Tagesdosis 20.11.2018 – „High Noon“: Der Kampf gegen die Pressefreiheit in den USA

Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

Unabsichtlich, durch einen blöden Fehler (1), kam am 15. November zutage, was das Justizministerium unter Donald Trump mit Julian Assange vorhat, dessen Asyl in der ecuadorianischen Botschaft nach steter Bearbeitung der neuen Regierung des südamerikanischen Staates durch die US Regierung nur noch in Tagen bemessen ist.

Beim Kopieren eines Textabschnittes von einer Anklageschrift zur anderen wurde eine Passage verwendet, aus der hervorgeht, dass eine sogenannte „Geheime Anklageschrift“ gegen Julian Assange existiert. Sie sollte erst in dem Moment veröffentlicht werden, in dem der Gründer von Wikileaks in London festgenommen wird. Und offenbar, so schließt das bisher nicht für anti-amerikanische Verschwörungstheorien bekannte „Wall Street Journal“ aus den Passagen, soll eine Spionage-Anklage gegen Julian Assange erhoben werden.(2) Der Passus „Informationen, die die nationale Sicherheit betreffen“ eröffnet ungeahnte Möglichkeiten der Strafverfolgung, zum Beispiel ein nicht-öffentliches Verfahren vor einem Militärgericht, mit den entsprechenden drakonischen Strafen. Was noch in der Wundertüte des US Justizministeriums auf Assange wartet, ist unbekannt, klar ist nur, dass es eine Anklage mit verschiedenen Punkten ist.

Darum ging es, von Anfang an. Nicht um die fadenscheinige Verfolgung einer „Vergewaltigung“. Selten demaskierte sich das herrschende Recht so sehr als das Recht der Herrschenden. Die US-Regierung, der „Tiefe Staat“ und der finanziell-industriell-miltärische Komplex wollten und werden Rache nehmen für die Veröffentlichung vieler geheimer Dokumente durch Wikileaks. Beweise für Machenschaften, die eigentlich nie in das gleißende Licht der Öffentlichkeit geraten sollten.

Die Supermacht, die gerne einzige Supermacht des Planeten bleiben würde, war des öfteren durch Wikileaks bloßgestellt worden. So mit dem Video „Collateral Murder“, das die Vernichtung einer Kameracrew im Irak dokumentierte, mit Unterlagen zu  Guantanamo, mit Botschaftsdepeschen, mit Dokumenten zum Abhören der deutschen Regierung durch die NSA, mit Protokollen des NSA-Untersuchungsausschusses in den USA, mit den Teilnehmerlisten der Bilderberg Konferenzen und last but not least mit den Emails des Wahlkampfteams von Hillary Clinton, die belegten, mit welch schmutzigen Methoden Clinton gegen ihren Konkurrenten Bernie Sanders vorgegangen war.

Julian Assange hat den Kaiser zu oft nackt präsentiert. Dafür soll er bestraft werden.

Selbstverständlich. Kein Regierungschef einer Bananenrepublik würde es akzeptieren, so vorgeführt zu werden, und dann auch noch im Namen der Pressefreiheit. Weswegen z.B. Thailand, Nordkorea, Zimbabwe, China, Israel, Russland und die Türkei den Zugang zu Wikileaks teilweise oder generell blockierten. Nur in einer echten Demokratie würde die Pressefreiheit garantieren, dass sich eine Regierung damit abfinden muss, dass ihre Staatsbürger im Interesse eines höherwertigen Rechtes der Öffentlichkeit Informationen über Verfehlungen des Staates erhalten. Um eine Reparaturfähigkeit des Systems zu ermöglichen, das Auswüchse seines Machtapparates in einem kontinuierlichen Kontroll-Prozesses selbst aufdeckt und angeht.

So wie man es über Jahrzehnte vorgebetet bekam: an Universitäten, in Zeitungen und Rundfunksendungen. Die Pressefreiheit –  wurde uns gebetsmühlenartig eingebleut – sei eine unverzichtbare Errungenschaft der Demokratie. Ja, auch in demokratischen Staaten gäbe es Machtmissbrauch, aber, und das unterscheide sie von Diktaturen und Bananenrepubliken, würden dort wachsame Medien  darüber berichten. Und dann würde alles wieder gut, was zeitweise böse war. Kein Grund zur Sorge, die Beschützer der Demokratie halten die Wacht am Potomac. Und wir am Rhein haben von ihnen gelernt. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute, in Ewigkeit, amen.

Tatsächlich zeigen die US-Regierungen seit Bush und Obama mit der erfolgten Verurteilung von Chelsea Manning, dem geplanten Geheimverfahren gegen Assange und der hartnäckigen Jagd auf Edward Snowden, was die USA wirklich sind: eine Bananenrepublik mit Atomwaffen. Eine Dissidenten verfolgende Oligarchie mit korruptem Rechtsverständnis.

„Na ja“, meckert jetzt unser durch jahrzehntelange Propaganda gut durchmassiertes Unterbewusstsein, „ist das nicht ein bisschen übertrieben? Die USA haben doch des öfteren einen ganz anderen Geist bewiesen. Immerhin gab es die Veröffentlichung der Pentagon Papiere durch Daniel Ellsberg und den Watergate Skandal. Über den gibt es doch sogar einen Kinofilm. Und wenn die beiden Journalisten Bob Woodward und Carl Bernstein in einem populären Film als nationale Helden gefeiert werden können, kann es um die USA nicht so schlimm stehen.

Doch, es steht so schlimm um die USA. Ein Chefintellektueller der NeoCons, Bill Kristol, hat sich auf einer Webseite über seine Gedankenwelt ausgelassen. „Warum können wir nicht unsere verschiedenen Werkzeuge nutzen, um Julian Assange und seine Helfer zu schikanieren, zu schnappen und zu neutralisieren, wo immer sie sich aufhalten? Warum können wir Wikileaks nicht kaltstellen und vernichten, sowohl im Cyberspace als auch in der Realität, so weit es irgend möglich ist? Warum können wir Andere nicht davor warnen, mit welchen Folgen sie zu rechnen haben, wenn sie solche kriminellen Unternehmungen als Feinde der USA unterstützen?“(3)

Sarah Palin wollte Assange auf die gleiche Weise wie Osama Bin Laden oder Taliban Führer behandelt wissen.(4) Genau wie Hillary Clinton, die bereits 2010 darüber sinnierte, ob man Assange nicht mit  einem Drohnenangriff liquidieren könne, wie gerade bekannt wurde.(5)

Auch zu Edward Snowden wurden in den USA diverse Hinrichtungsphantasien in den Medien ventiliert, mit oder ohne vorherige Verurteilung von einem Gericht.(6) Der ehemalige NSA und CIA Chef Michael Hayden fantasierte 2013 bei einer Sicherheitskonferenz davon, Snowden auf eine Todesliste zu setzen, und der republikanische Abgeordnete und Vorsitzende des US Geheimdienstausschusses Mike Rogers antwortete ihm: „Dabei kann ich ihnen helfen.“(7)

Was bedeutet es, wenn die Veröffentlichung geheimer Dokumente durch Presseorgane wie Wikileaks als Spionage bezeichnet werden kann? Wenn der Staat alles geheim halten kann, was er geheim halten will, und die Medien nur noch zustimmend applaudieren. Es ist ein Frontalangriff auf die Pressefreiheit, im Namen der „Nationalen Sicherheit“. Es ist die Argumentation und der feuchte Traum einer faschistischen Bananenrepublik.

Und wie reagieren die US Konzern-Medien auf den Angriff auf die Pressefreiheit? Sie beschäftigen sich vor allem damit, dass Donald Trump dem CNN Korrespondenten Jim Acosta die Akkreditierung für das Weiße Haus entzogen hat. Sie sind beleidigt, weil Trump sich schlecht benimmt. Sie kümmern sich um Petitessen. Wie beim Irakkrieg 2003 sind sie vor allem damit beschäftigt, fest die Augen zu schließen, die amerikanische Fahne zu schwenken und einer imaginären patriotischen Pflicht zu folgen. Sie suchen seit 2 Jahren nach einem weitestgehend imaginären Einfluss der Russen auf Wikileaks oder die US Wahlen und weil darüber nichts substantielles berichtet werden kann, berichten sie immer wieder darüber, dass viele andere ebenfalls danach suchen, sogar Sonderermittler des Staates. Und deswegen müsse ja etwas dran sein an den Vorwürfen. Sonst würden sie nicht so oft erhoben werden. So wird aus heißer Luft eine Gewitterwolke mit Sanktionen, Säbelrasseln und Kriegswünschen.

Es sind in den USA vor allem die Alternativmedien, die die Grundlagen der Demokratie verteidigen, wozu auch die Pressefreiheit gehört. Die sogenannten Qualitätsmedien, allen voran die New York Times, sind vollkommen auf den Hund gekommen. Es ist nicht so, wie wir es aus den einschlägigen Hollywoodfilmen kennen: dass es dem Helden gelingt, die Beweise für eine üblen Machtmissbrauch, ja sogar eine Verschwörung (!!!) in letzter Sekunde an Journalisten zu übergeben, die sie veröffentlichen, und dann folgt eine Kaskade von Zeitungsmeldungen, deren Schlagzeilen mit dem Rücktritt und der Inhaftierung des hochrangigen Bösewichts enden.

Wenn heute eine Whistleblower-Quelle die „Pentagon Papiere“ anbieten würde, oder Informationen über Watergate, würden sich viele Journalisten der Konzernmedien darin überbieten, die Person als erster bei der CIA anzuschwärzen, um dann exklusiv von der gezielten Tötung des Informanten berichten zu können.

Es sind nur noch wenige Amerikaner, die die angeblich uramerikanischen Freiheitsrechte hochhalten. Es sind nicht Kommentare wie dieser, die anti-amerikanisch sind. Es ist die politische Klasse des Landes, die unamerikanisch geworden ist, so wie in der McCarthy Ära, als es ein „Komitee für unamerikanische Umtriebe“ gab, das selbst zutiefst anti-amerikanisch war.

Was ist nur aus diesem Land geworden? Wo bleibt der Widerstand der Zivilgesellschaft? Wo die Opposition? Die meisten Demokraten geben Julian Assange die Schuld, dass Hillary Clinton gegen Donald Trump verloren hat und nehmen deshalb an der Treibjagd auf Assange teil, statt sie zu verhindern.

Es sind so wenige Menschen in den USA, die sich wehren. Sie verdienen es, von uns unterstützt zu werden. Nur sie.

Und es gibt ein paar Helden. Edward Snowden ist der amerikanische Stauffenberg. Er hat mit seinem Opfergang ein Zeichen gesetzt und bewiesen, dass es noch Amerikaner gibt, deren Ideale wir aus dem Film „12 Uhr mittags“ kennen, der Film hieß im Original „High Noon“. So wie es Daniel Ellsberg gab, oder Mark Felt, der die Watergate Informationen an die Washington Post Journalisten Woodward und Bernstein weitergab, oder Fletcher Prouty.

Aber Edward Snowdens Heldentat ist wie bei Stauffenberg eine Ehrenrettung ohne große Wirkung.  Denn das System, dem er gedient hat und das er bloßgestellt hat, ist im Kern so verrottet, dass es reformunfähig ist. Es macht weiter, es will bestrafen, vernichten und Kriege führen.

Es reicht. Es widert mich nur noch an. Es ist der Kultur dieses großen Landes unwürdig, des ersten Landes, dass die Prinzipien der Aufkärung jenseits von Europa noch vor der französischen Revolution verwirklichte. Ja, es gab auch die Vernichtung der Ureinwohner und die Sklaverei, schon vor dem Vietnamkrieg. Das Bild ist nicht perfekt. Aber der Geist dieses ersten Aufbruchs war in den USA immer zu spüren. Ich spüre ihn jetzt nicht mehr. Es ist ein Empfinden, wie es viele Freunde der deutschen Kulturnation am Ende der Weimarer Republik gehabt haben müssen. „Wie konnte es nur dazu kommen? Ausgerechnet in diesem Land?“

Ich würde meiner Verachtung für diese Methoden und meiner Wertschätzung und Sympathie für Edward Snowden, den Australier Julian Assange, der in diesem Sinne ein echter Amerikaner ist, sowie alle Amerikaner, die es ernst meinen mit der Demokratie gerne bei einer Demonstration vor der US-Botschaft Ausdruck verleihen.

Vielleicht war das ein bisschen viel „Amerika“. Man kann es auch so ausdrücken: No pasaran. Pasaremos. Wer kommt mit?

Quellen:

  1. https://www.tagesschau.de/ausland/assange-usa-klage-101.html?fbclid=IwAR3b4ZbNnnwrZr7IRNYKVr_252Ba4aXQSPHMHB_DSFXpYn3dSP_XVM8BisU
  2. https://www.wsj.com/articles/u-s-is-optimistic-it-will-prosecute-assange-1542376108?tesla=y
  3. https://www.weeklystandard.com/william-kristol/whack-wikileaks
  4. http://www.newser.com/story/106447/sarah-palin-julian-assange-should-be-hunted-like-al-qaeda-leaders.html
  5. https://www.washingtonexaminer.com/wikileaks-cites-report-saying-clinton-mulled-killing-assange-with-drones
  6. https://www.businessinsider.com/us-spies-talk-about-killing-snowden-2014-1?IR=T
  7. https://thehill.com/policy/technology/326315-former-nsa-chief-jokes-about-putting-snowden-on-kill-list#ixzz2gfXlY7qx

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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18 Kommentare zu: “Tagesdosis 20.11.2018 – „High Noon“: Der Kampf gegen die Pressefreiheit in den USA

  1. Den Militaristen, Menschenschleifer, Adeligen, Mitglied der »Großbürgerlichen Bourgeoisie«, Oberst der Wehrmacht
    Claus Philipp Maria Schenk Graf von Stauffenberg mit einem Edward Snowden gleichzusetzen ist einfach gesagt, werter Dirk, Mist. Oberster Käse.
    Der werte Oberst war nie ein Demokrat oder ähnliches.
    Der Vergleich hinkt nicht, er kriecht, schleicht und schleppt sich auf der oberen Knabberleiste durch den Matsch.
    Sonst wieder ein guter Artikel, aber dieser Vergleich … nee nee, nee nee. 😉

    • Also ich würde den Vergleich schon zulassen, schließlich heisst es: „“Edward Snowden ist der amerikanische Stauffenberg. Er hat mit seinem Opfergang ein Zeichen gesetzt und bewiesen, dass es noch Amerikaner gibt, deren Ideale wir aus dem Film „12 Uhr mittags“ kennen.““

      Nur Gary Cooper kämpfte alleine gegen seine Gangstertruppe, weil er im Recht war und dieses Recht persönlich durchsetzten wollte. Er wollte auch seine Stadt schützen und befreien. Aber alle im Dorf schauten nur zu, weil sie die Hosen voll hatten, sie haben ja das Dilemma gesehen. Aber im Gegensatz dazu haben unsere deutschen Mainstream-Medien jahrelang Hinweise des Abhörens zu NSA / BND zu veröffentlichen abgelehnt und ignoriert, weil sie selbst von Agenten durchsetzt sind.

      Der Sheriff Gary Cooper ist für mich der größere Held von allen hier angegebenen, denn Gary Cooper hat alleine gekämpft und seinen Tod für seine Ideale in Kauf genommen. Das macht einen Helden aus.

      Das hat Stauffenberg nicht. Er ist für mich daher der kleinere Held, wenn überhaupt er ein wahrer Held ist, denn er hätte Hitler auch persönlich eliminieren bzw. erschiessen können, das hat er sich aber nicht getraut. Er hat nur seine Bombe versteckt und sich dann verdünnisiert.

      Gary Cooper ist für mich der wahre Held, weil er persönlichen Einsatz gezeigt hat, wie auch E. Snowden. Snowden und Stauffenberg fehlte nur noch eine Grace Kelly.

      Daher ist dieser Vergleich von Dirk Pohlmann für mich schon angemessen.

    • Der Stauffenberg-Vergleich ist zwar ein halbwegs anerkannter, wohingegen mindestens eine Straße, die nach Arvid Harnack hieß, nach der Wende flugs umbenannt wurde, z.B. in Straße des 20.Juli.
      Ich finde eine Gleichsetzung mit Snowden trotzdem sehr bedenklich. Ein Snowden hat m.E. keinerlei private Interessen verfolgt. Kann man das von einem Stauffenberg auch sagen? Oder hatte der vielleicht Besitzungen, die drohten an die Bolschewisten verloren zu gehen?

  2. Es ist ein Empfinden, wie es viele Freunde der deutschen Kulturnation am Ende der Weimarer Republik gehabt haben müssen. „Wie konnte es nur dazu kommen? Ausgerechnet in diesem Land?“…
    Viel wichtiger die Frage: Wieso jetzt schon wieder? Systematischer Fehler?

  3. Gratulation, ein sehr guter Beitrag von Dirk Pohlmann, dem ich nur bei pflichten kann. Traurig bin ich nur über die Seele des großartigen Landes Amerika. Ich habe selbst Verwandte in den Staaten und habe das Land oft bereist. Leider interessieren sich die meisten Amerikaner nicht für Politik.

    Traurig ist es auch mit der Pressefreiheit in Deutschland geworden:

    Der erste Bericht über Snowden und Prism in Deutschland wurde im ZDF – FRONTAL 21 unter meiner Beratung mit dem Kollegen Herbert Klar gedreht. Ein absolut zuverlässiger Zeuge hat in München ausgesagt, wie eine US-Telefon-Firma in München zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Gebäude-komplex mit Abhörtechnik in einem Industriegebiet errichtete. Er wurde sogar durch das fast fertige Gebäude geführt und erklärte erstmals ausführlich, wo welche US-Behörde und die deutschen Behörden ihren Schreibtisch stehen haben. Jetzt kann ich es ja sagen: Der Zeuge war amtlich bestellter Gutachter in einem Verfahren in Sachen BND/Pullach und ist amtsbekannt absolut glaubwürdig.

    Nach seinem Urlaub, in diese Zeit fiel die Ausstrahlung des Original Frontal 21 Berichtes, hat der stellvertretende Chefredakteur Thevessen, der früher auch mal einfacher Reporter bei Frontal 21 war, diese Zeugenaussage aus dem ZDF-Film einfach entfernen bzw heraus schneiden lassen mit der Bemerkung: „Der Zeuge sei unglaubwürdig“. Obwohl er ihn gar nicht kennt und weiß, dass gerade diese Zeugenaussage belegt, wie die deutsche Regierung es zulässt, dass vorgeschobene US-Behörden den nationalen und internationalen Telefonverkehr mithören. Die befreundeten Geheimdienste helfen sich in München gegenseitig nationale Gesetze durch Amtsmißbrauch auszuhebeln. Sogar der Knotenpunkt in Frankfurt wurde beschrieben, aber später auf Anordnung von Thevessen für die Wiederholung von dieser Frontal 21-Sendung herausgeschnitten. Monate später hat der BND vor dem Untersuchungs-ausschuss zugegeben, welche US-Firmen wo in Deutschland involviert sind. Mit diesem Vorgang hat Thevessen nicht gerechnet, aber es entlarvt ihn als gehorsamen „Geheimdienstmitstreiter“ des Maionstream-Teams im ZDF. Er ist vielleicht ein Nachfolger des entlarvten FOCUS-Journalisten und BND-Agenten Wilhelm Dietl, nur war der ein echter Terrorismusexperte. Thevessen wirkt in seinen grauen Anzügen auf mich eher wie ein ehemaliger DDR-Volksschullehrer. Am Telefon spielte er plötzlich die beleidigte Leberwurst und wollte mit mir nicht mehr reden. Es war ihm unangenehm, ich bin ihm nämlich auf die Schliche gekommen. 2015 wurde ein lang geplanter ZDF-Film über den BND plötzlich aus dem Nichts abgeblasen. Wer hat diese Anordnung getroffen ?

    Wie konnte ein Herr Thevessen eine solche Entscheidung treffen, dass eine so wichtige Zeugenaussage einfach herausgeschnitten wird und warum macht er das überhaupt ? Er erklärt sich selbst im ZDF plötzlich zum Terrorismusexperten, obwohl noch nie jemand von ihm vorher gehört hat. Er war einfacher Reporter bei Frontal 21 und sonst nichts, und das soll niemanden im ZDF weiter auffallen ? Was geht beim ZDF vor und welche BND-Agenten bestimmen über das deutsche Fernsehprogramm ?

    Für wen arbeitet Thevessen noch ? Welche Verbindungen hat er zum BND und zu US-Diensten ?
    Welche neuen „Wilhelm Dietls“ gibt es beim ZDF ?

    Das sind die Fragen, welche sich mir stellen. Die anderen ZDF-Mitarbeiter haben keine Courage, sie halten den Mund, weil sie Angst um ihre Stellung haben, sie haben die Hosen voll. So schaut es beim ZDF in Wahrheit aus. Aber man braucht sich ja nur Frontal 21 anzuschauen, es entfernt sich immer weiter vom „Qualitätsjournalismus“ und wirkt heute wie ein Verbrauchermagazin. Billig-Recherchen sind angesagt und nicht wirkliche wichtige Themen, welche Deutschland bewegen.

  4. Ich kann Dirk Pohlmann in allem was er sagt nur Recht geben. Mit fast 40 Jahren journalistischen Erfahrungen bei vielen USA-Besuchen ist mein Fazit heute: es ist viel, viel schlimmer geworden. Gestern habe ich mir den preisgekrönten Dokumentarfilm >>National Bird<< von Sonja Kennebek angeschaut. Er bestätigt so vieles was Pohlmann beschreibt. Schaut ihn Euch an, er ist kostenlos im Netz zu finden, fragt sich nur, wie lange noch.

  5. Es wird suggeriert das es früher besser war in die USA.
    Leider, wer die Mühe aufbringen kann alte Bücher zu lesen, weiss das es nie viel besser war in die USA.
    Tansill beschreibt sehr gut wie im Ersten Weltkrieg anti Deutsche Propaganda betrieben wurde.
    Harold L Ickes, in seine Tagebücher, schreibt wie anti Franklin Roosevelt Father Coughlin, ein Ire, zu schweigen gebracht wurde in den 30er Jahren: die jüdischen Besitzer der grossen Zeitungen wurden gebeten die Radio Sendungen von Coughlin, pro Deutsch, zu ignorieren.
    Roosevelt tat Alles das America First Committee von Lindbergh das arbeiten unmöglich zu machen.
    Es erstaunt dabei wie es im Ersten Weltkrieg möglich war sich im Reichstag gegen den Krieg zu äusseren.
    Ludendorff bedauerte das.
    In England keine Möglichkeiten damals, nachdem sein anti Krieg Buch verschienen war wurde Morel sofort arrestiert und verurteilt.
    Charles Callan Tansill, ‚Amerika geht in den Krieg‘, Stuttgart 1939 (America goes to War, 1938)
    Harold L Ickes, ‘The secret diaries of Harold L Ickes, I, The first thousand days’, New York, 1954
    Harold L Ickes, ‘The secret diaries of Harold L Ickes, II, The inside struggle’, New York, 1954
    Harold L Ickes, ‘The secret diaries of Harold L Ickes, III, The lowering clouds’, New York, 1954
    Charles A. Lindbergh, ´The Wartime Journals of Charles A. Lindbergh’, New York, 1970
    Erich Ludendorff, ‚Meine Kriegserinnerungen 1914 = 1918‘, Berlin, 1918
    E.D.Morel, ‘Truth & The War’, 1916, London

    • Könnten wir uns darauf einigen, das früher nicht alles besser war – aber einiges war gut.
      Der Autor weist darauf hin, wo es besser funktioniert hat.

      Sie scheinen ja so im Denken der 30ger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zu verharren, dass das ihr Blick nur eine Richtung zulässt.

  6. „Es ist der Kultur dieses großen Landes unwürdig, des ersten Landes, dass die Prinzipien der Aufkärung jenseits von Europa noch vor der französischen Revolution verwirklichte.“

    La Fayette, Freund von Thomas Jefferson, der damals Botschafter in Paris war, gründete als Kommandant der Nationalgarde den Klub der Feuillants, die nach einer konstitutionellen Monarchie nach englischem Vorbild strebten. In den Oktoberunruhen schützte er die königliche Familie, indem er die Republikaner unter Danton niederwarf. Auf dem Marsfeld leistete er als erster den Bürgereid und zeichnete verantwortlich für das Massaker auf dem Marsfeld. Marquis de La Fayette wurde in der Zeit der Verfassung der Menschenrechte in Morristown in Gegenwart von George Washington in eine militärische Freimaurerloge aufgenommen. Später wurde er Mitglied einer Pariser Freimaurerloge.

    Als Botschafter in Paris war Thomas Jefferson an der Verfassung der Vereinigten Staaten nicht direkt beteiligt. In Paris half er bei der Fassung der Erklärung der Menschenrechte und Bürgerrechte. Während seines Aufenthalts in Paris interessierte er sich besonders für das System des Heiligen Römischen Reiches. Der Louisiana Purchase (verdoppelte das Territorium der USA) wurde von Jefferson ohne Verfassungsgrundlage geschlossen. Jefferson legte die Verfassung als Präsident weniger eng aus, als er es in der Opposition tat: Einsatz von Armee und Marine im Innern, Beschlagnahme von Handelswaren. Jefferson besaß zahlreiche Sklaven. Sally Hemmings war die Sklavin von Jefffersons Frau. DNA-Analysen belegen, daß Jefferson der Vater von Hemings Kindern war.

    Alter Wein in neuen Flaschen.

  7. Wieso sollte sich der normale US Amerikaner gegen das System wenden? Die Gehirnwäsche hat ganze Arbeit geleistet und die MSM sind so auf Linie, dass sie aus allen Rohren auf die schießen, welche sagen das der König nackt ist.

    • Aber doch wurde Trump gewählt.
      Die Presidents Wahlen sollen Trump 900 millionen Dollar gekostet haben, Hillary 1200.
      Die letzten Wahlen sollen angeblich funf Milliarden Dollar gekostet haben, Soros und die Brüder Koch für die Demokraten, die Immigrations Partei.
      Das wurde gespendet, vermute ich, bei CNN, Washington Post und New York Times.
      Wenig Resultat zu sehen, jetzt, in Reportagen nach die Presidents Wahlen wurden Amerikaner befragt die erklärten bewusst die Untersuchungen nach wer mann wahlen wollte sabotiert zu haben.
      Also, haben auch die Amerikaner ihre Lügenpresse ?
      Ist darum jetzt CNN komplett hysterisch, ihre Macht gebrochen, ihre Werbung bedroht, nicht mehr Effektiv ?

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