Tagesdosis 21.3.2018 – „Da hat eine ganze Stadt den Mund gehalten“

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Zitat Anfang: „2012. Damals stand Hardt also schon in Verdacht. Aber auch der Frauennotruf, die Organisation, die sich in Lübeck wie keine andere für geschlagene und missbrauchte Frauen einsetzt, hat die Sache weiterlaufen lassen. In der Hoffnung, dass schon alles gut wird? Oder, weil der Frauennotruf vor allem am Geldtropf von Stadt und Land hängt und sich lieber nicht mit einem Mann anlegen wollte, der beste Drähte ins Rathaus und nach Kiel hatte?

Diana M. hat jetzt, im Februar, noch einmal eidesstattlich versichert, was ihr mit Hardt passiert sein soll. Aber schon im November 2016 war sie damit zum Frauennotruf gegangen; am 20. Juni 2017 ließ sie dort ihre Aussage protokollieren. Alles: der offene Hosenlatz, der Vorschlag, sie könne doch als Hure arbeiten. Auch dass Hardt gesagt haben soll, die Männer, die beim Umzug geholfen hatten, könne sie ganz einfach bezahlen, indem sie sich vor ihnen niederknie und es ihnen „besorge“. Danach blieb Hardt trotzdem noch ein halbes Jahr im Amt,“ Zitat Ende.

Detlef Hardt, ehemaliger Chef des Weißen Rings in Lübeck, einer, der Opfern seine uneigennützige Hilfe angeboten hatte und wo Verbrechensopfer Hilfe in ihren Situationen erwarteten, ein Sextäter? Verurteilt ist er noch nicht, doch die ihn belastenden Beweise sind schier erdrückend.

Ortswechsel, Kandel. Das Frauenbündnis rief am 3. März 2018 dazu auf „Kandel ist überall“. Es ging um zwei Vergewaltigungsopfer und darum, Frauen vor Übergriffen zu schützen. Es ging um das, was ich ein selbstverständliches Recht von Frauen nennen würde. Gegendemonstranten. So genannte Antifa. Sie schrien den demonstrierenden Frauen „Nazi“ zu. Klar, Anlass der Demo waren zwei durch Migranten zu Tode vergewaltigte Frauen. Die Frauen forderten von der Bundesregierung, speziell von der Kanzlerin, mehr Schutz vor Vergewaltigern und Vergewaltigungen durch Migranten. Frauen würden sich Nachts immer weniger auf die Straßen trauen. Frauen fühlten sich nicht mehr sicher in diesem Land.

Da mag man sich schon fragen: In was für einer Welt leben wir eigentlich? Frauen gehen hilfesuchend zu Opferhelfern und werden noch einmal zu Opfern degradiert, missbraucht und zum Sex genötigt. Dann werden Frauen und Sexopfer von völlig verbildeten sogenannten Horden der Antifa bespuckt und zu Nazis degradiert, wenn sie dazu aufrufen, dass sie hilfebedürftig sind und mehr Empathie in ihren Anliegen von der Gesellschaft benötigen. Eigentlich etwas völlig Normales, möchte man meinen.

Mir kommt spontan in den Sinn, dass ich nicht in einem Land leben will, wo Frauen dieses Recht auf Unversehrtheit abgesprochen wird oder wo auf ihren Hilferufen herumgetrampelt wird. Leben wir hier im Westen wirklich besser, als es uns die PEGIDIASTEN ständig weismachen wollen? Oder wollen sie uns sagen, dass nur wir Inländer unsere Frauen missbrauchen dürfen? Es ist einfach nur noch zum Kotzen. Das Recht auf Freiheit, auf freie Entfaltung der Persönlichkeit schließt auch ein, dass Frauen eben wie Frauen sein dürfen. Ach, wieviele seltsame Gespräche ich schon darüber hatte, dass Frauen natürlich auch leicht bekleidet im Sommer sein dürfen und Männer dies nicht einschränken dürfen. Männer sich zu beherrschen haben, ohne anzügliche Bemerkungen oder sexistische Anspielungen von sich zu geben. Viele haben auch solche Gespräche gehabt. Ich weiss.

Ortswechsel, irgendwann in Lübeck im Jahre 2016. Diana M. Protokoll, Zitat Anfang: “Irgendwann stand er auf von seinem Platz und kam zu mir auf meine linke Seite und sagt, verdammt, Sie haben so, wie hat er gesagt, magische, nee, tolle Augen … Er könnte jetzt nicht mehr  widerstehen … und er kam dann zu mir und zog seinen Hosenlatz runter, ich war ganz geschockt. Er meinte … ob er meine Brüste anfassen dürfte, da hab ich gesagt, nee, und ich solle ihm bitte … (Genitalteil -Red.) zeigen. Das war so wortwörtlich, und er zog seinen hängenden, widerlich stinkenden … (Genitalteil -Red.) raus, Entschuldigung, ich hab den Geruch heut noch in der Nase … Ich fing an zu weinen, bin heulend zusammengebrochen. Ich … merkte, es war nichts mit Freundschaft oder mit väterlicher Hilfe … sondern wieder mal ein Arschloch, was einfach nur in der Notsituation … seinen Nutzen daraus ziehen wollte,“ Zitat Ende.

Wie kann Mann so etwas tun? Das frage ich mich immer, wenn ich ähnliches von Frauen höre. Wie kann einem Mann die Anwesenheit einer Frau so sehr ausser Kontrolle bringen, dass er sie zu seinem Sex zwingt? Innerlich bin ich da, wie viele andere Männer auch, vollkommen überfragt.

Und ich kenne so viele Frauen, denen ähnliches bis hin zu einer Vergewaltigung auch passiert ist. Warum lassen sich Männer derart herab? Der Grund ist ganz simpel und einfach zu erklären. Wir leben in einer Gesellschaft, in der es keinerlei freien Sex gibt. Freier Sex achtet den Sex – nicht als Selbstzweck. Freier Sex unterdrückt nichts, weil er frei ist. Wilhelm Reich erkannte den Fehler in Sigmund Freuds Libido-Theorie, was beider Freundschaft entzweite. Reich war es, der eine völlig andere Theorie zum Sexus entwickelte und eine sexuelle Revolution, ja eine sexuelle Befreiung wollte. Reich erkannte auch, dass die sexuelle Unterdrückung einen Großteil des deutschen Faschismus ausmachte. Die Unterdrückung des Menschen führt zwangsläufig auch zur sexuellen Unterdrückung. Dies ist der Urgrund, gerade bei Männern, dies über sexuelle Übergriffe zu kompensieren. Reich erkannte in der sexuellen Unterdrückung das Emporkommen der menschlichen Destruktivität ganz allgemein. Es ist keine Entschuldigung dafür! Aber ein Hinweis darauf, was wir tun können, damit wir liebevoller miteinander umgehen können.

Wenn man sich dem Thema der sexuellen Unterdrückung von Frauen therapeutisch annähert, sticht man unweigerlich in ein riesiges Wespennest. Und seine andere Seite kommt ebenfalls zum Vorschein: die der männlichen sexuellen Unterdrückung von Frauen. Die gibt es nämlich nach wie vor auch. 20 bis 25 Prozent aller sexuellen Übergriffe wird von Frauen ausgeübt. Doch das Signifikante an diesen ganzen Übergriffen ist, dass die Täter und Täterinnen selbst zu über 90 Prozent Opfer sexueller Gewalt, sexueller Erniedrigung oder sexueller Bestrafung wurden. Es gibt also hier einen Kreislauf sexueller Destruktivität in unserer Gesellschaft. Statistisch betrachtet findet man die meisten Täter dort, wo sie ihre Opfer finden: in den sozialen Berufen, was die religiösen Berufen mit einschließt. Dort, wo Opfer in ein Opferverhalten hineingedrängt werden könnten, dort lauern auch Täter. Dort also, wo man den Menschen von Grund her vertraut. Sexualstraftäter gehen wie alle Gewalttäter vor. Sie optimieren ihr Verhalten von Jugend auf an die Gepflogenheiten der Gesellschaft, vermeiden es aufzufallen und bringen sich in entsprechende Positionen, aus denen sie ungehemmter agieren können. Je höher sie aufsteigen, desto sicherer sind sie davor, erwischt zu werden und desto sicherer fühlen sie sich beim Aufliegen ihrer Taten vor Repressalien. Denn je höher sie sind, desto mehr wird man ihre Taten verschweigen müssen. Das liegt an der Hierarchiegläubigkeit, zu der wir alle erzogen und konditioniert sind. Je höher jemand im Rang ist, desto edler sein Gemüt – das ist uns fast allen quasi eingeimpft worden. Auch der Herr Hardt aus Lübeck wird sich sehr lange schon auf seine Weise optimiert haben. Da, wo die Opfer freiwillig hinkommen, dort langte er zu. Seit Jahren schon. Vermutlich seit Jahrzehnten, forscht man intensiver nach. Die Unlogilk, wenn in hoher Position oder in achtenswerter Position so ein Mensch jahrelang Menschen missbraucht, ähnelt sich in folgender Weise: „Innerhalb der vergangenen Wochen haben sich mehrere Frauen persönlich und telefonisch bei uns gemeldet. Die Frauen haben Kenntnis davon, dass sowohl Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle in Lübeck als auch der Landesverband Weißer Ring seit Längerem von diesen Vorkommnissen wussten; durch das Nichthandeln und Verschleiern fühlen sie sich erneut gedemütigt. Auch wir hatten im Laufe der Jahre Beschwerden von Frauen gegen Herrn Hardt, die sich auf sexuell grenzverletzendes Verhalten und verbale sexuelle Belästigungen bezogen. Wir haben daher 2012 den Ortsverein und Herrn Hardt anonymisiert mit den Beschwerden konfrontiert.“

Die Karriere anderer Leute hängt an dem Schein, dass alles gut zu sein hat. Wäre es das nicht, so wären sie von den Taten ja befleckt. Also schauen sie weg, tun so, als wüssten sie nichts, als haben sie nichts geahnt, obwohl es von der Ferne unüberhörbare Schreie gab. Mann macht weiter, denn weitermachen heißt, dass alles in Ordnung ist. Seit Jahrhunderten geht das so in unserer Gesellschaft, in allen Gesellschaften. Am Prägnantesten kennen wir das von den pädophilen Skandalen der Kirchenvertreter.

Ein weiterer Erlebnisbericht eines Opfers von Herrn Hardt, Zitat Anfang: “Ich habe Krebs, die Ärzte geben mir nur noch Wochen, aber zwei Sachen will ich noch: mein Enkelkind sehen. Und jeder soll wissen, was der Hardt mit mir gemacht hat. Ich bin als Kind missbraucht worden; 2015 habe ich mich an den Weißen Ring gewandt, denn ich hatte gehört, dass es ein neues Gesetz gibt, eine Opferrente. Hardt tat erst fürsorglich, aber als er hörte, dass ich allein lebe, sagte er: eine Frau mit Ihrem Dekolleté, und dann kein Mann, unvorstellbar … Schlimmer als seine Worte war aber sein Blick, den kannte ich, diesen Schlange-Kaninchen-Blick. Das hat bei mir alte Dinge wieder aufgerissen, etwa die Unfähigkeit, mich zu waschen, unter der ich als Kind nach dem Missbrauch wochenlang gelitten hatte. Das habe ich Hardt auch am Telefon gesagt. Und er meinte, ich hätte Glück, er könne gleich da sein und mir beim Duschen helfen. Aber vorher müsste ich ihn duschen. Da habe ich ihn angeschrien, dass ich schon meinen Therapeuten angezeigt habe, als er mir auch so kam. Der hat seine Zulassung verloren. Da hat Hardt ganz kalt geantwortet, er würde mich unter Betreuung stellen lassen. Danach habe ich aufgelegt und mich wochenlang in meiner Wohnung verkrochen,“ Zitat Ende

Die meisten Männer haben Töchter oder Nichten und die meisten Frauen haben Söhne oder Neffen. Jeder Missbrauch ist ein Missbrauch an allen Frauen oder allen Männern, Kindern, Jungen oder Mädchen. Jeder von uns war ein Junge oder ein Mädchen, ein schützenswertes Baby. Und niemand darf seinen Schmerz in einen anderen Menschen einlagern und den anderen zum Opfer machen. Einsperren der Täter oder Täterinnen hilft nicht den Tätern und Täterinnen und den Opfern schon gar nicht. Wer auch immer so denkt, dass er mit Gewalt an Sex rankommen will, geht zum nächsten Therapeuten oder zur nächsten Therapeutin. Mir ist schon klar, dass dieser letzte Satz nicht viel hilft, doch was hilft denn dann? Strafe, Todesstrafe?

Ich, als Mann, habe aufgehört, sexistische Witze zu tolerieren. Es ekelt mich an, abfälliges Gerede über Frauen oder Männer zu hören. Aber ich merke auch, dass unsere Gesellschaft derart viele destruktive Erhöhungen bei manchen Leuten braucht, dass ich keine Illusionen mehr darüber hege, dass sich dies ohne eine große sexuelle Befreiung bei Mann und Frau nicht ergeben wird.

Alles versteckt sich im Kampf, im Beherrschen müssen, im Widerstand gegen die eigene innere Menschlichkeit, dass es den Meisten nicht einmal einfallen will, dass mit uns etwas ganz Grundsätzliches nicht mehr stimmt. Und dies ist unser Mitgefühl. Mitgefühl mit sich und mit den Anderen. Mitgefühl mit allem, das wäre schon gut.

Jede Lebensform ist zum Aussterben bereit, wenn sie sich gegen sich selbst entscheidet. Und der Mensch ist ein Meister dieser Entscheidungen gegen sich selbst. Das will mir einfach nicht in den Kopf. Und ich weiß, das es vielen ebenso ergeht.

Wenn wir alle nicht gemeinsam den Sieg gegen unsere Destruktivität angehen, was haben wir dann noch zu erwarten ausser das Aussterben selbst. Wie fragte mich Dirk C. Fleck einmal: „Was ist die Steigerung von Tod?“ Seine Antwort: „Aussterben.“

Es kann für uns alle keine bessere Welt existieren, als die der echten Liebe. Ausserhalb der Liebe ist Verderben. Töten Menschen weiterhin Menschen, sei es seelisch oder körperlich, so liegt am Ende eines solchen Weges unser aller Ableben. Denn Destruktivität ist nicht bloß das Ausüben von Gewalt. Sein Ziel ist das Aussterben aller. Weil sein Mittel der langsame Tod ist. Wo keine Menschlichkeit mehr im Menschen ist, da stirbt der Mensch wie ein Baum. Langsam, fast unsichtbar, bis er kippt. Die Überschrift hier heißt: Da hat eine ganze Stadt den Mund gehalten. Städte aber haben keine Münder. Städte können nicht antworten. Städte empfinden weder Solidarität noch Mitgefühl. Nur Menschen können das.

Quelle

http://www.spiegel.de/spiegel/weisser-ring-in-luebeck-frauen-sollen-genoetigt-worden-sein-a-1198473.html

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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34 Kommentare zu: “Tagesdosis 21.3.2018 – „Da hat eine ganze Stadt den Mund gehalten“

  1. Interessant, dass der Autor den „zwei Vergewaltigungsopfer“ nicht mal einen Namen geben will.
    Es wäre ohne hin müßig allen (Einzelfall)Opfern der Migrationspolitik einen Namen, ein Gesicht und eine Geschichte zu geben. Ich bin für eine ausnahmslose 100%tige Grenzsicherung und Abweisung von Migranten, was die momentane Gesetzeslage auch her geben würde, noch betont sich.
    Ich bin dafür, dass die Grundversorgung (Nahrung, medizinische Versorgung und Obdach) von Migranten \ Flüchtlingen gewährleistet sein muss, aber dies muss nicht zwangsläufig innerhalb Deutschlands geschehen. Einwanderung und Asyl muss getrennt werden.
    Das Problem liegt nur mal in Sozialisation / kultureller und religiöser Prägung von Menschen aus Ländern, die ein anderes Menschen-und vor allem Frauenbild haben.
    Das Toleranz-Maxime jeder Mensch ist Gleich macht nur Sinn für Gesetze und Verordnungen, die für sich den Anspruch haben universell zu gelten, wie z.B. die Menschenrechte.
    Für eine Nation und Gesellschaft ist aber nicht jeder Mensch gleich „gut“ und „nützlich“.
    Gäbe es keine übermäßige Gewalt und Übergriffe insbesondere auf Frauen und würden Migranten nur die normalen sozialen Spannungen verursachen, wie Konkurrenz am Wohnungs- und Arbeitsmarkt, welche für sich genommen schon große Herausforderungen sind, dann wäre die Spaltung sowie die Spannungen in der Gesellschaft nicht zu groß.
    Die Frage nach den warum für die zusätzlichen Probleme mag keiner so recht aus Angst vor der Rassismus-Keule stellen und beantworten.

    Provokativ gefragt:
    Soll man 1000 Migranten abweisen und ihnen damit die Ansprüche und Möglichkeiten über die Grundversorgung hinaus verwehren nur um nur 1 Menschenleben vor Gewalt,Missbrauch und Tod zu schützen ?

    Meine Antwort ja – insbesondere wenn man ein unzureichendes Einwanderungs- und Asylsystem mit mangelhafter Kontrolle hat.

    „Gutmenschen“ antworten mit nein, nach dem Motto den Collateral Damage an Einzelfällen müsste man halt für das große Ganze (Humanismus) hinnehmen.

    • Der „COLLATERAL DAMAGE“ bei der eigenen Bevölkerung, den eigenen Geschwistern, Nachbarn und Mitmenschen aus der eigenen Volksgemeinschaft wird hysterisch verdrängt, verleumdet und mit übelster Judas-Hetze polemisiert, politisiert und in die angeblich völkisch-rechtsextremistische Nazi-Totschlagargumentation geschwurbelt, um die eigene Moralapostel-Saubermann-Herrenmenschen-Hybris zu beschönigen und die eigene sozial-rassistische Humanismus-Überlegenheit hervorzuheben.
      Da wird bei Alibi-Positivismus-Heuchler-Tourismus-Willkommens-Events lauthals fähnchenschwenkend in der Masse der Mitgröhler eine Global-Zwangs-Tolleranz und Besserbehandlungs-Political-Correctnes allen „Neu-Hinzugereisten“ gegenüber eingefordert, aber beim alltäglichen Shopping-Terror in den Shopping-Tempeln wird sich angewidert weggedreht, wenn ein „Penner“ in einer Mülltonne nach Pfandflaschen sucht. Und die eigene Verwandtschaft vergammelt im Ignoranz-Sumpf in den Alters&Pflegeheimen.

      Hauptsache, die „GUTMENSCHEN-HEUCHLER“ können sich selbst bei den Abendnachrichten in der Tagesschau bei der Berichterstattung über die „Willkommenskultur-Heuchler-Hybris“ beim eigenen Mitläufer-Umfeld bewundern lassen.
      Den Opfern von struktureller Gewalt wird sowieso jeglicher mitmenschliche Anteilnahme und soziale Unterstützung verwehrt, die sind ja schließlich alle Neurechte Querfront-Nazi’s und Völkische Reichsbürger und somit selber schuld!!!
      Hauptsache, bei Facebook werden 100 Like-Me’s fürs BILDchen-Posten generiert.
      Soviel kann ich garnicht fressen, wie ich kotzen möchte.

  2. Die gesellschaftliche Spaltung manifestiert sich in erschreckender Weise in den zum Teil feindseeligen und herablassenden Äußerungen dieses Forums. Gibt es tatsächlich kein übergeordnetes Ziel, was uns diese spalterischen Differenzen hinten anstellen lässt?
    Ob nun z.B. der Veganer oder der Vegetarier oder der Linke oder der Rechte etc. der bessere Mensch ist, an dessen Wesen die Welt gefälligst zu genesen hat, spielt nur den kannibalischen Machteliten in deren blutverschmierten Hände, mit denen sie uns ständig ein wenig mehr die Luft abdrehen bzw. das Wasser trüben.
    Entweder, ihr wollt etwas ändern oder ihr wollt im Glanze eures Egos untergehen. Ganz nach Belieben.

    • Es geht doch um die Gründe, warum mit dieser Menschheit alles so verkehrt gelaufen ist. Das Resultat ist ja nun für alle sichtbar: pervertierter Schmuddelsex, allgemeine Gefühlsverrohung, Selbstbetrug und Verlogenheit bis zum Abwinken= Lieb- und Mitleidlosigkeit. Woher kommt denn das?
      Diese Frage müssen wir uns doch alle gemeinsam stellen.

    • …und wo Sie doch da unten so schön vom Urgerechtigkeitssinn kleiner Kinder geschrieben haben: Halbwegs psychisch gesunde Kinder kommen niemals auf die Idee, einem Tier etwas anzutun, geschweige denn, eins zu töten. Das Schlachten muss ihnen erst einmal mit Zwang angdrillt werden. Und weil es heute nicht mehr so gut zu verstecken ist, was mit den Tieren geschieht, werden heute viele Kinder von sich aus, aus eigenem freien Willen schon vegan. Selbst oder gerade wenn ihre Eltern ganz normale Traditionsesser sind. Wer sich über unsere Ernährung heute keine dem entsprechenden Gedanken macht und daraus nicht seine Konsequenzen zieht, hat noch nicht wirklich selber gründlich über die Menschheitstragödie nachgedacht. Dass jeder von uns am Frieden interessiert ist, ist ja noch keine Geistes – oder Willensleistung- er will halt einfach nur gemütlich so weiterleben. So? : Leute, bitte seid doch auch alle für den Frieden, sonst müssen wir doch alle sterben! Wie jämmerlich!
      Wie oft denken Sie eigentlich an diese sog. „Nutztiere?“ Ich muss jeden Tag an sie denken und das verdüstert mein Leben permanent mit Seelenschmerz, Schuldbewusstsein und auch mit Wut darüber, mit welcher Unverschämtheit und Gemeinheit meine Spezies mit anderen Lebewesen umgeht. Und das ohne jede Not! Warum kehren Sie nicht einfach auch zu diesem „Urgerechtigkeitssinn“ zurück, den Sie an Kindern so bewundern?

    • Dann begehe ich mal den Fehler und gehe auf diesen spalterischen Diskurs mit Voice ein. Warum hat der Mensch ein Allesfressergebiss? Warum hat der Mensch nicht mehrere Mägen wie die Wiederkäuer? Warum gibt es Raubtiere?
      Warum ist ihre Grundbedingung für Kooperation mit dem Gegenüber, dass dieser dasselbe Weltbild hat wie sie?
      Ich denke, auf die Art kommen wir tatsächlich nicht weiter.

    • Wenn die »political correctness« absurde Züge annimmt und jede freie Rede abschnürt, wenn Gedankengut zensiert wird und umstrittenen Rednern die Bühne entzogen wird, wenn sich immer weniger Menschen trauen, ihre Meinung frei zu äußern, weil sie Angst haben, ihren Job zu verlieren oder gesellschaftlich geächtet zu werden, dann wird auch dem letzten kritischen Denker klar, dass sich in unserer Gesellschaft etwas in die falsche Richtung entwickelt.

      Dumm nur, wenn die akademische »Elite« regimetreu und dem Zeitgeist entsprechend die freie Rede abwürgt und die Rolle des »Gatekeepers« (Torwächters) übernommen hat. Dann sehnen sich kritische Menschen nach einen Vorkämpfer der Redefreiheit. In den USA und in Kanada haben sich einzelne Intellektuelle dieser Rolle angenommen. Einer von ihnen ist der kanadische Psychologie-Professor Jordan B. Peterson.

    • Frank Purder: Der Mensch hat KEIN Allesesser-Gebiss. Er hat, wie die Primaten, ein Frucht-und Blatt-Esser Gebiss. Es gibt unter den Säugetieren nicht nur Fleisch-und Pflanzenesser, sondern 4 große Gruppen:
      Fleischfresser(Raubtiere), Grasfresser(Weidetiere), Mischfresser(Bären, Schweine) und Frucht-und Blattfresser(Primaten und Menschen). Und alle 4 haben dem entsprechende Gebisse, Mägen und Darmlängen, die sich deutlich voneinander unterscheiden.

  3. Herr Lenz, ich kann vieles unterschreiben, was Sie schreiben. Aber:

    Sie müssen in einer anderen Welt leben, als ich. Sie schreiben z.B. „Warum lassen sich Männer derart herab?“ Ich bin ein Mann und ich lasse mich nicht herab. Kein Mann in meiner Umgegend läßt sich meines Wissens herab, Ich weiß, unter Gewalttätern ist der größte Teil männlich. Aber unter Männern sind Gewalttäter immer noch in der deutlichen Minderzahl. Das ist ein entscheidender Unterschied.

    Und was heißt eigentlich sexistisch? Ich habe das Gefühlt, das ist selbst ein vergewaltigtes Wort. Gestern abend gab es im Fernsehen Schtonk (gedreht Ende der 70er). Verronica Ferres ist dort als Nacktmodell für den Maler zu sehen. Das dürfte man heute wohl gar nicht mehr drehen, weil sexistisch?. Sie ist eine hübsche Frau. Da schaue ich bestimmt nicht weg. Bin ich jetzt sexistisch?

    Mit Freunden (generisches Maskulinum – das schließt die Freundinnen mit ein) lache ich über jeden Witz, der auch (oder gerade?) Klischees bedient. Männer und Frauen sind nun mal unterschiedlich und insofern als Klischees gerade auch ideal für Witze. Sind meine Freunde und ich jetzt sexistisch oder sogar gewaltbereit?

    Ich habe das Gefühl, daß weltweit eine von Religiösen/Kirchen ausgelöste Prüderiewelle angerollt ist. Da sind sich Evangelikale und Islamisten einig. Das schreckliche Verhalten und die Gewaltbereitschaft Einiger ist immer wieder Anlaß, das Kind mit dem Bade auszuschütten. Facebook verfolgt jeden Nippel sogar sich selbst geschäfsschädigend mittels Algorhythmen in Blitzeseile, aber Hetze bleibt für viel Geld bringende Klicks stehen.

    Ich komme aus einer Generation, die einige sexuelle Freiheit und Selbstbestimmung gebracht hat. Soll das alles als „Sexismus“ zurückgedreht werden? Nur weil ein gewißer Prozentsatz von Menschen so kaputt ist wie vermutlich dieser Hardt?

    Ich kann das alles nicht so richtig präzise ausdrücken – ich bin halt kein Psychologe. Aber ein anderes Beispiel aus den letzten Nachrichten kann vielleicht der Schilderung dienen, wie verquer eine Diskussion verlaufen kann, wenn man sich unklarer Begrifflichkeiten bedient:

    Irgendwo in Amerika gibt es eine letzte Klinik in der noch Abtreibungen durchgeführt. werden. Die vor dieser Klinik gegen Abtreibung Protestierenden wurden als Abtreibungsgegner bezeichnet. Ich bin auch ein Abtreibungsgegner, ich finde jede Abtreibung schrecklich. Aber ich bin für das Recht der Mutter/der Eltern, sich unter den gegenwärtigen Verhältnissen innerhalb von 3 Monaten für eine Abtreibung zu entscheiden – ohne daß sie von irgendwelchen Moralaposteln angequatscht werden. Durch die Darstellung in diesem Bericht habe ich mich irgendwie als Abtreibungsbefürworter angeklagt gefühlt. Es war irgedenwie ein Beitrag für oder gegen Abtreibung geworden, statt ein Beitrag für oder gegen das Recht auf Abtreibung.

    So ähnlich geht es mir mit dem ganzen Gerede vom „Sexismus“. Diese Debatte trifft irgendwie nicht den Kern der Sache und lenkt in die falsche Richtung.

    Ich würde es begrüßen, wenn sich auch andere in diesem Forum hierzu äußern würden. Vielleicht wird es dann klarer.

    • Moin, hj_allemann, genau meine Meinung: ein Rollback der Pruederie! Allerdings sehe ich den Urheber dieser Geschichte in der Schwarzer’schen Frauenbewegung, die damals die huebschen Frauen auf der Stern-Umschlagseite beanstandeten, weil sexistisch. Angefangen hatte das allerdings in den USA kurze Zeit vorher.
      Worum geht es hierbei?
      Nun, nur sexuell freie Menschen haben auch ein unverklemmtes Verhältnis zur Demokratie, und werden die demokratischen Rechte auch verteidigen wollen. Verklemmte Figuren, wie wir sie noch aus der Adenauerzeit kennen, die sich z.B. als Schwule in öffentlichen Toiletten treffen mussten, werden diese Verklemmtheit auch wiederproduzieren und sich eher nichtdemokratischen, konservativen bis reaktionären Systemen zuwenden.
      Ich glaube auch, dass diese Pruederie auf den fruchtbaren Boden der christl. Kirche und des Islam fällt. Bin aber, wie gesagt, der Meinung, dass es viel frueher begann.

    • Moin, Hog, auch Nordländer? Zustimmung, die Schwarzer ist ja nicht umsonst Mitglieder in der CHRISTLICH Demokratischen Union. Der Kampf für Gleichberechtigung im Kapitalismus hat ja leider auch dazu geführt, daß Frauen plötzlich Wettbewerber um Arbeitsplätze sind. Als ich aufwuchs, konnte ein Arbeiter noch seine Familie alleine ernähren, heute brauchen Mann und Frau einen Arbeitsplatz und viele Frauen, aber auch Alleinerziehende erleben eine Doppelbelastung.
      Heute besteht glüchlickerweise weitgehendst Gleichberechtigung, da finden Kapitalisten es toll, wenn man sich die Leute über Sexismus, Quotenregelungen, Gendersprachregelungen etc. streiten, statt zurück zum Kern des Problems (Eigentum an Produktiosmitteln) zu kommen.

    • Moin, hj_allemann, ja ich habe knapp 50 Jahre in Schleswig-Holstein gelebt und nun seit ’99 lebe ich in Schweden.
      Das was Du schreibst kann ich unbedingt unterschreiben. Die Herrschenden haben es tatsächlich geschafft die Gesellschaft zu balkanisieren. Heute hat jeder seine eigene Selbstdarstellungsbuehne. Diese ganze Genderei tut ein Uebriges. Das ist m.M.n. ein Sieg des Klassengegners und wir haben schwer daran zu stemmen, diese Entwicklung wieder zurueckzudrehen.
      Worum es bei der angesprochenen Problematik geht (Pruederie) so kann ich leicht nachvollziehen, dass wir damals als Teenager ein anderes Verhältnis zur Sexualität hatten. Das war vielleicht nicht 100%ig ausgegoren, aber diese Heuchelei, die ich heute erlebe, wo „sex sells“ von jeder Reklamewand herunterscheint, und auf der anderen Seite die Kinder nicht mehr ohne „Burka“ baden gehen duerfen, schafft schon Verklemmungen.

  4. Die meisten Menschen, die hier mitlesen, lesen den Artikel, empören sich ne Runde zum Alibi-Political-Correctness-Truther-Tourismus und knallen sich ne halbe Stunde später ein Schnitzel auf den Teller und anschließend im Fernsehen irgend nen gewaltverherrlichenden Hollywood-Gehirnwäsche-Ballermann-Film rein ohne mit der Wimper zu zucken oder irgendeinen Zusammenhang mit dem Artikel, dem Film oder der alltäglichen bestialischen Gewalt gegen Frauen, Männer, Kinder oder Tiere sehen zu wollen.
    Sich den Film ERDLINGE ( https://www.youtube.com/watch?v=9kkbSn3g6s0 ) anzuschauen, schaffen dann höchstens ein Paar Vegetarier und dann auch nur zur Hälfte.
    Danach geht man kotzen…mit oder ohne Schnitzel…

    Zitat von Leo Tolstoi: Solange es Schlachthöfe gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.

    • Ja, mir ist auch ganz schlecht geworden bei der Beschreibung der von Herrn Hardt begangenen Untaten! Diese arme Frau muss sich gefühlt haben wie in Polanskis „Rosemary’s Baby“. Die Satanisten sitzen scheint’s überall und besonders in sozialen Einrichtungen, wo Menschen anderen Menschen total ausgeliefert sind.

    • Ja danke. Genau darin liegt der Kern dieser Misere. Eigentlich ist es als allgemeines Problem in unserer Gesellschaft – wie bereits im Artikel angedeutet – doch deutlich sichtbar. Die Paradigmen, von denen unser aller Leben bestimmt ist, sind es! Besser, Schneller, Weiter, Länger, Klüger, Schöner. Numerisch messbare, also quantisierende Einheiten, die die „Wertigkeit“ eines Menschen in unserer Gesellschaft definieren. Doch wie wird sie bemessen? Es kann duch nur von einem(!) „Normal“maß ausgegangen (Etalon) werden, sonst wäre keine angelegte Skala denkbar.

      Angenommen wir akzeptieren endlich die Tatsache, dass Menschen wirklich Individuen sind, hieße es, daß jeder der über 7 Mrd existierenden Individuen in seinem Spezialgebiet der sogenannte Beste sein muß. Warum also werden in unserer Gesellschaft nur in wenigen Teilbereichen gewisse Menschen auf ihre Fähigkeiten verehrt und belohnt?! Doch wohl nur weil die Facetten menschlicher Talente gefördert werden, die in das gesellschaftliche Schema passen, z.B. „fehlerfreie Funktion“, Gehorsam, Ausdauer, … eben auf Leistung für das materielle Wachstum getrimmt sein müssen. So eben leider darin wird heutzutage das Glück eines Menschen bewertet… Was es aber bekanntlich nicht ist. Wir werden also in unserer heutigen Gesellschaft sogar auch schon vor der Schulzeit auf Leistung getrimmt und unserer emotionalen, nicht messbaren Fähigkeiten entwöhnt, „entlernt“. So entwickeln sich all diese Individuen, je nach Neigung, mehr oder weniger zu funktionierenden, auf Leistung optimierte Maschinen heran. Und je leistungsorientierter eine Gesellschaft wird, umso mehr passiert bei vielen, eher emotionaleren Menschen, eben dieser unkontrollierte Kurzschluß und sie werden in der einen oder anderen Hinsicht zum Monster.
      Anhand unseres „Vorbildstaates“ USA ist das Dilemma deutlich zu sehen, soziale Isolation, Liebesentzug,.. eben funktionieren-.
      Wenn wir nicht endlich begreifen, dass das menschliche Leben anders bemessen und bewertet werden muss, nämlich am besten gar nicht und jeden in seiner Einmaligkeit zu achten, bleiben wir Menschen Opfer unserer zu Monster machenden Paradigmen und werden selbst mit anderen so umgehen, was uns „erfüllt“.

    • Schlußsatz:
      Wenn wir nicht endlich begreifen, dass das menschliche Leben anders bemessen und bewertet werden muss, nämlich am besten gar nicht und jeden in seiner Einmaligkeit zu achten, bleiben wir Menschen Opfer unserer zu Monster machenden Paradigmen und werden selbst mit anderen so umgehen, weil es uns endlich „erfüllt“.

  5. Lieber Herr Lenz ,
    Anlass der Demonstrationen in Kandel sind nicht wie sie schreiben 2 Vergewaltigungsopfer sondern ein 15 jähriges deutsches Mädchen welches im DM Markt in Kandel von ihrem Exfreund einem Asylant erstochen wurde.
    Desweiteren ist das sogenannte Frauenbündnis sehr wohl eine rechte AFD nahe Gruppe.
    Dazu zum Beispiel die Stellungnahme der Gleichstellungsbeauftragten der Region:
    „Wir, die Gleichstellungsbeauftragten der Region und Veranstalterinnen von Brot und Rosen, distanzieren uns ausdrücklich von diesem sogenannten ‚Frauenbündnis‘. Wir sind erschüttert, dass ein vermeintliches ‚Frauenbündnis‘ den gewaltsamen Tod eines Kandeler Mädchens für dezidiert rechte politische Ziele missbraucht. Es ist kein Bündnis für Frauen. Es ist eine perfide Art und Methode, offener Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Frauenfeindlichkeit einen Schafspelz überzuziehen. Hier wird nicht sexualisierte Gewalt angeprangert, hier wird ein existentielles Thema für fragwürdige politische Zwecke instrumentalisiert.“
    Zitat Ende
    Quellennachweis:
    https://www.epochtimes.de/politik/welt/ministerpraesidentin-malu-dreyer-gegen-kandel-ist-ueberall-frauenbuendnis-meldet-naechste-demo-an-a2377728.html

    Schade, sehr schlecht recherchiert und auf plumpe Worthülsen reingefallen.

    • Herr Jacob,
      und Sie meinen, diese „Gleichstellungsbeauftragten“ verbreiten die reine Wahrheit?
      Ich denke – und viele, viele Beispiele unterstreichen (nicht nur) meine Vermutung, dass wieder einmal perfekt das Spiel „Teile und Herrsche“ Anwendung findet. Sinn ist es, die Bevölkerung ob ihrer sogenannten politischen Gesinnung gegeneinander zu hetzen; um die wahren Verursacher vieler, ständig wachsender Missstände in diesem Land aus den Fokus der Bevölkerung zu drängen. (Verursacher sind die die Regierungen korrumpierenden Vertreter des Militärisch-Industriellen Komplexes zusammen mit der internationalen Bankenmafia)
      Überlegen Sie doch einmal. Meinen Sie etwa wirklich, dass die vielen Montagsdemos, die eindeutig den Frieden auf ihre Agenda schreiben, wirklich alle von Nazis und Rechten getragen sind?! Das ist mir zu primitiv und vielen anderen Menschen inzwischen auch. Bitte wachen Sie auf. Wir sind Menschen mit Willen zum Frieden und ein Leben im Glück. Politsche Anfärbungen von Gruppen von Menschen sind medial das probate Mittel, den Zusammenhalt der friedliebenden Menschen im Kampf gegen Unrecht aufzulösen.

    • Die Fakten sind eben anders als im Artikel von Lenz beschrieben.
      1) es geht um ein 15 Jahre junges erstochenes Mädchen und nicht um 2 Vergewaltigunsopfer wie behauptet
      und
      2) das genannte Frauenbündnis welches in Kandel demonstriert ist ist eindeutig rechts und dann kann man sehr wohl Nazi sagen- Punkt- das war die komplette Nachricht von mir.
      Alles andere was sie in ihrem Statement an Verbindungen zu Montagsdemos usw. fabulieren hat absolut nichts mit meinem kleinen Hinweis zu tun und ist lediglich ihre persönliche Meinung und das lasse ich mir nicht von ihnen anhängen.
      Mein Tipp: zuerst mal zur konkreten Sache recherchieren, dann wenn noch nötig zur Sache Stellung beziehen. Alles andere ist mir zu primitiv und anderen auch.

    • @Uwe Jacob: sie reduzieren den Artikel von Herrn Lenz auf die Frage ob die Demo der Frauen nun von 2 Vergewaltigungsopfern angestoßen wurde oder von dem Fall Kandel.
      Es ist ja schon infam die Frauen die da demonstrierten als Rechts zu bezeichnen und das Etikett „Nazi“ setzt dem ganzen noch die Krone auf. Was hier (wieder und wieder) betrieben wird ist Spaltung. Ergo, nicht Ziel führend.
      Fakt ist: die Migrationspolitik der Kanzlerin und der kapitalistischen Einheitspatrtei ist wenigstens Rechtsbruch, Spaltung per Excellance, das Schüren von Konflikten bis hin zu Chaos und Gewalt.
      Wenn wir hier über Flüchtlingspolitik sprechen ist das grob verfälschend. Der Großteil der hier einreisenden sind schlicht Glücksritter, Versorgungssuchende, die nur ihre Papiere wegwerfen müssen und schon werden sie vom deuschen (Hochverratsstaat) gepampert, umsorgt und Vollverpflegt.
      Kann manns denen verübeln?
      Sicher nicht. Dieses Angebot des Deutschen Staates, mit Werbefilmen und Anleitungen in mannigfaltige Sprachen übersetzt und auf aller Welt verstreut; (wie die „Flüchtlinge“ vorgehen müssen um hier „Asyl“ zu beantragen und zu Vollverpflegung zu kommen) ist einfach nur Hochkriminelle „Politik“.
      Ich bin es leid, immer wieder zu hören, dass die doch alle mindestens genau so harmlos sind wie die Deutschen oder Europäer. Klar gibt es eine große Zahl von wirklich korrekten Einwanderern, es gibt aber auch einen große Zahl von Einwanderern die unsere Gesellschaft verachten, für die wir Ungläubige sind und die man guten Gewissens bescheißen, ausrauben, morden und vergewaltigen darf. Das ist leider Fakt.
      Dieses Links-Grün-Versiffte „wir haben und alle lieb-Geschwurbel“ kann ich nicht mehr hören.
      Und: dass die Gleichstellungsbeauftragte von Nazi oder Rechts schwadroniert sagt doch wohl schon alles.
      Sie haben die Realität offensichtlich in keinster Weise begriffen und sind so naiv, dass sie tatsächlich glauben wir können hier in D oder EU mit dieser „Flüchtlings“poilitik so weiter machen ohne dass wir in nicht all zu langer Zeit Zustände haben die die in Indien (oder der Vorzeigedemokratie USA) um das hunderfache übersteigen. Ein (sehr großer) Teil der Menschen lebt in Pappkartons, die Armee ist sehr stark, die (wenigen) Reichen kaufen sich ne Insel oder haben hohe Mauern mit Überwachung und Security um ihr Anwesen.
      Mann, diese Naivität geht echt langsam sowas von auf die Nerven.
      Wenn ich das Wort Nazi schon höre könnte ich kotzen.

    • @Uwe Jacob: was mich dabei am meisten aufregt ist, dass sich die völlig verblendeten, manipulierten „wir haben-uns-alle-lieb-trallalla-no-borders-no-nations-Teddybärwerfer“ einer unsäglichen, menschenverachtenden Agenda zum Werkzeug machen.
      Wie sieht es denn in großen Teilen von Syrien aus, aus dem doch angeblich (auch eine Lüge) die Mehrzahl der Flüchtlinge kommen?! Dort wird längst schon massiv aufgebaut, dort leben die Menschen weitgehend normal, ausser wenn die USA mal wieder mit einer Drohne unschuldige Menschen zerfetzt…
      Die „wir haben-uns-alle-lieb-trallalla-no-borders-no-nations-Teddybärwerfer“ sollen das natürlich nicht wissen, sie sollen auch nicht zu viel von den westlichen Sanktionen wissen und schon gar nicht den eigentlichen Grund: das Land (Syrien) soll massiv geschwächt werden (Braindrain, ja nicht mal der, denn ein „Brain“ haben viele die hier her kommen einfach nicht). Klartext: Solange in Syrien der gewählte Präsident (Assad) an der Macht ist und er nicht durch eine NATO-Sockenpuppe ausgetauscht wird, wird weiter die Bevölkerung Syriens nach EU gelockt und sogar eingeflogen (Familiennachzug).
      Die aggressiven Kriegstreiber und deren kranke Vorstellung von (Geo)-Politik werden durch die „wir haben-uns-alle-lieb-trallalla-no-borders-no-nations-Teddybärwerfer“ erst möglich und real.
      Das Etikett „Nazi“ spielt hierbei auch eine tragende Rolle.
      Aber klar Herr Jacob, das ist natürlich alles Verschwörungstheorie, oder eben „Neurechts“ oder „Nazi“ wie es gerade beliebt.
      Der Dummheit der Masse ist halt keine Grenze gesetzt.
      Die Satanisten-NWO-Unmenschen reiben sich die Hände.
      Westliche Werte: Drohnenmorde, aggressives Angreifen, Bombardieren und Ausrauben bzw Unterwerfen von souveränen Staaten, Lügen bis sich die Balken biegen, aufs Volk scheißen, Uranmunition in aller Welt verschießen, erst die „dritte Welt“ und jetzt die westl. Demokratien bis zu Mittelschicht hin ausrauben (ein Beispiel?!: Berlin hat seine Wasserwerke 2003 für 1,8Milliarden verkauft… war das Volkseigentum??!! jetzt kauft Berlin die selben Wasserwerke, total abgewirtschaftet für ca. 14 Milliarden zurück…) nein in unserer Vorzeigedemokratie gibt es doch keine Korruption!…
      Statt dessen hetzen wir immer schön gegen Russland, Gaddafi wird ausnahmslos nur DIKTATOR Gaddafi genannt usw. usf…
      Aber: schlafen sie schön weiter. SIE sind er Stoff aus dem sich seit Jahrhunderten totalitäre Systeme entwickeln konnten. Danke hierfür…

    • Ich sage mal so: Die Tiere-vernutzende und – verzehrende Menschheit hat sich durch das wie selbst verständliche und sogar auch noch von ihnen als „notwendig“ eingebildete Integrieren unaufhörlichen Zutode- Quälens und Blutvergiessens in ihr tagtägliches Leben und ihr tagtägliches Lebensgefühl, in ihren Glauben, ihre Traditionen, selber bastardisiert.

    • Wer hat dann die Raubtiere erschaffen und weswegen? Haben Raubtiere eine Existenzberechtigung? Was würde geschehen, wenn wir alle Raubtiere ausrotteten? Ein sehr glattes Parkett. Cave!

  6. Frage: Was hat das nachfolgend verlinkte Gespräch, mit der von Herrn Lenz geschriebenen Tagesdosis zu tun?
    Antwort: Alles.

    „In Deutschland ist die Linke gespalten. Ein Teil ist aktiv in der Friedensbewegung. Und es gibt einen anderen Teil der Linken, der sich hin zu sozialen Bewegungen und Anti-Rassismus orientiert. Dieser Teil der Linken sagt zu dem anderen Teil, grob gesagt: Ihr seid schon Teil der russischen Faust, des russischen Imperialismus. Wie ist die Situation der Linken in Russland?

    Unsere Situation unterscheidet sich nicht. Die Katastrophe besteht darin, dass die linke Bewegung in Russland, in Deutschland und in den USA sich in einem entarteten Zustand befindet. Aber in der Natur gibt es nichts Ewiges. Es wird nicht immer so sein. Die Frage ist nur, welchen Preis das deutsche Volk und die deutschen Sozialdemokraten für die Einsicht bezahlen werden, damit sie verstehen, dass nicht der Schutz der ethnischen, der sexuellen oder anderer Minderheiten die Hauptaufgabe der Kommunisten ist. Die Kommunisten sind die, welche für die Interessen der Arbeiterklasse kämpfen.

    Die Klasseninteressen, der Klassenkampf ist nicht verbunden mit der Hautfarbe und der sexuellen Orientierung. Sie sind verbunden mit der Rolle in der Produktion und solange die Linken auf der Welt die Produktion, die schmutzigen Werkstätten und die Arbeitenden unberücksichtigt lassen, kann es keine linke Bewegung geben.

    Die linke Bewegung befindet sich nach dem Tod der Sowjetunion in einer schweren Krise. Der Tod der Sowjetunion diskreditierte die linke Bewegung. Eine große Zahl von Menschen wurde demotiviert. Aber das heißt nicht, dass das schon der Schlusspunkt ist. Denn die progressiven Kräfte werden hervortreten, wenn die Menschheit nicht sterben und verschwinden will, was auch eine Möglichkeit ist, die man nicht ausschließen kann.

    Wenn die Menschheit leben will, werden die progressiven Kräfte früher oder später stärker werden und werden zu kämpfen beginnen.
    (…)
    „Um gegen den Krieg zu kämpfen, reicht es nicht zu sagen, lasst uns friedlich zusammenleben.“

    Der Kampf gegen die militaristische Rhetorik ist wichtiger als der soziale Kampf für Minderheiten?

    Man kann nicht gegen den Krieg kämpfen, wenn man sich nicht auf den Klassenkampf stützt. Um gegen den Krieg zu kämpfen, reicht es nicht zu sagen, lasst uns friedlich zusammenleben. Denn in jeder Gesellschaft gibt es noch einen anderen Krieg, den Krieg der Klassen. Und die Klasse der Bourgeoisie hat in den letzten 50 Jahren sehr viel dafür getan, um den Klassenkampf zu tarnen, und so zu tun, als ob es ihn nicht gibt. Die deutschen Arbeiter, die nichts anderes haben als ihre Hände und ihren Kopf, sollen zu Verbündeten der Bourgeoisie werden. Doch ihre Interessen sind radikal gegensätzlich. Zwischen der Arbeiterklasse und der Bourgeoisie gibt es einen unsichtbaren Krieg. Die Bourgeoisie macht sehr viel, damit die Proletarier sich um alles Mögliche sorgen, um den Tierschutz, um das Recht der Frauen – obwohl das natürlich wirklich ein wichtiges Thema ist. Aber solange der Klassenkampf nicht wieder aufgenommen wird, ist es aussichtslos zu glauben, eine Anti-Kriegs-Bewegung hätte Aussicht auf Erfolg.
    https://www.rubikon.news/artikel/was-tun-gegen-die-kriegsgefahr

    Die Hierarchen, kleine wie große, männlich oder weiblich, ungeachtet dessen wie sie dazu kamen, zu ihren Positionen und Neigungen, können ihre Ansprüche nur erfüllt bekommen, aufgrund der totalen Entsolidarisierung innerhalb der Gesellschaft.
    Im Prinzip haben sie, die Fürsten und Fürstinnen, einfach nur sehr viele Abziehbilder von sich selbst geschaffen.

    Und ganz ehrlich, ich denke viele der Linken wissen es nicht und können es sich auch nicht vorstellen, wie traumatisiert, desillusioniert und allein gelassen sich die meisten der Arbeiter fühlen. Und dieses Gefühl haben sie mit Recht und vielleicht fliehen sie deshalb auch mit Recht in Scheinwelten.

    In Betrieben und vor Werkstoren findet man, wenn überhaupt, nur noch Spartenlinke, obwohl hier die Zerstörung in jeglicher Form in die Formen gegossen wird.
    Die Schule ist auch nur ein Betrieb.

    Kapitalisten und Faschisten können nur tun, was sie eben tun, wenn sie genügend Arbeiter zur Gefolgschaft haben. Zumindest solange sie dazu überhaupt noch Arbeiter benötigen.

    Im Rahmen der Automatisierung werden die meisten ohnehin recht überflüssig, zumindest aus Sicht der Hierarchen.

    • Vergesst rechts links und den übrigen spalterischen Unsinn! Wir müssen uns auf wesentlich elementarere Aspekte unserer Existenz besinnen! Hin und wieder lässt die Systemwissenschaft auch mal wichtige und richtige Erkenntnisse zu uns durchsickern. Eine davon ist die Tatsache, dass die überwiegende Mehrheit von uns Menschen mit einer Art Urgerechtigkeitssinn auf diese Welt kommt.
      Einem Säugling kann man kein x für ein u vormachen, den Erwachsenen aber tagtäglich. Wir müssen uns folglich alles um uns herum vor dem Hintergrund betrachten, ob es gerecht ist oder nicht. Ist es z.B. gerecht Millionen Juden, Zigeuner, Behinderte, Oppositionionelle jeder Couleur zu töten? Nein! Ist es gerecht, die Täter an den Eiern aufzuhängen? Nein! Warum? Weil töten falsch ist! Dr. Daniele Ganser spricht in diesem Zusammenhang von der großen Menschheitsfamilie, auf die wir uns schleunigst wieder besinnen sollten!

    • Ach so, weil der große Dr.Daniele Ganser in diesem Zusammenhang von der großen Menschheitsfamilie spricht, ist das jetzt die einzige gute, wirklich friedensspendende Idee? Ich sehe das schon lange anders, nämlich, dass der Speziesismus (ein Begriff, den viele noch gar nicht kennen, geschweige denn zulassen wollen), uns erst in diese geistige Sackgasse geführt hat, in der die Mehrzahl jetzt fest steckt und sich keinen Rat mehr weiß. Mir ist schon lange klar, warum da so nichts mehr funktionieren kann.
      Sie schlagen also mit Herrn Ganser zusammen vor, nur noch die eine große Spaltung aufrecht zu erhalten, nämlich die zwischen Homo sapiens und dem Rest der Welt?

  7. Danke, Voice, genau so !

    Die schwarzen Löcher bezüglich der Tiere sind im menschlichen Bewusstsein tief und fast unergründlich.
    Vielleicht mag Herr Lenz da hinabtauchen und herausfinden, woran das liegt.

    Allein in den Nachrichten geht es doch schon los: Verheerende Brände in heißen Sommern, große Überschwemmungen Erdbeben, Tsunamis….werden per Bild, Ton, Wort ausführlich dargestellt. Die Angst der Menschen, die Not der Menschen, die materiellen Verluste der Menschen, vielleicht sogar tote Menschen. Wohl wahr, das ist bewegend.

    Dass aber NIE auch nur in einem Nebensatz die verheerende Auswirkung auf Tiere (wild lebende Tiere, Stalltiere, Haustiere, Zoo-Tiere u.a.) genannt wird, regt mich schon sehr lange auf.
    Verbrennen sie nicht ? Saufen die nicht elend ab ? Hängen die nicht irgendwo am Gitter und können nicht heraus ? Werden die nicht zerquetscht ? Wie lange brauchen sie, bis sie endlich sterben können ?!
    Verlieren sie nicht, falls sie mit dem nackten Leben davonkommen sollten, alle ihre Familien, den behüteten Nachwuchs……..die Behausungen, für lange Zeit ihre Nahrungsquellen, trinkbares Wasser , den Schutz eines Waldes, ihre Höhlen + Verstecke ???
    Nein ! Nur der arme, arme Mensch verliert alles. Wobei gesagt sein muss, dass Tiere sehr selten die Verursacher von all diesen Katastrophen sind, Menschen hingegen schon.

    Unfälle auf Autobahnen mit Tiertransportern: Wichtig ist der „Sachschaden“, die beteiligten Autos, Verletzte, wie lange die Autobahn gesperrt war – dass viele Tiere tot sind, halbtot, oder vierteltod herumliegen, herumirren, sich in den Trümmern noch zu verstecken versuchen………….uaaach, ja wer will denn sowas wissen !

    Vor einer Woche brannte ein großer Stall in NRW ab – 800 Jungtiere + über 40 Muttersauen verbrannten lebendig und wurden unter dem einstürzenden Dach begraben : hervorgehoben wurde in den Nachrichten, wie groß die Schadenssumme für den armen Bauern war ! Kein weiterer Satz, der die Tiere mit einbezog in dieses Grauen. Sie waren eine Summe, kein Leben.

    Ja, Empathie ist ein Luxusartikel der teuersten Sorte.

  8. Lieber Herr Lenz! Ich danke Ihnen von Herzen für diesen hervorragend gewissenhaften Artikel! Ich sehe das bis auf einen Satz am Ende alles ganz genauso. Ich meine diesen: „Töten Menschen weiterhin Menschen, sei es seelisch oder körperlich, so liegt am Ende eines solchen Weges unser aller Ableben“. Nach meiner Auffassung müsste es heißen: „Töten Menschen weiterhin, sei es seelisch oder körperlich, so liegt am Ende eines solchen Weges unser aller Ableben“

    Ich habe mich jahrzehntelang meditativ, gedanklich und schriftlich mit der Gewaltbereitschaft in der Menschheit auseinander gesetzt und nach deren Ursache geforscht. Schon lange bin ich damit zu dem Resultat gekommen, dass der erste Schritt, bzw. Fehltritt der Menschheit in Richtung dieser niederträchtigen Gewalttätigkeit, die wir jetzt alle sehen und beklagen, nicht erst die Bereitschaft zum Töten und Lebensverachten innerhalb der eigenen Art war, sondern diese selbe Bereitschaft zum Töten und Lebensverachten schon gegenüber unserer nächsten Artverwandten und überhaupt aller „Tiere“, weil diese genauso und für uns alle mit bloßen Sinnen wahrnehmbar Freude, Leid, Schmerzen und Seelenqual empfinden, wie wir. Wissend, dass sie genauso unbedingt leben wollen, wie wir und für ein viel längeres Leben ausgestattet sind, töten wir sie, zwingen sie durch Vergewaltigung in eigene Massenreproduktion – und behandeln sie lebend als tote Nutzgegenstände und als Verkaufsware.
    Diese Ignoranz gegenüber unserem natürlichen Mitempfinden, hat in Bezug auf Tabus von Ethik und Moral schon lange einen Dammbruch verursacht. Es ist höchste Zeit, dass auch dieser von der Mehrheit wahr genommen wird. Denn wenn dies nicht geschieht, wird sich massenhaft weiter in die eigene Tasche gelogen, was unsere Psyche und damit auch alles andere betrifft. Das ist meine Sicht als vegan lebender Mensch mit langer praktischer Erfahrung.

    • @voice, @ Matti
      Bin ich im falschen Film? Der Artikel von Ruediger Lenz befasst sich mit der Situation der Frauen in Schleswig Holstein, die Schutz beim „Weissen Ring“ gesucht haben wg. sexueller Uebergriffe. Und kommen an einen Verantwortlichen in Luebeck, der das Gleiche versucht mit den Schutzsuchenden. Das ist schon perfiede.
      Nun frage ich mich: was hat das mit verendeten, verbrannten, getöteten Tieren zu tun, so tragisch das auch ist. Wir haben es hier doch mit einer ganz anderen Ebene von Problemen zu tun.

    • Hog1951: Bitte genauer lesen! Ich habe mich bei Herrn Lenz für diesen wie ich finde herausragend guten Artikel bedankt und bekräftigt, dass ich alles genauso sehe. Nur ein Satz im letzten Abschnitt hat mich als aus tiefer Überzeugung vegan lebender Mensch gestört. Und das habe ich versucht, zu erklären. Es ist nun einmal aus meiner Sicht so, dass der Schaden, der unserer Psyche zugefügt wurde nicht erst dadurch stattfand und statt findet, dass Menschen Menschen töten und quälen, sondern unsere Psyche hat schon begonnen, Schaden zu nehmen, als sie es sich erlaubten, dies mit anderen Lebewesen zu tun und dafür einen Teil ihrer Empfindungswelt permanent abspalten, bzw. ignorieren mussten. Damit sollte sich heute jeder auseinander setzen, der wirklich gründlich und aufrichtig nach den Ursachen der psychologischen Schieflage innerhalb unserer Menschengesellschaften forscht.

    • Moin, Voice, vielleicht ist es eine denkbare Möglichkeit, wie von Ihnen vorgeschlagen zu verfahren.
      Ich gehöre eher zu denjenigen, die solche Figuren nicht in solchen Positionen sehen möchte. Wenn der „weisse Ring“ bzw. Verantwortliche des „wissen Rings“ bei der ersten Anzeige reagiert hätten, wäre vielen anderen Frauen vieles erspart geblieben. Ich weiss nicht wieviele Therapeuten es geben muesste, um alles, was in der Gesellschaft in Schieflage geraten ist zu korrigieren, aber Öffentlichkeit herzustellen ist ein ganz probates Mittel, um solche zustände zu beenden.

    • Na klar ist es zunächst das probateste Mittel, solche akuten weggelogenen und versteckten Missstände ans Licht zu bringen, um solchen Gewalttäter das Handwerk zu legen. Aber es ist und bleibt eine Sisyphus-Aufgabe, wenn wir nicht auch das ganze kranke System bedenken und angehen, denn dieses kranke System poduziert immer wieder neue solche kranken Täter. Und wir leben nun einmal in einem Tötungs-und Unterwerfungs-System.

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