Tagesdosis 20.9.2019 – Der blinde Fleck

Ein Kommentar von Dagmar Henn.

Wenn heute die große Volksgemeinschaft der Klimafreunde auf die Straße geht, dann gibt es ein Thema, mit dem sie sich gewiss nicht befasst: die Containerschifffahrt. Eigenartig, oder? Schließlich sind Containerschiffe so ziemlich die größten Dreckschleudern und CO2-Emittenten, die man sich denken kann.

Allein die fünfzehn größten Schiffe der Welt stoßen pro Jahr so viele Schadstoffe aus wie 750 Millionen Autos,“ (1) berichtete das Schweizer Fernsehen unter dem charmanten Titel ‚Das schmutzigste Gewerbe der Welt‘ und berief sich auf eine Studie des Naturschutzbundes (2). Und diese fünfzehn größten Schiffe sind mit hoher Wahrscheinlichkeit in deutschem Besitz.

Nur selten ist von diesen Schiffen zu hören. Eine der wenigen Erwähnungen der Schiffe in deutschem Besitz findet sich auf der Seite des Verteidigungsministeriums (3): „Deutsche Reedereien besitzen die viertgrößte Handels- und die größte Containerschiffsflotte der Welt.“ Wenn man es noch genauer sagen will: über die Hälfte der größten Containerschiffe haben deutsche Besitzer.

Das erklärt natürlich einiges. Unter anderem, warum ausgerechnet die Grünen so erbitterte Gegner der chinesischen One Road- One Belt- Initiative sind, die den Warentransport per Containerschiff weitgehend durch einen Transport per Bahn ersetzen will, der den Schadstoffausstoß verringern würde. Immerhin müssen die Schiffe, die auf dreißig Jahre Einsatz berechnet sind, erst einmal genügend Rendite einfahren, Umwelt hin oder her. Sonst müsste die HSH-Nordbank, deren Geschäft vor allem in der Finanzierung solcher Schiffe lag und die für die Erweiterung der deutschen Containerflotte zeitweilig zum größten Schiffsfinanzierer der Welt aufstieg, ein drittes Mal mit staatlichen Geldern gerettet werden (4).

Nirgends ist der Einfluss der norddeutschen Pfeffersäcke direkter zu sehen als bei Fridays for Future. Schließlich steht die Familie Reemtsma an der Spitze der ‚Bewegung‘. In den USA nennt man solche ‚Bewegungen‘ Astroturfing; weil natürlich entstandene Bewegungen Graswurzel-Bewegungen genannt werden, und Astroturf der größte US-amerikanische Hersteller für Kunstrasen ist.

Die Reemstmas dürften, wie die meisten ihrer Hamburger Klassengenossen (5), die Ottos (Otto Versand) , die Jahrs (vorm. Gruner + Jahr Verlag) oder die Claussens (vorm. Beiersdorf Konsumgüterkonzern), das eine oder andere Milliönchen in diesen Schiffen stecken haben. Warum sollte also die eigene Brut den Blick auf diese Renditequelle lenken, nur weil sie gar so dreckig ist?

Übrigens ist auch die transatlantische Treue für die Pfeffersäcke und ihre politischen Ableger kein Selbstzweck; wer die größte Containerflotte betreibt, hat gern ein wenig militärischen Schutz in brenzligen Gegenden, und es ist immer noch günstiger, den bundesdeutschen Steuerzahler die Dienste der US-Navy entgelten zu lassen, als für andere Varianten womöglich selbst Steuern zahlen zu müssen.

Denn selbstverständlich kann man davon ausgehen, dass nicht nur die Flaggen, unter denen diese Schiffe fahren, nicht deutsch sind (weil man damit keine deutschen Tarife zahlen muss), sondern auch die Firmen, die die Schiffe betreiben, in irgendeinem Steuerparadies angesiedelt sind; deutsch ist da nur das Geld, das in die Schiffe geflossen ist, und die Eigentümer, die gelegentlich die Schecks einstreichen.

Es wäre übrigens, so der Bund Naturschutz, gar nicht so teuer, zumindest Ruß und Schwefel aus den Abgasen der Schiffe zu entfernen. 500 000 Euro kostet so eine Anlage, für ein Schiff, das hundert Millionen Euro kostet. Ein Schnäppchen, geradezu. Aber schon klar, Rendite ist wichtiger.

Dabei wäre das die wirkungsvollste CO2-Steuer, und sie würde weder die Pendler noch die Armen belasten: eine Strafsteuer für die Eigner der Containerschiffe, sofern diese nicht nachweisen können, dass ihre Schiffe auf die aktuell mögliche umweltfreundlichste Art betrieben werden. Wie oben bereits zitiert, fünfzehn Schiffe entsprechen 750 Millionen Autos. Hier mal zu den Daumenschrauben zu greifen und die Gelegenheit zu nutzen, weil die Eigner ja Landsleute und damit dem deutschen Recht unterworfen sind, wäre wirkungsvoll und nützlich. Und es müssten nur jene verzichten, denen es im Alltag ohnehin nicht auffallen dürfte.

Was den Pfeffersäcken und ihren Compagnons am Herzen liegt, ist allerdings etwas gänzlich Anderes. Goldman Sachs und weitere Finanzriesen haben gestern erst eine Erklärung ‚für Klimaschutz‘ abgegeben (6). Was sie dabei treibt, lässt sich erkennen, wenn man ihre ‚Forderungen‘ genau liest (für hiesige Regierungen sind das schlicht Befehle, schließlich steht die Allianz auch mit auf der Liste). Ganz unschuldig ist da auf der einen Seite von einer Besteuerung von CO2 die Rede, wie es die Jugendabteilung gerade auf der Straße gefordert hat, und dann von Förderung für private Investitionen in CO2-arme Energieerzeugung.

Um zu erläutern, wozu das dient, muss man an die Privatisierung der Autobahnen erinnern. Das eigentliche Ziel dieses Raubs öffentlichen Eigentums war die Rendite-Garantie von 5% jährlich, die aus Steuermitteln erfolgt. Also nicht nur, dass die normalen Erwerbstätigen dieses Landes gemeinschaftliches Eigentum verloren haben, sie sollen auch noch aus ihren Steuern den großen Kapitalanlegern eine garantierte Rendite von 5% jährlich finanzieren, die ansonsten nur noch unter hohem Risiko zu haben ist, weil die Zinsen global nach wie vor niedrig sind…

Es gibt zu viel anlagebedürftiges Kapital, und zu wenige Anlagemöglichkeiten. Leider muss man hinzufügen, dass die Hinnahme von ‚Lohnzurückhaltung‘ und serienweisen Kürzungen im Sozialbereich auch noch dazu beigetragen haben, die Menge dieses heimat- wie nutzlosen Kapitals zu erhöhen; die deutsche Exportwalze, die auf der Verarmung der deutschen Bevölkerung beruhte und unsere europäischen Nachbarn deindustrialisiert, schadet noch einmal, wenn die Gewinne zurückfließen und nach einer neuen profitablen Heimat suchen. Weil in der Produktion nichts mehr zu holen ist, fließen sie in Krankenhäuser, Privatschulen, Autobahnen und, demnächst in diesem Theater, in CO2-arme Energieerzeugung.

Denn es ist letztlich ganz egal, ob diese Energieerzeugung für die Bedürfnisse der Bevölkerung funktioniert, ob sie wirklich CO2-arm ist oder ob sie überhaupt eine positive Energiebilanz hat, die Bilanz, um die es wirklich geht, ist die der Investoren, die schon dafür sorgen werden, dass sie eine garantierte Rendite erhalten. Darauf ist die Bundesregierung schließlich inzwischen dressiert, siehe Autobahnprivatisierung. Reinholen kann man das ja über die Besteuerung (und noch höhere Energiepreise). Womit ein weiterer Grund für das Schweigen zum Thema Containerschiffe erkennbar wird.

Aus sauberer Containerschifffahrt lässt sich keine zusätzliche Rendite zaubern. Im Gegenteil, das würde die Rendite für die Eigner senken. Und man schießt sich nicht gern ins eigene Knie.

Nicht wahr, Frau Neuhaus und Frau Reemtsma?

Quellen:

  1. https://www.srf.ch/kultur/wissen/schifffahrt-das-schmutzigste-gewerbe-der-welt
  2. https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/verkehr/140623-nabu-hintergrundpapier_containerschifftransporte.pdf
  3. https://www.bmvg.de/de/aktuelles/strategische-vorausschau-der-arktisdialog-25808
  4. https://www.ndr.de/nachrichten/Milliarden-fuer-die-HSH-Trauerspiel-in-fuenf-Akten,hshnordbank1134.html
  5. https://www.abendblatt.de/hamburg/von-mensch-zu-mensch/article212234009/Die-Rangliste-der-80-reichsten-Hamburger.html
  6. https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/klima-515-finanzkonzerne-fordern-schaerferen-klimaschutz-a-1287462.html
  7. https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/verkehr/140623-nabu-hintergrundpapier_containerschifftransporte.pdf

Bildquelle:   Robert Mande/ Shutterstock

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38 Kommentare zu: “Tagesdosis 20.9.2019 – Der blinde Fleck

  1. am 20. dieses Monats habt Ihr die sehr interessante Tagesdosis "der blinde Fleck" herausgegeben.
    Da ich selbst in der PFF-Bewegung aktiv bin, ist folgende Feststellung für mich “leider“ sehr interessant und wichtig: "Schließlich steht die Familie Reemtsma an der Spitze der ‚Bewegung‘."

    Doch bei dieser Behauptung wurde keine Quelle genannt. Damit ist sie für mich wertlos!
    Bitte nennt mir dazu die Quelle.

    Danke!
    Henrik Schmidt aus München

  2. Wie wär´s mit folgendem ´blinden Fleck´?
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    Jede Gesellschaft dieser Welt – als Teil der Menschheit – steht ganz für sich Tag für Tag vor der Entscheidung, ihre Ressourcen-Begehrlichkeiten fair oder unfair auszuagieren. Etwaiges unfaires Verhalten anderer rechtfertigt das eigene nie. Fairness ist auch machtpolitisch nicht herstellbar. Sie ist immer Sache persönlicher udn gemeinschaftlich erarbeiteter Entscheidung …!
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    Jede Staats-Gesellschaft dieser Welt hat die zwar press- aber nicht aufhebbare Freiheit, das System der A r b e i t s b e s t e u e r u n g samt diversen objektbezogenen Steuern entschieden h i n t e r s i c h z u l a s s e n zugunsten eines I N D E X – S T E U E R – S Y S T E M S auf ausnahmslos a l l e i n n e r h a l b des eigenen Landes zum Kauf gebrachten Teil- & Fertigprodukte in Höhe von im Schnitt vielleicht annähernd 30 %.
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    – J e d e r W a r e wäre eine ihre Planeten- und Menschenverträglichkeit q u a l i f i z i e r e n d e S t e u e r l a s t zuzuweisen (abgestimmt in einem für jede gesellschaftliche Einrede offenen Parlaments-Ausschuss //Kennziffer-System mit Berechnungs-Software für jedes erwerbbare Produkt und nutzbar seitens aller Betriebe//
    – Zölle und traditionelle Handelsverträge würden überflüssig – die Steuer würde pro ver/ge-kauftem Stückpreis anfallen, der Kunde entschiede, ob er eine Ware mit Steueranteil X erwerben will oder lieber eine andere – es entstünde ein heute längst nicht so effektiver Käufer-Einfluss auf das, was es unternehmens-seits anzubieten sich lohnt.
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    Es bedürfte je gesellschafts-individuellen Muts: wer, gemessen an seinen Produktions- & Vertriebs-Standorten, an ´ausländischen z.B. ebenfalls mit Indexsteuer-System organsierten´ Standorten etwas absetzen möchte, muss sein Warenangebot den dortigen Indexierungssystemen anpassen.
    Die S o u v e r ä n i t ä t von Staats-Gesellschaften wäre nicht länger einer Sache von Verträgen, erdealten Zugeständnissen anderer, sondern einfaches Resultat eines solchen Indexierungssystems, das in ständiger demokratisch-parlamentarischer Weitereintwicklung mit gesellschaftsweitem Antrags- und klar zu regelnder Schiedgerichtsbarkeit verfügbar zu machen und zu halten wäre ! – Jedes Land wäre frei zu seinem eigenen Weg. Jedes Land wäre souverän in der Ausgestaltung der Marktzugänge, die f ü r j e d e n A n b i e t e r d i e s e r W e l t o h n e U n t e r s c h i e d unaufwändigste (!!!) Geltung hätten !
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    Der Planeten- & Menschen-Verträglichkeits-Effekt wäre i m m e n s !
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    – – – Begleitet von öffentlich-gemeinnützigen Plattformen, parlamentsausschuss-kontrolliert, die weltweite s e k t o r a l e Ü b e r b l i c k e für P r o d u k t e mit den n i e d r i g s t e n , weil gedeihlichsten I n d e x b e s t e u e r u n g e n lieferten – als Basis für weltweiten K n o w – H o w – A u s t a u s c h und regionale A n b i e t e r – F i n d u n g .
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    Dann würde auch klar, dass nicht etwa der Verkehrs-Sektor (weltweit 1% (!!!) des weltweiten CO2-Ausstoßes) und ein einfacher CO2-zentrierter Preis-Ansatz uns zu mehr auch klimatauglicher Gedeihlichkeit verhelfen werden !!!
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    Allein der B a u – S e k t o r mit seinen fatalen Materialien-Fetischismen (!!!) und die aktuellen und zu erwartenderweise sich ausweitenden Klimatisierungs-Technologien produzieren 50 % der weltweiten CO2-Lasten !
    Der L e b e n s m i t t e l – S e k t o r trägt mit 15 % zum weltweiten menschengemachten CO2-Ausstoß bei.
    Der Rüstungs-Sektor mit ca 30 % !!
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    Wo also gilt es anzusetzen ? !!! Wo gibt es die wirkungsvollsten Hebel ?
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    Sicher nicht bei der Phrase, dass es Menschengerechtigkeit und Klimaschutz ´zum Nulltarif´ nicht gegen könne… – und sicher nicht bei ein paar Preis- und Normierungs-Regulierungen, wie in den aktuellen Horizonten !!!
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    Und ebenso sicher nicht beim Setzen aufs große ´Sautreiben´ – ein innovativ dynamisch voranzutreibendes Technologie-Potpourrie werde alles in gute Bahnen bringen. Sobald die Richtung politischerseits geklärt wäre, könne man die entsprechenden Investitionen auf den Weg bringen – privat wie öffentlich… ???????
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    H ö r e n wir a u f , n u r die Sa c k g a s s e n zu w e c h s e l n !!!

    Und: H ö r e n wir a u f , statt ernsthafter allseitiger Suche nach gedeihlichen Hebeln mehr oder minder idiotisch-destruktive Z i c k e n k r i e g e auszutragen – nicht zuetzt sogar hier auf Kenfm …
    Ausgestreckte Zeigefinder lösen nichts !!!

    • <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/tony/' rel='nofollow'>@Tony</a> – ja, Macht mag im Optimalfall schützend eingesetzt werden. Dann erzwingt sie den ggf. intentierten Schutz.
      .
      Fairness ist eine Sache innerer Haltung. Erzwingen lassen sich Haltungen nicht. Nur Verhaltensweisen …
      .
      Das Ergebnis ist dann eine gewissen Gerechtigkeit, Fairness bewegt einzelne wie Gruppen von innen auf andere zu und sorgte für wechselseitig ausgewogene Arrangements …

    • Moin, gabrieleweis, das liest sich ja fast wie ein Wunschkalender!
      Können Sie das auch etwas gemeinverständlicher schreiben?
      Und "Zickenkrieg" sagt mir ueberhaupt nichts!

      mfG

    • Hallo Hog1951,

      frag bitte konkret nach dem, was Dir in meiner jeweiligen Formulierung unverständlich bleibt.

      Unter ´Zickenkrieg´ versteht man, so kenne ich es, i.d.R. ein zunehmend keifendes bis unfaires Streitverhalten, wie es übererregte Frauen zuweilen an den Tag legen, wo es ihnen um ihre Position gegenüber meist männlichen Dritten geht. – Manche der Klima-Streitereien erinnern mich an ein solches Gezerfe…

      BG

    • Moin, gabrieleweis (21.9. at 19.26), ich halte viel von inhaltlicher Auseinandersetzung, die konstruktiv gefuehrt wird, d.h. mit dem Ziel andere zu ueberzeugen. Wenn es mal hoch hergeht, macht nichts, solange keine Beleidigungen im Spiel sind. Nun aber zu meinem Unverständnis:

      "Jede Gesellschaft dieser Welt – als Teil der Menschheit – steht ganz für sich Tag für Tag vor der Entscheidung, ihre Ressourcen-Begehrlichkeiten fair oder unfair auszuagieren. Etwaiges unfaires Verhalten anderer rechtfertigt das eigene nie. Fairness ist auch machtpolitisch nicht herstellbar. Sie ist immer Sache persönlicher udn gemeinschaftlich erarbeiteter Entscheidung …!"

      Ist es so? Oder ist es nicht eher so, wie D. Henn in der Tagesdosis entwickelt, eine Vorgabe von Seiten der Kapitaleigner, Containerriesen zu bereedern, die dann mit diesem fast nicht zu erfassendem Schadstoffaustoss die Meere, aber auch die gesamte Lufthuelle der Erde verunreinigen. Hier uebrigens die Fairnis zu bemuehen ist eine Kategorie, die an den Tatsachen vorbei geht.
      Während die Betreiber dieser Muellschleudern fette Gewinne erwirtschaften, bleibt fuer uns nur diese dreckige Luft und das verschmutzte Wasser zum Leben. Hast Du schon einmal versucht diese Kapitaleigner umzustimmen? Also fair mit uns umzugehen?

      Um es mal so zu formulieren, wie ich es sehe, man wird wohl eher ein Kamel durch ein Nadelöhr zwingen können, als den Kapitalisten dazu auf seinen Profit freiwillig zu verzichten.

      mfG

    • Hallo Hog1951,

      ad1 – Dass die Klimaschutz-Diskussion zu großen Teilen "konstruktiv geführt" würde, sehe ich eben nicht …

      ad 2 – Mein Ausgangs-Kommentar-Einstieg zielte auf die häufig so gerne angeführte Ausrede dafür, dass man nicht in die Gänge kommt:
      bewegen lasse sich etwas nur, wenn sich riesige Koalitionen fänden …
      Dieses Aktionshindernis halte ich für weitgehend vorgeschoben, um die Frage nach der eigenen Bereitschaft, fair zu agieren, für vorderhand irrelevant zu erklären…
      Die Frage nach der eigenen Fairness stellt sich immer. Und es ist in meinen Augen auch keine tragfähige Entschuldigung, allein könne man nichts ausrichten…

      Auch kein Reeder kann sich so exculpieren.

      Es ist Sache der von seinem Tun betroffenen Gesellschaften dieser Welt, seine Transportleistungen z.B. steuerlich so bei den da transportierten Waren zu indexieren, dass sein Tun mit klar gedeihlichen Kaufentscheidungen hierzulande beantwortet werden kann – so jedenfalls der umfassende (!) Wirkansatz eines Indexsteuer-Systems, für das durch den Wegfall der Areitsbesteuerung u.a. auch sozialverträglicher Raum zu schaffen wäre !

      Das Tun und Lassen welches Menschen auch immer kann erst dann ggf. fair genannt werden, wenn er von sich aus auf Fairness setzt.
      Gleiches gilt für Staatsgesellschaften: erst wo sie mehrheitlich auf Fairness setzen und sich entschießen, fairness-förderliche Regelgefüge zu etablieren, wird sich mehr Fairness in unserer Welt ereignen.
      Das ist kein Feld für Einzel-Überredungen !

      Natürlich stecken in jedem Regelgefüge Zwänge – Frage ist u.a. im HInblick auf etwaige Fairness: bei w i e v i e l W i l l k ü r oder eben r u h i g e r S y s t e m a t i k etablieren wir diese Zwänge !!!

      Mein Einwand gegen die Horizonte der bisherigen Rebellen-Forderungen wie der Lobby-Polit-Szene z.B. unseres Landes:
      es geht den allermeisten noch immer nicht um die Suche nach einer neuen und wirklich gedeihlich-problem-angemessenen S y s t e m a t i k, sondern um ein ´D e a l – V e r s t ä n d n i s´ von P o l i t i k.

      Solange wir das so händeln/ uns so aufstellen, bleibt´s bei fruchtlosen Zickereien … ?!

      Im übrigen: warum wenden sich die Rebellen nicht ans Parlament als ihrem Vertretungs-Organ ?

      Sondern am Parlament vorbei an die lobby-verwachsene Exekutive, die dann in Nachtsitzungen ein Deal-Paket schnüren ?!!!

      So soll ´system cjange not climate change´ – von unten gepusht – passieren ??

      BG

    • vgl. bei Interesse: ausführlichere Erläuterungen zu einem Indexsteuer-System – in weiteren Kontexten:

      10 | … Geldkreislauf: Monetative > ETAT > BGE > Steuern (https://diskursplanb.home.blog/10-3/)

    • Moin, gabrieleweis (22.9. at 13.06), die Frage, die mich umtreibt beim Lesen Ihres Kommentars, ist die, ob sie die Politik in DE schon länger beobachten, und ob sie wirklich der Meinung sind, dass nur 'gute/richtige' Ideen gefunden werden muessen, um den Karren aus der Sch… zu ziehen.
      Sie reklamieren Fairnis, doch gibt es schon bei der Behandlung des Transportsystems, wie D. Henn beschrieben hat,schon unterschiedliche Blickwinkel, was denn fair ist und was nicht. Der Reeder hat mit Sicherheit andere Vorstellungen als ich oder Sie!
      Worum es geht, muss doch sein, dass der Reeder nicht einfach seine Dreckschleudern auf die Weltmeere hinausschippern lassen darf! Dass also die Waren vernuenftigerweise ueber eine sog. Seidenstrasse per Bahn ueber die Kontinente gefahren werden. Doch wie erreicht man das?
      Die europäische/deutsche Politik bzw deren Regierungen haben nicht das geringste Interesse die Seidenstr. zu unterstuetzen, noch nicht einmal eine Gasleitung aus Russland zu unterstuetzen, die den Europäern und speziell den deutschen Verbrauchern entschiedene Vorteile (auch hinsichtlich der Umweltverschmutzung) brächte. Aber im Wesentlichen wäre der Preis russischen Gases weitaus guenstiger als USAmerikanisches Frackinggas.
      Hier zeigt sich doch deutlich, dass die Statthalter des Kapitals (Staat und Regierung) nicht das geringste Interesse haben sich fuer Umweltschutz und Demokratie einzusetzen. Im Gegenteil das Hofieren der Konzerne steht allemal im Vordergrund. Und hier muss auch der Hebel angesetzt werden!
      Solange eine Gesellschaft nicht die Kontrolle erlangt ueber die Art und Weise was und wie die Beduerfnisbefriedigung der Menschen in ihr zu geschehen hat, solange sind alle Vorschläge nur gut fuer die Vitrine, um bestaunt zu werden!

      mfG

    • Ich fänd´s schön, Hog1951, wenn Sie Ihre eigene Frage auch beantworteten: "Doch wie erreicht man das?"

      Sie mögen planeten- und menschen-angemessene Wirtschaftsweisen nicht für erreichbar halten – der aus Profitgier an Lösungen nicht interessierten wegen …

      Ich freilich halte dafür, dass nicht allein Machtpositionenden erforderlichen Änderungen entgegenstehen, sondern auch die Skepsis gegenüber der Wirksamkeit von " 'guten/richtigen' Ideen", wie Sie sie vortragen:
      Wo A l t e r n a t i v e n n i c h t e r k e n n b a r werden, entstehen die erforderlichen Mobilisierungen mit entscheidend umgestaltender Wirkkraft einfach nicht … !

      Außerdem könnten Sie sich ja mal mit dem Indexsteuer-Modell als einem vielleicht denkbar wirkmächtigen Umbau-Instrument auseinandersetzen… ?

      Die bloße Wiederholung von ´nichts Gutes geht´, bleibt doch reichlich öde – oder?

  3. Gibt es irgendwo ein fundiertes Szenario, was passieren würde, wenn sich der Planet um 3 oder 4 Grad erwärmt? Welche konkreten Folgen hätte dies für Wirtschaft, Natur und Menschen? Wäre es möglich, das Geld zur Vermeidung dieser Erwärmung in die Anpassung zu setzen und den Prozess zu transformieren statt zu bekämpfen?
    Warum wird uns CO2 als gefährlicher für den Planeten dargestellt als ABC-Waffen? Das worst case Zenario ist in meinen Augen immer noch Krieg und nicht Wetter. Wovon soll dieser hysterische Glaubensfeldzug ablenken?

    • Genau, das ist es. Krieg und Aufrüstung sind die allergrößten Umweltverschmutzer und Killer. Solange das von Gretel & Co. geflissentlich verschwiegen wird, ist diese ganze "Bewegung" kapitalgesteuerte Ablenkung bzw. deren neues Geschäftsfeld ist. Mit grünem Design will man mehr Profit erreichen als mit PKW, Öl usw. V. A. weil man mit dem "guten Gewissen"richtig Fett noch Steuergelder abfassen kann…

  4. Schöner, praktischer Vorschlag.
    Ruß und Schwefel eliminieren, CO2 besteuern und weiterstreiken, bis die CO2-Dividende vollständig wieder ausgeschüttet wird. Dann würde wirklich noch ein Schadstoffvermeidungsprogramm erreicht! …

    (Leider wurde gerade ein völlig anderes Programm beschlossen – Kassieren statt Vermeiden, Fördermaßnahmen zur Renditesicherung, keine Berücksichtigung der schon jetzt extrem asymmetrisch verteilten Umweltsteuern…)

  5. Schon eine irre Vorstellung: Durch das Abwracken eines Containerriesen ließe sich das Äquivalent von 50.000.000 PKW einsparen. Wie viele Containerriesen könnte man eigentlich mit den zusätzlichen Ausgaben von EUR 54.000.000.000,00 aufkaufen, nachrüsten oder aus dem Verkehr ziehen, die die GroKo gerade als Klimakabinett-Kompromiss ankündigt?

    Übergangen wurde diese Frage ebenso, als Vattenfall seine heimischen Braunkohle Aktivitäten aus plötzlichem Rußscham für angeblich EUR 700.000.000 an die tschechische Konkurrenz verkauft hat, ein Schnäppchen, verglichen mit den Summen, die etwa für energetische Gebäudesanierung, moderne Heizkessel und Elektro-Lastenfahrräder rausgeschmissen werden.

    Schaut man sich die weitestgehende Befreiung der Containerflotte von Gewinn- und Energiesteuern und Sozialabgaben an, kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass es dieser Regierung weder um Umwelt und Klima, noch um eine sinnvolle Mittelverwendung geht, sondern einzig Partikularinteressen bedient werden. Wir müssen uns also nicht sorgen, dass vor lauter Windrädern demnächst keine Schornsteine mehr rauchen und rußen. Ein Befund, der auch auf die unangetastete Förderung von Holzpellet-Heizungen, jetzt auch beim Austausch gegen Gasheizungen jeden Alters, gestützt werden kann.

    Täusche ich mich, wenn Erdgas als sogenannte Brückentechnologie und saubere Alternative zur Kohleverstromung vom Klimakabinett heute beerdigt worden ist, das angekündigte Klimaschutzgesetz also vor allem eine Lex Nord Sream 2 ist?

    • Zitat Jan Dark: "Täusche ich mich, wenn Erdgas als sogenannte Brückentechnologie und saubere Alternative zur Kohleverstromung vom Klimakabinett heute beerdigt worden ist, das angekündigte Klimaschutzgesetz also vor allem eine Lex Nord Sream 2 ist?"

      Höchstwahrscheinlich nicht 😉

  6. Ein guter Beitrag und dennoch am Thema vorbei.

    „ ich stell mir ernsthaft die Frage, ob ich im Jahr 1933 oder 2019 lebe“

    Niemand von den Klima-ideologen inkl. Bröckers und Pohlman, die co2 für den Weltuntergang halten, scheinen das System in dem wir leben verstanden zu haben.
    Wie kann man nur glauben, wenn man co2 Emission verringern möchte, dass die Welt (der Westen) den wichtigsten Preis dieser Industrialisierten Welt (ÖL) den Finanzmärkten überlässt? Wie Naiv oder dumm ist jemand, der glaubt D-Land Emissionsfrei zu gestalten, dass der Rest der Welt plötzlich auf wundersamer Weise sich ein Beispiel daran nehmen soll?

    Nur um die Antwort vorweg zu nehmen, wenn D-land morgen von den Fossilen befreit ist, ist es eine Aufforderung der anderen (Staaten) mehr zu verbrauchen! Denn der Preis für die Fossilen, wenn D-land aussteigt wird fallen!

    Aber egal, so einfache ökonomische Fragen, will ja niemand stellen denn es würde ja bedeuten, dass jemand ernsthaft darüber nachdenkt. Das will niemand und deswegen stehen die Ideologen am Brandenburger Tor und schreien „heil Klima“

    • Nur um die Antwort vorweg zu nehmen, wenn andere Länder morgen von den Fossilen befreit sind, ist es eine Aufforderung an Deutschland mehr zu verbrauchen! Denn der Preis für die Fossilen, wenn andere Länder aussteigen wird fallen!

      Wenn in Frankreich die ‘Gilets jaunes’ das System in Frage stellen und damit schwächen und gesellschaftliche Veränderungen in Gang bringen, ist es eine Aufforderung an Deutschland sein System zu erhalten im einheitlichen Bestreben Deutschlands Grossmachtbestrebung weiter auszubauen.

    • Kommt da noch eine Frage/Aussage, welcher Zusammenhang soll gebastelt werden?
      Komm mal auf den Punkt!

  7. Und während die Schlafschafe für die Ökodiktatur heute auf die Straße gehen um den Grünen den Regierungssitz bei der nächsten Bundestagswahl zu sichern, verhängt die US Regierung schwere Sanktionen gegen die iranische Zentralbank.

    Die Frage, die sich die Klima-Aktivisten fragen sollten: Was ist derzeit wirklich dringender um dafür auf die Straße zu gehen? Gegen Krieg oder für eine absurde CO2-Ökopolitik?

    Was für eine verirrte Welt -.-

    • Die Gretel's da lassen wo sie hingehören = Im Märchenbuch zur Unterhaltung und Spaltung der Massen.

      Die Kriegs -und Giftindustrie wie Öl-Plastik-Chemie-Pharma dahin bringen wo sie hingehört = Ins Tagebuch als erster Punkt auf die "to do" Liste zur Abschaffung, denn diese Ab-Arten müssen in Massen AUSSTERBEN und nicht die Bienen und Ackerböden und Ozeane.

      Zitat: "500 europäische Wissenschaftler aus 15 EU-Ländern, aus technischen und naturwissenschaftlichen Fachdisziplinen, erarbeiten zur Zeit einen Offenen Brief an die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Darin betonen sie, dass CO2 kein Klimakiller sei. Auch der Temperaturanstieg sei im Rahmen der natürlichen Klimazyklen der Erde durchaus normal und habe keine menschliche Ursache.Eine EU-Klimapolitik müsse „auf wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Realitäten beruhen.“ Es gäbe keinen Klimanotfall und daher auch keinen Grund für Panik und Alarm.

      Sie empfehlen den europäischen Staats- und Regierungschefs außerdem, in ihrer Politik einen klaren Unterschied zwischen der Umwelt der Erde und dem Klima der Erde zu machen: „Der Schutz unserer Umwelt ist eine Frage der Verantwortung. Der Klimawandel wird jedoch größtenteils durch eine komplexe Kombination von Naturphänomenen verursacht, die wir nicht kontrollieren können.“

      Quelle: linkezeitung.de/2019/09/20/klimawandel-ein-professor-analysiert-die-situation/

      Stop der Kreuzfahrtschiffe mit Schweröltreibstoff, die einen Alptraum als Traumurlaub auf den Weltmeeren verkaufen.
      Stop der Containerschiffe mit Schweröltreibstoff, kein Löschen der Fracht in den Häfen. Die Stimmen und Stimmung der FfF Bewegung gegen Crude Oil.

  8. Super, Frau Henn! Wie immer mit Ihren Beiträgen ins Schwarze getroffen! 👍

    Auf einen weiteren Aspektder Containerschifffahrt sei noch hingewiesen: die transportierten Waren. Allzu häufig ist nämlich auf dem Rückweg in den Westen nur PlastikRamsch und -Plunder an Bord, hergestellt unter menschenverachtenden Bedingungen, gemacht zum Wegwerfen nach einmaligem Gebrauch…

    • In Hamburg wird durchaus über die vielen riesigen Container-Stinker gesprochen, erst gerade wieder während der unsäglichen CruiseDays und auch wegen des aktuellen Beginns der völlig unnötigen und massiv schädigenden Elbvertiefung.

      Ärzte in Elbnähe warnen seit Jahren vor den gesundheitlichen Schäden des Feinstaubs durch diese vielen Riesenschiffe, denn gerade auch zusammen mit der Abdrift der enormen Sprühmittelmengen (sog. Planzenschutz!) der Marsch-Obstplantagen ergibt das einen ganz besonderen Giftcocktail für Mensch, Tier und Pflanzen.

      Was den sinnlosen Plunder und auch die Gifte betrifft, der/die sich oftmals IN den Containern befindet (erst kürzlich war die landnahe Nordsee nach einer Havarie wochenlang verpestet…), so hat Greenpeace schon vor einigen Jahren versucht, Einblick auf deren Ladung zu gewinnen und eine Diskussion über Sinn + Zweck anzufachen.
      War wohl nicht so einfach, aber nun ist es an der Zeit, dass man das auch mal wieder aufs Tapet bringt!

  9. Es ist schon traurig mit anzusehen, wie wir permanent von den Geldsäcken manipuliert werden.
    Selbst investigative Journalisten wie Pohlmann und Bröckers fallen darauf rein.
    Heute bestimmen die Marionetten von Al Gore und Freunde, was wir für unsere Dummheit, an das CO2 Märchen zu glauben, kosten wird. Auf den Demos heute werden sicher auch keine Plakate zu sehen sein, auf denen steht:
    "Schluss mit dem CO2- Wahn" oder "Keine Steuern oder Abgaben für den CO2- Irrtum".
    Sie haben unseren Kindern in den Kopf gef…t. Ein Missbrauch auf offener Straße. Wir schauen zu dabei und wissen nicht was wir tun!

    • Herr Bröckers hat die Debatte nicht auf's CO2 verengt und Herr Pohlmann hat auf diverse Interessen hingewiesen. Nun man darf gespannt sein, vor kurzerm war's noch Migration rauf und runter, jetzt ist's das CO2 auf das man's mit Gewalt festnageln will. Was wohl für ein verengtes Thema demnächst zur Wunsch-Debatte und auch nur zur Debatte, gestellt wird?

      Mr. Al Gore ist lediglich ein hochbezahlter Dienstbote. Die Kohlenwasserstofflobby, neben Anderen bezahlt bestimmt auch ganz gut. Schließlich soll man von Morgen bis Abend Pling-Pling kaufen. Ich schätze mal, die Machteliten bezahlen da auch einige Dienstboten zur Meinungsförderung die das im Vergleich für ein Taschengeld machen.

      Bevor Frau Bonath wegmanipuliert wurde, hatte sie noch auf Verfahrensweisen zur Meinungsmanipulation unter Zuhilfenahme multipler Konten durch diverse Interessenvertretungen hingewiesen.

      P.S.: Ich frage mich ob es ein Leben gab, bevor das Pling-Pling aus China kam? Oder anders, gab es ein Leben vor dem I-Phone?

    • Immerhin ist Al Gore mit CO2 Themen Milliardär geworden und bestimmt mit dem Thema den Gang der Weltgeschichte mit.
      Bröckers und Pohlmann haben sich deutlich auf die Greta- Position geschlagen.
      Ob Migration oder CO2, die Geldsäcke werden ein neues Thema finden, dass vom eigentlichen Thema, dem Aufgehen der Arm – Reich- Schere ablenkt.
      Schönen Gruß

    • Moin, Box,
      "Bevor Frau Bonath wegmanipuliert wurde, hatte sie noch auf Verfahrensweisen zur Meinungsmanipulation unter Zuhilfenahme multipler Konten durch diverse Interessenvertretungen hingewiesen."
      Vielleicht wissen Sie mehr, allerdings hatte sie einen letzen Post, in dem sie R. Rupp auf unflätige Weise beschimpfte. Ich hatte mich gegen ihren Post ausgesprochen, und wurde leider direkt gesperrt. Bonaths Post durfte leider noch Stunden später gelesen werden. Wie gesagt, wissen Sie mehr, dann rueber mit der Wahrheit!
      Ansonsten spricht die Aussage, dass sie wegmanipuliert wurde nicht gerade fuer ein Anliegen eine gehobene Debattenkultur zu fördern, hatte sie doch R. Rupp ein menschl. A…loch genannt.
      Bröckers und auch Pohlmann haben zwar entschieden andere Ansichten als Rupp, verstiegen sich aber nicht zu diesen Herabwuerdigungen.
      Nein, ich denke, dass Bonath sich selbst diskreditiert hat mit ihrem letzten Post.

      mfG

    • Au contraire, im Gegenteil … es war Herr Rupp der Frau Bonath angriff und das wegen ihrer begründeten Kritik an "Aufstehen." Sie wissen noch? "Aufstehen," etwas halbseidenes bürgerliches Gewäsch, das weder Ross noch Reiter benennt. Gespickt mit U-Booten an der Spitze. Am Ende war's tausendfacher Klicktivismus.

      Was Herr Rupp schrieb, nachzulesen bei Interesse, hier:

      Tagesdosis 24.8.2018 – Mit rrrrevolutionärem Elan gegen Wagenknechts „Aufstehen“
      https://kenfm.de/tagesdosis-24-8-2018-mit-rrrrevolutionaerem-elan-gegen-wagenknechts-aufstehen/

      Auf was Herr Rupp sich bezieht, ist darin verlinkt. Man kommt auch sonst nicht drauf, da keine Argumentation ersichtlich ist, die anführt was an Frau Bonaths Ausführungen nicht stimmen soll.

      Anbei ein Bsp. aus einem Artikel Frau Bonaths:

      "Von links sollte hierzu zweierlei klargestellt werden: Flucht und Migrationsbewegungen hat es im Kapitalismus schon immer gegeben. Produziert werden sie durch die enorme und anwachsende soziale Ungleichheit, die wirtschaftliche Ausbeutung und so forciertes Elend. Zweitens bietet der Kapitalismus selbst keine Lösung für diese Probleme an. Ändern kann nur etwas, wer über die Produktionsmittel und den Staat, also die ökonomische Macht verfügt. Will man Humanist bleiben, kann die Frage nur klassenpolitisch beantwortet werden."

      Aus:
      Contra "Aufstehen": Die Illusion vom guten Kapitalismus
      19.08.2018 • 07:30 Uhr
      (RTdeutsch)

      P.S.: Sie wissen doch, der gute Kapitalismus. Der macht die Menschen zwar auch zu Idioten, aber mit Russfiltern und mit anständigen Löhnen, um Pling-Pling zu kaufen, das sie sowiso von morgends bis abends, meist sinnfrei, selbst herstellen um's quer über den Globus zu schicken.

      Herrje jetzt wär's mir fast selbst passiert. Der Kapitalismus macht nichts aus sich, denn es es sind Menschen, die im Auftrag anderer Menschen aus Menschen Idioten machen.

      Sie sehen, früher waren man und anscheinend mehr als heute, wesentlich weiter:

      Im Jahr 1883 fand in Pittsburgh ein Anarchistenkongress statt. Er arbeitete ein Manifest aus:

      Alle Gesetze sind gegen die Arbeiterschaft gerichtet. … selbst die Schule dient lediglich dem Zweck, die Nachkömmlinge der Wohlhabenden mit jenen Qualitäten auszustatten, die nötig sind, um ihre Klassendominanz aufrecht zu erhalten. Die Kinder der Armen erhalten kaum überhaupt formelle Grundlagenbildung, und selbst diese richtet ihr Augenmerk auf solche Zweige, die dazu tendieren, Vorurteile, Arroganz und Unterwürfigkeit zu produzieren, kurz: einen Mangel an Verstand. Die Kirche schließlich versucht, aus der Masse komplette Idioten zu machen, und sie dazu zu bringen, auf das irdische Paradies zu verzichten, indem sie ihnen einen fiktiven Himmel verspricht. Die kapitalistische Presse andererseits sorgt für die Verwirrung der Vernunft im öffentlichen Leben. … Die Arbeiter können deshalb von keiner kapitalistischen Partei Hilfe bei ihrem Kampf gegen das derzeitige System erwarten. Sie müssen ihre Befreiung aus eigener Kraft erreichen. Eine privilegierte Klasse gibt niemals ihre Tyrannei auf. Das war in früheren Zeiten so, und ebenso wenig sollte man erwarten, dass die Kapitalisten dieser Tage ihre Herrschaft aufgeben, wenn man sie nicht dazu zwingt.
      (Howard Zinn, Eine Geschichte des amerikanischen Volkes, s. 262)

    • Moin, Box (21.9. at 8:45), Es ging hier wahrlich nicht um Meinungsverschiedenheiten (und damit Angriffe auf Statements anderer Personen), sondern um diese unflätigen Ausdruecke, die ich, wie gesagt, nicht von Bröckers oder Pohlmann und schon gar nicht von Rupp gelesen habe. Auch in der von Ihnen angefuehrten Replik auf den Bonathartikel von Rupp kann ich keine Beleidigungen herauslesen.
      Ich hatte immer den offenen Schlagaustausch befuerwortet in der pol. Debatte, auch in der Hochphase der Diskussion ueber die Migrationspolitik, doch wenn es um pers. Beleidigungen geht, dann ist eine rote Linie ueberschritten.
      Wie in meinem ersten Post vom 20.9. at 20:19 schon gefragt: haben Sie Beweise/Anhaltspunkte dafuer, dass S. Bonath "wegmanipuliert" wurde, dann bitte auf den Tisch damit, ansonsten ist festzustellen, dass es um einiges gesitteter zugeht hier im Forum, seit dem Bonath hier nicht mehr schreibt.

      mfG

    • Das alte Problem der Linken: Das vermeintlich "bessere" Argument wiegt schwerer als gelebte Solidarität mit den "Erniedrigten und Beleidigten", die Hilfe brauchen. Das ist nicht immer der Arbeiter oder Arbeitslose, nicht immer der Flüchtling oder Migrant, das kann auch die verarmte bürgerliche Witwe sein, die zu stolz ist sich ihre Rente durch Harz 4 aufstocken zu lassen und statt dessen Im dunklen Park Flaschen sammelt. Ein Arbeiter eines großen deutschen Autokonzerns braucht keine linke Solidarität, wenn er kein Leiharbeiter ist; der verdient überdurchschnittlich viel.
      Will sagen: Arbeiterschaft gegen Bürgerschaft ist schon lange nicht mehr das linke Thema von Belang, aber viele "Linke" denken noch in diesen Schablonen. Aber ich weiche vom Thema ab.
      Was gestern als klimarettendes Paket für unsere Umwelt hinten raus kam, reicht nicht als Dünger für eine sauberere Welt. Aber zur Verdummung der Massen hat es beigetragen. "Wann wird man je verstehn…."

    • @ Box

      Mit Ihren Attacken, was Ihre ideologischen Freunde oder Feinde betrifft, finde ich, bewegen Sie sich gelegentlich auf dünnem Eis, verbal wie inhaltlich-sachlich, — mal so "out of the box" gesprochen. Was ihren ideologischen Feind China betrifft, könnte mancher – mit oder ohne böse Absicht – in Ihrer wiederholten Wortwahl "Pling Pling" und Äußerungen China betreffend eine Nähe zum Rassismus sehen.
      Ich werde an die Rede Himmlers in seiner Posen-Rede 1943 an die SS-Elite erinnert, wo er mahnt, daß wenn das germanische Volk im Kampf gegen die 1,5 Milliarden Asiaten versagen sollte, wäre das das Ende von Schönheit, Kultur und Kreativität auf dieser Erde.
      Ich gehe davon aus, daß Sie diese Rede nicht kannten.

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