Tagesdosis 19.8.2017 – Das Rezept gegen den Terrorismus

Kriege beenden, Explosion sozialer Ungleichheit stoppen

Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Nach den blutigen Anschlägen in Spanien wird einmal mehr die Frage gestellt, wie der internationale Terrorismus wirkungsvoll zu bekämpfen ist. Erste Politiker verlangen bereits härtere Strafen, ein konsequenteres Vorgehen gegen sogenannte „Gefährder“ und eine stärkere Überwachung öffentlicher Räume.

Eine nüchterne Analyse ist notwendig

All diese Forderungen sind in den vergangenen Jahren bereits dutzendfach gestellt und zum Teil sogar umgesetzt worden – ohne dass sie weitere Anschläge verhindert hätten. Deshalb ist es an der Zeit, die Situation nüchtern zu analysieren und auf der Suche nach einer Lösung des Problems zunächst einmal die Hintergründe des Geschehens aufzudecken.

Auch wenn noch nicht bewiesen ist, wer die Morde in Barcelona begangen hat: Dass der Islamische Staat sie auf seiner Website für sich beansprucht, zeigt, dass er derartige Verbrechen gegen die Menschlichkeit gutheißt, fördert und als ihr geistiger Anstifter gelten muss.

Wer aber ist dieser Islamische Staat? Wie ist er entstanden? Und weshalb gelingt es ihm oder seinesgleichen, auch in Europa Anhänger zu finden, die um den Preis des eigenen Lebens bereit sind, derartige Verbrechen zu begehen?

Der IS – ein Produkt westlicher Kriegspolitik

Der IS wurde im Irak von Teilen der Al-Kaida-Bewegung gegründet und entwickelte sich zwischen 2006 und 2010 zu einer schlagkräftigen Miliz. Nach der Ausdehnung seiner Aktivitäten auf Syrien gelang es ihm ab 2013, mehrere Ölquellen zu erobern und Waffenlieferungen der USA an ihre Verbündeten abzufangen.

Im Juni 2014 erbeutete er in den USA hergestellte Panzer und Flugzeuge der irakischen Armee im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar und entwickelte sich so zu einer immer größeren Macht in der Region. Ideologisch betrachtet, ist der IS nichts anderes als die religiös-fundamentalistische Antwort einheimischer Kräfte auf die ständige Militäraggression der Großmächte im Nahen Osten.

Es gibt zwei Faktoren, die dem IS immer neue Anhänger in die Arme treiben: Zum einen die auf militärische Eskalation ausgerichtete Politik der USA und ihrer Verbündeten, die den Hass der Menschen im Nahen Osten und in Nordafrika auf sogenannte „westliche Werte“ schürt. Zum anderen die verheerende wirtschaftliche und soziale Situation in diesen Ländern, in denen – genau wie bei uns – das Vermögen einer winzigen Schicht  von Ultrareichen derzeit ins Unermessliche wächst, während der Großteil der Bevölkerung unter immer erbärmlicheren Zuständen leben muss.

Europas soziale Probleme – der Nährboden für den IS

Weshalb aber findet der Islamische Staat in den letzten Jahren auch in Europa immer neue Anhänger und Unterstützer? Aus dem gleichen Grund wie im Nahen Osten und in Nordafrika: Weil die soziale Ungleichheit auch bei uns rasant zunimmt und immer mehr Menschen – insbesondere Immigranten – durch das soziale Netz fallen.

Es ist aber nicht nur diese Explosion der sozialen Ungleichheit, die vor allem unter den von Arbeits- und Perspektivlosigkeit betroffenen Jugendlichen zu Unzufriedenheit und Resignation führt. Es ist auch die Untätigkeit und die Gleichgültigkeit der Politik, die ihnen jegliche Hoffnung auf eine bessere Zukunft nimmt und die die labilsten unter ihnen für extremistische Gewalt anfällig macht.

Die Aufgabe der Politik: Ablenken und dem großen Geld den Rücken freihalten

Wieso aber handelt die Politik nicht? Aus einem einfachen Grund: Weil sie die Hand, die sie füttert, nicht beißen wird. Sowohl die Kriege um Öl und die Vorherrschaft im Nahen Osten, als auch die Explosion der sozialen Ungleichheit sind auf die unersättliche Gier derer zurückzuführen, die auf den größten Vermögen unserer Zeit sitzen und diese durch permanente Spekulation an den Finanzmärkten vermehren. Das System, in dem wir leben, wird von ihren Bedürfnissen und ihren Interessen bestimmt. Die Politik hat sich in diesem System eingerichtet, ihre Vertreter genießen die ihnen zugestandenen Privilegien und erfüllen im Gegenzug eine wichtige Aufgabe: Sie halten dem großen Geld den Rücken frei, indem sie seine Verbrechen decken und die Menschen durch geschickte ideologische Manipulation daran hindern, sich wirkungsvoll dagegen aufzulehnen.

Um es klar und deutlich zu sagen: Wer es mit dem Kampf gegen den Terrorismus ernst meint, der muss zum einen ein Ende der Kriege um Öl und geostrategische Vorteile und zum anderen das Ende der völlig außer Kontrolle geratenen internationalen Finanzspekulation fordern.

Er sollte sich aber auch im Klaren darüber sein, dass er dabei von der etablierten Politik keinerlei Unterstützung zu erwarten hat.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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33 Kommentare zu: “Tagesdosis 19.8.2017 – Das Rezept gegen den Terrorismus

  1. „Jede Recherche öffnet noch ein neues Höllentor“, sagte die kluge tapfere Lisa Fitz einmal. Nützt es eigentlich noch etwas, nur immer die einzelnen Schrecklichkeiten aufzuzählen und gegeneinander abzuwägen?
    Ich glaube nicht mehr daran. Man weiß aber, dass sie alle den selben Ursprung haben. Deshalb ist es meiner Ansicht nach am dringendsten notwendig, die menschliche Psyche zu betrachten und miteinander zu diskutieren. Wenn wir uns nicht mehr gegenseitig mit unseren Worten irgendwo berühren können, sondern uns nur mit unserem jeweiligen „Wissen“ wie mit Waffen bewerfen, bringt das nichts. Natürlich ist es notwendig, eigenes Wissen hier anzuführen, um die eigene innere Problematik, den eigenen Schmerz zu illustrieren. Aber dafür muss auch das Interesse für den Schmerz des anderen da sein. Ein intellektuelles Geplänkel ist jetzt mehr als überflüssig geworden. Damit dreht sich alles nur weiter im Kreise. Ich selbst beziehe mich bei meinen Kritiken immer mit ein, keine Sorge.

    • Aha..ja es gibt immer Leute die was gegen Aufklärung haben.

      Mit Schmerz und Hölle hat Recherche nichts zu tun, sondern mit: Wissen ist Macht. Wer will, dass die Bevölkerung machtlos ist?

    • „Aha..ja es gibt immer Leute die was gegen Aufklärung haben.“ Was für ein Unsinn.
      Haben Sie zugehört, KenFmFan? Wer hat hier was gegen Aufklärung?

      Ken Jebsen schreibt doch selbst in seinem Buch, daß die zu oft wiederholte Information darüber, wie korrupt und verlogen die Politik inzwischen geworden ist, zu so etwas wie einer innerlichen Erstarrung führt; zu Ohnmachtsgefühlen; manchmal gesteigert bis hin zur Apathie und völligen Hoffnungslosigkeit.

      Daher ja auch immer öfter die seit ein bis zwei Jahren zunehmenden Versuche, diesem Alptraum positive Lösungsansätze gegenüberzustellen.
      Und einer dieser Ansätze besteht mit Sicherheit darin, zunächst mal an sich selbst zu arbeiten. Ansonsten wird nämlich unser eigenes Unglücklichsein, ansonsten werden unsere eigenen Deformationen immer in unsere politische Arbeit und sogar, wie jetzt hier bei Ihnen zu beobachten, in unser Denken und unsere Urteile über andere einfließen.

    • Mit Deformation meine ich Folgendes: Zusammen mit der Forderung nach Aufklärung geschieht eine verdunkelnde Handlung. (Specht zu bezichtigen, gegen Aufklärung zu sein.)

      So passiert das überall und ständig bei jenen Menschen, die ihre innere Arbeit nicht gemacht haben. Über andere aber ganz schnell immer alles schon wissen: das sich vernebelnde Unglück in Aktion. Und das unter der Flagge der Aufklärung.

    • Beides ist völlig OK: wer gerne über Gefühle reden möchten (vlt. eher im privaten Raum?), der kann das tun. Wer sich Informationen austauschen möchte, der kann das tun.
      Was nicht geht, ist, dass die einen den anderen vorschreiben, über was sie reden dürfen. Was für die einen abschätzig „intellektuelles Geplänkel“ ist, bezeichnen andere als das wichtigste Gut der Menschheit: Informationen und Aufklärung. Sie sagen, das ist gerade jetzt wichtiger als jemals zuvor. Die Frage stimmt also: wer will echter Aufklärung einen Riegel vorschieben?

      Man muss sich das so vorstellen: man wacht halbbenommen aus der Matrix aus, torkelt frisch abgestöpselt herum, und ist froh um jeden Morpheus/Trinity, der einem etwas weiter hilft.
      Ich persönlich fand die guten Diskussionen und Infos hier im Forum lange Zeit sehr hilfreich, und die vielen „Spezialisten“ mit ihren Tipps für Quellen/Infos haben mir viel gebracht.

      Deshalb werden wir gerade jetzt, wo es richtig interessant wird, die Diskussion sicher nicht abbrechen.
      Mir geht es um die Frage: existiert die geplante NWO? Wenn ja, wer sind die Planer, wie sind sie organisiert, wie sind ihre Glaubenssätze?

  2. Meiner Ansicht nach wäre die erfolgreichste Terrorbekämpfung die Auflösung aller Geheimdienste und Ermittlungen gegen mindestens die Obersten 10% dieser Dienste. Die Gelder (für die Dienste) sollten an die Kripo und Justiz umgeleitet werden, um die Ermittlungen zu finanzieren und zu schützen.

    • John F. Kennedy hat das auch gesagt. Er wollte den in kürzester Zeit erschreckend mächtig gewordenen CIA auflösen.
      Ihm wird das Zitat „I will splinter the C.I.A. in a thousand pieces and scatter it to the winds.“ zugeschrieben.
      Naja, der „Einzeltäter“ Oswald hatte da andere Pläne, siehe den Zapruder Film.

  3. 1) Fällt niemandem der Zusammenhang auf?
    Mal ganz simpel erklärt:
    – Angst schürt unsere Status Quo-Neigung, das heißt, wir wollen dann weniger Veränderung
    – Terrorismus ist ein gutes Mittel, um solche Angst zu erzeugen
    – d.h.: wenn mögliche Veränderungen anstehen, und ich will sie nicht, inszeniere ich Terrorismus, und lasse das Pendel der öffentlichen Meinung ganz unbewusst in die gewünschte Richtung schwingen

    – vor der Wahl in Frankreich gab es Terrorismus, vor dem Unabhängigkeitsreferendung von Katalonien gibt es just in der Hauptstadt Barcelona Terror, und auch in Deutschland gibt es vor der Bundestagswahl Terroranschläge…

    2) Ferner sind die Antworten sowieso klar:
    von GMX:
    “ Terror in Spanien: Deutsche Städte reagieren auf den Anschlag von Barcelona
    – Kann man Innenstädte vor Terrorattacken schützen? Die einen setzen auf bauliche Maßnahmen wie Poller.“

    … die üblichen Diskussionen um noch mehr Einschränkung der bürgerlichen Rechte.

    Anthony Sutton, der in vielen guten Büchern die Verwicklungen der Wall-Street Elite im 1. und 2. Weltkrieg aufgearbeitet hat, spricht in „America’s Secret Establishment: Skull and Bones“ von einem gewollten, geschürten Konflikt, „ewiger Krieg für ewigen Frieden“, und warnt schon 1983 davor, dass es nach dem kalten Krieg einen neuen Fein geben wird, um den ständigen Konflikt immer weiter aufrecht zu erhalten. Seine These ist (sicher vielen nicht neu): geheime Bünde innerhalb der Eliten arbeiten seit langer Zeit daran, eine sog. „Neue Weltordnung“ mit einer zentralen Regierung, Währung, etc. einzurichten, nach dem Modell „der Staat ist alles, der Bürger ist nichts“. Der abstrakte „Staat“ wird dabei von wenigen Eliten im Hintergrund kontrolliert.

    Selbst Daniele Ganser spricht in seinem Buch dieses Thema an – die UNO könnte ein Vorläufer für eine Weltregierung sein.

    Was ist dran? Schwer zu sagen, aber wenn man einen Phänomenologischen Ansatz wählt, also sich die Dinge anschaut, die momentan so passieren, und sie logisch verbindet, dann scheint es durchaus vorstellbar, dass es so einen langfristigen Plan für eine NWO gibt.

    • ‚Geheimes Bundnis‘.
      Bleichröder gab am Ende des 19ten Jahrhundert’s eine seiner Künden, eine süd amerikanische Staat, ein neues Modell Krupp Kanone zu Geschenk.
      Benachbarten Staaten hatten ein solches Geschütz seines Kunden Krupp’s nicht.
      Fritz Stern, ‚Gold and Iron, Bismarck, Bleichröder, and the Building of the German Empire‘, New York, 1977

    • In der Tat sind das logische Verbindungen der momentanen Phänomene, die volume hier zieht.

      Hinzufügen möchte ich noch zwei weitere Ziele, die wahrscheinlich verfolgt werden: Bevölkerung polarisieren und zu Gewalttaten anstacheln (gegen die vermeintliche Tätergruppe), Bevölkerung den bewaffneten Leuten (was nicht unbedingt Polizei sein muss, können auch Privatarmeen sein) unterwürfig machen, so dass alle bereitwillig die Hände hoch nehmen und gehorchen, und wer das nicht tut, erweckt dann den öffentlichen Anschein, einen Sprengstoffgürtel umgeschnallt zu haben (schon bei Verdacht darf der (die, es waren vier) jetzt schon protestlos von der offiziell bewaffneten Macht niedergestreckt werden – dabei können die Gründe für diese Exekutierung ganz andere sein), auf ehrliche Gerichtsurteile darf (nicht) gewartet werden…

      Es gibt dieses Sprichwort, dass man Wasser nicht ziehen kann, es ist das Wasser von hinten das das Wasser vorne anschiebt….So werden dann die Leute, die auf diese Täuschungen hereinfallen, aus Angst Forderungen stellen, die uns zu einer kontrollierbaren, formbaren, ergebenen Masse machen… So können die Eliten via Täuschung der Bevölkerung ihre Ziele in die Gesetzgebung (oder Nicht-Gesetzgebung) bringen (also es geht vielleicht nicht von Politikern aus, die sich selbst der Macht der Eliten beugen).

    • Es gibt noch immer genügend einfältige Menschen, die Massenzuwanderung unter dem humanitären Aspekt sehen .

      Ein zentraler Teil des Krieges um die universelle Herrschaft einer Elite ist die Destabilisierung der bestehenden und funktionierenden, noch halbwegs selbständigen Gesellschaften .
      Ein Teil ist die immer schon , aber in beschränktem Ausmaß, verwendete „Strategie der Spannung“ und ein Teil davon wieder der FalseFlag Terror .
      Neu ist das Mittel der Massenzuwanderung , die unweigerlich Identität und damit organisierten Widerstand untergräbt und ebenso den potentiellen Bürgerkrieg birgt, der , durch Terror angeheizt, fast unausweichlich ist . Darüber hinaus bietet diese bürgerkriegsartige Stimmung den Machthabern die Möglichkeit , ein totalitäres Regime zu etablieren . Liest man nach den Terroranschlägen postings in den MSM , ist der Ruf nach der sofortigen Tötung Verdächtiger (Terroristen) unübersehbar .

      Diese Politik ist klar geplant , man kennt einige Protagonisten , Pläne der UNO und der EU zur politisch gewollten Massenzuwanderung nach Europa liegen vor .
      Der aktuelle Generalsekretär der Vereinten Nationen , António Guterres , war vor seiner Ernennung Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen und ist bis heute vehementer Befürworter der Massenzuwanderung .

      Während der Terror von z.B. Gladio begrenzt und letztendlich kontrollierbar ist , ist der Terror , der mit der Massenzuwanderung importiert wird , ein kaum noch lösbares Problem .

    • Interessantes Detail Herr Kamp.

      Einverstanden mit den Ergänzungen von KenFmFan, „teile und herrsche“, Ausbau des Polizeistaats und Gruppendruck/Massenpsychologie sind alles ganz simple, aber sehr wirkungsvolle Phänomene.

      Klar, auch die Einwanderung kann man kontrovers diskutieren. Mir kommt das eher wie ein gigantisches Ablenkungsmanöver vor: wieder werden wir als Bevölkerung untereinander aufgehetzt, dieses Gefühl „etwas stimmt nicht“ wird kanalisiert und auf Einwanderer gelenkt (‚die sind schuld‘).

      Was ich sagen wollte: wir können im Detail studieren, was gerade passiert. Die Fakten liegen alle auf dem Tisch, es gibt viele gute Bücher, KenFm ist ein gutes Portal, …
      Doch: wenn man da mal durch ist, und das sind viele hier, bleibt die Frage, wie die Eliten organisiert sind. Es ist schon erstaunlich, dass 2004 z.B. mit Bush und Kerry zwei Skull&Bones Mitglieder zur Wahl des US-Präsidenten standen – also egal wer es wird, 100% würde ein Bonesman Präsident, Bush war es ja schon während des Wendepunkts der Geschichte 9/11. Gibt es so etwas wie eine satanische Elite, wie das z.B. Ronald Bernard behauptet? Pascal Roussel hat extra ein Buch drüber geschrieben (Divina Insidia) und wollte einen Film drehen.
      Wie viel davon stimmt? Gibt es so einen Plan? Es scheint fast so, als müsste man undenkbares annehmen.

    • Volume.
      Seit 1945, oder seit Casablanca wo Churchill entdeckte das er in die Roosevelt Falle gelaufen war, oder sicher seit 1956, als Eisenhower das Israelisch Britische Französische Komplott gegen Egypten beëndente, führt die USA die westliche Welt, USA mit Vazall Länder, die ‚internationale Gemeinschaft‘.

      Die Frage wer beherrscht, oder will beherrschen, ist also ‚wer beherrscht die USA ?‘.
      Wir leben in eine sehr interessante Zeit, niemalas wurde so deutlich dass dei USA keine Demokratie ist, es gelingt den demokratisch Gewählten President das regieren fast unmöglich zu machen.
      Dann natürlich die Frage ‚wem gelingt das ?‘.

      Die Drahtzieher ziehen natürlich nicht in der Offentlichkeit, aber sie haben ihre Kanäle: CNN, Washington Post und New York Times.
      Eine internationale Gruppe beherrscht 80% der Media der Welt, diese Gruppe beherrscht auch die genannte Medien.

    • Die genannten Medien sehe ich auch ziemlich weit oben (auch über Politikern). Neben Banken und Rüstungsindustrie könnten auch Teile der Kunstszene mitmischen (wahrscheinlich kein Zufall dass der Van-Ram(blas) auf dem Kunstwerk des Surrealisten Miro stand, Kamera im Erotik-Museum etc) – Leute für die Täuschung ein lustiges unterhaltsames Kunstprojekt ist…

    • Herr Kamp, ich gebe Ihnen Recht, die Medien als Haupt-Propagandainstrument sind sicher ganz zentral. Auf der diesjährigen Bilderbergerkonferenz war ja ein Programmpunkt der „Information Warfare“.
      Nur: wer kontrolliert die Medien?

      Es läuft doch alles auf das Großkapital hinaus, ein paar wenige, sehr reiche Menschen. Bei Roussel sind das oligarchische Familien, sozusagen der Geldadel, wobei das eher harmlos klingt. Wenn das System tatsächlich wie eine Pyramide organisiert ist, und wenn dort an der Spitze unfassbar reiche Menschen stehen – dann stellt sich doch die Frage: wie lange sind die gleichen Menschen/Familien schon dort oben? Ist das Zufall, dass ihre Macht ständig wächst? Worauf wollen sie hinaus, worauf will jemand hinaus, der immer mehr Macht hat – auf absolute Macht?

  4. “ Um es klar und deutlich zu sagen: Wer es mit dem Kampf gegen den Terrorismus ernst meint, der muss zum einen ein Ende der Kriege um Öl und geostrategische Vorteile und zum anderen das Ende der völlig außer Kontrolle geratenen internationalen Finanzspekulation fordern.

    Er sollte sich aber auch im Klaren darüber sein, dass er dabei von der etablierten Politik keinerlei Unterstützung zu erwarten hat. “

    Im Gegenteil:
    https://uploads.disquscdn.com/images/70557ccd0967be1803f34181c9f65f6437aaf5c1051ed8eaa6fb8cc288e73d44.jpg

    Um Europa zu vernichten benutzt man Mosleme.

  5. Unsere Eliten und deren Repräsentanten (also die Führung) unserer Institutionen und Organisationen (Universitäten, Medien, Politik, Kirchen, auch Friedens- und Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften,…… . ) sind massgeblich beteiligt und mitverantwortlich an Unterdrückung, Ausbeutung, Leid, Elend und Krieg. An Neoliberalismus, Nationalismus und Rassismus.
    Ohne unser Gebildeten-Milieu wären die Eliten und Macht-Eliten machtlos.
    Nur zu dumm: Wir leben praktisch mit ihnen Tür an Tür. Nur zu offensichtlich also, dass wir viele Möglichkeiten hätten gegen ihre Macht und ihre Verbrechen anzugehen. Zu offensichtlich, dass wir statt unsere Verantwortung wahrzunehmen, vor unseren Autoritäten kuschen, sie schonen und schützen. (Auf die Macht-Eliten hat die Bevölkerung eh nicht den geringsten Einfluss).

    Deshalb ist der Einsatz für Frieden und für Allgemeinwohl erst dann echt, glaubwürdig und vertrauenswürdig (und dies gilt für uns alle, hauptsächlich für die Medien), wenn zumindest:
    1.
    Das Handeln und die Vernetzungen all unserer (europäischen) Institutionen, Organisationen, Parteien und deren Repräsentanten (den Autoritäten) offengelegt, transparent gemacht wird.
    2.
    Das Handeln all unserer Institutionen, Organisationen, Parteien und deren Repräsentanten, unseren Autoritäten
    – hinterfragt, in Frage gestellt und
    – von ihnen Rechenschaft und Verantwortung eingefordert wird
    3.
    Unsere lebens- und menschenfeindlichen Macht- und Gewaltstrukturen offengelegt und glaubwürdig in Frage gestellt und hinterfragt werden
    4.
    Der Abbau von Macht in all unseren Bereichen unmissverständlich und entschlossen befürwortet und gefördert wird
    5.
    Konsequent die Einhaltung des Schutzes von Schwächeren und Minderheiten gefordert wird.

    Doch davon, also von Interesse an gesellschaftlichen und machtpolitischen Veränderungen, ist nicht einmal ansatzweise etwas spürbar (Wie man sieht: Letztlich stehen alle unsere Medien loyal zu den Mächtigen).

    Stattdessen geht es auch heute wieder lediglich darum, andere, mit irgendwelchen ideologischen oder anderen scheinheiligen Vorwänden an die Macht und an die Geldtöpfe zu bringen und selbst davon zu profitieren. Wissen wir doch, dass es in der Politik immer um Macht, Geld und Ansehen geht und nicht um das Wohl der Zivilbevölkerung (weltweit). Wir wissen auch: Welche Leute auch immer an der Macht sind, sie Macht immer missbrauchen („Macht = Missbrauch“ Michel Foucault). Im eigenen und im Interesse deren Nutzniesser und des sie stützenden Bildungs-Milieus (Was schon seit Jahrtausenden bekannt ist).

    Von Seiten der Medien sind keine Ansätze auszumachen die Vertrauen von Seiten der Bevölkerung möglich machen würde. Zu sehr wird sie von Seiten der Medien überheblich als unmündige Manipulationsmasse behandelt statt als gleichwertige Partnerin. Dies gilt für alle Medien.

    NB
    Warum werden unsere Autoritäten geschützt und geschont? Auf DIESE Frage erwarte ich konkrete Antworten. Keine Ausflüchte!

    • Warum werden unsere Autoritäten geschützt und geschont?
      Weil es sonst keine Autoritäten mehr wären.
      Und dann sind wir richtig im A…. 🙂

  6. Ein spitzenmäßiger Beitrag, Herr Wolff.

    Hat mir sehr gut gefallen, weil er eben die medialen und politischen Verstrickungen aufzeigt und gleichzeitig auch ein Fenster in Richtung Perspektive öffnet, was zumindest deutlich macht, dass zwar eine Veränderung angestrebt werden kann; aber mit sämtlichem Widerstand der Interessenvertreter innerhalb der Wirtschaft und der Politk gerechnet werden muss.

    Und das sollten wir uns bewusst machen. Das die Chance zur Veränderung gibt. Aber diese Chance bekommen wir nicht gratis.

    Und es ist viel sinnvoller, wenn viele Menschen sich dies bewusst machen, dass dafür einiges getan werden muss.

    Daher immer wieder meine Themen:

    Bewusstsein
    Lösungssuche
    Vernetzung.

    Bewusstsein
    1. Bewusstsein dafür, dass es viele verschiedene medial-politisch-wirtschaftliche Verstrickungen gibt, die ein Interesse daran haben, dass ich als Mensch eine ganz bestimmte politisch-wirtschaftliche Sichtweise bekomme und wenn ich diese Sichtweise bekomme, die gewünscht ist, auch keine Nachfragen mehr anstelle, ob und wie etwas besser laufen kann.

    a) Bewusstsein dafür, dass ich mit meiner guten und schlechten Laune auch immer wieder Menschen für etwas ermutigen, begeistern und anstecken kann, oder eben auch entmutigen, entgeistern und negativ anstecken kann.

    b) Bewusstsein dafür, dass es bei anderen Menschen gleichermaßen gilt wie für mich bei a).

    Lösungssuche

    1. Im Wissen, dass mein Bewusstsein und das Bewusstsein jedes anderen Menschen ständig wechselseitig in Kontakt zueinander steht und unabhängig von positiver oder negativer Stimmung sich regelmäßig zur einen oder anderen Stimmung hin potenziert, mache ich andere Menschen auf diesen Umstand aufmerksam.

    a) warum ist es wichtig, anderen Menschen dies vor Augen zu führen?
    Weil der Umstand, dass Meinungen von vielen Menschen positiv oder negativ potenziert dazu führen kann, dass die Mehrzahl der Menschen dann an Lösungen glaubt oder an die Apokalypse.

    b) Wenn sich viele Menschen untereinander bewusst machen, dass ihre einzelne Stimmung sich ständig aufaddiert zu vielen anderen Stimmungen bei anderen Menschen ( durch z.B. Forenkommentare, Autorenbeiträge, Videos, Gespräche, Treffen, Feiern, Katastrophen-/Terrorberichterstattungen / Nachrichtenkonsum), dann kann es bei erlangtem Bewusstsein dazu führen, dass ich mir als einzelner Mensch deutlich mehr Gedanken dazu mache, wie ich Jemandem etwas sage. Da ich ja mittlerweile weiß : seine Stimmung bedingt meine Stimmung und umgekehrt – und es addiert sich gegenseitig + potenziert sich im Austausch sämtlicher Alltagskommunikation mit vielen anderen Menschen.

    Vernetzung

    1. Vernetzung bedeutet:

    Menschen wissen um die Aufschaukelungsprozesse gegenseitiger Stimmungsbeeinflussung.

    a) Menschen sind sich Ihre selbst und den Auswirkungen ihres Umfelds derart bewusst, dass sie einen nächsten, größeren Step gehen möchten:

    Gemeinsame Lösungssuche und Diskussion um Lösungen vorhandener Problemthemen.

    b) Da sich die Menschen zu mehreren Gruppen konkret auf Themen fokussieren, produzieren Sie Lösungsideen entlang der vorhandenen Probleme, die miteinander friedlich im Diskurs stattfinden.

    c) umsetzbare und praktikable Lösungen, die übersomativ gemeinschaftlich erschaffen worden sind, werden in die Handlung gebracht.

    Ich habe zu dem Thema Bewusstsein mal mit Kulturstudio gesprochen und ein Schaubild dazu erklärt, dass der Gedanke einer Utopie zu einer greifbaren Realität werden kann:

    https://www.youtube.com/watch?v=PyxQYWkFN30&t=77m17s

    Und wer sich dann auch den Gedanken anhören möchte, zur Lösung innerhalb der Politik durch Einflussnahme und Dokumentation, kann gerne weiterhören, oder direkt bei:

    https://www.youtube.com/watch?v=PyxQYWkFN30&t=85m37s

    einsteigen.

    Dr. Klaus Volkamer hielt auch einen Vortrag darüber, dass Energie messbar ist.

    Also er vertieft im Grunde das, was ich anschaulich darstellen wollte, nochmal mit Fakten und Messungen.

    https://www.youtube.com/watch?v=KO9ncHqkG5A
    (Der feinstoffliche Körper und seine universelle Verschränkung – Vortrag von Dr. Klaus Volkamer )

    Lieben Gruß Ihnen.

  7. Hierzu kann ich nur mit einem metaphorischen Bild vom gestrigen Fußballabend kommentieren.
    Die deutschen Fußballfans sind seit der Unterwanderung der 50+1 Regelung durch den DFB „relativ“ erbost.
    Gestern beim Spiel Leverkusen gegen Bayern M. haben sie auch ihren Unmut immer wieder mit „Schei* DFB“ demonstriert. Aber das eindrucksvollste Bild war, als die Kamera von den Fans auf die zwei Cheffunktionäre des DFBs umschwenkte, während die Masse „Schei* DFB“ gröllte, das man im ganzen Stadium hören konnte, gab von den zwei Chefs nur ein müdes Gähnen. Auch bei strömenden Regen müssen sich alle Beteiligten an der Befriedigung der eigenen Lust ergötzen, da ist die Beseitigung von Regeln und Gesetze die dem Kapitalinteressen Einhalt gebieten schnell vergessen.

    Dieses Bild zeigt alles auf wie die Gesellschaft des Westen drauf ist. Solange der Ball rollt und jeder fanatisch danach geifert, kann jeder sich empören bis zur völligen Erschöpfung, die Antwort darauf ist immer ein müdes Gähnen.

  8. I have a dream..
    Stellt euch mal vor, alle frustrierten Nichtwähler – das ist ja inzwischen etwa die Hälfte der Bevölkerung – würde eine Partei wählen, die nach der Wahl genau das macht, was sie vorher versprochen hat, also das, was im Parteiprogramm steht. Ein absolutes Novum.
    Was wäre dann alles möglich? Ohne Revolution, ohne Stress, einfach so, weil is ja gewählt.
    Hack Politics! Man muss dazu aber erstmal rein kommen.
    Die Argumnentation “ ja was soll ich denn da, das mit den Parteien ist doch eh undemokratisch. und..“ ist ja völlig korrekt. Aber Leute, das Haus brennt! Helft doch grad mal mit beim löschen. Danach sehen wir weiter. Die einfachste und friedlichste Möglichkeit, ein solches System zu reparieren ist von innen heraus. Von außen geht da nicht viel.

    A propos Tagesdosis – hier ist Dirk Pohlmann bei Gruppe42 – sehenswert
    https://www.youtube.com/watch?v=mJrA1lnMcv8
    Tagesüberdosis, wie immer bei dem..

    • Was hilft: Den Medien nicht gehorchen, nicht aufhetzen lassen, nicht glauben was sie uns ohne jegliche Beweise vorzulegen unter die Nase reiben wollen. Selber denken, genau hinschauen. Menschen als Menschen sehen und sich keine Feindbilder aufbauen lassen.

    • Sieht mir genau danach aus: die Terror-Erzählung wird gepflegt.
      Wer das Buch von Elias Davidssohn kennt, wird diese Medienberichte mit anderen Augen betrachten. Ich vermute verdeckten Staatsterror. (Davidssohn unterscheidet 1) originären Terror von Menschen, die sich anschließend öffentlich dazu bekennen und von ihrem Umfeld dafür geehrt und gefeiert werden; die echten Märtyrerterroristen; 2) offenen Staatsterror wie er von Diktaturen ausgeht 3) verdeckten Staatsterror, zu dem mit hoher Wahrscheinlichkeit die große Mehrzahl der terroristischen Anschläge seit 9/11 gehört. Auch die in Deutschland.)
      Er gibt in seinem Buch eine Liste von Fragen, durch deren Beantwortung man herausfinden kann, zu welcher Kategorie ein Terroranschlag vermutlich zu rechnen ist.
      „Psychologische Kriegsführung und gesellschaftliche Leugnung: Die Legende des 9/11 und die Fiktion der Terrorbedrohung“.
      Er war bereits zum Gespräch bei KenFM:
      ttps://kenfm.de/elias-davidsson-april-2017/

    • Crane
      “ Er gibt in seinem Buch eine Liste von Fragen, durch deren Beantwortung man herausfinden kann, zu welcher Kategorie ein Terroranschlag vermutlich zu rechnen ist.“
      Ich habe das Buch nicht, will es auch nicht kaufen, vermute für mich nichts Neues, aber ich frage mich zu welche Kategorie die Liste Pearl Harbour von Dezember 1941 rechnet.

    • Pearl Harbour? Keine Ahnung, zu welcher Kategorie das zu zählen wäre. Ich tendiere zwar zum „verdeckten Staatsterrorismus“, der sich ja ständig anderer Täter bedient, die dann hinterher leider erschossen werden; aber vermutlich müßte man noch einen vierten Punkt aufmachen. Ist ja auch nicht wirklich wichtig, wenn die Mechanismen durchschaut sind.

    • „Den Medien nicht gehorchen, nicht aufhetzen lassen, nicht glauben was sie uns ohne jegliche Beweise vorzulegen unter die Nase reiben wollen. Selber denken, genau hinschauen. Menschen als Menschen sehen und sich keine Feindbilder aufbauen lassen.“
      Und das würde dann die von ihnen vermutete Medien-Show beenden?
      Was machen wir mit dem echten Terror? Oder gibts den gar nicht?

  9. Ernst Wolff’s Analyse ist richtig und dabei sollte er es belassen.
    Was bringen Forderungen?
    „Wer es mit dem Kampf gegen den Terrorismus ernst meint, der muss zum einen ein Ende der Kriege um Öl und geostrategische Vorteile und zum anderen das Ende der völlig außer Kontrolle geratenen internationalen Finanzspekulation fordern.“
    Fordern kann man viel ….. was hilft es? Ich lass mich gern eines Besseren belehren.
    Die Ursachen sind mir klar.
    Kommt mir jetzt nicht wieder, dass jeder nur bei sich selbst anfangen soll oder muss.
    Das ist schon wichtig, wird aber nichts an den Ursachen ändern.

    • Mir fällt noch was ein:
      Soziale Ungleichheit wird, sehr richtig, mit als Grund genannt.
      Da könnten wir schon was machen.
      Aber wenn wir denken, „dem anderen geht es noch schlechter – bei mir geht es ja noch“, dann wird das nichts.
      Soziale Ungleichheit wird überhaupt unterschätzt, auch im eigenen Land.
      Das sollte man erst einmal sich und seinem Umfeld klar machen.
      Dann wären wir schon einen Schritt weiter.

    • Die Ursachen sind mir klar.
      Kommt mir jetzt nicht wieder, dass jeder nur bei sich selbst anfangen soll oder muss.
      Das ist schon wichtig, wird aber nichts an den Ursachen ändern.

      Wenn jeder da bleibt, wo er gerade ist, wird sich die Welt auch auf eine bestimmte Weise diesem Verhalten anpassen.

      Fordern kann man viel ….. was hilft es? Ich lass mich gern eines Besseren belehren.

      Ich hab weiter oben das schon relativ ausführlich formuliert.

      Ernst Wolff’s Analyse ist richtig und dabei sollte er es belassen.

      Sind Sie zufrieden mit den Zuständen auf der Welt global gesehen, schwarz ist weiß ?

      Reicht es Ihnen aus, dass Jemand kritisch etwas analysiert, um mit Ihrer Perspektive danach das Elend der Welt immer wieder neu ertragen zu lernen?

      Mir persönlich reicht es nicht.

      Veränderung findet nicht allein durch Analyse statt. Sondern auch durch Forderungen und Perspektiven und vor allem Taten.

      Wenn Sie erwarten würden, dass die Welt sich komplett ohne Sie verändern wird, so rechnen Sie evtl. damit, dass ihre eigene Meinung garkeine Relevanz in der Welt hätte.

      Dem ist aber nicht so.

      Es ist nicht völlig egal, ob Sie sich passiv, negativ, optimistisch oder zuversichtlich äußern.

      Denn Ihre Reaktion verursacht bei jedem Menschen in Ihrem Alltag Resonanz. Ob das auf der Arbeit, bei der Familie, bei Freunden oder im Internet ist.

      Überall dort nehmen die Menschen wahr, ob Sie gerade gute Laune oder schlechte Laune haben.

      Und über solche scheinbar belanglosen Dinge wie „gute“ oder „schlechte“ Laune bilden sich dann auch wieder Resonanzen innerhalb Ihres Umfelds aus.

      Chaostheorie, oder Schmetterlingseffekt wird das unter anderem genannt.

      Das bedeutet : Ihr Verhalten kann bei irgendwem eine gute oder schlechte Laune auslösen – seine gute oder schlechte Laune wirkt auf sein Umfeld – sein Umfeld wirkt auf deren Umfeld usw.

      Und in dem Moment, wo Sie sich dessen wirklich sehr bewusst sind, ist das schon ein riesengroßer Fortschritt.

      Glauben Sie z.B. an Schwarmintelligenz?

      Das viele Menschen in der Lage sind, etwas viel größeres zu erschaffen, als jeder Einzelne allein?
      Das dies auch im negativen Sinne genutzt werden kann, zeigt z.B. Facebook:

      Facebook manipuliert die Gefühle

      Schlecht gelaunt nach einem Besuch auf Facebook? Das kann passieren, weil Facebook seine Nutzer manipuliert. Für eine Studie hat das Netzwerk die Laune mancher Nutzer verbessert – und andere Leute runtergezogen.

      Dass man nach einem Besuch auf Facebook schlechte Laune hat, ist nichts neues. Ständig zeigen die Freunde, was sie für ein tolles Leben haben – das kann einen schon richtig runterziehen. Facebook macht neidisch: Das ist wissenschaftlich schon seit Monaten etabliert.

      Jetzt aber stellt sich heraus, dass Facebook die Gefühle seiner Nutzer bewusst manipulieren kann und das mit mindestens 680.000 Nutzern auch getan hat – ohne Vorankündigung. Und die Amerikaner ärgern sich.

      Für eine Studie mit zwei amerikanischen Universitäten, über die FAZ.NET bereits berichtet hat, hat Facebook in den Vereinigten Staaten die Laune einiger Nutzer verbessert und die anderer Nutzer verschlechtert. Facebook wollte herausfinden, ob sich Emotionen durch das Netzwerk verbreiten können. Sie können.

      Für das Experiment nutzte Facebook den „News Feed“, den Strom an Nachrichten von Freunden auf der Homepage. Diese Nachrichten werden normalerweise schon gefiltert – zum Beispiel danach, wie gerne die Nutzer die Beiträge der anderen lesen. In dem Experiment unterdrückte Facebook nun bei einem Teil der betroffenen Nutzer negativ gestimmte Beiträge der Freunde. Für andere Nutzer wurden positiv gestimmte Beiträge ausgeblendet. Tatsächlich übertrug sich die Laune, die im News Feed angezeigt wurde, auf die betroffenen Nutzer und auf deren Beiträge.

      Laut Facebooks Geschäftsbedingungen ist das gestattet. Nutzer erlauben Facebook bei der Anmeldung, ihre Daten zur Datenanalyse und zur Forschung zu verwenden. Ob die Studie auch allgemeinen Richtlinien zur Forschung an Menschen entspricht, ist umstritten.

      Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/der-facebook-boersengang/facebook-manipuliert-nutzer-gefuehle-fuer-eine-studie-13016744.html

      Und was ich wirklich bewusst machen möchte: es kann auch in die andere Richtung gehen.

      Es braucht keine Facebook- oder Googlekrake, die Ihre und meine Stimmung kräftig manipulieren möchte, damit wir keine Perspektiven mehr sehen und zufrieden reagieren, wenn genügend Journalisten Bad News als eine Bestätigung unserer aufoktruierten Sichtweise raushauen.

      Das kann Ihnen vielleicht auch nochmal Herr Prof. Peter Kruse erklären:

      https://www.youtube.com/watch?v=nzqGjZM6bV4&index=4&list=PL6F8B805C5213A40B&t=0m18s

      (“ wenn wir aber jetzt miteinander einen Lernprozess machen wollen, der übersomativ ist, der also in Richtung Corporate Learning geht, nicht in Richtung meines individuellen Lernens, dann reicht ja nicht die Störung. Sondern wir müssen ein Überindividuelles System erzeugen. Überindividuelle Systeme dieser Art nennen wir Kultur. Kultur meint eigentlich, dass wir miteinander Wertemuster erzeugen, die wir soweit teilen, dass wir miteinander kooperationsfähig sind.
      Im Bereich des Konstruktivismus bedeutet es dann, eine Koevulotion eingegangen zu haben.

      In meinem Kopf muss etwas ähnliches entstehen wie in Ihrem. Da wir das nicht direkt über die Sprache vermitteln können, müssen wir cokonstruieren. Und diese Form der Cokonstruktion, wo wir zwischen uns ein drittes System erzeugen, Luman hat das faszinierend in seinen Theorien auf den Punkt gebracht; es geht darum eine gemeinschaftliche Welt zu erzeugen, die eine Eigendynamik hat und die entsteht zwischen uns. Die entsteht nicht in mir und nicht in Ihnen; und trotzdem sind wir daran beteiligt und werden von dieser Struktur auch sehr stark beeinflusst.

      Und um das zu tun, müssen wir uns im Diskurs über diese Wertegrundlagen geeinigt haben. Wenn wir das geschaffen haben und zwischen uns eine Kultur existiert, dann sind wir in der Lage einen Lernprozess miteinander zu machen, der größer ist als das, was wir jeweils einzeln beitragen.“ ( 0m18 s – 1m31s)

      Und an diese Möglichkeit glaube ich. Sie nicht?

    • Sind Sie zufrieden mit den Zuständen auf der Welt global gesehen, schwarz ist weiß ?
      Was soll diese dumme Frage?
      Glauben Sie z.B. an Schwarmintelligenz?
      Nee, tut mir leid.
      Schwarmdummheit ist dagegen sehr verbreitet.
      Das viele Menschen in der Lage sind, etwas viel größeres zu erschaffen, als jeder Einzelne allein?
      Das ist doch ein alter Hut.
      Was Ihre Vorstellungen betrifft, käme es natürlich auch darauf an, ob es jemanden gibt, dem das nicht gefällt und welche Macht und Möglichkeiten er hat.
      Nun können Sie ja beklagen, das ich in diesem Punkt bei manchem zu negativ rüberkomme.
      Das hat nichts mit schlechter Laune o.ä. zu tun. Das ist meine Sicht auf die Dinge.
      Wenn sie ihre allgemeinen gehaltenen Ausführungen mal konkretisieren würden, wäre ich auch bereit mich einzubringen, vorausgesetzt – ich Sie für sinnvoll halte.
      Mit „man müsste und sollte fordern“ wird sich so nichts ändern.
      Wie stellen sie sich das denn vor? Demo? Petition?
      In einem Gespräch wo es z.B. über einen Terror-Anschlag geht – ich meine Meinung über die Ursachen darlege,
      schaut man nur ungläubig.
      Die Ursache sind für die Leute die Flüchtlinge. Die müssen alle zurück und dann zieht auch wieder Friede ein!
      „Kriege um Öl und geostrategische Vorteile und zum anderen das Ende der völlig außer Kontrolle geratenen internationalen Finanzspekulation“, ist zu hoch, das kennt man nicht, was soll das eigentlich sein? Finanzspekulation versteht ich nicht. Und überhaupt, was hat das mit mir zu tun?
      Und in diesem Umfeld der „Schwarmdummheit“ da fordern Sie mal was.
      Hätte Herr Wolf geschrieben:
      Ein Ende der Kriege um Öl und geostrategische Vorteile und zum anderen das Ende der völlig außer Kontrolle geratenen internationalen Finanzspekulation würden dem Terror die Grundlage entziehen – oder so …

      Dann wäre für mich die Sache in Ordnung.

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