Tagesdosis 21.10.2017 – Katalonien und das hässliche Gesicht der EU

Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Während sich der Konflikt um Katalonien immer weiter zuspitzt und es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommt, lässt die EU-Bürokratie in Brüssel keinen Zweifel daran, dass sie Kataloniens Unabhängigkeitsbestrebungen ablehnt und die Zentralregierung in Madrid unterstützt.

Vor zwei Jahrzehnten zeigte die EU eine ganz andere Haltung. Als damals mehrere Teilrepubliken Jugoslawiens die Unabhängigkeit für sich forderten, überschlug sich die Führung der EU geradezu in ihren Bekenntnissen zum Selbstbestimmungsrecht der Nationen. Und nicht nur das: Am Ende unterstützte sie sogar das gewaltsame Zerbrechen des Landes Jugoslawien.

Warum? Weil der damalige Konflikt den Brüsseler Bürokraten dazu verhalf,  ihren Einflussbereich auszudehnen und mehr Macht zu gewinnen. Heute sind mit Slowenien und Kroatien zwei der ehemaligen Landesteile Jugoslawiens Mitgliedsländer und Beitragszahler der EU, Bosnien und Herzegowina hat im vergangenen Jahr seinen Beitrittsantrag gestellt.

Kataloniens Ausscheiden aus der EU dagegen könnte weiteren Unabhängigkeitsbestrebungen (u.a. in der Lombardei und in Venezien, wo an diesem Wochenende ebenfalls Unabhängigkeitsreferenden stattfinden) den Rücken stärken, möglicherweise den Zerfall der EU einleiten und – um die Sprache der Biologie zu bemühen – den von ihr profitierenden Parasiten in Brüssel den Wirt entziehen.

Während der Konflikt derzeit also mit großer Sicherheit auf eine offene Konfrontation hinausläuft, stellen sich viele Menschen die Frage: Wird die EU tatsächlich zusehen, wenn Madrid Gewalt gegen Katalonien anwendet? Wird sie sogar einen Bürgerkrieg hinnehmen?

Um die Frage zu beantworten, sollte man einen kurzen Blick zurück auf die Jugoslawien-Kriege der Neunziger Jahre werfen. Bei ihnen handelte es sich um die schwersten militärischen Auseinandersetzungen auf europäischem Boden seit 1945. Damals wurden fünfzehn Städte 78 Tage lang rund um die Uhr aus der Luft bombardiert. Es wurden Splitterbomben und Uranmunition eingesetzt, für die Bevölkerung lebenswichtige Wasserversorgungssysteme und Heizkraftwerke zerstört und außer 344 Schulen auch 33 Krankenhäuser in Schutt und Asche gelegt – alles mit Zustimmung der EU.

Trotzdem halten noch immer viele Europäer an der Vorstellung fest, die EU und ihre Vorgängerinnen, die Europäische Gemeinschaft (EG) und die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) seien ins Leben gerufen worden, um nach den Schrecken des zweiten Weltkrieges für ein friedliches Europa zu sorgen. Zum Beweis führen sie an, dass Westeuropa in den vergangenen siebzig Jahren von militärischen Konflikten verschont geblieben ist.

Das aber ist nur die halbe Wahrheit: Die EU hat ihre Einstellung zu militärischer Gewalt nämlich nicht nur in Jugoslawien, sondern auch außerhalb Europas schon mehrmals deutlich gemacht, indem sie die Kriegseinsätze der USA, der NATO und der Vereinten Nationen im Nahen Osten und in Nordafrika mehrheitlich unterstützt hat.

Niemand sollte sich über den Ernst der gegenwärtigen Lage in Spanien Illusionen machen: Der Katalonien-Konflikt läutet eine Zeitenwende innerhalb der EU ein. Wir stehen an der Schwelle zur Rückkehr des Krieges nach Westeuropa, und die bisherige Untätigkeit der EU ist rein taktisch bedingt. Ihre Vertreter sehen zunächst zu, warten ab und hoffen darauf, dass sich die spanische Zentralregierung gegen die Separatisten durchsetzt.

Sollte Madrid aber in Bedrängnis geraten, werden die von mächtigen Lobbyorganisationen der Finanzindustrie getragenen Bürokraten in Brüssel auf keinen Fall tatenlos mit ansehen, wie ihnen der Boden für ihre Existenz entzogen wird. Wie sie vorgehen werden, lässt sich noch nicht voraussagen, aber wozu sie in der Lage sind, lässt sich aus der Geschichte ablesen.

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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37 Kommentare zu: “Tagesdosis 21.10.2017 – Katalonien und das hässliche Gesicht der EU

  1. Warum läuft mir bei EU immer ein Schauer über den Rücken? Darf ich damit rechnen, dass die BILD-Massen demnächst gesagt bekommen, dass Malle und Gran Canaria in Gefahr sind? Das BILD den Marschbefehl verkündet? Kann ich als Michel was zu Katalonien positives beitragen? Schon die Tatsache, dass ein König (sonst eigentlich immer nur als Ablegerproduzent bekannt) irgenwie involviert ist, macht die ganze Angelegenheit auch nicht angenehme für mich. Tjia, ein Satz geht mir immer wieder dazu durch den Kopf:free the Malvinas-was hat das nur zu bedeuten?

  2. Die Sichtweise ändert sich seit das Internet Fakten liefert, denen wir früher nicht zugänglich waren.
    Ob es allerdings immer die richtigen Schlüsse zulässt, ist fraglich.

    So erinnere ich mich, das in den Auseinandersetzungen zwischen Kroatien und Serbien ein Mitarbeiter meiner Firma mir von seinem Dorf erzählte, in dem junge Männer, sie bezeichneten sich wohl als Kämpfer, mit abgeschnittenen Ohren, die sie auf die Autoantennen gesteckt hatten, stolz durch die Gegend fuhren.

    Mag sein das es ein wichtig machen war, aber ein unsäglicher Hass schien schon aufeinander bestanden zu haben.

    Den hat sicher nicht die NATO oder irgend welche NGOs angefeuert.

    An die Kriegsähnlichen Zustände in Belfast will ich auch mal erinnern, und auch an die Auseinandersetzungen zwischen Flamen und Wallonen, oder an die Anschläge der Südtiroler,

    Ist ja alles junge Geschichte. Ein Zusammenwachsen Europas hat das doch alles befriedet.
    Ein auseinanderbrechen Europas, wird doch Letzt endlich wieder in alte Muster führen.

    Also kann nur eine Runderneuerung des europäischen Gedankens weiter führen. Alles andere führt zu Nationalismus, in dem schlichte Gemüter zu leicht sich für irgend welche Interessen einspannen lassen.

    Ich möchte z B nicht von irgendwelchen Hirnis die ihrem „Kini Ludwig“ nachtrauern, in Bayern regiert werden.

  3. Wird die EU tatsächlich zusehen, wenn Madrid Gewalt gegen Katalonien anwendet? Wird sie sogar einen Bürgerkrieg hinnehmen?

    Ist die Eu als abstrakte Größe denn zur Handlung und Empathie fähig?
    Oder ist das EU-Parlament, die EU-Kommission, spezielle Länder innerhalb der EU unter dem Begriff EU, von Ihnen gemeint?

    Ich neige auch häufiger als mir lieb ist dazu, abstrakte Formulierungen zu verwenden. Gerade abstrakte Formulierungen fördern zugleich die Tendenz der Verallgemeinerung.

    Wird die EU handeln?
    Wird die Politik handeln?
    Wird die Gesellschaft handeln?

    Alles Allgemeinplätze. Heisst nichts oder fast nichts, wenn es keinen Kontextbezug zu den Allgemeinplätzen gibt.

    Bei Gesellschaft z.B. : wer namentlich, oder welche Menschen in meinem Umfeld?
    Bei Politik: welcher Politiker hätte die Macht und welcher hat keine Macht in der speziellen Frage?..etc.

    Um die Frage zu beantworten, sollte man einen kurzen Blick zurück auf die Jugoslawien-Kriege der Neunziger Jahre werfen.

    Ist der Blick in die Vergangenheit immer die Antwort auf die Gegenwart?

    Wenn ja, dann lasst uns alle in der Vergangenheit leben, denn es wird keine Gegenwart geben können, da der Blick in die Vergangenheit immer richtig ist und es keine Verhaltensänderungen gibt in dieser Welt.

    Richtig verstanden?

    Wir stehen an der Schwelle zur Rückkehr des Krieges nach Westeuropa, und die bisherige Untätigkeit der EU ist rein taktisch bedingt.

    Das ist eine positive Vision der Zukunft.

    Ich habe zur Verstärkung positiver Gefühle mal sämtliche Nachrichten mir angeschaut und bin jetzt viel entspannter, wie leicht eine negative Sichtweise sich doch in meinem Kopf bei besonderen Themen einschleichen kann.

    Wie sie vorgehen werden, lässt sich noch nicht voraussagen, aber wozu sie in der Lage sind, lässt sich aus der Geschichte ablesen.

    Wir wissen zwar nicht, was passieren wird, aber die Hoffnung auf etwas negatives bleibt wenigstens bestehen

    Das beruhigt mich ungemein.

    Hauptsache, es ist negativ.

    Für gute Gedanken ist kein Platz. Sonst ist das nachher noch Verschwörungstheorie oder so ähnlich…

    • Um aber nicht völlig sich gleichzusetzen mit einem zuversichtlich negativen Blick auf der Zukunft, werde ich meine Gedanken ergänzen.

      Fragen, die an dieser Stelle eigentlich von vielen Menschen gestellt werden könnten:

      Wer hat die Entscheidungsmacht in der Politik?
      Wie sind die Entscheidungswege?
      Wer hat Einfluss auf die Entscheidungswege?
      Wie ist meine Einflussmöglichkeit auf die Politiker an den Entscheidungswegen?

      Welche Handlungsoptionen sind denkbar: langfristig, kurzfristig?

      Was ist jetzt sinnvoll?

      Und all das kommt zu 0,0000% in dieser Tagesdosis vor.

      Wenn ich was negatives lesen möchte, dann habe ich reichlich Auswahl innerhalb von Zeitschriften, Onlinemagazinen und vielen bekannten Nachrichtenformaten.

      Wieso ist es so wichtig, den Grundtenor von Unwissenheit zu kommunizieren?

      Wie sie vorgehen werden, lässt sich noch nicht voraussagen,

      Gewürzt mit einer großen Prise Negativität?

      aber wozu sie in der Lage sind, lässt sich aus der Geschichte ablesen

      Wenn die Frage nicht öffentlich beantwortet wird, wovon ich ausgehen möchte, dann gebe ich mal eine Vermutung ab:

      Jedes Problem, jedes Hindernis, jede Herausforderung im Leben ist auch immer Ressource.

      Das heisst:

      ich kann entweder:

      a) mein Problem/ Hindernis angehen und es überwinden lernen

      oder

      b) mein Problem kommunizieren und es als negative Sichtweise veröffentlichen.

      Welchen Benefit habe ich bei a) ?

      Ich setze mich anders in Beziehung zu der Welt – fokussiere auf andere Dinge, merke dadurch auch, dass mein Verhalten mittels anderer Sichtweise automatisch anders wird.

      Welchen Benefit habe ich bei b)?

      Ich kann in meiner Komfortzone bleiben. Es braucht keine Veränderung stattfinden.

      In dem Augenblick, wo ich aus dem Internetfenster schaue und in der Ferne den Ukrainekonflikt beobachte, die Werbung für den nächsten Südseeurlaub als Werbebanner mich einfangen möchte, die Katalonienkonflikt mir anschaue und genüsslich weiß: ich habe Schwarz, Gelb oder Grün gewählt…

      kann ich sagen: die Politik wird es richten.

      Das es oft in der Vergangenheit zum Schaden der Bevölkerung gewesen ist, braucht mich nicht zu kümmern. Wenn ich darüber negativ schreibe, mache ich mich immun gegen die Vergangenheit.

      Durch den Blick der Negativität in die Vergangenheit hole die Vergangenheit in die Gegenwart.

      Alles hat so seine Vorteile und Nachteile.

    • @Fragen hilft
      Nix gegen Optimismus und auch die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt..
      Allerdings die Augen vor der Realität verschliessen hat auch noch nie was gebracht.
      Ist schon interessant zu sehen, wie all die dummen und unbewiesenen Sprüche der Indoktrination vom positiven denken, seit den 90-gern, sich in unser Unterbewusstsein gegraben haben.
      Weil das ist ja auch DER WEG ZUM ERFOLG 😉 [damit haben ein paar Leute ganz gut Geld verdient]
      Immer hat es in der Geschichte blutige, gemeine, demagogische und menschenverachtende Ereignisse gegeben wenn es der herrschenden Cilque zu bunt wurde und sie sich (ihre Macht) bedroht sahen.
      Für gute Gedanken ist immer Platz. Wie ich schon eher mal geschrieben habe; sogar in Kriegsgebieten wird gesungen, getanzt, gelacht und geliebt, DAS ist worin wir Menschen positiv sind.
      Ihnen alles Gute

  4. Wenn der Joegoslaviën Kreig da war war ich noch naïf.
    Die Medien haben keine Artikel daran gewidmet das Milosevitch posthum freigesprochen ist, Herbst voriges Jahr.
    Böse, natürlich, Zungen, behaupten das er starb weil ihn eine Herz Operation verweigert wurde.
    Jetzt denke ich das Kosovo, das Gebiet in Europa mit den meisten Mineralien, das Ziel war.
    Aber mehr EU kann ein Nebenziel gewesen sein, und das Bedürfnis NATO sich zu manifestieren.
    Warum ein Teil der Katalaniër unabhängich sein wollen, leider berichten die Medien darüber kaum.
    Wir Niederländer sind eine Nation weil Philips II, in Madrid, nichts verstand von Wirtschaft, oder von Freiheit.
    Es scheint mich das der Geist Philip’s noch besteht in Madrid.
    Wir gewannen unsere 80 Jährigen Krieg nicht, das taten das Ottomanische Reich und England für uns, und geschickte Diplomatie von Johann de Witt, der ermordet wurde, durch Anhänger des Prinzen Oranje, der nichts tat um der Mord zu verhindern.
    Ein Prinz kann nicht untergeordnet sein an ein Bürger.
    Ich dachte das Brussel das auseinanderfallen Mitglied Nationen begrüssen wurde, ‚verteil und herrsch‘, darin habe ich mich geïrrt.
    Warum Brussel das nicht will, ich verstehe es (noch) nicht.
    Aber ich verstehe auch noch immer nicht warum viele Kataloniër unabhängich sein wollen, als es nur um Geld geht, musste doch eine Lösung zu finden sein ?

    • @Pieter Kamp
      Ich möchte Ihnen ganz sicher keine Nachhilfe in Niederländischer Geschichte geben.
      Wenn ich mir allerdings schon nur das Wilhelmus anhöre:
      ..Wilhelmus van Nassouwe
      ben ik, van Duitsen bloed…
      en den Koning van Hispanje
      heb ik altijd geëerd…
      Dat u de Spanjaards krenken,
      o edel Neerland zoet,
      als ik daaraan gedenke,
      mijn edel hart dat bloedt… da wird sich wohl so mancher alter Geuze im Grab umdrehen.

      Die Katalonen haben eine Bürgerbewegung mit Unterstützung von Gewerkschaften und ausserparlamentarischen Organisationen ins Leben gerufen, da sie sich von Spanien (der Partido Polular(PP)-ungefähr die CDU in Deutschland, (mit vielen Symphatisanten des Faschisten Franco in ihren Reihen), in Ihren erst garantierten Autonomierechten, eingeschränkt sahen. (durch ein umstrittenes Urteil des spanischen Verfassungsgerichtes)
      Die katalonische Regierung ist erst später auf den fahrenden Zug gesprungen.
      Warum das nun eskaliert..dafür fehlt mir das Wissen um Zusammenhänge und Details, sorry.
      Het ga U goed 😉

    • „Warum ein Teil der Katalaniër unabhängich sein wollen, leider berichten die Medien darüber kaum.“

      So ist es, sie berichten nicht über Motive. M.E. geht es vodergründig um Geld (ein Teil der Katalanen will nicht ans „restliche“ ärmere Spanien abgeben), mit dem die Separatisten-Katalanen geködert werden, und hintergründig wird der Zerfall angestrebt.

    • fpdcb
      Die letzte vier Regeln des Wilhelmus kannte ich gar nicht, und ich verstehe sie auch nicht.
      Volkslieder haben keine Bedeutung, nur Folklore.
      Das Wilhelmus entstand, so viel ich weiss, als noch versucht wurde mit Philips übereinstimmung zu finden, wie Kataloniën noch heute.
      Aber Philips entsand Truppen, die sich grausam benahmen, und so verlor damals Spanien sein reichstes Gebiet.
      Gerda H. Kurtz, ‚Kenu Symonsdochter van Haerlem‘, Assen, 1956
      Hoffen wir das die Geschichte sich nicht wiederholt.

  5. „Damals wurden fünfzehn Städte 78 Tage lang rund um die Uhr aus der Luft bombardiert“

    Was für ein Schwachsinn. Für Herr Wolf fängt die Geschichte erst dann an, wo eigene Geschichtsinterpretation in mein Kram passt (nämlich NATO + EU böse (ich will nicht damit sagen dass diese zwei Organisationen die Guten sind)). Der Geschichtenerzähler vergießt dabei (vorsätzlich)
    1. Dass schon (während der Bombardierung) damals Jugoslawien nicht existierte (es handelt sich um Serbien un Montenegro die Krieg geführt habe)
    2. Dass vorher eine andere Staat (Sarajevo) 1200 Tage unter Bomben stand, die ganze Städte ausradiert waren (Vukovar), die ganze Regionen ethnisch gesäubert waren (Ost-Bosnien)
    3. Man hat auch „vergessen“ zu erwähnen das Apairhaid-Regime auf Kosovo seit 1912, wo die Mehrheit der Bevölkerung (Albaner) die andere Büse besteigen müssten als „die Weißen“

    Man versucht hier die NATO und EU mit NATO und EU Methoden zu diskreditieren indem man auf die gleiche Art und Weise die Geschichte kastriert

    • „Man versucht hier die NATO und EU mit NATO und EU Methoden zu diskreditieren indem man auf die gleiche Art und Weise die Geschichte kastriert.“

      Ach ja? Versucht man das?
      Für wen schreiben Sie denn hier?
      Honi soit qui mal y pense.

    • Es scheint, dass sich da jemand auf diesem Portal entweder gewaltig verirrt hat oder gezielt (wenn auch dumm) solche Floskeln von sich gibt. Sie können Kritik an der Nato ruhig
      „die Nato diskreditieren“ nennen, kein Problem. Diskreditieren ist wohl das mindeste, was mit dieser Angriffskriege,-führenden und damit Völkermord-begehenden Organisation geschehen sollte. Vielmehr gehört die Organisation völlig verboten und die dafür Verantwortlichen nach den Haag gesandt.
      Dass ich nicht lache…..

    • Und Noch einmal die NATO ist die faschistische Armee des Bankenkartells in dem wir leben. NATO ist hier um weiter neu-koloniale Politik, ohne Kolonialismus im Mund zu nehmen, durchzusetzen. Bedeutet aber nicht, dass ich bereit bin die Nazi als Heilige darzustellen, weil sie gegen NATO sind.

  6. Die EU hat keinen Grund, Spanien die Unterstützung zu verweigern. Spanien macht eher zu viel als zu wenig, um seine Anbindung an die EU zu unterstreichen. Da die Katalanen im heutigen Spanien keine Nachteile haben, gibt es meines Erachtens keinen völkerrechtlichen Grund für einen katalanischen Staat.

    • Katalanen sind spanier, daher kein Volk. Die die sich abspalten wollen sind schlicht und einfach separatisten.
      Von den häufigsten familiennamen in catalunya kommt die erste auf katalanisch an 35. stelle. Es gibt mehr garcia oder rodriguez, als albiach, del bosch oder wie auch immer. Die meisten kamen in den 50er und 60er jahren aus andalusien nach CAT.

      LÄCHERLICH. EINFACH LÄCHERLICH das ganze.

    • Das die Katalanen im heutigen Spanien keine Nachteile haben, sollten Sie mal den Katalanen erzählen, die Spanien als Land (Nation) verlassen wollen.

      Es gäbe ja auch die Möglichkeit, das Katalonien auch weiter Mitglied der EU ist. Es könnte eine Übergangszeit vereinbart werden. Katalanin könnte existieren wie San Marino umgeben von Italien.
      Aber das wird strikt von EU und spanischer „Zentralregierung“ abgelehnt – ein Dialog findet nicht statt.

      Das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist eines der Grundrechte des Völkerrechts. Es besagt, dass ein Volk das Recht hat, frei über seinen politischen Status, seine Staats- und Regierungsform und seine wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung zu entscheiden. Dies schließt seine Freiheit von Fremdherrschaft ein. Dieses Selbstbestimmungsrecht ermöglicht es einem Volk, eine Nation bzw. einen eigenen nationalen Staat zu bilden oder sich in freier Willensentscheidung einem anderen Staat anzuschließen. (Wikipedia)

      Sie wissen immer, was für andere Menschen der einzig richtige Weg ist und wie es laufen muss.
      Sei es Katalonien, Syrien, Nordkorea, u.a.

      Das das Selbstbestimmungsrecht ein Menschenrecht ist, sollte auch Ihnen Klar sein.

    • Schwarz
      Wilson erfand etwa 1917 das Selbstbestimmungsrecht, um das Habsburgse Reich aufzubrechen.
      Viele Diplomaten war es damals deutlich das Wilson Pandora’s Box geöffnet hatte.
      Kann z.B. Bayern beschliessen Deutschland zu verlassen ?

    • „Kann z.B. Bayern beschliessen Deutschland zu verlassen ?“

      Oh ja, bitte!!! Ich bin schon lange für die Sezession 😉

    • wikip.: „Sezession (lateinisch secessio, dt. Abspaltung, Abseitsgehen, Trennung; die Gebietsabtrennung ist auch als Separation bekannt) bezeichnet im Politischen die Loslösung einzelner Landesteile aus einem bestehenden Staat mit dem Ziel, einen neuen souveränen Staat zu bilden oder sich einem anderen Staat anzuschließen.[1][2] Im Zuge einer Sezession entstehen in der Regel ein oder mehrere staatliche Subjekte, und gleichzeitig existiert weiterhin der verkleinerte Altstaat, der oft auch als „Rumpfstaat“, „Reststaat“ oder „Schrumpfstaat“ bezeichnet wird. Obgleich jener vor der Teilung vorhandene Altstaat oder Zedent infolge seiner Kontinuität und Subjektidentität mit dem Rumpfstaat nicht zu den Nachfolgestaaten gehört,[3] muss er nicht seinen traditionellen Namen behalten.

      Als Separatismus (aus dem lateinischen separatus für „getrennt“, „abgesondert“) werden Sezessionsbestrebungen einer Teilbevölkerung bezeichnet. Sie gehen oft – jedoch nicht zwangsläufig – mit kriegerischen Auseinandersetzungen einher. Im engeren Sinne steht der Separatismus für die ideologische Grundlage oder die politisch-soziale Aktion, die bei Erfolg zu einer Sezession führt, welcher der alte Staat in der heutigen Lesart nicht widerspricht. Separatismus kann, aber muss nicht identisch sein mit Regionalismus oder Nationalismus von Minderheiten.“

      An den KenFm-Transatlantiker: Aber ja, die EU ist auf jeden Fall gut, aber unbedingt, geht in Ordnung, sowieso, genau!!!
      (Beißendster Zynismus der wandelnden Transatlantiker-Leiche gegenüber und ihren roboterhaft wiederholten Indoktrinationen.) Und der gute Pieter antwortet auch noch?:

      „EU gut, was ist gut bei der EU ?
      Arbeitslosigkeit, zunehmende Differenz zwischen Arm und Reich, Massenimmigration, militärische Kooperation mit Ukraine gegen Russland, keine Demokratie mehr, nationale Regierungen sind nur da zum Schein, nicht arbeiteitenden sehen als nur Kosten, usw.“

      Die Liste ließe sich fast beliebig verlängern: eine Totgeburt.

  7. Gute Tagesdosis, aber leider nur die Spitze des Eisbergs.

    Das hässliche GESICHT der EU? Bei der EU ist nicht nur das Gesicht hässlich. Die ist durch und durch bösartig, verdorben und auch einzig und allein dafür geschaffen böse zu sein.

    Und sie zeigt es auch ganz offen. Man muss nur hinschauen.
    http://eu-un.europa.eu/contact-us/
    Diese Adresse (666 3rd Street) bekommt man nicht aus „Zufall“!

    Je m’en vais wirds freuen, dass er mit seinen Satanismus Vorwürfen völlig richtig liegt.

    Und wenn man mit diesem Wissen die Geschehnisse auf der Welt einordnet, machen alle Taten der Herrschenden plötzlich Sinn.

    • „Freuen“ ist hier wohl nicht der richtige Ausdruck. Ich weiß nur, wie auch schon viele andere, dass das Schweigen über derart schlimme Menschheitsverbrechen aus Angst oder Scham oder auch das „Nicht -daran-glauben“ wollen oder können für die Täter bisher immer der beste Schutz war. Und wenn wir doch heute als wache Geister alles kritisch beobachten, um möglichst alles aufzudecken, dann sollten wir auch in der Kommunikation nichts mehr umkurven. Denn genau diese Dinge, die wir am liebsten gar nicht wahr haben wollen, üben den stärksten zerstörerischen Einfluss auf unser Leben aus. Satanismus, Geo-Engineering, menschliche Fehlernährung über Tiere. Das sind doch die Haupt- Tabuthemen. Auch hier.

    • Den eigentlichen Scherz an der Adresse haben Sie sogar noch unterschlagen, wenn man Verschwörungstheorien mag: Über dem 31st Floor kommt nicht mehr viel… 😀 (32 war glaub ich „Inner Circle“, und 33 „Demiurg“, oder so 😉 )

    • EU gut, was ist gut bei der EU ?
      Arbeitslosigkeit, zunehmende Differenz zwischen Arm und Reich, Massenimmigration, militärische Kooperation mit Ukraine gegen Russland, keine Demokratie mehr, nationale Regierungen sind nur da zum Schein, nicht arbeiteitenden sehen als nur Kosten, usw.

    • @ Je m’en vais

      Sorry, „freuen“ hatte ich sarkastisch gemeint. Lässt sich ohne Mimik und Tonfall im Text so schlecht ausdrücken.

      Und für die, die es immer noch nicht glauben wollen/können.
      Berater für und bei der UN ist eine Organisation „Luci’s Trust“. Hieß früher Lucifers Trust, wurde dann aber umbenannt.

      https://www.lucistrust.org/world_goodwill/world_goodwill_the_un2

      https://en.wikipedia.org/wiki/Lucis_Trust

      Noch deutlicher kann man es den Menschen nicht zeigen, wo man steht und was man vorhat.

    • Es wurden an dieser Stelle drei Kommentare von mir gelöscht, die auf den Irrtum von Kristana eingegangen sind.
      Ich wiederhole: Alice Bailey hat mit Satanismus nichts am Hut. Schaut Euch auf Wikipedia oder sonstwo ihr Gesicht an, und Ihr wißt, daß sie eine Gute ist.
      Sie gehört zur Theosophischen Bewegung.
      Hat KenFm jetzt den Auftrag, esoterische Bestrebungen zu unterdrücken?
      Oder war da ein übereifriger Zensor am Werk?

  8. Bis heute ist unter denen, die sich über die MSM informieren, die Meinung verankert ,
    die „Luftschläge gegen Milosevic“ dienten der Verhinderung eines Völkermordes .

    Die positive Beurteilung des Westens und der EU hängen eng mit der Durchsetzung entsprechender Erzählungen zusammen . Bei den Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien ist das brutale Niederprügeln von 800 Abstimmungswilligen im Hintergrund und formale Aspekte füllen die Nachrichten der MSM

    • Es gibt ein bemerkenswertes Interview mit Milosevics kanadischem rechtsanwalt black von billy six. Swhr zu empfehlen.

  9. Danke, Herr Wolff!

    So sehe ich das auch. Was ich nicht verstehe: Abzuwarten ist doch ein viel zu großes Risiko für die EU, selbst wenn man rein machtpolitisch und taktisch denkt. Es wäre doch wichtig, den Konflikt rechtzeitig zu entschärfen, indem man die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch drängt. Und indem man z.B. darauf drängt, dass die Franco-Diktatur in Spanien endlich richtig aufgearbeitet wird.

    Aber vermutlich kommen solche Gedanken im Gehirn eines korrumpierten Machtpolitikers eines zentralistischen Systems nicht vor…

    • Das ist tatsächlich ein grosses Problem in Spanien. Nie wurde das Thema richtig abgeschlossen. Ich finde es lächerlich, wie 16 Jährige sich die 2. Republik zurück wünschen, andere melden sich bei den faschistischen Parteien, andere bei den Kommunisten. Ich muss stets darüber lachen.

    • Ich hörte und sah ein Spanier sagen ‚Demokratie ist ein Spiel, wer die meiste Stimmen gewinnt kann regieren. Leider gibt es bei uns Leute die meinen das Gott ihnen das Recht gab zu herrschen‘.

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