Tagesdosis 21.11.2017 – „Russiagate“ und kein Ende

Ein Kommentar von Mathias Bröckers.

Vor einem Jahr wurde Donald Trump gewählt – ein alles zerstörender Meteorit, ein Monster, eine Horrorgestalt war Präsident der Vereinigten Staaten,  so präsentierten die Großmedien das Wahlergebnis. Und waren selbst am meisten geschockt, denn sie hatten einen Wahlsieg Hillary Clintons mit über 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit vorhergesagt. Die Wähler unterdessen hatten die von den Medien im Wahlkampf konstruierte Parallelwelt – mit einem absoluten Horrorclown auf der einen und einer allseits gütigen Landesmutter auf der anderen Seite – durchschaut. Und so kam es, dass sich die War Party-/Neocon-Neoliberale-/Wall Street-/Think Tank-/Corporate Media-Maschine, die Clinton unterstützt hatte, trotz  milliardenteurem  Brainwashing nicht durchsetzte.
Sensationell – und irgendwie auch sehr demokratisch: nicht das größte Budget an Wahlkampfgeldern gewinnt – Hillary setzte mit sagenhaften 1,3 Milliarden fast doppelt so viel wie Trump ein – sondern der glaubwürdigere Kandidat, selbst wenn die Großmedien ihn als notorischen Lügner porträtieren. Das war der größte anzunehmende Unfall, der Super-GAU für Clinton und die Medienmaschine – und die Geburtsstunde der verrücktesten Verschwörungstheorie unserer Tage: der Behauptung, dass „russische Hacker“ die US-Wahlen manipuliert hätten und Trump von Putin auf den Thron gehievt worden sei. Konkrete, nachvollziehbare Beweise gab es dafür nicht, auch die Chefs von FBI, CIA und NSA konnten nicht liefern, gaben sich aber „überzeugt“ von diesem Verdacht – und so kam „Russiagate“ in die Welt.

Anders als bei „Watergate“ in den 70er Jahren, als echte Einbrecher im Wahlkampfbüro der demokratischen Partei  geschnappt wurden und der republikanische Präsident Nixon wegen dieses Manipulationsversuchs zurücktreten musste, beruht „Russiagate“ allein auf Behauptungen, Vermutungen und Gerüchten.

Weil mir das vorkam wie eine mittelalterliche Intrigengeschichte, begann ich über dieses „Real Game of Thrones“ zu schreiben und die Intrigen um „König Donald, die unsichtbaren Meister und den Kampf um den Thron“ in satirischem Ton zu begleiten. Anders war die absurde Posse um „Russiagate“ nicht zu fassen und nach 100 Tagen Trump-Regentschaft schien es mir dann genug.

Die Meister in den Tiefen des Königreichs ließen freilich nicht locker, ihre Herolde und Lautsprecher wurden nicht müde, die ebenso unsichtbaren wie allmächtigen Hacker des ultrabösen Putin und dessen heimliche Allianz mit dem Horrorpräsidenten Trump zu beschwören. Anhörungen, Vorladungen, Ausschüsse, Sonderermittler…“Russiagate“ ist bis heute täglich in den Schlagzeilen. Hat etwa ein hohes Tier aus Donalds Stab vor fünf Jahren mit jemandem gesprochen, der einen russischen Schäferhund besitzt? Oder Geschäfte mit einem Unternehmer gemacht, der mit der leibhaftigen Großnichte Stalins verheiratet war ?

„Es ist schwer, keine Satire zu schreiben“ notierte einst der Dichter Juvenal zu seinen Beobachtungen am Hofe der römischen Kaiser und das gilt angesichts von „Russiagate“ noch immer – wäre das Ganze nicht wirklich ernst. Denn um was geht es bei dieser Nullnummer, die seit einem Jahr nichts und wieder nichts zu Tage gefördert hat ?

Zum einen um einen nützlichen Sündenbock, um das selbstverschuldete Debakel der Wahlniederlage zu kaschieren – die geleakten emails hatten ja keine äußeren, russischen Manipulationen aufgedeckt, sondern die internen von Clinton und wie sie den populären Kandidaten Bernie Sanders weggebissen hat. Vor allem aber geht es bei „Russiagate“ darum, Trump an der Einlösung  seines  Wahlversprechen zu hindern: „to come along with Russia“.  Verständigungen, Verhandlungen, De-Eskalation des Kalten Kriegs – all das darf es nicht geben und schon um einen Versuch Trumps in diese Richtung zu verhindern, wird das substanzlose „Russiagate“-Gerücht seit über einem Jahr geköchelt und verbreitet. Jetzt ist es sogar über den Atlantik gekommen – russische Hacker sollen sowohl hinter den Autonomiebestrebungen Kataloniens stecken, wie auch für den Brexit verantwortlich sein.

Irre? Verrückt ? Durchgeknallt? – Nein. Sie meinen das ernst. Der militärisch-industrielle Komplex braucht einen Feind, Frieden und Verständigung sind geschäftsschädigend. Und so konnte Trump letzte Woche auf dem G-20-Treffen mit Putin nur zwischen Tür und Angel reden, und was er danach sagte – sich mit Russland zu verständigen sei nicht nur  „gut“ für Amerika, sondern „great“ –  das war für die New York Times nichts anderes als „Betrug“ und „Verrat“ .

Dass sich die beiden größten Atommächte an einigen Konfliktfeldern der Welt militärisch gegenüberstehen und jede Eskalation eine Bedrohung für die gesamte Menschheit darstellt, und dass es in einer solchen Situation nichts Dringenderes und Wichtigeres geben kann als dass beide Seiten miteinander reden  – von diesem Gebot der Vernunft haben sich die  Russia-Gater verabschiedet. Die Gegnerschaft zu Trump – für die es ja durchaus vernünftige Gründe gibt  – ist zu in einer hysterischen Russophobie ausgeartet, die lieber einen Weltkrieg riskiert als Gespräche über Frieden und Abrüstung zu akzeptieren.

Das Buch von Mathias Bröckers, „König Donald, die unsichtbaren Meister und den Kampf um den Thron“, ist im Juni im Westend-Verlag erschienen.

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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22 Kommentare zu: “Tagesdosis 21.11.2017 – „Russiagate“ und kein Ende

  1. Jedes Jahr zur Weihnachtszeit wird ja auf die Tränendrüse gedrückt. Es stehen die karitativen Verbende Schlange und betteln um eine kleine Gabe, vom ach so reich gedeckten Gabentisch von uns wohlsituierten Bürgern.

    Neuerdings höre ich auch Werbung von Einkaufsketten, die zu Spenden für eine Sozialtüte aufrufen.
    Hier wird nun eine kleine Einkaufstüte für Bedürftige zusammengestellt.

    An den aufrundeden Cent im Restrückgeld haben wir uns ja schon gewöhnt.Alles schon abartig genug.

    Der neuste Schrei ist nun AUFBRUCH EHRENAMT eine Initiative von Google.

    Heute in der SZ liegt eine kleine Broschüre bei, in dem der engagierte Bürger einen Leitfaden an die Hand bekommt, wie — „Engagement und Hilfe noch mehr bewirkt.“–
    Die Fördersumme von 4 Mio Euro ist auch gleich mit aufgedruckt.

    Da der Staat ja mittlerweile mit den wichtigen Aufgaben der Kriegsmaterialbeschaffung, so wie Sanktonsmaßnahmen gegen die bösen Russen so überlastet ist, das er seinen eigentlichen Aufgaben
    nicht mehr nachkommen kann, sind wir nun aber alle aufgerufen, uns mal kräftig ins Zeug zu legen.

    Mal sehen wie bescheuert meine Mitmenschen sind, um dieser Initiative Gehör zu schenken.
    Ich nehme an, das die diversen Talkshows schon begleitend in Stellung gebracht werden.

    Frohe Weihnachten

    • Ach so, was hat das mit der Tagesdosis zu tun?

      Man muß ein Thema nur lange genug am köcheln halten, dann beschäftigt es die Gemüter.
      Es ist doch klar, das die Behauptung von Eilfußnahme auf die Wahl totaler Blödsinn ist.
      Aber wir unterhalten uns auch noch darüber, während wirkliche Probleme ausgeklammert werden.
      Auch das ist Gehirnwäsche.

    • Nach den Sezierern kamen die Seelenklempner, schliesslich die Datensammler. Der Mensch ist vollkommen durchschaubar, im wahrsten Sinne des Wortes gläsern. Ob das Glas halb voll oder halb leer ist, das scheint nun die Streitfrage.

      Aktuell gibt es Untersuchung, wonach der Intelligenzquotient in den letzten 20 Jahren „dramatisch“ gefallen sei.
      Sicher gibt es (bald) eine Gegenuntersuchung. Mir reicht meine eigene Beobachtung.

    • Ob der IQ gesunken ist, glaube ich eher nicht, aber das Niveo ist so dramatisch gesunken, dass ich mich mit vielen Mitmenschen kaum noch unterhalten kann.

      Ein eigener Gedanke wird kaum noch gedacht. Es wird nur nachgeplappert.

      Wenn man das auch noch mit den Satzendungen Cool und Geil bekräftigt, ist doch alles gesagt.

      Mit diesen Trotteln lässt sich gut Geld verdienen.

      Hauptsache das Handy kann bedient werden.

      Wens dann da auch hapert hilft ja jetzt Alexa

    • Es ist doch klar, das die Behauptung von –Eilfußnahme– auf die Wahl totaler Blödsinn ist.
      Na gut mein IQ scheint auch unter 80 zu liegen. Trotzdem schönes Wort

  2. Zunächst müsste man nach einem Motiv suchen. Und dann die Möglichkeit der Durchführung prüfen.
    Drehen wir dies aber hier für einen Augenblick um.
    Technisch, personell, informell dürfte das heute so gut möglich sein wie ehedem, vielleicht Dank der neuer Erkenntnisse und Tools sogar besser als je zuvor. Ich denke, dass die Kammeraden von Cambridge Data hier nun Trittbrettfahrer sind, also Luftpumpen wie es die Zeit formulierte. Doch im deep state gibt es wahrscheinlich bereits ganz andere Einflussmöglichkeiten.

    Hätte also nun Russland irgendein Instrument in der Hand gehabt, diese Tools einzusetzen? Man sollte davon ausgehen, dass russische Dienste soweit am Start sind. Denn Russland ist nicht die Insel der Tölpel, Trottel und Trinker. Und „Russland“ auch nur ein Staat mit Interessen. Es fällt mir zusehens schwer dem Handelns der russischen Seite immerzu edle Motive zu unterstellen. Die Unschuldsvermutung steht allerdings auf einem anderen Blatt.

    Jedoch muss man zum jetztigen Zeitpunkt festhalten, dass es für konzertierte Aktionen keine stichhaltigen Beweise gibt.

    Kehren wir also zum Motiv zurück, denn hier sehe ich ein Problem in der Diskussion: Es gibt nämlich ein Motiv. Eindeutig.
    Russland hätte von einer Präsidentin C. sehr viel weniger zu erwarten gehabt, wenn wir die Aussagen aus dem Wahlkampf heranziehen. Und das nenne ich in der Tat ein starkes Motiv. Trump bot die bessere Perspektive.

    Russland wird – solange die Position der zurückeroberten Stärke andauert- seine Interessen wahren wollen. Und darüber muss geredet werden. Und gerade hier wird das oft wenn nicht übersehen, so doch herunter gespielt.
    In Fragen der Großmachtpolitik tendieren viele dazu, sich auf die eine oder andere Seite zu schlagen. Aber hier geht es nicht um die banale Frage BVB oder Bayern.
    Die Gefahr, dass man in eine unkritische Nähe zum Handeln des russischen Staates rückt nur um die idiotische Russophobie einzudämmen, ist nicht von der Hand zu weisen, was an dieser Stelle ausdrücklich kein Vorwurf an Herrn Bröckers sein soll.

    Wir wissen es alle nicht exakt, ob Putin nun hat oder nicht. Aber er ist ein mächtiger Mann eines sehr starken Landes und ihn pauschal zu verteidigen, weil einem die Intention der Kritiker zu Recht suspekt vorkommt, könnte auch einmal nach hinten losgehen.

    • „Diplomatie ist ein Schachspiel, bei dem die Völker matt gesetzt werden.“

      Überall und in jedem Fall sind es die Völker, die matt gesetzt werden! Diplomaten genießen Immunität, die sie selbst als (inoffizielle) Geheimdienstler und ihre (offiziellen) Kollegen schützt.
      Unser Präsident war doch Geheimdienstler, oder? Putin war KGB. Heißt es nicht: Einmal Geheimdienst, immer Geheimdienst?

  3. Lieber Herr Bröckers, vielleicht sollten Sie sich auch mit „CLIMATEGATE“ beschäftigen!
    Einfach – weil da genauso gelogen wird wie bei 9/11.

    DER KLIMA-SCHWINDEL [Doku] – YouTube
    Nobelpreisträger entlarvt die KlimaLÜGE! – YouTube
    Why Scientists Disagree About Global Warming: Joseph Bast – YouTube
    Wissenschaftler entlarvt restlos Klimaschwindel ! #1 – YouTube
    THE GLOBAL WARMING FAD – Paleoclimatologist Bob Carter: Climate Context As A Basis For Better Policy – YouTube

    Mehr als 31.000 amerikanische Wissenschaftler, darunter 9000 Physiker sind gegen die Darstellung des IPCC:
    http://www.petitionproject.org/

  4. Ergänzend zu den letzten beiden Abschnitten Herrn Bröckers Artikel:

    27 Jahre „Charta von Paris“ oder: Wurde der Kalte Krieg eigentlich jemals beendet?
    21.11.2017 • 06:15 Uhr

    Am 21. November jährt sich wieder ein epochales Ereignis, das völlig zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist: Vor genau 27 Jahren wurde mit der „Charta von Paris“ feierlich der Kalte Krieg beendet. Oder etwa doch nicht? In der Retrospektive können einem da Zweifel kommen!

    von Leo Ensel

    (…)
    Liest man dieses bemerkenswerte Dokument heute nochmals und vergegenwärtigt man sich die Hoffnungen, die damals im Hinblick auf ein kommendes Zeitalter des Friedens, der Kooperation und der Überwindung der Teilung Europas allerorten blühten, dann kommen einem, je nach Temperament, entweder die Tränen oder Wut steigt auf. Man lasse sich nur einmal folgende Sätze auf der Zunge zergehen:

    „In Übereinstimmung mit unseren Verpflichtungen gemäß der Charta der Vereinten Nationen und der Schlußakte von Helsinki erneuern wir unser feierliches Versprechen, uns jeder gegen die territoriale Integrität oder politische Unabhängigkeit eines Staates gerichteten Androhung oder Anwendung von Gewalt (…) zu enthalten. Wir erinnern daran, daß die Nichterfüllung der in der Charta der Vereinten Nationen enthaltenen Verpflichtungen einen Verstoß gegen das Völkerrecht darstellt. Wir bekräftigen unser Bekenntnis zur friedlichen Beilegung von Streitfällen. (…) Nun, da die Teilung Europas zu Ende geht, werden wir unter uneingeschränkter gegenseitiger Achtung der Entscheidungsfreiheit eine neue Qualität in unseren Sicherheitsbeziehungen anstreben. Sicherheit ist unteilbar, und die Sicherheit jedes Teilnehmerstaates ist untrennbar mit der aller anderen verbunden. Wir verpflichten uns daher, bei der Festigung von Vertrauen und Sicherheit untereinander sowie bei der Förderung der Rüstungskontrolle und Abrüstung zusammenzuarbeiten.“
    (…)
    Anstelle eines Bemühens um gemeinsame Sicherheit dominiert heute wie damals eine Politik des alten Denkens, die darauf hinausläuft, Russland einen neuen Rüstungswettlauf aufzuzwingen. Ein erschreckendes Resultat dieser Entwicklung: Die „Charta von Paris“ – in meinen Augen ein beispielloses Dokument der Humanität – wird mittlerweile in einigen russischen Kreisen als „Dokument der Unterwerfung“ betrachtet!

    Sind wir auf dem Weg in einen neuen Kalten Krieg?

    Ich fürchte, nein!

    Es sieht so aus, als hätte der erste nie richtig aufgehört!
    https://deutsch.rt.com/meinung/60915-27-jahre-charta-von-paris-oder-wurde-der-kalte-krieg-eigentlich-jemals-beendet/

    Irgend jemand (nicht viele) wird sich schon etwas davon versprechen, aus Feindbildern Profit, nicht nur in Geldform, zu ziehen.

  5. Es ermüdet mich gerade.

    Immer wieder Nachrichten, die von Reuters oder anderen Instituten zusammengewurschtelt wurden, dann separat gefiltert als Trump-Hillary-Stories zu lesen.

    Oder über Jamaica zu diskutieren – über neuwahlen etc…

    was soll das alles bringen?

    Klickzahlen? Verkaufserfolge bei Büchern?
    Persönliche Feindbildgenese á la Hillary und Trump oder Merkel?

    Das bringt alles nix, wenn es keine Diskussionen gibt, wie wir als Forencommunity und als Autorencommunity bei KenFM in einen sinnvollen Diskurs kommen, wo wir welche Themen gemeinsam, lösungsorientiert verbessern können.

    In den letzten Tagen wird mal meine Grafikkarte oder wahlweise mein Computer ausgeschaltet, wenn ich hier bei KenFM schreibe.

    Ich baue mir gerade also schon eine Fanbase ausserhalb von KenFM auf – um es mal so zu sagen. Eine Fanbase, die aus Sicherheitsgründen an mich denkt.

    Unabhängig von dieser Fanbase, bin ich gerade echt leicht genervt.

    Selbst wenn ich ein Buch schreibe, oder einen längeren Vortrag über das Thema der alternativen Berichterstattung machen würde – kommt es denn bei manchen Autoren in den Kopf und auch an die Stellen, wo es zu Veränderungen innerhalb der Synapsen führen könnte?

    Oder ist Business as usual – never change a winning team die Maxime mancher Autoren hier?

    Also ich bin dann die Definition von Wahnsinn , lt. Albert Einstein.

    immer wieder dasselbe wiederholen und ein anderes Ergebnis erwarten –

    Die Werbung ist dann übrigens auch wahnsinng. Denn die möchte Konsumenten erzeugen.

    Und die Art der Mainstreamberichterstattung, wie auch teilweise der alternativen Berichterstattung ist teilweise auch wahnsinnig, da immer die Probleme der Welt grob benannt werden;

    aber sehr sehr oft ohne eine alternative Lösungsidee oder gedankliche Anreize auskamen.

    Ich werde abschließend hier nochmal einen Teil aus meinem Kommentar von einer Tagesdosis vom 10.11.2017 abgeben: https://kenfm.de/tagesdosis-10-11-2017-der-sog-klimawandel-co2-ist-gar-nicht-das-problem/#comment-126378

    Fasse ich mal zusammen:

    1. Medial wird flächendeckend nahezu inhaltlich gleich berichtet ( keine kritischen Stimmen, keine „angereicherte“ Umgebung)
    2. Von Schule bis Studium: stets zählt die individuelle Einzelleistung höher als die Gemeinschaftsleistung = Gemeinschaftsgedanke wird so kaum ins Bewusstsein gelangen.
    3. Junkfood lässt das Gehirn schrumpfen.
    4. Experimente an Ratten weisen auf: bei größerer, angereicherter Bewegung und Angebot sind die Tiere aktiver.

    Und der Punkt 1. wird auch hier bei KenFM, oft von Autoren wie Kommentatoren gerne einfach drüber weggebügelt.

    Solange es „bad news“ sind, ist die Welt in Ordnung.

    Es braucht ein Achtsamkeitstraining, um mal den Blick auf die Menschen, die Bevölkerungen und die Bürger zu richten.

    Es braucht auch ein Training um vom mainstream gebashte Parteien wie die AfD als ein Ausdruck menschlicher Verzweiflungsreaktion zu erkennen.

    All das, wird medial im Mainstream immer wieder thematisiert.

    Und einige Autoren in den alternativen Medien, leider auch die Kommentatoren springen dann in trauter Einigkeit auf den Zug auf, der da heisst: „Konzentriere dich stets auf die Politik, dann kannst Du dein Handeln und Denken in deinem Umfeld vernachlässigen.

    Wenn etwas schief läuft, so kannst Du immer sagen : es war die Politik, oder die Autorenbeiträge..oder die Kommentare…

    Es braucht und wird dich nie persönlich treffen….“

    Solange keiner andere Vorschläge macht…

    und ich weitestgehend hier in einer Minderheit bin, auch wenn mein Überwachungsfanclub seit 1-2 Tagen gerade zunimmt, wie mir scheint…

    solange ich auf jeden Fall in der Minderheit hier bin,

    überlasse ich gerne allen professionellen Journalisten die Arbeit:

    – übernehmt die Themen des Mainstreams, seit etwas kritischer aber behaltet den Grundtenor bei.

    – vermeidet nach Möglichkeit den Raum für Diskussionen, in dem ihr auf bewährte Politik-diskussionen wie Hillary-Trump oder Merkel-Schulz setzt.

    – Reduziert wenn möglich alles darauf, dass die Politik Fehlentscheidungen getroffen hat und trifft

    – organisiert eure Beiträge so, dass den Rezipienten der Eindruck entstehen muss: „alles wird immer schlimmer“

    – vermeidet bei euren Beiträgen eine hoffnungsvolle Zukunftsperspektive ( kommt bloß nicht auf dumme Gedanken und glaubt an etwas gutes bei den Menschen , speziell bei den Rezipienten hier)

    Fazit: wenn ihr das alles befolgt, bleibt ihr eine gute Stütze des Systems und könnt dem Mainstream gut unter die Arme greifen, in Sachen Empörungsmanagement.

    Denn manchmal droht die Gefahr von unzufriedenen Lesern auszugehen, die tatsächlich anfangen, dynamisch und kreativ Lösungen und Gedanken zu formulieren, die vom gängigen System wegführen …

    – versucht abschließend auf Kommentare nicht einzugehen, sondern glaubt daran, dass die Politik korrupt und verlogen sei, aber versucht keinesfalls einen positiven Gedanken neben dieser negativen Assoziation zu wecken…es könnte dazu führen, dass noch mehr Menschen noch schneller Alternativen denken würden, die sogar umsetzbar wären – dies muss vermieden werden, wenn ihr den Mainstream mit euren Autorenbeiträgen weiterhin gut unterstützen wollt.

    Probiert auch manche kommentarschreiber mit einzubeziehen, die möglichst kritisch das System sehen, gleichzeitig aber zum Fatalismus aufrufen, oder gute Ansätze zur Spaltung liefern.

    Eine alternative Medienszene braucht viel Spaltung innerhalb sich selbst, sonst läuft diese Gefahr zu schnell umsetzbare Lösungen zu finden.

    Versucht auch unbedingt zu vermeiden, dass Menschen sich auf ein Thema oder Inhalte einigen können; sucht möglichst professionell den Dissenz.

    abschließend:

    1. Was brauchen wir, um eine Dystopie zu gelangen?

    – Ein Bildungssystem, was die Einzelpersonen höher stellt, als die Gemeinschaft
    – Ein Studiensystem, was das Fachwissen gezielt schult, ohne weitere Themen zu behandeln
    – Eine Unterhaltungsindustrie, die auf den Genuss des Einzelnen abzielt
    – Eine Digitalisierung, die das Verhalten des einzelnen Menschen analysiert
    – Einen einheitlichen Glauben an die eigene Ohnmacht bei allen Menschen
    – Eine hauptsächlich negativ fokussierte Perspektive und Diskussionskultur
    – Ein gezielt implementiertes Empörungsmanagement

    2. Welche Sichtweisen brauchen wir, um in eine Utopie zu gelangen?

    – Das Bewusstsein, mit allen Menschen verbunden zu sein
    – Die Erkenntnis, das kleinste Handlungen Wechselwirkungen auf der Welt erzeugen
    – Mehrere Diskussionen, die als Gemeinschaftsprojekt verstanden, umgesetzt und fortgeführt werden
    – Eine weltweite Gesellschaft, die sich gegenseitig bewusst ist
    – Ein Interesse für Zusammenhänge auf der Welt, mit dem Fokus auf mehr soziale Gleichheit
    – Gegenseitige Einladungen und Ermutigungen, für eine gemeinsame Sache aktiv zu werden
    – Ein psychologisches Bewusstsein und eine Diskussion über materiellem und immateriellem Besitz
    – Die Bereitschaft, sich gegenseitig zu organisieren und in Aktion zu treten
    – Die Bereitschaft zunächst mehrfach öffentlich, die neoliberalen Sollbruchstellen zu benennen, bevor weitere Schritte überlegt werden.
    – Das Bewusstsein, dass eine menschliche Übermacht immer möglich ist, wenn Leute sich dem Resonanzgesetz bewusst werden.
    – Die Fähigkeit, das Potenzial in Gesellschaften von Menschen zu sehen, statt auf die Strukturen der Politik zu schimpfen und somit einzelne Menschen als Verantwortliche zu suchen
    – sich selbst als Selbstverantwortlich erklären.
    – Eine positive Vision für eine soziale Gesellschaft entwerfen und deren Umsetzung verfolgen.

    So liebe Fangemeinde hier: schaut, dass ihr etwas tut, was euch nützt.

    p.s.: liebe Fangemeinde @ Home ( die zu meiner Sicherheit seit 2 Tagen sich rührend um meine Rechnerabstürze kümmert) : ihr könnt euer Augenmerk mal auf wen anders richten – ich meld mich hier erstmal ab…

  6. Trump-Gate und Ukraine-Putsch – zwei Seiten derselben Medaille?
    21. November 2017 • 11:45 Uhr

    Als Grundlage für das sog. „Russiagate” dient ein Dossier über Trumps angebliche russische Verbindungen, das ein „ehemaliger” britischer MI6-Agent namens Christopher Steele mit Hilfe seiner Quellen in russischen Diensten erstellt hatte. Das Dossier ist inzwischen völlig diskreditiert, vor allem, seit herauskam, daß dieses von der Clinton-Kampagne und dem FBI mit finanziert wurde. Interessant ist nun , was der Guardian-Journalist Luke Harding in seinem neuen Buch Collusion enthüllt: derselbe Steele hatte jahrelang zuvor auf Anfrage von „privaten“ Auftraggebern hunderte von Berichten zur Ukraine und Rußland geliefert, die bei US-Außenminister John Kerry und Victoria Nuland landeten, die Neocon-Strippenzieherin des Maidan-Putsch 2014 in der Ukraine. https://www.theguardian.com/us-news/2017/nov/15/christopher-steele-trump

    Genau zu dieser Überlappung hatten LaRouchePAC in den USA, die BüSo und andere Organisationen im Februar 2017 einen internationalen Aktionstag veranstaltet : „Obamas und Soros‘ Farbrevolutionen – 2014 Naziputsch in der Ukraine, 2017 in den USA?“
    http://www.bueso.de/content/farbrevolutionen-2014-naziputsch-der-ukraine

    Langsam, aber sicher nimmt der Gegenangriff gegen den Versuch des „Staats im Staat”, Trump zu stürzen, jedoch an Stärke zu, denn es läßt sich nicht mehr verbergen, daß die ganze „Russiagate“-Operation nur darauf abzielt, den brandgefährlichen Neocon-Kriegskurs der Obama-Regierung fgegen Rußland und China um jeden Preis (!) fortzuführen:

    So betont der Vorsitzende des Senats-Justizausschusses, Charles Grassley, immer wieder, daß ihm die Nachrichtendienste noch keinerlei Beweise für Absprachen zwischen Trump und Rußland geliefert wurden, obwohl er sie wiederholt darum ersucht hat. Auch die Sprecherin der Demokraten in dem Ausschuß, Senatorin Dianne Feinstein, bestätigte am 5.11. gegenüber CNN, daß sie noch keine Beweise gesehen habe.

    Zudem riefen zwei republikanische Kongreßabgeordnete, Jim Jordan aus Ohio und Matt Gaetz aus Florida, in einem Brief vom 13.11. Justizminister Jeff Sessions auf, einen weiteren Sonderermittler zu ernennen, der u.a. Fragen zu Hillary Clinton, Ex-FBI-Direktor Comey und dem Rußlanddossier der Firma Fusion GPS (Steeles Dossier) untersuchen soll. Sie fragen u.a., warum die Klage gegen Clinton wegen ihrer unrechtmäßigen Verwendung privater E-Mails vom FBI und nicht dem eigentlich zuständigen Justizministerium fallengelassen wurde; wie das FBI Steeles Dossier benutzte, um aus offensichtlich politischen Motiven heraus „mit Donald Trumps Wahlkampf verbundene Amerikaner auszuspionieren”; warum Robert Mueller als Sonderermittler nominiert wurde; und warum Sessions dieser ganzen Angelegenheit nicht auf den Grund geht.

    Während seiner Asienreise hatte Präsident Trump die US-Dienste direkter als jemals zuvor dafür angegriffen, daß sie seine Regierung sabotieren wollen, vor allem mit Hilfe von Ex-FBI-Direktor Robert Mueller, der jetzt die Untersuchung über Wladimir Putins angebliche Einmischung in die US-Präsidentschaftswahl zugunsten Trumps gegen Hillary Clinton leitet. (Man erinnere sich, daß diese Untersuchung seit Mai 2017 läuft, etliche andere sogar schon seit weit über einem Jahr, und trotzdem noch keinerlei Beweise für diesen Vorwurf vorgelegt werden konnten.)

    Nachdem Donald Trump die Ex-Direktoren von CIA (John Brennan), DNI (James Clapper) und FBI (James Comey) als „politische Akteure” gebrandmarkt – d.h. daß sie ohne Rücksicht auf die realen Geheimdiensterkenntnisse politische Ziele verfolgen -, warfen die ersteren beiden Trump zwei Tage später am 13.11. im Sender CNN vor, mit seiner versuchten Annäherung an den „Erzfeind“ Rußland bringe er die USA in Gefahr. Dieselben Kreise werfen ihm vor, seine Zusammenarbeit mit China sei ein Ausverkauf nationaler Interessen.

    Quelle: bueso.de

  7. Das Buch, es wurde 2004 publiziert, The Rape of Belgium, Zuckerman, Die Vergewaltigung Belgiens, geht über Deutsches Kriminelles benehmen in ersten Weltkrieg in Belgien.
    Es ist ein seltsames einseitiges Buch, kein Verständnis das England diese Krieg verursachte, kein Verständnis das Deutschland für seine Existenz kampte, kein Verständnis dafür das auch Deutsche hungerten.
    Versailles bewies das Ludendorf Recht hatte, Deutschland musste vernichtet werden.
    Aber auch damals waren Washington Post und New York Times die USA anti Deutsche Propaganda Organe, jetzt muss Russland unterworfen werden, und schreiben sie gegen Russland.
    Verhofstadt, der Mann der in Kiev zu Rebellion anstiftete, hofft das einmal auch Russland Teil der EU sein wird.
    Dann kann er herrschen vom Atlantik bis zu Pazifik.

  8. Das ist ein interessanter Kommentar.

    „Und so kam es, dass sich die War Party-/Neocon-Neoliberale-/Wall Street-/Think Tank-/Corporate Media-Maschine, die Clinton unterstützt hatte, trotz  milliardenteurem  Brainwashing nicht durchsetzte.“

    Das stimmt so nicht ganz.

    Es gibt sehr wohl Corporate-Media-Think-Tank Brainwashing, das genau auf solche rechten Strömungen setzt. Die Firma heißt „Harris Media“, arbeitet mit „Cambridge Analytica“ zusammen, und die haben mit geschickten Micro-Targeting (gezielter Wahlwerbung aufgrund von Big Date), etc. nicht nur Trump zum Sieg verholfen, sondern sie sind hierzulande auch für die AFD tätig.

    Nochmal: den Eliten kommt Trump nur recht(s): So lange die links-rechts-Spaltung funktioniert, und auch auf KenFM die AFD-Wähler als die „Bösen“ schlechthin dargestellt werden, so lange reiben sich die Eliten die Hände, denn sie haben genau das, was sie wollen.
    Nämlich dass die 99,9%, die NICHT von dem derzeitigen System profitieren, sich NICHT zusammenschließen.

    Das Beste, was für tun können, ist: uns nicht spalten zu lassen. Auch nicht durch die links-rechts-Demagogie, egal wie verführerisch sie ist.

    • Die Rechts-Links Demagogie ist gerade bei politischen Themen ein gefundenes Fressen.

      Politische Themen könnten besser nach Lösungskonzepten, statt nach Parteinamen oder Rechts-Links-Klassifizierungen diskutiert werden.

      Ich spüre gerade förmlich schon, welche Nicknamen hierauf bissig antworten werden.

      Die Menschen, welche gerne über die Politik reden wollen, statt neue Konzepte zu durchdenken.

      Ich finde die Wortwahl von Herrn bröckers zwar gut zu lesen, aber inhaltlich ging es auch kürzer und es handelt nur von dem Thema Trump-Hillary…

      Nicht davon: wie lässt sich Politik in der Gesellschaft denken, wenn keine Protagonisten auf der Bühne stehen?

      Das vermisse ich wirklich.

      Her bröckers sagte bei kenfm live am set, 16 Jahre nach 9-11, dass er zwar schon an Bewusstseinswandel glaube, aber die kennedyakten hätten schon lange gebraucht…also wird 9-11 noch länger brauchen, bis es mal aufgeklärt würde.

      Ich kann Herrn bröckers hierbei zustimmen, denn wenn ich seine Tagesdosis heute lese, wird mir klar, dass er noch immer im politischen Sinne berichtet und damit Bücher füllt; offensichtlich auch erfolgreich- nur: geändert hat sich durch diese Sorte Tagesdosis mein denken kein bisschen.

      Ich glaube immer noch aus Überzeugung: es braucht die alternativen Gedanken in den Kommentaren und auch bei den Kommentaren.

      Damit eine Wechselwirkung und ein Austausch passiert; Frau bonath z.b : ausführlicher Beitrag und ausführlicher forenkommentar.

      Bei Herrn bröckers? Naja..trump-hillary; hillary-trump…

      Bloß keine Lösungen andeuten…

      Für mich auf jeden Fall enttäuschend.

    • @ volume,

      besten Dank für den nochmaligen Hinweis auf die „alt- (right) ernative.“ Dazu der Artikel:

      Das Establishment hinter den Rechtspopulisten
      22. August 2017 Tomasz Konicz

      Steve Bannon will in den Medienkrieg ziehen. Das Geld hierfür kommt von den reaktionärsten Kräften in der US-Finanzoligarchie
      (…)
      Hedge-Fonds-Manager und Milliardär“ Robert Mercer will mit Bannon einen rechten Fernsesender aufbauen
      https://www.heise.de/tp/features/Das-Establishment-hinter-den-Rechtspopulisten-3808760.html

      Der Rest des Kommentars, sorry, nein. Das angelsächsische sorry nur, da es mir nicht wirklich leid tut. Die AfD Wähler, werden hier bei KenFM als die Bösen schlechthin dargestellt? Oder sind es eher die Finanziers und Spitzen dieses Vereins, die sich als Rattenfänger verdingen, Hintergründe ausblenden und falsche Feinde präsentieren.

      Und nochmal, sorry, nein. Wenn ich jemandem die Hintergründe erläutere und er möchte weiter den Rattenfängern folgen, wo sollte ich dann mit diesem hinmarschieren und was sollte dann dabei herauskommen?

      Dringlicher als eine künstliche und unrealistische Vereinigung von rechts und links, wäre eine vereinte Linke.
      Die 99,9% sind ein Mythos, das war nie so und wird nie so sein und die brauchen sie auch bei weitem nicht, wenn sie in die Geschichte schauen.

      @ E-b-G,

      der korrekte Begriff ist Rechts-Links-Dialektik und steht laut Herrn Mausfeld für ungerechte, bzw. gerechte Verteilung, ich seh’s gerne als Rückschritt und Fortschritt. Eine Demagogie entsteht durch mißbräuchliche Verwendung. Ob man darauf hereinfällt liegt bei einem jeden selbst.
      Bzgl. Lösungskonzepten steht es jedem frei hier im Forum zu kommunizieren.

    • Geehrter Volume & Gegenentwurf,

      zum x-ten Male, was bezweckt Ihr mit Eurem permanenten gehämmer ‚ links-rechts Demagogie‘ ?
      Ich bin links und das ziemlich radikal.
      Was macht mich nun gemein mit rechts? 2 Arme und Beine plus ein Kopf (zum Glück) 😉
      Nochmal, damit es keine Misverständnisse gibt:

      politisch rechts ist was wir gerade erleben, in verschiedenen Geschmacksrichtungen:

      Krieg, Kolonialismus, Umweltzerstöhrung, Leben und bereichern um jeden Preis auf Kosten der Lohnabhängigen, Armut & Elend, Fremdenhass, Unterdrückung Andersdenkender bis zur Zerstörung der Lebensgrundlage.
      Konkurrenz und Legalisierung von Wirtschaftskriminalität und Steuerhinterziehung.
      Schaffen von undemokratischen Machtstruckturen, unterwandern und von innen aufbrechen von Allem, was dem System nicht passt oder sich zu einer Bedrohung auswachsen könnte.
      Geheimdienstlicher Drogenhandel, Rüstung und völkerfeindliche Politik.

      Links ist:
      Frieden, Solidarität, Völkerfreundschaft, gleiches Recht für alle, Umweltschutz, Förderung von Familie und Kindern,
      Verteilung des gesellschaftlich Wohlstandes so, das jedem ein menschenwürdiges Leben möglich ist.

      diese beide Seiten stehen sich politisch unversöhnlich gegenüber, da Ihre Interessen und Ziele antagonistisch sind.
      ein bischen schwanger gibts nicht, also verschonen Sie mich bitte mit der Unterstellung das links=rechts ist.
      Ich bin nicht rechts, auch nicht Ihnen zuliebe.
      Der Tag heisst auch Tag weil er keine Nacht ist.
      Und wer im Däsmmerzustand leben will, bittschön.
      Lösungskonzepte tragen Frau Susan Bonath und ich hier pausenlos an, zusammen mit einigen anderen.
      Ihnen alles Gute

    • @ fpdcb
      Lies mal bei den Identitären, was die als ihr Weltbild definieren, Du wärst überrascht, wie nahe dies bei Deinem ‚Links‘ ist.

      Tatsächlich ist das, was Volume & EbG hier ansprechen auf einer anderen Metabene, das bedeutet, hier ist eine größere Distanz von Personen und vor allem vom ‚Ich‘ erforderlich.

      Ich erinnere mal kurz an Horst Maler (und viele andere, wie u.a. Antideutsche), an ihm kannst Du beispielhaft erkennen, daß die Extreme, sprich Polarisierungen sich sehr viel ähnlicher sind, als gemeinhin angenommen wird.
      Der Reichs-Propagandaminister des 1000jährigen Reiches war zuvor ein glühender Kommunist.

      Mit ‚Ich bin links‘ oder ‚Ich bin rechts‘, ist, nicht erst mittlerweile, gar nichts gesagt.

      ‚Gleiches Recht für alle‘ ist in einem System auch gar nicht erreichbar, denn systembedingt müssen immer einige wenige mehr Rechte (Legislative, Judikative, Exekutive) haben als alle anderen.

    • Ich möchte kurz einwerfen, auch wenn das jetzt vlt. schwachsinnig klingt,…

      vlt. sollte man sich erstmal auf Ziele konzentrieren, dann Wege anskizzieren und sich sodann Grenzen setzen, die man aus ideologischen oder pragmatischen Gründen nicht überschreiten will.

      Aus meiner Sicht wären Ziele:
      UN stärken, Kriegstreiberei stoppen, Ausgeglichenheit in Medien fördern, Diskursfähigkeit stärken, Bewusstsein für globale Probleme verstärken, Kenntnis über andere / Verständnis von anderen Kulturen erlangen, gerechtere Wohlstandsverteilung…

      Das alles sind Punkte, bei denen man, wenn man auf sie hinarbeitet, sich mal nach links, mal nach rechts bewegen würde. (Vermutung). Auf jeden Fall wäre es ein langwieriger Prozess.

      Und zum Zustand der westlichen Demokratie: Manche betonen ja immer, wie gut wir es im Vgl. zu anderen Ländern haben… aber ich finde, das ist kein Grund sich auszuruhen. Es sollte keine elitäre Angelegenheit bleiben.

      Danke für eure Gedanken.

    • @fpdcp: Ich geben Ihnen recht, dass eine eine klassische „Lehre“ von rechten und linken Parteien gibt. Sehen wir uns die Punkte, welche Sie den Rechten zuschreiben, genauer an:

      „Krieg, Kolonialismus, Umweltzerstöhrung, Leben und bereichern um jeden Preis auf Kosten der Lohnabhängigen, Armut & Elend, Fremdenhass, Unterdrückung Andersdenkender bis zur Zerstörung der Lebensgrundlage.
      Konkurrenz und Legalisierung von Wirtschaftskriminalität und Steuerhinterziehung.
      Schaffen von undemokratischen Machtstruckturen, unterwandern und von innen aufbrechen von Allem, was dem System nicht passt oder sich zu einer Bedrohung auswachsen könnte. Geheimdienstlicher Drogenhandel, Rüstung und völkerfeindliche Politik.“

      Wenn wir in die Geschichte blicken, dann sind es nicht ausschließlich die Rechten, die für diese Politik verantwortlich sind – das stimmt einfach mit den historischen Fakten nicht überein. Es waren sowohl Rechte als auc Linke gleichermaßen, die Kriege geführt, die Umverteilung von Unten nach oben vorangetrieben sowie den Planeten ökologisch vor die Wand gefahren haben.
      Demokraten und Republikaner in den USA haben Kriege geführt und zwar völlig (!) unabhängig von der Parteizugehörigkeit.
      Die Grünen und die SPD (beide links einzuordnen nominell) haben den ersten völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Deutschland 1999 gegen Serbien/Jugoslawien zu verantworten.
      Den Abbauu der Bürgerrechte sowie Harz IV – Gesetze, etc. – das betreibt die große Koalition momentan und kam ursprünglich von der „linken“ Regierung unter Schröder.

      Diese geschichtlichen Entwicklungen, dass radikal „linke“ Parteien etwas positives bewirkt haben, während die rechten „böse“ sid – die gibt es einfach nicht. Auch der Faschismus ist nicht links oder rechts, sondern sagte von sich selber, eine Art Mitte“ zu sein (das kennen wir doch irgendwo her).

      Nicht falsch verstehen: ich bin gegen Kriege, für mehr Gerechtigkeit, für „back to basics“ was die Ökologie, Landwirtschaft etc. anbelangt (regional, saisonale Produkte, nachhaltige Produktion) usw.

      Deswegen (@box) kann ich auch Ihren Einwand, ich würde der AFD auf den Leim gehen, nicht verstehen. Die AFD interssiert mich nicht. Aber ich gehe nicht mit dabei, die AFD-Wähler als die „bösen“ darzustellen, Die paar wenigen Eliten, welche die AFD steuern, die Finanziers an den Spitzen und die Rattenfänjger, welche falsche Feinde präsentieren… sind keinen Deut besser oder schlechter als diejeniger der „Linken“ Parteien, die AUCH falsche Feinde präsentieren, die den Rattenfängertrick schlechthin (War on Terror) verkaufen, oder alternativ den Rattenfängertrick für die ganz cleveren ‚(Kampf gegen die Rechten – Antifa und Co., die „Anti-Deutschen“, usw.).

      Beide Seiten werden total gebrainwashed im Sinne von: der Feind ist in euren Reihen. Das ist genau die Story. Wir suchen die „Bösen“ immer unter unseresgleichen, weil wir einfach total verschiedene Ansichten haben, verschiedene Religionen, verschiedene Hautfarben, usw.
      Also die Frage, was macht mich nun gemein mit rechts – ganz klare Antwort: sehr (!) viel. Wir sind alle Menschen, wir mögen alle mehr oder weniger das gleiche, und es gibt höchstens 0,1%, die wirklich davon profitieren, wie es momentan läuft.

      Insofern @ box stimme ich Ihrer Aussage überhaupt nicht zu, dass die 99,9% ein Mythos sind – das ist genau die Situation, die wir ahben. Alleine die Besitz- und eigentumsverhältnisse sprechen eine deutliche Sprache. Und aus der Geschichte sehen wir: Die Linken Parteien lösen das Problem genauso wenig wie die Rechten Parteien, das müssen wir als Menschen gemeinsam schon selbst in die Hand nehmen. Wenn ein „AFD-Wähler“ mit dabei die Hand gibt, nehme ich persönlich sie genauso gerne wie die eines Wählers der CDU, der SPD, der Linken oder sonst einer Partei.
      Meine Meinung, ihr könnt das gerne anders sehen.

    • Nachtrag @box: “ … der korrekte Begriff ist Rechts-Links-Dialektik und steht laut Herrn Mausfeld für …“

      Hier irren Sie. Den korrekten Begriff gibt es hier nicht, Links-Rechts-Demagogie passt aber sehr gut, und wird genau von dem von Ihnen zitierten Herrn Mausfeld verwendet:

      „Die Links-Rechts-Demagogie. Ein Interview mit Rainer Mausfeld.“
      http://www.nachdenkseiten.de/?p=34504

      Vielleicht einfach genauer recherchieren, bevor am andere zurechtweist?

  9. Guter satirischer Beitrag ! und es geht hier nicht um Trump ,sondern um die „Clinton Medien Maschine „im weitesten Sinne , die genau das macht was allen kritischen Menschen suspekt ist : nämlich den “ Ungläubigen und Empörten “ Glauben zu machen das die Russen hier Putin hinter dem ganzen Desaster Trump , Bundestagswahl, Katalonien und Brexit stecken.
    Es würde mich nicht wundern , wenn weiter noch behauptet wird, der Ausgang der Wahlen in Österreich und anderen Osteuropäischen EU Staaten von denen manipuliert worden sei ! “ Denn die können das !“
    Mit Lügen und falschen Beweisen hat man schon früher es schon geschafft Kriege anzuzetteln !
    Man kann nur hoffen das sich das kritische Denken über die alternativen Medien so ausbreitet das diesmal diese v.g. zusammenhänge nicht zum Krieg führen.
    Danke Matthias !

  10. Die Formulierungen
    „…Die Gegnerschaft zu Trump – für die es ja durchaus vernünftige Gründe gibt – …“ verstehe ich so, daß „der glaubwürdigere Kandidat“ wohl nicht so ernst gemeint sein kann, der Kandidat also nicht das Bessere sei, das Trug und Wahn heisst, wenn wir zum Guten dieser Welt gelangen wollen.

    Frei nach Meister Eckhart: Trump (Gott) ist nicht gut, denn sonst könnte er besser sein.

    Ich glaube nicht an die Glaubwürdigkeit von Trump. Ohne glauben zu müssen, meine ich aber zu wissen, daß es offiziell eine „ambiguity (ambivalence) policy“ in der Geschichte der USA immer wieder gab. Was unter Trump passiert sieht mir ganz danach aus. In China hat er doch gerade gute Geschäfte gemacht und eine besondere Aufmerksamkeit erhalten?! In Russland macht er doch auch gute Geschäfte?! Alle sollen Sanktionen machen. Wir machen Sanktionen und Geschäfte. Policy of Ambiguity. Krieg ist Frieden/Frieden ist Krieg. Dummes, gefährliches Spiel.

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