Tagesdosis 20.8.2019 – „Das ist ein gutes Zeichen“ – Deutsche Soldaten fahren bald kostenlos mit der Deutschen Bahn

Ein Kommentar von Christiane Borowy.

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben“, heißt es sprichwörtlich. Geht es nach der deutschen Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer kann man ab Januar 2020 als Reisender der Deutschen Bahn vermehrt Bundeswehrsoldaten als Reisegenossen erleben, denn diese werden in Zukunft kostenlos im Fern- und Regionalverkehr fahren dürfen. „Die Bundeswehr wird damit sichtbarer in unserer Gesellschaft. Das ist ein gutes Zeichen“, findet Kramp-Karrenbauer. Das kann man auch anders sehen – und sich lieber an die Gründung der UNO 1945 und damit an die Schrecken und Leiden zweier Weltkriege erinnern. 

Jetzt nochmal ganz von vorne: Seit wann ist es ein gutes Zeichen, wenn deutsche Soldaten in der Gesellschaft sichtbarer sind? Wie kommt es, dass keiner die Begeisterung von Kramp-Karrenbauer gebremst und sie blitzartig beispielsweise auf die Gründung der UNO am 26. Juni 1945 aufmerksam gemacht hat? War da kein Freund zugegen, der die Verteidigungsministerin mal vertrauensvoll auf die Seite hätte nehmen und ihr ins Ohr flüstern können: „Haben Sie vergessen, Frau Kramp-Karrenbauer: Die Sache mit den zwei Weltkriegen, und das mit dem Krieg von deutschem Boden ausgehend, und so weiter. Da kommt es vielleicht nicht gut, die Präsenz von Soldaten in der Gesellschaft zu preisen.“ 

„Nie wieder Krieg!“ war die prägende Parole vom „Friedensbund der Kriegsteilnehmer“, der 1919 von deutschen Soldaten gegründet wurde und der eine Friedenserziehung in den Schulen einführen und die Armeen auflösen wollte (1). Das wäre ja vielleicht ein Leistungsausweis gewesen, der diese Soldaten zur freien Fahrt in der Deutschen Bahn berechtigt hätte. 

Doch was ist ungefähr hundert Jahre später der Leistungsausweis dafür, dass Soldaten kostenlos Bahn fahren dürfen und das auch noch ein Grund zum Feiern sein soll? Für was soll das ein gutes Zeichen sein?

Frau Kramp-Karrenbauer wurde von niemandem in oben beschriebener Weise auf die Seite genommen, bevor sie am 17. August 2019 „Grünes Licht“ (2) für olivgrün in der Deutschen Bahn gegeben hat. Es gab vielmehr jemanden, der ihr seit Jahresbeginn in gegenteiliger Weise im Ohr gelegen und getönt hat: „Unsere Soldatinnen und Soldaten gehören in die Mitte der Gesellschaft“. Dieser jemand ist der CSU-Vorsitzende im Bundestag: Alexander Dobrindt. Auf dessen Initiative sollte die Bundeswehr im öffentlichen Leben präsenter werden, wie es auf der Homepage des Verteidigungsministeriums heißt. Weiter wird dort berichtet: 

„Zwischen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der damaligen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Bundesinnenminister Horst Seehofer, dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG Richard Lutz und Kramp-Karrenbauer fanden in den vergangenen Monaten mehrere Spitzengespräche statt. Diese konnten jetzt zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden.“ 

Ja, sie haben richtig gelesen. Horst Seehofer war auch dabei. Der geneigte Leser mag sich daran erinnern, dass auch er vor kurzem eine „Initiative“ angestoßen hat: Die Verschärfung des Polizeiaufgabengesetzes, das so genannte „PAG-Neuordnungsgesetz“ von 2018. Dieses ist vielerorts heftig in die Kritik geraten. Die Grünen beispielsweise halten den Entwurf für verfassungswidrig und haben vor dem bayrischen Verfassungsgerichtshof Klage eingereicht (3).

Von den Freunden von Kramp-Karrenbauer ist also keine Erinnerung an die UNO und das Gewaltverbot zu erwarten. 

Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Die Bahn lässt Menschen umsonst mitfahren, deren Aufgabe es ist, Menschen zu töten. Ist Ihnen das vielleicht zu verkürzt dargestellt? 

Nun ja, ein Soldat ist ein bewaffneter Angehöriger einer Armee. Mit Waffen kann -und im „Verteidigungsfall“ soll- der Soldat sein Land so verteidigen, dass er die „Einschränkung der Souveränität seines Landes“ so zur Vergeltung bringt, dass er die Menschen und „deren materielle Existenzen“ vernichtet, die diese Einschränkung vornehmen (4).

Selbst wenn man sich nur kurz mit dem Tätigkeitsfeld eines Soldaten beschäftigt, wird man auf die Frage nach der Rechtsgrundlage dieses Tätigseins gestoßen. Wann ist beispielsweise die Souveränität Deutschlands eingeschränkt? Unter welchen Bedingungen darf der Soldat seine Waffen zur Anwendung bringen? Wie kam es dazu, dass Deutschland nach 1945 wieder in den Krieg zog, wie beispielsweise 1999 in Serbien, 2001 in Afghanistan und 2015 in Syrien?

Der Hinweis darauf, sich mit dem UNO-Gewaltverbot zu beschäftigen, ist also dringend geboten. In seinem Buch „Illegale Kriege. Wie NATO-Länder die UNO sabotieren“ sagt der Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser: 

Die deutsche Friedensbewegung steht daher heute vor ihrer größten Herausforderung seit 1945: Sie muss trotz Terrorangst zeigen, ob sie Deutschland wieder auf den Pfad des Friedens und des Völkerrechts zurückführen kann.“

Wenn die Friedensbewegung allerdings den Pfad des Friedens mit der Deutschen Bahn einschlagen will, begegnet ihr die Herausforderung gleich im Abteil. Vielleicht kann der friedensbewegte Mensch ja Mut beweisen und mit seinem soldatischen Mitreisenden ein Gespräch über das Gewaltverbot der UNO beginnen – oder besser noch darüber, wann er oder sie das letzte Mal verliebt war oder wie es seinen oder ihren Kindern geht. Vielleicht ergibt sich darüber sogar ein interessantes Gespräch, durch das sichtbar wird: Wir alle sind Teil der Menschheitsfamilie und sollten einander nicht töten, scheint der Grund auch noch so gerechtfertigt. 

Quellen

  1. Ganser, Daniele (2016): „Illegale Kriege. Wie die NATO-Länder die UNO sabotieren.“
  2. https://www.bmvg.de/de/aktuelles/ministerin-gibt-gruenes-licht-soldaten-fahren-bald-kostenlos-bahn-92958
  3. https://pag-kritik.de/klage/
  4. https://de.wikipedia.org/wiki/Soldat

+++

Danke an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

+++

Bildquelle: Joerg Huettenhoelscher/ Shutterstock

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

Alle weiteren Beiträge aus der Rubrik „Tagesdosis“ findest Du auf unserer Homepage: hier und auf unserer KenFM App.

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

14 Kommentare zu: “Tagesdosis 20.8.2019 – „Das ist ein gutes Zeichen“ – Deutsche Soldaten fahren bald kostenlos mit der Deutschen Bahn

  1. Sorry!

    Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen.
    Urians Reise um die Welt

    Matthias Claudius
    deutscher Dichter
    * 15.08.1740, † 21.01.1815

    Wer sich hier die Sache schön schreiben und reden will, kann es von mir aus tun. Für mich sieht die Sache im Moment so aus, dass weder Freund noch möglicher Gegner wissen sollen, wann ein Truppenaufmarsch stattfindet.

    Nur wenn wir alle wollen, melden wir unser Auto ab und lassen den Staat pleite gehen.
    Nur wenn wir alle wollen, verlangen wir vom Arbeitgeber den Nettolohn in Bar und lassen das System pleite gehen.

    Wo ein Staat oder System pleite ist, wird es vielleicht Bürgerkrieg geben und dann doch mit Gewalt die nächste Diktatur.

    Die beste Demo gegen Kernkraft ist, wenn man sich den Strom mit Solar oder/und Wind(kleines Windrad), wenn möglich selbst macht. Der beste Widerstand gegen eine Diktatur ist es, wenn man sich so viel wie möglich das nötige zum Leben selbst macht.

    https://www.amazon.de/TURBINE-Generator-Solarzellen-wind-solar-Laderegler/dp/B07B2TZMBF/ref=sr_1_23_sspa?hvadid=80401820418341&hvbmt=bb&hvdev=c&hvqmt=b&keywords=windrad+generator+12v&qid=1566400208&s=gateway&sr=8-23-spons&psc=1&spLa=ZW5jcnlwdGVkUXVhbGlmaWVyPUEzQjhCWFgzQkMxNE02JmVuY3J5cHRlZElkPUExMDM0MDM5MU01N0lMNkhOQTJYUCZlbmNyeXB0ZWRBZElkPUEwMDM2OTc5MjFQVDI1SDFNS0lIWiZ3aWRnZXROYW1lPXNwX210ZiZhY3Rpb249Y2xpY2tSZWRpcmVjdCZkb05vdExvZ0NsaWNrPXRydWU=

    ________________________________

    Wirtschaft ist Krieg im Frieden. Erst wird der Konkurrent und der mögliche Konkurrent(Arbeitnehmer) bekämpft und falls das Ziel erreicht ist und es nichts mehr zu gewinnen gibt, folgt der Satz: “Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln”

    “Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.”, lautet ein berühmtes Zitat des preußischen Generals Carl von Clausewitz, der Anfang des 19. Jahrhunderts in den napoleonischen Kriegen eine entscheidende Rolle spielte.

    Hab mir mal erlaubt das berühmte Zitat des preußischen Generals Carl von Clausewitz etwas zu erweitern.

    Ich hoffe, aber glaube nicht daran dass sich die Menschheit aus der selbst gestellten Falle befreien kann, in dem sie so viel wie möglich selbst macht und nichts aber auch gar nichts der Macht überlässt. Wir müssen uns dadurch das wir selbst was unternehmen die Macht wieder zurück nehmen. Wir müssen es unternehmen so viel wie möglich das nötige zum Leben selbst zu machen.

    • Es gilt den Zug gewaltlos zu stoppen, bevor die Soldaten einsteigen in den Zug. Eigentlich gilt es das System pleite gehen zulassen, so das der Zug mangels Finanzen nicht mehr los fahren kann.

  2. Der guten Tagesdosis kann man natürlich nur vollumfänglich zustimmen. Es gibt allerdings auch einen positiven Aspekt: Die Bundeswehr zahlt der Bahn Geld für die Fahrten. Das heißt, es stehen weniger Mittel für Mord und Totschlag zur Verfügung, weil die Bahn Geld aus dem BW-Topf bekommt und die Straßen werden entlastet. So hat alles auch seine gute Seite.
    Die Diskussion mit den Uniformierten ist übrigens eine sehr gute Idee. Wenn das konsequent gemacht wird, fährt wohl demnächst sowieso kein Soldat mehr in Uniform mit der Bahn.

    • … ich denke mal, dass diese Maßnahme dazu dienen soll, bei der Bundeswehr ohnedies anfallende Reisekosten einzusparen, mit dem „Nebeneffekt“ der Präsenz in Uniform in öffentlichen Verkehrsmitteln. denn wenn ich als Bundeswehrangehöriger kostenlos reisen darf, behalte ich meine Uniform natürlich an. Ein schleichender Beitrag zur Militarisierung der Gesellschaft. Preußens Köpenick lässt grüßen.

  3. Da fragt man sich was damit wirklich bezweckt werden soll.

    Sollen die Menschen hier sich an die Anwesenheit von Uniformen und Soldatenkleidung gewöhnen und wenn ja warum?

    Ich finde es abstoßend staatliche angebliche Diener zu sehen, die wenns drauf ankommt nicht die Menschen im Land schützen, sondern für die kleine Minderheit aggieren und die Menschen dann mit Tränengas, Wasserwerfern, Schlagstöcken, Gummigeschossen usw. angehen, die ja nur deswegen auf die Straßen gehen, weil die Minderheit einfach nicht aufhört die Rechte und die Freiheit weiter und weiter zu stehlen und das Leben der Menschen mal wieder zerstört haben und das vorsetzlich.

    Warum werden die Rentner nicht kostenlos transportiert? Schliesslich haben sie das Land aufgebaut, verwaltet und gepflegt.. Nein man schickt sie für ihre Rente weiter arbeiten, damit sie keine nutzlosen Esser für die Elite darstellen, wenn sie dann Zeitungen austragen sollen und Flaschen einsammeln.
    Das System ist absolut und beispielhaft ebenso gescheitert wie alle zentralisierten Machtsysteme vor ihm.

    Menschen können mit Macht nicht umgehen. Keiner von uns, auch wenn er glaubt es wäre so. Wenn sich die Möglichkeiten bieten, nutzt man sie aus und meistens gegen die anderen. Da reichen schon kleine Beispiele in seinem eigenen Umfeld um zu erkennen, dass man ebenso anfällig und ziemlich sicher scheitern würde am eigenen Ego, Trieb und Gier, wie alle anderen auch.

    Wir brauchen echte demokratische Grundlagen, sowie keine zentralisierte Machtstruktur. Ehrliche, nicht interessengesteuerte Aufklärung, um diese demokratischen Entscheidungen auch gut umzusetzen.

    Natürlich ist es teils auch etwas komplexer, oder braucht Zeit für die Umsetzung. Aber anfangen müssen wir ja mal irgendwann und irgendeine Generation wird es treffen.

    Wenn ich mich mit Leuten unterhalte, sagen viele oft, die Menschen sind noch nicht soweit.. Aber das werden sie durch das aktuelle System eben niemals sein, da sie stetig eine Gehirnwäsche bekommen.
    Irgendeine Generation muss den Bruch machen und wird dann auch nicht soweit sein, aber trotzdem soweit sein müssen und es auch schaffen. Selbst wenn einige Alterzonen mit der Situation Probleme haben, wird es mittelfristig in eine gute Bahn verlaufen.

    Ich kann mir schon vorstellen, dass ein 45-55 Jähriger Mensch hier echte Probleme bekommen kann, wenn er nicht mehr total fremdgesteurt plötzlich sein eigener Herr ist und seinen Tag mit sich und seinem Leben verbringen soll, was er nie gelernt hat.
    Da kann er schnell in Depression, der Flasche oder am Strick enden, wenn sein Leben eher haltlos wirkt. Dennoch müssen wir endlich davon wegkommen uns als Skalven zu sehen und uns in ein gemachtes Schicksal treiben zu lassen, was so gar nicht normal und vorgesehen ist.

    Menschen werden ihre Freiheit verteidigen wenn sie sie erstmal inne haben. Nur dazu müssen wir sie uns auch holen und bereit sein, anders zu denken und anders zu leben. Denn in dieser Ausbeutergesellschaft kann es so nicht weitergehen. Wir zerstören ja nicht nur uns direkt , sondern alles um uns herum und das für was genau?

  4. Zitat (Lord Hastings erster Nato Gereralsekretär): „Die Nato wurde erfunden um die Russen draussen die USA drinnen und die Deutschen unten zu halten“…….haben wir diese wichtige Lektion den schon vergessen?
    Frage: Was genau steht eigentlich in der Kanzlerakte? Wird ein gewählter Kazlerkandidat…… Kanzler ohne den Ko Tau vor den USA zu machen? Und wem gehört nach der Unterzeichnug seine Loyalität?
    Ob Soldaten gratis Zug fahren dürfen oder nicht ist doch …….“Banane“. Reine Ablenkung…. Sorry to say!

  5. Es ist unübersehbar, die Politik in Deutschland setzt auf Krieg .
    Unübersehbar seit den furchtbaren Lügen des Grünen Fischer und des SPD Politikers Scharping,
    die Deutschland in den Krieg gegen Jugoslavien brachten .
    Von der CDU ist Besseres sicher nicht zu erwarten .
    Deutsches Militär steht in Afghanistan und in Jordanien, in Mali und im Kosovo,
    die Ukraine, der Lebensraum im Osten wird heftig bearbeitet, das Feindbild Russland geschürt .
    Deutschland rüstet auf wie seit den Nazis nicht und erreicht die Rüstungsausgaben Russlands .
    Regelmässige Berichte über mangelhafte Ausrüstung befeuern die Bewaffnung.
    Die Freifahrt für Soldaten in Uniform ist nur eine weitere PR Aktion in Richtung Krieg .
    Mit VdL an der Spitze der EU sollte die deutsche Armee Frontarmee der EU werden .

    • Zitat: „Bereits 1957 traten 44 ehemalige Wehrmachtsgenerale und -admirale und mehr als 1.000 ehemalige Wehrmachtsoffiziere in leitender Stellung wieder in den Dienst der neuen deutschen Armee. In einem SPIEGEL-Beitrag (5) hat jüngst der Militärhistoriker Sönke Neitzel wieder die Rückbesinnung auf „militärische Werte“ angemahnt: Die Bundeswehr müsse wieder ein „Instrument des Kampfes“ sein. Man könne „Panzergrenadieren und Fallschirmjägern“ doch nicht „lauter nicht-kämpfende Vorbilder anbieten“. Sie „sollen kämpfen und töten können“ und sich deshalb nicht auf „Traditionselemente“ beschränken, „die der freiheitlich-demokratischen Grundordnung entsprechen“.

  6. …“mit seinem soldatischen Mitreisenden ein Gespräch beginnen.“

    Oh ja, und auch mal fragen, ob er später dann als Leiche, erschossen, zerfetzt, verglüht… im Sarg (mit dtsch. Flagge bedeckt..) auch gratis und öffentlich sichtbar vor aller Augen Bahn fahren möchte, um ein Zeichen zu setzen.

    Oder vielleicht möchte er auch gratis Bahnfahren, ein Zeichen setzen und sich uns sichtbar machen, so richtig schwer traumatisiert in der Zwangsjacke auf dem Weg in die Geschlossene?

    Das hätte doch auch was…

    Sorry….Aber dieser immer stärker werdenden Militarismus ist kaum noch auszuhalten und das Schlimme ist, dass er inzwischen wieder von immer mehr Menschen als völlig normal, wichtig und notwendig unterstützt wird und seine schlimmen Folgen und Ergebnisse wie blind komplett ausgeblendet werden.

    Es ist furchtbar schwierig dort gegenzuhalten, gerade auch bei vielen ganz Jungen, denen das Hirn offensichtlich besonders gründlich gewaschen ist.

    Nicht dass ich es nicht schon versucht hätte… 🙁

    • Ich denke, nein.
      Der Sarg wird zwar mit der Bahn transportiert, aber nicht kostenlos.
      Zumindest kann ich bis jetzt keinen Hinweis darauf finden, dass das kostenlose Bahnfahren auch für getötete Soldaten gilt.
      Bei einem Sarg (mit oder ohne Inhalt) handelt es sich um ein Gepäckstück, was bezüglich der gewünschten Rückführung durch die Angehörigen, auch von den Angehörigen bezahlt werden muss.

      Die Entscheidung, Soldaten kostenlos durch Deutschland fahren zu lassen, kostet auch Geld, wo man als erstes schauen muss, wer das finanziert.
      Da Angehörige – im Fall der „fürs Vaterland gefallenen“ Tochter oder des Sohnes – sowieso nicht klar denken können, werden die Rechnungen brav bezahlt oder man muss die Leiche an der Front selbst abholen.
      Vielleicht mit dem eigenen Auto oder über die DHL zusenden lassen, wäre ganz praktisch.
      LG Tommy

  7. Ich stell mir gerade vor, wie AKK auf Lawrow trifft. 😀 😀 😀

    Keine Ahnung, was der genaue Zweck sein soll, dieses Lieschen Müller so vorzuführen. Fast könnte sie mir leid tun, aber dafür ist sie leider zu unsymphatisch.

Hinterlasse eine Antwort