Tagesdosis 18.10.2017 – Ich stehe hier und schäme mich für 694 AfD-Wähler

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Im Jahre des Herrn anno 1983 zogen die Grünen zum ersten Mal in den Bundestag. Sie überreichten dem damaligen Bundeskanzler, Helmut Kohl, Blumen, um ein Zeichen dafür zu setzen, dass jetzt alles anders werden würde.

Was haben die etablierten Parteien nicht damals alles unternommen, um die Grünen lächerlich zu machen. Wer heute die Erinnerungen von damals Revue passieren lässt, der kann in dem, was der AfD widerfahren ist und noch weiter widerfahren wird, Ähnlichkeiten erkennen. Diese Ähnlichkeiten kann auch jeder Aktivist erkennen, wenn es seine Aktivitäten sich bis hin in den Mainstream geschafft haben.

Es geht fast immer in etwa so: Du bist neu hier, Deine Ideen sind neu hier, und die wollen wir nicht. Wir wollen, dass alles so bleibt wie früher oder am Besten wie jetzt. Denn Deine Veränderungen verändern meine gedankliche und auch materielle Situation, die ich mir hart erkämpft habe. Also denke ich mir was aus, damit Du es nicht bis dahin schaffst, wo ich gerade mit meinem Denken und meinen materiellen Pfründen stehe.

Egal ob sich Leute für den Frieden treffen, gegen Atomstrom demonstrieren, für die Gleich- stellung von Mann und Frau sind, für bessere Bildungschancen oder bei Stuttgart21 demonstrieren. Die Liste ist lang, endlos lang. Es wird sich immer eine große Masse unabhängig voneinander denkender Menschen finden, die sich dann spontan in ein einziges riesiges Raubtier verwandeln und im Chor singen: Dich werden wir kleinmachen und mit allen Mitteln am größer werden verhindern. Andersein macht uns Angst. Das ist nichts Neues.

Manchmal aber geschieht etwas Unvorhersagbares: Wir können keine Idee in Luft auflösen, dessen Realisierung nicht aufzuhalten ist. Wir nennen das allgemein Veränderung. Diese Veränderung ist das Salz in der Suppe der Entwicklung des homo sapiens sapiens. Denn sein Leben vollzieht sich an den beiden unumstößlichen Naturgesetzen, die es überhaupt gibt. Sie thronen selbst über der Physik und lassen nicht mit sich verhandeln: Wandel und Veränderung. Das sind die einzigen Dinge, auf die wir uns ständig verlassen können. Alles ist im Wandel und einer Veränderung unterworfen.

Um was gehts hier in diesem Artikel?

Letzten Sonntag war ich wieder einmal auf einer Partie. Dort sagte dann eine Frau mitten in die Runde: „In unserem Dorf (in dem auch ich lebe) haben 16 Leute die AfD gewählt. Ist das nicht schlimm?“ Ein Mann darauf erwidernd: „Wieso?, ist das so schrecklich? Das sind nicht alles Rechte. Da gibt es auch Vernünftige darunter. So wie jetzt kann es auf keinen Fall weiter- gehen.“ Es entfesselte sich daraufhin eine kurze Diskussion, der sich einige anschlossen. Und wie es häufig so kommt, wenn ich bei so einer Diskussion anwesend bin, fange ich dann an zu reden, um dem Ganzen eine positive Wendung zu geben, damit kein Zank und kein böses Blut entstehen. Was auch gelang.

Jetzt aber lese ich in der Welt N24, dass sich ein Herr aufgemacht macht, um in seiner Stadt gegen AfD-Wähler zu mahnen. Welt N24 schreibt, Zitat Anfang: „Als Jürgen Schuhmann am Tag nach der Bundestagswahl die Zeitung aufschlägt, wollte er erst nicht glauben, was dort stand. In seiner Kleinstadt Ochsenfurt haben 694 Einwohner die AfD gewählt. Schuhmann, 70, Ingenieur und seit sechs Jahren in Rente, ist gebürtiger Ochsenfurter. Jetzt steht er montags von 17 bis 18 Uhr vor dem Rathaus und protestiert. „Wehret den Anfängen“ steht auf seinem Plakat. Und: „Ich stehe hier und schäme mich für 694 AfD-Wähler“, Zitat Ende.

Heutzutage muss man ja immer seine Neutralität betonen, so tue ich das auch: Mir geht es in diesem Text jetzt nicht darum, für oder gegen die AfD Stellung zu beziehen. Mir geht es auch nicht darum, eine Lanze für irgendwen oder irgenwas zu brechen. Mir geht es um die

psychologischen Hintergründe solcher vom öffentlichen Meinungszwang konditionierter Menschen und dem Prinzip dahinter. Denn dieses Prinzip dahinter, das ist der wahre Feind. Er ist unbezwingbar, wenn wir ihn nicht erkennen. Dieser Feind befindet sich im Inneren von sehr sehr vielen Menschen. Er ist gelenkt, konstruiert und produziert, um die eigene Unfähigkeit zu kaschieren und sie auf andere Menschen zu projizieren. Es ist ein in der psychologischen Manipulation sehr gängiges Prinzip, das nur eines im Sinn hat: Festigung der Herrschaftsstrukturen mittels normopathischer Konditionierung der Menschen.

Das Prinzip ist einfach, sein Durchschauen für die Meisten äußerst schwierig. Denn die Meisten denken, dass man sie nicht manipulieren kann, solange sie sich über Gott und die Welt selbst aufklären. Das ist ein Irrtum, ein folgenschwerer obendrein.

Wenn Menschen andere Menschen zur modernen Hexenjagd freigeben, sprich ihnen jegliches Recht absprechen, sich ihr eigens Bild und ihre eigene Meinung auf ihr Dasein zu bilden, dann läuft etwas ganz Grundsätzliches schief.

Ich versuche nun, den Prozess in Kürze darzulegen, und verweise schon zu Anfang auf seine Unvollständigkeit. Menschen entwickeln ihre Haltungen, ihr Denken und ihr Verhalten entlang ihres individuellen Entwicklungsprozesses. Wir nennen diesen Vorgang auch Biografie. Diese Biografie ist nicht bloß durchsetzt von Ereignissen. Sie ist durchsetzt von emotionalen Ankern, die ein jeder Mensch mit seinen vielfältigen Erlebnissen einprogrammiert bekommt. Wir nennen dies allgemein Emotionen, was völlig unzureichend ist. Aber in diesem Text bleiben wir bei diesem Begriff und verallgemeinern, um lesbar zu bleiben.

Im Laufe unseres Lebens lernen wir, uns anzupassen. Dazu gehört ganz wesentlich auch die Sprache. Mit den Worten: Geburt, Frieden, Gesellschaft, Familie, Auto, Freund, Baby, Liebe, Gott zum Beispiel, gelingt es uns, sofort eine Vorstellung von etwas Allgemeinem zu bekommen, dass bei jedem Menschen die gleiche Wortbedeutung aber nicht derselbe Erlebnis- Zusammenhang des Begriffes, empfunden wird. Das Gleiche ist nicht dasselbe. Weil hier das biografische Erleben mit dem Begriff emotional verknüpft wurde. Wir sind uns alle einig, wenn wir den Begriff Frieden hören, aber alle auch gespalten, sobald wir seiner Bedeutung erliegen. Weil sie biografisch emotional besetzt ist. Alles Wissen ist biografisches Sehen. Daher auch: Alles Erkennen ist perspektivisches Sehen. Wir haben kein echtes Wissen über wahrhaftige Ereignisse. Wir tun aber in unserem Alltag so, als hätten wir absolute Gewissheit über alles, was sich in unserem Alltag abspielt.

Alle induktiven und auch deduktiven Wissenschaften werden von dem einzelnen Wissenschaft- ler biografisch mit Bedeutung (emotional) besetzt. In der Entwicklung der Quantentheorie oder der modernen Psychoanalyse ist das überdeutlich zu beobachten.

Und genau da aber ist der Trick der Manipulation der Massen! Man macht ihnen etwas Allgemeingültiges vor, und daher, dass sie fast keinen blassen Schimmer von diesen Dingen haben, glauben sie das, wozu und wofür sie durch die Gesellschaftszwänge konditioniert wurden.

Was hat das jetzt mit dem oben erwähnten Artikel über die Mahnwachen gegen die AfD-Wähler zu tun? Und was damit, dass die Grünen 1983 in den Bundestag kamen?

Die einzelnen Dinge zu verstehen heißt nicht, sie auch im Ganzen zu erkennen. Einfacher gesagt: Du sollst nicht alles glauben, was Du denkst. Biographisches Wissen ist immer emotional besetztes Wissen. Es kann daher niemals objektives Wissen sein. Das sind Erkenntnisse aus der Hirnforschung und der Psychologie. Das heißt, sobald ich mein Wissen über irgendwas mit dem Vorwand vortrage, es als richtiges und moralisch wertvolles Wissen besetze, liege ich zwar mit mir selbst richtig, nicht aber mit den anderen Menschen. Tue ich aber so, als sei es echtes wahres und allgemeingültiges Wissen, dann werde ich mit dieser Haltung kämpfe produzieren, die völlig unnütz sind. Denn sie entspringen einer normopathischen Selbstbeweihräucherung. Da aber die Normapthen in unserer Gesellschaft die ganz große Mehrheit darstellen, gespalten in Formen pseudomoralisierender Kleingruppen, kommt es dem Einzelnen nicht in den Sinn, seinen eigenen individuellen Unsinn zu erkennen.

Worin liegt dieser Unsinn?, fragen sich sicher jetzt sehr viele. Er liegt darin, nicht zu erkennen, dass der Einzelne nur dann etwas verändern kann, wenn er selbst zu der Veränderung wird, die er sich bemüht, anzuprangern. Aus Anprangern wird Denunziation. Aus Denunziation werden moralische Ansprüche im Kampf um das goldene Kalb oder die eierlegende Wollmilchsau laut. Es geht darum, den Anderen in seinem Anderssein nicht anzuerkennen, weil man selbst in seinem Andersein keine Anerkennung verspürt. Das ist das Trauma der Erziehung zum Gehorsam, zum Ausschalten von fast allem, was man emotionale Antriebe oder die eigene emotionale Biographie nennen könnte. Es geht darum, dass man selbst von klein auf daran gehindert wurde, sein Leben so zu leben, wie man es selbst wollte. Und zwar von Kindesbeinen an. Der Wille des Kindes wird in unserer Gesellschaft zum Willen einer Autorität gebrochen. Erziehung heißt, dass sich der Wille des Kindes nicht durchzusetzen hat. Erwachsene wissen besser, was für das Kind gut ist, basta! Ein Jeder soll gehorsam werden, das tun, was andere sagen und andere wollen. Das eigene Wollen ist schlecht, nicht gut. Und die Strafe dafür ist Liebesentzug. Bei Erwachsenen ist die Strafe Isolation von der Gruppe. Dazu werden Begriffe eingefräst in unsere Gehirne. Und wir übernehmen sie, ohne weiter zu hinterfragen, ob das stimmen kann, ob sie biographisch emotional besetzt sein könnten. Ob die Begriffe vielleicht mit einem unheilvollen Frame besetzt sind oder nicht. Erziehung ersetzt bei uns das, was Beziehung sein sollte. Dieser Missstand ist schon derart tief in uns eingefräst worden, dass wir uns ein Leben mit Kindern ohne Erziehung gar nicht vorstellen können. Wir sind Beziehungszombies in unserer Gesellschaft geworden. Beziehung statt Erziehung ist selbst Psychologieprofessoren ein rotes Tuch. So tief kann biografisches Wissen uns von unseren wahren Emotionen abspalten.

Dieses Problem ist in psychologischer Sicht ein Traumaproblem und es wird von den Menschen in unserer Gesellschaft als ein völlig normales Verhalten interpretiert. Die Emotionen des selbst erlebten Traumas werden auf ein Target, auf eine Zielperson oder einer Zielgruppe projiziert und damit dann bekämpft. Und es spielt überhaupt gar keine Rolle mehr, ob es sich dabei um Friedensaktivisten, um eine neue Partei oder um einen andersdenkenden einzelnen Men- schen handelt. Wir machen uns zu Feinden, was wir im inneren sind. Und da thront er, unerkannt, unberührt, von allem Tadel selbstbefreit unser größter und mächtigster Feind. Wir sind es selbst. Und in der Projizierung verachten wir unseren inneren Schmerz, machen ihn unfühlbar und martern damit den Anderen. Machen ihn lieber schlecht, als dass wir uns selbst von dem Trauma unserer Biografie befreien. Ein ewig langer Generationen übergreifender Prozess, der der wahre Grund für Profitmaximierung, für Krieg und Versklavung, für Psychopathie und Soziopathie, für den Kampf aller Klassen, Mann gegen Frau und umgekehrt, für Erziehung statt Beziehung und der Dinge mehr ist. Es gäbe schlichtweg ganz wenig von dem nicht mehr, was wir heutzutage den Staat nennen, würden wir uns dessen tatsächlich gewahr. Denn dann könnten wir das tun, was wir tun sollten: Dem anderen Raum zur Entfaltung seines inneren Wesens geben. Davor bräuchten wir uns dann auch nicht mehr zu fürchten. Wir würden das als Bereicherung empfinden. Doch was geschieht, wenn die normopathische Gesellschaft sich auf sich selbst zurückwirft? Dann geschieht genau das, was wir im Hier und Jetzt vorfinden. Eine zutiefst kranke Gesellschaft, die kranke Menschen am Fließband erwachsen werden lässt und glaubt, sie sei gesund im Denken, Handeln und Fühlen.

Arno Grün schrieb das, in Bezug auf mein Thema hier, so. Zitat Anfang: „ Der Versuch, Rechtsradikalismus als eigenständiges, von uns los gelöstes Phänomen zu begreifen, muß also zwangsläufig immer wieder scheitern, wenn er diese Gemeinsamkeit verneint und verleugnet. Solange wir unseren eigenen Schmerz verleugnen, werden wir weder uns noch die neofaschistischen Gewalttäter verstehen. Denn wirkliches Verständnis ist nur möglich, wenn wir eigenes Erleben unserer kindlichen Leiden zulassen. Ohne diese Voraussetzung ist Verstehen nur Ausdruck der heute so oft vorgeführten Attitüde des Verständnisvollseins, hinter der sich in Wahrheit aber nur Gönnerhaftigkeit, Arroganz und Verachtung verbergen. Dieser Verstehens-Trend beinhaltet ein Heruntermachen des anderen, wodurch das eigene Wertgefühl erhöht wird.“ Zitat ende.

Ich stehe hier und stehe für mehr Menschlichkeit. Ich bin selbst die Veränderung, von der ich immer gedacht habe, sie beträfe alle Menschen. Und da nicht alle so denken, aus welchen Gründen auch immer, bin ich selbst zu dem geworden, was ich mir erhoffte. Ein Trauma ist zu einem Traum gewandelt, den ich gerne lebe und man mich nun ein Vorbild nennt. Wunderbar, denn Veränderung anderer Menschen verläuft oft so. Eigenermächtigung der Menschen ist ein zutiefst ehrlicher Prozess. Aus der Normopathie zu erwachen hat natürlich Nebenwirkungen im ganzen Spektrum der Gesellschaft. Doch wenn wir uns selbst heilen, heilen wir auch gleich die ganze Welt. Es gibt nichts Lohnenderes.

Quellen

https://www.welt.de/regionales/bayern/article169712479/Ich-stehe-hier-und-schaeme-mich- fuer-694-AfD-Waehler.html

https://www.youtube.com/watch?v=ZyVabE6IWfc

Arno Gruen, Der Kampf um die Demokratie. Der Extremismus, die Gewalt und der Terror, Stuttgart 2002

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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35 Kommentare zu: “Tagesdosis 18.10.2017 – Ich stehe hier und schäme mich für 694 AfD-Wähler

  1. Karl R. Popper, Ausgangspunkte – Meine intellektuelle Entwicklung, Hoffmann und Campe, 1979
    Auf der Seite 263 heißt es: „Bolzanos Unterscheidung zwischen Sätzen an sich und subjektiven Denkprozessen erschien mir immer von der größten Wichtigkeit. Sätze an sich können in logischen Beziehungen zueinander stehen… Subjektive Denkprozesse dagegen können zueinander nur in psychologischen Beziehungen stehen…Die Denkprozesse eines Menschen können weder denen eines anderen widersprechen noch seinen eigenen Denkprozessen zu einem anderen Zeitpunkt.“ Popper
    unterscheidet dann: Welt 1, die Welt der ‚Dinge‘, Welt 2, die Welt der subjektiven Erfahrungen (wie etwa Denkprozesse) und die Welt der Sätze an sich, seine Welt 3.
    Auf der Seite 272 sagt der dann: „Wir können die Welt der Probleme, der Theorien und der kritischen Argumente als einen Sonderfall betrachten, als ein Welt 3 im engeren Sinne, als die sprachliche oder logische oder intellektuelle Provinz der Welt 3; und zur Welt 3 im umfassenderen Sinne können wir alle Produkte des menschlichen Geistes rechnen wie etwa die Werkzeuge, die sozialen Institutionen und vor allem die Kunstwerke.“
    Popper hat dann seine für den naturwissenschaftlichen Bereich allgemein anerkannte Erkenntnistheorie auf den sozialwissenschaftlichen/gesellschaftswissenschaftlichen Bereich angewandt und ist zu seiner ‚offenen Gesellschaft‘ gelangt, die nichts anderes sagt, als dass
    eine Gesellschaft offen ist, wenn die Regierung abgewählt werden kann (wenn also Demokratie
    funktioniert). Außerdem ist er für Veränderungen in ‚Stücken‘, so dass die Folgen immer wieder überprüft werden können, so dass weitere und korrigierende Veränderungen möglich werden. Helmut Schmidt war ein Freund solchen Vorgehens (ausführlich dargestellt in Helmut Schmidt – eine politische Biographie, Martin Rupps, Hohenheim Verlag Stuttgart Leipzig, 2. Aufl. 2003.

    Wir sind umgeben von vielen verwirrenden Begriffen und Deutungen – von nur noch Subjektivem –
    so mein Eindruck, so dass ich nach einem Ausweg gesucht habe.
    Ich hoffe nun auf Hilfen beim Weiterdenken.
    Ein Hinweis hat mich auf einen Vortrag von Burkhart geführt, dieser auf Rudolf Steiner.
    Habe mich aber dabei nicht wohl gefühlt, bin dann zu Josph Beuys gelangt, von da –
    danke Rüdiger Lenz – auf Ihren LINK zu den Grünen!
    von dort via ‚offene Gesellschaft‘ (so auf einem Wahlplakat), aber auch zu George Soros,
    ein Schüler Poppers, zu dessen ‚Open Society‘.
    Da fühlte ich mich wieder unwohl!
    Aber Poppers Ansätze lassen mich nicht los!
    Und das obwohl ich jetzt lesen musste, dass er Mitbegründer der ‚Mont Pèlerin Society‘
    ist, als des Clubs, der den Neoliberalismus verbreitete.

    • Ingeborg Bachmann: „Gedanken, auf, mir nach.
      Wörter können immer nur Wörter nach sich ziehen.“
      *********************************************
      Bei den Philosophen kann man sich schnell verlaufen.
      Kaum einer hat wirklich gewußt, wer er selber ist und
      fischte also im Trüben; ohne wirkliche, feste Basis.
      Da kommen dann die ganzen Dekonstruktivisten her …

      Aber vermutlich würde keiner von jenen anerkennen,
      daß es darum geht, sich nicht unwohl zu fühlen,
      als Kriterium der Auswahl, womit ich mich befasse.
      (Ich schon!)
      Was ist es denn an Poppers Ansätzen, was Sie nicht
      losläßt, Phlox?
      Ich habe mich mit seinen Arbeiten nicht befaßt, da
      sie nicht bis ins Transzendente hineinreichen.
      Ken Wilbers Buch „Eros Kosmos Logos“ durchbricht
      jedoch die Schallmauer, weist auch Popper einige
      Systemfehler nach. Das Buch ist zwar 888 Seiten
      schwer, aber anschließend hat man das Gefühl
      zu wissen, worum es geht und wie alles miteinander
      zusammenhängt. (Die drei Welten Poppers stecken
      auch in Wilbers System der vier Quadranten.)

    • Aus dem Artikel in Zeit online: „Wider die großen Worte“, 1971
      Popper: „Meine These, daß wir nichts wissen, ist ernst gemeint. Es ist wichtig, unsere Unwissenheit nie zu vergessen. Wir dürfen daher nie vorgeben, zu wissen, und wir dürfen nie große Worte gebrauchen.“

      Tja … … …

    • Wumms, ich bin ausgerutscht auf dem Glatteis, auf das wir geführt werden!
      Hayek: Eine wirksame Methode sei es, Begriffe mit neuen Inhalten zu füllen.

      Mein Wunsch nach Rationalität inmitten dieser neuen Beliebigkeit hat mich
      genau dorthin geführt (besser: verführt), wo wir alle landen sollen: in der
      Ideologiefreiheit, wo es nur noch Vernünftiges gegenüber dem Unvernünftigen
      gibt; und das Vernünftige ist alternativlos.

      Gelernt gestern (und vieles mehr) durch Video von Rainer Mausfelds Vortrag
      „Wie sich die ‚verwirrte Herde‘ auf Kurs halten lässt“, gehalten am 22.10.2017
      bei Albrecht Müllers 28. Pleisweiler Gespräche.
      Ab Stunde 1:16 Das Ende der Ideologie.

  2. Einer der tiefgründigsten und somit friedensförderndsten und befreiendsten Beiträge, die ich je auf KenFM gefunden habe. Großartig. Das geht an die Wurzel des Problems. DAS ist Aufklärung. Und sie führt direkt zu der Frage: Wer bin ich.
    Ganz nah dran ist Socke4612, mit dem was er schreibt:

    „Wie aber sortiere ich aus, was ich glaube, von dem, was ich zu wissen glaube? Oder stelle ich einfach ALLES in Frage und damit mich selbst? Das kann es ja auch nicht sein.
    Es gäbe täglich ellenlange Dialoge, die keiner bereit ist zu führen. Nicht mal mit sich selbst.“

    Doch, wage ich zu widersprechen: Genau das ist es. Stellen wir uns zunächst mal selbst in Frage und alles, woran wir glauben. Allerdings sind die Schlußfogerungen (ellenlange Dialoge), die Sie aus dem ziehen, nicht unbedingt wahr.
    Ich selbst habe diese Erforschung innerhalb von drei Jahren im Zusammensein mit einem deutschen Advaita (NIchtdualität)-Lehrer durchgeführt. Da geht es ans Eingemachte. Und das Ego, die falsche Basis von allem, wehrt sich mit Händen und Füßen. Das Imperium schlägt zurück. Und zwar derart massiv, daß es Momente gibt, die uns in Versuchung führen, diese Erforschung so schnell wie möglich wieder zu beenden und zum Alten zurückzukehren. Unter anderem durch dialektische Tricks und den Versuch, uns immer wieder ins Denken zu entführen und dort, in endlosen Selbtmonologen, verloren gehen zu lassen – die zu nichts aber auch gar nicht führen.
    Die Erforschung kann nur in Geistesstille durchgeführt werden. (Das Aussortieren von dem, was echt ist, was wahr ist, was beständig ist, was liebevoll ist – gegenüber dem, was es nicht ist. Das ist die kleine Selbsterforschung. Anschließen wird sich die Große Selbsterforschung: Wer bin ich wirklich, wennnicht dieses Knäuel von Gedanken und Emotionen und intellektuellem Ballast und Überzeugungshaltungen und Abwehrmanövern und Vermeidungsstrategien und und und.) Ohne Anleitung durch jemanden, der das hinter sich gebracht hat, wird man auch nicht weit kommen. Versuchen Sie mal nur fünf Minuten still zu sein (also keine Gedanken zu haben.)
    Ein großer Dank auch an den euphorischen Kommentator C-v-B. Und selbstverständlich an den Autoren selber, Herrn Rüdiger Lenz.
    Wer so tief, wie Sie, nicht geht, der wird auch keinen Frieden schaffen können!
    Sie sind ein echter Gewinn für dieses Forum.

    Gnothi seautòn: Erkenne Dich selbst!

    Wie sonst, könntest Du auch nur eine einzige Aussage treffen, von der Du mit Sicherheit sagen könntest, sie wäre wahr?
    (Ich finde keinen Accent Circonflex für das o von Gnothi, schade.)

    • Hallo Wasserader, ein guter Einwand. Ich habe für mich jedoch erkannt, daß ich die äußere Systemfrage ohne innere Erkenntnis gar nicht stellen, bzw. jemals sinnvoll beantworten kann.
      Und ich habe den Verdacht – da lehne ich mich jetzt weit aus dem Fenster – daß inneres System und äußeres System nahezu identisch sind.
      Wären auf dieser Welt alle ohne das innere System (Ego), dann wäre das äußere falsche System schon längst zusammengebrochen.
      Dann würden Liebe und Wahrheit regieren.
      Ich behaupte sogar, daß man das äußere System nicht ändern wird, bevor das innere System nicht vollständig verlassen wurde.
      Ich kann mich irren.

    • Ich korrigiere mich: Wäre auf dieser Welt eine genügend große Anzahl von Menschen ohne inneres System….
      (Für: „Wären auf dieser Welt ALLE ohne das innere System.“ Einfach unrealistisch.)
      Bewußtheit ist jedoch anstecken. Und nachdem 1000 Affen ihr Futter mit Meerwasser gesalzen haben,
      nachdem 10 000 Menschen oder mehr aufgewacht sind im Sinne von: das innere System verlassen haben,
      fällt es den Nachfolgenden leichter, ebendies zu tun. (Bzw. nicht zu tun. Der Handelnde ist das Ego ja sowieso nicht, hihi… Glaubt es aber.)

    • Aufklärung in einem Land was alle Aufklärung unterdruckt: Schulze Rhonoff, Sarrazin, Hohmann, David Irving, usw.
      Das Werner Maser. ´Der Wortbruch. Hitler, Stalin und der Zweite Weltkrieg’, Selent 2007 nicht verhaftet wurde, ich verstehe es nicht, er beschreibt Gaskammer, nach der Krieg gebaut in ehemalige KZ’s durch Deutsche Kriegsgefangenen, in USSR Händen, unter Zwang.
      Wieviel Wahrheit in Deutschen Krimi’s ist weiss ich nicht, aber wie oft LKA und/oder Verfassungsschutz Untersuchungen verbieten oder verhindern ?
      Oft beschreiben Romane besser etwas wie Bücher der Geschichte, eine sehr Gute Roman über wie das Habsburgse Reich zu Ende kommen musste ist
      Joseph Roth, ‘The Radetzky march’, 1932, 1974, New York

    • @Kranich .
      Der Mensch besteht ja aus verschiedenen Teilen .
      Nur als Beispiel : Stammhirn und Großhirn . Ein Teil des Menschen ist immer Kulturelle Identität .
      Versuche, der Identität abseits von Umgebungseinflüssen näher zukommen enden tödlich . Wie bei dem Versuch, bei dem die Sprache von Kindern gefunden werden sollte, die ohne Kontakt zur Umgebungssprache aufwachsen sollten .
      Den Menschen zu ändern wurden unzählige Versuche gemacht und sie alle Scheiterten, nicht selten in faschistischen Systemen .
      Dem Beitrag des Rüdiger Lenz widerspreche ich nicht, es ist ein guter Ansatz .
      Nur sehe ich die Bedingungen, die die Gesellschaft heute auf diese Weise ändern könnten nicht .
      Vielmehr sehe ich über den positiven Ansatz des Rüdiger Lenz die Gefahr, dass die heute massiv Menschprägende und Gesellschaftsprägende PR aus dem Schußfeld genommen werden soll .

    • Ihre Argumente sind gut, Wasserader. Und es gibt bestimmt noch ein paar Hundert mehr von dieser Art von Argumenten, die, in ihrem Kern, natürlich von jener Instanz stammen, die es aufzulösen gilt. (Also vom Gegner, vom falschen Herrscher, vom Erfinder sämtlicher Systeme.)
      Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen sagen, daß es vermutlich keinen unangenehmeren Prozess gibt. Es ist ein inneres Sterben. Der Egotod ist eine sehr unangenehme Erfahrung. Und da beschäftigt man sich doch lieber weiterhin mit dem, was das Ego am Leben hält und die totale Identifikation mit denkendem Geist nebst dem, was er hervorgebracht hat (etwa den materiellen Körper), nicht in Gefahr bringt. (Nicht falsch verstehen: es gibt den materiellen Körper. Ich bin keiner von denen, die sagen, daß diese Welt nur Illusion ist. Was unsere Erfahrung ist, das gibt es auch für uns. Also sinnlos, ihn zu verleugnen. Ich betrachte den Körper jedoch mehr und mehr nur als ein Gehäuse, das ich einige Zeit lang bewohne, als strahlendes Seelenselbst, das ich bin. Ich hänge nicht mehr so an ihm. Und er diktiert mir auch nicht mehr, was ich zu tun und zu lassen habe. Es hat ein Switch stattgefunden zu einer inneren Gewißheit, die mir in jedem Moment sagt, was gut ist.)

      Aufklärung gibt es auf vielen Ebenen. Was P.Kamp beschreibt, ist ja eine sehr relative Aufklärung, eine historische.
      Ich glaube, daß es hier jedoch um etwas anderes geht, um das, was Nick Ardagh beispielsweise die Stille Revolution genannt hat. Und jedem, der ernsthaft daran interessiert ist, zu wissen, wer er ist, kann ich dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen.
      ttps://www.infea-shop.de/images/Leseproben/Leseprobe_Lautlose_Revolution_Arjuna_Ardagh_9783899010909.pdf

    • @ wasserader
      Es existiert keine Identität, auch keine kulturelle. Was auch immer die Hirnforschung meint zu messen, es ist immer nur ein Meßwert, der interpretiert wird. Dies beschreibt nicht die Wirklichkeit oder gar das Denken selbst. Denken läuft in der Wirklichkeit hoch abstrakt ab. Die Messungen werden den Vorstellungen der Wissenschaftler angepaßt und nicht umgekehrt. Zumal häufig genug ein Hirn vermutet wird, das einem Computer gleicht, also ‚rechnet‘.

      Es gibt Menschen, die haben gerade mal 100-150gr Gehrinmasse und studieren mit einem IQ von über 120. Allein damit ist klar, daß die Erzählungen der Hirnforschung erstmal nur eines sind: Erzählungen, keine Tatsachenberichte.

    • Das hat weder mit dem einen noch mit dem anderen zu tun 😉

      Wissenschaftlicher Standard.

      Das ist eine einfache Folge, wie bei jeder Messung. Eine Messung, sprich Beobachtung, wird immer interpretiert. Aus Meßwerten ergibt sich selbst erstmal nichts.

      Aus Bildern, die eine erhöhte Aktivität von was auch immer ergibt, ist nur statistischer Natur.

      Wenn Du Dich mit den Themen beschäftigst, dann kennst auch Du die Vorgehensweise der Meßtechniken. Aber ich denke Deine Frage sollte etwas anderes bezwecken, nicht wahr?

    • Goethe: „Und weiß, daß wir nichts wissen können,
      das will mir schier das Herz verbrennen.“

      Es gibt ein spirituelles Trainingsbuch EIN KURS IN WUNDERN, das es sich zum Ziel setzt, ein Umdenken
      in Bezug auf das, was uns umgibt, und wie wir kommunizieren, herbeizuführen.
      Man lernt dort nach und nach, das Ego-Denksystem zu durchschauen und durch ein System der Wahrheit zu ersetzen, (das aber nicht wirklich ein System ist.)

      Im Übungsbuch (man soll ein Jahr lang täglich eine Lektion lesen, der voran ein neuer Leitgedanke steht, der mehrmals wiederholt wird, um die Wahrheit so nach und nach einzuführen) lauten die ersten Lektionen, es gibt 365, so:

      1) Nichts, was ich in diesem Raum sehe, bedeutet etwas.
      2) Ich verstehe nichts, was ich in diesem Raum sehe.
      3) Diese Gedanken haben keinerlei Bedeutung. Sie sind wie die Dinge, die ich in diesem Raum sehe.
      4) Ich rege mich nie aus dem Grund auf, den ich meine.
      5) ich rege ich auf, weil ich etwas sehe, was nicht da ist.
      6) ich sehe nur die Vergangenheit.
      7) Mein Geist ist mit vergangenen Gedanken beschäftigt.
      8) ich sehe nichts, wie es jetzt ist.
      9) Meine Gedanken bedeuten nichts.
      10) meine bedeutungslosen Gedanken zeigen mir eine bedeutungslose Welt.
      11) Ich rege mich auf, weil ich eine bedeutungslose Welt sehe.
      12) Eine bedeutungslose Welt erzeugt Angst.
      14) Meine Gedanken sind Bilder, die ich gemacht habe.
      15) Ich habe keine neutralen Gedanken.
      16) Ich sehe keine neutralen Dinge.
      17) Ich erfahre die Wirkungen meines Sehens nicht allein.
      18) Ich erfahre die Wirkungen meiner Gedanken nicht allein.
      19) Ich bin entschlossen, zu sehen.
      20) Ich bin entschlossen, die Dinge anders zu sehen.
      21)Was ich sehe, ist eine Form von Rache.
      22) Ich kann der Welt, die ich sehe, entrinnen, indem ich Angriffsgedanken aufgebe.
      23) Ich nehme nicht wahr, was zu meinem Besten ist.
      24) Ich weiß nicht, wozu irgend etwas dient.
      25) Meine Angriffsgedanken greifen meine Unverletzlichkeit an.
      26) Vor allem will ich sehen.



      Es geht um ein Erlangen der wahren Schau.

      Das Buch stammt von zwei Psychologen, Helen Schucman und William Thetford, die sich jahrelang bekämpften, bis sie eines Tages den Gedanken hatten, es müsse doch einen anderen Weg geben: liebevoll und friedlich, statt mit Angriff und Urteil. EIN KURS IN WUNDERN ist das Ergebnis dieser Entscheidung.

      Internetquelle (Greuthof Verlag): „Ein Kurs in Wundern ist wie ein Lehrwerk aufgebaut und besteht aus drei Teilen: dem Textbuch, dem Übungsbuch und dem Handbuch für Lehrer. Anders als bei einem herkömmlichen Lehrbuch werden die Gedanken jedoch nicht linear entwickelt, sondern kreisen in einer Sprache von hoher Prägnanz und poetischer Schönheit um das zentrale Thema der Vergebung. Der Kurs ähnelt hierin einer klassischen Symphonie und den großen Schöpfungen der Weltliteratur.

      Im Textbuch wird ausführlich die Lehre dargelegt, auf der das Denksystem des Kurses gründet. Es wird begleitet von den 365 Lektionen des Übungsbuches, die den täglichen Rahmen bieten, um sich mit den Gedanken des Kurses auseinanderzusetzen. Das Handbuch für Lehrer gibt Antworten auf Fragen, die sich beim Studium des Kurses stellen können. Im Sinne des Kurses ist jeder immer zugleich Lehrer und Schüler, da jeder das Denksystem zum Ausdruck bringt und lernt, an was er glaubt.

      Der Titel für dieses große spirituelle Werk ist ungewöhnlich und gibt leicht Anlass zu Missverständnissen. Wunder im Sinne des Kurses haben nichts mit unerklärlichen Phänomenen in der Außenwelt zu tun. Mit Wundern sind ausschließlich innere Veränderungen gemeint. Wunder sind Veränderungen der eigenen Wahrnehmung in Situationen, die als schmerzhaft, bedrohlich oder angsteinflößend erlebt werden. Wunder, so sagt der Kurs, sind Manifestationen von Liebe, die sowohl dem Empfangenden als auch dem Gebenden mehr Liebe schenken.

      Einer Aussage des Kurses zufolge bedeutet die »Komplexität der Form nicht gleichzeitig eine Komplexität des Inhalts«. Jedes Problem, das wir wahrnehmen, ist laut Kurs ein Ausdruck dafür, dass wir nicht vergeben haben, und kann durch ein Wunder geheilt werden. Doch das Wunder ist keine Magie. Es bringt nicht die äußeren Erscheinungen zum Verschwinden, die uns missfallen. Es erinnert uns lediglich daran, dass es tief in uns verborgen eine Identität der Liebe gibt, die keinen Angriff, sondern nur Frieden kennt.

      Wenn es uns Menschen immer ganz mühelos gelänge, unsere mit Unfrieden oder Ärger besetzten Wahrnehmungen gegen eine neue, friedliche Sichtweise auszutauschen, dann wäre es um den Zustand der Welt zweifellos anders bestellt. Es bedarf dazu eines fundamentalen und langsamen Geisteswandels, der große Geduld und Bereitwilligkeit erfordert. Es ist das große Verdienst der Arbeiten von Kenneth Wapnick, Menschen hierbei eine sanfte und liebevolle Begleitung zu bieten, mit deren Hilfe sie diesen Prozess der Vergebung wirksam in ihr Leben integrieren können.

      Dr. Kenneth und Gloria Wapnick

      Der Kurs sagt: »Damit du Frieden hast, lehre Frieden, um ihn zu lernen.« Die Aufmerksamkeit verschiebt sich: weg vom anderen, hin zu uns selbst. Jeder Mensch hat Feindbilder, seien es schwierige Kollegen, Partner, Eltern, politische Gegner. Es ist nicht entscheidend, was die anderen tun, auch wenn sie, oft sehr sichtbar, in einer Weise handeln, die, wie es scheint, Ärger und Unfrieden geradezu provozieren muss. Reagieren wir mit Empörung und Gekränktheit, sind wir uns der Zustimmung des größten Teils der Menschheit gewiss. Die Folge ist jedoch eine verheerende und ausweglose Kette von Angriffen und Gegenangriffen. Die Hoffnung, auf diese Weise Frieden zu schaffen, wird immer von Neuem enttäuscht. Befreiung liegt einzig und allein darin, dass wir eine andere Geisteshaltung wählen. Nur zwei Möglichkeiten stehen uns zur Verfügung: eine Haltung des Friedens, die aus dem Beiseitelegen des Ego-Selbst und der Hinwendung zur Liebe entsteht, und eine Haltung des Angriffs als Folge von Ego-Identifikation. Jede Situation wird durch die Linse des Wahrnehmenden gefiltert und bestätigt ihm, was er ohnehin schon, mehr oder minder unbewusst, über sich und die Welt dachte. Wählt er eine Haltung des Angriffs, wird er in der Situation problemlos eine Rechtfertigung für seine Wahl finden. Der Mechanismus ist subtil. Ohne es zu bemerken, sehen wir gegenwärtige Situationen im Lichte vergangenen Lernens und reagieren dann auf unsere Vergangenheit. Damit werden die alten Erfahrungen bestätigt und verstärkt. Die Gegenwart wird so zur ständigen Neuinszenierung vergangener Konflikte und Leiden. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, setzt der Kurs an einem Thema an, das den Schlüssel zum Verständnis aller problematischen Erfahrungen enthält: dem Thema der Schuld.

      Schuldgefühle liegen weitestgehend unterhalb unserer Bewusstseinsschwelle. Im Sinne des Kurses sind sie die Überzeugung von der eigenen Wertlosigkeit, Kleinheit, Hilflosigkeit und dergleichen mehr – Überzeugungen, die ihrerseits aus dem Glauben stammen, (…) getrennt und abgeschnitten zu sein. Solche negativen Selbstgefühle bringen Spannung und Konflikt im eigenen Innern mit sich. Wir verschaffen uns Luft, indem wir uns über andere aufregen. Der Ärger sorgt zwar für eine kurzfristige Spannungsabfuhr, ändert aber nichts an dem negativen Denken über uns selbst, der eigentlichen Quelle des Unfriedens. Erst wenn dieses Denken selber berichtigt ist, sind wir frei.

      Die Wurzeln

      Der Kurs steht in der Tradition des Idealismus, jener Strömung in der abendländischen Philosophie, deren prominente Begründer und Vertreter Sokrates und Platon waren. Das berühmte Höhlengleichnis Platons besagt, dass unsere Sinne nur die Schattenbilder der Wirklichkeit wahrnehmen. Alles Sichtbare – die Welt von Raum und Zeit – ist nichts als eine Erscheinung, hinter der sich die geistige Wirklichkeit verbirgt.

      Der Kurs ist zwar von der Sprache her christlich, inhaltlich entspricht er jedoch mehr den alten Lehren östlicher Weisheit. Im abendländischen Denken weist der Ansatz des Kurses Parallelen zum Neuplatonismus und der Gnosis auf. Die Gnosis, eine Denkströmung, die in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten entstand, definierte das Problem der Sünde als Unwissenheit oder Nichterkennen und sah die Befreiung in der Erkenntnis.

      In ebensolcher Weise ist das Hauptanliegen des Kurses das Erkennen des Ego und das Berichtigen von Angst durch wirkliche Vergebung. Es ist dieser Lernprozess, der zu innerem Frieden (…) zurückführt. Bei seinen psychologischen Ausführungen greift der Kurs in wesentlichen Teilen auf die bahnbrechende Arbeit Sigmund Freuds zurück.

    • Schrecklich ist das nicht – aber wohl nicht möglich.
      Vielleicht erklärt der Text Ihrer Frage. (?)

      50.
      „Die Konservativen sind Dummköpfe: sie jammern über den Verfall der traditionellen Werte, während sie
      den technischen Fortschritt und das Wirtschaftswachstum kräftig unterstützen. Offenbar fällt es ihnen
      nicht ein, daß man unmöglich schnelle und drastische Veränderungen in Technologie und Wirtschaft
      haben kann, ohne gleichzeitig in einer Gesellschaft Veränderungen aller ihrer Aspekte zu verursachen,
      dies muß zu einem unvermeidlichen Zusammenbruch der traditionellen Werte führe.“
      51.
      „Der Zusammenbruch traditioneller Werte beinhaltet in einem gewissen Maß die Zerstörung der
      Bindungen, die traditionelle soziale kleine Gemeinschaften zusammenhalten. Das Auseinanderfallen
      kleiner sozialer Gruppen wird noch dadurch gefördert, daß die modernen Lebensbedingungen einzelne
      oft dazu verleiten oder es erforderlich machen, neue Wohnorte zu suchen und sich von den
      ursprünglichen Lebensgemeinschaften trennt. Darüber hinaus MUSS die technologische Gesellschaft die
      Familienbande und lokalen Gemeinschaften schwächen, damit sie leistungsfähig funktionieren kann. Die
      Loyalität des einzelnen muß in der modernen Gesellschaft an erster Stelle dem System gelten und erst
      dann einer kleineren Gemeinschaft, denn umgekehrt würden solche kleineren Gemeinschaft auf Kosten
      des Systems zuerst ihren eigenen Vorteil suchen.“

      ( aus „Die Industrielle Gesellschaft und Ihre Zukunft“ – Das UNA-Bomber Manifest von Theodore J. Kaczynsk)

  3. Wer sich mehr mit dem Thema beschäftigen will wie man Manipulation entgeht indem man selber frei wird und Wahrheit von Lüge unterscheiden lernt, dem kann ich folgendes herzlichst empfehlen:

    Vortragsreihe Freiheit von Axel Burkart:

    https://youtu.be/uQpGEG2_P-E

    Und dann auch fürs praktische lernen den Heimlehrgang der Akademie Zukunft Mensch:

    https://akademie-zukunft-mensch.com/heim-lehrgaenge/?v=0f177369a3b7#Lehrgang-Freiheit-Schulungsangebote

    Viel Spaß

  4. Bei der Durchsicht der Kommentare wird mir bewusst, dass Rüdiger Lenz kaum verstanden wurde. Ja, ich musste mich konzentrieren, und ja, ich musste immer wieder innehalten und nachsinnen. Und ich habe entdeckt, dass es stimmt: der Feind, den wir da draussen anprangern, die AFD, die Merkel, Trump, den IS, das alles, das alles sind wir: rechthaberisch, egozentrisch, selbstherrlich. Die einzige Heilung liegt darin, uns dessen bewusst zu werden. Rüdiger Lenz hat dazu seinen Beitrag geleistet. Hoch auf Rüdiger Lenz, drei Mal Hoch

  5. Sorry, aber nach der Lektüre dieser Kommentare wird mir klar, dass dieser Beitrag in seinem Wert nicht erkannt wurde. Ja, ich musste mich konzentrieren und ja, ich muss nachsinnen – aber ja, ja, ja, was hier geschrieben steht, ist wahr. Basta! Schauen wir uns an und erkennen wir, dass unser Gegner wir selbst sind: Trump, Merkel, IS, die verlogene Presse – alles wir, ein Aspekt von uns. Fangen wir an, damit zu leben! Welch grossartiger Impuls dafür geht von Rüdiger Lenz aus. Hoch Herr Lenz, drei Mal hoch!

  6. Wow,echt wahr? Die Ochsenfurter Antifa besteht aus einem 70jährigen Ingeneur?Wahnsinn.Wahnsinnig lustig das Ganze nur noch.Viel mehr beunruhigt mich momentan, dass in unserem Ameisenhaufen das ganze gewusel wenig hilft zu erkennen, dass der Waldbrand naht. Den Rauch können wir schon riechen und sind gerade dabei, alle rauchenden Ameisen tot zu beissen. Lasst uns lieber tiefe,wirklich tiefe Höhlen zu graben. Das was da hell wird am Horizont ist nicht der Sonnenaufgang, wie manche meinen, denn ich kann die Uhr und es ist gerade Mitternacht geworden. Nur gut das olle Schumann mit Plakat ein wenig die Flammen kurzfristig aufhalten wird, lobenswert aber wertlos. Los Schumännchen, komm helf mit zu graben, das ist sinnvoller im Moment. Helft mal alle mit zu graben bitte und wuselt nicht so rum hier und überall. Die Antifa kann auch mit den Spaten greifen, ist mal echte Hilfe auch diesmal ohne Bezahlung. Wo ist eigentlich Uschi im Moment und warum wurde heute Mali verlängert-und vor allem VON WEM eigentlich? Sachen gibt’s……

  7. Was ist Sprache?
    Kann ein Mensch tatsächlich sprechhandeln, wie die Sprechakttheorie behauptet?
    Ist es manchmal nicht besser zu schweigen, statt zu reden?
    Sprechen ist eine Handlung, unbestritten, jedoch ist auch Nicht-Sprechen eine Handlung, wo also bleibt die Schweigakttheorie?
    Kann ein Mensch, der mathematisch spricht, auch wirklich mathematisch handeln?
    Wie zeichnet ihr _unveränderliche_ Dreiecke mit der Linienbreite null?
    Warum sollte ein Mensch, der bereits Gewißheit hat, sich verständigen?
    Auch wenn die gleiche Sprache gesprochen wird, folgt daraus, das sich die Sprechenden auch einander verstehen?

    Oder ist es eher umgekehrt, daß die Vorstellungen eines Menschen beeinflußt, wie er Sprache wahrnimmt?

    Das sind die Fragen, die ja speziell ideologisch Verbrämte nicht gerne hören.

    Idealisten sind die wirklichen Höhlenmenschen, die neben Platon sitzend, auf Wände starren, völlig gebannt die schwarz-weißen gute und böse Schattenspiele ansehend, gefesselt von ihrer absoluten Gewißheit. Ignoranz ist die einzig wahre Stärke eines jeden unerschütterlichen Ideologen. Verhaltensnormung bewirkt die allmähliche Verkümmerung des untätigen, da überflüssigen Verstandes.

  8. “ Du sollst nicht alles glauben, was Du denkst. Biographisches Wissen ist immer emotional besetztes Wissen. Es kann daher niemals objektives Wissen sein.“
    So weit so gut.
    Wie aber sortiere ich aus, was ich glaube, von dem, was ich zu wissen glaube? Oder stelle ich einfach ALLES in Frage und damit mich selbst? Das kann es ja auch nicht sein.
    Es gäbe täglich ellenlange Dialoge, die keiner bereit ist zu führen. Nicht mal mit sich selbst.

    Welche Rolle spielen selbst gemachte Erfahrungen?
    Ziehe ich daraus die richtigen Schlüsse.
    Was ist richtig , was wichtig?

    Jeder Mensch braucht doch ein Gerüst, in dem er das Gefühl hat, sich sicher bewegen.
    Sonst ist man orientierungslos.
    Man muss immer Entscheidungen treffen und scheinen sie noch so belanglos.

    • Kann ein Mensch tatsächlich (nicht sprachliche) _Entscheidungen_ treffen?
      Kann der Mensch tatsächlich zwischen Gut und Böse, absolute moralische Urteile treffen?

      Ich denke: Nein. Ein rationales Urteil ist immer nur eine emotionale Wertung. Das ist das Irre, daß das Rationale der Vernunft, genauso wie das Irrationale auf Emotionen beruhen und _nicht_ auf dem Verstehen!

      Genau hier beginnt das eingimpfte dialektische Gerüst zu greifen, indem formale _Entscheidungshilfen_ reduktionistisch angewandt werden. Reduktion bedeutet hier, es werden einfach Informationen weggelassen und ausgeblendet, die üblicherweise in der Kultur, Gesellschaft usw. als schädlich gelten.

      Ich denke, es gibt den Weg, das, was _nicht_ sein kann, zu erkennen. Das bedeutet, in sich hineinhören, was das Gefühl zu einer Situation, Thema, was auch immer, sagt. Danach prüfen, wieweit das alles zusammenpaßt, die sogenannte Stimmigkeit. Hat etwas davon keine Folge, kann ich es auch nicht erkennen. Nach meiner Auffassung haben alle Menschen hierfür ein untrügliches Gefühl, vorausgesetzt, die Ignoranz als Konsequenz der Emotionalisierung, hat nicht zuvor Informationen der Wahrnehmung gefiltert. Auf die Unstimmigkeiten zu achten, ist der Weg zum selber denken.

      Rüdiger Lenz nannte den Punkt im Artikel, um den es geht: Gewißheit.
      Genauer, sich den Gewißheiten der jeweiligen Herrschaft zu unterwerfen.Gewißheit duldet keinen Widerspruch. Einer Gewißheit ist gehorsam zu folgen. Gewißheit muß keiner verstehen, sie ist offenbar.

      Mit anderen Worten
      Habe den Mut, dich dem Ungewissen zu stellen, denn nur hier ist ein Verstand erforderlich.

    • „Ein rationales Urteil ist immer nur eine emotionale Wertung.“
      Und wie komme ich dann zur Gewissheit?
      Kann es sein, dass das, was wir für Gewissheit halten, auch nur eine emotionale Wertung ist, die unseren subjektiven Prüfungen standgehalten hat?

    • Sorry, hatte ich übersehen

      Gewißheit existiert nicht, denn diese muß unveränderlich sein, da sie bleibt wie sie ist, sie kann nicht entstanden sein.

      Ja, Gewißheit ist tatsächlich eine Illusion. Sie löst eine Form der Depression aus, nichts verändern zu können, egal was immer ein Mensch auch macht.

    • Eine große Gewissheit gibt es schon.

      Alles ist Veränderungen unterworfen und nichts bleibt wie es war.

      Nun können sie mir entgegnen, dass das eine sehr allgemeine Äußerung sei.
      Eine Illusion ist das aber nicht und Sie löst auch keine Form der Depression aus.

      „nichts verändern zu können, egal was immer ein Mensch auch macht “ – das glaub ich nun wieder nicht.
      Da hab ich andere Erfahrungen gemacht.

      Alle Veränderungen
      (auch die Negativen) z.B. in der Politik, sind durch Handlungen von Menschen gemacht worden.
      Und es ist offensichtlich, diese Menschen haben unser Land verändert!
      Oder ist das nur eine Illusion?

    • Darf ich mitmischen? Auf dieser Seite fühle ich mich ganz in meinem Element 🙂
      Zunächst mal, schwarz ist weiß, bitte ich um Entschuldigung, daß ich eine Ihrer Aussagen Socke zugeordnet habe, fälschlicherweise.
      Anschließen möchte ich gern an Ihre Gewißheit, die man schon fast absolut nennen könnte: „Alles ist Veränderungen unterworfen und nichts bleibt wie es war.“
      Nach meiner Erfahrung ist diese Gewißheit bis sehr weit hinauf in feinstoffliche Existenzebenen tatsächlich wahr. Ich hatte jedoch das Glück, etwas kennenzulernen, das keiner Veränderung mehr unterworfen ist; jedenfalls kommt es mir so vor. Es ist immer da und es ist nicht veränderlich. Es ist das, was ich als mein wahres Selbst bezeichnen würde.
      Gehen wir aber doch den Gewißheiten noch weiter nach: „Tout homme doit mourir“, jeder Mensch muß sterben – eine Gewißheit, oder? (Stimmt aber nur in Bezug auf den Körper. Jeder Körper muß eines Tages sterben. Alles, was veränderlich ist, muß eines Tages vergehen. Auch das eine Gewißheit.)
      In einer psychischen Krise in meinen Studentenzeiten fand ich diese Gewißheit, um die herum ich mich wieder zusammensetzen konnte, nachdem ich den Boden unter den Füßen verloren hatte. (Was eine große Chance zur Befreiung gewesen wäre, aber leider hatte ich mit Spiritualität nichts am Hut und es gab also keinen, der mich durch diese Krise führen konnte; den Therapeuten machte meine innere Bodenlosigkeit selber Angst. Und so leiteten auch sie mich an, mich so schnell wie möglich wieder zusammenzusetzen…):
      Die hilfreiche Gewißheit: Alles, was dem Leben dient, kann nicht beliebig sein.
      Und noch eine: Ohne zu atmen, würde mein Körper sterben.
      Weitere Gewißheiten: Ich weiß, daß ich in diesem Augenblick existiere. (Cogito ergo sum.) Da ich in der Lage bin, über mich nachzudenken, da ich in der Lage bin, Gedanken zu haben, muß ich auch existieren.
      Ich würde den lateinischen Spruch zwar gerne umändern, da er, meines Erachtens, die wahre Kausalität auf den Kopf stellt; richtig wäre: ich bin, also kann ich, unter anderem, auch denken; aber besser als gar nichts.
      Dann: Intuiero, ergo sum. Ich intuiere, also bin ich. Ich bin in der lage, Intuitionen zu haben, also muß ich zwangsläufig existieren.
      Auch die hier, finde ich gut: Ich weiß, daß ich nichts weiß … 😉
      Einen schönen Tag noch und viel Freude bei der Selbsterforschung! Es ist ein steiniger Weg. Aber er ist das Größte und Beste, zu dem sich ein Mensch entschließen kann, denn er führt uns zu Erfüllung und beständigem Glück.
      Denn die Gewißheit: Nichts Unbeständiges, nichts Vergängliches, nichts, was stirbt, kann Dich jemals glücklich machen – ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auch wahr.

  9. Es ist ein Erfolg der Propaganda, wenn Menschen gegen ihre Interessen vorgegebene Denkweisen verinnerlicht haben und sie nach Außen emotional verteidigen .
    Es galt immer das Dogma und die technische Entwicklung machte es möglich , das Dogma in jedes Zimmer zu bringen , und der Fortschritt in der PR und die Durchsetzung der PR als allgemein gültige Gesellschaftsgrundlage machten es möglich, dass die politische Propaganda ständiger und an jedem Ort präsenter Begleiter der Menschen ist .
    Und wie geschickt vorgegangen wird, wenn diese Propaganda als als Verteidigung der Freiheit und der Aufklärung verankert wird, als Objektive Analyse , die keine anderen Interessen hat , als das Gute und Richtige durchzusetzen und das Böse zu bannen .

  10. In seiner Kleinstadt Ochsenfurt haben 694 Einwohner die AfD gewählt. Schuhmann, 70, Ingenieur und seit sechs Jahren in Rente, ist gebürtiger Ochsenfurter. Jetzt steht er montags von 17 bis 18 Uhr vor dem Rathaus und protestiert. „Wehret den Anfängen“ steht auf seinem Plakat. Und: „Ich stehe hier und schäme mich für 694 AfD-Wähler“, Zitat Ende.

    Lieber Herr Schuhmann aus Ochsenfurt,
    Schön das sie so ambitioniert sind

    Aber versuchen sie es mal mit diesem Link.
    Er will nicht überzeugen aber wird sie sicher auch inspirieren.

    http://www.neulandrebellen.de/2017/10/liebe-afd-waehler-basher-koennt-ihr-euch-mal-wieder-einkriegen/

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