen Produktion von etwas Neuem entsteht -, sie sorgen für die Realisierung des Mehrwerts. Es tobt also ein Kampf um die Verteilung von Mehrwert unter den Kapitalisten. Wirbt Werbefirma x für die Firma Tschibo, wird sie von Tschibo dafür bezahlt. Sie lässt sich also an deren Profit (abgeschöpfter Mehrwert aus Lohnarbeitskraft) beteiligen.

      Oder ein anderes Beispiel: H&M kauft T-Shirts von der indischen Texilfirma a. Die Weberinnen und Schneiderinnen arbeiten dafür für einen miesen Lohn von sagen wir umgerechnet fünf Cent pro T-Shirt. Firma a verkauft die T-Shirts für 20 Cent. Die 15 Cent sind ihr Profit, also der aus kostenloser Mehrarbeit der Arbeiterinnen abschöpfte Mehrwert.
      Durch die Produktion der Ware T-Shirts ist der Mehrwert ursprünglich entstanden. Der Händler H&M ist also der Erstkäufer, der daran verdient, die Ware weiter zu verkaufen. Er heuert Transportunternehmen an, welche die Ware überschiffen und in seine Kaufhäuser bringen. Dafür lassen sich die Transportfirmen bezahlen. Sie profitieren also am Mehrwert der Ware T-Shirt mit. Nun hat H&M sagen wir, bisher insgesamt fünf Euro pro T-Shirt bezahlt an Firma a und die Transportunternehmen b, c und d. Dann bezahlt es Verkäuferinnen, Lagerarbeiter, Gebäudekosten, Reinigungsfirmen etc. All dies kommt auf den Preis drauf, dann noch der einkalkulierte Profit. Sagen wir, die Ausgaben pro T-Shirt betrugen am Ende zehn Euro, der Verkaufspreis ist 20 Euro.

      Der Einzelprofit von H&M beträgt 10 Euro. Diese zehn Euro ist der von den eigenen Angestellten abgeschöpfte Mehrwert, denn die Verkäuferinnen haben ja dafür gearbeitet. Letztlich sind die Träger des Mehrwerts aber die T-Shirts, erzeugt von den Baumwollpflückerinnen, Weberinnen und Schneiderinnen. Die Transportarbeiter, die Verkäuferinnen, der Elektriker für das Warenhaus und die Buchhalter haben dafür gesorgt, dass der Mehrwert durch den Verkauf der T-Shirts realisiert werden konnte. Kassiert haben aber die Firmenbesitzer bzw. Anteilseigner derselben (Aktionäre). Und wenn nun H&M einen Kredit aufgenommen hat, um den Kauf und Transport der Ware zu finanzieren, um am Profit für die T-Shirts beteiligt zu werden, gibt H&M für diesen Geldverleih (Kapitalvorschuss) der Bank wiederum einen Anteil von ihrem Profitanteil für die T-Shirts ab.

      ist eigentlich ganz einfach, oder, da muss man gar keine VT bemühen.

      ‚Zurück zum Zins: Zins ist also ein Profitanteil. Woraus stammt Profit? Aus kostenloser Mehrarbeit von Lohnarbeitern ( die das freilich nicht merken, da diese in die Lohnrechnung einkalkuliert ist). Jeglicher Profit stammt aus Lohnarbeit, da konstantes Kapital (Maschinen) für billigere Massenproduktion sorgen und im konkurrenten Verhältnis die Preise drücken und den Profit schmälern. Auch darum der Zwang zu stetem Wirtschaftswachstum. Die Bank als Geldschöpferin und Geldverleiherin zum Zwecke der Kapitalisierung hat also quasi die Herrschaft über die Arbeit. Sie dirigiert die Lohnarbeit.

      Da nun die Wirtschaft im Kapitalismus dem Wachstumszwang unterliegt, muss sie immer mehr und mehr Waren produzieren und vermarkten; sie braucht auch immer mehr Rohstoffe. Das ist auf einem begrenzten Planeten auf Dauer natürlich nicht möglich. So kapitalisiert sie immer mehr, heißt: Es wird nach und nach alles dem Markt unterworfen. Das heißt: Alles wird zur Ware und mit dem Tauschäquivalent Geld beziffert. Menschen müssen zahlen, um zu überleben. Natürlich macht das abhängig vom Geld, einzelne Menschen genauso wie Firmen und Staaten.

      Das Geld, das die Bank verleiht und wodurch sich Menschen und Firmen bei ihr verschulden, wird aber kapitalisiert oder in reale Güter umgesetzt durch Arbeit. es wird also in reale Arbeit und die Schaffung von Mehrwert umgsetzt. Und noch mal: Der Zins ist der Anteil vom Profit des Unternehmers aus Arbeitskraft oder direkt von ein Anteil vom Arbeitslohn eines Arbeiters. Und auch zur Wiederholung: Die Bank dominiert damit die Arbeit, also die direkte Wertschöpfung.

      Das war jetzt sehr lang, aber ich schlage trotzdem eindringlich vor: Denken Sie darüber nach. Es ist eigentlich gar nicht so schwer zu verstehen. Man muss es nur wollen.

    • Nun Fr. Bonath

      Sie haben Kapitalismus immer noch nicht verstanden!

      Ihre Marx`sche Theorie greift zu kurz, denn den Kapitalismus als definitorik gibt es nicht! In den 250-300Jahren Kapitalismus gab es sehr unterschiedliche Ausprägungen. In dieser Phase des Kapitalismus gab es nur 2 Erfolgsmodelle: !. Zeitraum 1930-1975 (New Deal und auch die NSDAP und Nachkriegs-BRD siehe Magisches Viereck hat von Wirtschaftspolitik mehr verstanden als die heutigen sogennanten liberalen Demokraten) und 2. die Chinesische Ausprägung ihrer Wirtschaftspolitik. Ich will es ihnen nicht im einzelnen erklären, grundsätzlich gilt, wenn der Kapitalismus/Marktwirtschaft in dem Gesamtkapitalisten (Staat) eingebettet ist (Regulierung) ist dieser erfolgreich!!

      Zu ihrer Zins-theorie. Zinsen werden vom Staat gesetzt (Zentralbank). Auch wenn der eine oder andere behauptet, dass die FED privat sein soll, sieht man doch, dass diese mit dem Finanzministerium übereinkommt/zusammenarbeitet. D.h. der Staat setzt bei überbordender Wirtschaft eine Zinserhöhung und in einer Rezession einen niedrigen Zins. Kann jeder auch in der EU der letzten Jahre/Jahrzehnten nachvollziehen.

      Jetzt wiederhole ich mich. Marx zu seiner Zeit war ein Neoklassiker ähnlich wie heute Hr. Hans Werner Sinn, denn beide sehen nur ein Einzelobjekt und leiten daher ihre Ökonomische Theorie her. Bei Marx habe ich für sein Fehlurteil noch Verständnis, denn er lebte im Frühkapitalismus ohne Empirie. Aber das sie und auch Hans Werner Sinn so einen Unsinn verbreiten, zeigt das sie Teil der Indoktrinierungsmaschiene sind und scheinbar von gesamtwirtschaftlicher Betrachtung und deren Logiken noch nie was gehört haben bzw. ignorieren.

    • …und auch, dass Banken kein Geld verleihen, hat Frau Bonath noch nicht verstanden.
      Hat jemals ein Banker folgende Worte über die Lippen gebracht? :
      „Sie möchten bei unserer Bank einen Kredit aufnehmen. Vielen Dank für ihre Anfrage.
      Zunächst müssen wir aber unsere Eigenkapitaldecke prüfen.“

      Selbst die Bank of England hat zugeben, dass Geld nicht verliehen, sondern gebucht wird.
      Die Kreditsumme wird abbezahlt!!!….niemals zurückgezahlt!!!

    • Frau Bonath bringt es recht einfach auf den Punkt und Herr De Lapuente ebenso. Welche Partei man wählen oder nicht wählen soll, ob es überhaupt einen Sinn hat, das muss jeder für sich selbst entscheiden.

      Ostdeutschland weiß und sieht nur das es von vorne bis hinten beschissen wurde. Westdeutschland solidarisiert sich einfach nicht mit dem Osten und so lange der Unterschied im Lohn besteht, mit all seinen Auswirkungen, wird es auch immer politische Verwerfungen geben. So auch regional und zwangsläufig dann auch auf europäischer und globaler Ebene. Allein schon beim Gedanken das an den Börsen das 6 fache der Realproduktion verspekuliert wird ist doch ein Zeichen dafür das es so nicht weitergehen kann…

      Das die MSM mit Poggenburg, Gauland etc und deren Anhängern nicht reden wollen, ist nachvollziehbar aber eben falsch. Zumal die AFD als solche legitim gewählt wurde. Ihr nicht zuzuhören, auszulachen etc bedeutet am Ende ca. 12 Prozent derer, die gewählt haben zu ignorieren.

      Bleibt zu hoffen, das jeder länger und intensiver nachdenkt, diese Zeit auch gegeben wird und das auch wieder mehr Verantwortung und Bewusstsein, im Umgang mit der Sprache und dem Wort erreicht wird.

    • Zu Susan Bonath, 18.01., 22:17

      Einfach schön, wenn es gelingt, die Dinge schön einfach – so wie sie tatsächlich sind – auf den Punkt zu bringen.

      Denn ja, es ist doch völlig gleichgültig, über welche Mechanismen Kreditgeld geschaffen wird. Geld, sei es als dezent bunt bedrucktes Papier oder als etwas im Digitalen vornehm Entkörpertes, ist in egal welcher Form lediglich der Dienstbote des Warentausches oder Warenkaufs; immer setzt es Waren in Bewegung. Die Schöpfungsgeschichte des Kapitals beginnt mit dem Satz: „Im Anfang war die Ware.“

      Wer die lediglich den Warentausch vermittelnde Funktion des Geldes aus dem Blick verliert, neigt dazu, einen hübsch livrierten Dienstboten irrtümlich für den Herrn zu halten.

      Reichtum, Macht und Herrlichkeit bedeutet, über WAREN zu verfügen. Auch das persönliche Personal Superreicher braucht Waren; solches Personal halten zu können, verlangt, ihm die Waren zu verschaffen, die es zu seinem Lebensunterhalt benötigt; bloß gibt man dem Personal anstatt der Waren Geld, falls es schon selbst einkaufen kann. Reichtum sind Waren! Selbst Land ist eine Ware, insofern es ein Produktionsmittel ist, und dies auch, wenn Superreiche lieber einen Golfplatz draufsetzen oder es einfach schön finden, auf der Dachterrasse zu stehen und sagen zu können: „So weit der Blick reicht, alles meins!“ Nur Dagobert Duck war dem Fetisch des Geldes, nämlich ein Symbol für Reichtum, Macht und Herrlichkeit zu sein, so sehr verfallen, daß er mit jeder Geldausgabe geizte, nur um im Objekt seiner Begierde Wonnebäder nehmen zu können. Strange guy!

      Anstatt zu grübeln, woher das Geld kommt, und was es in seinem tiefsten Inneren wirklich ist – es ist übrigens schwierig, das „tiefste Innere“ eines Geldscheins zu erforschen, weil er extrem flach ist – ist einfach nur auf die Waren zu schauen, und das ganze Geheimnis von Geld und Kapital liegt offen vor aller Augen. Insbesondere, wenn geschaut wird, wie die Waren hergestellt werden und dann auf die Reise zu ihren jeweiligen Käufern gehen. Das zu betrachten, ist Wirtschaftswissenschaft, alles andere ist Metaphysik und sollte der Theologie überlassen bleiben.

      Wenn Geld eine Rendite oder Zins abwirft, dann nicht, weil im Dunkel des Tresors magische Prozesse ablaufen. Marx bewitzelte diese Vorstellung mit der Bemerkung, dann müsse Geld wohl ein „Automat mit Lieb im Leib“ sein: Aus Geld wird mehr Geld, oh wie toll! Aus Geld wird mehr Geld, wenn von den einen produzierte Waren von den anderen angeeignet werden. So blöd und doof ist das mit dem Geld.

    • Moin, Ralf Becker, obwohl hier schon viel richtig gestellt wurde, möchte ich doch auf einen Umstand hinweisen, der nicht erörtert wurde.
      In der Weimarer Republik hatten wir im Gefolge der russischen Revolution eine sehr starke Arbeiterbewegung mit guten Fuehrern in der KPD. Diese Arbeiterbewegung war auf dem Weg sich noch weiter zu vergrössern, und hier begann die Kapitalistenklasse zu reagieren. Sie versuchte verschiedene Parteien aufzubauen, blieb dann aber bei Adolf Hitler hängen, dem sie zutraute das Volk so zu beluegen, dass es sich ihm zuwenden wuerde. S.Bonath hat darauf hingewiesen in ihrem Post. Die NSDAP, die sich ja mit dem „S“ zum Sozialismus „bekannte“, und mit dem „A“ die Arbeiter ansprach war natuerlich durch und durch ein Etikettenschwindel. Der Reichstagsbrand und der darauf dann folgende Terror der Nazis machte diesen Etikettenschwindel deutlich.
      Dimitrov hat in seiner beruehmten Rede zum Reichstagsbrand genau den Sachverhalt auf den Punkt gebracht:
      Der Faschismus ist die terroristische Machtausuebung des Kapitals.
      Dem ist nichts hinzuzufuegen.

    • Moin, mir egal (18.1. at 23.56)
      Da sitzt jemand (zu unrecht) auf einem sehr hohen Ross!

      “ Ich will es ihnen nicht im einzelnen erklären, grundsätzlich gilt, wenn der Kapitalismus/Marktwirtschaft in dem Gesamtkapitalisten (Staat) eingebettet ist (Regulierung) ist dieser erfolgreich!!“

      Vielleicht wäre es doch angeraten zu erklären, zumindest den Dummen im Forum hier, die ihre Argumentation nicht verstehen.

      „Wenn der Kapitalismus eingebettet ist im Staat.“ Ich hab‘ den Satz mal vekuerzt.

      Der Kapitalismus ist der Herrscher. Er (bzw. sie, die Kapitalistenklasse) beherrschen das Parlament und seine Parlamentarier. Sie bestimmen die Regeln, die Gesetze. Erinnert sei nur an das Gerangel um die Zulassung von Glyphosat. Alle wissen um die Schädlichkeit, keiner hat wirklich Nutzen, ausser Monsanto/Bayer. Sie entscheiden, ob es mit der parlamentarischen Republik reicht, um die Massen zu „fuehren“, oder ob es der Faschismus sein muss, wenn etwas aus dem Ruder läuft, so wie in der Weimarer Republik.
      Dass es nach dem 2. Weltkrieg bis zur Annexion der damaligen DDR (also zur Zeit des kalten Krieges) fuer die Menschen in Westeuropa so relativ besser ging als heute, lag daran, dass der Wolf Kreide fressen musste. Es musste in Konkurrenz zum real existierenden Sozialismus die bessere, erfolgreichere Marktwirtschaft rausgehängt werden. Ich erinnere an 13% Lohnsteigerung im öffentliche Dienst unter dem Gewerkschaftsfuehrer Klunker.
      Aber nach der erfolgreichen „Totruestung“ der Su mit den vielen Friedensversprechen seitens der Westmächte, gab es kein Halten mehr. Nun wird zurueckgeholt was man 40 Jahre lang nicht abpressen konnte. Die Agenda 2010 ist nur EIN Beispiel.
      Diese 40 Jahre wurden uns als die soziale Marktwirtschaft verkauft und viele liefen los mit der Luege, um mit dem Verweis auf die DDR diejenigen mundtot zu machen, die trotzdem Kritik am real existierenden Kapitalismus äusserten: „Geh doch rueber, Sozi!“

      Fuer eine interessante Diskussion, wäre es wirklich wichtig, wenn Sie ihre Standpunkte näher ausfuehren wuerden, und nicht nur darauf verweisen, dass Sie ja tun könnten!

      mfG

  5. Moin, Roberto De Lapuente, soweit bin ich mit Ihnen ueberein, doch Sie druecken sich um die Frage herum, was denn einen Nazi ausmacht, bzw. wie sieht der Faschismus aus, den die Nazis (Nationalsozialisten) wollen. Ich hatte an anderer Stelle schon einmal die Rede Dimitrov’s genannt, die er hielt anlässlich des Reichstagsbrands. Desweiteren gibt es das Braunbuch zu „Hitlerterror und Reichstagsbrand“, das sehr anschaulich beschreibt, wie der Naziterror aussah in Deutschland damals. Wer nicht so weit zurueck will schaue sich die Ereignisse in Chile an im Zusammenhang mit der Ermordung Pablo Nerudas! Oder die Ereignisse in Griechenland unter der faschistischen Diktatur!
    Um es kurz zu machen:
    Die Nazis/Faschisten haben den offenen Terror praktiziert. Menschen (hauptsächlich Systemgegner aus allen Lagern, vom Kommunisten ueber Sozialdemokraten bis zu Deutschnationalen) wurden auf die Strasse gezerrt, uebelst behandelt, gefoltert und auch ermordet. Es wurden Konzentrationslager errichtet nicht nur fuer Juden, sondern eben fuer alle Systemgegner. Es wurden Buecher verbrannt und Kunst mit dem Begriff „abartig“ verboten. Angst ging um und am Ende wurden wie bekannt eben auch Menschen zu hunderttausenden in den Öfen verbrannt, nachdem sie vorher mit Zyklon B vergiftet wurden.
    Naziterror und eben derjenige, der das will,der Nazi, ist doch etwas qualitativ anderes, als ein Mensch z.B., der keine Ausländer mag, oder der eine andere Meinung zu den Gruenen hat, oder der keine andere Meinung zulassen will.
    Zum Nazi-sein gehört eben noch mehr dazu. Wir wollen hoffen, dass es nicht zu dem kommt, was Nazis wollen.

  6. Hääää
    Und ich dachte schon – alle Nazis sind schon raus.
    Raus aus den Kernstädten, damit deren freiwerdende Wohnungen den neuen Ansturm inkl. Mietexplosion abgemildert werde. (Witz)
    Denn wie dem Kanzleramt unterstellte Wahrheitskommission Amadeo-Antonio-Stiftung zu entnehmen ist,….
    “ …Seit einigen Jahren ziehen immer mehr völkische Siedler/innen in den ländlichen Raum. Fernab der großen Städte bilden sie hier Gemeinschaften, die ihrem rassistischen Weltbild entsprechen. Einmal angekommen etablieren sich die völkischen Rechten in den dünn besiedelten Gebieten als achtsame Ökobauern, geschickte Kunsthandwerker/ innen und hilfsbereite Neuzugänge der Dorfgemeinschaft – um dann politische Überzeugungsarbeit zu leisten. …“

    Aha.
    Die paranoide Gesellschaft spaltet sich wohl nach dem kern-pysikalischen Prinzip der „kritischen Masse“. Einmal in Gang gesetzt hilft nur noch das Abklingbecken – oder sie Irrenanstalt.

  7. „Sie bekam es leider mit Beschimpfungen, Vergewaltigungs- und Todesdrohungen zu tun.“

    Wobei wir selbstverständlich ausschließen, daß hier gefaket (gefähkt) wurde, was das Zeug hält und nie und nimmer die Antifa-Gehirngewaschenen möglichst brutale und nazihafte Kommentare beigesteuert haben. Aber die doch nicht. Alles echt!!?

    • Also quasi virtuelle Agent Provokateur? Nie und nimmer, gibt es doch im wirklichen Leben auch nicht. Ironie aus.
      Sind die hater eigentlich alle IT Profis? Es soll doch mittels IP und dem neuen Gesetz zur Unterbindung von Hass im Netz eine Strafverfolgung möglich sein…. Es sei denn, man ist V- Mann, dann darf man so was straffrei und das Feindbild wurde Mal wieder professionell medial bedient.

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