Tagesdosis 22.1.2020 – Rassismus mit einem großen C

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Ich habe bestimmt keine Rassen-, Standes- oder religiöse Vorurteile. Es genügt für mich, zu wissen, jemand ist ein Mensch – schlimmer kann er nicht sein. – Mark Twain

Wir erinnern uns. US-Präsident Donald Trump wies die Tötung des iranischen Generals Qasem Soleimani an. Donald Trump in einer Übersetzung dazu: „Dann ganz plötzlich bumm! Natürlich war das eine völkerrechtswidrige Handlung und natürlich war dies keine einfache Tötung. Es war ein Mord. Aber darüber sind sich die meisten Menschen nicht gewahr, weil ja die große Politik tagtäglich ihre Lumpereien offen zur Schau stellt und das Machtpolitik oder Geostrategie genannt wird.“

Jetzt hat doch tatsächlich in Hamburg eine islamische Gemeinde in einer Moschee es gewagt, um diesen iranischen General zu trauern. Was für eine terroristische Unverschämtheit! Das war dann zu viel für den christlichen Spitzenkandidaten Marcus Weinberg von der Christlichen Deutschen Union, denn dieser will nun die Islamverträge kündigen, zusammen übrigens mit der FDP (1), den Flinken Deutschen Privatisierern. Wir erinnern uns noch einmal: Soleimani wurde gezielt ermordet, nicht einfach nur getötet. Die Grausamkeit und Verlogenheit der Worte, werden ja aus den Handlungen in Kriegen herausgenommen, sodass ein jeder, dem man sein mitfühlendes System aus seinem Herzen herausgeraspelt hat- nennt sich Erziehung und Bildung- dies alles gar nicht erst mitbekommt, was da wirklich geschieht. Wahrscheinlich ist der Hamburger Spitzenkandidat ein Herztoter, ein Gefühlszombie, wie es so unfassbar viele heutige Christen sind. Ist eine Trauer und die Totengebete, das sich einfühlen können in die Familie Soleimanis, nicht ein christliches Gebot? Und wer dagegen vorgeht, begeht der nicht ein Sakrileg? Na ja, sind ja Muslime, Halblinge für solche Typen wie diesen CDU-Spitzenzombiekandidaten. 

Herr Weinberg, war es nicht Ihre Kanzlerin (meine ist es definitiv nicht!), die die Grenzen fallen ließ und zahlreiche Muslime mit den Worten in dieses Land einlud: Wir schaffen das? Wären Sie ein AfD-Spitzenkandidat, so wäre die Antifa schon längst zu Ihnen gekommen und alle Welt wüsste über ihren Rassismus Bescheid. Man hätte Ihnen einen Holocaust-Gedächtnis-Kunstgegenstand durch ihr Fenster geworfen, damit Sie sich all dessen gewahr werden könnten, was Sie scheinbar völlig vergessen haben. Zitat aus Welt-online: Der CDU-Spitzenkandidat Marcus Weinberg nannte die Gedenkveranstaltungen „unerträglich. Er sagte WELT AM SONNTAG: Der rot-grüne Senat trägt durch sein Laissez-faire im Umgang mit radikalen Positionen eine indirekte Mitverantwortung für die Spannungen in der Stadt. Wir werden uns dafür starkmachen, dass diese Verträge gekündigt werden. Herr Weinberg, seit wann ist eine Trauerfeier eine radikale Position? Radikal, das war wenn überhaupt, die Ermordung Soleimanis. Seien Sie ehrlich, Sie suchen einen Vorwand, um Ihren Rassismus ein bisschen zu hofieren, nicht war? Doch was Ihre Kollegin Frau Anna von Treuenfels-Frowein in der FDP dazu sagte, das schlägt dem Fass den Boden aus. Zitat: Für einen konstruktiven Dialog braucht man keine Staatsverträge. Jetzt ist es mindestens an der Zeit, die für 2022 geplante Evaluierung des Vertrags vorzuziehen. Das jüngste Beispiel der Märtyrerverehrung eines Terroristen in der Blauen Moschee zeigt aber doch wieder: Diese Verträge mit der Schura müssen endlich ausgesetzt werden. Frau von Treuenfels-Frowein, kennen Sie überhaupt den Unterschied zwischen Terrorismus und Staatsterrorismus?

Ach, was kotzen mich solche Politiker doch an. Ich ertrage die wirklich nicht mehr. Zum Einen erschafft diese Sorte Politiker ständig eine Unmenge an Problemen, die die Bevölkerungen ohne sie gar nicht hätten, und dann machen sie die Opfer ihrer Politik zu den Tätern. Ihr, ja ihr habt aus diesem Land ein Einwanderungsland gemacht, aber ihr habt die gesamten Integrationskonzepte dazu nie angewandt. Ihr habt das alles geschaffen, weil ihr wegschaut und euch wegduckt, sobald eure selbstgemachten Probleme sichtbar werden. Ihr habt deren Heimaten weggebombt, ihr ward das. Ihr seid in Wahrheit das Problem. Ihr seid Teile des US-amerikanischen Weltterrorismus im Namen von Geld und Ressourcen.

Es geht weiter mit eurem Rassismus, den ihr als Vielvölkerei oder als Multikulti schön getarnt habt. Ozan Lyibas aus Neufahrn könnte der erste muslimische Bürgermeister der CSU werden (2), lässt uns der Spiegel in seiner Onlineversion wissen. Schon der erste Fehler. Ozan Lyibas ist gar kein Moslem, er ist alevitischen Glaubens und dieser ist näher am christlichen Menschenbild als am muslimischen Menschenbild. Er selbst sagt, er wolle kein Quoten-Türke sein, er habe sich voll integriert und fühle sich hier heimatverbunden. Ozan Lyibas verbindet seinen Glauben mit dem christlichen Glauben und geht deswegen auch öfters in die Kirche. Parteien mit dem großen C im Namen tun sich schwer damit, wenn vollintegrierte Menschen ohne deutschstämmigen Hintergrund, als Nichtbiodeutsche, sich hier voll einbringen wollen und sich nicht als Menschen zweiter Klasse sehen wollen. Für die großen beiden christlichen Parteien ist dies noch immer nicht überwunden. Ist Deutsch nur, wenn deutsches Blut durch die Adern fließt? Leute, ich finde das hochprozentig verlogen. Ja, verlogener geht es gar nicht mehr. CSU-Urgestein Peter Gauweiler sagte dazu, resthirnmäßig, Zitat: Ein muslimischer CSU-Chef wäre so abwegig wie eine katholische Pfarrstelle in Mekka. Ozan Lyibas sagt dazu, vollhirnmäßig, Zitat: Also, wenn es so gestrige Gedanken gibt, die vor zwanzig Jahren stehen geblieben sind, dann werden wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Zukunft nicht stärken können. Ozan Lyibas versteht seine individuelle Integration auch als Mitbestimmungsrecht in der Gesellschaft, in der er lebt. Integrativer können selbst Deutsche nicht denken und handeln. 

Für mich persönlich wird der Volksrassismus viel zu überschätzt, der Elitenrassismus hingegen nie betont und unterschätzt. Es waren immer die Eliten, die eine Diktatur zimmerten und sie haben die kleinen Leute an der kurzen Leine gehalten, damit diese sich einbilden, der andere nehme ihnen nun alles weg. Rassismus ist in seinem Ursprung eine militärische Strategie, damit der Feind als Ungeziefer hemmungslos zertreten werden kann (3). Im Volk selbst ist Rassismus immer ein Synonym auch für Neid gewesen. Jetzt kommt dieser Ozan Lyibas daher und will Chef der Ortsgruppe werden. Ja wo kämen wir denn da hin, was traut sich der denn! Der soll lieber mal brav den Quotentürken spielen, damit wir dem verblödeten Volk aufzeigen können, wie Integration geht! Dann wählen die uns weiter und wir sitzen weiterhin an den Trögen. Wirtschaft und Heimatverbundenheit sind übrigens Ozan Lyibas Themen ganz oben in seiner Agenda. Er will den Abwärtstrend der CSU stoppen. Doch wenn die Journalisten ihn deutschlandweit anrufen, dann wollen diese nichts über seine Agenda wissen. Sie wollen mit ihm über seine Religionszugehörigkeit und Integration reden. Ozan Lyibas will aber eher über seine Agenda reden, die aber interessiert die Journalisten oft nur am Rande. 

Worum es mir in diesem Beitrag geht, dass ist die komplette Verlogenheit vieler führender Politiker, die die Geschicke dieses Landes mit ihren Handlungen prägen. Wie kann es angehen, dass diese Politiker fremde Menschen aus anderen Kulturen mit offenen Armen hier her holen, sobald diese aber ihre Kultur leben wollen, eine Trauerfeier auf ihre Weise abhalten, dann ein so war das aber nicht gemeint herausrufen, oder am Beispiel Ozan Lyibas, dann nur noch das Feindbild Muslim herausgeholt wird, obwohl er gar kein Muslim ist. Die meisten bemerken dieses dauernde Herrsche und Teile-Prinzip solcher Politiker für das Volk nicht. Die Masse springt noch immer auf den jeweiligen Zug auf und betet ihre Narrative an, die den Anderen zum Feind der eigenen angestrebten Bedürfnisse erklärt. Ich persönlich nennen diese Art des Rassismus den latenten Rassismus, da er latent in vielen Leuten existiert, sei es beim Witze erzählen oder beim Vereinssport oder wie er noch deutlicher an den beiden Beispielen hier zu sehen ist. 

Wann begreifen all diejenigen die in die Fallen des Spieles Rassismus und Antirassismus sich hineinemotionalisieren lassen, dass das ein Versteck für den Elitenrassismus ist. Die Rassisten sitzen in der deutschen Regierung. Sie spielen in über zehn Ländern Krieg. Krieg ist die höchste technische Form des Rassismus. Denn im Krieg werden Menschen zu Kakerlaken, damit man sie zerquetschen kann und sich nimmt, was leider unter falschen Boden liegt oder auf falschem Boden installiert werden muss. Selbst die ganzen Antifaschisten sehen das nicht. Sie sind hereingefallen auf den dümmsten aller Rassisten, den rechtsradikalen neofaschistischen Übermenschen. 

Deutschland ist an über zehn Kriegen beteiligt. Deutschland verkauft Rüstungsgüter in die ganze Welt und das sehr erfolgreich. Im großen Stil fischt die EU die Meere vor den Küsten Afrikas leer, sodass die dort ansässigen Menschen nichts mehr zu essen haben. Das geht noch viel weiter, was diese Kolonialherren in der EU, getarnt als Demokraten alles mit den Menschen zweiter und dritter Klasse so alles veranstalten. Und natürlich kommen die dann hier her, dort wo das Brot und das Geld scheinbar auf Bäumen wächst und die Frauen alle nur Sex mit ihnen haben wollen. Dahinter verbirgt sich ein Management. Das ist gewollt und viele hier wissen das. Noch immer sind die beiden großen Triebfedern unserer Lebensweisen der Kolonialismus und der Rassismus. Ich weiß, das tut weh und es schmeckt vielen nicht, aber es ist so, weil der Geldfluss das bestimmt. Auch das wissen wir.

Bitte, Leute, immer wenn Wahlen sind, wählt diese Menschenverächter nicht. Schaut hinter die Kulissen, hinter die Banalität dieser bösen Narzissten. Sie haben ein weites und klebriges Netz ausgespannt. Sie reden über Integration und Migration, doch wenn es ernst wird, dann drehen die Täter den Spieß einfach um, weil die Masse so sehr verbildet wird und diese Fünf Minuten Terrine-Logiken für die Wahrheit halten. Dafür bekommen sie Diplome und sogar Doktorentitel und werden sodann mit Ehrentiteln überhäuft, was heißt: Ja, unser Narrativ ist das, welches du in Amt und Würden durch uns geraten, nun verteidigen sollst. Angela Merkel und ihre Regierung, sie sind Teil er Ursache der Flüchtlingskrise, weil sie deren Heimaten zu zerbomben helfen. Angela Merkel und ihre Regierung sind Teil der Flüchtlingsursachen und wer diese, die Ursachen bekämpfen will, der kann diese Leute nicht mehr wählen. 

Integration aber bedeutet, dass eine Gesellschaft die Fähigkeiten ihrer Mitglieder im vollen Umfang in die Gesellschaft einbringt, dass jeder Einzelne also anhand seiner Begabungen in die Gesellschaft aufgenommen wird, damit die Gesellschaft daran wächst. Dafür müsste die Politik jedoch die Weichen stellen. Doch schaut man genauer hin, so fällt auf, dass die Politiker dies ja schon nicht einmal mehr mit Inländern macht. Dieses Frustpotenzial, das dadurch schon längst entstanden ist, ist das Energiefeld, für das Herrsche und Teile-Spiel. Wer dass alles nicht durchschaut, was ein umfängliches Selbststudium voraussetzt, der kann nur im Anderen all das hineinprojizieren, zu was er selbst in Unmündigkeit gehalten wird. Bleibt mir nur noch eins zu wünschen: Neufahrner Wähler, wählt Ozan Lyibas zu eurem neuen Bürgermeister. Ich selbst bin und bleibe Nichtwähler, aber ich bin ja auch nicht der Nabel der Welt. Wählt ihn, damit sich das C irgendwann wieder so anhört, wie es gemeint ist. 

Salam aleikum

wa aleikum as-Salam

Quellen

(1) https://www.welt.de/regionales/hamburg/article205118348/Trauerfeiern-fuer-Soleimani-in-Hamburg-FDP-und-CDU-fordern-Kuendigung-der-Islamvertraege.html

(2) https://www.spiegel.de/politik/deutschland/neufahrn-ozan-iyibas-will-erster-muslimischer-csu-buergermeister-werden-a-9337c35a-b36c-493b-8c1d-ce1f015bdd3c

(3) https://www.youtube.com/watch?v=eCgEcATVul4

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Bildhinweis: nonowon / Shutterstock

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14 Kommentare zu: “Tagesdosis 22.1.2020 – Rassismus mit einem großen C

  1. …Immer die gleiche Aussage ist, dass Menschen allgemein (ob Journalisten oder Personen die hier Kommentare schreiben) dauernd urteilen und alles nur in Schubladen stecken. Ja ich weiß es ist halt so wenn man Kommentare schreiben kann, aber es ist auch immer das gleiche!!

    Es wird sich so lange nicht verändern, bis die Menschen erkennen, wer sie wirklich sind und diese Rollen nicht mehr spielen wollen/werden. Erst dann wird sich etwas wirklich verändern, wenn wir aus diesem Kreis heraustreten werden…wir maßen uns ständig an über alles und jeden zu urteilen und hinterfragen uns nicht sondern suchen stets im außen einen schuldigen…

    … dadurch wird sich niemals etwas verändern… Da können noch Milliarden Beiträge/Tagesdosis etc geschrieben werden und Milliarden Kommentare dazu geäußert werden….

    • Kommentatoren gehören auch hier bei KenFM verschiedenen Interessen-Gruppen an, wie den Rechten, Linken, Kommunisten, Konservativen, Öko-Freaks, Anti-USA-Freaks, Jusos, Anitsemiten, Pro-China, Pro-Iran, usw..

      Was macht nun eine Interessen-Gruppe davon oder eine "Gegenpartei", um einen Beitrag zu zerreissen ? Meistens liest man je nach Gruppendynamik bei KenFM immer dieselben Kommentare von den gleichen KenFM-Personen. Sie verbreiten:

      — Es fehlt dies und das oder das Eine wurde wieder gar nicht angesprochen. Das Andere wurde vergessen oder der Bezug zu den bösen USA fehlt wieder. Man stellt den Gruppen-Gegner als Idioten und als politischen Blindgänger hin, weil ja wieder was Wichtiges fehlt. —

      Ergebnis: Wenn der Beitragsschreiber nicht aus seiner Gruppe stammt, wo er ihn bestätigen und für seine Meinung loben wird, macht der Kommentator seiner Gruppe, man kennt sich mittlerweile, den "Gruppengegner" nieder. Bei seinem Beitrag fehlt dann immer was Bedeutsames. Der Kommentator macht einen auf Dauer-Unzufrieden und sitzt doch einsam stundenlang an seinem PC. Er lässt seine persönliche Unzufriedenheit seines Lebens gegenüber dem Gruppengegner heraus und wird dadurch unfair.

      Dem Beitragsschreiber stehen zwischen 6 und 8 DIN A 4 Seiten für seinen Beitrag zur Verfügung, dass will man aber nicht wahrhaben. So lässt sich bei KenFM jeder Beitrag zu einer Gruppe zuordnen (die man im Laufe der Zeit hier kennen lernt). Nur damit werden die Kommentare einseitig und wirken manipuliert.

      Der politische Gegner oder ein Troll versuchen natürlich die Meinung der Kommentare für ihre Interessen-Gruppe zu beeinflussen.

      Das ist nicht viel

    • Der Punkt ist, dass es nicht nur "nicht viel ist" sondern dass der Eindruck entstehen kann (insbesondere bei Menschen, die nur ab und zu hier etwas lesen oder sich anschauen), dass es hier bei Kenfm garnicht anders zugeht wie bei sonstigen "Massenmedien und zu vorschnell ein Urteil /eine Meinung entsteht und diese sich wiederum auch multipliziert.

      Klip und Klar gesagt, ergibt sich für Ken Jebsen bzw Kenfm insgesamt durch diese stets wiederkehrende negativen und diffamieren Bewertungen kein so" neutrales Bild" nach außen wie er sich das evtl wünscht…???

      Meinen Erfahrungen nach, sind Kommentare zu 95% (auch in noch so scheinbar anders ausgerichteten Medien oder Sozialen Netzwerken) NEGATIV AUSGERICHTET, BELEIDIGEND, BEURTEILEND UND DIFFAMIEREND…

      Als ich neulich einen Teil der Kommentare bzgl Dr Rüdiger Dahlke (Interview) las, hat es mir einfach nur Leid getan, dass solch ein großartiger und liebevoller Mensch, so diffamiert wird, als ob er echt super gemeine Worte gesagt hätte und jemanden Leid zugefügt hätte…

      Was kann dazu noch gesagt werden?
      …nichts mehr….

  2. Rüdiger Lenz ist halt kein Journalist. Selbst wenn seine Beiträge tendenziell dem entsprechen was KenFM hören wollen, sind sie inhaltlich sehr subjektiv und emotional geprägt. Ähnlich wie Susan Bonath, die Gott sei Dank ihr Wirken auf KenFM eingestellt hat, ist es eigentlich immer die gleiche Aussage, die Rüdiger Lenz vertritt, er packt sie halt immer in ein neues Zeitgeschehen.
    Sehr langweilig!

    • Der Beruf des Journalisten stirbt gerade aus. Wir alle sind gerade Zeuge davon.
      Jeder kann sich die Infos selbst holen, im Netz.
      Lediglich ein Smartphone braucht es heute noch, um journalistisch zu arbeiten.

  3. Ihr Zitat: "Ozan Lyibas ist gar kein Moslem, er ist alevitischen Glaubens und dieser ist näher am christlichen Menschenbild als am muslimischen Menschenbild." … und das ist völlig falsch.

    Die Aleviten stellen die zweitgrößte Religionsgruppe der Türkei (mit schätzungsweise 15 % der Bevölkerung, 8-20 Mio.) dar. Einige Aleviten betrachten sich als Schiiten, andere als eigenständige Konfession im Islam. Eine Beziehung zum schiitischen Islam lässt sich über Ismail I. herstellen. Einige Aleviten zählen sich zu den Sunniten. Die Mehrheit der für Sunniten geltenden Verbote und Gebote aus dem Koran werden von Aleviten nicht anerkannt bzw. befolgt. Die grundlegenden Unterschiede zwischen Aleviten und Sunniten sind seit der osmanischen Zeit der Grund für die Unterdrückung und Verfolgung der Aleviten. Die türkischen Aleviten sind nicht identisch mit den gleichnamigen Alawiten in Syrien, die in der Türkei auch „arabische Aleviten“ genannt werden. Der iranische Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Chomeini bestimmte die Aleviten in den 1970er Jahren als Teil der schiitischen Gemeinde.

    Ozan Lyibas ist also Moslem.

    Wieso er dann zum Gebet in eine christliche Kirche statt in ein CEM-Haus geht ist mir schleierhaft. Aleviten beten nicht in Moscheen und legen den Koran nicht wörtlich aus, sondern suchen die Bedeutung hinter den Offenbarungen, da dieser nicht als Gesetzbuch, sondern als Glaubensbuch gilt. Dem Alevitentum zufolge besitzt der Koran neben einer äußeren auch eine innere, verborgene Bedeutung, die nur den zwölf Imamen bekannt ist. Sie leben nicht nach den „Fünf Säulen des Islam“. Gotteshäuser der Aleviten sind die Cem-Häuser, in denen Frauen und Männer gemeinsam den Gottesdienst abhalten.

  4. Was Frau Treuenfels-Frowein betrifft, habe ich es herausgefunden, dass sie in 2017 schon mal einen ähnlichen Vorstoß gemacht hatte.

    Die FDP in der Hamburgischen Bürgerschaft fordert die Auflösung des Staatsvertrags der Stadt mit den muslimischen Verbänden. – Quelle: https://www.shz.de/15799036 ©2020

    „Hamburg kann und darf keine staatsvertraglichen Beziehungen mit Organisationen pflegen, die möglicherweise als verlängerter Arm des Geheimdienstes eines autokratischen Systems fungieren oder schlimme antisemitische Verirrungen pflegen“, sagte Treuenfels-Frowein dem „Hamburger Abendblatt“ – Quelle: https://www.shz.de/15799036 ©2020

    Was die Tötung des Herrn Soleimani betrifft, verhedderte sich die US-Regierung gemäß diverser Medien immer wieder in Widersprüche.

    Jedenfalls hatte Donald Trump bei einem Essen die Tötung Soleimanis damit begründet, dass dieser "schlechte Dinge über die USA geredet hätte".

    Seine Tötung sei ein Präventivschlag gewesen. Auf Twitter fand er noch deutlichere Worte. Soleimani habe über eine lange Zeit “tausende Amerikaner getötet oder schwer verletzt”, ließ er verlauten – und ging damit noch einen Schritt weiter.

    Ob seine Behauptung bei Twitter stimmt, beantwortet möglicherweise die Neue Züricher Zeitung (19.01.2020, Abendessen für Wahlkampfspender:….)
    Der General galt als Vertrauter des iranischen Revolutionsführers Ayatollah Ali Khamenei und unterhielt gute Verbindungen zu zahlreichen Politikern in der Region.
    …….
    Die USA betrachteten ihn als einen ihrer wichtigsten Feinde, nachdem proiranische Milizen in den Jahren nach dem Sturz von Saddam Hussein im Irak mindestens 600 amerikanische Militärangehörige getötet hatten.
    …………………
    Kurz zuvor hatte Herr Trump den getöteten iranischen General mit der Bezeichnung "Hurensohn" posthum schwer beleidigt.

    Nach meiner neusten Recherche komme ich anders als Rüdiger Lenz zu dem Ergebnis, dass Herr Trump zwar mitunter mit diversen Verhaltensweisen an seiner eigenen Person zweifeln ließ, aber seine Behauptung, dass Soleimani tausende Amerikaner getötet hätte, könnte möglicherweise weitestgehend stimmen, selbst wenn etliche Jahre zuvor weniger als tausend Amerikaner getötet oder verletzt worden waren.

  5. رافقتك السلامة
    oder auch Friede sei mit Dir.
    Ich wurde auf FB dafür verwarnt, weil ich eine der irakischen Gruppen, die sich ´Widerstand´ nennen als Partisanen betitelt habe. Begründung war, das seien allesamt Terroristen und ich würde mich der Gewaltverherrlichung schuldig machen.

  6. Auch wenn Rüdiger Lenz nach meinem Eindruck schon so manch verschwurbeltes und ziemlich schräg "esoterisches" formuliert hat, das vorangestellte Twain-Zitat etwas "drüber" ist, satirisch und im Kontext aber wohl noch durchgehen dürfte, halte ich das für eine insgesamt sehr gelungene Betrachtung. Nicht nachvollziehen kann ich nur im ersten Absatz die in Anführungsstrichen gesetzte "Übersetzung" (ein Zitat?) von Donald Trump!? Da wäre ein Beleg nicht schlecht.

    Da ist so richtig kraftvoll eine Art "heiliger" Zorn spüren, der bei einigen Formulierungen zu griffigen Verdichtungen führt.

    Das gefällt mir sehr gut. Chapeau!

    Der Gedanke mit dem durch Rassismus (dabei ist auch unerheblich, ob es um Rassismus oder Regionen oder sonstiges "Spaltmaterial" geht) oder ähnliche durchs Dorf gejagten Aufregerthemen versteckten bzw. verdeckten letztlich dahinter maßgeblich wirksamen "Eliten-Rassismus" ist eine besonders gelungene Äußerung.

    Es geht allein um nackte Macht.

    Die Rassisten sitzen allerdings nicht nur in der deutschen Regierung, sondern in den diese und andere letztlich hegemonisierenden Gruppen der faktischen Machthaber – also einem minimalen Anteil der Menschheit.

    Demgemäß sollte sich der Zorn und die Erregung auch nicht maßgeblich gegen "die Politiker" als lediglich ausführende Organe der hinter ihnen stehenden Herrschenden richten, sondern gegen Letztere. Die herrschenden Eliten betrachten "die Demokratie" und ihre Darsteller nur als »notwendige Illusion« und bemühen sich hinter der Rhetorik von Demokratie und der real existierenden repräsentativen Demokratie – de facto also einer Form von Oligarchie –, zugleich, die zur Sicherung ihrer Interessen als Öbszön-Reichen geeigneten oligarchischen Strukturen zu etablieren bzw. zu manifestieren (Vgl. Mausfeld in "Warum schweigend die Lämmer", Seiten 24/25).

    Denn gerade das gehört zum Erregungsmanagement.

    Mausfeld weist etwa auf Seite 135 oben zitierten Buches darauf hin, dass es aus Sicht der herrschenden Eliten "gewollt und erwünscht ist, dass sich die Bevölkerung über

    • die Gier von Bankern,
    • die Verlogenheit von Politikern,
    • die intellektuelle Korruptheit von Journalisten oder
    • die Grausamkeit oder den Sadismus von Folterexperten

    ereifert – also über Eigenschaften von Personen, gerade das Produkt tieferliegender, struktureller Bedingungen sind und in deren Kontext geradezu Qualifikationsmerkmale darstellen – und dabei die strukturellen und institutionellen Ursachen und somit die eigentlichen Zentren der Macht aus dem Blick verliert!"

    "Unsere vordringliche Aufgabe ist es daher, Einsichten in diese strukturellen Bedingungen zu gewinnen." (!)

    • Das Trump-Zitat ist nur der eine Satz „Dann ganz plötzlich bumm!" Danach kommt offensichtlich wieder Rüdiger Lenz. Die Anführungszeichen für das Ende des Zitats sind anscheinend irrtümlich ans Ende des Abschnitts gesetzt worden.

  7. "Rassistische Rassisten"
    Erstmal hat sich leider eingebürgert, zugehörige anderer Religionen, als andere "Rasse" zu nennen, was mich jedesmal aufrüttet, wenn ichs höre. Nein, Religion ist keine RasseNun, da wir aber schon mal dabei sind, sie so zu nennen……
    Der Religionsbegriff ist im westlichen Verständnis vom christlichen, jüdischen und Islamischem Denken geprägt, und trägt in sich schon Spaltung. Denn es ging historich in allen Dreien, um – dazugehören, oder ewiglich verdammt sein.
    Exkurs nach Indien: Dharma, als allumfassender Religionsbegiff bezeichnet das was "Trägt", also die innewohnende Kraft die zum Quell zurückträgt, – und zwar ALLE Wesen.
    Weshalb jedem Wesen ein Svadharma, ein eigener Weg, zu eigen ist.
    Strömungen bei Menschen heissen Shakha, was Ast bedeutet, also war in der indischen Denkweise stets sicher, dass es nur einen Ursprung, einen Stamm gibt, zu welchem alle Wesen zurückehren.
    Diese Sichtweise ist diametral unterschieden zum westlichen Religionsbegriff, der im Denken, es gäbe den Stamm der Erlösung, und die vielen anderen Stämme der Verdammnis. Ich nenne dies di Erbsünde der abrahamitischen Religionen.
    Ihre (Er)Lösung liegt in Lessings Ringparabel.
    Warum dieser Exkurs? Das Problem des "Religions-Rassismus" in Deutschland liegt im Vertrauensbruch der neu hinzukommenden. Europa hat im Dreißigjährigen Krieg mit viel Leid gelernt, dass Katholiken und Protestanten friedlich Koexistieren können, von kleineren Rückschlägen abgesehen. Für die zugewanderten, wurde dieses Verständnis nie eingefordert. Europa mag noch Probleme mit der Vergangenheit der Religionen zu haben, aber um Vertrauen in die neuhinzukommenden zu bekommen, wie wärs, wenn wir um offene Gesellschaft bleiben zu können, auch von den zuwandernden die Akzeptanz Lessings Ringparabel, also die Gleichberechtigung allser Religionen Fordern würden? Damit könnte in Zukunft eine Tatsächliche Brüderlichkeit entstehen, und die Diffamierung, Moslems seien möglicherweise separatistisch, würden die Scharia einführen wollen, dem wäre damit der Nährboden entzogen. Wenn ein kulturelles Miteinander gelingen soll, dann nur mit Menschen, die keinem Fundamentalismus anhängen. Wie eine offene indische Gesellschaft gespalten wurde, und wessen es bedurfte kann man in David Frawley's Buch "Arise Arjun' erfahren.

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