Tagesdosis 22.3.2018 – Deutschland: ein geteiltes Land

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Gestern erfuhr man sehr ehrliche Gedanken unserer Kanzlerin zum Zustand des Landes und seiner Bürger. Ob sie dann wirklich diese, ihre ureigenen Gedanken formuliert hat, oder ob sie professionell und routiniert die vorbereitete Rede abspulte, muss jeder Bürger wiederum für sich selbst raushören.

Die Kanzlerin liess uns also in ihrer Regierungserklärung folgendes wissen, Originalzitat: ….obwohl unser Land also gut da steht, ja mehr noch, obwohl es uns wirtschaftlich noch nie so gut wie seit der Wiedervereinigung geht, machen sich viele Menschen Sorgen um die Zukunft. Ist der Ton der Auseinandersetzung rauer geworden. Ist der Respekt vor unterschiedlichen Meinungen zurück gegangen. Ist die Angst vor falschen Informationen gewachsen. Sind die Sorgen um den Zusammenhalt unserer Gesellschaft größer geworden. Den Zusammenhalt der Älteren und Jüngeren, von Ost und West, Stadt und Land. Von Menschen, die hier Generationen leben und denjenigen, die als Migranten und Flüchtlinge zu uns gekommen sind(1). Aufschlussreiche Formulierungen aus Frau Merkels Gedankenwelt.

Deutschland, geteiltes Land. Seit Wochen diskutiert dieses Land über Menschen, die einerseits die Notwendigkeit leben von sog. Tafeln ihre wöchentliche Lebensmittelration zu erhalten und denjenigen die mit der stetig wachsenden Nachfrage und der damit forcierten Organisation alleine gelassen werden. Ehrenamt trifft auf Armut.

Deutschland, geteiltes Land. Seit Monaten diskutiert dieses Land auch über Menschen die zum täglichen Überleben unterbezahlt, schlecht ausgestattet, mit befristeten unsicheren Arbeitsverträgen, bei Wind und Wetter per Fahrrad denjenigen, die aus schlichter Bequemlichkeit sich ihr, bitte auch warmes, Essen nach Hause liefern lassen. Lebenssicherung trifft auf unreflektierte Faulheit.

Bleiben wir bei den Essenslieferanten. Die Arbeitgeber sind bekannt und deutschlandweit in Ballungszentren verbreitet- Delivery Hero, Lieferando, Foodora. Junge Menschen sehen anfänglich in der Arbeit vermeintliches easy money, realisieren aber schnell es ist ein knallharter und gefährlicher Knochenjob. Man schließt sich zusammen und möchte schlichte Arbeitnehmerrechte in Anspruch nehmen. Zum Beispiel sich organisieren. Einen Betriebsrat gründen. Gründe genug gibt es. Die Gegenwehr der Firmen ist immens und es verschärft sich der Umgangston.

Die Rahmenbedingungen sollten soweit bekannt sein, können aber nochmals erklärt werden. Bis zu 80% befristete Einstellungen. Stundenlohn zwischen 0€ und höchstens 10€. 0€ gibt es für diejenigen, die schlicht keine Aufträge erhalten, z.B im Sommer. Da möchte der bequeme Bürger dann doch in der Sonne genießen. Das Hauptarbeitsmittel, das Fahrrad muss selbst finanziert und gewartet werden. Keinerlei Versicherungen, z.B bei Unfällen. Lohnausfall bei Krankheit. Das nötige Smartphone mit entsprechenden Konditionen muss ebenfalls aus eigener Tasche bezahlt werden, da Dienstantritt und Auftragsbestätigungen, sowie Arbeitskontrolle über eine App erfolgen.

Das Geschäft boomt, aber nicht für alle. Der Sprecher von Foodora Deutschland, Vincent Pfeiffer verkündet in einer aufschlussreichen Doku auf Arte mit dem Titel “Kuriere am Limit? Heiße Ware per Fahrrad” schmunzelnd: Die Bewertung lag, nach meinem letzten Kenntnisstand, bei 4.4 Milliarden Euro zum Stichtag der Börsennotierung(2). Das Schmunzeln ist jedoch vielen Fahrern inzwischen vergangen. Man geht offensiver gegen die Arbeitgeber vor. Am 13.April heißt es bundesweit für alle Fahrer, Angestellten und Unterstützer: Aktionstag Schwarzer Freitag. Die Organisatoren von der Initiative aktion ./. arbeitsunrecht e.V. informieren auf ihrer Seite: Warum wurde Deliveroo für den Aktionstag Schwarzer Freitag, 13. April 2018 nominiert? Betriebsratsbehinderung durch Massenentlassung, Scheinselbständigkeit, Ketten-Befristung als Drohkulisse, Niedriglohn, der zum Leben nicht reicht, Asoziale Experimente mit Null-Euro pro Stunde und Ein-Stunden-Schichten(3). Es wird noch besser: Im November 2017 haben Deliveroo Fahrer_innen in Köln gegenüber der Geschäftsführung den Wunsch nach einem Betriebsrat geäußert. Sie organisierten sich über die facebook-Seite Liefern am Limit und in der Gewerkschaft NGG. Das Management in Berlin reagierte durch ein gezieltes Abschmelzen der Festangestellten.  Es würde zukünftig auf selbstständige Kuriere gesetzt werden, hieß es. Zum Zeitpunkt der Wahl am 16. Februar 2018  waren von schätzungsweise fast 200 Fahrer*innen nur noch ca. 35 wahlberechtigte Festangestellt vorhanden, so dass der Betriebsrat statt 7 Sitzen nur noch 3 Mitglieder gehabt hätte. Mithilfe der NGG konnte dann allerdings ein 5-köpfiges Gremium durchgesetzt werden, da Deliveroo die letzten Entlassungen zu spät vorgenommen und die entsprechende Wählerliste verspätet eingerichtet hatte.

Deutschland, geteiltes Land. Der Einzelhandel in Deutschland und seine damit verbundenen Existenzen stirbt nicht durch Amazon, sondern aufgrund der gelebten Bequemlichkeit und Ignoranz seiner ehemaligen Kunden. Der Druck auf Paketzusteller, bei stetig bescheideneren Arbeitsbedingungen, wächst durch die ungebremste Konsumgier der Online Jünglinge und Junkies. Das unreflektierte HappiHappi Ordern fördert den Reichtum der Anbieter, nicht den der ausführenden Erfüllungsgehilfen auf ihren Fahrrädern. Solange der Konsumgedanke, den Solidargedanken vernebelt, abtötet wird dieses Land ein geteiltes Land bleiben.

Quellen

(1) http://www.spiegel.de/politik/deutschland/angela-merkel-gibt-regierungserklaerung-land-gespalten-union-gespalten-a-1199206.html

(2) https://www.arte.tv/de/videos/071436-008-A/re-kuriere-am-limit/

(3) https://aktion.arbeitsunrecht.de/schwarzer-freitag/deliveroo

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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30 Kommentare zu: “Tagesdosis 22.3.2018 – Deutschland: ein geteiltes Land

  1. Man hört Mantra-artig die Wiederholung, Deutschland ginge es gut. Das hat etwas von „Holzhammer-Indoktrination.“ Ich habe dazu einen „Leckerbissen“ gefunden: Von Bertrand Russel, dem angeblich großen Denker, der gerade bei sogenannten „Linken“ sehr beliebt war. Ob sie wirklich verstanden haben, was dieser Mann so dachte? Man beachte auch seine Sorge, die Welt könnte „zu voll“ werden…

    Bertrand Russel, ein großer Unterstützer der „One World Idee“ (UNO) schrieb 1953 : „The Impact of Science on Society“. Darinnen heißt es bezeichnenderweise:
    “I do not pretend that birth control is the only way in which population can be kept from increasing … War … has hitherto been disappointing in this respect, but perhaps bacteriological war may prove more effective. If a Black Death could be spread throughout the world once in every generation survivors could procreate freely without making the world too full … The state of affairs might be somewhat unpleasant, but what of that? Really high-minded people are indifferent to happiness, especially others people’s.”
    ….
    Bertrand Russel: “The Impact of Science on Society“. There are three ways of securing a society that shall be stable as regards population. The first is that of birth control, the second that of infanticide or really destructive wars, and the third that of general misery, except for a powerful minority … These considerations prove that a scientific world society cannot be stable unless there is a world government … Unless …. one power or group of powers emerges victorious and proceeds to establish a single government of the world with a monopoly of armed force, it is clear that the level of civilization must continually decline.”
    ….
    “Diet, injections and injunctions will combine, from a very early age, to produce the sort of character and the sort of beliefs that the authorities consider desirable, and any serious criticism of the powers that will be psychologically impossible. Even if all are miserable, all will believe themselves to be happy, because the government will tell them that it is so.”

    (Internet – Quelle: https://archive.org/stream/TheImpactOfScienceOnSociety-B.Russell/TheImpactOfScienceOnSociety-B.Russell_djvu.txt Voller Text von “The Impact of Science on Society”, Bertrand Russel)

    Übersetzung der Aussagen von Bertrand Russel:
    „Ich tue nicht so, als ob die Geburtenkontrolle der einzige Weg wäre, um die Bevölkerung vor einer Zunahme zu bewahren… Der Krieg… war bisher sehr enttäuschend in dieser Hinsicht, aber vielleicht kann sich der biologische Krieg als wirksamer erweisen. Wenn die Pest auf der ganzen Welt verbreitet werden könnte, so könnten sich die Überlebenden in jeder Generation frei fortpflanzen, ohne die Welt zu voll zu machen… Die Umstände könnten etwas unangenehm sein, aber was solls? Wirklich hochgesinnte Menschen sind dem Glück gegenüber gleichgültig, besonders dem anderer Menschen.“
    ( … )
    (Übersetzung der Aussagen Bertrand Russels:)„Es gibt drei Möglichkeiten, eine bevölkerungsstabile Gesellschaft zu sichern. Die erste ist die der Geburtenkontrolle, die zweite die der Kindstötung oder wirklich zerstörerische Kriege, und die dritte, allgemeines Elend, von dem eine mächtige Minderheit ausgenommen ist … Diese Überlegungen beweisen, dass eine wissenschaftliche Weltgesellschaft nur dann stabil sein kann, wenn es eine Weltregierung gibt … Wenn nicht … eine Macht oder eine Gruppe von Mächten sich siegreich durchsetzt und eine einzige Weltregierung einsetzt, mit einem Monopol auf Waffengewalt, ist es klar, dass das Niveau der Zivilisation kontinuierlich abnehmen muss.“

    (Übersetzung der Aussagen Bertrand Russels:) „Diät, Injektionen und Verfügungen werden von einem sehr frühen Alter an kombiniert, um die Art des Charakters und die Art von Überzeugungen herzustellen, die die Behörden für wünschenswert halten, und jede ernsthafte Kritik an der Macht wird psychologisch unmöglich sein. Selbst wenn alle unglücklich sind, werden alle glauben, glücklich zu sein, weil die Regierung ihnen sagen wird, dass es so sei.“

    Man beachte diesen letzten Satz in Bezug auf das Mantra, Deutschland gehe es gut…

    Wieso eigentlich hängen so viele Deutsche an weltanschaulichen „Ideen,“ die aus em englisch-sprachigen Raum kommen? Ob Adam Smith, Darwin, Russel, Shaw , Hawkins, Eugenik – das sind alles materialistische Betrachtungsweisen.. Deutschland war doch zur Zeit des deutschen Idealismus geistig viel weiter, als diese letztgenannten Ideen – man denke nur an Lessings „Erziehung des Menschengeschlechts,“ in der er denkerisch darauf kommt, dass es eine Reinkarnation geben muss oder Schillers „Briefe zur ästhetische Erziehung des Menschen“. Wieso verleugnen wir unser positives Erbe und wieso beziehen sich so viele nur auf die 12 finstersten Jahre?
    Genauso in der Musik… Kommt denn die Rockmusik wirklich an die Wiener Klassik und an Beethoven etc… heran? Ich denke nicht.
    Ich finde, wir sollten uns wieder mehr auf die weltbürgerlichen Philosophen des 18. Jahrhunderts (Hegel, Fichte, Schelling) und auf Novalis und Rudolf Steiner besinnen, denn ich denke, dass die Ideen, die aus dem Westen kommen, in die Dekadenz führen, weil sie im Menschen nur ein Tier sehen, das psychologisch geführt werden müsse.

  2. Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen mißfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer.

    Gustave Le Bon (1841 – 1931), franz. Arzt und Soziologe

  3. Es gibt eine ganz einfache Lösung für das Problem der Kuriere und Zusteller:

    Eine Mindestzustellgebühr von 5 Euro, die jeder erheben und jeder zahlen muss, wovon die Zusteller 3 Euro bekommen. Egal, wer versendet und welche Verträge er gemacht hat; also auch AMAZON! Wenn ein Mindestlohn möglich ist, ist auch eine Mindestzustellgebühr möglich.

    Was übrigens gar nicht hilft, in diesem Zusammenhang Ausländer- und Flüchtlingshetze zu betreiben. Kritik ist gut; Konzepte sind besser.

    • sehe ich genauso, da die Gewerkschaften spätestens mit Einführung hartz 4 getötet wurden, geht es nur noch über einen Mindestlohn! nur fehlt der politische „wille“, daher wird es keine Änderungen geben und lohnkonkurrenz wird weiterhin unter dieser Regierung betrieben

  4. Die übliche Heuchelei .
    Was sie beklagt ist direkte Folge ihrer Politik .
    Und die Weichen sind gestellt , die Spirale abwärts wird weiter gehen .

    Es wird gigantisch aufgerüstet – mehr als Russland in das Militär investiert ,
    die Angriffskriege gehen weiter
    das Sozialsystem wird abstürzen
    die Überwachung wird zunehmen und die „Sicherheitslage“ im Inneren wird mehr Polizei und mehr Kompetenzen für sie erfordern .
    Die geleistete Arbeit dient zunehmend den Eliten und deren Machtpolitik

  5. Mal wieder eine Nebelkerze und der Autor hat keine Ahnung worauf die „neue“ Trennung in der Gesellschaft basiert. Die soziale Trennlinie zwischen den Einkommensklassen und die damit verbundenen Problemen und sozialen Spannungen (Tafeln, NoGo-Areas usw.) sind nicht neu.
    Die Aufgabe des Rechtsstaates um eine unkontrollierte Massenmigration zu ermöglichen wirkt wie ein Brandbeschleuniger für diese sozialen Probleme, jedoch kommt eine neue Komponente hinzu, die nichts mit Armut und sozialer „Ungerechtigkeit“ zu tuen hat.

    Beispiel Essener Tafel:
    Die Migranten, die andere Bedürftige belästigen und sich respektlos verhalten, gehen nicht zur Tafel weil sie es müssen, sondern um sich die finanziellen Mittel für die Verpflegung zu sparen und ggf. Geld ins Ausland zu schicken.

    Die meisten Migranten kommen auch nicht nach Deutschland, weil sie das Land und die Leute sowie unsere Kultur\Werte so schätzen, sondern aufgrund der Vorzüge unseres Sozialsystems. Die Vorzüge sind so anziehend, dass mehrere andere sichere Drittstaaten durchflohen werden um nach Deutschland zu gelangen. Hinzu kommt, dass die Zuwanderung überwiegend aus Ländern erfolgt, die ein diametral anderes Menschen- und Frauenbild durch ihre Sozialisation und islamische Prägung vermitteln.

    Die neue Trennlinie verläuft zwischen denen, die diese Gefahr erkennen und eindämmen möchten und denen die diese Leugnen sowie auch bewusst oder unbewusst vergrößern möchten.
    Die Realität nimmt aber keine Rücksicht auf Relativierer und Illusionisten, irgendwann holt sie jeden ein und bewirkt vielleicht ein Umdenken. Leider müssen bis dahin noch zu viele wortwörtlich mit ihrem Leben, ihrer körperlichen Unversehrtheit und auch mit ihrem Geld dafür bezahlen.

    Wenn es jetzt schon „Spannungen“ gibt an Tafeln oder z.B. an Auszahlungsstellen für „Asylbewerber“ obwohl unsere Wirtschaft „brummt“ und die Versorgung noch gesichert ist, was wird passieren bei einer wirklichen Not- und Krisensituation ? z.B. einen Wirtschaftskollaps, Krieg usw. ?

    Die Massenmigration zersetzt die Gesellschaft: Parallelgesellschaften,anderes Welt, Menschen und Frauenbild vor allem aufgrund des Islams, kein Bezug zu Deutschland, deutscher Kultur und deren Werte führen in solch einer Situation zu Zuständen wie wir sie nur aus der dritten Welt kennen (Bürgerkrieg).

    Auf die Zukunft gesehen ist die Angst vor der Islamisierung und der Austausch des Volkes keine diffuse Angst, sondern einfache Mathematik und Logik . Die Geburtenrate aufgrund von Polygamie und dem Verständnis der Frau als Saatfeld (siehe Koran) führt irgendwann zur einer demographischen Mehrheit. Da islamische Werte und Vorstellungen aus „Toleranz“ nicht zurück gedrängt werden, wird die Gesellschaft, gerade wenn diese irgendwann mehrheitlich muslimisch ist, solche Werte zur Norm machen. Wer dann glaubt es gäbe eine islamische Toleranz im Bezug auf die dann christlich/jüdische Minderheit der irrt. Aktuell erleben Christen in Afrin solch eine islamische Toleranz.

    Natürlich glaubt der eine oder andere immer noch das Märchen vom friedlichen Islam bzw. das diese friedliche „Religion“ missbraucht wird. Ich entgegne da: Gibt mir den Koran, und ich selbst als Laie kann die abartigsten und abscheulichsten Verbrechen nachvollziehbar religiös legitimieren und sogar noch einen von seinem etwaigen schlechten Gewissen befreien.

    Und an die Relativierungs-Spezialisten bezüglich des Christentums, Kreuzzüge, Hexenverbrennungen und Kirche. Christentum – bezieht sich auf Jesus Christus und damit auf das neue Testament und die Botschaft von Jesus. Wenn mir jemand mit Jesus Botschaften und Predigten aus der Bibel Tod, Leid, Folter und Missbrauch legitimieren \ begründen kann, der solle es versuchen… Mit Koran, Mohamed und Allah geht das Kinderleicht und da liegt eben das Problem.

    • Der Islam selbst ist ein Problem .
      War gerade ein Fall im Spital in Wien,
      da hat sich eine im Spital liegende Muslimin verbeten, dass der Vater einer im gleichen Zimmer liegenden Jugendlichen, das Zimmer betritt . Der Mann folgte der Auffordrung verständlicherweise nicht, worauf die Muslimin ungehalten wurde und der Vater des Kindes
      in Folge von Sicherheitskräften abgeführt wurde .
      Im speziellen ist es der Islam, das sollte aber über die virulente Grundsatzfrage der gezielten Vermischung von Kulturen zur Prägung eine globalen Einheitskultur nicht hinwegtäuschen .
      Das Problem ist die als Grundsatzprogramm forcierte Vermischung der Kulturen durch die Globalisten .
      Die Vermischung bringt zwingend Konflikte , der Konflikt mit Muslimen ist nur ein Aspekt .
      Wie die Konflikte unausweichlich sind , ist die unmittelbare Folge der Vermischung das Aussterben jeder Kulturvielfalt auf der Erde . Von den Globalisten gewollt, ist diese folgende Monokultur aus der Vorstellung der Vielfalt des Lebens die Negation des Lebens .

    • Man will sich einen „Weltbürger“ züchten, ohne Wurzeln und Identität. Dieser Weltbürger soll sich mit nichts verbunden fühlen, nicht einmal mit seinen eigenen Geschlecht. Vielfalt für Konsumgier und Profit sowie weniger Solidarität. Tausende verschiedene Minderheiten, die sich nicht als Mehrheit begreifen und entsprechend handeln können. Krankhaft überzogener Individualismus und Egoismus, eine mobile konsumgierige Arbeitskraft. Der Islam und die Islamisierung kann da nur ein Mittel zum Zweck aber nicht das eigentliche Ziel sein. z.B. wird die Genderideologie wohl nicht mit dem Islam kompatibel sein. Ich denke für die Globalsten ist der Islam nur ein geeignetes Werkzeug um Massen zu kontrollieren und sie für Krieg und Terror einzusetzen. Zusammen mit der Migrationswaffe kann man Staaten und Nationen, die sich nicht wehren, wunderbar sozial und finanziell destabilisieren.
      Das Ziel dürfte ein weltweites Chaos sein: Krieg (zwischen Religionen und Nationen), Terror, Bürgerkriege und zivilisatorischer Zerfall.
      In der dunkelsten Stunde bieten sich die Globalsten selbst als Retter an: Eine Weltregierung, eine Weltreligion, eine Weltsprache – mit dem Ziel der totalen Kontrolle.
      Wer da glaubt es steckt etwas teuflisches und satanisches dahinter, der hat recht.
      (Siehe z.B. Einweihung Gotthard-Tunnel)
      Ich empfehle mal sich mal mit den Prophezeiungen in der Bibel zu beschäftigen unabhängig vom „Glauben“. Entweder ist es eine Prophezeiung oder jemand handelt nach Plan bzw. will dass sich diese „erfüllen“. Als Quelle empfehle ich z.B. Walter Veith. Wie gesagt mittlerweile hat auch z.B. Gerhard Wisnewski erkannt, dass Bibel bzw. Gott und Satan\Luzifer in der Welt der globalen Elite eine entscheidende Rolle spielt.

    • Sie müssen nur meinen Post oben mit den Übersetzungen von Bertrand Russel lesen – da ist eigentlich schon eine Handlungsanweisung für die Globalisierer herauszulesen.

      Dieser Herr hier deckt auf: https://www.youtube.com/watch?v=z3DbDQk8c18
      „Gesellschaftliche Steuerungsstrategien – Die Strategie der multipolaren Konfrontation: Der Zerfall der Zivilgesellschaft.“
      Wie ich finde, eine brillante Zusammenfassung – die 20 Minuten lohnen sich.

    • Interessant, aber der Herr betrachtet den Islam sehr oberflächlich und kommt deshalb auch zur einer Fehleinschätzung sinngemäß zugespitzt : „Von alleine, ohne Provokation geht vom Islam keine Gefahr aus!“. Das ist völlig falsch, der Islam als faschistische Ideologie, ist in seinem Aufbau auf Herrschaft und Unterdrückung ausgelegt, es bedarf nur weniger kleiner „Trigger“ um das gewaltsame und menschenverachtende Potential zu entfachen. Manchmal genügt schon als Trigger, dass man ein Ungläubiger ist. Zweifels ohne ist es zutreffend, dass die Islamisierung und der „Clash“ vorangetrieben \ gesteuert wird, aber der Kampf gegen die Islamisierung ist nichtsdestotrotz Überlebens notwendig für eine westliche Gesellschaft. Man kann eine Waffe (Islam) nur effektiv einsetzen, wenn sie von sich aus schon gefährlich und tödlich ist. Die tödliche Gefahr ist keine Inszenierung.

    • Vielleicht geschieht aber auch ein gegenteiliger Effekt:
      Durch die zahlreichen Übergriffe auf Frauen, die zunehmende Gewalt durch Massenmigration und Islamisierung soldarisieren sich Gruppen über eine soziale Zersplitterung (Arm und Reich, Links und Rechts) hinweg. Die Nazikeule als Zersplitterungswerkzeug wirkt immer weniger.
      Ich denke zwar nicht, dass vor den gesellschaftlichen Zusammenbruch ein Wandel geschafft wird. Aber vielleicht könnte diese Soldarisierung helfen im anschließenden Überlebenskampf.
      Naive Gutmenschen werden Opfer ihrer eigenen illusionierten Weltanschauung, aber der Verlust ist für die nachfolgende Gesellschaft nicht von Bedeutung, da Mitglieder einer Gesellschaft, die diese zumindest nicht vor Gefahren schützen wollen, für den Bestand und Fortschritt einer Gesellschaft nichts beitragen.

  6. Das Zauberwort heisst „Neoliberalismus“. Nur hier gibt es die unendliche Spielwiese fuer das Kapital. Nur hier haben die Malocher so wenig Rechte wie sonstwo.
    Das Problem kann m.M.n. unmöglich den (wie in diesem Fall) Fahradboten angelastet werden, die zu dumm zum zählen sind.
    Man sollte sich auch fragen, wenn es nach den Worten der Machthaberin Merkel geht,
    „…obwohl unser Land also gut da steht, ja mehr noch, obwohl es uns wirtschaftlich noch nie so gut wie seit der Wiedervereinigung geht,“
    warum kommt dann so wenig an, z.B. bei den Arbeitenden oder den Tafelbesuchenden?
    Antwort: Weil es gar nicht geplant ist.
    Die Aufruestung ist geplant, damit man uns in Zukunft noch besser kontrollieren kann! 2% vom BIP, als ca. 25% vom Etat fuer die Nato (Waffen werden in den USA gekauft) und weitere Kriegsanstrengungen vom Kriegsministerium unter VdL.
    Es wird Zeit ueber wirkliche Alternativen zu diskutieren!

    • Das ist sehr richtig. Die Fahrradboten sind nicht Schuld an ihrem Elend. Und sie sind sogar auf einem sehr richtigen Wege, wenn sie sich zusammenschließen und einen Betriebsrat gründen. Das ist ein Anfang. Ein noch recht zahmer, aber ein Anfang. Man darf nur nicht stehenbleiben.

      Und sicher ist das richtige Wort: Neoliberalismus. Aber egal, wie man es nennt: Es ist die Wirtschaftsform, wo der Plan Maximalprofit für Wenige auf Kosten Aller ist. Und der wird rigoros ausgeführt. Nicht umsonst kommt Muttis Gesundheitsfuzzi Spahn ein Pharmalobbyist – um nur ein Beispiel zu nennen.
      Da helfen keine Worte und Überzeugungskünste. Nur Widerstand.

      Und darum hat es mich auch so geärgert, als bei der Ernennung von Spahn keiner, nicht wenigstens Einer „Buh“ gerufen hat. Alles handzahme Hänflinge, die an ihren Sesseln pappen, wie Hundedreck am Absatz. Das Fehlen jeder Widerstandskultur, das Fehlen von zivilen Ungehorsam als Anfang, die mangelnde Aufmüpfigkeit das macht mir Sorgen.
      Bestenfalls balgen sich Anhänger der verschiedenen ideologischen Strömungen und in der Regierung lacht man sich kaputt. Notfalls souffliert man noch: „bloß keine Querfront“. Als ob es die Allparteien-Querfront zum Machterhalt nicht schon gäbe. (Naja, fast aller großen und vieler kleiner Parteien – und der Rest ist unbedeutend). Es mag ja in allen Parteien auch vernünftige und anständige Leute geben. Aber ein paar Schwalben machen noch keinen Frühling. So ist das.

    • Kleine Ergänzung zum unten gesagten, warum die Fahrradkuriere noch zu zahm sind:
      im Artikel heißt es:

      Im November 2017 haben Deliveroo Fahrer_innen in Köln gegenüber der Geschäftsführung den Wunsch nach einem Betriebsrat geäußert.

      Ja, warum fragen die erst höflich an? Gründen und dann die Geschäftsführung vor vollendete Tatsachen stellen. Sonst lässt man dem Gegner Zeit für Gegenmaßnahmen. Ja, die Geschäftsführung ist die Generalität des Gegners. Wenn man das nicht begreift, ist man auf dem besten Wege zu verlieren. Alles lächeln und aller höflicher Umgang sind Farce, Schauspiel. Sicher will auch das beherrscht werden, aber als Taktik. Man darf nicht an die Echtheit des Verhaltens glauben und es auch selbst nicht praktizieren.

    • Ich denke, alles nur auf „Neoliberalismus“ zu reduzieren, greift zu kurz und ist auch zu materialistisch gedacht. Es geht um noch viel Größeres – letztendlich um Langzeitpläne, die die gesamte Menschheits-Entwicklung in ganz bestimmte, enge Kanäle leiten sollen – hinein in die Fesseln des Materialismus und die Versklavung des Menschengeistes. Wenn manche hier Satanismus ansprechen – sie haben nicht unrecht. Es geht um ungleich viel mehr, als viele sich vorstellen. Und wenn die Linken endlich sich mal bequemen wollten, anzuerkennen, dass es Seele und Geist gibt und dass es vor allem darum geht, dass diese bezwungen werden sollen…
      Mein Vorwurf an die Linken und die Marxisten, auch viele Sozialdemokraten ist, dass sie alles auf das Materielle zurückführen; damit sind sie genauso, wie ihre Gegner, die „Kapitalisten“. Das Geistige sei nur der „Überbau“, das einzig wahre sei das „Handfeste“ und die „Produktionsmittel“ . Und wer die Haltung der Marxisten und Linken kritisiert und für einseitig hält, der bekommt von ihnen den Vorwurf, man sei ein bourgoiser Schöngeist oder so etwas Ähnliches. Man muss aber einsehen, dass sowohl der Marxist als auch der Kapitalist ein problematisches Menschenbild haben, weil sie den ewigen Menschengeist nicht anerkennen, sondern den Menschen nur für ein Tier halten. Wäre das Menschenbild ein anderes und wüssten die Kapitalisten, die Soldaten und Bombenwerfer, die Gewalttäter und Ausbeuter, dass es einen karmischen Ausgleich für ihre Taten gibt, dass also der Spruch: „Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem anderen zu“ ganz wortwörtlich zu nehmen ist, nämlich so, dass derjenige, der einem anderen Leid zufügt in einer späteren Inkarnation diese Leid entweder wieder gut machen muss an demjenigen, dem es zugefügt wurde oder – es selbst durchleiden muss (!!!) dann würde ein solches Wissen zu einem anderen Verhalten gegenüber dem Mitmenschen führen. Wenn schon nicht NÄchstenliebe die Menschen von unmenschlicher Behandlung anderer abhält, so würde wenigstense das Wissen um die karmische Schuld, die man sich aufläd, hemmend wirken. Man würde auch die Umwelt nicht so zerstören, wenn man wüsste: in vielleicht 800 Jahren werde ich wiedergeboren – will ich dann auf einer verseuchten Erde leben? Ein Bomben-Pilot würde dann wohl auch nicht so leicht Uranmunition abwerfen – wenn er wüsste, dass er in ca. 800 Jahren dann in genau dieses Gebiet wiedergeboren werden könnte, als Ausgleich, evt. in einem Körper mit durch Radioaktivität verstrahltem Erbgut, das ihm einen ungesunden, genetisch defekten Körper bescheren wird. Abgesehen davon, dass die karmische Schuld, die man sich damit aufläd, dass man so etwas macht, … das kann man ja nie ausgleichen…
      Aber ein Materialist denkt halt: Nach mir die Sintflut. Er denkt vielleicht gerade mal an seine Enkel, aber das wars dann. Man sollte aber die Erde und die Menschheit lieben und aus der Erde einen Stern machen wollen, ,einen blühenden Garten, auf dem alle sich entwickeln können. Wir werden die Erde nämlich nicht los – Wir sind mit ihr verbunden und nur auf ihr können wir uns weiterentwickeln.

    • @ a.Eberl
      Moin, A.Eberl, ich weiss nicht, ob dieser Kommentar noch gelesen wird (…). Falls ja, dann möchte ich Ihnen sagen, dass Sie offensichtlich viel und tief in das Thema eingetaucht sind.
      Sie beschreiben Menschen, die wenn sie wuessten, dass sie wiedergeboren wuerden, nicht zu denen oder jenen Handlungen greifen wuerden. Das halte ich fuer sehr unrealistisch, weil die Bedingungen, die uns umgeben, unsere Handlungsweisen steuern. Muss ich eine Familie ernähren, dann kann ich (schon gar nicht heute) nicht lange ueberlegen, ob das Getane auch in der Zukunft noch bestand haben wird. Das heisst, dass man fuer das wenige Geld eben arbeiten muss, was der Kapitalismus z.Z. eben anbietet.
      Und hierbei ist der Hauptwiderspruch der, zwischen den Kapitaleignern und den Nichtkapitaleignern. Der Marxist liefert im Grunde genommen nur das Handwerkszeug, also die Analyse, um diesen Widerspruch auf allen Ebenen zu verstehen.
      Selbst, wenn es soetwas gäbe wie die Wiederauferstehung oder Wiedergeburt, so zweifel ich sehr daran, dass sich Menschen um die Zukunft in der von Ihnen beschriebenen Art und Weise kuemmern wuerden.
      Es gab damals vor 2000 Jahren jemanden, der nach Meinung der Katholika nur so von „Liebe“ strotzte und keinem Menschen etwas Böses wollte. Das Buch, in dem sein Leben beschrieben wird ist das wohl am meist verkaufteste der Welt. Hat sich nur irgend etwas an unserem Zusammenleben geändert?

  7. Interessanter Weise hat Mutti die wichtigsten Gegensatzgruppen nicht genannt: Arme und Reiche, Kapitaleigner und die, die nur sich selbst besitzen, Arbeitende und Besitzende, kurz: die da oben und die da unten.

    Wer allerdings glaubt, den Konsumenten die Schuld geben zu müssen, liegt völlig falsch. Es waren nicht die „faulen“ Junglinge, die die Betriebsratsgründung verhindern wollten. Übrigens „faule“ Jünglinge: viele von denen sitzen als Freelancer schlecht bezahlt hinter ihrem Computer und lassen sich deshalb ihre Pizza kommen, weil ihr Job ihren Lebensrhythmus zerstört hat. Es ist ja so einfach das gegeneinander Ausspielen der kleinen Leute mitzumachen: Schuld ist der Kunde.
    Bestellt er bei Amazon mach er – angeblich – die Läden kaputt. Dabei haben die großen Ketten schon längst die Masse der kleinen Läden verdrängt. Jetzt konkurriert Amazon mit den großen Ketten. Und die sind es, die Zeter und Mordio brüllen. Und wenn der Kunde nicht online bestellt? Dann holt er sich eben sein Zeugs selbst ab – um so besser, bringt mehr Profit. Angestellten wird deshalb nicht ein Cent mehr bezahlt. Und Arbeitsplätze werden auch nicht erhalten. Denn es ist egal ab Transporteure den Kram zur Haustür bringen oder in einem Amazon gehörenden Laden in die Regale stopfen. Für letzteres brauch man sogar noch weniger Kräfte und kann eventuell sogar Lagerroboter einsetzen.
    Das Lieb vom faulen Besteller nutzt die gleiche Melodie, wie das Lied, dass die Verbraucher mit ihrem Wunsch nach billigen Produkten am verkauften Schund schuld seien. Wenn sie bereit wären, mehr zu bezahlen, würde man ihnen den gleichen Dreck für mehr Geld verkaufen. So ist das. Es lebe der Profit!
    Die Melodie lautet: Der gehässige Kunde lässt dem sich aufopfernden Unternehmer ja keine Wahl. Trän, trän, seufz, seufz!

    Nein, nicht die Kunden haben Schuld. Es ist eine Systemfrage, die Frage ob die großen Kapitaleigner, die großen Aktionäre, die sogar zum Geld zählen zu faul sind und das andere für sich machen lassen, das Sagen haben, oder aber die breite Masse der überwiegende fleißig arbeitenden Menschen (inklusive derer, die als Druckmittel in Arbeitslosigkeit und Armut gehalten werden).

    Und die Leute, die Deliveroo den Betriebsrat gegründet haben, sind auf dem richtigen Wege: Zusammenschluss. Auch wenn sie noch etwas zaghaft sind: auf Hinterhältigkeiten reagieren sie noch viel zu anständig. Hätten sie viel von den ausgesourcten zur Klage gegen die Kündigung überreden können, hätten die bei der Wahl als Angestellte gezählt und sie hätten ihren 7-Mann-Betriebs-Rat. Die Arbeiter und Angestellten müssen wieder lernen, dass auf einen groben Klotz ein grober Keil gehört und müssen von falscher Rücksichtnahme abstand nehmen. Wenn aber heute Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Unternehmern geführt werden, dann sind viele Gewerkschaften so handzahm, dass faktisch 1 1/2 Verhandlungsführer die Unternehmerinteressen vertreten und nur 1/2 Verhandlungsführer die Angestellteninteressen vertritt.
    Das muss sich zu aller erst ändern.

    Man schaue nach Skandinavien. Da haben die Gewerkschaften und Angestellten formaljuristisch zwar weniger Rechte. Die Mitgliederquote und auch der Einfluss ist aber weitaus höher als hierzulande. In Dänemark muss man bei Überstunden seine Gewerkschaft um Erlaubnis fragen. Unbezahlte Überstunden sind da für viele unvorstellbar. Und einige Gewerkschaften werben mit dem Slogan: „Kommen Sie vor dem Abschluss eines Arbeitsvertrages zu uns, damit der Unternehmer Sie nicht um Ihren Lohn betrügt.“ Nein, das ist auch kein Paradies, aber deutlich sozialer. Übrigens lies man es da in der Vergangenheit auch nicht so sehr zu Migranten und Einheimische gegeneinander auszuspielen. Und das machte man ganz einfach über die Forderung „Gleichen Lohn für gleiche Arbeit“. Es sollte sich da keine Unternehmer einfallen lassen, einen Ausländer die gleiche Arbeit für weniger Geld machen zu lassen. Das gab für beide Ärger: für den lohndrückenden Unternehmer und für den der sich dazu missbrauchen lässt. Übrigens sind in Dänemark die Einkommensteuererklärungen öffentlich einsehbar durch jedermann. Da ist nichts, den Arbeitnehmer zur Geheimhaltung zu verpflichten. Auch das kann schon viel helfen. Allerdings habe ich die Sache in den letzten Jahren nicht weiter verfolgt. Wahrscheinlich ist da auch abgebaut worden. Begonnen hat das Abrisswerk ein gewisser Herr Rassmusen, späterer Nato-Generalsekretär. Nach dem man ihn als Regierungschef zur Nato weggelobt hatte, macht man die hälfte seiner Reformen wieder rückgängig. Aber es war trotzdem noch schlechter als vor ihm.

    • Moin, Rudi Ratlos, ich kenne zwar nicht die Situation der Gewerkschaften in Dänemark, habe aber von ’99 bis 2015 in Schweden gearbeitet und kann lediglich den hohen Organisationsgrad bestätigen, der sich aber daraus speist, dass Nichtmitglieder als erstes den Arbeitsplatz verlieren im Falle von Kuendigungen. Ansonsten erlebte ich die Gewerkschaftsarbeit als sehr an der Geschäftsleitung orientiert. Sollte ich die Eigenschaften der Gewerkschaften, so wie ich sie kennengelernt habe beschreiben, so ist es nicht viel mehr als eine Versicherung, aber beileibe keine Kampforganisation der Arbeiterklasse.

    • R-d-R

      Wirklich ein sehr guter Beitrag!

      Wobei ich auch keine Hoffnungen mehr habe auf Gewerkschaften . OK, ich kenne die Situation in Dänemark nicht. Vielleicht sind die Gewerkschafter dort einfach auch weniger korrupt als bei uns.

      Und ich habe das Gefühl, dass das Bildungsniveau in den skandinavischen Ländern weniger desaströs ist als hierzulande. Das macht schon sehr viel aus. In Norwegen habe ich mal einige Wochen gearbeitet, auf Geschäftsreise. Sehr positiv aufgefallen ist mir, dass am Freitag alle gegen Mittag den Hammer fallen lassen und auch sonst unter der Woche deutlich früher als in Deutschland. Und als jemand einen Krankheitsfall in der Familie hatte, war ganz normal, dass er ein paar Tage/Wochen weniger arbeitet und den Angehörigen pflegt.

  8. Die Sklaverei scheint in unserer bewegten Menschheitsgeschichte ein nicht totzukriegender Wiedergänger zu sein. Ist es gut, andere für seine eigene Bequemlichkeit schuften und regelrecht ausbluten zu lassen? Welche Denkweise steckt dahinter? Wer denkt so? Warum versucht man uns glauben zu machen, dies sei alternativlos? Ich könnte noch tausende solcher Fragen stellen, bekäme von den Verantwortlichen mit Sicherheit keine zufriedenstellende Antwort. Wollen wir uns das bis ans Ende aller Tage gefallen lassen?

  9. Nicht nur Deutschland ist geteilt.
    Kaufe ich bei Ikea einen Tisch, 27 kg, die bekomme ich zuhause für dasselbe wie ein Paket mit hauptsachlich Luft.
    Warum versteht fast keiner das Globalismus, auch EU Globalismus innerhalb Europa, das Wettbewerb von jeder mit jeder ist ?
    Nur der Nationalstaat kann seine Bürger beschützen, aber das kann dan keine offene Gesellschaft sein.
    Die niederländische Sozialisten, PvdA waren schon fast weg im Parlement, gestern verschwunden sie fast völlig aus die Gemeinden.
    Hollande beëndete die Parti Socialiste, SPD warf Schulz hinaus.
    Die Sozialisten haben nie verstanden, verstehen noch nicht, das Globalismus Solidarität ausschliesst.
    Die Solidarität geht nicht weiter als die Grenzen, die es nicht mehr gibt.
    Ich hoffe das es Seehofer gelingt sie wieder her zu stellen, sonst ist es was Sarrazin schreibt ‚Deutschland schafft sich ab‘, leider auch die andere W Europäische Länder.
    Gestern kamen Mosleme in viele Gemeinde Verwaltiungen.
    Vorgestern warnten etwa Hundert Französische Intellektuelle, von links und von rechts, gegen die Islam.
    Zugleich mit die Mosleme kamen Nationalisten in Gemeinde Verwaltungen, PVV und FvD.
    Und so spitzen sich die Gegensätze zu.
    ‚Ein völlig Versplittertes Land‘, schreibt VRT.
    Belgien war es schon.

    • Wenn Sie bei IKEA einen 27 kg Tisch kaufen, dann haben sie auch einen Tisch 27 kg zu Hause.
      Egal wie das Paket auch aussieht.
      Normaler Weise kauft oder baut man sich einen Tisch, wenn man ihn braucht.
      Ist es nicht so, dass heute Leute Sachen kaufen, ohne Sinn und Verstand.
      Ein Tisch in guter Qualität, hält über mehrere Generationen.
      Überspitzt gesagt, wer bei IKEA besseres Brennholz kauft, bekommt es dann auch.
      Das ist weder klug noch nachhaltig.
      Lassen Sie sich vom Tischler einen soliden Tisch bauen oder kaufen Sie einen guten Gebrauchten.
      Dann müssen Sie sich nicht mehr ärgern. 🙂

    • Der alte Tisch was schwer beschädigt, und was wir kauften ist mehr ein Kast als ein Tisch.
      Aber sie haben Recht, wir kaufen bei Ikea.
      Aber es gibt die alte Frage, wenn Ikea nicht in arme Länder Tische und weiss isch was fabrizieren lässt, einfache Produkte, ist das besser für die Leute dort ?
      Schon mein Grossvater debattierte mit sein Nachbar über was wir in damaligen Niederländischen Ost Indiën die Menschen zahlten.
      Mein Vater erzählte das die Debatte immer dasselbe endigte, wenn wir sie kein Arbeit geben, was denn ?
      Ich bin Volkswirtschaftler, ich weiss das Lohn der Preis von Arbeit ist.
      Wenn die Produktivität niedrich ist sind auch die Löhne niedrich.
      Viele deutsche Betriebe die nach Polen gingen kommen zurück, die Löhne dort, also die Produktivität, sind so gestiegen das weit von die Markten sein zu teuer wird.
      Wie ich schon schrieb, eine schreckliche Wissenschaft, Volkswirtschaft.

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