Tagesdosis 18.11.2017 – Soziale Ungleichheit: Die schockierenden Zahlen der Credit Suisse

Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Die Schweizer Großbank Credit Suisse hat in dieser Woche zum achten Mal ihren „Global Wealth Report“ („Globalen Wohlstandsbericht“) veröffentlicht. Darin geht es vor allem um die Frage, wie sich die Verteilung des weltweiten Reichtums in den zehn Jahren seit der Krise von 2007 / 2008 verändert hat.

Dem oberflächlichen Leser des Papiers wird der Eindruck vermittelt, die Welt sei auf dem besten Weg in eine strahlende Zukunft: Das globale Vermögen ist in den zurückliegenden zehn Jahren um 27 Prozent und allein in den letzten zwölf Monaten um 6,4 Prozent gestiegen.

Noch besser klingt es, wenn man liest, dass das Durchschnittsvermögen eines Deutschen bei 174.000 Euro, das eines Amerikaners bei $ 388.600 und das eines Schweizers gar bei $ 537.000 liegt. Der Gipfel der guten Nachrichten aber scheint erreicht, wenn man erfährt, dass das weltweite Durchschnittsvermögen eines Erwachsenen mit $ 56.540 ein neues Rekordhoch erreicht hat.

Entscheidend sind die Trends hinter den Statistiken

Wer sich angesichts dieser Zahlen die Augen reibt, tut das allerdings zurecht, denn mit der Wirklichkeit haben die Zahlenspielereien der Credit Suisse wenig zu tun. Doch so irreführend die von Statistikern berechneten Durchschnittswerte sind, so alarmierend sind die Trends, die sich dahinter verbergen: Sie zeigen eine sich immer schneller beschleunigende Konzentration von Vermögenswerten in den Händen von immer weniger Menschen, drastischer ausgedrückt: Eine globale Explosion der sozialen Ungleichheit.

Besaß das reichste Hundertstel auf unserem Planeten 2008 42,6 Prozent des globalen Gesamtvermögens, so ist dieser Anteil inzwischen auf 50,1 Prozent angewachsen. Etwas mehr als die Hälfte des weltweiten Vermögens befindet sich damit in der Hand von nur einem Prozent der Weltbevölkerung, während siebzig Prozent der Weltbevölkerung über gerade einmal 2,7 % des Gesamtvermögens verfügen.

Allein im vergangenen Jahr sind weltweit 2,3 Millionen neue Millionäre hinzugekommen, womit die Anzahl der Millionäre auf dem gesamten Globus jetzt bei 36 Millionen und damit um 170 Prozent höher liegt als im Jahr 2000. Noch größer ist die Zunahme des Reichtums bei den „Ultra High Networth Individuals“ (Ultrareiche mit einem Netto-Vermögen von über $ 50 Millionen): Ihre Zahl ist in derselben Zeit um 500 Prozent angestiegen, allein in Deutschland sind in den vergangenen zwölf Monaten 500 Personen in diesen Kreis aufgestiegen und haben ihn auf 7.200 erweitert.

Die Politik hat den Ultrareichen ermöglicht, die Krise für sich zu nutzen

Hintergrund der rasanten Zunahme der weltweiten Vermögenskonzentration ist die Politik, die nach dem Beinahe-Zusammenbruch des globalen Finanzsystems betrieben wurde. Damals standen zahlreiche Großbanken in aller Welt vor der Zahlungsunfähigkeit. Politiker in aller Welt erklärten sie für „too big to fail“ und retteten sie mit Steuergeldern, deren Löwenanteil die arbeitende Bevölkerung erwirtschaftet hatte.

Da diese größte Vermögensumverteilung von unten nach oben riesige Löcher in die Staatshaushalte riss, wurde die arbeitende Bevölkerung anschließend auch noch zur „Austerität“ verurteilt. Während die Manager geretteter Banken auch nach der Krise noch ihre millionenschweren Boni erhielten, musste die arbeitende Bevölkerung den Gürtel enger schnallen und sich einschränken – in Südeuropa bis hin zum Verzicht auf grundlegende soziale Leistungen wie die medizinische Versorgung von Krebskranken, Schwangeren und Kleinkindern.

Da die Realwirtschaft nach der Krise nicht wieder anspringen wollte, begannen die Zentralbanken, Geld zu drucken und zu immer niedrigeren Zinssätzen zu vergeben. Dieses Geld aber wurde zum weitaus größten Teil nicht in den Wirtschaftskreislauf eingespeist, sondern von vermögenden Investoren zu erneuter Spekulation genutzt. Das wiederum hat dazu geführt, dass die Börsen-, Anleihen- und Immobilienmärkte immer neue Rekordwerte verzeichneten und den Spekulanten riesige Gewinne bescherten.

Mittlerweile gleicht das globale Finanzsystem einem Suchtkranken, der auf die Zufuhr frischen Geldes durch die Zentralbanken und auf immer niedrigere Zinsen angewiesen ist. Auch wenn die Mainstream-Medien immer wieder ankündigen, dass es demnächst zu einem Ausstieg aus dieser Politik kommen wird: Das wird nicht geschehen, denn es wäre das gleiche, als ob man einem schwer Suchtkranken schlagartig das Suchtmittel verweigern und dadurch ein Organversagen provozieren würde.

Wir werden also auf absehbare Zeit mit einer Politik weiterleben, die die soziale Ungleichheit auf immer neue Rekordwerte treibt und uns damit – so lange die Mehrheit der Menschen sich nicht erfolgreich dagegen wehrt – offenen Auges in ein Zeitalter von Bürgerkriegen und Revolutionen führt.

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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49 Kommentare zu: “Tagesdosis 18.11.2017 – Soziale Ungleichheit: Die schockierenden Zahlen der Credit Suisse

  1. Ich lebe auf dem Land und jogge an saftigen Wiesen vorbei auf den fette Kühe friedlich grasen. Die wären nicht da , falls sie nicht irgendwann geschlachtet und verzehrt würden. Seit 35 Jahren Schmerzchroniker weiß ich schon lange , daß man mir nie den Marathonläufer abgenommen hat. Noch nie hat irgendjemand politsch mit mir gesprochen , niemand interessiert sich für irgendwelche Denkmöglichkeiten in der Gegenöffentlichkeit. Mir ist das alles aber wichtig. Seit ca. 1,5 Jahren interessiere ich mich wieder für „öffentliche Dinge“ , lese auch Zeitung . Leider versteh ich vieles nicht , aber ich versuchs weiter. Ken-Fm, Nachdenkseiten, Rubikon , da sollte man nach Möglichkeit auch was zahlen . Ernst Wolff wird als Experte ja manchmal angezweifelt, – leider zu kompliziert für mich – so schnell geht das Ganze nicht rein in meinen Kopf nach den vielen Jahrzehnten der Ignoranz.

    • Ich finde Ihren Kommentar erfrischend, Stefan 2.

      Denn er gibt mindestens den Gedanken auf den Weg, dass komplizierte Dinge evtl. einfacher formuliert und erklärt werden könnten. Entweder von Kommentatoren oder von Autoren selbst, oder durch nachfragen, was Sie selbst nicht verstehen können.

      Grundsätzlich bin ich für eine einfachere Sprache, die viele Menschen verstehen können.
      Noch nie hat irgendjemand politsch mit mir gesprochen , niemand interessiert sich für irgendwelche Denkmöglichkeiten in der Gegenöffentlichkeit.

      Auch da lässt sich einiges im Internet, oder vielleicht vor Ort machen.

      Nur weil es das, was Sie suchen nicht dort gibt, heisst es nicht, dass dies immer so bleiben muss oder bleiben wird.

      Auf jeden Fall ein toller Kommentar von Ihnen – könnte ich viel zu schreiben – schönen Gruß

    • „…auf den(en) fette Kühe friedlich grasen. Die wären nicht da , falls sie nicht irgendwann geschlachtet und verzehrt würden.“
      Wie im Denken der Tod doch immer wieder das Leben ermöglicht …..

  2. Sehr geehrter E_B_G…… aber auch alle anderen Besserwisser

    Da sie ja so vehement für den Kampf gegen den Fatalismus eintreten und nach aktiven Antworten suchen, Lade ich sie hiermit zu meiner Gerichtsverhandlung am
    ———————
    Dienstag den 05.12.2917
    10:30 Uhr
    Sitzungssaal B219,2 Stock 2 Pacellistraße 5 in München ein.

    Es geht um die Verhandlung um meine PKV, bei der ich gekündigt habe und die Zahlungen eingestellt habe.

    Ich habe in mehreren Beiträgen schon mehrfach darüber berichtet.

    Hier können sie mal richtig ihre Meinung loswerden. Oder ein Lehrstück deutscher
    Justiz erleben.

    Ich nehme aber an, das der vollmundige Kommentar bei KJ ihnen wichtiger ist.

    Sonst würden sie schon längst erkannt haben, dass es in jeder mittleren Stadt die sogenannten Tafeln gibt, das alte Menschen nach Flaschen in Papierkörben suchen, das immer mehr Menschen keine feste Wohnung haben, und immer mehr alte Menschen, schäbig und ärmlich gekleidet herum laufen, da sie sich bei der Kleiderkammer einkleiden.

    Eine Vorsorge für das Alter wurde abgeschafft. Statt dessen wird auf Gewinnmaximierung gesetzt.
    Da spielt es keine Rolle, ob sie eine Rücklage für das Alter gebildet haben, die muß abgegeben werden.
    Erst bei völligem Verbrauch ihrer Kapitalrücklagen wird ihnen eine Sozialhilfe am Existenzminimum gewährt.

    Vorher stößt man sie aber noch aus der Gesellschaft aus.
    Sie müssen eine eidesstattliche Erklärung abgeben, ( Offenbarungseid) das sie auch wirklich nichts mehr besitzen.
    Danach werden ihnen die Rechte genommen an der Gesellschaft in Form eines Girokontos mit den entsprechenden Möglichkeiten des Zahlungsverkehrs teilzunehmen. Sie bekommen einen SCHUFA Eintrag.
    All so eine zusätzliche Bestrafung, oder Stigmatisierung.
    Dieses ist längst Tagesgeschehen in unserer Gesellschaft.
    Ich lese und höre hier nie darüber.
    Anscheinend fühlt es sich besser an, wenn man aus Büchern zitiert, Marx und Hegel vollmundig anführt, und sich irgendwie zu den gebildeten Durchblickern zählt.

    Mit gequassel ist dem leider nicht bei zu kommen. Auch mit der predigt von veganer Ernährung und Empathie mit meinen Mitkreaturen werden wir das Problem nicht aus der Welt bekommen.

    Hier sollten die Menschen, die immer anprangern auch mal das Gesäß bewegen, und ein klares Statement abgeben.
    Wie gesagt, am 5.12. hätten sie Gelegenheit dazu.

    Mit freundlichen Grüßen

    Horst Beilhartz

    • Sind Sie im Notlagentarif? Es soll 600,000 Menschen mit Beitragsschulden geben. (Wo) sind die organisiert?

    • Das ist so, Notlagentarif, gleich keine Krankenversorgung für ca. 60 Euro im Monat.
      Den brauch ich auch nicht.

      Es geht darum, dass es keine Möglichkeit im Alter gibt, um diese System zu durchbrechen.

      Ich Kündige und die wird nicht akzeptiert. Statt dessen werde ich vor Gericht gezerrt.

      Ich würde das alles noch akzeptieren, wenn man mir eine Perspektive aufzeigen würde, wie ich mein Alter noch in einiger maßen Ruhe und Sicherheit verbringen kann.

      Aber da gibt es keine Aussagen.

      Es bleibt nur der Weg, der Verweigerung mit nachstehenden Konsequenzen.

      Dieses Problem trifft mich jetzt, für die noch nicht betroffenen, wird diese Situation aber auf sie zu kommen..

      Es müsste eigentlich das Interesse von allen Bürgern sein, eine vernünftige Altersversorgung zu haben.

      Was soll ich machen, wenn ich ins Greisenalter komme, eventuell auf Haushaltshilfe angewiesen bin.

      Darüber scheint es überhaupt keine Überlegungen zu geben.

      Die polnische Pflegekraft, welche ich dann aus eigener Tasche schwarz bezahle, ist dann nicht mehr drin.

      Sollen wir dann alle still im Kämmerlein verrecken, weil eine SPD Ulla Schmidt, einfach nur blöd war, oder sich von irgend einem Versicherungskonzern hat schmieren zu lasse.

      Ich bin echt angefressen.

    • Die in der Öffentlichkeit diskutierte soziale Problemstellung ist ideologisiert und abgehoben von der Realität . Die reale soziale Problemstellung existiert nicht, weil das konstruierete Bild der sozialen Problemstellung die reale überdeckt . Sie existiert nicht und kann auch kaum angesprochen werden, da sie eben nicht exisitiert .
      Die Menschen schweigen dann, aus Bescheidenheit oder Scham oder weil sie nicht die letzten sozialen Kontakte verlieren wollen .
      Wenn mein Beitrag auch nicht meine Gegenwart bei ihrer Verhandlung ist, finde ich es gut , wenn hier konkrete Einzelfälle vorgebacht werden .

    • Sind Sie Rentner? Wenn ja: evtl. Krankenversicherung der Rentner für Sie. Verbraucherzentrale checken.

    • Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und einen guten Ausgang bei der Verhandlung ihres Anliegens.
      Amen.

    • Obwohl mir schon mehrfach bestätigt wurde, dass ich chancenlos bin, ziehe ich die Sache durch.
      Das alles ist mit Gerichtskosten und Mahnzuschlägen verbunden.
      Man versucht mich durch Inkassounternehmen zu beeindrucken.
      Das alles mache ich auch, um mir Gehör zu verschaffen.

      Eine Möglichkeit diese Dinge öffentlich zu machen kenne ich nur hier.
      Damit bin ich bei den Realitätsfernen Verschwörern.
      Ich hoffe denn noch, dass es genug von diesen Verschwörern gibt, die sich des Themas bewusst werden.

      Wenn es ca 600000 insolvente PKV Mitglieder gibt, ( keine Ahnung ob diese Zahl stimmt) so wird die Dunkelziffer, derer die sich diese Beiträge nicht mehr leisten können, sicher bei der doppelten Anzahl liegen.

      Warum reagiert der Paritätischer Wohlfahrtsverband nicht.
      Wenn eine Gewerkschaft die Augen zu macht, wenn die öffentlich rechtlichen Medien das Thema nicht aufgreifen, so kann nur ein gewolltes kollabieren der Altenversorgung dahinter stehen.

      Das Thema wird in der Öffentlichkeit nicht wahr genommen.
      Es wird aber ein immer brennenderes Thema werden, wenn die Scheinselbstständigen, die privaten Paketzusteller, Die Ich AG-ler, feststellen, dass bei aller Anstrengung, die Versicherung nicht bezahlbar ist.

      Ich werde 70 Jahre alt, arbeite noch immer in einem 450 Euro Job.
      Meine Rente beträgt 1120 Euro
      Die PKV kassiert zur Zeit 498- Euro der Selbstbehalt liegt bei 2900,-Euro
      Ein Erkranken bei dieser Zahlenkonstellation ist dabei nicht geraten. da
      1. Der 450 Euro Job verloren geht,
      2. Mir dann ein Nettoeinkommen von 8000,-Euro im Jahr zur Verfügung bleiben.
      Im Krankheitsfall sind die Kosten von 2900,- Euro noch mal runter zu rechnen.
      Somit ein Netto von 5000,- Euro übrig bleiben.
      Davon werden alle Lebenshaltungskosten wie Miete Strom Heizung Lebensmittel bestritten.
      Soviel zu der finanziellen Lage eines Rentner in Deutschland.


      Bei einem Wechsel in den Basistarif, der hier so gepriesen wird stelle ich mich noch schlechter, da der bei 650- Euro liegt.

      Ich weiß nicht warum man von „kein Handlungsbedarf“ spricht. Übersehe ich etwas? Dann kann man mich ja aufklären.

      https://www.1averbrauchermagazin.de/versicherung/ard-magazin-monitor-thematisiert-pkv-beitragserhoehung-16604

      https://www.google.de/search?source=hp&ei=4acRWv6wOtKbkwWyub7wAg&q=monitor+beitrag+zu+pkv&oq=&gs_l=psy-ab.1.2.35i39k1l6.0.0.0.7781.2.1.0.0.0.0.0.0..1.0….0…1..64.psy-ab..1.1.102.6…102.oOdPGNWq5PE

      Und wer das Problem nicht sehen will, sollte sich diesen Blog anschauen und die Kommentare lesen.

      https://www.dgprivatpatienten.de/blog/wenn-rentner-ihre-pkv-beitraege-nicht-mehr-aufbringen-koennen-wir-berichten-ueber-herrn-b-mueller/

    • Socke 4612

      Krankenversicherung der Rentner – Wikipedia

      Die Vorversicherungszeit gilt als erfüllt, wenn seit der erstmaligen Aufnahme einer Erwerbstätigkeit bis zur Rentenantragstellung mindestens neun Zehntel der zweiten Hälfte dieses Zeitraums eine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung als Pflichtversicherung, freiwillige Versicherung oder Familienversicherung bestanden hat.

      Über die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) werden Rentner mit einer Rente der Deutschen Rentenversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert, wenn sie
      diese Rente schriftlich beantragten
      einen Rentenanspruch haben und
      die Vorversicherungszeit erfüllen.
      Wer diese Bedingungen nicht erfüllt, zuletzt aber in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig, freiwillig versichert oder familienversichert war, setzt seine Versicherung im Regelfall als freiwillige Mitgliedschaft fort.

    • Danke Tony,

      Werde mich schlau machen, allerdings befürchte ich, dass die 90% der zweiten Hälfte der Erwerbstätigkeit bei mir nicht zutreffen werden.

      Da ich 1994 selbständig war und bei der Victoria privat versichert war.

      Im Jahr 2000 dann als Arbeitnehmer bei der AOK versichert war, jedoch 2007 wegen Arbeitslosigkeit mich wieder selbstständig machte, da ich nicht in Hartz 4 geraten wollte.

      Dazu mußte ich mich wieder privat versichern. Zu dem Zeitpunkt war ich 61 Jahre alt.
      Aber ich werde mich natürlich noch einmal erkundigen, da ich gehört habe, dass es Rückkehrmöglichkeiten in die AOK geben soll.

      Anscheinend wächst sich dieses Thema zu einem echten Problem aus, so das mit Augen zu machen da nicht weiter zu kommen ist.

      In sofern sehe ich mit dem Gerichtstermin auch die Möglichkeit, einen konkreten Vorschlag von Seiten der PKV zu bekommen.

      Noch mal herzlichen Dank für deine Recherche.

    • Sehr geehrter Herr Beilharz,

      vielen Dank, dass Sie mich erwähnen, obwohl ich mich abgemeldet hatte.

      Inwieweit ich Fatalismus vertrete, ist mir klar.
      Weil Fatalismus ist doch das hinnehmen von Dingen. Genau das tue ich gerade nicht.

      Ich suche nach Lösungen, weil mich die Kommunikationskultur in Foren mehrfach schon anstößt.
      Das missverstehen Sie offensichtlich, sonst würden Sie mich nicht mit manchen Menschen hier in einen Topf werfen wollen.

      10:30 Uhr
      Sitzungssaal B219,2 Stock 2 Pacellistraße 5 in München ein.

      Es geht um die Verhandlung um meine PKV, bei der ich gekündigt habe und die Zahlungen eingestellt habe.

      Ich habe in mehreren Beiträgen schon mehrfach darüber berichtet.

      Hier können sie mal richtig ihre Meinung loswerden. Oder ein Lehrstück deutscher
      Justiz erleben.

      Inwiefern kann ich innerhalb dieser Sitzung meine Meinung loswerden?
      Da geht es um Sie: wieviel Redeanteil werde ich da wohl bekommen können?

      Ausserdem kenne ich Ihre Geschichte und die Gesetzeslage garnicht.

      Ich nehme aber an, das der vollmundige Kommentar bei KJ ihnen wichtiger ist.

      Das ist schon interessant. Wissen Sie, was sie da gerade schreiben?

      Sie meinen, ich interessiere mich nicht für Ihr Einzelschicksal.

      Ich kenne Sie doch garnicht.

      Und der Unterschied – bezogen auf einen „vollmundigen Kommentar“ hier ist: es gibt hier Gesellschaftsthemen, wo mehrere Menschen ganz unterschiedlich eine Meinung äußern.

      Und hier stelle ich so oft fest, dass nur selten konstruktiv miteinander nach Lösungen gesucht wird. Daher habe ich dann entschieden, meine Gedanken, die konstruktiver sind, zu formulieren.

      Nun zu Ihnen konkret:

      Sonst würden sie schon längst erkannt haben, dass es in jeder mittleren Stadt die sogenannten Tafeln gibt, das alte Menschen nach Flaschen in Papierkörben suchen, das immer mehr Menschen keine feste Wohnung haben, und immer mehr alte Menschen, schäbig und ärmlich gekleidet herum laufen, da sie sich bei der Kleiderkammer einkleiden.

      Da widerspreche ich Ihnen nicht, oder?

      Den Kommentar können Sie Ernst Wolff und anderen Kommentatoren genauso wie mir schreiben. Denn dort steht nirgendwo das Wort „Tafel“, oder?

      Nur: Tatbestände sind für mich nicht der Grund, warum ich dann einfach den Kopf in den Sand stecken möchte; und das tun ja einige Menschen.Warum ich den Leuten hier allen Ideen anbieten will, die ich gedanklich für konstruktiver halte, hat den einfachen Grund: jeder Mensch ist fähig, auch etwas optimistischer und hoffnungsvoller sich zu motivieren.

      In der Gruppe ist das oftmals sogar besser als sich alleine zu motivieren.

      Aber weiter zu Ihrem Text:


      Eine Vorsorge für das Alter wurde abgeschafft. Statt dessen wird auf Gewinnmaximierung gesetzt.
      Da spielt es keine Rolle, ob sie eine Rücklage für das Alter gebildet haben, die muß abgegeben werden.
      Erst bei völligem Verbrauch ihrer Kapitalrücklagen wird ihnen eine Sozialhilfe am Existenzminimum gewährt.

      Und Sie fühlen sich ja gerade offensichtlich sehr provoziert durch meine Ideen hier, richtig?

      Ich wiederhole es nochmal in dem Zusammenhang: wenn Sie alleine jetzt die Gesetzeslage mit Minimum aufbrauchen, anprangern wollen; oder meinen, mein Kommentar wäre mir hier lieber, als vor Ort aufzutauchen…

      dann kann ich Ihnen mitteilen: der Ton macht die Musik. Und Sie schreiben mir Dinge, die wie Vorwürfe sich anhören, nennen mich Besserwisser – und meinen dann: ich sei mit Sicherheit hochmotiviert, dann noch zu Ihrem Gerichtstermin mitzuerscheinen.

      Ich wiederhole meine Sichtweisen hier nochmal für Sie konkret:

      Es geht darum, sich als Masse der Menschen bewusst zu machen: wenn 10 oder 20 Leute kommen zu Ihrem Termin und alle diese 10-20 Leute haben Redezeit vor Gericht und prangern etwas an; dann würde das im Protokoll dort vermerkt; Sie fühlten sich beim Gerichtsprozess wohl mental etwas besser durch die Unterstützung ; was ich aber hier auf KenFM machen möchte : generell die Gedanken der Vernetzung solange formulieren bis grundsätzlich bei vielen Menschen der Gemeinschaftsgedanke in den Köpfen angekommen ist und sie zumindest bewusst sich dafür oder dagegen entscheiden können.

      Bei vielen Kommentaren habe ich den Eindruck, dass noch garkein Bewusstsein da ist, sich für oder gegen etwas überhaupt entscheiden zu können.

      Da wird dann gerne der Kopf in den Sand gesteckt und das war es.

      Diesen Eindruck habe ich auch von Ihnen. Sonst könnten Sie mich hier garnicht versuchen, in irgendeiner Form verbal anzugehen.

      Wir kennen uns nicht privat – also woher die Wut gegenüber mir?

      Vorher stößt man sie aber noch aus der Gesellschaft aus.
      Sie müssen eine eidesstattliche Erklärung abgeben, ( Offenbarungseid) das sie auch wirklich nichts mehr besitzen.
      Danach werden ihnen die Rechte genommen an der Gesellschaft in Form eines Girokontos mit den entsprechenden Möglichkeiten des Zahlungsverkehrs teilzunehmen. Sie bekommen einen SCHUFA Eintrag.
      All so eine zusätzliche Bestrafung, oder Stigmatisierung.
      Dieses ist längst Tagesgeschehen in unserer Gesellschaft.
      Ich lese und höre hier nie darüber.

      Da stimme ich Ihnen zu, dass darüber nichts steht.
      Ich arbeite nicht bei KenFM, daher habe ich keinen Einfluss auf die Themenauswahl.

      Was ich aber für mich selber schreiben kann: ich würde, sollte es solche Themen geben, auch wieder darauf abzielen, dass sich erstmal gemeinsam organisiert wird – verständigt wird; und soll ich sagen, was ich denke, was bisher passieren wird?

      5 von 10 Kommentaren werden wieder schreiben : „ja…das System ist so schlecht..alles wird immer schlimmer“ – „es wird auf Bürgerkrieg hinauslaufen…“

      „es zählt nur das Recht des Stärkeren…die Politik hat versagt…“ etc..

      Und soll ich sagen, was ich dann wieder tun würde?

      Ich würde wieder eine Liste formulieren, wie es besser gehen kann, denn die Kopf-in-den-Sand-Steckmentalität hat noch nie irgendeine schlechte Lebenssituation besser gemacht; oder haben Sie da andere Erfahrungen machen können; wenn ja, dann bin ich auf Ihre Antwort gespannt.

      Anscheinend fühlt es sich besser an, wenn man aus Büchern zitiert, Marx und Hegel vollmundig anführt, und sich irgendwie zu den gebildeten Durchblickern zählt.

      Ich führe Marx nicht an, aber es ist einerseits gut, wenn Sie solche Dinge auch ansprechen.
      Denn mein Eindruck ist auch: es wird viel auf die Vergangenheit geschaut, statt auf die Möglichkeit, sich gemeinsam zu vernetzen; optimistischer, positiver, wagemutiger und freudiger zu sen.

      Mit gequassel ist dem leider nicht bei zu kommen. Auch mit der predigt von veganer Ernährung und Empathie mit meinen Mitkreaturen werden wir das Problem nicht aus der Welt bekommen.
      Das sehe ich ähnlich und habe ich auch schon oft hier formuliert. Könnte Ihnen eine längere Liste mit Querverweisen hier erstellen, aber ich verzichte darauf.

      Hier sollten die Menschen, die immer anprangern auch mal das Gesäß bewegen, und ein klares Statement abgeben.
      Wie gesagt, am 5.12. hätten sie Gelegenheit dazu.

      Mit freundlichen Grüßen

      Horst Beilhartz

      Die Grundintention von Ihnen ist richtig. Nur durch Beleidigungen und verbale Angriffe fühle ich mich nicht in der besonderen Stimmung mit Freude dieser Einladung Folge zu leisten – vielleicht können Sie das ja sogar nachvollziehen.

      Ihnen Alles Gute

    • Socke4612:

      Wenn Sie hier nicht gebunden sind: Wie wär`s mit einem Studium im Ausland (Sprachenstudium). Alter spielt keine Rolle.
      Krankenkassenzentrale.de:
      „Wer einmal den Status „Privatversicherter“ erlangt hat, kann nur zurück in die gesetzliche Krankenkasse, wenn er in der GKV versicherungspflichtig wird. Eine Ausnahme bilden Studenten: Hier ist der PKV-GKV-Wechsel vereinfacht, denn sie können sich nach ihrem Studium für das gesetzliche System entscheiden, auch wenn sie während ihres Studiums privat versichert waren.

    • Sehr geehrter E-B-G

      Ich bedaure, das sie sich beleidigt fühlen, nur weil ich ihren langen Monologen, die möglicherweise auch tiefschürfende Erkenntnisse enthalten, den Rücken zuwende.

      Sicher ist es nötig sich auszutauschen, aber wer gibt ihnen die Gewissheit, dass ihre Meinung von besonders tiefschürfendem Inhalt erfüllt ist.

      Es sind doch auch nur Allgemeinplätze, die sie von sich geben.
      Dafür beanspruchen sie aber besonders viel Platz.
      Platz der verloren geht, da relevante Beiträge einfach nach unten verdrängt werden.
      ( ich spreche hier aus meinem Empfinden heraus.Mag aber sein, das sie eine Fangemeinde haben, die ihnen begierig von den Lippen ließt. Das war jetzt gemein, weiß ich.)

      Das wir uns nicht persönlich kennen ist ja kein Grund, nicht auf den Umstand aufmerksam zu machen, dass konkretes Handeln mehr bewirken kann als leeres Stroh zu dreschen.

      Das irgend jemand auf einer Gerichtsverhandlung erscheint, oder gar aufsteht und das Wort ergreift, erwarte ich doch nicht ernsthaft. Das war doch lediglich ein rhetorischer Hinweis.
      Und das wissen sie auch genau.

      Ich teile lediglich mit, dass dort ein weiteres Kapitel deutscher Unrecht sprechung statt finden wird und dazu habe ich eingeladen.
      Das war mehr als Hinweis auf gelebtes Wehren gegen Staatswillkür gemeint.

      Oder müssen sie jetzt den Staat in Schutz nehmen, da sie ja meinen Fall nicht kennen, und sich kein klares Bild machen können.

      Ich schreibe hier nicht um das Gericht zu überzeugen, oder mich wichtig zu machen, sondern ich schildere eine Situation, die nicht nur mich betrifft, sondern wahrscheinlich noch tausende andere.
      Sie werden relativ wenig im Internet finden, die meine Schilderung belegen, daher meine Links.

      Wenn dieses Problem bei ihnen angekommen ist, habe ich ja mein Ziel erreicht.
      Wenn sie aber das Problem leugnen wollen, weil sie sich in ihrer Intellektuellen Ehre angegriffen fühlen, würde ich sagen ….Kindisch.

    • Hallo Tony,

      Der Hinweis ist gut gemeint, aber damit ist ein Problem nicht aus der Welt.
      Natürlich könnte ich mir die Wanderschuhe anziehen, und als Stadtmusikant nach Bremen ziehen.
      Etwas besseres als den Tod findest du Überall

      Aber eigentlich erwarte ich von einem Land wie Deutschland, das es sich nicht so schofelig gegen seine Alten verhält. Und dagegen wehre ich mich. Das sollte eigentlich das Interesse aller Menschen sein.
      Einzellösungen sind natürlich immer möglich. Aber wollen sie in einem Land leben wo plötzlich Mafia Methoden sie in die Ecke drängen.
      Ich schulde ja niemandem etwas, ganz im Gegenteil, ich zahle seit 1964 in die Sozialsysteme ein. Das dürften etliche Tausende gewesen sein. Nur von Solidarität erfahre ich hier nichts.

      Ein privates Unternehmen bekommt das Recht eingeräumt, bei mir Geld zu Pfänden.
      Alles auf Grund der Behauptung, Im alter werden die Kosten steigen, da eine Zunahme von Krankheit zu erwarten ist.

      Eigentlich ist das Gegenteil der Fall. Ältere Menschen verhalten sich weit aus vorsichtiger wie junge Menschen.

      Aber die Behauptung klingt plausibel, und wird zur Tatsache.

      Natürlich wird bei einer Minimalrente, das Krankheitsrisiko wesentlich höher.

      Dieses passiert ja genau durch die hohen Beitragssätze.
      Auch ist eine jährliche Steigerung von 4 % ( letztes Jahr 10 %) einseitig zulässig.
      Meines Erachtens ein völlig sittenwidriges verhalten.

      Auf meine Anfrage beim Paritätischen Wohlfahrtsverband bekundete man Bedauern, aber an der Gesetzeslage könne man nichts ändern.

      Ich nehme an, man will nichts ändern.

    • Hallo E-B-G,

      Leider ist mit mir gestern der Gaul durchgegangen. Nun kann ich das Geschriebene nicht zurück nehmen.Daher möchte ich mich Entschuldigen.
      Sie haben natürlich recht, wenn sie sich von mir angegriffen Fühlen.
      Anscheinend lastet der Druck auf mir doch stärker als ich dachte.. Meine persönlichen Dinge gehören nicht hier her.

      Mit freundlichen Grüßen

    • Socke4612,

      ich melde ich nochmal kurz.
      Es sind doch auch nur Allgemeinplätze, die sie von sich geben.
      Dafür beanspruchen sie aber besonders viel Platz.
      Platz der verloren geht, da relevante Beiträge einfach nach unten verdrängt werden.

      Ich hatte mich bereits abgemeldet.
      Wer bestimmt genau bei Ihrer Wahrnehmung, was relevant ist und was nicht?
      Das irgend jemand auf einer Gerichtsverhandlung erscheint, oder gar aufsteht und das Wort ergreift, erwarte ich doch nicht ernsthaft. Das war doch lediglich ein rhetorischer Hinweis.
      Und das wissen sie auch genau.

      Also wollten Sie mich einfach nur provozieren. Da scheine ich ja bei Ihnen relevanter zu sein, als gedacht.

      Oder müssen sie jetzt den Staat in Schutz nehmen, da sie ja meinen Fall nicht kennen, und sich kein klares Bild machen können.

      Ich hätte auch nur schweigen können auf Ihr, anscheinend weitgehend überflüssiges und provozierendes Geschreibe an mich.

      Überflüssig, weil Sie vieles von dem, was sie schreiben dann inhaltlich zurücknehmen möchten. Es nimmt, aus Ihrer Definition zu viel Platz weg. So haben Sie meine Aufmerksamkeit und durch ihre Art ihres Schreibens klingt regelmäßig immer wieder Kritik durch. Schon interessante Mischung, nicht wahr?

      Ich schreibe hier nicht um das Gericht zu überzeugen, oder mich wichtig zu machen, sondern ich schildere eine Situation, die nicht nur mich betrifft, sondern wahrscheinlich noch tausende andere.

      Das ist ein Allgemeinplatz – Sie können es nicht wissen. Ebenso wie Sie meine Ideen und Gedanken hier mit „zu viel Platz kritisieren“ – wissen Sie, wieviele Leute wirklich offen über alternative Gedanken denken, oder wieviele die Nachrichten lesen und sofort die Stimmung der Nachrichten übernehmen, ohne sich kritisch und bewusst für eine andere Meinung zu entscheiden?

      Sie werden relativ wenig im Internet finden, die meine Schilderung belegen, daher meine Links.

      Wenn dieses Problem bei ihnen angekommen ist, habe ich ja mein Ziel erreicht.
      Bei mir kommen mehrere Dinge an:

      – Sie meinen, ihr Thema sei viel wichtiger, als das was ich und mehrere andere Menschen schreibne.
      – Sie meinen, ich nehme zuviel Platz weg, aber schreiben mich konkret an.
      – Sie meinen, ich verwende Allgemeinplätze, nehmen für sich aber in Anspruch, dass Ihr Fall für ganz viele Menschen gelte – meine Ansichten hingegen nicht.
      – Sie wollen angeblich nur ihr Ziel erreichen, dass Ihr Problem bei mir angekommen ist, schaffen es aber nicht, mir zu antworten ohne regelmäßig kleine Sticheleien einfliessen zu lassen: „zu viel Platz – zu irrelevant – das war rhetorisch und das wissen Sie…“

      Wenn sie aber das Problem leugnen wollen, weil sie sich in ihrer Intellektuellen Ehre angegriffen fühlen, würde ich sagen ….Kindisch.

      Sie sind mir schon ein komischer Mensch.
      Schreiben: ich soll ihr Problem vollkommen verstehen, aber zuviel Platz soll ich dabei nicht einnehmen – warum schreiben Sie mich dann an?

      Verstehen Sie, was ich meine?

      Wenn ich nur ein Problem erklären will, brauche ich niemanden dafür extra anschreiben, wieder zu provozieren und in der Nachfolgeantwort weiter zu provozieren zu versuchen.

      Damit kommt nämlich nicht nur ihr thematisches Problem mit der PKV zum Vorschein, sondern auch, dass Sie mit mir , unabhängig ihres Problems ganz andere Probleme haben.

      Das können Sie sich nicht so richtig eingestehen, sondern machen immer so leichte Seitenhiebe und wundern sich, dass ich komischerweise auf diese Seitenhiebe auch eingehe.

      Ganz seltsam, nicht wahr?

      Wie dem auch sei: von mir aus bekommen Sie allen Platz auf allen Beiträgen und alle anderen Nutzer können gerne entfernt werden, damit ihr Thema relevanter wird…

      das war nur leichte Ironie, verstehen Sie? Oder war es ernst und das wissen Sie genau?

      Ne – aber mal richtig im Ernst.

      Wie wollen Sie erwarten, dass ich Sie ernst nehme, wo Sie mindestens zwei-drei Provokationen hier formulieren?

      Wenn Sie meinen, sich hier irgendwie beweisen zu müssen, oder sonstiges…vielleicht habe ich am 05.12. Zeit… und dann?

      Ändert sich dadurch ihre Einstellung zu mir?

      Wohl kaum, oder?

      Im Grunde ist dieses Geschreibe zwischen Ihnen und mir auch Teil des Themas, was ich im Forum generell lösen möchte:

      Die Kommunikation miteinander. Die Lösungssuche, die Perspektivensuche.

      In dem Moment, wo ich Jmd. nur schreibe : „Sie nehmen zuviel Platz weg….“- möchten Sie ja wohl den Dialog führen. Sonst hätten Sie schweigen und geniessen können, dass ich „weg“ bin und nun viel mehr Platz für Ihre Beiträge da ist.

      Statt Blau ist der Nickname dann übrigens „weiß“.

      Schauen Sie nochmal gleich genau hin, wenn Sie diese Antwort lesen.

      Und falls Sie ernsthaft sich austauschen möchten, überlegen Sie vielleicht vorher, ob es sinnvoll ist, Jemanden persönlich mit Provokationen zu begegen, wogleich ihr Anliegen lediglich im Bekanntmachen ihres Falles bestand, sie sich nicht wichtig machen wollten, sondern allgemein schreiben wollten…usw…

      Also das wäre so ähnlich wie: Ein Imperium greift ein anderes Land an, bombardiert das Land ein bisschen und sagt : „Wir wollten hier nur humanitäre Aufbauhilfe leisten – wir wollten uns nicht wichtig machen; aber vielleicht geht es auch anderen Ländern und deren Wirtschaft schlecht, deswegen haben wir nur ein paar Bomben geworfen… zum Kennenlernen…verstehen Sie?“

      Und ob das rhetorisch oder metaphorisch gemeint war, entscheiden Sie, Socke4612.

      Ich halte mich jetzt zurück.

      Und mache das, was ich schon vor einem Tag getan habe.

      Wenn wieder Jemand nach mir fragt, oder schreibt, sollte er sich vorher überlegen, ob er wirklich schreiben will, oder doch nur provozieren möchte, weil er die Bedeutung meiner Worte gerne niedriger sehen möchte, als die Bedeutung seiner eigenen Worte: Doppelmoral, bzw. Protomoral …

    • Socke4612 sagt:
      20. November 2017 at 07:04

      Hallo E-B-G,

      Leider ist mit mir gestern der Gaul durchgegangen. Nun kann ich das Geschriebene nicht zurück nehmen.Daher möchte ich mich Entschuldigen.
      Sie haben natürlich recht, wenn sie sich von mir angegriffen Fühlen.
      Anscheinend lastet der Druck auf mir doch stärker als ich dachte.. Meine persönlichen Dinge gehören nicht hier her.

      Mit freundlichen Grüßen

      Hallo Socke4612,

      ja das nehme ich so wahr, dass auf Ihnen ziemlicher Druck lastet.

      Das nehme auch unabhängig davon wahr, ob Sie davon jetzt geschrieben haben oder nicht.

      Kann ich nachvollziehen.

      Vieles hätte auch per privater Nachricht geklärt werden können.

      Wenn Sie etwas entspannter schreiben, vielleicht finden sich tatsächlich einige Begleiter und Zaungäste ein, die an dem Termin Sie begleiten möchten oder die Rechtslage studieren/ kritisieren wollen.

      Ich werde mich aber wieder abmelden.

      Auch wenn ich mir vorstellen kann, dass die Ideen von mir, sich über gemeinsame Vernetzungen austauschen zu wollen, Sie persönlich in dieser Situation gerade enorm triggern können, weil Sie gerade Hilfe brauchen und Unterstützung brauchen.

      Im Grunde sind Sie einer der besten Beispiele innerhalb der Gesellschaft, der sich hier öffentlich meldet, was emotional passiert, wenn Menschen einfach ihren Alltag leben – nicht nach rechts oder links schauen – unsolidarisch sind…und einfach über die Politik oder die Ungerechtigkeit ablästern. Das hilft keinem weiter…

      Ganz genau so sehe ich das auch.

      Und das Sie mich angegriffen haben, erklärt sich für mich daraus, dass ich genau die Themen der Solidarität und Vernetzung in meinen Beiträgen anschreibe, wo es zum Teil Resonanzen gibt, die nicht immer für jeden deutlich sind.

      Mir wird jedenfalls bewusst, dass es schon einen Sinn macht, immer wieder die Alternativen aufzuzeigen, die es gedanklich bei womöglich sämtlichen Dingen gibt.

      Denn „denke nicht an einen rosaroten Elefanten“ hilft niemanden weiter, wenn er nicht auch eine Alternative wie „eine weiße Maus“ z.B. denken kann.

      Und so wie es manchen Menschen beim Lesen von Ernst Wolff’S Beiträgen oder anderen Autoren evtl. geht, die dann das Negative herausfiltern, aber nicht eine Alternative als Kommentar schreiben, sondern : „jau..alles wird immer schleschter. Ich wusste es! Marx wusste es!….usw..“

      Dann wird nur auf dem Pfad des Negativen herumgeritten – und der ist ganz vielen Menschen durch jahrzehntelange Kopfbearbeitung durch Massenmedien stark eingehämmert worden.

      Das es aber auch positive Ansichten, neben all dem negativen Mist an Nachrichteninhalten gibt, möchte ich immer wieder aufzeigen.

      Das, was viele Massenmedien berichten, das was einige Autoren hier berichten; ist ein Auszug aus der Realität – nicht das komplette Bild.

      Nur ein Teilaspekt.

      An den Reaktionen vieler Menschen sehe ich aber, dass diese Menschen den Teilaspekt annehmen.

      So wie ich bei Positionen 12 auch das Zitat brachte aus der Trumanshow von Christoph:“ Wir akzeptieren die Welt, die uns dargeboten wird. So einfach ist das.“

      Und darum geht es mir. Es geht nicht darum, etwas negatives hoch zu halten und sich an dem Negativen unendlich zu ergötzen, Bücher, Autorenbeiträge, Massenmanipulation, Ängste und Bitcoin damit zu verkaufen, sondern:

      es geht für mich darum, Lösungen in der Wahrnehmung, Alternativen im Denken mehreren Menschen immer wieder bewusst zu machen.

      Wenn jetzt einige schreiben : „was für ein Spinner- sein Weltbild hinkt ja total…ich weiß es besser als er, aber ich führe keine Argumente ins Feld, weil dann mein Weltbild offenkundig würde…etc..“

      Dann ist es deren Meinung.

      Ich beanspruche nicht, die Wahrheit zu wissen. Ich meine nur, es gibt mehr als medialer Müll dort draussen zu berichten und auch in den Köpfen der Menschen. Es gibt auch Ansätze, wie etwas gemeinsam geschaffen werden kann.

      Ich würde mich freuen, wenn einige Menschen Sie aus der Umgebung von München am 05.12.2017 begleiten könnten, Herr Beilharz.

      Einen schönen Gruß

      E-b-G

    • Socke4612:

      Schreiben Sie an Karl Lauterbach. Er ist sehr engagiert. Will die Bürgerversicherung. Meine Einschätzung: Er wird Sie nicht nur mit „der Rechtslage“ abspeisen. Ich hoffe, ich liege da richtig.

      Viel Glück!

      PS:
      Ich bin nicht der Meinung, daß ein „persönlicher“ Ruf nach Solidarität hier nicht hingehört.

  3. In Wirklichkeit hält der Millionär genauso viel wie der Bettler in Händen: nichts. Bedrucktes Papier, dass allein durch einen schwarzmagischen Trick seinen vermeintlichen Wert erhält. Genauso wie jede andere Art von ‘Eigentum’.
    In Wahrheit hat niemals irgendjemandem irgendetwas gehört. Alles Eigentum ist Diebstahl. Raub an der Wahrheit. Verrat am wahren Selbst. Egoische Kontraktion ins Dämonische. Das ist die Wurzel allen Unrechts.

    • @Elfin: Ich denke, ich kann Sie sehr gut verstehen mit Ihrer Kritik an unseren Eigentumsvorstellungen (Sie haben also Recht, wir stellen unsere Besitz- bzw. Eigentumsverhältnisse nur vor; sie sind tatsächlich nur ein gesellschaftliches Konstrukt). Geld hat aber durchaus auch Gutes an sich, denn – viel leichter als alle anderen Güter – läßt es sich dorthin transportieren, wo es (WIRKLICH!!!) auch gebraucht wird, um beispielsweise dringend gebrauchte Güter anzuschaffen (z. B. Wasserpumpen in bestimmten Regionen Afrikas u. vieles wirklich Sinnvolles mehr). Entscheidend ist wohl der Wert, den wir dem Geld beimessen, sowie – noch weitaus wichtiger – welche sonstigen Werte für uns – von vorrangiger Bedeutung sind! – Achtsamkeit, Ehrlichkeit und Fairneß ALLEN ANDEREN und auch DER UMWELT gegenüber sollten für uns an erster Stelle stehen, Geld hingegen sollte uns -ebenso wie das Blut in unserem Körper – als Transportmittel gelten, das ALLE unsere Körperregionen mit den wichtigen Nährstoffen versorgt, die wir zum Leben brauchen. – Eigensüchtiger Geldstau bzw. geballte Machtkonzentration zu Privatzwecken an irgendeiner Stelle sind daher unbedingt zu vermeiden! – Ein den eigenen natürlichen Bedürfnissen entsprechendes Häuschen, eine eintsprechende Eigentumswohnung, ein entsprechender Garten, eine Brille oder eine Zahnbürste etc. zu besitzen, würde ich jedoch nicht als Diebstahl, sondern als als durchaus angemessenen vorübergehenden Besitz bezeichen, und auch ein ALLEN BETEILIGTEN gegenüber wirklich ehrlich und fair handelnder Unternehmer wäre in meinen Augen kein Dieb, sondern vielmehr ein Mensch, der seine besonderen erfinderischen oder organisatorischen Fähigkeiten auch zum Wohle aller Anderen einsetzt und dagegen ist nun meiner Ansicht nach wirklich nichts einzuwenden. – Jeder von uns – ist nicht mehr, aber auch nicht weniger – als ein vorübergehender Gast auf Erden, und wir sollten daher ALLE gleiches Gastrecht genießen, uns aber auch wie Gäste (und nicht wie bisher so oft als „absoiute Herrscher“) zu benehmen wissen!

    • @ Imago

      Etwas das nicht existiert, beispielsweise Geld, kann auch _nicht_ notwendig sein.

      Geld ist nur der Ausdruck eurer Moral, der _herrschenden_ Moral.

      Deshalb die Fragen:
      Gibt es eine Moral, die nicht verlogen ist?
      Gibt es eine einzig wahre Wahrheit?

    • @ Imago,

      ihr Wasserpumpenbsp. hinkt ein wenig. Denn laut ihrem Bsp. sind es Wasserpumpen die benötigt werden und nicht Geld und ob Geld leicht transportierbar ist, spielt dann auch keine Rolle, denn die Wasserpumpen müssen trotzdem zusätzlich dorthin.
      Also können sie sich schlußfolgernd den ganzen Zwischenschritt sparen.

      Ähnliches meinte Herr Pispers, als er sich einst über das Märchen „lassen sie ihr Geld für sich arbeiten“ äußerte: „haben sie mal einem fünfzig Euro Schein eine Schippe in die Hand gedrückt?“

      Geld ist das heimtückischste Fantasiegebilde um Menschen zu Knechten zu machen. Ein grenzenloses Konstrukt, für grenzenlose Machtgelüste. Es zwingt den Hals der Armen in,s Eisen und legt die Hand der Reichen an die Hebel.

      Für diesen Gedankendreck können sie fast jegliches, reale oder moralische Gut erwerben und dann als ihr Eigentum betrachten.

    • Geld = Mammon = Sohn des Teufels = Widersacher Gottes !!!

      Mich irritieren deshalb Gleichnisse aus der Bibel (Wort Gottes) in denen Geld nicht verdammt wird, sondern im Gegenteil einen positiven Aspekt zugeschrieben bekommt.

      Zum Beispiel:
      Das Gleichniss von den anvertrauten Talenten in Matthäus 25, 14-30.
      Daraus auch folgende Passage:
      „Dann hättest du mein Geld zu den Wechslern bringen sollen, und wenn ich gekommen wäre, hätte ich das Meine wiederbekommen mit Zinsen.“

      Genau diese Passage aber gibt dem Geld(system) sogar so etwas wie eine göttliche Legitimation – mir absolut unerklärlich.
      Das ist etwas was ich par tout nicht verstehe bzw. in Einklang mit der sonstigen Ansicht in der Bibel über Geld bringe (z.B. Reichtum und Nadelöhr).

      Mein Verdacht, dass hier nicht das Wort Gottes geschrieben steht, sondern ein anderer seine Finger im Spiel hat.

    • Ichlebe:

      „Eines der glänzendsten Beispiele des Lebens und des Sinnes einer Persönlichkeit , das uns die Geschichte aufbewahrt hat, ist das Leben Christi. Dem römischen Cäsarenwahn…entstand eine Gegenspieler im Christentum, das…die einzige Religion war, die von den Römern wirklich verfolgt wurde. Der Gegensatz zeigte sich, wo immer Cäsarenkult und Christentum aufeinanderprallten. Wie wir…aus den Andeutungen der Evangelien über den seelischen Werdegang der Persönlichkeit Christi wissen, spielte dieser Gegensatz auch in der Seele des Stifters der christlichen Religion die ausschlaggebende Rolle. Die Versuchungsgeschichte zeigt uns deutlich, mit was für einer psychischen Macht Jesus zusammengestoßen ist: es wer der Machtteufel der zeitgenössischen Psychologie, die ihn in der Wüste in ernstliche Versuchung führte. Dieser Teufel war das Objektiv-Physische, welches alle Völker des römischen Imperiums in seinem Bann hielt; darum versprach er Jesus alle Reiche der Erde, wie wenn er ihn zum Cäsaren hätte machen wollen. Der inneren Stimme, seiner Bestimmung und Berufung folgend, hat Jesus sich dem Anfall des imperialistischen Wahnes, der alle erfüllte – Sieger und Besiegte – freiwillig ausgesetzt. Damit erkannte er die Natur des Objektiv-Psychischen, das alle Welt in einen leidensvollen Zustand versetzte….Diesen seelischen Anfall, den er bewußt auf sich wirken ließ, unterdrückte er nicht und ließ sich auch von ihm nicht unterdrücken, sondern er assimilierte ihn. Und so wurde aus dem weltbeherrschenden Cäsaren ein geistiges Königtum und aus dem Imperium Romanum ein universales, unweltliches Gottesreich. Wo das gesamte jüdische Volk als Messias einen ebenso imperialistischen wie politisch tatkräftigen Helden erwartete, hat Christus die messianische Bestimmung weniger für seine Nation als für die römische Welt erfüllt und die Menschheit auf die alte Wahrheit hingewiesen, daß, wo Macht herrscht, keine Liebe ist, und wo Liebe herrscht, keine Macht gilt. Die Religion der Liebe war der genaue psychologische Gegensatz zur römischen Machtteufelei…
      …Die Deifikation Jesu sowohl wie Buddhas verwundert nicht, beweist aber schlagend die ungeheure Wertschätzung, welche die Menschheit diesen Helden und damit dem Ideal der Persönlichkeitswerdung entgegenbringt.“

      Aus C.G. Jung, Mensch und Kultur, Vom Werden der Persönlichkeit.

      Im Buddhismus: Samsara und die Zwölf Glieder des abhängigen Entstehens.

    • So sieht es aus. Und daran wird sich auch nichts ändern, wenn es eben keine Revolution gibt. Ich jedenfalls fürchte mich nicht vor ihr, ich hoffe auf sie. Denn so wie es ist, kann es nicht weitergehen.

    • Aber sowas von..Ja, Karl Marx ist was das angeht, all den ‚Möchtergern-Öknonomen‘ soweit voraus gewesen, es erstaunt mich immr wieder, wie präzise er dies erkannt und formuliert hat.
      Allerdings haben die Hayek-Leute Marx studiert und lassen nichts aus, um den ökonomichen GAU medial und psychologisch zu verschleiern.
      Wir werden Menschen-auch in Deutschland- verhungern sehen, eine andere Richtung ist in diesem System, ökonomisch, nicht mehr möglich.
      Sämtliche Korrekturen und Kosmetik werden nichts helfen, die Dynamiken der Ökonomie und ihre von Marx erkannten Gesetze im Kapitalismus, folgrn nunmal keinen menschlichen Wunschvorstellungen.
      Leider ist es x-mal gesagt und drauf hingewiesen und als Dank kam Hohn und Spott..ihr immer mit eurem Marx, dass war vor 100Jahren..tja nö, es ist HEUTE.

    • Wir werden Menschen-auch in Deutschland- verhungern sehen, eine andere Richtung ist in diesem System, ökonomisch, nicht mehr möglich.
      Sämtliche Korrekturen und Kosmetik werden nichts helfen, die Dynamiken der Ökonomie und ihre von Marx erkannten Gesetze im Kapitalismus, folgrn nunmal keinen menschlichen Wunschvorstellungen.
      Leider ist es x-mal gesagt und drauf hingewiesen und als Dank kam Hohn und Spott..ihr immer mit eurem Marx, dass war vor 100Jahren..tja nö, es ist HEUTE.

      Ich bin nicht so drinnen in diesem Thema, wie Sie es vermutlich sind.

      Es lässt sich immer zu politischen Themen etwas in der Art schreiben :

      – „es herrscht gerade schon Krieg auf der Welt – warum dann noch für Frieden sein?“

      – “ Wir werden in Deutschland Menschen verhungern sehen – warum noch positive Lösungen suchen? Der Drops ist bereits gelutscht“

      – “ Es gibt viele Karrieristen in der Politik, die für Geld alles tun würden – warum noch nach alternativen suchen?“

      -“ Die Preisverleihung an Herrn Jebsen wurde demontiert – warum als noch Protest äußern und Beschwerden schreiben? Alles ist schon vorherbestimmt…“

      Usw. usw…

      – diese Gedankenstränge kommen mir in den Sinn, wenn ich genau solche Inhalte lese wie „Wir werden Menschen in Deutschland verhungern sehen…“

      Dann sehen wir schön hin und ergießen uns gegenseitig ein Wohlfühlbad der Ohnmächtigkeit?

      Wirklich?

      Nein. Wenn die Situationen so sind, wie Sie andeuten, dann sollte dieses diskutiert werden.

      Aber nicht auf der Grundlage : „alles ist so konzipiert…wir müssen die Struktur und das Leid akzeptieren lernen – Menschen werden in Deutschland regelmäßig verhungern und aussterben – und es wird zukünftig 600 Millionäre mehr in Deutschland geben…aber schauen wir uns ruhig die Verhungernden an; es wird uns ‚gut‘ tun…“

      Sondern auf der Grundlage:
      die Situation ist von den Vorbedingungen so:
      1. Wirtschaftlicher Zusammenhang von Credit Suisse zu Deutschlands Bankensystem und Relevanz
      2. Welche Entscheidungswege haben konkreten Einfluss
      3. Welche Fehlentscheidungen sind aktuell getroffen worden.
      4. Wer hat konkrete Fehlentscheidungen getroffen?
      5. Wie lässt sich Einfluss und Druck auf die Entscheider ausüben?
      6. Wann wird dieser Druck ausgeübt?
      7. Wer übt wie diesen Druck aus?
      8. Welche Perspektiven entstehen, wenn der ausgeübte Druck erfolgreich ist?
      9 Welche Maßnahmen sind dabei wichtig, um dies festzustellen?

      usw. usw…

      – also es entsteht eine 100% ganz andere Diskussions- und Lösungskultur, wenn sich auf das Handeln, auf die Möglichkeiten von Lösungen und Veränderungen konzentriert wird, als ständig darauf zu fokussieren, dass schlaue Menschen schon immer das Negative gesehen haben…

      Marx ist schon tot – es leben die Menschen jetzt, die jetzt etwas verändern können und könnten.

      Es geht um die Menschen, die jetzt ihre Gehirne vernetzen könnten und nach Lösungen gemeinsam suchen möchten.

      Wir können aber auch so tun, als seien wir alle unwissend, schwach und ohnmächtig und warten geduldig auf den Crash und schauen mal, wer von uns allen finanzielle Einbußen erfahren wird und wer am Hungertuch nagen und wir verhungern darf bzw. muss…

      Das geht auch.

      Ist immer die Frage, was jeder Mensch individuell als Verhalten, Handlung und Glaubensgedanken bevorzugen mag.

  4. Guter Beitrag, Herr Wolff, gefällt mir.

    Wir werden also auf absehbare Zeit mit einer Politik weiterleben, die die soziale Ungleichheit auf immer neue Rekordwerte treibt und uns damit – so lange die Mehrheit der Menschen sich nicht erfolgreich dagegen wehrt – offenen Auges in ein Zeitalter von Bürgerkriegen und Revolutionen führt.

    Darauf wird es wohl hinaus laufen, auf bürgerkriegsähnliche Zustände.

    Das ist ja scheinbar gewünscht, wenn ich mir die Berichterstattungen oder das Verhalten von Politikern anschaue.

    Ich kann nicht für alle Abgeordneten sprechen, da sind sicher auch welche mit guten Absichten dabei.

    Aber Politiker wie Herrn Lederer zähle ich zu den Politikern, die in den Jahren 2000 – 2008 sicher auch mit der Bankenkrise verdient haben könnten.

    Denn was ein Politiker regelmäßig als scheinbar glaubwürdige Aussagen macht und was davon die Realität ist, bestimmt auf längere Sicht sein Handeln.

    Die Frage, was sich verändern soll, sollte gestellt werden dürfen und müssen von den Menschen, die mit den Auswirkungen politischen Handelns konfrontiert werden.

    Und in erster Linie sind es die Bürgerinnen und Bürger eines Landes.
    Nicht die Politiker selbst, denn die sind selten durch Diäten und Boni und größere Taschengelder von der Industrie so deart versorgt, dass es denen schwerfallen dürfte, mit den von Ihnen gestrickten und verabschiedeten Gesetzen selbst noch in Berührung kommen zu müssen.

    Die Frage, die gestellt werden sollte, von jedem einzelnen Menschen, der eine bessere und andere Welt haben möchte:

    Welche Stellschrauben müssten verändert werden, innerhalb der Gesellschaft und innerhalb der Politik?

    Wer nimmt dort Einfluss auf wen und wie ist Einfluss meßbar und steigerbar?

    Also in erster Linie fällt mir da sicher der Posten des Finanzministers ein, der mit Wirtschaft und Politik gut vernetzt sein sollte.

    Dann die Frage: welche Veränderungen sollte der Finanzminister in die Wege leiten(?), denn er soll auch als Politiker / Volksvertreter und Staatsdiener die Interessen des Volkes repräsentieren.

    Verarmung kann mit großer Wahrscheinlichkeit wohl als Volksinteresse ausgeschlossen werden.

    Diese Fragen, wer mit wem vernetzt ist, die sollte es als Diskurs innerhalb von Autorenbeiträgen geben, innerhalb von Kommentaren geben und innerhalb des Bewusstseins der Menschen geben, die still mitlesen und mitdenken wollen.

    Wenn die Fragen der Vernetzung geklärt sind, kann die Frage der gezielten Einflussnahme gestellt werden.

    Auch das kann in einem Diskurs erfolgen.

    Wenn öffentliche Diskussionen immer mehr den Charakter einer zielorientierten Analyse und Handlungsbereitschaft bekommen, merkt die Politik als Abstraktum, dass ihre Funktion der Repräsentanz nachgebessert werden muss, sollte die Politik als Abstraktum weiterhin die Interessen der Wähler repräsentieren wollen.

    Anderenfalls läuft es gemächlich in Richtung Bürgerkrieg.

    Und es ist nicht so, dass ich Gewalt in irgendeiner Form befürworte.

    „Wer nicht hören will,….“ : den Satz dürften die meisten Generationen kennen.

    Es steuert darauf zu.

    Da das Empörungsmanagement zunehmend versagt und sich immer mehr Menschen aufmachen, zu Empörungshaltung.

    Es wird sich solidarisiert.

    Nur weil manche Politiker vielleicht glauben, sie sind bestens geschützt durch die Exekutive; heisst es nicht, dass dies die Realität ist.

    Polizeiberichte über Unterwanderung durch Clans zeigen Merkels Ausspruch : „Wir schaffen das!“ – auf eine andere Weise.

    Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es eskaliert, wenn keiner der Volksvertreter und Staatsdiener sich seinem Gewissen verpflichtet fühlt; mit anderen Politikern im Sinne des Volkes für die Interessen des Volkes Sorge zu tragen und den geleisteten Eid zu befolgen. Aber vielleicht gibt es auch da Spekulanten mit Wetten, Waffendeals und Philanthropen wie George Soros, die ganz sicher das Beste für die Bevölkerungen diverser Länder wollen, indem sie gezielt für die offene Migration ohne Grenzen sind.

    Warten wir es ab – seien wir bewusst und schauen wir nach positiven Lösungen – solange es möglich ist.

    p.s.: Ihr Engagement bei „Fassaden-Demokratie und Tiefer Staat“ – Buchdiskussion mit Ullrich Mies und Ernst Wolff fand ich super.

    • Gibt es Franz Maria Arwee mit längeren Antwortungen und Begründungen?

      Ich verweise gerne auf meine Verlinkungen zu Peter Pan, FMA – bereits in der Tagesdosis vom 17.11.:
      https://kenfm.de/tagesdosis-17-11-2017-klaus-lederers-angst-vor-ken-jebsen/#comment-127216

      Da ist alles gesagt. Aber FMA macht in seinem Spalt-stil weiter – vielleicht funzt der Stempfle-PPV-Ansatz ja doch noch irgendwann, Herr Waldner.

  5. Nützen eigentlich die immer wiederkehrenden gleich hohen Empörungswogen über all die Ungerechtigkeiten Im Geselllschaftssystem noch etwas, während der Planet in seinen Grundfesten „getestet“ und von oben ständig mit Nanogiften berieselt wird? Sollte man sich nicht in erster Linie oder mindestens AUCH GENAUSO um die Gesundheit des Planeten kümmern?

    • Ich finde die Frage des Nutzen von Empörungswogen gut von Ihnen.

      Weil diese Frage offen lässt, ob es noch mehr als Empörungswillen bei den menschlichen Rezipienten von Herrn Wolffs Beitrag gibt.

      Langsam wird manchen Autoren bewusst, dass die inhaltliche Vorgabe, also das, was die Autoren an Tagesdosisbeiträgen und auch generell an Kontexten verfassen, Resonanzen erzeugt.

      Das ist ein positives Zeichen.
      Denn wenn ein Mensch, der journalistische Arbeit macht, weiß, dass seine Gedanken von den Lesern „nachempfunden“ werden beim Lesen, kann er sich überlegen, ob er lieber einen Thriller, einen utopischen Roman, oder einen Bericht von der Machart her schreiben möchte.

      Herr Wolff schreibt gerne Thriller.

      Nicht alle Menschen können diese Metapher wahrscheinlich verstehen.
      Gemeint ist: wenn ich Beiträge in der Art verfasse, dass als Botschaft beim Leser hängen bleiben soll : „alles wird immer schlimmer, wenn wir nichts tun“, dann verfasse ich eine Aufzählung negativer Ereignisse und schreibe am Schluß : „Alles wird immer schlimmer, wenn wir nichts tun.“

      Was löst bei den Menschen aus?

      Evtl. Sorge oder Panik.

      Je nach Gemütszustand und Verfassung.

      Vielleicht aber auch ganz andere Dinge, wenn die Menschen schon bei dem Bewusstseinsstadium angelangt sind, dass sie sich im klaren sind, dass geschriebene Worte von Ihnen erst inhaltlich und emotional nachempfunden werden müssen, bevor eine Verhaltensreaktion von Ihnen möglich ist.

      Und meine These hierbei ist: es gibt auch einige Menschen, die sich emotional von einer sehr negativen Sichtweise gefangen nehmen lassen und dann auch auf keine konkreteren Lösungsgedanken und Überlegungen kommen können.

      Eben weil ihr eigenes Bewusstsein noch aktuell dort ist, wo sie die geschriebenen Worte von z.B. Herrn Wolff nachempfinden müssen, bevor sie eigene Worte dazu äußern.

      Und dann kommt oft die Reaktion: „ja : alles ist so schlecht – alles wird immer schlechter. Wir sind alle ohnmächtig usw. usw..“

      Ich wiederhole nochmal meine Zeilen von Position 12:
      1. Was brauchen wir, um eine Dystopie zu gelangen?

      – Ein Bildungssystem, was die Einzelpersonen höher stellt, als die Gemeinschaft
      – Ein Studiensystem, was das Fachwissen gezielt schult, ohne weitere Themen zu behandeln
      – Eine Unterhaltungsindustrie, die auf den Genuss des Einzelnen abzielt
      – Eine Digitalisierung, die das Verhalten des einzelnen Menschen analysiert
      – Einen einheitlichen Glauben an die eigene Ohnmacht bei allen Menschen
      – Eine hauptsächlich negativ fokussierte Perspektive und Diskussionskultur
      – Ein gezielt implementiertes Empörungsmanagement

      2. Welche Sichtweisen brauchen wir, um in eine Utopie zu gelangen?

      – Das Bewusstsein, mit allen Menschen verbunden zu sein
      – Die Erkenntnis, das kleinste Handlungen Wechselwirkungen auf der Welt erzeugen
      – Mehrere Diskussionen, die als Gemeinschaftsprojekt verstanden, umgesetzt und fortgeführt werden
      – Eine weltweite Gesellschaft, die sich gegenseitig bewusst ist
      – Ein Interesse für Zusammenhänge auf der Welt, mit dem Fokus auf mehr soziale Gleichheit
      – Gegenseitige Einladungen und Ermutigungen, für eine gemeinsame Sache aktiv zu werden
      – Ein psychologisches Bewusstsein und eine Diskussion über materiellem und immateriellem Besitz
      – Die Bereitschaft, sich gegenseitig zu organisieren und in Aktion zu treten
      – Die Bereitschaft zunächst mehrfach öffentlich, die neoliberalen Sollbruchstellen zu benennen, bevor weitere Schritte überlegt werden.
      – Das Bewusstsein, dass eine menschliche Übermacht immer möglich ist, wenn Leute sich dem Resonanzgesetz bewusst werden.
      – Die Fähigkeit, das Potenzial in Gesellschaften von Menschen zu sehen, statt auf die Strukturen der Politik zu schimpfen und somit einzelne Menschen als Verantwortliche zu suchen
      – sich selbst als Selbstverantwortlich erklären.
      – Eine positive Vision für eine soziale Gesellschaft entwerfen und deren Umsetzung verfolgen.

      Und ich finde, solche Gedanken sollte sich jeder Mensch ab und zu machen, um zu schauen: wo stehe ich selber gerade?

      Demotiviere oder motiviere ich mich und mein Umfeld?
      Schreibe ich gerade hoffnungsvolle oder hoffnungslose Beiträge?

      Das kann für Autoren wie Kommentarschreiber genauso gelten.
      Bewusstsein ist für alle möglich.

    • Es gibt kein Rezept und kein Medikament, sowenig wie es eine Heilung für Planeten gibt.

      Es ist bereits euer Weltbild, das massiv hinkt.

    • Wenn ich mir vor dem Niederschreiben meines Kommentars überlege, ob ich jetzt damit Hoffnung oder Hoffnungslosigkeit verbreite, dann laufe ich umso mehr Gefahr, nicht mehr direkt und gradlinig aus meinem Herzen heraus zu schreiben. Und letzteres ist eigentlich immer mein Ziel, wenn ich hier schreibe. Ich schreibe nämlich nicht nur für die anderen, sondern genauso für mich selbst. Und wenn ich nun zugunsten einer vielleicht gesellschaftspolitisch gerade angesagten Verhaltensweise meine Kommentare immer schön fleissig mit Hoffnungsaspekten impfe, die ich so vielleicht gar nicht empfinde(hab ich wahrscheinlich sogar schon gemacht), dann ist dies nicht mehr eine reine, lehrreiche Selbstreflexion. Um mir und jedem anderen die grösst mögliche Option auf das Herausfinden „der Wahrheit“ zu lassen, ist es m.E. am besten, ich schreib so spontan wie möglich, ohne mir zu lange Gedanken zu machen, wie das auf andere wirkt.

  6. Es ist doch nicht der niedrige Leitzins der Zentralbank, welcher die Spekulation anheizt. Niedrige Zinsen sind ein Segen für die meisten Menschen. Warum nur schlagen quasi alle deutschen Ökonomen auf die Zentralbank ein ? Ich fürchte, dass auch Herr Wolff immer noch nicht verstanden hat, wie unser Geld- und Banksystem funktioniert.

    • Niedrige Zinsen sind doch für die meisten Menschen ein Segen,
      .
      Das mag stimmen, wenn es nicht gleichzeitig eine Inflation gäbe.

      Da muß man schon sehr blind sein, um die zu übersehen.

      Oder ernähren sie sich von ihrem Händyvertrag.

  7. Man muß sich fragen, warum veröffentlicht die Credit Suisse diese Zahlen.
    Es ist doch klar das diese Zahlen interpretiert werden. Oder ist die Credit Suisse wirklich so naiv, zu glauben, dass der ach so dumme Mainstream gläubige Bürger sein eigenes Portomonai nicht kennt.
    Aber möglich ist ja auch das man angesichts dieser Zahlen, den Ansporn setzen will, nun streng dich mal an, sonst gehörst du nicht zum Durchschnitt.

    • Das frage ich mich schon lange (nichtmehr). Warum sagt Karl Rove, einer der höchsten Politikberater von George W. Bush 2004 solche Sätze:
      „Wir [die USA] sind jetzt ein Imperium, und wir schaffen uns unsere eigene Realität. Wir sind die Akteure der Geschichte, und Ihnen, Ihnen allen bleibt nichts, als die Realität zu studieren, die wir geschaffen haben.“

      Wie geht sowas? Antwort: Weil das Volk eh zu doof ist? Man berichtet einfach nicht weiter drüber, und zwei Tage später haben es alle vergessen, weil Paris Hiltons Hund gerade Keuchhusten hat und Sarah Lombardi ein neues Mega-Tattoo…

    • Menschen, die glauben, Nicht-Existentes wäre lebensnotwendig, sind bereits verblödet.

    • Warum nennen Menschen die mathematisch-NATURwissenschaftliche Methode nicht mathematisch-GEISTESwissenschaftliche Methode?

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