Tagesdosis 19.11.2018 – Politiker fordern Arbeitszwang für Wirtschaftswachstum

Ein Kommentar von Susan Bonath.

Laut Grundgesetz darf jeder seinen Beruf und Arbeitsplatz frei wählen. Zwangsarbeit ist verboten, heißt es dort. Für Hartz-IV-Bezieher gilt das nicht. Lehnen sie ein Arbeitsangebot ab, dürfen Jobcenter ihnen die als Existenzminimum deklarierte Hilfe bis auf null kürzen. Mieseste Arbeitsbedingungen und niedrigste Löhne müssen sie hinnehmen. 14 Jahre nach Einführung dieses Sanktionsregimes – fast jeder vierte Bundesbürger war inzwischen mindestens einmal davon betroffen – blicken die Grünen selbstkritisch zurück. Parteichef Robert Habeck wirbt für eine „Rückkehr zur Menschenwürde“ mit einer sanktionsfreien „Garantiesicherung ohne Arbeitszwang“ – und ohne vorherige Enteignung angesparter Kleinvermögen.

Hoppla: Enteignung? Arbeitszwang? Genau, alles was Antragsteller über einen Betrag von 150 Euro pro Lebensjahr hinaus besitzen, müssen sie zuerst zu Geld machen und auf Sozialhilfeniveau aufessen, um überhaupt Hilfe zu erhalten. Zur Arbeit werden Menschen heute nicht mehr mit Kette, Peitsche und Gewehrläufen getrieben. Wer allerdings schon einmal vom Entzug seiner Existenzmittel bedroht war, weiß genau, wie der Zwang heute funktioniert. CDU, CSU, FDP, AfD und SPD halten daran vehement fest.

Ein Ende des Arbeitszwangs sei „völlig falsch“, tat CSU-Generalsekretär Markus Blume gegenüber der Passauer Neuen Presse unumwunden kund. Denn ohne die Sanktionspeitsche sei, wie er sagte, „das seit Jahren anhaltende Wirtschaftswachstum gefährdet“. Aha.

Man dürfe Hartz IV nicht abschaffen, sondern müsse „darüber nachdenken, die Menschen da heraus zu bekommen“, und zwar in Arbeit, hieß es auch aus der CDU-Spitze. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Johannes Vogel will „keinesfalls Geld ausgeben, um das Prinzip Fördern und Fordern abzuschaffen“.

SPD-Vize Ralf Stegner warf sodann alle Diskussionen seiner Partei in jüngster Vergangenheit zu einer möglichen „Abkehr von Hartz IV“ über den Haufen: „Wer arbeiten kann, muss auch arbeiten“, sagte er gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die AfD äußerte sich aktuell dazu nicht. Doch in zahlreichen Bundestagsdebatten sprach sie sich immer wieder vehement für die Hungerstrafen gegen ungehorsame Leistungsbezieher aus. In ihrem Parteiprogramm ist von gemeinnütziger Arbeit die Rede.

Schaut man in die Kommentarspalten, wird klar: Viele oft vermutlich selbst lohnabhängige Leser befürworten das. Na klar, es ist ungerecht: Man selbst steht früh auf, schuftet, füttert mit seiner Lohnsteuer „Faulenzer“ durch. Und überhaupt, wer soll das alles bezahlen?, so der Jammerruf. Innerhalb der Funktionslogik des Kapitalismus sind die Gedanken nicht einmal ganz falsch. Doch zeugen sie zugleich von der Unfähigkeit, die Menschen verachtende Irrationalität des Systems zu erkennen und über sie hinaus zu denken.

Die Politik aller Couleur propagiert tagein, tagaus diesen Widersinn. Danach gibt es ein Verbrechen im Kapitalismus, das schlimmer ist, als Mord: Das Faulheits-Verbrechen. Wer kein als Kapital verwertbares Vermögen besitzt und sich erdreistet, nicht zu jedem Preis zu knechten, darf, anders als jeder Mörder im Gefängnis, dem Hunger- und Erfrierungstod ohne Gnade preisgegeben werden. Obwohl die Überproduktion wächst, obwohl täglich Massen an Waren vernichtet werden, obwohl ein großer Teil der Arbeitsplätze alles andere als der Menschheit dienlich ist. Wozu sind Jobs zum Beispiel in der Rüstungsindustrie, der Werbe- und Finanzbranche, in Beraterfirmen und diversen Behörden denn tatsächlich gut?

Die Antwort liegt im System: Um Profit zu generieren für jene, die im Besitz der Produktionsmittel sind und zugleich, um dem Staat als deren Manager zu seinem Anteil zu verhelfen. So kommt es zu einem absurdem Szenario: Während die Technologie Arbeit überflüssig macht, giert die Wirtschaft nach immer mehr davon. Denn ohne Arbeit kein Profit. Forderungen nach weiterer Erhöhung des Renteneintrittsalters, Niedriglohn, Arbeitszwang, begleitet von Rufen nach exponentiellem Wirtschaftswachstum trotz massenhafter Warenvernichtung, die den Preisverfall bremsen soll, sind die Folgen.

Um es einmal auf den Punkt zu bringen: Eine relativ kleine vermögende Gruppe lebt davon, Profit von fremder Arbeitskraft abzuschöpfen. Wird weniger davon gebraucht, muss die Wirtschaft wachsen. Sinkt die Zahl der Lohnarbeiter dennoch, wird deren Ausbeutung verschärft. Immer mehr Menschen verlieren ihre Kaufkraft, werden überflüssig und zum Kostenfaktor für das Kapital. Nach kapitalistischer Logik müsste die Politik nun für die Vernichtung überflüssiger Lohnabhängiger sorgen.

Wir erleben derzeit einen rasanten Anstieg dieser Überflüssigen ohne Kaufkraft. Sie fliehen zum Beispiel aus Afrika und dem nahen Osten Vor Armut und Krieg. Man diskutiert heute tatsächlich darüber, ob man sie mit Kind und Kegel im Mittelmeer ersaufen lässt oder alternativ in libysche Lager steckt, denen sogar das Auswärtige Amt „KZ-ähnliche Zustände“ bescheinigt, in denen „systematisch gefoltert, vergewaltigt und exekutiert“ werde. Videoaufnahmen von libyschen Sklavenmärkten gingen durch die Medien. Man bastelt an Einwanderungsgesetzen als Mittel, noch verwertbare von nicht mehr verwertbaren Menschen zu selektieren.

Auch in den Industriestaaten breiten sich die Slums voller Überflüssiger aus. Obdachlose bevölkern die Straßen und Parks der Großstädte. Verelendete Arbeitsmigranten gehören zum Alltagsbild. Armut und Perspektivlosigkeit lassen die Kriminalität steigen. Das ist die Realität. Die Perspektive in dieser Realität für viele ist düster: Immer mehr Arbeit wird durch Maschinen ersetzt werden. Die Zahl derer, welche die Kapital-Akkumulations-Maschine als nutzlos ausspuckt, wird weiter steigen.

Der Widerspruch zwischen steigender Überproduktion für den Müll auf der einen und wachsendem Elend mangels Kaufkraft auf der anderen Seite führt auch die politische Erzählung ad absurdum, wonach Lohnarbeit der Befriedigung gesellschaftlicher Bedürfnisse dient. Jede Produktion für das bunte Warenhaus des globalen Marktes findet nur aus einem Grund statt: Sie muss Profit für die Eigentümer der Maschinerie und Ressourcen sowie für deren territoriale Manager, die Industriestaaten, abwerfen.

Das heißt im Klartext: Es ist völlig egal, ob eine Arbeiterin in der Großbäckerei Brötchen backt, bei Rheinmetall Munition für den Versand verpackt, Kopfstützen für Volkswagen aus heißen Maschinen presst oder im privatisierten Krankenhaus Patienten nach der Stechuhr abfertigt, um deren Arbeitskraft für den Weiterlauf der Kapitalmaschine zu erhalten: All diese Tätigkeiten müssen dafür sorgen, dass die Chefs und Großaktionäre aus ihrem eingesetzten Geld mehr Geld machen. Jedes Unternehmen, dass diesen Grundsatz nicht befolgt, wird bald insolvent sein.

Auch der Arbeitende im Kapitalismus verrichtet somit seine Tätigkeit nicht aufgrund eines tatsächlichen Bedarfs. Er tut es, um dafür Lohn oder Gehalt zu erhalten. Ihm gehören weder Maschinen und Ressourcen, noch die Waren, die er herstellt oder für deren Vermarktung er auf die eine oder andere Weise sorgt. Er bringt das einzige in den Verwertungsprozess ein, was er hat: Seine Arbeitskraft. Das Ziel, der Sinn und Zweck seiner Produktivität liegt nicht in seinem Ermessen. Er arbeitet für die Kapitaleigentümer und ihre Manager, nicht aber für bestimmte Bedürfnisse einer Gesellschaft. Man spricht von entfremdeter Arbeit.

Um die Maschinerie der Ausbeutung von Lohnarbeit trotz aller Technologie nun am Laufen zu halten, braucht es exponentielles Wachstum, was naturgemäß an seine Grenzen stößt. Die Politik reagiert systemimmanent darauf: Sie verbilligt die Lohnarbeit als Kostenfaktor und Profitquelle zugleich, und sie presst Erwerbslose als reine Kostenfaktoren in immer elendere Verhältnisse. Die Nötigung zur Zwangsarbeit – erinnert sei daran, dass Hartz-IV-Bezieher und Flüchtlinge sogar unterhalb des Mindestlohns beschäftigt werden dürfen – durch Entzug der kompletten Lebensgrundlage mittels Sanktionen im Fall der Weigerung ist ein Mittel dafür.

Die politischen Drückerkolonnen und ihre Helfer in den Amtsstuben haben dabei eins geschafft: Die Masse der Lohnabhängigen befürwortet diese Perversion sogar. Zwei Gründe dafür sind Frust und Angst. Die nicht nur gefühlte zunehmende Ausbeutung bei gleichzeitig schwindenden Aufstiegschancen frustriert, zumal schon sinnentleerte Arbeit allein ihren Anteil dazu beiträgt. Die drohende Ausgrenzung aus der lebenserhaltenden Tretmühle verängstigt. In diese wird der Mensch hineingeboren.

Die Folge: Verschärfen sich die Umstände ins Unerträgliche, ist auch die Masse des gemeinen Volkes unfähig, die Lösung außerhalb des Systems zu suchen, obwohl sie nur dort zu finden wäre. Die propagierte Pseudologik der Herrschenden hat sie verinnerlicht. So bewertet etwa die Mehrheit die Dinge abstrakt nach ihrem Geldwert, anstatt nach ihrer realen Verfügbarkeit. Lohnabhängige frieden sich selbst höchst freiwillig in die Kapitalverwertungsmaschine ein, weil sie auf moralische Plattitüden schwachsinniger Politiker hereinfallen. Selbst die unteren Schichten beteiligen sich an der Anarchie des Konkurrenzkampfes: Sie spalten sich in Gruppen, grenzen sich gegenseitig aus. Unten tobt die von oben vorgegebene blutige Hackordnung; sie hat sich derart fest in den Köpfen verankert, dass die Masse glaubt, ihre Probleme mit Symptomen der Ursache ihrer Probleme lösen zu können. Tatsächlich manifestieren so die Unterdrückten selbst jene Verhältnisse, die zurecht ihre Unzufriedenheit erst auslösen.

So kommt es, dass die Masse jener Propaganda zujubelt, wonach nicht essen solle, wer nicht – für fremde Profite – arbeitet. Dass sie härteste Strafen gegen alle fordert, die nicht jeden miesen Sklavenjob annehmen. Dass sie ihre eigene Arbeit nach dem Diktat des Kapitals bewertet, anstatt nach ihrem Sinn und Zweck. Und dass sie den kruden Märchen der Marktexperten Glauben schenkt.

Wer aber nicht will, dass sich die Spirale der Kapitalverwertung immer schneller dreht und alles und jeden dem brutalen und kriegerischen Diktat des Marktes unterwirft, muss dafür sorgen, dass Arbeit, Produktion und Verteilung als die Grundlage menschlicher Existenz diesem Prozess entzogen und ihrem eigentlichen Zweck, der Bedürfnisbefriedigung aller Individuen, zugeführt werden. Und es muss klar werden: Unter gegenwärtigen Eigentumsverhältnissen ist das unmöglich.

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Danke an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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18 Kommentare zu: “Tagesdosis 19.11.2018 – Politiker fordern Arbeitszwang für Wirtschaftswachstum

  1. Wir haben ein Wirtschaftssystem, das Wachstum benötigt.

    Jedenfalls ist es abwegig, dass Politiker ständig zwar über Arbeitszwang, aber nahezu gar nicht über die Geldschöpfungen der Banken aus dem Nichts sprechen. Ebenso will doch etwa auch die OECD mit weiteren Arbeitsanreizen für Wachstum sorgen.

    Die Kreditvergaben der Banken aus dem Nichts haben den Nebeneffekt, dass der Realwirtschaft etwas weggenommen und der Finanzwirtschaft etwas gegeben wird.

    Das Wachstum benötigen wir, um die immer schneller ansteigenden Zinslasten zu bewältigen. Bei dem Zinseszins ist es zudem problematisch, dass er eine exponentielle Wirkungsweise hat.

    Jedenfalls funktioniert unser Wachstum dergestalt, dass die Kreditvolumen deutlich schneller steigen als unser BIP.

    Dies funktioniert deshalb, weil die EZB mit verschiedenen Instrumenten für eine Geldexpansion sorgt, damit uns die Schulden nicht ausgehen, wodurch sich die Ungleichheit immer schneller verschärft, was wir jedoch wegen der Geldillusion zurzeit erst in bestimmten Bereichen der Wirtschaft, wie etwa bei den Immobilien, bemerken. Die Verbraucherpreise im Einzelhandel sind weiterhin stabil.

    Wir lösen unsere Probleme also dadurch, dass wir so tun, als könne der „starke Staat“ doch durchaus noch weitere Schulden schultern.

    In diesem Zusammenhang fällt es auf, dass es für die Geldschöpfungen der Banken gar keine rechtliche Grundlage gibt. Banken scheinen es also gar nicht nötig zu haben, ihr Wirken rechtlich legitimieren zu lassen. Sie stehen über dem Gesetz.

    Bei uns gibt es insgesamt das Problem, dass ständig Wachstum mit immer mehr Schulden künstlich generiert wird.
    Dabei wird „Deutschland“ ständig „wettbewerbsfähiger“, aber die Welt versinkt immer schneller in Schulden. Der Abbau dieser ständig steigenden Schulden ist jedoch unmöglich.

    Die unglaubliche Wettbewerbsfähigkeit der Deutschen stellt die CDU auf ihrer Webseite als „starken Staat“ hin.
    In Wirklichkeit drängen wir das Ausland mit unseren vielen Exporten immer schneller in eine Schuldenfalle.

    Jedenfalls wird die Pflicht zur Arbeit nichts daran ändern, dass der Staat in der jetzigen Situation immer schneller umverteilen muss, damit unsere Sozialsysteme weiterhin funktionieren.

    Wenn jetzt aber die CDU auf ihrer Webseite unter dem Stichpunkt „Europa“ etwa auch davon spricht, dass das gemeinsame Europa durch die Entwicklung gemeinsamer Waffensysteme ergänzt werden muss, dann macht mir dies Angst.

    Jedenfalls hat Macron vor kurzem eine gemeinsame europäische Armee vorgeschlagen.

    Auch hier bekommt er wieder volle Unterstützung von der Kanzlerin. Diese scheint es zu ignorieren, dass Frankreich keine richtige Demokratie hat, weil 90 % der Medien in Frankreich neun Milliarden gehören.

    Ebenso hat Macron doch auch eine Rothschild-Vergangenheit und der Kanzlerin fehlt regelmäßig jedes Verständnis für die Zusammenhänge.

    Jedenfalls sind es derzeit doch eher die Banken, die an Aufrüstung interessiert sind.
    Schließlich können diese in der jetzigen Endphase unseres Finanzsystems allenfalls noch mit Rüstung Geschäfte machen.

    Hier spielt sich jedenfalls einiges ab, was wir 1929 schon mal hatten.

    Insofern ist einem Artikel vom 27.6.2012 in bpb Bundeszentrale für politische Bildung zuzustimmen, dass Wohlstand ohne Wachstum eine gleichmäßige Einkommensverteilung braucht.

    Hier ist es mehr als fraglich, dass wir eine solche mit Exportrekorden hinbekommen, weil unsere Exporte die eigenen Investitionen der Deutschen ausbremsen.

    Um eine gerechte Gesellschaft zu bekommen, muss sich das Verständnis verbessern, dass wir bei unserer Marktwirtschaft nicht deshalb „tauschen“, weil bei dieser ein „Tausch mit Geldwerten“ stattfindet. Vielmehr ist unsere Marktwirtschaft ein reiner Machtwettbewerb, bei dem wenige reiche Akteure dem Konsumkreislauf immer mehr Geld entziehen, das doch gleichzeitig eine Schuld gegenüber den Banken ist, die das Geld aus dem Nichts schöpfen.

  2. Danke Frau Bonath!
    An alle Anderen: Wer hat die gewählt, die uns das antun und nimmt am Affenzirkus namens Demokratie teil? Vermutlich viele. Wer wehrt sich ernsthaft dagegen? Wer mag Rotwein und hat einen Kamin…?
    Der Anspruch der „Agentur für Arbeit“ oder besser Beschäftigung wegen der bösen Statistik mag eine gewisse Berechtigung haben, Leute, die Geld erhalten auch verpflichten zu können, doch ist der allgemeine Umgang dieser „Obrigkeit“ mit ihrem Klientel sehr fragwürdig, um nicht zu sagen oft widerlich. Dabei ist der Druck auf den einfachen „Berater“ nicht zu unterschätzen.
    Es ist allgemein beakannt, dass Macht verleitet Unheil zu stiften. Das können wir uns aber alle irgendwo zuschreiben lassen.
    Sklavenarbeit ist es aber nicht, da ein Betrag X geahlt wird. Sklaven erhalten keine Lohn.

  3. Den Arbeitszwang gibt es tatsächlich.

    Gleichzeitig legen die Banken immer mehr Geld nach, so dass wir mit der Zeit für einen immer kleineren Bruchteil einer immer größeren Geldmenge arbeiten.

    Das Problem ist einfach nur der Umstand, dass das System nicht einfach mal schnell umgestellt werden kann. Alle Staaten weltweit müssten zudem mitmachen.

    Wir müssten die weltweite Wirtschaft lahmlegen, damit mit einer längeren Umstellungszeit etwas anderes eingerichtet wird.
    Gleichzeitig gibt es auch eine massive Weltkriegsgefahr, wenn man dies macht.

    Ferner ist eine andere Politik möglicherweise nicht gewollt oder man weiß es auch nicht, ob sie überhaupt funktioniert.

    Bei der Linkspartei oder bei den Grünen könnte man es sich in der Tat eher vorstellen, dass sie eine korrekte Politik machen wollen.

    Bei den Grünen ist es ein gewisses Problem, dass dies die Partei der Besserverdiener ist.

    Was die Linken betrifft, ist dort der Wille etwas zu verändern durchaus vorhanden.
    Selbst wenn sie tatsächlich die richtige Politik machen wollten, sind die Probleme dennoch nicht auf nationaler Ebene lösbar.

    Außerdem sehe ich es nicht, dass die Linken oder die Grünen es hinreichend eingestehen, dass dies so ist.

    • Dass eine Umstellung nicht geht, wird uns gerne und ständig mitgeteilt. Doch das liegt einfach nur daran, dass die Mainstreammedien fest in Besitz der Protagonisten der alten Paradigmen wie Zinsgeld (FIAT Zins), Wachstum usw. sind und sie von diesen profitieren.
      Meiner bescheidenen Überzeugung nach jedoch ist eine Umstellung unumgänglich, denn die aus durch Zinstilgungszwang gesteuerte Wachstumsnot wird immer tiefer in die schon längst vorhandene Krise steuern, die aus jahrhundertedauernder Erfahrung stets in einen Krieg zwecks Finanzreset steuern muss.
      Das gilt es zu verstehen und an eine Umsetzung endlich zu glauben. Sonst ist ein nächster Wahnsinnskrieg – auch hier in EU – unumgänglich.
      Wir sind das Volk und keine Gläubigen.

  4. Da trifft Frau Bonath wiedermal ins Schwarze.
    Leider werden nicht nur Hartz 4 Bezieher abkassiert. Auch derjenige, der sich nicht diesem perfiden
    System unterwirft, wird gnadenlos drangsaliert.
    Über das System der privaten Krankenversicherungen, und ihrer nicht Ausstiegsklausel nach Altersgrenze von 55 Jahren, und dem Abzocken habe ich ja schon des öfteren berichtet.

    Da nach meiner Prognose mittlerweile alles so eingetreten ist wie ich es befürchtet habe,
    Notlagentarif, Pfändung bzw Schufaeintrag, bleibt nur die Resignation.

    Die politischen Drückerkolonnen und ihre Helfer in den Amtsstuben haben dabei eins geschafft: Die Masse der Lohnabhängigen befürwortet diese Perversion sogar. Zwei Gründe dafür sind Frust und Angst. Die nicht nur gefühlte zunehmende Ausbeutung bei gleichzeitig schwindenden Aufstiegschancen frustriert, zumal schon sinnentleerte Arbeit allein ihren Anteil dazu beiträgt. Die drohende Ausgrenzung aus der lebenserhaltenden Tretmühle verängstigt. In diese wird der Mensch hineingeboren.

    Da viel mir dieser Absatz in Frau Bonaths Artikel auf.
    Ich erlebte doch des öfteren, wie meine Mitmenschen mit einer gewissen Häme meinen
    Widerstand gegen die Krankenkasse kommentierten.

    Da war der Sparkassenangestellte, der gute Freund, die Schwester, sie alle hatten den mitleidigen geringschätzigen Unterton,

    „Bezahle die Kasse, gegen die kommst du so wie so nicht an.“

    Kein Gedanke, dass sie sich alle freiwillig unter dieses Joch begeben.

    • Ja, das kenne auch ich nur zu gut. Sie greifen mich als sogenannten Aussteiger gerne an. (Obwohl ich als jahrzehtelanger Dauerbeschäftigter mit akademischer Ausbildung und einem guten Verdienst bereits schon mehrere Millionen in das schwarze Loch des deutschen Finanzsäckchens gespült habe). Es gibt aber immer mehr Menschen, die das begreifen.
      Der Prozess ist noch zäh und liegt m.E. vor allem daran, dass die „Führungs-„Medien kaum eine rationale Diskussion darüber zulassen und stets die alten, überfälligen Paradigmen vorbeten.
      Da sagt der heute „aufgeklärte“ Mensch, dass die Religionen für das sichtbare Übel verantwortlich sind, aber merken nicht, dass sie selbst einem Glauben an Geld, Zins, Wachstum, etc. wie einer Religion gleich fröhnen.

  5. “ Wir erleben derzeit einen rasanten Anstieg dieser Überflüssigen ohne Kaufkraft. Sie fliehen zum Beispiel aus Afrika und dem nahen Osten Vor Armut und Krieg. “
    Hier stoppte ich mit lesen ?

    Wieso überflüssig ?
    Weil diese Länder nicht die Fähigkeit haben sich selbst zu regieren, zu organisieren ?
    Herumsitzen schafft nichts.
    Sieht Frau Bonath nicht wie ein mehr oder weniger Rhodesië das Armut Zimbabwe wurde ?
    Sieht sie nicht wie Süd Afrika, ein potentiëll reiches Land, sich selbst vernichtet ?
    Sieht sie nicht wie in Venezuela Hunger herrscht, nur weil man dort gewohnt wqr das Alles umsonst war ?
    Das Land konnte auch ohne Öl Verkauf ohne Hunger sein, aber sie sind dort zu dumm es zu organisieren.

    Frau Bonaht scheint keine blasse Ahnung zu haben wie wir in Europa dafür sorgten das keine Hungersnote entstanden, ausser in Kriege die lange dauerten.
    Damals gab es kein Merkel Willkommen, entweder man tat etwas, oder man starb.
    Wie Europa dafür sorgte ohne Hunger zu sein, lese
    Felipe Fernández-Armesto, ‘Civilisations’, London, 2000

    Deutschland, so wurde gesagt, ein Volk von Dichter und Träumer.
    Ob Merkel zu die Träumer gehört, ich weiss es nicht, Frau Bonath sicher.
    Nebenbei, wenn mann hier sieht wie reagiert wird auf ein Gespräch über Geld, wenn solche Leute Einfluss haben in Deitschland, wie Sarrazin sagt ‚Deutschland schafft sich ab‘.

    Sicher ist das, weil Berlin der wirkliche Haupstadt der EU ist, das die Wahnideeën von Leute wie Merkel und Bonath die Europäischen Kulturen vernichten durch Massen Immigration.
    Wenn wir die arme Welt helfen wollen, der Kolonialismus wieder einführen.
    Wenn die europäischen Kulturen vernichtet sind gibt es ein gutes Ding, die Überbevölkering der Erde endet, durch Hunger.

    • “ Wir erleben derzeit einen rasanten Anstieg dieser Überflüssigen ohne Kaufkraft. Sie fliehen zum Beispiel aus Afrika und dem nahen Osten Vor Armut und Krieg. “
      Hier stoppte ich mit lesen ?

      Wieso überflüssig ?
      Weil diese Länder nicht die Fähigkeit haben sich selbst zu regieren, zu organisieren ?
      Herumsitzen schafft nichts.
      Sieht Frau Bonath nicht wie ein mehr oder weniger Rhodesië das Armut Zimbabwe wurde ?
      Sieht sie nicht wie Süd Afrika, ein potentiëll reiches Land, sich selbst vernichtet ?
      Sieht sie nicht wie in Venezuela Hunger herrscht, nur weil man dort gewohnt wqr das Alles umsonst war ?
      Das Land konnte auch ohne Öl Verkauf ohne Hunger sein, aber sie sind dort zu dumm es zu organisieren.“

      Haha, die sind zu faul und zu dumm.
      Denen muss, am besten von uns, gezeigt werden, wie es geht!

      Hunger und Elend haben eine Ursache.

      Seit wann ging es denn so richtig damit los?
      Ich nehme mal an, seit Europa und später die westliche Welt versucht hat, sie an unserem „Glück“ teilhaben zu lassen.

    • @ Pieter Kamp

      Wir wollen das Wenige teilen, das hier auf den Antillen wächst,
      je eine Mango, für je einen Mund:
      O.K., wir benutzen euere Sprache
      Schaffen unsere eigene jedoch nicht ab;
      wir verlangen, dass ihr versteht.
      dass ihr uns nicht versteht.
      Vielleicht beginnt ihr den Dialog damit,
      nicht mehr so laut zu sprechen – wir haben die Nase voll von euerem Lärm.“ – Pamela Mordecai

    • Aber impliziert das Frau Bonath nicht auch mit ihrem Artikel? Ich sehe Kritik an dem System ähnlich, eben nur von einem anderem Blickwinkel beleuchtet.

  6. Vielen Dank für Ihren TOP-Bericht zum Untergang der deutschen Arbeiterklasse und Mittelschicht. Was erwarten wir von einer Politik der CDU oder der GROKO in Deutschland, welche sich von Goldman Sachs beraten lässt? Bundeskanzlerin Merkel hat die Invasion fremder Asylanten nicht nur wegen Menschlichkeit in Ungarn zugelassen, sondern sie wurde auch hier beraten von Goldman Sachs Mitarbeitern, welche eine unkontrollierte Immigration in Europa befürworten. Goldman hofft offenbar auf „neue Arbeitssklaven“ oder Billigarbeiter, weit unter dem deutschen Niedriglohn. Diesen Plan haben die Banker unserer Bundeskanzlerin ins Ohr geflüstert, sie redet nur ungern darüber. Wolfgang Fink, stellv. Chef Executive Officer von Goldman Sachs ist einer dieser Befürworter und weiß mehr über das Global Mobility Services (“GMS”) Team von Goldman Sachs.

    Ein wichtiger Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist u.a. der ehemalige deutsche Goldman Sachs Geschäftsleiter Alexander Dibelius:

    Aber die Geschichte und das aufgebaute Vertrauen zu Merkel von Dibelius reichen weit zurück. In der Familie Dibelius wird seit vielen Generationen der Beruf des evangelischen Theologen gewählt. Sein Großonkel war Otto Dibelius, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg und Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland von 1949 bis 1961. Der Vater von Merkel war ein evangelischer Pastor, und seine Tochter Angela kannte die Familie Dibelius daher gut. Der Bischof war sogar IM der DDR Staatssicherheit geworden, wie sich später herausstellte. Heute ist Alexander Dibelius Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel, gemeinsam mit weiteren Vertrauten von Goldman Sachs, u. a. Phil Murphy (bis 2013 US-Botschafter in Berlin), sowie Mitglied im deutsch-amerikanischen Elitenetzwerk Atlantik-Brücke, wo auch Friedrich Merz (CDU) tätig ist und seine kapitalistischen Ausbeuter-Ideen einbringt. So schließt sich der Kreis.

    Von Dezember 2004 bis 2015 war A. Dibelius alleiniger Geschäftsleiter der US-amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs für Deutschland, Österreich, Russland sowie Zentral- und Osteuropa. 1998 stieg Dibelius zum Abteilungsleiter für den Geschäftsbereich Mergers & Acquisitions (M&A) auf. Als es ihm 1998 gelang, den Zuschlag für die Fusion von Daimler-Benz mit Chrysler zu erhalten und er diese auch durchführen konnte, wurde er im selben Jahr zum „Partner“ (Teilhaber von Goldman Sachs) berufen.

    Im Jahr 2005 teilten sich 320 „Partner“ weltweit 61 Prozent vom Grundkapital von Goldman Sachs zu gleichen Anteilen auf. Außerdem erhalten „Partner“ bei Goldman Sachs besondere Gratifikationen: ein Basisgehalt von 600.000 Dollar im Jahr (in Europa 400.000 Euro). Hinzu kommt ein jährlicher Bonus aus Aktien und Bargeld, der sich an der persönlichen Leistung, am Ergebnis des Geschäftsbereichs sowie der gesamten Bank bemisst, was ein siebenstelliges Jahreseinkommen ermöglicht. Nach dem Weggang von Paul Achleitner, also der war auch ein Goldman Sachs Mann, zur Allianz AG beförderte man ihn im Dezember 2002 zusammen mit dem US-Kollegen Wayne Moore zum Gesamtgeschäftsführer in Deutschland; zwei Jahre später wurde er alleiniger Geschäftsleiter für den deutschsprachigen Raum. Fünf Abteilungsleiter arbeiteten ihm zu, darunter bis 2013 Dorothee Blessing (Investment Banking), die Ehefrau des Commerzbank-Vorstandes Martin Blessing, die 1999 den Börsengang von Infineon durchführte, und Philip Holzer (Aktien und Derivate), seit Juli 2009 Stellvertreter von Dibelius. Seit 2015 ist Dibelius Deutschlandleiter der Private-Equity-Gesellschaft CVC Capital Partners. Dibelius ist mehrfacher Millionär und besitzt weltweit Immobilien im Wert von rund 50 Millionen Euro, da ist Merz bei Black Rock noch ein kleiner Millionär, er zählt sich ja noch zur deutschen Mittelschicht.

    Dibelius beriet Bundeskanzlerin Merkel vor allem bei den Privatisierungsplänen von Staatseigentum wie an der Deutschen Bahn. Davon wusste auch Roland Pofalla. Diese „Intelligenzbestie“ Pofalla wurde so Leiter des Bundeskanzleramtes, man denke nur an die NSA-Abhörsache, und sitzt heute als ehemaliger kleiner Bahnhofsvorsteher im Vorstand der Deutschen Bahn. Ein Dankeschön an Dibelius und Merkel.

    Allein seit Ende Oktober 2009 bis Februar 2013 trafen sich Manager der US-Bank Goldman Sachs 48-mal mit Spitzenrepräsentanten der deutschen Regierung, sagt ein NSA-Mitarbeiter

    Das Wissen von Goldman-Berater Ottmar Issing schätzte Merkel, als er zum zeitweiligen Deutschland-Chef von Goldman Sachs wurde. Er sollte nach der Finanzkrise das deutsche Bankensystem reformieren. Daran erkennt man, wie Merkel einen „goldenen Bankräuber“ selbst zum Kassierer machte – ob die Kanzlerin eigentlich noch weiß was sie ihrem Volk zumutet ?

    Mit Jörg Kukies ernennt ausgerechnet der SPD-Finanzminister Olaf Scholz diesen Investmentbanker zum Staatssekretär. Der stammte auch von der US-Großbank Goldman Sachs. Der 50-jährige Kukies war zwar mal Juso-Chef in Rheinland-Pfalz, zuletzt dann aber eben Co-Boss der Deutschland-Sparte des Wall-Street-Konzerns.

    Schon Kanzler Helmut Kohl liess sich von Goldman Sachs beraten:

    Peter Sutherland war von 1981 bis 1982 und von 1982 bis 1984 Attorney General (Generalstaatsanwalt) von Irland. Danach war er in der Kommission J. Delors von 1985 bis 1986 Kommissar für Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit und von 1985 bis 1989 Kommissar für Wettbewerb. Von 1993 bis 1995 war Sutherland schließlich letzter GATT-Generaldirektor und erster Generaldirektor der Welthandelsorganisation. Außerdem sass er im Lenkungsausschuss der Bilderberger. Bei einer Befragung durch den Unterausschuss für innere EU-Angelegenheiten des britischen Oberhauses im Juni 2012 sagte er u.a.: Eine alternde oder zurückgehende einheimische Bevölkerung in Ländern wie Deutschland oder der südlichen EU sei das „Schlüsselargument – und ich zögere, das Wort zu verwenden, weil es zum Gegenstand von Angriffen wurde – für die Entwicklung von multikulturellen Staaten.“ Er verstarb im Januar 2018.

    Von 1995 bis 2015 war Sutherland Aufsichtsratsvorsitzender (Chairman) von Goldman Sachs International. Er saß unter anderem als Chairman bei BP (1997 bis 2009), ABB und der Royal Bank of Scotland, welche vom britischen Steuerzahler gerettet werden musste.

    „Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft und wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.“ – George Orwell

    https://de.scribd.com/document/34554838/Goldman-Sach-s-Report-on-Immigration-2008
    https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Dibelius
    http://www.fr.de/politik/finanzministerium-ausgerechnet-goldman-sachs-a-1471882
    https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/goldman-sachs-chef-lloyd-blankfein-ein-klarer-merkel-sympathisant/20284276.html?ticket=ST-2713554-bqvBeUELJu7znMOPqCHo-ap4
    https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Sutherland

  7. wie bereits in diesem TD angedeutet, besteht der Großteil des Erwerbs aus „sinnentleerter“ Arbeit, überdimensionierte Verwaltung, überdimensioniertes Propertymanagement, Savety- und Security – Zwang durch überproportionales Ungleichtum. Wenn man also mit den heutigen Möglichkeiten der verfügbarem Technologien – noch dazu ohne diesen irrsinnigen, künstlich inszenierten Wachstumszwang trotz schon weltweit mehrfach vorhandenem Überfluß – betrachtet, bräuchte heute jeder einfache Mensch nur noch einen viel kleineren Bruchteil seines Lebens als Leistung für die Gesellschaft erbringen. Es ist eindeutig eine Schildbürgerkultur, in der wir uns heute immer noch bewegen. Der Mensch ist nicht dumm, aber ängstlich und traut seiner eigenen Logik nicht mehr, weil er von einem Schildbürgerparadigma beherrscht ist.

  8. Warum, nur nebenbei, solch ein Satz:
    » Eine relativ kleine vermögende Gruppe lebt davon, Profit von fremder Arbeitskraft abzuschöpfen. «

    Diese Gruppe ist nicht relativ klein. Sie ist es absolut! Da gibt es keine Relationen mehr. Wir kennen doch die Zahlen; 8 Gipsköppe & deren Anhang besitzen 50% des Zasters der »relativ?« ärmeren Weltbevölkerung. Diese 50% sind ebenso absolut arm. Relativ arm/reich ist man vielleicht(?) wenn man ein Bones-Man ist und nur 73 Millionen besitzt. Und die anderen Knochenmänner mind. einen Faktor von 10 aufzuweisen »vermögen«.
    Relativ arm, klingt wie ein bisschen schwanger. 🙂

  9. „Garantiesicherung ohne Arbeitszwang“. Originalformulierung Habeck?
    Was bitte ist „Garantiesicherung“. Die Sicherung einer Garantie? Tautologischer Kauderwelsch? Arbeitszwang wird definiert als Anwendung hoheitlicher Mittel, mit denen jemand zum Erbringen bestimmter Arbeiten gezwungen wird, z. B. bei der Zwangsarbeit.
    „Ohne Arbeitszwang“ – ohne Zwang zu welcher Form von Arbeit? Ohne Zwang zur Kapitalismus-spezifischen Erwerbsarbeit, die wie das Kapital auf dem System der Wertverwertung beruht?
    Wer sich grün macht, der muss aufpassen, dass er nicht von den Ziegen gefressen wird.

    Lafargue: Das Recht auf Faulheit
    Böll: Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral
    Ilich: Das Recht zur nützlichen Arbeitslosigkeit
    Black: Abschaffung der Arbeit

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