Tagesdosis 2.3.2018 – Selbstlose Helfer der Essener Tafel sind Opfer von SPD-Rassismusvorwürfen

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Die widerwärtige Hetze gegen die Essener Tafel und ihre Unterstützer entlarvt Heuchelei und Pharisäertum unserer selbernannten „Polit-Elite“. Diese Scheinheiligkeit tritt besonders stark bei Vertretern der SPD und anderen Parteien zutage, die sich unter dem Mäntelchen angeblich linker politischer Korrektheit auf das hohe moralische Ross schwingen, um von dort gegen die Leute zu hetzen, die vor Ort in den sozialen Brennpunkten die Reste des verblieben Kitts zu bewahren versuchen, der unsere Gesellschaft noch zusammenhält.

Die Nachricht, dass die Essener Tafel aus Kapazitätsgründen momentan keine nichtdeutschen Neumitglieder akzeptiert ist, liegt bereits einige Tage zurück. Da sie das vollkommene Versagen der staatlichen Fürsorgepflicht reflektiert, wäre sie nach der kurzen medialen Empörung über den Rassismus der Essener schon längst im Gedächtnis des Mainstreams entsorgt worden. Wenn da die Fraktionschefin der Linkspartei Sahra Wagenknecht es nicht gewagt hätte, die staatlich verordneten Ursachen dieser schändlichen Situation öffentlich zu thematisieren.

Sofort hagelte es Kritik aus allen Richtungen. Für die Gegner Wagenknechts, in den beiden konservativen, „christlichen“ Unionen, vor allem aber aus der SPD, von den Grünen und aus Teilen ihrer eigenen Partei waren ihre Äußerungen ein gefundenes Fressen. Denn mit etwas Geschick konnten ihre Aussagen zumindest für naive Menschen wie Lieschen Müller und ihren Freund Otto Ahnungslos in die Nähe von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und AfD gerückt werden.

„Streit um Essener Tafel: Wagenknecht zeigt erneut, dass sie bei der AfD besser aufgehoben ist“, titelte z.B. am 25.2. die deutsche Ausgabe der „links-liberal“ firmierenden Hetzpostille Huffington Post. Und am 27. 2. warf ein gewisser Christoph Vandreier vom trotzkistischen „World Wide Socialist Web“ unter dem Titel „Sahra Wagenknecht unterstützt fremdenfeindliche Kampagne“, der Fraktionschefin der Linken im Bundestag vor: “sich an die Spitze einer flüchtlingsfeindlichen Kampagne“ gestellt zu haben, „die die soziale Katastrophe den Schwächsten der Gesellschaft anlastet.“

Was war nun tatsächlich geschehen? Der Grund für die politische und mediale Aufregung war, dass die Essener Tafel einen Stopp für neue „Gäste“ mit ausländischer Herkunft verhängt hat, weil innerhalb der letzten zwei Jahren der Ausländeranteil unter den mittlerweile 6.000 „Gästen“ von 35 auf 75 Prozent angestiegen war. Junge, teils aggressive Flüchtlinge verdrängten – den Aussagen der Tafel-Mitarbeiter zufolge – mit bedrohlichen Haltungen zunehmend die einheimischen Alten und Schwachen, die Rentner und Alleinerziehenden, die alle um die Reste vom Tisch der Konsumgesellschaft immer härter konkurrierten. Mit dem offiziell verordneten und ständig wiederholten Mantra: „Wir schaffen das“ aber ohne ausreichende, zusätzliche finanzielle Mittel für Kosten für die neu Hinzugekommen zu kompensieren, war das Drama vorprogrammiert. Die Leiter der Essener Tafel zogen die Notbremse.

In dieser ausweglosen Situation verfügten die Helfer in Essen die – nota bene – „vorläufige“ Neuaufnahme von Ausländern zu stoppen, denn in Ermangelung zusätzlicher Zuwendungen wäre das auf Kosten der einheimischen Bedürftigen gegangen. Durch die Tatsache, dass Frau Wagenknecht die Entscheidung der Essener Tafel unterstützt hat und stattdessen die eigentlichen Verantwortlichen in der Bundespolitik für die erschreckende, soziale Notlage beim Namen genannt hat, wird sie nun von links bis konservativ der Rechtslastigkeit, der AfD-Nähe oder gar des „Rassismus“ beschuldigt.

Laut Wagenknecht war der Streit um die Tafel in Essen eine Folge der Zerstörung des Sozialstaates sowie der vielen Rentenkürzungen und der Einführung von Hartz IV. „Dass es in einem reichen Land wie Deutschland inzwischen Verteilungskonflikte um den Zugang zu abgelaufenen Lebensmitteln gibt, ist doch der eigentliche Skandal! Nein, es geht ja nicht um bevorzugen, sondern es geht darum, dass nicht ausgerechnet diejenigen, denen es sowieso nicht gut geht, jetzt auch noch die Lasten der Zuwanderung tragen. Und das ist die Konsequenz der Politik der Bundesregierung.“

Erst unlängst hatte Wagenknecht zu Recht beklagt, dass sich die Möchtegern-GroKo-Koalitionäre bei ihren Verhandlungen über alles Mögliche gestritten haben, nur nicht über wirklich wesentliche Fragen, die über die Zukunft der großen Mehrheit der einfachen Menschen in unserem Land entscheiden. Tatsächlich wurden Konzepte gegen die wachsende Altersarmut, gegen die zunehmende Kinderarmut, gegen die sich rasch verbreiternde Kluft zwischen Arm und Reich, gegen die horrende Wohnungsnot, für die Lösung der illegalen Migration, usw. usf. von den GroKo-Koalitionären nicht entwickelt.

Diese brennenden Probleme betreffen die abgehobene, selbst ernannte Polit-Elite nicht. Vor den Wahlen schlagen sie natürlich auch dazu etwas Schaum, aber danach wird das alles am liebsten wieder ganz schnell vergessen. Und wenn dann die Probleme wie in Essen offen zutage treten und nicht mehr ignoriert werden können, dann wird scheinheilig schnell die Rassismus- oder die Extremismus-Keule geschwungen gegen alle, die es wagen, Kritik zu üben. Von diesen heuchlerischen Angriffen wurden sogar die selbstlosen Helfer der Essener Tafel nicht verschont, wie einige nachfolgende Beispiele zeigen.

Der SPD-Sozialpolitiker Karl Lauterbach twitterte z.B.: „Essener Tafel überzeugt nicht. Hunger ist für jeden gleich. Schade, Ausländerhass sogar bei den Ärmsten angekommen“. Und die geschäftsführende Bundessozialministerin Katarina Barley ermahnte die Essener: „Bedürftigkeit muss das Maß sein und nicht der Reisepass“. Die Berliner SPD-Politikerin und Staatssekretärin Chebli ließ per Twitter wissen: „Mir läuft es kalt den Rücken runter. Essen nur für Deutsche. Migranten ausgeschlossen“.

Mit erfrischender Direktheit entlarvt Jens Berger hier auf dem Blog „Nachdenkseiten“ diese ekelige Heuchelei der SPD-Pharisäer. Er verweist darauf, dass „die Tafeln ja nicht aus dem Vollen schöpfen, sondern Missstände verwalten, die von der Politik zu verantworten“ seien. Genau darum sei es „auch besonders schäbig, wenn ausgerechnet die Politiker, die für die katastrophalen Rahmenbedingungen mitverantwortlich sind, sich nun von einem erhobenen moralischen Standpunkt aus als Kritiker eben jener Helfer vor Ort hervortun, die ehrenamtlich die Folgen der gänzlich unmoralischen Politik zu mildern versuchen“. Damit trifft Berger den Nagel auf den Kopf. Weiter im O-Ton Bergers:

„Wie viel intellektuelle Verwahrlosung braucht es, um als SPD-Politiker durch die Blume den Menschen Rassismus vorzuwerfen, die durch ihr zivilgesellschaftliches Engagement die Folgen der Armut lindern, die von eben jenen Politikern selbst massiv verursacht wurde? Ausgerechnet den Mitarbeitern der Essener Tafeln nun Rassismus vorzuwerfen, … ist schäbig und dumm.

Tatsächlich stellen die Ereignisse aus Essen ein Warnsignal dar für die viel beschworene „Stabilität“ in Deutschland, ein Land, in dem wir laut Frau Merkel „gut und gerne leben“. Da konnte die „Wir-schaffend-das – Kanzlerin“ nicht abseits stehen und musste ihren eigenen Senf dazu geben: In einem Interview mit RTL-„Aktuell“ am Montagabend lehnte sie Aufnahmestopps für Ausländer bei den „Tafeln“ als „nicht gut“ ab. „Da sollte man nicht solche Kategorisierungen vornehmen“, mahnte sie. Zugleich musste die Kanzlerin aber einräumen, dass sie nicht wusste, „wie viele Menschen auf so etwas (wie Tafeln) angewiesen sind“, was auf eine gehörige Portion von gleichgültiger Unwissenheit Merkels bezüglich der sozialen Schlüsselproblem in unserem Land schließen lässt.

Jens Berger hat Recht, wenn er die „Polit-Eliten“ unseres Landes beschuldigt, „die Augen vor den Folgen ihrer Politik zu schließen und nun ausgerechnet auf diejenigen einzuprügeln, die den letzten Kitt unserer Gesellschaft zusammenhalten“. Dieses Verhalten sei „widerwärtig“ und zeuge von einer intellektuellen und moralischen „Verwahrlosung“ dieser so genannten „Eliten“.

Tatsächlich sind im letzten Viertel Jahrhundert infolge der wahnwitzigen, neoliberalen Wirtschafts- und Sozialpolitik aufeinander folgender Bundesregierungen die einstigen Errungenschaften des Sozialstaates entweder zerstört oder bis zur Unkenntlichkeit deformiert worden. Wenn sich nun in Essen Rentner, Hartz IVer und allein erziehende Mütter in Konkurrenz zu Flüchtlingen und Asylanten um weggeworfenes Essen streiten, dann sehen wir im Moment nur die Spitze eines bis tief in die Gesellschaft reichenden, riesigen Eisbergs. Die jüngste Entwicklung in der inzwischen bettelarm gesparten Großstadtkommune Essen lassen erahnen, was den anderen städtischen Ballungszentren in Deutschland noch bevorsteht.

+++

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

Alle weiteren Beiträge aus der Rubrik „Tagesdosis“ findest Du auf unserer Homepage: hier und auf unserer KenFM App.

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

61 Kommentare zu: “Tagesdosis 2.3.2018 – Selbstlose Helfer der Essener Tafel sind Opfer von SPD-Rassismusvorwürfen

  1. Nach längerer Beschäftigung mit den Tafeln ist es jetzt mittlerweile so, das in Brandenburg Tafeln wahrscheinlich schließen müssen, weil sie vom Staat nicht mehr ausreichende Unterstützung (materielle Mittel) z.B für die Miete Ihrer Räume bekommen.
    Außerdem, dass ist zumindest in Brandenburg so, arbeiten da nicht nur Ehrenamtliche, sondern auch 1-Euro-Jober, vermittelt durch die ARGE.
    Die können sich dann nach Arbeitsschluss gleich noch selber was einpacken, weil Sie ja als berechtigt gelten.

  2. Der Bericht sowie eure Kommentare vermitteln mir den Eindruck, dass Diskriminierung unter bestimmten Voraussetzungen gutgeheißen werden darf.
    Verstehe ich da etwas falsch? Komplexes, kompliziertes Politikgeschwafel ist mir bei so einer eindeutigen Diskriminierung fehl am Platz.
    Wer jetzt gegen wen hetzt, hat doch überhaupt nichts damit zu tun, dass eine fälschlich homogene Gruppe ausgegrenzt werden soll.
    Genauso hat es vor ca. 80 Jahren angefangen! Besinnt euch!
    Dann muss die Tafel eben geschlossen werden oder man bekommt einen Warteplatz. Aggressive Bedürftige könnten auch ein Hausverbot bekommen, egal welcher Herkunft!
    M.E. ist der ganze Irrsinn auch noch verfassungswidrig und verstößt gegen die Menschenrechtskonventionen.
    Aufgrund dieser Berichterstattung und eurer Kommentare werde ich wohl meine finanzielle Unterstützung von KenFm stoppen.
    Distanziert euch doch bitte von Ausgrenzungen jedweder Art!
    Bodo

  3. Unter einem Ehrenamt verstehe ich eigentlich etwas anderes, als einen Essenresteverteiler.

    Es ist mir eine Ehre, als Laienschöffe tätig zu sein, es ist mir auch eine Ehre, die Aufgabe eines Jugendtrainers zu übernehmen.

    Das sind Ehrenämter, alle anderen Formen stellen doch lediglich ein primitives Ausnutzen von gefühlsbetonten Menschen dar.

    Leider scheinen einige Menschen nicht zu merken, dass ihre Gutherzigkeit ganz primitiv ausgenutzt wird.

    Darüber hinaus muß man sich auch fragen, warum gibt es Menschen, die vor der Theke stehen und Menschen die hinter der Theke stehen.

    Ist es auch da der kleine Unterschied, seht her ich bin der Tüchtigere in der Gesellschaft.
    Und so sonne ich mich im Gefühl der Großherzigkeit.

    Am besten, wenn ich den Job des delegierens übernehme.

    Dann kann ich auch noch ein wenig meinen Hilfskräften kommandieren, die die Futtersteigen von der Metro abholen sollen.

    • Wow. Harter Tobak, aber ganz nahe an der Realität dran. Habe ich zum größten Teil bei den ach so samariterhaften Tafel-Helfern auch so empfunden, als ich noch Hartz4-Teln musste. Natürlich nicht bei Allen, aber bei Vielen.
      Die machen ihren Gelangweite-Hausfrauen&Rentner-Hobby-Jean-d’Arc-Komplex zur Moralin-Selbstbestätigungs-Alibi-Beschäftigungs-Therapie um sich SELBST=EGO und ihren christlichen Nächstenliebe-Mitheuchlern vorzugauckeln, wie gut es ihnen noch geht und wie gut sie es doch meinen.
      Aber wehe, wenn bei Rewe, Edeka, Aldi, Lidl, Real und Metro mal nicht der richtige Jougurt und die frischeste BIO-Milch in der Kühltheke stehen, oder die Bierwurst schon leicht schmierig wirkt, ja dann … dann zeigen sie ganz schnell ihr wahres Gesicht. Denn schließlich zahlen sie ja gutes Geld für gute Waren mit gültigem MHD-Datum.
      Die MHD-Abgelaufenen Sachen können ja die Anderen armen Säcke…

      Fakt ist: 50 % aller unserer produzierter Nahrungsmittel landen auf dem Müll!!!
      Genauso wie 100% aller unserer teuren Konsum-Produkte! Eines Tages….

      Hier die ultimative Bestimmung und Endlösung für alle DINGE die wir so dringend HABEN wollen (anstatt zu SEIN):

      http://www.scinexx.de/redaktion/wissen_aktuell/bild13/muelldeponieb.jpg

      Sahra Lesch – „Alle findens scheiße, aber Alle machen mit..“
      Sarah Lesch – Testament – https://www.youtube.com/watch?v=79Vda8iHc_w

    • Kirk 🙂

      So ähnlich seh ich das auch mit den:
      „Gelangweite-Hausfrauen&Rentner-Hobby-Jean-d’Arc-Komplex zur Moralin-Selbstbestätigungs-Alibi-Beschäftigungs-Therapie um sich SELBST=EGO und ihren christlichen Nächstenliebe-Mitheuchlern vorzugauckeln, wie gut es ihnen noch geht und wie gut sie es doch meinen.“

      Und auch danke für den Auszug aus dem alten Weizsäcker Buch. Ich hatte es schon fast verdrängt, dass er seiner Zeit um ettliche Jahrzehnte voraus gedacht hat. Ich war eben etwas erschrocken, wie alle seine Vorhersagen so präzise eingetroffen sind. Dieses Buch gehört zum Thema gemacht!

      Ken-Team Hallo?!
      Wir hatten schon seeehr lange kein NachdenKen mehr. Das Weizsäcker-Buch wär doch echt mal ein Thema!

  4. von 2001 bis 2006 habe ich für die privat-organisierte frankfurter TAFEL ehrenamtlich gearbeitet. Dafür gab es noch nicht einmal eine Aufwands-Entschädigung des Landes / Staates.

    Vom Feb. 2008 bis Dez. 2016 war ich ehrenamtlich Sozialpflegerin – und habe der Stadt Einiges an zusätzlichen Personal-Stellen erspart. Leider ist mir das erst zu spät bewusst geworden.

    Es ist also nicht nur extrem heuchlerisch, Frau Wagenknecht Rassismus vorzuwerfen, wenn privat-organisierte Bürger die Arbeit ehrenamtlich für lau erledigen, nur um damit dem STAAT Finanzmittel zu ersparen, damit diese sie besser zur Bankenrettung und u.a. für unsere gewählten Konzern-Vertreter verwenden können.

    Gratulation Frau Wagenknecht !!

    Der Staat hat diese soziale Aufgabe zu erfüllen – und keiner von diesen gewählten Konzern-Vertretern kann niemals erwarten, dass privat-organsierte Ehren-Ämtler für alle sozialen Aufgaben verpflichtet werden.
    Wie denn auch ? Die durch die Tafeln eingesammelten Mengen an Lebensmitteln sind ja BEGRENZT – und die „wundersame Brotvermehrung“ war mal im Neuen Testament. Übrigens, die stand dafür, dass Jesus die Teilnehmer einer Veranstaltung daran erinnerte, dass jeder selbst was dazu beitragen könne – und nicht jeder sich bedienen kann. Und der Groschen fiel, denn so wurden alle satt und es blieben sogar noch Essen übrig.

    Aber die von unseren gewählten Konzern-Vertretern geforderte Verpflichtung zum sozialen ehrenamtlichen Arbeitsdienst gab es doch früher.
    Heute haben wir das freiwillig gemacht – ohne Geld und Rentenansprüche.

    Aber wenn an Lebensmitteln nichts mehr da ist zum verteilen, muss man doch das Recht haben zu sagen, es geht nicht mehr.
    Der STAAT hat diese Aufgabe, Lebensmittel für Alle ranzuschaffen, die nun mal hungrig sind.
    Bezahlt die Leute für die Arbeit, stellt die Lebensmittel selbst bereit und unterhaltet staatliche Suppenküchen.
    Ihr Scheinheilige Allianz.

    • „Der STAAT hat diese Aufgabe, Lebensmittel für Alle ranzuschaffen, die nun mal hungrig sind.“

      Genau so isses!!! Und die ganze Diskussion würde Prof Mausfeld jetzt „gesteuerte Empörung als Strategie zur Ablenkung von den wirklichen Problemen“ nennen.

    • @ Kristana
      Das ist richtig was sie sagen. Doch die Situation sowie die Diskussion zu Rassismus ist ja real – ob gesteuerte Empörung um Abzulenken – oder nicht. Und wenn Leute, die das ehrenamtlich machen, von Konzern-Vertretern angepinkelt werden – ist bei mir Schicht-Ende.

    • Da haben Sie mich jetzt missverstanden! Ich meinte damit nicht Ihren post, sondern die GANZE Diskussion, die momentan medial zu dem Thema abläuft.

      Dass Sie, als Betroffene, besonders gut mit den Mitarbeitern der Tafeln mitfühlen können, ist doch ganz klar. Und das wollte ich auch nicht kritisieren!

    • @ Fantastin

      Allergrössten Respekt vor ihrem Einsatz an den Menschen. Mir ist unwohl bei dem Gedanken, dass Freiwillige, unbezahlte, nicht einmal mit einer Aufwandsentschädigung „belohnte“ Menschen, staatlichen Unwillen, in welchem Ausmass auch immer, kompensieren müssen.

      Ich denke nicht, dass es Aufgabe des Staates ist, Lebensmittel für Alle ran zu schaffen. Gebt den Arbeitern und allen Anderen endlich wieder auskömmliche Entlohnung für ihre Arbeit. Den Rentnern ausreichend Geld für ihren Lebensabend statt Abermilliarden in die Rettung von , nach Fäule stinkenden Banken, Steuervergünstigungen für Grosskonzerne, Besitzende und Maisernten-Zockern zu stecken. Damit wären die meisten Probleme, diesbezüglich, weitgehend vom Tisch.

      Wie kann es sein, dass in einem der reichsten Staaten des Planeten Erde, Menschen einer Armenspeisung unterzogen werden müssen? Ich glaub´ich spinne!

      Wie kann es sein, dass in diesem Lande, von denen, die noch an der Wahlfolklore teilnehmen, etwa 1/3 dem übelriechenden Hosenanzug, trotz dieser asozialen Zustände, ihre Stimme zuwerfen?

      Das kann doch kein halbwegs klar denkender Mensch mehr ernst nehmen und wundert sich auch nicht darüber, dass die Angeschissenen sich, von wem auch immer, ab,- oder bedrängt fühlen.
      Das sind doch alles keine Zufalserscheinungen oder Abfallprodukte politischer Notwendigkeiten.

      Gruss
      Andi

      Ps.:
      @Kristana

      Klare Gedanken und ehrliche Worte sind immer erfrischend zu lesen 🙂

    • @ Fantastin
      eins habe ich noch nicht verstanden, können sie mir erklären mit welcher Motivation sie kostenlos/ehrenamtlich in privat-organisierten firmen (tafel) arbeiten? soll nicht negativ klingen, kann es nur nicht nachvollziehen, denn der solidarische gedanke kann es ja nicht sein. ich kenne niemanden, den ich diese frage stellen kann.

  5. Die heuchlerische Regierungskritik an der Essener Tafel und die selbstgerechte Kritik an KritikerInnen, die differenzieren, beides entfernt uns von der Realität und von uns selbst.
    Die Essener Tafel ist in sich selbst viel zu widersprüchlich, um mit Schnellschüssen selbst kenfm-AutorInnen mit zu verurteilen, wenn sie differenzieren. Ich rate dazu, auch wenn es anstrengender ist, nicht so schnell rigoros ab-zu-urteilen, sondern die Realität als einen Prozess zu verarbeiten, der sich aus Gegensätzen speist. Ich bin aus Essen und weiß, dass dies auch hier gilt.

    • Frau Bonath hat überhaupt nicht differenziert, sondern, wie üblich, einseitig gehetzt!

    • Sie schreiben: „Ich rate dazu(…)nicht so schnell rigoros abzuurteilen, sondern die Realität als einen Prozess zu verarbeiten, der sich aus Gegensätzen speist“. Ganz richtig, aber das sollten Sie als Erstes Ihrer Schreibkollegin Frau Bonath raten!

    • Die heuchlerische Regierungskritik an der Essener Tafel und die selbstgerechte Kritik an KritikerInnen, die differenzieren, beides entfernt uns von der Realität und von uns selbst.
      Die Essener Tafel ist in sich selbst viel zu widersprüchlich, um mit Schnellschüssen selbst kenfm-AutorInnen mit zu verurteilen, wenn sie differenzieren. Ich rate dazu, auch wenn es anstrengender ist, nicht so schnell rigoros ab-zu-urteilen, sondern die Realität als einen Prozess zu verarbeiten, der sich aus Gegensätzen speist. Ich bin aus Essen und weiß, dass dies auch hier gilt.
      Liebe/r AHIMSA ist das Regierungspropaganda, wie Sie schreiben?:
      „Wer hätte das vor 28 Jahren gedacht: Im vereinten Deutschland des Jahres 2018 kloppen sich Abgehängte um Essensreste: Wer darf die von der Bourgeoisie mildtätig unter den Tisch geworfenen Krümel und abgenagten Knochen aufsammeln? Es tobt der Konkurrenzkampf um abgelaufene Lebensmittel, von Supermärkten zur billigen Entsorgung und kostenlosen Imagewerbung in karitative Tafelhände gegeben. „

    • Lieber Herr Trautvetter,

      ich kann mit Ihrem Kommentar nichts anfangen

      Differenziert

      Ja, genau, das wäre wichtig

      Und die wohlüberlegten Worte noch dazu

      Frau AHIMSA schreibt überlegt

      Was soll der Angriff?

      Claudia Volke aus Dresden

    • Herr Trautvetter: Was Bonath geschrieben hat, ist erst einmal herabwürdigend gegenüber den freiwilligen Helfern und denen, die die Tafel nutzen. Sie zeichnet ein Bild, als ob sich ein Lumpenproletariat wie streunende Hunde um Essen balge und kritisiert genauso, wie unsere Regierenden, das verständliche Notverhalten der Helfer als rassistisch. Ebenfalls hat sie ein paar Tagesdosen davor Sahra Wagenknecht abgewertet, die jetzt Verständnis für diese Notbremse zeigte und die Regierung zurecht für solche Zustände verantwortlich machte. Damit verstärkt Bonath für mich ganz offen sichtlich die Schlagrichtung der Regierung, nämlich das gegeneinander Aufhetzen der Bevölkerung.

    • Sie lesen es halt so wie sie es verstehen.

      „Es ist so, wie meine Freundin Heidi Langer kürzlich schrieb: Wenn es um Flüchtlinge geht, blöken sie, das Geld solle man besser für deutsche Obdachlose aufwenden. Geht es um Obdachlose, von denen in der Bundesrepublik inzwischen fast eine Million leben, keifen sie: »Niemand muss hier obdachlos sein, es gibt doch Hartz IV!« Geht es um Hartz-IV-Abhängige, pöbeln sie: »Warum gehen die faulen Schweine nicht arbeiten!« Geht es um Niedriglöhner, toben sie: »Selber schuld, warum haben die nichts Anständiges gelernt!« Und die Flaschen sammelnde Rentnerin hätte eben, statt ihre Kinder großzuziehen und die alten Eltern zu pflegen, arbeiten gehen sollen, die faule Alte. Und wenn die Pöbler dann plötzlich selbst ins Hartz-IV-System fallen, jammern sie über die bodenlose Frechheit, SIE mit all den »Assis« in einen Topf zu werfen.“

      (S.Bonath 26.02. 2018)

      Ich nehme mal an es geht ihnen um diese Sätze, die sie sich raugepickt haben?

    • Anscheinend haben Sie überhaupt kein Vorstellungsvermögen, schwarz-weiß. Das möchte ich mal sehen, wie Sie das in den Griff bekommen hätten!

    • Im Kommentar von Frau Bonath findet man einen Satz, der in der Tat für Ehrenamtliche demotivierend wirken kann:
      „Die Tafeln sind ein Teil des Systems der penetranten Unterwerfung.“ Die Hintergründe dafür sind denkbar kompliziert. Wir haben die Aufgabe, sozial engagierten Menschen nicht die Energie für ihren Einsatz zu nehmen.
      Meine Tochter arbeitet ehrenamtlich in der Hilfe für Kranke, die als Papierlose ungeschützt den Unbillen des Lebens ausgeliefert sind. Sie ist dafür staatlicherseits auch schon geehrt worden, und sie kritisierte dabei, dass der Staat eine solche Arbeit ehrt, sie aber nicht selber sicher stellt, obwohl die Daseinsfürsorge zu den genuinen Aufgaben eines sozialen Rechtsstaates gehören müsste. Ein Staat, der Milliarden in Steuerbetrügen verliert, die er strukturell mitbegünstigt (s. Kum-Ex,…) Ein Staat, der Milliarden in die Rüstung verfeuert, die u.a. zum Anwachsen der Flüchtlingszahlen mit beiträgt.

    • @…..
      sehe ich genauso, dass u.a. Frau Bonath nicht in der lage ist zu differenzieren.
      @ Bernhard Trautvetter
      „Wer hätte das vor 28 Jahren gedacht“
      jeder der aufmerksam war!
      als Kind der annektion (DDR) und den Rückbau des (sozialstaates) durch die kohl-Regierung in den 90`ziger jahren, stehts mit der gleichen Begründung „das können wir uns nicht mehr leisten“ , war schon damals klar, wohin die reise geht! im übrigen empfehle ich ihnen, ihrer tochter zu erklären, dass „ehrenamtliche“ Tätigkeit nichts mit Solidarität zu tun hat!

    • Zitat: „Wer hätte das vor 28 Jahren gedacht“…

      Wer das gedacht hätte? Carl Friedrich Von Weizsäcker sagte in seinem letzten großen Werk „Der bedrohte Frieden“ erschienen 1983 im „Hanser-Verlag“, innerhalb wenigerJahre den Niedergang des Sowjet-Kommunismus voraus(- er wurde damals ausgelacht). (Anmerkung: Und dieses Buch ist offensichtlich auf Anweisung medial ignoriert worden)

      Seine Prognose, auf welches Niveau der Lohn-, Gehaltsabhängigen zurückfallen würde, wenn der Kommunismus nicht mehr existiert, war schockierend.

      Weizsäcker beschreibt die Auswirkungen einer dann einsetzenden“Globalisierung“,(obwohl es damals dieses Wort noch nicht gab), so wie er sie erwartete:

      Die Arbeitslosenzahlen werden weltweit ungeahnte Dimensionen erreichen.
      Die Löhne werden auf ein noch nie da gewesenes Minimum sinken.
      Alle Sozialsysteme werden mit dem Bankrott des Staates zusammenbrechen.Rentenzahlungen zuerst. Auslöser ist eine globale Wirtschaftskrise ungeheurer Dimension, die von Spekulanten ausgelöst wird.
      Circa 20 Jahre nach dem Untergang des Kommunismus werden in Deutschland wieder Menschen verhungern. Einfach so.
      Die Gefahr von Bürgerkriegen steigt weltweit dramatisch.
      Die herrschende Elite wird gezwungen, zu ihrem eigenen Schutz Privatarmeen zu unterhalten.
      Um ihre Herrschaft zu sichern, werden diese Eliten frühzeitig den totalenÜberwachungsstaat schaffen, und eine weltweite Diktatur einführen.
      Die ergebenen Handlanger dieses „Geld-Adels“ sind korrupte Politiker.
      Die Kapitalwelt fördert wie eh und je einen noch nie dagewesen Nationalismus(Faschismus), als Garant gegen einen eventuell wieder erstarkendenKommunismus.
      Zum Zweck der Machterhaltung wird man die Weltbevölkerung auf ein Minimum reduzieren. Dies geschieht mittels künstlich erzeugter Krankheiten. Hierbei werden Bio-Waffen als Seuchen deklariert, aber auch mittels gezielten Hungersnöten und Kriegen. Als Grund dient die Erkenntnis, daß die meistenMenschen ihre eigene Ernährung nicht mehr finanzieren können, jetzt wärendie Reichen zu Hilfsmaßnahmen gezwungen, andernfalls entsteht für sie ein riesiges, gefährliches Konfliktpotential.
      Um Rohstoffbesitz und dem eigenen Machterhalt dienend, werden Großmächte Kriege mit Atomwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen führen.
      Die Menschheit wird nach dem Niedergang des Kommunismus das skrupellosesteund menschenverachtendste System erleben, wie es die Menschheit noch niemals zuvorerlebt hat, ihr „Armageddon“ („Endkampf“).
      Das System, welches für diese Verbrechen verantwortlich ist, heißt“unkontrollierter Kapitalismus„.

      C. F. von Weizsäcker sagte 1983 (vor 25 Jahren), daß sein Buch, welches er als sein letztes „großes Werk“ bezeichnete, mit Sicherheit von der Bevölkerung nicht verstanden würde, und die Dinge somit ihren Lauf nehmen!

      Das deutsche Volk bewertete er wenig schmeichelhaft wie folgt:

      absolut obrigkeitshörig
      des Denkens entwöhnt
      typischer Befehlsempfänger
      ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage!
      Der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehrhat, was sich zu verteidigen lohnt. Wenn er aber aus seinem Schlaf erwachtist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein – auch das, was ihm noch helfen könnte!!

      Die einzige Lösung die Weizsäcker bietet, ist die Hoffnung, daß nach diesen unvermeidlichen Turbulenzen dieser Planet noch bewohnbar bleibt.

      Denn Fakt ist, die kleine Clique, denen diese Welt schon jetzt gehört, herrscht nachdem einfachen, aber klaren Motto: „Eine Welt, in der wir nicht das alleinige Sagen haben, die braucht es auch in Zukunft, nicht mehr zu geben„.

      Wie bereits oben erwähnt, rechnete Weizsäcker nicht damit, verstanden zu werden.

      https://lupocattivoblog.com/2010/03/03/carl-friedrich-von-weizsacker-der-bedrohte-frieden-heute-buch-von-1983/

      Kritische Mahner gab es zur Genüge, nur hinhören wollte kein Schwein…Als Herbert Grönemeyer sein Song zur hirnlosen Konsum-Hysterie rausbrachte, haben die Meisten der heutigen Allerwelts-Truther noch feuchte Träume von Nena und Stefanie Tücking gehabt und nach nem weißen Golf-3-Cabriolet geschielt.

      Herbert Grönemeyer – Luxus (Official Music Video) – https://www.youtube.com/watch?v=WVdKA8FKonw

      alle welt auf droge
      städte im schönheitsschlaf
      passagiere schlürfen eifrig austern
      gepflegt heißt die parole
      gediegen gewinnt die wahl
      hier ist alles sauber, frohsinn ist angesagt

      wir drehen uns um uns selbst
      denn was passiert, passiert
      wir wollen keinen einfluß
      wir werden gern regiert
      hör auf mir zu predigen
      hör auf mit der laaberei
      wir feiern hier ’ne party
      und du bist nicht dabei

      zweifel ertrinken bei uns in champagner
      und dem kopf hilft kokain
      die träume werden leider immer kleiner
      nur wer überlebt, ist auch auserwählt

      wir drehen uns…

      umgeben uns nur mit kashmir und mit seide
      alle wünsche sind erfüllt
      ideale verkauft, hoffnungen hirngespinste
      luxus ist das, was uns zusammenhält

      wir drehen uns…

      die lok auf der hauptstrecke
      seitengleise stillgelegt
      warnsignale werden überfahren

      gehetzt wird jeder
      der dem rausch im wege steht
      soll erfüllt, vereint und immer mehr allein

      Mich persönlich hat 1978 La Düsseldorf mit GELD unsanft aus dem Schlaf der Selbstgerechten geweckt!

      La Düsseldorf – Geld – YouTube
      https://www.youtube.com/watch?v=fu5SJdTuIfc

  6. Anbei eine Ergänzung zum „World Wide Socialist Web,“ mit hauseigener Internet-Seite, sowie hauseigener Partei, PSG, die bei Bundestagswahlen unter ferner liefen antritt:

    Es ist ein Merkmal derer, welche linke Bewegungen unterwandern und/oder gleich Organisationen und Anlaufpunkte für kritische Menschen, mit fortschrittlichem Gedankengut, selbst aufbauen, daß sie stets mit einem Teil der Wahrheit agieren, um Lügen zu verbergen.

    Zahlreiche Intellektuelle, Organisationen, NGOs belegen diese Vorgehensweise, die darauf ausgerichtet ist, die Richtung in die eine Entwicklung geht zu kontrollieren und/oder wirksame Opposition zu verhindern bzw. zu spalten.

    Beispiel vom World Wide Socialist Web, zunächst aktuell zu Syrien, mit Fassbomben und der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte:

    USA nutzen syrische Regierungsoffensive für eigene Interventionspläne
    Von Jordan Shilton
    23. Februar 2018

    (…)
    In den vergangenen Tagen flog die syrische Luftwaffe, unterstützt von russischen Kampffliegern, wiederholt Einsätze gegen Ost-Ghouta. Gemäß Berichten der in Großbritannien ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte sollen bisher über 270 Zivilisten, darunter mehr als 60 Kinder, getötet worden sein. Die Luftschläge, bei denen auch Fassbomben abgeworfen wurden, haben Krankenhäuser getroffen und weitere wichtige Infrastruktur beschädigt. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen meldete, dass dreizehn ihrer Einrichtungen getroffen worden seien.
    (…)
    Menschenrechtsgruppen wie Amnesty International veröffentlichten eine Stellungnahme, die die zivilen Opfer beklagt und eine Waffenruhe fordert. Vertreter der Vereinten Nationen bezeichneten die Lebensbedingungen in Ghouta als „höllisch“. Seit drei Monaten ist in dieser Stadt bloß ein einziger Lastwagen mit Hilfsgütern angekommen.

    Die amerikanischen Massenmedien berichten in gewohnt scheinheiliger Doppelmoral praktisch ununterbrochen über die Regierungsoffensive. Der durchsichtige Zweck besteht darin, in der Öffentlichkeit ein Klima zu schaffen, das einer katastrophalen Ausweitung des Syrienkriegs günstig wäre. Millionen Menschenleben stehen dabei auf dem Spiel.
    https://www.wsws.org/de/articles/2018/02/23/syri-f23.html

    Wie sie sehen wird sich ebenfalls auf Ärzte ohne Grenzen und Amnesty International bezogen (wo sicherlich auch nette Leute arbeiten, bzw. aktiv sind), deren Wirken oftmals hochproblematisch ist.

    Und noch dieser, etwas älter, der gegen den Friedenswinter 2014 agitiert, mit einem Einstieg, der für mich noch nachvollziehbar ist, dann aber beleidigende Polemik enthält und an der Querfront strickt:

    Pazifismus und Nationalismus – das reaktionäre Programm des „Friedenswinters“
    Von Ulrich Rippert
    13. Dezember 2014

    (…)
    Diese Liste frommer Wünsche, verbunden mit dem für die Kundgebung geplanten Pfaffengeschwätz, dient als Deckmantel für eine deutliche Rechtsentwicklung der Friedensbewegung.
    (…)
    Ken Jebsen spielt auf den Montagsdemonstranten eine Schlüsselrolle und wird mitunter als „Chefideologe“ der neuen Friedensbewegung bezeichnet, weil er geschickt linke und rechte Standpunkte miteinander vermischt.
    https://www.wsws.org/de/articles/2014/12/13/frie-d13.html

    Wahrheit und Lüge. Wäre es den Leuten der WSWS mit ihrer Kritik, ihrem Einsatz als Streiter für Gerechtigkeit, tatsächlich ernst gewesen, hätten sie nicht gespalten, sondern die Hand gereicht. Aber nach WSWS Manier ist nur die PSG die Fleisch gewordene Verheißung.

    Um noch eine Variante zu darzulegen, zu Herrn Konicz. Zunächst ein guter Rechercheartikel, welcher beim Rubikon veröffentlicht wurde:

    Montag, 11. September 2017, 10:39 Uhr
    ~14 Minuten Lesezeit
    Neoliberal und fremdenfeindlich
    Den Klassenkämpfern von oben dient die AfD als millionenschweres Anlageobjekt.
    von Tomasz Konicz

    (…)
    Nein, wirklich spannend an dem Wahlkampf der AfD sind nicht die Inhalte, die mit ihrer Betonung der Besonderheit des Deutschtums so charakteristisch für den öden Neo-Nationalismus sind, den der erstarkende Rechtspopulismus in allen Ländern gleichermaßen predigt. Spannend ist hingegen die Frage, wer diese kostspielige Party finanziert. Dann dies ist absolut nicht klar, wobei die Parteiführung sich – eine Lücke im Wahlgesetz ausnutzend – schlicht dumm stellt und so tut, als ob der warme Geldregen, der derzeit über den Rechtspopulisten niedergeht, ein bloßer Zufall, eine kleine, gut gemeinte Aufmerksamkeit unbekannter Gönner wäre.
    https://www.rubikon.news/artikel/neoliberal-und-fremdenfeindlich

    Und dann bei Telepolis, die Querfront:

    Querfront als Symptom
    28. Januar 2018 Tomasz Konicz

    (…)
    Die gegenwärtige Querfront-Debatte kreiste aber um die zunehmenden rechtspopulistischen Tendenzen in der Partei „Die Linke“, die vor allem während des Bundestagswahlkampfes offen zutage traten. Konkret entzündete sich die Debatte an dem umstrittenen Linkspartei-Politiker Dieter Dehm, der sich offen mit dem Verschwörungsideologen und YouTube-Star Ken Jebsen bei Auseinandersetzungen mit dem linken Kultursenator Berlins solidarisierte, als dieser die Verleihung eines neu erfundenen „Karlspreises“ an Jebsen in Örtlichkeiten untersagte, die vom Berliner Senat gefördert werden.
    (…)
    Dehm und Jebsen sind schon mehrmals gemeinsam politisch aktiv geworden – vor allem bei der von Jebsen unterstützten „Mahnwachen-Bewegung“, die als ein Vorläufer und unfreiwilliger Wegbereiter für Pegida fungierte (Die Bewegung als Bewegung).

    Die Selbstverständlichkeit, einem Verschwörungsideologen Räumlichkeiten zu verweigern, in dessen Medienprodukten regelmäßig linke und rechte Autoren interviewt werden – vom stramm rechten Jürgen Elsässer über den Handelsblatt-Ökonomen Norbert Häring bis zum ehemaligen SPD-Politiker Albrecht Müller -, führte aber zu erbitterten internen Auseinandersetzungen innerhalb der Linkspartei, wie der Tagesspiegel bemerkte.
    https://www.heise.de/tp/features/Querfront-als-Symptom-3952540.html?seite=all

    Sie sehen, Wahrheit und Lüge. Konicz schießt im ersten Artikel gegen einen Teil des Establishment, ist aber selbst Establishment und schießt im zweiten Artikel gegen Versuche der Emanzipation.

    Kürzlich wurde ja darauf verwiesen, daß Noam Chomsky auch solch ein Gesell ist:

    Donnerstag, 01. März 2018, 10:00 Uhr
    ~9 Minuten Lesezeit
    „Progressive“ Kriegstreiber
    Auch „linke Intellektuelle“ fordern den „Regime Change“ in Syrien.
    von Rubikons Weltredaktion

    (…)
    Infolgedessen wurde der gemeinsame Widerstand zersplittert. An Teilproblemen orientierte Protestbewegungen – zum Schutz der Umwelt, gegen die Globalisierung, für den Frieden, für die Rechte von Frauen, Schwulen, Lesben, Bi-und Transsexuellen – werden gezielt und großzügig gefördert, um eine Massenbewegung gegen den globalen Kapitalismus zu verhindern.
    (…)
    Der bekannte US-Linke Noam Chomsky hat in einem Interview, das er am 5. April 2017 – zwei Tage vor den von Trump angeordneten Luftangriffen auf Syrien – der US-Website Democracy Now gegeben hat, einen Regime Change in Syrien befürwortet und die Meinung vertreten, ein ausgehandelter „Rücktritt“ Baschar al-Assads könne eine diplomatische Lösung (des Syrien-Konflikts) ermöglichen.

    Chomsky äußerte: „Das Assad-Regime ist eine moralische Zumutung. Mit Unterstützung der Russen begeht es schreckliche Verbrechen.“ Diesen schlimmen Vorwurf hat er allerdings nicht durch Quellen oder Nachweise belegt.
    https://www.rubikon.news/artikel/progressive-kriegstreiber

    Ich hoffe ich habe niemandem ein Bonbon weggenommen, aber das war ohnehin nicht besonders schmackhaft. Weiters hoffe ich, daß das „teile und herrsche“ Prinzip irgendwann einmal seine Wirksamkeit verliert, ebenso wie kleinliche Eifersüchteleien.

  7. Es hat sich nichts geändert zur DDR. Empor kommt nur, wer den Ductus der Leitlinien der Lobbyisten kennt und herunterbetet. Stasi heißt heute NSA, BND und die SS ist nicht weit von der heutigen Polizei entfernt. Die Lobbyisten kennen nur Profit, Macht und eine Basis aus hohlen Werten, die man vertreten muss, wenn man etwas erreichen will. Wahre Größen wie Sarah Wagenknecht oder Ken Jebsen werden von der Lobbyistenpresse diffamiert, zurechtgestutzt und -geschnitten und die Mehrheit der Bevölkerung blickt da überhaupt nicht mehr durch. Die Unterschicht weiß mittlerweile gar nicht mehr, was Sache ist, und versinkt in haarsträubenden Verschwörungsgeschichten wie Flache-Erde und Alienherrschaft, Reptiloiden und und und. Wenn sie nicht KenFM guckt, das scheinbar als einziges Portal noch den Durchblick im postfaktischen Zeitalter hat. Wenn sich solche Leute wie Jebsen oder Wagenknecht nicht durchsetzen, werden wir bald einen totalversklavten Staat haben aus ein paar Herren und Millionen Bücklingen, die Freiheit wäre dahin, Millionen missbildete Gentechnikopfer würden herumlaufen und irgendwann wäre die Umwelt auch tot.
    Aber noch ist das letzte Wort nicht gesprochen. Die Graswurzelevolution ist am laufen und die Kleinen Gräser werden mehr und vertreiben die dunklen, hohen Bäume Stück für Stück, wenn wir uns vernetzen und gegenseitig informieren, Lösungen suchen und sie umsetzen.
    Sahra Wagenknecht möchte eine Linksbewegung ins Leben rufen. Ich wünsche ihr, dass es ihr gelingt und hoffe, dass es ihr dann mit den Lobbyisten nicht so ergeht wie J.F. Kennedy.

  8. Vielleicht sollte man diesen sog. Funktionseliten das Bild von alten Zeiten wieder hervorbringen:
    Für eine ähnliche realitäts- sowie kopflose Aussage Antoinette’s „… sollten die doch Kuchen essen.“ hatte sie im wahrsten Sinne des Wortes ihren Kopf verloren.
    Dieses pervese Spiel die Ausgebeuteten gegeneinander auszuspielen, wird nicht lange halten können.
    Das was hier zu beobachten ist, ist nur einer von wenige Warnschüssen.

  9. Frau Donath ist wohl dem Kipping-Flügel der Linken zuzurechnen. Die Antifaschisten, die mitunter wie Faschisten auftreten, haben immer recht.
    Das der Schwächere vor dem Starken in der Warteschlange der Tafel- Essensausgabe geschützt werden muss, wenn der Mangel verwaltet wird, passt nicht in ihre Ideologie.
    Sie lieben die Theorie, scheitern aber an der Praxis.

    • Frau Bonath ist leider kein Donat!:) Und ich rechne sie zunächst mal der Zeitung zu, für die sie sonst schreibt: Die JUNGE WELT.

    • Der Kommentar gehört als Antwort zu AHIMSA 12:46.
      Versehentlich hier reingerutscht.

    • Der Mangel ist künstlich erzeugt worden!
      Warum soll man Ihn verwalten? Das kann doch nur schief gehen.
      Ist es nicht besser, gerecht zu verteilen?
      Es ist nicht so, dass dieser erzeugte Mangel von vielen noch als gerecht gehalten und verteidigt wird?

    • Ich kenne mich in den Flügeln der Linken nicht so gut aus. Aber mit den Basis-Linken haben wir hier wenig gute Erfahrungen gemacht. Verbal sind sie immer groß mit dabei, wenn es gegen Krieg und Militär geht, besonders vor den Wahlen. Aber das Verhalten dann danach spricht eine ganz andere Sprache. Es ist bei vielen wohl nichts weiter als ein von außen aufgepapptes Etikett, um sich ein bisschen besser zu fühlen als die ohne Etikett.
      Dass da in der Linkspartei ein schwerer Kampf toben muss, kann man sich ja vorstellen. Die einzigen echten Linken sind da wohl noch Oskar und Sahra und die, die von denen sie noch unterstützt werden.

    • Wagenknecht möchte die Fluchtursachen bekämpfen. Es macht keinen Sinn, wenn sich Kontinente wie Afrika in der Bevölkerung seit 1975 vervierfacht haben und man dann bis 2050 einer Milliarde Afrikanern in Europa das Überleben sichern will. Wenn wir Afrika entsprechend aufbauen, müssen wir sie hier nicht versorgen, denn irgendwann ist das Land begrenzt.

    • schwarz ist weiß,,,….hat den nagel auf dem kopf getroffen…wir leben in diesem perversen system,,,und können es nicht mal ändern, nicht mal durch wahlen

    • schwarz ist weiß und TOPAS: Sie kritisieren die freiwilligen Helfer der Essener Tafel, ohne Kenntnis vor Ort und in Ignoranz dessen, was berichtet worden ist. Sollten die z.B. zusehen, wie alte Leute, speziell Frauen, von zunehmend kräftigen jungen Männern(aktueller Anteil nun 75%) rücksichtslos beiseite geschubst werden? Und wie soll dann die Alternative sein? Dann lieber niemandem mehr helfen, weil es nicht mehr für alle reicht? Sie machen es sich mit Ihrer theoretischen Rechthaberei sehr einfach. Sie nehmen damit in umgekehrter Weise sie selbe ignorante Haltung ein wie unsere Regierung und merken es noch nicht einmal.

    • „Sie machen es sich mit Ihrer theoretischen Rechthaberei sehr einfach. Sie nehmen damit in umgekehrter Weise sie selbe ignorante Haltung ein wie unsere Regierung und merken es noch nicht einmal.“
      Das ist schlichtweg falsch!
      Nur zur Info, „zu Fuß“und praktisch, damit auch Sie es verstehen.
      Wenn ich Leiter einer Tafel wäre, würde ich nicht „zusehen, wie alte Leute, speziell Frauen, von zunehmend kräftigen jungen Männern“ beiseite geschubst werden.
      Genau diese Personen würden im Wiederholungsfall ausgeschlossen. Nicht aber alle anderen, die den Pass der „Drängler“ haben.
      Nur noch Deutsche aufzunehmen, käme bei mir nicht in die Tüte.
      Ende der Durchsage!
      Das durch eine verfehlte Politik überhaupt Tafeln in dieser Form möglich und nötig sind, ist das Hauptproblem.
      Alles andere hat schon B. Trautvetter an Sie geschrieben.

  10. Frau Merkel scheint jedes Feingefühl, jeder Anstand, jedes Interesse für die Ärmsten im Lande abhanden gekommen zu sein, falls es je da war. In einer Demokratie, die wir, ihrer Meinung nach ja angeblich haben, sollten die politischen Führer einmal in Jahr für einen Monat unter den Bedingungen der Ärmsten im Lande Leben müssen, damit sie wissen, worüber sie reden.
    Erstaunlich ist aber auch der Stand der Verdummung der Bevölkerung, die diese Frau noch wählen.
    Ich weiß, wir werden tagtäglich von den Medien auf zweitrangige Themen gestoßen, die mit unseren Interessen nichts zu tun haben, aber die wir schlucken und verdauen sollen. Aber müssen wir das wirklich, uns in das Befinden der Kanzlerin reinzufühlen, statt in das Empfinden eines Obdachlosen, der bei dieser Kälte unter den Brücken schläft? Wir sollten sie ignorieren, diese kranken Psychopathen, und nicht deren Zeitungen lesen, uns nicht die öffentlich rechtlichen Lügen- und Lückenmedien reinziehen. Wir sind von Merkel und Konsorten verraten und verkauft worden.
    Wir sollten den Kakao, durch den sie uns ziehen, nicht auch noch trinken.
    Wir sollten, wir müssten, aber wir schauen noch immer zu. Ich auch. Wie lange noch?

    • Wenn man wie Frau Merkel + CDU mit dem Spruch “ „Für ein Land, in dem wir gut und gerne leben.“ in den Wahlkampf zieht,
      dann stören doch die Abgehängten, Bedürftigen und die Armen das Gesamtbild.
      Deshalb werden Sie ausgeblendet und verschwinden in der medialen Aufmerksamkeit.
      Dabei spielen auch wieder die MSM eine sehr unrühmliche Rolle.
      Die Abgehängten, Bedürftigen und die Armen gehören in der Mehrzahl nicht zu Ihren Kunden.

    • Für einen MONAT unter den Bedingungen der Ärmsten? Im Ansatz ne gute Idee.
      Aber das reicht bei weitem nicht. In einem Monat geht nicht die Waschmaschine kaputt, kommt keine Heizungs/Stromnachzahlung, muss keine Klassenfahrt bezahlt werden und auch keine Winterschuhe und -jacken. In einem Monat kommen auch keine Sanktionen vom Amt, man wird nicht obdachlos, kein Gerichtsvollzieher steht vor der Tür und man muss sich auch nicht im Rewe mit Gutscheinen erniedrigen lassen oder sinnbefreite, menschenunwürdige Beschäftigungsmaßnahmen erdulden.
      Man muss mind. ein Jahr, oder besser zwei Jahre im HartzIV stecken um auch nur ansatzweise zu verstehen, wie es Menschen geht, die das länger ertragen müssen.

    • naja, so richtig ist sie ja nicht gewählt worden….30% sind eigentlich 15%, und das sind wahrscheinlich genau die staatsbediensten, die werden mit geld und posten korumpiert, die bürger sind machtlos, 20 % erzeugen das bruttosozialprodukt, werden aber nur an den krumen beteiligt, die runterfallen…der rest wird auf die anderen 80% verteilt, und wie verteilt wird wissen wir ja, schade ist, das die stimmen der 20% voll untergehen und eigentlich garnicht zählen, wenn die morgen alle zu hause bleiben würden, hätte der spug endlich ein ende….!!! wie IT schon gesagt hat „zu hause“

  11. Tja, da sieht man wieder wie die MSM und unsere Volksvertreter ticken. Ignorieren der Probleme und wenn sich jemand traut die Verfehlungen und die Ignoranz anzusprechen, Feuer Frei! Ich habe das schon Mal, ich glaube hier, geschrieben, was sagen eigentlich die Liberalen dazu? Ist doch eigentlich in Deutschland noch zu viel Sozialstaat und in der Leistungsgesellschaft in der nur der einzelne Zählt sind die „Angehängten“ selbst schuld, sind halt nicht fleißig und flexibel genug für den heiligen Markt. Jetzt, wo die dunkle Seite des Marktradikalismus offensichtlicher zu Tage treten, hält man sich dezent zurück, ansonsten wäre der Posterboy und sein väterlicher Freund ganz schnell im politischen Nirvana verschollen. Haben sie sehr gut von der Kanzlerin und ihrem Ziehvater gelernt, einfach aussitzen, von der Presse geht keine Gefahr aus.
    Die SPD, Grünen und Pseudolinken sind auch nicht besser, von der AfD ganz zu schweigen, die sind eh der rechte Arm von CDU/CSU und FDP.

  12. aus der BPK vom 28. Februar 2018 (quelle: jungundnaiv)

    O-ton – STS SEIBERT: Die Tafeln sind ja bürgerschaftliches Engagement par excellence.

    FRAGE DR. TUYALA: Herr Seibert, können Sie noch einmal Stellung zu dem Vorwurf nehmen, dass der wahre Skandal eigentlich darin liege, dass Menschen überhaupt auf privatwirtschaftlich organisierte Tafeln angewiesen sind?

    STS SEIBERT: Deutschland ist ein Sozialstaat mit einem dichten sozialen Netz, sogar einem Netz, das in den letzten Jahren noch weiter ausgebaut und dichter geknüpft wurde. Die Tafeln wie viele andere Beispiele bürgerschaftlichen Engagements ergänzen mit ihrem Angebot die Leistungen des Sozialstaats. Das ist eine Tradition, auf die wir, weil hinter ihr die praktische Arbeit von Millionen von Menschen steht, durchaus stolz sein dürfen. Etwas anderes ist, dass es Menschen gibt, die eine Bedürftigkeit empfinden, die sie zu den Tafeln gehen lässt; das ist richtig. Deswegen ist Armutsbekämpfung eine der wichtigsten Aufgaben jeder Bundesregierung und auch dieser Bundesregierung. Es gibt viele Beispiele dafür, wie das in unsere tägliche Arbeit einfließt, vom Mindestlohn bis zur Verbesserung der Rentensituation usw.

    ZUSATZFRAGE DR. TUYALA: Sie sprachen jetzt von einer Tradition, auf die man stolz sein könne. Trotzdem sind halt immer mehr Menschen tatsächlich auf diese Tafeln angewiesen. Darin, dass halt immer mehr Menschen darauf angewiesen sind, verorten viele Kritiker, viele Beobachter den wahren Skandal, und darauf zielte meine Frage ab, nämlich wie Sie diesen Vorwurf für die Bundesregierung beurteilen.

    STS SEIBERT: Ich habe Ihnen die Antwort gegeben.

    Das ist doch Realitätsverweigerung „par excellence“.

    • Herr Seibert bekommt entweder jede Menge Schmerzensgeld oder er ist Überzeugungstäter.
      Welche Fragen ich mir immer Stelle: hat er tatsächliche Freunde, Kinder, Eltern, Verwandte? Wie erklärt er denen sein Verhalten? Spricht überhaupt noch jemand mit ihm, bei dieser moralischen Höchstleistung?

    • Seibert, sowie auch viele andere Sprecher der Ministerien, besitzen die Fähigkeit blitzschnell in den Amtsmodus umzuschalten.
      Nach eigenen Angaben macht er seinen Job sehr gerne.

      Wenn Sie ihn bei seiner Arbeit beobachten, gibt er emotionslos die Sicht der Bundesregierung an die Presse.
      Da kommt nichts persönliches rüber – soll wohl auch nicht.
      Es ist für mich schwer, ihn auszuhalten und zuzuhören.
      Frau + Kinder mal im Netz suchen. Hat er.
      In Interviews ist er auch nicht locker und hält Abstand.
      Ich glaub nicht, dass er privat genau so ist, wie vor der Kamera – das hält doch keiner auf Dauer aus. 🙂

    • Man hat den Eindruck, das Seiber der Pressesprecher eines Nachrichten- oder Geheimdienstes ist und nicht der Sprecher der Bundesregierung.
      Er redet zwar – aber er sagt nichts.

    • Schon klar das der im privaten nicht so sein wird. Bloß, was sagt sein Umfeld zu seinem Job? Egal, der mit dem Gehfehler hat auch nur so erzählt, im wirklichen Leben war der total super, war halt sein Job? Kann man das im privaten so ausblenden Hauptsache die Kohle passt? Wenn er es nicht macht, macht es ein anderer? Naja immer klappt das ja nicht, wenn man an die Familie des Einheitskanzlers denkt.

    • Herr Seibert ist ein Paradebeispiel derer, die auch zu Ostzeiten das System stützten. Grundprinzip Schizophrenie. Lustigerweise kannte ich gegeben durch meine offene Haltung gegenüber diesem System oft Menschen, die sich mir gegenüber „beidseitig“ offenbarten. Laut Paul Watzlawick beginnt Schizophrenie eigentlich schon mit der Entwicklung einer Sprache. Kommunikation nach außen baut eine divergente Welt des ICHs auf und funktioniert am besten, wenn Angst ins Spiel gebracht wird. Mein Fazit, die ermbärmlichsten Schisser sind die größten Schizos.

  13. Frau Bonath und Sympathisanten hauen also hier bei KenFM genau in die selbe Kerbe wie unsere Regierung! Gratulation!

    Der herausragende autodidaktisch gebildete und mehrfach öffentlich geehrte italienische Widerstandskämpfer und Schriftsteller, bekannt unter dem Namen Ignazio Silone, der sich „Christ ohne Kirche“ nannte und „Sozialist ohne Partei“, sagte am Ende der Mussolini-Ära:
    „Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Nein, er wird sagen Ich bin der Antifaschismus“.

    • hallo Ahimsa, hab ich nicht, wenn ich aber Diskussionen im Forum richtig verstehe, kommentiert man unter dem entsprechenden Artikel, zur Not fügt man einen Querverweise / Link ein.
      Hole jetzt die von dir angeführten Artikel nach, was hast du denn an dem Artikel von HR. Rupp auszusetzen?

    • So, Ahimsa, Artikel gelesen und auch einige Kommentare. Ja, Frau Bonath ist in Bezug auf die Zuwanderung naiv und Sozialromantisch. Sie hat halt ein Problem damit, zu erkennen, wo uns die geplante und gesteuerte Massenimigration hinführen soll. Das Integration funktioniert sieht man doch an Ken, es ist nur eine Frage der Dosis. Wenn ich an manche Großstädte denke, wo 50 % der Neugeborenen Migrations Hintergrund haben, bin ich gespannt, wie es dort in 20 Jahren bei gescheiterter Integration aussieht. Das hat nichts mit Rechts oder Schwarzmarkt ein zu tun. Ich bin gespannt, wie die Befürworter reagieren werden. Ich befürchte, sie werden ihre Hände in Unschuld waschen und davon fabulierst, das es nicht so geplant und nicht vorhersehbar war.

    • Wie kann man denn aus meinem Kommentar herauslesen, ich hätte etwas an diesem Artikel von Herrn Rupp auszusetzen? Verstehe ich nicht. Ganz im Gegenteil bin ich ihm dankbar für diese Klarstellung.

    • Mensch Ahimsa wenn ich einen Post unter einen Artikel setze beziehe ich mich normalerweise auf diesen. Deshalb überhaupt mein Post.

    • Das Wort „gesteuerte Massenimigration“ erinnert an Herrn Zemanns (Präsident Tschechiens)) Vorwurf, jemand inszeniere eine Invasion, die ähnlich dem trojanischen Pferd für den Sieg gebraucht würden. Empathie führe in die Hölle:
      https://www.welt.de/politik/ausland/article150346836/Zeman-nennt-Fluechtlingszustrom-organisierte-Invasion.html
      Nun, ich habe SchülerInnen, die mit wenigen Habseligkeiten, die sie teils auf der Flucht verloren haben, der Todeszone gerade noch unter Todesverachtung auf der lebensgefährlichen ‚Überfahrt‘ über das Meer der Toten südlich von Europa entronnen sind.
      Wenn das alles jemand inszeniert haben sollte, dann die Nato, deren Staaten die Kriege angezettelt haben.
      Herzlosigkeit führt die Menschheit in den Abgrund. Nicht auszudenken, was passiert, wenn ein Schrott-AKW in Belgien bei Westwind einen GAU hat und wir das Ruhrgebiet mit seinen ca. 5 Mio. Bewohnern evakuieren müssen. Wir brauchen Abrüstung, Friedenspolitik und Gerechtigkeit oder die Menschheit tritt von der Erde vielleicht doch noch ab. Nur wenn der Mensch Mensch ist, besteht die Chance, dass er die Zukunftsgefährdungen abwendet.

    • Herr Trautvetter: Dass der Grund für alles Unglück die menschliche Gewalttätigkeit ist – also im Falle der Flüchtlinge die Nato, die Deutsche Regierung und letzendlich vor allem USA mit ihren Angriffskriegen – wissen wir doch wohl alle, die wir hier schreiben. Aber das hat doch jetzt nichts mit der verkehrten Hetzerei gegen die Tafelleute zu tun, um die es hier geht und darum, dass sich heute der Faschismus hinter einem Antifaschismus verbirgt. Auf jeden Fall hier in Deutschland, wo alles Widerspenstige gegen die bestehende brutale Regierungsmacht mit der Nazikeule niedergeknüppelt wird und die Menschen in ihrer Not noch aufeinander gehetzt werden, anstatt zu helfen.

Hinterlasse eine Antwort