Tagesdosis 21.12.2019 – Nord Stream 2: im Schwitzkasten der USA

Ein Kommentar von Hermann Ploppa.

Ted Cruz, republikanischer Senator im Washingtoner Kongress, seines Zeichens Dauer-Kandidat für die Präsidentschaft der USA, und sein Kollege Ron Johnson scheuen nicht davor zurück, einen Erpresserbrief gegen Edward Heerema zu schreiben und abzuschicken. Heerema ist Direktor der Schweizer Firma Allseas Group, die die Bauarbeiten der umkämpften Nord Stream 2-Pipeline in einem Konsortium anführen. Obwohl selber ohne Zugang zu den Meeren, verfügt die Schweizer Allseas Group über das weltweit leistungsfähigste Schiff zur Verlegung von Gasröhren auf dem Meeresgrund. In bester Wildwestmanier drohten die Senatoren Cruz und Johnson dem Schweizer CEO massiven Stress an, wenn er nicht sofort aufhört, Pipeline-Rohre in der Ostsee zu verlegen. 

Zuvor hatte der Republikaner Ted Cruz bereits mit seiner Kollegin Jeanne Shaheen von den Demokraten das tatsächlich so genannte „Gesetz zum Schutz von Europas Energiesicherheit“ in beiden Häusern des Washingtoner Kongresses durchgepaukt. Ein Gesetz wohlgemerkt, meine Damen und Herren, nicht etwa eine Resolution. Nun stelle mensch sich einmal vor, der deutsche Bundestag würde ein „Gesetz zur Durchsetzung sozialer Gerechtigkeit im US-Bundesstaat Texas“ einstimmig verabschieden. Wäre bizarr, und die Weltgemeinschaft würde zu Recht den Kopf schütteln über eine solche Verirrung menschlichen Geistes. Nun ist es aber ja so, dass die USA eben etwas anderes ist als ein Staat unter vielen anderen Staaten. Die USA haben ganz einfach das Recht des Stärkeren auf ihrer Seite, und wähnen sich selber unverwundbar. Hat bis dato bis auf Vietnam und den Iran auch prima funktioniert.

Und obwohl unser Außenminister Heiko Maas alles was er in der Politik darstellt, den pro-amerikanischen Seilschaften in diesem unserem Lande verdankt, fiel auch ihm der eklatante Bruch internationaler Regelwerke im Falle der US-amerikanischen Sanktionspolitik auf. Er sagte nämlich zu den US-Erpressungsmanövern: „Die europäische Energiepolitik wird in Europa entschieden, und nicht in den USA … Eingriffe von außen und Sanktionen mit extraterritorialer Wirkung lehnen wir grundsätzlich ab.“

Altmeiers Wirtschaftsministerium war schon lascher: man nehme das US-Kongressgesetz „mit Bedauern zur Kenntnis“ (1). Und Frau Merkel ließ durchblicken, man wolle die „Sanktionsspirale“ nicht mit eigenen Gegenmaßnahmen in Gang setzen (2). Sehr human. Man wolle aber weitermachen mit Nord Stream 2. Ja, 2.100 Kilometer des imponierenden Röhrennetzes vom russischen Wyborg nach Lubmin bei Greifswald sind schon fertig. Es fehlen noch 300 Kilometer, also immerhin einmal die Strecke von der dänischen Grenze nach Hannover. Sollte eigentlich jetzt zu Silvester fertig sein. Dann hatte sich aber die dänische Regierung eine Zeit lang gesträubt, einen Teilabschnitt von Nord Stream 2 durch ihr Hoheitsgewässer verlaufen zu lassen, was viel Zeit zur Fertigstellung gekostet hat. Das ist insofern nicht ganz unwichtig, weil nämlich zum Jahresende ein Vertrag mit der Ukraine ausläuft, der russischem Gas die Passage durch jenes Land ermöglicht hatte. Nachfolgeregelungen sind noch nicht in trockenen Tüchern.

Man sieht also: die lange Hand unseres großen Verbündeten USA scheint doch recht weit in die Entscheidungen kleinerer europäischer Anrainerstaaten hineinzureichen. Da dieses Spiel auf Zeit aber Nord Stream nicht wirklich aufhalten kann, nun also dieses Sanktionsgesetz. Das US-Gesetz betrifft übrigens auch die Südumgehung Turkstream (3). Ein weiteres Pipeline-Projekt, das russisches Gas an der Ukraine vorbei zu westeuropäischen Abnehmern pumpen soll, und zwar durch das Schwarze Meer. Man versteht umso besser, warum die russische Regierung die Krim, wie immer man zu Fragen des internationalen Rechts stehen mag, nicht auch noch der NATO überlassen konnte. Turkstream wäre wohl unter die Räder der maritimen NATO-Seestreitmacht geraten. Ob es unter solchen geostrategischen Aspekten so klug ist, dass die USA sich seit dem gescheiterten Putsch gegen Erdogan 2016 dauernd mit der Türkei, der zweitstärksten NATO-Macht, herumprügelt, darf bezweifelt werden. Überhaupt prügelt sich der angeschlagene gütige Hegemon mit immer mehr „Partnern“ auf diesem Globus herum, ganz so wie ein Alkoholiker, dem man das letzte Bier weggenommen hat. China, Iran, Russland, Türkei – und jetzt auch noch die Europäische Union. Nur eilends von den USA neu installierte faschistische Regime in Brasilien, Bolivien und wer weiß noch wo überall folgen synchronisiert blindwütig dem Weltbeherrscher in alle Irrungen und Wirrungen der Geopolitik.

Fossile Energieträger sind der Saft des Lebens der angloamerikanischen Weltherrschaft (4). Von den USA wurde die Fixierung aller industriellen Entwicklung an fossile Energie mit äußerster Gewalt durchgesetzt. Mit dieser Fixierung hatte die Pax Angloamericana eine Maschine zum Gelddrucken kreiert. Das fossile Paradigma durchzusetzen erforderte zwei Weltkriege. Auch Deutschland war betroffen. Nach dem Ersten Weltkrieg taten sich die beiden Paria-Staaten Deutschland und die Sowjetunion zusammen und schmiedeten mit dem Vertrag von Rapallo im Jahre 1922 nicht nur eine äußerst enge Militärallianz. Deutschland bezog nun auch sowjetisches Erdöl, das unter anderem durch die sowjetische Tankstellenkette DEROP in Deutschland an über 2000 Tankstellen vermarktet wurde. Adolf Hitler und seine Nazi-Organisation zerschlugen nach dem Reichstagsbrandputsch nicht nur die militärische Allianz mit der Sowjetunion, sondern auch jene überaus erfolgreiche DEROP-Tankstellenkette, um Platz zu schaffen für angloamerikanische Mineralölkonzerne. Unter Hitler waren nunmehr 90 Prozent der deutschen Ölwirtschaft unter angloamerikanischer Kontrolle.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann die wieder erstarkte Bundesrepublik Deutschland damit, Erdgas und auch Erdöl aus der Sowjetunion zu beziehen. Schon damals verhängten die USA ein so genanntes Röhren-Embargo gegen die Sowjetunion. Angeblich waren, wie ja so oft, europäische Sicherheitsinteressen bedroht, wenn der deutsche Mannesmann-Konzern den Sowjets Röhren für ihre Pipelines verkaufte. Die deutsche Wirtschaft war empört, als der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer dem Druck der USA nachgab und die Sanktionen in eigene Gesetze umsetzte. Dabei tat Adenauer dies auch nur, um durch seine deutsch-französische Allianz mit de Gaulle auf seine Weise aus dem amerikanischen Schwitzkasten rauszukommen. In der Phase der Entspannungspolitik konnten dann westdeutsche Röhren nach Osten geliefert werden, und seitdem bezieht Westeuropa sein Gas hauptsächlich aus der Sowjetunion, aus der später Russland hervorgehen sollte. Und als der neue Kalte Krieger Ronald Reagan Westeuropa erneut einschüchtern wollte und die Einstellung der östlichen Gasimporte einforderte, ignorierten die Europäer die Mahnrufe des Cowboys aus Washington ganz einfach großflächig.

Heute sind die Karten leider etwas anders gemischt. Denn wo früher der Sowjetblock und die Europäische Gemeinschaft direkte Nachbarn gewesen sind, trennt heute ein Gürtel von USA-getreuen Staaten das Alte Europa von Russland. Nach der Implosion des Sowjetblocks implantierten die Transatlantiker in den ehemaligen Satellitenstaaten der Sowjetunion neue Eliten, die in den USA ausgebildet und instruiert wurden. Die ehemaligen Staaten des Warschauer Paktes werden heute von politischen Kräften beherrscht, die weitaus Amerika-höriger und auch weitaus marktradikaler sind als die Eliten des ehemaligen Westeuropas, das der ehemalige US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld als „Altes Europa“ verhöhnt hat. Sollte nämlich heißen: die gemäßigt proamerikanischen westeuropäischen Staaten mit ihrer konsensorientierten Sozial- und Wirtschaftspolitik sind Auslaufmodelle.

Während früher die Bundesrepublik Deutschland der Musterschüler der Amerikaner gewesen ist, da setzen die USA heutzutage ihre großen Hoffnungen auf Polen. Die polnischen Regierungen, egal ob liberal oder rechtspopulistisch, geben sich große Mühe, Washington jedes nur erdenkliche Stöckchen zu apportieren, das sich finden lässt. Sie bieten den USA Milliarden von Dollar an, damit diese doch bitte Militärstützpunkte in Polen eröffnen mögen. Die polnische Regierung hat schon längst durchgesetzt, dass der Militäretat im Lande auf über zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes angehoben wurde. Um mit den Geldern natürlich ausschließlich Rüstungsgüter aus US-amerikanischer Fertigung zu kaufen. Als US-Präsident Trump Polen besuchte, gab die dortige Regierung bekannt, dass es bereitwillig große Mengen amerikanischen Fracking-Gases kaufen wolle. Das an die USA vergeudete Geld fehlt natürlich im polnischen Sozialetat. Die Lebensqualität ist in Polen nach wie vor eher bescheiden, und der Exodus nach Westen hält unvermindert an. Zugleich basteln die Strategen in Washington und in Warschau an einem neuen Staatenbündnis innerhalb der EU, nämlich am Intermarium. Intermarium ist die latinisierte Bezeichnung für das polnische Wort: „Miedzymorze, was so viel heißt wie: zwischen den Meeren. Die polnischen Strategen haben ein Konzept ihres früheren Politikers Pilsudski wieder ausgegraben, nämlich ein Staatenbündnis rund um Polen von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer. Also, die baltischen Staaten Estland, Letland und Litauen, dazu die Ukraine, Rumänien und Bulgarien, die als Planeten um die Sonne Polen kreisen.

Sollte diese Konzeption des Intermariums konkretere Gestalt annehmen, dann wäre Westeuropa, und ganz besonders Deutschland, von den Märkten in Asien und Osteuropa hermetisch abgeschlossen. Dies wäre ein geopolitischer Schwitzkasten, der leicht zur totalen wirtschaftlichen Erstickung Deutschlands führen kann. Das ist die Grundlage des US-amerikanischen Kalküls hinter den augenblicklichen Sanktionsbestrebungen. Und über eines sollten wir uns im Klaren sein: Russland hat alle nur möglichen Optionen, sich nach Asien hin zu entfalten. Das neue Bündnissystem der Shanghai Cooperation Organization (SCO) und die viel versprechende Option der Seidenstraße sind für Russland ein sicheres Ticket in eine bessere Zukunft. Russlands Präsident Putin kann die neuesten Cowboy-Attitüden aus Washington mit Gelassenheit beobachten.

Für die deutsche Wirtschaft wird es allerdings immer enger. Und eine mittlerweile fast zu neunzig Prozent aus proamerikanischen Think Tanks und Lobbygruppen hervorgehende deutsche Politikerkaste ist vollkommen ungeeignet, zu Befreiungsschlägen gegen den amerikanischen Wirtschaftskrieg gegen Deutschland auszuholen. Krieg gegen VW, der Kauf des verrotteten Monsanto-Konzerns durch Bayer, aus unerfindlichen Selbstmordimpulsen heraus getätigt; der Krieg gegen die deutsche Bank; und jetzt der Krieg gegen die Energie-Schlagader in Form von Nord Stream 2. Wenn jetzt nicht die deutsche Bevölkerung einen radikalen Paradigmenwechsel erzwingt, wird, ich betone es noch einmal, der amerikanische Schwitzkasten in eine finale Erstickung übergehen. Eine von ihren Zukunftsmärkten abgekoppelte deutsche Wirtschaft befindet sich schon jetzt, das zeichnet sich in der Autoindustrie bereits ab, im freien Fall nach unten. Dann wird Deutschland irgendwann nur noch Kuckucksuhren exportieren und die Deutschen werden ihr Geld als Tourist Guides verdienen, die chinesische und russische Touristen durch den Kölner Dom führen.

Quellen:

  1. https://www.handelsblatt.com/politik/international/umstrittene-gaspipeline-feindlicher-akt-der-usa-bundesregierung-kritisiert-sanktionen-gegen-nord-stream-2/25327544.html
  2. https://www.tagesspiegel.de/politik/streit-ueber-nord-stream-2-merkel-will-keine-sanktionen-gegen-die-usa/25349702.html
  3. http://turkstream.info/
  4. Die nachfolgenden Darstellungen sind ausführlich erläutert in Hermann Ploppa: Der Griff nach Eurasien – Die Hintergründe des ewigen Krieges gegen Russland. Marburg 2019.
+++

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

+++

Bildhinweis: Ksanawo / Shutterstock

+++

Alle weiteren Beiträge aus der Rubrik „Tagesdosis“ findest Du auf unserer Homepage: hier und auf unserer KenFM App.

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

23 Kommentare zu: “Tagesdosis 21.12.2019 – Nord Stream 2: im Schwitzkasten der USA

  1. Nord-Stream-2 wird wohl trotzdem fertiggestellt – oder auch nicht. Bleiben wir doch nicht beim Titel stecken, der Text Ploppas geht weit darüber hinaus und das macht ihn wertvoll.
    Die US bewegen sich zunehmend nur noch im Bereich des Lächerlichen und Herr Trump müht sich redlich, dem vorzustehen.
    China hat bereits die Weltherrschaft übernommen, wirtschaftlich.
    Militärisch ist es schwieriger. Ploppas Text ist an der Stelle mißverständlich. Haben die US wirklich nur zwei mal Kriege verloren? Oder eher fast immer? Waren nicht fast immer Regimechanges – hintenrum – ohne offenen Angriff, ihr tatsächliches Erfolgsmodel? Schwierig nur, wenn inzwischen – nicht der Mainstream – wohl aber die herrschenden Eliten weltweit das verstanden haben. Sie fallen darauf nicht mehr herein, lassen sich kaum noch einschüchtern. Das US Militär ist das größte schwarze Loch des Universums, Milliarden Dollars verschwinden dort im Nirgendwo. Trotzdem sind es noch gigantische Massen furchtbarsten Tötungswerkzeugs, was dies Militär weltweit anhäuft. Konzertiert einsetzen aber konnten sie es nie wirklich und heute schon gar nicht mehr. Das Prinzip des Jeder-gegen-Jeden herrscht in den US nun einmal auf allen Ebenen und wie soll man daraus Schlagkraft ableiten?
    Der Zusammenbruch der noch US ist also schon seit ihrem Bestehen unvermeidbar – heute aber steht er bevor.
    Was folgt? China, das ist ja offensichtlich. Russland aber spiel auch eine wichtige Rolle.
    Wenn die deutsche Politik uns nun so unverbesserlich auf das tote Pferd setzt, wer kann noch helfen? Werden die deutschen Bürger plötzlich selbst aktiv? Wohl kaum. Aber wir haben einen großen unverdienten Freund.
    Liegt Deutschland in der Zukunft am Boden, China wird uns einfach aufkaufen und nur das. Russland, aber wird uns helfen. Ich denke, in der Zukunft wird Russland hier bei uns stehen und uns wieder auf die Beine helfen, das Potential dazu ist vorhanden. Und die deutschen Bürger, haben sie auch zu eigener Aktivität keine Energie – sie werden Russland mit Freude emfpangen, entgegen aller bösen aber glücklicherweise ins Leere laufenden Propaganda.

  2. Bleibt die Frage, ob wir als Land mit unserem seltsamen Status überhaupt in der Lage sind, uns nicht in den Schwitzkasten von irgendjemand zu begeben.

    Und hätten wir für den Fall denn geeignetes politisches Personal, das sich wem auch immer gegenüber auf Augenhöhe auf einen Deal einlassen könnte?

    Ich glaube nicht.

    Entweder man unterwirft sich den deep state-Strukturen. Oder man hochnäselt und stänkert gegen z. B. Russland.

    Das ist doppelt krank, weil es in beide Richtungen an Selbstbewusstsein mangelt.

    Ohne Normalität im Selbstbild wird man USA nicht loskommen, sich mit Russland weiter verkrachen oder sich denen samt China an den Hals werfen.

    Wir sind unfähig gemacht und gehalten worden auf Augenhöhe zu handeln. Fair, offen und dennoch selbstbewusst.

    Der Schuldkult macht uns ganz unbrauchbar.

    • Wenn man sich mit Russland weiter verkracht, wie sie es selber schreiben, dann ist das kein besonders überzeugender Schuldkult. Erst einseitiger Schuldkult schränkt die politische Gestaltungs- und Handlungsfähigkeit ein.

      Wie macht es die Türkei bei Sanktionsandrohungen durch die USA? Sie stellt die Schließung des US-Stützpunktes Incirlik in Aussicht. Wenn dir einer auf die rechte Backe haut, dann halte ihm deine Linke hin, kann funktionieren. Wenn man aber feststellt, dass die gegenteilige Reaktion hervorgerufen wird, dann sollte man mal eine andere Methode versuchen. Das erfordert Mut und Politiker, die nicht korrumpiert sind und sich nicht einschüchtern lassen.

      Friedliche Feiertage

    • Wenn der Wind einmal gedreht haben wird, dann wird sich unser Personal einfach dem nächsten Dominator an den Hals werfen.
      Die können nix anderes als kriechen.

      Kann sein, dass Russland grundgütiger handeln wird.

      Die Hoffnung stirbt zuletzt.

  3. wenn also die USA diejenigen Unternehmen sanktionieren, die an North Stream 2 bauen, dann ist es doch logisch, dass die letzten 300km Röhren dennoch verlegt werden.
    Denn sie haben NICHTS mit diesem Gas-Projekt zu tun.
    Zufälligerweise verlaufen die letzten 299,990 km in gleicher Richtung, lassen aber eine reale Lücke von ca. 10 Metern zwischen den bereits vorhandenen russischen Gasröhren.
    Wer sollte daran Anstoß haben? Unnütze Projekte gibt es doch zuhauf. Selbst der komplette US-Salat wird keinen Anstoß finden an unsinnigen Projekten.
    Für den Lückenschluss der letzten 10 Meter zwischen den beiden Röhren sorgt dann eine extra gegründetes Unternehmen, dass man gern durch den gesamten US-Senat sanktionieren kann.

    Spaß beiseite. Es wird Zeit, dass sich verschiedene US-Staaten von den VEREINIGTEN Staaten unabhängig machen, damit auch dort die Bewegung entsteht, die man sich für Europa und Russland wünscht um weiter der US-Platzhirsch zu sein.

  4. In den Rundfunknachrichten taucht das Thema Nordstream2 schon nicht mehr auf.
    Die offenen Enden werden zugeschweißt und ins Meer fallen gelassen.
    NRW bekommt Frackinggas über die Zeelandpipeline.

    DL und RU sind das aber auch ein Stück weit selbst schuld.
    Ohne das Verlege konw how zu besitzen so ein Projekt anzufangen …

    • Was heisst denn selbst Schuld?

      Der Pausenhofschlaeger zertruemmert Einstein das neuste Handy.

      Dieses affige Paradigma des Staerkeren ist Rueckwerts gerichtet und hat nun wirklich
      nichts mit unserem Goetterfunken gemein.

      Ich fuerchte aus der Nummer kommen wir als Menschheitsfamilie nur mit einer Ein-Welt-Geld-Regierung heil raus.

      Die United Stakes erzwingen mit ihrem archaisch Vorgehen unwissentlich den beschleunigten Zusammenbruchs ihrer Lei(d)waehrung, ,weil die "Goettergleichen"schlimmeres abwenden muessen.

      Ist der Pausenhofschlaeger erst einmal damit beschaeftigt sein Geldbeutel zu suchen,
      hat er auch keine Zeit mehr fuer Einstein.
      Zur Not kann auch ein MKUltra Joint ihn entspannen helfen.

      P.S Die Chinesen werden das Projekt vollenden.

    • Selbst Schuld heißt: Wie blöd muss man sein um für die Verlegearbeiten ein US-Holländisches Unternehmen zu beauftragen? Die Holländer wollen US-Gas über die Zeeland-Pipeline verkaufen. Sind froh, wenn Nordstream 2 nicht in Betrieb geht. Hoffentlich bekommen die erst Geld bei Fertigstellung. Aber wie ich die Auftraggeber DL und RU kenne …

  5. China und Russland werden das Rennen um die Weltfuehrung so oder so fuer sich entscheiden,
    Russland hat die Ressourcen und China den Power daraus was zu machen.

    Das Intermarium wird daran nicht wirklich was aendern.

    Fragt sich nur wie lange Europa die affige "Chienlit" des alten Makaken USA noch ertragen will?
    Sie bietet der Jugend nun wahrlich keine herzerfrischende Zukunft.

  6. Beim Bau von Nord Stream 2 fällt es schon ein wenig auf, dass dieser durchgeführt wird, obwohl Geld doch gar kein Tauschmittel, sondern ein etwas sonderbares Profitmittel ist. Wenn wir bezahlen, dann bezahlen wir doch regelmäßig mit Schulden, die wir jedoch nie wieder zurückzahlen können.

    Wenn in den USA zudem außerhalb ihrer auf ihr Hoheitsgebiet begrenzten Gesetzgebungskompetenz für uns Gesetze verabschiedet werden? Aber unser Mittelstand wird doch jetzt auch etwa immer mehr von China aufgekauft. Bezahlt wird regelmäßig mit Geld, das eher etwas mit Bankenzockerei und nicht so sehr etwas mit sinnvoller Politik zu tun hat.

    Jedenfalls betreiben wir doch offensichtlich eine Finanzpolitik, die doch allenfalls in Krieg münden könnte. Da kommt man schon ein wenig auf die Idee zu recherchieren, wie seinerzeit etwa auch mit Öl oder Gas gelaufen war.

    Es galt jedenfalls in der Nazizeit das Prinzip: Kein Öl, kein Krieg. Es gab zudem etwa den Mineralölsicherungsplan.
    In 2007 gab es dann im Deutschen Bundestag eine Diskussion über eine etwaige Kooperation US-amerikanischer Firmen mit dem Nazi-Regime.

    Die Webseite profil-at schreibt:
    Hitlers Schuldendiktat: Wie Hitlers Kriegswirtschaft wirklich lief
    Arbeit für alle, Autobahnen und Modernisierung der Industrie: Adolf Hitler inszenierte sich als perfekter Krisenmanager der Großen Depression. In Wahrheit aber wussten die Nazis schon lange vor Kriegsausbruch nicht mehr, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollten. Den Ausweg fanden sie in Vertuschung, Raub und Ausbeutung.

    Aber welche Politik macht die Bundesregierung eigentlich derzeit? Aber mit Frau K. K. oder etwa dem Herrn Merz scheint es doch eher auch keinen Kursschwenk geben zu können. Selbst die Bündnis 90/ Grünen und die Linken fordern doch genauso wie die Zeitung die Zeit (die doch regelmäßig zu den Bilderberger Treffen einlädt), dass die Schuldenbremse gelockert wird. Aber immer mehr Schulden bedeuten eben auch Krieg.

  7. „Amerikanischer Wirtschaftskrieg“ ? Das ist kein „Krieg“. Das ist lupenreiner „Staats- und Wirtschaftsterrorismus“.
    Daß dieses Gemeinwesen, welchselbiges sich „Vereinigte Staaten von Amerika“ nennt, zunehmend von einem „Staat“ zu einer weltweit agierenden, kreuzgefährlichen, Terrororganisation verkommt, sollte man doch bitteschön zur Kenntnis nehmen.
    Staaten halten sich (meist) an Regeln, und das nicht nur, weil sie es müssen – Terrororganisationen tun das ihrer Natur nach nicht, deren Selbstverständnis besteht gerade darin, Regen zu brechen, vor allem aber, sie zu zerstören.

    • Warum in die Ferne schweifen.
      Fragt sich,welche Terroristen schlimmer sind, die von außen agieren oder die im eigenen Land sitzen und das eigene Volk terrorisieren.
      Ich habe gerade meine Post geöffnet. Der skrupellose Staat zeigt gerade mal wieder seine Fratze. Rentner werden hier so fertig gemacht, das man sich nur noch die Augen reiben kann.
      Ob ich nun mit abgedrehtem Gas im kalten sitze oder die Pipeline nicht fertig wird ist mir eigentlich schon scheiß egal. Wens nicht mehr reicht kann man sich eher über den Ganoven aufregen, der sich im Vorständen von Gasprom feiern lasst. Meine Sichtweise der Dinge orientiert sich seit einiger Zeit am Portemonnaie.

    • Moin, Hummel, ich halte vollständig mit Dir, was die Beurteilung des US-Imperialismus als „Staats- und Wirtschaftsterrorismus“ angeht. Ich möchte nur daran erinnern, dass es NIE anders war und es von daher auch keine Entwicklung zu dieser Terrororganisation bedurfte.
      Schon als die Europäer einwanderten und den Ureinwohnern, die wir Indiander nennen, das Land wegnahmen und mit Luegen und Wortbruechen immer weiter gen Westen vorrueckten, alles mit Waffenunterstuetzung, die die Einheimischen bis dahin nicht kannten, alles das kann man subsumieren als Terror.

      MfG

  8. Vielen Dank, Hermann Ploppa!
    Zu Ihrem Kommentar, fällt mir noch der Satz der Kanzlerin ein:
    „Unter Freunden, das geht ja gar nicht!“
    Hier zeigt sich wie selbstverständlich die Fratze des US-Imperialismus, die andere Staaten, Iran, Vietnam, Chile und viele, viele andere schon früher erleben mussten.
    Wahrscheinlich werden die Regierungskasper einer nach dem anderen einknicken, genau wie wir das von Merkel und Mass schon erfahren haben.
    Und dieser Kotau der Regierenden führt dann bei den Gewerkschaften wahrscheinlich zu dem gleichen Flechma.
    Noch ein Satz zu Hitlers Überfall auf die SU.
    Der Auftrag, von Seiten der USA und Groß Britannien war u.a. die Besetzung des Riesenlandes. Man hat Hitler dabei selbstverständlich gut unterstützt. Wenn es geklappt hätte, wäre aber heute nicht etwa die SU deutsch, sondern eine Kolonie der Imperialisten aus Übersee und vielleicht noch von der Europa vorgelagerten Insel.
    Wir können Stalin dankbar sein, dass er uns jedenfalls davor bewahrt hat.

    • Sie sind Stalin dankbar?
      Weil er sich wie Hitler zum Rucksacksepp hat machen lassen, um Europa im Sinne des Imperiums ausbluten zu lassen?

      Was war das Imperium vor WK II (genauer schon vor WK I)? Genau! Im Eimer. So was von.

      Und danach? Ebenfalls richtig! So stark wie nie zuvor, weil sich D und RUS zerfleischt haben. Und wer hat beide Seiten finanziert? Sie wissen das sicher.

      Also nochmals, Stalin dankbar? Seztzen, sechs. Mit etwas Kuschelpädagogik von heute, 3 bis 4, damit sich die Eltern nicht beschweren kommen.

    • Moin, conferma,
      Zum Nachdenken: die russische Revolution hat dem Weltkapitalismus ein gehöriges Stueck seines Einzugbereichs entrissen, zum anderen war am Anfang des 20. Jahrhunderts die Arbeiterklasse stark in den USA, aber auch in Europa. Ein Ueberschwappen der Ideen der russischen Revolution, war nicht von der Hand zu weisen. Von daher waren die USA interessiert am Zerfall der SU. Dass sich mit Hitler die Möglichkeit ergab, war eine Sache, dass es im Fall der Niederlage immerhin ein Zerstörtes Deutschland gab, das als Konkurrent der USA fuer Jahre ausfallen wuerde, war vielleicht die schlechtere Alternative, aber besser als gar nichts.

      mfG

    • Der Kommunismus hat den Zentralbanken einen bis dahin verschlossenen Raum aufgeschlossen.
      Von wegen Einzugsbereich entrissen.
      Mit Hitler ergab sich keine Möglichkeit, Hitler war ein imperiales Asset – wie der Kommunismus eben auch.

      Lass die zwei Deppen sich doch gegenseitig halb tot prügeln – das war das Spiel.

      Und nebenbei die beste Werbung für die sog. Demokratie als dritten Weg.

      Ob man nun von Hitler oder Stalin gemeuchelt werden sollte – das war so wie so herum nicht anziehend.

      Und so konnte uns alles weitere sauber reingerieben werden.

      Und dafür bin ich Stalin sicher nicht dankbar. Und nicht Hitler, Churchill, dem new deal-Roosevelt nicht und all den anderen National,- Global oder Assozialsozialisten.

      Das kleinere Übel? Wenn man nicht zu den Opfern gehört hat! Oder müssen SIe diese abwägend unter den Tisch kehren, damit Ihre Ideologie clean bleibt.

      Ich kenne Verbrechen. Von Nazis, von Amis, von Belgiern, Franzosen und sonstigen Kollonialfuzzis.
      Und bene auch von Sowjets.

      Ich bin nicht dankbar für die Verbrechen, die die Rote Armee begangen hat. Auch und v. a. an Deutschen.

    • Mensch, conferma, Logik ist nicht Ihre Stärke? Nur noch einmal meinen Post lesen! Ich hatte gemutmasst, dass im Falle eines Sieges nicht Hitler der Imperator wuerde sein, somdern, dass es sich wahrscheinlich der US-Imperialismus nicht nehmen liesse selbst den Herrscher ueber die dann besiegte SU zu spielen. Zu diesem Szenario hatte ich geschrieben, dass wir Stalin dankbar sein konnten, dass er uns davor bewahrt hat.
      Alles andere, was Sie von sich geben zu dieser Diskussion ist niederster Antikommunismus!

  9. Und wenn DL und RU es doch schaffen sollten, wird es Terroranschläge gegen die Pipeline geben.

    [quote] Russlands Präsident Putin kann die neuesten Cowboy-Attitüden aus Washington mit Gelassenheit beobachten.[/Quote]
    Von wegen, man wird die EU (damals Hiltler) zwingen RU (damals Stalin) anzugreifen.

  10. "Fossile Energieträger sind der Saft des Lebens der angloamerikanischen Weltherrschaft (4). Von den USA wurde die Fixierung aller industriellen Entwicklung an fossile Energie mit äußerster Gewalt durchgesetzt. Mit dieser Fixierung hatte die Pax Angloamericana eine Maschine zum Gelddrucken kreiert. Das fossile Paradigma durchzusetzen erforderte zwei Weltkriege. Auch Deutschland war betroffen. Nach dem Ersten Weltkrieg taten sich die beiden Paria-Staaten Deutschland und die Sowjetunion zusammen und schmiedeten mit dem Vertrag von Rapallo im Jahre 1922 nicht nur eine äußerst enge Militärallianz. Deutschland bezog nun auch sowjetisches Erdöl, das unter anderem durch die sowjetische Tankstellenkette DEROP in Deutschland an über 2000 Tankstellen vermarktet wurde. Adolf Hitler und seine Nazi-Organisation zerschlugen nach dem Reichstagsbrandputsch nicht nur die militärische Allianz mit der Sowjetunion, sondern auch jene überaus erfolgreiche DEROP-Tankstellenkette, um Platz zu schaffen für angloamerikanische Mineralölkonzerne. Unter Hitler waren nunmehr 90 Prozent der deutschen Ölwirtschaft unter angloamerikanischer Kontrolle."

    Das ist ein weiterer Aspekt der verhängnisvollen Förderung Hitlers und Nazideutschlands durch die US Eliten. Der war mir bisher unbekannt. Hitler mit seinem "Lebensraum im Osten" – Wahn spielte den langfristigen Interessen der angloamerikanischen Eliten ideal in die Karten, die seit den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts darin bestanden, eine kooperative Politik zwischen Deutschland und Russland konsequent zu verhindern.
    Und wie der Artikel von Herrn Ploppa wieder sehr deutlich macht, gibt es kaum offenen Widerstand dagegen bei den deutschen Politikern, ja bedienen sie weitgehend selber inzwischen die transatlantischen Interessen.

    Wie lange macht die deutsche Wirtschaftselite und die informierte Gesellschaft das noch mit ?
    Was Nord Stream 2 angeht, bin ich gespannt, was die Russische Politik/ Gazprom zur Fertigstellung im Köcher hat.

Hinterlasse eine Antwort